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Montag, Januar 19, 2026
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Mdina auf Malta – die Stadt der Stille

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Mdina ist die alte Hauptstadt Maltas und liegt im Zentrum der Insel. Der Ort blickt auf eine mehr als 4.000-jährige Geschichte zurück und wird auch die “Stadt der Stille” genannt. Auf jeden Fall zählt Mdina zu den schönsten ummauerten Städten in ganz Europa. Unübersehbar thront sie auf einem 190 Meter hohen Hügel über dem Umland. Die Altstadt ist komplett autofrei und verbreitet einen einzigartigen Zauber, dem sich kaum ein Besucher zu entziehen vermag.

Kurze Geschichte Mdinas

Bereits unter den Römern erlebte Mdina eine erste Blüte und war zu dieser Zeit wesentlich größer als heute. Zuvor prägten bereits die Phönizier diese Gegend. Ab 870 n. Chr. herrschten die Araber über die Stadt und gaben ihr auch ihren Namen. Die heutigen starken Festungsmauern erhielt Mdina jedoch unter der Herrschaft der Normannen im 12. Jahrhundert. Diese starken Mauern verhinderten dann auch einen Einmarsch der Türken im 15. Jahrhundert. Die ehemaligen Stallungen Mdinas bilden heute eine eigenständige Stadt, nämlich das benachbarte Rabat. War Mdina ab 1530 für kurze Zeit die Hauptstadt Maltas unter den Johannitern, musste sie diese Rolle bald an Birgu und schließlich an Valletta abgeben. Seitdem erlebte Mdina einen erheblichen Bevölkerungsschwund und hat heute gerade einmal 400 Einwohner mit rückläufiger Tendenz. Das benachbarte Rabat ist wesentlich größer. Nicht zuletzt schauten noch die Briten während ihrer Kolonialherrschaft in Mdina vorbei.

Die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Mdina

Das Haupttor (Main Gate)

Mdina
Mdina, Bild: mRGB / shutterstock

In der Regel betritt man Mdina durch das große barocke Stadttor. Damit bildet es den Auftakt zu einem stimmungsvollen Rundgang durch die engen Gassen der Altstadt. Es wurde im Jahre 1724 im Auftrag von Großmeister Manoel de Vilhena erbaut. Nach Passieren des Main Gate stößt man als Erstes auf den Torre dello Standardo. Dieser ist Teil der wuchtigen Stadtbefestigung und wurde von den Johannitern zur Kommunikation mit anderen Städten auf Malta genutzt.

Das Herzstück Mdinas – die Kathedrale

Die St. Paul-Kathedrale bildet den unübersehbaren Mittelpunkt der Altstadt von Mdina. Wie so viele andere Kirchen auf Malta ist sie aus weißem Kalkstein gebaut und besitzt zwei Doppeltürme. Außen schlicht gehalten, beeindruckt das reich geschmückte Innere der Kathedrale umso mehr. Zu sehen gibt es kunstvolle barocke Verzierungen, mehrere Gräber, wunderschöne Fresken sowie die über allem thronende Kuppel. Gleich neben der Kathedrale lohnt auch das angeschlossene Kathedralmuseum einen Besuch.

Die Paläste von Mdina

Haupttor Mdina
Blick auf das Haupttor und die Stadtmauer von Mdina, Bild: eldeiv / shutterstock

Mdinas Altstadt wird geprägt von mehreren prächtigen Palästen. Besonders eindrucksvoll präsentieren sich der Palazzo Falson aus dem 13. Jahrhundert sowie der Palazzo Vilhena auf dem St-Publius-Platz. Letzterer Palast wurde im 17. Jahrhundert errichtet und beherbergt heute die Ausstellungen des Naturkundemuseums. Unterirdisch erstreckt sich ein verzweigtes Labyrinth von Gängen und Kammern, die sogenannten Mdina Dungeons.

Die Festungsmauern Mdinas

Beinahe quadratisch umgeben die mächtigen Festungsmauern die Altstadt Mdinas. Heute können die Mauern besichtigt werden und garantieren einmalige Ausblicke auf die schmalen Gassen des Orts und das abwechslungsreiche Umland. Die Stadtmauer weist sowohl mittelalterliche als auch barocke Elemente auf. Ein Erdbeben am Ende des 17. Jahrhunderts zerstörte dann aber doch Teile der trutzigen Festungsmauern. Der Wechsel von Licht und Schatten sorgt hier wie auch in den engen Gassen der Altstadt für unvergessliche Farbspiele.

Eine wunderschöne Aussicht genießt man nicht zuletzt von der Pjazza Tas-Sur. Gesäumt wird diese von schmucken Bürgerhäusern.

Essen und Trinken in Mdina

Die gemütlichen Gassen Mdinas laden förmlich dazu ein, einige der lokalen Speisen und Getränke zu probieren. Frischer Fisch und die Fischsuppe Aljotta mit Knoblauch, Reis und Tomaten zählen genauso dazu wie der maltesische Gemüseeintopf oder auch der Kanincheneintopf “Stuffat Tal-Fenek”. Gebraten kommt dieses ebenso auf den Tisch. Auch die wahlweise süßen oder herzhaften Pastizzi, ein fettiges Blätterteiggebäck, sollten unbedingt probiert werden. “Qassatat” heißt ein weiterer beliebter Snack mit Erbsen- oder Ricottafüllung. Inspiriert von Italien, kommt selbstverständlich auch frische Pasta auf den Tisch, doch auch die arabischen Einflüsse haben der maltesischen Küche ihren Stempel aufgedrückt. Dazu passt am besten die herbsüße Limonade Kinnie, gewissermaßen das Nationalgetränk von Malta oder ein kühles Cisk Lager. Empfehlenswert zum Einkehren ist zum Beispiel das Café Fontanella mit schöner Aussicht.

Reisezeit und Klima für Mdina

Die Sommer sind auf Malta meist warm, schwül und trocken. Im Winter kann es dagegen auch windig und kühl sein. Im Juli ist es mit knapp 30°C am wärmsten. Regen tritt meist nur zwischen September und März auf. Juni und Juli sind komplett niederschlagsfrei. Als beste Reisezeit gelten das Frühjahr und der Herbst, doch auch im Sommer lohnt nach einem ausgedehnten Badetag ein Abstecher in die “Stadt der Stille”, wenn die meisten Tagesgäste Mdina bereits wieder verlassen haben. Gerade auch am Abend verströmt es eine fantastische Atmosphäre.

✈️ Anreise und Mobilität

Mdina liegt geografisch im Herzen von Malta und ist von allen größeren Orten der Insel gut zu erreichen. Vom internationalen Flughafen Malta (MLA) sind es mit dem Mietwagen oder Taxi nur etwa 20–25 Minuten. Auch mit dem öffentlichen Bus ist Mdina hervorragend angebunden – Linien aus Valletta, Sliema oder dem Flughafen verkehren regelmäßig. Die Haltestelle liegt in Rabat, nur wenige Gehminuten vom Haupttor Mdinas entfernt. Da die Altstadt autofrei ist, bewegen sich Besucher ausschließlich zu Fuß durch die schmalen Gassen – was den Charme der Stadt noch verstärkt. Fahrräder sind im hügeligen Zentrum eher unpraktisch, aber für Touren ins Umland eine schöne Alternative. Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, findet rund um Rabat kostenpflichtige Parkplätze. Ein Besuch Mdinas lässt sich gut mit den nahegelegenen Dingli Cliffs oder Mosta kombinieren.

🏨 Übernachten in Mdina und Rabat

Mdina selbst beherbergt nur wenige, dafür exklusive Übernachtungsmöglichkeiten – zum Beispiel das stilvolle The Xara Palace Relais & Châteaux, ein Palasthotel mit historischem Ambiente. In der benachbarten Stadt Rabat hingegen findet man zahlreiche gemütliche Gästehäuser, Boutique-Hotels und familiengeführte B&Bs. Diese bieten oft persönlichen Service, schöne Innenhöfe und ein authentisch maltesisches Wohngefühl. Für Paare, Ruhesuchende oder Kulturinteressierte ist Mdina der ideale Ort für eine stilvolle Übernachtung – vor allem, wenn die Stadt nach dem Tagestrubel wieder zur „Stadt der Stille“ wird. Die Ruhe am Abend, der Blick über das nächtliche Umland und das sanfte Licht auf den alten Mauern sind unvergesslich. Wer zentral, aber nicht touristisch wohnen möchte, ist in Rabat bestens aufgehoben. Von dort erreicht man alle Highlights Mdinas in wenigen Minuten zu Fuß. Frühzeitiges Buchen lohnt sich, da das Angebot begrenzt ist.

🎥 Mdina als Filmkulisse (u.a. Game of Thrones, Gladiator)

Dank ihrer beeindruckenden Architektur und authentischen Atmosphäre wurde Mdina schon mehrfach als Filmkulisse genutzt. Am bekanntesten ist sicherlich die HBO-Serie „Game of Thrones“, in der Mdina das fiktive Königstor von Königsmund darstellt – besonders die imposante Main Gate-Szene aus Staffel 1 ist ein Highlight für Fans. Auch andere Produktionen wie Gladiator oder Troy nutzten Mdinas Gassen für historische Szenen. Filmbegeisterte können auf eigene Faust eine kleine Tour zu den Drehorten machen – auch viele Stadtführungen bieten diesen Schwerpunkt an. Mdina ist damit nicht nur kulturell, sondern auch popkulturell von Bedeutung. Diese Kombination aus Geschichte und moderner Relevanz macht den Ort besonders spannend. Foto-Fans finden hier zahlreiche ikonische Motive – ideal für Instagram und Co. Wer einmal durch „Königsmund“ spazieren will, ist in Mdina genau richtig.

🌹 Mdina für Paare & Romantikreisende

Herrlicher Balkon im historischen Dorf Mdina auf der Insel Malta
Herrlicher Balkon im historischen Dorf Mdina auf der Insel Malta, Bild: FredP / shutterstock

Kaum ein Ort auf Malta eignet sich besser für eine romantische Auszeit als Mdina. Die autofreien Gassen, der Duft von Zitrusbäumen, das Spiel von Licht und Schatten – all das erzeugt eine märchenhafte Atmosphäre. Besonders am Abend, wenn die Tagesbesucher verschwunden sind, wird Mdina zur stillen, mystischen Stadt. Paare können bei einem Abendessen auf der Terrasse des Fontanella Tea Gardens den Sonnenuntergang genießen oder im Kathedralhof den Moment auf sich wirken lassen. Kleine Innenhöfe, versteckte Balkone und verträumte Plätze laden zum Verweilen ein. Auch ein Spaziergang entlang der Stadtmauer in der Abenddämmerung ist ein besonderes Erlebnis. Mdina ist kein Ort für Eile – sondern für bewusste Zweisamkeit. Für einen stilvollen Paarurlaub in historischem Ambiente ist Mdina wie geschaffen.

🌿 Nachhaltiger Tourismus

Mdina steht wie kaum ein anderer Ort auf Malta für entschleunigten, nachhaltigen Tourismus. Keine Autos, keine Lichtverschmutzung, kein Massentourismus – dafür stille Gassen, regionale Gastronomie und geschichtsträchtige Sehenswürdigkeiten. Besucher erleben hier, wie sanfter Tourismus aussehen kann: ressourcenschonend, authentisch und kulturell wertvoll. Viele Restaurants und Cafés setzen auf lokale Zutaten und Produkte aus dem Umland. Auch die Architekturpflege ist Teil der Nachhaltigkeit – alte Gebäude werden erhalten, restauriert und einer neuen, sinnvollen Nutzung zugeführt. Mdina zeigt, dass touristische Attraktivität und kulturelle Integrität keine Gegensätze sein müssen. Wer bewusst reist, findet hier ein ideales Reiseziel. Mdina ist damit auch ein Vorbild für andere historische Städte im Mittelmeerraum.

Warnemünde – Küstenurlaub am historischen Ostseebad bei Rostock

Es gibt wenig Orte in Deutschland, wo meernahe Stranderholung innerhalb einer Großstadt so unmittelbar möglich ist, wie in Warnemünde. Das Ostseebad gehört zu den schönsten und berühmtesten Stadtteilen der Hansestadt Rostock. Wer innerstädtisches Sightseeing mit strandnahem Küstenflair an der Ostsee verbinden möchte, der ist in Warnemünde touristisch genau richtig!

Warnemünde – Historische Küstensiedlung als Ostseebad

Hansestadt Rostock, Mecklenburg Vorpommern
Hansestadt Rostock, Bild: Oleksiy Mark / shutterstock

Bereits von Weitem sichtbar thronen der berühmte Teepott und der Leuchtturm von Warnemünde über dem Antlitz der Strandregion. Heute ein touristisches Highlight im Norden der Hansestadt Rostock, begleitet das markante Küstenpanorama von Warnemünde geographisch den Fluss Warnow bei seiner Mündung in die Ostsee. Das populäre Ostseebad in Mecklenburg-Vorpommern ist eigentlich die Heimat bloß eines Bruchteils der über 200.000 Einwohner Rostocks: knapp 6.000 Menschen leben hier. Doch Warnemünde ist der Place-to-Be, wenn es um das idyllische Strandleben und die touristischen Urlaubshighlights in Rostock geht.

