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Sonntag, März 8, 2026
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Alaska – Last Frontier und nordamerikanisches Naturwunder

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Im Norden der USA liegt ein Naturparadies, das einen Großteil der faszinierenden Wildnisgebiete Nordamerikas behütet. Unberührte Schnee- und Eislandschaften sowie exotische Flora und Fauna entfalten sich in Alaska. Ob Whale Watching, ein Roadtrip auf dem Alaska Highway oder eine Tour mit der Alaska Railroad – wer den kalten Norden der USA besucht, taucht fast automatisch in unvergessliche Naturwelten ein. Anchorage, Seward und Juneau bieten dabei einen Einblick in den Lebensalltag des Landes. Die dünn-besiedelte und außergewöhnliche Naturszenerie aus gigantischen Gletschern, den höchsten Bergen Nordamerikas und artenreicher Wildnis hat sich den Spitznamen The Last Frontier sichtbar verdient.

Gletscher, Berge, Seen – Das natürliche Alaska

Nichts weniger als der größte Bundesstaat der USA entfaltet sich im Nordwesten des nordamerikanischen Kontinents, durch Kanada getrennt vom restlichen Bundesgebiet: Alaska. Tausende Seen, etwa 100.000 gletscherartige Formationen und über 200.000 km² unberührte Wildlandschaften prägen den außergewöhnlichen US-Bundesstaat. Insgesamt behütet Alaska mehr als 50 Prozent der US-amerikanischen geschützten Wildnis. Einen Nachweis bieten die zahlreichen Nationalparks – vom Denali-Nationalpark über den Glacier-Bay-Nationalpark bis zum Wrangell-St.-Elias-Nationalpark. Letztere beiden beherbergen international anerkanntes UNESCO-Welterbe. Derlei außergewöhnliche Landschaften beweisen: Alaska ist ein Naturparadies im Norden der USA.

Denali Nationalpark in Alaska
Denali Nationalpark in Alaska, Bild: Marc Cappelletti / shutterstock

Als meist besucht gilt der Denali-Nationalpark im Herzen des Landes. Hunderttausende Besucher zieht es jährlich in das Naturgebiet, das sich auf mehr als 19.000 km² ausbreitet. Im Jahr 1917 gegründet, formiert sich der Park um den namensgebenden Berg, dem höchsten Nordamerikas. 6190 Meter Höhe machen den Denali zu einem der Seven Summmits, den höchsten Bergen der Kontinente. Bereits von Weitem bildet er ein atemberaubendes Fotomotiv, das sinnbildlich für die unberührte und mächtige Natur Alaskas steht. Der Denali-Nationalpark entfaltet sich im nördlichen Teil der Alaska Range, die sich bis zum Yukon Kanadas erstreckt. Die außergewöhnliche Naturwelt beherbergt wilde Tiere wie Grizzlybären, Wölfe, Elche und über 160 teils exotische Vogelarten. Der Park ist streng naturgeschützt und nur auf ausgewählten Routen zu erreichen: ob über den George Parks Highway beginnend in Anchorage oder per Alaska Railroad.

Überhaupt gibt es nur wenig schönere Wege, das Herz Alaskas zu erkunden, als über die Alaska Railroad. Wer die Region aus einer anderen Perspektive kennenlernen möchte, bekommt durch die berühmte Eisenbahn eine Route von Seward über Anchorage bis Fairbanks geboten. Die szenische Strecke führt durch Alaskas Natur und Landschaften und bietet eine komfortable Alternative zum Roadtrip. Dabei bieten einige der Eisenbahntouren auch integrierte Besichtigungsmöglichkeiten an. Eine traumhafte Strecke bietet auch der Alaska Highway, der als eine der schönsten Panoramarouten für einen Roadtrip auf der Welt gilt. Er führt von British Columbias Dawsons Creek von Kanada durch den Yukon nach Fairbanks. Lange Abschnitte der mehr als 2.000 km langen Straßen führen durch unberührte Wildnis. Wer einen szenischen Roadtrip durch Alaska plant, sollte sich die Route nicht entgehen lassen.

Nicht nur in Nordeuropa, sondern auch in Alaska entfalten sich die berühmten Nordlichter. Wer Glück hat, kann in Nationalparks wie dem Denali in entsprechenden Jahreszeiten das farbenfrohe Naturschauspiel beobachten. Doch auch das UNESCO-Welterbe Glacier-Bay-Nationalpark liefert gute Gründe für einen Besuch. Highlights sind die namensgebenden Gletscher, die jährlich hunderttausende Besucher anziehen. Geführte Touren und Schiffsrouten führen zu den bekannten Sehenswürdigkeiten des Parks, darunter an die Ränder einiger der etwa 100 Gletscher des ausgewiesenen Parkgebiets. Als besonders naturbelassen und unberührt gilt der Wrangell-St. Elias National Park & Reserve, der nicht nur der größte Nationalpark des Landes ist, sondern mit mehr als 3,6 Millionen Hektar das größte zusammenhängende Wildnisgebiet der USA formt. Hier liegen 9 der 16 höchsten Erhebungen der Vereinigten Staaten – sowie das Kennecott Mines National Historic Landmark, eine einstige Kupfermine, die heute zu den Touristenattraktionen Alaskas zählt.

Anchorage, Seward, Juneau – Alaska aus der städtischen Perspektive

Blick auf Anchorage
Blick auf Anchorage, Bild: Rex Lisman / shutterstock

Die Hauptstadt Alaskas, Juneau, ist selbst in ein szenisches Naturgebiet eingelassen. An der Meerenge Gastineau Channel gelegen, befindet sich der Glacier-Bay-Nationalpark weniger als 100 km entfernt. Etwa 15 km vor den Stadttoren ruht der Mendenhall Glacier, der dem Juneau Icefield zugerechnet wird. Für Besucher wurde das Mendenhall Glacier Visitor Center vor Ort eingerichtet, das in normalen Jahren etwa eine halbe Millionen Besucher jährlich begrüßt – und einen übersichtlichen Einblick in die Geschichte des bedeutenden Gletschers liefert. Die Hauptstadt Juneau bildet die Heimat für etwa 30.000 Einwohner – und ist nicht nur ein politisches Zentrum Alaskas, sondern auch ein wichtiger Zugangspunkt zur Natur des US-Bundesstaates. Unweit liegt auch das Naturparadies Tongass National Forest.

Mit großem Abstand bildet Anchorage die größte Ansiedlung Alaskas, Heimat von etwa 290.000 Einwohnern. Anchorage ist damit ein wichtiges kulturelles und infrastrukturelles Zentrum des Landes. Hier gibt es den Alaska Botanical Garden, den Alaska Zoo und das Anchroage Museum zu besuchen. Letztes bietet ein tieferes Verständnis für Land, Kunst und Geschichte Alaskas. Zu den renommierten Museen des Landes zählt außerdem das kulturhistorische University of Alaska Museum of the North in Fairbanks, das einen facettenreichen Einblick in die reiche Kulturgeschichte Alaskas darbietet. Eher beschaulich im Vergleich präsentiert sich die 2.000-Einwohner-Gemeinde Seward im Süden des Landes, die jedoch nicht unbegründet zu den Touristenattraktionen Alaskas zählt. Gelegen am szenischen Resurrection Bay, hebt es sich als ein Tor zur Natur Alaskas hervor: ob durch örtliche Boots- und Hubschraubertouren oder dem von hier aus beliebten Whale Watching. Ob Juneau oder Seward: Die faszinierende Natur Alaskas ist auch hier nur wenige Kilometer entfernt.

Louisiana – Heimat des Jazz

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Louisiana hat viele Gesichter und ist von einer einzigartigen Sumpflandschaft durchzogen. Die Menschen lieben die Klänge des Blues und des Jazz, das Essen ist scharf und der Mississippi beendet hier seine 4000 Kilometer lange Reise durch die USA. Die Städte sind voller Musik und die Strände selbst im Sommer menschenleer. Doch das ist noch längst nicht alles, was Louisiana zu bieten hat.

