Die portugiesische Inselgruppe der Azoren gilt als besonders reizvoll. Zu den malerischsten Inseln zählt die fünftgrößte Insel Faial, die auch als Ilha Azul (blaue Insel“ bezeichnet wird. Ihren liebevollen Beinamen erhielt die Insel aufgrund der blauen Blütenpracht der Hortensienhecken, die die Insel prägen. Von der mondänen Inselhauptstadt über die naturschönen Strände bis zu den vulkanisch geprägten Landschaften, hat das portugiesische Inselparadies einiges zu bieten.
Horta – die Inselhauptstadt mit internationalem Flair
Die Inselhauptstadt Horta, Bild: sarionunes / shutterstock
Faial spielte unter den Azoreninseln eine ganz besondere Rolle und dies spiegelt sich auch in der Entwicklung der mondänen Inselhauptstadt Horta wider. Entdeckt von Heinrich dem Seefahrer wurde die Insel Faial in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts besiedelt. Prägend für die Stadt Horta waren die Großgrundbesitzer, die sich hier ansiedelten und für ein standesgemäßes Stadtbild sorgten. Davon zeugt unter anderem die Igreja Matriz Sao Salvador im Zentrum der Stadt, die mit ihrer monumentalen Barockfassade ins Auge fällt. Ab dem 19. Jahrhundert kam der Einfluss der amerikanischen Walfänger hinzu und Anfang des 20. Jahrhunderts wurde in Horta die Relaisstation für Überseekabel errichtet, die ein wichtiger Kommunikationsknotenpunkt zwischen Europa und Amerika war. All dies sorgte für das internationale Flair der Stadt, welches bis heute die Besucher fasziniert.
Heute ist Horta mit ihren Herrenhäusern, Kirchen und einer zauberhaften Uferpromenade der Inbegriff einer malerischen Küstenstadt. Besonders das Altstadtgebiet mit seinen prächtigen Bauwerken begeistert und überrascht zugleich. Schön angelegte Gärten und Parkanlagen laden zum Verweilen ein, der Jachthafen sorgt für maritimes Flair und die bunten Auslagen der kleinen Läden der Stadt laden ebenso zu einem Shoppingbummel ein wie die große Markthalle der Stadt. Schöne kleine Cafés und Restaurants locken mit Spezialitäten der Inselküche, aber auch mit internationalen Spezialitäten.
Faials faszinierende Vulkanlandschaft
Mit ihren bizarren Vulkanlandschaften ist Faisal besonders sehenswert. Geprägt durch den Vulkankrater Caldeira do Cobeco Gordo, der sich in der Inselmitte befindet, wartet die Insel mit vielen Besonderheiten auf. Der Vulkankrater beeindruckt mit einem zwei Kilometer Durchmesser. An der westlichen Spitze der Insel findet sich eine besonders bizarre Landschaft, denn hier entstand von 1957 bis 1958 ein neuer Berg. Dieses Naturwunder geht auf den Ausbruch eines unter dem Meer liegenden Vulkans zurück. Das hier befindliche Besucherzentrum präsentiert auf anschauliche Weise den Ausbruch und die Entstehung der neuen Landschaft.
Caldeira do Faial – die Wildnis umgeben von Zivilisation
Naturliebhaber sollten sich in keinem Fall die Caldeira do Faial entgehen lassen. Hier am Krater, der bis zu 400 Meter Tiefe aufweist, findet sich eine von Menschen unberührte Vegetation. Besonders reizvoll ist es den Krater zu umrunden. Ein entsprechender Wanderweg führt auf dem Kraterrand entlang, sodass die Umrundung circa 2,5 Stunden in Anspruch nimmt. Vom Krater aus lässt sich aber auch eine herrliche Aussicht genießen und die Azoreninsel scheint den Wanderern zu Füßen zu liegen. Bei gutem Wetter reicht der Blick bis zu den Nachbarinseln Pico und Sao Jorge und sogar bis Graciosa.
Tipps für unbeschwertes Strandvergnügen
Die naturschöne Azoreninsel bietet herrliche Strände, die zum Entspannen einladen. Ein Highlight ist unter anderem der Strand Praia do Porto Pim, der am Fuße des Monte de Guia und unweit der Stadt Horta liegt. Wo einst die Walfänger ihre Boote anlegten, können Strandbesucher heute unbeschwerte Badefreuden am hellen feinsandigen Sandstrand genießen.
Nördlich von Horta lockt hingegen der Praia do Almoxarife. Der dunkle Sandstrand liegt gut 4 km vom Fährhafen entfernt und wirkt wildromantisch. An dem Strand mit vulkanischem Ursprungs lässt sich hervorragend die Sonne genießen, jedoch kann hier die Strömung durchaus tückisch sein, sodass Familien den Praia do Porto Pim in der Regel bevorzugen.
Ein traumhaftes Naturschwimmbecken findet sich im ehemaligen Kurbad Varadouro. Hier im Südwesten der Insel wird das Baden zum Naturerlebnis, denn die natürlichen Lavabecken sind besonders angenehm und in einer besonders malerischen Umgebung gelegen.
Wale in ihrem natürlichen Umfeld beobachten
Calderia do Faial, Bild: Lina Balciunaite / shutterstock
Zu den eindrucksvollen Möglichkeiten, die ein Urlaub auf Faial bietet, zählt auch die Walbeobachtung. Ganzjährig können rund um das Inselparadies unterschiedliche Wal- und Delfinarten beobachtet werden. In der Zeit von Februar bis Juni können Naturliebhaber zudem die Giganten der Meere in Form von Buckelwalen und Blauwalen beobachten und ihren markanten Gesängen lauschen. Die beeindruckenden Tiere bringen ein Gewicht von bis zu 200 Tonnen auf die Waage und beeindrucken mit einer Länge von bis zu 33 Metern. Neben Bootstouren zur Wal- und Delfinbeobachtung sind auch das Walfangmuseum mit seinen imposanten Exponaten und die Walbeobachtungsposten an Land zu empfehlen.
Die zu Portugal gehörende Inselgruppe der Azoren gehört nicht unbedingt zu den sehr stark besuchten Touristendestinationen. Genau das ist ihr großer Pluspunkt. Denn trotz eines angenehmen Klimas, herrlicher Flora und Fauna, tollen Stränden und hervorragendem Essen kann man hier ganz in Ruhe die Seele baumeln lassen und sich auch aktiv erholen. Häufig wird die Inselgruppe der Azoren von Touristen in ihrer Gesamtheit besucht. Das heißt, dass oftmals eine Rundreise über die Inseln unternommen wird. Wer hierbei auf einen Besuch der zweitkleinsten Azoren-Insel Graciosa verzichtet, verpasst etwas. Der Name der nur 61 Quadratkilometer großen Insel hält was er verspricht. Ins Deutsche übertragen bedeutet Graciosa so viel wie zierlich. Wie die anderen Azoreninseln ist auch sie vulkanischen Ursprungs. Graciosa gilt als flach und überaus grün. Ein perfekter Ort für entspannte Wander- und Radausflüge. Seit 2007 zählt die Insel zu den UNESCO Biosphärenreservaten.
Zu Besuch in der Inselhauptstadt Santa Cruz da Graciosa
Mit nur knapp 1.800 Einwohnern ist Santa Cruz da Graciosa nicht nur die Inselhauptstadt, sondern auch der größte Ort auf der Azoreninsel Graciosa. Genau wie die komplette Insel ist auch die Hauptstadt Santa Cruz da Graciosa eher ländlich geprägt und wirkt mehr wie ein Dorf, denn wie eine Stadt. Hier erreichen Besucher alle Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß, denn Santa Cruz da Graciosa ist übersichtlich. Mittelpunkt der Stadt ist der Rossio, also der Stadtplatz. Hier reihen sich urige Cafés aneinander und laden dazu ein sich mit einem Kaffee in die Sonne zu setzen und das Treiben zu beobachten. Hohe Drachenbäume säumen den Rossio und spenden zur Mittagszeit Schatten.
Die schmucken Wohnhäuser im Innenstadtbereich stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert und geben einen Eindruck davon wie der Ort in früheren Zeiten angelegt wurde. Absolut sehenswert ist die Hauptkirche der Stadt, die Igreja Matriz de Santa Cruz. Sie stammt aus dem frühen 16. Jahrhundert und wurde im Laufe der Jahre immer wieder erweitert und umgebaut. Ihr Kirchturm stammt aus dem Jahre 1732. In der Stadt gibt es mehrere weitere kleine Kirchen, Kapellen und auch Klöster. Ein wenig südlich von Santa Cruz da Graciosa kann der Hausberg der Stadt, der Monte da Ajuda erklommen werden. Hier, auf dem Vulkanhügel, aus dem der Monte da Ajuda besteht, finden sich gleich drei Wallfahrtskirchen mit farbenfroher Innenausstattung. Ein Spaziergang von etwa 20 Minuten führt vom Stadtzentrum aus bis hinauf auf den Gipfel.
