Freitag, August 14, 2020
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Die Peloponnes: göttliche Halbinsel mit Geschichte und Mee(h)r

Die Halbinsel Peloponnes schließt sich südlich an das griechische Festland an. Ihr Name entstammt der griechischen Mythologie. Ihr Namensgeber ist Pelops, Sohn des sagenumwobenen König Tantalos. Es ist aber bei weitem nicht nur der Name, der die Peloponnes zu einem Ort macht, der voller Geschichte(n) steckt. Eine Vielzahl historischer Stätten und Ruinen verleihen der Halbinsel ihr besonderes, geschichtsträchtiges Flair. Darüber hinaus lockt sie mit einer wunderschönen Landschaft, traumhaften Stränden und malerischen Orten.

Städte und Sehenswürdigkeiten der Peloponnes

Olympia, Peloponnes
Die antike Stadt Olympia, Bild: elgreko / shutterstock

In den hübschen Dörfern und Städten der Peloponnes lässt sich wunderbar die entspannte griechische Lebensart erkunden. Hier kann man durch beschauliche Gassen schlendern, in kleinen Tavernen die gute griechische Küche kosten und beim Besichtigen alter Gebäude und Museen die Vergangenheit erkunden. Insbesondere die vielen historischen Sehenswürdigkeiten der Peloponnes lassen sich kaum in Kürze Aufzählen. Interessierte Inselbesucher sollten also entweder ausreichend Zeit mitbringen oder sich auf die Qual der Wahl einstellen. Unter anderem sind folgende Orte der Halbinsel Highlights und definitiv einen Besuch wert:

Nafplion

Für viele gilt diese Stadt als die schönste Griechenlands. Wer das malerischen Stadtbildes des Küstenortes einmal bewundert hat, wird diese Zuschreibung durchaus verständlich finden.

Korinth

Sowohl die Überreste des antiken Korinth, als auch die heutige moderne Hafenstadt sind einen Besuch wert.

Mykene

Sie ist eine der berühmtesten antiken Stätten Griechenlands und zählt seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Hier gibt es unter anderem das berühmte Löwentor und die Zyklopenmauern zu bestaunen.

Tiryns

Tiryns gilt als ähnlich bedeutsam und eindrucksvoll wie Mykene, ist allerdings kleiner, weniger bekannt und nicht so stark besucht. Ein Geheimtipp also!

Olympia

Den Geburtsort der Olympischen Spiele sollten sich Peloponnes-Besucher natürlich nicht entgehen lassen. Die Ruinen der antiken Stadt mit den ehemaligen Wettkampfstätten lassen die alte Pracht noch gut erahnen.

Epidauros

In der Antike war dieser Ort Kurort und Kultstätte. Heute zählt er zu den wichtigsten archäologischen Besonderheiten Griechenlands. Insbesondere das Theater ist atemberaubend.

Mystras

Diese in einen Berghang eingebettete, byzantinische Ruinenstadt ist von besonderer Schönheit und gehört bereits seit 1989 zum Weltkulturerbe der Unesco.

Zerstreuung und Entspannung zwischen Bergen und Meer

So einmalig und beeindruckend die historischen Stätten der Peloponnes auch sind, braucht es dennoch hin und wieder Zerstreuung und Entspannung. Und auch das lässt sich hier finden.
Das mediterrane Erscheinungsbild der Halbinsel lässt sich als kontrastreich und geradezu widersprüchlich beschreiben. Eindrucksvolle, karge Gebirgslandschaften und fruchtbare, grüne Täler kennzeichnen die Landschaft und bieten Aktivurlaubern die Möglichkeit zu verschiedensten Aktivitäten. Bei Kletter-, Wander- oder Radtouren lässt sich die Umgebung wunderbar erkunden und erleben.
Besonders empfehlenswert ist dabei Nemea, ein bedeutendes griechisches Weinbaugebiet. Etwa 45 Weingüter sind hier angesiedelt und die endlosen, sanften, mit Rebstöcken bepflanzen Hügel der traumhaften Landschaft laden zu Spaziergängen oder Wanderungen ein – und zum Genuss eines guten Tropfens am Abend.

Argolis, Peloponnes
Blick auf Argolis, Bild: Aerial-motion / shutterstock

Natürlich dürfen auch die wunderbaren Strände und malerischen Buchten nicht unerwähnt bleiben, die die Peloponnes in den Sommermonaten zum Badeparadies machen. Unter anderem findet sich hier einer der berühmtesten Strände Griechenlands: die sogenannte „Ochsenbauchbucht“ ist fast kreisrund und lockt mit feinem Sand und klarem, blauem Wasser. Auch der „Simos Beach“, der aus einer faszinierenden Doppelbucht besteht ist eins der Highlights für Strandliebhaber.

Eine Reise auf die Peloponnes…

Die Peloponnes ist von jeher – und völlig zu Recht – ein beliebtes Reiseziel, ohne jedoch überlaufen zu sein. Sie verfügt über eine entsprechend ausgebaute Infrastruktur. Erreichbar ist die Halbinsel direkt mit dem Flugzeug oder vom griechischen Festland aus. Vom Festland anreisende Besucher bekommen schon bei der Anreise ein besonderes Highlight zu Gesicht, wenn sie – über die Brücke oder per Fähre – den berühmten Kanal von Korinth überqueren.

Die Auswahl an Unterkünften ist reichhaltig, sodass für jeden Geschmack etwas zu finden sein sollte. Vom klassischen kleinen Hotel mit typisch griechischem Flair, bis hin zum modern ausgestatteten Ferienbungalow ist alles möglich. Übrigens: Auch Campingfreunde finden hier vielerorts exzellente Bedingungen vor!

Ein Besuch lohnt sich fast das ganze Jahr über. Begeisterte Badeurlauber finden in den Sommermonaten ideale Bedingungen mit heißem, trockenem Wetter und angenehmen Badetemperaturen im Mittelmeer vor. Für Aktivurlauber, die viel unternehmen und besichtigen möchten, sind Frühjahr und Herbst empfehlenswert, wenn es zwar angenehm warm, aber nicht zu heiß ist. Außerhalb der Hauptsaison geht es zudem ruhiger zu und die Sehenswürdigkeiten lassen sich in Ruhe und ohne Gedränge erkunden. Einzig ganz früh im Jahr, in den Monaten Januar und Februar, ist das Reisewetter eher ungemütlich.

Also, auf zur „Insel des Pelops“!

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