New Orleans: Heiße Rhythmen vor nostalgischer Kulisse

New Orleans, French Quarter
Das French Quarter von New Orleans, Bild: f11photo / shutterstock

In New Orleans wurde der Jazz erfunden und er ist bis heute allgegenwärtig. Das Leben ist lässig und jeder schwingt seine Hüften zu der heißen Musik. Der French Quarter ist das Herzstück der Stadt. Nirgendwo sind sie Cocktails hochprozentiger und das Essen schärfer. Am Abend wimmelt es nur so von Straßenmusikern und dann verwandelt sich die Stadt in eine Open-Air-Tanzfläche. Hier verschmelzen die Kulturen der Einwanderer auf harmonische Art: Hinter den historischen Fassaden der Häuser verbergen sich kleine Läden mit einem faszinierenden Warenangebot. Kunstinteressierte aus ganz Amerika suchen hier nach Schätzen und in den Second-Hand-Läden kann man ein echtes Schnäppchen machen. Jedes Viertel der Stadt ist anders gestaltet und lebendige Meisterwerke der Architektur reihen sich aneinander. Besucher brauchen viele Tage, um New Orleans zu entdecken. Langweilig wird die Stadt nie.

Der Mississippi ist die Lebensader

Mark Twain machte den Mississippi mit den Abenteuern von Tom Sawyer and Huckleberry Finn berühmt. Doch kaum einer weiß, dass Mark Twain nur das Pseudonym des Schriftstellers Samuel Langhorne Clemens ist. In Louisiana bedeutet Mark Twain nichts anderes als „zwei Faden tief“ und ist ein Warnruf der Mississippi-Schifflotsen. Abenteuerlich ist der Fluss immer geblieben. Mal zeigt er sich von seiner friedlichen Seite und dann tuckern die Raddampfer vorbei und lassen die alte Südstaaten-Geschichte wieder aufleben. Er kann auch mit voller Kraft in Richtung des Deltas fließen und dann trägt er Geröll und Schutt mit sich, den er auf seiner langen Reise durch die USA gesammelt hat. Die Einheimischen sagen, der Fluss sei wie Mann und Frau vereinigt. Oben zeigt er sich weiblich mit seinen hübsch anzusehenden Raddampfern und unter der Wasseroberfläche wird er hart wie ein Mann mit den angriffslustigen Alligatoren und den gefährlichen Untiefen.

Die scharfe Küche der Südstaaten

Kreolische Küche
Kreolische Küche: Reis, Würstchen und Hühnchen, Bild: Ostranitsa Stanislav / shutterstock

Auch kulinarisch ist Louisiana ein Schmelztiegel. Die afrikanische, karibische und europäische Küche erfindet sich hier neu und bereichert sich gegenseitig. Die Köche sind kreativer und haben immer neue Ideen. Kreolische Spezialitäten haben die französische Raffinesse und die mexikanische Schärfe. Auf den Speisekarten dominiert Crawfish étouffée, gewürztes Langusten-Fleisch in pikanter Soße, das mit Reis serviert wird. Besucher sollten unbedingt Gumbo in verschiedenen Restaurants probieren. Es gibt über 1000 Varianten dieses Eintopfes, dessen Grundzutaten Fleisch und Schalentiere sind. Noch abenteuerlicher wird es, wenn man Jambalaya bestellt. Die Grundlage des Topfgerichtes besteht aus Reis und der Koch füllt auf mit allen Zutaten, die die Küche hergibt. In Louisiana liebt man es scharf und würzig. Alle Gerichte sind generell schon schärfer als in anderen Landesteilen. Trotzdem findet man auf den Restauranttischen noch unzählige Varianten an scharfen Soßen. Manche Restaurants haben nur ein paar Grundgerichte, da das Angebot an Soßen im Vordergrund steht.

Der Charme der Südstaaten

Weiße Säulenhäuser, umgeben von hohen Eichen bestimmen noch immer das Bild Louisianas. Manche Gegenden lassen die Kulisse von Vom Winde verweht wieder aufleben und die mächtigen Villen der Plantagenbesitzer sind noch voller trauriger Erinnerungen. Louisiana ist ein typischer Südstaat und doch unterscheidet er sich gewaltig von allen andern. Das Land ist verwunschen mit eigenen Kirchengemeinden, in denen eine eigene Sprache gesprochen wird und die ihre eigene Kultur pflegen. Diese Gemeinden wurden von den Cajuns gegründet und blieben über Jahrhunderte erhalten. Louisiana ist voller schriller Typen, die aber tief religiös sind. Teile des Bundesstaates gehören zum sogenannten Bible Belt. In diesen Gegenden ist der sonntägliche Gottesdienst das bedeutendste Ereignis der Woche. Dabei ist es völlig egal, ob man Baptist oder Protestant ist. Die Gottesdienste sind fröhlicher als bei uns und die Gospelmusik lässt manche Besucher in Ekstase fallen. Eine Reise durch Louisiana bleibt ein unvergessliches Erlebnis, wenn man sich auf die Menschen einlässt und sich den Herausforderungen stellt.

Das sumpfige und feucht-fröhliche Louisiana

Da wo das Süßwasser des Mississippis sich mit dem Meerwasser aus dem Golf von Mexico vereinigt, wird es sumpfig. Ein idealer Ort für Schlangen, die hier ihre Brutstätten haben. Zugvögel machen am Delta gerne halt und im matschigen Schlamm gedeihen Garnelen. Die Sümpfe von Louisiana sind ein Paradies für Tiere. Auf Menschen wirken sie melancholisch, mystisch und gefährlich. Die Bewohner von Louisiana haben gelernt mit den Sümpfen zu leben. Sie wissen, dass hinter den bezaubernden Uferstreifen aus Eiben, Zypressen und Schilfgras gefährliche Alligatoren lauern. Trotzdem fahren die Fischer bei Vollmond hinaus, denn das helle Licht lockt die Beute an die Oberfläche. Am Abend landet der Fisch auf dem Grill. Dann erklingen die Geigen, die langen Röcke der Frauen werden geschwungen und die Männer fordern zum Square Dance auf. Gäste sind überall herzlich willkommen und gefeiert wird in Louisiana viel und oft. Ein Höhepunkt ist Madi Gras, der berühmte Karneval von New Orleans. Im August trifft man sich zur White Linen Night. Die Menschen tragen nur weiße Bekleidung aus Baumwolle und nehmen an zahlreichen Kunstveranstaltungen teil. Bei Hogs for the Cause wird in New Orleans das größte Barbecue der USA aufgetischt

Indiana am Lake Michigan: Zwischen Dünen und farbenfrohen Laubwäldern

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Der US-amerikanische Bundesstaat Indiana liegt im Nordosten des riesigen Landes. Nördlich grenzt der Staat an den Lake Michigan. Mit einer Fläche von rund 95.000 Quadratkilometern zählt Indiana zu den mittelgroßen Bundesstaaten der USA. Knapp 6,8 Millionen Einwohner verteilen sich über dieses Gebiet. Indiana ist von einer ebenso vielfältigen wie abwechslungsreichen Naturlandschaft geprägt.

Im Süden reihen sich hügelige Landschaften, die überaus waldreich sind, aneinander, während der Norden, an den Ufern des Lake Michigan, von Dünenlandschaften geprägt ist. Die Hauptstadt von Indiana, Indianapolis, gehört mit 830.000 Einwohnern unbestritten zu den bekanntesten Metropolen der USA. Die Stadt steht in einer langen Tradition des Automobilbaus und des motorisierten Rennsports, was innerhalb des Stadtgebietes an jeder Ecke ersichtlich ist. Zudem finden hier eine Menge interessanter kultureller Veranstaltungen statt. Auch außerhalb der USA ist die Stadt bekannt für das Musik-Festival Midwest und das Jazz-Festival Indy Fest. Wem für seine Ferien in den USA also eine Mischung aus aufregenden und abwechslungsreichen Landschaften, Auto-Rennsport und Kultur vorschwebt, der ist in Indiana goldrichtig.

Die Hauptstadt Indianapolis aus spannender Ausgangspunkt der Reise durch den Bundesstaat Indiana

Skyline von Indianapolis
Skyline von Indianapolis, Bild: f11photo / shutterstock

Indianapolis bildet den idealen Ausgangspunkt für eine Rundreise durch Indiana. Die Stadt liegt zentral, tatsächlich genau in der Mitte des US-Bundesstaates und verfügt über einen internationalen Flughafen. Schon früh wurde die Stadt durch das hier stattfindende Autorennen Indianapolis 500 bekannt, das zu den ältesten Autorennen der Welt zählt. Weilt man während der Renntage zufällig gerade in der Stadt, dann ist der Besuch der Rennanlage obligatorisch.

