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Donnerstag, April 3, 2025
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SSS-Inseln in der Karibik

Die SSS-Inseln bezeichnen eine Gruppe von drei Inseln der kleinen Antillen in der Karibik. Sie gehören zum Staatsgebiet der Niederlande und zählen in der Karibik zu den „Inseln über dem Winde“.

Die beiden Inseln Sint Eustatius und Saba haben dabei den Status einer „Besonderen Gemeinde des Landes Niederlande“. Dazu kommt der niederländische Teil der Insel St. Martin: Sint Maarten ist ein autonomes Land innerhalb des Königsreiches der Niederlande.

Sint Eustatius

Auf der Insel Sint Eustatius leben auf 21 km² Grundfläche etwa 3142 Einwohner.
Seit 1816 ist die Insel niederländische Kolonie. Seit dem 10. Oktober 2010 gehört die Insel als „Besondere Gemeinde“ zu den Niederlanden.

Im 18. Jahrhundert war die Insel durch Handel sehr wohlhabend. Durch das Ende des Sklavenhandels, der Vormachtstellung der nun unabhängigen USA im transatlantischen Handel und die französische Besetzung von Sint Eustatius 1795 ging die wirtschaftliche Blütezeit der Insel aber zu Ende.

Amtssprache ist Niederländisch, aber den Alltag beherrscht die englische Sprache. Als Übersee-Hoheitsgebiet zählt die Insel auch nicht nur Europäischen Union. Daher ist das Währungsmittel nicht de Euro, sondern der US-Dollar. Die Hauptstadt der Insel ist Oranjestad.

Seine Entstehung verdankt die Insel vulkanischer Aktivität. Der knapp 600m hohe Vulkan „The Quill“ ist heute ein schlafender Schichtvulkan. Dennoch ist der Vulkan heute noch aktiv, davon zeugen Temperaturmessung im Grundwasser des Vulkans. Sein Krater zieht viele Touristen an.

Auf Sint Eustatius herrschen tropische Temperaturen. In den Monaten August bis Oktober sind Hurrikans möglich.

Die Insel besitzt einen Flughafen und einen Hafen für Fähren. Kreuzfahrtschiffe können den Hafen nicht anfahren. Ihre Gäste werden mit Tenderbooten zur Insel gebracht. Sehenswert ist der Quill/Boven Nationalpark, das Fort de Windt und das St Eustatius Historical Foundation Museum.

Saba

Kleine (Niederländische Antillen), SSS-Inseln, Saba
Ein malerisches Dorf auf Saba, Bild: Erika Bisbocci / shutterstock

Auch die Insel „Saba“ ist eine besondere Gemeine des Landes Niederlande. Die Grundfläche von Saba beträgt nur 13 km². Im Januar 2021 waren auf der Insel 1918 Einwohner registriert.

Hauptstadt von Saba ist „The Bottom“. Wie auch auf Sint Eustatius ist auf Saba Niederländisch die Amtssprache. Der Alltag wird von der englischen Sprache beherrscht. Währung ist der US-Dollar.

Saba hat keine natürlichen Strände. Die Insel wird von Steilküsten umsäumt. Geologisch zählt Saba zu den jungen Inseln. Sie entstand durch vulkanische Aktivität während der letzten 500.000 Jahre. Der Vulkan „Mount Scenery“ nimmt große Teile der Inselfläche ein. Er ist 877 Meter hoch und zählt zu den ruhenden Vulkanen. Der letzte Ausbruch wird auf das Jahr 1640 datiert. Kurioserweise ist der Vulkan die höchste Erhebung des gesamten Königreichs der Niederlande.

Klimatisch zählt auch Saba zu den Tropen. Kühle Passatwinde aus Nordosten machen die Temperaturen etwas erträglicher.

In der Kolonialzeit wurde der Regenwald komplett abgeholzt. Heute aber gibt es auf der Insel wieder einen sehr vielfältigen sekundären Regenwald, durch den zahlreiche Wanderwege führen. Da es keine giftigen oder gefährlichen Tiere auf Saba gibt, ist eine Wanderung durch den Regenwald sehr zu empfehlen.
Allerdings muss man vor allem in der Regenzeit mit vielen Stechmücken rechnen.
Auch zum Gipfel des Mount Scenery führt ein Wanderweg durch den Regenwald.

Taucher finden im Meer vor Saba gute Bedingungen. Die Unterwasserwelt wird durch strenge Auflagen und Gesetze geschützt.

900 Steile Felsstufen führen von der Hauptstadt die Steilküste hinunter zur Bucht Ladder Bay. Noch bis in die 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts konnte die Insel nur über diesen mühsamen Weg betreten werden. Auch alle Waren und Güter mussten auf diesem Weg transportiert werden. Seit 1960 hat Saba einen kleinen Flughafen mit einer extrem kurzen Start- und Landebahn. Eine längere Bahn war nicht möglich, da der Flughafen schon auf der einzigen möglichen Ebene der Insel gebaut wurde.

Wichtigster Wirtschaftszweig ist heute der Tourismus. Saba ist bei Tauchern sehr beliebt. Die Insel verfügt sogar über 4 Dekompressionskammern für Tauschunfälle.

Sint Maarten

Sint Marteen, Cupecoy Beach
Cupecoy Beach auf Sint Marteen, Bild: Steve Heap / shutterstock

Sint Maarten ist der südliche Teil der Karibikinsel St. Martin. Der nördliche Teil gehört zu Frankreich. Es ist ein autonomes Land, dass zu den Niederlanden gehört. Dementsprechend ist auch der niederländische König Willem-Alexander Staatsoberhaupt von Sint Maarten. Auf einer Fläche von 34km² leben etwa 40.614 Menschen.

Gut 65% der Bevölkerung sind Niederländer. Sie sind Nachfahren niederländischer Siedler. Fast 75 % der Bevölkerung gehören dem christlichen Glauben an. Hauptstadt von Sint Maarten ist Philipsburg. Amtssprache sind Englisch und Niederländisch.

Sint Maarten ist eine Steueroase. Die Firmen, die auf der Insel registriert sind, aber im niederländischen Teil keine Geschäfte betreiben, müssen keine Steuer bezahlen. Die Mehrwertsteuer beträgt nur 5%.

Sint Maarten wird gerne von Kreuzfahrtschiffen angefahren. Der Freihafen ermöglicht es den Gästen, steuer- und zollfrei einzukaufen. Diese nutzen den Aufenthalt in Sint Maarten daher gerne, um kostengünstig Tabakwaren und Spirituosen zu kaufen.

Berühmt ist Sint Maarten auch für seinen Flughafen. Die Start- und Landebahn liegt direkt am Strand und die Flugzeuge fliegen direkt über den Köpfen der Badenden hinweg.
So ist es z.B. möglich, direkt unter einem Flugzeug zu stehen und es von unten zu fotografieren. Ganz ungefährlich ist das nicht, und so befinden sich am für Touristen freigegebenen Strandabschnitt auch Warnhinweise.

Die beliebtesten Reiseziele in Frankreich

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Frankreich kann mit unzähligen Sehnsuchtszielen aufwarten. Ob Kultur und Savoir-vivre in den Metropolen wie Paris, Marseille oder Lyon oder malerische Landschaften wie die Provence oder die Camargue – hier kommt jeder Reisende auf seine Kosten. Genießer fühlen sich bei Wein und Käse wie Gott in Frankreich und nicht zuletzt locken die Küsten des Landes. Von der mondänen Côte d’Azur am glitzernden Mittelmeer bis zu den rauen, wilden Stränden in der Bretagne ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Paris – die Stadt der Liebe entdecken

Die französische Hauptstadt gehört zu den meist besuchten Zielen Europas. Kunstfreunde zieht es in den Louvre, wo eines der berühmtesten Gemälde der Welt die Gäste fasziniert: die Mona Lisa von Leonardo Da Vinci. Der Eiffelturm bietet wunderschöne Blicke über die Metropole und wird auch gerne als Kulisse für Selfies genutzt. Den Atem raubt die monumentale Kathedrale von Notre-Dame und auch der Arc de Triomphe, das Centre Georges Pompidou und die Champs-Élysées sollten auf der To-do-Liste stehen. Die besondere Stimmung und das Lebensgefühl von Paris fangen Reisende am besten bei einem Croissant und einem Milchkaffee in einem der charmanten Cafés der Stadt ein.

Rund um die Hauptstadt – Disneyland und Versailles

Versailles
Versailles, Bild: charlemagne / pixabay

Zwei der beliebtesten Attraktionen Frankreichs liegen direkt vor den Toren der Hauptstadt. Für Familien mit Kindern ist der europäische Ableger der Disney-Themenparks ein wahres Eldorado. Hier können die Kids die Helden ihrer Lieblingsfilme treffen und auf altersgerechten Fahrgeschäften eine spaßige Zeit erleben. Die Eltern schwelgen derweil in Kindheitserinnerungen. Prunk und Historie erwartet Gäste hingegen in Versailles, einem der berühmtesten Schlösser der Welt. Die Anlage des legendären Sonnenkönigs Ludwig XIV. aus dem 17. Jahrhundert fasziniert mit einer unglaublichen Fülle an prächtigen Räumen und wertvollem Inventar. Doch auch ein Spaziergang durch die Gärten ist ein Erlebnis.

Sehen und gesehen werden an der Côte d’Azur

Blick auf St. Tropez
Blick auf St. Tropez, Bild: photosmatic / shutterstock

Die malerische Region am Mittelmeer trägt ihren Namen zu Recht: hier glitzert das Wasser der azurblaue Küste mit der Sonne um die Wette. Doch nicht nur Sonnenanbeter und Badefans kommen hier auf ihre Kosten – die schmucken Städte sind auch für Shoppingfreunde und Clubgänger ein begehrtes Reiseziel. Vor allem in Saint-Tropez trifft sich der internationale Jetset, doch auch auf der Promenade Anglais in Nizza tummeln sich viele Promis. Die mondäne Stadt punktet zudem mit ihren Gebäuden im Stil des Art déco.