Neben den Kirchen kann hier auch eine Stierkampfarena besichtigt werden. Wer sich über die Weinbau- und Walfischertradition der Inselbewohner informieren möchte besucht im Anschluss an diesen Spaziergang noch das Museu da Graciosa. Zu früheren Zeiten lebten die Inselbewohner hauptsächlich vom Walfang. 1982 wurde er hier verboten. Baden kann man an den Ausläufern der Stadt in natürlichen Lavabecken, den Piscinas naturais. Hier ist das Wasser flach und stets warm.
Mit Entdeckermut zum Kraterkessel Caldeira da Graciosa
Atemberaubende Klippe Ponta da Barca, Bild: stefanophotographer / shutterstock
Der Kraterkessel Caldeira da Graciosa ist überaus beeindruckend. Bei einem Durchmesser von 1,6 Kilometern zur einen und 800 Metern zur anderen Seite hin, weist er eine Tiefe von 270 Metern auf. Am besten steigt man über der ausgewiesenen Wanderweg zur Höhle Furna da Maria Encantada auf. Oder man betritt einen ebenfalls als Wanderweg gekennzeichneten Tunnel, der einen in den Vulkankrater selbst führt. Der Krater ist überzogen von herrlich sattem Grün. Auf dem Weg dorthin passieren Wanderer eine üppige Vegetation aus Klebsamen und Akazien, Japanischen Sicheltannen und Tannenbäumen. Die Furna do Enxofre genannte Schwefelgrotte bildet das Innere des Vulkankraters. Man besteigt die 40 Meter tiefe Grotte durch einen gemauerten Turm, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet wurde. Hierüber gelangen Abenteuerlustige zu einem im Inneren des Vulkankraters liegenden See. Vorstellen kann man sich die Furna do Enxofre wie den Schlot eines Vulkans. Dieses ein wenig mystisch wirkende Vulkan- und Höhlenabenteuer beeindruckt Erwachsene wie entdeckungsfreudige Kinder gleichermaßen.
Entspannen bei der Thermalquelle Carapacho
Nach dem aufregenden Vulkanabenteuer steht Besuchern der Sinn vermutlich nach ein wenig Entspannung. Und auch das hat die Insel Graciosa zu bieten. Bereits seit dem Jahre 1750 sprudelt hier die Thermalquelle Carapacho. Sie liegt nicht nur in der Nähe der Furna do Enxofre, sondern ist auch direkt mit ihr verbunden. Das Thermalwasser der Quelle Carapacho stammt direkt aus dem Vulkankrater. Es beinhaltet zahlreiche Mineralien, die zum Beispiel Rheumaerkrankungen lindern können. Im 19. Jahrhundert war der kleine Ort Carapacho in Kreisen wohlhabender Azorenbewohner und Portugiesen als Heilbad berühmt. Heute lädt ein modernes Kurhaus Touristen und Einheimische gleichermaßen zu Kuranwendungen ein. Das Thermalwasser weist eine Temperatur zwischen 35 und 40 Grad Celsius auf. Es gibt sowohl einen Innen- als auch einen Außenbereich. Im Außenbereich baden die Besucher in einer natürlich entstandenen Meeresbadeanlage.
Windmühlenidyll im Dörfchen Praia
Wer mit der Fähre auf die Azoreninsel Graciosa reist, landet in Praia an, denn hier befindet sich der Fährhafen der Insel. Bei dieser Gelegenheit sollte man direkt einen Blick auf die traditionellen Windmühlen des Ortes werfen. Sie sind wahre Touristenmagnete und wurden auf Grund dessen liebevoll restauriert. In einigen der Windmühlen können Touristen sogar übernachten. Südlich vom Hafen erstreckt sich ein romantischer Sandstrand von wo aus sich mit dem Boot Ausflüge zu der unbewohnten vorgelagerten Ilhéu da Praia unternehmen lassen. Das dortige Naturschutzgebiet beherbergt eine Vielzahl seltener Meeresvögel.
Wer in der Region Neapel im Süden Italiens unterwegs ist, kommt an der Kleinstadt einfach nicht vorbei. Diese wird geprägt durch die berühmten Archäologischen Stätten von Pompeji, Herculaneum und Torre Annunziata. Die Reste der alten römischen Stadt am Fuße des Vesuvs, die am 24. August 79 nach Christus beim Ausbruch des Vulkans von einer mehrere Meter dicken Asche- und Steinschicht bedeckt wurde, gehören zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Italiens und ziehen jedes Jahr viele Millionen von Einheimischen und Touristen aus der ganzen Welt in seinen Bann.
Aufgrund der großen Beliebtheit muss man sich bei einem Besuch in Pompeji auf lange Wartezeiten einstellen. Seit dem Ende der 1990er Jahr gehören die Archäologischen Stätten zum Welterbe der UNESCO. Man kann die Ausgrabungsstätten entweder auf eigene Faust mit einem Audioguide oder im Rahmen einer geführten Tour erkunden. Hier erfährt man jede Menge spannende Details über das Leben in Pompeji und das Ende der ehemaligen römischen Kleinstadt. Aufgrund der Größe des gesamten Gebietes und der zahlreichen Highlights, sollte man für den Besuch der Ausgrabungsstätten viel Zeit einplanen. Da das weitläufige Areal nur zu Fuß besichtigt werden kann, sollte auf jeden Fall festes Schuhwerk getragen und ausreichend Getränke mitgebracht werden.
Spannende Einblicke in das echte antike Leben
Pompeji mit dem Vesuv im Hintergrund, Bild: muratart / shutterstock
Im 16. Jahrhundert wurde mit den Ausgrabungen von Pompeji begonnen. In den vergangenen Jahrhunderten wurden in und um Pompeji große Teile der Stadt mit einem großen Aufwand nach und nach wieder ausgegraben und für die Besucher zugänglich gemacht. Zahlreiche Straßen, Häuser, kleine und große Statuen oder Bilder sind noch immer sehr gut erhalten. Auch viele berühmte Mosaike und Fresken aus der Antike sind nach wie vor sehr gut erhalten. So bekommt man in Pompeji einen äußerst spannenden Einblick in das römische Leben vor mehr als 2000 Jahren.
Zu den spektakulärsten Gebäuden auf dem gesamten Areal gehören unter anderem der Tempel des Apollon und das große Forum, das in Pompeji lange Zeit als Marktplatz und Zentrum des gesamten öffentlichen Lebens diente. Auch das gut erhaltene große Amphitheater für bis zu 20000 Menschen sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Die zahlreichen kleinen Geschäfte, Bars und Tavernen in der großen Hauptstraße Via dell’Abbondanza geben außerdem einen äußerst spannenden Einblick in das tägliche Leben in der römischen Antike. Um den Besuch von Pompeji zu einem angenehmen und unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen, befinden sich in der gesamten Region zahlreiche kleine und große Unterkünfte für jeden Geschmack. Von hier aus kann man bequem den Ausflug nach Pompeji starten. Einen Besuch der Ausgrabungsstätten sollte man wenn möglich auch noch mit einem Ausflug zum Vesuv verbinden. Den Vulkan sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.
Auch die Kleinstadt Pompeji, die heute etwa 25.000 Einwohner hat, ist immer einen Extra-Besuch wert. Die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist die beeindruckende Wallfahrtskirche vom Rosenkranz. Von deren Glockenturm aus hat man einen sensationellen Ausblick über die gesamte Region mit den riesigen Ausgrabungsstätten bis hin zum idyllisch gelegenen Golf von Neapel. Etwa 16 Kilometer von Pompeji entfernt befindet sich die Kleinstadt Amalfi direkt an der Westküste des Golfs von Salerno. An der weit über die italienischen Landesgrenzen hinaus bekannten Amalfiküste liegt mit der Strada Statale 163 Amalfitana eine der schönsten Küstenstraßen Europas.
Beste Reisezeit für Pompeji: Juni bis August
Die beste Zeit für eine Reise nach Pompeji sind die Sommermonate von Juni bis August. In diesen Monaten sind angenehm warme Temperaturen von etwa 30 Grad Celsius und jede Menge Sonne zu erwarten. Niederschläge gibt es in dieser Zeit nur sehr selten. Wer aber dem großen Touristenaufkommen in dieser Zeit entgehen möchte oder wem die sommerlichen Temperaturen einfach zu warm sind, sollte lieber im Frühjahr oder im Herbst nach Pompeji fahren. Vor allem im Herbst herrschen noch angenehme Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad Celsius. Allerdings ist in dieser Zeit immer wieder auch mit einigen Regenschauern zu rechnen. Erreichbar sind die Ausgrabungsstätten von Pompeji unter anderem über die Piazza Esedra, der sich nur wenige Meter vom Bahnhof Pompei Villa dei Misteri entfernt befindet oder die Piazza Anfiteatro in der Nähe des Bahnhofs Pompei Santuario. Wer mit dem Auto anreist, erreicht die Ausgrabungsstätten, die nur an drei Tagen im Jahr geschlossen sind (jeweils am 1. Januar, 1. März und 25. Dezember), über die Autobahn A3.
