• Menu
  • Menu
Strand von Salalah
Traumhafter Strand in Salalah, Bild: byvalet / shutterstock

Salalah im Sultanat Oman: Zwischen Korallenriffen und Weihrauch

Urlaub im Oman? In Salalah? Wer mit diesem Gedanken spielt, gehört unter den gemeinen westlichen Touristen mit Sicherheit noch immer zu den Exoten. Und das, obwohl der Oman, und speziell die im Südwesten des Sultanats gelegene Stadt Salalah karibisch wirkende Strände, hervorragende Tauchspots, Naturwunder zwischen Palmen und atemberaubende Stätten des UNESCO Weltkulturerbes zu bieten hat. Wer nach Salalah reisen möchte, kann direkt in die etwa 375.000 Einwohner fassende ehemalige Hauptstadt des Oman fliegen. Zur Einreise wird neben einem Reisepass ein Visum benötigt, das auch online beantragt werden kann.

Salalah – Die beste Reisezeit für Meer, Strand und Tauchen

Salalah eignet sich hervorragend für einen Strandurlaub. Wer einen solchen plant kann hier dem deutschen Schmuddelwinter entfliehen, denn die beste Reisezeit liegt zwischen den Monaten November und März. Zwar sind die Temperaturen das ganze Jahr über sommerlich und liegen jeweils zwischen 25 und 40 Grad, von Juni bis September kann der südliche Teil des Sultanats, in dem Salalah gelegen ist, jedoch von starken Regenfällen getroffen werden. Dann herrscht in diesem Teil des Landes Regenzeit und Strandurlaube können unter Umständen komplett ins Wasser fallen.

Die schönsten Strände und Tauchrevier

Salalah liegt mitten am Indischen Ozean. Viele Hotels haben hier ihre eigenen Strandabschnitte, die jeweils nur wenige Schritte vom Hotel entfernt liegen. All diese Strände sind mit einer hervorragenden Infrastruktur ausgestattet, die von Sonnenliegenverleih über Bars, Restaurants, Toiletten und Spielplätze bis hin zu Sportmöglichkeiten aller Art reicht. Gäste können hier Volleyball spielen, einen Surf- oder Segelkurs besuchen oder schnorcheln. Einer der beliebtesten Strände im Stadtbereich ist der Al Haffa Beach. Der von hohen Palmen vor türkisblauem Wasser umstandene nahezu weiße Sandstrand wirkt wie aus dem Bilderbuch. Die nahe gelegenen Strände sind meist relativ belebt, da sich auch Einheimische hier entspannen.

Siehe auch  Reiseratgeber für Oman mit Kindern - Alles was Sie vor Ihrer Reise lesen sollten!

Wer es ruhiger mag wählt die Buchten von Fazayah, die rund 80 Kilometer westlich von Salalah liegen und bestens mit dem Mietwagen erreicht werden können. Hier badet man zwischen bizarr gestalteten Felsformationen oder vor einer hohen Steilküste ganz intim. Tauchfreunde haben in und um Salalah die Qual der Wahl, denn es wimmelt hier nur so von atemberaubend schönen Korallenriffen. Es gibt an jeder Ecke Tauchschulen, die Tauchgänge organisieren und Kurse geben. Besonders schöne Tauchplätze sind die Eagle Bay und das Shaab Ashra Riff. Beide liegen 70 Kilometer von Salalah entfernt, nahe der Stadt Mirbat. Neben einer farbenfrohen Unterwasserwelt aus Fischen und Pflanzen lassen sich hier auch verwunschen wirkende Fischwracks erkunden.

Willkommen in Salalah, der Stadt des Weihrauchhandels

Wer neben Entspannung und sportlicher Aktivität am Strand auch in die lokale Kultur eintauchen möchte, widmet sich dem Weihrauchhandel. Salalah steht diesbezüglich in einer jahrhundertealten Tradition und gilt noch heute als das globale Zentrum des Weihrauchhandels. Auf dem Al-Husn Souk kann den Weihrauchbrennern über die Schulter geschaut werden. Der antike Weihrauchhafen Al-Baleed am Ostrand der Stadt gehört dem UNESCO Weltkulturerbe an. Es handelt sich um keinen funktionstüchtigen Hafen, sondern um eine archäologische Ausgrabungsstätte, die besichtigt werden darf. Gleich nebenan lockt das Museum des Weihrauchlands, das nicht nur über die Handelsgeschichte des wertvollen Guts informiert, sondern auch einen kleinen Überblick über die Historie des Omans liefert. Nicht auslassen sollte man darüber hinaus einen Besuch der Sultan Qabus Moschee. Die ist zwar nicht antik, sondern stammt aus dem 21. Jahrhundert, wirkt jedoch mächtig und ist reich verziert und gestaltet. Abschließend kann noch ein Blick auf den Sultanspalast geworfen, der von außen zu besichtigen ist.

Siehe auch  Maskat: Hafenstadt am Golf von Oman

Auf zum Birdwatching und zur Delfinsafari

AYN KHOR, Oman
AYN KHOR, Bild: Santhosh kumar sundaresan / shutterstock

Und auch für Vogelfreunde ist Salalah ein wahres Paradies. Überall werden geführte Birdwatching Touren angeboten, die die Besucher auf Tuchfühlung mit Kormoranen, farbenfrohen Flamingos, Halsbandsittichen und Bonelli Adlern gehen lassen. Die genannten Vogelarten sind jedoch nur einige wenige Beispiele an Vögeln, die sich rund um die Stadt, die an der Flugroute vieler europäischer Arten in und aus ihren Winterquartieren befindet, bestaunen lassen.

Danach geht es weiter zu den possierlichen Meeresbewohnern, die sich rund um Salalah tummeln. Als Ausgangspunkt dient der Hafen von Salalah, von wo aus Delfinsafaris mit Auflugsbooten starten. Die Organisatoren wissen genau wo sich Delfine oder auch Buckel- und Blauwale gerne aufhalten und führen ihre Gäste direkt dorthin.

Wadi Darbat, die Wüstenoase

Sultan-Qaboos-Moschee in Salalah
Sultan-Qaboos-Moschee in Salalah, Bild: Patrik Dietrich / shutterstock

Ein hervorragendes Ausflugsziel in die Natur bildet Wadi Darbat. Das gleichnamige Dorf lieht knapp 60 Kilometer von Salalah entfernt und ist am besten mit dem Leihwagen zu erreichen. Vor Ort gibt es verschiedene Wanderwege, die durch eine karge Wüstenlandschaft oder aber eine satte grüne Oase führen. Je nachdem, ob der Ausflug während der Regen- oder Trockenzeit unternommen wird. Landschaftlich ist es rund um Wadi Dabat immer schön. Dazu können Höhlenmalereien besichtigt und Wüstentouren auf Dromedaren unternommen werden. Das Highlight der Wüstenoase sind mehrere Wasserfälle, die inmitten der Wüste wie aus dem Nichts auftauchen.

Die Küstenstadt Mirbat

Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel ist die 75 Kilometer von Salalah entfernte Stadt Mirbat. Mirbat ist eine Mischung aus traditionellem Fischerort und modernem Handelsplatz. Im Hafen sind die hier typischen Dhau Boote, alte Fischerboote, zu sehen. Dort kann den Fischern noch heute bei der handwerklich orientierten Arbeit zugesehen werden. Man beobachtet, wie sie die Fische aus den Netzen ziehen und sortieren und danach die Netze flicken und zum Trocknen aufhängen.