Bereits um das Jahr 1100 soll Warnemünde von Friesen und Niedersachsen besiedelt worden sein, im 14. Jahrhundert wurde das kleine Dorf in die damalige Stadt Rostock eingegliedert. Den Stadtteil Warnemünde und die Stadt verbindet so eine lange Historie – heute gehört die nördliche Stadtregion zu den schönsten und beliebtesten Seebädern an der Ostsee. Touristisch gibt es hier facettenreiche Höhepunkte zu sehen, dafür sorgen nicht nur der Strand, Teepott und Leuchtturm. Regelmäßige Events wie die Warnemünder Woche sorgen für ein meist lebhaftes Urlaubserlebnis für alle, die hier nach einer Mischung aus Erholung und Aktivitäten suchen. Touristisch gehört Warnemünde zu den faszinierendsten Orten an der Ostsee.

Teepott, Leuchtturm und co. – Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten von Warnemünde

Alter Strom in Warnemünde
Der alte Strom in Warnemünde, Bild: Kirk Fisher / shutterstock

Wer ein Foto vom Strandpanorama bei Warnemünde macht, dem fallen nicht ohne Grund zwei Gebäude auf: Teepott und Leuchtturm. Gemeinsam formen sie das moderne Wahrzeichen des Ostseebads, das zudem über einen etwa 150 Meter breiten Sandstrand und eine ausgeprägte Strandpromenade verfügt. Über 36 Meter ragt der markante Leuchtturm von Warnemünde über das örtliche Küstenpanorama. Bereits im 14. Jahrhundert soll es hier eine Frühform eines Leuchtturms gegeben haben, der noch aus einem einfachen Holzrahmen und einem Feuerkorb bestand. Der heutige Leuchtturm von Warnemünde wurde im Jahr 1898 fertiggestellt und prägt seitdem das szenische Antlitz der Küstenregion von Warnemünde. Der Leuchtturm erfüllt heute nicht nur seine ursprüngliche Funktion, sondern dient auch als beliebter Aussichtspunkt, um bei gutem Wetter Warnemünde in seiner Komplettheit zu sehen.

In direkter Nachbarschaft zum Leuchtturm steht der ominös benannte Teepott, ein Rundbau, dessen Ursprung im Jahr 1968 liegt. Gerade unter der sonst meist gleichförmigen Bauweise in der Zeit der DDR stach das ungewöhnliche Bauwerk an der Küste früh heraus. Schon in den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts gab es an der Stelle einen runden Teepavillon im Architekturstil des Neuen Bauens. Heute geht man davon aus, dass der Name Teepott vom Vorgängerbauwerk inspiriert wurde. Mittlerweile gibt es hier ein Restaurant, der Teepott bildet zusammen mit dem benachbarten Leuchtturm ein Tandem der Wahrzeichen von Warnemünde.

Neben diesen beiden offensichtlichen Sehenswürdigkeiten und dem Strand, wartet vor Ort eine lange Seepromenade, an der sich neoklassizistische Villen und Hotels in der markanten Bäderarchitektur der Ostsee gruppieren. In stechendem Grün begrüßt die kleine Westmole Reisende an der Hafeneinfahrt. Als Pendant zum 1985 errichteten Küstenbauwerk gilt die rot-weiße Ostmole bei Warnemünde. Die Gewässer an der Küste des Ostseebads sind vom Alten Strom und vom Neuen Strom geprägt, an der historischen Mittelmole gibt es heute außerdem einen Fischmarkt – für jene, die sich für frischen oder Räucherfisch interessieren. Einen Einblick in die Geschichte der Region liefert das kleine Heimatmuseum Warnemünde, das über die Seefahrt und das Küstenleben aufklärt. Wer sich für die hervorstechenden Bauwerke bei Warnemünde interessiert, trifft hier nicht nur auf eine alte Holländermühle aus dem Jahr 1866, sondern auch auf die historische Warnemünder Kirche aus dem 19. Jahrhundert mit ihrer neugotischen Fassade. Sightseeing in Warnemünde verspricht so, das Gegenteil einer langweiligen Angelegenheit zu werden.
Festivitäten, Ausflugsziele und co. – weitere Gründe für einen Besuch von Warnemünde

Der überregionale Fokus, der sich auf Warnemünde richtet, ist nicht nur touristischer Art – auch passionierte Segler und Verfechter verschiedenster Freizeitaktivitäten fühlen sich von der nördlichen Stadtregion Rostocks regelmäßig angezogen. Dafür sorgen auch Festivitäten und Events wie die Warnemünder Woche und die Hanse Sail. Die Warnemünder Woche ist ein jährliches Segelevent mit internationalem Appeal, dabei zieht es die meist über eine Millionen Besucher nicht nur zu den Segelregatten, sondern auch zu den Trachtenumzügen und dem allgemeinen Festivalflair des Wochenevents. Gigantische Segelschiffe präsentieren sich zudem zur Hansesail, die sich im August eines jeden Jahres in Warnemünde entfaltet. Statt auf modernen Segelregatten liegt hier der Fokus auf traditionsreichen Segelschiffen und gigantischen Mehrmastern.

Wovon bisher noch nicht ausreichend gesprochen wurde: die Ostsee. Das natürliche Highlight an der Küste von Warnemünde prägt die ganze nördliche Region Mecklenburg-Vorpommerns und der benachbarten Bundesländer. Bei sonnigem Wetter lässt sich hier ein entspannter Strandurlaub am langen Strand der Ostsee genießen. Wer das Küstenflair genießen möchte, ist bei Warnemünde genau richtig: nicht nur erstreckt sich das Strandgebiet auf über zwei Kilometern, der über 150 Meter breite Strand gehört zu den breitesten Stränden der norddeutschen Ostseeküste. Wer bei Warnemünde touristisch verweilt, hat es zudem nicht weit bis zur historischen Innenstadt von Rostock – mit Highlights wie der Kröpeliner Straße, der Petrikirche und dem Zoo Rostock.

✈️ Anreise und Mobilität in Warnemünde

Warnemünde ist hervorragend an das Verkehrsnetz angebunden und damit bequem erreichbar. Mit dem Auto führt die A19 direkt aus südlicher Richtung in die Hansestadt Rostock, von dort ist es nur ein Katzensprung ins Ostseebad. Auch mit der Bahn ist Warnemünde bestens erreichbar: Der Regionalzug fährt regelmäßig direkt bis zum Bahnhof Warnemünde, nur wenige Gehminuten vom Strand entfernt. Innerhalb Rostocks verkehrt außerdem die S-Bahn, die Warnemünde im Takt mit dem Stadtzentrum verbindet. Wer mit dem Kreuzfahrtschiff anreist, legt häufig direkt im Hafen von Warnemünde an – der Ort ist ein beliebter Kreuzfahrtstopp. Vor Ort empfiehlt sich das Fahrrad oder der Fußweg, denn die Wege sind kurz und ideal für entspannte Erkundungen. Öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Straßenbahn ermöglichen eine flexible Mobilität zwischen Warnemünde und Rostock. Für Ausflüge ins Umland lohnt sich ein Mietwagen – beispielsweise zu den Ostseebädern Kühlungsborn oder Heiligendamm.

🏨 Übernachten in Warnemünde – für jeden Geschmack das Richtige

Die Auswahl an Unterkünften in Warnemünde ist so vielseitig wie der Ort selbst. Direkt an der Strandpromenade finden sich traditionsreiche Seebadhotels in klassischer Bäderarchitektur, viele davon mit Meerblick. Wer es luxuriöser mag, wählt ein Spa-Hotel mit Wellnessbereich, Saunalandschaft und Restaurant. Familien schätzen gemütliche Ferienwohnungen oder Apartments mit Selbstverpflegung. Auch kleinere Pensionen und private Zimmer werden in Warnemünde angeboten – oft mit persönlichem Charme und norddeutscher Herzlichkeit. Wer mit Hund reist, findet ebenfalls hundefreundliche Unterkünfte nahe dem Hundestrand. Für Naturfreunde gibt es Campingplätze im Umland – z. B. am Breitling oder auf der anderen Seite der Warnow. Früh buchen lohnt sich besonders im Sommer, wenn Warnemünde zu den beliebtesten Urlaubszielen der Ostseeküste zählt.

🍴 Kulinarik an der Küste – Fisch, Flair & Vielfalt

Warnemünde ist ein echtes Paradies für Genießer – insbesondere für Liebhaber frischen Fisches. Entlang des Alten Stroms reihen sich Fischbuden, Restaurants und Cafés aneinander. Hier gibt es alles: vom Fischbrötchen auf die Hand bis zum fangfrischen Zanderfilet mit Bratkartoffeln im stilvollen Lokal. Regionale Spezialitäten wie Labskaus, Räucherfisch oder Matjes dürfen ebenso wenig fehlen wie moderne vegane Optionen und internationale Küche. Viele Lokale bieten Terrassen mit Blick auf den Hafen oder das Meer – die perfekte Kulisse für ein entspanntes Abendessen. Besonders stimmungsvoll ist der Sonnenuntergang bei einem Glas Wein direkt am Wasser. Wer selbst kochen möchte, kann auf dem Fischmarkt fangfrischen Fisch erstehen. Kulinarisch ist Warnemünde ein Ort zum Schlemmen und Genießen.

🌞 Beste Reisezeit & Klima in Warnemünde

Heller Sommerblick auf das Technologiemuseum - Leuchtturm Warnemunde.
Heller Sommerblick auf das Technologiemuseum – Leuchtturm Warnemunde, Bild: Andrew Mayovskyy / shutterstock

Das Ostseebad Warnemünde ist ganzjährig einen Besuch wert – jede Jahreszeit bietet ihren eigenen Reiz. Die Hochsaison für Badeurlauber ist von Juni bis August, wenn die Temperaturen angenehm zwischen 20 und 27 Grad liegen und das Meer zum Baden einlädt. Im Frühling und Herbst ist es ruhiger, ideal für Spaziergänge, Radtouren und Wellness. Besonders im Mai oder September kann man oft schon bei milden Temperaturen draußen sitzen und den frischen Küstenwind genießen. Der Winter zeigt sich rauer, aber ebenso faszinierend – ideal für ein Wochenende mit Saunagängen, Spaziergängen im Wind und maritimer Gemütlichkeit. Die Ostsee ist selbst im Sommer eher kühl, was besonders bei Hitze für angenehme Erfrischung sorgt. Dank des Nordsee-Klimas gibt es viele Sonnenstunden und meist klare, frische Luft. Wind- und wetterfeste Kleidung gehört jedoch immer ins Gepäck – typisches Norddeutschland eben.

👨‍👩‍👧‍👦 Urlaub für Familien & Paare

Warnemünde bietet ideale Bedingungen für Familien mit Kindern ebenso wie für Paare auf der Suche nach Erholung und Abwechslung. Der breite, feinsandige Strand ist ideal für kleine Badegäste – flach abfallend, überwacht und mit Spielplätzen in Strandnähe. Beliebt sind auch Ausflugsboote, Hafenrundfahrten oder ein Besuch im Zoo Rostock, nur wenige Kilometer entfernt. Für Paare gibt es romantische Spaziergänge am Strand, Wellnessangebote in den Hotels und kleine Cafés mit Meerblick. Die Mole, der Leuchtturm und der Teepott bieten perfekte Fotomotive für gemeinsame Erinnerungen. Kulturinteressierte genießen Führungen durch die historische Altstadt von Rostock oder Konzerte in der Warnemünder Kirche. Auch Sonnenuntergänge am Strand oder ein Abendessen mit Blick auf den Alten Strom machen Warnemünde zum perfekten Ziel für Zweisamkeit und Familienglück.

🌿 Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein

Als Teil der Küstenregion Mecklenburg-Vorpommerns ist Warnemünde auch in Sachen Umweltschutz aktiv. Es gibt zahlreiche Initiativen, die sich für die Erhaltung der Küsten- und Meereslandschaften einsetzen. Der breite Strand wird regelmäßig gereinigt, Mülltrennung wird gefördert und viele Hotels achten auf nachhaltige Konzepte – etwa durch Verzicht auf Einwegplastik oder den Einsatz regionaler Produkte. Das Umweltbewusstsein zeigt sich auch in Angeboten wie geführten Naturwanderungen, Vogelbeobachtungen oder dem Verleih von E-Bikes. Besucher werden ermutigt, auf umweltfreundliche Anreise- und Fortbewegungsarten zu setzen. Besonders das Nationalpark-Zentrum Darßer Arche (etwas weiter westlich) bietet wertvolle Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt der Ostseeküste. Nachhaltiger Urlaub bedeutet in Warnemünde: entspannen, erleben – und mit gutem Gewissen genießen.