Für ein paar Tage dem Alltagsstress entfliehen, liegt total im Trend. Die Kurzreisen-Angebote reichen von einem Wellnesswochenende an der Nordsee über Wandertouren im Harz bis hin zur Shoppingtour nach Paris. Auch Familien mit Kinder oder Hund und Herrchen setzten auf Erholung beim Kurztrip.
Kurzurlaub für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel
Wer heute einen Kurzurlaub buchen will, der kann auf zahlreiche Angebote zurückgreifen. Luxuriöse Hotels locken mit einem Champagnerfrühstück in der Suite und einem exklusiven Candle-light-Dinner am Abend. Tagsüber kann man zahlreiche Wellnessanwendungen hinzubuchen. Reine Wellnesshotels punkten mit All-inklusive-Angeboten wie Massagen, Wärmebehandlungen und Wassergymnastik. Ein Campingwochenende an der Ostsee bietet hohen Komfort zum kleinen Preis. Familien mit Kindern zieht es in einen nahgelegenen Ferienpark. Während die Kleinen im Kidsclub betreut werden, können Mama und Papa alleine auf Tour gehen. Im Trend liegen auch Städtereisen.
Hier reicht das Angebot vom Mittelklassehotel mit Frühstück, über exklusive Apartments mit Dachgarten bis hin zur einfachen Pension Garni. Die Anreise-Art können Urlauber selbst bestimmen. Am bequemsten ist die Anreise mit dem eigenen Auto. Einige Hotels bieten aber auch günstige Bahnpauschalen an und holen die Gäste am Bahnhof ab. Wer sich für eine Städtereise entscheidet, der kann günstige Fluganreisepakete hinzubuchen oder gleich auf ein Pauschalangebot zurückgreifen. In den Städten kann man sich hervorragend mit Bus und Bahn fortbewegen und verbilligte Tagestickets nutzen. Gäste, die auch die Umgebung kennenlernen möchten, mieten sich einfach ein Auto an.
Kurzurlaub vor der eigenen Haustür
Die Speicherstadt in Hamburg, Bild: foto-select / shutterstock
In Sachen Kurzurlaub hat Deutschland eine Menge zu bieten. Der Norden punktet mit traumhaften Inseln, kilometerlangen Sandstränden und einem unerschöpflichen Aktivurlaubsangebot. Die Mittelgebirge locken mit idyllischen und geschichtsträchtigen Kleinstädten und bieten ideale Voraussetzungen für Wander- und Radtouren. Die Alpen sind Sommer wie Winter ein beliebtes Kurzreiseziel. In der kalten Jahreszeit zieht es die Urlauber in die Skigebiete mit zahlreichen Abfahrtsmöglichkeiten und gespurten Loipen. Im Sommer kommen meist Wanderer und Bergsteiger hierher und Familien mit Kindern genießen unbeschwerte Stunden in der Natur.
Deutsche Städte ziehen auch Urlauber aus fernen Ländern an. Das ist nicht verwunderlich, denn überall warten Jahrhunderte alte Kulturdenkmäler und interessante Museen. Auch das kulturelle Angebot ist erstklassig. Musicalaufführung, Konzerte und Lesungen stehen ebenso auf dem Programm wie Volksfeste und Brauchtumsveranstaltungen. Wer es sportlich mag, der kombiniert eine Städtereise mit einem Bundesligaspiel oder nimmt an einer Stadionführung teil. Auch Kurzreisen mit dem Fahrrad begeistern immer mehr Menschen. In den ländlichen Gegenden kann man in speziellen Fahrradhotels oder ganz individuell im Heu übernachten. Deutschland verfügt über tausende Kilometer ausgebauten Radwegen. Der Besuch von tropischen Badelandschaften kann man wunderbar mit einem Kurzurlaub im Ferienpark verbinden.
Europäische Metropolen und Urlaubsgebiete
Nyhavn, der “Neue Hafen” in Kopenhagen, Bild: Nattee Chalermtiragool / shutterstoc
Europas Metropolen gehören zu den meist besuchten Städten der Welt. Das ist kein Wunder, denn überall warten touristische Attraktionen der Superlative. Die skandinavischen Städte sind ein Garant für Gemütlichkeit und frei jeder Hektik. Kopenhagen ist Europas Fahrradstadt Nummer eins und Helsinki kann man bequem mit der Straßenbahn entdecken. Die Ferienhäuser entlang der Fjorde und Schären sind ideal um ein paar Tage jedem Lärm zu entfliehen. Die Niederlande und Belgien haben tolle Angebote für Campingfreunde im Programm. Hier kann man übers Wochenende einen Wohnwagen oder ein Mobilheim mieten und sich den rauen Wind der Nordsee um die Nase wehen lassen.
Frankreich liegt bei deutschen Urlaubern voll im Trend. Die Normandie und die Bretagne lassen sich auch in kurzer Zeit in Teilen entdecken. Noch beliebter sind Aufenthalte in den Winzerbetrieben in der Provence oder im Burgund. Diese lassen sich ideal mit einem Weinseminar oder einer Weinprobe kombinieren. Die Strände des Mittelmeeres erreicht man bequem in kürzester Zeit mit dem Flugzeug. Da lohnt sich auch ein Wochenendtrip nach Mallorca oder Sizilien. Wer auf Shoppingtour gehen will, der reist nach Mailand oder Paris. Im Barcelona, Nizza und Genua kann man nicht nur auf Shoppingtour gehen, sondern auch an wunderschönen Stränden entspannen. Europa ist der Inbegriff historischer Gebäude und beheimatet auch zahlreiche UNESCO-Weltkulturerben. Bei einer Kurzreise kann man wunderbar die historischen Stätten ganz intensiv erleben. Die Toskana und die Provence vereinigen Geschichte und Moderne und locken zudem mit kulinarischen Höhepunkten. Kulinarische Kurzreisen kann man zu vielen europäischen Zielen buchen und dabei an einem Kochkurs teilnehmen oder lernen, wie man Bier braut oder Käse herstellt.
Ein Kurztrip in die schönsten Städte Europas
Europa ist vollgepackt mit faszinierenden Städten und glitzernden Metropolen. Auch die Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten ist nahezu unerschöpflich und fast jede Stadt kann man schnell mit Bahn, Auto und Flugzeug erreichen. Wer für ein paar Tage eine Millionenmetropole erleben will, der reist nach London oder Rom.
Die englische Hauptstadt ist vollgepackt mit weltbekannten Sehenswürdigkeiten und hat ein aufregendes Nachtleben. Rom lockt dagegen mit historischen Denkmälern und südländischem Flair. Barcelona ist von Gaudis Architektur geprägt und Odense steht ganz im Zeichen von Hans Christian Andersen. Nicht nur die großen Metropolen sind ein Anziehungspunkt für Kurzreisende, auch die die Kleinstädte sind auf ihre Art faszinierend. Manchester ist Europas Fußballhauptstadt Nummer eins und in Liverpool sind die Beatles noch immer allgegenwärtig. Aachen ist die Kulturstadt im Dreiländereck und der Dom die Touristenattraktion einer ganzen Region.
Das Ruhrgebiet ist ein Garant für abendliche Unterhaltung und die alten Zechengebäude sind heute Kulturpaläste. Die Rheinstädte Köln und Düsseldorf stehen vom 11.11. bis Aschermittwoch ganz im Zeichen des Karnevals und das Münchener Oktoberfest ist das größte Volksfest der Welt. Die Römerstädte Trier und Speyer sind ebenso geschichtsträchtig wie die Papststadt Avignon und das von Wikingern belagerte Roskilde mit dem wunderschönen Fjord.
Das Wochenende aktiv gestalten
Kurzreisen übers Wochenende stehen nicht immer im Zeichen von Ruhe und Entspannung, sondern auch von vielfältigen Aktivitäten. Ganz oben auf dem Wunschprogramm sind geführte Fahrradtouren, entweder entlang von Flüssen oder durch faszinierende Naturgebiete. Auch kurze Wandertouren von Stadt zu Stadt oder rund um ein Touristenziel, liegen voll im Trend. Neuerlich locken auch ungewöhnliche Aktivangebote Kurzurlauber an. An der Nordsee kann man ein Tee-Wochenende erleben und eigene Teemischungen aus selbstgesammelten Kräutern mischen.
