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Freitag, April 4, 2025
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Alonnisos – das unbekannte Inselparadies der Ägäis

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Am Rand der Sporaden findet sich mit der Insel Alonnisos ein wahres Naturparadies. Unberührte Strände und eine üppig bewachsene Landschaft prägen die eher unbekannte Insel, die auf eine bewegte Vergangenheit zurückblickt. Der Zauber des Reiseziels liegt auch darin, dass die Insel eher dünn besiedelt ist und sich neben dem Hauptort Patitiri nur wenige kleine Dörfer finden.

Auf der idyllischen Insel findet sich natürlich auch kein Flughafen. Wer Alonnisos als Ferienziel wählt, kann wahlweise über die Stadt Volos oder über die Nachbarinsel Skiathos anreisen. Sowohl Volos als auch Skiathos werden von zahlreichen europäischen Fluglinien in der Hauptreisezeit mehrmals die Woche angeflogen und bieten eine Fährverbindung zur Insel Alonnisos. In der Nebensaison bietet sich eine Anreise über Athen oder Thessaloniki an. Auch wenn für die Anreise etwas längere Wege in Kauf zu nehmen sind, so ist der Aufwand spätestens beim Anblick des Inselparadieses Alonnisos vergessen.

Die Magie der zauberhaften Sporadeninsel

Hafen von Alonnisos
Hafen von Alonnisos, Bild: Pit Stock / shutterstock

Schon der erste Blick auf Alonnisos von der Fähre aus lässt erahnen, dass die Insel einen ganz besonderen Zauber innehat. Der von Kiefern eingerahmte Inselhauptort Patitiri ist für Reisende praktisch das Eingangstor zum Inselparadies. Rund um den atmosphärischen Hafen finden sich einige schöne Tavernen und Cafés, von denen aus die Gäste den Blick auf die im Hafen liegenden Fischer- und Segelboote sowie auf die unbewohnten Inseln Dyo Adelfia genießen können.

Die atemberaubende Insellandschaft lässt sofort Lust auf Erkundungstouren aufkommen und so ist die Insel mit ihrer üppigen Flora auch ein Wanderparadies. Die vorwiegend aus Kalkstein bestehende Insel ist mit Fichten, Oliven-, Feigen- und Mandelbäumen bewachsen. Zudem wird auf der sonnenverwöhnten Insel auch Weinbau betrieben, sodass Wanderer immer wieder auf romantisch anmutende Weingärten treffen. Wer achtsam durch die Natur geht, kann auf der Insel auch zahlreiche Wildkräuter entdecken, die mit ihrem Duft betören.

Um die Insel ranken sich auch zahlreiche Mythen. Unter anderem soll Peleas, der Vater von Achilles am Ende der mykenischen Epoche das Eiland gewählt haben, um seine letzten Jahresjahre dort zu verbringen und hier seine letzte Ruhestätte zu finden. Unabhängig von der Mythologie bewiesen zahlreiche Fundstücke, dass die Insel zu den ersten bewohnten Inseln der Ägäis zählte und im Laufe der Geschichte unterschiedlichsten Einflüssen ausgesetzt war.

Letztlich scheint Alonnisos seine Gäste in eine andere Welt zu entführen. Das Inselparadies ermöglicht es, die Natur und die besondere Stille der Inselwelt zu genießen.

Chora – eine Reise in die Vergangenheit

Wer die Dörfer der Insel erkundet, bekommt schnell das Gefühl in die Vergangenheit gereist zu sein. Besonders die einstige Hauptstadt Chora, die heute auch gerne als das „alte Dorf“ bezeichnet wird, ist äußerst sehenswert. Nur 2,5 km von der neuen Hauptstadt Patitiri entfernt laden die historischen Gassen von Chora zu einer ganz besonderen Erkundungstour ein. Gesäumt werden die engen und verwinkelten Gassen des Dorfes von uralten Steinhäusern. Kleine Geschäfte und Boutiquen prägen den Ort ebenso wie gemütliche Tavernen und schöne kleine Cafés. Einst zum Schutz von Piraten als mittelalterliche Festung angelegt, ist das Dorf auch heute noch von den Burgmauern umgeben und nur durch zwei Eingänge zugänglich. Dies sorgt auch dafür, dass das „Dorf“ komplett autofrei ist, was das historische Ortsbild noch zusätzlich unterstreicht.

Der nationale Meerespark Alonnisos – nördliche Sporaden

Strand Agios Dimitrios (Saint Demetrios) auf der Insel Alonnisos
Strand Agios Dimitrios (Saint Demetrios) auf der Insel Alonnisos, Bild: Pit Stock / shutterstock

Mit einer einzigartigen Kombination von Land- und Marinebiotop ist es der nationale Meerespark Alonnisos, der Naturliebhaber aus der ganzen Welt begeistert. Die einzigartige Flora und Fauna, die naturbelassenen Stränden und und die faszinierenden Unterwasserwelt stehen somit unter einem besonderen Schutz.

So ist es nicht nur herrlich an den naturbelassenen Stränden die Sonne zu genießen und sich im glasklaren Meer zu erfrischen, sondern es lohnt sich besonders die Unterwasserwelt zu erkunden. Das einzigartige Ökosystem der nördlichen Sporaden sorgt unter anderem dafür, dass sich hier die seltenen Mittelmeer-Mönchsrobben tummeln.

Doch die Unterwasserwelt rund um Alonnisos verbindet auch die Schönheit der Natur mit den Mythen und Legenden, die sich um die Insel ranken. So lassen sich auf dem Meeresgrund zahlreiche historisch wertvolle Schiffwracks, die zum Teil aus dem 4. und 5. Jahrhundert v.Chr. stammen.

Ausflugstipp – Pelagonisi

Die nördlichen Sporaden halten so einige Schätze bereit und so lohnt sich ein Bootsausflug von Alonnisos zur Insel Pelagonisi (Kyra-Panagia). Es handelt sich um die größte unbewohnte Insel der Inselgruppe. Doch dies war nicht immer so und so belegen zahlreiche Funde, dass die heute unbesiedelte Insel bereits 6.000 Jahre v.Chr. besiedelt war. Nachweislich lag auf der Insel die antike Stadt Alonnisos. Ein Zeugnis der einstigen Besiedelung sind die Ruinen der Klosteranlage Kyra Panagia, einer Windmühle und einer historischen Weinpresse.

Kulinarische Tipps für den Urlaub auf Alonissos

Bis heute sind die Bewohner von Alonnisos sehr traditionsbewusst, was sich nicht nur in den authentischen Orten widerspiegelt, sondern auch im gastronomischen Angebot. Frischer Fisch darf in keiner Taverne der Insel auf der Speisekarte fehlen und die schmackhaften Fischgerichte überzeugen auch Gourmets.

Besonders die traditionelle Fischsuppe Kakavia ist es wert gekostet zu werden, aber auch leckere Fleischgerichte, die nach Familienrezepten zubereitet werden, finden sich im Angebot der Tavernen. Zu den lokalen Spezialitäten zählen aber auch Süßspeisen, die wie Fauskakia oder Hamalia. Eine ganz besondere Süßigkeit namens Amigdalota eignet sich auch sehr gut als Souvenir, um die Urlaubszeit zumindest kulinarisch zu verlängern.

Vatikanstadt: Zu Besuch beim Papst und bei wertvollen Kunstschätzen

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Vatikanstadt ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. Nicht nur, dass der Zwergstaat, dessen Name eigentlich mehr darauf hindeuten würde eine Stadt als ein Staat zu sein, mit einer Fläche von nur 0,44 Quadratkilometern der kleinste Staat der ganzen Welt ist. Es handelt sich dabei auch um das einzige Land überhaupt, das Latein zu seiner Amtssprache gemacht hat. Außerdem hat kein Land der Welt weniger Einwohner als Vatikanstadt. Bei der letzten offiziellen Zählung 2020 waren es 932, wovon jedoch nur 552 als Staatsbürger galten.

Noch dazu ist das Staatsgebiet nicht etwa von einem Land, sondern lediglich einer Stadt umschlossen, nämlich der italienischen Hauptstadt Rom. Der Papst ist das Staatsoberhaupt des Zwergstaates, der auf dem Vatikanischen Hügel, einem 75 Meter hohen Tuffsteinhügel erbaut wurde. Vatikanstadt ist das einzige Land der Erde, dessen komplettes Staatsgebiet zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt wurde. Dabei handelt es sich unter anderen um den Petersdom und die Vatikanischen Museen, die damit nicht etwa, wie viele Menschen glauben, in Rom liegen, sondern in einem ganz anderen Land als Italien.

Der Petersdom

Vatikanstadt Petersdom
Aussicht auf den beleuchteten Petersdom und die Via della Conciliazione, Bild: Pani Garmyder / shutterstock

Die Bezeichnung Petersdom ist lediglich im deutschen Sprachraum bekannt. Die italienische Bezeichnung San Pietro in Vaticano gibt einen Hinweis auf den Standort der Basilika. Wer den Petersdom besucht betritt also das Staatsgebiet des Vatikan. Neben dieser herausragenden Tatsache beeindruckt der Petersdom durch seine Größe. Die Grundfläche der Basilika beträgt exakt 20.139 Quadratmeter. 20.000 Menschen können sich gleichzeitig in dem Gebäude aufhalten.

Natürlich nicht zum Sightseeing, sondern zur Messe. Möchte man die Schönheiten des zwischen 1506 und 1626 erbauten Petersdoms auf sich wirken lassen, dann bietet sich ein Besuch zu den Besichtigungszeiten an, in denen die Besucherströme gut kanalisiert werden. Bevor man eintritt ist noch ein Blick auf die Kleiderordnung zu werfen, denn natürlich geht es in diesem katholischen Gotteshaus züchtig zu. In jedem Fall sind die Schultern zu bedecken und am besten trägt man lange Hosen oder einen Rock, der mindestens bis über die Knie reicht. Ansonsten kann der Besuch vom Personal auch verwehrt werden. Überspannt ist der Petersdom von einer markanten Hauptkuppel sowie zehn kleinen Nebenkuppeln, die sich von innen alle bestens begutachten lassen. Neben den 778 Säulen gruppieren sich 395 Statuen sowie 44 Altäre unter diesen Kuppeln. Unter dem Petersdom liegt das Grab des Heiligen Petrus.