Doch auch außerhalb der Renntage ist der Besuch des Indianapolis Motor Speedways ein absolutes Highlight. Denn die vier Kilometer lange und in einem Oval ausgebaute Rennstrecke, deren Tribünen insgesamt 300.000 Besuchern Platz bieten, gilt nicht nur als das größte Sportstadion der ganzen USA. Der Indianapolis Motor Speedway kann auch mit der Besonderheit aufwarten als eines der wenigen Rennareale weltweit zentral, und damit innerhalb der Stadt Indianapolis zu liegen. Im angeschlossenen Indianapolis Motor Speedway Museum erfahren Besucher alles über die Geschichte des Rennsports in Indianapolis. Weiterhin gilt Indianapolis als Stadt der Kunst. Das Indianapolis Museum of Art verfügt über eine ausladende kunsthistorische Sammlung, die nicht nur amerikanische, sondern auch viele europäische sowie einige afrikanische und asiatische Kunstwerke ausstellt. Dabei zieht sich das Ausstellungsprogramm durch zahlreiche Kunstepochen, wie etwa spätmittelalterliche Kunst, über die Renaissance bis hin zu zeitgenössischen Kunstwerken.

Einige der bekanntesten dort ausgestellten Künstler sind Domenico Tintoretto, Vincent van Gogh, Claude Monet oder Albrecht Dürer. Das Indiana State Museum informiert über die Geschichte und Kultur des kompletten Bundesstaates. Ursprünglich siedelten in Indiana zahlreiche Ureinwohner, was dem Bundestaat letztlich zu seinem Namen verhalf. Darüber hinaus besticht Indianapolis mit herrlichen Parks und Grünflächen. Besonders beliebt bei Naturfreunden sowie Familien mit Kindern sind der Fort Harrison Park und der Eagle Creek Park. Außerdem sollte man sich das sehr erhaben wirkende Kapitol des Bundesstaates Indiana ansehen. Das Gebäude wurde zu weiten Teilen im Stil der Renaissance errichtet und kann von innen wie außen gratis besichtigt werden. Spannende Festivals in den Straßen der Stadt, wie etwa das Indy Jazz Fest, finden vor allem in den Herbstmonaten von September bis November statt.

Der Indiana Dunes Nationalpark am Lake Michigan

Indiana Dunes Nationalpark
Indiana Dunes Nationalpark, Bild: Jon Lauriat / shutterstock

Wer nach Indiana reist, muss auf jeden Fall einen Abstecher in den Indiana Dunes Nationalpark am Lake Michigan machen. Dieser Nationalpark wurde erst im Jahre 2019 gegründet und umschließt ein Gebiet von 61 Quadratkilometern. Der spannendste Bereich des großzügigen Areals ist ein 24 Kilometer langer Küstenstreifen der sich am Lake Michigan entlang zieht. Dieser kann es in seiner Ausprägung leicht mit den Dünenlandschaften der Nordsee oder Ostsee aufnehmen. Neben bis zu 60 Meter hohen Dünen beinhaltet der Nationalpark auch einige Sumpf- und Moorgebiete sowie nicht weniger als 1.100 unterschiedliche Pflanzenarten. Weiterhin kommen hier alle Vogel- und Schmetterlingsfreunde auf ihre Kosten. das Angebot für Touristen im Indiana Dunes Nationalpark ist ungeheuer vielfältig. Man kann den Park entweder im Rahmen geführter Touren oder auf eigene Faust durchstreifen. Es gibt zahlreiche gut ausgewiesen Wander- und Radwege, einen Campingplatz, die Möglichkeit zum Angeln, Pferde, die für Ausritte gebucht werden können, und natürlich ausgewiesene Schwimmbereiche direkt am Lake Michigan.

Der waldreiche Süden des Bundesstaates Indiana

Der Süden des Bundesstaates Indiana ist entgegen der nördlichen Sphären nicht von Wasser, sondern durch Wald geprägt. In erster Linie ist hier mit Mischwäldern zu rechnen, die im Herbst ein unglaublich farbenfrohes und verträumtes Antlitz offenbaren. Wer gerne wandert kann hier, vor allem in den Herbstmonaten, herrliche Naturabenteuer erleben. Bezaubernde Wanderwege bieten zum Beispiel der Hoosier National Forest und der Brown County State Park. In letzterem fühlen sich auch Mountainbiker zu Hause. Allerdings sollte ein wenig Acht auf die im Brown County State Park lebenden Reptilien gegeben werden, denn darunter befinden sich unter anderem Klapperschlangen. Wen diese nicht ängstigen, der kann im Park auch campen. Im McCormick’s Creek State Park finden sich vor allem passionierte Angler ein. Im unweit davon gelegenen Spring Mill State Park können Höhlen erforscht werden. Das längste Höhlengebiet der gesamten USA liegt ebenfalls im Süden von Indiana: die Indiana Caverns. Hier können in den Höhlen gelegene Flüsse und Seen auf geführten Touren mit Booten durchfahren werden. Auf den Paoli Peaks tummeln sich im Winter Snowboarder und Skifahrer

Litauen – das südlichste Land des Baltikums

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Ein echter Geheimtipp für Urlauber aus der ganzen Welt ist Litauen. Doch wer das südlichste Land des Baltikums einmal besucht, wird unzählige unvergessliche Eindrücke mit nach Hause nehmen. Schließlich hat das Land unheimlich viel zu bieten – von wunderschönen Altstädten über atemberaubende Natur bis hin zu den längsten Sandstränden Europas.

Vilnius und Kaunas: Wunderschöne historische Altstädte und zahlreiche Sehenswürdigkeiten

Wer in Litauen Urlaub macht, kommt an der Hauptstadt Vilnius nicht vorbei. Die 550.000-Einwohner-Stadt im Südosten des Landes wird auch liebevoll als die „Perle des Baltikums“ bezeichnet – und das völlig zu Recht. Um Vilnius zu erkunden, sollte man sich viel Zeit nehmen. Schon ein gemütlicher Bummel durch die engen Gassen der historischen Altstadt offenbart jede Menge spannende Einblicke in die mehr als 600-jährige Historie der Stadt. Wer sich einen Überblick über die Vielseitigkeit von Vilnius verschaffen möchte, hat vom 140 Meter hohen Burgberg in der Nähe des Flusses Neris einen phantastischen Überblick über die gesamte Stadt. Hier kann man sich auch gleich die Überreste der Gediminas-Burg anschauen. Noch höher hinaus geht es auf dem fast 330 Meter hohen Fernsehturm, in dem man sich auf einer Höhe von etwa 160 Metern in einem gemütlichen Café die atemberaubende Aussicht genießen kann.

Blick auf Vilnius, Litauen
Blick auf Vilnius, Bild: Grisha Bruev / shutterstock

Vilnius ist auf der ganzen Welt außerdem berühmt für seine vielen historischen Gebäude und Kirchen. Die beeindruckende Kathedrale St. Stanislaus ist die bekannteste Kirche des Landes. Auch dem Litauischen Nationalmuseum, dem historischen Rathaus der Stadt und dem sehenswerten Bernsteinmuseum sollte man in Vilnius einen Besuch abstatten. Wer im Zentrum Litauens unterwegs ist, findet auch in Kaunas jede Menge Möglichkeiten, sich die Zeit angenehm zu vertreiben. Die zweitgrößte Stadt des Landes beeindruckt vor mit einer wunderschönen historischen Altstadt. Zu den größten Anziehungspunkten gehören hier das große Kunstmuseum, das Teufelsmuseum, die Burg Kauno Pilis sowie der größte Stausee Litauens, das Kaunasser Meer.