Paguera – feine Strände und wilde Natur

Lange Sandstrände, Ruhe, gutes Essen, ein bisschen Action und schöne Natur. Was will man mehr von einem Urlaub? All das findet man in Paguera, einem charmanten Ort im Südwesten von Mallorca, etwa 20 Kilometer von Palma entfernt. Paguera liegt in einer klassischen mediterranen Bucht, mit wilden Klippenformationen, Palmen und feinen Sandstränden. Davon gibt es gleich drei an der Zahl: Playa Palmira, Playa Tora und Playa La Romana. Und gleich hinter den Stränden zieht sich die Hauptflaniermeile entlang, der fast zwei Kilometer lange Bulevar de Paguera. Dort kann man unbehelligt vom Verkehr bummeln und shoppen.

Kinder willkommen

Cala Fornells View in Paguera, Mallorca, Spanien
Cala Fornells Blick in Paguera, Bild: VICTOR TORRES / shutterstock

Der größte Strand, Playa Palmira, liegt sehr zentral im Ort. Wem es im Sand zu heiß wird, geht einfach ein paar Meter zu Fuß und sitzt schon in einem Café und genießt den Blick auf das glitzernde Meer. Nur durch einen Felsvorsprung getrennt lädt der etwas kleinere Playa Toro zum Baden und Sonnen. Gleich daneben schließlich ist die Playa La Romana, der kleinste der drei. Er punktet nicht nur mit einem Kinderspielplatz, sondern auch mit einem Sportplatz für alle, die ihre vernachlässigten Muckis aufbauen wollen.

Alle drei Strände sind nicht nur aufgrund ihres wunderbar feinen Sandes beliebt, sondern auch weil der Strand sanft ins Wasser abfällt. Damit sind sie ideal für Kinder. Die Kleinen können völlig unbekümmert im flachen Wasser planschen und Sandburgen bauen. Stets unter den wachsamen Blicken von Rettungsschwimmern, denn die Strände werden streng überwacht. Paguera ist also ein Idealfall für Familien mit Kindern. Zumal sich viele Hotels sogar auf Familien spezialisiert haben und eine Kinderbetreuung anbieten, sodass Eltern auch ein wenig Zeit für sich finden. Was aber nicht bedeutet, dass sich Singles und Paare dort nicht wohlfühlen.

Ein Eldorado für Wassersportler

Im Gegenteil. Vor allem wer es sportlich mag, ist in Paguera gut aufgehoben. Wem der Sportplatz der Playa La Romana nicht ausreicht, kann sich im Windsurfen und Wasserski ausprobieren, oder einen Tauchkurs buchen. Die drei Strände bieten alles, was das Wassersportherz begehrt. Zum Schnorcheln sind die Strände allerdings eher wenig geeignet. Aber hinter der Playa Romana liegen zwei traumhafte, naturbelassene Steinstrände mit kristallklarem Wasser. Hier finden Schnorchler wirklich ihr Paradies. Wer jenseits des Wassers sein Handicap verbessern möchte, findet rings um Paguera auch eine ganze Reihe von Golfplätzen.

Mit dem Fahrrad unterwegs

Blick auf das touristische Zentrum von Paguera
Blick auf das touristische Zentrum von Paguera, Bild: imageBROKER.com / shutterstock

Direkt hinter dem Paguera erstreckt sich ein großer Pinienwald. Genau das Richtige für Hiker, Reiter und Radler. Fahrräder lassen sich problemlos im Ort mieten. Überhaupt kann man mit dem Fahrrad Ausflüge in die nähere Umgebung machen. In gut 15 Minuten ist man im benachbarten Cana Fornells, einem malerischen Badeort mit auffällig bunten Häusern. Dafür zeichnet der russische Architekt Pedro Otzoup verantwortlich. Er hat die Apartmentanlagen dort gebaut und darauf geachtet, dass sie sich in Größe, Farben, Aufteilung und vielen Details unterscheiden. Wer den Drahtesel scheut, tuckert von Paguera aus mit einem Ausflugsboot nach Cana Fornells. Und dann gibt es natürlich noch das Tramuntanagebirge, ein Eldorado für Naturliebhaber. Von Paguera aus ist man mit dem Auto in einer knappen halben Stunde dort. Ganz Sportliche können sich auch aufs Fahrrad schwingen. Je nach Route dauert die Strecke ungefähr eine Stunde. Der Gebirgszug mit einer vielfältigen Fauna und Flora, gehört zum UNESCO Welterbe und bietet dramatische Ausblicke hinab in Schluchten und Buchten.

Sehr lohnenswert ist ein Schiffsausflug auf die unbewohnte Felseninsel Sa Dragonera, die Dracheninsel. Sie steht unter Naturschutz und ist Heimat der Dragonera-Eidechse, die nur auf dieser Insel vorkommt. Vielen Zugvögeln dient sie auch als Brutrevier. Rund fünf Stunden dauert die Fahrt mit dem Schiff von Paguera aus. Ein lohnenswerter Trip. Vor allem wenn man sich noch an den Aufstieg zum Leuchtturm Far Vell macht. Er stammt aus dem 16. Jahrhundert, liegt 353 Meter über dem Meer und bietet einen atemberaubenden Blick auf die Insel und Mallorcas Westküste. Wer diese Tour macht, sollte allerdings Verpflegung mitnehmen. Denn auf der Insel gibt es außer wunderschöner Natur nichts.

Nachtleben mit Genuss

Apropos Verpflegung. Im Urlaub möchte man sich natürlich auch kulinarisch verwöhnen lassen. Pagueras Gastronomie bietet alles, was sich die Geschmacksknopsen so wünschen. Die authentische Landesküche lockt mit Fisch und Meeresfrüchten. Saftiges vom Grill wird ebenso serviert wie Pizza – auch ein Zugeständnis an die kleinen Gäste – vegane und vegetarische Menüs. Und wer noch Lust auf Nachtleben hat, setzt sich nach dem Essen in eine gemütliche Bar setzen oder tobt sich in einer Disco.

✈️ Anreise und Mobilität in Peguera

Peguera ist von Palma de Mallorca aus in rund 30 Minuten mit dem Auto oder Shuttlebus erreichbar. Vom Flughafen fährt man bequem über die gut ausgebaute Ma-1 direkt in den Ort. Viele Urlauber buchen Pauschalreisen mit Transfer oder nutzen Mietwagen für maximale Flexibilität. Wer nachhaltig reisen möchte, kann auch den öffentlichen Bus nehmen – mehrere Linien verbinden Peguera regelmäßig mit Palma, Andratx oder Santa Ponsa. Im Ort selbst ist man gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs. Die zentrale Promenade ist autofrei und lädt zum entspannten Bummeln ein. Auch E-Scooter und Fahrräder können im Ort geliehen werden. Für Tagesausflüge empfiehlt sich ein Mietwagen – die Straßen in der Umgebung sind gut ausgebaut und führen durch traumhafte Landschaften.

🌞 Beste Reisezeit und Klima

Peguera punktet mit einem angenehm mediterranen Klima und über 300 Sonnentagen im Jahr. Die beste Reisezeit ist von Mai bis Oktober – dann sind Sonne, Strand und Meer am schönsten. In den Sommermonaten steigen die Temperaturen auf bis zu 32 Grad, ideal für Badeurlaub und Wassersport. Wer es etwas milder mag, reist im Frühling oder Herbst, wenn es um die 20 bis 25 Grad warm ist – perfekt zum Wandern oder Radfahren. Im Winter ist es ruhiger, aber mit Temperaturen um die 15 Grad immer noch angenehm für Spaziergänge und Wellness. Die Badesaison beginnt meist im Mai und dauert bis in den Oktober. Dank des Schutzes durch das Tramuntanagebirge ist Peguera oft sonniger und windgeschützter als andere Teile der Insel. Selbst im Hochsommer sorgt die Meeresbrise für ein angenehmes Klima.

🌿 Naturerlebnis & Nachhaltigkeit

Peguera liegt in einer der schönsten Regionen Mallorcas, mit direkter Nähe zu geschützten Landschaften wie dem Tramuntanagebirge und der Insel Sa Dragonera. Immer mehr Hotels und Anbieter setzen auf umweltfreundliche Konzepte wie plastikfreie Zimmer, regionale Produkte und Wassersparmaßnahmen. Auch Wander- und Radwege werden gepflegt, um die sensible Natur nicht zu belasten. Wer mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs ist, kann versteckte Buchten, duftende Pinienwälder und Aussichtspunkte entdecken, ohne die Umwelt zu belasten. Besonders erwähnenswert ist das Engagement zum Schutz der Dracheninsel, die nur in begrenzter Besucherzahl betreten werden darf. Geführte Touren geben Einblick in die einzigartige Flora und Fauna der Region. Nachhaltig urlauben bedeutet in Peguera nicht Verzicht, sondern bewusster Genuss. Auch bei der Gastronomie setzen immer mehr Restaurants auf lokale Zutaten und saisonale Küche.

Urlaub auf der Insel Wangerooge

Wangerooge ist die östlichste und zusammen mit Baltrum kleinste der sieben ostfriesischen Inseln. Der Tourismus bildet die Haupteinnahme auf der autofreien und familienfreundlichen Insel. Historisch ist die Insel Teil des friesischen Jeverlands, wird aber allgemeinsprachlich zur Urlaubsregion Ostfriesland gerechnet. Der kilometerlange Sandstrand und das Wattenmeer bestimmen den Charakter der Insel. Entlang der Strandpromenade finden sich zahlreiche Hotels und Kureinrichtungen. Dazu gehört auch ein Meerwasser-Hallenbad. Als markanter Treffpunkt auf Wangerooge fungiert das Café Pudding auf einer Düne. Die Form von Wangerooge wird häufig mit der eines Seepferdchens verglichen.

Geographie, Landschaften, Flora und Fauna

Wangerooge, Nordsee
Blick auf Wangerooge, Bild: Heide Pinkall / shutterstock

An den Strand schließen sich die Dünen und Deiche an. Zudem prägen Salzwiesen und Marschen weite Teile der Nordseeinsel. Eine Lagune in den Salzwiesen hat sich zu einer Brut- und Raststätte für Seevögel entwickelt. Das Watt war früher noch flacher als heute und es führte ein Fuß- und Wagenpfad vom Festland hinüber nach Wangerooge. Bombentrichter aus den Weltkriegen stellen zusätzlich Kleinbiotope dar. Ganz Wangerooge gehört zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und ist streng geschützt. Die Flora auf Wangerooge zeichnet sich durch eine erhebliche Artenarmut aus, erst gezielte Aufforstungen brachten kleinere Wald- und Buschgebiete mit Weiden, Pappeln und Kartoffelrosen mit sich. Die Fauna dagegen ist sehr artenreich. Viele Vogelarten fühlen sich auf Wangerooge heimisch, Zugvögel nutzen es als Zwischenstation. Bemerkenswert ist auch die Vielfalt an Schmetterlingsarten auf der Insel. Die Sandbänke im Wattenmeer nutzen Seehunde und Kegelrobben zum Sonnen.

Sehenswürdigkeiten auf Wangerooge

Der Alte Leuchtturm

Als lebendiges Denkmal der Inselgeschichte und Seefahrt thront der Alte Leuchtturm über dem Hauptort von Wangerooge. Er wies bis zum Jahr 1969 Schiffen in Richtung Wilhelmshaven und Bremerhaven zuverlässig den Weg. Erst dann wurde er durch den neuen Leuchtturm ersetzt. Vor Wangerooge kreuzen sich mehrere bedeutende Schifffahrtswege. Heute beherbergt der Alte Leuchtturm ein kleines Museum zur Inselgeschichte. Und sogar geheiratet werden kann hier. Leuchttürme gibt es auf Wangerooge jedoch schon seit dem Jahr 1600, nachdem eine verheerende Sturmflut über die Insel hereinbrach.

Der Westturm

Westturm auf Wangerooge
Der Westturm auf Wangerooge, Bild: seewhatmitchsee / shutterstock

Ein weiteres markantes Monument ragt mit dem Westturm in den Himmel von Wangerooge. Er wird heute als Jugendherberge genutzt. Er ist die Nachbildung eines früheren Turms, welcher als Sichtzeichen diente, jedoch während der schweren Sturmflut im Jahr 1855 zerstört wurde, bei der die Insel Wangerooge in drei Teile zerrissen wurde.

Das Nationalpark-Haus Rosenhaus

Das Haus steht ganz im Zeichen des Wattenmeers. Im Inneren gibt es ein kleines Aquarium und einige interaktive Stationen sowie einen Filmraum. Höhepunkt dürfte aber das präsentierte Pottwal-Skelett sein. Teilnehmer des Freiwilligen ökologischen Jahres beantworten gerne Fragen der Besucher und führen sie herum. Mehr Informationen finden Sie auf der Internetseite.

