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Montag, März 2, 2026
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Auf der Suche nach dem wahren Reichtum

Im Sommer 2021 brach eine vierköpfige Familie aus Nordrhein-Westfalen in einem Wohnmobil auf, um ein Abenteuer unerwarteten Ausmaßes zu erleben. Aus einer schnelllebigen und zwischenmenschlich oft kalten Welt kommend, machte man sich auf die Suche nach einem Ort der Herzlichkeit und Zufriedenheit. Fündig wurden die Abenteurer in einer Region, von welcher man diese Eigenschaften am wenigsten erwartet hätte.

Bereits vor elf Jahren berichtete „Der Spiegel“ von einem eklatanten Zusammenhang zwischen ernsthaften psychischen Problemen und Wohlstand. So gibt es in Ländern mit einem hohen Durchschnittseinkommen einen deutlich höheren Prozentsatz an Personen mit Depressionen, als in Entwicklungsländern. Zu den Betroffenen zählt Deborah Furin aus dem Oberbergischen Kreis – Ehefrau und Mutter von zwei Kindern. Auch sie erfuhr von dieser wissenschaftlichen Erkenntnis und machte sich gemeinsam mit Ehemann Max, ihrem 5-jährigen Sohn Noah und ihrer 11-jährigen Tochter Isabella auf den Weg, um in eine gesellschaftlich unvergleichbare Welt einzutauchen. Zusammen mit ihren beiden Hunden begaben sich die Furins in einem 6 Meter langen Wohnmobil, welches von ihnen den Namen „Constantin“ bekam, auf ein zweimonatiges Abenteuer in das zweitärmste Land Europas – Albanien.

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Das Abenteuer beginnt

Alleine die rund 2.000 Kilometer lange Anreise dauerte zwei Wochen, da die weltoffene Familie bereits auf dem Weg Eindrücke sammeln wollte. Über die „Adria Magistrale“ – eine der schönsten aber auch gefährlichsten Küstenstraßen der Welt – ging es für die Furins durch die Länder Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro bis nach Albanien. Ganz bewusst wollten die Eltern Deborah und Max keinen klassischen Urlaub verbringen. Es sollte eine Entdeckungsreise mitten durch das Alltagsleben einer anderen Gesellschaft werden.

Unbezahlbare Erfahrungen

Die darauffolgenden Monate verbrachte die Familie in Form von Wildcamping. Völlig autark lebte man im Wohnmobil an verschiedenen Orten des Landes. Auffällig war besonders die außerordentlich schlechte Infrastruktur. Generell sind Straßen und Gebäude in einem desaströsen Zustand, Wasser aus der Leitung gibt es an einem Tag nur in einem bestimmten Zeitfenster. Um die eigene Existenz für die nächste Woche zu ermöglichen, müssen die Bewohner zumeist täglich harte körperliche Arbeit verrichten. Man möchte meinen, Depression, Unzufriedenheit und ein allgegenwärtiger Egoismus stünden situationsbedingt ausnahmslos an der Tagesordnung. Das Gegenteil ist der Fall und Familie Furin erfuhr diesen Umstand am eigenen Leibe. „So ein Ausmaß an Herzlichkeit, Empathie und Großzügigkeit habe ich noch nie erlebt.“, meinte Astrofotografin Deborah in einem Interview.

„Wir wollten uns in Albanien die Haare schneiden lassen und gingen zu einem Friseur. Da wir einen Dokumentationsfilm über unsere Reise drehten und auch diese Szene miteinbringen wollten, fragten wir, ob es möglich wäre, zu filmen. Der Friseur empfand das als große Wertschätzung und verlangte anschließend keinen einzigen Cent für seine erbrachte Leistung.“ Solche Situationen waren keine Ausnahme, sondern Alltag. Als Highlight der Reise definieren die Nordrhein-Westfalener jedoch eine andere Begegnung: „Eines Nachmittags pflückten wir uns eine Hand voll Feigen, als uns ein Mann zu sich winkte. Die Befürchtung war zu Beginn groß, dass wir uns mit dieser Aktion bei ihm unbeliebt gemacht hätten, doch dem war nicht so. Wir kamen mit dem Mann ins Gespräch und wurden nach einer Weile von ihm zu seiner Familie nach Hause auf einen Kaffee eingeladen. Nach einiger Zeit bot man uns tatsächlich an, ob wir ‘Fremden‘ bei ihnen übernachten möchten. Da das zwischenmenschlich die größtmögliche Wertschätzungsgeste ist, die man bekommen kann, stimmten wir zu. Theoretisch hätte man uns ausrauben können. Immerhin ließe sich unser Equipment für dortige Verhältnisse zu gutem Geld machen. Diese Gefahr und der Gedanke daran standen aber nie im Raum. Es war einfach ein Akt der puren Menschlichkeit“.

Deborah und Max Furin zeigen sich überwältigt von den Einwohnern Albaniens: „Unsere Erwartungen wurden regelmäßig übertroffen. Für uns ist die touristische Ablehnung gegenüber diesem Land absolut unverständlich. Albanien sollte man nicht mit den Augen, sondern mit dem Herzen sehen und bereisen.“ Bis heute zehrt die junge Familie an diesen Erfahrungen und speziell für die Kinder hatten die zwei Monate eine enorme Bedeutung punkto Persönlichkeitsbildung.

Eigener Dokumentationsfilm zur Reise

Die Furins hielten ihr außergewöhnliches Abenteuer auf Kameras fest, um anschließend einen Dokumentationsfilm zu produzieren. Dieser wird am 27. Februar mit dem Namen „Lumturi – Auf der Suche nach dem wahren Reichtum“ in Spielfilmlänge auf ihrem YouTube Kanal „Constantins Diary“ veröffentlicht. Deborah erfüllt sich somit einen Lebenstraum. Sie und ihr Mann wählten für die Veröffentlichung des Films ganz bewusst eine kostenlose Plattform, da sie ihre Dokumentation für jeden zugänglich machen möchten – unabhängig von der Höhe des Einkommens. Über eine freiwillige Spende würde sich Familie Furin aufgrund des großen finanziellen Aufwands dennoch sehr freuen. Der Dokumentationsfilm ist es jedenfalls wert gesehen zu werden. Immerhin bietet er eine hervorragende Möglichkeit, um auch den eigenen Horizont maßgeblich zu erweitern.

Autor: Luca Kielhauser

 

Phu Quoc: Vietnamesische „Perle“ im Gold von Thailand

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Atemberaubende Natur, traumhafte Strände und paradiesische Sehenswürdigkeiten: Das ist Phu Quoc. Die größte Insel Vietnams inmitten des Golfs von Thailand ist für viele Urlauber aus der ganzen Welt noch ein echter Geheimtipp. Immer mehr Touristen entdecken inzwischen die Vorzüge dieser paradiesischen Insel für sich, auch aufgrund der sehr guten Infrastruktur. Phu Quoc verfügt über einen Internationalen Flughafen, der täglich von Flugzeugen aus der ganzen Welt angeflogen wird. Außerdem gibt es auf der Insel gleich mehrere Häfen. Diese können sowohl von Kreuzfahrtschiffen als auch von privaten Booten angefahren werden.

Traumhafte Strände – ein Gefühl, wie im Paradies

Einen Großteil der Touristen zieht es an die Traumstrände der Insel. Die gehören mit ihrem weißen Sand, ihrem kristallklaren Wasser und ihren schattenspendenden Palmen zu den schönsten Stränden Südostasiens. Hier fühlt man sich, als wäre man mittendrin im Paradies. Die absolute Nummer eins der Strände auf der beliebten Insel ist der Bai Truong vor den Toren der Inselhauptstadt Duong Dong. Der vor allem von westlichen Touristen auch „Long Beach“ genannte Strand erstreckt sich über 20 Kilometer an der Westküste. Badeurlauberinnen und -urlauber kommen hier voll auf ihre Kosten, ebenso wie Wassersportler. Vor allem am nördlichen Strandabschnitt tummeln sich vor allem in den europäischen Wintermonaten tausende Touristen aus der ganzen Welt.

