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Freitag, Januar 23, 2026
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Dresden – vom Mythos Pracht, der nicht vergeht

In einem weiten Talkessel der oberen Elbe liegt die weltweite Berühmtheit Dresden. Reisende fühlen sich in südlichere Gefilde versetzt, wenn sie der Elbe stromabwärts folgen. An den Hängen staffeln sich Rebterrassen und hinter Obstbäumen lugen gepflegte Anwesen hervor. „Elbflorenz“ ist der schmückende Beiname einer Stadt, die auf eine lange und bewegte Geschichte zurückblickt. Umgeben von einer lieblichen Szenerie, begeistert Dresden im südländisch anmutenden Elbtal mit unzähligen Schätzen. Wenn sich Brühlsche Terrasse, Schloss, Hofkirche, Semperoper und Augustusbrücke in der Elbe spiegeln, bietet sich ein ergreifendes Panorama.

Mit Dresden verbinden sich drei Assoziationen: der Aufstieg der Stadt während ihrer Blütezeit unter August dem Starken, die Zerstörung Dresdens in der Bombennacht 1945 und schließlich der ermutigende Wiederaufbau, vor allem nach der Vereinigung der beiden Staaten.

Im Dreiklang von Kunst, Geschichte und Natur

Schwebebahn in Dresden
Dresdner Schwebebahn, Bild: Gabor Tinz / shutterstock

Im Schutze der in 1200 errichteten Burg auf dem Taschenberg ging die sorbische Siedlung „Nisani“ hervor. Diese wuchs zum erstmalig 1206 erwähnten „Dreszdany“ heran. Als Residenz der Albertinischen Linie gewann Dresden zunehmend an Gewicht, vorangetrieben von Kurfürst Moritz, der Dresden im Jahre 1547 zur Hauptstadt des Kurfürstentums machte. Zwischen 1694 und 1783 durchlebte die Stadt das „Augusteische Zeitalter“ – glanzvoll wie verschwenderisch.

Wasser und Architektur waren für August den Starken zusammengehörige Größen seit seinem Venedig-Erlebnis. Er wollte den Zauber der Lagunenstadt nördlich der Alpen wiederholen: Die Augustusbrücke als neuer Rialto, die Elbe als Canal Grande und die Schlösser am Fluss, welche er mit seiner Prunkgondel leicht erreichen konnte – kurz: die Dresdner Antwort auf venezianische Paläste. Indes war seine Bauleidenschaft längst nicht gestillt. Wie an einer Perlenkette aufgereiht, ließ August der Starke von fähigen Architekten in der Stadt und an den Ufern der Elbe beeindruckende Schlösser bauen.
Im Augustinischen Zeitalter entstanden die meisten Bauten, die Dresdens Weltruhm zur „Elbflorenz“ begründeten. Dresden wurde zu einer Perle höfischen Barocks.

Bis zu dem Tag, als die zauberhafte Stadt in einer Feuerhölle versank: „Wer das Weinen verlernt hat, der lernt es wieder beim Untergang Dresdens. Ich habe den Untergang Dresdens persönlich erlebt. Ich stehe am Ausgangstor meines Lebens und beneide meine toten Geisteskameraden, denen dieses Erlebnis erspart geblieben ist.“ schrieb damals Gerhart Hauptmann. Am Aschermittwoch 1945 – Deutschland liegt bereits am Boden – löschen die beiden Bomberwellen das alte, an Kunstdenkmälern reiche Dresden aus. Es sterben über 35.000 Menschen. Militärisch ohne Sinn erklärte dieser Anschlag den Untergang Dresdens.

Majestätische Bauwerke und die schönste aller Stadtsilhouetten vernichtet? Mit Entsetzen, vor den rauchenden Trümmern stehend, erklären die Bürger ihre Stadt für verloren.
Doch wenige Jahre nach dem Feuersturm richtet sich Dresden in seiner alten Pracht wieder auf.

Dresden. Auferstanden aus Ruinen – Trümmersteine im neuen Glanz

Dresden, Elbe
Blick auf die Elbe in Dresden, Bild: RastoS / shutterstock

Das, was Künstler und Dichter einst ins Schwärmen geraten ließ, findet man heute nicht mehr. Im Inferno der Bombennacht wurde die Altstadt fast völlig zerstört, und die Narben heilen nur langsam. Nach großen Mühen ist heute wieder einiges zu erahnen vom früheren barockem Glanz der Elbestadt.

Der Aufbau der Frauenkirche, einst Ruine und Mahnmal über die Opfer des Bombenkrieges, ist sichtbares Zeichen der Versöhnung. Das Gotteshaus war einst Deutschlands bedeutendster protestantischer Kirchenbau. Während Zwinger, Schloss und Semperoper bereits in Schutt und Asche liegen, steht die Kirche noch genau einen Tag und rettet 300 Schutzsuchenden das Leben. Den hohen Temperaturen war der Sandstein nicht gewachsen, einen Tag später stürzt der Kirchenbau in sich zusammen. Dresdens Herzstück konnte im Jahre 2005 erneut geweiht werden. Heute trägt das barocke Gotteshaus eine große Symbolkraft und wirkt wie ein Triumph über den Tod.

Dresden, Semperoper
Die Semperoper, Bild: TTstudio / shutterstock

Auch die Semperoper war 1945 völlig ausgebrannt. Was der Betrachter heute sieht, ist eine Rekonstruktion aus dem Jahre 1985. Jedoch sei die Akustik besser als die der Mailänder Scala – so berichten viele hier aufgetretene Künstler.

Schwer zerstört wurde auch der Zwinger, das Meisterwerk europäischer Barockarchitektur. In den Wiederaufbau, der 1964 abgeschlossen war, steckte die damalige SED-Regierung erhebliche Summen, um den devisenträchtigen Tourismus anzukurbeln.

Der Zwinger – Meisterwerk der Weltkultur

Dresden, Zwinger
Der Zwinger, Bild: leoks / shutterstock

Vielleicht nirgendwo sonst in der abendländischen Baugeschichte gelang eine so einzigartige Verbindung zwischen festlicher Architektur und beschwingter, fantasiereicher Plastik wie in den Pavillons und Galerien des Zwingers. Putten, Bögen und Säulen schmücken eines der originellsten Meisterwerke. Einst war das Gelände ein Festplatz für höfische Spiele und von einfachen Holzbauten umgeben. Erst 1770 gab August der Starke den Auftrag für einen festen Bau, an seinen späteren Hofarchitekten Matthäus Daniel Pöppelmann. Der Zwinger war nicht zu Wohnzwecken errichtet worden. Er sollte allein den repräsentativen Ansprüchen August des Starken gerecht werden. Heute zieht das berühmteste Bauwerk Dresdens die Besucher wie ein Magnet in seinen Bann. Mit dem Zwinger setzte der Sachsenkönig dem höfischen Barock ein einzigartiges Denkmal.

Dresden – stolze Sachsenmetropole mit Kunstwerken von einem unermesslichen Wert

Wer heute die Stadt besucht, braucht Tage, um die Museen gebührend zu würdigen. Im Zwinger sind gleich mehrere Museen und Sammlungen untergebracht.

  • Der Wallpavillon ist das Juwel des Zwingers. Im Scheitel der westwärts gerichteten Bogengalerie erreicht die Ausdruckskraft, der von Permoser geschaffenen Figurenpracht, ihren Glanzpunkt. Hinter dem Pavillon befindet sich das herrlich verspielte Nymphenbad.
  • Rechts vom Kronentor beherbergt das Tierkundemuseum das Skelett einer vor 300 Jahren ausgestorbenen Seekuh.
  • In der Galeriehälfte links vom Kronentor kann man die in 1717 gegründete Porzellansammlungvon August dem Starken bewundern.
  • Die größte deutsche Sammlung von Globen sowie die älteste Rechenmaschine der Welt lohnen einen Besuch im Mathematisch-Physikalischen Salon.
  • In der Gemäldegalerie „Alte Meister“ sind bedeutende Werke der europäischen Malerei des 15.-18. Jahrhunderts, darunter Raffaels „Sixtinische Madonna“ zu besichtigen.
  • Die Rüstkammer beherbergt die Prunkwaffensammlung der sächsischen Kurfürsten aus dem 16.-17. Jahrhundert.
Dresden, Weihnachtsmarkt
Der Dresdener Weihnachtsmarkt gilt als einer der schönsten Deutschlands, Bild: Feel good studio / shutterstock

An den Zwinger grenzt der Theaterplatz. Hier schlägt das Herz des historischen Dresdens
und die Prachtbauten reichen sich die Hand. Dominant beherrscht die Semperoper das Areal. Unweit befinden sich Schloss und Hofkirche. Vom 110 Meter hohen Hausmannsturm des Schlosses genießt man einen herrlichen Ausblick auf den Theaterplatz. Die Altstädter Wache und das Taschenbergpalais ergänzen das Ensemble. Vorbei an der Hofkirche, gelangt man auf den „Balkon Europas“. Die Brühlsche Terrasse, die sich über dem Elbufer auf den Resten der Dresdner Festungsanlagen erstreckt, ist einziger erhaltener Zeuge der mächtigen Wehranlage aus dem 16. Jahrhundert. Hier flanieren Besucher aus allen Kontinenten und lassen ihre Blicke über die dahinfließende Elbe mit ihren imposanten Dampfschiffen auf die andere Elbseite mit der Dresdner Neustadt schweifen. Auf der Brühlschen Terrasse, im Albertinum, erwartet Kunstfreunde die Gemäldegalerie „Neue Meister“ mit Kunstwerken von der Romantik bis zur Gegenwart. Publikumsmagnet ist das Grüne Gewölbe, nur wenige Meter vom Albertinum entfernt – eine funkelnde Schatulle und die reichhaltigste Schatzkammer der Welt.
Vom Albertinum ist es nicht weit zum Neumarkt, der bis zum Februar 1945 der wohl malerischste Platz Dresdens war. Den Neumarkt dominiert die wieder errichtete Frauenkirche. Mit ihrer berühmten Steinkuppel prägt sie die Stadtsilhouette.

Östlich der Altstadt erstreckt sich der Große Garten aus dem Jahre 1676 mit Freilichtbühne, Puppentheater, Zoo, Botanischen Garten und einem Parktheater. Den Mittelpunkt bildet das Gartenpalais mit dem Palaisteich und den Kavaliershäusern. Besonders eindrucksvoll wirken die der griechischen Sagenwelt entlehnten Skulpturen.

Von der Altstadt erreicht man über die Augustusbrücke den Neustädter Markt, beherrscht von dem Reiterstandbild August dem Starken.

In eine Oase großbürgerlicher Architektur führt die berühmteste Brücke Dresdens – das „Blaue Wunder“. Die mächtige Eisenkonstruktion wurde zwischen 1891 und 1893 erbaut und verbindet die Orte Löschwitz und Blasewitz. Ein fantastisches Panorama liegt dem zu Füßen, der mit der Schwebebahn zum Stadtteil Oberloschwitz hochfährt.

Ebenfalls sehenswert: das Deutsche Hygiene-Museum mit einer enormen Ausstrahlung und die „Gläserne Manufaktur“, ein Beweis für die internationale Anziehungskraft Dresdens als Wirtschaftsstandort.

Wer von Dresden nicht genug bekommen kann, darf sich gern noch umschauen. In der unmittelbaren Umgebung locken Radebeul – der Sterbeort des geistigen Vaters von Winnetou, Schloss Moritzburg, der Waldpark mit Wildgehege und nicht zuletzt das entzückende Städtchen Stolpe, welches malerisch auf einer Basaltkuppel liegt und das tragische Schicksal der Gräfin von Cosel teilt.

Dresden: Die 7 wichtigsten Sehenswürdigkeiten mit Karte

1. Die Frauenkirche

Die Frauenkirche ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Dresdens. Nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde sie liebevoll rekonstruiert und erstrahlt heute wieder in ihrer vollen Pracht. Die Kuppel der Kirche bietet einen atemberaubenden Blick über die Stadt.

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2. Zwinger

Der Dresdner Zwinger ist ein barockes Meisterwerk und beherbergt mehrere Museen, darunter die Gemäldegalerie Alte Meister und die Porzellansammlung. Die prächtigen Gärten und Pavillons sind ein Highlight für jeden Besucher.

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3. Semperoper

Die Semperoper ist ein weltberühmtes Opernhaus und ein architektonisches Juwel. Besucher können eine Vorstellung genießen oder an einer der zahlreichen Führungen teilnehmen, um mehr über die Geschichte und Architektur des Gebäudes zu erfahren.

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4. Residenzschloss

Das Dresdner Residenzschloss ist ein historischer Palast, der eine beeindruckende Sammlung von Kunstschätzen beherbergt, darunter das Grüne Gewölbe, eine der reichsten Schatzkammern Europas.

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5. Brühlsche Terrasse

Die Brühlsche Terrasse, auch als “Balkon Europas” bekannt, bietet einen wunderschönen Blick auf die Elbe und die historische Altstadt. Es ist ein beliebter Ort für Spaziergänge und ein Muss für jeden Besucher.

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6. Fürstenzug

Der Fürstenzug ist das größte Porzellanbild der Welt und zeigt die Geschichte der sächsischen Herrscher in eindrucksvollen Bildern. Es befindet sich an der Außenwand des Stallhofs im Dresdner Residenzschloss.

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7. Blaues Wunder

Das Blaue Wunder, eine Brücke über die Elbe, ist ein technisches Meisterwerk und bietet einen großartigen Blick auf die Flusslandschaft. Sie verbindet die Stadtteile Blasewitz und Loschwitz und ist ein beliebter Ort für Fotografen.

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Die 5 wichtigsten Museen in Dresden

1. Gemäldegalerie Alte Meister

Die Gemäldegalerie Alte Meister im Zwinger zeigt eine beeindruckende Sammlung europäischer Kunstwerke, darunter Meisterwerke von Raffael, Vermeer und Rembrandt.

