Peru – das faszinierende kulturelle Erbe großer Kulturen

Machu Picchu, Peru

Faszinierende Landschaften und eine der größten Artenvielfalten dieser Erde, sowie unzählige Naturschätze prägen Peru ebenso wie ein jahrtausendealtes kulturelles Erbe. Die heiligen Städte und Stätten des Landes üben eine ganz besondere Anziehungskraft auf Besucher aus, denn sie gehen zurück auf die Hochkulturen des südamerikanischen Kontinents. Die Schönheit Perus spiegelt sich sowohl in der Natur als auch in den Sehenswürdigkeiten und ganz besonders in der Gastfreundschaft, die Reisenden entgegengebracht wird.

Perus „Weiße Stadt“

Huaytapallana
Huaytapallana in den Anden, Bild: Milton Rodriguez / shutterstock

Peru blickt auf eine bewegte und interessante Geschichte zurück, die bis heute noch die Bevölkerung des Landes prägt. Dies spiegelt sich nicht zuletzt in den Weltkulturerbestätten wider. Zu den schönsten Städten des Landes zählt Arequipa. Die sogenannte „Weiße Stadt“ liegt in den Anden auf einer Höhe von 2.300 Metern und alle Bauwerke sind aus hellem Vulkangestein erbaut.

Als größte Stadt im Süden des Landes bietet Arequipa einige architektonische Schmuckstücke und Sehenswürdigkeiten. Die Besonderheit der Stadt ist ihr lateinamerikanisches Ambiente, denn viele der Gebäude entstanden während der spanischen Kolonialherrschaft. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch des Klosters Santa Catalina, denn die Klosteranlage ist fast wie eine kleine Stadt in der Stadt und besteht aus mehreren Komplexen, die durch kleine Gässchen verbunden sind.

Auf den Spuren der Inkas

Lima, Peru
Blick auf Lima, Bild: Christian Vinces / shutterstock

Wer an Peru denkt, denkt automatisch an die Inka-Kultur und die antike Stadt Machu Picchu, die mitten in den Anden liegt. Auch heute noch ist diese Stadt sehr beeindruckend. Zwischen den Mauern finden sich Brunnen, Wasserbecken, Tempelanlagen und Altare. Die traumhafte Stadt ist auf mehreren Wegen erreichbar. Sicherlich ist es bequem per Bahn oder Bus die Stadt aufzusuchen, doch weitaus interessanter ist es zu Fuß den bekannten Inka-Trail zu gehen und den mühevollen Aufstieg auf sich zu nehmen, denn dies wird mit atemberaubenden Ausblicken belohnt und die Wanderung ist ein unvergessliches Erlebnis.

Bis heute ist nicht geklärt, zu welchem Zweck die Stadt Machu Picchu in den Anden erbaut wurde. Doch gerade dies verstärkt den Reiz dieser außergewöhnlichen Stadt noch, denn ob es nun eine Kultstätte, die letzte Hauptstadt des Reiches oder ein königlicher Kurort war, wird wohl für immer ein großes Geheimnis bleiben.

Das achte Weltwunder in der Wüste Perus

Vinicunca, Peru
Der Vinicunca, Bild: emperorcosar / shutterstock

In der Atakama Wüste Perus finden sich die Nazca Linien. Vor mehr als 2.000 Jahren wurden östlich der Anden kilometerlange Formen und mythische Gebilde in die Erde eingebracht. Entdeckt wurden die Nazca Linien 1927 bei einem Flug über die Wüste. Die vollständigen Ausmaße des Linienlabyrinths lässt sich nur aus der Luft erfassen. Zwar ist heute bekannt, dass die Erdzeichnungen auf die Nazca-Kultur zurückgehen, die zwischen 200 v. Chr. bis 800 n. Chr. die Region bevölkerte, jedoch ist die Bedeutung bis heute unklar.

Chan Chan – die aus Lehm erbaute Stadt

An der Pazifikküste Perus liegt die traumhafte Stadt Chan Chan, die einst Hauptstadt der Chimú-Kultur war. An Bedeutung verlor die Stadt mit der ERoberung durch die Inkas. Wer Chan Chan besucht erliegt sofort den zahlreichen Lehmbauten, die sich über eine riesige Fläche erstrecken. Die zauberhafte Lehmstadt ist eine der 12 UNESCO-Weltkulturerbestätten Perus. Besonders beeindruckend sind die großen Festsäle der Stadt und die Tempelanlagen.

Die schützenswerte Natur in Peru

Lima, Bild: Skreidzeleu / shutterstock

Landschaftlich ist Peru eines der abwechslungsreichsten Länder der Welt. So finden sich drei unterschiedliche Landschaftszonen, von denen jede ihre klimatischen Besonderheiten aufweist. So unterteilt sich das Land landschaftlich in die Küste, das Hochland und den Regenwald. Entsprechend ist eine Reise durch Peru sehr anregend und es lässt sich gerade in den Regenwäldern eine traumhafte Flora und Fauna entdecken. Unter anderem lockt das Schutzgebiet Manú-Biosphärenreservat. Das UNESCO-Welterbe ist nur eines von zahlreichen Schutzgebieten Perus, denn das Land verzeichnet 15 Nationalparks, 15 Naturreservate, 9 Schutzgebiete, 4 historische Schutzgebiete, 8 kommunale Schutzgebiete für indigene Völker und noch einige weitere.

Das Facettenreichtum von Peru genießen

Cusco, Peru
Cusco, einst Hauptstadt des Inkareiches, Bild: sharptoyou

Auch wenn Peru noch zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten aus unterschiedlichsten Kulturen bietet, so ist es doch lohnend, nicht nur von einer Sehenswürdigkeit zur anderen zu eilen. Peru zählt nämlich auch zu den Reisezielen, deren Faszination eng mit der Lebensart des Landes zusammenhängt. Entsprechend lohnt es sich, die bunten Märkte des Landes zu besuchen und den Kontakt zu den Einheimischen zu suchen. Auch wenn die Bevölkerung finanziell meist eher schlecht gestellt ist, genießen die Peruaner das Leben, sind stolz auf ihre Geschichte und sehr gastfreundlich.

Eine Einladung sollte man in keinem Fall ablehnen, denn Peruaner sind stolz Gästen Einblicke in ihr Leben zu gewähren und diese auch zum Essen einzuladen. Neben dem bekanntesten Gericht Perus, dem Ceviche, was aus in Limette eingelegten Fisch besteht, bietet die peruanische Küche auch viele Speisen mit Hähnchen, Kartoffeln und Co. Aber auch für Europäer ungewohnte Zutaten wie Meerschweinchen und Alpaka Steak stehen auf dem Speiseplan. Bei den Getränken steht Pixo Sour, ein alkoholisches Mixgetränk ganz hoch im Kurs, aber auch die Inca Kola ist weit verbreitet. Gegen Höhenkrankheit haben Peruaner übrigens auch etwas auf dem Speiseplan, denn Mate de Koka und Koka-Blätter, sollen gegen Magenprobleme und Müdigkeit helfen. Koka-Blätter können Übringens einfach gekaut werden und müssen nicht unbedingt verarbeitet werden.

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