Marseille – Hafenstadt mit Flair

Provence-Alpes-Côte d’Azur, Marseille
Der Hafen von Marseille, Bild: S-F / shutterstock

Marseille prägen prächtige Bauwerke, malerische kleine Gässchen und der einzigartige Charme am alten Hafen – die Hafenstadt im Süden des Landes sollte unbedingt auf dem Programm einer Frankreichreise stehen. Zu den Highlights zählen die Basilika Notre-Dame-de-la-Garde am höchsten Punkt der Stadt sowie ein Ausflug zur vorgelagerten Inselfestung Chateau d’If. Das ehemalige Gefängnis aus dem 16. Jahrhundert ist vor allem als Schauplatz der Geschichte des Grafen von Monte Cristo berühmt.

Mont Saint Michel – begehrtes Fotomotiv

Le Mont Saint Michel, Normandie
Le Mont Saint Michel, Bild: canadastock / shutterstock

Jeder kennt es von Bildern, die Sehnsucht wecken: das auf einem Inselfelsen thronende Kloster Saint Michel. Das UNESCO-Welterbe in der Normandie ist je nach Gezeiten von Wasser umspült oder erhebt sich direkt aus dem Watt. Bei Flut erreichen Besucher das alte Kloster mit der sehenswerten Abtei über eine Brücke.

Bretagne – für Naturliebhaber

Ganz anders als die schicken, sonnenverwöhnten Mittelmeerküsten Frankreichs, lockt die Bretagne vor allem Outdoor-Liebhaber an, die an ungezähmter Natur interessiert sind. An den naturbelassenen Stränden am Atlantik finden vor allem Wassersportler ein lohnendes Ziel. Die Winde und Wellen eignen sich perfekt zum Surfen und Segeln. Die rauen Klippen laden zu ausgedehnten einsamen Wanderungen ein.

Provence – ein Traum in Lila

Wo man hinblickt, sieht man die intensiv leuchtenden Lavendelfelder für die die französische Region im Südosten des Landes weltweit berühmt ist. Ein traumhafter und absolut einzigartiger Anblick, der Reisenden noch lange in Erinnerung bleibt. Und auch der Duft prägt sich nachhaltig ins Gedächtnis ein.

Burgund – ein Eldorado für Genießer

Burgund-Franche-Comté
Burgund-Franche-Comté, Bild: Massimo Santi / shutterstock

Leuchtend gelbe Rapsfelder, sanfte grüne Weiden und unendliche Weinberge prägen das Bild des Burgund ebenso wie die vielen Flüssen und die bezaubernden Ortschaften. Doch seine Anziehungskraft übt die Region vor allem durch ihre berühmte Küche aus. Gourmets können sich hier durch Spezialitäten wie Schnecken und Trüffel schlemmen.

Loire – Burgen und Schlösser

Fans von prächtigen Adelssitzen können entlang des malerischen Flusses im Loiretal aus dem Vollen schöpfen. Über 400 sehenswerte Burgen und Schlösser hat sich die französische Aristokratie hier über Jahrhunderte errichtet. Das größte unter ihnen ist Schloss Chambord, das unbedingt einen Abstecher wert ist. Doch auch Villandry mit seinen faszinierenden Gärten, das Wasserschloss Chenonceau oder das geschichtsträchtige Schloss Blois sind allerdings nicht minder atemberaubend.

Die wilden Pferde der Camargue

Sie gehören zu den letzten wilden Pferden Europas und leben in der Camargue – der südfranzösischen Landschaft rund um das Rhonedelta. Doch die anmutigen weißen Tiere können nicht nur in freier Wildbahn beobachtet werden. Sie werden in der Camargue auch gezüchtet. Pferdenarren können auf zahlreichen Höfen einen Ausritt durch die Natur buchen und lang anhaltende Erinnerungen schaffen.

Les 3 Vallées für Skispaß ohne Ende

Wintersportler finden in den französischen Alpen mit ihren hohen Gipfeln die besten Voraussetzungen zum Skifahren. Der Verbund Les 3 Vallées ist unter den vielen Skigebieten das größte – insgesamt stehen aktiven Reisenden hier 600 Pistenkilometer zur Verfügung. Auf bis zu 3.230 Metern Höhe gibt es geeignetes Terrain für Anfänger und Genussfahrer. Fortgeschrittene bieten sich traumhafte Gletscherabfahrten und die Steilhänge von La Saulire warten auf die Freeride-Profis.

Das Elsass – Landromantik pur

Städte wie Colmar und Straßburg locken nicht nur mit Kunstschätzen, sondern auch mit einer hervorragenden Küche, die das Beste aus der umliegenden Natur vereint. Genießer kosten dazu natürlich einen der hervorragenden Weine der Region. Bei Ausflügen zu entzückenden elsässischen Dörfern umweht Besucher frische Landluft – das Leben kann so wunderbar sein in Frankreich!

Nauru: Ein echter Geheimtipp mitten im Pazifik

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Traumhafte Strand-Idylle, atemberaubende Tauchreviere und jede Menge Urlaubs-Flair: das ist Nauru. Der Inselstaat inmitten des Pazifischen Ozeans ist trotz seiner zahlreichen Vorzüge nach wie vor ein echter Geheimtipp bei Touristen. Abseits der großen Touristenströme kann man auf Nauru, der einzigen Pazifikinsel in Ozeanien und drittkleinsten Staat der Welt, einen traumhaften Urlaub mit allem Drum und Dran genießen. Auf Nauru leben gerade einmal etwa 13.000 Einwohner.

Die gesamte Insel, die nur 21,3 Quadratkilometer groß ist, lässt sich an nur einem Tag erkunden. Eine offizielle Hauptstadt hat Nauru zwar nicht, das politische Zentrum befindet sich im Distrikt Yaren im Südwesten des Inselstaates. In der 5.000-Einwohner-Metropole befindet sich neben den zahlreichen politischen Behörden auch der Internationale Flughafen der Republik Nauru. Ein gemütlicher Stadtbummel durch Yaren lohnt sich auf jeden Fall. Neben dem sehenswerten Parlamentsgebäude sollte man sich auf jeden Fall auch den beeindruckenden Hafen anschauen. Direkt neben dem Internationalen Flughafen von Nauru befindet sich der Moqua Well. Der etwa 2.000 Quadratmeter große unterirdische Süßwasser-See befindet sich in einer kleinen Höhle wenige Meter unter der Erde. Der See bietet sowohl den Einheimischen als auch den Touristen vor allem in den heißen Mittagsstunden eine willkommene Abkühlung.

Ein Paradies für Taucher und Schnorchler

Nauru in Ozeanien
Korallengestein am Strand von Anibare, Nauru, Bild: Robert Szymanski / shutterstock

Vor allem Taucher und Schnorchler aus der ganzen Welt haben Nauru in den vergangenen Jahrzehnten längst für sich entdeckt. Kein Wunder: Schließlich ist die Insel für seine großen und äußerst farbenfrohen Korallenriffe und zahlreiche kleinen und großen Meeresbewohner berühmt. Die Riffe gehören zu den schönsten Tauchrevieren in der gesamten Region – und das abseits der großen Touristen-Hochburgen des Pazifiks. Zu den beliebtesten Ausflugszielen auf Nauru gehört die Anibare-Bucht im Osten der Insel. Die Region ist gleichzeitig auch das touristische Zentrum des kleinen Staates.

Hier kommen Wassersportler ebenso voll auf ihre Kosten wie Strandurlauber und Erholungssuchende aus der ganzen Welt. Allerdings sollte man neben den gefährlichen Quallen auch vor der unberechenbaren Unterwasserströmung aufpassen. Seit einigen Jahren gibt es in der Anibare-Bucht auch einen Seehafen, der neben den Einheimischen auch viele Touristen anzieht. Im Westen des Inselstaates befindet sich mit dem Command Ridge eine weitere Sehenswürdigkeit. Der mit einer Höhe von 65 Metern höchste Punkt der Insel spielte vor allem im Zweiten Weltkrieg eine strategisch wichtige Rolle für die japanische Armee, die Nauru während des Zweiten Weltkrieges besetzt hatte. Noch heute gibt es hier einige Überreste der verschiedenen Bunker zu sehen. Außerdem kann man von hier aus einen schönen Überblick über die gesamte Insel genießen. Hobbygolfer können sich außerdem über einen 18-Loch-Golfplatz freuen.

Zentrum des Phosphatabbaus

Bekannt war Nauru in den vergangenen Jahrzehnten auch als wichtiges Zentrum des Phosphatabbaus. Aufgrund der reichhaltigen Phosphatvorkommens auf der Insel war Naura, das 1968 seine Unabhängigkeit erreichte, bis zum Ende der 1990er Jahr das Land mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen der Welt. Ab 2000 gingen die Vorkommen allerdings schrittweise zur Neige, sodass aktuell deutlich weniger Phosphat abgebaut wird und damit mehr und mehr die Armut um sich greift. In den vergangenen Jahren entdeckte man auf Nauru mehr und mehr den Tourismus als weiteres wichtiges wirtschaftliches Standbein für sich. Durch den jahrelangen Abbau des Phosphates sind auf der ganzen Insel Mondlandschaften entstanden. Diese können heute entweder auf eigene Faust oder mit einem fachkundigen Führer erkundet werden. Aufgrund des langfristigen Phosphatabbaus auf der gesamten Insel, gibt es auf Nauru eine eher spärliche Flora und Fauna – vor allem im Landesinneren. Lediglich in den Küstenregionen sind typische Pazifik-Insel-Pflanzen wie Kokospalmen, Bananenstauden oder Hibiskus zu finden. Große Landtiere sind auf Nauru nicht zu finden. Dagegen wird man auf der Suche nach Vögeln auf jeden Fall fündig. So gibt es hier unter anderem Seevögel wie Seeschwalben, Tölpel oder Sturmtaucher.

Beste Reisezeit für Nauru: von März bis Oktober

Das Wetter auf Nauru zeichnet sich vor allem durch ein tropisches Klima mit warmen Temperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit von durchschnittlich 75 Prozent aus. Mit Regenfällen ist beinahe täglich zu rechnen. Die beste Zeit für eine Reise nach Nauru zieht sich von März bis Oktober. In diesen Monaten regnet es tatsächlich nur relativ selten. Dabei liegen die durchschnittlichen Temperaturen bei knapp 30 Grad Celsius. Die trockenen Passatwinde machen das Wetter zusätzlich angenehm. In den Wintermonaten ist dagegen mit zahlreichen starken Niederschlägen zu rechnen. Vor allem in den Küstenregionen sind zahlreiche Unterkünfte zu finden – vom Luxushotel über verschiedene kleine Ferienwohnungen bis hin zu einem preiswerten Hostel.

