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Sonntag, Juni 28, 2026
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Die 10 schönsten Sehenswürdigkeiten in Bayern

Mit einer Fläche von 70.500 Quadratkilometern ist Bayern das größte Bundesland Deutschlands. Überall auf der Welt ist es berühmt für sein seit 1810 stattfindendes Oktoberfest. Und auch der höchste Berg Deutschlands, die 2962 Meter hohe Zugspitze befindet sich in Bayern.

Brauchtum und Tradition spielen hier noch eine ganz entscheidende Rolle. Diese werden vor allem in den Schützen-, Burschen-, Jagd- und Maibaum-Vereinen ausgelebt, die es in beinahe jedem Ort gibt.

Die heutige Tracht gilt für viele als „typisch bayerisch“, sie wird jedoch meist nur zu besonderen Anlässen herausgeholt. Anders sieht es bei den traditionellen Trachtenvereinen aus, dessen Mitglieder mit dem Tragen von Dirndl und Lederhosen ihrer Heimatverbundenheit Ausdruck verleihen möchten.

Bayern bietet all seinen Besuchern eine Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten. Natur und Kultur, aber auch der Sport sind wichtige Bestandteile dieser Region. Schließlich gibt es hier mit circa 200 Plätzen auch die höchste Golfplatzdichte Deutschlands. Nachfolgend finden Sie die schönsten Sehenswürdigkeiten Bayerns…

1. Bayerns Städte

München, Bayern
Blick auf München, Bild: Vlada Photo / shutterstock

Viele bayerischen Städte sind an sich schon eine Reise wert. Die Landeshauptstadt München bietet mit seinem Rathaus im neugotischen Stil interessante Architektur und mit dem Englischen Garten einen Park, der größer ist als der Central Park in New York.
In Regensburg zeugen die Steinerne Brücke aus dem 12. Jahrhundert, die Gedenkstätte Walhalla und der Regensburger Dom von der prächtigen Vergangenheit des Bundeslandes.
Historische Schlösser lassen sich unter anderem in Nürnberg mit der Kaiserburg sowie in Würzburg mit der dortigen Festung Marienberg besuchen.

2. Zugspitze

Zugspitze Gipfel
Der Gipfel der Zugspitze, Bild: Kurt-Georg Rabe / shutterstock

Hoch hinaus geht es mit der Seil- oder Zahnradbahn von Garmisch-Partenkirchen auf den größten Berg Bayerns (und der Bundesrepublik). Von hier aus eröffnet sich ein grandioser Rundumblick über die umliegenden Berggipfel von Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz. Die tolle Aussicht lässt sich auch im dazugehörigen Gipfelrestaurant – zusammen mit ein paar bayerischen Schmankerln – genießen.

3. Chiemsee

Das „Bayerische Meer“ lockt seine Besucher nicht nur mit seiner atemberaubenden Alpenkulisse – auch die beiden Inseln Herren- und Frauenchiemsee sind einen Ausflug wert. Dort können sowohl das Kloster Frauenchiemsee als auch das Schloss Herrenchiemsee besucht werden. Letzteres lies König Ludwig II. als Abbild des Schlosses Versailles in Paris erbauen. Sein Spiegelsaal erstreckt sich über 75 Meter und ist somit größer als das Original.

4. Schloss Neuschwanstein

Neuschwanstein
Neuschwanstein, Bild: VOJTa Herout / shutterstock

Wohl eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Bayerns ist das Schloss Neuschwanstein bei Hohenschwangau. Diente es einst als Rückzugsort für den bayerischen König Ludwig II., verzaubert es heute Touristen aus aller Welt mit seiner Schönheit.

5. Bayerischer Wald mit Baumwipfelpfad

Viel Natur genießen lässt sich im Naturpark Bayerischer Wald im Osten des Bundeslandes an der Grenze zu Tschechien. Umgeben von kristallklaren Seen und einzigartigen Gebirgslandschaften warten viele Freizeitangebote auf die ganze Familie. Besonders hervorzuheben ist dabei der dortige Baumwipfelpfad. Von seinem 44 Meter hohen Baumturm lassen sich bei klarer Luft sogar die Alpen erkennen. Unser besonderer Tipp: Die Mountainbike-Rundreise Trans Bayerwald.

6. Kampenwand

Für alle Wanderfreunde lohnt sich der Aufstieg auf die 1169 Meter hohe Kampenwand in den Chiemgauer Alpen. Dort können das größte Gipfelkreuz der bayerischen Alpen und eine einmalige Aussicht bis hin zu den Hohen Tauern in Österreich bestaunt werden. Wer nicht gut zu Fuß ist, hat die Möglichkeit auch ganz gemütlich mit der Bergbahn nach oben zu kommen.

7. Tropfsteinhöhle Teufelshöhle

Bei einem Urlaub in Bayern darf der Besuch einer der größten Felsgrotten Deutschlands nicht fehlen. Auf einer Führung lässt sich die 3000 Meter lange Teufelshöhle in Oberfranken mit ihren großen Hallen und unzähligen Tropfsteinen bewundern. Vor allem an heißen Sommertagen bietet die Höhle mit ihren circa 10 Grad Celsius eine gelungene Abwechslung.

8. Partnachklamm

Garmisch Partenkirchen, Partnachklamm
Partnachklamm, Bild: Martin Gulbe / Markt Garmisch-Partenkirchen

Bereits seit 1912 zieht es Touristen zu der Partnachklamm in Garmisch-Patenkirchen. Die 700 Meter lange Schlucht kann dabei ganzjährig bewandert werden. Im Sommer sorgt die frische Luft für Abkühlung – im Winter beeindrucken vor allem die riesigen Eiszapfen, die von den steilen Felswänden hinabhängen.

9. Burg in Burghausen

In Burghausen in Oberbayern befindet sich die längste Burganlage der Welt. Auf 1051 Metern können Museen und Ausstellungen besucht und an Führungen teilgenommen werden. Neben all den Türmen und Zinnen bietet sich eine einmalige Aussicht auf die historische Altstadt Burghausens, den Wöhrsee sowie Österreich auf der anderen Seite der Salzach.

10. Oktoberfest

München, Oktoberfest
Das Oktoberfest, Bild: Takashi Images / shutterstock

Auch wenn es im Jahr 2020 ausfallen musste: Einmal im Jahr lockt das Oktoberfest Millionen von Besuchern aus aller Welt in die Landeshauptstadt. Dann heißt es 2 Wochen lang feiern, tanzen und Spaß haben. Für Jung und Alt ist einiges geboten: Wilde Fahrgeschäfte, kulinarische Köstlichkeiten und natürlich das berühmte bayerische Bier.

Ein weiteres Highlight: Die kulinarischen Spezialitäten Bayerns

Was wäre Bayern ohne seine Ess- und Trinkkultur? Fleischliebhaber, aber auch Vegetarier kommen hier ganz auf ihre Kosten.

Die Weißwurst ist eine der vielen Klassiker und über die Art, wie sie zu essen ist, können stundenlange Diskussionen entfachen. Traditionell sollte sie jedoch vor 12 Uhr mittags zusammen mit süßem Senf, Brezen und Weißbier verspeist werden.
Überhaupt steht das Bier im Mittelpunkt der bayerischen (Ess-) Kultur. Über 30 Biersorten, wie zum Beispiel Helles, Weißbier, Export oder Pils werten angeboten. Kleine, lokale Brauereien, aber auch die ganz großen Betriebe produzieren dabei circa 4.000 verschiedene Biere.

Der „Leberkas“, auch als Fleischkäse bekannt, ist in Form der „Leberkas-Semmel“ ein beliebtes To-Go-Essen der Bayern. Der Name führt allerdings zu Missverständnissen – im Leberkas befinden sich weder Leber noch Käse. Seit mehr als 200 Jahren werden dafür vielmehr Schweine- und Rindfleisch zu einem „Laibkas“, also einer festen Masse verarbeitet.

Für Vegetarier bieten sich besonders die leckeren Käsespezialitäten an. Der Obatzda zum Beispiel wurde ursprünglich als eine Mischung aus alten Käseresten angeboten. Und auch heute noch besteht er aus verschiedenen Weichkäsesorten wie Brie und Camembert. Zusammen mit Butter, Quark oder Rahm wird er zu einer wahren Köstlichkeit, die jeden Biergarten Besuch schmackhafter macht.

Mit Sicherheit satt macht eine andere vegetarische Speise: Die Käsespätzle. Dabei werden Spätzle und Hartkäse miteinander vermischt und mit Röstzwiebeln bestreut.
Wer es hingegen richtig deftig mag, sollte sich Schweinshaxen mit Knödel und Sauerkraut gönnen. Seit vielen Jahrzehnten gilt dieses Gericht als DAS typische Nationalgericht der Bayern und steht bei Volksfesten und Wirtshäusern auf der Speisekarte.

Amman – auf den Spuren der Bibel und alter Wege der Karawanen

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Am Schnittpunkt historischer Karawanenwege liegt auf biblischem Boden eine der interessantesten Metropolen des Nahen Ostens: Amman. Jordaniens Hauptstadt blickt zurück auf eine lange Geschichte der Besiedelung. Rom wurde auf sieben Hügeln gebaut, doch Amman breitete sich im Laufe der Jahrhunderte immer weiter aus und umfasst heute sogar 19 Hügel. Die Stadt ist stolz auf ihre Historie, sie gibt sich arabisch und gleichzeitig aufgeklärt. Wer dort mit offenen Augen über die Boulevards bummelt, der spürt einen Hauch von Lebensfreude. Und dies in der unmittelbaren Nachbarschaft von Syrien, wo nun schon sehr lange ein Bürgerkrieg tobt und von Israel, mit dem sich Jordanien eine weithin befriedete Grenze teilt.

Graziöse Minarette im weißen Häusermeer

Amphittheater Amman
Das römische Amphittheater, Bild: Fabio Nodari / shutterstock

“Jebels” nennen die Menschen in Amman ihre neunzehn Hügel, die von einem weißen Häusermeer überzogen sind und aus dem hier und da die graziösen Minarette der Moscheen emporragen. Hier regiert der jüngste Spross aus der Dynastie der Haschemiten, und nicht wenige Einwohner von Amman sind stolz auf ihr Könighaus und verstehen sich als Teil der herrschenden Familie. Architektonische Wunder sucht man in dieser Stadt vergeblich, denn ein Erdbeben zerstörte im Jahr 1927 zahlreiche geschichtlich bedeutende Zeugnisse des Altertums. Geblieben ist eine jahrzehntelange Auflage der Behörden: Alle Häuser müssen mit dem für Jordanien typischen Sandstein verkleidet sein. Inzwischen haben viele eindrucksvolle Villen die traditionellen Häuser aus Lehm verdrängt.