Dazu gesellen sich 20 Grab- und Denkmäler von Päpsten, die innerhalb des Petersdoms positioniert sind. Bei einem näheren Blick auf die Innenausstattung bemerken Touristen schnell, dass ein einziger Besuch im Petersdom nicht ausreichen wird, sollte man sich mit allen Kunstschätzen auseinandersetzen wollen. Die Kuppeln zum Beispiel, und auch die Altarbilder sind durch Mosaike gestaltet. Wer alle Mosaike des Petersdoms gesehen hat, hat zusammengenommen ein 10.000 Quadratmeter großes Mosaik besichtigt.

Die Vatikanischen Museen mit Sixtinischer Kapelle

In den Vatikanischen Museen sind unter anderem die meisten Altarbilder des Peterdoms untergebracht. In der sogenannten Päpstlichen Kunstsammlung befinden sich außerdem noch eine ganze Reihe weiterer wichtiger Kunstschätze. Orientalische Altertümer aus dem Alten Ägypten und Assyrien, griechisch-römische Kunst aus Zeiten der klassischen Antike, etruskische Altertümer, frühchristliche und mittelalterliche Kunst aus dem dritten bis hinein in das 14. Jahrhundert, sowie Kunstwerke aus Zeiten der Renaissance bis zur Gegenwart. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine gut bestückte völkerkundliche Sammlung.

Sixtinische Kapelle Vatikanstadt
Sixtinische Kapelle Vatikanstadt, Bild: amw213 / shutterstock

Außerdem gehört auch die Sixtinische Kapelle, die in der offiziellen Residenz des Papstes, dem Apostolischen Palast untergebracht ist, zu den Vatikanischen Museen. Bekannt ist die Sixtinische Kapelle für ihre herausragenden Wandgemälde, die Szenen aus dem Leben Jesu zeigen. Dazu zählt unter anderem eine Darstellung des letzten Abendmahls. Teile der Deckengemälde der Sixtinischen Kapelle zeigen Szenen des Alten Testaments, die vielfach in Kunst- und Lehrbüchern abgebildet, oder zum Beispiel auch für Werbeanzeigen benutzt wurden. So zum Beispiel Die Erschaffung Adams und Der Sündenfall und die Vertreibung aus dem Paradies. Ein weiterer Bestandteil des Areals der Vatikanischen Museen sind die Vatikanischen Höfe. Der Hof des Belvedere lädt zwischen Pinien, Kiefern, Palmen und Zypressen zum Lustwandeln ein. Gemeinsam mit dem Cortile della Biblioteca umrahmt er die bereits 1475 eingerichtete Vatikanische Bibliothek. Hier befinden sich unter anderem 150.000 überaus wertvolle Handschriftenbände.

Vatikanstadt von oben gesehen

Auch, wenn man unter Umständen eine Weile lang anstehen muss, sollte man sich den Gang auf die Hauptkuppel des Petersdoms nicht entgehen lassen. Denn von dort aus haben Besucher einen fantastischen Blick über den gesamten Vatikan und den vor dem Petersdom liegenden Petersplatz. Weit reicht auch der Blick über die Vatikanstadt umschließende italienische Hauptstadt Rom. Wer sportlich ist, erklimmt die 551 Stufen bis zum Zwischendach zu Fuß. Alle anderen gelangen hier mit dem Aufzug hin. Ganz hinauf geht es dann allerdings wirklich nur per pedes und es verbleiben noch 320 Stufen des Aufstiegs bis hin zur finalen Aussichtsplattform.

Was man sonst noch zu Vatikanstadt wissen sollte

Wichtiger als überall sonst in der Umgebung ist es sich in Vatikanstadt einerseits angemessen zu verhalten, sich andererseits jedoch dessen bewusst zu sein, dass die an diesen heiligen Ort strömenden Menschenmassen auch eine Menge an zweifelhaftem Volk anziehen. In dem unübersichtlichen Getümmel suchen häufig Taschendiebe ihr Glück, weshalb man hier besonders gut auf seine Wertsachen aufpassen sollte. Benötigt man Bargeld kann man in Vatikanstadt übrigens auch einen Geldautomaten nutzen, der einen mit lateinischen Bedienungsanweisungen führt.

Halifax – romantische Hafenstadt am Atlantik

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Am äußersten östlichen Rand Kanadas, direkt am Atlantik, liegt dessen zweitkleinste Provinz: Nova Scotia. Vorgelagerte Inseln sowie eine Halbinsel gehören zur Provinz, deren Hauptstadt Halifax direkt an der Atlantikküste liegt. Damit ist sie vom Frankfurter Flughafen aus in kaum 7 Stunden per Flugzeug erreichbar. Mit nicht einmal 400.000 Einwohnern ist Halifax im Vergleich zu anderen kanadischen Provinzhauptstädten nicht sehr groß und hat sich den Charme bewahrt, der aus romantischen Hafenstädten bekannt ist. Zudem hat die kanadische Stadt mit ihrer langjährigen Schifffahrtsgeschichte viel zu bieten. Bereits 1758 begann hier der Bau der ersten Werft.

Allein der historische Hafen ist ein großer Anziehungspunkt. Auf der Hafenpromenade schlendern Besucher bequem am Wasser entlang und erkunden dabei das interessante Areal. Ein guter Einstiegspunkt ist das Kanadische Immigrationsmuseum, das sich mit der Geschichte der sehr zahlreichen Kulturen in einem der größten Länder der Erde beschäftigt. Es liegt am Pier Nr. 21 und bildete einst das Tor ins Land für mehr als 1 Millionen Menschen, die zwischen 1928 und 1971 aus den unterschiedlichsten Gründen als Einwanderer hierher kamen, mit der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Der Hafen – Dreh- und Angelpunkt der Stadt

Hafenviertel von Halifax
Hafenviertel von Halifax, Bild: Darryl Brooks / shutterstock

Der Hafen ist zweifellos prägend für die Stadt am Ozean. Das Hafenviertel verfügt über einen alten Komplex von Lagerhäusern. Die Handelskontore und kleinen Gassen beherbergen nun Läden und Restauration. Kleine Galerien und Geschäfte laden hier zu einem Bummel ein. Es gibt zudem viele kleine Cafés, Restaurants und Bars zum Verweilen. Etwas Besonderes ist der „Seaport Farmers‘ Market“, der älteste Bauernmarkt des nordamerikanischen Kontinents, der durchgehend besteht.

1750 gegründet, bietet er heute über 250 Verkäufern die Möglichkeit, ihre frischen Waren wie lokalen Wein, Früchte, Fisch und Bio-Gemüse anzubieten. Das gilt auch für die extravaganteste Meeresfrucht, für die die Provinz weltbekannt ist, den Hummer. Ein frisch gegrillter Lobster gehört untrennbar zu einem Besuch in Halifax dazu. Nicht weit entfernt vom Markt erwartet Besucher eine Nachbildung der „Bluenose“, eines Schooners, der zur kanadischen Legende und Nationalheiligtum wurde. Das Schiff ist heute auf dem 10-Cent-Stück in Kanada als Prägung zu finden und war auch schon als Briefmarke im Handel. Ein weiteres Schiff hat in der Stadt Spuren hinterlassen.

Die Überlebenden der Titanic kamen 1912 nach ihrem Schiffbruch hierher. Das „Maritime Museum of the Atlantic“ beschäftigt sich in seiner sehenswerten Ausstellung über die Titanic damit. Obwohl Halifax die Hauptstadt von Nova Scotia und eine Metropole ist, ist sie so kompakt, dass sie bequem zu Fuß erkundet werden kann. Besonders abends lohnt ein Bummel, denn hier gibt es angeblich die meisten Pubs in Nordamerika, auf die Einwohnerzahl umgerechnet. Live-Musik ist hier an der Tagesordnung, ist die Stadt doch auch voller Studenten, die hier auf die insgesamt sechs ansässigen Universitäten gehen und abends unterhalten werden möchten.

Halifax – Strategisch gelegen

Halifax ist im wahrsten Sinne das „Tor zu Nova Scotia“, da es auf einer Landzunge direkt im Atlantik liegt. Die Briten erkannten die strategisch wichtige Lage früh. Bereits 1749 erbauten sie die „Zitadelle“, eine Befestigungsanlage mit ungeahnten Ausmaßen, in denen die Britischen Truppen untergebracht waren. Die Zitadelle liegt hinter dem natürlichen Hafen auf dem „Citadel Hill“ Hügel und überblickt das Geschehen. Die sternförmige Anlage ist dadurch ein beliebter Aussichtspunkt, aber auch das Wahrzeichen der Stadt. Touren mit kundigen Stadtführern bringen Besuchern das Waffenarsenal alter Zeiten nahe. Es wird immer mittags aus Tradition abgefeuert und ist eine Attraktion für Touristen. Auch der Uhrenturm in der Altstadt gehört untrennbar zu Halifax. Der Vater der englischen König Victoria, damaliger Oberbefehlshaber der in Halifax lebenden britischen Soldaten, zeichnete 1803 für dessen Bau verantwortlich. Er liebte Pünktlichkeit und brachte darum an allen Seiten des Turms Uhren an, damit seine Untergebenen stets zur rechten Zeit am richtigen Ort waren.

Historie und Moderne in perfekter Verbindung

Uhrturm von Halifax
Uhrturm von Halifax, Bild: cworthy / shutterstock

Wer sich in der Innenstadt von Halifax aufhält, sollte einen Blick in die anglikanische St. Pauls Kirche werfen. Sie entstammt dem 18. Jahrhundert und ist damit das älteste Gebäude in der Hafenstadt. Zudem ist sie die älteste protestantische Kirche im gesamten Land. Durch ihre alten und neuen Gebäude ist Halifax daher eine Stadt zwischen Historie und Moderne. Zukunftsträchtige Bauten integrieren sich in das historische Stadtbild. 2014 entstand die neue Bücherei als kubistischer Würfel. Sie besteht komplett aus Glas und Stahl und zieht sich wie ein offenes Atrium mit ihren Treppen und Brücken über 5 Stückwerke. Eine Besonderheit ist der überdimensionale Riegel, der quer auf das Flachdach gesetzt wurde. Damit bildet das Bücherei-Dach die Achse der Historie zwischen dem Hafen und der sternförmigen Zitadelle.

