Kyoto – Kulturelle Schönheit im Herzen Japans

Die buddhistischen Tempelanlagen des Kiyomizu-dera in Kyoto
Die buddhistischen Tempelanlagen des Kiyomizu-dera zur Kirschblütenzeit, Bild: f11photo / shutterstock

Neben Osaka und Tokio wird Kyoto häufig an der Spitze jener Listen aufgezählt, welche die schönsten Städte Japans nennen. Mit etwa 1,4 Millionen Einwohnern und einer großen Auswahl historischer Sehenswürdigkeiten ist die Stadt im Herzen des asiatischen Landes auch kein bloßer Geheimtipp. Kyoto zählt zu den kulturell bedeutendsten Städten Japans – und gilt als eine der schönsten urbanen touristischen Destinationen des Landes.

Das touristische Highlight im Herzen Japans

Im Osten der Stadt erheben sich die buddhistischen Tempelanlagen des Kiyomizu-dera über das malerische Stadtbild Kyotos. Die historischen Tempel gehören zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Region und prägen das Antlitz der Stadt. Ihre Geschichte reicht bereits bis in das späte 8. Jahrhundert japanischer Geschichte zurück – heute gelten sie als Teil des historischen UNESCO-Weltkulturerbes der Altstadt. Von hier aus lässt sich einen Blick auf das Panorama Kyotos werfen, das zwischen natürlichem Grün und teils 1000 Meter hohen Bergen gelegen ist.

Nur etwa 50 Kilometer trennen Kyoto von Osaka, einem weiteren urbanen Highlight im Herzen Japans. Bis nach Tokio sind es etwa 400 Kilometer. Zusammen bilden die drei Großstädte das urbane Zentrum des Landes. Kyoto hat eine lange Geschichte. Als die Stadt noch nicht Kyoto hieß, sondern Heian-kyo wurde sie im späten 8. Jahrhundert nach Heijo-kyo zur zweiten Hauptstadt des damaligen Japans. Bereits zu jener Zeit entwickelte sich Kyoto zu einem frühen politischen aber auch kulturellen Herzstück des Landes. Bis ins Jahr 1868 lag hier der Sitz des kaiserlichen Hofes des Landes Japan. Um die Bedeutung der Stadt wusste man auch im Zweiten Weltkrieg in den USA, als man die Stadt von Bombardements aufgrund ihrer kulturellen Schätze weitgehend verschonte. Und von seiner kulturell bedeutenden Aura hat die Stadt bis heute nichts eingebüßt.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Kyoto

Der Goldene Pavillon in Kyoto
Der Goldene Pavillon, Bild: Guitar photographer / shutterstock

Historisches Kyoto so heißt das UNESCO-Weltkulturerbe der Stadt, dem seit der Ernennung 1994 17 verschiedene Lokalitäten in und um Kyoto angehören. Dazu gehören der bereits genannte Kiyomizo-dera aber auch der Tempel Kyōō Gokoku-ji im Stadtviertel Minami, der sich über das Stadtbild prominent erhebt. In der Region Kyoto lassen sich viele dieser historischen Tempel entdecken, die sich typischerweise in fotogener Natur- und Stadtszenerie präsentieren. Ebenso dem Weltkulturerbe zugehörig sind die zwei Shinto-Schreine Kamowakeikazuchi und Kamomioya.

In der bergigen nordwestlichen Region der Stadt liegt der Goldene Pavillion, der in einem malerischen See eingelassen ist. Der buddhistische Tempel zählt zu den bekanntesten und schönsten Sehenswürdigkeiten Kyotos – und wurde im späten 14. Jahrhundert als ein bedeutendes Denkmal der Region errichtet. An die Anwesenheit der Kaiser in Kyoto erinnert heute das architektonisch bedeutende Bauwerk Kyoto Gosho, der einstige Kaiserpalast, in dem die japanischen Tennos bis in das 19. Jahrhundert residierten.

Fushimi Inari heißt einer der schönsten Schreine der Region. Der Shinto-Schrein lässt sich im Stadtviertel Fushimi entdecken, und ist für seine mit roten Toori-Toren versehenen Wege bekannt, die an sich für faszinierende Anblicke sorgen. Die besondere Ursprungsgeschichte des prominenten Schreins lässt sich bis in das 8. Jahrhundert zurückverfolgen. Der Schrein gilt auch als Austragungsort vieler ritueller Festivitäten, die in der Region Kyoto jährlich abgehalten werden. Daneben gilt der Heian-jingu Schrein als ein ebenso bedeutender Schrein der Stadt. Er gehört zu den größten Bauwerken dieser Art in der Region.

Eine lange Tradition haben die japanischen Geishas im historischen Zentrum Gion. Die Szenerie des Viertels erinnert an das historische Japan, dass die Stadt Kyoto bis heute geprägt hat. Wer einen idyllischen Spaziergang zwischen dem Sightseeing wünscht, wird sich entlang des Philosophenwegs wohlfühlen, der dem bedeutenden japanischen Denker Kitaro Nishida gewidmet ist. Dieser spazierte regelmäßig entlang des städtischen Weges. Highlight ist der Weg – übrigens wie auch der Maruyama Park – zur alljährlichen Kirschblütenzeit, in der sich viele der umgebenden Bäume in wunderschöner natürlicher Farbenpracht präsentieren.

Einen Blick auf das modernere Kyoto liefert der Kyoto-Tower, der etwa 131 Meter über das Stadtbild ragt. Das moderne Wahrzeichen Kyotos verfügt über eine Aussichtsplattform, die einen Panoramablick auf ganz Kyoto ermöglicht.

Die kulinarische Seite Kyotos

Fushimi Inari, Kyoto
Fushimi Inari, Bild: Takashi Images / shutterstock

Kyoto gilt nicht nur historisch und kulturell als bedeutendes Zentrum Japans, auch kulinarisch ist die Stadt im Herzen des Landes als ein Hotspot, den es zu besuchen gilt. Kyotos Küche genannt wird der Nishiki Market, der für seine vorzüglichen Restaurants, kulinarischen Stände und Spezialitätengeschäfte bekannt ist. Kyoto selbst präsentiert sich hier als ein Feinschmecker-Zentrum Japans, das so einige Spezialitäten zu bieten hat. Ob Sushi, Tempura oder die lokale Ramenvariante – viele dieser Spezialitäten lassen sich auch im Nishiki Market entdecken. Wie viele Orte im Süden des Landes ist auch Kyoto für seine frischen Matcha-Spezialitäten bekannt. Die besonders hochwertige Variante des Grünen Tees ist hier in Vielerlei Formen und Varianten zu entdecken. Wer der niemals-müden Stadt Toyko entfliehen und das kulturelle Herz Japans erkunden möchte, sollte sich Kyoto mit seinen Sehenswürdigkeiten und Spezialitäten nicht entgehen lassen.

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