In den vergangenen Jahren sind hier auch zahlreiche große Strandresorts mit einem umfassenden Wassersportangebot entstanden. Berühmt ist der Bai Truong auch außerhalb der vietnamesischen Landesgrenzen vor allem auch für sein sauberes Wasser, weil hier keine Motorboote zugelassen sind. Inzwischen wird auch der südliche Strandabschnitt immer mehr erschlossen und von den Touristen entdeckt. Wer es am Strand eher ruhiger mag, ist am deutlich kleineren Bai Ong Lang im Süden der Inselhauptstadt genau richtig. Durch die kleinen geschützten Buchten ist der Strand vor allem bei Paaren sehr beliebt. Auch der Sao Beach gehört mit seinem weißen Sand und dem flach ins Meer abfallenden Wasser zu den beliebtesten Stränden der Insel. Rund um den Strand gibt es neben den zahlreichen Wassersportangeboten wie Jet Ski oder Parasailing auch zahlreiche Restaurants und Hotels.

Duong Dong: Die lebhafte Inselhauptstadt

Markt in Duong Dong, Phu Quoc
Markt in Duong Dong, Bild: Lars Ove Jonsson / shutterstock

Der Hauptort von Phu Quoc ist die Stadt Duong Dong. Die 60.000-Einwohner-Stadt ist bei Touristen und Einheimischen als äußerst lebhaft bekannt und beliebt. In der traditionellen vietnamesischen Kleinstadt herrscht immer ein reges Markttreiben und asiatisches Flair. Direkt am Strand befindet sich der Dinh Cau Tempel, denn man sich bei einem Besuch in der Stadt auf jeden Fall anschauen sollte. Er gehört nicht nur zu den beliebtesten Fotomotiven der Insel, sondern ist auch äußerst sehens- und erlebenswert. Von der Terrasse des Tempels hat man einen tollen Überblick über den Strand und den Fischereihafen. Der Hafen von Duong Dong ist außerdem ein beliebter Ausgangspunkt für kleine und große Inseltouren. In der Nähe des Hafens befindet sich auch der Duong-Dong-Markt. Auch der Rest der Insel hat einige spektakuläre Sehenswürdigkeiten zu bieten. So sollte man sich im Süden der Insel die Hon-Thom-Seilbahn nicht entgehen lassen. Die gehört mit einer Länge von knapp acht Kilometern zu den längsten Seilbahnen der Welt und reicht bis zu vorgelagerten Insel Hon Thom. Auf der Insel befindet sich unter anderem ein großer Wasserpark, ein wunderschöner Sandstrand und mehrere gemütliche Cafés und Restaurants.

Artenreiche Flora und Fauna

Die Insel Phu Quoc zeichnet sich auch durch ihre artenreiche Flora und Fauna aus. Naturfreunde kommen vor allem im Norden der Insel im Naturpark Phu Quoc voll auf ihre Kosten. Der mehr als 30.000 Hektar große Nationalparks gehört zu den schönsten Nationalparks in Asien. Hier sind knapp 500 verschiedene Pflanzenarten zu finden. Vor der Küste befinden sich außerdem wunderschöne Korallenriffe und den unterschiedlichsten Farben. Auch die Tierwelt hält auf der Insel fast 50 verschiedene und vor allem seltene Säugetierarten bereit – darunter unter anderem Kleinkrallenotter, Zwergloris und Silberlanguren. An den Küsten im Süden sind außerdem mehr als 120 verschiedene Fischarten zu finden. Die Insel kann auf eigene Faust oder auch im Rahmen einer Führung durch einen geschulten Guide erkundet werden. Unter anderem hält die Insel noch einige Berge, Grotten und Höhlen bereit.

Beste Reisezeit für Phu Qouc: November bis März

Das Wetter auf der beliebten vietnamesischen Insel wird durch das tropische Klima mit heißen Temperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit bestimmt. Von November bis März liegen die Temperaturen bei etwa 30 Grad Celsius. Mit Niederschlägen ist in dieser Zeit nur selten zu rechnen. Im Mai bis Oktober herrscht die Regenzeit in der mit andauernden und ausgiebigen Niederschlägen zu rechnen ist

Von Hamburg mit dem Camper Richtung Norden

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Nördlich von Hamburg erstrecken sich die schönsten Camper-Reiseziele in Europa. Schleswig-Holstein lockt mit traumhaften Stränden und malerischen Fischerdörfern. Dahinter erstreckt sich das Königreich Dänemark mit den vorgelagerten Inseln und mit über 7000 Kilometern Küstenlänge. Überquert man den Øresund, dann taucht man ein in die Welt von Pippi Langstrumpf, einer bunten Holzhäuserkulisse und den märchenhaften Schären. Nördlich davon zeigt sich Skandinavien von seiner schönsten Seite mit sagenumwobenen Fjorden und unberührter Natur. Worauf warten Sie: Camper mieten in Hamburg und ab in den Urlaub.

Das Land zwischen den Meeren mit dem Camper entdecken

Leuchtturm Sylt, Schleswig Holstein
Sonnenaufgang auf Sylt, Bild: Jenny Sturm / shutterstock

Schleswig-Holstein gehört zu den beliebtesten deutschen Reisezielen. Die einen zieht es an die ruhigen Strände der Ostsee und die anderen bevorzugen das raue Klima der Nordsee. Das Angebot an Campingplätzen ist entlang der Küste nahezu unerschöpflich. Hier findet man Campingplätze mit einem direkten Zugang zum Strand oder inmitten des fruchtbaren Marschlandes. Auch viele Inseln sind bequem mit dem Camper erreichbar. Ganz oben Sylt mit einer großen Auswahl an idyllisch gelegenen Campingplätze.

Der Campingplatz von Rantum überzeugt durch seine einzigartige Lage direkt am gleichnamigen Becken und der Platz in Wennigstedt erstreckt sich direkt hinter den Dünen. Im Süden von Schleswig-Holstein liegen blühende Städte und kleine Fischerdörfer. Das Land des Kohls wird vom Nord-Ostsee-Kanal durchzogen und ab Eiderstedt kann man Nordseeurlaub der Extraklasse erleben. Die Halbinsel ist ein idealer Ausgangspunkt für Wattwanderungen und die Schwefelquellen von St. Peter-Ording sind eine Wohltat für Körper und Geist. Schon Theodor Storm war von dieser einzigartigen Landschaft inspiriert. Echte Kenner fahren im Frühjahr oder im Herbst nach Schleswig-Holstein. Zu Ostern steht alles in voller Blüte und im Herbst zeigt sich die Nordsee von ihrer rauen Seite. Nach einem anregenden Strandspaziergang zieht man sich in den Camper zurück und genießt traumhafte Sonnenuntergänge.

Das kleine Königreich ganz groß

Sttrand Havneby, Römö
Am Strand von Havneby auf Römö, Bild: 5149mich / shutterstock

Dänemark ist ein Paradies für Camper. An jeder Ecke findet man einladende Plätze, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Wer die Ruhe sucht, der zieht sich auf den familiär geführten Campingplätzen abseits der Touristengebiete zurück. Die Campingplätze an der Westküste sind Feriencenter und bieten von Badelandschaften über Wellness bis hin zu täglicher Animation alles, was zu einem aufregenden Urlaub dazugehört. Gleich hinter der Grenze bis hoch nach Skagen erstreckt sich Jütland, der feste Landesteil Dänemarks. Die tosende Nordseeküste ist bekannt für ihre kilometerlangen Sandstrände. Die Ostseeküste ist dagegen ruhiger und die Strände abfallend.