Öffnungszeiten:

vom 16. März bis zum 31. Oktober:

Mo Ruhetag
Di. – Fr.: 9:00 – 13:00 Uhr und 14:00 – 18:00 Uhr
Sa., So. und an Feiertagen: 10:00 – 12:00 Uhr und 14:00 – 17:00 Uhr

vom 1. November bis zum 15. März:

Mo Ruhetag
Di. – Fr.: 10:00 – 13:00 Uhr und 15:00 – 17:00 Uhr
Sa., So. und an Feiertagen: 14:00 – 17:00 Uhr

Über die Weihnachtsfeiertage (24.-26. Dezember) ist das Nationalpark-Haus geschlossen.

Das Inselkino „Insellichtspiele“

Ein Kino darf auf Wangerooge natürlich auch nicht fehlen. Es ist quasi direkt gegenüber vom zentralen Café Pudding im Hotel Hanken zu finden und bietet Platz für 100 Zuschauer. Geöffnet ist das Kino in den Sommermonaten und bei Schietwetter eine tolle Alternative für Groß und Klein. Bis zu vier Vorstellungen werden täglich gezeigt.

Natur pur im Westen von Wangerooge

Durch diesen Teil der von Wangerooge fährt auch die Inselbahn. Hier erstrecken sich weite Salzwiesen, die vielen Vogelarten als Zufluchtsort dienen. Bei einer Wanderung oder Radtour durch dieses Gebiet in Richtung Westturm lädt unterwegs der Kiosk „Bei Klausi“ zu einer Rast bei Kaffee und Kuchen ein. Für die Kleinen stehen verschiedene Süßigkeiten bereit.

Freizeitangebote auf Wangerooge

Freizeit, Spiel und Sport werden auf Wangerooge ganz groß geschrieben. In erster Linie spielt sich das Leben am langen Sandstrand ab, doch genauso sorgen ein Dünenspielplatz, eine Indoor-Sandkiste und das Kinderspielhaus Sockenland für reichlich Spaß. Bei schlechtem Wasser ist ein Besuch im Meerwasser-Hallenbad angesagt. Schließlich hat man auf Wangerooge sogar die Möglichkeit im Strandkorb zu übernachten und inmitten von Sand, Meeressrauschen und Möwengeschrei aufzuwachen.

Wellness und Gesundheit

Das Meerwasser-Erlebnisbad mit dem Gesundheitszentrum Oase sorgt dafür, dass Wangerooge gerade auch bei Wellness und Kur die Nase weit vorne hat. Thalasso-Anwendungen, wohltuende Massagen und physiotherapeutische Behandlungen gibt es für jede Altersklasse. Hinzu kommen Klima- und Bewegungstherapien, Schwimmkurse, aber auch sportliche Angebote wie Aqua-Jogging und Wassergymnastik. Nach dem Training verspricht die Saunalandschaft Ruhe, Entspannung und eine lockere Muskulatur. Geysire und zwei Hot-Whirlpools ergänzen das vielseitige Wellnessangebot.

Nützliche Urlaubsinformationen

  • Wangerooge ist mit der Fähre vom Hafen Harlesiel in einer tideabhängigen Verbindung mehrmals täglich erreichbar. Weiter geht es vom Fährhafen mit der Inselbahn in den gleichnamigen Hauptort. Mit dem Fährticket erhält man gleichzeitig die Wangerooge-Card, die zugleich als Kurkarte und Eintrittskarte zu diversen Veranstaltungen auf der Insel fungiert. Wer es eiliger hat, nimmt das Flugzeug, das in fünf Minuten Flugzeit Wangerooge ebenfalls von Harlesiel ansteuert.
  • Strandkörbe können in der Kurverwaltung oder vorab online reserviert werden. Für Tagesgäste passiert die Vermietung direkt am Hauptstrand.
  • Für Hunde gibt es am Oststrand einen begrenzten Bereich, ansonsten müssen diese an der Leine geführt werden und dürfen den Nationalpark Wattenmeer keinesfalls betreten.
    Schließlich sollten Wattwanderungen nur unter fachkundiger Führung gestartet werden, da es sonst vorkommen kann, dass man sich zeitlich verschätzt oder durch andere Unwägbarkeiten plötzlich von der Flut überrascht wird und damit Lebensgefahr besteht.

🧭 Anreise und Mobilität auf Wangerooge

Die Anreise nach Wangerooge erfolgt in der Regel über den kleinen Küstenort Harlesiel in Ostfriesland. Von dort bringt eine tideabhängige Fähre Urlauber in rund einer Stunde auf die autofreie Insel. Nach der Überfahrt fährt die historische Inselbahn vom Hafen bis zum Hauptort – ein echtes Erlebnis mit nostalgischem Flair. Alternativ kann Wangerooge auch mit dem Flugzeug erreicht werden: Der Flug vom kleinen Flugplatz Harle dauert nur etwa fünf Minuten und bietet spektakuläre Ausblicke über das Wattenmeer. Auf der Insel selbst bewegt man sich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder E-Bike fort – Autos sind tabu. Es gibt zahlreiche Fahrradverleihe, auch E-Bikes und Bollerwagen können problemlos gemietet werden. Koffer werden auf Wunsch vom Bahnhof zur Unterkunft transportiert. So beginnt der Urlaub auf Wangerooge nicht mit Stress, sondern mit wohltuender Entschleunigung.

🛌 Unterkünfte auf Wangerooge

Wangerooge bietet eine große Auswahl an Unterkünften für jeden Geschmack und Geldbeutel. Von charmanten Ferienwohnungen über gemütliche Pensionen bis hin zu modernen Hotels mit Meerblick ist alles vertreten. Besonders beliebt sind Unterkünfte entlang der Strandpromenade oder mit Nähe zum Café Pudding. Familien finden großzügige Apartments mit Selbstverpflegung, während Paare sich gerne für kleine Hotels oder romantische Bed & Breakfasts entscheiden. Auch Ferienhäuser in den Dünen oder ruhig gelegene Ferienwohnungen abseits des Zentrums sind sehr gefragt. Wer gerne naturnah übernachtet, kann auch Campingplätze in der Umgebung von Harlesiel nutzen und von dort die Insel besuchen. Einige Unterkünfte bieten Wellnessangebote direkt vor Ort, ideal für einen erholsamen Kururlaub. Frühzeitige Buchung empfiehlt sich, besonders in der Ferienzeit.

🍽️ Kulinarik auf Wangerooge – Nordsee auf dem Teller

Die Küche auf Wangerooge ist bodenständig, regional und lecker. Frischer Fisch spielt eine zentrale Rolle, sei es als Matjesbrötchen für den kleinen Hunger zwischendurch oder als edles Schollenfilet im Restaurant. Viele Lokale bieten Spezialitäten wie Krabben, Labskaus oder Fischsuppe mit Blick aufs Meer. Wer Süßes liebt, sollte sich einen ostfriesischen Teekuchen oder ein Stück Friesentorte nicht entgehen lassen. Das gastronomische Angebot reicht von urigen Kneipen über stilvolle Restaurants bis hin zu modernen Cafés mit veganen Optionen. In der Nähe des Strandes oder rund um das Café Pudding laden viele Terrassen mit Meerblick zum Verweilen ein. Für Selbstversorger gibt es Supermärkte und Bäckereien im Ort. Abends lockt dann ein Sundowner mit Blick auf die Nordsee und das sanfte Kreischen der Möwen.

🌦️ Beste Reisezeit und Klima auf Wangerooge

Wangerooge ist ein klassisches Sommerreiseziel, das sich von Mai bis September besonders großer Beliebtheit erfreut. Die Temperaturen bewegen sich in diesen Monaten meist zwischen 18 und 25 Grad Celsius – ideal für Strandtage, Radtouren oder Wattwanderungen. Besonders im Juni und September genießen Besucher angenehme Temperaturen ohne die Hochsaisonfülle. Im Frühling ist die Insel ein Paradies für Vogelbeobachter, da viele Zugvögel dann rasten oder brüten. Auch der Herbst hat seinen Reiz, vor allem für Menschen, die Ruhe, Weite und klare Nordseeluft suchen. Die Wintermonate sind rauer, aber ebenfalls erholsam – besonders für Wellness- und Kuraufenthalte. Die salzhaltige Luft tut den Atemwegen gut, das Reizklima gilt als besonders gesundheitsfördernd. Egal zu welcher Jahreszeit: Wangerooge ist immer ein Ort zum Durchatmen.

👨‍👩‍👧‍👦 Reisetipps für Familien und Paare

Wangerooge ist ein echtes Paradies für Familien. Der flach abfallende Sandstrand, das Sockenland, der Dünenspielplatz und viele familienfreundliche Angebote machen die Insel zur perfekten Destination mit Kindern. Auch Teenager kommen beim Kino, Wassersport oder einer geführten Wattwanderung auf ihre Kosten. Für Paare bietet Wangerooge dagegen ruhige Spaziergänge, romantische Sonnenuntergänge und idyllische Cafés – ideal für eine Auszeit zu zweit. Besonders beliebt sind Übernachtungen im Strandkorb – ein echtes Erlebnis mit Meerblick. Gemeinsam lässt sich die Insel wunderbar per Rad erkunden, und auch eine Kutschfahrt sorgt für unvergessliche Erinnerungen. Viele Hotels und Ferienwohnungen haben sich auf die Bedürfnisse von Familien oder Paaren spezialisiert. Für einen stressfreien Aufenthalt sorgen kurze Wege, wenig Verkehr und viel Natur. Hier kann man wirklich entschleunigen.

Die „griechische Karibikinsel“ – Skiathos

Skiathos zählt, zumindest in der deutschen Tourismuslandschaft, zu den unbekannteren Reisedestinationen Griechenlands. Die Insel ist flächenmäßig das kleinste Eiland der Sporaden, aber mit rund 6000 Einwohnern die belebteste und unter Urlaubern auch die beliebteste. Skiathos ist eine wahre Schönheit mit einer ausgesprochen grünen Natur, türkisfarbenem Wasser und 60 verschiedenen Stränden. Viele davon sind nur vom Meer aus zugänglich und so erinnert das Bild von Segelschiffen und Yachten, die in den kleinen, traumhaften Buchten ankern, tatsächlich vielerorts an die Karibik. Das nur elf Kilometer lange und fünf Kilometer breite Skiathos besitzt sogar einen internationalen Flughafen (Alexandros Papadiamantis), der auch von ausländischen Charterfliegern bedient wird. Der nördliche Teil der Insel ist so gut wie unbewohnt und wird entscheidend von dem Bergzug rund um den 433 Meter hohen Mitikas Gipfel geprägt.

Die fantastischen Strände von Skiathos

Strände Skiathos
Traumhafte Strände auf Skiathos, Bild: Cara-Foto / shutterstock

Skiathos ist berühmt für seine rund 60 traumhaften Sandstrände, von denen einige zu den schönsten in ganz Griechenland zählen. Der Lalaria Beach im Norden der Insel gehört mit den steilen Klippen, der spektakulären Felsformation Tripia Petra und den weiß-blauen Kieselsteinen zweifellos zu den absoluten Highlights. Er ist nicht über Straßen, sondern nur per Boot erreichbar. Schon der Trip dorthin ist ein fantastisches Erlebnis, denn es geht an mehreren Meereshöhlen mit grünblau schimmerndem Wasser vorbei, die teilweise sogar groß genug sind, um hineinzufahren. Der abgeschiedene Lalaria Strand liegt in einer natürlichen Bucht, die von einer senkrechten Felswand begrenzt wird. Es gibt hier weder eine Snackbar noch einen Liegen- oder Sonnenschirmverleih, aber einen einmalig freien Blick auf die Ägäis.

Im Südwesten von Skiathos verzaubert ein weiterer Strand, der sichelförmige Koukounaries Beach, die Touristen. Er wird von einem dichten Pinienwald umgeben, hinter dem sich der Süßwassersee Strofylia versteckt. Der feine, helle Sand des „Pinienzapfenstrandes“, wie er übersetzt heißt, besticht in Kombination mit den Farben Grün und Blau, die für die ganze Insel so typisch sind. An diesem Küstenabschnitt gibt es ein vielfältiges Wassersportangebot und Aktivitäten in einer so atemberaubenden Natur machen garantiert gleich noch mehr Spaß. Auch Schnorcheln und Tauchen sind auf Skiathos, das für Mittelmeerverhältnisse noch eine relativ intakte Unterwasserwelt besitzt, unvergessliche Erlebnisse.

Ein weiterer beliebter Strand ist der lebhafte Megali Ammos Beach. Hier kann man sich zwischendurch in eine der malerischen Tavernen setzen und eine Griechenland-Szene wie aus dem Urlaubsprospekt oder der Ouzo-Werbung genießen.

Aufgrund der geringen Größe der Insel hat man auf Skiathos die Möglichkeit, viele verschiedene Strände zu entdecken. Während einer Rundfahrt wird man dabei mit Sicherheit auf seinen absoluten Lieblingsplatz am Meer treffen.