Ostseeregion mit Klaipeda und wunderschönen Stränden

Ostseestrand bei Klaipeda in Litauen
Ostseestrand bei Klaipeda, Bild: bravikvl / shutterstock

Wer im Westen Litauens unterwegs ist, sollte unbedingt einen Abstecher nach Klaipeda machen. In der beliebten Hafenstadt, gleichzeitig die drittgrößte des Landes, lohnt sich ebenfalls ein ausgiebiger Bummel durch die Altstadt. Äußerst sehenswert sind unter anderem der Skulpturenpark und das Museum Memelburg. Direkt im Hafen liegt das berühmte historische Segelschiff „Meridianas“ vor Anker. Das Wahrzeichen der Stadt gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Fotomotiven des Landes. Auch die etwa 150 Kilometer langen litauische Ostseeküste ist immer eine Reise wert. Hier sind zahlreiche breite Sandstrände zu finden, die zu den längsten und schönsten Stränden Europas gehören. 20 Kilometer von Klaipeda entfernt befindet sich mit dem Seebad Palanga mit der beeindruckenden 470 Meter langen Seebrücke das bekannteste Touristenzentrum Litauens. Der zehn Kilometer lange Strand ist gleichzeitig der längste Strand des Landes. Auf der Halbinsel Kurische Nehrung an der litauisch-russischen Grenze befindet sich der kleine Badeort Nida, der jährlich ebenfalls tausende Badeurlauber anzieht. Ganz in der Nähe am Strand von Smiltyne wird man auf der Suche nach sommerlichem Strandvergnügen ebenfalls fündig. Auffällig ist, dass an den litauischen Ostseestränden vor allem Sauberkeit ganz groß geschrieben wird. Auch die bis zu 60 Meter hohen Wanderdünen auf der Halbinsel sollte man sich nicht entgehen lassen.

Atemberaubende Naturparks mit viel Grün und jeder Menge Wildnis

Auch die Natur Litauens hat einiges zu bieten. Etwa ein Drittel des Landes sind mit Wald bedeckt. Litauen verfügt über fünf Nationalparks. Der größte ist der Nationalpark Dzūkija im Süden des Landes, der sich in verschiedene Naturschutzgebiete teilt. Deutlich bekannter ist allerdings der Nationalpark Kurische Nehrung, der neben beliebten Stränden auch viele Tiere und Pflanzen bereithält. Mit etwas Glück kann man hier sogar Elche in ihrem natürlichen Lebensraum sehen. Auch der Historische Nationalpark Trakai in der Nähe von Vilnius ist immer einen Besuch wert. Das absolute Highlight ist hier die gleichnamige historische Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert, die auf einer Insel inmitten des Galve Sees steht. Radfahrer und Wanderer kommen in ganz Litauen voll auf ihre Kosten. Ein besonderer Tipp dafür ist auch der Nationalpark Aukstaitija mit seinen dichten Wäldern und sanften Hügeln.

Beste Reisezeit für Litauen: Für Wanderer im Mai und Juni, für Badeurlauber im Juli und August

In Litauen herrscht ganzjährig ein gemäßigtes Klima. Die beste Zeit für eine Reise in das baltische Land richtet sich immer nach den Vorhaben der Urlauber. Wer vor allem die Natur des Landes entdecken möchte, sollte im Mai oder im Juni fahren. In dieser Zeit herrschen angenehme Temperaturen von etwa 20 Grad Celsius. Wer dagegen einen Badeurlaub anstrebt ist in den nahezu niederschlagsfreien Sommermonaten Juli und August mit sommerlichen Temperaturen von etwa 30 Grad Celsius genau richtig.

Rundreise durch die USA – Metropolen, Küsten und Nationalparks

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USA – drei Buchstaben, hinter denen 50 Bundesstaaten stecken, die mit ihren einzigartigen Landschaften und Städten jedes Jahr zahllose Reisende anziehen. Eine Rundreise durch das drittgrößte Land der Erde braucht demnach Zeit. Aber natürlich gibt es einige Perlen, die besondere Anziehungskraft besitzen und die Reisende in den Vereinigten Staaten von Amerika nicht verpassen sollten.

The Big Apple – New Yorks vielschichtige Anziehungskraft

Unter den vielen Metropolen der USA gehört New York an der Ostküste zu den größten touristischen Anziehungspunkten. Der „Big Apple“ am Atlantik war früher erste Anlaufstelle für Auswanderer vom europäischen Kontinent. Der erste Blickfang war bereits damals die Freiheitsstatue auf Ellis Island im Hafen von New York. Heute erklimmen Besucher die Wendeltreppe der 93 Meter hohen Statue und genießen von oben den Blick über den Hafen hinüber nach Manhattan, dem urbanen Herz der Stadt. Auf der Insel, die vom Harlem, East und Hudson River umspült wird, locken sowohl der belebte Times Square als auch der ausgedehnte und beliebte Central Park. Die grüne Lunge der Stadt wirft für Erholungssuchende und Sportler die doppelte Größe von Monaco in die Waagschale. In die Höhe geht es am 443 Meter hohen Empire State Building. Die Galerien im Gebäude zeigen eindrucksvoll Entstehung des Nachts so prunkvoll beleuchteten Hochhauses. Im 86. sowie 102. Stockwerk bieten Aussichtsplattformen einen unschlagbaren Blick über eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Welt. Zum Besuch der Stadt gehört auch das Denkmal für den 11. September am „Ground Zero“, wo einstmals die beiden Türme des World Trade Centers standen. Genau dort sind heute zwei Wasserbecken, die von den eingravierten Namen der Opfer umrahmt werden.

Hawaii – tropisches Paradies mit Lava, Stränden und Regenwald

Hawaii, Napali Küste auf Kauai
Die Napali Küste auf Kauai, Bild: Alexander Demyanenko

Ganz weit draußen im Pazifik liegt die Inselgruppe von Hawaii. Der 50. US-Bundesstaat fasziniert mit zwei der aktivsten Vulkane der Erde, paradiesischen Stränden, atemberaubender Natur und einer Herzlichkeit der Menschen, die ihresgleichen sucht. Das tropische Paradies mit seinem vulkanischen Ursprung ist der Inbegriff einer üppigen Pflanzenwelt, lässiger Lebensfreude und palmengesäumter Traumstrände wie dem Waikiki Beach auf der Insel Oahu. Die Hauptinsel Hawaii, auch Big Island genannt, verfügt im Süden und Südwesten über eine ganze Reihe von schwarzen Stränden und den grünen Strand von Papakolea. Wassersportler finden perfekte Bedingungen zum Schnorcheln, Tauchen und Surfen vor. Die Landschaft besticht mit üppigen Regenwäldern und einzigartiger Vielfalt, was auch dem Klima geschuldet ist. Hier ist das ganze Jahr über Wärme garantiert. Dominiert wird Big Island von den Vulkanen Mauna Loa und Kilauea, die noch immer aktiv sind. Sie gehören zum Hawaii Vulkan National Park, der Bestandteil des Weltkulturerbes ist. Ohnehin besitzt Hawaii das größte Vulkansystem weltweit.

Spektakel in der Wüste – Las Vegas

Sie zieht Heiratswillige und Spieler ebenso an, wie Touristen – Las Vegas, die Stadt der Spielcasinos und legendären Shows. Mitten in der Wüste des Bundesstaates Nevada im Südosten der USA gelegen, verwandelt sich die Stadt nachts in ein Lichtermeer. Nachbauten des Eiffelturms oder von Venedig, einer Pyramide oder eine Kopie der Freiheitsstatue – die Hotels und Gebäude von Las Vegas sind alle ein Blickfang für sich. Einmal an den Spieltischen oder „Einarmigen Banditen“ sein Glück zu versuchen, ist ein Muss. Viele angesagte Clubs bieten die Möglichkeit, die Nacht zum Tag zu machen. Natürlich locken auch die vielen Shows in die Wüstenstadt, wo Showstars wie Celine Dion gastieren.

Hollywood und eine legendäre Brücke – L.A. und San Francisco

San Francisco, Golden Gate Bridge
Die Golden Gate Bridge, Bild: Travel Stock / shutterstock

In Kalifornien am Pazifik warten gleich zwei besondere Metropolen auf Besucher: Los Angeles und San Francisco. In L.A. tummeln sich Stars und Sternchen in Hollywood – der „Walk of Fame“ ist ein Muss bei einem Besuch. Zudem lohnen der berühmte Venice Beach und der Pier in Santa Monica einen Besuch. San Franciscos berühmtestes Wahrzeichen, die Golden Gate Bridge, überspannt die Bucht auf über 2.700 Metern Länge. In jener Bucht liegt auch Alcatraz, das berüchtigte Gefängnis, das auf einer Führung erkundet werden kann. Auch die alten Häuser aus viktorianischer Zeit sind ein absoluter Blickfang.

