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Dienstag, Januar 20, 2026
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Garmisch Partenkirchen – weiß-blaues Spektakel

Der weltbekannte Wintersportort Garmisch Partenkirchen ist ein etwa 27.000 Einwohner zählendes Oberzentrum in Bayern. Eingebettet in die bezaubernde Alpenwelt bietet Garmisch Partenkrichen auf einer Höhenlage von 708 m optimale Verhältnisse für den Wintersport. Aus diesem Grund ist diese Top Reisedestination seit vielen Jahren ein geschätzter touristischer Hotspot der internationalen Wintersportszene.

Schneekristall und Sonne, ländliche Idylle und bayerisches Brauchtum, Bergbahnen, Lifte, Pisten, Loipen – im Tal zwischen der Zugspitze, dem Wank und dem Kramer hat sich Garmisch-Partenkirchen zu einer alpinen Metropole entwickelt.

Zugspitze Gipfel
Der Gipfel der Zugspitze, Bild: Marc Gilsdorf / Markt Garmisch-Partenkirchen

Kaum ein anderer Kurort kann mit einem derartig beeindruckenden Bergpanorama aufwarten.

Seinen Aufstieg zum führenden deutschen Wintersportort verdankt Garmisch-Partenkirchen seiner einmaligen Lage im Süden von Oberbayern.

Und noch etwas macht den Doppelort so besonders: Das Gebiet begeistert mit einer uralten Geschichte und spannenden Anekdoten.

„Schau moi her do“ – vom Auf und Ab im Mittelalter, von berühmten Schriftstellern und Besuchern aus Hollywood

Im Tal geschieht einiges, bevor der Zusammenschluss der beiden Orte kommt – weniger Schönes und Erfreuliches. Die Gegend gerät immer wieder in andere Hände.

Garmisch wurde 802 erstmals als Siedlung erwähnt und lebte von der Flößerei am Loisach. Partenkirchen geht auf eine römische Station an der Via Claudia zurück. Die 1361 zum Markt erhobene Siedlung Partenkirchen, das römische „Parthanum“, war wichtigster Rastort an der Handelsstraße von Augsburg über Mittenwald nach Italien, wovon auch Garmisch profitierte.

Erst die Olympischen Spiele 1936 „schweißten“ Garmisch und Partenkirchen zu einem Ort zusammen und machten ihn zu einem internationalen Wintersportplatz.

Übrigens: Noch heute gibt es eine ausgeprägte Rivalität zwischen den Ortsteilen. Im Vorfeld der Olympischen Spiele setzten die Nazis 1935 die Zwangshochzeit zu Garmisch-Partenkirchen durch.

Zahlreiche Schriftsteller zog es nach Garmisch-Partenkirchen. Erich Kästner, Heinrich Mann und Kurt Tucholsky arbeiteten hier und ließen sich in Künstlerpensionen nieder. Auch Richard Burton und Liz Taylor verblieben eine kurze Zeit in Garmisch. Sie vertraten Hollywood und tanzten im legendären Nachtklub „Casa Carioca“. Nicht zuletzt verbrachte der Komponist Richard Strauss einen Großteil seines Lebens in dem Alpenort und starb dort im Jahre 1949.

Heute geht es weniger mondän zu. Die Besucher schlendern gemütlich durch die beschauliche Fußgängerzone, stöbern in einer gut sortierten Buchhandlung und erfreuen sich an den wunderschönen Bauernhäusern, die den Stadtkern säumen.

Der schmucke Ortskern lädt zum Bummel ein

Start ist der Marienplatz. Obacht: Im Haus Nr. 10 befindet sich eine Apotheke aus dem Jahre 1790.
In den Ortsteilen von Garmisch und Partenkirchen findet man überall die schindelgedeckten Gebirgshäuser.

Einige davon sind mit sogenannten Lüftlmalereien, religiösen Fassadenverziehrungen, versehen. Es gibt einiges, das man unbedingt in Augenschein nehmen sollte. Zunächst verweilt man am Richard-Strauss-Platz und bewundert das Kongresshaus. Gleich daneben erstreckt sich der Kurpark.

polznkasparhaus
Polznkasparhaus, Bild: Marc Gilsdorf / Markt Garmisch-Partenkirchen

Zudem lohnt die Besichtigung der Alten Pfarrkirche St. Martin, die Reste gotischer Wandmalereien aufweist und der um das Jahr 1730 errichteten Neuen Pfarrkirche St. Martin. Einen Blick in die Geschichte vermittelt das Heimatmuseum, das im Wackerle-Haus untergebracht ist.

Tipp:
Jedes Jahr im Frühjahr finden die Richard-Strauss-Tage mit Konzerten zu Ehren des berühmten Bewohners statt.

Authentisch, klein und lecker – womöglich ein Geheimtipp? Das „Schloderer Bierstüberl“ lockt mit regionalen Speisen in einer urigen Atmosphäre.

Wenn Berg und Klamm rufen

Vom Gipfel der Zugspitze bietet sich ein prachtvoller Rundblick. Im Werdenfelser Land nennt man den Berg das „himmlische Zentrum“. Von dem 50 Millionen Jahre alten Naturdenkmal in 2961 Meter Höhe reicht der Blick über die Berge bis nach Österreich, Italien und in die Schweiz.

Wählt man auf dem Rückweg die Eibsee-Seilbahn, genießt man einen traumhaften Blick auf den malerischen Eibsee.

Neben dem berühmten Panoramablick lohnt sich ein Besuch des oftmals von Drachenfliegern umkreisten Wank. Gleich am Ortsrand von Garmisch-Partenkirchen liegt die Talstation der Wankbahn. Der Wank gilt als „Sonnenberg“ des Werdenfelser Landes.

Zu empfehlen sind Ausflüge in die abwechslungsreiche Natur der alpinen Bergwelt von Hausberg, Osterfelder, Alpspitze und Kreuzeck. Auf romantischen Höhenwegen ist der Eckbauer zu erwandern. Eine der schönsten Wanderungen führt vom Olympia-Skistadion ins Partnach-Klammgebiet. Ein Teil des Weges kann im Winter mit Pferdeschlitten und im Sommer mit Kutschen bequem zurückgelegt werden.
Bizarrer noch als die Partnachklamm ist die von Garmisch-Partenkirchen südlich gelegene Höllentalklamm.

Wildromantisch, fesselnd, zauberhaft – die Umgebung:

Zweifellos ein buchstäblich einschneidendes Naturerlebnis: die Höllentalklamm. Zu erreichen ist die Schlucht nur durch einen mehrstündigen Fußmarsch. Über einen Kilometer Länge begleitet den Wanderer über Felsen stürzendes, schäumendes Wasser mit dumpfem Rauschen und wildem Tosen. Das Naturwunder muss man sich durch einen dreistündigen Fußmarsch „verdienen“.

Anders die in Sichtweite liegende Zugspitze, zu der eine Zahnrad- und Kabinenbahn hochführen. Diese nutzen vor allem die Wintersportler, die im Werdenfelser Land, aber auch an vielen anderen Hängen die Bretter unterschnallen können.

Sprungschanze Garmisch Partenkirchen
Die Sprungschanze in Garmisch-Partenkirchen, Bild: Marc Gilsdorf / Markt Garmisch-Partenkirchen

Unter der schroffen Karwendelkette im Isartal, etwa 25 Kilometer östlich vom Garmisch-Partenkirchen, liegt der Luftkurort Mittenwald. In dem Bergstädtchen hängt „der Himmel voller Geigen“, seit der Schüler des berühmten Geigenbauers Nicola Amati, Matthias Klotz, mit diesem Handwerk 1684 sein Dorf vor einer wirtschaftlichen Katastrophe bewahrte.

Heute gibt es hier ein Geigenbaumuseum, eine Geigenschule und ein Denkmal für Matthias Klotz. Darüber hinaus bestätigen all die Häuser mit Lüftlmalerei das 1786 geprägte Urteil von
Goethe: „Mittenwald ist ein lebendiges Bilderbuch“.

Erholung bei den Herrgott-Schnitzern findet man in Oberammergau. Hier wird nicht nur geschnitzt und Theater gespielt, es wird auch gebadet. Im „WellenBerg“ kämpft man gegen Wellen an, springt ins Warm-Freibecken, aalt sich im Sprudelbecken oder begleitet die Kinder in das Hallen-Planschbecken. Dem nicht genug: Hier kann man auch schwitzen oder braun werden.

Ein bayerischer Bergort im Zeichen des Sports

Die internationale Berichterstattung machte den Ort der Bayerischen Alpen bekannt. Das Olympia-Skistadion ist bis heute Schauplatz des Neujahrsskispringens der Internationalen Vierschanzentournee. Als beliebte Trainingsstätte agiert das Olympia-Eissportzentrum.

Die neue 14 Millionen Euro teure Olympiaschanze kann besichtigt werden. Wer mag, erklimmt die 332 Stufen der „Himmelsleiter“. Es geht auch bequem: Ein Aufzug führt zum 62 Meter hohen Turm. Von oben bietet sich ein herrlicher Blick ins Loisachtal.

Heute können in Garmisch-Partenkirchen alle Wintersportarten ausgeübt werden. Das Gletschergebiet der Zugspitze ermöglicht bis weit ins Frühjahr hinein Abfahrten auf 118 Kilometer Länge unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade.

Darüber hinaus lässt sich die wunderschöne Bergnatur bei gemütlichen Almwanderungen, Kletter- oder Mountainbiketouren auch in der warmen Jahreszeit genießen.

Garmisch Partenkirchen: Lage und Besonderheiten

Garmisch Partenkirchen, Sommer
Sommer-Panorama von Garmisch Partenkirchen, Bild: Joerg Lutz / Markt Garmisch-Partenkirchen

Garmisch Partenkirchen befindet sich umgeben von diversen Gebirgslandschaften: Im Südwesten ist es das Wettesteingebirge mit dem höchsten Gipfel Deutschlands, der Zugspitze, östlich liegt das Estergebirge und im Nordwesten das Ammergebirge.