Skiathos-Stadt – Romantik pur

Die Altstadt von Chora auf der Insel Skiathos, Griechenland
Die Altstadt von Chora, Bild: Georgios Tsichlis / shutterstock

Wie auf vielen griechischen Inseln, heißt der Hauptort auch auf Skiathos einfach Chora. Der Hafen wird vom Wahrzeichen der Stadt, der eindrucksvollen Bourtzi Burg dominiert, die im 13. Jahrhundert auf einer kleinen Halbinsel errichtet wurde. Heute finden hier während des Sommers eine Vielzahl von Festen und Kulturveranstaltungen statt. Durch die engen, malerischen Gassen mit den meist weißgetünchten Häusern weht während der Urlaubssaison eine weltoffene, kosmopolitische Atmosphäre. Beim Bummel geht es vorbei an charmanten kleinen Boutiquen und Souvenirgeschäften, einladenden Tavernen und jede Menge Bars. Die Mehrzahl der in- und ausländischen Touristen auf Skiathos ist jung. Aufgrund des abwechslungsreichen Nachtlebens kommen unter anderem Studenten gerne auf die Insel. Abends werden die Straßen in Chora für den Autoverkehr gesperrt und die Restaurants stellen noch mehr Tische ins Freie.

Mit einem Frappé in der Hand den Hafen mit den sanft im Wind schaukelnden Segelbooten und Yachten zu beobachten, ist Entspannung pur. Fans des ABBA Films „Mamma Mia“, der zum Teil auf Skiathos gedreht wurde, können sich zu den verschiedenen Drehorten rund um die attraktive Promenade führen lassen und werden feststellen, dass es hier wirklich so wunderschön ist, wie es auf der Leinwand zu sehen war.

Sehenswürdigkeiten auf Skiathos

Im Gegensatz zu den meisten anderen Gegenden in Griechenland, gibt es auf Skiathos keine nennenswerten archäologischen Attraktionen. In Kastro sind allerdings an einer schwer zugänglichen Stelle auf den Klippen, die Überreste der alten Inselhauptstadt zu sehen. Hier lebten zwischen dem 14. und dem 19. Jahrhundert die meisten Inselbewohner, um vor den Überfällen der Piraten sicher zu sein. Von den damals rund 300 Häusern ist heute nur noch wenig erhalten, allerdings wurden einige Kirchen restauriert. Der Schriftsteller Alexandros Papadiamantis ist der berühmteste Sohn der Insel und wird von den Einheimischen fast wie ein Heiliger verehrt. Sein Wohnhaus, in dem er 1911 starb, ist heute ein Museum und sein Schädel wird sogar in der Marienkirche von Skiathos ausgestellt.

Die Pinienwälder, die etwa zwei Drittel der Insel bedecken, machen Skiathos zu einem exzellenten Ziel für Wanderfreunde. Insgesamt summiert sich die Strecke der schönen Feldwege und Trampelpfade auf eine Länge von fast 250 Kilometern. Da diese überwiegend im Schatten von Bäumen verlaufen, ist es auch im Hochsommer selten zu heiß für diese Aktivität. Besonders schön ist es natürlich im Frühjahr und zu Beginn des Sommers, wenn die klimatischen Bedingungen am angenehmsten sind. Die Tatsache, dass die meisten der Wege irgendwann ans Meer führen, wo man sich dann zur Erfrischung in die kühlen Fluten stürzen kann, ist ein weiteres Plus.

Skiathos unterscheidet sich in vielen Punkten von den meisten bekannten griechischen Urlaubsinseln. Es lohnt sich unbedingt, dieses Juwel in der Ägäis zu entdecken.

✈️ Anreise und Mobilität auf Skiathos

Trotz ihrer geringen Größe verfügt die Insel Skiathos über einen eigenen internationalen Flughafen – den Flughafen Alexandros Papadiamantis. In den Sommermonaten wird er regelmäßig von Charterflügen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz angeflogen, was eine unkomplizierte Anreise ohne Umstieg auf dem Festland ermöglicht. Alternativ kann man auch per Inlandsflug von Athen oder mit der Fähre von Volos oder Agios Konstantinos anreisen. Der Hafen von Skiathos-Stadt liegt in unmittelbarer Nähe des Flughafens, sodass Transfers sehr kurz ausfallen. Auf der Insel selbst ist ein Mietwagen empfehlenswert, um abgelegenere Strände und Aussichtspunkte zu entdecken. Es gibt aber auch einen gut organisierten Linienbus, der regelmäßig zwischen den beliebtesten Stränden und Skiathos-Stadt pendelt. Viele Besucher nutzen auch Motorroller oder Quads, um flexibel und wendig unterwegs zu sein. Wer es besonders romantisch mag, kann per Wassertaxi oder im Rahmen organisierter Bootsausflüge einsame Buchten und kleine Nachbarinseln erkunden.

🛌 Unterkünfte auf Skiathos – für jeden Geschmack das Richtige

Die Auswahl an Unterkünften auf Skiathos ist überraschend groß und vielfältig. Vom charmanten Boutique-Hotel mit Blick aufs Meer bis hin zur familiären Pension im Grünen ist für jeden Geschmack etwas dabei. In und um Skiathos-Stadt befinden sich viele kleinere Hotels, die durch persönliche Atmosphäre und zentrale Lage punkten. Für Familien oder Gruppen bieten sich Ferienhäuser oder Villen mit privatem Pool an, die meist in ruhiger Umgebung liegen. Wer gerne naturverbunden übernachtet, findet mehrere Campingplätze, z. B. in Koukounaries. Auch nachhaltige Unterkünfte gewinnen auf Skiathos zunehmend an Bedeutung – viele Gastgeber setzen auf Solarenergie, lokale Produkte und plastikfreies Konzept. Für gehobene Ansprüche gibt es luxuriöse Resorts mit Spa, Infinity-Pools und Fine-Dining. Besonders beliebt sind Unterkünfte mit direktem Strandzugang – schnell aus dem Bett und rein ins kristallklare Wasser!

🍴 Kulinarik auf Skiathos – mediterraner Genuss pur

Die Küche auf Skiathos ist eine wahre Freude für alle Sinne. Typisch griechische Gerichte wie Moussaka, Souvlaki oder frischer Oktopus treffen hier auf Spezialitäten aus der Ägäis, etwa Meeresfrüchte-Pasta oder gebackene Zucchiniblüten. Besonders hervorzuheben ist das hochwertige Olivenöl aus heimischer Produktion, das in nahezu jedem Gericht Verwendung findet. In den Tavernen entlang der Hafenpromenade von Skiathos-Stadt genießt man mit Blick auf das Meer fangfrischen Fisch und lokale Weine. Viele Restaurants bieten vegetarische und vegane Optionen, da die mediterrane Küche ohnehin viel mit Gemüse, Hülsenfrüchten und Kräutern arbeitet. Der Besuch einer traditionellen „Mezedopolio“ (kleines Lokal mit Vorspeisen) lohnt sich ebenfalls – hier kann man sich durch viele kleine Gerichte probieren. Als Nachtisch sollte man unbedingt den Honigkuchen oder Baklava probieren. Abgerundet wird das Ganze mit einem Gläschen Ouzo oder dem süßen Dessertwein Samos.

🌲 Nachhaltigkeit & Wandern – die grüne Seite von Skiathos

Skiathos ist nicht nur ein Strandparadies, sondern auch ein ideales Ziel für Naturfreunde. Etwa zwei Drittel der Insel sind von dichten Pinienwäldern bedeckt, die zu ausgedehnten Wanderungen und Radtouren einladen. Die gut ausgeschilderten Wanderwege führen durch hügeliges Terrain, vorbei an Kapellen, Olivenhainen und idyllischen Aussichtspunkten mit Blick auf die Ägäis. Besonders im Frühling und Herbst, wenn die Temperaturen angenehm mild sind, ist Wandern eine perfekte Möglichkeit, die Insel umweltfreundlich zu entdecken. Viele der Wege verlaufen im Schatten und enden an kleinen Stränden, die man sonst kaum erreichen würde. In Sachen Nachhaltigkeit engagiert sich die Insel zunehmend: Es gibt Strandsäuberungsaktionen, plastikfreie Hotels und eine zunehmende Sensibilisierung der Einheimischen und Gäste. Auch viele Restaurants achten auf regionale Zutaten und kurze Transportwege. Die Kombination aus Aktivurlaub und Umweltbewusstsein macht Skiathos zu einem Vorzeigebeispiel für sanften Tourismus in Griechenland.

🌊 Bootstouren und Insel-Hopping – Abenteuer auf dem Wasser

Ein absolutes Highlight auf Skiathos ist eine Bootstour entlang der Küste oder zu den benachbarten Sporaden-Inseln. Besonders die Strände, die nur vom Wasser aus erreichbar sind – wie Lalaria, Tsougria oder Arkos – lassen sich auf diese Weise bequem und entspannt ansteuern. Viele Anbieter in Skiathos-Stadt organisieren tägliche Ausflüge mit traditionellen Holzbooten, Segelyachten oder modernen Schnellbooten. Dabei können Gäste schnorcheln, baden oder einfach nur die herrliche Natur und das Panorama genießen. Wer es exklusiver mag, kann sich auch ein Boot privat mieten – oft mit Skipper – und den Tag individuell gestalten. Insel-Hopping zu Skopelos oder Alonissos ist ebenfalls möglich und bietet noch mehr Einblicke in die Schönheit der nördlichen Sporaden. Alonissos begeistert mit seinem Meeres-Nationalpark, Skopelos mit traditionellen Dörfern und Klöstern. Eine solche Tour bleibt garantiert unvergesslich und verbindet Abenteuer mit Erholung.

Dugi Otok: Die „Lange Insel“ ist eines der ältesten Siedlungsgebiete in Dalmatien

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Bei Ausgrabungen 2011 in einer Höhle gefundene Überreste menschlicher Knochen aus der frühen Mittelsteinzeit belegen, dass Dugi Otok als die mit 114 km² Fläche größte der Zadarischen Inseln vor der dalmatinischen Küste bereits vor ca. 11.000 Jahren vermutlich dauerhaft besiedelt war. Seinen Namen trägt das etwas über 44 Kilometer lange sowie knapp 5 Kilometer breite Eiland nur wenige Kilometer westlich von und vor der kroatischen Hafenstadt Zadar aufgrund seiner dementsprechend charakteristischen Form.

Die meisten der aktuell ca. 2.900 Einwohner der Insel leben in den größten Städten und Gemeinden an der dem Festland zugewandten Ostküste. Die steile, stark zerklüftete sowie dem offenen Meer zugewandte Westküste ist hingegen deutlich dünner besiedelt. Als gastfreundliches Urlaubsziel beliebt ist Dugi Otok vor allem aufgrund seiner fast noch gänzlich unberührten maritimen Natur mit wunderschönen Landschaften. Besonders bekannt sowie im Sommer gut besucht ist der 70 km² große Naturpark Telašćica im südöstlichen Teil, über dessen Bucht sich 25 kleine Strände und der therapeutisch genutzte Salzsee von Mir erstrecken.

Nicht nur Delfine, Falken und Esel fühlen sich in der Natur der Insel „pudelwohl“

Sali, Dugi Otok
Der kleine Ort Sali liegt im südöstlichen Teil der Insel Dugi Otok, Bild: xbrchx / shutterstock

Der Naturpark wird landschaftlich auch von bis zu über 160 Meter hohen Klippen geprägt, von denen man fantastische Fernsicht über das Meer und kroatische Festland sowie die südlich benachbarte Inselgruppe der Kornaten hat. Auf und in den Klippen nisten Falken, die Gewässer vor den Felsen werden von Krebsen, Korallen, Seeigeln und Schwämmen bevölkert. Mit etwas Glück bekommen Besucher auch direkt vor der Küste schwimmende Delfine zu Gesicht, im Park gibt es auch eine kleine Eselauffangstation: Esel waren früher ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens auf Dugi Otok. Die Bucht von Telašćica wird oft als die schönste ihrer Art an der Adria gerühmt, die wirklich spektakulären Klippen, das azurblaue Wasser und die teils winzigen Inseln ergeben ein einzigartiges Panorama, das sich perfekt für ein gemütliches Picknick an einem schattigen Plätzchen empfiehlt. Der durch mehrere unterirdische Kanäle mit dem Meer verbundene Mir-See ist ein weiteres Naturdenkmal. Dieser Salzwassersee ist im Sommer wärmer als das Meer und im Winter kälter, die Wassertemperatur kann im Laufe des Jahres zwischen 33 und 5 Grad Celsius schwanken.

