Lissabon – die weiße Stadt am Atlantik

Lissabon

Weltberühmte Sehenswürdigkeiten, die gibt es wenig – Lissabon, die Hauptstadt von Portugal selbst ist ein Kunstwerk an sich. Bergauf und bergab – in Lissabon geht es immer in zwei Richtungen mit dem besten Blick über die Stadt, in der man sich verlieren kann. Verträumte Plätze, malerische Winkel, Klöster und prächtige Paläste zeugen von kolonialem Glanz; kleine charmante Ecken und Gassen stecken voller Überraschungen. Nach grünen Oasen folgen zauberhafte Aussichtspunkte, während die Sonne 290 Tage im Jahr der Stadt Licht und Wärme schenkt. Die Stadt des Lichts zeigt sich herzlich, offen und entspannt – Lissabon empfängt seine Gäste.

Lissabon – „Wo das Land endet und das Meer beginnt“

Lissabon – Eine der schönsten Städte Europas

Warum sich Lissabon lohnt

Palácio Nacional da Pena, Lissabon
Der Palácio Nacional da Pena, in der Nähe von Lissabon, Bild: Yasonya / shutterstock

Zweifellos gehört Lissabon zu den schönsten Städten Europas. Einheimische nennen sie die „weiße Stadt am Atlantik“. Jedoch liegt Lissabon etliche Kilometer vom Meer entfernt am Nordufer des Tejo. Von hier unternahmen portugiesische Seefahrer ihre Entdeckungsfahrten und eroberten für Portugal ein Weltreich. Der unwiderstehliche Charme vergangener Zeiten ist stetst präsent. Lissabon musste im Laufe seiner Geschichte mehrere folgenschwere Katastrophen bewältigen. Wie etwa das Erdbeben aus dem Jahr 1344, gefolgt von dem verheerenden „großen Erdbeben“ des Jahres 1755 sowie in 1988 eine Feuersbrunst in der Altstadt. Diese Ereignisse richteten unermessliche Schäden an. Flutwellen, Flächenbrände und Erdstöße verwüsteten einen Großteil der Stadt. Prächtige Baudenkmäler aus dem Mittelalter und der Blütezeit Portugals, dem 16. Jahrhundert, wurden zerstört. In einer Stadt, deren Lebensgefühl von einem melancholischen Weltschmerz geprägt ist, erfährt man heute einen Schmelztiegel verschiedener Kulturen mit weltbürgerlichem Flair.

Zauberhaft: der erste Blick auf eine majestätische Metropole

Zauberhaft: der erste Blick auf Lissabon

Der erste Blick verzaubert

Lissabon liegt an den Hängen einer zerklüfteten Hügelkette mit beträchtlichen Höhenunterschieden von über 200 Meter. Von den hoch gelegenen Stadtteilen eröffnen sich sensationelle Blicke. Mancher wählt den Schleichweg und erreicht bei einem beschaulichen Aufstieg die Oberstadt. Andere entschließen sich, etwas länger anzustehen, um mit dem historischen Fahrstuhl Elveador de Santa Justain in die Höhen der Oberstadt zu gelangen. Von einem 45 Meter hohen Turm erschließen sich 360 Grad Lissabon. Seit 1901 verbindet der Personenaufzug die Unterstadt mit dem noblen Einkaufsviertel Chiado in der Oberstadt.

Ebenfalls knatternd und ächzend rumpeln die „Electricos“ die Hügel rauf und runter. Ein Muss ist die Fahrt mit der U 28, der ältesten Tram der Stadt. Mit dem charmanten Fahrzeug streift man so viel Lissabon wie nirgendwo sonst. Die Fahrstrecke führt vom Praça do Comércio hoch zum Miradouro de Sants Luzia und wieder runter zum Martim Moniz.

Wo Kunst auf der Straße liegt – Rossio, das Zentrum der Baixa

Sonnenuntergang in Lissabon
Sonnenuntergang in Lissabon, Bild: Balate Dorin / shutterstock

Auf dem lang gezogenen Platz Rossio schlägt das Herz von Lissabon. Hier tummeln sich Krawattenträger, Teeanger mit dem Handy am Ohr, schicke Shopper in edlem Outfit, Schuhputzer, laut schnatternde Straßenhändler, Losverkäufer als auch Gruppen von Afrikanern, gestikulierend im Gespräch vertieft.