Wer sollte nach Südtirol reisen? Der ultimative Urlaubscheck

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Zum Urlaub ans Meer nach Italien oder zum Radfahren und Wandern nach Österreich? Wer sich an dieser Stelle der Urlaubsplanung partout nicht für ein Reiseziel entscheiden kann, dem sei gesagt: In Südtirol gibt es (bis auf das Meer) fast beides. Südtirol liegt zwar in Italien, allerdings nicht am Meer. Wer also das Element Wasser braucht, um im Urlaub entspannen zu können, könnte Ferien am Kalterer See machen. Wen es in die Stadt zieht, der ist mit einem Trip nach Meran gut beraten. Und die Dolomiten, die bei der UNESCO als Weltkulturerbe gelistet sind, bieten nicht nur einen atemberaubenden Ausblick sondern sind auch das Ziel vieler Trips per Pedes oder mit dem Fahrrad. Doch ist Südtirol wirklich für jeden Urlaubstyp geeignet? Der ultimative Südtirol-Check.

Ist Südtirol für Fans von Fahrradtouren geeignet?

Südtirol ist durchaus ein beliebtes Ziel für Radler – allerdings dürfen diese nicht zu den Hobbyradlern zählen, sondern sollten bereits einige Kilometer auf dem Drahtesel zurückgelegt haben. Wer auf dem Fahrrad etwas erleben möchte, findet in Südtirol reichlich Optionen dafür. Die Passstraßen sind geprägt von Kurven und Zick-Zack-Routen, auf den Talradwegen im Puster- und Eisacktal bleibt hingegen vor allem der Blick nach oben – auf die Kulisse der Dolomiten. Wer explizit sein Können testen möchte, ist mit einem Ausflug zu einem Bikepark oder Biketrail gut beraten. Familienfreundlich ist hingegen das Fahrradwegenetz in Südtirol.

Besonders einfach ist die Planung einer Radtour mit Tools wie der Routenplanung von Komoot. Dort sind Radtouren hinterlegt, zu denen es direkt eine Information gibt, wie gut die Grundkondition sein muss, wie anstrengend die Route ist und welche Wege die Radler dort erwarten. Deutlich individueller sind hingegen die Radtouren, die im BikeHotel Jagdhof angeboten werden. Das Hotel in Latsch gilt als ausgewiesenes Bikehotel. Hier geht Gastgeber Martin Pirhofer selbst mit auf Tour – egal ob Freeride-Trail oder Enduro-Route gewünscht sind. Mitunter auch dank dem Gastgeber ist der Vinschgau die erklärte Radfahrerregion in Südtirol, die Touren bis auf 3.000 Meter ermöglicht und für jede Radfahrkondition die passende Route bereithält. Damit kann diese Region mit Fug und Recht als radfahrerfreundlich ausgewiesen werden.

Ist Südtirol für Wassersportler einen Trip wert?

Rechensee Südtirol
Am Reschensee kommen Wassersportfans sicher auf ihre Kosten., Bild: rkl_foto / shutterstock

Südtirol liegt nicht am Meer. Wer also den Sand des Adriastrandes zwischen den Zehen fühlen muss, um einen entspannten Urlaub zu erleben, ist in Südtirol fehl am Platz. Dafür jedoch ist Südtirol – auch ohne Meer – eine beliebte Adresse für Wassersportler. Zum Surfen und Segeln ist der Kalterer See besonders gut geeignet. Dort befindet sich schon seit Jahren eine Surfschule, die mit qualifizierten Lehrern und Lehrerinnen den Weg aufs Bord erleichtert. Ein zugegeben recht kaltes Highlight erwartet die Gäste im Winter am Reschensee. Dort hat sich das Ice Sailing zur beliebten Sportart gemausert – auch wenn das mit klassischem Wassersport natürlich nur wenig zu tun hat. Vielmehr geht es hier um Wintersport, denn hier geht’s mit Kufen übers Eis.

Dass Südtirol durchaus auch auf die Trends auf dem Wasser achtet, zeigt sich auch am Angebot, mit dem SUP-Board über den Reschensee oder den Kalterer See zu paddeln. Deutlich mehr Adrenalin wird bei einer Raftingfahrt ausgeschüttet, die auf dem Eisack und der Ahr angeboten werden.

Ist Südtirol nun wassersporttauglich oder nicht? Südtirol bietet in jedem Fall jede Menge Abenteuerpotential im Zusammenhang mit Wasser, aber kein Meer. Wer sich dessen bewusst ist, wird auch in den Seen und Freibädern zahlreiche Optionen finden, um sich im Sommer abzukühlen.

Ist Südtirol für Wanderer, Bergsteiger und Kletterer eine Option?

Südtirol
Als Paradies für Wanderer und Kletterer hat sich Südtirol längst einen Namen gemacht, Bild: Jenny Sturm / shutterstock

Es gibt wohl kaum ein Land, in dem es mehr Optionen für Wanderfreunde gibt und für solche, die es einmal werden wollen. Wichtig ist bei der Planung einer Wanderung, die persönliche Kondition zu berücksichtigen. Möglich ist in diesem Urlaubsdomizil die lockere Wanderung um den See ebenso wie eine Bergtour mit mehreren tausend Höhenmetern. In Summe bietet das Land 17.000 Kilometer an Forst- und Wanderwegen – inklusive einem atemberaubenden Blick auf Gesteinswelten, Flora und Fauna.

Wer sich erstmals aufmacht, um eine Urlaubsregion wandernd zu entdecken, tut gut daran, sich einer Wandergruppe anzuschließen. Dasselbe gilt auch für Adrenalinjunkies, die die alpine Bergwelt kletternd erleben wollen. Zum Üben sind Kletterhallen und Hochseilgärten eine gute Idee. Auf den Klettersteig in der freien Natur und zum Eisklettern sollte es im besten Fall nur unter qualifizierter Anleitung gehen. Zweifelsohne jedoch ist Südtirol eine prima Option für Kletterer, Bergsteiger und Wanderer.

Ist Südtirol ein Land für Genießer?

Essen in Südtirol
Auch kulinarisch betrachtet kommt in Südtirol jeder Fan von gutem Wein, Südtiroler Speck und Käse auf seine Kosten, Bild: Karl Allgaeuer / shutterstock

Wer in Südtirol in puncto Entspannung, Erholung und auch kulinarisch nicht auf seine Kosten kommt, der macht wahrlich etwas falsch, denn das Land strotzt gerade so vor Möglichkeiten, die Seele baumeln zu lassen und sich verwöhnen zu lassen. In den meisten Hotels gehören Wellness- und Spa-Möglichkeiten zum festen Angebot. Neben einer Badewelt, die im besten Fall für Jung und Alt Attraktionen bietet, finden sich dort Dampfbäder und Saunen sowie die Option, Wellness- und Beautyanwendungen zu buchen.

Auch kulinarisch hat Südtirol – nicht zuletzt durch die vielseitigen Einflüsse aus Italien, Österreich und Deutschland – reichlich Leckeres zu bieten. Wer Südtirol auch kulinarisch erleben will, dem empfehlen Weinfreunde Chardonay, Weißburgunder oder Pinot Grigio aus dem vergleichsweise kleinen Weinanbaugebiet in Südtirol. Zum Snacken gibt es echten Südtiroler Speck, der erst durch das gut gehütete Gewürzrezept zur Leckerei wird, und Südtiroler Käse, der bestens zum Wein passt. Damit ist Südtirol in jedem Fall auch ein Land für Genießer.

Faial – die blaue Insel der Azoren

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Die portugiesische Inselgruppe der Azoren gilt als besonders reizvoll. Zu den malerischsten Inseln zählt die fünftgrößte Insel Faial, die auch als Ilha Azul (blaue Insel“ bezeichnet wird. Ihren liebevollen Beinamen erhielt die Insel aufgrund der blauen Blütenpracht der Hortensienhecken, die die Insel prägen. Von der mondänen Inselhauptstadt über die naturschönen Strände bis zu den vulkanisch geprägten Landschaften, hat das portugiesische Inselparadies einiges zu bieten.

Horta – die Inselhauptstadt mit internationalem Flair

Horta, Faial
Die Inselhauptstadt Horta, Bild: sarionunes / shutterstock

Faial spielte unter den Azoreninseln eine ganz besondere Rolle und dies spiegelt sich auch in der Entwicklung der mondänen Inselhauptstadt Horta wider. Entdeckt von Heinrich dem Seefahrer wurde die Insel Faial in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts besiedelt. Prägend für die Stadt Horta waren die Großgrundbesitzer, die sich hier ansiedelten und für ein standesgemäßes Stadtbild sorgten. Davon zeugt unter anderem die Igreja Matriz Sao Salvador im Zentrum der Stadt, die mit ihrer monumentalen Barockfassade ins Auge fällt. Ab dem 19. Jahrhundert kam der Einfluss der amerikanischen Walfänger hinzu und Anfang des 20. Jahrhunderts wurde in Horta die Relaisstation für Überseekabel errichtet, die ein wichtiger Kommunikationsknotenpunkt zwischen Europa und Amerika war. All dies sorgte für das internationale Flair der Stadt, welches bis heute die Besucher fasziniert.

Heute ist Horta mit ihren Herrenhäusern, Kirchen und einer zauberhaften Uferpromenade der Inbegriff einer malerischen Küstenstadt. Besonders das Altstadtgebiet mit seinen prächtigen Bauwerken begeistert und überrascht zugleich. Schön angelegte Gärten und Parkanlagen laden zum Verweilen ein, der Jachthafen sorgt für maritimes Flair und die bunten Auslagen der kleinen Läden der Stadt laden ebenso zu einem Shoppingbummel ein wie die große Markthalle der Stadt. Schöne kleine Cafés und Restaurants locken mit Spezialitäten der Inselküche, aber auch mit internationalen Spezialitäten.