Festivals – das Leben am Atlantik feiern

In der warmen Jahreszeit zeigt sich Halifax als Stadt der Festivals. Im Juli gibt es ein Jazz Festival, das sich großer Beliebtheit erfreut. Die homosexuelle Bewegung feiert mit dem „Pride Festival“ ebenfalls gerne mit ca. 120.000 Besuchern in der Hafenstadt. Kunstformen aus dem Untergrund werden im August beim Fringe Festival präsentiert. Aufführungen an den verschiedensten Orten der Stadt überraschen dabei mit Witz und ungewöhnlichen Ideen. Sogar für den beliebten Lobster gibt es ein Fest, den „Lobster Carnival“, der im Juli in der Gegend von Halifax begangen wird.

Beliebte Restaurants in Halifax

  1. The Press Gang Restaurant & Oyster Bar: Gelegen in der historischen Innenstadt, bietet dieses feine Restaurant eine Mischung aus frischen Meeresfrüchten und lokalen Zutaten. Spezialitäten sind unter anderem rohe oder gebackene Austern und Gerichte wie Lobster Thermidor​​.
  2. 2 Doors Down: Dieses lässige Restaurant in der Innenstadt ist bekannt für klassische Komfortgerichte mit einem modernen Twist, wie zum Beispiel Mac and Cheese mit Hummer und Fisch und Chips​​.
  3. The Old Triangle: Ein lebendiges Pub im Herzen von Halifax, das traditionelle irische Gerichte wie Irish Stew und Fish and Chips anbietet, begleitet von einer Auswahl an Bieren und Whiskeys​​​​.
  4. The Auction House: Ein beliebter Gastropub in der Innenstadt, der eine eklektische Mischung aus Gerichten mit internationalen Einflüssen serviert, darunter Korean Fried Chicken und Fish Tacos​​.
  5. The Wooden Monkey: Ein Restaurant, das sich auf gesunde und nachhaltige Speisen spezialisiert hat, mit einer Vielzahl an vegetarischen, veganen und glutenfreien Optionen sowie nachhaltig bezogenen Fleisch- und Meeresfrüchten​​.
  6. La Frasca Cibi & Vini: Ein italienisches Restaurant im North End von Halifax, das traditionelle italienische Gerichte mit einem modernen Twist anbietet, darunter Bucatini all’Amatriciana und Rinderfilet Carpaccio​​.
  7. The Five Fishermen: Ein erstklassiges Restaurant mit Schwerpunkt auf Meeresfrüchten, das für seine frischen Austern, tägliches Ceviche und besonders saftige Jakobsmuscheln bekannt ist​​.
  8. The Kitchen Table: Ein intimes Restaurant hinter Ratinaud’s Charcuterie im hippen North End, das ein 8-Gänge-Menü mit starker französischer Einflussnahme bietet​​.
  9. The Bicycle Thief: Ein beliebtes Restaurant am Wasser, das italienisch inspirierte Gourmetküche mit einer beeindruckenden Auswahl an Champagnern und erlesenen Weinen serviert​​.
  10. Little Oak: Eine intime Wein- und Snackbar in Bishop’s Landing am Halifax Waterfront, wo hochwertige, lokal bezogene Snackgerichte und gemeinsame Platten mit seltenen Weinen und unglaublichen Craft-Cocktails serviert werden​​.
  11. The Brooklyn Warehouse: Ein beliebtes lokales Restaurant im West End von Halifax, das für seine frischen, lokalen Zutaten bekannt ist und Teil von Taste Nova Scotia und der Slow-Food-Bewegung ist​​.
  12. Studio East: Ein trendiges Restaurant im West End, das asiatische Aromen mit Geschmäckern aus Nova Scotia kombiniert und eine breite Palette von Gerichten wie Austern, Sushi, Ramen, Burger und Currys anbietet​​.

Hotelempfehlungen für Halifax

  1. The Halliburton: Ein gemütliches, gehobenes Gasthaus, das sehr nah an der Innenstadt liegt. Es bietet ein schönes Restaurant und eine charmante Atmosphäre, ideal für Gäste, die eine ruhige und elegante Unterkunft suchen​​.
  2. Cambridge Suites Hotel Halifax: Dieses stilvolle und zuverlässige Hotel befindet sich am Rande der Innenstadt und bietet einen tollen Blick auf das historische Citadel. Es verfügt über schöne Frühstücksoptionen, Zimmer mit Kochnischen und eine Dachterrasse​​.
  3. The Prince George Hotel: Ein sauberes, gehobenes Hotel im Herzen der Innenstadt, das für seine ausgezeichnete Lage und seinen Service bekannt ist. Es bietet eine Vielzahl von Annehmlichkeiten, darunter ein preisgekröntes Restaurant und einen Innenpool​​.
  4. DoubleTree By Hilton Halifax Dartmouth: Gelegen in Dartmouth mit Blick auf die Innenstadt von Halifax, bietet dieses Hotel moderne Annehmlichkeiten und komfortable Zimmer. Es ist eine großartige Wahl für Gäste, die eine Aussicht auf die Stadt genießen möchten​​.
  5. Hampton Inn By Hilton Downtown Halifax: Ein aktualisiertes, funktionales Hotel, das sich im nördlichen Teil der Innenstadt befindet, nur wenige Schritte vom historischen Citadel und der Uferpromenade entfernt. Das Hotel bietet Frühstück, ein Fitnesscenter und einen Pool​​.

Das Klima in Halifax

Monat Durchschnittliche Höchsttemperatur (°C) Durchschnittliche Tiefsttemperatur (°C) Durchschnittliche Niederschlagsmenge (mm) Durchschnittliche Schneefallmenge (cm)
Januar -1 -9 144 49
Februar -1 -9 107 37
März 2 -5 116 24
April 8 1 115 6
Mai 14 6 114 0
Juni 19 11 108 0
Juli 23 15 102 0
August 23 15 107 0
September 19 11 99 0
Oktober 13 6 124 0
November 7 1 135 6
Dezember 2 -4 149 30

Die beliebtesten Reiseziele in Südafrika

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Südafrika verdankt seine Attraktivität der landschaftlichen Schönheit, der atemberaubenden Artenvielfalt in Flora und Fauna und nicht zuletzt dem vielerorts spürbaren Lebensgefühl der einheimischen Bevölkerung. Die Landschaften Südafrikas halten für jeden Urlaubstyp etwas bereit: von einsamen Sandstränden und Buchten zu lebhaften Strandabschnitten, von den roten, ausgetrockneten Böden der Kalahari zu den satt-grünen Wäldern entlang der Garden Route, von Kapstadt und Pretoria am kalten Atlantik bis Durban am warmen Indischen Ozean, von extremer Hitze in der Kaaro bis zu kühlen Temperaturen auf den hohen Drakensbergen.

#Die vielfältigen Naturgegebenheiten Südafrikas schaffen Lebensräume für eine Überfülle an Pflanzen und Tieren. Es gibt 16.000 Pflanzenarten, rund 300 verschiedene Säugetiere und über 830 Vogelarten. Afrikas Nationalblume ist die Protea, ein immergrüner Strauch mit großen Blütenständen, welcher nirgendwo sonst auf der Erde zu finden ist. In Südafrika gibt es ihn gleich in über 400 Ausprägungen.

Das wilde Südafrika

Die Vielfalt der Wildreservate und Nationalparks Südafrikas ist die Hauptattraktion des Landes und bietet den Urlaubern einige der spannendsten Safari-Erlebnisse des Kontinents. In den Reservaten gibt es von Wäldern und Wüsten bis zu Küsten und Bergen die unterschiedlichsten Landschaftsformen, welche Heimat aller nur vorstellbaren Tierarten sind. Die sogenannten „Big Five“ – Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard – sind in mehreren Reservaten beheimatet und können von den Reisenden beobachtet und fotografiert werden. Wer außerdem rennende Strauße, Zebras, Giraffen und Gnus sowie Geparde und Luchse oder eine Herde anmutiger Antilopen in ihrem natürlichen Lebensraum sehen möchte, für den lohnt sich der Besuch in einem südafrikanischen Nationalpark.

Der weltberühmte „Kruger-Nationalpark“, welcher mit einer Fläche von circa 20.000 Quadratmetern die halbe Größe der Schweiz erreicht, zählt zu den beliebtesten Urlaubszielen Südafrikas. Von der zierlichen nicht einmal 50 cm großen Antilopenart der Dikdiks bis zum Elefantenkoloss von 6 Tonnen sind hier viele Tiere beheimatet. Die Artenvielfalt ist gigantisch. In dem Nationalpark haben circa 150 Säugetier-, 114 Reptilien- und über 500 Vogelarten ihre Heimat gefunden. Die 12 Hauptcamps mit Restaurants, Läden und Tankstelle gleichen Kleinstädten und sorgen für einen angenehmen mehrtägigen Aufenthalt im Nationalpark. Zu den beliebtesten Camps zählen Lower Sabie, Orpen, Letaba, Olifants und Pretoriouskop.

Bei einer Autofahrt durch den „Hluhluwe-iMfolozi-Park“, einem der ältesten afrikanischen Wildschutzgebiete, können die Reisenden beispielsweise neben Elefanten, Büffeln, Geparde, Löwen und Wildhunden mit etwas Glück auch das vom Aussterben bedrohte Weiße Nashorn entdecken.

Das quirlige Südafrika

Kapstadt

Südafrika, Kapstadt
Blick auf Kapstadt, Bild: michaeljung / shutterstock

Kapstadt gehört zu den schönsten Städten der Welt und damit auch zu einem der beliebtesten Urlaubsziele Südafrikas. Die älteste Stadt des Landes und die unmittelbare Umgebung halten für den Besucher einen interessanten Mix von buntem Multikulti, jüngerer Geschichte des Landes, Hafenfeeling und Shoppinggenuss sowie spektakulären Naturformationen bereit. Die bereits 1652 als Versorgungsstation für die Schifffahrt gegründete Stadt liegt am Fuß des majestätischen Tafelbergs. Das alte Fort von 1666 ist das älteste Gebäude Südafrikas. Daneben gibt es noch eine Reihe Bauten im niederländischen Kolonialstil zu besichtigen.