Adresse: Theaterplatz 1, 01067 Dresden
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 10:00 – 18:00 Uhr
Eintritt: 14 EUR

2. Grünes Gewölbe

Das Grüne Gewölbe im Residenzschloss ist eine der reichsten Schatzkammern Europas und zeigt prachtvolle Kunstwerke aus Gold, Silber und Edelsteinen.

Adresse: Taschenberg 2, 01067 Dresden
Öffnungszeiten: Täglich 10:00 – 18:00 Uhr
Eintritt: 12 EUR

3. Deutsches Hygiene-Museum

Das Deutsche Hygiene-Museum bietet eine interaktive Ausstellung rund um den menschlichen Körper und die Gesundheit. Es ist besonders für Familien und Schulklassen interessant.

Adresse: Lingnerplatz 1, 01069 Dresden
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 10:00 – 18:00 Uhr
Eintritt: 10 EUR

4. Militärhistorisches Museum der Bundeswehr

Dieses Museum bietet einen umfassenden Überblick über die deutsche Militärgeschichte und zeigt zahlreiche Exponate, von Uniformen bis zu Flugzeugen.

Adresse: Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden
Öffnungszeiten: Mittwoch – Montag 10:00 – 18:00 Uhr (Montag bis 21:00 Uhr)
Eintritt: 5 EUR

5. Verkehrsmuseum Dresden

Das Verkehrsmuseum Dresden zeigt die Entwicklung von Verkehrsmitteln, von historischen Lokomotiven bis hin zu modernen Autos und Flugzeugen.

Adresse: Augustusstraße 1, 01067 Dresden
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 10:00 – 18:00 Uhr
Eintritt: 9 EUR

Das Wetter in Dresden

 

 

Ausflugsziele außerhalb von Dresden

Sächsische Schweiz

Die Sächsische Schweiz ist ein atemberaubendes Naturgebiet, das sich etwa 30 Kilometer südöstlich von Dresden befindet. Mit ihren bizarren Felsformationen, tiefen Schluchten und weitläufigen Wäldern ist die Region ein Paradies für Wanderer und Kletterer. Besonders beeindruckend ist die Bastei, eine Felsformation mit einer historischen Brücke, die einen spektakulären Blick auf das Elbtal bietet.

Schloss Moritzburg

Schloss Moritzburg liegt etwa 15 Kilometer nordwestlich von Dresden und ist ein prächtiges Barockschloss, das auf einer künstlichen Insel in einem Teich errichtet wurde. Das Schloss ist bekannt für seine prachtvolle Innenausstattung und die umgebenden Parkanlagen.

Meißen

Meißen, nur 25 Kilometer von Dresden entfernt, ist die Heimat des weltberühmten Meißner Porzellans. Die Altstadt mit ihrem Dom und der Albrechtsburg ist einen Besuch wert, ebenso wie die Porzellanmanufaktur, in der Besucher mehr über die Herstellung des “weißen Goldes” erfahren können.

Übernachtungstipps in Dresden

Luxushotel: Hotel Taschenbergpalais Kempinski

Das Taschenbergpalais Kempinski ist eines der luxuriösesten Hotels in Dresden und bietet erstklassigen Service, elegante Zimmer und eine zentrale Lage nahe der Semperoper und dem Zwinger.

4-Sterne-Hotel: Hyperion Hotel Dresden am Schloss

Dieses moderne Hotel bietet stilvolle Zimmer und Suiten sowie einen Wellnessbereich. Es liegt zentral in der Nähe des Residenzschlosses und ist ideal für Geschäftsreisende und Touristen.

3-Sterne-Hotel: Motel One Dresden am Zwinger

Das Motel One bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis mit modernen, komfortablen Zimmern und einer zentralen Lage direkt am Zwinger.

Budget-Hotel: A&O Dresden Hauptbahnhof

Für Reisende mit kleinem Budget bietet das A&O Dresden eine erschwingliche Unterkunft in der Nähe des Hauptbahnhofs. Es gibt sowohl private Zimmer als auch Mehrbettzimmer.

Beliebte Restaurants in Dresden

Kastenmeiers

Das Kastenmeiers ist bekannt für seine exzellente Fisch- und Meeresfrüchteküche. Es liegt im Kurländer Palais und bietet eine elegante Atmosphäre mit einer innovativen Speisekarte.

Pulverturm an der Frauenkirche

Im Pulverturm erleben Sie traditionelle sächsische Küche in historischen Gewölben. Das Restaurant bietet eine einzigartige Atmosphäre und ist bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt.

FAQ: Wichtige Fragen rund um Dresden

Wann ist die beste Reisezeit für Dresden?

Dresden ist das ganze Jahr über ein lohnendes Reiseziel. Der Frühling und Sommer sind ideal für Stadtbesichtigungen und Outdoor-Aktivitäten, während der Winter den berühmten Striezelmarkt bietet, einen der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands.

Wie bewege ich mich in Dresden am besten fort?

Dresden verfügt über ein gut ausgebautes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln, darunter Straßenbahnen und Busse. Fahrräder können ebenfalls gemietet werden, um die Stadt zu erkunden.

Welche Währung wird in Dresden verwendet?

In Dresden wird der Euro (€) verwendet. Kreditkarten werden in den meisten Geschäften und Restaurants akzeptiert, es ist jedoch ratsam, etwas Bargeld für kleinere Einkäufe bei sich zu haben.

Gibt es in Dresden eine City Card?

Ja, die Dresden City Card bietet freien Eintritt zu vielen Sehenswürdigkeiten und unbegrenzte Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.

Was sind typische Souvenirs aus Dresden?

Typische Souvenirs aus Dresden sind Meißner Porzellan, Dresdner Stollen (ein traditionelles Weihnachtsgebäck) und Kunsthandwerk aus der Region.

Quellenangaben

  • Informationen über Sehenswürdigkeiten und Museen: Stadt Dresden
  • Google Maps

Artikel aktualisiert am 15. August 2024

Kopenhagen: Die 7 wichtigsten Sehenswürdigkeiten

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Kopenhagen, die charmante Hauptstadt Dänemarks, ist bekannt für ihre reiche Geschichte, modernen Architektur und lebendige Kultur. Ob Sie die königlichen Paläste erkunden oder durch die malerischen Straßen schlendern, Kopenhagen hat für jeden Reisenden etwas zu bieten. Hier sind die sieben wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die Sie nicht verpassen sollten.

Die beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Dänemarks Hauptstadt

1. Nyhavn

Nyhavn ist wohl das bekannteste Bild von Kopenhagen. Der malerische Hafen, gesäumt von farbenfrohen Häusern und historischen Schiffen, ist ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen. Hier finden Sie zahlreiche Restaurants und Cafés, die zum Verweilen einladen.

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2. Die Kleine Meerjungfrau

Die kleine Meerjungfrau von Kopenhagen
Die kleine Meerjungfrau von Kopenhagen, Bild: footageclips / shutterstock

Die Statue der Kleinen Meerjungfrau, inspiriert von Hans Christian Andersens Märchen, ist ein ikonisches Wahrzeichen der Stadt. Obwohl sie relativ klein ist, zieht sie jedes Jahr Millionen von Besuchern an.

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3. Tivoli Gärten

Tivoli ist einer der ältesten Vergnügungsparks der Welt und bietet eine einzigartige Mischung aus nostalgischen Fahrgeschäften, wunderschönen Gärten und lebhaften kulturellen Veranstaltungen.

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4. Schloss Amalienborg

Schloss Amalienborg in Kopenhagen
Schloss Amalienborg in Kopenhagen, Bild: ecstk22 / shutterstock

Das Schloss Amalienborg ist die Residenz der dänischen Königsfamilie. Besucher können die Wachablösung beobachten und das Museum besuchen, das Einblicke in das königliche Leben bietet.

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5. Christiansborg Palast

Christiansborg Palast in Kopenhagen
Christiansborg Palast in Kopenhagen, Bild: Dreamnord / shutterstock

Der Christiansborg Palast ist der Sitz des dänischen Parlaments und beherbergt auch den Obersten Gerichtshof sowie die Räumlichkeiten des Premierministers. Der Palast ist ein historisches Juwel mit reich verzierten Sälen und königlichen Stallungen.

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6. Rundetårn (Runder Turm)

Der Rundetårn ist ein historisches Observatorium und bietet von seiner Spitze einen atemberaubenden Blick über Kopenhagen. Der Aufstieg über die spiralförmige Rampe ist ein Erlebnis für sich.

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7. Schloss Rosenborg und der Königliche Garten

Schloss Rosenborg, ein wunderschönes Renaissanceschloss, beherbergt die Kronjuwelen und königlichen Insignien Dänemarks. Der angrenzende Königliche Garten ist der älteste und beliebteste Park der Stadt.

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Die 5 wichtigsten Museen in Kopenhagen

1. Nationalmuseum von Dänemark

Das Nationalmuseum bietet eine umfassende Sammlung zur dänischen Geschichte, von der Steinzeit bis zur Gegenwart.

Adresse: Ny Vestergade 10, 1471 Kopenhagen
Öffnungszeiten: Täglich 10:00 – 17:00 Uhr
Eintritt: 95 DKK (ca. 13 EUR)

2. Ny Carlsberg Glyptotek

Die Glyptotek beherbergt eine beeindruckende Sammlung antiker und moderner Kunst, darunter Werke von Rodin und Degas.

Adresse: Dantes Plads 7, 1556 Kopenhagen
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr
Eintritt: 115 DKK (ca. 15 EUR)

3. Louisiana Museum of Modern Art

Das Louisiana Museum, etwa 35 km nördlich von Kopenhagen, ist weltbekannt für seine moderne Kunstsammlung und seine spektakuläre Lage am Meer.

Adresse: Gl. Strandvej 13, 3050 Humlebæk
Öffnungszeiten: Täglich 11:00 – 18:00 Uhr (Mittwoch bis 22:00 Uhr)
Eintritt: 145 DKK (ca. 19 EUR)

4. Designmuseum Danmark

Das Designmuseum widmet sich dem reichen Erbe des dänischen Designs und bietet spannende Einblicke in die moderne Kunst und Architektur.

Adresse: Bredgade 68, 1260 Kopenhagen
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 10:00 – 18:00 Uhr
Eintritt: 115 DKK (ca. 15 EUR)

5. Statens Museum for Kunst (SMK)

Das SMK ist Dänemarks Nationalgalerie und beherbergt eine umfangreiche Sammlung dänischer und internationaler Kunstwerke vom 14. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

Adresse: Sølvgade 48-50, 1307 Kopenhagen
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 10:00 – 18:00 Uhr (Mittwoch bis 20:00 Uhr)
Eintritt: 120 DKK (ca. 16 EUR)

Ausflugsziele außerhalb von Kopenhagen

Kronborg Schloss (Elsinore)

Kronborg Schloss, auch bekannt als Schloss von Hamlet, liegt etwa 45 Minuten von Kopenhagen entfernt. Das Schloss, ein UNESCO-Weltkulturerbe, ist ein bedeutendes Beispiel der Renaissance-Architektur und spielt eine zentrale Rolle in Shakespeares Werk “Hamlet”.

Roskilde und der Dom

Roskilde, etwa 30 Minuten von Kopenhagen entfernt, ist bekannt für seinen beeindruckenden Dom, in dem viele dänische Könige und Königinnen begraben sind. Die Stadt ist auch Austragungsort des berühmten Roskilde-Festivals.

Frederiksborg Schloss

Das beeindruckende Frederiksborg Schloss, etwa 40 Kilometer nordwestlich von Kopenhagen, ist das größte Renaissance-Schloss Skandinaviens und beherbergt das Museum für Nationalgeschichte.

Tipps für Übernachtungen in Kopenhagen

Teures Hotel: Hotel d’Angleterre

Das Hotel d’Angleterre ist eines der luxuriösesten Hotels in Kopenhagen. Es liegt zentral und bietet erstklassige Annehmlichkeiten, darunter ein Spa, ein Gourmet-Restaurant und stilvoll eingerichtete Zimmer.

3-Sterne-Hotel: Ibsens Hotel

Ibsens Hotel bietet eine gemütliche Atmosphäre und liegt in der Nähe des Nørreport Bahnhofs. Es ist eine erschwingliche Option mit stilvollem skandinavischem Design und einem beliebten Frühstücksangebot.

Beliebte Restaurants in Kopenhagen

Restaurant Geranium

Das Geranium ist ein mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnetes Restaurant, das nordische Küche auf höchstem Niveau serviert. Es befindet sich im 8. Stock des Fælledparken und bietet einen atemberaubenden Blick über die Stadt.

Restaurant Amass

Das Amass ist bekannt für seine nachhaltige Küche und die kreative Nutzung lokaler Zutaten. Das Restaurant bietet eine entspannte Atmosphäre und liegt in einem umgebauten Industriegebäude mit Blick auf das Wasser.

FAQ: Wichtige Fragen rund um Kopenhagen

Wann ist die beste Reisezeit für Kopenhagen?

Die beste Zeit für einen Besuch in Kopenhagen ist von Mai bis September, wenn das Wetter mild ist und zahlreiche Outdoor-Aktivitäten möglich sind.

Wie bewege ich mich in Kopenhagen am besten fort?

Kopenhagen ist bekannt für seine Fahrradfreundlichkeit. Fahrräder können an vielen Stellen gemietet werden. Alternativ stehen ein gut ausgebautes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln, einschließlich Busse, Bahnen und Metro, zur Verfügung.

Wie teuer ist Kopenhagen?

Kopenhagen ist bekannt als eine der teureren Städte Europas. Reisende sollten entsprechend planen und nach Budget-Optionen suchen, besonders bei Restaurants und Übernachtungen.

Welche Sprache wird in Kopenhagen gesprochen?

