• Menu
  • Menu
Angkor Wat
Angkor Wat, Bild: Guitar photographer / shutterstock

Fünf sehenswerte Tempel in Kambodscha rund um Siem Reap

Bis zur Industriellen Revolution war Angkor die größte Stadt in der Geschichte der Menschheit. Die restaurierten Tempel der einstigen Megalopolis gelten heute als Wahrzeichen von Kambodscha. Der bekannteste Tempel ist Angkor Wat. 65 Meter ragt der zentrale Turm dieses Bauwerkes empor. Viele Besucher wissen nicht, dass weniger bekannte Ruinen im Tempelgebiet ähnlich spektakulär sind.

Die Geschichte

Die Verzierungen und Reliefs in den Ruinen erzählen die Geschichte der Khmer. Neben hinduistischen und buddhistischen Glaubensmotiven sind Darstellungen immenser Schlachtfelder in die Steinmauern eingehauen. Angkor Wat bedeutet auf Deutsch «Tempel der Stadt». Erbaut wurde der Tempel im 12. Jahrhundert durch den Kaiser Suryavarman II. Mehrere Kriege prägten die tausendjährige Geschichte Angkors. Zu den größten Feinden gehörte das Königreich Cham (heutiges Vietnam), welches zwischenzeitlich die Stadt eroberte. Zudem wurde gegen Ende des 12. Jahrhunderts die Hauptreligion vom Hinduismus zum Buddhismus gewechselt. Die Herrschafts- und Religionswechsel führten dazu, dass die Region von vielen unterschiedlichen Kulturen geprägt wurde.

Obwohl das Tempelgebiet ohne Tourguide besucht werden kann, lohnt sich eine geführte Tour. Bei den wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind Infotafeln aufgestellt. Interessante Anekdoten zur Geschichte und Architektur von Angkor werden jedoch nur von den lokalen Tourguides erzählt.

Die Tempel

Das Tempelgebiet erstreckt sich über 400 Quadratkilometer. Wer nicht nur die Bauten in der Eingangsnähe sehen will, muss mobil unterwegs sein. Fahrer sind in Siem Reap und in der Nähe des Tempelgebietes einfach zu finden. Ein Chauffeur lohnt sich zudem, um den größten Touristenströmen auszuweichen. Am besten wird der Tag außerhalb vom Haupttempel begonnen und dieser erst gegen Ende besucht. Spektakuläre Tempel gibt es genügend zu sehen. Nachfolgend werden die fünf wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorgestellt.

Siehe auch  Kambodscha – das Land der alten Khmer

Angkor Wat

In der Nähe des Haupttempels Angkor Wat versammeln sich die Besucher schon bevor die Tore des Parks am Morgen öffnen. Die Touren zum Sonnenaufgang sind beliebt. Der Anblick des Tempels ist spektakulär. Die Tempelstruktur umfasst drei Ebenen und fünf Türme und zählt zu den größten religiösen Bauwerken der Welt. Der Aufstieg bis ganz nach oben bietet einen eindrücklichen Ausblick.

Angkor Thom

Tempel Angkor Thom
Angkor Thom, Bild: karinkamon / shutterstock

Angkor Thom ist ein Tempelkomplex, etwa 10 Minuten Fahrzeit von Angkor Wat entfernt. Nach dem Wechsel zum Buddhismus wurde er zum Zentrum der Stadt. Hier sind eindrückliche Bauwerke wie die Elefantenterrasse (einstiger Paradeplatz) oder die fünf steinernen Tore zu sehen.

Bayon

Der Bayon ist ein besonderer Tempel im Tempelkomplex Angkor Thom. Sein Alleinstellungsmerkmal ist, dass teils riesige Gesichter in den Stein gehauen wurden. Insgesamt umfasst der Tempel 54 Türme und 216 Gesichter in unterschiedlichen Größen.

Ta Prohm

Ta Prohm, Kambodscha
Ta Prohm, Bild: DeltaOFF / shutterstock

Besonders an Ta Prohm ist, dass die Tempel hier vom Dschungel überwachsenen sind. Baumriesen mit mächtigen Wurzeln stehen teils mitten auf den Steinbauten darauf und sorgen für einen abenteuerlichen Anblick.

Banteay Srei

Das Gebiet Banteay Srei ist eine aufkommende Touristenregion im Tempelgebiet. Hier befindet sich der «Tempel der Frauen», welcher sich durch seine filigranen Verzierungen auszeichnet. Auch lohnt sich der Besuch eines Blumengartens oder Aussichtspunktes in der Nähe mit Sicht über den Kbal Spean Nationalpark.

Die Stadt Siem Reap

Siem Reap ist die nächstgelegene Stadt. Ihr internationaler Flughafen ist der Ausgangspunkt für alle inländischen und ausländischen Touristen, die nach Angkor Wat kommen. Von Siem Reap ist es knapp eine Stunde mit dem Tuk-Tuk ins Tempelgebiet, etwas weniger mit dem Taxi. Tuk-Tuks sind kleine zweiräderige Kutschen, die von einem Fahrer mit dem Motorrad gezogen werden. Eine Fahrt lohnt sich alleinig für das Erlebnis. Für unerfahrene Besucher sind die hektischen und holprigen Straßen von Siem Reap aber gewöhnungsbedürftig.

Siehe auch  Kambodscha – das Land der alten Khmer

In Kambodscha ist es üblich, dass um den Preis verhandelt wird. Wer sich bei der Taxifahrt direkt auf das erstgenannte Angebot einlässt, riskiert zu viel zu bezahlen. Mit etwas Geschick können Preisreduktionen bis zu fünfzig Prozent vom Anfangspreis ausgehandelt werden. In der Stadt werden auch Fahrräder oder Motorrädern vermietet. Die Funktionstüchtigkeit der Maschine sollte vor der Übernahme geprüft werden.

Nebst den Tempelstädten gibt es in Siem Reap noch weiteres zu sehen. Die Stadt beherbergt einen Zirkus, das Nationalmuseum, mehrere Einkaufszentren und vielen Massagestudios. Beim Schlendergang durch die Straßen kommen einem die Aromen asiatischer Küche und Räucherstäbchen aus den Restaurants und Shops entgegen. Jeder hat die Chance eine frittierte Tarantel oder Krokodilfleisch aus dem Feuertopf zu probieren. Dabei handelt es sich um Touristenattraktionen. Wer traditionelles Essen sucht, bestellt besser Rindfleisch Lok Lak oder Fisch Amok.

Fazit: Urlaub in Siem Reap verspricht eine pulsierende Stadt und sagenhafte Tempelruinen im Herzen einer facettenreichen Multikultur.