“Philadelphia” – Stadt der “Brüderlichen Liebe”

Zweifellos ist der Hügel mit der Zitadelle das Herz der alten Stadt. Diese Festungen wurden im Laufe der Zeit immer wieder umgebaut, in Kriegen zerstört und dann erweitert. Ihre Wurzeln fand die Zitadelle bereits im 2. Jahrhundert nach Christi. Damals war Amman noch ein Teil des römischen Imperiums – hier waren Legionen stationiert und hier regierte der römische Stadthalter mit harter Hand. Sehr oft weckte dieser Teil als Fixpunkt der Handelsstraßen, die nach Ägypten, Syrien oder Mesopotamien führten, die Begierden der Nachbarn. Alexander der Große eroberte die Stadt, und sie war von Mazedoniern besetzt. Deren König gab Amman den Namen “Philadelphia“, was mit “Brüderliche Liebe” zu übersetzen ist. Dort blühte der Handel, und die Stadt war Mittelpunkt des Kalifat.

Sammelbecken für Flüchtlinge aus der Nachbarschaft

Zwei Millionen Menschen leben heute in Amman. Dies war auch ein Sammelbecken von Flüchtlingen aus Palästina, dem Libanon, Irak und Syrien. Und so zählt die Hauptstadt Jordaniens nicht nur zu den ältesten sondern auch zu den am schnellsten wachsenden Metropolen weltweit. Wer die Geschichte Ammans verstehen will, der sollte sich intensiv mit der besagten Zitadelle auf dem Jebel el Qala’a beschäftigen, denn diese war gleichermaßen ein religiöses und ein militärisches Zentrum. Sehenswert ist dort unter anderem der Tempel des Herkules, den die Römer zwischen 162 und 166 nach Christi errichteten. Fotogen ist die “Steinerne Hand”, die einst Teil einer 17 Meter hohen Statue war. Eindrucksvoll ist aber auch der Ausblick auf das Römische Theater, das sich durch eine faszinierende Akkustik auszeichnet und noch immer für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird.

Die verwinkelten Gassen der Altstadt

König Abdullah Moschee, Amman
König Abdullah Moschee, Bild: kravka / shutterstock

Die König Hussein Bin Talal Moschee ist das größte islamische Gotteshaus des Landes. Auch sie wurde auf einem der zahlreichen Hügel Ammans errichtet, ist mit ihren majestätischen Minaretten unübersehbar und wurde mit goldenen Ornamenten, Böden aus edlem Marmor und wertvollen Teppichen ausgestattet. Die Staatsmoschee Jordaniens beherbergt auch ein Museum und eine Bibliothek mit historischen Zeugnissen. Die Kultur der arabischen Hemisphäre prägt das Bild dieser Stadt. Insbesondere das der Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen und eindrucksvollen Gebäuden. Eine Visite des traditionellen Souk ist ein “Muss” bei einem Aufenthalt in Amman. In den zahlreichen erstklassigen Restaurants wird die gesamte Palette der nahöstlichen Speisen den Gourmets aus aller Welt präsentiert. Die Altstadt versteht sich aber auch als Ort der Musik, des Tanzes und der Kunst.

Luxus in Al Sweifieh und der Duft der Gewürze

Wer sich Amman als Ziel einer Shopping-Tour ausgesucht hat, der wird womöglich Gefallen daran finden, im Basar mit den Händlern zu feilschen. Ein wenig abseits der belebten Rainbow Street, am höchsten Teil der Stadt, trifft der Besucher auf den sogenannten “Goldmarkt”, wo stets edle Schmuckstücke offeriert werden und wo die Preise günstiger sind als in Europa. Überrascht ist so mancher Tourist, wenn er durch das Viertel Al Sweifieh bummelt, denn dort trifft er auf Luxusartikel aller Art in Modeboutiquen und modernen Geschäften. Die Märkte der Stadt sind eine Art Kontrapunkt zum Glanz dieses vornehmen Viertels. Hier regiert der Duft der Gewürze, und auch dort gehört das Feilschen zwischen den Händlern und den Käufern zum Alltag. Man sollte sich nicht scheuen, sich den Gepflogenheiten anzuschließen. Allerdings gebietet es nach arabischer Sitte der Respekt, dass nur der handelt, der auch kaufen möchte.

Die blaue Kuppel der König-Abdullah-Moschee

Ein böhmisch-deutscher Architekt setzte sich in Amman ein Denkmal. Jan Cejka baute zwischen 1982 und 1989 die König-Abdullah-Moschee, die mit ihrer gigantischen blauen Kuppel zu einem Wahrzeichen der jordanischen Hauptstadt geworden ist. Allerdings ist der eindrucksvollste Blick auf die Moschee nur Männern vorbehalten. Sie sitzen dann mit ihren Wasserpfeifen an den Fenstern im Arab League Cafè und schauen hinab auf das lebhafte Treiben vor der Moschee. Judentum, Christentum und Islam – drei Religionen berufen sich auf das Alte Testament. Und hier, in Jordanien, haben die Überlieferungen ihren Ursprung. Auch in Amman sind die Spuren des Glaubens allgegenwärtig.

Vierwaldstättersee, die Naturperle in der Schweiz

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Urlaub am See oder in den Bergen? Wer sich nicht entscheiden kann, fährt einfach an den Vierwaldstättersee in die Schweiz. Dort gibt es beides. Mancherorts erinnert diese Naturperle fast an eine wilde Fjordlandschaft. Zwar ist Helvetia weder arm an Seen noch an zauberhaften Landschaften. Aber wer unter den rund 1500 Gewässern den schönsten wählen soll, wird vermutlich um den Vierwaldstättersee nicht herumkommen. Mehr Szenerie geht eigentlich nicht. Er besteht aus mehreren Seebecken und Buchten, umgeben von stolzen Bergen.

Mediterranes Klima

Von der ursprünglichen Landschaft einmal abgesehen, ist das Klima ebenfalls ein guter Grund an den Vierwaldstättersee zu reisen. Trotz der Nähe zu den Voralpen erwartet einen ein mediterranes Klima. Es sind gerade die schützenden Berge, die der Seeregion so angenehme Temperaturen bescheren. Daher prägen auch Bananenbäume, Palmen, Zypressen, Edelkastanien, Mandelbäume, selbst Feigen das Landschaftsbild.

Mit dem Dampfschiff über den See

Vierwaldstättersee
Mit dem Schiff über den Vierwaldstättersee, Bild: Thanakorn.P / shutterstock

Die charmanteste Art, den See mit seinen versteckten Buchen zu entdecken, ist eine ausgedehnte Tour mit einem Dampfschiff, auf der man auch Bekanntschaft mit Orten wie Küsnacht, Luzern, Weggis oder Beckenried macht. Gerade auf dem Schiff wird die Naturvielfalt deutlich. Ein verträumter kleiner See wird nach einer Kurve plötzlich zu einem großen Becken, das eine dramatische Landschaft freigibt. Per Schiff lassen sich übrigens auch die faszinierenden Berge erreichen. Man steigt einfach am entsprechenden Anleger aus und startet eine Wanderung auf den Rigi, den Pilatus, den Bürgenstock oder die Klewenalp. Natürlich gibt es auch Seilbahnen, die in die Bergwelt führen. Die steilste Zahnradbahn der Welt gondelt von Alpnachstad auf den Pilatus. 49 Grad Steigung sind da schon mal drin. Selbstverständlich kann man auch auf den Pilatus wandern. Vier Stunden dauert der Aufstieg, bevor man den rund 2000 m hohen Gipfel erreicht hat. Die Mühe wird durch einen gigantischen Blick auf den See belohnt. Mit ein bisschen Glück lässt sich auch der seltene Alpensteinbock blicken. Ein besonderes Erlebnis ist eine Fahrt mit der ältesten Zahnradbahn Europas, die seit 1871 im Einsatz ist. Die Bahn startet in Vitzni und erklimmt den gut 1800 m hohen Rigi in einer halben Stunde. Wer einigermaßen schwindelfrei ist, testet die höchstgelegene Hängebrücke Europas auf dem 3.238 Meter hohen Titlis.

Den See zu Fuß erobern

Gut zu Fuß sollte man schon sein, wenn man sich für eine Wanderung rund um den See entscheiden. Dafür muss man allerdings Zeit mitbringen. Denn für den Waldstätterweg, der um den See führt, benötigt man mehrere Tagestouren mit einer täglichen Marschzeit von vier bis sechs Stunden. Der Schwierigkeitsgrad ist zwar moderat. Ausreichend Kondition sollte man allerdings schon mitbringen, gilt es doch den einen oder anderen Höhenmeter zu überwinden. Und an einigen Stellen ist Trittsicherheit gefragt. Auf dem Wanderweg, Start ist Brunnen, erlebt man die gesamte Vielfalt und Schönheit der Gegend. Hübsche Uferwege, saftig grüne Wiesen, dunkle Wälder wechseln sich ab, bis man zur letzten Station kommt, nach Rütli, einer sagenumwobenen Wiese. Sie gilt als Gründungsort der Schweiz, wo der legendäre Rütlischwur abgelegt wurde.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kapellbrücke Luzern
Die Kapellbrücke in Luzern, Bild: gevision / shutterstock

Die Tour um den See bietet übrigens neben Natur auch eine ganze Reihe anderer Sehenswürdigkeiten. In Küsnacht stößt man etwas abseits des Wanderweges, auf die berühmte „Hohle Gasse“, in der Wilhelm Tell den tyrannischen Vogt Heinrich Gessler mit einer Armbrust niederstreckte. Friedrich Schiller hat dieser Geschichte zu Weltruhm verholfen. Von Küsnacht aus geht es nach Meggen mit dem zauberhaften Schloss Meggenhorn. Es liegt, umgeben von einem romantischen Park auf einer Landzunge über dem Luzerner Seebecken.

Der prächtige Bau wurde nach dem Vorbild von Schloss Chambord an der Loire gebaut, und enthält neben einem Museum auch eine Kapelle. Die nächste Etappe führt nach Luzern, die als eine der schönsten Städte der Welt gilt. Das ist keineswegs übertrieben, wenn man durch den Hauptort des gleichnamigen Kantons schlendert. Nicht nur ist Luzern das kulturelle Zentrum der Schweiz mit einem weltbekannten Sinfonieorchester, zahlreichen Festivals und der Luzerner Fasnacht. Es sind auch die Sehenswürdigkeiten, die sich über die ganze Stadt verteilen, die ihr einen altertümlichen Charme verleihen. Zu den schönsten gehört sicherlich die Kapellbrücke von 1365.