Landschaften voller Unterschiede – die Nationalparks

Die klimatischen Bedingungen des riesigen Landes sorgen für völlig unterschiedliche Landschaften. Die Sümpfe der Everglades in Florida sind nicht minder anziehend, wie die beeindruckenden Niagara Fälle. Außerdem verfügen die USA über 61 Nationalparks, die alle einen Besuch wert sind. Zu den bekanntesten Nationalparks gehört natürlich der Grand Canyon. Die Schlucht mit ihren ungeheuren Dimensionen ist bis zu 1.600 Meter tief und fast 450 km lang, bei einer durchschnittlichen Breite von 16 Kilometern. Der Colorado River hat sich hier über die Zeit ins Gestein gegraben. Nicht umsonst gilt der Grand Canyon als eines der weltweit größten Wunder der Natur und ist auch Teil des UNESCO Weltnaturerbes. Auch der in der Sierra Nevada in Kalifornien gelegene Yosemite Nationalpark gehört zum Weltnaturerbe.

Die vielfältige Fauna und Flora, die riesigen Mammutbäume und die dominierenden, über 2.000 Meter hohen Granitberge Half Dome und El Capitan haben ihn weltweit in die Schlagzeilen gebracht. Der Bundesstaat Utah hat gleich 5 Nationalparks zu bieten. Deren gemeinsamer Spitzname „Big Five“ ist passend, sind der Arches, Bryce, Canyonlands, Zion und Capital Reef Nationalpark doch gespickt mit roten Bergen, eindrucksvollen Wasserfällen, Flüssen und natürlichen Steinbögen – ein Paradies für Wanderer.

All diese Landschaften und Metropolen stehen stellvertretend für die große Vielfalt, die eine Rundreise durch die USA ausmacht. Zwischen Pazifik und Atlantik verbirgt sich so manche bekannte, aber auch so manche unbekannte Schönheit, die es zu entdecken gilt.

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Bordeaux – Kultur und Kulinarik in Westfrankreich

Inmitten der französischen Region Nouvelle-Aquitaine liegt das historische Bordeaux, Heimat von etwa 260.000 Einwohnern. Nimmt man die Metropolregion zusammen, durchbricht Bordeaux gar die Mauer von über 1,2 Millionen Einwohnern – eine der größten Ansiedlungen Westfrankreichs. Historische Sehenswürdigkeiten wie der Place de la Bourse, die Pont de pierre und die Cathédrale Saint-André beweisen, das Bordeaux in der obersten Reihe der französischen Kulturstädte steht. Dabei ist Bordeaux für Feinschmecker und Weinkenner mehr als nur irgendein Name: Dank des berühmten Bordeauxweins, der herzhaften Austern und der süßen Canelés bildet die Stadt für Besucher eine außergewöhnliche kulinarische Einkehr.

Altstadt und Place de la Bourse – Das historische Herzstück von Bordeaux

Aussicht auf den berühmten Platz La Bourse in Bordeaux
Aussicht auf den berühmten Platz La Bourse, Bild: RossHelen / shutterstock

Den hoch angesehenen Titel des UNESCO-Welterbes trägt seit 2007 die Altstadt von Bordeaux. Dabei bezieht sich die Auszeichnung insbesondere auf jenen historischen Kern, der sich innerhalb der alten Stadtmauern entfaltet. An die natürlichen Windungen des Flusses Garonne schmiegt sich die historische Architektur der Stadt, die von markanten Straßenzügen und alten Gemäuern definiert wird. Architektonisch interessant sind insbesondere die alten Stadttore Grosse Cloche und Porte Cailhau. Seinen Namen verdankt das Grosse Cloche der gigantischen acht Tonnen schweren Glocke, der einstige historische Rathausturm ragt heute von Weitem sichtbar über das Stadtbild.

Im späten 15. Jahrhundert wurde die Porte Cailhau errichtet, die heute zu den berühmten Wahrzeichen und Denkmälern von Bordeaux gehört. Wenn es um die großen Wahrzeichen der Stadt geht, fällt immer wieder der Name Place de la Bourse. Direkt am Fluss Garonne wurde der große Platz im 18. Jahrhundert errichtet. Einst existierte hier die historische Hafenbörse, heute gilt der Platz mit seinem großen Brunnen als Ausweis der besonderen klassizistischen Architektur des 18. Jahrhunderts. Unter Napoleon entstand an der Garonne zugleich zwischen 1819 und 1821 die Pont de pierre, die geschichtsträchtige Steinbrücke, die heute nur für Fußgänger und Radfahrer offensteht und zum Flanieren am Ufer des Flusses einlädt. Klar ist: Die Altstadt von Bordeaux hat eindrucksvolle Facetten für Fans von historischem Sightseeing zu bieten. Da wäre zum Beispiel auch die Cathédrale Saint-André, deren Bau sich von dem 12. bis in das 15. Jahrhundert erstreckte. Die romanisch-gotische Fassade gehört heute zu den wichtigsten Denkmälern von Bordeaux – und ist fraglos der größte und einer der faszinierendsten sakralen Bauten der Stadt.

Das moderne Bordeaux und seine Strände, Museen und Ausflugsziele

Altstadt von Bordeaux
Unterwegs in der Altstadt von Bordeaux, Bild: LucVi / shutterstock

Bordeaux besteht allerdings nicht nur aus Altstadt. Genau das macht die wandlungsfähige Stadt touristisch so attraktiv. Innerhalb von Bordeaux lassen sich prominente Bauten moderner Architektur entdecken. Dazu gehören unter anderem Museen wie das Cité du Vin, das Weinmuseum der Stadt – zu dessen Angeboten auch Weinverkostungen der regionalen Sorten gehört. Wenn es um die Museen von Bordeaux geht, sollte man vor allem das Musée des Beaux-Arts nennen, das Werke von Rubens, Renoir, Matisse und Picasso beherbergt.

Vor allen Dingen um den Wein drehen sich die unmittelbaren Ausflugziele um Bordeaux, doch mit Saint-Émilion liegt auch eine faszinierende Kultursiedlung im Umkreis von Bordeaux. Etwa eine dreiviertel Stunde Fahrt entfernt wartet der Ort, dessen Weinbaugebiet und Siedlung heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Hier warten eine historische Felsenkirche und die Fassaden eines historischen Ortes, der bereits unter den Römern für seinen Weinbau bekannt war. Bordeaux selbst punktet mit einer exponierten Küstenlage, tatsächlich ist die Stadt nicht weit von schönen Atlantikstränden entfernt. Strandurlaub lässt sich an schönen Tagen an der noch nicht einmal einen Kilometer entfernten Archachon-Bucht erleben, eine beliebte Destination für Meeresurlauber. Doch nicht nur touristisch, sondern auch kulinarisch ist das Meer an der Bucht von Archachon – und die darin enthaltenen Austern – für die Region prägend.

Wein und Spezialitäten – Das kulinarische Bordeaux

In den Weinbergen des Médoc entstehen die prachtvollen Weine der Region Bordeaux. Direkt am Atlantischen Ozean gelegen, entfalten sich hier an behutsam kultivierten Weinreben die Aromen der französischen Bordeauxweine von Rebsorten wie Carbernet-Sauvignon bis zu Merlot. Die Tradition dieser westfranzösischen Weine lässt sich bis in die Römerzeit zurückverfolgen. Fraglos: Für Weinfans ist der Besuch der Region ein absolutes Muss. Überhaupt ist die Region kulinarisch äußerst facettenreich, Bordeaux ist ein Paradies für Feinschmecker. Bei einem typischen Bordeauxwein werden zuweilen Spezialitäten präsentiert wie die Austern der Bucht von Archachon. Frische Meeresspeisen gehören typischerweise zu den Karten der regionalen Restaurants. Gerne gereicht zum regionalen Wein wird auch das Boeuf de Bazas, das aus der Region kommende Rindfleisch, das als sehr zart gilt. Zu den populären Nachspeisen zählen die Karamellkuchen Cannelé und die Nussschokolade der Noisettine de Médoc. All das – von der UNESCO-ausgezeichneten Altstadt über die Küstenlage bis zum kulinarischen Facettenreichtum – sind gute Gründe, Bordeaux zu besuchen

Die schönsten Reiseziele & Sehenswürdigkeiten in Sri Lanka

Paradiesische Strände, beeindruckende Nationalparks und atemberaubende Tempelanlagen: Sri Lanka ist reich an Sehenswürdigkeiten, Attraktionen und Ausflugszielen. Hier ist garantiert für jeden Urlaub etwas Passendes dabei. Schließlich wird Vielfalt ganz groß geschrieben. Davon überzeugen sich in jedem Jahr viele Millionen Besucher aus der ganzen Welt, die den Inselstaat inmitten des Indischen Ozeans besuchen. Sri Lanka wird auch als die Perle des Indischen Ozeans bezeichnet – und das völlig zurecht. Schließlich kann man hier unglaublich viele Eindrücke sammeln, die man wohl nie vergessen wird.