Wer einmal etwas ganz ungewöhnliches erleben will, der bucht eine Tour mit einem Heißluftballon oder steigt in ein Segelflugzeug. Männer, die die ganze Woche am Schreibtisch sitzen können beim Wochenendurlaub einen Bagger steuern oder sich an einem Presslufthammer vergnügen. Auch klassische Nordic-Walking-Touren sind immer noch sehr beliebt. Wer sportliche Aktivitäten mit Wellness verbinden will, der wählt ein Entschlackungswochenende mit Massagen und Trinkkuren. Schnuppersport-Angebote sind das richtige für Menschen, die unterschiedliche Sportangebote kennenlernen möchten. Diese reichen von Zumba über Spinning bis hin zu Yoga. Auch Familien mit Kindern können Aktivwochenenden buchen und erleben hier Abenteuertrips in die Natur oder vergnügen sich bei Gesellschaftssportarten wie Volleyball oder Fußball. Alle Aktivangebote sind mit den passenden Übernachtungen und Anreisepauschalen gekoppelt.
Ein kindgerechter und aufregender Kurzurlaub
Der Alpsee in den Allgäuer Alpen, Bild: Umomos / shutterstock
Selbst Familien mit Kindern entscheiden sich immer öfter für eine Kurzreise. Darauf hat die Reisebranche längst reagiert und lockt sogar mit speziellen Kinderhotels. Hier sind die Kleinen den ganzen Tag über betreut und können an zahlreichen Aktivitäten teilnehmen. Auf die Eltern wartet ein separates Wellness- und Sportprogramm. Eltern, die lieber mit ihren Kindern gemeinsam einen Kurzurlaub erleben wollen, die finden ausgezeichnete Angebote in den Ferienhotels an der Nord- und Ostsee und im Allgäu. Hier können Familien gemeinsam auf die Piste gehen oder eine Wattwanderung machen.
Die Übernachtungsmöglichkeiten sind ganz auf die Bedürfnisse von Familien abgestimmt. Viele Zimmer haben eine Verbindungstür oder ein Klappsofa, dass abends zum Kinderbett umfunktioniert werden kann. Einige Hotels stellen sogar kostenlos Babybettchen zur Verfügung und nicht selten können Kinder sogar gratis im Zimmern der Eltern übernachten. Buchen Eltern ein Frühstück, dann gibt es oft ein kostenloses Frühstück für die Kinder dazu. In Städtehotels kann man oftmals einen Buggy oder einen Kindersitz für Touren ausleihen. Ferien- und Campingparks bieten während der Ferien und am Wochenende ein tolles Spiel- und Spaßprogramm für Kinder. Auch bei der Anreise können Familien ein Schnäppchen machen. Babys fliegen meist kostenlos und für Kinder bieten die Fluggesellschaften günstige Pauschalen an. Auch die Bahn hat Schnäppchen für Familien im Angebot. In den Städten bietet der Nahverkehr vergünstigte Tagestickets für Familien an.
Kurzreisen für Hund und Herrchen
Winterurlaub mit Tier, Bild: Soloviova Liudmyla / shutterstock
Haustiere sind ein Teil der Familie und werden heute auch ganz selbstverständlich mit in den Urlaub genommen. Auch Kurzreisen speziell für Hund und Herrchen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Es gibt nichts Schöneres als mit seinem Hund am Strand zu spielen und zu toben. Traumhafte Hundestrände findet man zum Beispiel auf Sylt oder in der Bretagne. Hier sind auch die Unterkünfte auf die Mitnahme von Haustieren eingestellt. In England kann man den Hund sogar überall mit an den Strand nehmen und er darf am Abend sogar mit ins Restaurant.
Auch Dänemark lockt mit haustierfreundlichen Ferienwohnungen. Hier findet man auch Kurzreiseunterkünfte für Katzen oder Vögel. Einige Ferienwohnungen erlauben auch die Mitnahme von mehreren Haustieren. Wer mit seinem Hund auf eine Wochenendwanderung gehen will, der ist an der Nordsee oder in den Mittelgebirgen sehr gut aufgehoben. Zimmer auf Bauernhöfen sind ideal für eine Übernachtung, da die Vermieter den Umgang mit Tieren gewohnt sind. In Skandinavien liegen viele Ferienhäuser in direkter Nähe zu abgezäunten Hundewäldern. Selbst Städtereisen stellen für Herrchen und Hund kein Hindernis dar. In vielen Städten haben die Parks spezielle Auslaufgebiete für Hunde und auch die Naherholungsgebiete sind auf den Besuch von Haustieren eingestellt.
Bis zur Industriellen Revolution war Angkor die größte Stadt in der Geschichte der Menschheit. Die restaurierten Tempel der einstigen Megalopolis gelten heute als Wahrzeichen von Kambodscha. Der bekannteste Tempel ist Angkor Wat. 65 Meter ragt der zentrale Turm dieses Bauwerkes empor. Viele Besucher wissen nicht, dass weniger bekannte Ruinen im Tempelgebiet ähnlich spektakulär sind.
Die Verzierungen und Reliefs in den Ruinen erzählen die Geschichte der Khmer. Neben hinduistischen und buddhistischen Glaubensmotiven sind Darstellungen immenser Schlachtfelder in die Steinmauern eingehauen. Angkor Wat bedeutet auf Deutsch «Tempel der Stadt». Erbaut wurde der Tempel im 12. Jahrhundert durch den Kaiser Suryavarman II. Mehrere Kriege prägten die tausendjährige Geschichte Angkors. Zu den größten Feinden gehörte das Königreich Cham (heutiges Vietnam), welches zwischenzeitlich die Stadt eroberte. Zudem wurde gegen Ende des 12. Jahrhunderts die Hauptreligion vom Hinduismus zum Buddhismus gewechselt. Die Herrschafts- und Religionswechsel führten dazu, dass die Region von vielen unterschiedlichen Kulturen geprägt wurde.
Obwohl das Tempelgebiet ohne Tourguide besucht werden kann, lohnt sich eine geführte Tour. Bei den wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind Infotafeln aufgestellt. Interessante Anekdoten zur Geschichte und Architektur von Angkor werden jedoch nur von den lokalen Tourguides erzählt.
Die Tempel
Das Tempelgebiet erstreckt sich über 400 Quadratkilometer. Wer nicht nur die Bauten in der Eingangsnähe sehen will, muss mobil unterwegs sein. Fahrer sind in Siem Reap und in der Nähe des Tempelgebietes einfach zu finden. Ein Chauffeur lohnt sich zudem, um den größten Touristenströmen auszuweichen. Am besten wird der Tag außerhalb vom Haupttempel begonnen und dieser erst gegen Ende besucht. Spektakuläre Tempel gibt es genügend zu sehen. Nachfolgend werden die fünf wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorgestellt.
Angkor Wat
In der Nähe des Haupttempels Angkor Wat versammeln sich die Besucher schon bevor die Tore des Parks am Morgen öffnen. Die Touren zum Sonnenaufgang sind beliebt. Der Anblick des Tempels ist spektakulär. Die Tempelstruktur umfasst drei Ebenen und fünf Türme und zählt zu den größten religiösen Bauwerken der Welt. Der Aufstieg bis ganz nach oben bietet einen eindrücklichen Ausblick.
Angkor Thom
Angkor Thom, Bild: karinkamon / shutterstock
Angkor Thom ist ein Tempelkomplex, etwa 10 Minuten Fahrzeit von Angkor Wat entfernt. Nach dem Wechsel zum Buddhismus wurde er zum Zentrum der Stadt. Hier sind eindrückliche Bauwerke wie die Elefantenterrasse (einstiger Paradeplatz) oder die fünf steinernen Tore zu sehen.
Bayon
Der Bayon ist ein besonderer Tempel im Tempelkomplex Angkor Thom. Sein Alleinstellungsmerkmal ist, dass teils riesige Gesichter in den Stein gehauen wurden. Insgesamt umfasst der Tempel 54 Türme und 216 Gesichter in unterschiedlichen Größen.
Ta Prohm
Ta Prohm, Bild: DeltaOFF / shutterstock
Besonders an Ta Prohm ist, dass die Tempel hier vom Dschungel überwachsenen sind. Baumriesen mit mächtigen Wurzeln stehen teils mitten auf den Steinbauten darauf und sorgen für einen abenteuerlichen Anblick.
Banteay Srei
Das Gebiet Banteay Srei ist eine aufkommende Touristenregion im Tempelgebiet. Hier befindet sich der «Tempel der Frauen», welcher sich durch seine filigranen Verzierungen auszeichnet. Auch lohnt sich der Besuch eines Blumengartens oder Aussichtspunktes in der Nähe mit Sicht über den Kbal Spean Nationalpark.
Die Stadt Siem Reap
Siem Reap ist die nächstgelegene Stadt. Ihr internationaler Flughafen ist der Ausgangspunkt für alle inländischen und ausländischen Touristen, die nach Angkor Wat kommen. Von Siem Reap ist es knapp eine Stunde mit dem Tuk-Tuk ins Tempelgebiet, etwas weniger mit dem Taxi. Tuk-Tuks sind kleine zweiräderige Kutschen, die von einem Fahrer mit dem Motorrad gezogen werden. Eine Fahrt lohnt sich alleinig für das Erlebnis. Für unerfahrene Besucher sind die hektischen und holprigen Straßen von Siem Reap aber gewöhnungsbedürftig.