Die Insel Rømø bietet Campingplätze in unmittelbarer Strandnähe und hier herrscht im Sommer ein reges Treiben. Fanø und Møn sind dagegen eher ein Ziel für Individualisten. Je nördlicher man fährt, desto paradiesischer wird die Landschaft. Der Limfjord punktet mit einsamen Stränden und malerischen Häfen. Hier kann man die Krabben direkt vom Kutter kaufen oder durch märchenhafte Dörfer spazieren. Die Küste von Thy lockt Surfer aus aller Welt an und in Skagen findet man die schönste Dünenlandschaft Europas. Weiter geht es über den Kleinen Belt nach Fünen. In Odense können Besucher auf den Spuren des Märchendichters Hans Christian Andersen wandern oder bei einer Safari Wale beobachten. Unterhalb des Großen Belts zieht es die Camper auf die paradiesischen Inseln Langeland, Lolland und Falster. Kopenhagens Hauptstadt ist bekannt für ihre Gemütlichkeit.

Willkommen in der Heimat von Pippi Langstrumpf

Nach der Fahrt über den Øresund erreicht man Malmö. Auch hier dominiert das maritime Flair. Setzt man die Fahrt fort, dann taucht man ein in die Schauplätze, die Henning Mankell inspiriert haben. Mystische Dörfer, abgelegene Küstenstreifen und steinige Schären zeigen Kommissar Walanders Kulisse. Doch Schweden ist gegensätzlich. Mancherorts wirken die bunten Holzhäuser wie ein Schlaraffenland und man versteht, warum Pippi Langstrumpf nur in Schweden entstanden sein konnte. Es geht überall ruhig zu und die Zeit scheint manchmal stehengeblieben zu sein. Selbst die großen Städte Stockholm und Göteborg fehlt jede Form von Hektik. Urlaub in Schweden heißt Entschleunigung. Wer hier mit seinem Camper anreist, der hat die Qual der Wahl. Es gibt Campingplätze direkt am Strand oder entlang der Schären. Wer will campt direkt am Wasserfall oder im abgelegenen Hinterland. Im Sommer werden überall Feste gefeiert und man gibt sich der hellen Zeit hin. Aber auch die dunklen Winter haben Flair. Im schwedischen Lappland kann man in traumhaft verschneiten Landschaften campieren und dabei das märchenhafte Farbenspiel der Polarlichter beobachten.

Geheimnisvolle Fjorde und niedliche Trolle

Norwegen ist einzigartig und voller Impressionen. Wer das Land einmal mit einem Camper bereist hat, der kommt nie wieder davon los. Es ist das Zusammenspiel der Natur, die faszinierende Landschaft, die Herzlichkeit der Menschen und die sagenhaften Geschichten, die Norwegen so anders erscheinen lassen. Gerade steht man noch auf einen meterhohen Felsvorsprung und ergötzt sich geradezu an der traumhaften Aussicht auf den türkisblauen Fjord und im nächsten Moment beißt der kalte und raue Wind des Nordmeeres und Eismassen der Gletscher drohen auf einen herabzustürzen. Selbst die Städte sind in Norwegen unnatürlich. Oslo ist für eine Hauptstadt viel zu gemütlich. Bergen ist vollgepackt mit Postkartenmotiven. Hier kann man auch im Winter Weihnachtsdekoration kaufen, mit der Fløibanen ein Panorama der Superlative genießen oder sich einfach nur dem maritimen Treiben hingeben. Die Fjorde sind unbeschreiblich und wechseln ständig ihr Aussehen. Bizarr ragen die Felsen hinauf in den Himmel, die Wassermassen stürzen an den steinigen Flächen entlang und die Boote auf dem Wasser sehen aus wie eine Miniaturlandschaft. Viele Urlauber fahren mit dem Camper bis zum Nordkap und begegnen Elchen und lernen die Traditionen der Samen kennen.

Montana: Eine aufregende Reise in den US-Bundesstaat der Berge und der Indianer

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Der US-Bundesstaat Montana ist ein erstklassiges Reiseziel für alle, die Natur und Weite lieben. Montana liegt ganz im Norden der USA und grenzt dort an Kanada an. Der Name des Bundesstaates leitet sich vom lateinischen Wort montanus ab, das in die deutsche Sprache übersetzt Berg bedeutet. Wer das weiß, den wird es nicht überraschen, dass der viertgrößte der amerikanischen Bundesstaaten von ausladenden Gebirgsketten durchzogen ist. Die beliebteste Touristendestination Montanas ist, auch das ist nicht verwunderlich, der an Kanada angrenzende Glacier Nationalpark.

Dort befindet sich ein ausladendes Naturschutzgebiet, das mitten in den Rocky Mountains liegt. Alleine dort können Naturfreunde problemlos einen mehrwöchigen Urlaub verbringen, der nicht langweilig werden wird. Doch Montana hat noch mehr zu bieten. Im Süden des mit nur knapp über einer Million Einwohnern äußerst dünn besiedelte US-Bundesstaates befindet sich noch einer weiterer der bekanntesten Nationalparks der USA: der Yellowstone Nationalpark. Der Yellowstone Nationalpark zählt nicht nur zum UNESCO-Weltnaturerbe, sondern kann auch mit einer spannenden Population an Wildtieren wie Grizzlybären und Bisons aufwarten. Ergänzt werden die Highlights Montanas durch das Little Bighorn Battlefield National Monument, einem der geschichtsträchtigsten Orte der gesamten USA. Hier können die Besucher viel über die amerikanischen Ureinwohner, die Indianer, erfahren.

Den frostigen Zauber des Glacier Nationalparks erleben

Monatana - Glacier Nationalpark
Glacier Nationalpark, Bild: Bill45 / shutterstock

Der Glacier Nationalpark überwältigt jeden, der ihn besucht. Auf einer Fläche von rund 4.047 Quadratkilometern tummeln sich insgesamt 175 Berggipfel und 25 Gletscher. Dazu kommen nicht weniger als 762 Seen. Der Nationalpark kann ganzjährig besucht werden, im Winter jedoch können die Straßen, die den Glacier Nationalpark durchziehen durchaus einmal verschneit oder auch zugefroren sein, was Autofahrern ein gutes fahrerisches Können abverlangt, um sich dort sicher fortbewegen zu können.

Entlohnt wird man dafür im Winter durch märchenhafte Schnee- und Eislandschaften, in denen man zum Beispiel Schneeschuhwanderungen unternehmen kann. Auch Langlaufloipen sind dann gespurt. Ganz Verwegene probieren sich hier in den Wintermonaten am Eisklettern und erkunden die vielfältige Gebirgslandschaft des Glacier Nationalparks dabei ganz aus der Nähe. Von Juni bis September sind alle Straßen des Parks weitgehend schneefrei und somit bestens befahrbar. Das sind hervorragende Voraussetzungen, um sich auf das ein oder andere Wanderabenteuer durch eine aufregende Flora und Fauna einzulassen. Unterwegs trifft man häufig auf Bergziegen oder Dockhornschafe.

Man kann zum Beispiel den 16 Kilometer breiten Lake McDonald, der der größte See des Nationalparks ist, auf dem Wanderweg Trail of the Cedars umrunden. Wer sich lieber auf dem Wasser bewegen möchte, überquert den See per Boot. Egal, wie man sich entscheidet, man hat bei allen möglichen Optionen immer einen hervorragenden Ausblick auf die den See umgebenden mächtigen Gletscher. Auch mit dem Zug lässt sich der Glacier Nationalpark durchqueren. Eine mehrtägige Bahnfahrt führt Touristen nicht nur bis nach Kanada, sondern lässt sie von den Panoramawaggons des Zuges aus sämtliche Vegetationsstufen des Glacier Nationalparks besichtigen.