Die älteste und zweitlängste Holzbrücke Europas ist mit seinem achteckigen Wasserturm das Wahrzeichen Luzerns. Sie ist Teil der früheren Stadtbefestigung und verband als Fußgängerweg die beiden Ufer der Reuss. Ein weiteres Wahrzeichen sind die Museggtürme mit der gleichnamigen Mauer. Auch sie sind Teil der ehemaligen Stadtbefestigung und prägen das historische Stadtbild. Auf ebenso originelle wie altertümliche Weise erlebt man Luzern mit der Gütschbahn. Sie führt von der Basselstraße hinauf zum Château Gütsch, das unverkennbar nach dem Vorbild von Schloss Neuschwanstein erbaut wurde. Die Fahrt dauert allerdings nur 100 Sekunden.

Baden, tauchen, segeln

Was aber ist ein See ohne Badestellen. Keine Sorge, am Vierwaldstättersee gibt es gleich 18 davon. Das sind die offiziellen wohlgemerkt, mit allerlei Annehmlichkeiten wie Grillplätzen, Umkleidekabinen und Toiletten. Manche sind auch direkt mit Hotels verbunden, die am See liegen. An Badis, wie die Schweizer sie nennen, herrscht jedenfalls kein Mangel. Auch nicht an Aktivitäten auf und im See. Kajakfahren, Wakeboarden, Segeln, Surfen, Angeln oder Bootfahren versprechen Abwechslung. Man kann sogar tauchen. Aufgrund des klaren Wassers ist der See bei Tauchern sogar sehr beliebt. Bei Siskon kann man sich an einer Steilwand versuchen und bei Brunnen lockt ein gesunkener Frachter in die Tiefe

Winterurlaub in Courmayeur

Wer auf der Suche nach Tradition im Wintersport ist, wird wohl kaum einen passenderen Ort als Courmayeur in Italien finden. Das kleine Dorf in den italienischen Alpen befindet sich direkt hinter dem Mont Blanc Tunnel und zählt schon seit beinahe zwei Jahrhunderten zu den beliebtesten Orten für Wintersport in Italien. Nicht nur Skifans aus der ganzen Welt, vor allem die Italiener selbst sind es, die hier auf den Pisten zu finden sind. Aber auch neben dem Wintersport und außerhalb der Ski-Saison gibt es so einiges in dem Ort und der Natur zu entdecken.

Gerade in den Wintermonaten zieht es viele Sportfans in das Alpenstädtchen. Rund um den Ort finden sich traumhafte Pisten. Egal ob Anfänger, erfahrener Skifahrer oder Profi, hier in der wildromantischen Alpenlandschaft findet sich die passende Piste. Hinzu kommen spezielle Bereiche für Snowboarder, die gerne auch für Wettbewerbe genutzt werden. Ein besonderes Erlebnis ist auch eine Abfahrt auf der Nachtskipiste zu genießen. Insgesamt locken über 100 Pistenkilometer und somit bietet das schneesichere Skigebiet zwischen November und April nahezu unbegrenztes Skivergnügen. Ebenso kommen Langläufer auf ihre Kosten, denn mit 32 Loipenkilometern bietet das Loipennetz hervorragende Bedingungen um die Region auf sportliche Weise zu erkunden. Abseits der Piste locken vielseitige Möglichkeiten, von der Hundeschlitten-Fahrt über Eislaufen bishin zu einer Fahrt mit dem Snowbike reicht das Spektrum.

Der Skiort zwischen Tradition und Moderne

Courmayeur wirbt gerne selbst damit, dass es die Hauptstadt der Alpinisten ist. Immerhin kann man hier sogar auf königliche Besuche zurückblicken, die aus der Gründungszeit der Region stammen. Tatsächlich ist der Ort natürlich untrennbar mit dem Mont Blanc verbunden. Courmayeur selbst befindet sich in einem Kessel auf rund 1.300 Meter Höhe und verfügt nicht nur über eine Vielzahl an Pisten, sondern auch über eine hervorragende Infrastruktur von den einfachen Herbergen bis hin zu luxuriösen Hotels. Besonders in der Hauptsaison wartet man hier mit hochklassiger Gastronomie aber auch mit dem klassischen Ski-Erlebnis auf und ist daher für Reisende von Familien bis zu Gruppen von Ski-Fans die richtige Wahl.

Wer den Kick auf der Piste sucht wird vor allem in den Skigebieten Chécrouit und Val Veny fündig werden. Mit dem angrenzenden Gebiet Val Ferret ergibt sich eine Strecke von weit über 100 Kilometern mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und verschiedenen Empfehlungen für den Wintersport. Auch beim Transport gibt es keine Probleme, da von Courmayeur verschiedene Möglichkeiten für den Transport zu den unterschiedlichen Pisten angeboten werden. Vor Ort befindet sich dann die typische Infrastruktur der heutigen Ski-Anlagen, die an nichts missen lassen und die einen ausgiebigen Spaß auf der Piste ermöglichen. Allerdings ist Courmayeur nicht einfach nur für den einfachen Zugang zu einigen der schönsten Skigebiete der Welt bekannt.

Vom traditionellen Bergdorf zur „inoffiziellen“ Hauptstadt der Alpinisten

Courmayeur zeichnet sich durch seine einzigartig schöne Lage aus. Mitten in den Bergen war der heute so beliebte Urlaubsort einst eines von zahlreichen Bergdörfern Norditaliens, in denen die Zeit still zu stehen schien. Doch bereits im 18. Jahrhundert zog es erste „Touristen“ in das Bergdorf. Nachdem der Prinz von Savoyen die Heilkraft der Mineralquellen für sich entdeckte, zog es die höhere Gesellschaft in die heute so beliebte Urlaubsregion und so zählt Courmayeur zu den ersten Orten, die für den Tourismus erschlossen wurden. Wer heute im Ort auf Spurensuche geht, trifft auf den Turm Torre Malluquin, der auf das Jahr 1351 datiert wird, aber mit großer Wahrscheinlichkeit sogar noch älter ist. Er ist heute das älteste Gebäude des Alpenstädtchens und wird als Ausstellungsort genutzt. Der einsetzende Tourismus im 18. Jahrhundert brachte dem Ort Wachstum und Wohlstand und so veränderte sich das Ortsbild zu dieser Zeit deutlich.

Abseits der Piste: Courmayeur als Hauptstadt des Alpinsports

Courmayeur, Italien
Traumhafte Winterlandschaft in Courmayeur, Bild: Stepniak / shutterstock

Wer einen Tag Pause von der Piste sucht oder sich einfach noch mehr mit dem Ort und seinen Eigenheiten beschäftigen möchte, wird in Courmayeur auf ein breites Angebot an Kultur treffen. Die beiden historischen Kirchen, um die sich der Ort im Laufe der Jahrhunderte entwickelt hat, sind bis heute das Aushängeschild und im engen und verwobenen Stadtkern kann man sich noch heute vorstellen, wie bereits im Mittelalter die ersten Reisenden auf dem Weg zu den Pisten des Mont Blanc unterwegs waren.

Die Stadt selbst hat ein großes Museum, das unter anderem von der Entwicklung des kleinen Ortes zu einem der wichtigsten und bekanntesten Skigebiete der Welt erzählt. Der Besuch des italienischen Königs spielt als Anekdote ebenso eine Rolle wie der Umstand, dass Courmayeur trotz seiner Größe bereits im Mittelalter ein wichtiger Name für die Reisenden in Frankreich und den italienischen Stadtstaaten war und sich hier Menschen aus ganz Europa getroffen haben. Im Alpinmuseum Duca degli Abruzzi geht es auch um die Geschichte des Alpensports und hier hat man eine schöne Auswahl an historischen Erinnerungsstücken, die beispielsweise von den ersten Expeditionen der Bergsteiger erzählen, die von hier aus ihren Weg genommen haben. Das ist übrigens eine Option, die man auch heute noch mit begleiteten Touren und auf eigene Faust vornehmen kann.

Wanderungen und Entspannung in Courmayeur

Innenstadt Courmayeur
Courmayeur – Im Winter wie im Sommer ein lohnendes Reiseziel, Bild: Olena Kosynska / shutterstock

Umgeben von einer der schönsten Berglandschaften Europas, wenn nicht gar der Welt, ist der Abenteuerdrang ganz natürlich und da gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten. Bergsteigen wäre beispielsweise eine Möglichkeit, wenn man die Gletscher und die unteren Täler des Mont Blanc erkunden möchte. Das kann man entweder mit einer eigenen Planung machen oder nutzt eine der vielen Touren, die in die Berge führen. Das ist zudem auch außerhalb der Saison ein wichtiger Punkt für den Tourismus vor Ort. Wenn die Skifans noch ein wenig warten und im Sommer die grünen Landschaften der Täler sichtbar werden, zieht es viele Reisende zu Erkundungen in dieses beinahe unberührte Stück der Natur.

Courmayeur war nicht immer für seine Pisten, Hotels und Restaurants berühmt, sondern hat anfänglich vor allem durch die heißen Quellen auf sich aufmerksam gemacht. Diese spielen heute nicht mehr die ganz große Rolle für die Reisenden, sind aber immer noch ein Puzzlestück im Gesamtspiel der Angebote vor Ort. In einer der heißen Thermalquellen kann man nicht nur etwas für die eigene Gesundheit machen, sondern darüber hinaus Entspannung nach einem langen Tag auf der Piste suchen. Auch darauf haben sich einige der Betriebe und der Hotels in der Region spezialisiert.

Überhaupt hat man beim Thema Übernachtungen die Wahl, wo die eigenen Prioritäten liegen. Während klassische Herbergen zu günstigen Preisen für die einfache Übernachtung zu finden sind, gibt es auch viele Hotels, die mit einem umfangreichen Angebot für Entspannung und Luxus locken. In Verbindung mit den vielen guten Restaurants in der Umgebung hat der Ort heute also viel mehr als einfach nur Wintersport zu bieten.

