Armenien – unberührte Natur im Kaukasus

Traumhafte Kulisse in Armenien
Traumhafte Kulisse in Armenien, Bild: Leonid Andronov / shutterstock

Viele Leute wissen nicht einmal, wo Armenien überhaupt liegt. Doch das kleine Land im Kaukasus steckt voller Mythen und Legenden. Ein echter Geheimtipp für Naturliebhaber. Die Geschichte Armeniens ist lang und wechselvoll, außerdem beherbergt das Land eine unheimliche Vielzahl verschiedener Landschaftsformen und Schätze aus der Vergangenheit. Der Staat ist unbekannter als er sein sollte, denn die alten Klöster, die kleinen Dörfer, die Blumenwiesen, die Felsen und Höhlen machen dieses Land einzigartig. Die armenische Bevölkerung ist unglaublich herzlich und hilfsbereit, außerdem gilt das Land als Eines der sichersten der Erde.

Wissenswertes über Armenien

Armenien liegt in einem Hochgebirge und grenzt an Aserbaidschan, die Türkei, Iran und Georgien. Es ist das älteste christliche Land der Welt und beherbergt knapp drei Millionen Einwohner. In der Hauptstadt wird neben Armenisch und Russisch auch Englisch gesprochen, außerhalb Jerevans verstehen nur die wenigstens einheimischen Englisch. Das Land ist etwa so groß wie Brandenburg und ist im Sommer sehr warm und im Winter sehr kalt. Der durchschnittliche Armenier verdient weniger als 100 US-Dollar pro Monat, umgerechnet in Armenische Dram. Außerhalb der Städte kommt man mit dem Bus nur recht spärlich voran, Trampen ist jedoch eine gute Alternative. Eine Reise nach Armenien lohnt sich besonders zwischen April und Oktober, weil dann die Aprikosen und Weintrauben auf den Obstplantagen reif sind und die Blumenwiesen in voller Blüte stehen.

In der Hauptstadt dominiert Rosa

Jerewan mit Blick auf Aragat
Jerewan mit Blick auf das Gebirge Aragat, Bild: GaroManjikian / shutterstock

In Armenien kommt sehr viel Vulkangestein vor und dieses wurde früher zum Bau von Häusern genutzt. Das Gestein ist rosa bis rot gefärbt und taucht die Städte in ein warmes Licht. Die traditionelle Architektur ging unter der sowjetischen Herrschaft leider verloren, es wurden viele Gebäude in der typisch sowjet-modernen Bauart gebaut. Nach dem Ende der Sowjetunion wurden die meisten dieser Gebäude einfach nicht weitergebaut und endeten als Geisterhäuser, teilweise gibt es sogar ganze Geisterstädte in Armenien. Die halbfertigen Häuser machen einen Besuch sehr spannend. Jerewan wirkt an manchen Stellen verwahrlost, doch die Stadt versprüht einen ganz eigenen Charme. Viele Cafés und Restaurants an den öffentlichen Plätzen laden zum Verweilen ein. In der Innenstadt befindet sich der Platz der Republik, auf dem jeden Abend um 21 Uhr eine Show mit Musik, Feuerwerk und Fontänen stattfindet. Das Event ist ein Ritual für die Einwohner geworden und man kommt schnell mit den freundlichen Menschen in Kontakt. Wer etwas über die armenische Geschichte erfahren möchte, sollte das Genozidenmuseum besuchen.

Die Vergangenheit wohnt in Odzun

Die kleine Ortschaft Odzun ist von der Zeit des Kommunismus größtenteils verschont geblieben. Odzun liegt auf einem Plateau oberhalb einer Schlucht und bietet einen hervorragenden Blick über die umgebende Landschaft. Die Basilika stammt aus dem 7. Jahrhundert und versetzt den Urlauber in eine andere Zeit. Generell befinden sich in der Stadt sehr viele historische Gebäude, deshalb kommt man um einen Besuch nicht drumherum.

Dilidschan – Ein berühmter Kurort

Das mittelalterliche Kloster Norawank, Armenien
Das mittelalterliche Kloster Norawank, Bild: Mike Ilchenko / shutterstock

Dilidschan ist der beliebteste Kurort Armeniens. Er liegt im gleichnamigen Nationalpark und ist von dichten Kiefernwäldern umgeben. Die Luft ist sehr sauber und aus den Fontänen schießt Wasser mit heilender Wirkung. Die Klöster Haghartsin und Gshavank können von hier aus erwandert werden und es gibt viele Hotels in der Stadt. Sehr viele Handwerker haben sich hier niedergelassen und bieten ihre handgefertigten Waren an. Mit Jermuk verfügt das Land über einen weiteren berühmten Kurort. Hier befinden sich 40 Mineralwasserquellen und der zweitgrößte Wasserfall Armeniens, welcher sich 63 Meter in die Tiefe stürzt.

Die armenische Küche

Das armenische Essen ist sehr gesund und wird meist lokal angebaut. Die Menschen in Armenien sind sehr gastfreundlich und laden Touristen gern zum Essen ein, obwohl man vorher kein einziges Wort gewechselt hat. Das Essen ist fantastisch, deshalb sollte man die Einladungen auf keinen Fall ausschlagen. Zum Frühstück gibt es frisches Obst, getrocknete Früchte oder selbstgemachte Marmeladen. Mittags gibt es beispielsweise die Nationalgerichte Harisa, Horovats oder Tolma. Harisa ist eine Art Müsli und wird mit geröstetem Fleisch zubereitet. Tolma sind Weinblätter, welche mit Gemüse und Fleisch gefüllt werden und Horovats ist das traditionelle armenische Barbecue. Humus, Bulgur und Fladenbrot runden das Essen ab. Die Lebenshaltungskosten in Armenien sind sehr niedrig, deshalb bekommt man eine volle Mahlzeit bereits für umgerechnet ein bis zwei Euro.

Der höchste Berg Armeniens

Der Aragat ist mehr als 4.000 Meter hoch und ist im Sommer mit Schnee bedeckt, weshalb man bei einer Erkundung auf die richtige Kleidung achten sollte. Auf dem Berg selbst befinden sich viele Forts, alte Klosteranlagen und Blumenwiesen. Die Hirten treiben ihre Schafe über die Weiden und verkaufen ihre handgemachten Produkte. Entspannung ist bei dem atemberaubenden Ausblick definitiv geboten.

Das armenische Meer

Armenien besitzt zwar keinen Zugang zum Meer, aber einen guten Ersatz. Der Sewansee liegt auf 1.900 Metern Höhe und zählt zu den größten Hochgebirgsseen der Welt. Er ist sehr beliebt bei Einheimischen und Touristen, denn im Sommer ist er angenehm kühl. Mittlerweile gibt es einige Hotels in der Region und Tauchen, Bootfahren und Windsurfen runden das Programm ab. Ein paar Meter entfernt des Sees findet man die ruhigen Landschaften und die schönen Klosteranlagen wieder.

Die Klosteranlagen

In dem Land findet man eine Vielzahl Klöster, weil das Land schon sehr lange christlich ist. Einige zählen zum Weltkulturerbe der UNESCO und sind zugänglich.

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