Die fast menschenleere Westküste ist ein perfektes Refugium für Ruhesuchende

Zwei der schönsten und bekanntesten Sandstrände auf Dugi Otok sind ohne Zweifel der recht abgelegene Saharun-Strand im Nordwesten der Insel, dessen goldfarbener Sand mit türkisfarbenem Wasser kontrastiert und der mindestens ebenso malerische Strand Veli Žal bei Dragove ein wenig weiter südlich. Der auch in der sommerlichen Hauptsaison recht ruhige Strand Saharun in der Nähe der Nordspitze der Insel bei den beiden Dörfer Božava und Veli Rat ist noch ein Geheimtipp und eignet sich somit besonders gut für Familien mit Kindern. Die dunkelgrünen Pinienwälder rund um die Bucht bieten Schatten und Schutz vor der heißen Sonne, der Strand fällt flach in Richtung Meer ab.

Von Juni bis September öffnen zwei Strandbars, die auch Liegen und Sonnenschirme vermieten, und jenseits des abgesperrten Badebereichs liegen oft Segelboote vor Anker. In dieser Zeit verkehrt auf der ca. 4 km langen Strecke von Božava nach Saharun eine Schmalspurbahn. Ansonsten gibt es keine Bebauung, der nächste Parkplatz ist diskret hinter einem Kiefernwald versteckt. Der Sand- und Kieselstrand von Veli Žal liegt gegenüber der Insel Mežanj und ist ähnlich ruhig und so gut wie nie überlaufen. Hier wird das Wasser etwas schneller tiefer, Speisen und Getränke gibt es ebenfalls saisonal an einer kleinen Strandbar.

Das Meer rund um Dugi Otok ist auch ein begehrtes Segel- und Tauchrevier

Leuchtturm Veli Rat, Dugi Otok
Der bekannte Leuchtturm Veli Rat, Bild: Ilija Ascic / shutterstock

Nicht weit entfernt von diesen beiden Stränden befindet sich auch an die Bucht Brbinjšćica südwestlich der Stadt Brbinj im Nordosten, die als einer der sichersten Ankerplätze und besten Orte zum Tauchen auf Dugi Otok gilt. Viele Gäste und Besucher zieht der Strand von Veli Rat in der Čuna-Bucht im Norden an, die beiden kleinen sowie bestens für Kinder geeigneten Kiesstrände sind von großen und Schatten spendenden Kiefern umgeben. Hier gibt es auch eine Strandbar und sanitäre Einrichtungen sowie Campingplätze ganz in der Nähe. Häufig als Ausflugsziel und Fotomotiv gewählt wird der Leuchtturm von Veli Rat aus dem Jahr 1849, der mit seinen 42 Metern der höchste Leuchtturm an der kroatischen Küste ist und über 200 spiralförmige Stufen erklommen werden kann. Gleiches gilt für die geheimnisvolle Tropfsteinhöhle Strasna Pec zwischen den Ortschaften Savar und Luka in der man sich von der Hitze über der Erde bei geführten Besichtigungen abkühlen kann. An der Südspitze des Salzsees Mir wiederum liegt der Strand von Lojišće ohne jegliche Gastronomie und touristische Infrastruktur, dafür aber mit traumhaften Schlafplätzen unter dem funkelnden Sternenhimmel.

Ob per pedes, mit dem Auto oder Rad: Auf der Insel gibt es viel zu entdecken

Die authentischen Dörfer und Gemeinden auf der Insel bieten sich hervorragend für kleine Ausflüge und Tagestouren zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Mietwagen an. Sali ist mit aktuell ca. 750 Einwohnern die größte Siedlung der Insel und das Tor zum Naturpark Telašćica, hier legen die Fähren aus Zadar an. Luka liegt am Berg Vela Straža, dem höchsten Gipfel auf Dugi Otoki und der Bucht von Boka und ist für seinen Heilschlamm bekannt. Savar verfügt über eine malerische Kirche am Ende einer kleinen Halbinsel, in der Umgebung gibt es viele Steinbrüche. Brbinj zwischen den Buchten Jaz und Lučina liegt inmitten von dichten Olivenhainen. Božava mit seinen Pinienwäldern ist ein beliebtes Touristenziel mit zahlreichen Unterkünften. Nicht weit entfernt vom Ort befinden sich die früheren U-Boot-Bunker der ehemaligen jugoslawische Volksarmee, die in die Felsen gebaut wurden. Die Bucht Pantera bei Verunić ist unter Tauchern wegen eines Schiffswracks beliebt.

Tagesausflüge und Insel-Hopping

Dugi Otok eignet sich ideal als Ausgangspunkt für Tagesausflüge zu benachbarten Inseln oder Sehenswürdigkeiten auf dem Festland. Besonders beliebt sind Bootstouren in den nahe gelegenen Nationalpark Kornaten, ein Labyrinth aus über 80 kleinen Inseln, das als Paradies für Segler und Taucher gilt. Auch die Inseln Molat, Zverinac oder Iž sind mit dem Boot leicht erreichbar und lohnen sich für einen Tagestrip mit Picknick oder Restaurantbesuch. Viele Anbieter vor Ort organisieren Schnorchelausflüge, Delfinbeobachtungstouren oder sogar romantische Sonnenuntergangsfahrten. Wer lieber festen Boden unter den Füßen hat, kann mit der Fähre einen Tagesausflug nach Zadar unternehmen, wo die Altstadt, die Meeresorgel und zahlreiche Museen warten. Auch eine geführte Wanderung mit einem lokalen Guide kann ein besonderes Erlebnis sein, bei dem man viel über Flora, Fauna und Geschichte der Region erfährt. Kombinierte Ausflüge mit Rad und Boot erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Besonders schön sind dabei Touren, die versteckte Badebuchten ansteuern, die auf eigene Faust kaum erreichbar sind.

Klima und beste Reisezeit für Dugi Otok

Dugi Otok liegt in der dalmatinischen Inselregion und ist vom typischen mediterranen Klima geprägt. Die Sommer sind warm und trocken mit durchschnittlichen Tagestemperaturen zwischen 26 und 32 Grad Celsius, während die Winter mild und feuchter sind, mit Temperaturen selten unter 10 Grad. Die Insel verzeichnet jährlich etwa 2.800 Sonnenstunden, was sie zu einem attraktiven Reiseziel für Sonnenhungrige macht. Die beste Reisezeit für Badeurlauber liegt zwischen Juni und September, wenn das Meer angenehme Temperaturen von bis zu 25 Grad erreicht. Für Wanderer und Naturliebhaber eignen sich auch die Monate April, Mai und Oktober, wenn es nicht zu heiß ist und die Natur in voller Blüte steht. Besonders schön sind die Abende im Frühling und Spätsommer, wenn es angenehm warm ist und sich die Strände leeren. Segler und Windsurfer profitieren im Frühling und Herbst vom leichten bis mäßigen Mistralwind, der vor allem an der Westküste für ideale Bedingungen sorgt. Insgesamt ist Dugi Otok das ganze Jahr über eine Reise wert, wobei das Angebot außerhalb der Hauptsaison ruhiger und ursprünglicher ist.

Anreise und Mobilität vor Ort

Die Anreise nach Dugi Otok erfolgt am einfachsten über die Stadt Zadar, die über einen internationalen Flughafen verfügt und gut mit vielen europäischen Städten verbunden ist. Vom Hafen in Zadar verkehren regelmäßig Autofähren und Katamarane nach Brbinj und Sali, den beiden wichtigsten Anlegestellen der Insel. Die Überfahrt dauert je nach Verbindung zwischen 1,5 und 2,5 Stunden und wird mehrmals täglich angeboten. Wer mit dem eigenen Fahrzeug anreist, kann sein Auto problemlos auf der Fähre mitnehmen, was sich besonders für längere Aufenthalte lohnt. Vor Ort gibt es einige Mietwagenfirmen sowie die Möglichkeit, Fahrräder oder Motorroller auszuleihen, um die Insel individuell zu erkunden. Der öffentliche Nahverkehr ist begrenzt, aber es bestehen Busverbindungen zwischen den größeren Orten. Für Ausflüge zu abgelegeneren Stränden oder Sehenswürdigkeiten ist ein eigenes Fahrzeug von Vorteil. Besonders beliebt bei Urlaubern sind auch Bootstaxis und Ausflugsschiffe, die rund um die Insel und zu benachbarten Inselgruppen wie den Kornaten fahren.

Unterkünfte auf Dugi Otok

Dugi Otok bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Unterkünfte, die von einfachen Ferienwohnungen bis hin zu charmanten Boutique-Hotels reichen. In den größeren Orten wie Sali, Božava oder Luka findet man eine gute Auswahl an Apartments, die meist von privaten Gastgebern betrieben werden. Diese Unterkünfte zeichnen sich durch ihre Gastfreundschaft und die oft traumhafte Lage mit Meerblick aus. Wer es naturverbunden mag, kann einen der kleinen Campingplätze in Meeresnähe nutzen, etwa in der Nähe des Leuchtturms von Veli Rat oder im Naturpark Telašćica. Für gehobenere Ansprüche gibt es einige stilvoll eingerichtete Hotels mit direktem Zugang zum Strand, oft mit Halbpension und kleinem Spa-Bereich. Familien schätzen die geräumigen Ferienhäuser, die sich gut für Selbstversorger eignen und oft mit Grillplätzen und Gärten ausgestattet sind. In den Sommermonaten ist eine frühzeitige Buchung empfehlenswert, da die Insel zwar ruhig, aber dennoch beliebt ist. Für nachhaltige Reisende gibt es mittlerweile auch Unterkünfte, die auf Ökotourismus setzen und regionale Produkte anbieten.

Kulinarik: Essen & Trinken auf Dugi Otok

Die Küche von Dugi Otok ist typisch dalmatinisch und stark von der Nähe zum Meer geprägt. Frischer Fisch, Tintenfisch, Muscheln und Scampi gehören zu den Hauptzutaten vieler Gerichte, meist einfach gegrillt und mit Olivenöl und Kräutern verfeinert. In den Konobas – den traditionellen kroatischen Gasthäusern – wird oft auch Lammfleisch vom Grill, hausgemachter Käse und luftgetrockneter Schinken serviert. Besonders beliebt ist der Tintenfischsalat oder das „Peka“-Gericht, bei dem Fisch oder Fleisch mit Gemüse unter einer Eisenhaube langsam im offenen Feuer gegart wird. Regionale Spezialitäten wie wilder Spargel, Feigen und Olivenöl aus eigener Pressung geben den Speisen ihren unverwechselbaren Geschmack. Dazu trinkt man gerne ein Glas lokalen Weißwein oder den Kräuterschnaps „Travarica“, der auch als Digestif angeboten wird. Viele Restaurants bieten Speisen mit Zutaten aus eigenem Anbau oder Fang – das macht das Essen nicht nur authentisch, sondern auch nachhaltig. Wer gerne selbst kocht, findet auf Wochenmärkten oder bei Direktvermarktern frische Produkte aus der Region.

Aktivitäten für Abenteuerlustige

Auch abseits von Strand und Erholung hat Dugi Otok einiges für Abenteurer zu bieten. Besonders beliebt ist das Kajakfahren entlang der zerklüfteten Westküste, wo versteckte Buchten und Meereshöhlen nur vom Wasser aus zugänglich sind. Für Wanderfreunde gibt es gut markierte Wege, etwa hinauf zum Berg Vela Straža mit seinem weiten Panorama oder durch die Olivenhaine rund um Savar. Auch Mountainbiker kommen auf ihre Kosten, denn viele der alten Militärwege lassen sich heute als abwechslungsreiche Offroad-Routen nutzen. Kletterfreunde finden an den steilen Klippen des Naturparks Telašćica spannende Herausforderungen mit Meeresblick. Wer die Sterne liebt, kann sich nachts weitab von künstlicher Beleuchtung an einem der Strände niederlassen – Dugi Otok gilt als hervorragender Ort zur Sternenbeobachtung. Für besonders Mutige lohnt sich ein Sprung von den Klippen ins kristallklare Meer, ein echtes Adrenalin-Erlebnis. Bootsausflüge zu den benachbarten Inseln oder das Erkunden verlassener Militäranlagen sind ebenfalls spannende Tagesaktivitäten. Geführte Touren mit Einheimischen geben dabei oft einen authentischen Einblick in die Geschichte der Insel.

Kultur & Veranstaltungen

Trotz ihrer eher ruhigen Atmosphäre hat Dugi Otok kulturell einiges zu bieten. Besonders im Sommer finden in den Dörfern kleine Festivals statt, bei denen Musik, Tanz und traditionelle Speisen im Mittelpunkt stehen. Das bekannteste Fest ist das „Saljske užance“ in Sali, ein dreitägiges Spektakel mit Konzerten, Bootsrennen und folkloristischen Darbietungen. Die Veranstaltungen bieten eine hervorragende Gelegenheit, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen und mehr über die dalmatinische Kultur zu erfahren. Auch kirchliche Feiertage wie Mariä Himmelfahrt oder das Fest des Heiligen Laurentius werden auf der Insel mit Prozessionen und Messen begangen. In den kleinen Kirchen, wie etwa der Kirche in Savar, finden gelegentlich klassische Konzerte oder Ausstellungen lokaler Künstler statt. Einige Künstler leben dauerhaft auf der Insel und bieten in kleinen Ateliers Malereien oder Keramiken an. Besonders authentisch sind die Dorffeste, bei denen man oft selbstgemachte Weine und Spezialitäten probieren kann. Wer sich für das kulturelle Leben interessiert, sollte sich im Tourismusbüro nach aktuellen Veranstaltungsterminen erkundigen.