In Garmisch Partenkirchen selbst befindet sich der 870 m hohe Kochelberg mit der Kochelbergalm. Mit der Luftseilbahn Hausbergbahn gelangt man auf den 1334 m hohen Gipfel des naheliegenden Hausbergs, dessen sensationelles Skiareal ein wahrer Magnet für begeisterte Skifahrer und Snowboarder ist.

Garmisch Partenkirchen ist legendärer Austragungsort zahlreicher internationaler Wintersportwettkämpfe, wie die Olympischen Winterspiele und Alpinen Skiweltmeisterschaften. Brilliante Slalompisten und die berühmte Olympia Skisprungschanze sind besondere Glanzlichter in diesem hoch geschätzten Wintersportort. Das Neujahrsspringen der Vierschanzentournee findet alljährlich auf der großen Olympiaschanze am Gudiberg statt.

Auch im Sommer gilt Garmisch Partenkirchen als faszinierender Ferienort füe den perfekten Aktivurlaub. Wanderungen, Exkursionen, Radausflüge und spannende Endeckungstouren werden kleine und große Besucher gleichermaßen begeistern. Mehr als 300 km gut beschilderte Wanderwege führen durch die idyllische Alpenlandschaft rund um Garmisch Partenkirchen. Gleichzeitig ist das Naturparadies der Ausgangsspot für Transalp Touren, die Mountainbiker in Richtung Gardasee führt.

Garmisch Partenkirchen im Winter – Aktivitäten und Highlights

Optimale Wetterbedingungen und eine erstklassige Infrastruktur haben diesen exklusiven Wintersportort zu einem beliebten Treffpunkt für Skisportfans gemacht. Die alpine Bergwelt rund um Garmisch Partenkirchen ist ein Paradies für Wintersportaktivitäten jeglicher Art.

Auf einer Höhe von bis zu 860 m können Skilangläufer auf den ca. 28 km klassisch und Skating Langlaufloipen die Stille der malerischen Schneelandschaft genießen. Das kostenfrei zugängliche Langlaufloipennetz wird täglich frisch gespurt. Zu den einfachen Skilanglaufstrecken zählen die 8 km lange, leicht zu bewältigende Loipe Hausberg – Hammersbach sowie die Loipe Hausberg – Olympia Skistadion (Länge: 4 km). Definitiv eine Sache für Profis ist die 10 km lange Skilaufstrecke von Garmisch Partenkirchen aus über Kaltenbrunn nach Klais, die mit ihren zahlreichen Abfahrten und Höhen stellenweise eine echte Herausforderung bedeutet. Für fantastische Skilauferlebnisse auch nach Einbruch der Dunkelheit bietet die 5 km lange Flutlichtloipe im Langlaufzentrum Kaltenbrunn optimale Bedingungen.

Garmisch Partenkirchen ist eine Hochburg des alpinen Skisports und kann mit 60 km bestens präparierten Abfahrtpisten mit Schneegarantie aufwarten, die in den Monaten November bis April Alpinisten und Snowboardern ab 700 m Höhe zur Verfügung stehen.

Das Skigebiet lockt geübte Skifahrer auf die 20 km langen Naturschneepisten, die sich bis auf 2050 m Höhe befinden. Doch nicht nur das Skiareal von Hausberg, Kreuzeck und Alpspitze sowie Garmisch Classic sind mit ihren Talabfahrten und den mehr als 40 Pistenkilometern herrliche Glanzlichter der Skiwelt von Partenkirchen. Auch das Kinderland neben der Bergstation am Hausberg bietet kleinen Skifreunden unendliche viele Ski-und Snowboarderlebnisse und unbeschwerte Schneeabenteuer.

Familien mit Kindern werden von der O,30 km langen Rodelbahn direkt am Kramerplateauweg begeistert sein! Die leichte Rodelstrecke befindet sich an einem flach abfallenden Hang neben der Wohngebiet „Im Leitle“ und ist das ideale Areal für viel Schneespaß und Vergnügen.

Für geübte Schlittenfahrer ist die anspruchsvolle Rodelstrecke mit zahlreichen steilen Abschnitten an der Esterbergalm ein wahres Highlight. Die 4,7 km lange, abwechslungsreiche Rodelbahn ist stellenweise ziemlich herausfordernd, bietet jedoch andererseits eine herrliche Panoramaaussicht über das bezaubernde Loisachtal und das Wettersteingebirge. Einkehrmöglichkeit besteht in der gemütlichen Esterbergalm.

Garmisch Partenkirchen, Partnachklamm
Partnachklamm, Bild: Marc Hohenleitner / Markt Garmisch-Partenkirchen

Auch die 2,4 km lange Rodelbahn St. Martin am Grasberg sollte erfahrenen Schlittenfahrern vorbehalten bleiben. Ab der Bayernhütte sind es etwa 320 m hinauf bis zum Berggasthof Martinshütte, dann geht es auf teilweise steilen Abschnitten wieder auf der gut hergerichteten Rodelbahn hinunter.

Doch auch der Eissport kommt in Garmisch Partenkirchen nicht zu kurz. Im Olympia Eissportzentrum können Schlittschuhläufer nicht nur Eislaufen, sondern sich auch in modernen Sportarten wie Curling probieren – und zwar zwölf Monate im Jahr.

Garmisch Partenkirchen im Sommer entdecken

Zahlreiche spannende und erlebnisreiche Aktivitäten erwarten Sommerurlauber in Garmisch Partenkirchen und Umgebung. Die Wanderung durch die 700 lange und 80 m tiefe Schlucht Partnachklamm ist für Familien mit Kindern ein lohnenswerter Ausflug.

Auch die Tour über die Hängebrücke am Wank mit Einkehr in der Tannenhütte ist definitiv ein faszinierendes Erlebnis für Jung und Alt. Urlauber sollten sich auf keinen Fall das Panorama Highlight, die Alpspix Plattform, entgehen lassen, die auch für Familien mit Kindern ein wundervolles Erlebnis ist. Auf 2000 m Höhe erwartet sie ein spektakulärer Ausblick über die sich endlos ausbreitende majestätische Alpenwelt.

Ein absolutes Muss in Garmisch Partenkirchen ist die Fahrt mit der Bayrischen Zugspitzbahn auf die Zugspitze. Die Bahnfahrt hinauf auf den mit 2969 m höchsten Gipfel des Landes dauert etwa 75 Minuten. Auch fantastische Gletscherwanderungen, Paragliding und Bergsteigen gehören hier zu den beliebtesten touristischen Sommeraktivitäten.

Info: Mit der Gapa-Card erhalten Sie freien Eintritt ins Albspitz-Wellenbad. Weitere Vorteile finden Sie auch auf der Internetseite unter: https://www.gapa.de/de/Info-Service/GAPA-Card-Gaestekarte
Viel Spaß und Vergnügen verspricht die Sommerrodelbahn Garmisch Partenkirchen, denn auf einer 850 m langen Strecke voller Dynamik, Steilkurven und Megakreisel schafft man einen unglaublichen Höhenunterschied von 41 Metern. Kinder werden hier die tollen Spielanlagen mit Kletter- und Rutschenturm, Sandkasten, Schaukeln und das super Bungee-Trampolin lieben! Auch ein Besuch im Alpspitz Wellenbad ist ein einzigartiges Erlebnis.

Das Vergnügungs- und Erholungsbad kann mit diversen Innen- und Außenpools, Wasserrutschen, Wellenbäder, Lernschwimmbecken sowie Sauna- und Wellnessaustattungen aufwarten und bietet einfach perfekte Einrichtungen für Groß und Klein.

Weitere Attraktionen in Garmisch Partenkirchen und Umgebung

Die bezaubernde Altstadt von Garmisch führt Besucher auf den Spuren ihrer Geschichte durch alte Gassen und vorbei an einzigartigen, traditionell dekorierten Holzbauten. Regionale Gastronomie und wundervolle Einkaufsmöglichkeiten erwarten Besucher in der berühmten Ludwigstraße, die von zahlreichen Giebelhäusern im Heimatstil gesäumt ist. Urlauber sollten sich einen gelassenen Spaziergang vom Rathausplatz aus bis hin zur Sebastianskapelle aus dem 17. Jahrhundert, einem Ort des Gedenkens und der Besinnung, nicht entgehen lassen.

Die viel besuchte Alte Pfarrkirche St. Martin im romanisch-gotischen Stil war in der Vergangenheit die Mutterkirche im Loisach- und Isartal, während die neue süddeutsch barocke St. Martinkirche im 18. Jahrhundert errichtet wurde und mit ihrer wunderschönen Innengestaltung und dem achtglockigen Geläut fasziniert. Zweifellos einen Ausflug wert ist die Wallfahrtskirche St. Anton in Partenkirchen. Die dem Heiligen Antonius von Padua geweihte Kirche sowie der sich anschließende Kreuzweg befinden sich seit dem Jahre 1973 unter Denkmalschutz.

Eines der beliebtesten Ausflugsziele in Garmisch Partenkirchen ist die aus dem 12. Jahrhundert stammende Burgruine Werdenfels, die sich auf einer Höhe von 795 m befindet und auf beschilderten Wanderwegen bequem erreichbar ist.

 

 

 

Comer See – Oberitalien von seiner schönsten Seite

Ganzjährig ist der Comer See ein charmantes Reiseziel, für alle, die die Natur lieben und dennoch auf Luxus nicht verzichten möchten. Ein angenehm mediterranes Klima, eine grandiose Bergkulisse, charakteristische Dörfer und luxuriöse Villen prägen die Region rund um den Comer See.