Faials faszinierende Vulkanlandschaft

Mit ihren bizarren Vulkanlandschaften ist Faisal besonders sehenswert. Geprägt durch den Vulkankrater Caldeira do Cobeco Gordo, der sich in der Inselmitte befindet, wartet die Insel mit vielen Besonderheiten auf. Der Vulkankrater beeindruckt mit einem zwei Kilometer Durchmesser. An der westlichen Spitze der Insel findet sich eine besonders bizarre Landschaft, denn hier entstand von 1957 bis 1958 ein neuer Berg. Dieses Naturwunder geht auf den Ausbruch eines unter dem Meer liegenden Vulkans zurück. Das hier befindliche Besucherzentrum präsentiert auf anschauliche Weise den Ausbruch und die Entstehung der neuen Landschaft.

Caldeira do Faial – die Wildnis umgeben von Zivilisation

Naturliebhaber sollten sich in keinem Fall die Caldeira do Faial entgehen lassen. Hier am Krater, der bis zu 400 Meter Tiefe aufweist, findet sich eine von Menschen unberührte Vegetation. Besonders reizvoll ist es den Krater zu umrunden. Ein entsprechender Wanderweg führt auf dem Kraterrand entlang, sodass die Umrundung circa 2,5 Stunden in Anspruch nimmt. Vom Krater aus lässt sich aber auch eine herrliche Aussicht genießen und die Azoreninsel scheint den Wanderern zu Füßen zu liegen. Bei gutem Wetter reicht der Blick bis zu den Nachbarinseln Pico und Sao Jorge und sogar bis Graciosa.

Tipps für unbeschwertes Strandvergnügen

Die naturschöne Azoreninsel bietet herrliche Strände, die zum Entspannen einladen. Ein Highlight ist unter anderem der Strand Praia do Porto Pim, der am Fuße des Monte de Guia und unweit der Stadt Horta liegt. Wo einst die Walfänger ihre Boote anlegten, können Strandbesucher heute unbeschwerte Badefreuden am hellen feinsandigen Sandstrand genießen.

Nördlich von Horta lockt hingegen der Praia do Almoxarife. Der dunkle Sandstrand liegt gut 4 km vom Fährhafen entfernt und wirkt wildromantisch. An dem Strand mit vulkanischem Ursprungs lässt sich hervorragend die Sonne genießen, jedoch kann hier die Strömung durchaus tückisch sein, sodass Familien den Praia do Porto Pim in der Regel bevorzugen.

Ein traumhaftes Naturschwimmbecken findet sich im ehemaligen Kurbad Varadouro. Hier im Südwesten der Insel wird das Baden zum Naturerlebnis, denn die natürlichen Lavabecken sind besonders angenehm und in einer besonders malerischen Umgebung gelegen.

Wale in ihrem natürlichen Umfeld beobachten

Calderia do Faial
Calderia do Faial, Bild: Lina Balciunaite / shutterstock

Zu den eindrucksvollen Möglichkeiten, die ein Urlaub auf Faial bietet, zählt auch die Walbeobachtung. Ganzjährig können rund um das Inselparadies unterschiedliche Wal- und Delfinarten beobachtet werden. In der Zeit von Februar bis Juni können Naturliebhaber zudem die Giganten der Meere in Form von Buckelwalen und Blauwalen beobachten und ihren markanten Gesängen lauschen. Die beeindruckenden Tiere bringen ein Gewicht von bis zu 200 Tonnen auf die Waage und beeindrucken mit einer Länge von bis zu 33 Metern. Neben Bootstouren zur Wal- und Delfinbeobachtung sind auch das Walfangmuseum mit seinen imposanten Exponaten und die Walbeobachtungsposten an Land zu empfehlen.

Graciosa: Entspannung und Vulkanabenteuer auf der zierlichen Azoreninsel

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Die zu Portugal gehörende Inselgruppe der Azoren gehört nicht unbedingt zu den sehr stark besuchten Touristendestinationen. Genau das ist ihr großer Pluspunkt. Denn trotz eines angenehmen Klimas, herrlicher Flora und Fauna, tollen Stränden und hervorragendem Essen kann man hier ganz in Ruhe die Seele baumeln lassen und sich auch aktiv erholen. Häufig wird die Inselgruppe der Azoren von Touristen in ihrer Gesamtheit besucht. Das heißt, dass oftmals eine Rundreise über die Inseln unternommen wird. Wer hierbei auf einen Besuch der zweitkleinsten Azoren-Insel Graciosa verzichtet, verpasst etwas. Der Name der nur 61 Quadratkilometer großen Insel hält was er verspricht. Ins Deutsche übertragen bedeutet Graciosa so viel wie zierlich. Wie die anderen Azoreninseln ist auch sie vulkanischen Ursprungs. Graciosa gilt als flach und überaus grün. Ein perfekter Ort für entspannte Wander- und Radausflüge. Seit 2007 zählt die Insel zu den UNESCO Biosphärenreservaten.

Zu Besuch in der Inselhauptstadt Santa Cruz da Graciosa

Mit nur knapp 1.800 Einwohnern ist Santa Cruz da Graciosa nicht nur die Inselhauptstadt, sondern auch der größte Ort auf der Azoreninsel Graciosa. Genau wie die komplette Insel ist auch die Hauptstadt Santa Cruz da Graciosa eher ländlich geprägt und wirkt mehr wie ein Dorf, denn wie eine Stadt. Hier erreichen Besucher alle Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß, denn Santa Cruz da Graciosa ist übersichtlich. Mittelpunkt der Stadt ist der Rossio, also der Stadtplatz. Hier reihen sich urige Cafés aneinander und laden dazu ein sich mit einem Kaffee in die Sonne zu setzen und das Treiben zu beobachten. Hohe Drachenbäume säumen den Rossio und spenden zur Mittagszeit Schatten.

Die schmucken Wohnhäuser im Innenstadtbereich stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert und geben einen Eindruck davon wie der Ort in früheren Zeiten angelegt wurde. Absolut sehenswert ist die Hauptkirche der Stadt, die Igreja Matriz de Santa Cruz. Sie stammt aus dem frühen 16. Jahrhundert und wurde im Laufe der Jahre immer wieder erweitert und umgebaut. Ihr Kirchturm stammt aus dem Jahre 1732. In der Stadt gibt es mehrere weitere kleine Kirchen, Kapellen und auch Klöster. Ein wenig südlich von Santa Cruz da Graciosa kann der Hausberg der Stadt, der Monte da Ajuda erklommen werden. Hier, auf dem Vulkanhügel, aus dem der Monte da Ajuda besteht, finden sich gleich drei Wallfahrtskirchen mit farbenfroher Innenausstattung. Ein Spaziergang von etwa 20 Minuten führt vom Stadtzentrum aus bis hinauf auf den Gipfel.

Neben den Kirchen kann hier auch eine Stierkampfarena besichtigt werden. Wer sich über die Weinbau- und Walfischertradition der Inselbewohner informieren möchte besucht im Anschluss an diesen Spaziergang noch das Museu da Graciosa. Zu früheren Zeiten lebten die Inselbewohner hauptsächlich vom Walfang. 1982 wurde er hier verboten. Baden kann man an den Ausläufern der Stadt in natürlichen Lavabecken, den Piscinas naturais. Hier ist das Wasser flach und stets warm.

Mit Entdeckermut zum Kraterkessel Caldeira da Graciosa

Ponta da Barca, Graciosa
Atemberaubende Klippe Ponta da Barca, Bild: stefanophotographer / shutterstock

Der Kraterkessel Caldeira da Graciosa ist überaus beeindruckend. Bei einem Durchmesser von 1,6 Kilometern zur einen und 800 Metern zur anderen Seite hin, weist er eine Tiefe von 270 Metern auf. Am besten steigt man über der ausgewiesenen Wanderweg zur Höhle Furna da Maria Encantada auf. Oder man betritt einen ebenfalls als Wanderweg gekennzeichneten Tunnel, der einen in den Vulkankrater selbst führt. Der Krater ist überzogen von herrlich sattem Grün. Auf dem Weg dorthin passieren Wanderer eine üppige Vegetation aus Klebsamen und Akazien, Japanischen Sicheltannen und Tannenbäumen. Die Furna do Enxofre genannte Schwefelgrotte bildet das Innere des Vulkankraters. Man besteigt die 40 Meter tiefe Grotte durch einen gemauerten Turm, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet wurde. Hierüber gelangen Abenteuerlustige zu einem im Inneren des Vulkankraters liegenden See. Vorstellen kann man sich die Furna do Enxofre wie den Schlot eines Vulkans. Dieses ein wenig mystisch wirkende Vulkan- und Höhlenabenteuer beeindruckt Erwachsene wie entdeckungsfreudige Kinder gleichermaßen.

Entspannen bei der Thermalquelle Carapacho

Nach dem aufregenden Vulkanabenteuer steht Besuchern der Sinn vermutlich nach ein wenig Entspannung. Und auch das hat die Insel Graciosa zu bieten. Bereits seit dem Jahre 1750 sprudelt hier die Thermalquelle Carapacho. Sie liegt nicht nur in der Nähe der Furna do Enxofre, sondern ist auch direkt mit ihr verbunden. Das Thermalwasser der Quelle Carapacho stammt direkt aus dem Vulkankrater. Es beinhaltet zahlreiche Mineralien, die zum Beispiel Rheumaerkrankungen lindern können. Im 19. Jahrhundert war der kleine Ort Carapacho in Kreisen wohlhabender Azorenbewohner und Portugiesen als Heilbad berühmt. Heute lädt ein modernes Kurhaus Touristen und Einheimische gleichermaßen zu Kuranwendungen ein. Das Thermalwasser weist eine Temperatur zwischen 35 und 40 Grad Celsius auf. Es gibt sowohl einen Innen- als auch einen Außenbereich. Im Außenbereich baden die Besucher in einer natürlich entstandenen Meeresbadeanlage.

Windmühlenidyll im Dörfchen Praia

Wer mit der Fähre auf die Azoreninsel Graciosa reist, landet in Praia an, denn hier befindet sich der Fährhafen der Insel. Bei dieser Gelegenheit sollte man direkt einen Blick auf die traditionellen Windmühlen des Ortes werfen. Sie sind wahre Touristenmagnete und wurden auf Grund dessen liebevoll restauriert. In einigen der Windmühlen können Touristen sogar übernachten. Südlich vom Hafen erstreckt sich ein romantischer Sandstrand von wo aus sich mit dem Boot Ausflüge zu der unbewohnten vorgelagerten Ilhéu da Praia unternehmen lassen. Das dortige Naturschutzgebiet beherbergt eine Vielzahl seltener Meeresvögel.