Das Wahrzeichen Kapstadts ist der gewaltige Tafelberg, auf welchen die Reisenden bequem mit der Gondelbahn gelangen können. Für all jene, die es sportlicher mögen, von der Talstation führen circa 300 Wanderwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden auf den Gipfel. Aufgrund seiner Lage wachsen auf dem Tafelberg-Massiv ungefähr 1.500 verschiedene Pflanzen. Alle Naturliebhaber können im „Kirstenbosch National Botanical Garden“ diese außerordentliche Pflanzenvielfalt bewundern. Zu den gefragtesten Ausflugszielen in Kapstadt gehört auch die berüchtigte Gefängnisinsel Robben Island, auf welcher Nelson Mandela bis 1982 inhaftiert war. Weitere Highlights sind das lebhafte Vergnügungs- und Flanierviertel „V&A Waterfront“ und eine organisierte Township-Tour. Keiner weiß genau, wie viele Menschen wirklich in den Townships leben. Wer die Geschichte Südafrikas verstehen möchte, für den gehört ein Besuch in Soweto zum Pflichtprogramm seiner Reise.

Johannesburg und Pretoria

Skyline Johannesburg
Blick auf die Skyline von Johannesburg, Bild: Nataly Reinch / shutterstock

Die Provinz Gauteng mit den beiden nur 50 Kilometer voneinander getrennten Metropolen Johannesburg und Pretoria ist ein beliebtes Urlaubsziel für alle geschichtsinteressierten Reisenden. Hier befinden sich wichtige Zeugnisse der sehr bewegten Geschichte des Landes. Das Apartheidmuseum in Johannesburg zählt zu den interessantesten und provokativsten Museen der Welt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Nelson Mandela Bridge, das Museum Africa und die rekonstruierte alte Goldgräberstadt Gold Reef City. Südafrikas Hauptstadt Pretoria fasziniert mit prächtigen Alleen, imposanten Regierungsgebäuden, historischen Sehenswürdigkeiten und einer Vielzahl an interessanten Museen. Zu den Highlights zählen der eindrucksvolle Gebäudekomplex Union Buildings, das Pretoria Art Museum sowie der Church Square Park mit dem Justizpalast und dem Kruger-Museum.

Das sportliche Südafrika

Die Goldene Meile, Durban
Blick auf die “Goldene Meile” von Durban, Bild: Alexandre G. ROSA / shutterstock

In Südafrika sind Aktiv-Urlaubern keine Grenzen gesetzt. Mit fast 3000 km Küste bietet das Land reichlich Möglichkeit für jegliche Art Wassersport. Obwohl der Atlantik zum Schwimmen zu kalt ist, gibt es auch in der Kapregion einige herrliche Strände. Ab dem Cape Agulhas ostwärts lädt der Indische Ozean mit seinem wärmeren Meerwasser zum Schwimmen und Baden ein. In der Provinz KwaZulu-Natal und vor allem an der Garden Route gibt es traumhafte Sandstrände.

Die Stadt Durban mit den weiten Sandstränden und der herrlichen Seepromenade ist ein beliebtes Urlaubsziel für alle Schwimmratten und Sonnenanbeter. Die südafrikanische Küste bietet Meerestieren einen vielfältigen Lebensraum und ist dadurch ein Taucherparadies. Tauchgänge zu den Korallengärten von Aliwal Shoal und Sodwana Bay in KwaZulu-Natal, zu den Kelpwäldern und Wracks um das Kap sowie Walbeobachtungen, Lagunentauchen um Knysna sind einzigartige Erlebnisse. Mutige Taucher können in einem Käfig mit weißen Haien auf Tuchfühlung gehen. Südafrika gilt als Surf-Hotspots. Die besten Surfgebiete sind die Küsten von Jeffrey‘s Bay und Durban.

Zu Fuß, per Rad oder hoch zu Ross können die Urlauber das Land erforschen. Es gibt unzählige Wanderrouten. Im „Kurger Nationalpark“ mit einem bewaffneten Ranger auf Fußsafari zu gehen, ist spannend und ein unvergessliches Abenteuer. Im ganzen Land, sogar in einigen Nationalparks, gibt es diverse Mountainbike-Trails. Reitfreunde kommen an den Stränden der Kapprovinz und in den Drakensbergen auf ihre Kosten. Bei einigen ortsansässigen Anbietern können auch Reitsafaris in Wildschutzgebiete gebucht werden.

Die himmelhoch aufragenden Drakenberge an der Grenze zu Lesotho sind besonders bei Wanderfreunden beliebt. Hier lassen sich sportliche Aktivität mit einmaligen Naturerlebnissen wundervoll verbinden. Der „uKhahlamba-Drakensberg Park“ umfasst insgesamt 12 Naturreservate mit einer Gesamtfläche von fast 2.500 Quadratkilometern. Bei Wanderungen durch die faszinierende Naturlandschaft mit imposanten über 3.000 m hohen Bergriesen, dem zweithöchstem Wasserfall der Welt, verschwiegenen Gebirgsseen bekommen die Urlauber grandiose Ausblicke und sogar uralte Höhlenmalereien geboten

Die schönsten Urlaubsziele im Schwarzwald

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Manche mag der Schwarzwald an eine Märchenlandschaft erinnern. Die Stimmung in diesem Mittelgebirge ist vor allem ruhig und beschaulich. Touristen entdecken waldige Höhen und verträumte Tallandschaften mit Wasserfällen, Flüssen und zahlreichen Badeseen, eine ideale Destination für Wanderfreunde. Doch auch die Wintersportfans kommen hier nicht zu kurz. Auf dem Feldberg, und weiteren 70 Bergen von bis zu 1.493 Metern Höhe, lässt es sich im Winter prima Ski fahren.

Daneben lockt die Region mit traditionellem Kunsthandwerk. Wer kennt nicht die weltberühmten Kuckucksuhren, die noch heute in filigraner Handarbeit im Schwarzwald gefertigt werden? Wer Süßes mag kommt an der Schwarzwälder Kirschtorte nicht vorbei, die ebenfalls hier erfunden wurde. Der Schwarzwald ist somit eine Ferienregion, die das ganze Jahr über erholsame Urlaube verspricht. Und wer Kultur mag ist hier ebenso richtig, denn Städte wie Freiburg im Breisgau, Baden-Baden oder Villingen-Schwenningen verfügen über hochrangige Kunstmuseen und architektonische Sehenswürdigkeiten erster Güte.

Den Schwarzwald im Sommer entdecken und erwandern

Titisee, Schwarzwald
Titisee-Neustadt im Schwarzwald, Bild: Oscity / shutterstock

Der Schwarzwald ist eine der beliebtesten Wanderregionen in ganz Deutschland. Die Region ist bekannt für ein breites Wanderwegenetz, das allen Ansprüchen gerecht wird. Mehrtägige Wanderungen lassen sich hier genauso gut unternehmen wie Tagestouren, die für die ganze Familie geeignet sind. Der Schwarzwald-Schwäbische-Alb-Allgäu-Weg zum Beispiel ist ein 311 Kilometer langer Fernwanderweg, der von Pforzheim aus durch den Nordschwarzwald führt. Im Südschwarzwald lockt das 1.415 Meter hohe Herzogenhorn. Der Berg befindet sich auf dem Areal des Naturschutzgebietes Feldberg und kann über verschiedenste gut ausgeschilderte Wanderrouten erklommen werden. Bei gutem Wetter blickt man vom Gipfel aus bis in die französischen Vogesen.

Wem eher nach Schwimmen ist besucht im Sommer den Feldsee oder den Titisee. Der Feldsee ist der höchstgelegene See in Deutschland. Er liegt 1.109 Meter über dem Meeresspiegel. Mit dem Auto gelangt man bis maximal auf vier Kilometer an ihn heran. Den Rest des Weges muss man zu Fuß gehen. Dafür ist die umliegende Natur malerisch und unberührt. Um den See herum führt eine Spaziergangs- und Mountainbikeroute. Der Titisee liegt auf 845 Metern Höhe und ist besonders bei Familien sehr beliebt. Denn der Titisee kann mit Tretbooten und Ausflugsbooten erkundet werden. Auch Angler besuchen den Titisee gerne, denn er verfügt über eine reiche Population an Seeforellen, Aalen, Hechten, Zandern und anderen Seefischen.

Ganz in der Nähe befindet sich die Wutachschlucht, die den Beinamen Grand Canyon des Schwarzwaldes trägt. Auf einem 30 Kilometer großen Gebiet treffen sich Wildwasserkanuten, Wanderer und Naturfreunde. Etwa 2.800 Pflanzenarten können hier entdeckt werden, darunter mehr als 40 verschiedene Orchideenarten. Auch Vogel- und Schmetterlingsbeobachter zieht die Schlucht an. Weiterhin faszinieren die vielen Wasserfälle und Muschelkalkwände der Wutachschlucht.

Schneeabenteuer im Schwarzwald

Der Schwarzwald hat mit dem Feldberg, Hinterzarten und Todtnau mehrere Wintersportzentren zu bieten, in denen Weltcup-Wettbewerbe im Skispringen, Skilanglauf und Alpinskilauf stattfinden. Die breite Masse der Wintersportler vor Ort sind jedoch Amateure. Viele Wanderrouten sind auch als Winterwanderrouten begehbar. Einige werden nach dem ersten Schneefall außerdem zu Rodelstrecken umfunktioniert und ermöglichen rasante Schlittenabfahrten. Wer möchte kann rund um den Feldberg und Todtmoss Schneeschuhwandern. An jeder Ecke finden sich zudem Wellnessangebote wie Saunen und Thermal- sowie Mineralbäder, in denen man eisige Schneetage entspannt ausklingen lassen kann. Romantisch geht es auf den Weihnachtsmärkten zu. Fast jeder Ort im Schwarzwald hat einen eigenen. Tief verschneit ziehen sie Besucher mit Glühweinduft, Lebkuchen und regionalem Kunsthandwerk an. Neben den obligatorischen Kuckucksuhren gibt es zum Beispiel auch handgefertigte Christbaumkugeln aus lokalen Glasbläserwerkstätten zu kaufen.