Faszinierendes Reiseziel im Norden Italiens

Comer See, Varenna
Der Comer See in Varenna, Bild: Julian Wiskemann / shutterstock

Mit einer Fläche von 146 km² präsentiert sich der Comer See als drittgrößter See Italiens. Bereits in der Antike wurde die Isola Comacina, die einzige Insel des Sees, besiedelt. Eine große Zahl an herrschaftlich wirkenden Villen stammen aus dem 15. Jahrhundert und sorgen in vielen Orten für mondänes Flair. Heute zieht der See Prominente aus aller Welt an, die am Comer See ein Feriendomizil unterhalten. Bekannt ist die Region auch durch die zahlreichen Kurorte, die an dem oberitalienischen See liegen. Neben herrlichen Bedingungen für Wanderer und Kletterer ist die Region auch ein Paradies für Wassersportler, Golfer und Genießer.

Como – die Metropole

Wer einen Urlaub Comer See plant, sollte unbedingt die Stadt Como besuchen. Die malerische Altstadt ist das Aushängeschild der Stadt. Während eines Bummels durch die Altstadt treffen Besucher auf den Dom, der von 1396 bis 1740 erbaut wurde. Er gilt heute als Wahrzeichen der Stadt und beeindruckt nicht nur durch seine Architektur, sondern auch durch zahlreiche Kunstwerke im Inneren der Kathedrale. Ebenso sehenswert ist der Sakralbau Basilika San Fedele, die im 12. Jahrhundert errichtet wurde. Natürlich ist Como auch die „Einkaufsstadt“ am Comer See und lädt mit seiner Fußgängerzone zum Bummeln, Stöbern und Genießen ein. Ein besonderes Highlight ist auch das Civico Museo Garibaldi, welches dem Nationalhelden und Freiheitskämpfer Giuseppe Garibaldi gewidmet wurde. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Villa Olmo, das Seidenmuseum, der Tempio Voltiano und die Santissima Annunziata.

Bellagio – die Perle des Comer Sees

Comer See, Villas
Die Villas am Comer See, Bild: Julija Sulkovska / shutterstock

Das ehemalige Fischerdorf Bellagio zählt heute zu den schönsten Orten am Ufer des Comer Sees. Enge Gassen führen durch den mittelalterlichen Ortskern und werden von farbenfrohen Häuserschluchten gesäumt. Durch die Hanglage des Ortes finden sich auch zahlreiche Treppengassen, die vom See wegführen. Als besonders sehenswert gilt auch die Villa Serbelloni aus dem 18. Jahrhundert. Sie ist bekannt für ihre Gärten, die zu den schönsten des Landes zählen und von exotischen Pflanzen geschmückt werden. Ebenfalls in Bellagio findet sich die Villa Melzi mit ihren englischen Gärten. Wer vorbei am berühmten Grand Hotel Villa Serbelloni spaziert, kann an der Nordspitze der Landzunge einen herrlichen Ausblick auf den See genießen.

Lecco – ein Ort mit modernem Charakter

Einst industriell geprägt, hat sich der Ort Lecco zum attraktiven Urlaubsziel am Comer See entwickelt. Der Ort präsentiert sich mit einer modernen Fußgängerzone und ist dank seines besonderen Flairs einer der Anziehungspunkte des Sees. Im Zentrum der Stadt findet sich eine Seilbahn, die zum Hochplateau Piani d`Erna. Das Plateau lockt mit einer herrlichen Aussicht und ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen. Im Ort selbst locken zahlreiche Geschäfte, Restaurants und Cafés, sodass sich hier das Leben genießen lässt.

Termezzo – auf den Spuren des europäischen Adels

Comer See Frühling
Der Comer See im Frühling, Bild: Heinz Beilharz / shutterstock

Termezzo zählte einst im Mittelalter zum Verteidigungsring der Insel Comacina und wurde zwischen 1118 und 1127 zu großen Teilen zerstört. Aufschwung bekam der Ort Ende des 19. Jahrhunderts, als der europäische Adel den Ort für sich entdeckte. Seither ist Termezzo einer der bekanntesten Orte am Comer See und zieht auch heute noch prominente Gäste an. Besonders eindrucksvoll ist ein Bummel entlang der Seepromenade und weiter entlang des Seeufers, denn hier finden sich herrliche Villen mit herrlichen Gärten.

Passende Unterkünfte für jeden Urlaubstyp

Varenna bei Nacht
Varenna bei Nacht, Bild: Julian Wiskemann / shutterstock

Rund um den Comer See lässt sich ein maßgeschneiderter Urlaub verbringen. Sowohl Aktivurlauber, Wassersportler, Erholungsbedürftige als auch Genießer kommen in der Region auf ihre Kosten. So vielfältig wie die Möglichkeiten der Urlaubsgestaltung sind, so vielfältig sind auch die Unterkünfte am Comer See. Ob ein kleines und gemütliches Hotel oder ein Aufenthalt im Luxushotel, eine Ferienwohnung am Comer See oder doch lieber ein Ferienhaus je nach Bedarf findet sich eine große Auswahl an Unterkünften. Da ein Urlaub Comer See nach wie vor sehr beliebt ist, sollte jedoch die Planung rechtzeitig erfolgen, um eine möglichst freie Wahl bei der Unterkunft zu genießen. Wer jedoch flexibel ist, kann auch kurzfristig eine passende Unterkunft buchen, jedoch gehört gerade in der Hauptsaison eine Portion Glück dazu.

Die perfekte Reisezeit für das Reiseziel Comer See

Grundsätzlich zieht es in den Sommermonaten sehr viele Touristen aus aller Welt an den Comer See, doch auch in der Nebensaison hat ein Aufenthalt am See seinen Reiz. Wer nicht unbedingt einen Badeurlaub an den Stränden des Sees verbringen möchte, der kann hier auch ganzjährig einen herrlichen Aktivurlaub verleben. Gerade im Frühjahr präsentiert sich die oberitalienische Landschaft als äußerst sehenswert, denn die reichhaltige Flora sorgt für ein Blütenmeer, sodass Wanderungen durch die Region sehr angenehm sind. Doch auch den Herbst- und Wintermonaten bietet sich ein Urlaub Comer See an, denn dank der milden Temperaturen und deutlich weniger Touristen lässt sich die Region außerhalb der Ferienzeit in vollen Zügen genießen.

Reisetipps für einen Urlaub am Starnberger See

Eine Reise an den Starnberger See führt Urlauber ins malerische Oberbayern. Das zwischen den Alpen und München gelegene Gewässer ist der zweitgrößte See Bayerns, an dem Reiseträume in Erfüllung gehen. Zahlreiche frei zugängliche Badeplätze sind mit flachen Ufern gesäumt, an denen sich Groß und Klein tummeln. Vor Ort herrschen günstige Windverhältnisse.

Deshalb fühlen sich auch Wassersportenthusiasten von dem 127 Meter tiefen Gewässer magisch angezogen. Rund um das Gewässer lädt ein 46 Kilometer langer Seerundweg zu ausgiebigen Fahrradtouren und entspannten Spaziergängen ein. Der Starnberger See verzaubert mit seinem mondänen Charme, dem niemand widerstehen kann.

Fühlen Sie sich wie zu Hause: in diesen Ferienunterkünften

Reiseportale wie www.starnbergersee.de inspirieren zum Aufenthalt an einem Ort, in dem jede einzelne Villa, jedes einzelne Schloss noch schöner als das andere ist. Einladende Ferienhäuser, Ferienwohnungen und schicke Hotels sind ein wichtiger Teil der Urlaubsregion und fügen sich nahtlos in die bilderbuchgleiche Landschaft ein. Zahlreiche dieser Unterkünfte punkten mit einem kleinen Privatstrand oder eigenen Bootssteg. Ferienhäuser locken mit eigenen Gärten, auf deren Terrassen Sie mit einem gemütlichen Frühstück in den Tag starten können. Ob modern oder traditionell bayerisch, ob in Münsing, Starnberg oder einer anderen Stadt am Starnberger See – hier werden Sie sich wie zu Hause fühlen.

An diesem Ort werden Urlaubsträume wahr

Der Starnberger See wäre nicht der Starnberger See, wenn Sie sich an diesem Ort nicht alle Reisewünsche erfüllen könnten. Einen warmen Sommertag an einem Traumstrand genießen. Vermutlich können Sie dafür kaum einen schöneren Platz als das “Paradies” finden. Der Starnberger See ist nicht nur der perfekte Ausgangspunkt für eine Bootstour, auf der Sie Besuche der schönsten Ortschaften der Region miteinander verbinden können. Wer das kühle Nass beim Segeln, Surfen oder Angeln erleben möchte, hätte kein schöneres Reiseziel auswählen können.

Ein Besuch auf der einzigen Insel im Starnberger See

Von besonderem Glanz sind die Naturlandschaften, die den Starnberger See um kostbare Juwele bereichern. Da ist zum Beispiel die Roseninsel. Das einzige Eiland des gesamten Sees steht heute unter Landschafts- und Denkmalschutz. Lassen Sie sich einen Besuch der bei Feldafing am Westufer gelegenen Insel nicht entgehen. Prähistorische Funde wie Pfahlbausiedlungen zeugen noch heute davon, dass das Eiland vermutlich schon um 3.700 v. Chr. besiedelt gewesen ist. Heute thront auf der Roseninsel das Sommerhaus des einstigen Königs Maximilian II., das den Namen “Casino” trägt. Die Roseninsel macht ihrem Namen alle Ehre. Der auf der Insel errichtete Rosengarten ist von faszinierender Schönheit. Hier gedeihen unzählige hochstämmige Rosen unter der Sonne Bayerns – das perfekte Ambiente, um sich von Mai bis Oktober auf der Insel das Ja-Wort zu geben.