Pompeji: Hier ist die Antike nach wie vor lebendig

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Wer in der Region Neapel im Süden Italiens unterwegs ist, kommt an der Kleinstadt einfach nicht vorbei. Diese wird geprägt durch die berühmten Archäologischen Stätten von Pompeji, Herculaneum und Torre Annunziata. Die Reste der alten römischen Stadt am Fuße des Vesuvs, die am 24. August 79 nach Christus beim Ausbruch des Vulkans von einer mehrere Meter dicken Asche- und Steinschicht bedeckt wurde, gehören zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Italiens und ziehen jedes Jahr viele Millionen von Einheimischen und Touristen aus der ganzen Welt in seinen Bann.

Aufgrund der großen Beliebtheit muss man sich bei einem Besuch in Pompeji auf lange Wartezeiten einstellen. Seit dem Ende der 1990er Jahr gehören die Archäologischen Stätten zum Welterbe der UNESCO. Man kann die Ausgrabungsstätten entweder auf eigene Faust mit einem Audioguide oder im Rahmen einer geführten Tour erkunden. Hier erfährt man jede Menge spannende Details über das Leben in Pompeji und das Ende der ehemaligen römischen Kleinstadt. Aufgrund der Größe des gesamten Gebietes und der zahlreichen Highlights, sollte man für den Besuch der Ausgrabungsstätten viel Zeit einplanen. Da das weitläufige Areal nur zu Fuß besichtigt werden kann, sollte auf jeden Fall festes Schuhwerk getragen und ausreichend Getränke mitgebracht werden.

Spannende Einblicke in das echte antike Leben

Pompeji, Vesuv
Pompeji mit dem Vesuv im Hintergrund, Bild: muratart / shutterstock

Im 16. Jahrhundert wurde mit den Ausgrabungen von Pompeji begonnen. In den vergangenen Jahrhunderten wurden in und um Pompeji große Teile der Stadt mit einem großen Aufwand nach und nach wieder ausgegraben und für die Besucher zugänglich gemacht. Zahlreiche Straßen, Häuser, kleine und große Statuen oder Bilder sind noch immer sehr gut erhalten. Auch viele berühmte Mosaike und Fresken aus der Antike sind nach wie vor sehr gut erhalten. So bekommt man in Pompeji einen äußerst spannenden Einblick in das römische Leben vor mehr als 2000 Jahren.

Zu den spektakulärsten Gebäuden auf dem gesamten Areal gehören unter anderem der Tempel des Apollon und das große Forum, das in Pompeji lange Zeit als Marktplatz und Zentrum des gesamten öffentlichen Lebens diente. Auch das gut erhaltene große Amphitheater für bis zu 20000 Menschen sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Die zahlreichen kleinen Geschäfte, Bars und Tavernen in der großen Hauptstraße Via dell’Abbondanza geben außerdem einen äußerst spannenden Einblick in das tägliche Leben in der römischen Antike. Um den Besuch von Pompeji zu einem angenehmen und unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen, befinden sich in der gesamten Region zahlreiche kleine und große Unterkünfte für jeden Geschmack. Von hier aus kann man bequem den Ausflug nach Pompeji starten. Einen Besuch der Ausgrabungsstätten sollte man wenn möglich auch noch mit einem Ausflug zum Vesuv verbinden. Den Vulkan sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.

Auch die Kleinstadt Pompeji, die heute etwa 25.000 Einwohner hat, ist immer einen Extra-Besuch wert. Die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist die beeindruckende Wallfahrtskirche vom Rosenkranz. Von deren Glockenturm aus hat man einen sensationellen Ausblick über die gesamte Region mit den riesigen Ausgrabungsstätten bis hin zum idyllisch gelegenen Golf von Neapel. Etwa 16 Kilometer von Pompeji entfernt befindet sich die Kleinstadt Amalfi direkt an der Westküste des Golfs von Salerno. An der weit über die italienischen Landesgrenzen hinaus bekannten Amalfiküste liegt mit der Strada Statale 163 Amalfitana eine der schönsten Küstenstraßen Europas.

Beste Reisezeit für Pompeji: Juni bis August

Die beste Zeit für eine Reise nach Pompeji sind die Sommermonate von Juni bis August. In diesen Monaten sind angenehm warme Temperaturen von etwa 30 Grad Celsius und jede Menge Sonne zu erwarten. Niederschläge gibt es in dieser Zeit nur sehr selten. Wer aber dem großen Touristenaufkommen in dieser Zeit entgehen möchte oder wem die sommerlichen Temperaturen einfach zu warm sind, sollte lieber im Frühjahr oder im Herbst nach Pompeji fahren. Vor allem im Herbst herrschen noch angenehme Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad Celsius. Allerdings ist in dieser Zeit immer wieder auch mit einigen Regenschauern zu rechnen. Erreichbar sind die Ausgrabungsstätten von Pompeji unter anderem über die Piazza Esedra, der sich nur wenige Meter vom Bahnhof Pompei Villa dei Misteri entfernt befindet oder die Piazza Anfiteatro in der Nähe des Bahnhofs Pompei Santuario. Wer mit dem Auto anreist, erreicht die Ausgrabungsstätten, die nur an drei Tagen im Jahr geschlossen sind (jeweils am 1. Januar, 1. März und 25. Dezember), über die Autobahn A3.

Mongolei – Eine Reise in eine ferne Welt

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Die Zeit der Karawanen ist vorbei – auch in der Mongolei und in der Wüste Gobi. Die Kamele, die über Jahrhunderte die treuesten Begleiter der nomadisierenden Menschen in diesem fernen Teil Asiens waren, haben ausgedient und PS-starken Jeeps Platz gemacht. Natürlich gibt es noch die Trampeltiere – um die 600.000 Exemplare sollen an den Jurten der Wüsten-Bewohner leben, doch sie werden fast nur noch beim traditionellen Naadam-Fest vorgezeigt oder zu einem Rennen aufgemuntert. Hier und da soll es sogar Schönheitswettbewerbe für Kamele geben, und wenn man die Mongolen fragt, woran man ein schönes Tier erkenne, lächeln sie und sagen: “Groß und stattlich muss das Kamel sein – wie bei den Menschen…” Manches aber hat sich in der Wüste Gobi von Generation zu Generation vererbt. Deren Lieder und Tänze, die von ihrer Liebe zur Heimat, von der Einsamkeit der Steppe und vom ewig blauen Himmel über Mutter Erde berichten.

Urlaubercamp in der Mongolei
Ein Urlaubercamp in der Mongolei, Bild: toiletroom / shutterstock

Wenn sich die Nacht über die Wüste stülpt und sich nach und nach die ganze Pracht der Milchstraße am Himmel entfaltet, dann spüren auch die Gäste aus einer anderen Welt die Melancholie dieser abgelegenen Region. Die Bewohner der Gobi sind stolz darauf, dass sie beharrlich waren, als ihnen in Zeiten der Unterdrückung eine religiöse Verfolgung angedroht wurde. Inzwischen sind die meisten von ihnen zu ihren geistigen Wurzeln zurück gekehrt und bekennen sich zu der tibetanischen Version des lamaistischen Buddhismus. Dabei spielen die Zeremonien der Schamanen vor allem im Norden der Mongolei eine große Rolle.

Von den sandigen Hügeln der Wüste Gobi behaupten die Einheimischen, diese würden an manchen Tagen “singen”. Geologen wissen auch, warum sich dieses Phänomen einstellt: Die Winde brechen sich an den Felsen des Nationalparks Gurwan Saichan und die wandernden Dünen von Chongoryn Els produzieren dabei diese Geräusche. Seit den Zeiten des legendären Dschingis Khan sind die Menschen der Mongolei mit ihren “singenden Bergen” aufgewachsen. Dort, wo es im Nationalpark noch wilde Kamele gibt, Sibirische Steinböcke und hier und da sogar einige wenige Exemplare der scheuen Gobibären.

Transsibirische Eisenbahn bei Ihrer Fahrt durch die Mongolei
Die transsibirische Eisenbahn bei Ihrer Fahrt durch die Mongolei, Bild: Yannik Photography / shutterstock

Kaum mehr als drei Millionen Einwohner zählt die Mongolei – es ist eines der am dünnsten besiedelten Länder auf dem Globus. Und weil sich nicht so oft Urlauber hierher verirren, begegnen die Nomaden der Wüste denen mit einer großen Aufgeschlossenheit und Gastfreundschaft. Wer an einer Jurte begrüßt wird, bekommt fast immer einen Becher Airag angeboten. Dabei handelt es sich um die gegorene Milch der Stuten. Man muss dieses Getränk mögen – zuweilen wird es auch mit getrocknetem Quark kombiniert. Hin und wieder wird aber auch Milchtee gereicht.

Die Hälfte aller Einwohner der Mongolei sind in der Hauptstadt Ulaanbaatar sesshaft. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Metropole zählt das Gandan-Kloster, dessen geistiges Oberhaupt der Dalai Lama ist. Eine 26 Meter hohe Statue ist der Göttin Janraisig gewidmet. Im imposanten Blue Sky Tower, dem höchsten Gebäude der Mongolei, ist ein luxuriöses Hotel beherbergt und auf dem weitläufigen Sukhbaatar-Platz wird ein bekannter Revolutionär mit einem Denkmal geehrt.

Doch es sind vor allem die Weiten der Wüste, die dieses schöne Land prägen. Es ist ein Land ohne Horizont und mit einer einzigartigen Natur. Nach Überzeugung der Nomaden ist der Himmel Sitz von Göttern und Dämonen. Intensive Einblicke in das Alltagsleben der Menschen der Mongolei vermittelt ein Camp am Gorkhi Terelj Nationalpark, und wer das Glück hat, bei einem traditionellen Naadam-Fest dabei zu sein, der wird die geschicktesten Sportler des Landes beim Bogenschießen, Ringen und beim Pferderennen erleben. Bei einer Rundreise durch dieses interessante Land werden die Worte “Sain Bainuu” die stete Begleitung sein. Es heißt schlicht und ergreifend “Herzlich willkommen”. Reisen durch die Mongolei garantieren auch in der Eintönigkeit der Wüste Gobi Abwechslung und überraschende Eindrücke.