Courmayeur in der warmen Jahreszeit

Abseits der Skisaison ist Courmayeur ein traumhafter Urlaubsort für Bergfreunde. Die einzigartig schöne Alpenlandschaft lädt zu ausgedehnten Wanderungen ein, die Gipfel des UNESCO-Welterbes „Mont Blanc“ begeistern Bergsteiger aus der ganzen Welt und auch Mountainbiker finden hervorragende Routen, um die Bergwelt zu erkunden. Fahrradtouren durch die Täler von Val Veny und Val Ferret sind ebenso reizvoll, wie ein Gleitschirmflug oder ein Ausritt mit dem Pferd. Doch auch wer sich in der naturschönen Umgebung einfach nur entspannen möchte, findet in Courmayeur perfekte Bedingungen vor und so lässt sich der Urlaub am Mont Blanc vielfältig gestalten. Wo einst Bergbauern ihre Höfe betrieben und ein einfaches Leben führten, können heute Naturliebhaber und Bergsportler einen unvergesslichen Urlaub verleben, sich kulinarisch in den gemütlichen Restaurants und auf den Hütten verwöhnen lassen sowie die naturschöne Umgebung und den Flair der Alpenstadt genießen.

Sehenswertes in Courmayeur

Sehenswürdigkeiten wie die Kirche San Pantaleone, die zwischen 1722 und 1742 erbaut wurde oder auch die sehenswerte Wallfahrtskirche Notre-Dame de Guérison sind bis heute prägend für den Ort. Im Zentrum des Ortes findet sich die enge und gewundene Via Roma, die das Herz der Stadt bildet und entlang derer sich durchaus mondäne Bauten finden. Wer mehr über die Geschichte der Region erfahren möchte, der sollte die „Casa della Guide“ besuchen, die heute Sitz des „Museo Duca degli Abruziie“ ist. Im Stadtviertel La Saxe findet sich zudem ein antikes Haus aus dem Jahr 1391, dessen Besichtigung sich lohnt und einst Teil des ursprünglichen Bergdorfes war.

Die wohltuenden Quellen von Courmayeur

Bereits im 18. Jahrhundert zog es Erholungshungrige nach La Saxe. In dem Stadtteil finden sich die berühmten Mineralwasserquellen von Courmayeur. Heute dreht sich im Stadtteil La Saxe alles um die Thermen, die hier angesiedelt sind und mit ihrem breit gefächerten Wellnessangebot überzeugen. Den Quellen verdankt Courmayeur seine Entwicklung, denn bereits im 18. Jahrhundert durften die einheimischen Gäste aus der ganzen Welt empfangen. Allem voran kurte hier die Familie Royal Savoy, was dazu führte, dass Aristokraten und Mitglieder der Adelsfamilien aus der ganzen Welt folgten. Im Laufe der Geschichte folgten bekannte Persönlichkeiten und Prominente. Das „Juwel der Alpen“ begeistert bis heute mit seinem besonderen Flair und so lohnt sich ein Aufenthalt, nicht nur aufgrund der Mineralquellen und Thermalanlagen, zu jeder Jahreszeit.

Kitzbühel – der österreichische Ski-Traum

Kitzbühel ist eine wunderschöne mittelalterliche Stadt im Herzen des österreichischen Tirols mit einem wirklich riesigen Skigebiet, das sich über drei Sektoren erstreckt. Es eignet sich am besten für Fortgeschrittene und Könner, und die Möglichkeiten, auf der Piste zu fahren und auf dem Skitracker ordentlich Strecke zu machen, sind fast so groß wie die riesigen Skigebiete Paradiski und Trois Vallées in Frankreich.

Bei der Erwähnung von Kitzbühel denkt jeder, der den Skirennsport verfolgt oder regelmäßig den Skisonntag schaut, an den Hahnenkamm, den Namen eines der Skisektoren des Skigebiets, aber auch an die fieseste und gruseligste Abfahrt im Weltcup. Aber in Wirklichkeit ist Kitzbühel, abgesehen von dem einen verrückten Januarwochenende, an dem das Rennen stattfindet, ein Pistenkätzchen, das mehr Miau als Kapu macht.

Die Infrastruktur der Ski-Stadt

Die alten Straßen der Stadt beherbergen eine Fülle von alten Pensionen, die in Vier- und Fünf-Sterne-Hotels umgewandelt wurden, sowie eine große Auswahl an Restaurants, die von der obligatorischen Gourmetküche bis hin zu traditionellen Lokalen reichen, die den Geldbeutel schonen. Wie in jedem namhaften österreichischen Urlaubsort ist das Nachtleben in Kitzbühel erstklassig, wobei die Partys nach den Rennen im Januar ein besonderes Highlight sind (für diejenigen, die sich daran erinnern können).

Kitzbühels mittelalterlicher Silberbergbaukern mit seinen stark gestützten Mauern und zarten Freskenmalereien verdient zu Recht seinen Ruf als schönste Skistadt Europas. Die fußgängerfreundliche Vorderstadt und die Hinterstadt, das Stadtzentrum innerhalb der schweren alten Stadtmauern, liegen vor der Kulisse der zackigen Zähne des spektakulären Wilden Kaisergebirges.

Gemessen an der mit Designern und Pelzmänteln bekleideten Kundschaft, die in den Schaufenstern der Stadt stöbert, es aber nie ganz bis zum Berg schafft (und auch nicht die, die Kilometer auf den Pisten sammeln), könnte man meinen, Kitzbühel sei der nobelste Urlaubsort Österreichs. Aber selbst am oberen Ende der Liste erreichen die Preise nicht annähernd die stratosphärischen Höhen von Courchevel oder Zermatt.

Die Rennwoche in Kitzbühel

Hahnenkamm Kitzbühel
Zielbereich des Rennens (hier im Jahr 2015), Bild: bofotolux / shutterstock

Jedes Jahr im Januar versammeln sich hier die besten Skifahrer der Welt, um sich auf der Streif, der Piste, auf der der Hahnenkamm stattfindet, am gleichnamigen Berg zu messen. An einer Stelle – der berühmt-berüchtigten Mausefalle – fällt die Piste mit atemberaubenden 85 Grad ab, was auch in etwa der Geschwindigkeit entspricht, die die Rennfahrer in km/h erreichen. Der österreichische Superheld Franz Klammer, der hier viermal gewonnen hat, sagte einmal: “Jeder, der heil unten ankommt und das Rennen beendet, ist der Sieger.” Die Rennwoche lockt Tausende von internationalen Fans in die mittelalterliche Stadt, und die Atmosphäre ist elektrisierend, mit Live-Musik-Bühnen, Pop-up Food Village und Partys bis in die frühen Morgenstunden.

Der Ski-Tourismus in Kitzbühel

Aber in Wirklichkeit geht es in Kitzbühel eher um die vielen, größtenteils mittelschweren Pisten, die sich scheinbar endlos hinziehen. Sogar die Streif wird zur Familienabfahrt, wenn die Sprünge abgebaut sind, die Rennfahrer in ihren Anzügen zum nächsten Event weiterziehen und die Nachtschwärmer ihren Kater überwunden haben.

Trotz großartiger Pisten und einer schönen Basis hat Kitzbühel als Weltklasse-Destination einen Nachteil – die geringe Höhe. Die Stadt liegt auf 800 m und der oberste Lift auf 2.000 m, so dass der Schnee in der Regel in der letzten Januarwoche und den ersten drei Februarwochen am besten ist.

Dennoch ist das Skigebiet oft das erste der österreichischen Nicht-Gletscherskigebiete, das geöffnet wird, in den meisten Jahren bereits Mitte Oktober, und hat eine Nord-West-Ausrichtung, die den Schnee auf den höheren Hängen bewahrt. Der Wintersport erfreut sich hier seit 1893 großer Beliebtheit, und die guten Winter haben die schlechten bei weitem übertroffen, was auch auf die erheblichen Investitionen in die Beschneiung zurückzuführen ist.

Welche Pisten sind die besten?

Skispaß in Kitzbühel
Skispaß in Kitzbühel, Bild: lightsandsquares / shutterstock

Die Pistenmöglichkeiten in Kitzbühel sind enorm – 233 km Pisten, davon 39 km unpräparierte Skirouten, verteilen sich auf drei verschiedene Skisektoren: den Hahnenkamm (Heimat der Streif-Abfahrtsstrecke, auf der das berühmte Hahnenkamm-Weltcup-Skirennen stattfindet), das Kitzbüheler Horn und die benachbarte Bichlalm.
Das Skigebiet eignet sich am besten für Fortgeschrittene und Könner, und die Abfahrten sind bei guten Bedingungen spektakulär. Das Kitzbüheler Skigebiet erstreckt sich zwar über viele Berge, aber keiner davon liegt über 2.000 m – in einem trockenen Winter kann eine ausreichende Schneedecke in diesen niedrigen Lagen zu Problemen führen, vor allem in den unteren Lagen.

Für Anfänger gibt es kostenlose Lifte am Hahnenkamm und weitere am nahe gelegenen Jochberg und in Reith, und es gibt auch Skipässe nur für das Horn. Aber insgesamt ist es aufgrund der unsicheren Schneeverhältnisse in geringer Höhe kein ideales Skigebiet für Anfänger.

Das Horn wird heutzutage zu oft als langweiliges Anfängergebiet abgetan, was ein bisschen unfair ist. Mit 2.000 m ist es der höchste Punkt des Skigebiets, den man mit einer Gondel und einer Seilbahn erreicht. Man hat die Wahl zwischen einer langen, einfachen blauen Piste zurück in die Stadt und einigen interessanteren, nicht präparierten Routen. Vom Gipfel aus gibt es auch die Möglichkeit, auf einer langen und schönen roten Piste ins Raintal hinunterzufahren.

Aurach, ein paar Kilometer talaufwärts von Kitzbühel in Richtung Jochberg, ist der Startpunkt für die Bichlalm. Dieses kleine Gebiet ist dem Freeride gewidmet. Erreichbar ist es über einen 2015 eröffneten Sessellift und mit einer Pistenraupe, die alle 30 Minuten auf den Stuckkogel fährt. Von dort aus führen verschiedene Routen zurück ins Tal.

O‘ahu – Die Vielfalt Hawaiis entdecken: Ein Reiseleitfaden

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O‘ahu, bekannt als „The Gathering Place“, ist die drittgrößte Insel Hawaiis und ein Ort voller Kontraste. Von lebendigen Städten wie Honolulu bis hin zu abgelegenen Stränden und üppigen Regenwäldern – O‘ahu vereint Kultur, Geschichte und atemberaubende Natur auf einzigartige Weise. In diesem Artikel erfahren Sie, warum O‘ahu ein Muss für Ihre nächste Reise ist und welche Highlights Sie nicht verpassen sollten.