Das Kloster Andechs vereint kulturelle Geschichte und puren Genuss

Kloster Andechs
Das Kloster Andechs, Bild:Panda007 / Pixabay

Die kulturhistorische Seite des Starnberger Sees beleuchtet das Kloster Andechs. Dieses auf einem heiligen Berg gelegene Gotteshaus ist der zweitgrößte Wallfahrtsort Bayerns. Überlieferten Schriften zufolge fanden sich Gläubige schon im 10. Jahrhundert in der christlichen Stätte ein, bis 1128 die erste Wallfahrt in Richtung Andechs stattfand. Doch heute gibt es noch einen weiteren Grund, weshalb die Wallfahrtsstätte so beliebt ist. Zu dem Gotteshaus gehört eine Klosterbrauerei, in der Bier nach alter benediktinischer Rezeptur gebraut wird. Wer möchte, darf es sich auf der Außenterrasse oder in der Klostergaststätte gemütlich machen, um den Blick auf den Starnberger See bei einem Glas Bier zu genießen. Das Kloster Andechs ist ein Ausflugsziel mit vielen Facetten. Schließlich gehört ein Spaziergang durch den anliegenden Kräutergarten zu diesem Besuch dazu.

Künstlerische Einblicke im Buchheim Museum der Phantasie

Wer auf den Pfaden namhafter Persönlichkeiten wie dem Märchenkönig Ludwig II. oder der legendären Kaiserin Sisi wandeln möchte, sollte Exkurse zum Schloss Possenhofen in Pöcking, dem Schloss Berg oder der Votivkapelle unbedingt in seine Ausflugspläne einbeziehen. Völlig andere Perspektiven eröffnet das am Westufer des Sees gelegene Buchheim Museum der Phantasie. Diese im Höhenrieder Park gelegene Ausstellung widmet sich verschiedenen Themenbereichen der Kunst. Das nahtlos in einen Hang eingefügte Museum lockt mit einer 3.200 Quadratmeter großen Fläche, auf der expressionistische Werke in all ihren Facetten präseniert werden. Bilder und andere Werke von namhaften Künstlern wie Erich Heckel oder Ernst Ludwig Kirchner können an diesem Ort bewundert werden. Das zum Komplex gehörige Völker- und Volkskundemuseum präsentiert eindrucksvolle Kunsthandwerke aus aller Welt.

Gaumenfreuden am Starnberger See

Krönen Sie Ihre Reise zum Starnberger See mit Restaurantbesuchen, in denen Sie sich typisch oberbayerische Schmankerl schmecken lassen können. Liebhaber von einer saftigen Portion frischem Fleisch dürfen aus pikantem Schweinsbraten, heimischem Milchlamm oder herzhaftem Jungrinderbraten wählen. Ein Klassiker ist das sogenannte Bürgermeisterstückl – köstliches Fleisch aus der oberen Rinderkeule, das mit Merrettich kredenzt wird. Herzen von Naschkatzen schlagen beim Anblick von Desserts wie Soufflés oder einem fruchtigen Apfelkücherl höher. Diese Kreationen runden Sie mit einem leckeren Bier oder selbst gepressten Säften aus der Region ab.

Das ist London – Laut, antik, kitschig, wild

London – Laut, antik, kitschig, wild. Mit etwa 20 Millionen ausländischen Touristen meistbesuchte Stadt der Welt, hochmoderne Metropole mit alten Traditionen, das Zuhause von neun Millionen Einwohnern, von 140 Milliardären und der Queen. Aufregend, wunderbar, aufreibend und irgendwie unergründlich …

London – Der Mittelpunkt der Zeit

Mancher Besucher startet seine Visite in Großbritanniens Hauptstadt in der U-Bahn – und bekommt gleich einen Eindruck vom Londoner Alltag. Man meint, dass der Begriff Stoßzeit in den proppenvollen Waggons erfunden wurde – schließlich befördert die Bahn täglich 3,5 Millionen Passagiere – einmal alle Berliner quasi.

Aber es geht nicht nur um Stoßzeiten in der Bahn, sondern um die Zeit an sich: London ist eigentlich das Zentrum der Zeit, liegt doch der Nullmeridian im Stadtteil Greenwich. Wo West und Ost zusammenlaufen, ist nach Wahrnehmung vieler Briten immer noch der Mittelpunkt der Welt. Ihre Uhren stellten die Menschen früher nach den Schlägen von Big Ben, zumindest die aus dem Commonwealth – und das ist annähernd auch heute noch ein Drittel der Weltbevölkerung.

London, St. Pauls Cathedral
St. Pauls`s Cathedral, Bild: Victor Moussa / shutterstock

Heute gibt London immer noch den Takt an, in der Kultur, in der Musik, bei Finanzen und in der Mode – und dennoch scheint sie hier manchmal einfach stillzustehen. In alten Gassen mit Kopfsteinpflaster und Gaslampen, die in der Dämmerung immer noch per Hand angezündet werden oder auch am altehrwürdigen Buckingham Palace, wo zu Ehren der Queen immer wieder die Wachwechsel zelebriert werden.

Keep calm and carry on

Schon möglich, das die Zeit in London etwas anders funktioniert oder relativ erscheint. Die Stadt gönnt sich eine auffällige Gelassenheit, weil sie schon alles erlebt hat: Krieg und Frieden, die Zentralmacht eines Weltreichs, die Herrschaft des Geldes und die Bedeutung als Zentrum der Künstler, der Kreativen, Hipster und Avantgardisten. Keep calm and carry on: “Ruhig bleiben und weiter machen” nehmen sich am besten alle Besucher vor, die statt des Powershoppings in Bond Street, Knightsbridge oder Kings Road kassenschonendes Einkaufen in Portobello, Camden Look, Borough Market und Columbia Road bevorzugen. Die Gegenden, wo London wirklich hip ist, mit den vielen Sehenswürdigkeiten, lassen sich zudem auch wunderbar unkompliziert zu Fuß erkunden.

Besuch in London Town

Fußwege, U-Bahnen, Züge: Londons beste Verbindungen lassen sich per App auf das Smartphone laden:  https://citymapper.com/london?set_region=uk-london

Bus-Touren können dann schnell zur bevorzugten Variante werden, sich durch ganz London schaukeln zu lassen. Dabei kann man seine individuelle Tour komponieren – toll sind die Linien 159 von Marble Arch nach Streatham, die 73 von Victoria nach Stoke Newington Common oder die 24 von Hampstead Heath nach Pimlico oder auch umgekehrt, die an all den weltbekannten Sehenswürdigkeiten vorbei führt.

Ideal geht es auch zu Fuß: Sehenswürdigkeiten wie Piccadilly und Soho oder die großen Einkaufsstraßen Regent und Oxford Street lassen sich ganz bequem erlaufen. Das gilt auch für den Tower, die National Gallery oder für Buckingham Palace.

London – Unbedingt ansehen!

Apropos Buckingham Palace: Noch imposanter als der Regierungssitz der Queen sind die südwestlich liegenden historischen Schlossanlagen Hampton Court Palace in Richmond upon Thames. Hier ist London am Grünsten und die Gärten sind geradezu grandios. Im Frühling und über die Sommermonate lässt sich die Anreise wunderbar mit einer Bootstour auf der Themse kombinieren
(www.hrp.org.uk/hampton-court-palace).

Geschichtsfans werden im Imperial War Museum fündig: Die Ausstellungen umfassen die Zeiten vom Ersten Weltkrieg bis heute. Wie bei vielen Londoner Museen, Galerien und historischen Bauten ist auch hier der Eintritt kostenlos (www.iwm.org.uk).

Naturbelassen und ziemlich wild ist der Friedhof Highgate Cemetery im Norden der Stadt, auf dem auch u. a. Karl Marx begraben liegt. Das gleichnamige Dorf war einstmals ein bedeutendes Zentrum britischer Literaten – heute leben hier Stars wie Jude Law oder Kate Moss.
(www.highgatecemetery.org)

Spitalfields Market in Shoreditch besteht aus fest etablierten Geschäften und wechselnden Marktständen. Täglich öffnet er am Horner Square (www.spitalfields.co.uk).

Tolle Teile!

London hat jede Menge tolle Stadtteile. So das schicke Hampstead mit schönen Parks, kleinen Geschäften, Pubs und Restaurants. Hier wohnen auch gern verschiedene Fußballprofis.
Zu den tollen Teilen zählt unbestritten auch Richmonds mit Restaurants, Pubs und Cafés ganz unmittelbar am Wasser. Wie schon erwähnt ist dieser wunderschöne Stadtteil längs der Themse Ausgangspunkt vieler Bootstouren und für Besuche im Richmond Park mit seinem beachtlichen Rotwildbestand. Hier gilt: Nur fotografieren, aber nicht anfassen!

Delicious London

Sicher, Koch-Koryphäen wie Anna Hansen, Nuno Mendes, Lawrence Keogh oder Yotam Ottolenghi betreiben in London Gourmettempel, auf die Paris neidisch ist. Für das Durchschnittsbudget kann es aber wohl durchaus auch handfester sein.

Schon sehr handfest erscheint Londons Gastronomie zumindest in Lokalen, die vor ihren Türen mit Speisen auf Bildern werben. Aber sonst hat das früher zurecht gefürchtete Pub-Food seine Schrecken längst verloren und man kann in Großbritanniens Metropole sehr gut und durchaus günstig essen:
So ist Crate Brewery empfehlenswert, ein uriges Brauerei-Restaurant in einer stillgelegten Fabrikhalle am Kanal in Hackney Wick. Hier gibt es die große Auswahl an lokalen Bieren und hervorragenden Hochofenpizzen. (www.cratebrewery.com)

The Flask ist ein besonders schöner alter Pub mit historischem Interieur und Biergarten, in dem schon Lord Byron und John Keats einst ihre Pints leerten. Gute Küche und hervorragende Desserts in 77 Highgate West Hill (www.theflaskhighgate.com).

Last but not least Mr Fogg’s: Die eklektische Bar in Mayfair mit alten, schweren Ledersesseln, Memorabilien aus victorianischen Zeiten und mit Kellnern, die aus dem Besuch geradezu interaktives Theater machen, betört geradezu – nicht allein mit exotischen Cocktails (www.mr-foggs.com).