Nachhaltigkeit und Ökotourismus

Dugi Otok hat sich in den letzten Jahren verstärkt dem sanften Tourismus verschrieben. Viele Einheimische setzen auf Nachhaltigkeit, sei es durch ökologische Landwirtschaft, umweltfreundliche Unterkünfte oder plastikfreies Leben. In einigen Dörfern gibt es Bio-Gemüsegärten, Solaranlagen und Wassersammelsysteme, um die natürlichen Ressourcen der Insel zu schonen. Besonders der Naturpark Telašćica achtet streng auf den Schutz der Tier- und Pflanzenwelt – Besucher werden ermutigt, sich umweltbewusst zu verhalten. Müllvermeidung, Rücksichtnahme auf Tiere und Verzicht auf laute Motorboote sind feste Bestandteile des Inselalltags. Wanderwege sind gut gepflegt, aber naturbelassen, und Hinweisschilder informieren über die fragile Ökologie. Wer nachhaltig reisen möchte, kann in „Green Apartments“ wohnen, Fahrräder statt Autos nutzen und in kleinen lokalen Betrieben einkaufen. Die Insel ist ein gutes Beispiel dafür, dass Tourismus und Naturschutz miteinander in Einklang gebracht werden können.

Brindisi, die Perle an der italienischen Adriaküste

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Dolce Vita und viel römische Kultur erwarten Besucher, wenn Sie die Hafenstadt Brindisi im italienischen Apulien besuchen. Denn Brindisi ist alt und wurde schon im dritten Jahrhundert erstmalig in römischen Aufzeichnungen erwähnt.

Der natürliche Hafen der Stadt an der Adria ist heute noch ein bedeutender Anleger des internationalen Fährverkehrs, denn von hier aus starten die Boote in Richtung Türkei, Albanien und nach Griechenland. Doch vor allem ist Brindisi ein wundervoller Ausgangspunkt für Ferien an der Adriaküste, die von zauberhaften Städtchen und traumhaften Stränden mit kristallklarem Wasser geprägt ist.

Das spricht für einen Urlaub in Brindisi und Apulien.

Italien ist und bleibt eines der beliebtesten Urlaubsländer und aufgrund seiner vielfältigen Landschaften und der faszinierenden Kulturschätze, ist es immer eine Reise wert.
Dazu gehört auch das im Südosten gelegene Apulien, welches in der geografischen Form sozusagen den Absatz des Stiefels bildet.

Die wundervolle Küste entlang des Mittelmeeres bietet perfekte Bedingungen für einen entspannten Badeurlaub oder einen aktiven Aufenthalt auf dem Wasser. Denn Wassersport wird hier großgeschrieben und die Umstände für Surfer und andere Sportarten sind perfekt.
Die Hauptstadt Bari und die als „Florenz des Südens“ bezeichnete Stadt Lecce sind ebenso interessante Ausflugsziele wie die bezaubernde Hafenstadt Brindisi, die besonders durch ihr natürliches Hafenbecken schon immer einen wichtigen Standort darstellte.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Brindisi

Hafenpromenade von Brindisi
Hafenpromenade von Brindisi, Bild: Angelo DAmico / shutterstock

Neben dem Hafen hat Brindisi auch eine niedliche Altstadt zu bieten, die zum Bummeln und Verweilen einlädt. In den kleinen und verwinkelten Gässchen ist das süditalienische Lebensgefühl omnipräsent und in einer der vielen netten Trattorien kann der speziell in dieser Gegend angebaute Rotwein genossen werden. Doch in dem malerisch gelegenen Städtchen finden sich außerdem einige historisch bedeutende Bauwerke und Artefakte längst vergangener Zeiten.

Nicht nur Rom verfügt über eine große Treppe, auch in Brindisi können Besucher auf der Colonne Terminali della Via Appia über eine solche schreiten. Am oberen Ende dieser historischen Sehenswürdigkeit befindet sich eine Marmorsäule, die als eine von zwei Zwillingssäulen von den Römern im 2. oder 3. Jahrhundert aufgestellt wurden.
Zudem gibt es von hier einen der spektakulärsten und schönsten Blicke über das Hafengebiet.

Von dort oben ist auch die Hafenpromenade Lungomare Regina Margherita zu sehen, auf welcher direkt am Hafenbecken entlang flaniert und den Fähren beim An- und Ablegen zugeschaut werden kann. Und wer einen Aperitif und ein leckeres Essen mit Blick auf den Hafen genießen möchte, findet an der Promenade ausreichend Möglichkeiten.

Einen weiteren wundervollen Ausblick über die gesamte Stadt können Besucher vom Monumento al Marinaio d’Italia bewundern. Dieses Denkmal wurde zwischen 1932/33 für die gefallenen italienischen Seeleute im Ersten Weltkrieg errichtet. Heute ist es ein Mahnmal und gleichzeitig ein beliebtes Ausflugsziel.

Die Pontificia Basilica Cattedrale wurde im 11. Jahrhundert zu Ehren Johannes des Täufers errichtet und steht auf der Piazza Duomo im Herzen von Brindisi. Die im romanischen Stil errichtete Basilika bietet viel Raum für schöne Fotomotive und im Inneren für Stille und Besinnung sowie etwas Abkühlung an heißen Sommertagen.

Weitere historisch wertvolle Gebäude sind die Kirche San Benedetto sowie das Castello Alfonsino di Brindisi, welches sich auf der Insel Sant´Andrea am Beginn des Hafenbeckens erhebt. Die Küstenfestung wird immer wieder für Besichtigungen geöffnet und auch kulturelle Veranstaltungen finden regelmäßig statt.

Brindisi als Badeort

Das wundervolle kristallklare Wasser vor der Küste lädt zum Baden und Verweilen ein und am Guna Beach finden Besucher einen schönen Strandabschnitt mit besten Möglichkeiten, die Fluten des Mittelmeeres am eigenen Leib zu erfahren. Ein weiterer Bereich ist am Oktagona zu erleben. An beiden Stellen ist auch für das leibliche Wohl und die ein oder andere Abwechslung gesorgt und daher lohnt es sich, einen ganzen Tag für den Besuch am dort einzuplanen.

Für Liebhaber von naturbelassenen Stränden ohne viel Schnickschnack drumherum ist der Torre Pozzelle die richtige Adresse. Die Steilküsten und Buchten sind umgeben von mediterranem Bewuchs und ursprünglicher Natur.

Die Umgebung von Brindisi lohnt weitere Ausflüge.

Alberobello, Apulien in Italien
Alberobello – Die Trulli-Hauptstadt, Bild: thegrimfandango / shutterstock

Etwas im Landesinneren befindet sich Alberobello, die absolut lohnend ist für einen Tagesausflug. Die große Sehenswürdigkeit dieses Ortes sind die Steinhäuser mit ihren kegelförmigen Dächern, die vor mehr als 700 Jahren errichtet wurden.

Diese Stadt gilt als eine der authentischsten im ganzen Land und die malerischen Gassen werden jeden Besucher sofort verzaubern und in ihren Bann ziehen. Die Hauptstadt Bari ist ebenfalls nicht weit entfernt und Castriano del capo in der Gegend um Lecce bildet den südlichsten Punk dieser Region und ist auch ein lohnendes Ausflugsziel während eines Aufenthalts in Brindisi.

Bretagne – Sommer, Sonne & Meeresfrüchte

Die Bretagne, Frankreichs größte Halbinsel im Westen, bezaubert mit zerklüfteten Küsten und einem sanft hügligen Hinterland. Rennes heißt die Hauptstadt der Region.
Für alle Besucher, die neben Sonnenschein, frischem Wind und blauem Meer auch hervorragendes Essen zu schätzen wissen, ist die Bretagne genau der richtige Ort. Denn nirgendwo schmecken Meeresfrüchte besser.

Die Bretagne kennenlernen

Côte de Granit Rose heißt zu Deutsch Rosa-Granit-Küste – und rundherum vereinen sich azurblaues Meer, feinster Sand und rosa Granitfelsen in bester Harmonie. Wer sich dort an der schönen Strandpromenade des Badeorts Perros-Guirec sattgesehen hat, startet zu einer kleinen Wanderung auf dem altehrwürdigen Zöllnerpfad oder mit dem Auto in Richtung Mont St-Michel. Dabei liegt der berühmte Felsen genau genommen knapp außerhalb der Bretagne – nichtsdestotrotz gehört der Besuch des berühmten Klosterfelsen zu beinahe jedem Besuchsprogramm. Mit der Ville close sieht man die ehemalige Korsarenhochburg St-Malo – heute erlebt der Besucher hier gepflegte französische Gastlichkeit.

Wilder wird es an der äußersten westlichen Küste mit ihren zahlreichen Leuchttürmen, wo der Pointe de St-Mathieu als spektakulärstes Sightseeing Highlight gilt. Kunst- und Architekturbegeisterte besuchen die umfriedeten Pfarrbezirke um Guimiliau und St-Thégonnec genauso wie die eindrucksvollen Megalithdenkmäler von Carnac.

Shopping total und Kulturgenuss ist natürlich in Rennes angesagt, wo ein Gürtel besonders imposanter Festungen an uralte Zeiten erinnert, während der sich die Stadt gegen die räuberischen Normannen schützen musste. Der schönste Schatz von Rennes sind die hochinteressanten Museen und ein romantisches Hinterland, in dessen dichten Wäldern die König-Artus-Sage spielt.
Die Altstadt von Concarneaus gilt ebenfalls als Kulturhotspot – und wer dort einmal ist, sollte das benachbarte schöne alte Künstlerdorf Point-Aven keinesfalls ignorieren.

Für Badeurlauber, Wanderfreunde und Radler

Wer die Macht der Gezeiten schätzt, wird die Strände von Dinard im Norden lieben. Andererseits verfügt die Côte de Granit Rose über idyllische Badebuchten – und in Richtung Westen wird es peu à peu einsamer. Einige traumhaft schöne bretonische Küstenstreifen besitzen dort wunderbare Farben und karibisches Flair – besonders schön sind die feinsandigen Strände auf der Crozon-Halbinsel, die Küste nahe Concarneau und die Maie d’Audierne.

Die Faustregel, wonach wildromantische und von Wind umtoste Steilküsten auf der Wetterseite liegen, gilt sowohl für den Süden als auch für den Westen. Sie eignen sich eher für aktive Wassersportler als für gelassene Badeurlauber, die besonders mit Kindern an den östlichen Stränden auf der Halbinsel Quiberon bestens aufgehoben sind.

Bretagne, L`Arche de Port Blanc
L`Arche de Port Blanc, Bild: DaLiu / shutterstock

Allen Wanderfreunden kann der Zöllnerpfad empfohlen werden, der von St-Brieuc bis nach Morlaix führt, wobei sich das wohl schönste Stück zwischen Perros-Guirec und Ploumanac’h befindet. Wanderer kommen zudem an der Westküste auf ihre Kosten, beispielsweise am Cap Sizum, am Cap de la Cèvre oder an der Westküste der Halbinsel Quiberon.

Radfahrer sollten gut konditioniert sein, denn Steigungen, Wind und Wetter könnten ihre Passion beschwerlich machen. Als regelrechtes Paradies gilt Radfahrern dennoch der 45-Kilometer-Rundkurs um die Belle-Île, deren wilde Westseite im Übrigen ein Surferparadies ist.

Gourmettipps und Nightlife in der Bretagne

Bretagne, parc du Thabor
Der parc du Thabor in der Hauptstadt Rennes, Bild: Kiev.Victor / shutterstock

Nachtschwärmern bieten Rennes und die Hafenstadt Brest verschiedene Klubs und Bars, schrille Etablissements wird man in der Region allerdings lange suchen müssen. Feinschmeckern dagegen gilt die Bretagne als besonderer Hotspot: Während es Galettes, Crêpes und Cidre an beinahe jeder Straßenecke gibt, nimmt man sich für den Genuss berühmter Spezialitäten am besten ganz viel Zeit: Köstlichkeiten sind die besonders deftigen Fischspezialitäten in Douarnenez, die frischen Austern aus dem einstigen Piratennest Cancale und köstliche, aromatische Erdbeeren von der Halbinsel Plougastel.
Überhaupt die Süßspeisen der Bretagne – der Butterkuchen namens Kouign amann ist einfach zum Dahinschmelzen.