Wälder, Wildnis und Wildtiere im Yellowstone Nationalpark erkunden

Yellowstone Nationalpark in Montana
Eine Herde von Bison bewegt sich schnell entlang des Firehole River, Bild: YegoroV / shutterstock

Wer den Yellowstone Nationalpark, der sich über mehrere US-Bundesstaaten erstreckt, auf dem Gebiet Montanas erkunden möchte, wählt einen der beiden nördlich gelegenen Parkeingänge. Die Kleinstadt Livingston gilt bereits seit dem 19. Jahrhundert als beliebtester Einstiegspunkt in den Yellowstone Nationalpark. Auf dem Weg in den Park lohnt ein Abstecher in das Eisenbahnmuseum der Stadt Livingston. Ein weiterer Zugangspunkt zum Park liegt nahe des noch kleineren Ortes Gardiner, der vom 1.114 Kilometer langen Yellowstone River durchflossen wird. Von Gardiner aus betritt man den Park durch den massiven Roosevelt-Torbogen. Von dort aus geht es weiter in das Grizzly and Wolf Discovery Center wo man Bären und Wölfen sehr nahe kommen kann. Der Bear Paw Trail lädt zu einer Wanderung durch die waldreiche Landschaft des Parks ein. Wandern steht im Yellowstone Nationalpark ohnehin sehr hoch im Kurs. Ungefähr 2.000 Kilometer an ausgewiesenen Wanderwegen sind in dem fast 9.000 Quadratkilometer großen Nationalpark zu bewandern.

Zu Besuch beim Little Bighorn Battlefield National Monument

Der US-Bundesstaat Montana verfügt neben einer atemberaubenden Landschaft auch über eine reiche Geschichte. Diese war geprägt von zahlreichen Konflikten zwischen den aus Europa stammenden weißen Siedlern und der nordamerikanischen Urbevölkerung, den Indianern. Auf dem Gebiet des heutigen US-Bundesstaates Montana lebten einst 13 verschiedene Indianerstämme. Die bekanntesten Indianer darunter sind die Angehörigen des Stammes der Sioux. Noch heute leben viele der Ureinwohner in Indianerreservaten, von denen es alleine in Montana sieben gibt.

Am Little Bighorn kam es am 25. Juni 1876 schließlich zu einer Schlacht zwischen Kavallerietruppen der weißen Siedler und den Vertretern mehrerer Indianerstämme. Angeführt wurden die Ureinwohner dabei durch die Indianer-Häuptlingen Sitting Bull und Crazy Horse. Bei den Kampfhandlungen ging es darum, dass eine den Indianerstämmen als heilig geltende Gebirgskette von den weißen Siedlern eingenommen werden sollte. Diese erhofften sich dort den finanziell gewinnbringenden Abbau von Bodenschätzen. Da die Indianer ihr Gebiet verteidigten und erstaunlich starken Widerstand leisteten, mussten viele Angehörige beider Seiten in der Schlacht ihr Leben lassen. Auf dem Little Bighorn Battlefield wurde schon bald nach der Schlacht eine Gedenkstätte eingerichtet, die inzwischen nicht mehr nur, wie ursprünglich, den weißen Opfern der Schlacht, sondern auch den in der Schlacht gefallenen Indianern in aufrichtiger Art und Weise gedenkt.

Ausflugsziele am Gardasee

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Der Gardasee lockt nicht alleine mit tollem Wasser, herrlichen Unterkünften und allerlei Möglichkeiten am See selbst, sondern auch mit seiner perfekten Ausgangslage für Erkundungstouren. Geographisch beinahe perfekt gelegen, können einige der interessantesten Ziele von Norditalien in kürzester Zeit erreicht werden. Das ist ein Grund dafür, warum sich so viele Familien aber auch Paare und Singles dafür entscheiden, die schönsten Wochen im Jahr am See zu verbringen. Aber was sind die interessantesten Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten, die man beim Aufenthalt erlebt und gesehen haben sollte, bevor es zurück in die Heimat geht?

Die Sehenswürdigkeiten in der unmittelbaren Umgebung des Sees

Es gibt viel zu sehen – kein Wunder, der Gardasee ist riesig und an seinen verschiedenen Uferseiten haben sich mitunter ganz eigene Dörfer und Städte entwickelt. Zu den absoluten Klassikern gehört aber ganz ohne Frage die Castello Scaligero in Sirmione. Die kleine Stadt Sirmiona existiert schon seit Jahrhunderten und die prachtvolle Burgruine spricht noch von dieser Zeit aus dem Mittelalter. Die relativ gut erhaltene Ruine lässt sich besichtigen und entführt Besucher für einen Moment in Zeiten, in denen Touristen am See noch eine Seltenheit waren. Hier können darüber hinaus auch die Thermalquellen besucht werden, die schon seit der römischen Zeit Entspannung versprechen.

Riva del Garda, Gardasee
Der Gardasee bei Riva del Garda, Bild: pointbreak / shutterstock

Zu den schönsten Orten in der unmittelbaren Umgebung des Sees – und perfekt für einen Ausflug geeignet – gehört zudem Riva del Garda. Die alte Stadt hat eine lange Historie und besonders der Turm im Zentrum der Stadt, der 35 Meter in die Höhe ragt, ist ein beliebtes Ziel von Touristen. Auf der Spitze angekommen hat man nicht nur einen tollen Blick über den See, sondern darüber hinaus auch auf die Altstadt und den historischen Hafen, der eine letzte Spur dafür ist, wie wichtig der See seit jeher für die Menschen in der Region war.

Wer sich für die Sehenswürdigkeiten im direkten Umkreis des Gardasee interessiert, wird irgendwann auch auf die Skaligerburg in Malcesine stoßen. Eine der ältesten Burgen Europas, die wohl schon in der Antike entstanden und eng mit der Geschichte des Sees verbunden ist. Hier erhält man einen echten Einblick in die geschichtliche Entwicklung. Mit den Führungen ist für Kinder als auch für Erwachsene Spannung und Bildung toll miteinander verbunden.

Die Natur rund um den Gardasee mit unterschiedlichen Aktivitäten genießen

Natürlich gibt es nicht nur historische Bauwerke und Dörfer zu entdecken. Der Gardasee lockt vor allem mit seiner vielfältigen Natur, den nahen Alpen und den vielen Möglichkeiten sich sportlich zu betätigen. Es ist ein Paradies für Wanderer, die sowohl die unterschiedlichen Landschaften rund um den See aber auch die nahen Berge erkunden können. Es wird eine Vielzahl von begleiteten Touren in der Gruppe angeboten – aber natürlich kann man sich auch ganz auf eigene Faust auf Erkundungstour durch das Gebiet begeben und die Schönheiten der Natur hier ohne fremde Menschen entdecken.

Besonders die vielen Fahrradstrecken rund um den See sind bei Urlaubern sehr beliebt. In den meisten der Urlaubsorte kann man sich entspannt Fahrräder ausleihen oder man bringt die eigenen Bikes mit und macht sich auf die Strecke. Neben den bereits erwähnten Zielen empfiehlt sich natürlich auch ein Ausflug in das Hinterland, wo sich diverse kleinere Seen und Zuflüsse entdecken lassen . Auch die eine oder andere urige Taverne mit norditalienischer Küche wartet darauf besucht zu werden.

Städtetrips ganz bequem vom Gardasee aus starten

Venedig
Der Canal Grande mit der barocken Kirche Santa Maria della Salute, Bild: Phant / shutterstock

Vom Gardasee aus lassen sich einige der schönsten Städte Norditaliens in kürzester Zeit besuchen. Venedig ist beispielsweise nur rund 150 Kilometer entfernt und mit einer Busreise ist man in weniger als drei Stunden in der Stadt. Über die Stadt selbst muss man natürlich wenig sagen – Venedig ist weltbekannt und die Stadt der Kanäle ist besonders in den frühen Monaten des Sommers und im Herbst immer einen Besuch wert. Durch die Straßen zu schlendern und vielleicht eine Fahrt in den Kanälen zu machen, kann ein echtes Highlight für den Urlaub in Italien sein.