Dänisch ist die offizielle Sprache, aber die meisten Kopenhagener sprechen auch sehr gut Englisch.

Gibt es in Kopenhagen eine City Card?

Ja, die Copenhagen Card bietet freien Eintritt zu vielen Sehenswürdigkeiten und unbegrenzte Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.

Aktuelles Wetter in Kopenhagen

Quellenangaben

Kopenhagen – zwischen Weltstadtflair und Inselidyll

Dort, wo sich skandinavische Eleganz mit mitteleuropäischer Lebensfreude verbindet, liegt „Wonderful Copenhagen“. Die dänische Hauptstadt Kopenhagen ist die größte, lebenslustigste und freizügigste Stadt Skandinaviens. Am Ostufer der Insel Seeland am Øresund strahlt Kopenhagen eine ganz besondere Atmosphäre aus. Wie sollte es auch anders sein? Aus den Fluten grüßt die berühmte kleine Meerjungfrau und zudem pflegt das Königshaus einen unbekümmerten volksnahen Lebensstil.
Kopenhagen wurde 1167 am Øresund von Bischof Absolon aus Roskilde gegründet und gehört heute zu den charmantesten Großstädten der Welt.

Willkommen in einer entspannten, weltoffenen Atmosphäre, bei lebensfrohen Menschen in einer historisch-gemütlichen Metropole!

Erkundung einer bezaubernden Hafenstadt

Kopenhagen, Børsen
Die alte Handelsbörse – The Old Stock Exchange (Børsen), Bild: foto-select / shutterstock

Die Geschichte Kopenhagens in Dänemark beginnt im 11. Jahrhundert. Einst ein kleines Fischerdorf, erhält Kopenhagen im Jahre 1254 die Stadtrechte. Trotz der Zerstörung durch die Hanse (1368) entwickelt sich die Stadt zum blühenden Handelsplatz. 1445 erhebt König Christoffer Kopenhagen zur Haupt- und Residenzstadt. Mit vielen stattlichen Bauten verleiht Christian IV. der Stadt in wesentlichen Teilen ihr heutiges Gesicht.

Geschichte und Tradition begegnet dem Reisenden in der Residenzstadt auf Schritt und Tritt. Die Atmosphäre ist aufgeschlossen und trotzdem angenehm beschaulich. Den Rahmen dazu bildet die großzügige Stadtarchitektur mit der Patina der Schlösser sowie Kirchen und Paläste einer jahrhundertealten königlichen Residenz, die Nähe des Meeres mit einem Netz von Kanälen und Wasserstraßen, viele Park- und Grünanlagen und zu guter Letzt die fröhliche, ungezwungene Lebensart der Dänen.

Kopenhagen, Nyhavn
Nyhavn, der “Neue Hafen” in Kopenhagen, Bild: Nattee Chalermtiragool / shutterstock

Dank seiner geräumigen Stadtlage konnte es sich Kopenhagen leisten, auf den vermeintlichen Segen des Fortschritts der letzten Jahre zu verzichten. Es wehrte sich gegen Kahlschläge zugunsten des Verkehrs als auch gegen Auswüchse der modernen Architektur. Die Stadt steht beispiellos für eine sinnvolle Städtebaupolitik. Trotzdem sie fünf Schlösser beherbergt, findet man im Kopenhagener Stadtkern leichter einen Parkplatz als in Frankfurt oder Hannover.

Die meisten Sehenswürdigkeiten lassen sich bequem zu Fuß erreichen.

Bevor wir vom verkehrsreichen Rathausplatz starten, sollte das Wahrzeichen der Stadt als erstes erwähnt werden. Es ist ebenso unscheinbar wie liebenswürdig: Seit über 100 Jahren begrüßt die „Kleine Meerjungfrau“ die Menschen am Kopenhagener Hafen. Sie erinnert an das gleichnamige Märchen des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen. Sehnsüchtig wartet sie an der Hafeneinfahrt auf ihren Prinzen und erscheint nahezu melancholisch.

Bummel durch das Shoppingviertel

Rund um die Uhr ist der Rathausplatz das pulsierende Herz der Stadt. Beherrscht wird der Platz von dem 1892-1905 erbauten Rathaus, das teils der italienischen Renaissance, teils mittelalterlicher dänischer Architektur nachempfunden ist und einen 105 Meter hohen Turm besitzt. Das Gebäude ist reich mit Malereien und Skulpturen geschmückt. Die goldene Figur über dem Portal zeigt Stadtgründer Absolon. Tatsächlich populärer als Fotomotiv ist die Bronzestatue des Märchendichters Andersen gleich neben dem Rathaus.

Kopenhagen, Axel Towers
Die Axel Towers, Bild: Sun_Shine / shutterstock

Vom Rathausplatz zieht sich die berühmte Einkaufsstraße Strøget quer durchs Zentrum.
Neben vielen Kunst- und Kulturstätten offeriert sich Europas größte Fußgängerzone. Der Rufname Strøget bedeutet im Deutschen „Strich“ und ist der Sammelname für Nygade, Gammeltorv, Frederiksberggade, Vimmelskafftet, Østergade und Amagertorv. Schon bald stößt man auf Flagships-Stores großer dänischer Marken. Auf dem Weg verweilt man am verspielten Caritas-Brunnen. Nur wenige Schritte weiter offeriert sich die „Vor Frue Kirke“ – Kopenhagens Dom. An der Købmagerade, einer ebenfalls von Shops gesäumten Straße, bietet der Rundturm (Rundetårn) aus dem Jahre 1642 eine hinreißende Aussicht über Kopenhagens Dächer. Auf der fast zwei Kilometer langen „Strøget“ bezaubern unzählige Restaurants und Cafés in entzückenden Bürgerhäusern. Am Kongens Nyrtov endet die Straße. Rundum imponieren prächtige Fassaden. Das Luxushotel d’Angleterre, das Kaufhaus Magasin du Nord und das Stammhaus aller wichtigen Bühnen der Stadt wie das „Kongelige Teater“ und die „Kunsthall Charlottenburg“ bilden eine überwältigende Kulisse.

Überquert man anschließend den Andersen-Boulevard kommt man zunächst zum Haus der Industriellenvereinigung. Dahinter offeriert sich der weltberühmte Vergnügungspark Tivoli, dessen Haupteingang in der Vesterbrogade liegt. Besonders am Abend ist ein Besuch zu empfehlen. Der stetst festlich geschmückte Park lockt mit Karussells, Artistik, Pantomime, Cafés, Restaurant und zahllosen Vergnügungsstätten. Als beliebter Treffpunkt der Kopenhagener vom Kinder- bis zum Rentenalter und unzähliger Touristen überzeugt der Park mit einer einzigartigen, lebensfrohen Atmosphäre. Der bunte Trubel wirkt nie aufdringlich, sondern authentisch und fröhlich.

Königliche und maritime Ecken

Kopenhagen
Bild: CatalinT / shutterstock

Gleich neben Schloss Charlottenburg öffnet sich der Blick auf den von altertümlichen Giebelhäusern eingefassten Neuen Hafen. Die bunten Häuser stehen am Nyhavn in Reih und Glied. In der Gegend wohnte der „Vater“ der Kleinen Meerjungfrau, Hans Christian Andersen. Der Nyhavn, von wo die Boote zur Stadtrundfahrt ablegen, war einst das verrufene Viertel Kopenhagens. Ein letzter nostalgischer Hauch alten Hafen-Rotlichts ist immer noch zu spüren. Heute bilden die zahlreichen kleinen bunten Häuser ein besonders charmantes Stück der Stadt, mit Gasthäusern, Bars und Tätowierstuben. Unter Seefahrern ist es heute noch üblich, sich hier tätowieren zu lassen.

Ganz in der Nähe öffnet das Schloss Amalienborg seine Palasttore. Die Kopenhagener Residenz des dänischen Herrscherhauses und Sitz der Königin ist von vier Flügeln, ehemals getrennten Adelspalästen, umgeben. Die Platzmitte schmückt das Reiterstandbild Frederiks V. (1771).

Wachablösung ist täglich um 12 Uhr. Fotogen marschieren die Soldaten auf den Schlossplatz zu – im Rücken die wuchtige Kuppel der Marmorkirken, errichtet zwischen 1746 und 1894.

Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum imposanten Gefions-Brunnen am sorgfältig restaurierten Kastell. Die ehemalige Zitadelle stammt in ihren ältesten Teilen aus dem Jahr 1625.

Kurzweil in den Szenevierteln

Blick auf Kopenhagen
Blick auf Kopenhagen, Bild: S-F/shutterstock

Am nordwestlichen Ende der Fußgängerzone bildet die Nørreport Station einen idealen Ausgangspunkt für weitere Erkundungen. Gleich um die Ecke steht das Schloss Rosenborg idyllisch in einer der beliebtesten Parkanlagen Kopenhagens. Die Prunkräume im Inneren sind mit kostbaren Gold-und Silberornamenten, riesigen Löwenskulpturen und wertvollen Wandteppichen ausstaffiert.

Gleichwohl steht man vor den Toren der Markthalle „Torvehallerne KBH“.

Ebenfalls sehenswert ist das etwas weiter vom Zentrum entfernte Multi-Kulti-Viertel Nørrebo voller exotischer Restaurants, mit jungen, wilden Designershops und vollgepfropften Antiquitätengeschäften.
Gegenüber befindet sich das Viertel Christianshavn, welches mit seinen Kanälen nahezu holländisch wirkt.

Eines der berühmtesten Viertel Kopenhagens ist zweifellos der alternative „Freistaat“ Christiania. 1971 besetzten die Hippies das damals ungenutzte Militärgelände.

Im Norden schließt sich der alte Marinestützpunkt Holmen an und begeistert mit denkmalgeschützten Bauten, edlen Apartments und Kulturinstitutionen.

Vesterbro ist das Kultviertel hinter dem Bahnhof. Binnen weniger Jahre wurde aus dem Brennpunktviertel ein quirliges Schmuckkästchen urbanen Lebens.

Man sagt, Kopenhagens Pflaster macht beim Bummeln nicht müde. Das ist auch wünschenswert, will man all das Sehenswerte, Skurrile, Großartige und Verträumte der Stadt aufsuchen und bestaunen. Dazu zählt auch eine brillante Museumslandschaft.

Die wichtigsten Museen in Kopenhagen auf einen Blick:

  • Mit modernen Museumskonzepten leitet das Nationalmuseum die Besucher durch Dänemarks Geschichte und gewährt exzellente Einblicke in die Vorzeitepoche – von der Stein- bis zur Wikingerzeit. Kinder lieben den großen Bereich, der eine spielerische Reise durch Kulturen und Zeitalter erlaubt.
  • Eine der bedeutendsten Sammlungen antiker Skulpturen aus Griechenland, Ägypten, und Rom beherbergt die Ny Carlsberg Glyptotek.
  • Mit einem spannenden Mix alter und moderner Gebäudeteile dänischer Kunst aller Epochen lockt Dänemarks Nationalgalerie „Statens Museum for Kunst“.
  • Dänemarks Kronjuwelen dürfen im Schloss Rosenborg bewundert werden. Darüber hinaus gewährt das Rosenborg-Museum spannende Einblicke in die 300 Jahre alte Geschichte der Monarchie.

Unvergessen bleiben die Tanzschritte der Wachsoldaten vor Schloss Amalienburg und der pittoreske Fischmarkt. Unvergessen bleibt auch der Turm der Erlöserkirche mit der kuriosen Außenwendeltreppe, die gigantische Architektur der Grundtvigskirche, das Schloss Christiansborg, die alte Zugbrücke „Knippelsbro“ und vieles andere – Kopenhagen wirkt nachhaltig.

Fakten über Kopenhagen

  1. Kopenhagen hat eine Bevölkerung von etwa 790.000 Einwohnern und ist die größte Stadt Dänemarks.
  2. Kopenhagen ist eine der ältesten Städte Europas und wurde im 12. Jahrhundert gegründet.
  3. Die Stadt ist bekannt für ihre Fahrradkultur und hat ein weitläufiges Netz von Fahrradwegen, das es den Einwohnern und Besuchern leicht macht, sich umweltfreundlich zu bewegen.
  4. Die bekannteste Sehenswürdigkeit in Kopenhagen ist die Kleine Meerjungfrau, eine Bronzestatue, die von Hans Christian Andersen inspiriert wurde und sich am Hafen befindet.
  5. Kopenhagen hat auch eine berühmte Vergnügungsmeile, Tivoli, die 1843 eröffnet wurde und heute zu den ältesten Freizeitparks der Welt gehört.
  6. Kopenhagen ist auch bekannt für seine Architektur, darunter das Opernhaus, das von Henning Larsen entworfen wurde, und das Experimentarium, ein Wissenschaftsmuseum, das von CEBRA entworfen wurde.
  7. Die Stadt hat auch eine lebendige Kunstszene, darunter das Ny Carlsberg Glyptotek, ein Kunstmuseum mit einer Sammlung von Werken aus der Antike bis zur Gegenwart.
  8. Die Küche in Kopenhagen ist bekannt für ihre Fischgerichte, insbesondere für das bekannte Smørrebrød, ein traditionelles belegtes Brot, das oft mit verschiedenen Belägen wie geräuchertem Lachs oder Hering serviert wird.
  9. Kopenhagen ist auch eine umweltbewusste Stadt und hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 die erste CO2-neutrale Hauptstadt der Welt zu werden.
  10. Schließlich ist Kopenhagen auch bekannt für seine hohe Lebensqualität und wurde mehrfach zur lebenswertesten Stadt der Welt gewählt.