Zahlreiche Traumstrände auf 1.000 Küstenkilometern und Tauchparadiese

Korallenriff Sri Lanka
Ein Korallenriff in Sri Lanka, Bild: Dudarev Mikhail / shutterstock

Die Küstenregionen von Sri Lanka sind dank der etwa 1.000 Küstenkilometern natürlich überwiegend geprägt von traumhaften Stränden und idyllischen Buchten. Dank des tropischen Klimas herrschen hier das ganze Jahr lang angenehm warme Temperaturen an der Luft und im Wasser. Damit ist auch das ganze Jahr lang Badesaison. Einige der beliebtesten Orte für einen Strand- und Wassersporturlaub befinden sich im Südwesten der Insel. Zu diesen gehören unter anderem Mirissa und Beruwala. Neben jeder Menge Platz zum Entspannen auf den breiten Sandstränden und zum Badespaß in dem herrlich blauen Wasser gibt es hier auch jede Menge Wassersport-Möglichkeiten. Zu den schönsten Stränden auf Sri Lanka gehört auch der Strand von Nilaveli im Nordwesten des Landes. Hikkaduwa gilt auf der Insel vor allem als Mekka für Taucher und Surfer. Die Tauchstation befindet sich etwa 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Columbo inmitten des Hikkaduwa Marine National Parks. Hier leben mehr als 170 verschiedene Fischarten und unzählige andere Meeresbewohner.

Hauptstadt Colombo: Basar-Flair, spannende Museums-Einblicke und Tempel

Für die meisten Urlauber beginnt eine Reise nach Sri Lanka in der Hauptstadt Colombo. Schließlich gibt es hier den einzigen internationalen Flughafen des Landes. Zum Erkunden des kulturellen und wirtschaftlichen Zentrums des Inselstaates sollte man sich auf jeden Fall Zeit nehmen. Schließlich gibt es hier einiges zu entdecken. Wer mitten in der Stadt aufregendes Markt-Treiben genießen möchte, ist im Basarviertel Pettah genau richtig. Hier gibt es wirklich alles, was das Herz begehrt.

Auch die zahlreichen Museen wie das große Unabhängigkeitsmuseum oder das Colombo National Museum sind immer einen Besuch wert. In letzterem gibt es unheimlich spannende Einblicke in die wechselvolle Historie Sri Lankas. Auch das prächtige Old Parliament Building und die St. Anthony’s Church gehören zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Wer Entspannung vom Stadtbummel sucht, ist im Viharamahadevi Park genau richtig. Im größten Park der Stadt befinden sich unter anderem ein kleiner Tierpark und eine große Buddha-Statue. In und um Colombo befinden sich außerdem zahlreiche beeindruckende Tempelanlagen.

Eine der bedeutendsten buddhistischen Anlagen des Landes findet man etwa 12 Kilometer von Colombo am Ufer des Kelaniya River: den Kelaniya Tempel. Auch außerhalb Colombos gibt es in Sri Lanka natürlich zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Wer zum Beispiel im Zentrum des Inselstaates unterwegs ist, sollte sich die Stadt Kandy ebenfalls nicht entgehen lassen. Hier befindet sich unter anderem der Sri Dalada Maligawa, der sogenannte Zahntempel. Nicht weit entfernt, findet man die gut erhaltenen Überreste des ehemaligen Königspalastes. Die Ausgrabungsstätte, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört, gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes. Wer Sri Lanka von oben genießen möchte, kann vom Felsentempel Dambulla aus einen wunderschönen Ausblick über einen großen Teil des Landes genießen. Sowohl der Zahntempel als auch der Felsentempel sind wichtige Teile des sogenannten Kulturdreiecks mit unzähligen Kulturschätzen. Das Kulturdreieck kann im Rahmen geführte Touren oder auf eigene Faust erkundet werden. Ebenfalls nicht entgehen lassen sollte man sich den 200 Meter hohen Sigiriya-Felsen. Der sogenannte Löwenfelsen mit der historischen Felsenfestung ist eines der wichtigsten Wahrzeichen von Sri Lanka.

Atemberaubende Natur: Elefanten, Lippenbären und farbenfrohe Schmetterlinge

Yala Nationalpark in Sri Lanka
Yala Nationalpark in Sri Lanka, Bild: GinaKoch / shutterstock

Sri Lanka ist ebenfalls berühmt und beliebt für seine atemberaubende Natur. Der größte Teil der Insel ist von Dschungel geprägt. Hier hat sich in den vergangenen Jahrhunderten eine faszinierende Flora und Fauna angesiedelt. Wer in diese Natur eintauchen möchte, sollte unbedingt den einen oder anderen Nationalpark des Landes besuchen. Davon gibt es im ganzen Land einige. Als einer der schönsten gilt der Yala-Nationalpark an der Südostküste. In dem 1.300 Quadratkilometer großen Nationalpark sind unter anderem Leoparden, Lippenbären und Elefanten zu finden. An der Küste kann man zudem Wale in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten.

Auch Vogel-Beobachter kommen in Sri Lanka voll auf ihre Kosten. Ein echter Geheimtipp für Urlauber und Einheimische, abseits der großen Touristenzentren, ist der Gal-Oya-Nationalpark. Inmitten des Parks befindet sich mit dem Senanayake Samudra der größte See Sri Lankas. Wer Zeit hat, sollte sich hier eine traditionelle Bootssafari mit Einheimischen gönnen und kann dabei auch noch einen Blick in die traditionelle Lebensweise der Insel-Ureinwohner werfen. Die wohl größte Flora-und-Fauna-Vielfalt gibt es im Sinharaja Forest Reserve im Südwesten des Landes. Das Reservat, das seit 1988 zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört, beinhaltet unter anderem das größte zusammenhängende Regenwald-Gebiet des Landes. Auf der Suche nach einheimischen Tier- und Pflanzenarten wird man hier auf jeden Fall fündig. Unter anderem gibt es hier mehr als 60 verschiedene Schmetterlingsarten in den schillerndsten Farben

Arizona: Der Grand Canyon und noch viel mehr

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Atemberaubende Nationalparks, weitläufige Wüstenlandschaften, Canyons und zahlreiche beeindruckende Sehenswürdigkeiten: Arizona ist berühmt für seine unglaubliche Vielfalt. In dem Bundesstaat im Südwesten der USA an der Grenze zu Mexiko ist ein unvergesslicher Urlaub garantiert. Der größte und bekannteste Anziehungspunkt in Arizona ist der Grand-Canyon-Nationalpark im Nordwesten des Bundesstaates.

Canyon-State Arizona: Der Grand Canyon als Touristenmagnet

Havasu Falls, USA
Die Havasu Falls im Grand Canyon, Bild: ronnybas frimages / shutterstock

Der gleichnamige Canyon inmitten des Nationalparks, der seit vielen Jahren zum Weltnaturerbe der UNESCO gehört, ist eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Welt und zieht jedes Jahr viele Millionen von Touristen und Einheimischen an. Für den Besuch der riesigen Schlucht inmitten einer beeindruckenden Felsformation sollte man sich viel Zeit nehmen. Schließlich ist der gesamte Nationalpark fast 5000 Quadratkilometer groß und es gibt unheimlich viel zu entdecken. Den Park kann man entweder auf eigene Faust oder auch im Rahmen einer geführten Tour erkunden. Von einem etwa 2.000 Meter hohen Plateau und verschiedenen kleineren Aussichtspunkten aus kann man einen atemberaubenden Blick über den gesamten Park genießen.