Nicht nur Venedig ist einen Ausflug wert, auch die Stadt Verona ist vom Gardasee aus schnell erreicht. Sie ist ein weniger bekanntes Ziel und weiß doch mit seinem ganz eigenen Charme zu punkten. Die historischen Bauten und die engen Gassen sind perfekt für die Suche nach kleinen Läden und tollen Restaurants, in denen man authentisch essen gehen kann. In Kombination mit einem Besuch in Mantua, das ebenfalls in der unmittelbaren Umgebung liegt, hat man also auch außerhalb der Metropole Venedig interessante Ziele für Städtereisen zur Verfügung, wenn es einem vom Land des Gardasees wieder in die Stadt zieht.

 

Manacor – eine schimmernde Perle sorgt für Aufschwung

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Wer von Westen kommt und Manacor erreicht, sieht an der Straße viel Beton: große Supermärkte, Tankstellen, Perlen- und Möbelfabriken. Dagegen hat das Zentrum der drittgrößten Stadt Mallorcas viel Charme und ist voller Kunstschätze. Besucher lieben Manacor erst auf den zweiten Blick. Das moderne Stadtwappen zeigt eine Hand, die ein Herz umschließt. „Man a cor“ heißt übersetzt „Hand aufs Herz“. Historiker pochen aber darauf, dass der Stadtname sich viel weniger poetisch von einem Berberstamm namens „Mancur“ ableitet.

Für Mallorca überraschend untouristisch

Neben der Stadt Manacor im Osten Mallorcas gehören noch elf weitere Orte zur Gemeinde. Die Stadt selbst ist überraschend untouristisch. Kenner behaupten, dass sie sich bis heute ihre mallorquinischen Eigenarten bewahren konnte. Hektik gehört nicht dazu. Die entspannte Lebensart der Manacori sei bekannt, heißt es, die nachmittägliche Siesta dauere trotz des sonst urbanen Lebens länger als anderswo auf der Insel. Touristisch wird es erst dort, wo Strände auf die Urlauber warten: in S’Illot, Porto Christo, Cales de Mallorca oder Cala Murada. Das sind nur einige der östlichen Gemeindeteile Manacors. In Son Macia verstecken sich wunderschöne Villen und Fincas mit Meerblick in Hügeln und an üppig-grünen Berghängen.

Die kleine Schwester von Palma kann sich sehen lassen

Die Innenstadt von Manacor überrascht die Urlauber mit uralten Wehrtürmen, prächtigen Gründerzeitbauten, großzügigen Fußgängerzonen, verschwiegenen Winkeln und hübschen Cafés, Bars und Bistros mit Tischen und Stühlen unter Zitronenbäumen. Hier lässt man sich das „Pa amb Oli“ – das typisch mallorquinische Brot mit Knoblauchmayonnaise gern schmecken. Rund um die Plätze Sa Bassa und Plaça Constitució lohnt sich ein Spaziergang. Jeden Vormittag findet auf dem Konstitutionsplatz ein Gemüsemarkt statt. Auf der Plaça Ramon Llull ist jeden Montag ein Wochenmarkt, auf dem man Mitbringsel kaufen kann. Vielleicht ein Salatbesteck aus Olivenholz?

Manacor ist für seine Oliv-Art bekannt. Die Atmosphäre in der Innenstadt mag ein wenig rustikaler sein als in der Inselhauptstadt Palma, doch Manacor braucht sich nicht zu verstecken. Wer auf Shopping aus ist, ist hier richtig, denn Boutiquen gibt es zuhauf. Über dem Trubel thront in der Mitte der Altstadt die mächtige, neogotische Kirche „Parròquia de la Mare de Déu dels Dolors“ mit wunderschönen bunten Fenstern, Heiligenfiguren und einem Kreuzgang. Sie ist wie die anderen Kirchen von Manacor sehenswert. Die Stadt bietet eine Vielzahl von Unterkünften – von einfachen Pensionen bis zu einem Luxus-Hotel mit fünf Sternen. Wer Originelles sucht, findet Luxus-Apartments, die in alten Schafställen untergebracht sind.

Von der Steinzeitsiedlung bis zu Wehrtürmen aus dem Mittelalter

Schon 2000 v. Chr. siedelten Menschen in Manacor. Reste steinzeitlicher Behausungen sind noch da. Die Siedlung S’Hospitalet Vell, die Archäologen auf 1500-1800 v. Chr. schätzen, überrascht mit der Ruine eines quadratischen Turms, einer Säule und einer riesigen Steinplatte als Decke. Auch in späteren Jahrhunderten spielten Türme eine Rolle. Im Mittelalter mussten die Herrenhäuser der adeligen Familien gegen Angreifer geschützt werden: Im zweistöckigen Torre dels Enagistes („Turm der Jesuiten“) aus dem 14. Jahrhundert, einer wahren Trutzburg, hat heute das „Museo de Historia de Manacor“ für Archäologie und Völkerkunde seinen Sitz. Zu sehen sind Exponate aus den vergangenen Jahrtausenden: Keramiken, Skulpturen, Mosaiken, Graffiti aus vielen Epochen und das Skelett einer mallorqinischen Höhlenziege, die leider ausgestorben ist.

Aufschwung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Noch bis ins 19. Jahrhundert lebten die Bewohner Manacors von Ackerbau und Viehzucht, Windmühlen dominierten die Landschaft. Doch in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts kam der industrielle Aufschwung. Während weiterhin Töpferei, Wein- und Likörproduktion eine Rolle spielten, wurde nun die Möbelherstellung und Perlenproduktion zu einem Wirtschaftszweig, der noch heute von großer Bedeutung ist. Manacor wurde eine reiche Stadt. Schuld daran ist vor allem ein Perlen-Imitat, das natürlichen Perlen oder Zuchtperlen ähnelt. Entwickelt hat es ein Deutscher. Der Fabrikantensohn Eduard Heusch aus Aachen (1865-1937) eröffnete 1902 die erste Perlenfabrik von Manacor und nannte sein Produkt „Perlas Majórika“. Das Besondere: Die Mallorca-Perle besteht aus organischem Material aus dem Meer und hat einen Glas-oder Steinkern. Ihre Perlmuttschichten sind nicht aus Perlmutt, sondern aus Fischschuppen und Muschelkalk – die speziell zu einer Art Perlmuttbrei aufbereitet werden. Dieser wird in vielen Schichten auf den Kern aufgetragen und mehrfach gehärtet. Der farbige Schimmer stammt von farbigen Mineralien. Schmuckexperten schätzen Mallorca-Perlen, weil sie robuster sind als Originale, sich aber kaum von den echten unterscheiden lassen.

Die Drachenhöhle mit klassischer Musik und Illumination

Rafael Nadal Tenniszentum in Manacor
Rafael Nadal Tenniszentum in Manacor, Bild: neme_jimenez / shutterstock

Wenn man Manacor hinter sich lässt und weiter gen Osten fährt, durquert man eine landschaftlich schöne Ebene. Hier hat der Tennisspieler Rafael Nadal – der aus Manacor stammt, Tennisplätze, Trainingscenter und eine Schule für den Tennis-Nachwuchs gebaut. Der Name Nadal begegnet einem hier überall, denn die Stadt ist stolz auf ihn. Weiter geht es in Richtung Porto Christo. Das Hafenstädtchen erinnert Besucher an den Bauboom der 60er-Jahre, als so manche Prachtbauten noch Parkplätzen weichen mussten. Doch auf keinen Fall verpassen sollten Besucher dort die Tropfsteinhöhle Coves del Drac. Erst 1896 ließ Mallorca-Forscher Ludwig Salvator sie durch eine Expedition erforschen und vermessen. Sie hat nicht nur Jahrmillionen alte, bizarr geformte Stalaktiten und Stalagmiten, sondern auch einen 180 Meter langen und 40 Meter breiten unterirdischen See, den Lago Martel. Die Drachenhöhle ist eine große Touristenattraktion. Die Wunderwelt der tropfenden Steine wird eindrucksvoll beleuchtet. Auf dem See lässt man ein Boot malerisch am Publikum vorbeiziehen. Darin sitzt ein Quartett, das stimmungsvoll klassische Musik spielt.