Das Klima von Kopenhagen

Monat Durchschnittliche Höchsttemperatur (°C) Durchschnittliche Tiefsttemperatur (°C) Durchschnittliche Niederschlagsmenge (mm) Durchschnittliche Anzahl von Regentagen
Januar 2 -2 49 17
Februar 2 -2 31 13
März 5 -1 42 14
April 10 3 42 13
Mai 15 8 43 13
Juni 19 12 52 12
Juli 21 14 63 13
August 21 14 62 13
September 17 11 60 15
Oktober 12 7 59 17
November 7 3 59 18
Dezember 3 -1 55 18

 

Kopenhagen erlebt ein gemäßigtes Meeresklima mit kühlen Sommern und relativ milden Wintern. Die Niederschläge sind das ganze Jahr über recht gleichmäßig verteilt, mit einem leichten Anstieg im Sommer. Die regenreichsten Monate sind Juli und August, während der Winter generell kälter und dunkler ist. Diese Klimatabelle kann hilfreich sein, um die beste Reisezeit für Kopenhagen zu bestimmen, insbesondere wenn Sie Outdoor-Aktivitäten oder die Erkundung der Stadt planen.

 

Die schönsten Urlaubsorte auf Menorca

Menorca ist die nördlichste und gleichzeitig östlichste Insel der Balearen. Im Gegensatz zu ihrer größeren Schwester Mallorca ist die Insel für ihre intakte Natur, die Geschichte und die Tradition Spaniens fern vom Massentourismus bekannt.

Die Hälfte der Inselfläche steht als Biosphären-Reservat unter Schutz. Zu finden sind viele versteckte Badebuchten, unbebaute Strände, ursprüngliche Landschaften und malerische Dörfer. Die Insel ist mit ihren vielen wundervollen Orten wie geschaffen für Naturliebhaber, Familien mit Kindern, Strandurlauber, Aktivurlauber und Gäste, die einfach die Ruhe suchen.

Die heutige Inselhauptstadt Mahon / Maó

Mahon, Menorca
Mahon, die Inselhauptstadt Menorcas, Bild: lunamarina / shutterstock

Mahon, auch Maó genannt, wurde 1722 Hauptstadt von Menorca. Die Stadt liegt an einem Naturhafen, dem zweitgrößten der Welt. Hier werden Bootstouren angeboten, mit denen der Hafen erkundet werden kann.

Maó lädt mit seinem historischen Stadtkern mit zahlreichen Shoppingmöglichkeiten zum Verweilen ein. Neben den zahlreichen kleinen Boutiquen und Geschäften sind auch viele Sehenswürdigkeiten in der Stadt zu finden. Die Festungsanlage La Mola auf der gleichnamigen Halbinsel, die früher als Gefängnis genutzt wurde, ist gut erhalten und kann mit einer geführten Tour entdeckt werden.

Die gesamte Innenstadt von Mahon wird durch ein gewisses britisches Flair geprägt. Die Briten eroberten 1708 die Insel und brachten der Stadt einen gewissen Aufschwung. In dieser Zeit, genauer gesagt 1748, wurde auch die berühmteste Kirche der Insel auf der Stelle errichtet, wo früher ein Gotteshaus stand. Diese Kirche ist wegen ihrem prächtigen Innenraum, aber vor allem durch ihre mächtige Orgel bekannt geworden. Die Orgel mit ihren mehr als 3.000 Pfeifen ähnelt in ihren Klängen menschlichen Stimmen.

Um die gesamte abwechslungsreiche Geschichte der Insel kennen zu lernen ist ein Besuch des Museo de Menorca sehr empfehlenswert.

Kleinstadt mit Charme und Historie

Dafür, dass nur 30.000 ständige Einwohner in Mahon wohnen, hat sich die Kleinstadt im Laufe der Jahrhunderte immer mal wieder zu einem Zentrum für Zivilisationen in der Region entwickelt. Von den Ursprüngen unter den Karthagern über die Römer bis hin zu den Mauren und den Spaniern haben sie alle ihre Spuren in der Stadt hinterlassen, die zum großen Teil noch heute zu sehen sind. Dieser beeindruckende Mix aus Einflüssen unterschiedlichster Arten und Epochen machen die Stadt aus – jedenfalls was die Sehenswürdigkeiten angeht. Wer sich für die Historie der Balearen interessiert, wird hier mit Sicherheit auf seine Kosten kommen.

Das eigentliche Highlight der Stadt ist aber natürlich die wohl einmalige Natur, die überall in Mahon zu sehen ist. Ganz besonders sticht der Hafen heraus, der als der größte Naturhafen Europas gilt und sich entlang verschiedenster Stadtteile erstreckt. Aber auch sonst ist Mahon eine grüne Oase, die irgendwie perfekt zu Menorca passt und den Besuchern, die meist von hier aus ihren Urlaub starten, einen guten ersten Blick darauf geben, warum die Insel inzwischen so begehrt bei den Reisenden ist.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten von Mahon

Bereits wenn man den ersten Schritt in das Hafengebiet setzt, wird der einmalige Charme von Menorca deutlich. Im größten Naturhafen Europas und angeblich zweitgrößten natürlichen Hafen der Welt befinden sich nicht nur viele unterschiedliche Reize, auch das Panorama ist beeindruckend. Es sind vor allem die Befestigungsanlagen auf den Anhöhen, die noch heute einen Eindruck davon geben, warum der Hafen von Mahon so wichtig für unterschiedliche Feldherren und Eroberer war. Und auch wenn heute noch einige der Festungen erhalten sind, wurden viele von ihnen im Laufe der Zeit zerstört, weil die Eroberer Angst hatten, dass sie in die falschen Hände fallen könnten.

Das Fort Malborough ist nur eine von vielen Festungen, die besonders dadurch, dass sie direkt in den Fels gebaut wurde, imposant erscheint. Vom Hafen aus führt der Weg direkt in die Altstadt und während man an kleinen Märkten, unzähligen Cafes, Bars und Restaurants vorbei flaniert, fällt vor allem auf, wie unterschiedlich die Häuser auf der Insel aussehen. Besonders bei den älteren Bauwerken lässt sich der Einfluss der unterschiedlichen Kulturen und Epochen noch sehen und alleine durch die Gassen zu laufen und einen Blick auf die alten Häuser zu werfen ist schon ein beeindruckender Zeitvertreib.

Der Plaza de la Constitución ist der Mittelpunkt der Stadt und von hier aus lassen sich die meisten historischen Sehenswürdigkeiten schnell erreichen. Die Kirche Santa Maria ist dabei ein besonderes Highlight – nicht nur aufgrund ihrer Architektur, sondern besonders aufgrund der beeindruckenden Orgel aus dem 19. Jahrhundert, die hier verbaut wurde und beeindruckende Töne von sich geben kann. Ein Besuch im Museo de Menorca bietet nicht nur ein bisschen Abwechslung vom Sightseeing, sondern erzählt darüber hinaus die beeindruckende Geschichte der Stadt und zeigt Exponate aus den vielen Ausgrabungen auf der Insel, die in den letzten Jahrzehnten stattgefunden haben und ein Zeugnis dafür sind, wie lange Menorca eigentlich schon eine Rolle in den europäischen Geschicken spielt.

Leben und Urlaub in Mahon – die Hauptstadt erleben

Es sollen zwar nur 30.000 Menschen in der Stadt leben, gleichzeitig erweckt sie stets den Eindruck einer lebendigen Hafenmetropole. Das liegt besonders an den vielen Bars und Restaurants, die mit einer typisch mediterranen Küche auf sich aufmerksam machen und dabei immer ein bisschen den Twist der Kulturen einbauen, der für diese Insel so typisch ist. Mit vielen Möglichkeiten für Ausflüge auf den Rest der Insel und einigen schönen Stränden in der Nähe ist darüber hinaus auch für die Erholung einiges geboten. Wer Menorca besucht, sollte also auf jeden Fall auch Mahon besuchen und sich selbst ein Bild von dieser beeindruckenden Stadt machen, die ein bisschen anders ist, als die anderen Metropolen der Balearen.

Menorcas frühere Inselhauptstadt Ciutadella

Ciutadella, Menorca
Ciutadella auf Menorca, Bild: lunamarina / shutterstock

Die Stadt Ciutadella gilt als die Schönste auf der Insel. Mit ihrem mittelalterlichen Charme verzaubert sie jeden Besucher. Sie beeindruckt durch die engen Gassen, die sich durch die Altstadt schlängeln und die romantischen Arkadengänge. Hier finden sich kleine Geschäfte mit Kunsthandwerk und typischen Souvernirs.

Das Zentrum der Stadt ist der Plaça des Born. Von hier aus schlängelt sich eine Treppe zum Hafen. Zu finden ist auch die die gotische Kathedrale Santa Maria de Ciutadella am Plaça des Born. Auch die vielen Paläste um den Platz sind einen Besuch wert.

Stolz wie ein Obelisk, freundlich wie ein Strandhotel: Ciutadella, die ehemalige Hauptstadt von Menorca

Die Stadt Ciutadella de Menorca – ihr Name bedeutet “die Zitadelle von Menorca” – liegt an der Westküste der Insel Menorca und hat knapp 30.000 Einwohner. Der Gemeindegebiet ist mit 186 qkm sehr groß und erstreckt sich über den gesamten Westteil der Insel. Einige kleine Teilorte gehören zu Ciutadella. Die Einwohner von Ciutadella sind noch immer stolz darauf, dass von ihrer Stadt aus in früheren Jahrhunderten die Verteidigung gegen Seeräuberschiffe und feindliche Flotten organisiert wurde. Bis 1722 war Ciutadella Inselhauptstadt von Menorca. Seitdem ist Maó (Mahón) die Hauptstadt. Und Ciutadella präsentiert sich mit der sehenswerten, gut erhaltenen Altstadt, den gepflegten Gassen und den Stränden als idealer Urlaubsort.

Anreise und Klima

Ciutadella besitzt zwar keinen eigenen Flughafen, ist aber leicht zu erreichen: Die Stadt ist nur 39 km vom Flughafen der Inselhauptstadt Maó (Mahón) entfernt. Schiffe verkehren von Alcúdia auf Mallorca und von Barcelona aus zum Hafen von Ciutadella. Das Klima der Region begeistert die Touristen, die wohlige Wärme, aber auch keine allzu große Hitze mögen. Im heißesten Monat, dem August, beträgt die Durchschnittstemperatur 25,1 °C. Kälte ist hier auch nicht zu befürchten! Der Februar bringt es als kältester Monat immerhin auf eine Durchschnittstemperatur von 11,4 °C. Und für viel Sonne ist gesorgt! Im Juni und Juli dürfen die Urlauber mit 13 Sonnenstunden pro Tag rechnen, im Dezember mit 6 Sonnenstunden, im Januar und November mit 7. So mancher Tourist kommt da in’s Grübeln: Wäre es nicht sinnvoll, mal in Ciutadella zu überwintern …?

Ein Bummel durch die Altstadt

Wer Lust zum Shoppen und Genießen hat, kommt in Ciutadella gewiss auf seine Kosten! In den Gassen der Altstadt laden Restaurants und Cafés zur Einkehr ein, und im Einkaufszentrum “Castillo Menorca” lässt es sich wunderbar shoppen. In der Altstadt sind auch zahlreiche Kunstgalerien, Parfümerien und Antiquitätengeschäfte ansässig, sowie Souvenirläden, in denen hochwertige Andenken zur Wahl stehen, beispielsweise spanischer Wein. Besucher gelangen beim Stadtbummel unversehens auf den Platz Placa Des Born – und blicken erstaunt zu dem 22 m hohen Obelisken auf, der die Mitte des Platzes schmückt. Der Obelisk wurde im Andenken an eine Seeschlacht von 1558 aufgestellt. Damals vertrieben die Spanier eine türkische Flotte.

Sehenswürdigkeiten in Ciutadella de Menorca

Das beeindruckendste Bauwerk in Ciutadella dürfte die Kathedrale “Santa Maria de Ciutadella” sein. Sie ist das Wahrzeichen der Stadt und wurde 1302 – 1362 im gotischen Stil erbaut. Seither wurde sie mehrmals umgebaut. Das großartige Portal, gekrönt von einer Rosette, stammt von 1813. Wer das Gotteshaus betritt, ist beeindruckt von den vier Seitenkapellen, aber auch von den modernen Glasfenstern. Auch das Rathaus der Stadt ist sehr fotogen. Es steht am Placa des Born über dem Hafen und wirkt wie ein Palast. Reiche Bürger der Stadt haben sich in vergangenen Jahrhunderten auch eigene Paläste errichtet. Diese “Stadtpaläste” sind gut erhalten. Die ganze Altstadt mit ihren Gebäuden aus dem 16. bis 19. Jahrhundert steht unter Denkmalschutz. Kurios: Mitten in der Stadt befindet sich eine wirklich nette Sehenswürdigkeit, nämlich eine große Windmühle. Sie ist leuchtend weiß gestrichen!

Ein Blick in die Geschichte

Die Stadt wurde bereits in der Antike gegründet. Aber die erste Besiedlung von Menorca fand noch früher statt, nämlich schon in prähistorischer Zeit. Einen Beweis dafür liefern die archäologischen Fundstätten auf dem Stadtgebiet von Ciutadella. Da wären vor allem die “Talayots von Montefí” zu nennen, die – außerhalb von Ciutadella – besichtigt werden können. Es handelt sich bei diesen “Talayots” um prähistorische Türme, die zwischen dem 13. und dem 2. vorchristlichen Jahrhundert entstanden sind. Viele interessante Einblicke in die Geschichte gibt ein Besuch im “Museu Diocesà de Menorca” in der Innenstadt von Ciutadella. Es ist in einem ehemaligen Augustinerkloster eingerichtet und wurde 1996 eröffnet. Ausgestellt sind archäologische Funde aus der Region, alte Landkarten, aber auch moderne Kunstwerke.