1. Honolulu und Waikiki: Das urbane Herz von O‘ahu

Wenn man an O‘ahu denkt, kommt einem sofort Honolulu, die pulsierende Hauptstadt Hawaiis, in den Sinn. Hier erwartet Besucher eine spannende Mischung aus moderner Stadtatmosphäre und traditioneller hawaiianischer Kultur. Das bekannte Viertel Waikiki ist ein Hotspot für Touristen und bietet eine ikonische Strandpromenade, erstklassige Einkaufsmöglichkeiten und ein lebendiges Nachtleben.

Der Waikiki Beach ist berühmt für seinen goldenen Sand und die idealen Surfbedingungen. Ob Anfänger oder Profi, hier findet jeder die passenden Wellen. In der Nähe liegt auch der Diamond Head, ein erloschener Vulkankrater, der für Wanderfreunde ein absolutes Highlight ist. Der Aufstieg belohnt mit einem spektakulären Panoramablick über Honolulu und den endlosen Pazifik.

2. Kultur und Geschichte: Einblicke in das Erbe Hawaiis

Hanama Bay auf O‘ahu
Blick auf die Hanama Bay in O‘ahu, Bild: Wirestock Creators / shutterstock

O‘ahu ist nicht nur für seine Strände und Natur bekannt, sondern auch für sein reiches kulturelles Erbe. Ein Besuch im Iolani Palace, dem ehemaligen Wohnsitz der hawaiianischen Monarchie, vermittelt ein Gefühl für die königliche Vergangenheit der Insel. Dieses beeindruckende Bauwerk ist das einzige Königspalastgebäude in den USA und bietet Führungen an, die Einblicke in die Geschichte Hawaiis geben.

Ein weiteres historisches Muss ist Pearl Harbor. Die Gedenkstätte USS Arizona Memorial erinnert an die Ereignisse des 7. Dezember 1941 und die Opfer des Angriffs, der die USA in den Zweiten Weltkrieg führte. Es ist ein Ort, der Geschichte greifbar macht und zur Reflektion anregt.

3. Natur pur: Die schönsten Strände und Wanderungen

O‘ahu ist ein Paradies für Outdoor-Liebhaber. Neben den bekannten Stränden wie Waikiki gibt es auch viele ruhigere Orte, die weniger frequentiert sind. Der Lanikai Beach an der Ostküste gilt als einer der schönsten Strände der Welt. Mit seinem weichen, weißen Sand und dem türkisfarbenen Wasser bietet er ideale Bedingungen für Schnorcheln und Kajakfahren.

Für Wanderer gibt es zahlreiche Pfade, die atemberaubende Ausblicke bieten. Der Koko Head Crater Trail ist ein anspruchsvoller Aufstieg über alte Eisenbahnschwellen, der mit einem atemberaubenden Blick über die Küste belohnt wird. Wer es etwas leichter möchte, sollte den Manoa Falls Trail ausprobieren, der zu einem beeindruckenden 45 Meter hohen Wasserfall führt und durch üppigen Regenwald verläuft.

4. Kulinarische Vielfalt: Die Aromen von O‘ahu

Die Küche auf O‘ahu ist so vielseitig wie die Insel selbst und spiegelt die kulturelle Mischung der hawaiianischen Bevölkerung wider. Frischer Fisch und Meeresfrüchte stehen oft im Mittelpunkt der Gerichte. Ein absolutes Muss ist Poke, ein traditionelles Gericht aus rohem, gewürztem Fisch, das in vielen Variationen angeboten wird. Es ist ein Geschmackserlebnis, das Sie unbedingt probieren sollten.

Auf den lokalen Märkten, wie dem KCC Farmers Market, können Besucher frische tropische Früchte und lokale Spezialitäten kosten. Von saftigen Mangos bis hin zu köstlichen Malasadas, einer Art portugiesischem Donut, ist für jeden Geschmack etwas dabei. Wer ein exklusives Dinner-Erlebnis sucht, sollte die gehobenen Restaurants in Waikiki besuchen, die kreative Fusion-Küche bieten.

Tipp: Probieren Sie die „Shave Ice“, eine erfrischende hawaiianische Spezialität, die besonders an heißen Tagen Abkühlung verschafft. Mit verschiedenen Sirupen und Toppings wie frischem Obst oder Kondensmilch ist es ein beliebter Snack sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen.

Österreichs schönste Skigebiete

Jedes Jahr im Winter zieht es viele Wintersportbegeisterte in die Alpen nach Österreich. Wir haben einige der schönsten Skigebiete Österreichs aufgeführt:

Ischgl

Ischgl
Zentrum von Ischgl, Bild: Dreamer4787 / shutterstock

Rund um Ischgl steppt der Bär im Winter. Es sind mehr als 238 Abfahrtskilometer, die hier im Gebiet angeboten werden und genutzt werden können. Es gibt mehrere Bergbahnen und Lifts, die die Gäste nach oben transportieren und dann sind natürlich noch die Mountain-Konzerte, die den Tag mit einem angenehmen Flair beenden. Tausende von Menschen treffen sich auf dem Berg und feiern ihre ganz eigene Apres-Ski-Party.

Egal, ob man im Paznauner Taja oder dem Kuhstall feiert, für Party ist hier defintiv gesorgt.

Serfaus-Fiss-Ladis

Auch das große Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladies hat über 214 Pistenkilometer zu bieten. Ob Anfänger oder als Familie, es wird für viel Abwechslung und Spaß gesorgt. Selbst die Kleinen bleiben hier nicht auf der Strecke und werden mit einbezogen. Es gibt super Skischulen im Gebiet, doch auch als Profi weiß man, was man von der Region zu erwarten hat. Nach dem anstrengenden Tag gibt es ein Sunset-Dinner oder eine Early-Bird-Skiing-Party. Die breite Auswahl an Aktivitäten gilt für die ganze Familie. Die zahlreichen Lifts bringen die Gäste hoch hinaus in die Berge, von dort startet der Abfahrtslauf.

Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn

Saalbach Hinterglemm
Saalbach Hinterglemm, Bild: Pyty / shutterstock

Die Region ist bis über die Grenzen von Österreich hinaus bekannt für seinen weiten Abfahrtslauf. Wer das komplette Skigebiet erkunden möchte, der sollte bei der Skicircus Challenge mitmachen. Für jede Menge Spaß ist hier garantiert, denn man befindet sich auf der längsten Skirunde der gesamten Alpen. Das sind sage und schreibe 68 Pistenkilometer, die man hier auf einmal zurücklegen kann. Eine Herausforderung ist dies vor allem für die erfahrenen Skihasen unter uns. Sollte das jedoch langweilig werden, geht es ins Gelände. Da sind Spaß und Action garantiert, nämlich in den Freeride-Parks. Das sind die ersten, die es in den Alpen gibt.

Ski Arlberg

Wer als Tiefschneefahrer unter euch hierherkommt, der ist in Arlberg genau richtig, denn neben über 300 Pistenkilometern findet man hier auch unverspurte Hänge. Eines der berühmtesten Events der Gegend ist “der weiße Ring”, auf dem man jährlich viele Profis treffen kann. Natürlich gibt es auch hier das beliebte Apres-Ski-Programm, wenn man sich tagsüber aktiv gezeigt hat, dann heißt es abends Party. Vor allem St. Anton ist hier eine große Hausnummer der Region.

Sölden

Sölden
Sölden, Bild: Goran Vrhovac / shutterstock

Alle James Bond Fans aufgepasst. Hier in Sölden wurde sie gedreht, die Szene des Skifahrens in Spectre. Diese Piste erstreckt sich über 3 dreitausender Berge hinweg. Neben den normalen Hängen hat das Skigebiet auch noch zwei Gletscher. Es ist eines der schneesichersten Gebiete von Tirol, so kann man also auch einen Frühbucherurlaub hier verbringen ohne Angst haben zu müssen, dass es zu wenig Schnee gibt. Skihasen können sich hier auf mehr als 150 Pistenkilometern wohl fühlen. Egal ob Profi oder Anfänger, es ist für jeden Etwas dabei. Anfänger bleihen eher auf den Hängen des Tiefenbach-Gletschers, denn das sind leichte Touren. Dazu gehört auch das Giggijoch. Die Fortgeschrittenen dagegen können die einzigartige Weltcupabfahrt nehmen, hinab in das wunderschöne weiße Tal. Man fühlt sich einfach nur frei.

SkiWelt Wilder Kaiser – Brixental

Das Skigebiet ist familienfreundlich und hat mehr als 280 Pistenkilometer zu bieten. Damit zählt es zu den größten seiner Art in den Alpen. Trotz seiner Größe findet man zahlreiche Hütten und Restaurants und die Weitläufigkeit fällt gar nicht auf. Der Nachwuchs bis zum 15. Lebensjahr darf hier in der Nebensaison kostenlos Skifahren. Man braucht also nur den Pass der Eltern. Wer ohne den Nachwuchs anreist und einmal Nachtskifahren möchte, der darf das natürlich auch gern machen auf den 11 Kilometern ausgewiesenen Pistenweg, der nachts extra beleuchtet wird.

Salzburger Sportwelt Amadé

Flachau
Bild: kamilpetran / shutterstock

Nicht nur die Stadt Salzburg ist schön, sondern auch deren umliegende Skigebiete sollte man im Winter einmal kennengelernt haben. In der Sportwelt Amadé findet man mehr als 760 Pistenkilometer mit 270 modernen Liften. So wird es hier garantiert nicht langweilig. Anfänger kommen genau, wie die Profis hier auf ihre Kosten. Für die Profis gibt es besonders knifflige Abfahrten, die sich jedoch lohnen, von der Landschaft und der Leistungsfähigkeit her. Eines der beliebtesten Urlaubsziele ist Flachau. Die Heimat des zweimaligen Olympiasiegers Hermann Maier begeistert mit tollen Abfahren und anschließend tollen Möglichkeiten füt eine Apres-Ski-Party, um den Tag ausklingen lassen.

Gasteinertal

Ein weiteres schönes Skigebiet in Salzburg ist das Gasteinertal. Mehr als 200km präparierte Pisten warten daauf von den Skifahrern und Snowboardern befahren zu werden. Genießen Sie die frische Bergluft – Seit neuestem gelangen Sie ohne Umsteigen bis auf den Gipfel.

Schladming-Dachstein

Das Skigebiet Schladming-Dachstein liegt in der Steiermark und ist ein beliebtes Vier-Berge-Skischauklgebiet. Ein besonderes Highlight hier ist das jährliche Weltcup-Rennen, welches mit rund 40.000 Skifahrern und beliebten Fans stattfindet. Das lädt jedoch nicht nur zum Zuschauen ein, sondern zum Mitmachen. Wer hier seinen Urlaub verbringt, der muss sich auf mittelschwere Pistenwege einstellen. Schneesicherheit gibt es hier ebenfalls. Noch dazu die ein oder andere Party in der Abenddämmerung. In den Alpen gibt es übrigens die schönsten Sonnenuntergänge im Winter. Die weiße Natur glüht dann im orangenen Licht. Auch sowas, sollte man hier im Skigebiet einmal mitgemacht haben, mindestens einen pro Urlaub.