In Kambodscha ist es üblich, dass um den Preis verhandelt wird. Wer sich bei der Taxifahrt direkt auf das erstgenannte Angebot einlässt, riskiert zu viel zu bezahlen. Mit etwas Geschick können Preisreduktionen bis zu fünfzig Prozent vom Anfangspreis ausgehandelt werden. In der Stadt werden auch Fahrräder oder Motorrädern vermietet. Die Funktionstüchtigkeit der Maschine sollte vor der Übernahme geprüft werden.
Nebst den Tempelstädten gibt es in Siem Reap noch weiteres zu sehen. Die Stadt beherbergt einen Zirkus, das Nationalmuseum, mehrere Einkaufszentren und vielen Massagestudios. Beim Schlendergang durch die Straßen kommen einem die Aromen asiatischer Küche und Räucherstäbchen aus den Restaurants und Shops entgegen. Jeder hat die Chance eine frittierte Tarantel oder Krokodilfleisch aus dem Feuertopf zu probieren. Dabei handelt es sich um Touristenattraktionen. Wer traditionelles Essen sucht, bestellt besser Rindfleisch Lok Lak oder Fisch Amok.
Fazit: Urlaub in Siem Reap verspricht eine pulsierende Stadt und sagenhafte Tempelruinen im Herzen einer facettenreichen Multikultur.
Städte voller Kulturschätze, malerische Landschaften und Weinberge oder lieber Karibikfeeling auf Sardinien? Italien lässt die Herzen der unterschiedlichsten Urlauber höher schlagen. Hier die beliebtesten Reiseziele für die Perle der Urlaubsdestinationen im Süden Europas:
Rom, die Hauptstadt Italiens kann man getrost als einziges großes Freilichtmuseum bezeichnen. Kein Wunder, wurde von hier doch einst ein Weltreich regiert. Auf der To-do-Liste muss natürlich das Kolosseum stehen. In dem monumentalen Bauwerk fanden einst Gladiatorenwettkämpfe und andere Veranstaltungen zur Belustigung des römischen Volkes statt – die schiere Größe des Amphitheaters ist atemberaubend. Doch auch das Pantheon mit seiner eindrucksvollen Architektur, die Ruinen des Forum Romanums oder die Engelsburg gehören in der Ewigen Stadt auf die Bucketliste. Weitere Highlights sind das Erklimmen der Spanischen Treppe sowie ein Selfie vor dem Trevi-Brunnen.
Der Vatikan
Er liegt vollständig innerhalb Roms und ist doch sogar ein eigener kleiner Staat – der Vatikan, Schaltstelle der katholischen Kirche und Amtssitz des Papstes. Die Sehenswürdigkeiten des kleinen Landes zeugen vom Reichtum der Kirche und lassen Christen und Nichtchristen staunend inne halten. Der Petersdom ist der größte Sakralbau der Welt und beeindruckt mit seiner prächtigen Innenausstattung. Von der gigantischen Kuppel bieten sich Ausblicke nicht nur auf den Petersplatz. Für Kunstliebhaber sind die Vatikanischen Museen mehr als einen Besuch wert. In dem Palast mit den Schätzen aus der Renaissance befinden sich die Stanzen des Raffael. Aber auch die von Michelangelo gestaltete Sixtinische Kapelle gehört zu den berühmtesten Kunstwerken der Welt.
Traumhaftes Venedig
Grande Canal in Venedig, Bild: Adisa / shutterstock
Die Lagunenstadt Venedig gilt als wahres Sehnsuchtsziel für Verliebte und Hochzeitsreisende. Aber auch sonst kann sich kaum jemand dem Charme der auf Wasser gebauten Stadt entziehen. Beim schippern mit einer Gondel durch die Kanäle geht es hindurch unter der Rialto- oder der Seufzerbrücke und unter den architektonischen Highlights stechen der Dogenpalast und der Markusdom hervor. Am Markusplatz mit seinen unzähligen Tauben saugen Besucher das Flair Venedigs ein.
Florenz – Meisterwerk der Medici
Blick auf Florenz und die Kathedrale, Bild: RastoS / shutterstock
Florenz war einst die Wiege der Renaissance und die reichste Stadt der Welt. Berühmtestes Bauwerk ist die Kathedrale Santa Maria del Fiore mit ihrer gigantischen Kuppel, die damals im 14. Jahrhundert als unmöglich zu errichten galt. In ganzen 50 Sälen wandeln Kulturliebhaber in den Uffizien auf den Spuren italienischer Künstler: Da Vinci, Boticelli, Raffael und Michelangelo sind hier vertreten. Auf der berühmten Ponte Vecchio stöbern Gäste durch kleine Gold- und Schmuckläden und auch der Palazzo Vecchio mit seinem schlanken Turm sollte besichtigt werden.
Pisa – Schnappschuss inklusive
Die Stadt zieht mit ihrer berühmten Sehenswürdigkeit unzählige Besucher an – der schiefe Turm von Pisa mit seiner beeindruckenden Neigung ist ein Muss bei einer Italienreise. Wer findet den besten Spot, um ein witziges Urlaubsfoto zu schießen?
Toskana – für Genießer und Naturliebhaber
Pisa und Florenz liegen beide in einer der schönsten Regionen Italiens – allein der Name Toskana erweckt Sehnsüchte. Sanfte Hügellandschaften, Olivenhaine und natürlich Weinberge prägen das pittoreske Bild. Zu einem Besuch gehört unbedingt der Genuss des ein oder anderen Glases Chianti-Wein. Erholung an kilometerlangen Stränden bietet die Etruskische Riviera und zu langen Wanderungen lädt das Naturschutzgebiet Parco della Maremma ein.
Elba – toskanische Insel
Elba – Etwa 10 Kilometer vom Festland entfernt, bietet sich das einstige Exil Kaiser Napoleons für einen Tagesausflug an. Vom Gipfel des Monte Capanne blicken Reisende auf das türkis schimmernde Toskanische Archipel mit seinen vielen kleinen Eilanden und an den Stränden lockt Entspannung pur.
Cinque Terre – die berühmten fünf Dörfchen
Vernazza, Bild: Whatafoto / shutterstock
Ein Bild wie aus einem Buch entsprungen erwartet Urlauber mit den Cinque Terre, die zu den begehrtesten Zielen Italiens zählen. Die kleinen Ortschaften sind direkt an und auf steile Klippen an der Italienischen Riviera erbaut und die Häuser begeistern mit ihren schönen Farben. Verbunden sind die 5 ligurischen Kleinode durch einen Wanderweg.
Der bekannteste Ausbruch eines Vulkans in der Geschichte der Menschheit fand im Jahr 79 nach Christus statt. Die Aschewolken des Vesuv trafen die antike Stadt Pompeji mit unerbittlicher Wucht und begruben den florierenden Ort für Jahrhunderte unter Asche und Lava. Heute können Gäste wieder durch die Straßen der Stadt wandeln und in das damalige Schicksal der Menschen im Golf von Neapel eintauchen.
Capri – Glamour und Jetset
Blick auf die Küste Capris, Bild: S-F / shutterstock
Wer in Pompeji war, sollte danach unbedingt noch einen Trip nach Capri einplanen. Die Insel im Golf von Neapel gilt als Anziehungspunkt für die Reichen und Schönen. Hier kann man mit etwas Glück dem ein oder anderen Promi begegnen und im Hafen Yachten bewundern. Wen das nicht reizt, der schippert mit einem kleinen Boot zur faszinierenden blauen Grotte.
Oberitalienische Seen
Ein begehrtes Ziel ganz im Norden Italiens bilden die Oberitalienischen Seen mit ihrem mediterranen Flair. Lago Maggiore, Comer See oder auch der berühmte Gardasee – Badespaß mit Blick auf die Gipfel der Alpen und Wassersport gehören hier zu den bevorzugten Aktivitäten. Doch auch für Wander freunde und Mountainbiker ist die Region ein wahres Eldorado.
Sizilien – größte Insel Italiens
Die Isola Bella vor Taormina in Sizilien, Bild: IgorZh / shutterstock
Das größte italienische Eiland hat für jeden das Richtige zu bieten. Familien können hier an wunderschönen Sandstränden entspannte Tage verbringen, für Abwechslung sorgen Wassersportangebote wie Tauchen und Surfen. Aktivurlauber begeben sich auf Wanderschaft im Inselinneren und auch Sightseeing kommt auf Sizilien nicht zu kurz. Spaziergänge durch die Gassen der Altstadt von Palermo sind ebenso reizvoll wie die Besichtigung des antiken Theaters von Taormina oder archäologischen Stätten von Agrigent.
Sardinien – die Seychellen Europas
Sardinien wird seinem Ruf mehr als gerecht! An der Smaragdküste glitzert das Mittelmeer in allen Blau- und Türkistönen und die Korallenriffe des Archipels La Maddalena können mit Tauchspots wie auf den Seychellen locker konkurrieren. Ein weiteres Naturjuwel von Sardinien ist die berühmte Neptungrotte.