Auf jeden Fall sollte man hier immer den Fotoapparat im Anschlag haben, um alle Eindrücke festhalten zu können. Wer es noch etwas spektakulärer mag, kann den Grand-Canyon-Nationalpark mit einer Bootstour auf dem mächtigen Colorado-River entdecken. Der Colorado River mündet in den riesigen Lake Mead. Der größte Stausee der USA, der vom beeindruckenden Hoover Dam aufgestaut wird, wird ebenfalls jährlich von Millionen Arizona-Touristen besucht. Neben dem Aushängeschild „Grand Canyon“ gibt es in Arizona übrigens noch viele weitere Canyons zu entdecken, was dem Bundesstaat auch den Beinamen „Canyon-State“ eingebracht hat.

Auf den Spuren der Vergangenheit

Montezuma Castle
Montezuma Castle, Bild: Pamela Au / shutterstock

Doch Arizona hat als Bundesstaat mit den meisten sogenannten National Monuments noch viel mehr zu bieten als den Grand Canyon. So gehört das im 12. Jahrhundert erbaute Montezuma Castle in der Nähe von Flagstaff an der Grenze zu Utah unter anderem zu den am besten erhaltenen historischen Gebäuden in ganz Nordamerika. Nicht weit entfernt kann man sich im Navajo Nation Reservation, dem größten Indianerreservat der USA, auf die Spuren der Navajo-Indianer begeben. Inmitten des Reservates befindet sich auch das weltberühmte Monument Valley, das auf keiner Arizona-Tour fehlen darf.

Phoenix: Die Stadt der Museen

Innenstadt von Phoenix
Blick auf die Innenstadt von Phoenix, Bild: Sean Pavone / shutterstockl

Auch die Hauptstadt des Bundesstaates Arizona, Phoenix, ist immer eine Reise wert. Die 1,6-Millionen-Einwohner-Metropole ist gleichzeitig die größte Stadt und das kulturelle Zentrum Arizonas. Geprägt ist die Stadt, die sich etwa vier Autostunden vom Grand Canyon entfernt befindet, von einem spannenden Architektur-Mix aus Historie und Moderne. Um diesen auf sich wirken zu lassen, lohnt sich ein gemütlicher Bummel durch das Stadtzentrum. Nicht entgehen lassen sollte man sich in Phoenix vor allem das Phoenix Art Museum und das Musical Instrument Museum, die absoluten Highlights der unglaublich vielfältigen Museen-Landschaft der Stadt. Im Botanical Garden bekommt man außerdem einen tollen Einblick in die spannende Flora und Fauna des Bundesstaates. Ein absolutes Highlight vor allem für Familien mit Kindern ist der Big Surf Waterpark. Der Wasser-Freizeitpark lässt mit seinen zahlreichen Attraktionen im und am Wasser – von zahlreichen Rutschen, über ein riesiges Wellenbad bis hin zu Beachvolleyballplätzen – keine Wünsche offen.

Vielfältiges Paradies für Naturliebhaber

Neben den Liebhabern der amerikanischen Historie kommen in Arizona auch Naturliebhaber voll auf ihre Kosten – vor allem aufgrund der zahlreichen Nationalparks, die vor allem von Wüstenlandschaften und Canyons geprägt sind. Um diese zu entdecken, leihen sich viele Touristen vor Ort einen Mietwagen aus, um mit diesem den Bundesstaat auf eigene Faust zu erkunden. Die Tier- und Pflanzenwelt hat sich in den vergangenen Jahrhunderten an die hohen Temperaturen und die Trockenheit angepasst. Unter anderem ist die Vegetation geprägt von riesigen Kakteen. Bei einem Streifzug durch den Bundesstaat hat man gute Chancen, wilden Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum über den Weg zu laufen – unter anderem Maultierhirsche oder Gabelböcke. In den Wüstenregionen sollte man vor Schlagen oder Spinnen aufpassen. In den Bergen kann man mit etwas Glück sogar Pumas oder Bären entdecken. An der mexikanischen Grenze im Südwesten Arizonas befindet sich mit der Sonora-Wüste eine der größten und faszinierendsten Wüstenregionen der Welt.

Beste Reisezeit für Arizona zwischen November und März

Das Klima in Arizona ist geprägt von hohen Temperaturen von teilweise deutlich mehr als 30 Grad Celsius, jeder Menge Sonne und Trockenheit. Die beste Zeit für eine Reise nach Arizona sind die Wintermonate zwischen November und März. Dann liegen die Temperaturen erwartungsgemäß bei angenehmen 20 bis 25 Grad Celsius. Mit Niederschlägen ist in dieser Zeit auch nur selten zu rechnen.

Colorado – Metropolen und Nationalparks im Centennial State

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Im Herzen der USA entfaltet sich das natürliche Colorado, ein Hotspot für einige der bekanntesten Nationalparks der USA: von den Rocky Mountains bis zum Mesa Verde. Zugleich beweisen Städte wie Denver und Colorado Springs, dass der US-Bundesstaat eine kostbare Balance aus urbanem Stadtleben und Natur vorweisen kann. Ein Markenzeichen des US-Bundesstaates ist die besondere Höhenlage Colorados, die im Schnitt bei über 2.000 Metern liegt. Diese Situation ist vor allem den örtlichen Rocky Mountains zu verdanken, die Colorado zum Mountain State machen. Den Spitznamen Centennial State – Jahrhundert-Staat – erhielt Colorado, da er ziemlich genau hundert Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten entstand. Heute repräsentiert der zentrale US-Bundesstaat mit seinen natürlichen Landmarken und Metropolen einen touristischen Anziehungspunkt mitten in den USA.

Colorados Metropolen – Denver und Colorado Springs

Denver
Denver in Colorado, Bild: Andrew Zarivny / shutterstock

Es gibt gute Gründe, warum Denver heute als Hauptstadt Colorados gilt. Die Metropole im Herzen des Bundesstaates ist nicht nur ein kulturelles und ökonomisches Zentrum Colorados, hier leben mittlerweile etwa 715.000 Einwohner mit einer Metropolregion, die fast 3 Millionen Menschen beheimatet. Heute ist Denver als eine Weltstadt mit überregionalem und internationalen Einfluss anerkannt. Auch touristisch präsentiert sich die Stadt nicht nur als ein Tor zu den Rocky Mountains, hier lassen sich Kulturinstitutionen von Weltrang entdecken. Die Mile High City, etwa eine Meile über dem Meeresspiegel situiert, bietet kulturinteressierten Besuchern Highlights wie das Denver Art Museum mit dem Hamilton Building von Daniel Libeskind und über 70.000 kunsthistorischen Ausstellungsstücken – von indigener Kunst bis zu Werken von Picasso und Matisse.

Das Denver Museum of Nature and Science liefert Besuchern auf über 66.000 m² und mit über einer Millionen Ausstellungsstücken einen Einblick in die Naturhistorie. Dazu gehören auch ein Planetarium und ein IMAX-Kino. Mit diesen kulturellen Institutionen beweist Denver, dass es nicht irgendeine Stadt ist, sondern eine Weltstadt, die nicht umsonst regelmäßig ganz oben auf den Listen der Städte mit der höchsten Lebensqualität innerhalb der USA landen. Dafür sorgen auch die Denver Botanic Gardens, 93,000 m² groß, die nicht nur faszinierende Natur, sondern auch Konzerte präsentieren. Und im stadtnahen Red Rocks Park lassen sich nicht nur die namensgebenden Erhebungen, sondern auch das überregional bekannte Red Rocks Amphitheatre entdecken, in dem weltberühmte Live-Aufnahmen von U2, Neil Young, The Moody Blues und der Dave Matthews Band entstanden.

Mesa Verde Nationalpark in Colorado
Mesa Verde Nationalpark in Colorado, Bild: Sopotnicki / shutterstock

In der Region um Denver entfaltet sich auch die Stadt Boulder in der einst Stephen King lebte, um The Shining (1977) zu schreiben. Auch sein berühmter Roman The Stand (1978) handelt in der Region. Boulder ist wie Denver für die örtliche Lebensqualität bekannt: Wer die Stadt besucht, kann hier nicht nur im Stadtkern flanieren und shoppen, außerhalb entfaltet sich mit den Flatirons ein natürliches Wahrzeichen. Etwa 70 Meilen südlich, unkompliziert von Denver zu erreichen, liegt Colorado Springs. Um die Stadt entfalten sich einige der schönsten Sehenswürdigkeiten des US-Bundesstaats. Zu nennen ist vor allem der Garden of the Gods, ein öffentlicher Park, der mit seinen markanten geologischen Formen hervorsticht. Vor den Toren von Colorado Springs thront der Pikes Peak, mit 4.300 Metern die höchste Erhebung der südlichen Rocky Mountains. Bei entsprechenden Wetterverhältnissen gehört der Pikes Peak Highway zu den faszinierenden Routen der Region – mit atemberaubendem Panorama.