Herrliche Strände

Ciutadella besitzt mehrere attraktive Sandstrände. Als “Stadtstrand” von Ciutadella darf wegen seiner unmittelbaren Nähe zur Kernstadt der Strand Cala en Forcat gelten. Er erstreckt sich westlich der Stadt, ist teilweise felsig, teilweise sandig – und im Sommer natürlich immer sehr belebt. Wer es ruhiger mag, besucht den Strand Cala en Blanes, der in einer hübschen, windgeschützten Bucht liegt und 40 m Sandstrand bietet. Auch ein Palmenhain erfreut die Besucher. Für Strandurlauber lohnt sich unbedingt ein Ausflug nach Cap d’Artrutx, das ist ein kleiner Teilort von Ciutadella, der unmittelbar an der Südwestecke der Insel liegt. Dort steht ein hübscher Leuchtturm aus dem Jahr 1859. Von dem Strand bei Cap d’Artrutx aus ist die Nachbarinsel Mallorca zu sehen. Schön ist auch der (während der Badesaison meist recht belebte) Strand Cala en Bosch an der Südküste mit Yachthafen. Mehrere Hotels und Restaurants befinden sich nah beim Strand. Der Strand Cala Blanca am Westufer ist mit seinem weißen Sand und seiner guten Infrastruktur (Umkleideräume, sanitäre Anlagen, Sonnenschirm- und Liegestuhlverleih) auch beliebt und empfehlenswert. Hier tummeln sich nicht nur Badegäste, sondern auch Taucher.

Die kleinen Dörfer Menorcas

Auf Menorca laden nicht nur verwunschene Fischerdörfer zu einem Besuch ein, sondern auch Dörfer im Landesinneren.

Eines dieser verwunschenen Fischerdörfer ist Binibèquer Vell. Das Dorf mit seinen verschachtelten Gassen, engen Wegen, Tunneln und Nischen liegt im Südosten der Insel. In den weiß strahlenden Häusern finden sich Künstler und Manufakturen, wo jeder Urlauber das perfekte Souvenir findet. Die kleinen Restaurants des Dorfes bieten typisches menorquinisches Essen mit Blick auf das Mittelmeer an.

Die Dörfer im Landesinneren sind dafür bekannt, dass echte menorquinische Leben zu zeigen. Diese Orte weisen neben dem Inselcharme noch unterschiedliche Merkmale auf, die nicht verpasst werden sollten. San Luis zum Beispiel ist bekannt für seine Windmühlen, den mittelalterlichen Wehrturm und die Weinkellerei. Die höchst gelegene Gemeinde ist Ferreries mit seinen typischen Gassen. Von hier bietet sich ein toller Blick über die Umgebung.

Im Nordwesten von Mahon befindet sich Alaior. Dieses Dorf ist bekannt für den Queso de Mahon, dem traditionellem Hartkäse aus Kuhmilch.

Die vielen Ortschaften auf der Insel können am besten mit einem Mietwagen erkundet werden. Innerhalb kurzer Zeit können so die Wege auf der Insel zwischen den Ortschaften und weiteren Sehenswürdigkeiten zurückgelegt werden.

Die schönsten Strände auf Menorca

Menorca, Cala Mitjaneta
Cala Mitjaneta, Bild: Pawel Kazmierczak / shutterstock

Menorca ist die Karibik im Mittelmeer. Hier finden sich Strände mit schneeweißem Sand und glasklarem, leuchtend türkisblauen Wasser.

Diese Strände mit weißem Sand finden sich hauptsächlich im Süden der Insel. Sie werden auch als die schönsten Strände bezeichnet. An der Südküste finden sich viele einsame Buchten, endlose Strände und auch sehr versteckte Strände.

Einer der überwältigenden Strände ist der Punta Prima in der Bucht bei Binibeca. Da der Strand sehr nah an der Hauptstadt liegt, ist er sehr beliebt. Ein weiterer wunderschöner Strand liegt in der Bucht von Cala Galdana mit ihren hohen Klippen und dem flach abfallenden Strand.

Aber nicht nur im Süden gibt es Strände mit karibischem Flair, sondern auch im Norden der Insel. Der Cala Tirant und die Playa de Fornelis sind Geheimtipps und noch nicht so sehr überlaufen wie die Südstrände.

Allgemein sei angemerkt, dass die Strände, die nur mit einem beschwerlichen Fußweg erreicht werden können, die einsamsten sind.

Der Weg der Pferde, der Cami de Cavalls

Für Naturliebhaber und Aktivurlauber ist der Camis de Cavalls, der Weg der Pferde, das perfekte Ziel. Dieser Weg führt auf 180 Kilometer um die Insel. Von dem Weg aus gibt es die besten Aussichten auf das Mittelmeer. Der Wanderweg führt auf verschlungenen Pfaden durch dichte Wälder, über weite Ebenen, über Felsen und durch Schluchten. Auf diesem Weg können die verträumten Strände im Süden, die Steilküste im Norden und die Flüsse der Insel erkundet werden.

Neben dieser bezaubernden Natur werden auch kleine, einsame Bergdörfer passiert. Die beste Wanderzeit, um den Weg der Pferde zu gehen, ist der Frühling. Zu dieser Zeit findet die Mandelblüte statt, welche dem Weg mit seinen Aussichten noch einmal einen besonderen Reiz verleiht

Im Mittelalter wurde der Weg von einheimischen Soldaten zu Pferde genutzt, um das Meer zu beobachten und so die Insel vor Angriffen zu schützen.

Die Insel Menorca trägt nicht den großen Namen wie ihre Schwesterinsel Mallorca, aber sie muss sich nicht hinter ihr verstecken. Auch auf dieser Insel findet sich alles, was sich das Urlauberherz wünscht. Und alles ist noch mit einer extra Portion Ruhe und Entschleunigung gewürzt.

Die 7 wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Amsterdam

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Amsterdam, die Hauptstadt der Niederlande, ist eine Stadt voller Charme, Kultur und Geschichte. Mit ihren malerischen Grachten, historischen Gebäuden und einer lebhaften Kunstszene ist Amsterdam ein Muss für jeden Reisenden. In diesem Artikel stellen wir Ihnen die sieben wichtigsten Sehenswürdigkeiten vor, die Sie bei Ihrem Besuch auf keinen Fall verpassen sollten.


1. Anne-Frank-Haus

Das Anne-Frank-Haus ist eine der bewegendsten Sehenswürdigkeiten Amsterdams. In diesem Haus versteckte sich Anne Frank während des Zweiten Weltkriegs und schrieb ihr weltberühmtes Tagebuch. Das Museum bietet Einblicke in das Leben der Familie Frank und die Schrecken des Holocausts.

Adresse: Prinsengracht 263-267, 1016 GV Amsterdam
Öffnungszeiten: Täglich von 9:00 bis 22:00 Uhr

Tipp: Die Plätze sind begrenzt. Jeden Dienstag um 10:00 Uhr sind alle Tickets für einen Besuch sechs Wochen später verfügbar.


2. Rijksmuseum

Außenansicht des Rijksmuseum in Amsterdam
Außenansicht des Rijksmuseum in Amsterdam, Bild: Reisemagazin Online / Patrick Jullien

Das Rijksmuseum ist das größte Kunst- und Geschichtsmuseum der Niederlande. Hier finden Sie Meisterwerke von Rembrandt, Vermeer und anderen großen niederländischen Künstlern. Das berühmteste Gemälde, “Die Nachtwache” von Rembrandt, ist hier ebenfalls ausgestellt.

Adresse: Museumstraat 1, 1071 XX Amsterdam
Öffnungszeiten: Täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr


3. Van Gogh Museum

Das Van Gogh Museum beherbergt die weltweit größte Sammlung von Werken des niederländischen Malers Vincent van Gogh. Besucher können die Entwicklung seines Stils durch die Jahre hinweg verfolgen und seine berühmtesten Werke bewundern.

Adresse: Museumplein 6, 1071 DJ Amsterdam
Öffnungszeiten: Täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr
Tipp: Die Tickets müssen online bestellt werden und sind sehr begehrt. Unbedingt frühzeitig sichern.


4. Vondelpark

Vondelpark in Amsterdam im August 2024
Vondelpark in Amsterdam, Bild: Patrick Jullien / Reisemagazin Online

Der Vondelpark ist Amsterdams größter und bekanntester Park, ideal für einen entspannten Spaziergang, ein Picknick oder einfach, um die Seele baumeln zu lassen. Im Sommer finden hier oft Freilufttheater und Konzerte statt.

Adresse: Vondelpark, 1071 AA Amsterdam
Öffnungszeiten: Rund um die Uhr geöffnet


5. Das Jordaan-Viertel

Das Jordaan-Viertel ist bekannt für seine engen Gassen, charmanten Grachtenhäuser und lebendigen Märkte. Es ist ein perfekter Ort, um durch die Straßen zu schlendern, in gemütlichen Cafés zu verweilen und die lokale Kultur zu erleben.

Adresse: Jordaan, 1015 Amsterdam


6. Heineken Experience

Für Bierliebhaber ist die Heineken Experience ein absolutes Muss. Dieses interaktive Museum befindet sich in der ehemaligen Brauerei von Heineken und bietet eine spannende Reise durch die Geschichte und Herstellung des berühmten niederländischen Biers.

Adresse: Stadhouderskade 78, 1072 AE Amsterdam
Öffnungszeiten: Täglich von 10:30 bis 19:30 Uhr


7. Das Königliche Palais

Das Königliche Palais am Dam-Platz ist eines der beeindruckendsten Gebäude Amsterdams. Ursprünglich als Rathaus erbaut, dient es heute als offizielle Residenz der niederländischen Königsfamilie für Empfänge und Staatsbesuche.

Adresse: Dam, 1012 RJ Amsterdam
Öffnungszeiten: Je nach Veranstaltung unterschiedlich


Karte der Sehenswürdigkeiten in Amsterdam

Um Ihnen bei der Planung Ihres Besuchs zu helfen, haben wir eine Karte erstellt, auf der alle genannten Sehenswürdigkeiten markiert sind.

Skizze mit den Sehenswürdigkeiten von Amsterdam
Skizze mit den Sehenswürdigkeiten von Amsterdam, Skizze: Chat GPT

FAQ: Wichtige Fragen rund um Amsterdam

Wann ist die beste Reisezeit für Amsterdam?
Die beste Zeit, Amsterdam zu besuchen, ist von April bis September, wenn das Wetter mild und die Stadt in voller Blüte ist. Besonders der Frühling ist ideal, da die berühmten Tulpenfelder in der Umgebung blühen.

Wie bewege ich mich in Amsterdam am besten fort?
Amsterdam ist eine sehr fahrradfreundliche Stadt. Fahrräder können an vielen Stellen gemietet werden. Alternativ können Sie die öffentlichen Verkehrsmittel wie Straßenbahnen, Busse und U-Bahnen nutzen.

Brauche ich Bargeld in Amsterdam?
In Amsterdam werden Kreditkarten weitgehend akzeptiert. Es ist jedoch ratsam, immer etwas Bargeld für kleinere Geschäfte und Märkte dabei zu haben.

Wo kann ich in Amsterdam am besten übernachten?
Das hängt von Ihren Vorlieben ab. Für ein luxuriöses Erlebnis empfiehlt sich das Amstel Hotel. Budget-Reisende finden zahlreiche Hostels und Boutique-Hotels im Jordaan-Viertel.

Ist Amsterdam sicher für Touristen?
Amsterdam ist generell sicher, aber wie in jeder größeren Stadt sollten Sie auf Ihre Wertsachen achten und besonders in belebten Touristengebieten vorsichtig sein.


Quellenangaben

Den Haag: die abwechslungsreiche Großstadt in den Niederlanden

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Den Haag ist mit rund 514.000 Einwohnern eine der größten Städte der Niederlande und gleichzeitig ein attraktives Reiseziel für Urlauber. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die Nähe zum Meer und das bunte Kulturprogramm bieten für jeden Geschmack die passenden Urlaubsaktivitäten. Zudem hat die niederländische Regierung ihren Sitz in Den Haag.

Sehenswürdigkeiten in Den Haag

Friedenspalast von Den Haag im August 2024
Der Friedenspalast im August 2024, Bild: Patrick Jullien / Reisemagazin Online

Das Stadtbild von Den Haag bietet Urlaubern eine spannende Mischung aus historischen Bauwerken und modernen Gebäuden. Sicherlich eines der beeindruckendsten Bauwerke Den Haags ist der Friedenspalast. In ihm befinden sich der Internationale Gerichtshof und die Haager Akademie für Völkerrecht. Die Besichtigung dieses geschichtsträchtigen Ortes ist jedoch nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Einen ersten Überblick über die Geschichte und Bedeutung des eindrucksvollen Bauwerks erhalten Interessierte jedoch im frei zugänglichen Besucherzentrum des Friedenspalasts.

Auch der Binnenhof gehört zu den vielbesuchten Sehenswürdigkeiten in Den Haag. Er ist der Sitz des Parlaments der Niederlande. Der historische Gebäudekomplex besteht aus der Grafenburg mit einem Rittersaal und angrenzenden Gebäuden. Auch der Binnenhof verfügt über ein eigenes Besucherzentrum, in dem Führungen gebucht werden können. Das wichtigste sakrale Bauwerk der Stadt ist die Grote Kerk mit ihrem 100 Meter hohen Turm. Sehenswert ist jedoch auch die aus dem Jahr 1400 stammende Kloosterkerk. Schmale Gassen, welche von vielen kleinen Geschäften und gastronomischen Betrieben gesäumt werden, prägen das Bild im Herzen von Den Haag.