Beliebte Städtereisen in den Schwarzwald

Architektur und Kultur in Freiburg im Breisgau

Panoramablick auf Freiburg
Panoramablick auf Freiburg, Bild: Sina Ettmer Photography / shutterstock

Freiburg im Breisgau ist ein wahrer Touristenmagnet. Das verwundert nicht, wenn man erst einmal einen Spaziergang durch die historische Altstadt unternommen hat. Schmale Gässchen werden hier von traditionellen Fachwerkhäusern gesäumt während sich das Freiburger Bächle seinen Weg durch die Stadt bahnt. Im Mittelalter diente der künstlich angelegte Bachlauf als Löschwasserzufuhr.

Heute wirkt er hauptsächlich charmant. Besichtigen sollte man unbedingt das Freiburger Münster und den Münsterplatz. Das Münster wurde zwischen 1200 und 1513 im romanischen, gotischen und spätgotischen Stil errichtet. Besonders schön anzusehen sind die Glasfenster des Kirchenbaus. Auf dem Münsterplatz tummeln sich einige mittelalterliche Architekturschönheiten wie die Alte Wache und das Historische Kaufhaus aus dem Jahre 1520. Mit dem Martinstor und dem Schwabentor gibt es noch zwei prunkvolle erhalten geblieben Tore der einstigen Stadtbefestigung. Bekannt ist Freiburg auch als Theaterstadt. Es gibt mehr als zehn professionelle Bühnen in Freiburg. Ergänzt werden diese von unzähligen Improtheater- und Laienspielgruppen.

Baden-Baden als Stadt der Kunst

Die alte Residenzstadt Baden-Baden erlangte vor allem durch ihr Spielkasino und ihre Tradition als Bäderstadt Berühmtheit. Dabei gibt es hier noch viel mehr Highlights zu entdecken. Die Museen in Baden-Baden locken schließlich Kunstfreunde als aller Welt an. In der Staatlichen Kunsthalle werden Wechselausstellungen gezeigt, die sich mit den aktuellen Strömungen der Gegenwartskunst befassen. Das Museum Frieder Burda stellt Gemälde, Skulpturen und Grafiken renommierter Künstler des 20. und 21. Jahrhundert aus. Darunter befinden sich Kunstwerke von August Macke, Mark Rothko, Pablo Picasso oder Georg Baselitz.

Uhrentradition in Villingen-Schwenningen

Der Schwarzwald ist nicht nur wegen der Kuckucksuhr bekannt für sein präzises Uhrenhandwerk. In der Region werden seit Jahrhunderten hochwertige Uhren gefertigt. Im Heimat- und Uhrenmuseum Schwenningen kann in einer traditionellen Uhrenwerkstadt nachvollzogen werden wie die Schwarzwälder Uhren gebaut werden.

Victoria – die malerische Hauptstadt der Seychellen

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An der Nordostküste der felsigen Seychellen-Insel Mahé liegt die sehenswerte Hauptstadt des Inselstaates. Gegründet im Jahr 1778 durch französische Siedler hat sich die Stadt mit gerade einmal 25.000 Einwohnern ihren besonderen Charme bis heute erhalten. Nach dem britisch-französischen Krieg im Jahr 1814 erlangten die Briten die Herrschaft über die Seychellen und zu Ehren der Königin erhielt die Stadt den Namen Victoria.

Bis heute sind die unterschiedlichsten Einflüsse in Victoria allgegenwärtig. Dies lässt die Stadt zu einem wahren Juwel werden, denn Leuchtreklamen und Co sind in der Hauptstadt nicht zu finden. Gerade einmal zwei Ampeln finden sich in der malerischen Stadt, die mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten und ihrem einzigartigen Flair ihre Besucher begeistert.

Victorias klassische Anziehungspunkte

Hindu Tempel Victoria Arulmihu Navasakti Vinayagar
Arulmihu Navasakti Vinayagar Hindu-Tempel in Victoria, Bild: Reiner Conrad / shutterstock

Vorwiegend ist Victoria von Bauwerken und Wohnhäusern aus dem frühen 20. Jahrhundert geprägt. Bunte Fassaden, eine abwechslungsreiche Architektur und palmengesäumte Straßen sorgen für ein besonderes malerisches Gesamtbild. Zu den klassischen Sehenswürdigkeiten zählt die “Cathedrale of Our Lady of Immaculate”, welche im Jahr 1892 erbaut wurde und auf einer kleinen Anhöhe am Rande der Stadt zu finden ist. Der sehenswerte Sakralbau ist von einem gepflegten Garten umgeben. Direkt neben der Kathedrale findet sich das zweigeschossige Priesterwohnhaus aus dem Jahr 1934.

Nicht weniger sehenswert ist der Clock-Tower, der sich mitten auf einer Kreuzung befindet. Dieser wurde im Jahr 1903 zu Ehren der Queen durch den englischen Gouverneur aufgestellt und schlägt zu jeder vollen Stunde zwei Mal. Doch nicht nur der Clock-Tower erinnert an die Herrschaft der Britten, sondern auch das State House. Die einstige Gouverneursresidenz ist von einem üppig bewachsenen Garten umgeben und wird heute als präsidiales Wohn- und Bürogebäude genutzt.

Ein absolutes Highlight ist der National Botanical Garden. Dieser wurde 1901 gegründet und umfasst 10.000 m². Mit über 500 Pflanzenarten, darunter 150 Orchideenarten, begeistert das grüne Juwel seine Besucher. Besondere Highlights wie der natürliche Nebelwald und ein großes Gehege mit Aldabra-Riesenschildkröten, sorgen für unvergessliche Eindrücke.

Wer mehr über die Geschichte und Entwicklung der Stadt erfahren möchte, sollte unbedingt das National Cultural Centre ansteuern.

Victorias ungewöhnliche Sehenswürdigkeiten

Little-big-ben-seychellen, Mahe
Der Little Big Ben in Victoria, der Hauptstadt der Seychellen. Bild: dvoevnore

Victoria glänzt aber nicht nur mit klassischen Sehenswürdigkeiten, sondern viel mehr lassen sich in der traumhaften Stadt auch einige außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten finden. Besonders beeindruckend und symbolträchtig ist das Bicentennial Monument, welches 1978 zum 200. Geburtstag der Stadt errichtet wurde. Entworfen durch den italienischen Künstler Lorenzo Appiani besteht das Monument aus drei Flügeln, die für die unterschiedlichen Wurzeln der Bewohner der Seychellen steht. So stehen die Flügel für die Kontinente Asien, Afrika, Europa und die daraus entstandene multikulturelle Mischung, die Victoria prägt.

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Auch der Bel Air Cemetery entführt seine Besucher in die Vergangenheit und zeugt davon, dass es Menschen aus der ganzen Welt nach Victoria zog. Der historische Friedhof ist mit seinen verfallen Grabsteine und Gedenktafeln eine die älteste erhaltene Kultstätte der Seychellen und erinnert bis heute an die ersten Bürger der Stadt.

Überrascht sind viele Besucher der Stadt von der kleinen Arul Mihu Navasakthi Vinayagar Tempelanlage. Der prachtvoll gestaltete Tempel wurde 1992 errichtet und ist ein absoluter Blickfang und zeugt davon, dass rund 5.000 Hindus in Victoria leben. Doch nicht nur die Tempelanlage überrascht, sondern auch die kleine Moschee mit ihrer vergoldeten Kuppel, die der muslimischen Gemeinde von Victoria als Treffpunkt dient.

Einkaufen in Victoria

Sir Selwyn Selwyn Clarke Market, Victoria
Sir Selwyn Selwyn Clarke Market, Bild: Luca Pape / shutterstock

Der geschichtsträchtige “Sir Selwyn Selwyn Clarke Market” ist eine fantastische Location. 1840 wurden durch den französischen Gouverneur Stände errichtet. Auf dem Marktplatz boten seither Bauern und Fischer ihre Waren feil Bis heute können Besucher des Marktes frisches Obst, Gemüse und Fische an den bunten Ständen erstehen. Doch auch Gewürze, Kleidung, Lederwaren, Körbe, Schnitzereien und kunsthandwerkliche Erzeugnisse werden an den Ständen feilgeboten. Nach dem Einkauf lädt direkt am Marktplatz ein kleines Café zum Verweilen ein.

Victoria kulinarisch

Bicentennial Monument Victoria
Bicentennial Monument , Bild: bumihills / shutterstock

Natürlich zeigt sich die multikulturelle Stadt auch im Bereich der Kulinarik international. Empfehlenswert ist es die kreolische Küche für sich zu entdecken. Doch auch Restaurants mit asiatischer, französischer und internationaler Küche finden sich in Victoria. Wer nicht unbedingt im Restaurant essen gehen möchte, kann das breigefächerte Streetfoodangebot testen. Nicht nur, dass Streetfood deutlich günstiger ist als der Restaurantbesuch, sondern an den Ständen in den Straßen der Stadt werden köstliche Spezialitäten frisch zubereitet, sodass selbst Gourmets von der schnellen Küche begeistert sind. Empfehlenswert sind zudem die Straßenstände, die frisches und schmackhaftes Obst als Snack anbieten. Doch auch ein leckerer Cocktail lässt sich in der ruhigen Stadt genießen, denn im Hafengebiet finden sich einige schöne Lokale in denen man den Abend auf angenehme Weise ausklingen lassen kann.

Die beliebtesten Reiseziele in Spanien

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Auf der Landkarte breitet sich das Königreich Spanien einem Stierfell ähnlich zwischen den angrenzenden Frankreich und Portugal aus. Mit seinen Tausenden Küstenkilometern ist das Land eines der beliebtesten Reiseziele. Aber jenseits vom Badespaß im Sonnenschein und vom Partytrubel in den Touristen-Hotspots hat das große Land auf der iberischen Halbinsel viel mehr zu bieten: die endlos weite Meseta im Zentrum, das Massiv der Sierra Nevada, eine einmalige Kultur und gastfreundliche Menschen.

