Kefalonia – Heißer Reisetipp für Sonnenanbeter und Kulturfans

Der Strand Myrtos auf Kefalonia, Ionische Inseln
Der Strand Myrtos auf Kefalonia, Bild: Roman Safonov / shutterstock

Weit weniger bekannt als Korfu und Ithaka, die Heimat des Odysseus, ist Kefalonia eine Perle im Ionischen Meer. Die Insel bietet eine abwechslungsreiche Natur, schöne Strände und absolut sehenswerte Monumente und Dörfer. Die Küste wird von schmalen Buchten und zerklüfteten Landzungen geprägt. Es gibt versteckte Kiesstrände und beliebte Badeorte. Faszinierende Höhlen und geheimnisvolle Grotten gilt es zu entdecken. Der 1628 Meter hohe Berg Enos erhebt sich inmitten wunderschöner Tannenwälder. Bei einem Inselhopping im Ionischen Meer darf Kefalonia definitiv nicht fehlen!

Anreise nach Kefalonia

Kefalonia verfügt über einen Flughafen, der vor allem von Athen aus angeflogen wird. Doch die meisten Gäste kommen mit der Fähre: Sie starten in Patras oder Kyllini auf dem Peloponnes. Auch mit der Nachbarinsel Ithaka gibt es Fährverbindungen. Nur eine schmale Meerenge trennt die beiden Ionischen Inseln, deren Besuch wunderbar miteinander kombiniert werden kann.

Argostoli – Aufgeräumte Inselhauptstadt mit Meerwassermühle

Melissani-See, Kefalonia
Melissani-Höhle, Bild: Piotr Krzeslak / shutterstock

9.000 Einwohner hat Argostoli, die Hauptstadt, die sich in einer tief eingeschnittenen Bucht ausbreitet. Von hier aus wirkt das Meer wie ein See. Nach einem schweren Erdbeben im Jahre 1953, das große Teile der Insel in Trümmer gelegt hat, wurde die Stadt modern wiederaufgebaut. Im Sommer liegen hier viele Jachten vor Anker, was dem Städtchen ein mondänes Gepräge gibt. Schon in mykenischer und antiker Zeit lebten hier Menschen, wie das interessante Archäologische Museum vermittelt. Auch das Historische Museum lohnt sich, wenn Sie erkunden möchten, wie hier der Alltag der Menschen vor 100 Jahren aussah. In der Nähe des Hauptortes erstreckt sich die Halbinsel Lassi mit ihren schönen Sandbuchten, die für einen Badeurlaub absolut geeignet ist. Von Argostoli aus können Sie mit dem öffentlichen Bus fast sämtliche Dörfer der Insel erreichen.

Meerwassermühlen und ein unterirdischer See

Nur wenige Kilometer von Argostoli entfernt ist es spannend, das Mühlrad einer Meerwassermühle zu besuchen. Das Wasser, das die Mühle antreibt, verschwindet in einem Schlund, um auf der anderen Seite der Insel bei der Melissani-Höhle wieder aufzutauchen. Dort, bei Sami befindet sich ein unterirdischer See, dessen Wasser in der Mittagszeit türkisfarben glitzert.

Faszinierende Landschaften und Monumente am Berg Enos

Assos, Kefalonia
Das malerische Dorf Assos, Bild: leoks / shutterstock

Am Fuße des Inselberges Enos zeigt sich Kefalonia von seiner fruchtbarsten Seite: Knorrige Olivenhaine und schöne Gärten erstrecken sich an seinen Hängen. Pinien, Tannen und Zypressen lassen ein geradezu südalpines Feeling aufkommen. Das größte Kloster der Insel, Agiou Gerasimou könnte Ziel einer lohnenswerten Wanderung werden. Hier ist der Inselheilige begraben, schon von weitem grüßt der barocke Kirchturm. In der Umgebung des Klosters gibt es mehrere pittoreske Weindörfer. Hier kann man den Robola genießen, die für Kefalonia typische Weißweinsorte, die ihr herb-trockenes Aroma durch die steinigen Böden gewinnt. Besteigen Sie den Berg, liegen Ihnen die Insel und das Ionische Meer zu Füßen.