Aktivitäten in Den Haag

Rittersaal (Ridderzaal) in Den Haag
Der Rittersaal (Ridderzaal). Aktuell (August 2024) finden rund um das Gebäude umfangreiche Restaurierungsarbeiten statt, Bild: NAPA / shutterstock

Für einen Einkaufsbummel bietet sich der Haagse Markt an, welcher an mehreren Tagen in der Woche stattfindet. Er ist der größte Freiluftmarkt in Europa und wird täglich von rund 25.000 Menschen besucht. Neben Lebensmitteln können Sie hier Souvenirs, Kleidung, Pflanzen und vieles mehr einkaufen. Abwechslungsreich ist auch die Museumslandschaft der niederländischen Metropole.

Mauritshuis in Den Haag im August 2024
Das beliebte Museum Mauritshuis, Bild: Patrick Jullien / Reisemagazin Online

Jede Menge los ist im Mauritshuis. Wer das “Mädchen mit dem Perlenohrring” oder Bilder von Rembrandt aus der Nähe betrachten möchte wird hier fündig. Besonders interessant ist aktuell (August 2024) die Restaurierung des Gemäldes “Der Stier” von Paulus Potter. Diese wird den Besuchern ausführlich erklärt.

Bei einem Besuchs im Kommunikationsmuseum tauchen Sie in die Geschichte und Entwicklung der Kommunikation ein und das Letterkundig Museum informiert zu Themen der Literaturwissenschaft. Wer sich für besondere Autos interessiert, der sollte dem Louwman Museum – Nationaal Automobiel Museum mit rund 230 Exponaten einen Besuch abstatten. Freunde der Fotografie hingegen können die wechselnden Ausstellungen im Fotomuseum von Den Haag besichtigen. Die große Museumslandschaft der Stadt bietet viele attraktive Ausflugsziele für Urlaubstage mit schlechtem Wetter.

Tipps für einen Urlaub in Den Haag

Aussichtspunkt Binnenhof in Den Haag im August 2024
Der 28 Meter hohe Aussichtspunkt sorgt auch während der Renovierungsphase des Binnenhofs für einen schönen Überblick über die Stadt, Bild: Patrick Jullien / Reisemagazin Online

Von Deutschland aus ist eine Anreise in den Urlaub nach Den Haag mit verschiedenen Verkehrsmitteln möglich. Mit dem Flugzeug ist der nur rund 50 Kilometer von Stadtzentrum entfernte Flughafen Amsterdam-Schiphol von vielen deutschen Flughäfen aus ohne Umsteigen erreichbar. Ab hier können Sie bequem mit dem Zug nach Den Haag weiterreisen oder direkt am Flughafen einen Mietwagen in Empfang nehmen. Darüber hinaus verfügt Den Haag über gleich zwei große Bahnhöfe, welche an das internationale Schienennetz der Bahn angeschlossen sind. Auch mit dem eigenen PKW oder Fernbussen ist eine Anreise nach Den Haag aus allen Teilen Deutschlands möglich.

Das Stadtgebiet hält eine große Auswahl unterschiedlicher Übernachtungsmöglichkeiten von günstigen Hostels über Hotels aller Sternekategorien bis hin zu Ferienwohnungen und Ferienhäusern bereit. Im weiteren Umland befinden sich auch verschiedene Campingplätze. Während für einen Strandurlaub im Ortsteil Scheveningen vor allem die warmen Sommermonate als Reisezeit in Frage kommen, hält die Metropole zu jeder Jahreszeit viele Angebote zur Freizeitgestaltung bereit und ist daher ein ganzjährig attraktives Reiseziel. Zu den kulinarischen Besonderheiten der Niederlande gehören der herzhafte Eintopf Stamppot, Frikandel, die süßen Poffertjes, Stroopwafels und selbstverständlich holländische Pommes.

Ausflugsziele und Aktivitäten im Umland von Den Haag

Scheveningen ist der Ortsteil von Den Haag, welcher sich direkt an der Nordsee befindet und einen belebten Strandabschnitt bietet. Mit dem Kurhaus und einem imposanten Pier zieht Scheveningen vor allem im Sommer sowohl Bürger als auch Besucher Den Haags an. Interessant ist hier außerdem der Miniaturenpark Madurodam, in welchem mehr als 300 Nachbauten bedeutender Bauwerke der Niederlande zu sehen sind. Jederzeit zugänglich ist die Skulpturensammlung Beelden aan Zee unmittelbar an der Strandpromenade. Die perfekten Ziele für einen Tagesausflug ab Den Haag sind die beiden Großstädte Amsterdam und Rotterdam. Amsterdam ist bekannt für das Grachtensystem in der Stadt, den Königspalast am zentralen Platz Damm, den Vondelpark und eine große Museumslandschaft. Auch Rotterdam hält für Besucher einige Highlights wie den modernen Hafen, den Alten Hafen, den Euromast, die Laurenskerk, das Kubushaus und die Erasmusbrücke bereit.

Artikel aktualisiert am 14. August 2024

Brügge: die historische Perle Flanderns

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Brügge liegt im belgischen Westflandern und ist mit knapp 120.000 Einwohnern die größte Stadt der Region. Im Jahr 2000 hat die UNESCO die Brügger Altstadt zum Weltkulturerbe erklärt. Historische Bauwerke von imposanter Größe reihen sich im Zentrum aneinander.

Außerdem durchziehen zahlreiche Kanäle, von den Einwohnern Reien genannt, den historischen Stadtkern und machen den besonderen Charme Brügges aus. Der lebendigste Platz der Stadt ist übrigens der Grote Markt mit Blick auf den Belfried und den Provinciaal Hof.

Sehenswürdigkeiten in Brügge

Die wichtigen Sehenswürdigkeiten der belgischen Großstadt Brügge befinden sich im historischen Stadtkern und sind daher bequem fußläufig erreichbar. Wer sich einen ersten Überblick über die Stadt verschaffen möchte, der kann mit einer Pferdekutsche eine Rundfahrt machen. Diese fahren am zentralen Platz der Altstadt vor dem Belfried ab. Alternativ dazu bietet sich auch eine etwa einstündige Bootsfahrt durch die Reinen des Zentrums an.

Der Belfried: Wahrzeichen mit herrlichem Ausblick

Der Belfried in Brügge im August 2024
Der Belfried in Brügge, Bild: Patrick Jullien / Reisemagazin Online

Das Wahrzeichen der Stadt Brügge ist der Belfried. Zu ihm gehört ein gemütlicher Innenhof, in dem im Sommer häufig Straßenkünstler ihr Können präsentieren. Außerdem lohnt es sich, die schmale Wendeltreppe des Belfried zu besteigen. Oben im Turm bietet sich ein herrlicher Ausblick über die Altstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten.

Die Heilig-Blut-Basilika mit dem Blut Christi

Vergleichsweise klein präsentiert sich die Heilig-Blut-Basilika mit ihrer aufwändig gestalteten Fassade in Brügge. Die wahre Berühmtheit ist jedoch nicht die Basilika, sondern die darin aufbewahrte Ampulle. In ihr soll sich das Blut Christi befinden. Die Basilika ist für Besucher geöffnet und die heilige Ampulle wird darin ausgestellt.

Beginenhof: ein Ort der Ruhe und Einkehr

Blick in den Beginenhof in Brügge im August 2024
Blick in den Beginenhof in Brügge, Bild: Patrick Jullien / Reisemagazin Online

In Brügge herrscht meistens reges Treiben. Da kommt ein Ort wie der Beginenhof auf dem Sightseeing-Plan genau richtig. Bis heute leben hier Nonnen und kommen mehrmals am Tag in ihrer Kapelle zum Gebet zusammen. Teile des Geländes und ein kleines Museum stehen für Besucher offen. Die Ruhe im Beginenhof unter den schattigen Bäumen sorgt für innere Einkehr und Entspannung.

Brügges sehenswerte Kirchen

Die sakralen Bauwerke Brügges sind imposant und reich verziert. Zu den schönsten Kirchen der Stadt gehören die Kathedrale St. Salvator und die Liebfrauenkirche. In der Liebfrauenkirche ist die dort befindliche Brügger Madonna von Michelangelo Anziehungspunkt der Besucher.

Die verschiedenen Museen in Brügge

Schokoladenmuseum in Brügge, August 2024
Im Schokoladenmuseum gibt es eine große Austellung zur Geschichte der Schokolade, kostenlose Audioguides und am Ende darf man auch verschiedene Schokosorten probieren, Bild: Patrick Jullien / Reisemagazin Online

Wer sich für Kunst interessiert, der sollte einen Besuch im Groeningemuseum unbedingt während des Aufenthalts in Brügge einplanen. Hier sind die großen Meisterwerke der flämischen Primitiven ausgestellt. Direkt gegenüber befindet sich mit dem Arentshaus ein weiteres Kunstmuseum mit dem Schwerpunkt auf modernere Kunstwerke. Weitere Museen im Stadtgebiet sind die beiden Hospitalmuseen, das Gruuthusemuseum und einige private Museen. Für Naschkatzen und Familien mit Kindern empfehlen wir einen Besuch im Schokoladenmuseum (Wijnzakstraat 2, 8000 Brugge, Belgien).

Impressionen aus Brügge

Essen und Übernachten in Brügge

Da für Touristen vor allem das historische Stadtzentrum Brügges interessant ist, befinden sich hier auch die meisten Hotels, Ferienwohnungen und gastronomischen Betriebe. Zu den Klassikern auf den Speisekarten zählen während der Saison Muschelgerichte, belgische Pommes und Frikandel. Darüber hinaus ist Brügge bekannt als Schokoladenstadt, weshalb in vielen Geschäften belgische Pralinen verkauft werden. Auch die Braukultur in Belgien ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und bietet in den Kneipen der Stadt eine beachtliche Auswahl belgischer Biersorten. Ähnlich groß ist die Vielfalt bei den Übernachtungsmöglichkeiten. Vom preiswerten Hostel bis zum exklusiven Luxushotel ist alles zu finden.

Ausflugsziele ab Brügge

Für einen längeren Aufenthalt in Brügge befinden sich in der Umgebung einige interessante Ausflugsziele in Flandern für einen Tagesausflug. Diese sind sowohl mit dem Auto als auch mit der Bahn erreichbar.

Ein Ausflug ans Meer nach Zeebrugge

Zeebrugge
Der weitläufige Strand von zeebrugge, Bild: Erik AJV / shutterstock

Um dem Trubel der historischen Altstadt von Brügge für einige Stunden zu entkommen, lohnt sich ein Abstecher ans belgische Meer. Zeebrugge gehört zur Stadt Brügge und ist über einen Kanal per Schiff, mit der Bahn und dem Auto schnell erreichbar. Der weitläufige Strand in Zeebrugge ist vor allem im Sommer gut besucht und bietet ein umfangreiches gastronomisches Angebot. Sehenswert ist auch der Leuchtturm von Zeebrugge.

Haifischzähne suchen in Cadzand Bad

Strand von Cadzand Bad im August 2024
Strand von Cadzand Bad, Bild: Patrick Jullien / Reisemagazin Online

Nur knapp 30 Minuten entfernt von Brügge liegt Cadzand Bad, ein belebter Badeort an der niederländischen Küste. Bekannt ist Cadzand auch dafür, dass man hier – mit etwas Glück – Haifischzähne am Strand finden kann. Wem dies nicht gelingt (so wie leider mir), der kann sich in den umliegenden Souvenirgeschäften eindecken. Die Strände sind wunderschön. Parkmöglichkeiten sind entlang des Strandes auf gut ausgewiesenen Parkplätzen zu finden.

Tagesausflug nach Gent

Innerhalb etwa einer Stunde Fahrzeit ist von Brügge aus eine weitere Stadt mit historischem Stadtkern und zahlreichen Sehenswürdigkeiten erreichbar. Die Rede ist von Gent. Bei einem Tagesausflug hierhin erwarten Besucher die historische Burg Gravensteen, die St. Bavo Kathedrale, die spätgotische Sint Niklaaskerk und der Belfried aus dem 14. Jahrhundert.

Artikel aktualisiert am 14. August 2024

Antwerpen – Diamanten, Mode und Kultur

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Weltoffenes Flair und maritimer Charme sind die Markenzeichen von Antwerpen. Gleichermaßen cool und klassisch, hip und historisch, trendig und traditionell präsentiert sich die belgische Metropole. Mitten durch die Hafenstadt fließt die fjordartige Schelde. Hier befindet sich der zweitgrößte Seehafen Europas. Weltweit von großer Bedeutung ist die Stadt durch den Diamantenhandel.

Bedeutende Künstler wie Rubens haben hier gewirkt. 1993 war Antwerpen Kulturhauptstadt Europas. Hier erwarten Sie mehrere Welterbestätten der UNESCO, wie die Liebfrauenkathedrale, das Maison Guiette und das Druckereimuseum Plantin-Moretus. Durch die vielseitige Mode-, Kunst- und Designer-Szene ist die Stadt ideal zum Shoppen. Antwerpen ist das perfekte Reiseziel für alle Kultur- und Modebegeisterten. Weitere Highlights sind der Strand und der berühmte Zoo.

Architektur und Sehenswertes in Antwerpen

Antwerpen - Der Brabobrunnen auf dem Grote Markt
Der Brabobrunnen auf dem Grote Markt im August 2024, Bild: Reisemagazin Online

Antwerpen beeindruckt durch seine nahezu vollständig erhaltene Altstadt und eine Vielzahl architektonischer Highlights. Im 15. und 16. Jahrhundert war Antwerpen eine der größten Welt- und Handelsmetropolen in Europa. Im historischen Stadtkern erwarten Sie kleine verwinkelte Gassen, die Gildehäuser auf dem Marktplatz Grote Markt, der Brabo-Brunnen und das historische Rathaus.

Auch der Hendrik Conscienceplein mit der Jesuitenkirche Sint-Carolus-Borromaeus ist einen Besuch wert. Einen der markantesten Punkt der Skyline bildet der Turm der Liebfrauenkathedrale (Unesco-Weltkulturerbe), dem höchsten Kirchturm Belgiens. Vom Dach des MAS – Museum aan de Stroom aus, können Sie aus 60 Metern Höhe einen fantastischen Ausblick über die Stadt genießen. Als erster Wolkenkratzer des Art-Déco in Europa gilt der Boerentoren. Ein weiterer Höhepunkt ist der Antwerpener Zoo mit dem ägyptische Elefantenhaus aus dem Jahr 1856.