Viva la Vida! Es lebe das Leben!

Es wird wohl an dem milden Klima liegen, dass sich in Spanien das Leben viel mehr im Freien als hinter verschlossenen Türen abspielt. Beliebte Treffpunkte sind die kleine Bar oder die nächste Plaza, wo man bei Wein oder Sherry köstliche Tapas genießt. Denn gebratene kleine Fische, hausgemachte Kroketten, kleine, frische Salate und eingelegte Oliven sind allemal eine Sünde wert.

So wird die Zeit hierzulande anders bewertet, Ungeduld und Hektik sind den meisten Spaniern fremd – und so werden die unendlich vielen spanischen Sehenswürdigkeiten erst mit der nötigen Muße zum Sightseeing-Hochgenuss.

Vom grünen Norden in den heißen Süden

Barcelona, Place d`Espanya
Der Place d`Espanya in Barcelona, Bild: Marco Rubino / shutterstock

Der Norden des Landes entspricht dem Klischee vom hitzeflirrenden Spanien so gar nicht: Erfrischender Regen vom Atlantik her lässt den berühmten Wein von La Rioja im Hinterland prächtig gedeihen. Im Nordwesten verläuft die Jahrhunderte alte Route der Jakobspilger, an deren Wegesrand hinreißend schlichte romanische Kirchenbauten und besonders prächtige gotische Kathedralen liegen. Das Guggenheim-Museum von Bilbao setzt dagegen einen faszinierenden Kontrapunkt.

Katalonien im Spaniens Nordosten lockt mit seinen Traumstränden und den felsigen Buchten an die Costa Brava und die Costa Daurada. Als schillerndste Persönlichkeit Kataloniens gilt der exzentrische Salvador Dalí, dem in Figueres ein skurriles Museum gewidmet ist.

Die Stadt Barcelona gibt sich mit seiner avantgardistischen Szene als einmalige Kapitale der Kreativen, die mit Kunst, Architektur, Design und neuer Mode immer wieder Akzente setzt. Dazu machen auch die gebauten Fantastereien des Antoni Gaudí, riesige Shoppingmeilen und ein glitzerndes Nightlife Barcelona zum Top-Reiseziel.

Im Süden folgt das Levante, ein sonnenverwöhnter Garten Eden. Hier wachsen Zitronen und Orangen, Mandelbäume, Reis und Zuckerrohr. Gemüsegärten und Obstplantagen runden die opulente Palette grüner Köstlichkeiten ab. Strandvergnügen und Wassersport aller Art ermöglichen die langen Sandstrände der beliebten Costa Blanca und der Costa del Azahar. Im Übrigen ist das Levante die Heimat der spanischen Paella, des spanischen Nationalgerichts mit Kultstatus.

Das Herz Spaniens, große Leidenschaft und südliches Temperament

Sevilla
Blick auf Sevilla, Bild: LucVi / shutterstock

Das stolze Kastilien gilt als die Wiege und das Herz des spanischen Königreichs. Dort dominiert herbe Schönheit die weite, raue Meseta, wo auf jedem Hügel ein wehrhaftes Kastell aus der Zeit der Reconquista thront, in der Christen und Mauren um jeden Meter Land kämpften. Toledo, Avila, Segovia und Salamanca sind uralte Städte, in deren Mauern einzigartige Kunstschätze beherbergt sind.

Andererseits wird die nimmermüde spanische Hauptstadt Madrid nicht allein von Nachtschwärmern vergöttert, vielmehr brilliert Madrid auch mit weltweit renommierten Museen wie dem Prado. Hier sieht der Besucher die Meisterwerke von Goya, Velázquez, Murillo, Zurbarán und El Greco. Mit dem Centro de Arte Reina Sofía und der Thyssen-Bornemisza-Sammlung hat sich hier ein goldenes Dreieck der Kunst etablieren können, das mit der gebotenen Fülle klassischer und zeitgenössischer Kunst geradezu überwältigt.
Für Leidenschaft und Temperament steht Andalusien, der zauberhafte Süden des Landes. Hier wird besonders intensiv gelebt und gefeiert. Als Stimme Andalusiens gilt der Flamenco: Rau und kehlig bringt er im Stakkato das Innerste der spanischen Seele zum Vorschein. Dabei ölt mancher Sherry, neben Olivenöl der Exportschlager des Südens, die strapazierten Gesangsstimmen.

Geradezu magnetisch angezogen werden Besucher sowohl von Granadas Alhambra als auch von der Omaijaden-Moschee von Córdoba, beides strahlende Glanzlichter der hispano-muslimischen Kultur. Acht Jahrhunderte arabischer Dominanz haben hier zwischen Sierra Morena und Gibraltar reiche Kunstschätze und ein Zentrum wissenschaftlicher Entwicklung ihrer Zeit entstehen lassen.

Das lebensfrohe Sevilla mit seinen kunsthistorischen Bauten lieferte die passenden Vorlagen für weltbekannte Opernwerke wie “Don Juan” oder “Carmen”. Dazu verspricht das Gebirge im Hinterland samt der schneeweißen Dörfer besondere Reiseeindrücke.
Bei Urlaubern ebenfalls hoch im Kurs steht die Costa del Sol mit ihrer Sonnenschein-Garantie, während an der Costa de la Luz kräftige Winde blasen, die Surferherzen höherschlagen lassen.

Fernab der Strände

Abseits der Strände erstreckt sich die dünn besiedelte Extremadura. Viele spanische Erobererer waren hier beheimatet, die nach ihren weiten Reisen grandiose Städte wie Cáceres oder Trujillo errichteten, deren stattliche Paläste heute als steinerne Archive vergangener Zeiten funktionieren. Viele Überreste aus römischer Zeit zeugen davon, dass Mérida einmal strahlendes Zentrum der Römerprovinz Lusitania war. Natur-Fans werden im Parque Natural de Monfragüe sowohl von der unberührten Landschaft als auch der Vogelwelt begeistert sein.

Spanien lockt

Cala Saona, Formentera
Türkisblaues Wasser am Strand Cala Saona auf Formentera, Bild: D.Bond / shutterstock

Das spanische Königreich verfügt bekannterweise über zahlreiche Inseln im Atlantik und im Mittelmeer. Sie stehen für Schönheit der Natur, Entspannung und großen Urlaubsspaß. Dabei gehören die Balearen zu den beliebtesten Inseln, neben Mallorca und Ibiza gehören Formentera und Menorca dazu. Das milde Klima mit alljährlich rund 300 Sonnentagen und die schönen Strände machen Spaniens Inselwelt zu erstklassigen Reisezielen. Die Inselgruppe der Kanaren liegt im azurblauen Atlantik südwestlich Marokkos und zählt sowohl geografisch als auch klimatisch bereits zu Afrika. Neben größeren Inseln wie Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote und Teneriffa erwarten auch die etwas kleineren wie La Palma, La Gomera und El Hierro erholungssuchende Urlaubsgäste. Die Kanaren locken besonders Naturverbundene und Sportbegeisterte – gerade Wanderer und Surfer genießen dort ihren Urlaub.

Ob Festland oder Inselwelt: Der Lockruf all dieser Reize machte Spanien zu einem der beliebtesten Reiseziele. Dabei stehen die Badehochburgen der Mittelmeerküste weit oben auf der Beliebtheitsskala. Wer allerdings die zahlreichen bunten Facetten Spaniens genauer kennenlernen will, sollte auch das Landesinnere erkunden, wo die Gastfreundschaft großgeschrieben wird und eine eigenständige Kunst mit zahlreichen Kostbarkeiten, die zuweilen auch etwas weiter abseits liegen und gefunden werden wollen, für einzigartige Eindrücke sorgen.

Toulouse – Stadt an der Garonne

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Wenn es um die Bekanntheit im Ausland geht, steht Toulouse ein wenig im Schatten von französischen Großstädten wie Lyon, Marseille, Paris oder Bordeaux. Dabei ist die viergrößte Stadt Frankreichs nicht nur historisch eine der bedeutendsten Städte des Südens von Frankreich, sondern hat darüber hinaus eine lange Historie und eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten zu bieten. Tief im französischen Languedoc gelegen, haben bereits die Römer Toulouse zu einer der bedeutendsten Städte Europas ausgebaut. Die rosarote Stadt, wie sie aufgrund der besonderen Farbgebung in den Ziegeln der Häuser genannt wird, ist heute eine Kulturmetropole und ein kleiner Geheimtipp für Städtereisen in Europa.

Von Gallien zur Renaissance Stadt – die Geschichte von Toulouse

Kathedrale Saint-Etienne in Toulouse
Kathedrale Saint-Etienne, Bild: Sergey Dzyuba / shutterstock

Bereits als die Römer über Frankreich herrschten und dem Gebiet den Namen Gallien gaben, war Toulouse eine Stadt von Bedeutung. Sie bauten die Stadt zum Zentrum der Provinz an der Grenze zu Spanien aus und für eine Weile führten alle Straßen in Frankreich nicht nur nach Rom, sondern auch nach Toulouse. Dieses Design ist heute noch zu sehen. Wer sich auf eigene Faust durch die Stadt begibt, wird das römische Straßendesign nicht nur in den Materialien, sondern auch im Aufbau der Innenstadt und der Altstadt finden. Toulouse war ein Zentrum für den Süden Frankreichs und ist es bis heute geblieben.

Die besondere Stellung sollte Toulouse über Jahrhunderte behalten, was auch diverse Bauten aus dem frühen und späten Mittelalter in der Stadt zeigten. In der Renaissance entwickelte man sich zu einer der wichtigsten Handelsstädte und es gelang auch, die Industrialisierung von Frankreich weitestgehend zu überstehen. In der Moderne wandelte sich Toulouse vor allem zu einer Stadt der Forschung, der Lehre und der Ausbildung. Hier befindet sich nicht nur der Kern der Flugzeugindustrie von Frankreich, sondern darüber hinaus eine der bedeutendsten Universitäten des Landes und die Stadt ist ein beliebtes Ziel für Schüleraustauschprogramme in der gesamten Welt.

