Gizeh – Die Stadt der antiken Königsgräber

Pyramiden von Gizeh
Die Pyramiden von Gizeh, Bild: AlexAnton / shutterstock

Gizeh könnte das passende Reiseziel sein wenn man seinen Urlaub mit Kunst und Kultur vereinen möchte. Diese ägyptische Millionenstadt am Westufer des Nils gehört zur Metropolregion Kairo und besticht alljährlich etliche Besucher mit atemberaubenden Attraktionen und Sehenswürdigkeiten. Doch was macht den Reiz dieser geschichtsträchtigen Region aus:

Gizeh im Überblick & Tipps zur Anreise

Frontansicht der Sphinx, Gizeh
Frontansicht der Sphinx, Bild: AlexAnton / shutterstock

Gizeh stellt mit über 4 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt in Ägypten dar und liegt mit rund 20 km Entfernung besonders nah an Kairo. Somit eignet sich diese faszinierende Destination hervorragend für einen Städtetrip. Wer dagegen eher einen Badeurlaub in Hurghada präferiert, dem steht ebenso die Möglichkeit einer Tagestour zur Auswahl. Hierbei muss allerdings mit einer An- und Abreisezeit von mindestens 4 Stunden pro Fahrt gerechnet werden. Die Fahrzeit von Kairo bis nach Gizeh beträgt dagegen lediglich 15 Minuten. Gizeh ist den meisten vor allem wegen seiner altägyptischen Königsgräber, Tempeln und Pyramiden ein Begriff. Viele Touristen denken bei Nennung des Ortes ebenfalls an das faszinierende Monument der Sphinx von Gizeh. Um das Plateau der Pyramiden zu betreten, muss allerdings mit einem Eintrittspreis gerechnet werden. Bei einigen geführten Touren sind diese jedoch schon mit im Preis enthalten. Für das Betreten der Pyramiden fallen zudem noch einmal gesonderte Kosten an.

Die Pyramiden & die Sphinx von Gizeh

Die ehrwürdigen Pyramiden von Gizeh gelten nicht nur als einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Vorort, sondern zählen gar zu den Höhepunkten von ganz Ägypten. Wer also auch in den Bann der ältesten erhaltenen Bauwerke der Menschheit gezogen werden möchte, der sollte unbedingt eine Fahrt zu diesem erstaunlichen Weltwunder mit einplanen.

Die zwischen 2620 und 2500 v. Chr. gebauten Meisterwerke liegen nur ungefähr 15 Kilometer westlich von Kairo und rund acht Kilometer entfernt von der Stadt Gizeh. Die berühmteste und größte Pyramide der Pyramiden von Gizeh stellt vor allem die Cheops-Pyramide dar, welche laut Vermutungen aus rund 3 Millionen Steinblöcken erbaut wurde. Doch ebenso die mit Kalksteinplatten verkleidete Chephren-Pyramide stellt einen echten Hingucker dar.

Von der Chephren-Pyramide lässt sich darüber hinaus auch ein weiteres monumentales Highlight ansteuern: die Sphinx. Diese majestätisch erbaute Skulptur thront bereits schon seit 4.000 Jahren über das Plateau von Gizeh und lockt jährlich massenhaft Touristen an. Diesbezüglich gilt es allerdings zu beachten, dass die Sphinx bis zum 19. Jahrhundert unter Sand begraben lag. Lediglich der Kopf der imposanten Konstruktion ragte heraus. Charakteristisch für den liegenden Löwen mit Menschenkopf ist vor allem auch die abgeschlagene Nase der Statue. Als die kleinste Pyramide gilt dagegen die Mykerinos-Pyramide, die ca. zwischen 2540 und 2520 v. Chr. von dem Pharao Mykerinos als Grabstätte errichtet wurde.

Weitere spannende Sehenswürdigkeiten

Muhammad-Ali-Moschee, Kairo
Muhammad-Ali-Moschee in KAiro, Bild: AlexAnton / shutterstock

Doch die Region rund um Gizeh hat nicht nur die königlichen Grabmale sowie die Sphinx Skulptur zu bieten, ebenso die Muhammad-Ali-Moschee, welche auch als Alabastermoschee bekannt ist, gilt als eine echte Attraktion. Dieses im 1824 bis 1884 Jahre alte Gemäuer wurde im osmanischen Stil erbaut, weist jedoch auch einige Barockelemente auf. Gleicherweise beeindruckend ist die Zitadelle von Saladin, die als einer der weltgrößten Monumente der mittelalterlichen Kriegsführung gilt. Die Festung befindet sich in ostsüdöstlicher Richtung von Kairos Zentrums. Ebenso eine faszinierende Sehenswürdigkeit stellt die Hängende Kirche dar, welche zu einer der ältesten Kirchen Ägyptens zählt. Diese Kirche im Baustil der koptischen Architektur ist vor allem für ihre 110 Ikonen bekannt, wobei die Jungfrau Maria im Hauptaltar besonders im Fokus liegt.

Ausflugsziele rund um Gizeh

Kulturinteressierte sollten ebenso unbedingt einmal dem Nationalmuseum der ägyptischen Zivilisation einen Besuch abstatten. Hier lässt sich eine bemerkenswerte Sammlung von ca. 50.000 Artefakten bestaunen. Für Kunstbegeisterte empfiehlt sich obendrein ebenfalls das Ägyptische Museum Kairo, welches mit atemberaubenden Werken aus verschiedenen Epochen bestückt ist. Wer dagegen nach einem echten Spektakel Ausschau hält, der sollte die Pyramiden zu den Abendstunden aufsuchen.

Hier erwartet Touristen die Gizeh-Lichtshow, wobei die Pyramidenkomplexe mithilfe einer Lasershow in buntes Licht gehüllt werden. Bewunderer der Architektur können zudem auch eine Tour zu den Tempelbauten und Statuen in Sakkara und Memphis buchen. Eine weitere Ausflugsmöglichkeit in Gizeh stellt zudem eine spannende Wüstentour dar.

Fazit

Wer nicht den ganzen Urlaub im Großraum Kairo verbringen möchte, der sollte sich trotzdem auf keinen Fall eine Tagestour nach Gizeh entgehen lassen. Schließlich gelten die Pyramiden als das Wahrzeichen von Ägypten. Gleichermaßen werden Reisende in Gizeh in die mysteriöse Welt der Pharaonen entführt, sodass gewiss das ein oder andere spannende Detail noch dazu gelernt werden kann. Die beste Reisezeit für einen Besuch nach Gizeh stellen die Monate März bis Mai dar. Ebenso infrage kommen September bis November. Folglich lassen sich die besonders trockenen Sommermonate umgehen.

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