Darum ist die thailändische Massage so beliebt

Die thailändische Massage gibt es schon seit Jahrhunderten und aufgrund ihrer heilenden Eigenschaften gewinnt sie auch heute noch an Popularität. Eine traditionelle Thai Massage kann verwendet werden, um viele verschiedene Beschwerden und Zustände zu behandeln, einschließlich chronischer Schmerzen und Stress. Die Massage ist auch so beliebt, weil sie von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt wurde und für viele Menschen sehr erschwinglich ist, da sie weniger kostet als andere Massagen.

Vorteile einer Thai Massage

Eine thailändische Massage ist eine traditionelle Massage, welche tiefe Dehnung mit Druck kombiniert, um Ihnen zu helfen, sich zu entspannen. Die Massage ist eine Art Körperarbeit, die lange, fließende Striche und sanfte, kreisende Bewegungen verwendet, um die Auswirkungen von Stress und Angst zu reduzieren, die Durchblutung zu verbessern und die Flexibilität Ihrer Muskeln zu erhöhen. Die Massagetechnik kann auch helfen, Schmerzen bei chronischen Erkrankungen wie Arthritis oder Fibromyalgie zu lindern.

Thai-Massagen sind auch wegen ihrer therapeutischen Vorteile sowie ihrer entspannenden und beruhigenden Wirkung auf Geist und Körper beliebt. Sie sind eine großartige Möglichkeit, Spannungen nach einem langen Tag bei der Arbeit oder in der Uni abzubauen.

So läuft eine Thai Massage ab

Die Thai-Massage beginnt meistens mit einem Fußbad in warmem Wasser, das hilft, die Muskeln zu entspannen, bevor die Masseurin mit der Arbeit am Kunden beginnt. Als nächstes kommt eine leichte Ölmassage auf Rücken und Nacken, bevor sie sich wichtigeren Bereichen wie Armen und Beinen widmen. Danach gibt es ein ausgiebiges Kneten der Muskeln mit beiden Händen, was hilft, Spannungen in den Muskeln zu lösen, bevor mehr Druck mit Fingern, Handflächen und Daumenballen ausgeübt wird. Der Kunde ist bei der Massage vollständig bekleidet.

So erkennen Sie ein gutes Thai Massage Studio

Wenn Sie nach einem guten traditionellen Thai-Massagestudio suchen, finden Sie hier einige hilfreiche Tipps, die Ihnen helfen können. Stellen Sie sicher, dass es viele gute Bewertungen von seinen früheren Kunden auf verschiedenen Websites wie Yelp und Google hat. Diese Bewertungen können Ihnen eine Vorstellung davon geben, wie gut das Massagestudio abschneidet und ob es vertrauenswürdig ist oder nicht.

Bei der Suche nach einer guten Thai Massage in der Nähe können Sie weitere Faktoren berücksichtigen. Hier sind einige der wichtigsten Faktoren:

  1. Ort – Sie sollten ein Studio finden, das leicht zugänglich und in der Nähe Ihres Hauses oder Büros ist.
  2. Massagequalität – Die Qualität der Massage ist wichtig, also stellen Sie sicher, dass Sie wissen, was Sie wollen, bevor Sie in ein Studio gehen, das zahlreiche Dienstleistungen anbietet.
  3. Preis – Schauen Sie sich verschiedene Studios in Ihrer Nähe an und finden Sie heraus, welches das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.
  4. Öffnungszeiten – Stellen Sie sicher, dass Sie wissen, zu welchen Zeiten das Massagestudio geöffnet ist, damit Sie bei Bedarf entsprechend vorausplanen können.

Wie oft sollte man zur Thai Massage gehen?

Thai-Massage
Bild: Kittibowornphatnon / shutterstock

Es gibt keine festgelegten Richtlinien, wie oft Sie zu einer Thai-Massage gehen sollten. Die Häufigkeit hängt von Ihrem Gesundheitszustand ab und davon, wie viel Zeit Sie für den Heilungsprozess aufwenden müssen. Wenn Sie Ihre Gesundheit verbessern und die Vorteile der Thai-Massage optimal nutzen möchten, dann planen Sie am besten alle zwei Wochen eine ein.

Eine Thai-Massage ist allerdings nicht geeignet für diejenigen, die starke Muskelverspannungen haben, da sie die Verspannungen verstärken und Schmerzen verursachen können. Es ist auch nicht geeignet für Menschen mit Herzproblemen, Bluthochdruck oder Diabetes.

Was kostet eine Thai Massage durchschnittlich in Deutschland

Die Kosten für eine Thai-Massage können je nach Anzahl und Dauer der Sitzungen pro Tag und dem Ort, an dem sie gegeben werden, variieren und liegen in Deutschland bei etwa 55 € für 60 Minuten traditionelle Thai Massage. 

Fazit:

Es wird angenommen, dass Thai-Massagen einige gesundheitliche Vorteile haben, wie z. B. die Linderung von Schmerzen bei Arthritis, die Linderung von Muskelverspannungen, die Verbesserung der Durchblutung, die Verringerung von Müdigkeit und die Verbesserung der Schlafqualität.

Die Kokosinseln im Indischen Ozean: Ein Paradies für Taucher und Strandurlauber

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Wer auf den Kokosinseln Ferien machen möchte, sollte sich zunächst einmal mit der genauen Bezeichnung der Inselgruppe, die im Indischen Ozean zu finden ist, vertraut machen. Denn neben der Titulierung als Kokosinseln ist das Archipel auch noch unter dem Namen Keelingsinseln bekannt. Die Kokosinseln sind ein Außengebiet Australiens, wenngleich sie 2.930 Kilometer von der nächstgelegenen australischen Stadt Perth entfernt angesiedelt sind.

Die Kokosinseln werden deshalb Kokosinseln genannt, weil die Inselgruppe für ihren starken Bestand an Kokospalmen bekannt ist – Sie trägt deren Abbildung sogar auf ihrer Flagge. Die zum Atoll gehörenden Inseln weisen in der Summe eine Gesamtfläche von etwa 14 Quadratkilometern auf. Weiterhin sind die Kokosinseln überaus dünn besiedelt. Nur etwa 550 Einwohner verteilen sich über die insgesamt 27 Inseln. Wer auf Ruhe und Abgeschiedenheit setzt und nach traumhaften Stränden sucht, ist hier genau richtig. Die Durchschnittstemperaturen auf den Kokosinseln liegen das ganze Jahr über um die 30 Grad, was die Inseln zu einer perfekten Bade- und Tauchdestination macht.

So reist man auf die Kokosinseln an

Kokosinseln in Australien
Wer Ruhe und Entspannung sucht ist auf den Kokosinseln gut aufgehoben, Bild: Bildagentur Zoonar GmbH / shutterstock

Zugegeben, die Kokosinseln sind in der Tat nicht ganz einfach zu erreichen. Für einen Kurzurlaub von Europa aus eignen sie sich deshalb nicht, da der Aufwand, der mit der Anreise verbunden ist, hierfür schlicht zu hoch wäre. Wer aber beispielsweise ohnehin nach Australien reist, für den lohnt sich ein Abstecher auf die paradiesische wirkenden Inseln. Am besten startet man von Australien aus. Besonders gut eignet sich als Ausgangspunkt die australische Metropole Perth, die ganz im Westen des Landes und damit vergleichsweise nahe an den Kokosinseln liegt. Die Flugzeit von Perth aus beträgt ungefähr 4,5 Stunden. Es werden Direktflüge angeboten. Der Flughafen der Kokosinseln befindet sich auf deren Hauptinsel West Island. Von dort aus können Touristen dann mit dem Boot auf die anderen Inseln des Archipels übersetzen.