Nationalparks von Colorado – Von den Rocky Mountains bis zu Mesa Verde

Wie der Pikes Peak, der Garden of the Gods und der Red Rocks Park beweisen, ist Colorado nicht nur ein städtisches, sondern auch ein natürliches Paradies. Der beste Ausweis dafür sind die Nationalparks von Colorado: Hier entfalten sich der Black-Canyon-of-the-Gunnison-Nationalpark und der Great-Sand-Dunes-Nationalpark. Doch die wohl bekanntesten beiden sind der Rocky-Mountain-Nationalpark und der Mesa-Verde-Nationalpark. Mit großem Abstand zieht der Rocky-Mountains-Nationalpark mit Millionen jährlichen Besuchern die meisten Touristen der natürlichen Regionen von Colorado an. Er ist nordwestlich von Boulder zu erreichen, was weitere Gründe liefert, die kleine Stadt nördlich von Denver zu besuchen. Etwa 1.075 km² Fläche nimmt der Nationalpark ein, es gibt wohl kaum einen besseren Ort, die Rocky Mountains zu erleben. Über 110 Bergspitzen durchbrechen hier die 3.000er-Marke. Das atemberaubende Panorama des Nationalparks hat schon so einige Besucher inspiriert. Dabei entfalten sich hier nicht nur gigantische Berge, sondern auch ausgeprägte Waldflächen und Seen.

Seit 1978 gehört der Mesa-Verde-Nationalpark zum UNESCO-Welterbe, der mit seinen Plateaulandschaften und archäologisch bedeutsamen Stätten ein gutes Kontrastprogramm zu den Rocky Mountains bildet. Anders als die Rocky Mountains ist der Mesa Verde im Südwesten Colorados zu entdecken. Dabei ist der Park eng verknüpft mit der Kulturgeschichte der Anasazi, die unter anderem in der Mesa-Verde-Region zwischen dem 5. und dem 14. Jahrhundert n. Chr. lebten – vor der europäischen Besiedlung Nordamerikas. Einen kulturgeschichtlich bedeutsamen Nachweis bilden die sogenannten Cliff Dwellings – etwa 600 Felsbehausungen, die einst von den historischen Kulturen der Region besiedelt wurden. Zu den größten und bekanntesten zählt der Cliff Palace im Montezuma County, der südwestlichsten Region von Colorado. Die Siedlung soll zwischen dem 12. und dem 13. Jahrhundert entstanden sein – und ist ein atemberaubendes Monument indigener nordamerikanischer Geschichte. Der Mesa-Verde-Nationalpark unterstreicht, auf welch lange Kulturgeschichte der Bundesstaat Colorado zurückblickt. Von lebenswerten Städten wie Denver oder Boulder bis zu den Rocky Mountains oder dem Mesa Verde – touristisch hat Colorado ein ganzes Spektrum an Erlebnissen zu bieten

Magyarhertelend: Ein Paradies für Erholungssuchende

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Wer im Südwesten Ungarns unterwegs und auf der Suche nach Erholung ist, ist in der Gemeinde Magyarhertelend genau richtig. Abseits der großen Touristenströme kann man hier, etwa 20 Kilometer von der Universitätsstadt Pecs entfernt, die malerische Umgebung am Nordrand des Mecsek-Gebirges genießen. Wanderer und Mountainbiker kommen in der 600-Einwohner-Gemeinde Magyarhertelend ebenso auf ihre Kosten wie Urlauber, die sich einfach nur erholen und entspannen möchten. In den umliegenden Städten findet man zudem zahlreiche kleine und große Sehenswürdigkeiten, die immer einen Ausflug wert sind.

Eines der schönsten Thermalbäder Europas

Europaweit bekannt ist die Region vor allem durch sein großes Thermal- und Heilbad in der Nähe des Ortes Orfü, das jährlich tausende Besucher aus ganz Europa anzieht – entweder zum Tagesbesuch, im Rahmen einer mehrwöchigen Kur oder als Familienurlaub in einer gemütlichen Pension in Magyarhertelend. Das Bad gilt als eines der schönsten in ganz Europa. Auf einer Fläche von drei Hektar können die Besucher in insgesamt zehn Becken ein reichhaltiges Angebot an Bade- und Erholungsmöglichkeiten und verschiedene Saunen genießen. Dazu gehören unter anderem auch unterschiedlichste Massagen und zahlreiche gesundheitliche Behandlungen.

Im großen Außenbereich des Bades warten außerdem Strände, weitläufige Parkanlagen und sogar ein Heilgarten auf die Gäste. Dem vulkanischen Thermalwasser, das reich an Mineralien ist, wird eine heilende Wirkung nachgesagt. Auch die Salzhöhle ist aufgrund der nachgewiesenen therapeutischen Wirkung des Salzes äußerst beliebt. Kinder kommen dank eines Spielplatzes und Volleyballplatzes garantiert nicht zu kurz. Das Bad ist ganzjährig geöffnet. Nicht weit entfernt vom großen Thermalbad befinden sich zahlreiche Naturseen, die sowohl zum Angeln als auch zum Baden einladen. In der Nähe Magyarhertelends befinden sich einige kleinere Sehenswürdigkeiten, wie ein großer Aussichtsturm und die römisch-katholische Kirche Fájdalmas Anya.

Unvergessliche Ausflüge: Abaliget, Orfü und Pecs

Aufgrund des mediterranen Klimas und der Ausläufer des Mecsek-Gebirges ist die Region auch bei vielen Wanderern und Kletterern sehr beliebt. Schließlich hält die Region zahlreiche Naturattraktionen bereit. Wer einfach nur die Ruhe genießen möchte, kann die Gegend zu Fuß im Rahmen eines gemütlichen Spazierganges erkunden. Ein Ausflugsziel, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte, sind die Tropfsteinhöhlen von Abaliget. In der 500 Meter langen Höhle, die bereits im 18. Jahrhundert entdeckt wurde, sind mehr als 41 verschiedene Arten von Fledermäusen zu finden.

Pécs, Kulturhauptstadt 2010 in Ungarn
Pécs, die Unesco-Kulturhauotstadt 2010, Bild: magico110 / shutterstock

Die salzhaltige Luft sorgt für ein heilendes Klima in der Höhle. Auch Reiturlauber finden in der Gemeinde Magyarhertelend dank der vielen Wiesen und Wege perfekte Bedingungen. Badeurlauber und Wassersportler sind am Orfüsee genau richtig. Drei künstlich angelegte Seen bieten perfekte Bedingungen zum Baden und unterschiedlichste Wassersportarten. In Orfű, findet man den malerischen See auf dem man unter anderem Kanu, Tretboot fahren und Segeln kann. Der kleinste der drei Seen, der Herman-Ottó-tó, ist vor allem aufgrund der großen Fischvorkommen ein beliebtes Naturschutzgebiet. Hier darf geangelt werden. Aufgrund der zahlreichen Angebote hat sich Orfü in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Touristenzentrum entwickelt.

Auch die Stadt Pecs ist immer einen Besuch wert. Die UNESCO-Kulturhauptstadt von 2010, die auch als Stadt der Denkmäler und Museen bezeichnet wird, besticht unter anderem durch seine historische Altstadt mit vielen Altbauten und seine vielen kulturellen Angebote. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören unter anderem die beeindruckende Kathedrale St. Peter und Paul am zentralen Platz Szent István im Zentrum der Stadt, der große Bischofspalast und das Nationaltheater. In der gesamten Region sind zahlreiche Unterkünfte zu finden. Neben einigen Hotels gibt es hier vor allem viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen sowie Zeltplätze.

Beste Reisezeit für Magyarhertelend

Die beste Zeit für eine Reise nach Magyarhertelend ist nicht nur die Hauptsaison von April bis Oktober. In dieser Zeit herrschen angenehme Temperaturen zwischen 25 und 40 Grad Celsius.

Gerade auch in den Wintermonaten lohnt sich der Besuch Ungarns berühmtesten Saunaparks im Thermalbad Magyarhertelend.