Tel Aviv – 5 Gründe im Juni in die weiße Stadt zu reisen

Israel, Tel Aviv

Tel Aviv ist das kulturelle Zentrum und der Herzschlag Israels und weitaus mehr als eine Stadt. Tel Aviv ist ein Gefühl. Ein Gefühl, das jährlich mehr und mehr Touristen anzieht. Die Stadt am Mittelmeer ist bekannt für ihr unvergleichbares Nachtleben, meilenweite Strände, entspannte Bewohner, und die größte Ansammlung an Bauhaus-Gebäuden weltweit. Es gibt viele Gründe die dafür sprechen, die LGBT-freundliche Start-Up-Metropole, insbesondere im Juni, zu bereisen.

Die Gay-Pride-Parade

Beginnen wir mit einer der größten und buntesten Veranstaltungen des Jahres, die nicht nur die LGBT-Gemeinschaft begeistert. Die Rede ist von der alljährlichen Gay-Pride-Parade, die mit bis zu 250.000 Teilnehmern eines der größten Events des Jahres ist. Jedes Jahr im Juni ist die ganze Stadt während der sogenannten Pride-Week mit Regenbogenfahnen geschmückt, die das Symbol der LGBT-Bewegung sind. Gefeiert wird die Woche mit zahlreichen Parties und Events und der Pride-Parade freitags als Höhepunkt. Die farbenfrohe Parade beginnt zur Mittagszeit im Herzen der Stadt und zieht sich entlang der Strandpromenade, bis hin zum Charles-Clore-Park, wo es schließlich zum großen Finale kommt. Was die Gay-Pride-Parade in Tel Aviv so besonders macht und von anderen unterscheidet, ist nicht zuletzt die Tatsache, dass das Event in einem Land stattfindet, in dem Staat und Religion nicht getrennt sind und Tel Aviv trotzdem eine der LGBT-freundlichsten Städte weltweit ist, die im Nahen Osten ihresgleichen sucht.

Die Strände

Mit seinen meilenweiten Sandstränden und der Lage am Mittelmeer, ist Tel Aviv der perfekte Ort für Sonnenanbeter und Strandliebhaber, die insbesondere wärmere Gewässer zu schätzen wissen. Jeder der Strände in Tel Aviv hat seinen ganz eigenen Charakter, was man sehr gut bei einem Spaziergang entlang der Promenade spüren kann. Dort bekommt man besonders in den Sommermonaten von Badenixen, Fitness-Junkies, bis hin zu Yogis, Musikern, Surfern und Hundebesitzern, so einiges zu sehen. Bei einer derart großen Bandbreite an Stränden, ist garantiert für jeden das Richtige dabei. Besonders erwähnenswert, ist der Hundestrand “Alma Beach” oder auch “Jaffa Beach” genannt, der im Süden von Tel Aviv liegt und einen wunderschönen Ausblick auf die alte Hafenstadt Yafo gewährt, die heute als Teil der Stadt gilt. Was dem hippen Strand seine einzigartige Atmosphäre schenkt, ist vor allem das gemischte Publikum. Wer hier badet, bekommt mit etwas Glück zur gleichen Zeit sowohl den Klang von Kirchenglocken, als auch den Gebetsruf der nahe liegenden Moschee in Yafo zu hören, was für ein unvergessliches Erlebnis sorgt.

Das Essen

Was die israelische Küche ausmacht sind die Einflüsse vieler verschiedener Länder und Gerichte, die jüdische Einwanderer ins Land brachten, und somit maßgeblich zur Vielfalt dieser Küche beitrugen. Touristen und Einheimische erfreuen sich gleichermaßen an Geschmacksrichtungen aus Ländern, wie dem Jemen, Irak, Marokko oder dem Libanon, die Israel und sein hippes Zentrum Tel Aviv zu einem kulinarischen Erlebnis machen. Zu den wohl bekanntesten Gerichten des Landes gehören unter anderem Hummus, Falafeln, Schawarma und Schakschuka, ein leckeres Pfannengericht mit Eiern, Tomaten, Paprika und vielerlei Gewürzen, das typischerweise zum Frühstück serviert wird. Wer in den Genuss dieser und vieler weiteren Köstlichkeiten kommen möchte, sollte am besten die Märkte und die vielen trendigen Restaurants der Stadt besuchen. Die beste Anlaufstelle für Foodies und Kern der Stadt ist der “Carmel Markt”, der sich in Kerem HaTeimanim befindet, einem der kulinarisch interessantesten Viertel der Stadt. Fans von Markthallen und der Gourmetküche sollten unbedingt dem Sarona Market und den umliegenden Restaurants einen Besuch abstatten. Israels Küche ist nicht nur schmackhaft, vielseitig und gesund, sondern auch geschichtsträchtig und immer eine Reise wert.

Das Nachtleben

Nachtleben Tel Aviv
Tel Aviv ist bekannt für sein Nachtleben, Bild: Dmitry Pistrov /shutterstock

Tel Aviv wird auch als Stadt, die niemals schläft bezeichnet und macht seinem Namen alle Ehre. Die Stadt ist berühmt für ihr ausgiebiges Nachtleben, das sich bis in die frühen Morgenstunden und auch darüber hinaus ziehen kann. Das Nachtleben in Tel Aviv ist elektrisch, authentisch, sexy und äußerst anziehend. Der beste Ort, um sich in die wilden Nächte der Stadt zu stürzen ist das Herz der Metropole, der berühmte Rothschild Boulevard, sowie die angrenzende Allenby Straße. Dort befinden sich in unmittelbarer Nähe, einige der besten Clubs, Bars und Restaurants der Stadt, die den Boulevard zur ungeschlagenen Ausgehmeile machen. Etwas weiter nördlich, befinden sich auf der King George, sowie der beliebten Dizengoffstraße, unzählige Bars und Restaurants, die zum Verweilen einladen. Im Süden der Stadt finden sich einige weitere Techno-Clubs, darunter auch der wohl angesagteste Club “The Block”, der für seinen herausragenden Sound bekannt ist und gerne mit dem “Berghain” in Berlin verglichen wird. Etwas preiswerter, aber dennoch angesagt, sind die Bars im Hipster-Viertel Florentin. Für diejenigen, die es gerne ein wenig entspannter mögen, ist der “Shuk Hapishpeshim” Flohmarkt in Yafo und die umliegende Gegend genau das Richtige. Der Shuk, was übersetzt Markt bedeutet, beherbergt einige der charismatischsten und schönsten Bars der Stadt, die der ehemaligen Hafenstadt seine besondere Atmosphäre verleihen.

Das Wetter

Zu guter Letzt, spricht das Wetter in Israel für sich. Obwohl der Sommer in Tel Aviv im Juli und August mit Höchsttemperaturen seinen Gipfel erreicht, ist fast das ganze Jahr über mit warmem Wetter zu rechnen. Im Juni kommt es bereits zu außerordentlich heißen Temperaturen, was den Monat jedoch ideal für entspannte Strandtage macht und Tel Aviv für Sommerbegeisterte zum perfekten Reiseziel macht.

Verfasst von Viviana Arslan – Exoticca

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