Mit einem schönen Cocktail wird wohl mancher Besucher seine London-Visite ausklingen lassen. Er wird immer wieder kommen, denn diese Stadt ist unergründlich …

Günstige Flüge nach Thailand finden

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Die Menschen hat das Fernweh gepackt. Reisen auf den asiatischen Kontinent stehen derzeit ganz hoch im Kurs. Und vor allem das exotische Inselparadies Thailand lockt mit Sonne, Strand und Meer so wie spektakulären Kulturgütern und seinen kulinarischen Spezialitäten Jahr um Jahr einen Strom an Touristen an.

Der Individual-Tourismus setzt sich dabei immer mehr durch. Urlauber weichen dem Massentourismus aus und bevorzugen es Land und Leute lieber hautnah und auf eigene Faust kennenzulernen. Ein authentischer Einblick in das alltägliche Leben der Menschen und ihre Traditionen wird insbesondere bei Individual-Reisen nach Thailand möglich.

Heute ist es dank günstigen Reise Angeboten aus dem Internet so einfach wie nie schnell mal einen Flug zu buchen, den Rucksack umzuschnallen und die faszinierende Kultur des südostasiatischen Inselreichs zu entdecken. Das Reise Angebot erweitert sich ständig und billige Flüge wie beispielsweise Thai Airways Flüge machen den Traumurlaub möglich.

Thailand – Das Land des Lächelns

Koh Phangan
Koh Phangan, Bild: Matej Kastelic / shutterstock

Das südostasiatische Inselreich beeindruckt nicht nur mit seiner spektakulären landschaftlichen Vielfalt, sondern auch mit herzlicher Gastfreundlichkeit. Seit den 1970er Jahren stellt der Tourismus in Thailand einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für das Land dar. Zu den Hauptzielen gehören die Hauptstadt Bangkok, der bergige Nordwesten, und die Küstenregion.

Badereisen nach Thailand an bekannte Badeorte wie Badeorte wie Khao Lak oder auf eine der zahlreichen Inseln wie Phuket, Koh Samui oder Koh Phangan sind besonders beliebt. Hier finden Sonnenanbeter wunderschöne Sandstrände und einsame Buchten vor, Taucher eine bunte Unterwasserwelt.

Trend Erlebnisreise Thailand

Neben Erholungsreisen sind auch Aktiv- und Kulturreisen sehr beliebt. Abseits der Touristenhochburgen gibt es einiges zu entdecken. Die einzigartige und faszinierende Natur, alte Tempelanlagen und Ruinen, beeindruckendes Kunsthandwerk aber auch die Vielfältigkeit der thailändischen Küche. Die Möglichkeiten im Sportbereich sind ebenfalls sehr vielseitig. Neben dem bei vor allem Europäern und Amerikanern sehr beliebten Golf- und Tauch-Erlebnissen werden auch immer öfter Trecking, Mountainbiking und Rafting angeboten.

Der Trend bei Thailand Reisen geht eindeutig zu Event-Reisen, also Reisen die einem speziellen Thema unterliegen. Zu den sogenannten Themen-Reisen gehören Thailand Weinreisen, oder Städtereisen nach Bangkok, Spa-Reisen mit Massagen und Wellness oder auch Yoga Reisen.

Thailand Reise für den großen und kleinen Geldbeutel

Die Tourismusbranche hat die Entwicklung des Marktes nicht verschlafen und das Potenzial für die unterschiedlichen Reiseformen schon vor geraumer Zeit erkannt. Mit passenden Angeboten, bezüglich Flug und Unterkunft, in verschiedenen Preissegmenten geht man dabei auf die Bedürfnisse seiner Besucher ein. Während eine Reise in exklusive Baderesorts vor allem die obere Mittelschicht der Urlauber anspricht, sind Rundreisen mit dem Rucksack bei Studenten und jungen Menschen sehr populär.

Wer besonders viel von Land des Lächelns mit seiner reichhaltigen Kultur und den beeindruckenden Sehenswürdigkeiten sehen möchte, für den startet die Reise mit einem preiswerten Flug und nutzt die Übernachtungsmöglichkeiten in einem der vielen Hostels. Ein beliebter Ausgangspunkt für die Reise ist meist Bangkok, von wo dann weiter nach Norden in die Bergregionen geht und anschließend runter in den Süden an die herrlichen Sandstrände.

Thailand strahlt eine magische Anziehungskraft auf Reisende aus aller Welt aus. Nicht nur ist das Reisen erschwinglich, das tropische Klima und die fantastische Küstenregion laden auch zu einem herrlichen Badeurlaub ein. Das ausgezeichnete Thai-Essen findet nicht um sonst auch in der eigenen Heimat großen Anklang. Und die warmherzigen Gastgeber schenken den Urlaubern stets ein Lächeln.

Was man beim Wandern im Harz alles erleben kann

Der Harz ist ein Mittelgebirge und umfasst Teile von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Es ist das höchste Gebirge in ganz Norddeutschland. Der Harz hat eine Länge von über 100 Kilometern und eine Breite von 30 bis 40 Kilometern. Über 8.000 Kilometer an Wanderwegen und etliche Sehenswürdigkeiten locken das ganze Jahr über unzählige Touristen an. Wir haben einige der Highlights zusammengefasst.

Der Brocken

Der Brocken, auch Blocksberg genannt, ist mit seinen 1.141 Metern über dem Meeresspiegel nicht nur der höchste Berg im Harz, sondern auch in ganz Norddeutschland. Er gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen im Harz und lockt jährlich mehr als zwei Millionen Besucher an.

Es gibt viele verschiedene Wanderwege, die zum höchsten Punkt des Berges führen wie zum Beispiel der bekannte acht Kilometer lange Goetheweg. Er erhielt seinen Namen, da einst vermutet wurde, dass Johann Wolfgang von Goethe diese Strecke 1777 für seinen Aufstieg auf den Brocken wählte. Der fast zwölf Kilometer lange Heinrich-Heine-Weg wurde nach dem bekannten deutschen Dichter benannt, der den Harz im Jahre 1824 besuchte.

Besucher, die nicht ganz so gut zu Fuß sind, können den Gipfel des Brockens auch bequem mit der Brockenbahn erreichen. Die Personenzüge werden von historischen Dampfloks in circa einer Stunde und 30 Minuten auf den Berg gezogen.

Bei gutem Wetter wird der Besucher mit einer atemberaubenden Sicht über die beeindruckende Berglandschaft belohnt. Auf dem Gipfel befindet sich außerdem das Brockenmuseum, welches dem Besucher die Geschichte des Brockens und seine Umgebung näher bringt. Auch der seit dem Jahre 1890 bestehende Brockengarten ist einen Besuch wert. Auf über 1.000 Quadratmetern befinden sich über 1.500 Pflanzenarten aus der ganzen Welt, die nur im Hochgebirge wachsen.

Tipp: Bei schmalerem Budget empfiehlt sich im Harz insbesondere das Mieten eines Ferienhauses oder einer Ferienwohnung.

Der Nationalpark Harz

Ein weiteres tolles Ausflugsziel zum Wandern in freier Natur und Wildnis ist der Nationalpark Harz. Er gehört zu den größten Waldnationalparks in ganz Deutschland. Im Jahre 2006 wurde aus dem Nationalpark in Sachsen-Anhalt mit einer Fläche von etwa 8.900 Hektar und dem niedersächsischen Nationalpark mit einer Fläche von etwa 15.800 Hektar der länderübergreifende Nationalpark Harz mit einer Gesamtfläche von 24.700 Hektar.

Circa 95 Prozent sind mit Fichten- und Buchenwäldern bewachsen und mehr als 7.000 Pflanzen- und Tierarten sind in dem Nationalpark heimisch geworden. Das liegt zum größten Teil daran, dass die Natur hier noch sich selbst überlassen wird. Über 600 Kilometer an Wanderwegen bieten dem Besucher die Möglichkeit, die freie Natur zu erkunden und mit etwas Glück Rehe, Hirsche, Wildschweine und Waschbären in ihrer freien Wildbahn zu beobachten. Auch der Schwarzstorch, Specht, Eisvogel, Raufußkauz, Sperlingskauz und Auerhuhn konnten schon oft gesichtet werden. Etwas seltener zu Gesicht bekommen Besucher den Marderhund und den Europäischen Luchs, da diese Tiere als extrem scheu gelten und somit auch überhaupt keine Gefahr für den Menschen darstellen.

Der Europäische Luchs galt sogar seit dem 19. Jahrhundert als fast ausgestorben. Nachdem im Jahre 1999 beschlossen wurde, den Europäischen Luchs wieder anzusiedeln, wurden um die zwanzig Luchse zwischen den Jahren 2000 und 2004 im Nationalpark ausgewildert. Bereits im Jahre 2002 konnte sich der Park über ersten nachgewiesenen Nachwuchs freuen. Mittlerweile gehört der Nationalpark Harz zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Der Hochseilgarten Sankt Andreasberg

Wer beim Wandern auch Adrenalin und Abenteuer sucht, ist im Hochseilgarten Sankt Andreasberg bestens aufgehoben. Mit einer Fläche von über 6.000 Quadratmetern, mehr als 120 abwechslungsreichen Hindernissen und über 100 Stationen in freier Natur gehört der Park zu den größten Hochseilgärten in ganz Deutschland.

Der Garten ist für Anfänger und für Fortgeschrittene geeignet, da die Hindernisse frei wählbar sind und eine Höhe zwischen 0,8 und 18 Metern haben. Er besteht aus Netzen, Seilen, Kletterwänden, Hängebrücken und Balken. Der Besucher ist doppelt bis dreifach gesichert und ausgebildetes Fachpersonal steht überall zur Seite.