Agios Georgios – Festung und alte Inselhauptstadt

Bei Livathos können Sie die alte Inselhauptstadt Agios Georgios besuchen, die sich um eine byzantinische Festung auf einem kahlen Hügel erstreckte. Hier gibt es die Ruine einer Kirche und ein altes venezianisches Pulvermagazin zu bestaunen. Das schönste hier oben ist die traumhafte Aussicht auf Küste und Meer. Im beeindruckend schlichten Nonnenkloster Agios Andreas gleich unterhalb des Bergs können Sie Wandmalereien aus dem 12. Jahrhundert bewundern.

Poros und Nea Skala. Schmucke Badeorte im Südosten

Wenn Sie vom Festland mit der Fähre ankommen, werden Sie wahrscheinlich in Poros die Insel betreten. Der kleine Hafen schmiegt sich an die steilen Hänge. Wunderschöne Kiesstrände mit vorgelagerten unbewohnten Eilanden umgeben den Ort. Baden ist hier ein Genuss. Außerdem können Sie schnorcheln und die Unterwasserwelt erkunden. In Poros lässt sich trefflich urlauben, auch wenn Sie natürlich nicht allein sein werden. Die touristische Infrastruktur ist gut ausgebaut, aber nicht erdrückend. Weiter südlich liegt Nea Skala. Das modern wiederaufgebaute Dorf besitzt ausgedehnte und sehr beliebte Sandstrände. Eine römische Villa besitzt interessante Mosaike, die besichtigt werden können.

Die Bucht von Sami – Ein unterirdisches Höhlensystem erkunden

Leuchtturm Fiskardo, Kefalonia
Leuchtturm in Fiskardo, Bild: s_kaisu / shutterstock

Karg zeigt sich die Insel rund um den Hafenort Sami. Es lohnt sich, hierher zu kommen, um die faszinierenden Tropfsteinhöhlen zu erleben. Die Drongarati-Höhle öffnet sich plötzlich, wenn man einen Olivenhain entlanggeht. Es gibt 3 Meter lange Stalaktite zu bewundern und einen unterirdischen Saal, der sogar für Konzerte geeignet ist. Die faszinierendste Attraktion auf Kefalonia befindet sich bei Sami: Hier tritt das Wasser von der anderen Inselseite wieder zutage, nachdem ein unterirdischer Strom die Insel durchflossen hat. Eine wunderschöne Bootsfahrt kann im höhlenartigen, im Sonnenlicht zauberhaft leuchtenden Melissani-See unternommen werden. In der Antike hat man hier dem Hirtengott Pan gehuldigt.

Fiskardo und der Norden. Idyllische Kiesstrände und ein pittoreskes Dorf

Im Nordosten der Insel blickt man von Fiskardo aus auf die Nachbarinsel Ithaka, die zum Greifen nah scheint. Zypressen und Pinien umgeben den Ort, der als einziges das schwere Erdbeben unbeschadet überstanden hat. Hier können Sie das frühere Dorfleben auf einer griechischen Insel erahnen. Schmucke Fassaden mit Fensterläden, die in allem Farben leuchten, laden zu einem Spaziergang ein. Ein blau-weißer Kirchturm begrüßt den Wanderer schon von fern. In der Nähe des Fischerdörfchens Assos befindet sich ein ganz besonderes Kleinod: Am Myrtos-Beach erstreckt sich der weiße Kiesstrand umgeben von schroffen Felswänden. Diese Kiesel lassen das Wasser prachtvoll in Blau und Türkis glitzern, denn sie reflektieren das Sonnenlicht aufs feinste. In der Nebensaison ist es hier am schönsten

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