Vom Rossio durch die Fußgängerzone kommend, auf dem Weg zur Praça do Comercio erblickt man schon von Weitem den Arco da Rua Augusta. Der große Triumphbogen als auch die Reiterstatue José I. dominieren den lebendigen Platz. Bewundernd streifen die Blicke immer wieder den Gehweg. Überall hebt sich eine besondere schwarz-weiße Pflasterung hervor. Calçada Portugesa nennt sich die Kunst am Boden, die um 1500 entstand. Kunstvolles Marmormosaik mit interessanten und unterschiedlichen Motiven ziert den ehemaligen repräsentativen Vorplatz zum Königspalast und erntet Wertschätzung.
Nach Süden hin ist die Praça do Comércio offen. Während eine von Säulen gesäumte Treppe aus Marmor zum Fluss hinunter führt, bietet sich ein zauberhafter Blick über die breite Uferstraße auf den Tejo.

Zu den Stadtvierteln Lissabons

In der Unterstadt am Tejo reicht der Blick zur „Brücke des 25. April“ und zum Torre de Belém. Das Wahrzeichen der Stadt erhebt sich am westlichen Flussufer und besticht mit einem Schmuckwerk aus Kuppeltürmchen. Torre de Belém diente einst als Festung und Leuchtturm.

Gleich in der Nähe befindet sich das Hieronymus Kloster. Alle größten Söhne des Landes fanden hier ihre letzte Ruhestätte. Seit 1986 ist das Kloster UNESCO-Weltkulturerbe. Es ist ein gigantisches Bauwerk, das auf fast 300 Meter Breite portugiesische Macht präsentiert. Mit seinen üppigen Verzierungen zählt der doppelte Kreuzgang zu den schönsten der Welt. Jeden 1. Sonntag im Monat ist der Eintritt frei.

Ebenfalls im Stadtteil Belém befindet sich das Seefahrerdenkmal Padrã dos Descorbrimentos. Es wurde zum 500. Todestag von Heinrich dem Seefahrer im Jahr 1960 errichtet und erinnert an die Geschichte Portugals als See- und Kolonialmacht.

Streifzug durch Alfama

Praça do Comércio Lissabon
Praça do Comércio, Bild: TTstudio / shutterstock

Schmale Gassen führen in die familiären Sphären von Alfama. Vieles strahlt hier eine verzauberte maurisch-mittelalterliche Atmosphäre aus. Geschehnisse und Traditionen der Anwohner werden lebendig, indem ihre Bilder an den Häusern eine Geschichte erzählen.

Der labyrinthische Stadtteil Alfama ist ein kleines authentisches Viertel und bildet den Kern der Altstadt Lissabons. Tolle Restaurants und Fado-Lokale säumen die engen Gassen mit verwinkelten Häusern und kleinen Plätzen, welche steil bergan steigen – hoch zum Castelo des São Jorge. Wie eine steinerne Krone thront die mittelalterliche Burg über der Stadt. Die Ursprünge der riesigen Festungsanlage liegen in der Zeit, als die Mauren die iberische Halbinsel beherrschten.

Die verführerische Seite der Oberstadt

Rund um den Chiado führt der Weg zu wundervollen Aussichtspunkten. Dabei streifen die Besucher das noble Viertel Bairro Alto mit edlen Restaurants, Fado-Bars, verrauchten Kneipen und eleganten Clubs. Lange Zeit war das Bairro Alto das Zentrum der Lissabonner Zeitungslandschaft. Auch wenn die Zeitungsverlage längst abgewandert sind – das Flair der journalistischen Szene ist geblieben. Am Abend verwandeln sich die verträumten Straßen des Bairro zu einer turbulenten Spektakelmeile.

Lissabon – Ein wunderbarer Abschluss bei allerlei Köstlichkeiten

Lissabon genießen bei allerlei Köstlichkeiten

Kulinarische Köstlichkeiten

Wie der Portwein zu Porto, so gehören die portugiesischen Törtchen Pastel del nata zu Lissabon. Tipp: In der Confeitaria Pasteis de Belém gibt es die besten und beliebtesten dieser Blätterteigpasteten mit einer leckeren Eiercreme.

Vom Puddingtörtchen zum Kirschlikör: Nicht weniger beliebt sind die köstlichen Liköre, welche seit 1890 in den Klöstern der Stadt ihren Ursprung haben. Der Stehausschank „A Ginjinha do Rossio“ lockt mit süßem Kirschzauber und zieht Einheimische als auch Touristen magisch an.

Was wäre Lissabon ohne einen traumhaften Sonnenuntergang?

Tolle Lage, tolles Essen: Ponto Final am Tejo – die Sonne geht unter, das Meer rauscht und bei einem köstlichen Getränk genießt man am Tejo eine märchenhafte Stimmung. Wildromantisch schön: Das Wasser des Tejo glitzert in der untergehenden Sonne und bunte Fährschiffe schippern hin und her. Hier weht der Geist der Vergangenheit! Der Charme einer alter Seefahrernation – er ist immer noch zu spüren.

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