Sogar einen Strand hat die Stadt zu bieten: Sint-Anneke am linken Ufer der Schelde. Ab dem Kattendijkdok-Zuidkaai können Sie zur großen Hafenrundfahrt starten und dabei die großen Schiffe aus aller Welt beobachten. In der Sint-Jacobskerk befindet sich die Grabkapelle der Familie Rubens. Weitere interessante Kirchen sind: Sint-Andrieskerk, Sint-Pauluskerk und die Carolus Borromeuskerk. Ein lohnenswertes Ausflugsziel in der Umgebung ist das Schloss Marnix Sainte Allegonde, das zu den ältesten Wasserburgen Belgiens gehört.

Kunst und Kultur

Statue Rubens, Antwerpen
Statue von Rubens, Bild: Bert Beckers / shutterstock

Über Leben und Werk des weltberühmten Malers Peter Paul Rubens informiert das Rubenshaus. Die Königlichen Museen der Schönen Künste präsentieren in sechs Einzelausstellungen Werke von den alten Meistern bis zu zeitgenössischen Künstlern.

Das MAS – Museum aan de Stroom beeindruckt durch seine augenfällige Architektur und zeigt viel Wissenswertes über den Hafen und die Stadtgeschichte Antwerpens. Weitere interessante Museen sind das Diamantenmuseum, Koninklijk Museum, Plantin-Moretus-Museum, Middelheimmuseum, Silbermuseum im Schloss Sterckshof, Schifffahrtsmuseum Het Steen und das Modemuseum MoMu. Beim Kulturfestival “Zomer van Antwerpen” im Juli und August können Sie den Sommer bei kulturellen Veranstaltungen an verschiedenen Orten der Stadt feiern.

Shopping

Tipp: Die Antwerp City Card bietet Ihnen während Ihrer Städtereise freien Eintritt in zahlreiche Museen und Sehenswürdigkeiten sowie kostenlose Fahrten im öffentlichen Nahverkehr.
Das Avantgarde-Mode-Kollektiv Antwerpener Sechs macht die Stadt seit Anfang der 1980er Jahre zu einem Mode-Mekka erste Güte. Seither gehen immer wieder neue Talente aus der Modeakademie hervor. In der Modestadt Antwerpen werden Sie beim Shoppen garantiert fündig.

Viele international renommierte Designer haben hier eigene Flagship Stores: darunter Ann Demeulemeester, Dries Van Noten, Christian Wijnants, A.F. Vandevorst. Zudem gibt es zahlreiche trendige Boutiquen, große Modehäuser, kleine Läden und innovative Concept Stores. Die Straße Meir ist der große Einkaufsboulevard in Antwerpen. Hier können Sie in besonderen Gebäuden shoppen, beispielsweise in dem stattlichen Palais und in dem vergoldeten Stadtfestsaal. In der Kloosterstraat gibt es viele Vintage Shops, Antiquitätenhändlern und Second-Hand-Läden. In der Schuttershofstraat sind zahlreiche Shops großer Marken versammelt: Jimmy Choo, Hermès, Chanel, Louis Vuitton, Delvaux und viele mehr. Die revolutionären Concept Stores begeistern nicht nur Fashionistas, sondern auch Bücherwürmer, Design-Fans und Foodies, beispielsweise Moose in the city, The Recollection, Atelier Solarshop und Your.

Klima und beste Reisezeit Antwerpen

Antwerpen, Hafen
Der Hafen von Antwerpen, Bild: mihaiulia / shutterstock

In Antwerpen herrscht ein mildes, maritimes Klima. Die beste Reisezeit liegt in der Zeit von Mai bis September. Von Herbst bis zum Frühjahr ist das Wetter oft unbeständig mit viel Regen und gelegentlich Schnee. Festivals und Veranstaltungen in Antwerpen finden hauptsächlich in den Sommermonaten statt.

Essen und Trinken

Auch kulinarisch hat Antwerpen viel zu bieten. Die Palette reicht von leckeren belgischen Pommes bis hin zu hervorragenden Gourmet-Restaurants. Probieren Sie auch die berühmten belgischen Waffeln und das wohlschmeckende Bier. Bei einen Stadtbummel können Sie zahlreiche Cafés, Restaurants und Bars entdecken. Antwerpen hat auch ein abwechslungsreiches Nachtleben. Jedes Jahr im Juni findet das Beer Passion Weekend statt, bei dem mehr als 200 Biersorten und Live-Musik präsentiert werden.

Museen

Antwerpen, eine Stadt mit reicher Geschichte und Kultur, bietet eine Vielzahl von Museen, die Kunst, Geschichte und Diamantenhandel erkunden. Hier sind einige der bekanntesten Museen:

  • MAS (Museum aan de Stroom): Ein beeindruckendes Museum, das die Geschichte der Stadt und ihre Verbindungen zur Welt beleuchtet. Das Gebäude selbst ist ein architektonisches Highlight. Adresse: Hanzestedenplaats 1, 2000 Antwerpen.
  • Rubenshuis: Das ehemalige Wohnhaus und Atelier des berühmten Barockmalers Peter Paul Rubens. Heute ist es ein Museum, das eine bedeutende Sammlung seiner Werke zeigt. Adresse: Wapper 9-11, 2000 Antwerpen.
  • Museum Mayer van den Bergh: Ein kleines, aber feines Museum mit einer beeindruckenden Sammlung mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Kunst. Adresse: Lange Gasthuisstraat 19, 2000 Antwerpen.
  • ModeMuseum (MoMu): Das ModeMuseum präsentiert wechselnde Ausstellungen über belgische und internationale Mode. Adresse: Nationalestraat 28, 2000 Antwerpen.
  • Red Star Line Museum: Ein Museum, das die Geschichte der Red Star Line und die Emigration nach Amerika erzählt. Adresse: Montevideostraat 3, 2000 Antwerpen.
Die Burg Steen am rechten Scheldeufer in Antwerpen
Die Burg Steen am rechten Scheldeufer, Bild: Patrick Jullien / Reisemagazin Online

Restaurants

Antwerpen ist bekannt für seine kulinarische Vielfalt. Hier sind einige der besten Restaurants der Stadt:

  • The Jane: Ein gehobenes Restaurant in einer umgebauten Kapelle, das für seine kreative Küche und atemberaubende Atmosphäre bekannt ist. Adresse: Paradeplein 1, 2018 Antwerpen.
  • Graanmarkt 13: Ein stilvolles Restaurant, das innovative und saisonale Gerichte serviert. Adresse: Graanmarkt 13, 2000 Antwerpen.
  • Het Pomphuis: Ein elegantes Restaurant in einem alten Pumpenhaus mit Blick auf den Hafen. Adresse: Siberiastraat Z/N, 2030 Antwerpen.
  • De Peerdestal: Ein traditionelles belgisches Restaurant, bekannt für seine Fleischgerichte und gemütliche Atmosphäre. Adresse: Pelgrimsstraat 3, 2000 Antwerpen.
  • Chez Fred: Ein charmantes Bistro, das klassische belgische Küche in entspannter Atmosphäre bietet. Adresse: Kasteelpleinstraat 71, 2000 Antwerpen.

Bekannte Hotels

Antwerpen bietet eine Vielzahl von Übernachtungsmöglichkeiten, von luxuriösen Hotels bis hin zu gemütlichen Boutique-Hotels:

  • Hotel Julien: Ein stilvolles Boutique-Hotel im Herzen der Stadt, bekannt für sein modernes Design und seine entspannte Atmosphäre. Adresse: Korte Nieuwstraat 24, 2000 Antwerpen.
  • De Witte Lelie: Ein luxuriöses und charmantes Hotel in einem historischen Gebäude, das persönlichen Service und exquisite Zimmer bietet. Adresse: Keizerstraat 16, 2000 Antwerpen.
  • Hotel ‘t Sandt: Ein elegantes Hotel in einem restaurierten Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, nahe dem historischen Zentrum. Adresse: Zand 13-19, 2000 Antwerpen.
  • Hotel Rubens-Grote Markt: Ein komfortables Hotel in unmittelbarer Nähe zum Grote Markt, ideal für Stadtbesichtigungen. Adresse: Oude Beurs 29, 2000 Antwerpen.
  • Radisson Blu Astrid Hotel: Ein modernes Hotel direkt am Hauptbahnhof, ideal für Geschäftsreisende und Touristen. Adresse: Koningin Astridplein 7, 2018 Antwerpen.

Anreisemöglichkeiten

Antwerpen ist gut an das Verkehrsnetz angebunden und leicht erreichbar:

  • Flugzeug:
    • Antwerpen International Airport (ANR): Etwa 5 km vom Stadtzentrum entfernt, bietet vor allem regionale und europäische Verbindungen.
    • Brussels Airport (BRU): Der größte Flughafen Belgiens, etwa 45 km von Antwerpen entfernt. Regelmäßige Zugverbindungen bringen Reisende in ca. 30 Minuten nach Antwerpen.
  • Zug:
    • Antwerpen-Centraal: Einer der schönsten Bahnhöfe Europas mit Verbindungen zu zahlreichen nationalen und internationalen Zielen. Direkte Züge fahren nach Brüssel, Amsterdam, Paris und andere Städte.
  • Auto: Gute Straßenverbindungen über die Autobahnen E19 (Brüssel-Amsterdam) und E17 (Gent-Antwerpen).
  • Bus: Fernbusse von FlixBus und Eurolines verbinden Antwerpen mit vielen europäischen Städten.

Weitere Impressionen aus Antwerpen

Artikel aktualisiert am 14. August 2024

Den Kailash umrunden: Abenteuer in Tibet

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von Thomas Bauer 


Der heilige Berg Kailash gilt als Seele Tibets. Reisebuchautor Thomas Bauer (Mehr Informationen zu Thomas Bauer finden Sie in unserem Artikel aus dem Jahr 2022) hat ihn zu Fuß umrundet. Er erzählt von Polizeikontrollen, Panikattacken und dem Reiz des Pilgerns.

Schon erstaunlich, dass kaum jemand hierzulande den Kailash kennt. Immerhin ist dieser tibetische Berg für ein Fünftel der Weltbevölkerung heilig. Bis heute stand noch kein Mensch auf seinem Gipfel. In seinem Umkreis entspringen vier Flüsse, von deren Wasser ganz Südasien abhängig ist: der Brahmaputra, der Indus, der Satluj und der Karnali, der in den Ganges mündet. Diesen Berg zu umrunden – 54 Kilometer zu Fuß auf der sogenannten Kora – verschafft nicht nur einen unverfälschten Blick in die tibetische Denkweise, sondern reinigt dem Volksglauben zufolge auch von allen Sünden.

Gebetssteine vor dem Kailash
Gebetssteine vor dem Kailash, Bild: Thomas Bauer

18 Jahre lang hat der Kailash für eine Kailash Umrundung mich gerufen. Seit jeher faszinieren mich Orte, an denen Menschen die Hoffnung haben, etwas Außergewöhnliches zu erleben. Doch die Abgeschiedenheit dieses Gebiets, der Einfallsreichtum der chinesischen Bürokratie und zuletzt die Corona-bedingte Abschottung Tibets waren mir bislang im Weg gestanden. Erst seit Januar 2024 ist eine visumfreie Kurzreise durch Tibet für Deutsche möglich. Allerdings muss ich erst einmal bis zum Kailash gelangen. Und das setzt in meinem Fall eine strapaziöse Reise von Tibets Hauptstadt Lhasa bis nahe an die Grenze zu Indien und Nepal voraus – 1.300 Kilometer über eine baumlose, staubtrockene Hochebene. Irgendwann auf dieser Anreise höre ich auf, die Polizeikontrollen zu zählen. Die dauern mitunter mehrere Stunden, wobei meine „Tibet-Erlaubnis“ eine große Rolle spielt: ein Dokument, das ich Wochen im Voraus beantragen musste. Auf seiner Rückseite werde ich aufgefordert, gute Miene zum bösen Spiel zu machen: „Please keep a relaxed and happy mood!“.

Aber dann stehe ich direkt vor dem Berg – und das ist schier unglaublich. Befinde ich mich doch in Darchen, dem Ausgangspunkt der Bergumrundung, und damit schon fast auf Höhe des Montblanc. Ein nahezu mystischer Ort, weshalb mich mein Rechtschreibprogramm folgerichtig fragt: „Meinen Sie: Drachen?“. Ja, wahrscheinlich meine ich genau das. Zumindest würde es mich nicht wundern, wenn ein solches Tier hier vorbeiflöge – gestartet von jener zweitausend Meter aufragenden schneebedeckten Pyramide, die sich direkt neben dem Dorf erhebt.

Info-Box

Anreise: über Lhasa oder Kathmandu. Seit Januar 2024 ist für Deutsche ein Aufenthalt in China von bis zu zwei Wochen visumfrei möglich. Für Tibet wird eine Sondererlaubnis verlangt, die die meisten Touranbieter zur Verfügung stellen. Ansonsten beantragt man sie einige Wochen im Voraus online.

Beste Reisezeit: Mai/Juni, wenn das Saga Dawa Festival stattfindet. Im (langen) tibetischen Winter sind viele Strecken hingegen unpassierbar.