Das sollte man bei einer Reise auf die Kokosinseln beachten

Eine Reise auf die Kokosinseln lohnt sich vor allem für Strandliebhaber und Taucher. Beide finden hier die besten Bedingungen vor. Allerdings sollte man, trotz der ganzjährig angenehmen Temperaturen, am besten in den Monaten Juni bis November anreisen. Denn außerhalb dieses Zeitraums kann es starke tropische Wirbelstürme auf den Kokosinseln geben. Außerdem kommt es zwischen Dezember und April verstärkt zu lange anhaltenden Regenfällen. Mit der Kommunikation sollte es auf den Kokosinseln keine Probleme geben. Da die Inseln stark an Australien orientiert sind, ist Englisch die Amtssprache des Archipels. Gezahlt wird hier zudem mit dem australischen Dollar. Das Klima ist tropisch, was bedeutet, dass die auf allen Inseln des Atolls herrschende Luftfeuchtigkeit stets sehr hoch ist. Wer gesundheitliche Einschränkungen hat, sollte vor einer Reise auf die Kokosinseln ein Informationsgespräch mit seinem Arzt führen und prüfen, ob ein Aufenthalt in tropischem Klima empfohlen werden kann.

Die Strände der Kokosinseln

Eines muss gleich zu Beginn gesagt werden, wenn über Badeurlaub auf den Kokosinseln gesprochen wird: Im Grunde ist es völlig egal welchen der hiesigen Strände Touristen gerne aufsuchen möchten, die Kokosinseln haben schließlich nichts anderes als Traumstrände zu bieten. Überall und auf allen zugehörigen Inseln bestechen die Strände durch allerfeinsten, nahezu weiß schimmernden Sand. Davor erstreckt sich klares türkisblaues Wasser dessen Temperatur immer um die 25 Grad liegt. Natürlich können überall hoch gewachsene Kokospalmen erwartet werden. Auf den größeren Inseln sind die Strände ein wenig belebter, doch niemals überlaufen.

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Mehr Informationen

Wer ein wenig Infrastruktur haben möchte, sonnt sich am besten hier. Neben sanitären Anlagen gibt es oft auch ein Café oder eine kleine Strandbar, oder Hängematten sowie Strandliegen zum Ausleihen. Allerdings sollten Touristen, die auf diese Dinge Wert legen, sich immer vorab informieren, wie gut der angesteuerte Strand ausgestattet ist. Wer am Strand die Einsamkeit vorzieht hat etliche Optionen einen Traumstrand ganz für sich alleine zu haben. Lange Strandspaziergänge zu zweit sowie das Erleben romantischer Sonnenuntergänge sind auf den Kokosinseln sehr einfach zu bewerkstelligen.

Spannende Tauchabenteuer auf den Kokosinseln

Egal, ob Schnorchler, Tauchanfänger oder Tauchprofi: auf den Kokosinseln werden alle Freunde einer farbenfrohen und natürlichen Unterwasserwelt glücklich. Vor allem im nördlichen Teil der Inselgruppe reiht sich ein spektakuläres Tauchrevier an das nächste. Besonders zu empfehlen sind dabei die Reviere, die auf dem Gebiet des Pulu-Keeling-Nationalparks liegen. Säugetiere sucht man im Pulu-Keeling-Nationalpark vergebens. Allerdings gibt es dort die unterschiedlichsten Vogel- und Schildkrötenarten zu bestaunen.

Weiterhin können Taucher im Nationalpark nicht weniger als 99 unterschiedliche Steinkorallenarten entdecken. Neun davon sind exklusiv nur auf den Kokosinseln zu finden. Sie kommen weltweit nirgends sonst vor. Dazu gesellen sich 528 verschieden Fischarten, knapp 500 Unterwasserschneckenarten und mehr als 100 verschiedene Muschelarten. Garantiert wird auch der versierteste Taucher hier die ein oder andere Neuentdeckung machen können. Schnorchler besuchen darüber hinaus gerne die Direction Island, da sie hier beste Schnorchelbedingungen in flachem Wasser vorfinden

Top 10 in Hamburg: Das sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

Hamburg begeistert mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die teilweise eine lange Geschichte haben. Verschiedene dieser Sehenswürdigkeiten können sogar kostenlos erkundet werden, wie die interaktive Karte „Hamburg für jeden Geldbeutel“ zeigt. Andere Sehenswürdigkeiten kosten nur wenig, doch gibt es auch verschiedene Ziele für das etwas größere Budget. In jedem Fall ist Hamburg eine Reise wert, egal, ob für einen Kurzurlaub oder ein verlängertes Wochenende.

1. Das größte Lagerhausensemble der Welt – die Speicherstadt

Interaktive Map mit Freizeitaktivitäten
für jedes Budget

Der Gebäudekomplex der Hamburger Speicherstadt gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO und beherbergt verschiedene Sehenswürdigkeiten. Bei einem Besuch in der Speicherstadt sollten das Internationale Maritime Museum, das Deutsche Zollmuseum und das Speicherstadt Museum auf dem Programm stehen. Kaffeefreunde sollten die Kaffeerösterei nicht verpassen.

2. Hamburg in Miniaturausgabe – das Miniatur Wunderland

Wer die Speicherstadt besucht, kann einen Besuch im Miniatur Wunderland einplanen, das Hamburg im Maßstab 1:87 zeigt und gegenwärtig eine Ausstellungsfläche von 1.500 Quadratmetern umfasst. Es gibt verschiedene Sonderausstellungen.

3. Karoviertel in St. Pauli

Einst war das Karoviertel in St. Pauli ein Armenviertel. Heute laden viele Restaurants, Cafés und Bars zum Verweilen ein. Es gibt auch elegante Boutiquen.

Hamburg, Elbphilharmonie
Die Elbphilharmonie, Bild: sunfun/shutterstock

4. Die Elbphilharmonie als Wahrzeichen

Die Elbphilharmonie ist ein Konzerthaus und das Wahrzeichen von Hamburg. Sie wurde 2016 fertiggestellt und zeichnet sich durch eine gute Akustik aus. Klassische Konzerte werden dort ebenso aufgeführt wie moderne Events. Einen hervorragenden Blick auf die Stadt bietet die Plaza als Verbindung zwischen der gläsernen Fassade und dem alten Kaiserspeicher.

5. Blankeneser Treppenviertel mit 5.000 Stufen

Das Blankeneser Treppenviertel mit seinen 5.000 Stufen verlangt eine gute Kondition. Es begeistert mit schönen Häusern am Elbhang und verwinkelten Gassen. Der Süllberg ist mit 72 Metern die höchste Erhebung und bietet einen schönen Panoramablick auf Hamburg.

6. Planten un Blomen als großzügiger Park

Wer in der Natur entspannen will, kann das im 47 Hektar großen Park Planten un Blomen mit dem Wallgraben und vielen kleinen Seen. Für einen Besuch der Parkanlage mit verschiedenen Gärten wie Japanischem Garten, Rosengarten und Botanischem Garten sollten mehrere Stunden eingeplant werden.