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Auf ins Dadestal! Für eine märchenhafte Zeit in Marokkos Atlasgebirge

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Steile Felswände und tiefe Schluchten, serpentinenartig verlaufende Straßen, grüne Oasen und alte Festungen, hinter denen in der Ferne die schneebedeckten Berge des Atlasgebirges majestätisch in den Himmel ragen: Das Dadestal in der marokkanischen Provinz Tinghir zählt mit seiner atemberaubenden Landschaft und seiner malerischen Architektur zu den beeindruckendsten Gegenden Nordafrikas.

Von Marrakesch ins Dadestal

Marrakesch
Marrakesch, Bild: Matej Kastelic / shutterstock

Ein guter Startpunkt, um ins Dadestal zu fahren, ist Marrakesch, die einstige Hauptstadt des marokkanischen Reiches, die mit zahlreichen Moscheen, Palästen und Märkten (Souks) aufwarten kann. Nach dem Besuch dieser lebendigen Stadt, in der Sie durch labyrinthische Gassen schlendern und sich vom bunten Treiben und dem Duft exotischer Gewürze überwältigen lassen können, bildet die Fahrt durch die weite Landschaft ins ca. 330 km entfernt gelegene Dadestal einen Kontrast. So fahren Sie zunächst über einen der zwei großen Pässe über den Hauptkamm des Hohen Atlas. Dieser ist mit Gipfeln von über 4000 m Höhe das höchste Gebirge in Nordafrika. Der Tizi-n Tichka-Pass, den Sie auf der Fahrt von Marrakesch ins Dadestal überqueren, befindet sich auf einer Höhe von 2260 m.

Die Straße der 1000 Burgen

Auf der anderen Seite des Hohen Atlas erwartet Sie eine kahlere, trockenere „Mondlandschaft“, die beeindruckende Aussichten bereithält. Einen Stopp sollten Sie insbesondere in Aït Ben Haddou einlegen, das zu den schönsten Kasbahs des Landes zählt. Als Kasbahs werden die aus Stampflehm und Lehmziegeln errichteten Festungen bezeichnet, die einst der Verteidigung dienten und Zeugnisse traditioneller Berberarchitektur darstellen. Die Lehmbauten des befestigten Dorfes (Ksar) von Aït Ben Haddou, die teils noch von Familien bewohnt werden, haben nicht nur seit 1987 UNESCO-Weltkulturerbe-Status, sondern fanden auch als Kulisse in zahlreiche Filme Eingang. So wurden „Lawrence von Arabien“, „Jesus von Nazareth“, „James Bond 007 – Der Hauch des Todes“ und „Gladiator“ in Teilen hier gedreht. Dabei unterstützen die Filmarbeiten die Erhaltung und Renovierung der Lehmarchitektur. Nach der Besichtigung von Aït Ben Haddou erwarten Sie zahlreiche weitere Burgen auf der Strecke, weshalb die Route ins Dadestal auch die „Straße der 1000 Kasbahs“ genannt wird.

Kasbahs, Rosen und Palmenhaine

Südlich von Aït Ben Haddou können Sie die Stadt Quarzazate mit ihrer Architektur im Kasbah-Stil besichtigen und von dort in die nah gelegene Oase Fint mit ihren Gärten und Palmenhainen gelangen. Eine weitere Palmenoase mit üppiger Vegetation auf dem Weg ins Dadestal ist Skoura, deren Besichtigung sich mit einem Besuch der Kasbah von Amerhidil aus dem 17. Jahrhundert verbinden lässt. Die Lehmarchitektur in Amerhidil ist mit ihren geometrischen Ornamenten und Verzierungen an den Fassaden besonders anmutig. Daneben verzaubert das Spiel der Farbkontraste. So heben sich hier die höheren Geschosse der Gebäude rot- und ockerfarben von der umliegenden Pracht der grünen Palmen ab. Ein Teil der Anlage wird noch von einer Familie bewohnt, der andere wurde in ein Museum transformiert, das über die traditionelle Bauweisen der Berber und historische Artefakte informiert.

Nicht weniger pittoresk ist das Tal der Rosen, das ebenfalls auf der Strecke ins Dadestal liegt und seinen Namen aufgrund der zahlreichen Rosensträucher trägt, die hier gepflanzt wurden, um die übrigen Pflanzen vor Ziegen zu schützen. Das Tal ist das ganze Jahr über einen Besuch wert, vor allem aber im Mai, wenn die Rosen geerntet werden. Anlässlich der Ernte wird alljährlich ein mehrtägiges Fest gefeiert. Lassen Sie sich vom Duft der Rosen, aber auch von dem der hier traditionell hergestellten Rosenessenzen und Parfums betören, die Sie hier erstehen können, bevor Sie weiter ins Dadestal fahren.

Schluchten, Wüsten und Oasen

Dadestal
Bild: Edda Dupree / shutterstock

Die Bezeichnung Dadestal oder Dades-Schlucht bezieht sich auf die Gegend zwischen dem Dorf M’semrir und der 40 km südlich gelegenen Oasenstadt Boumalne Dadès. Hier hat der Fluss Dades mit der Zeit eine eindrucksvolle Schlucht mit atemberaubenden Felsformationen geschaffen (Gorges du Dadès). Lassen Sie sich von den bizarren Felsen, die in verschiedenen Rottönen leuchten und immer neue Blickwinkel eröffnen, verzaubern. Von hier aus können Sie auch zum Ort Tinerhir und weiter zur Todra Gorge fahren, wo Sie eine 300 m hohe Felswand bestaunen können. Die Todra Schlucht eignet sich gut zum Bergsteigen. Zudem können Sie von hier aus weiter über Tinjedad und Touroug fahren und Jorf mit seinem uralten unterirdischen Bewässerungssystem besuchen. Sie können aber auch den Weg in die Wüste nehmen, früh morgens die Sonne über den hoch aufragenden Dünen der Erg Chebbi-Wüste bei Merzouga aufsteigen sehen und die Wüstenstadt Erfoud besichtigen.

Lassen Sie es auch sich nicht entgehen, die märchenhafte Landschaft von einem Kamelrücken aus kennenzulernen. Kamelritte von einer oder mehreren Stunden werden Ihnen zahlreiche Fotomotive bescheren. Zudem können Sie eine Nacht unter dem Sternenhimmel in einem Wüstencamp verbringen und dabei die marokkanische Küche an einem Feuerlager genießen.

Was kann ich in Nancy besichtigen?

Nancy Frankreich ist eine schöne und antike Stadt, die man von Paris oder Straßburg aus problemlos mit dem Zug erreichen kann. Die Stadt ist wirklich eine Reise wert, ob Sie nun neugierig auf den schönen Place Stanislas, die mittelalterliche, antike Metropole, die UNESCO-Sehenswürdigkeiten der Weltgeschichte oder die Kunstwerke des Jugendstils und die Glasmalerei des Charles III sind.

Aktivitäten in Nancy Frankreich: Altstadt

Place Saint-Epvre

Für unseren Besuch in Nancy, Frankreich, beginnen wir am Place Saint-Epvre, dem ältesten Platz der Stadt. Erbaut unter Herzog Rene II (1451-1508), zunächst als Fischmarktplatz, wurde der Place Saint-Epvre für verschiedene Märkte und Feste genutzt, nachdem der Fischmarkt an den modernen Marche Central innerhalb des Charles III-Standorts verlegt wurde. Erst im dreizehnten Jahrhundert wurde dieser Platz an die Stadtmauer angebaut.
Das unumgängliche Denkmal ist Herzog Rene II. von Lothringen, der 1477 in der Schlacht von Nancy zum Herzog von Burgund wurde. Um ihn herum sind heute einige Geschäfte, Bars und Restaurants zu finden.

Heute beherbergt der Place Saint-Epvre Brauereien, Geschäfte und Restaurants. Berühmt ist er vor allem an einem Sonntag im Monat, wenn ein kleiner Lebensmittelmarkt und ein Flohmarkt stattfinden.

Hotel des Loups L’Hotel

18. Jahrhundert wurde dieses schöne Haus zu einer privaten Residenz. Ursprünglich wurde es für Nicolas Francois Hennequin compe de Curel, den Meister der Wolfsjagd des Herzogs von Lothringen, errichtet. Achten Sie auf die Wolfsverzierung des Tores.

Porte de la Craffe

Place de la Carere in Nancy
Place de la Carere in Nancy, Bild: Gerald Mayer / shutterstock

Ursprünglich als Porte de la Bordes bekannt, ist dies die älteste Festung in Nancy und eine der bedeutendsten Touristenziele innerhalb der antiken Metropole. Die Porta de la Craffe wurde Ende des 14. Jahrhunderts unter der Herrschaft des Herzogs Jean I. von Lothringen errichtet. Die Südfassade zeigt den lothringischen Pass über dem Zugang. Auf beiden Seiten des Passes sind die Köpfe von Karl II. und Rene II. zu sehen.

Die schützende Wirkung des Tores ist offensichtlich, denn über dem lothringischen Pass befindet sich ein Überhang, der es ermöglichen sollte, Geschosse abzufeuern und Öl auf Feinde zu werfen, die versuchten, die Verteidigungsanlagen zu durchbrechen. Auf beiden Seiten befinden sich kugelförmige Türme mit 3 m dicken Mauern und kleinen Fenstern, die eine Beobachtung in alle Richtungen ermöglichen.

Porta de la Citdaelle

Nur wenige Meter nördlich der Porte de la Craffe befindet sich die Porta de la Citadelle, die an den nördlichen Rand der Altstadt grenzt. Dieses Tor wurde 1598 als weitere Verstärkung der Porte de la Craffe errichtet.

Die nördliche Seite des Tores ist die weitaus spannendere der beiden Seiten. Auf beiden Seiten des Haupttores sind noch die Überreste der Zugbrücke zu sehen, die hier einst hing. Direkt darüber, eigentlich im Inneren, befindet sich eine Statue von Karl III., die eine Karte von Nancy schützt, während auf beiden Seiten weitere Statuen zu sehen sind, die Gerechtigkeit und Mäßigung darstellen.

Der südliche Zugang zum Tor ist viel einfacher, ein Renaissance-Portal. Das Portal ist mit geschnitzter Flora und einem Giebel mit Fahnen, Pfeilen, Waffen und Rüstungen verziert.

Jardin de la Citadelle

Nur einen kurzen Spaziergang die Rue Sellier hinunter, entdecken Sie auf der linken Seite ein unübersehbares Stahltor, das zu einem unscheinbaren Innenhof mit einer Treppe auf der Rückseite führt. Tun Sie sich einen Gefallen und treten Sie ein, gehen Sie die Treppe hinauf und entdecken Sie den Jardin de la Citadelle, der sich oberhalb der Porta de la Citadelle befindet. Dieser Ort, der nur selten auf einer Liste der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Nancy zu finden ist, verdient tatsächlich die Bezeichnung „verstecktes Juwel“: Der mittelalterliche Rasen ist voller duftender Blumen, die in Quadraten angeordnet sind, die von Buchsbäumen begrenzt werden. Der Garten ist mit Holz bepflanzt und bietet genügend Farbe, um sich von der Wärme und dem Flanieren in der Altstadt zu erholen. Im Frühling und Sommer können Sie sich hier hinsetzen und an Geißblatt, alten Rosen oder Kamille und Thymian riechen.

Parc de la Pepiniere

Parc de la Pepiniere, nördlich des Place Stanislas und entlang des Place de la Carriere gelegen, ist ein schönes, großes, unbebautes Gebiet im Herzen der Altstadt von Nancy.
Ursprünglich war dieser Park die königliche Baumschule für Holz, die von Stanislaus (dem berühmten Place Stanislas) gegründet wurde. Das Motiv war, das Holz anzubieten, das die Straßen von Nancy säumte. Im Jahr 1835 wurde der Park in einen öffentlichen Bereich umgewandelt.

Heute beherbergt der Park eine Rosenwiese, eine Minigolfanlage, ein Puppentheater, Sportplätze und einige Lokale zum Essen.

Erstaunlicherweise entging dieses schöne Wahrzeichen den Bombenangriffen des Zweiten Weltkriegs und wurde in den 1970er Jahren nur knapp vor der Schließung bewahrt. Maurice Rheims, einem Experten für Jugendstil, ist es zu verdanken, dass diese schöne Architektur behalten werden konnte. Die Brassierie Excelsior wurde 1976 als historisches Denkmal eingetragen.

Die Brasserie Excelsior liegt nur wenige Schritte vom Bahnhof entfernt und eignet sich hervorragend als erster oder letzter Anlaufpunkt für einen Nachmittag in Nancy, an dem man die traditionelle französische Küche der Umgebung kennenlernen kann.

Lassen Sie sich diese Ziele bei einem Aufenthalt in Nancy nicht entgehen. Am besten holen Sie sich eine Karte des Ortes, um auch wirklich alle Ziele zu finden. Es rentiert sich auf jeden Fall, Nancy zu besuchen und sich dieser schönen Stadt hinzugeben.