Das absolute Highlight des Parks ist der Flying Fox, eine 300 Meter lange Seilrutsche, die mit hoher Geschwindigkeit ins Tal über den Hilfe-Gottes-Teich saust.

Der Tierpark Hexentanzplatz in Thale

Spaß für die ganze Familie bietet der Tierpark am Hexentanzplatz. Er besteht seit dem Jahre 1973 und bietet mehr als 70 Tierarten und über 200 Jahre alten Bäumen ein geschütztes zu Hause. Bewohner wie Fischotter, Marder, Wanderfalke, Turmfalke, Wildschwein, Rotfuchs, Uhu, Steinadler und Storch können in freier Natur beobachtet werden.

Die besonderen Highlights des Parks sind die großflächigen und naturbelassenen Wildtiergehege. Auf 5.200 Quadratmetern haben die Bären ausreichend Platz und können ihren gewohnten Tätigkeiten wie klettern, graben und baden nachkommen. Besucher haben die Möglichkeit, die Braunbären über eine höher gelegene Brücke zu beobachten. Auf einer Fläche von etwa 3.200 Quadratmetern befindet sich das Wolfsrevier. Besucher können die gesamte Anlage von einer Hängebrücke überblicken. Der Luchshügel hat eine Fläche von etwa 1.100 Quadratmetern und bietet dem Luchs Bereiche zum Verstecken und Klettern. Das Gehege ist durch Zäune und Glaswände abgetrennt und Besucher können die Tiere ebenerdig beobachten.

Der Tierpark bietet außerdem eine Golfanlage auf 4.000 Quadratmetern mit insgesamt 18 Löchern auf zwei Strecken mit jeweils neun Bahnen. Besonders interessant für Kinder ist das Streichelgehege mit Ziegen, Schafen und Kaninchen.

Rotterdam – Europas Tor zur Welt

Zu beiden Seiten des Nieuwe Maas erstreckt sich die zweitgrößte Stadt der Niederlande – Rotterdam.
Die Skyline von Rotterdam ist spektakulär. Bauwerke wie die Erasmusbrücke prägen das Bild der Stadt. Zweifellos zählt die Stadt zu den aufregendsten Architekturplätzen der Welt.

An einem Ort, wo stetig Raum für neue Entwicklung geschaffen wird, lebt die Szene. Dabei werden Atmosphäre und Charakter der Stadt vor allem durch ihren Hafen geprägt. Seit über 40 Jahren haben Menschen diese Stadt aus dem Nichts aufgebaut und verändern immer noch das Stadtbild.

Imposante Bauwerke, idyllische als auch grüne Plätze und eine hippe Atmosphäre – die Hafenstadt begeistert mit einer unendlichen Vielfalt.

Rotterdam – Das Manhattan an der Maas

Rotterdam, Kubuswoningen
Die Kobuswoningen in Rotterdam, Bild: cla78 / shutterstock

Rotterdam, die Stadt, welche 1940 durch deutsche Luftangriffe völlig zerstört wurde und vor der totalen Verwüstung stand, hat sich mit aller Kraft zurückgekämpft.

„Rotterodamum“ entstand um 1240 und erhielt im Jahre 1340 die Stadtrechte. Bereits im 17. Jahrhundert entwickelte sie sich nach Amsterdam zur zweitwichtigsten Handelsstadt der Niederlande. Den Beginn des eigentlichen Aufstiegs markierten die Kanalverbindungen zu Maas und Rhein sowie der Bau des „Nieuw-Waterweges“ im Jahre 1866.

Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges entstand im Rahmen des Wiederaufbaus eine moderne und industriefreie Innenstadt mit breiten Einkaufsstraßen und imposanten Gebäuden.
In Rotterdam verändern kreative Leute das Stadtbild Tag für Tag. Architektonisch ist nahezu alles erlaubt. Die Architekturhauptstadt der Niederlande steckt voller Überraschungen. Exzellente Beispiele für die besondere Architektur sind das Café de Unie im Avantgardegewand und das malerische Hafenviertel Delf, welches den Stil des beginnenden 20. Jahrhunderts verkörpert. Indes besticht die Willemsbrücke mit ihrer verblüffenden Ähnlichkeit zur Golden Gate Bridge.

Das älteste Viertel der Stadt bildet Delshaven. Es lädt mit urigen Plätzen zum Verweilen ein. Wer es modern mag, besucht Koopgoot, die berühmte Einkaufsstraße – dominert vom Turm des Rotterdamer Welthandelszentrums.

Neben Universität und Hochschule besitzt Rotterdam zahlreiche Forschungsinstitute, Gemäldegalerien, bedeutende Museen sowie ein modernes Kongresszentrum.

Schätze einer Kunst- und Kulturhochburg – wenn aus Ruinen Kunstwerke wachsen

Rotterdam, Erasmusbrücke
Die Erasmusbrücke, Bild: DR Travel Photo and Video / shutterstock

Die Erasmusbrug (Erasmusbrücke), welche das Stadtbild im Besonderen prägt, wird von den Bewohnern liebevoll „de Zwaan“ (Schwan) genannt. Sie wurde im Jahre 1996 eröffnet.

Die beste Aussicht auf die Stadt und den Hafen bietet sich zweifelsohne vom Euromast. Der 185 Meter hohe Aussichtsturm wurde 1960 in nur 23 Tagen errichtet. Von hier oben wird deutlich, wie vielfältig die Architektur von Rotterdam ist. Bei klarer Sicht kann man sogar die Nordsee sehen. An schönen Tagen gerät der Turm in die feste Hand von Abenteuerlustigen. Wer mag, darf die Stadt einmal freischwebend aus der Luft betrachten. Von der Besucherplattform geht es dann 100 Meter in die Tiefe. Das aufregende Abseilen ist von Mai bis September möglich.

Untern angelangt, steigen die Besucher in sogenannte Spido-Boote. Mit den gelbschwarzen Flitzern entdecken die Besucher bei einer Rundfahrt alle wichtigen Orte des Hafens. Die kleinen Taxis teilen sich die Wasserstraße mit Frachtern und mächtigen Kreuzfahrtschiffen. Schon bald wird es romantisch, denn am historischen Fährhafen geht es überaus idyllisch zu. Hier scheint die Zeit stehen geblieben. Einst waren hier die Hafenbarone zu Hause, reiche Reeder und betuchte Händler.

Von jeher ist der Rotterdamer Hafen Ausgangspunkt für Reisen in die ganze Welt. Der Industriehafen ist immer weiter Richtung Nordsee gewandert. Über 40 Kilometer erstreckt er sich. Damit ist er der größte Hafen Europas und der drittgrößte der Welt.

Die Halbinsel Wilheminapier steht mit ihren Wolkenkratzern für das moderne, heutige Rotterdam. Namhafte Architekten haben hier wegweisende Bauwerke geschaffen.

Rotterdam, Delfshaven
Der historische Stadtteil Delfshaven, Bild: Travel Addicts / shutterstock

Einen eindrucksvollen Kontrast dazu bildet die Witte de Withstraat mit ihren historischen Häusern,urigen Cafés und alternativen Einkaufsläden. Das Viertel wurde bei dem verheerenden Bombennagriff der Deutschen kaum zerstört, im Gegensatz zur restlichen Innenstadt. In der Witte de Withstraat trifft man auf Kulturen aus ganz verschiedenen Ländern. Das Zusammenleben bringt immer wieder kulinarische Überraschungen hervor.

Sehenswert ist die kleine Werft im ältesten Hafenbereich. Mitten in der Stadt werden immer noch Schiffe repariert. Gleich gegenüber liegen die preisgekrönten Kubus-Häuser, die wie Baumkronen auf ihren Stämmen aus Beton stehen. Der faszinierende Bau aus den 70er Jahren begeistert auf ganzer „Linie“.

Vieles in Rotterdam erreicht man zu Fuß. Die Innenstadt ist überschaubar, besonders dort, wo sich Alt und Neu verbinden. Deutlich wird das mit dem Rathaus, welches das Bombardement überstanden hat und dem futuristischen Bau von Rem Koolhaas. Geschickt plante er die Erweiterung zum Rathaus und integrierte zugleich attraktive Wohnungen.

Ebenfalls sehenswert ist der „Luftweg“, eine Fußgängerbrücke aus 17000 Holzbrettern mit Namen der Personen versehen, die diesen Bau möglich machten. Imposant spannt sie sich über Straßen und Bahngleise.

Rotterdam ist überall spannend. Besonders beliebt ist die Gegend um die neue Markthalle herum. Wer müde von einer Besichtigung oder dem Einkauf ist, kann sich vor einer großartigen Kulisse ausruhen. Von vorn sieht die Markthalle wie ein überdimensionales Hufeisen aus. An der Decke ein riesiges Gemälde, darunter exotische Früchte, köstlicher Käse und viele Esswaren, umhüllt von angenehmen Düften. Ein Bummel durch die Markthalle ist ein echtes Erlebnis. Königin Maxima hat sie im Jahre 2014 eröffnet.

Rotterdam bei Nacht
Rotterdam bei Nacht, Bild: mihaiulia / shutterstock

Alles in einem: Ein Museumspark, das Archiv und ein kreativer Treffpunkt bilden die beeindruckende Museenlandschaft mit wechselnden Ausstellungen zu Industrie, Wissenschaft und Politik. Wer erfahren will, wie sich zunehmendes Alter anfühlt, kann es hier nachempfinden.

Wie durch ein Wunder hat die Laurentiuskirche die Bombardierung von 1940 überstanden. Das neuromanische Kirchengebäude ist überaus sehenswert. In dem kleinen Hafen zu ihren Füßen können Kinder ihr seefahrerisches Geschick prüfen.

