Dschibuti, Assalsee und Tadjoura

Abbe-See, Dschibuti
Der Abbe-See, Bild: lmascaretti / shutterstock

Dschibuti ist ein Staat in Afrika. Er grenzt an das Rote Meer und an den Golf von Aden. Seine Nachbarländer sind die Republik Eritrea im Norden, Äthiopien im Westen und Süden und ein kleines Stück auch an Somalia. Das Land hat eine Fläche von 23.200 Quadratkilometern und geschätzt etwa 880.000 Einwohner. Von ihnen leben mehr als 600.000 in der gleichnamigen Hauptstadt. Erst seit 1977 ist die Republik Dschibuti ein eigenständiger Staat. Vorher war es eine französische Kolonie und seit 1946 französisches Übersee-Territorium.

Die touristischen Highlights von Dschibuti

Abdulhamid II Khan-Moschee in Dschibuti City
Abdulhamid II Khan-Moschee in Dschibuti City

Im Moment steckt der Tourismus in dem kleinen Land noch etwas in den Kinderschuhen. Aber Dschibuti ist ein sehr interessantes und außergewöhnliches Reiseziel mit sehr viel Potential. Es hat wunderschöne Strände, einzigartige Schnorchel-und Tauchreviere, spektakuläre Landschaften und eine turbulente multikulturelle Hauptstadt. Darüber hinaus ist das Wetter fantastisch und gerade in den Wintermonaten mit Tagestemperaturen von um die 30 Grad Celsius für Europäer ideal. Auch das Rote Meer hat dann zwischen 25 und 30 Grad Celsius.

Urlaubserlebnisse in Dschibuti

Tadjoura

Für Taucher und Schnorchler ist Dschibuti ein absolutes Traumrevier und ein Geheimtipp. Es hat eine Küstenlinie von über 300 Kilometern Länge und zahllose Unterwasser-Vulkane, Atolle und Korallenriffe. Gar nicht weit von der Hauptstadt entfernt liegt am gleichnamigen Golf die Stadt Tadjoura, die älteste Stadt Dschibutis und das wohl beste Tauchrevier des Landes. Auch die vorgelagerten Moucha-und Maskali-Inseln warten mit wunderschönen Stränden, mit Korallenriffen und einer vielfältigen Unterwasserwelt auf. Ein besonderes Schauspiel lässt sich von Oktober bis Januar in der Bucht von Ghoubbet erleben. Dann kommen die riesenhaften Walhaie ganz dicht bis an die Küste heran und die Touristen können die Giganten der Meere ganz aus der Nähe vom Boot aus erleben. Sehr interessant sind auch der Lac Ghoubbet, ein von erloschenen Vulkanen und schwarzen Lavafelsen umgebener Meerwassersee und die Salzpfannen Petit Bara und Grand Bara, in denen man Strandsegeln kann.

Der Assal-See

Assalsee, Dschibuti
Der Assalsee, Bild: Nelliene / shutterstock

Nur wenige Kilometer vom Golf von Tadjoura entfernt liegt, von kahlen Bergen umgeben, der Assalsee. Er ist mit 155 Metern unter Meeresniveau der tiefste Punkt Afrikas und salziger als das Tote Meer. An seinen Ufern haben sich in Jahrtausenden Salzkristalle zusammengeballt und bilden durch die Reflexe aus Licht und Wasser Gebilde von fast außerirdischer Schönheit. Anders als am Toten Meer haben die wenigen Touristen am Assalsee das Wasser fast für sich allein und können das eigenartige Gefühl, auf dem salzigen Nass zu förmlich zu schweben, in absoluter Ruhe genießen. Manche Reiseveranstalter bieten auch Ausflüge mit anschließender Übernachtung unter freien Himmel an, in sternenklaren Wüstennächten ein einmalig schönes Erlebnis.

Der Abbe-See

Auch der Abbe-See nahe der äthiopischen Grenze und bis nach Äthiopien hineinreichend, ist ein Salzsee und von weiten salzverkrusteten Ebenen und Pyramiden aus Salz umgeben. Hier liegen auch verschiedene heiße Quellen, aus denen ständig Dampf austritt. Auf und an dem See leben während der Regenzeit Hunderte von rasa Flamingos, aber auch Pelikane und Ibisse. In der Ebene von Gagade schlagen von April bis Oktober Nomaden ihre Lager auf und weiden ihre Herden an den Ufern fruchtbarer Wadis. Auch Antilopen, Gazellen, Zebras, Schakale und Hyänen kann man mit etwas Glück zu sehen bekommen.

Die Berge von Dschibuti

Vom tiefsten Punkt Afrikas auf über 1.500 Meter Höhe ist es in Dschibuti nur ein kurzer Weg. Das Goda-Massiv mit dem fast 1.800 Meter hohen Berg Eger’aleyta ist nur ca.30 Kilometer von Tadjoura entfernt mit einem Allradfahrzeug erreichbar. Hier liegt der einzige Wald Dschibutis, der Forêt du Day. Hier wachsen Zedern, Akazien, wilde Feigen, aber auch Ölbäume und Wacholdersträucher. Sogar einen Sukkulenten-Wald gibt es. In der Region befinden sich es insgesamt 9 Dörfer, in denen überwiegend Angehörige des Volkes der Afar leben, die teilweise das Nomadenleben aufgegeben haben und hier oben etwas Landwirtschaft betreiben.

Dschibuti-City

Die gleichnamige Hauptstadt von Dschibuti ist eine dynamische, schnell wachsende Hafenstadt und multikulturell. Sie verfügt neben einem großen Seehafen auch über einen riesigen Containerhafen, der eine große Bedeutung für die gesamte Region hat. Auch der internationale Flughafen des Landes befindet sich hier. Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört die Hamoudi-Moschee, die größte der 80 Moscheen der Stadt. Auch ein Besuch des Marche Central lohnt sich. Auf dem riesigen Markt kommen Menschen verschiedenster Hautfarben und Ethnien beim Kaufen und Verkaufen zusammen. Man kann hier Land und Leute sehr gut kennenlernen und viel über ihr Alltagsleben erfahren. Auch das Tropenaquarium von Dschibuti-Stadt ist ein Muss für jeden, der sich für die ganz unglaublich große Artenvielfalt des Roten Meeres interessiert.

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