Mayrhofen

Die 213 Pistenkilometer sind nicht nur für Skifahrer, sondern auch für Snowboarder sehr beliebt. Die bekannteste Abfahrtsstrecke nennt sich Harakiri und hat sage und schreibe 78 %. Leien sollten sich hier noch nicht rantrauen. Auch der Sportberg Penken hält einige sehr anspruchsvolle Abfahrten bereit. Das Skigebiet ist vor allem für Fortgeschrittene geeignet, die neue Herausforderungen suchen. Den Tag kann man dann auf dem Genießerberg in einem Iglu ausklingen lassen. Das ist eine Besonderheit des Skigebietes.

Wintersport in Deutschland: eine kleine Rundreise

Jedes Jahr im Winter stellt sich für Wintersportler die Frage, in welcher Gegend kann gut Wintersport ausgelebt werden. Natürlich sind die Alpen sehr schneesicher. Aber auch hier gab es in den letzten Jahren Totalausfälle was den Schnee betraf. Und Wintersport bei +10°C ist auch nicht jedermanns Sache.

Hinzu kommen die zum Teil hohen Kosten für einen Winterurlaub. Da suchen vor allem gerne Familien nach guten Alternativen. Und die haben wir in Deutschland in Hülle und Fülle. In allen vorgestellten Gebieten ist jede Art von Wintersport durchführbar. Nur der Winter muss mitspielen wollen.

Bergisches Land

Vor den Toren des Rheinlands beginnt ab Köln und Düsseldorf das Bergische Land. Diese Gegend gilt in NRW als eine der niederschlagsreichsten Gebiete. Vor allem im Winter ist dies eindrucksvoll zu sehen. Während es im Rheinland intensiv regnet, liegen im Bergischen Land oft schon die ersten zehn Zentimeter Schnee.

Die Anfahrt ins Bergische erfolgt entspannt über die Autobahn A1, und wer Köln hinter sich gelassen hat, sieht ab Burscheid die schneebedeckten Wiesen. Schneeketten sind für diese Gegend nicht notwendig, dafür aber gute Winterreifen.

Vor allem Langläufer kommen hier auf ihren Spaßfaktor. So befindet sich um Radevormwald eine ausgeschilderte Langlaufstrecke in Önkfeld. Weiter Richtung Halver dann sogar ein kompletter Skihang mit Schlepplift, wo alle Wintersportarten durchführbar sind. Auch Wermelskirchen, mit Ausfahrt an der Autobahn A1, bietet bei guten Schneebedingungen einen Ski- und Rodelhang an.

Das Bergische Land ist also eine gute Alternative für den Tages- und Wochenendausflug, gilt aber nicht als schneesicher.

Sauerland

Sauerland, Rothaargebirge
Das Rothaargebirge im Sauerland, Bild: LaMiaFotografia / shutterstock

Was den Schnee betrifft, da spielt das Sauerland in einer anderen Liga als das Bergische Land. Zumindest in den höchsten Lagen. Hier befindet sich rund um den Kahlen Asten eine der bekanntesten Skigebiete in NRW. Die Kleinstadt Winterberg, die direkt am Kahlen Asten liegt, ist bei guter Schneelage Anziehungspunkt für viele Wintersportler.

Neben den typischen Übungshängen, sind rund um Winterberg rasante Ski- und Snowboardabfahrten möglich, und den Rücktransport übernehmen Schlepp- und Sessellifte. Vor allem am Wochenende wird es hier aber sehr voll, und Übernachtungsmöglichkeiten sind spontan kaum zu bekommen. Wer abends auf ausgiebige Aprés-Ski Partys Lust hat, muss auch nicht lange suchen. Denn in Winterberg wird immer irgendwo gefeiert.

Wem das alles zu laut und zu voll ist, findet in den Nachbardörfern Ausweichmöglichkeiten. Ob Rodelhang oder Abfahrt, hier herrscht kein großer Andrang. Die ehemals vorhandene Schneesicherheit ist leider drastisch gesunken. Sehr gute Bedingungen sind oft erst ab Mitte Januar bis Ende Februar vorzufinden. Für die Anfahrt nach Winterberg sollte die Winterausrüstung komplett sein. Steile Straßen, die bei Schneefall nicht immer direkt geräumt werden, sprechen für sich.

Eifel

Ski Hellenthal
Einteratmosphäre in Hellenthal in der Eifel, Bild: swuerfel / shutterstock

Die Eifel ist eine vulkanische Erhebung im westlichen NRW, und erstreckt sich von Aachen Richtung Süden bis an die Mosel in Rheinland-Pfalz. Lange Zeit galt die Eifel als schneesicher von Ende Dezember bis Anfang März. Davon ist leider nicht mehr viel übrig geblieben. Wenn aber Schnee liegt, wird hier eine Menge geboten.

Die bekanntesten Skigebiete befinden sich in:

  • Hellenthal
  • Prüm
  • Daun

Dort sind weitgehendst alle Wintersportarten möglich, und Lifte für Skifahrer und Snowboarder sind vorhanden. Nur die Rodler haben das Nachsehen, und müssen zu Fuß wieder hoch. Langlaufstrecken befinden sich in nahezu allen Gegenden ab etwa 300 Höhenmeter, und sind auch ausgeschildert. Wer nur gerne im Schnee wandern möchte, findet hier perfekte Bedingungen. Einige Wanderwege werden bei hoher Schneedecke präpariert, und sind mit normalen Berg- und Wanderschuhen begehbar.

Die Eifel ist berühmt und bekannt für ihre tiefen Täler und steilen Straßen. Auch wenn diese relativ zügig geräumt werden, der ein oder andere Stau vor der Zufahrt nach Hellenthal beruhte auf liegen gebliebene Fahrzeuge mit fehlender Winterausrüstung.

Harz

Wintersport Brocken, Harz
Der Brocken im Harz, Bild: Frank Kuschmierz / shutterstock

Mehr oder weniger mitten in Deutschland befindet sich der Nationalpark Harz. Bekannt ist diese Gegend vor allem durch den höchsten Berg: der Brocken. Der Legende nach findet hier jährlich vom 30.04. auf den 01.05. ein Hexentreffen statt. Die berühmte Walpurgisnacht. Im Schatten des Brockens, und das interessiert Wintersportler sicherlich viel mehr, befinden sich zahlreiche Skigebiete. Eines befindet sich in Torfhaus, ein weiteres in Braunlage.

Der Harz gilt bedingt als schneesicher, und in einigen Skigebieten werden auch Schneekanonen eingesetzt. Bei guter Schneelage wird es vor allem am Wochenende überall sehr voll. Denn dann reisen Wintersportler aus drei Bundesländern an, und natürlich auch die Holländer. Wer in den Harz fährt, sollte Schneeketten griffbereit halten. Zwar werden diese nicht jedes Jahr benötigt, aber wenn es einmal richtig schneit, dann kommen auch schnell 50 Zentimeter Schnee zusammen.

Der typische Aprés-Ski findet auf dem Wurmberg in Braunlage statt. Hier befinden sich um das Skigebiet herum überall Einkehrhütten, wo auch spontan die eine oder andere Schneeparty stattfindet. Der gesamte Harz gilt als sehr familienfreundlich, da es auch für die Kleinsten genügend Unterhaltungsmöglichkeiten gibt.

Während es in Torfhaus ruhig und beschaulich zugeht, präsentiert sich Braunlage wesentlich lebhafter und weltoffener. Für jene, die einen ersten Schritt in Sachen Wintersport wagen, bietet Braunlage ein tolles Anfängergebiet an. Auf der Rathauswiese kann Groß und Klein die ersten Versuche im Ski- oder Snowboardfahren unternehmen. Mit dabei ist auch ein kleiner Rodelhang, der vor allem bei Familien großen Anklang findet.

Bayerischer Wald

Bayerischer Wald
Winteratmosphäre im Bayerischen Wald, Bild: travelpeter / shutterstock

Klein und beschaulich kommt er daher. Der Bayerische Wald ist nur etwa 100 Kilometer lang, und bietet auf engstem Raum gemütliches Rodeln und alpine Abfahrten. Diese Gegend darf als schneesicher eingestuft werden, denn es geht hinauf bis auf knapp 1500 Höhenmeter. Allerdings gab es auch hier in den letzten Jahren Anlaufschwierigkeiten was den Schnee betraf. Vorhanden sind verbundene Abfahrtsstrecken, und natürlich Tiefschneefahrten. Je nach Schneehöhe sollte auf die Lawinenwarnstufe geachtet werden.

Skigebiete mit allem Drum und Dran befinden sich:

  • am Großen Arber
  • rund um Sankt Englmar
  • in Bodenmais

Alpen

Alpen, Deutschland
Die Alpen laden zum Wintersport ein, Bild: Richard Williamson / shutterstock

Über die Alpen und deren Wintersportmöglichkeiten ist schon so viel geschrieben worden. Schneesicher, rasante Abfahrten, Alpenpässe, jeder aktive Wintersportler ist schon hier gewesen. Aber es ist oft eine beschwerliche Anfahrt, und nicht selten dauert diese fast einen ganzen Tag. Wer hier anreist, bleibt meistens länger als nur ein Wochenende. Trotzdem sei Kurzreisenden das Allgäu empfohlen, da es nur bedingt zur alpinen Region gehört.

Empfehlenswert sind vor allem:

  • Bad Hindelang und Oberjoch
  • Balderschwang
  • Oberstdorf
  • Fischen und Immenstadt

Winterberg – Nordrhein-Westfalens Wintersportparadies

Die idyllisch im Rothaargebirge gelegene Kleinstadt Winterberg zieht besonders im Winter die Aufmerksamkeit auf sich. Bekannt durch das weitläufige Skiliftkarussell Winterberg begeistert die Region rund um Winterberg mit sehr guten Wintersportmöglichkeiten. Doch abseits der Pisten hat Winterberg einiges zu bieten, sodass das bekannte Wintersportgebiet ein reizvolles Reiseziel in Deutschland ist.