Rotterdam war nach dem Krieg ein Experimentierfeld für Architekten mit hohem Anspruch.
Die Rotterdamer sind stolz auf ihre Architektur. Sie lässt sich wie ein Freilichtmuseum erkunden. Zu den neuen Wahrzeichen gehört auch der von Wolkenkratzern flankierte Hauptbahnhof. Das Gebäude mit seinem Dach über den Gleisen zählt zu den jüngsten Sehenswürdigkeiten. Die im Dach sichtbaren Spitzen weisen die Richtung ins Stadtzentrum. Bei der Gestaltung wurde auf den Erhalt historischer Elemente geachtet.

Auch die Kunsthalle vom Rem Koohhaas ist ein Blickfang. Vor über 25 Jahren hat er sie entworfen. Sie zählt zu seinen bedeutendsten Projekten.

Trendige Bars und Restaurants im Charme Rotterdams

Ein in die Jahre gekommenes Hochhaus sollte eigentlich abgerissen werden. Alternative Gruppen haben es besetzt und ein Kreativzentrum entstehen lassen mit einem Bistro und einem tollen Dachgarten. Von „Op het Dak“ bietet sich ein herrlicher Blick über die Stadt. Das Restaurant führt nur vegetarische Gerichte mit frischen Zutaten aus dem eigenen Garten.

Hofpleine: Was man zunächst nicht vermutet – unter den stillgelegten Bahngleisen verbirgt sich so manche Überraschung. Zum Beispeil das FG – ein 2-Sterne Restaurant von Francois Geurds. Der Chef des Restaurants überrascht mit ungewöhnlichen Kreationen, optisch wie geschmacklich.

Am Abend empfiehlt sich ein kulinarischer Ausflug in die Witte de Withstraat. In den unzähligen Bars und Restaurants geht es quicklebendig zu und es gibt Köstlichkeiten aus aller Welt.

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Chicago – Von A wie Al Capone bis Z wie Zoo

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Chicago ist so vielseitig, wie seine Bewohner. Die Metropole in den USA am beeindruckend großen und schönen Michigan See im Bundesstaat Illinois begrüßt seine Besucher schon aus weiter Ferne mit seiner atemberaubenden Wolkenkratzer-Skyline. Einige der ältesten Hochhäuser der Welt können in der Großstadt bestaunt werden, die aufgrund ihrer Lage am Wasser und dem damit verbundenen Klima auch „Windy City“, also „windige Stadt“ genannt wird. Zahlreiche Parks lockern das imposante Stadtbild auf und bieten grüne Naherholungsgebiete für die 2,7 Millionen Einwohner.

Chicago, gelegen im Bundesstaat Illinois steckt voller sehenswerter Überraschungen. So versammeln sich zum Beispiel Biker aus aller Welt vor dem Grant Park in der Adams Street, um die berühmte und historische Route 66 zu fahren, die dort beginnt. Mit seinem Mix aus Architektur, Wolkenkratzern und dem hellblauen Michigan See sorgt die Stadt für unzählige faszinierende Fotomotive und unvergessliche Erinnerungen. Attraktionen für jedes Alter machen einen Besuch bei jedem Wetter lohnenswert.

Chicago ist eine geschichtsträchtige Stadt, deren Untergrund einst vom berühmten Mafiaboss Al Capone gelenkt wurde. Heute kann in Museumsausstellungen oder auf einer historischen Tour auf den Spuren des Gangsters gewandelt werden.

In der Gegenwart wird Chicago von einer florierenden Wirtschaft gelenkt, die die Metropole zum Großteil der Lage am 58.016 Quadratkilometer großen See verdankt. Der Illinois Waterway, eine Wasserstraße zwischen dem Michigan See und dem Mississippi River, ein breites Schienennetz, sowie zwei Flughäfen machen Chicago seit Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem wichtigen Handelszentrum. Besucher der Stadt profitieren davon besonders durch nahezu unbegrenzte Shoppingmöglichkeiten und Attraktionen. Die industrielle Sykline aus eindrucksvollen Hochhäusern verspricht unvergessliche Ausblicke über eine Stadt, die niemals stillsteht. In Chicago pulsiert das Leben, die Kultur und die Geschichte. Sehenswertes, Wissenswertes und Erlebenswertes wartet an jeder Ecke, um Jung und Alt zu begeistern.

Sehenswertes in Chicago am Michigan See

Die wohl spektakulärste Aussicht kann man vom sogenannten Skydeck des Willis Towers genießen. Mit einer Höhe von 442 Metern und 527 Metern mit Antenne, ist der Wolkenkratzer das höchste Gebäude in den Vereinigten Staaten und die fünft höchste Konstruktion weltweit. Das Skydeck ist ein Aussichtspunkt mit Balkons aus Sicherheitsglas, bei dem mutige Besucher durch den Boden ganze 103 Stockwerke tief schauen können. Bis zu 80 Kilometer weit kann man an einem klaren Tag sehen und dabei 4 Bundesstaaten zeitgleich aus der Vogelperspektive bewundern. Weitere Hochhäuser mit atemberaubendem Blick über die Stadt und den türkis-blauen Michigan See sind das Trump International Hotel and Tower mit 423 Metern und das John Hancock Center mit 344 Metern. Letzteres bietet eine Etage mit überwältigendem 360 Grad Ausblick.

Früher ein Rangierbahnhof und Parkplatzanlage, thront heute der Millennium Park zu Füßen der Skyline. Das grüne Naherholungsgebiet direkt am Michigan See vereint Natur, Architektur, Kunst, Musik und Erlebnis. Besonders beliebt ist die Statue des britischen Künstlers Anish Kapoor mit dem poetischen Namen „Cloud Gate“, also „Wolkentor“. Das gebogene Metallkunstwerk ist aus spiegelndem Stahl, sodass Bewunderer der Statue sich und die Stadt darin verzerrt sehen könne. Events wie das zehnwöchige Grant Park Music Festival oder einem großen Outdoor Kino ziehen jedes Jahr drei bis vier Millionen Besucher an.

Auf dem großen Fluss Chicago River können Bootstouren durch die Stadt gemacht werden. Links und rechts erstrecken sich die Wolkenkratzer in schwindelerregende Höhen und präsentieren ihre beeindruckende Architektur. Entspannt kann man hier bei einem Café die Stadt vom Wasser aus erkunden und erspart sich so den öffentlichen Verkehr. Wer die Skyline auf einem Erinnerungsfoto festhalten möchte, dem ist eine Bootstour über den Michigan See zu empfehlen. Die Kulisse mit dem dem hellblauen Wasser und den zahlreichen Hochhäusern im Hintergrund ist ein Highlight für Touristen und Einwohner gleichermaßen.

Chicago, The Bean
“The Bean”, eine Skulptur des britischen Künstlers Anish Kapoor, Bild: SGDPhotography / shutterstock

Einen Kilometer weit ragt das Navy Pier in den Michigan See. Die breite Seebrücke, die 1916 erbaut wurde, zählt heute zu den beliebtesten Hotspots der Stadt. Besonders Familien mit Kindern schätzen das umfangreiche Angebot an Attraktionen für Jung und Alt. Ein Botanischer Garten, ein Irrgarten, ein Riesenrad und zahlreiche Fahrgeschäfte locken kleine und große Besucher an. An regnerischen Tagen sorgen das Children’s Museum, das Shakespeare Theater oder das IMAX-Kino für Unterhaltung.

Der Lincoln Park ist der größte Park der Stadt und liegt wie der Millennium Park am Ufer des Michigan Sees. Neben seiner schönen Natur besticht der Park vor allem mit seinem spannenden Zoo, vielseitigen Sportangeboten, Stränden, einem Konservatorium, Museen und einem Golfplatz. Kinder können sich auf den Spielplätzen austoben, während Eltern eine Pause von der Stadtbesichtigung machen können.

Wer Shopping liebt, sollte sich die Michigan Avenue nicht entgehen lassen. Die Haupteinkaufsstraße ist mit seinen vielen Läden, Boutiquen und Restaurants ein wahres Shoppingparadies inmitten historischer und architektonisch beeindruckender Gebäude.

Gaumenfreuden made in Chicago

In Chicago fließen verschiedene kulturelle Einflüsse zusammen. Besonders die italienische Kultur hat die Stadt nachhaltig geprägt, was sich auch in den traditionellen Gerichten der Metropole widerspiegelt.

Chicago Deep Dish Pizza
Die Deep-Dish Pizza Chicago Style, Bild: Brent Hofacker / shutterstock

Ein beliebtes Gericht trägt den Namen der Stadt. Die Chicago Style Pizza, auch Deep Dish Pizza genannt, ist die etwas andere Variante des italienischen Kultessens. Der Rand der Pizza ist hier wesentlich höher, ähnlich wie bei einer Quiche oder Torte. Sie wird mit Wurst, Tomaten und Käse gefüllt und überbacken. Oftmals kommt zusätzlich Tomatensoße und Parmesan auf den „Pizza-Kuchen“.

Amerika und Sandwichs passen zusammen wie Stars und Stripes Eine besonders leckere Variante findet man in Chicago unter dem Namen Italian Beef. Gekochtes Rindfleisch wird in hauchdünne Scheiben geschnitten und in frischem Weißbrot serviert.

Ein allseits beliebtes Essen ist und bleibt der Hot Dog. Unzählige Imbissstände verkaufen die Würstchen mit Kraut, Röstzwiebeln und Gürkchen im Brot an nahezu jeder Ecke der Stadt. Hot Dogs sind praktisch, lassen sich gut unterwegs essen und sind eine willkommene Stärkung nach langen Ausflügen in der Stadt.

Auch Steaks und Rippchen, „Ribs“ genannt, werden sehr gerne mit Pommes Frites oder Kartoffelecken gegessen. Generell lieben die Bewohner Chicagos Gegrilltes gegessen, weshalb es eine breite Auswahl an Steakhäusern und Restaurants mit Grill gibt.

Wer gerne Süßes isst, wird vom herrlich cremigen Chicago Cheesecake begeistert sein. Der Käsekuchen wird meist mit Erdbeermarmelade oder Soßen serviert und ist ein köstliches Geschmackserlebnis.