Der Bodensee, der das Dreiländereck von Schweiz, Österreich und Deutschland markiert, ist ein beliebtes Ziel für Urlauber. Neben Konstanz im Osten liegt auch Friedrichshafen auf der deutschen Seite des Sees und ist damit die zweitgrößte Stadt der Gegend. Friedrichshafen gehört zur westlichen Seeseite und damit zum Bundesland Baden-Württemberg. Große Kreisstadt wurde es bereits 1956. Seit 2011 ist Friedrichshafen zudem Universitätsstadt. Ungefähr 60.000 Menschen sind hier zuhause und schätzen ihre Stadt für ihre vielfältigen Möglichkeiten.
Zeppeline sind in Friedrichshafen allgegenwärtig, Bild: AVC Photo Studio / shutterstock
Bekannt ist Friedrichshafen als Stadt der Zeppeline. Der württembergische Graf Ferdinand von Zeppelin begründete hier um die Wende zum 20. Jahrhundert den Bau von Starrluftschiffen. Die „Luftschiffbau Zeppelin GmbH“ und die „Zeppelin-Stiftung“ gibt es bis heute. 2001 erlebte der Zeppelin in Friedrichshafen eine Renaissance in der Luft. Mit dem Zeppelin NT können Besucher seitdem mit diesem Zeppelin einen Rundflug vom Bodensee Airport buchen und in die Luft aufsteigen. Und wer nicht abheben möchte, kann Starts und Landungen des ungewöhnlichen Gefährts von der Terrasse des Flughafen-Restaurants erleben.
Kein Wunder, dass der Zeppelin bei seiner hier entstandenen Geschichte fest zum Stadtbild von Friedrichshafen gehört. Im Stadtgarten steht eine 13 Meter hohe Bronzesäule als Denkmal für die Luftschiffe. 1909 entstand der Zeppelin-Brunnen, der in der Innenstadt auf Besucher wartet. Und natürlich darf auch ein Museum zu Ehren des Zeppelins nicht fehlen. Es zeigt die größte Sammlung weltweit über die Luftschiffe und ihre Geschichte. Herzstück und Höhepunkt ist eine Teilrekonstruktion des wohl berühmtesten Luftschiffs, der Hindenburg. Besucher können sich in dem begehbaren Nachbau fühlen, wie damals die Passagiere bei ihrem Flug. Wer Kunst liebt, sollte einen Abstecher in die zweite Ausstellung des Zeppelin-Museums machen. Bekannte, avantgardistische Künstler sind Teil der Kunstausstellung, ebenso wie Werke aus dem Barock und Mittelalter. Das Museum bietet interessante Führungen durch die Ausstellungen an und weitere Veranstaltungen zum Mitmachen und Zuhören.
Kulturgenuss in Friedrichshafen
Ebenfalls mit dem Fliegen befasst sich das mehr als 6.000 Quadratmeter große „Dornier-Museum“ direkt am Flughafen. Hier geht es um Pionierarbeit in der Luftfahrt und die folgenden 100 Jahre, in denen sich nicht nur die Luft-, sondern auch die Raumfahrt in rasanter Schnelligkeit entwickelten. Gut 400 Ausstellungsstücke wie ein Flugboot und viele weitere Nachbauten und Originale von Flugzeugen von Claude Dornier warten in diesem Museum auf Neugierige. Eine Tour mit Museumsführer bietet zudem interessante Einblicke in Fakten und Anekdoten aus der Fliegerei und dem Unternehmen Dornier. In eine ganz andere Richtung geht das Schulmuseum am Ufer des Sees. Hier wird die Geschichte der deutschen Schule ab dem Mittelalter lebendig und greifbar. Kleine und große Besucher können in drei Klassenzimmern den Schulalltag vergangener Zeiten nachvollziehen. Die Jahre 18050, 1900 sowie 1930 sind hier im Original nachgebildet worden. Kuriose Ausstellungsstücke ergänzen den „Schultag“. Wer nicht zur Schule möchte, kann auch das Feuerwehrmuseum besuchen. Das alte Gerätehaus liegt in Waltenweiler und diente der Feuerwehr Ettenkirch fast 50 Jahre lang als Feuerwehrhaus. Seit 2002 befindet sich hier das Museum mit seiner kleinen, aber feinen Sammlung von alten Geräten und historischen Uniformen. So lässt sich leicht nachvollziehen, wie sich das Leben und die Gerätschaften in der Feuerwehr über die Jahre gewandelt hat.
Friedrichshafen befindet sich gut 30 Kilometer von der Grenze zu Österreich. Die österreichische Stadt Bregenz mit ihren berühmten See-Festspielen ist innerhalb von 30 Minuten zu erreichen. In unmittelbarer Nähe von Bregenz liegt zudem der Berg „Pfänder“ mit über 1.000 Metern Höhe. Besucher von Friedrichshafen sollten die Möglichkeit nutzen, den Bregenzer Hausberg mit der Seilbahn zu besuchen, da er eine großartige Aussicht über die Bodenseeregion am östlichen Ende des Sees und auf mehr als 200 Gipfel in den Alpen bietet.
Mit dem Schiff auf Tour
Die Schifffahrtslinien des Bodensees machen es problemlos möglich, auch ohne Auto andere Städte und Sehenswürdigkeiten am See zu erreichen. Ein Katamaran verbindet Friedrichshafen in einstündigem Takt mit Konstanz am gegenüberliegenden Ufer des Sees. Neben Autofähren für den praktischen Transport warten auch die Schiffe der „Weißen Flotte“ darauf, Besucher auf Rundfahrten die Umgebung mit ihren Bergen und ihrer Natur näher zu bringen. Besondere und durchaus romantische Erlebnisse bieten dabei das Dampfschiff Hohentwiel und „St. Joduk“, ein Lastensegler.
(Rad-)Wandern
Wer gerne auf dem Rad oder den eigenen Füßen unterwegs ist, erhält dazu rund um Friedrichshafen weitreichende Möglichkeiten. Natürlich gehört zu einer „Zeppelinstadt“ auch ein passender „Zeppelinpfad“. Er ist 14 km lang und beginnt am südlichen Rand der Stadt. Von dort aus geht es über das frühere Versuchsgelände für den Zeppelin-Flug über die Innenstadt mit dem Werftgelände und dem Zeppelindorf über das heutige Fluggelände bis zum Flughafen, der im Nordosten liegt. Ein weiterer Themenpfad ist der Geschichtspfad, der auf 3 Kilometern Länge mit 50 Informationstafeln durch die Stadt führt.
Interessante Gebäude mit Geschichte werden hier hervorgehoben und über sie informiert. Auch auf dem Rad lässt sich die Umgebung gut erkunden. Fahrradverleiher vor Ort versorgen Besucher mit dem passenden Fahrrad und halten Karten der Umgebung bereit. Badesachen sollten auf einer solchen Tour, ob zu Fuß oder per Fahrrad, nie fehlen. Rund um den See befinden sich zahllose Möglichkeiten, baden zu gehen. Die meisten Orte bieten Strandbäder an, in denen für kleines Geld Sonnenbaden und Planschen möglich sind. So finden Liebhaber von Kunst, Kultur, Luftfahrt und weltlichen Genüssen rund um Friedrichshafen Möglichkeiten, ihren Urlaub zu genießen.
Immer mehr Urlauber entscheiden sich für einen Ferienaufenthalt in Swinemünde ganz oben im Norden auf der Insel Usedom. In dem Seebad nahe der deutsch-polnischen Grenze hat sich die touristische Infrastruktur in den letzten Jahren extrem verbessert. Polens größtes Seebad hat weit aus mehr zu bieten als Sonne, Meer und Strand. Wobei der Strand natürlich für viele Touristen einer der Hauptgründe ist, ihren Urlaub in Swinemünde zu verbringen. Viele Läden und elegante Boutiquen laden zum Shopping ein. In den zum Teil auch edlen Restaurants lässt es sich wunderbar schlemmen. Für das amüsante Nachtleben sorgen gemütliche Bars und Kneipen. Hier wird oft bis zur frühen Morgenstunde gefeiert. In den Sommermonaten sind sehr oft Musiker an der Promenade Open Air zu sehen und zu hören.
Urlauber dürfen sich auf einen circa 3 Kilometer langen Küstenabschnitt mit hellem, feinen Sand freuen. Nicht umsonst handelt es sich bei dem Stadtstrand von Swinemünde um den schönsten Strand in Polen. Für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen gibt parallel zur Küste einen Dünenweg, mit dem auch Urlauber, die schlecht zu Fuß sind, den Zugang zur Ostsee haben. Mehrere Kaffeebuden, Kaffeewagen und kleine Snackbars am Strand sorgen für das leibliche Wohl an einem Strandtag. Zum gemütlichen Verweilen stehen Strandkörbe bereit, die tage- oder auch wochenweise vermietet werden. Hier können sich Feriengäste entspannen und erholen. Duschen, Umkleidekabinen und eine polnische Baywatch in der Saison runden das Angebot am Strand ab. Natürlich ist der wunderschöne Strand im Seebad Swinemünde nicht nur in der Sommersaison ein Anziehungspunkt. In den kühleren Jahreszeiten sind lange Strandspaziergänge an der Ostsee fast ein Pflichtprogramm.