Touranbieter: In Deutschland u.a. Diamir (www.diamir.de), schulz aktiv reisen (www.schulz-aktiv-reisen.de) & Hauser Exkursionen (www.hauser-exkursionen.de). In China u.a. Amazing Tibet (www.amazing-tibet.com) & Tibet Travel (www.tibettravel.org)

Ablauf: Empfehlenswert ist ein Gabelflug Lhasa/Kathmandu, um wirklich alle Besonderheiten auf dem Weg „mitzunehmen“. Höhepunkte sind dabei der Potala-Palast in Lhasa, die tibetischen Klöster Drepung und Sera, die quirlige Metropole Kathmandu und das Everest Base Camp mit Blick auf den höchsten Berg der Erde. Die mehrtägige Anreise trägt zur Akklimatisierung bei. Die Umrundung selbst ist 54 Kilometer lang und dauert in der Regel drei Tage. Manche Einheimische schaffen die Strecke in nur einem Tag.

Neugier auf die Welt
Das aktuelle Buch von Thomas Bauer: Neugier auf die Welt, ISBN 978-3-95996-205-6, periplaneta Verlag

Standards: insb. auf der Bergumrundung nicht wie gewohnt. Die Unterkünfte sind schlicht, zu essen gibt es insb. tsampa, den berühmt-berüchtigten Gestenbrei, zu trinken Buttertee. In Darchen und in größeren Städten wie Lhasa und Shigatse gibt es hingegen gute tibetische und chinesische Restaurants.

Weitere Informationen: Abenteurer Thomas Bauer hat 14 Bücher über seinen Touren veröffentlicht. Zuletzt erschienen: „Neugier auf die Welt. In 80 Rätseln um die Erde“, Periplaneta Verlag, Berlin. Mehr Informationen zum Buch: https://www.periplaneta.com/neugier-auf-die-welt/

Am ersten Tag meiner Bergumrundung japse ich wie ein Hundewelpe, während akklimatisierte siebzigjährige Tibeterinnen mit ihren Enkeln an mir vorbeiziehen. Scheint die Sonne, klettert das Thermometer auf zwanzig Grad Celsius. Wolken bringen dagegen oft Schnee. Mehrmals pro Stunde ziehe ich meine Jacke an und wieder aus.

Gebetsfahnen vor dem Heiligen Berg Kailash
Gebetsfahnen vor dem Heiligen Berg Kailash, Bild: Thomas Bauer

Das Ausmaß der Hingabe stellt alles in den Schatten, was ich bisher erlebt habe. Zwar sehe ich mitunter „westliche“ Abenteurer mit modernster Ausstattung: Thermohosen, wasserdichten Ultraleichtjacken und höhenverstellbaren Wanderstöcken. Die wahren Pilger aber sind die Tibeter in ihren abgewetzten Klamotten, dafür mit traditioneller Ausstattung: Glaube, Leidensfähigkeit und unerschütterliches Vertrauen. Nicht wenige von ihnen absolvieren die Kora durch Niederwerfungen: Sie legen sich flach auf den Boden, gehen dann drei Schritte vor zu der Stelle, an der ihre Hände lagen, verbeugen sich dort vor dem Berg und legen sich erneut hin. Dabei murmeln sie unablässig Gebete. Drei Wochen werden sie benötigen, um den Kailash auf diese Weise zu umrunden. Verglichen mit diesen Pilgern bin ich ein Stümper, der beim ersten Windstoß zu zittern beginnt.

Trotzdem spüre auch ich die Kraft, die von diesem Berg ausgeht. Mal schwebt seine Kuppe in den Wolken, mal leuchtet sie dermaßen gleißend, dass ich versucht bin, die Hand auszustrecken, um sie zu berühren. Auf der gesamten Pilgerrunde ist der Kailash an meiner Seite. Unsereins hätte ihn wohl schnurstracks „bestiegen“ und als Beweis der eigenen Größe eine Fahne in ihn gesteckt. Indem wir ihn umrunden, erweisen wir ihm hingegen Respekt. Lange vor uns war der Kailash da, und er wird es noch sein, wenn unsere Körper längst zu Staub zerfallen sein werden – oder, wie hier, zermahlen und den Geiern zum Fraß gegeben.

Das Kopfweh beginnt nach gut vier Stunden. Allzu hell ist die Sonne, ich kann kaum noch aufblicken. Von innen klopft ein sadistisches Männchen mit einem Hammer gegen meine Stirn. Mein Herz hüpft im Körper umher, als wolle es heraus. Der Boden unter meinen Beinen verschwimmt, bewegt sich wie ein Meer. Die Farben der Gebetsfahnen, der Singsang der Gläubigen – all das fließt ineinander, verklebt zu einem Rauschen, das sich in meinen Ohren festsetzt. Rechterhand erkenne ich einen Felsen, und ehe mein Bewusstsein nachkommen kann, habe ich mich auf ihn gesetzt. Kurze Zeit später hält mir irgendjemand einen Becher hin. Buttertee, auch das noch: jene fettige Brühe, die entsteht, indem man stundenlang gekochten Tee in ein Fass mit gesalzener Yakbutter gießt und anschließend darin herumstampft. In Tibet trinken ihn schon die Kinder zum Frühstück.

Kurze Zeit später bin ich bereit weiterzugehen, trotzdem muss ich von hier an alle zehn Minuten eine Pause einlegen. Auf einmal steigt Panik in mir auf, ich fühle mich gefangen auf dieser schier endlosen Hochebene. Mit Ach und Krach erreiche ich mein heutiges Ziel: eine Baracke, auf die jemand wie einen gelungenen Witz das Wort „Hotel“ geschrieben hat. Bevor ich mich schlafen lege, ziehe ich alles an, was ich mitgebracht habe. Obwohl es selbst im Inneren minus zwanzig Grad kalt ist, gelingt es mir, bis drei Uhr zu schlafen, dann wecken mich düstere Ahnungen: Morgen gilt es, den Dolma-La-Pass zu überschreiten, die höchste Stelle der Bergumrundung. Würde ich das schaffen? Würde ich überhaupt merken, wenn es gefährlich wird? Bis wohin lohnt es sich zu kämpfen, wann wäre es hingegen ratsamer umzukehren?

Thomas Bauer am höchsten Punkt der Bergumrundung.
Geschafft! Thomas Bauer am höchsten Punkt der Bergumrundung, Bild: Thomas Bauer

Unruhig stehe ich auf und trete hinaus. Vor mir erhebt sich, massiv und unbestechlich, der Kailash. Ich bilde mir ein, dass er mir eine Aufgabe stellt. Hier oben gibt es keinen Handyempfang und keinen Alpenverein, der einen im Zweifel vom Berg holt. Hier erfahre ich die eigene Zerbrechlichkeit, die erst dafür sorgt, dass ich das Leben neu wertschätze. Ich darf und muss mich fallenlassen, mich ganz der Kora hingeben und eine über mich hinausreichende Kraft spüren, die mich, wenn es gut läuft, auffängt. Dafür bin ich hier, darauf habe ich 18 Jahre gewartet. Und dennoch: keine leichte Aufgabe für einen „Westler“!

Am folgenden Morgen sieht der Berg freundlicher aus. Rotgelb strahlt sein Gipfel in der aufgehenden Sonne. Ich nehme das als gutes Omen und zwinge mich dazu, behutsam einen Schritt vor den anderen zu setzen – immer ein bisschen langsamer, als ich eigentlich könnte. Die Strecke weist nachdrücklich nach oben. Mehrmals rutsche ich auf dem gefrorenen, mit Felsbrocken besprenkelten Weg aus, gleite den Hang hinab und muss die eben erst gemeisterte Strecke neu hinaufklettern. Dennoch gelingt es mir loszulassen: Ich vergesse die Zeit, vergesse selbst den Weg und ergebe mich dem Spiel der Wolken mit der Sonne, dem lockeren Strom der Pilger und dem Gemurmel tibetischer Satzfetzen. So merke ich erst, als sich die Stimmung ringsumher aufhellt und mir fremde Pilger auf die Schulter klopfen, dass ich die heiligste Stelle der Kora erreicht habe. Auf den obligatorischen Gipfelfotos grinse ich wie ein Honigkuchenpferd.

Es folgt ein sechsstündiger Abstieg und eine weitere rustikale Übernachtung, ehe mich ein weitläufiges Tal zurück nach Darchen bringt. Am Wegrand sehe ich immer wieder Steine mit der Beschwörungsformel „Om Mani Padme Hum“, die jemand über den Pass getragen und dann hier abgelegt hat. Freundlich grüßt der Kailash von rechts. Er hat mir viel geschenkt, dafür gesorgt, dass ich mich neu verankert habe und wieder in der Lage bin, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Vermutlich ist es das, was wir in unserem Alltag mit seinen allzu greifbaren Ablenkungen am meisten benötigen. Doch dieser Berg hat mir zugleich eine Grenze aufgezeigt: In diesem Leben werde ich wohl nicht mehr höher als 5.698 Meter aufsteigen.

Muss ich auch nicht. Der Berg ist jetzt in mir.

Green Bay in Wisconsin

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Die USA haben eine Menge zu bieten, wenn es um Reiseziele geht. Der Schönwetterstaat Florida, Metropolen wie New York, das Spielerparadies Las Vegas oder ein Trip entlang der legendären Route 66 stehen sicherlich bei Vielen ganz oben auf der Liste interessanter Ziele. Aber im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gibt es noch weit mehr zu entdecken. Beispielsweise die atemberaubenden Landschaften und vielseitigen Städte des Mittleren Westens. Eine solche Stadt mit ganz besonderem Charme ist Green Bay im Staat Wisconsin – wo sonst werden gern Hüte in Form von Käse getragen?

Sport und Natur prägen die Stadt

Unter den Amerikanern selbst gilt der Mittlere Westen als eher langweilige, landwirtschaftlich geprägte Region. Green Bay zeigt, wie unberechtigt diese Meinung ist und präsentiert Besuchern gern sein eigenwilliges Charisma. Die Stadt ist die älteste Gemeinde von Wisconsin. Gegründet wurde sie als Handelsstützpunkt von französischen Pelzhändlern an der Spitze der gleichnamigen Bucht des Lake Michigan. Mit etwas über 100.000 Einwohnern ist die Stadt heute für amerikanische Verhältnisse noch immer eher klein. Dennoch ist sie landesweit bekannt.

Die Green Bay Packers

Green Bay, Vince Lombardi
Die Statue von Vince Lombardi vor dem Lambeau Field, Bild: Grindstone Media Group / shutterstock

Sie steht für amerikanische Geschichte und Lebensart, Käsegenuss – und vor allem für ihr berühmt-berüchtigtes Football-Team.

Obwohl Green Bay die kleinste Stadt der USA mit einem Profi-Footballteam ist, konnte sich die Mannschaft einen Namen machen, hat regelmäßig Siege zu feiern und gilt bei gegnerischen Mannschaften als berüchtigter Gegner. Klar, dass hier jeder ein Fan der Green Bay Packers ist. Die Heimspiele im Lambeau Field sind immer gut besucht und ein großes Spektakel. Ein Besuch im Stadion ist also definitiv ein Erlebnis. Die Green Bay Packers Hall of Fame informiert dort über die Errungenschaften des Teams und stellt Trophäen aus.

Wer lieber selbst aktiv wird, findet in der großartigen Umgebung reichlich Möglichkeiten dazu. Bei Wanderungen und Spaziergängen lassen sich Landschaft und Natur am besten erkunden. Highlights sind unter anderem der Bay Shore Park mit seinen beeindruckenden Klippen, Fonferek’s Glen, Barkhausen Wildlife Preserve oder das Brown County Reforestation Camp, zu dem auch ein Zoo und ein Abenteuer Park gehören. Berühmt und sehenswert ist ebenso der Botanische Garten von Green Bay. Angler finden ideale Bedingungen am Lake Michigan. Insbesondere wer mit Kindern unterwegs ist, sollte sich auch den Bay Beach Amusement Park mit seinen gemäßigten Fahrgeschäften und einem wunderschönen Ausblick auf den See nicht entgehen lassen.

Zwischen alten Geschichten und kulinarischen Genüssen

Green Bay kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, ist stolz darauf und zeigt das auch. Wer die Stadt besucht, kann sich in einem der erstaunlich zahlreichen Museen davon überzeugen. Sehenswert sind beispielsweise das Neville Public Museum und der Heritage Hill State Historical Park mit seinen historischen Gebäuden. Wer etwas über die Vergangenheit der Ureinwohner erfahren möchte, besucht das Oneida Museum mit Ausstellungsstücken und Informationen rund um das einstige Leben der Oneida und Irokesen in der Region. Wie kaum eine andere Region, wurde der Mittlere Westen durch die Eisenbahn geprägt. Spannendes und Sehenswertes dazu finden Besucher im National Railroad Museum.

Green Bay, Michigansee
Green Bay am Michigansee, Bild: Jacob Boomsma / shutterstock

Heute ist die Landwirtschaft besonders bedeutsam für die Region. Insbesondere die Milchviehhaltung ist verbreitet, was im 19. Jahrhundert in der Region sogar für eine Überproduktion sorgte. Um den Überschuss zu verwerten, setzte Green Bay auf die Käseproduktion. Die einheimischen Käsespezialitäten sind seitdem berühmt und beliebt und brachten den Einwohnern den Beinamen „Cheeseheads“ (dt. „Käseköpfe“) ein. Auf diesen sind sie stolz und tragen deshalb gern zu Football-Spielen der heimischen Mannschaft oder auch zu anderen Veranstaltungen auffällige käseförmige Kopfbedeckungen.

Gut zum Käse passen auch andere Güter aus der Region. Weingüter und -kellereien und einige kleine, aber feine Brauereien haben sich in und um Green Bay angesiedelt. Interessierte können bei Führungen und Verkostungen die örtlichen Spezialitäten kennenlernen.

In Green Bay ist also eigentlich für jeden etwas dabei. Gourmets, Sportfans, Geschichtsinteressierte und Naturanbeter kommen voll auf ihre Kosten und auch für alle anderen sind Stadt und Region sehenswert. Warum die USA also nicht auch mal abseits der großen Touristenziele erkunden?