Die beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Mongolei

Ulaanbaatar – Steppenstadt zwischen Tradition und Neuzeit

Blick auf Ulaanbaatar
Blick auf Ulaanbaatar, Bild: Travel Stock / shutterstock

Weite, karge Steppen, hohe zerklüftete Gebirge, Stein- und Sandwüsten. Das ist die archaische Landschaft der Mongolei. Den Nomaden, die dort mit ihren Schaf-, Ziegen- und Yakherden leben, steht ein Umbruch bevor. Jeeps und Lkw ersetzen inzwischen ihre Pferde. Viehzucht und Agrarwirtschaft verlieren an Bedeutung. Der Kontrast zwischen Tradition und Neuzeit wird in der Hauptstadt Ulaanbaatar besonders deutlich. In der 3,2-Mio.-Einwohner-Stadt stehen moderne Wolkenkratzer neben sowjetischen Palästen, Plattenbauten neben Hütten und Jurten.

Während die einen fließendes Wasser und Strom haben, leben die anderen in großer Armut. Seit dem Ende der Sowjetunion 1990 und Gründung des Staates Mongolei hat sich die Stadt verändert. Touristen sind beeindruckt vom monumentalen Sukhbaatar-Platz im Zentrum. Neben prächtigen Bank- und Theatergebäuden, Rathaus und Börse steht hier das imposante Parlamentsgebäude, flankiert von einer großen Dschingis-Khan-Reiterstatue. Noch riesiger kommt eine weitere Reiterstatue Dschingis Khans daher, die einen Tagesausflug von Ulaanbaatar entfernt liegt. Sie ist 30 Meter hoch und thront auf einem 10 Meter hohen Sockelbau mit Kiosken. Mit einem Lift können Touristen bis auf den Pferderücken der Statue fahren. Sehenswert ist in Ulaanbaatar das bedeutende Gandan-Kloster. Es ist das einzige, das in der Sowjet-Ära nicht geschlossen wurde. Besucher sollten sich zudem auf keinen Fall das Mongolische Nationalmuseum mit seinen 15.000 Exponaten und den Palast-Komplex des Bogd Khan Palast Museums entgehen lassen.

Dschingis Khan ordnet Bau der Stadt Karakorum an

Längst sind die Sowjet-Zeiten vorbei, als viele mongolische Kunstschätze missachtet oder zerstört wurden. Karakorum ist ein solcher Schatz. Es ist die versunkene Hauptstadt des alten Mongolenreiches im Tal des Borchon-Flusses, rund 350 Kilometer westlich von Ulaanbaatar. Sie wurde 1220 auf Geheiß Dschingis Khans errichtet, erlebte allerdings nur kurze Blütezeiten und war bereits im 16. Jahrhundert wieder zerstört. Doch ihr Mythos lebt und nährt den Nationalstolz der Mongolen. Heute ist es eine Ruinenstadt, eine Ausgrabungsstätte mit einem Museum. Im Mittelalter wurden zum Bau von Karakorum Gastarbeiter ins Land geholt – meist waren es Chinesen. Sie kamen freiwillig oder waren Zwangsarbeiter.

Pariser Gastarbeiter schmiedet Silberbrunnen für Herrscherpalast

Unter ihnen war der Kunstschmied Guillaume Boucher aus Paris. Dschingis Khans Truppen hatten ihn aus Ungarn verschleppt. Boucher lebte aber nicht wie ein Sklave in Karakorum. Er erntete viel Ruhm, weil er für den Khanpalast einen kunstvollen Silberbrunnen in Form eines Baums geschmiedet hatte. Aus vier Rohren dieses Getränkebrunnens sprudelten unterschiedliche Getränke (vergorene Stutenmilch, Wein, Reiswein und Honigmet), die in vier Auffangbehälter geleitet und immer neu aufgefüllt wurden. Im neuen Jahrtausend unterstützen auch deutsche Archäologen die Ausgrabungen in Karakorum, die immer mehr Funde zutage fördern. So wurden ein Bronzesiegel des Finanzministers von 1271 und ein von den Chinesen gebautes, raffiniertes Wassersystem sowie Messer und Münzen gefunden. In Brennöfen entdeckten die Archäologen Ziegel und Tonfiguren.

Buddhistisches Kloster „Erdene Dsuu“ liegt neben der Ruinenstadt

Ganz in der Nähe des antiken Karakorum liegt das seit 1990 wieder belebte buddhistische Kloster „Erdene Dsuu“ („Köstlicher Herr“), das auch Pilgerstätte ist. Gründungsdatum: 1586. Leider wurde das Kloster im Lauf der Jahrhunderte so oft zerstört, dass seine Mönche erst Ende des 19. Jahrhunderts eine Ruheperiode erleben durften. Zu dieser Zeit wohnten dort rund 1000 Mönche in 62 Tempeln. Für die Wiedererrichtung des Klosters nutzten Bauarbeiter jedes Mal Steine der benachbarten Ruinenstadt Karakorum. In der Stalin-Ära wurde 1937 die Tempelanlage erneut fast ganz ausradiert – nur vier Tempel blieben stehen. Zum Glück auch die imposante Außenmauer des Anwesens mit mehr als 100 Rundtürmen. Ein touristischer Magnet sind neben den reich verzierten Tempeln drei riesige, behauene Steinschildkröten. Sie sollen aus Karakorum stammen und einst Wahrzeichen der Stadt gewesen sein. 2004 erklärte die UNESCO das Orchon-Tal, in dem Kloster und Karakorum liegen, zum Weltkulturerbe.

Wüste Gobi: In der Jurte übernachten und auf Kamelen reiten

Wüste Gobi Mongolei
Wüste Gobi , Bild: Kokhanchikov / shutterstock

Eine der faszinierendsten Landschaften der Mongolei ist die 2,3 Mio. Quadratkilometer große Wüste Gobi. Die unvorstellbare Weite teilt sich die Mongolei allerdings mit China. Sanddünen kommen in der mongolischen Gobi selten vor, es dominieren Geröllwüsten mit kahlen Felsen. Die Tierwelt ist einzigartig: Von weltweit noch 5000 existierenden Schneeleoparden leben 700 im mongolischen Altai-Gebirge am Nordrand der Gobi. Die Wüsten-Temperaturen verlangen Menschen, Flora und Fauna viel ab: Während im Winter die Maximaltemperaturen auf -30 C und -40 C fallen, steigen sie im Sommer auf bis zu 35 Grad C an. Höhepunkt einer Mongolei-Reise ist eine mehrtägige, geführte Tour durch die Wüste. Teilnehmer übernachten dabei in Jurten bei Nomadenfamilien, die für ihre Gastfreundschaft bekannt sind. Besucher haben dann Gelegenheit, auf Pferden und Kamelen zu reiten und einheimisches Essen wie gesalzenen Buttertee, vergorene Stutenmilch, hausgemachten Käse und Fleisch-Eintöpfe zu probieren. Zum Frühstück gibt es oft schon fette Hammelsuppe…

Bei den Braunbären im Gorkhi-Terelj-Nationalpark

37 Kilometer nördlich von Ulaanbaatar liegt der Gorkhi-Terelj-Nationalpark. Er ist durch eine Straße direkt mit der Hauptstadt verbunden. In diesem Schutzgebiet am Tuul-Fluss sind Braunbären und mehr als 250 Vogelarten zu Hause. Während nur der südliche und kleinere Teil des Parks mit Restaurants, Camps, Souvenirshops, Pferde- und Kamelreitstationen ausgestattet ist, gilt der sehr viel größere, nördliche Teil des Parks als kaum zugänglich. Bei Besichtigungstouren legen die Ranger meist am Khagiin Khar See, an den heißen Yestii-Quellen und am buddhistischen Kloster einen Stopp ein. Kameras und Handys werden gezückt, wenn die berühmten Felsformationen in Form einer Schildkröte und eines alten, lesenden Mannes auftauchen.

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Mehr Informationen

Reiseinformationen Mongolei

Hauptstadt Ulaanbaatar
Staatsform Parlamentarische Republik
Parlamentarische Demokratie
Währung Tögrög (MNT)
Fläche ca. 1.564.116 km²
Bevölkerung ca. 3.031.330 (Schätzung 2016)
Sprachen Mongolisch
Stromnetz 230 Volt, 50 Hz
Telefonvorwahl +976
Zeitzone UTC+7 bis UTC+8

 

Angola – das unterschätzte Naturparadies Südwestafrikas

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Als faszinierendes und häufig unterschätztes Reiseziel ist Angola bisher vom Massentourismus verschont geblieben. Dies macht eine Reise in das südwestafrikanische Land zu einem besonderen Reiseziel. Neben lebhaften Städten und authentischen Ortschaften ist es die traumhafte Natur des Landes, die Reisende in ihren Bann zieht.

Reich an Bodenschätzen und landschaftlich einzigartig schön, blickt Angola auf eine äußerst bewegte Geschichte zurück. So wurde Angolas Kolonialzeit Ende des 15. Jahrhunderts durch portugiesische Seefahrer eingeläutet, die Angola von Kongo aus erkundeten. Mit den Portugiesen begann in Angola auch der Sklavenhandel, der bis Mitte des 19. Jahrhunderts betrieben wurde. Schätzungen zu folge wurden durch die Kolonialherren über 2 Millionen Menschen versklavt und vorwiegend nach Südamerika verkauft. Offiziell wurde das Land 1653 zur Kolonie erklärt, wobei bereits seit 1575 der Militärstützpunkt Luanda bestand. Auch die bis heute betriebenen Rohrzucker- und Kaffeeplantagen gehen auf die Kolonialisierung zurück. Noch in den 1960er-Jahren wurde Angola durch Portugal regiert. Immer wieder kam es zu Aufständen und erst im Jahr 1974 endete die Fremdherrschaft. Doch aufgrund der ungeklärten Machtverhältnisse im Land kam es immer wieder zu Kämpfen, die in einen Bürgerkrieg mündeten, bei dem unzählige Menschen ihr Leben verloren. So finden sich bis heute allerorts Spuren der Geschichte des Landes.

Heute präsentiert sich Angola als aufstrebendes Land und fasziniert durch seine Besonderheiten. So unterteilt sich das Land in drei Klimazonen, was für eine besonders vielfältige Flora und Fauna sorgt. Doch auch die kulturellen Besonderheiten faszinieren und die einzigartigen Sehenswürdigkeiten des Landes lassen Angola zu einem interessanten Reiseziel avancieren.