Zwischen Moderne und Historie – Toulouse zwischen den Welten

Garonne, Toulouse
Toulouse liegt wunderschön direkt an der Garonne, Bild: MIKISTOCKER / shutterstock

Der Kontrast der letzten Jahrhunderte zeigt sich bei einem Spaziergang durch die Stadt deutlich. Nicht umsonst hat sich Toulouse den Ruf als eine Stadt der Schüler und Studenten erworben. Nicht nur, dass der junge Altersdurchschnitt in der Stadt sofort auffällt, der Kontrast zwischen den Jahrhunderten und den Generationen zeigt sich auch im Stadtbild. Dort ist eine historische Kirche aus dem Mittelalter und eine Straße weiter ein Zeugnis für die sehr aktive Graffiti-Szene in der Stadt, die sich mit Streetart mischt, die überaus politisch sein kann.

Es fällt auf, dass die mitunter engen Straßen, die ihren Ursprung noch in der römischen Zeit haben, nahtlos in breite und offene Plätze übergehen, die auch ein beliebter Treffpunkt für die Einwohner der Stadt sind. Das beste Beispiel dafür ist mit Sicherheit der Place du Capitol. Das historische Rathaus aus dem 16. Jahrhundert und der Fassade aus dem 18. Jahrhundert mit dem riesigen Marktplatz ist ein Zeugnis aus einer Zeit, in der Südfrankreich quasi stellvertretend von Toulouse aus regiert wurde und ein Zeugnis für die Macht und den Wohlstand, den die Stadt über viele Jahrhunderte hatte.

Wer auf der Suche nach historischen Sehenswürdigkeiten ist, sollte natürlich auch einen Blick auf die vielen Kirchen werfen, die die Skyline der Stadt dominieren. Ob nun die gotische Kathedrale Saint Etienne oder das Kloster Les Jacobins – die Kirche spielt in der Geschichte der Stadt eine stets bedeutende Rolle. Die Basilika St. Sernen de Toulouse und Notre-Dame du Taur runden das Angebot an historischen Kirchenbauwerken noch ab. Darüber hinaus befinden sich viele Museen und staatliche Theater in Gebäuden, die zum großen Teil im Mittelalter oder in der Renaissance entstanden sind.

Toulouse ist aber mehr als eine Ansammlung von historischen Gebäuden. Die Stadt ist für seine Größe beeindruckend grün, was sich in den vielen Parkanlagen und Grünflächen in der Stadt zeigt. Verantwortlich dafür dürfte auch der Canal du Midi sein, der Toulouse mit dem Mittelmeer verbindet, zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und ein wichtiges Werkzeug für den Handel in der Stadt in der Vergangenheit war.

Das Nachtleben und die Kultur bei einem Besuch in Toulouse

Bei den Themen Kultur und Freizeit zeigt sich wieder der recht junge Geist der Stadt. Toulouse verfügt über ein großartiges Nachtleben mit Bars, Kneipen und Restaurants, die sich durch viele Stadtteile der Stadt ziehen. Wer sich nach Einbruch der Dunkelheit durch die Altstadt und das Stadtzentrum bewegt, wird unweigerlich viele Menschengruppen befinden, die sich in einem Restaurant mit Freunden treffen oder auf dem Weg in den nächsten Club sind, um die Nacht zum Tag zu machen. Da die verschiedenen Gebäude auch in der Nacht besonders beleuchtet sind, kann sich ein abendlicher Spaziergang auch dann lohnen, wenn man nicht in einem Club auf die neusten Hits der französischen Charts warten möchte.

Ein guter Anlass, um sich selbst einen Eindruck von dem Nachtleben zu verschaffen, sind die vielen kulturellen Einrichtungen. Die Theater bieten tolle Aufführungen an, die Museen sind meist bis in die späten Abendstunden geöffnet und auf den Bühnen zeigt sich der Nachwuchs der französischen Poetry Slam Szene. Alles in allem gibt es also ausreichend Möglichkeiten, nach einem Bummel durch die Stadt eine Möglichkeit zu finden, wie man den Tag ausklingen lassen kann und wie man einen Eindruck von dem frischen Geist bekommt, der die Stadt heute beseelt.

Die Kykladen-Insel Amorgos: Einsamkeit, Steilküsten und Maultierpfade

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Wer auf der Suche nach Ruhe und Einsamkeit in den Ferien ist, und das Ganze mit herrlichem Sommerwetter und Ursprünglichkeit verknüpfen möchte, ist auf der Kykladen-Insel Amorgos goldrichtig. Hier gibt es weder große Hotels, noch sonstige Spuren von Massentourismus. Auf der rund 38 Quadratkilometer großen Insel leben weniger als 2.000 Menschen. Dafür gibt es dort atemberaubend schöne Steilküsten, sehenswerte Felsenklöster und faszinierende Wanderrouten auf ausgetretenen Maultierpfaden.

Die spannende Einfahrt zur Insel

Amorgos kann mit der Fähre von der griechischen Hauptstadt Athen, oder von einer der größeren Kykladen-Inseln aus erreicht werden. Bereits die Einfahrt über die smaragden schimmernde Ägäis ist ein Erlebnis. Die Fähren landen abwechselnd in Katapola und Ägiali. Während der Einfahrt der Fähren in Katapola haben Besucher einen fantastischen Blick auf die umgebende Steilküste mit ihren bizarren Felsformationen. Anschließend lohnt es sich in dem traditionellen Fischerdorf Halt zu machen. Direkt am Meer locken hervorragende Restaurants, in denen der frische Fang der Fischer schmackhaft zubereitet feilgeboten wird. Von den Terrassen der Restaurants aus lässt sich abends ein beschaulicher Sonnenuntergang beobachten. Der kleine Ort ist verwinkelt angelegt, Besucher flanieren durch verwunschene und enge Gassen. Die Häuser sind, wie auf dem Rest der Insel, ganz dem kykladischen Architekturstil folgend erbaut worden. So reihen sich schachtelförmige schneeweiße Häuschen, mit gelegentlich zu sehenden blauen Verzierungen, aneinander. Nach dem Bummel durch das Dorf sollte noch eine kleine Wanderung zur Ausgrabungsstätte der antiken Stadt Minoa unternommen werden, die ungefähr drei Kilometer vom Ortskern Katapolas entfernt liegt. Dorthin führt ein gut ausgeschilderter Wanderweg. Minoa liegt oberhalb des modernen Dorfes. Dort gibt es neben den spannenden Überresten einer längst aufgegebenen Stadt auch einen herrlichen Blick über die Bucht von Katapola zu genießen.

Ein Streifzug durch die idyllische Inselhauptstadt Chora

Ein weiteres Highlight ist der Besuch der Inselhauptstadt Chora, die manchmal auch als Hora bezeichnet wird. Das Gassengewirr ist hier noch enger verschlungen, als in Katapola. Zu besichtigen gibt es in Chora darüber hinaus eine im venezianischen Stil errichtete Festung, die aus dem 13. Jahrhundert stammt. Sie liegt hoch auf einem Felsen über der Stadt. Am besten erklimmt man die Festung in den Abendstunden, denn dann kann man neben dem weiten Panoramablick über Chora nebenbei auch noch die untergehende Sonne bestaunen. Im archäologischen Museum von Chora, das für alle Besucher frei zugänglich ist, werden Ausgrabungsfunde der Insel Amorgos aus dem minoischen Zeitalter ausgestellt. Ein kleiner Spaziergang in östliche Richtung führt Abenteuerlustige zu einigen traditionellen steinernen Windmühlen.

Noch mehr spannende Erlebnisse im Urlaub auf Amorgos verspricht Ihnen der neue Ägäis-Krimi von Peter Pachel.

Inhalt: In einer Altbauwohnung in Berlin Charlottenburg wird ein Pensionär tot aufgefunden. Er wurde brutal ermordet, die Todesumstände entsetzen selbst hartgesottene Kriminalbeamte. Erste Hinweise führen zu einem kleinen Küstenstädtchen auf einer Insel in der südlichen Ägäis. Filippos Panos, der Polizeichef von Paros, wird zur Unterstützung des deutsch-griechischen Ermittlerteams nach Amorgos beordert. Was hat der alte Mann kurz vor seinem Tod dort gewollt, nachdem er der Insel vor vielen Jahren den Rücken gekehrt hatte? Schnell steht fest, dass er nicht nur wegen seines Urlaubs auf der Insel war, und längst Vergessenes rückt in den Fokus der Ermittlungen …

 

Auf Schusters Rappen über die Palia Strata zum orthodoxen Kloster Panagia Chozoviotissa

Aussicht auf das Kloster Panagia Chozoviotissa
Aussicht auf das Kloster Panagia Chozoviotissa, Bild: John Ilio / shutterstock

Palia Strata bedeutet wörtlich übersetzt “Alte Straße”. Bei diesem Wanderweg, der der bekannteste und auch der schönste der ganzen Insel ist, handelt es sich um einen alten Maultierpfad. Über 14,5 Kilometer wandert man von Chora aus zunächst zum orthodoxen Kloster Panagia Chozoviotissa, das als Wahrzeichen der Insel Amorgos bekannt ist. Die auf einer 300 Meter hohen Klippe stehende Klosteranlage wurde bereits im 11. Jahrhundert errichtet. Das Kloster Panagia Chozoviotissa ist nicht nur uralt, sondern sogar das zweitälteste Kloster in ganz Griechenland. Zum Eingang des Klosters führen 300 steil ansteigende Treppenstufen, was den Aufstieg an heißen Tagen sehr schweißtreibend macht. Dafür ist die Aussicht über Chora vom Kloster aus phänomenal.