Mehr Informationen zur Stadt finden Sie auf Wikipedia.

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St. Petersburg – Das Venedig des Nordens

Nicht nur die berühmten “Weißen Nächte” machen St. Petersburg zu einer außergewöhnlichen Stadt mit einer jedoch relativ jungen Geschichte. Erbaut von einem despotischen Zaren, welcher die Stadt zu einem zweiten Moskau machen wollte, gehört St. Petersburg heute mit seinen mehr als 2300 Schlössern, Palästen und Prunkbauten zum Weltkulturerbe der UNESCO. Noch heute erinnert die Auferstehungskirche mit ihren bunten Zwiebeltürmen an die Moskauer Basiliuskathedrale.

St. Petersburg – Natur und eine beeindruckende Städtekultur

Gegründet wurde St. Petersburg im Jahre 1703 auf einem sumpfigen Eiland im Flussdelta der Newa inmitten eines unzugänglichen Gebietes ohne Wege und Straßen. Die zahlreichen Flussarme durchziehen heute die Stadt und mehr als 580 Brücken geben der Millionenstadt ein ganz besonderes Flair. Das Zentrum von St. Petersburg verteilt sich über vier größere Inseln und ist untereinander mit vielen Brücken verbunden. Das Land ist so flach, dass die Brücken oftmals hoch geklappt werden müssen, um Schiffe passieren lassen zu können. Nicht umsonst wird St. Petersburg auch als das “Venedig des Nordens” bezeichnet. Die Newa selbst ist der Abfluss des Ladogasees und etwa 74 km lang.

St. Petersburg ist die nördlichste Millionenstadt der Welt und hat dementsprechend im Winter mit arktischen Wetterverhältnissen zu kämpfen. Und auch im Sommer liegen die Tagestemperaturen im Durchschnitt nur bei +20 °C. Die weltbekannten “Weißen Nächte” kann man zur Sommersonnenwende am 21. Juni jedes Jahren selbst erleben. Dann wird es auch in der Nacht nicht komplett dunkel und das Leben geht auch nachts weiter.

St. Peterbsurg, Dreifaltigkeitskathedrale
Die Dreifaltigkeitskathedrale, Bild: FOTOGRIN / shutterstock

Doch trotz aller widriger Umstände wurde die Stadt im Laufe der Zeit zu einer lebenswerten Stadt und zum Ziel für Urlauber aus der ganzen Welt entwicklet. Die wundervollen historischen Gebäude haben sowohl die Sowjetära als auch die Betonsünden der Nachkriegszeit unbehelligt überstanden. Nicht umsonst ist St. Petersburg mit seiner Vielzahl an Museen und Palästen heute “Russlands Kulturhauptstadt” und mit seinem historischen Zentrum eine der schönsten Zeitzeugen der Zarenzeit. Zahlreiche Kathedralen, der Peterhof und der Winterpalast der Zaren mit dem heutigen Kunstmuseum „Eremitage“ gehören zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Erbaut wurde der ehemalige Zarenpalast im Jahre 1754 vom Architekten Bartolomeo Rastrelli. Heute sind in insgesamt fünf historischen Palästen untergebracht bedeutende Kunstwerke untergebracht.

Bummeln, Shoppen und Staunen in St. Petersburg

Die alte Prachtstraße der Stadt ist der mehr als 4,5 km lange Newski Prospekt mit seinen prächtigen Gebäuden und exklusiven Geschäften, wobei der Newski Prospekt gerne mit Champs-Élysées in Paris verglichen wird. Der Bummel über die Allee führt entlang beeindruckender Prachtbauten reicher Aristokraten über zahlreiche Brücken vom Alexander-Newski-Kloster bis zur Admiralität. Innerhalb des Stadtzentrums liegen auch weitere Sehenswürdigkeiten wie der Bolschoj Prospekt sowie das Umfeld des Taurischen Gartens. Ausgeführt haben die Prachtbauten so bekannte Baumeister wie Bartolomeo Rastrelli und Carlo Rossi oder Giacomo Quarenghi.

St. petersburg, Isaakskathedrale
Die Isaakskathedrale in St. Petersburg, Bild: iryna1 / shutterstock

An längst vergangene Zeiten erinnert auch die ehemalige Zarenresidenz außerhalb der Stadt. Etwa 30 km von St. Petersburg entfernt befindet sich die Palastanlage und der ehemalige Sommersitz der russischen Zaren. Neben dem Winterpalast im Zentrum von St. Petersburg gehört die Anlage zum UNESCO Welterbe und beeindruckt mit ihren Kirchen, Sälen und dem wundervollen Park.

Ungarn – wo in Transdanubien die Reben reifen

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Die Sonne des Sommers hat die alten Gemäuer des Dorfes warm gebacken. Es ist die Region, wo sich Schwalben sehr wohl fühlen und wo die Bienen um die Feigenbäume summen. Fruchtbar ist hier, im Süden Ungarns, der Boden, und er lässt einen guten Wein gedeihen. Die Rede ist von Transdanubien, einer der romantischsten Landstriche Ungarns. Dort, wo Donauschwaben, Rumänen, Serben und Kroaten einst dem Ruf der Kaiserin Maria Theresia folgten und sich bei den Magyaren ansiedelten. Mit einer Engelsgeduld und einer großen Beharrlichkeit urbanisierten sie dieses Land, an dem zwischenzeitlich auch die osmanische Sultan Süleiman der Prächtige Gefallen fand. Begraben wurde er dann im Ort Szigetvar, nachdem seine Truppen eine wichtige Schlacht verloren hatten. Ungarn erfreut sich vieler Gesichter und eine Reise dorthin ist eine Reise zu Natur, Genuss und Kultur.

In der ungarischen Hauptstadt Budapest bekommen die Ketten der historischen Hängebrücke über der Donau bei Dunkelheit einen goldenen Anstrich. Sie leuchten als Symbol für die wiedergewonnene Freiheit. In Sichtweite der Brücke erhebt sich das Parlament – hundert Meter hoch und zweihundertfünfzig Meter lang. Manche Ungarn meinen, dieses trutzige Gebäude sei auch so etwas wie ein Symbol. Das für den Größenwahn einer Epoche. Auch der gigantische Heldengedenkplatz in Budapest hat etwas Symbolisches, denn dort werden Könige und Fürsten auf ihren Steinsockeln illuminiert. Ihnen allen war es nicht vergönnt, zu verhindern, dass dieses Land unter die Knute fremder Mächte geriet.

Ungarn – das ist nicht mehr Marx und Engels. Und es ist auch nicht mehr die Heimat der liebreizenden “Piroschka” aus dem Film mit Liselotte Pulver. Ungarn ist lebendige Gegenwart, gesegnet mit weiten Steppen und einer nahezu melancholischen Landschaft. Man kann hier als Urlauber sogar hinter Schloss und Riegel wohnen. In Burgen und Gutshäusern, die zu Nobel-Hotels umgestaltet wurden. Natürlich mit einem Park drum herum und dies alles zu Preisen, von denen Urlauber in vielen anderen Ländern nur träumen können. Zu den elegantesten Hotel-Adressen in diesem Land wird das “Palota” geführt – gelegen inmitten des Bükki-Nemzeti-Nationalparks. Wo ehemals verdiente Arbeiter des Volkes und Gewerkschafts-Funktionäre verwöhnt wurden, rauscht noch immer neben der alten Pracht ein Wasserfall in den Hámori-See.

Lieblich ist das hügelige Land zwischen Donau und Drau, wo bereits die Kelten und Römer Reben pflanzten und Trauben kelterten. Das mediterrane Klima der Region im Südwesten Ungarns erfreut nicht nur die zahlreichen Urlauber, die hier die schönsten Tage ihres Jahres verbringen, sondern auch die Weinbauern. In der kleinen Stadt Szekszárd wirkte einst der Komponist Franz Liszt, an den heute eine Musikschule erinnert. Spuren der Habsburger Zeit finden sich in dem Komitatshaus, das auf den Ruinen einer alten Abtei der Benediktiner entstand und in der schönen Kirche.

Ein wunderschöner Blick auf Budapest, Bild: ZGPhotography / shutterstock

Das Eldorado für Naturfreunde ist das Naturreservat Gemencer Wald, das sich im Überflutungsgebiet der Donau befindet und wo sich einer der schönsten Auwälder Europas entwickelt hat. Es ist eine Gegend, die sich gut erwandern lässt und die man auch beim Radfahren genießen kann. In den Wäldern leben Wildschweine und Hirsche, und über allem kreisen Seeadler und Schwarzstörche.

Vermutlich allen Ungarn ist Mohácz ein Begriff, denn dieser Name ist gleichbedeutend mit der Erinnerung an eine historische Niederlage der Magyaren gegen die Osmanen. Allerdings passierte dies alles schon im Jahre 1526. Immerhin erinnert in Mohácz ein Park an die Schlacht, die den Einflussbereich der Habsburger stärkte und zur osmanischen Eroberung weiter Teile Ungarns und Kroatiens führte. Spuren des multikulturellen Erbes dieses Landes finden sich auch in der Mundart vieler Einwohner. So in Nagynyárád, wo man nicht nur alte Bräuche und altes Handwerk pflegt sondern auch einen Dialekt, der altertümlich süddeutsch klingt und mit ungarischen Fetzen durchwebt ist. Ungarn – das ist auch der Hauch der Geschichte und eine Prise Traum vom Gestern.

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Reiseinformationen Ungarn

Hauptstadt Budapest
Staatsform parlamentarische Republik
Parlamentarisches System
Währung Forint (HUF)
Fläche ca. 93.036 km²
Bevölkerung ca. 9.830.485 (2016)
Sprachen Ungarisch
Stromnetz 230 Volt, 50 Hz
Telefonvorwahl +36
Zeitzone UTC+1 MEZ
UTC+2 MESZ (März bis Oktober)