Algier – Nordafrikanische Metropole am Mittelmeer

Algier, Algerien
Basilique de Notre-Dame d’Afrique, Bild: Nate Hovee / shutterstock

Algier – Die Hauptstadt und zugleich Namensgeberin von Algerien ist mit ihren knapp 4 Millionen Einwohnern das Zentrum des Landes. Die direkt am Mittelmeer gelegene Stadt hat seit jeher eine führende Rolle bei der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes gespielt. Durch die Verbindung von französischem Kolonialstil und orientalischem Charme ist Algier auch bei Touristen sehr beliebt.

Anreise nach Algier

Der internationale Flughafen Houari Boumedienne ist von den meisten europäischen Städten in etwa drei Stunden zu erreichen. Ein bewährtes ausgebautes Bus- und Bahnnetz sorgt für bequeme Verbindungen in die Stadt. Mit der Fähre kann man überdies von südlicheren Orten in Spanien (Alicante), Frankreich (Marseille) und Italien in nicht ganz einem Tag nach Algier gelangen. Bei einer Mittelmeer-Kreuzfahrt ist der Hafen eine gern gesehene Anlaufstelle und lädt zu Landgängen ein.

Geographische Besonderheiten

Algier
Blick auf Algier, Bild: mehdi33300 / shutterstock

Algier wird von mehreren Flüssen und Flüssen durchzogen, die allesamt im Mittelmeer münden. Da Algier an den Berghängen eines Ausläufers des Atlas-Gebirges liegt, fällt die Küste kaskadenartig auf über 300 Metern zum Ufer hin ab. Hier können heftige Regenfälle die beschaulichen Flüsse durchaus einmal in reißende Ströme verwandeln und Überschwemmungen die tiefer gelegenen Gebiete bedrohen.

Die Gebiete in und um Algier liegen in einer durch Erdbeben gefährdeten Zone, da das Atlas-Gebirge eine plattentektonische Grenze zwischen Europa und Afrika bildet. Weil sich die Eurasische mit der Afrikanischen Platte aneinander reibt, kann es immer mal wieder zu mehr oder minder heftigen Erschütterungen kommen.

Sehenswürdigkeiten

Märtyrer-Denkmal Algier
Das Märtyrer-Denkmal, Bild: Leonid Andronov / shutterstock

Die wichtigsten Touristenorte sind mit der Metro oder den Bussen zu erreichen. Ein Auto ist zur Erkundung in der Regel unnötig, wenn nicht die weitere Umgebung erforschen werden soll, da alles Sehenswerte fußläufig oder mit Bus und Bahn gut zu entdecken ist. Für einen Badeurlaub ist der Ort Sidi Fredj, etwa 20 km westlich von Algier ein schöner Anlaufpunkt, inklusive des relativ hohen Leuchtturms.

Sehenswert ist das imposante, 92 Meter hohe Märtyrer-Denkmal, das an die Unabhängigkeit von Frankreich erinnert. In Form von stilisierten Palmenblättern gestaltete Betonmonument umfasst es in seiner Mitte in etwa 14 Metern Höhe einen Turm im islamischen Stil.

Die Basilika Notre Dame d’Afrique wurde Mitte des 19. Jahrhunderts im romanisch-byzantinischen Stil erbaut. Im Inneren ist sie geschmückt mit orientalischen, aber ebenso westlichen Elementen. Sie liegt auf einer 124 Meter hohen Klippe, von der man einen grandiosen Ausblick auf die Stadt und die Bucht hat. Sie ist auch mit einer weiteren Attraktion, nämlich mit der Seilbahn, zu erreichen.

Front de Mer ist eine prächtige Promenade an der Hafenbucht. Am besten mit der U-Bahn und einem gemütlichen Fußweg aufzufinden. Vorbei an den typischen, malerischen weißen Häusern ist von dort ein herrlicher Ausblick auf das Mittelmeer zu genießen.

Nicht unerwähnt bleiben soll natürlich die Kasbah. So wird die 1992 zum Weltkulturerbe ernannte Altstadt genannt. Hier ziehen einen die engen Gassen und historischen Gebäude in den Bann. Zahlreiche Moscheen und Paläste aus maurischer Zeit befinden sich hier.
La Grande Poste ist ein von den Franzosen Anfang des 19. Jahrhunderts erbautes Postamt und gilt als eines der schönsten überhaupt. Es befindet sich mitten in der Stadt und ist per U-Bahn leicht aufzuspüren.

Der ebenfalls einfach mit der U-Bahn zu erreichende Jardin d’Essai ist ein 80 Hektar großer Botanischer Garten mit einem Vergnügungspark unweit des Märtyrer-Denkmals. Er ist einer von zahlreichen Parks und Gärten in Algier. Vor allem wenn die Sonne brennt, ist ein Spaziergang unter Palmen und exotischen Stauden hier eine gern genutzte Alternative.
Darüber hinaus sind in Algier eine Oper und etliche Museen zu besichtigen. Diese befinden sich größtenteils im moderneren Teil der Stadt. Etwas außerhalb ist ein Wasserpark für die ganze Familie ein beliebtes Ausflugsziel. Für Liebhaber der Fauna ist östlich der Stadt ein Zoo einen möglichen Trip wert.

Klima in Algier

Im Sommer ist das Klima in Algier angenehm warm und trocken. Die Winter sind recht frisch. Die ergiebigsten Niederschläge sind zwischen Oktober und April zu verzeichnen. Die beste Reisezeit ist dementsprechend im Frühling und Sommer, wo die Sonne bis zu 14 Stunden am Tag scheint. Das Klima an der Mittelmeerküste ist vergleichbar dem in Südspanien. Selbst Temperaturen um die 30 Grad lassen sich durch die leichte Meeresbrise gut ertragen.

Sonstiges

Auch wenn die Amtssprache Arabisch ist, sind Kenntnisse in Französisch vorteilhaft, da Englisch fast immer nur von der jüngeren Generation gesprochen und verstanden wird. Öffentliche Bezeichnungen von Plätzen und Straßen sind jedoch in lateinischer Schrift, sodass man hier sicherlich zurechtkommt.

In Algier gibt es eine reichhaltige Auswahl an Restaurants, die überwiegend französische oder italienische Gerichte anbieten. Obgleich sich die zum Teil scharf gewürzten Soßen doch von der europäischen Küche unterscheiden

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