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Wildtiere rund um ein Wasserloch im Nationalpark Etosha, Namibia
Wildtiere rund um ein Wasserloch im Nationalpark Etosha, Namibia, Bild: Taking in the Sights / shutterstock

Etosha – lebendige Salzwüste und mystischer Geisterwald

Im Norden Namibias, in der Nähe der Grenze zu Angola, liegt der Nationalpark Etosha Pfanne, eine der Hauptsehenswürdigkeiten des Landes. Hier erwartet Besucher ein Artenreichtum, der seinesgleichen sucht und Begegnungen mit Afrikas Tierwelt aus nächster Nähe möglich macht.

Die Bedeutung Etoshas

Die Salzpfanne, auch „Etosha Pan“ genannt, war einst der Boden eines großen Binnensees. Sie umfasst 4760 km2, etwa ein Viertel des gesamten Parkareals. Das Wort „Etosha“ stammt aus der Ovambo Sprache und bedeutet übersetzt „großer weißer Platz“. In manchen Jahren, wenn die Flüsse im Osten und Norden Hochwasser führen, füllen sich Teile mit Wasser und werden so zu einem Anziehungspunkt für Tausende von Flamingos. Besucher können am Etosha Lookout, einer Aussichtsmöglichkeit am südlichen Rand der Pfannenebene, einen Blick auf die unendlich scheinende Salzwüste werfen.

Die Tierwelt des Parks

Etosha Nationalpark
Der Etosha Nationalpark bietet eine unglaubliche Tiervielfalt, Bild: Pyty / shutterstock

Der Nationalpark besteht jedoch nicht nur aus der ausgetrockneten weißen Ebene, sondern umfasst insgesamt 22.270 km3, die die umliegenden Savannenbereiche mit einschließen. Hier befinden sich unzählige größere und kleinere Wasserlöcher, teils natürlichem Ursprung, teils durch Menschenhand angelegt. Sie sind auf Straßen, die durch den Park führen, sehr gut erreichbar. So bietet sich die Möglichkeit, das ganze Jahr über Tiere zu beobachten, wie die „Big Five“ Afrikas: Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Aber auch die großen, durch den Park ziehenden Zebra- und Antilopenherden sind eine Augenweide für den Betrachter. Giraffen streifen über die weiten Ebenen, Warzenschweine und Strauße kreuzen den Weg, Gnus und Oryxantilopen ziehen am Horizont dahin. Riesentrappen, Hornvögel, Adler, Geier und zahlreiche andere Vogelarten besiedeln die Randzonen der Etosha Pfanne. Für Vogelbeobachter empfiehlt sich ein Besuch der Fishers Pan, die in unmittelbarer Nähe zum Fort Namutoni liegt.

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Fort Namutoni

Im Jahr 1903 wurde von den deutschen Schutztruppen ein Fort aus Lehmziegeln errichtet. Nach einem Angriff der Ovambo wurde es zerstört und 1905-1907 wieder errichtet. Seit 1957 ist es für Besucher zugänglich. Seine weißen Mauern sind schon von Weitem erkennbar.

Dik-Dik Drive

Das Dikdik ist eine kleine afrikanische Zwergantilope. Seine Unterart, das Kirkdikdik, lebt nur in Namibia, am Waterberg Plateau und im Etosha National Park im Bereich des Dik-Dik Drives, der sich in nächster Nähe zu Fort Namutoni befindet. Es lohnt sich für Besucher, diesen Weg zu befahren, um das kleine Tier mit den bambiähnlichen Augen zu beobachten.

Mystischer Geisterwald

Eine weitere Besonderheit des Parks ist der Ghost Tree Forest, Geister- oder Märchenwald genannt. Er befindet sich etwa 40 Kilometer westlich des Okaukuejo Camps und ist ein natürlich entstandener Wald aus Moringa Bäumen, die ein geisterhaftes Aussehen haben.

Übernachten im Park

Der Park ist durch drei Tore passierbar: Anderson Gate, Von Lindequist Gate und King Nehale Lya Mpingana Gate. Es besteht die Möglichkeit, im Park zu übernachten oder sich außerhalb des Parkes eine Unterkunft zu reservieren und Tagestouren in den Park zu unternehmen. Für Selbstfahrer, die in einem der Camps innerhalb des Areals die Nacht verbringen möchten, empfiehlt sich eine frühzeitige Reservierung.

Die bekanntesten staatlich geführten Camps, Okaukuejo im Westen, Halali im Zentrum und Namutoni im Osten, bieten Schlafmöglichkeiten in Bungalows und Stellplätze für Campingfahrzeuge an. Alle Camps besitzen Wasserlöcher, die nachts beleuchtet sind, sodass dort Tiere rund um die Uhr beobachtet werden können. Es gibt Restaurants, Tankstellen, Swimmingpools und kleine Shops, wo Nahrungsmittel und Souvenirs verkauft werden.

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Das Dolomite Camp liegt im westlichen Teil des Parks und bietet die Gelegenheit, in luxuriösen Zelten im Safari Stil zu nächtigen. Das Olifantsrus Camp befindet sich ebenfalls im westlichen Teil und ist das neueste Camp des Parks. Es bietet ausschließlich Zeltmöglichkeiten. Das Onkoshi Camp ist im nordöstlichen Teil des Parks direkt an der Salztonebene auf einer Holzplattform errichtet. Seine Besonderheit, es ist ein Niedrig-Energiecamp, das Safaris im exklusiven Teil des Parks anbietet.

Die Etosha King Nehale Lodge, im Norden des Parks gelegen, bietet 40 sehr gut ausgestattete Bungalows in exklusivem Ambiente. Die Besonderheit: Zur Lodge gehört ein Wasserloch, welches nur Gästen vorbehalten ist.

Reisezeit Nationalpark Etosha

Die beste Zeit, um möglichst viele Tiere im Park beobachten zu können, ist von Juni bis September. Zu diesem Zeitpunkt ist es sehr trocken und die Tiere sind auf die künstlich angelegten Wasserstellen in den Camps und im Park angewiesen. Die Temperaturen sind für Besucher sehr angenehm, die Tagestemperaturen sind warm, aber nicht zu heiß und die Nächte kühl und erholsam.