7. Meistbesuchtes Sternentheater Deutschlands: Planetarium Hamburg

Das Planetarium Hamburg ist das meistbesuchte Sternentheater Deutschlands und eines von neun Großplanetarien. Es befindet sich in einem ehemaligen Wasserturm und ist eines der dienstältesten Sternentheater weltweit. Die Technik und das wechselnde Programm sind faszinierend. Einen schönen Blick auf die Stadt bietet die Aussichtsplattform.

8. Ein Markt mit Tradition: Hamburger Fischmarkt

Wer echten Marktschreiern beim Anpreisen ihrer Ware zusehen und zuhören möchte, sollte früh aufstehen. Der Hamburger Fischmarkt öffnet immer sonntags von 05:00 Uhr bis 09:30 Uhr. Beim traditionellen Markttreiben in Hamburg werden nicht nur frische Fische, sondern auch andere Waren verkauft.

9. Alster und Alsterpark mit vielen Möglichkeiten

Die Hamburger Alster teilt sich in Binnenalster und Außenalster. Um die Alster herum befindet sich der Alsterpark mit vielen Möglichkeiten zum Entdecken oder Entspannen. Über die Alster erstreckt sich ein Hochbauviadukt. Der Park bietet viele Liegewiesen, Bäume, und Plastiken von verschiedenen Künstlern. Wer mehr von Hamburg vom Wasser aus sehen möchte, entscheidet sich für eine Fahrt mit Tretboot oder Kanu.

10. Der Alte Elbtunnel im neuen Glanz

Ein technisches Meisterwerk ist der Alte Elbtunnel, der unter der Elbe die Landungsbrücken mit dem Hafengebiet in Steinwerder verbindet. Er ist autofrei und kann mit dem Fahrrad oder zu Fuß erkundet werden. Er ist rund um die Uhr geöffnet und zeigt verschiedene Motive auf Kacheln. Der Tunnel wurde aufwendig saniert.

 

Wernigerode – Kurzurlaub im Harz

Wernigerode, die bunte Stadt im Harz. Dieser von Hermann Löns geprägte Spruch ist auch heute noch das Motto der Stadt. Mitten im Harz gelegen ist Wernigerode aber nicht einfach nur bunt, sondern vor allem ein staatlich anerkannter Erholungsort. Generationen von Deutschen und von Reisenden aus dem Ausland haben die wunderbare Luft im Harz genutzt, um sich von den Strapazen des Urlaubs zu erholen. Auch heute ist die Stadt noch eines der absoluten Highlights von Sachsen-Anhalt und lädt vor allem zu einem Kurzurlaub im Harz ein.

Der Kurzurlaub im Harz

Schloss Wernigerode
Schloss Wernigerode, Perekotypole / shutterstock

Der Harz ist eines der Gebiete von Deutschland, die fast jedem vom Namen her bekannt sind, in denen aber die meisten Menschen tatsächlich niemals waren. Dabei lockt das Zentralgebirge der Bundesrepublik nicht nur mit einer beeindruckenden Geschichte und vielen Sehenswürdigkeiten, sondern natürlich vor allem mit einer tollen Natur und vielen Möglichkeiten für die Erholung und dem Abstand vom Alltag. Alleine die Möglichkeiten zum Wandern im Harz sind weit über die Fans des Sports hinaus bekannt. Wer also noch nie im Harz war – Wernigerode ist nur eines von vielen Zielen, das sich für einen Kurzurlaub lohnt.

Die Stadt Wernigerode ist allerdings ganz ohne Zweifel eine er besten Möglichkeiten für einen ersten tollen Eindruck vom Harz, den Städten und den Menschen. Mit seiner Altstadt und den vielen historischen Bauten, hat man eigentlich immer etwas für das Auge. Dabei spielt das Motto “Die bunte Stadt” eine ganz besondere Rolle. Es fällt sehr schnell auf, dass die Gebäude rund um den Marktplatz in den verschiedensten Farben angemalt sind, dass bunte Dekorationen in der Stadt eine wichtige Rolle spielen und das graue norddeutsche Wetter hier keine Chance hat, die Laune zu trüben. Die Stadt lebt das Motto und das fällt bereits in den ersten Minuten auf, in denen man durch die Stadt läuft.

Was sollte man in Wernigerode gesehen haben?

Wernigerode hat sich ganz und gar auf die Touristen eingestellt, die hier das gesamte Jahr einziehen. Besonders in der Winterzeit ist der Stadtkern ein einziges Lichterfest, da auch der hiesige Weihnachtsmarkt über die Grenzen der Region bekannt ist und besonders im Schatten der vielen historischen Gebäude natürlich noch einmal seinen eigenen Charme hat. Wer also für einen Kurzurlaub in den Harz möchte, sollte sich besonders im Herbst und Winter umschauen. Die kulturellen Veranstaltungen finden sich aber über das gesamte Jahr verteilt. Besonders zur Walpurgisnacht erwacht der Harz mit den Legenden rund um die Hexen zum Leben und viele Veranstaltungen, Feiern und Tänze begleiten das Geschehen.

Generell ist der Stadtkern einen Besuch wert. Hier gibt es nicht nur die meisten Geschäfte und Restaurants zu finden, die alten Häuser rund um den Marktplatz zeugen noch davon, dass die Stadt doch schon eine lange Historie hat. In dieser Form besteht der Marktplatz teilweise seit dem späten 16. Jahrhundert und hat seitdem nur nach dem Krieg einige Restaurierungen erlebt. Ein weiteres Zeugnis der einstigen Bedeutung von diesem Gebiet ist das Wernigeröder Schloss. Es kann das gesamte Jahr besichtigt werden und macht nicht nur im Winter eine gute Figur, wie es über dem Harz thront und mit seinen beachtlichen Türmen ein herrliches Motiv für Postkarten ergibt.

Das “kleinste Haus”, ein wunderschönes altes Fachwerk-Haus, das besonders aufgrund seiner kleinen Größe bekannt ist, lohnt sich ebenso für einen Besuch wie das Luftfahrtmuseum von Wernigerode. Alles in allem ist sowohl im Bereich der Kultur, der Musik und der Gastronomie eine Menge in der Stadt geboten. Man sollte den kurzen Urlaub in Wernigerode nämlich nicht beendet haben, ohne wenigstens einmal in einem der urtümlichen Restaurants der kleinen Stadt gewesen zu sein, die wunderbare Küche aus dem Herzen von Deutschland auf ihren Speisekarten haben.

Unternehmungen und Übernachtungen beim Kurzurlaub in Wernigerode

Rathaus von Wernigerode
Rathaus von Wernigerode, Bild: lunamarina / shutterstock

Kaum ein anderes Gebiet in Deutschland lädt zu so vielen Aktivitäten wie der Harz ein. Entscheidet man sich zu einem Kurzurlaub in der Region, kommt es immer auf die Jahreszeit an. Im Winter ist man schnell oberhalb der Schneefallgrenze und findet einige interessante Skiregionen im Harz, in denen man besonders im tiefen Winter den Wintersport mit allen seinen Facetten genießen kann. Man ist allerdings nicht auf Ski oder Rodelschlitten begrenzt, sondern kann die wunderschöne Landschaft bei einer Wanderung genießen und den Harz auf sich wirken lassen. Das geht natürlich noch besser im Herbst und im Frühling, wenn sich der Harz von seiner grünen Seite zeigt und die weiten Wälder auf den Bergen sich mit der Folklore verbinden und den vielen Sagen und Legenden, die mit dieser Region von Deutschland verbunden sind.

Auch beim Thema Unterkünfte haben es Urlauber im Harz eigentlich recht einfach. In Wernigerode selbst gibt es viele Angebote – mit ein wenig Glück lässt sich sogar direkt neben dem historischen Rathaus übernachten. Ansonsten hat sich der Tourismus hier auf die vielen Urlauber eingestellt und bietet vom Spa-Hotel bis zur einfachen Übernachtung für Begeisterte des Wintersports Übernachtungen in allen Formen und für alle Preisklassen an.