Die Stadt Swinemünde
Leuchtturm in Swinemünde, Bild: Radoslaw Maciejewski / shutterstock
Die wunderschöne Promenade von Swinemünde ist endlose 800 Meter lang. Hier lässt es sich herrlich flanieren. Immer wieder laden bequeme Sitzgelegenheiten zum Pausieren ein. Getrennte Fuß- und Radwege lassen viel Platz für jedermann. Auch gibt es reichlich Geschäfte, Cafés und Restaurants zum Einkehren direkt an der Promenade. Die Sehenswürdigkeiten in Swinemünde sind vielfältig und sehr interessant. Wer nicht auf Schusters Rappen die Stadt erkunden möchte, kann es sich in einer Pferdedroschke bequem machen und sich wie zu Kaiserszeiten zu fühlen.
Eine der vielen Attraktionen in der Stadt ist der historische Leuchtturm im Hafen von Swinemünde. (Nicht zu verwechseln mit der weißen Mühlenbake am Strand) Der Leuchtturm gilt als einer der schönsten und höchsten Leuchtfeuer an Polens Ostseeküste. Wer sich zutraut, die 308 Stufen bis zum Lampenhaus hinaufzuklettern, wird mit einem sagenhaften Ausblick belohnt. Der Windmühlen Leuchtturm steht auf der Westmole direkt an der Ostsee. Dieses fotogene weiße Leuchtfeuer ist ein Signal für den Schiffsverkehr in Richtung Hafen. Mit seinen ästhetischen Windmühlenflügeln ist der Leuchtturm nicht nur für Fotografen ein wahrer Besuchermagnet. Nicht nur Urlauber, sondern auch viele Tagestouristen zieht es zum Shoppen auf den sogenannten Polenmarkt. Täglich kann hier an dichtgedrängten Marktständen und in kleinen Ladenbuden nach Herzenslust eingekauft werden.
Die polnische Shoppingmeile zieht sich endlos in die Länge und das Angebot an günstigen Zigaretten, Kleidung, Korbwaren und vielen anderen Dingen ist riesengroß. Die Bezahlung findet, wie auch in den meisten Läden und Restaurants in der Stadt sowohl in Zloty als auch in Euro statt. Diejenigen, die es ein bisschen ruhiger möchten, können sich im Kurpark Swinemünde an herrlicher Natur mit einem alten artenreichen Baumbestand erfreuen. Auf circa 60 Hektar Grundfläche mit kleinen Teichen und Bächen können Touristen hier wunderschöne ruhige Spaziergänge machen.
Unterkünfte und Anreise
Sonnenuntergang in Swinemünde, Bild: marcinjozwiak / shutterstock
Im Seebad Swinemünde gibt es unzählige Hotels und Pensionen. Ob Sterne- und Wellnesshotels oder günstige Übernachtungsmöglichkeiten mit Frühstück gewünscht werden, in Swinemünde findet jeder Gast sicher seine passende Unterkunft je nach Geschmack und Geldbeutel. Kurhotels mit Schwimmbad, Sauna und anderen Wellnessangeboten werden gerne von Gästen gebucht, die in Swinemünde kuren möchten. Das milde Reizklima der Ostseeregion ist gesundheitlich sehr wertvoll. Viele Hotels befinden sich in älteren Villen, die liebevoll renoviert wurden.
Die Villen sind dem Stil der Seebäderarchitetur angepasst und strahlen einladend mit ihren weißen Fassaden. Familien mit Kindern oder Paare, die lieber unabhängig von einem Hotelbetrieb sein möchten, haben eine große Auswahl an Ferienhäuser und Ferienwohnung zum Urlaub machen. Reisende, die nicht mit dem eigenen Auto nach Swinemünde fahren können oder wollen, haben die Möglichkeit, mit dem Zug zu fahren. Bahnstationen gibt es am Hafen oder in der Innenstadt. Auch bequeme Busreisen nach Swinemünde werden von Deutschland aus angeboten. Ob man mit einem Partner, mit der Familie oder in einer Gruppe nach Polen reist. Es wird immer ein interessanter, erholsamer und meistens auch günstiger Urlaub oder Tagestrip.
Der Blick auf die kunterbunten Giebelhäuser der historischen Uferstraße „Handelskade“ ist atemberaubend. Willemstad ist die Hauptstadt der Karibikinsel Curaçao. Wer noch nie dort war, stellt sich die 140.000 Einwohner-Stadt am besten wie ein Mini-Amsterdam vor – nur sehr viel farbenfroher. Die Stadt liegt rings um den natürlichen Hafen Schottegat. Viele ihrer Altstadt-Häuser sind im Kolonialstil erbaut. Das verleiht dem Ort neben seiner ewigen Sommertemperatur einen Hauch von Exotik.
Die Insel der südlichen Kleinen Antillen – auch „Inseln unter dem Winde“ genannt – liegt nördlich von Venezuela. Einst war sie Sklaven-Markt und niederländische Kolonie. Das ist längst Geschichte. Curaçao gehört heute als autonomer Staat zum Königreich der Niederlande und ist mit der EU „assoziiert“. Seine Bürger haben einen niederländischen Pass. Für Touristen ist Willemstad ein Paradies: Als Freihafen bietet sich die Stadt zum preiswerten Shopping an, sie hat architektonische und andere Kulturschätze und eine außergewöhnliche Flora und Fauna. Sie lädt Strandfans in die weißen Badebuchten zu Wassersport und Tauchgängen am türkisfarbenen Meer. Besucher dürfen europäische Standards erwarten. Das betrifft die ärztliche Versorgung oder das Trinkwasser, das problemlos aus dem Hahn zu genießen ist.
UNESCO erklärt historische Stadtviertel zum Weltkulturerbe
Besucher verständigen sich in Niederländisch, Spanisch oder Englisch, obwohl die Muttersprache der meisten Einwohner die Kreolsprache „Papiamentu“ ist. Der Großteil der Einheimischen sind Nachkommen ehemaliger Sklaven. Nachfahren verfolgter Juden pflegen bis heute ihre Religion und Traditionen. Sie mussten im 17. Jahrhundert Europa verlassen und hatten großen Anteil am Aufbau Willemstads. 1997 sind Stadtteile von Willemstad von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden, was einen Restaurierungs-Boom der historischen Gebäude aus der Kolonialzeit ausgelöst hat. Die Modernisierung hat aber auch Schattenseiten: Sie führt durch Erhöhung der Mieten und Immobilienpreise zu einer Vertreibung der ärmeren Bevölkerung aus den etwas heruntergekommenen Vierteln, die allmählich auf Hochglanz poliert werden.
Für Schiffe wird die Königin-Emma-Brücke zur Seite geschwenkt
Unterwegs in Willemstad, Bild: Studio Barcelona / shutterstock
Kreuzfahrtschiffe und Tanker erreichen den Hafen von Willemstad durch die Sankt-Anna-Bucht. Das ist keine Bucht, sondern eine Meerenge mit der Funktion eines Kanals. Darüber spannen sich zwei berühmte Brücken – der Ponton-Überweg „Königin-Emma-Brücke“ für Fußgänger – zur Seite geschwenkt für Schiffe passierbar – und die Königin-Juliana-Brücke, die Autos in 490 Meter Höhe übers Wasser führt. Die Brücken verbinden am Atlantikufer zwei historische, sich gegenüber liegende Viertel: Punda im Osten und Otrabanda im Westen.
Am Meeresarm Waaigat verführt der schwimmende Markt in Punda dazu, frisches Obst, Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte zu kaufen. Sehenswert ist auch die alte Markthalle „Plasa Bieu“, in der man gut speisen kann. Souvenirjäger finden in Punda interessante Stücke aus Keramik, Schnitzereien, Strohgeflochtenes oder handgearbeitete Flugdrachen. Die nahe Mikvé Israel-Emanuel-Synagoge aus dem 17. Jahrhundert lohnt ebenso einen Besuch wie die protestantisch-schlichte Fortkerk im Fort Amsterdam, das einst zur Verteidigung von Stadt und Hafen gebaut wurde.