Angolas Nationalparks und einzigartige Natur

Pass Serra da Leba in Angola
Der beeindruckende Pass Serra da Leba in Angola, Bild: Fabian Plock / shutterstock

Mit neun Nationalparks, 18 Waldschutzgebieten und Schutzzonen ist Angola ein wahres Paradies für Naturliebhaber. Bereits in den 1930er-Jahren wurden durch die Kolonialverwaltung geschützte Jagdreviere ausgewiesen. Diese Gebiete sind heute Teil des Kissama-Nationalparks. Mit 46.072 km² ist der Murvinga-Nationalpark das größte geschützte Territorium des Landes. Afrikas faszinierende Tierwelt in Verbindung mit den einzigartig schönen Landschaften ziehen Naturliebhaber aus der ganzen Welt in ihren Bann und so ist Angola ein perfekt, um auf Foto-Safari zu gehen.

Ein besonderes Highlight ist das Schutzgebiet Kavango-Zambezi (KAZA). Das Gebiet mit seiner Fläche von 520.000 km² ist das zweitgrößte Schutzgebiet der Erde. Insgesamt zählen zum Schutzgebiet 21 Nationalparks und Wildreservate, die durch Korridore miteinander verbunden sind. Neben den Naturarealen Angolas fallen auch Naturareale der Länder Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe in das besondere Schutzgebiet. Neben dem Erhalt der Artenvielfalt soll KAZA auch neue Entwicklungschancen für die Bevölkerung sichern, den Tourismus fördern und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit den Frieden zwischen den Nationen festigen.

M`banzai Kongo – Angolas erste Weltkulturerbe-Stätte

Einst politische und spirituelle Hauptstadt des Königreichs Kongo lädt heute M´banzai Kongo zu einer faszinierenden Reise in die Vergangenheit ein. Das UNESCO-Welterbe umfasst archäologische Relikte des einstigen Königreichs, welches vom 14. bis zum 19. Jahrhundert bestand. Doch auch die Bauten der portugiesischen Kolonialzeit der Altstadt sind Teil des Weltkulturerbes. Unter anderem findet sich in M´barzai Kongo die Ruine einer Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert, welche zu den ältesten Kirchen Afrikas zählt. Doch auch Überreste des Königsplalastes Tadi Dia Bukukua, der Friedhof der Kongo Könige und vieles mehr lässt einen Besuch in M´banzai Kongo zum unvergesslichen Erlebnis werden.

Die Hauptstadt Luanda

Skyline Luanda, Angola
Blick auf die Skyline von Luanda, Bild: Fabian Plock / shutterstock

Rund 5 Millionen Menschen leben in der Hauptstadt Angolas. Sie zählt zu den größten Städten Afrikas und so herrscht auf den Straßen immer ein reges Treiben. Als besonders sehenswert gilt das Bauwerk Augostinho Neto Mausoleum, welches mit seiner obeliskenähnlichen Form die Skylein der Stadt prägt. Gewidmet ist das Mausoleum Augustinho Neto, dem ersten Präsidenten des Landes, der um die Unabhängigkeit des Angolas kämpfte.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt auch die Fortaleza de Sao Miguel. Die Festung wurde im Jahr 1576 erbaut und war einst das administrative Zentrum der portugiesischen Kolonialherren. Heute werden Räumlichkeiten der Festung als Armee-Museum genutzt.

Nicht weniger interessant ist die Fortaleza de Sao Pedro da Barra, die im 17. Jahrhundert errichtet wurde. War sie einst zum Schutz erbaut worden, wurde sie im Laufe der Geschichte als Umschlagplatz für den Sklavenhandel genutzt. Zwischen 1961 und 1975 diente sie im Unabhängigkeitskampf als Gefängnis für angolanischen Nationalisten.

Weitere Städte des Landes

Sao Felipe de Benguela

Die Stadt in der Benguela-Bucht ist die drittgrößte des Landes und Hauptbasis der Benguelabahn, die durch mehrere afrikanische Staaten verläuft. Besonders die Festung der Stadt ist einen Besuch wert, denn sie bietet einen faszinierenden Blick auf die Benguela.

Huambo

Im Westen des Landes gelegen trug Huambo einst den Namen Nova Lisboa (Neues Lissabon). Die heute zweitgrößte Stadt wurde durch die Portugiesen gegründet und auch wenn die Stadt unter den Kriegsjahren gelitten hat, lohnt es sich, hier auf den Spuren der Geschichte zu wandeln.

Lobito

Die am Atlantik gelegene Hafenstadt liegt an der Benguelbahn, die Angola mit weiteren afrikanischen Ländern verbindet. Bekannt ist die Stadt aber für ihren Hafen, der ihr durchaus einen gewissen Wohlstand bescherte. Besonders sehenswert ist der historische Gouverneurspalast.

Athen – die Wiege der Demokratie

Die Geburtsstätte der Philosophie, des Theaters und der Kunst Europas – das ist das alte Athen! Vor 150 Jahre lebten die Athener zwischen den Ruinen der Akropolis, heute ziehen hier Touristenströme durch. Um die historische Kulisse tobt das Leben einer modernen Großstadt. Allerdings mit Atmosphäre – denn hier prägt das ganz eigene Lebensgefühl der Bewohner die Stadt am Rande Europas, wo nicht nur Schrift und Musik anders sind als auf dem übrigen Kontinent.

Vorhang auf: Athen – glänzendes Erbe einer großen Vergangenheit

Athen Parthenon
Der Parthenon-Tempel, Bild: anyaivanova / shutterstock

Eigenwillig waren die Athener schon immer. So führten sie bereits in vorchristlichen Jahrhunderten die Demokratie ein. Deren Herz schlägt in der Pnyx, der Stätte der Volksversammlung. Seit den Reformen des Kleisthenes um 510 v. Chr. durfte jeder freie männliche Bürger Athens über 30 Jahre teilnehmen. Heute sitzen hier allabendlich Urlauber und Schulklassen. Im Rahmen eines Lichtspektakels folgen sie gespannt den Erzählungen zur Baugeschichte der Akropolis.

Einst beklagte der Schriftsteller Edgar Allan Poe das “Verschwinden der Herrlichkeit Griechenlands“. Aber diese Herrlichkeit ist nach wie vor vorhanden: Tempel, Heiligtümer und Statuen stehen noch in allen Teilen des Landes. Nur die Götter und Göttinen sind tot. Zugegeben, die meisten Tempel sind nur noch Ruinen, die Köpfe und Gliedmaßen der Figuren fehlen. Dennoch hat ihre grundlegende Schönheit die vergangenen Jahrhunderte übedauert.

Das geschichtliche Erbe der Antike lebt weiter. In Athen finden sich die ältesten Meisterwerke der europäischen Architektur und Kunst.

Kronzeugin des Altertums – die Akropolis

Auf schroffem Felsen hoch über Athen erhebt sich die Akropolis, der religiöse Mittelpunkt der Stadt Athen. Der Tempelberg der Akropolis mit dem Parthenon-Tempel beherrscht das Stadtbild im Zentrum Athens, der Hauptstadt Griechenlands.

Zu Füßen der Akropolis befindet sich das Neue Akropolis-Museum. Viele antike Fundstücke werden über ein großzügig angelegtes Forum würdig präsentiert.

Tempel, Märkte und Theater in Athen – auf einen Blick:

  • Das Dionysos-Theater spielte im Athen des klassischen Altertums eine ganz wesentliche Rolle. Das Theater am Südhang der Akropolis gilt als seine Geburtsstätte.
  • Nördlich der Akropolis bildete die Agora das Zentrum des antiken Alltagslebens.
    An ihrem Rand steht leicht erhöht der besterhaltene Tempel Griechenlands. Ebenfalls standen hier wichtige Amtsgebäude sowie Altäre und Tempel für viele weitere Gottheiten.
  • Auf dem Kerameikos-Friedhof vermitteln Grabstellen einen Eindruck vom Umgang mit dem Tod in klassischer Zeit. Viele Originale sind im Archäologischen Museum ausgestellt.
  • Unter Kaiser Hadrian entstand der monumentale Tempel des Olympischen Zeus im Jahre 130 n. Chr. Noch heute zeugen gewaltige Säulen von der einstigen Pracht.
  • Der kleinste Tempel, jener der Siegesgöttin Nike, entstand wohl als letzter des Ensembles. Teile des Altars sind heute noch zu sehen.
  • Außen irdisch wehrhaft, innen ein goldglänzendes Spiegelbild des Himmels – die Klosterkirche von Dafni. Sie ist die prächtigste und kunsthistorisch wertvollste Kirche Athens. Etwa 10 Kilometer westlich des Stadtkerns steht sie in einem Kiefernwald.

Doch neben den Zeugnissen dieser großen Vergangenheit um das uralte Siedlungsgebiet der Akropolis herum gibt es auch das moderne Athen.

Im Herzen der Stadt – Leben im modernen Athen

Athen, Erechtheion
Erechtheion-Tempel, Bild: Svineyard / shutterstock

Das Chaos gehört zum Charme der griechischen Hauptstadt. Verkehrsstaus gibt es nicht nur, wenn die gelben Trolleybusse aus den Oberleitungen springen. Oder ein Fahrer in einer viel zu engen Gasse ein viel zu langes Gespräch mit einem zufällig vorbei kommenden Passanten führt. Die Staus gehören zum Alltag, wie die Fußgänger, die lieber bei Rot als bei Grün die Straße passieren. Und die winzigen Parkplätze, auf denen die Autos dicht an dicht stehen. Verlassen kann man seinen Platz eigentlich nur dann, wenn alle Parkenden zur gleichen Zeit zurückkehren. Aber auch im Chaos wird Ordnung erkennbar:

Beliebt ist ein Besuch im attraktiven Altstadtviertel Plaka. Umgeben von klassizistischen Villen des 19. Jahrhunderts, herrscht hier eine ganz eigene Atmosphäre. In den engen, oft durch Treppen verbundenen Gassen reihen sich Restaurants, urige Kneipen und Bars neben unzählige Souvenirläden.
Gleich neben dem Altstadtviertel liegt das ehemalige Händler- und Handwerkerquartier Psirri. In den vielen Lokalen und Straßencafés geht es sehr lebhaft zu.