Skiliftkarussell Winterberg – familienfreundliches Skigebiet im Rothaargebirge

Skifahren in Deutschland
Skifahren in Winterberg, Bild: Tobias Arhelger / shutterstock

Das Wintersportgebiet Winterberg hat als Austragungsort von Weltcuprennen des Bob- und Rennrodelsports internationale Bekanntheit erlangt. So zieht es Wintersportler aus aller Welt nach Winterberg in Nordrhein-Westfalen. Gemeinsam mit den benachbarten Skigebieten hat sich das Wintersportgebiet Skiliftkarussell Winterberg zur Wintersport-Arena Sauerland zusammengeschlossen, sodass sich eine der bedeutendsten Wintersportregionen der Alpen bilden konnte. Insgesamt besteht die Arena aus 57 kleinen und größeren Skigebieten mit 150 Liftanlagen und einer großen Auswahl an Pisten jeder Schwierigkeitsstufe. Gäste des Wintersportorts Winterberg können daher mit einem einzigen Ticket alle Skigebiete der Region besuchen und von den hochwertigen Wintersportangeboten der Region profitieren.

Insgesamt sind 90 Prozent der Pisten beschneit, denn in der Wintersportregion werden fast 600 Schneeerzeuger betrieben. Neben beschneiten Skipisten (ca. 200 Hektar Pistenfläche) stehen auch 6 beschneite Rodelhänge und bis zu 10 km beschneite Loipen zur Verfügung. Alleine das Skigebiet Skiliftkarusell Winterberg brilliert mit 32 Abfahrten, wovon 14 Pistenkilometer als blaue Pisten, 12 km als rote Pisten und 1,5 km als schwarze Pisten eingestuft sind. 28 der Abfahrten können mit 360 Schneeerzeugern beschneit werden, sodass Wintersportler hier immer gute Pistenverhältnisse vorfinden.

Weitere Wintersporthighlights rund um Winterberg

Winterberg im Winter
Winterberg im Winter, Bild: jedamus / shutterstock

Neben herrlichen Abfahrten hat das Skigebiet noch weitere wintersportliche Highlights zu bieten. Unter anderem finden sich fünf Skisprungschanzen in der Wintersportregion. Ebenfalls locken die Bobbahnen Winterberg, die regelmäßig auch für Wettkämpfe genutzt werden. Doch auch Langlaufloipen durchziehen das Wintersportgebiet, für alle, die die winterliche Umgebung genießen möchten.

Dank der herrlichen Berglandschaft lohnen sich auch Winterwanderungen durch die schneebedeckte Landschaft. Unter anderem lohnt ein Besuch auf den Kahlen Asten, denn vom Gipfel des Berges aus lässt sich eine spektakuläre Aussicht genießen.

Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele

Die größte Sehenswürdigkeit der Region ist natürlich die fantastische Berglandschaft rund um Winterberg. Doch es lohnt sich auch, das Landesmuseum für Naturkunde im Berggasthof auf dem Kahlen Asten zu besuchen. Auch die Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes kann auf dem Kahlen Asten besichtigt werden. In Winterberg-Neuastenberg lockt das Wintersportmuseum mit facettenreichen Exponaten und so wird hier 5.000 Jahre Skigeschichte beleuchtet, aber auch die Kultur- und Sozialgeschichte der Region wird in der Ausstellung thematisiert.

Wer sich für das dörfliche Leben in der Region interessiert sollte sich Zeit für einen Besuch der Heimatstube in Siedlinghausen nehmen. Das Museum schafft es dank Bild-, Film- und Tondokumenten sowie unzähligen Exponaten den Besuchern interessante Einblicke in das historische Leben in der Region zu gewähren. Ein absolutes Muss für viele Gäste der Region ist ein Besuch im Hallenberger Eishäuschen. Es gilt als kleinstes und natürlich kältestes Museum in NRW. Auf 23 Quadratmeter können hier Besucher Eiskünstlern während ihres Schaffensprozesses über die Schulter blicken. Sehr interessant ist es auch an einer Führung durch die Veltins-Eisarena teilzunehmen.

Ein absolutes Erlebnis ist auch die Teilnahme am Outdorrescape mit dem Thema Raubüberfall am Schlossberg. Wer sich für die tollen Fachwerkhäuser der Region erwärmen kann, sollte unbedingt den Stadtkern von Hallenberg besuchen. Die Stadt verfügt über 50 Baudenkmälern und bis heute ist noch der Straßenverlauf aus dem Jahr 1780 im Ortskern erhalten geblieben. Auch die Stadtkirche St. Heribert ist dank ihrer barocken Ausstattung einen Besuch wert.

Ein Bummel durch das malerische Winterberg

Das Städtchen Winterberg selbst strahlt Gemütlichkeit pur aus. Besonders die von historischen Fachwerkhäusern geprägte Altstadt begeistert durch ihren ganz besonderen Charme. Viele der alten Fachwerkhäuser stammen aus dem 18. Jahrhundert und sind liebevoll saniert, sodass sie das Stadtbild wirklich bereichern. Sehr sehenswert ist unter anderem die St.-Jakobus-Kirche aus dem Jahr 1791. Nördlich der Altstadt lockt auch der Kurpark der Stadt, der zu Spaziergängen einlädt.

Zudem ist Winterberg eine schöne kleine Einkaufsstadt mit kleinen sympathischen Fachgeschäften. Das Angebot reicht von süßen Köstlichkeiten bis zu hochwertiger Mode, sodass sich ein gemütlicher Einkaufsbummel in jedem Fall lohnt. In den Straßen der Stadt finden sich herrlich rustikale Restaurants und gemütliche Cafés, die zum Schlemmen und Verweilen einladen. Eines der traditionellen Gerichte der Region sind Speck-Pfannkuchen, die sich auch in vielen Gaststätten auf der Speisekarte finden. Zusätzlich lohnt sich immer ein Blick auf den Veranstaltungskalender, denn besonders in der Wintersaison findet sich das eine oder andere Veranstaltungshighlight in und um Winterberg.

Wissenswertes über Winterberg

1. Lage und Erreichbarkeit

  • Geographische Lage: Winterberg liegt im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen, Deutschland.
  • Erreichbarkeit: Das Skigebiet ist gut mit dem Auto erreichbar und liegt etwa 1,5 bis 2 Stunden von größeren Städten wie Dortmund oder Kassel entfernt. Es gibt auch gute Bahnverbindungen nach Winterberg.

2. Pistenlänge und Vielfalt

  • Gesamte Pistenlänge: Das Skiliftkarussell Winterberg bietet insgesamt etwa 27,5 Kilometer präparierte Pisten.
  • Schwierigkeitsgrade:
    • Blaue Pisten (leicht): Ca. 14 km
    • Rote Pisten (mittel): Ca. 12 km
    • Schwarze Pisten (schwierig): Ca. 1,5 km
  • Höhe: Die Pisten liegen zwischen 580 und 820 Metern über dem Meeresspiegel.

3. Lifte und Anlagen

  • Anzahl der Lifte: Insgesamt 34 Lifte, darunter Sessellifte, Schlepplifte und Förderbänder.
  • Moderne Liftanlagen: Die Lifte sind modernisiert und bieten eine hohe Beförderungskapazität, um Wartezeiten zu minimieren.

4. Skisaison

  • Dauer: Die Skisaison beginnt typischerweise im Dezember und endet im März, abhängig von den Schneeverhältnissen.
  • Schneesicherheit: Winterberg verfügt über eine der größten Beschneiungsanlagen in Deutschland, um Schneesicherheit zu gewährleisten.

5. Besondere Highlights

  • Flutlichtfahren: Ein besonderes Highlight in Winterberg ist das Skifahren bei Flutlicht. Mehrere Pisten sind abends beleuchtet und bieten ein besonderes Fahrerlebnis.
  • Funpark: Der Funpark am Poppenberg bietet Freestylern Sprünge, Rails und andere Hindernisse.
  • Rodeln: Es gibt ausgewiesene Rodelstrecken, die Spaß für Familien und Kinder bieten.

6. Off-Piste und Winteraktivitäten

  • Langlauf: Das Sauerland ist bekannt für seine Langlaufloipen, und Winterberg bietet eine Vielzahl an Strecken für Langläufer.
  • Wanderungen und Schneeschuhwandern: Winterwanderwege und geführte Schneeschuhwanderungen sind ebenfalls beliebt.
  • Rodelbahnen: Es gibt auch spezielle Rodelpisten für Kinder und Familien.

7. Infrastruktur

  • Parkplätze: Es gibt zahlreiche Parkmöglichkeiten in der Nähe der Liftanlagen.
  • Gastronomie: Mehrere Hütten und Restaurants bieten lokale Spezialitäten und Après-Ski-Möglichkeiten.
  • Ausrüstungsverleih: Skiverleihstationen bieten moderne Skiausrüstung, Snowboards und Schutzausrüstung an.

8. Familienfreundlichkeit

  • Skischulen: Winterberg verfügt über mehrere Skischulen, die Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene anbieten, einschließlich Kinderkurse.
  • Kinderareale: Spezielle Übungsbereiche und Kinderparks sorgen dafür, dass die Kleinen sicher und spielerisch Skifahren lernen können.

9. Besondere Tipps für Skifahrer

  • Frühzeitiges Fahren: Die Pisten sind frühmorgens weniger überfüllt, was ideal für einen entspannten Start in den Skitag ist.
  • Besonders lohnenswerte Abfahrten: Der Kappe-Panoramalift bietet eine besonders schöne Aussicht und eine abwechslungsreiche Abfahrt.

10. Unterkunft

  • Hotels und Ferienwohnungen: Winterberg bietet eine Vielzahl an Unterkünften, von gemütlichen Pensionen bis zu modernen Hotels.
  • Ski-in/Ski-out: Einige Unterkünfte ermöglichen direkten Zugang zu den Pisten.

11. Après-Ski und Freizeit

  • Après-Ski-Angebote: Winterberg hat einige Bars und Restaurants, die Après-Ski-Atmosphäre bieten.
  • Wellness: Einige Hotels bieten Wellness- und Spa-Bereiche zur Entspannung nach dem Skifahren.

12. Wetterbedingungen

  • Sonnentage: Winterberg hat durchschnittlich gute Wetterbedingungen im Winter, wobei es auch trübe Tage gibt. Das Gebiet ist jedoch für Schneefall aus Nordwestwetterlagen bekannt.

Ischgl – das Wintersportparadies Tirols

Die Tiroler Gemeinde Ischgl ist ein Hotspot für Wintersportler. Das einstige Bergbauerndorf in Österreich ist für viele ein Sehnsuchtsort, denn hier locken Spaß, Action und Geschwindigkeit gepaart mit Luxus pur. Gerne wird Ischgl als die Partymetropole des Tiroler Wintertourismus bezeichnet, denn gerade im Winter brilliert der Ort nicht nur mit seiner Lage im Skigebiet Silvretta, sondern auch mit erinnerungswürdigen Events und einer Gastronomie auf Spitzenniveau.