Wer das Kloster nicht nur von außen, sondern auch von innen besichtigen möchte, was kostenfrei möglich ist, sollte sich an die strenge Kleiderordnung der orthodoxen Mönche halten. Männer wie Frauen müssen zwingend lange Beinkleider tragen. Für Männer sind das lange Hosen, für Frauen Röcke. Damen, die keine Rockträgerinnen sind, können zum Beispiel mit einem langen Halstuch, das sie sich um die Hüften schlingen, improvisieren. Zudem müssen die Schultern beim Eintritt ins Kloster bedeckt sein. Danach geht es über Kapsala weiter in die Dörfer Asfondilitis, Potamos sowie Aegiali. Der Wanderweg gilt, wie viele Wanderrouten der Insel, als schwer. Die Anstiege sind teils sehr steil. Der Untergrund besteht vielfach aus engen Pfaden, die mit Geröll belegt sind. Es empfiehlt sich also in jedem Fall gute Wanderschuhe zu tragen. Je nach Jahreszeit kann es auf der Wanderung zudem sehr heiß werden. Deshalb sollte immer genügend Wasser mitgenommen werden. Auch eine Kopfbedeckung und Sonnencreme sollten unbedingt mit auf die Wandertour genommen werden.

Die schönsten Strände auf Amorgos

Als klassische Strandurlaubsdestination ist die Kykladen-Insel Amorgos, auf Grund der vielen Steilküsten, nicht unbedingt bekannt. Doch auch hier gibt es einige Strandperlen, die es zu besuchen sich lohnt. Die Strände von Psili Ammos, Levrossos und Chochlakies liegen allesamt versteckt am Ende eines schmalen Wanderweges. Außerdem können sie mit dem Boot vom Wasser aus erreicht werden. Ideal für Sonnenanbeter, die das Alleinsein lieben.

Die beliebtesten Reiseziele in Mexiko

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Mexiko, der südliche Nachbar der USA, ist gemessen an der Einwohnerzahl das größte spanisch sprechende Land der Welt. Geografisch betrachtet gehört es zu Nordamerika. Von Deutschland liegt Mexiko etwa 10 – 12 Flugstunden entfernt.

Einige Basisdaten über das Land

Die meisten Bewohner Mexikos sprechen Spanisch. Darüber hinaus werden dutzende einheimische Sprachen gesprochen. Englisch wird nicht überall verstanden bzw. gesprochen. Weil das Land sehr gebirgig ist, existieren große Unterschiede im lokalen Klima. Neben Wüstenklima, vor allem im Norden, gibt es große Regionen mit alpinem, subtropischen und tropischen Klima. Die UV Strahlung ist sehr intensiv und das Klima allgemein warm und sonnig. Reisende sollten daher entsprechende Vorkehrungen treffen. Das Gebiet des heutigen Mexikos war schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Die bekanntesten Völker, die dort vor der Ankunft der Spanier lebten, waren die Olmeken, Tolteken, Mayas und Azteken. Aufgrund seiner langen Geschichte ist Mexiko reich an historischen Bauten und Sehenswürdigkeiten.

Die schönsten Urlaubsorte in Mexiko

Eines sollte jedem Mexiko-Besucher klar sein: bei einer so großen Vielfalt an Landschaften und Kulturen ist es unmöglich, alles zu sehen. Touristen sind gezwungen, eine Auswahl zu treffen.

Die Yucatan-Halbinsel

Sian Ka'an, Yucatan
Die Sian Ka’an-Laguna auf Yucatan, Bild: Gimas / shutterstock

Die Halbinsel im Südosten Mexikos steht ganz oben auf der Skala der Beliebtheit. Das hat gleich mehrere Ursachen. Die Stadt Cancun besitzt einen bedeutenden internationalen Flughafen, der auch von Deutschland aus angeflogen wird. Yucatan zeichnet sich durch sein tropisches Klima und wunderschöne Landschaften aus. Es liegt in der Karibik und besitzt einige der schönsten Strände der Welt. Die Region trägt aus gutem Grund den Beinamen Riviera Maya. Nicht weit vom Strand wartet üppiger tropischer Dschungel darauf, erkundet zu werden. In der schönen Stadt Merida fühlen sich die Gäste in die spanische Kolonialzeit zurückversetzt. Wer nicht nur am Strand liegen oder baden will, kann zahlreiche Maya-Ruinen im Dschungel erkunden. Yucatan hat den großen Vorteil, dass dort viele Sehenswürdigkeiten auf relativ kleinem Raum konzentriert sind. Eine Vielzahl von Aktivitäten sind möglich, vom Strandurlaub über Tauchen und Surfen an einigen der besten Strände der Welt bis hin zu abenteuerlichen Expeditionen zu längst verlassenen Maya-Städten, auf denen man sich ein bisschen wie Indiana Jones fühlt.

Playa del Carmen

Der Ort gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Mexiko. Playa del Carmen liegt auf ungefähr der halben Strecke zwischen Cancun und Tulum. Bei deutschen Urlaubern ist Playa, wie die Stadt von ihren ca. 250.000 Einwohnern genannt wird, besonders beliebt, weil es über den internationalen Flughafen Cancun per Bus gut erreicht werden kann. Im Gegensatz zu anderen Badeorten hat sich Playa del Carmen noch viel von seinem ursprünglichen Flair bewahrt. Der wunderschöne Strand wird zum Beispiel nicht von riesigen Hoteltürmen gesäumt. Der Ort eignet sich ideal für Reisende, die einen reinen Strandurlaub planen und nur baden und sich entspannen möchten. Da Playa del Carmen eine große Stadt ist, finden sich dort auch gute Einkaufsmöglichkeiten und viele Restaurants mit mexikanischer und internationaler Küche. Die meisten Badegäste in Playa del Carmen sind Europäer. US-Amerikaner bevorzugen Cancun.

Tulum

Tulum, Mexiko
Traumhafter Strand in Tulum, Bild: andrmoel / shutterstock

Tulum ist ein weiterer bekannter Badeort am südlichen Teil der Riviera Maya. Der Ort zeichnet sich durch viel Sonnenschein, tropische Temperaturen. Die Landschaft ist so schön wie ein Foto in einem Reiseprospekt. Das Meer ist azurblau, der Sand weiß und die Küste wird von dunkelgrünen Palmen gesäumt. Ganz in der Nähe der modernen Stadt Tulum liegen die Ruinen der gleichnamigen Maya-Stadt, deren Besuch zu einem Aufenthalt unbedingt dazu gehört. Im Landesinneren warten Cenoten (Höhlen mit Frischwasser) darauf, erkundet zu werden. Wem das Meerwasser zu warm ist, kann sich im klaren und kühlen Süßwasser erfrischen. Unter Anleitung werden auch Tauchgänge angeboten. Unweit von Tulum erstreckt sich der Sian Kaan Nationalpark, in dem man Nasenbären, Leguane, Schildkröten und Delfine beobachten kann.

Cozumel

Cozumel in der Karibik
Die mexikanische Insel Cozumel, Bild: lunamarina / shutterstock

Wer echtes karibisches Feeling erleben möchte, sollte einen Aufenthalt auf der Insel Cozumel buchen. Sie ist der östlichste Punkt Mexikos und gehört zu den Traumzielen dieser Welt. Der Hauptort, San Miguel de Cozumel, ist voll mit quirligen Leben und bietet jede Menge Kultur. Der größte Teil der Insel ist jedoch kaum besiedelt. Dort können sich Besucher in unberührter Natur erholen. Insbesondere die Ostküste ist so gut wie nicht besiedelt. Nicht nur Badegäste, auch Taucher und Schnorchler fühlen sich auf Cozumel wie im Paradies. Die Korallenriffe vor der Küste werden von Kennern zu den besten Tauchrevieren der Welt gezählt.

Die Pazifikküste

Diese Region Mexikos zeichnet sich durch ihr tropisches Klima aus. Sie erstreckt sich über mehrere der insgesamt 31 mexikanischen Bundesstaaten und wird auch mexikanische Riviera genannt. An vielen der Strände gibt es eine starke Brandung, wodurch sie bei Surfern sehr beliebt sind. Das Wetter ist zum größten Teil sonnig. Es gibt keine Hurrikane wie an der Karibik. Am bekanntesten dürfte wahrscheinlich der Badeort Acapulco sein. Guadalajara, die zweitgrößte Stadt Mexikos, liegt dagegen im Landesinneren. Die Region ist durch ihre vielen historischen Sehenswürdigkeiten und ihre gute Küche bekannt. Aus dieser Region stammen solche typisch mexikanischen Kulturgüter wie der Tequila und die Mariachi-Musik.

Zentralmexiko

Mexiko, El Ángel de la Independencia
Die El Ángel de la Independencia in Mexiko Stadt, Bild: Vincent St. Thomas / shutterstock

Im Zentrum der Region liegt Mexiko-Stadt, die Hauptstadt und größte Stadt des Landes sowie der wichtigste internationale Flughafen. Mexiko-Stadt hat in kultureller Hinsicht sehr viel zu bieten. Für Touristen dürfte vor allem die weltbekannte Ruinenstadt Teotihuacan mit ihren mächtigen Pyramiden interessant sein. Auch die Städte Puebla und Veracruz mit ihrer kolonialen Architektur sind sehenswert. Zentralmexiko ist ein Hochland, das durch weite Ebenen und mächtige Vulkane geprägt wird. Mexiko-Stadt liegt zum Beispiel mehr als 2.000 Meter über dem Meeresspiegel.

Niederkalifornien

Die langgestreckte schmale Halbinsel liegt im Westen Mexikos und dehnt sich über eine Entfernung von mehr als 1.200 km vom äußersten Norden in Tijuana, der Grenzstadt zu den USA, bis nach San José del Cabo am Südzipfel. Niederkalifornien ist durch Wüstenklima geprägt. Die Region hat sich viel von ihrer Ursprünglichkeit bewahrt und ist bis auf wenige Ausnahmen (darunter Los Cabos im Süden) vom Massentourismus kaum berührt. Die Strände sind größtenteils einsam. Jedes Jahr von Dezember bis April kann man dort das eindrucksvolle Naturschauspiel der Walwanderung beobachten.

Wenn sich Besucher an ein paar einfachen Verhaltensregeln halten,steht einem erholsamen Urlaub in Mexiko nichts im Weg. Das Hotelpersonal berät gern und gibt nützliche Tipps.