Am Syntagma-Platz schlägt das Herz der Stadt. Sehenswert ist das von 1836 bis 1840 erbaute Parlamentsgebäude. Das klassizistische Bauwerk entstand als Königspalast für Otto I., der 1832 nach einer Reihe diplomatischer Verwicklungen zum König Griechenlands gewählt wurde. Vor dem Gebäude vollziehen Soldaten in historischer Tracht den stündlichen Wachwechsel.

Ganz in der Nähe sind auch die fast 120 Jahre alten Markthallen zu finden, wo an hunderten von Ständen mit Geflügel, Fleisch und Fisch gehandelt wird.

Eine ägäische Ouvertüre – Ausflug zu den Inseln im Saronischen Golf

Athen, Piräus
Piräus, Bild: NAPA / shutterstock

Auf drei Seiten ist Athen von den über 1000 Meter hohen Bergstöcken des Hymettos, des Parnes und des Pentelikon umgeben. In südwestlicher Richtung schweifen die Blicke weit hinaus auf den Saronischen Golf. Jachten, Fähren, Tragflügelboote und auch Kreuzfahrtschiffe durchkreuzen ihn. Deutlich zeichnet sich die Insel Ägina vor der Silhouette des Peloponnes ab. In der Antike war das Eiland einer der wirtschaftlichen Hauptkonkurrenten Athens. Heute ist die Insel ein beliebtes Ausflugsziel der Athener. Vom Hafen in Piräus dauert die Überfahrt mit dem Tragflächenboot nur 50 Minuten – schon ist man in einer anderen Welt.

Nicht weniger begeistert ein Ausflug auf die Insel Poros mit dem gleichnamigen Städtchen. Am Ausgang des Golfs schmiegt sich die Insel ganz dicht an die Küste des Peloponnes. Die Überfahrt dauert etwa 80 Minuten. Optische Langeweile kommt nicht auf. Schon bald grüßen die Oliven-, Zitronen- und Orangenhaine vom Ufer des Festlands. Im Hintergrund ragt der Gipfel Ortholithi über 1100 Meter hoch auf. Dann verengt sich der Sund zu einem 250 Meter breiten Kanal. Die Hafenfront von Poros säumen Restaurants, Cafés und urgemütliche Tavernen.

Schon bald erscheint die Küste der Insel Hydra. Am Kai warten Katzen und Esel auf Ankommende. Die autofreie Insel besticht mit alten Kapitänshäusern, die sich wie Ränge eines Amphitheaters weit die steilen Hänge hinaufziehen.

Auf der Rückfahrt streift man den Tempel des heidnischen Meeresgottes Poseidon. Es gehört zu den stimmungsvollsten Erlebnissen, die Sonne durch seine schlanken Säulen hindurch zwischen Land und Meer untergehen zu sehen.

Vouliagmeni
Vouliagmeni in der Nähe von Athen, Bild: Sven Hansche / shutterstock

Gut zu wissen: Das antike Athen war eine Stadt der Fußgänger. Auch heute kann man die archäologischen Stätten bequem während eines eintägigen Stadtrundgangs kennenlernen. Für den Besuch im Archäologischen Museum sollte man einen halben Tag mehr einplanen.

Auch diese Reise geht einmal zu Ende. Den wohl schönsten Abschied gewährt der Blick vom Berg Likavittos aus. Mit 277 Meter ist der Likavittos die höchste Erhebung und zugleich der Hausberg Athens. Von seinem felsigen Gipfel bietet sich eine atemberaubende Aussicht über Athen und den Saronischen Golf. Die Spitze des Bergs ziert eine malerische, weiß getünchte Kapelle mit vielen Türmchen. Dieser Eindruck wirkt nachhaltig. Wer mag, verweilt noch eine Zeit im Bergrestaurant.

Tipp: Durch einen Tunnel im Fels verkehrt eine Standseilbahn nach oben.

Piräus – Der Hafen von Athen

Athen, Piräus
Piräus, Bild: NAPA / shutterstock

Wenn man es ganz genau nimmt, dann ist Piräus eigentlich nur der Hafen von Athen. Schon seit der Antike hat sich der Stadtteil allerdings zu einer eigenen kleinen Stadt entwickelt, die heute eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten bietet und darüber hinaus einen ganz eigenen Flair versprüht. Während der Hafen im Laufe der Jahrhunderte mehrere Höhen und Tiefen erlebte, ist er heute ein beliebtes Ausflugsziel für Menschen, die Athen als das Ziel ihrer Reise festgelegt haben. Der wunderschöne natürliche Hafen bietet dabei nicht nur einen tollen Blick auf die Küsten Athens und Griechenlands – es lohnt sich, einen Moment tief in das Stadtviertel einzutauchen.

Vom Kriegshafen zum Knotenpunkt für den weltweiten Handel

Ursprünglich waren es die Athener, die dieses Gebiet bereits im 5. Jahrhundert vor Christus als den neuen Ort für den Hafen der Stadt festlegten. Durch seine natürliche Position und den Umstand, dass es hier gleich mehrere natürliche Hafenbecken gab, brauchte es nicht viele Arbeiten, um die Halbinsel zu einem wichtigen Hafen der Antike auszubauen. Bereits in der Antike zeigte sich dabei die Meisterklasse der griechischen Architekten: Durch eine fünf Kilometer lange Mauer wurde Piräus mit dem Herzen Athens verbunden. So wurde den Händlern ein sicherer Transport ihrer Waren zwischen Hafen und Stadt garantiert. Reste dieser Ummauerung sind noch heute in verschiedenen Teilen von Athen und Piräus zu erkennen.

In den verschiedenen Kriegen Athens mit seinen Nachbarn nahm der Hafen natürlich eine wichtige Rolle ein. Nach dem Untergang des antiken Athens schwand die Bedeutung von Piräus interessanterweise kaum – ganz im Gegenteil. Man kann beinahe sicher sein, dass es einzig Piräus zu verdanken war, dass die Stadt nicht zeitweise gänzlich in der Bedeutungslosigkeit verschwand. Auch heute genießt Piräus eine besondere Stellung. Der Hafen gilt als Europas größter Anziehungspunkt für Kreuzfahrt-Touristen und ist darüber hinaus einer der wichtigsten europäischen Häfen, wenn es um den Handel mit Waren geht.

Was sollte man bei einem Besuch in Piräus gesehen haben?

Auch wenn Piräus offiziell nur ein Stadtteil von Athen ist, sollte man die Größe des Areals nicht unterschätzen. Es kann sich durchaus lohnen, ein oder zwei Tage einzuplanen, um sich alleine mit diesem Teil der griechischen Hauptstadt zu beschäftigen. Dabei steht der Hafen selbst natürlich im Zentrum der Sehenswürdigkeiten. Da wären beispielsweise verschiedene Museumsschiffe, die direkt im Hafenbecken zu finden sind. Der Schiffsmuseum Trokadero Marina bietet einen Nachbau einer antiken Athener Triere, die Georgios Averoff – ein alter Panzerkreuzer – und der Frachter Liberty. Alle erzählen von der langen Geschichte der Schifffahrt im Hafen und den Aktivitäten der Griechen.

Im Laufe der Jahrhunderte hat sich das Bild des Hafens natürlich verändert. Heute ist ein Großteil ein industrieller Komplex, der von hoher Bedeutung für die Wirtschaft Griechenlands ist. Trotzdem finden sich gerade im Zentrum von Piräus immer noch Spuren der Geschichte. Der Rathausplatz samt Rathaus ist beeindruckend – ebenso die Kirche Agia Triada, die genau hier zu finden ist. Schon in den ersten Minuten wird einem zudem der Geruch von frischen Meeresfrüchten in die Nase steigen, die hier überall in den umliegenden Restaurants angeboten werden. Frischer wird man die Meeresfrüchte selbst im so Seafood-affinen Athen nicht bekommen.

Der Hafen selbst unterteilt sich eigentlich in drei eigene Gebiete. Die Zea-Marina und der Haupthafen sind die Punkte, an denen der meiste Betrieb bemerkt werden kann. Händler, Touristen, Einheimische und Besucher von den Kreuzfahrtschiffen sind überall in den Straßen zu sehen und strömen in die Restaurants und kleinen Shops, die sich über das Gebiet verteilen. Wer der Hektik ein wenig entfliehen möchte, sollt sich in den kleinen Hafen Mikrolimano begeben. Für einen Moment wirkt es so, als würde man sich hier in einer kleinen Insel befinden und die Gebäude am Hafen sind eine Sehenswürdigkeit für sich.

Der Hügel Kastella ist ein besonderes Ziel für die Touristen. Die rund 80 Meter hohe Erhebung – die natürlich wieder von einer Kirche gekrönt wird – bietet den besten Ausblick über das gesamte Hafengebiet. Von hier aus lassen sich auch die vielen Kreuzfahrtschiffe sehen, die eigentlich zu jedem Zeitpunkt des Jahres in den tiefen Gewässern vor dem eigentlichen Hafen zu finden sind.

Kultur, Natur und Gastronomie im Hafen von Piräus erleben

Auch wenn es sich eigentlich immer noch um einen Knotenpunkt für den internationalen Handel handelt, ist Piräus gleichzeitig ein pulsierendes Stadtviertel, das sich teilweise zu einem In-Viertel für die junge Bevölkerung von Piräus entwickelt. Auftritte von Künstlern sind ebenso eine Normalität wie Konzerte in den kleinen Bars und Restaurants, die sich rund um Piräus befinden. Diese sind auch ein wichtiger Grund für die vielen Besucher. Hier gibt es das beste Seafood der Stadt – und dafür muss man nicht einmal in das Varoulko Seaside, einem Michelin-Restaurant. Es sind vor allem die vielen Tavernen, die einen sehr ursprünglichen Charme versprühen und die eine oder andere Kostbarkeit aus dem Meer auf den Speisekarten haben.

Zuletzt lohnt sich auch noch ein Spaziergang um die Halbinsel Peiraiki. In einer Stunde kann man das Gebiet des Hafens umwandern und dabei einen Blick auf das Meer genießen, der weder von Schiffen noch von Gebäuden versperrt ist. Hier wird einem sehr schnell klar, warum die Athener einst gerade dieses Gebiet für ihren Hafen ausgesucht haben und warum sich Piräus bis heute einer großen Beliebtheit bei den Einheimischen erfreut