Der Berg ruft – das Skigebiet Silvretta

Silvretta Arena
Blick auf das Skigebiet Silvretta Arena, Bild: annie_zhak / shutterstock

Wintersportler zieht Ischgl magisch an, denn hier lockt die Silvretta Arena mit 238 Pistenkilometern. Das Skigebiet erstreckt sich zwischen Ischgl in Tirol und Samnaun in schweizerischen Graubünden. Insgesamt finden sich im Skigebiet sage und schreibe 45 Liftanlagen. So können sich Wintersportler bequem auf eine Höhe von bis zu 2.870 m bringen lassen, um die winterliche Alpenidylle und die temporeichen Abfahrten zu genießen. Als drittgrößtes Skigebiet begeistert die Silvretta Arena die Besucher, denn das Skigebiet ist mit 1.100 Schneekanonen ausgesttattet, sodass gut 80 Prozent der 515 ha großen Fläche künstlich beschneit werden können. Dies garantiert den Gästen Ischgls während der gesamten Saison Schneesicherheit. 14 Bergrestaurants und Skihütten sorgen dafür, dass auch auf dem Berg das kulinarische Wohl nicht zu kurz kommt und so liegt die nächste Stärkung immer nur wenige Pistenkilometer entfernt.

Ischgl
Zentrum von Ischgl, Bild: Dreamer4787 / shutterstock

Wer nicht den Rausch der Geschwindigkeit frönen möchte, kann auf 74 km Langlaufloipen zurückgreifen, die es ermöglichen, die winterliche Landschaft etwas entschleunigt zu genießen. Zusätzlich locken im beliebten Skigebiet auch drei Rodelbahnen mit einer Gesamtlänge von 12 km. Die „Eleven“ ist mit 11 km die längste Piste des Skigebiets und führt von der Greitspitze aus ins Tal nach Ischgl. Wer die „Eleven“ herabfährt, überwindet insgesamt 1.501 Höhenmeter. Ein Highlight für Mutige ist die steilste Piste des Skigebiets, die ein Gefälle von bis zu 70 Prozent aufweist. Die schwarze Piste führt von der Greitspitze zur Talstation der langen Waldbahnen und weist eine Länge von 1,8 km auf. Erfahrene Skifahrer können sich auf insgesamt 45 km schwarze Abfahrten freuen. Doch nicht nur passionierte Wintersportler kommen auf Ihre kosten, denn die Pisten rund um Ischgl bieten auch schöne Pisten für Kinder und Erwachsene, die den Skisport neu für sich entdecken. Besonders die Pisten nahe der Idalp eignen sich gut um erste Schwünge zu üben und sich mit den Skiern vertraut zu machen. Natürlich finden sich auch Skischulen mit erfahrenen Lehrern in Ischgl, sodass der Einstieg leicht fällt.

Ischgl – Nightlife in den Bergen

Abendstunden in den Tiroler Alpen
Abendstunden in den Tiroler Alpen, Bild: annie_zhak / shutterstock

So mancher Gast Ischgls bezeichnet den Ort liebevoll als „Ibiza der Alpen“, denn Ischgl lockt nicht nur mit ausgezeichneten Pisten, sondern auch mit einer erstklassigen Auswahl an Bars und Klubs. Diese zentrieren sich im und um das Ortszentrum. Vom edlen Klub im amerikanischen Stil und typischen Diskotheken über gemütliche Bars bis zu urigen Lokalen die Apres-Ski bieten ist in Ischgl alles dabei. Als besonderes Highlight des Nachtlebens gilt die Showarena Ischgl, die mit Liveshows, international World League, einem gehobenen Ambiente und vielem mehr das Nachtleben Ischgls bereichert. So vereint sich in Ischgl der Winterurlaub mit dem Partyurlaub und es ist leicht, sich hier wohlzufühlen.

Veranstaltungshighlights in Ischgl der Wintersaison

Tiroler Alpen
Die Tiroler Alpen, Bild: K.Vilkas / shutterstock

Die „Top of the Mountain“-Konzerte in Ischgl sind schon längst legendär. Vor der beeindruckenden Alpenkulisse werden jede Saison mehrere Konzerte veranstaltet. Eröffnet wird die Wintersaison natürlich mit einem Open-Air-Konzert. Gefolgt wird dies durch ein Osterkonzert und auch beendet wird die Saison mit einem Konzert. Weitere Highlights, die sich viele Skifreunde als feste Termine markiert haben, sind der jährliche Krampuslauf, die Ischgler Bergweihnacht, das Ischgler Silvesterevent, für einen spektakulären Jahreswechsel, Formen in Weiss (Schneeskulpturenwettbewerb) und natürlich die offiziellen Sportveranstaltungen.

Spitzengastronomie in der Tiroler Bergwelt

Ischgl gilt als Sport- und Event-Hochburg, aber auch kulinarisch werden in Ischgl Maßstäbe gesetzt, mit denen nicht viele Skigebiete mithalten können. Neben gemütlichen Wirtshäusern und urigen Berg- und Almhütten, locken in Ischgl auch mehrere Haubenrestaurants (Sternerestaurant) und schicke Almhütten, sowie Lokale mit mediterraner Atmosphäre und Küche. Als „kulinarisches Mekka der Alpen“ ist Ischgl ein Genussort, der alles bietet, was das Herz begehrt. Von der herzhaften Brotzeit auf der Hütte bis hin zum mehrgängigen Menü im Haubenrestaurant reicht die kulinarische Vielfalt. Insgesamt finden sich acht Haubenrestaurants in Ischgl, sodass der Skiurlaub sehr schnell zum Genussurlaub wird. Ein besonderes Erlebnis sind natürlich auch die Bergrestaurants der Region, denn auf dem Berg muss es nicht immer nur ein kleiner, schneller Snack sein, sonder die Bergrestaurants des Skigebiets beweisen, dass sich hier auch ein ausgedehntes Dinner genießen lässt.

Fakten über Ischgl

1. Lage und Erreichbarkeit

  • Geographische Lage: Ischgl liegt im Paznauntal in Tirol, nahe der Grenze zur Schweiz.
  • Erreichbarkeit: Das Skigebiet ist gut mit dem Auto, Zug oder Bus erreichbar, wobei die nächstgelegenen Bahnhöfe in Landeck-Zams und ein Transfer von dort aus zur Verfügung stehen.

2. Pistenlänge und Vielfalt

  • Gesamte Pistenlänge: Ischgl bietet rund 239 Kilometer präparierte Pisten.
  • Schwierigkeitsgrade:
    • Blaue Pisten (Anfänger): Ca. 47 km
    • Rote Pisten (Fortgeschrittene): Ca. 143 km
    • Schwarze Pisten (Experten): Ca. 49 km
  • Höhe: Die Pisten liegen zwischen 1.377 und 2.872 Metern über dem Meeresspiegel.

3. Lifte und Anlagen

  • Anzahl der Lifte: Insgesamt 45 moderne Liftanlagen, darunter Gondelbahnen, Sessellifte und Schlepplifte.
  • Kapazität: Die Lifte haben eine hohe Beförderungskapazität, was lange Wartezeiten minimiert.

4. Skisaison

  • Dauer: Die Skisaison beginnt in der Regel Ende November und dauert bis Anfang Mai.
  • Schneesicherheit: Dank der hohen Lage und umfangreicher Beschneiungsanlagen ist Ischgl sehr schneesicher.

5. Verbindung zu Samnaun

  • Grenzenloses Skivergnügen: Ischgl ist mit dem schweizerischen Skigebiet Samnaun verbunden, was grenzüberschreitendes Skifahren ermöglicht.
  • Zollfreies Einkaufen: Samnaun ist für zollfreies Einkaufen bekannt, was einen zusätzlichen Anreiz für Skifahrer darstellt.

6. Highlights und Besonderheiten

  • „Top of the Mountain“-Konzerte: Ischgl ist berühmt für seine spektakulären Konzerte zu Saisonbeginn, zu Ostern und zum Saisonschluss, bei denen internationale Stars auftreten.
  • Freestyle-Parks: Der Snowpark Ischgl bietet Freestyle-Enthusiasten viele Möglichkeiten mit Halfpipes, Kickern, Rails und anderen Elementen.
  • Nachtrodeln: Eine beleuchtete Rodelbahn bietet zusätzlichen Spaß für Familien und Gruppen.

7. Abseits der Pisten

  • Après-Ski: Ischgl ist berüchtigt für sein pulsierendes Nachtleben und Après-Ski-Angebote, darunter legendäre Bars wie die „Kuhstall“ oder „Trofana Alm“.
  • Restaurants und Kulinarik: Zahlreiche Hütten und Bergrestaurants bieten regionale und internationale Gerichte.
  • Wellness und Erholung: Viele Hotels in Ischgl bieten umfangreiche Wellness- und Spa-Einrichtungen, perfekt zum Entspannen nach einem langen Skitag.

8. Freeride- und Off-Piste-Möglichkeiten

  • Freeride-Gebiet: Ischgl bietet exzellente Off-Piste-Möglichkeiten für erfahrene Skifahrer und Snowboarder, die unberührte Schneefelder und anspruchsvolle Abfahrten suchen.
  • Lawinensicherheit: Es gibt ausgewiesene Lawinenwarnsysteme und Sicherheitskurse für Off-Piste-Sportler.

9. Unterkunft

  • Vielfalt: Die Unterkünfte reichen von luxuriösen 5-Sterne-Hotels bis zu gemütlichen Pensionen und Ferienwohnungen.
  • Ski-in/Ski-out: Viele Hotels ermöglichen direkten Zugang zu den Pisten, was sehr komfortabel für Skifahrer ist.

10. Skischulen und Ausrüstungsverleih

  • Skischulen: Es gibt zahlreiche Skischulen, die Kurse für alle Niveaus anbieten, von Anfängerunterricht bis hin zu fortgeschrittenem Training.
  • Ausrüstungsverleih: Mehrere Verleihstellen bieten modernste Skiausrüstung, Snowboards und Sicherheitsausrüstung an.

11. Besondere Tipps für Skifahrer

  • Die „Eleven“-Abfahrt: Mit 11 km Länge ist sie die längste Abfahrt in Ischgl und führt von der Greitspitze (2.872 m) bis ins Dorf.
  • Pistenplanung: Frühmorgens und nachmittags sind die Pisten weniger überlaufen, ideal für diejenigen, die entspannt fahren möchten.