Der Sklavenmarkt lag früher im Stadtteil Otrabanda
Otrabanda ist mit seinen kleinen Gassen uriger als Punda, dafür etwas weniger schick. Dies war früher der Bezirk des großen Sklavenmarkts. Bei Dunkelheit sollte man seine dunkle Gassen meiden, warnen Reiseleiter. Ansonsten gilt Curaçao als sicher. Wunderschöne bunte Häuser gibt es auch im ebenfalls geschützten Pietermaai-Viertel zu sehen. Viele Galerien und Ateliers findet man hier. Wo alte Häuser noch nicht restauriert sind, helfen Künstler mit Graffiti und Wandmalereien, sie provisorisch zu verschönern. Ganz im Zeichen der Kreativen steht auch das Viertel Scharloo – inzwischen ein echter Szenebezirk mit Co-Working-Spaces, hübschen Wohnungen, angesagten Boutiquen, Cafés und Restaurants. Nachtschwärmer finden die meisten Bars und Lokale aber im Viertel Salina. Von Ende Januar bis Mitte Februar wird auf Curaçao alljährlich einer der größten Karnevals der Karibik mit Straßenfesten, Musik und großen Paraden gefeiert.
Leckeres Ziegengulasch aus den vielen Garküchen
In allen Stadtteilen gibt es zahlreiche Garküchen oder Restaurants aller Preisklassen. Die Küche der Insel zeigt spanisch-niederländische, Südstaaten- und kreolische Einflüsse. An Reis, Bohnen, Kochbananen, Maismehlrollen, Fisch und Meeresfrüchten kommen Urlauber nicht vorbei. Es sei denn, sie bestehen auf Burger mit Pommes wie zu Hause. Sie sollten einmal Spezialitäten wie die Kaktussuppe Kaduschi mit Fleisch- oder Fischeinlage oder Keshi Yena, mit Fleisch gefüllte Käsetaschen probieren. Lecker ist das Ziegengulasch Kabritu Stoba. Auf die bei Einheimischen beliebte Leguansuppe (Iguana) können Besucher sicher leicht verzichten.
Ein blauer Likör macht die Insel weltberühmt
Im Osten von Willemstad wartet das Landhaus Chobolobo auf einer ehemaligen Plantage auf den Besuch der Touristen. Hier erfährt man alles über den Likör, der auf Curaçao kreiert wurde und die Insel weltberühmt gemacht hat. Allerdings präsentiert sich das aus Schalen von Bitterorangen und Zucker hergestellte Getränk auf typische Inselart unerwartet farbenfroh: Den Likör gibt es in Klar, Grün, Blau und Rot. Die blaue Farbe soll einst bei der Herstellung durch eine chemische Reaktion mit einem Kupferfass entstanden sein. Heute wird auf der ganzen Welt mit Lebensmittelfarbe nachgeholfen.
Leguane, Wasserschildkröten und eine bunte Vogelwelt
Curaçao ist auch ein Ziel für Naturfreunde, die auf der Insel Seltenes zu sehen bekommen: In einigen Buchten sind Leguane zu beobachten. Die Vogelwelt ist kunterbunt. Auffällig sind grüne Sittiche mit gelben Köpfen, grün-blaue Kolibris, die schwarz-orangenen Baltimore-Rupiale, die knallgelben Zuckervögel und die elegant staksenden Flamingos in leuchtendem Pink. Besucher von Willemstad sollten das „Seaquarium“ und den „Zoo & Botanical Garden“ nicht verpassen, um auch Delphine und Wasserschildkröten zu sehen.
Das westafrikanische Namibia ist überwiegend geprägt von unzähligen Natur-Attraktionen. Auf der Suche nach afrikanischem Flair wird man im Namib-Naukluft-Nationalpark auf jeden Fall fündig. Das größte Naturschutzgebiet des afrikanischen Landes und größte Wildpark des gesamten Kontinents befindet sich im Westen des Landes direkt an der Atlantikküste und ist insgesamt fast 50.000 Quadratkilometer groß.
Gemeinsam mit der Skelettküste, dem Dorob-Nationalpark, dem Meeresschutzgebiet Meob-Chamais und dem Fischfluss-Canon bildet der Namib-Naukluft-Nationalpark seit einigen Jahren den riesigen Namib-Skelettküste-Nationalpark, das achtgrößte Schutzgebiet der Welt. Der Namib-Naukluft-Nationalpark bietet eine atemberaubende afrikanische Wildnis in allen möglichen Facetten. Um die zahlreichen kleinen und großen Attraktionen des Nationalparks ausgiebig erkunden zu können, sollte man auf jeden Fall genügend Zeit einplanen. Dafür bietet sich vor allem eine mehrtägige Safari oder eine Rundtour ein. In dem Nationalpark bieten zahlreiche Lodges mit unterschiedlichen Ausstattungen willkommene Übernachtungsmöglichkeiten.
Bei vielen Reiseveranstaltern kann man die unterschiedlichen Touren sogar vorab buchen. Aber auch vor Ort gibt es die Möglichkeit, sich für eine der Rundfahrten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zu entscheiden. Um die vielen atemberaubenden Eindrücke des Nationalparks festzuhalten, sollte man unbedingt immer eine Kamera dabei haben.
Größte Dünen der Welt, Spektakuläre Klettertouren in den Naukluftbergen
Der größte Teil des Nationalparks ist geprägt von der Namib-Wüste. Weite Teile des weitläufigen Geländes sind für Menschen allerdings nicht zugänglich. Die riesige Wüste reicht schließlich weit über die namibischen Landesgrenzen hinaus bis in die Nachbarländer Angola und Südafrika. Nur das Gebiet nördlich des Kuiseb-Flusses, das Sossusvlei und das Naukluft-Gebirge kann von Menschen erkundet werden. Dennoch hält der Nationalpark auch für die Touristen aus der ganzen Welt jede Menge Abwechslung bereit. Die 500 Kilometer lange und fast 200 Kilometer breite Namib-Wüste im Westen des Nationalparks ist die älteste Wüste der Welt.
Hier findet man unter anderem auch die höchsten Dünen der Welt. Das Sossuvlei, eine von mehreren 300 Metern hohen Dünen umrahmte Salz-Ton-Pfanne, gehört nicht nur zu den spektakulärsten Attraktionen des gesamten Nationalparks sondern seit einigen Jahren auch zum Weltnaturerbe der UNESCO. Die Kletterer und Wanderer aus der ganzen Welt kommen dagegen in den fast 2.000 Meter hohen Naukluftbergen im Osten des Namib-Naukluft-Nationalparks voll auf ihre Kosten. Zum Erkunden der Berge stehen den Besuchern gleich mehrere Wander- und Klettertouren zur Verfügung, von denen einige auch von erfahrenen Gästeführern und Guides geleitet werden.
Atemberaubende Flora und Fauna im Namib-Naukluft-Nationalpark
Atemberaubende Landschaft im Namib-Naukluft Nationalpark, Bild: meunierd / shutterstock
Natürlich wird man in dem riesigen Nationalpark auch auf der Suche nach einheimischen Tieren und Pflanzen fündig. Ein beliebter Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt ist Sandwich Harbour im Norden des Parks. In der etwa 10 Kilometer langen Lagune haben mehr als 200.000 Vögel – von Pelikanen über Kormorane bis hin zu den verschiedensten kleinen und großen Seevögeln – eine Heimat gefunden. Zu erreichen ist die malerisch gelegene Lagune nur mit einem Geländewagen mit Allrad-Antrieb. Charakteristisch für die spezifische Vegetation des Nationalparks ist vor allem die Pflanze Welwitschia; die bis zu 2.000 Jahre alt werden kann.
Die Pflanze, die vor allem in der Schotterwüste nördlich des Flusses Kuiseb weit verbreitet ist, ist so charakteristisch für Namibia, das sie sich sogar im Wappen des Landes wiederfindet. Vereinzelt wachsen im Namib-Naukluft-Nationalpark auch große Akazien, Kameldornbäume oder auch Dünengras. Mit etwas Glück kann man beim Erkunden des Parks auch Zebras, Paviane, Schakale, Straße oder Springböcke in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten – unter anderem in den fruchtbaren Flusstälern. Im Meob-Chamais, einem großen und beliebten Meeres- und Inselschutzgebiet kann man sogar große Brillenpinguine in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen bekommen. Zu erreichen ist der Namib-Naukluft-Nationalpark unter anderem im Süden über die Nationalstraße B4 in Richtung der 12.000-Einwohner-Stadt Lüderitz.
Beste Reisezeit von April bis Juni
Das Klima im Namib-Naukluft-Nationalpark ist vor allem in den Sommermonaten geprägt von heißen Temperaturen von fast 50 Grad Celsius – vor allem in den weitläufigen Wüstenregionen. Etwas Regen gibt es hier nur in den Monaten Januar und Februar. Aufgrund der großen Trockenheit und der hohen Temperaturen sollte man beim Erkunden des Nationalparks unbedingt viel Wasser mitnehmen. Dagegen regnet es in den Naukluft-Bergen viel häufiger. Deshalb ist hier die Vegetation auch deutlich vielseitiger als in den Wüstenregionen. Die beste Zeit für den Besuch des Parks ist das Frühjahr. Zwischen April und Juni herrschen hier angenehme Temperaturen von etwa 25 Grad Celsius. Selbst in den Wintermonaten herrschen tagsüber noch etwa 20 Grad Celsius. In den Nächten ist allerdings immer mit Nachtfrost zu rechnen.