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Freitag, April 4, 2025
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Reisemuffel: Las Vegas Hotel oder Spielen auf der Couch?

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Eine Reise in die Casinometropole Las Vegas klingt für viele wie ein absoluter Traum. Die Straßen erstrahlen in bunten Neonlichtern, aus den Spielbänken kann man die Klänge der Jackpots hören. Für den großen Casinospaß muss man allerdings gar nicht so weit reisen. Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Etablissements, die zum Spielen einladen und eine lange Tradition mit sich bringen. Wer es lieber ganz gemütlich haben möchte, bleibt einfach in den eigenen vier Wänden und spielt stattdessen im Online Casino. Was dabei die Vor- und Nachteile sind, haben wir uns einmal genauer angesehen!

Gemütliches Abenteuer zu Hause

Online Casinos
Bild: insta_photos / shutterstock

Wenn die tiefen Temperaturen über das Land ziehen und die ersten Schneeflocken fallen, sind wir doch eigentlich am liebsten zu Hause. Dann wird es auf dem Sofa nämlich richtig gemütlich. Wer sich den Pyjama am liebsten das ganze Wochenende lang nicht ausziehen möchte, dabei aber trotzdem eine Portion Nervenkitzel erleben möchte, ist im Online Casino genau richtig. Hier kann man die perfekte Mischung aus Abenteuer und Gemütlichkeit finden. Im Vergleich zu einigen landbasierten Spielbank gibt es keinen Dresscode, dazu muss man nicht einmal von der Couch aufstehen. Mit dem Smartphone oder Laptop hat man auf eine riesige Auswahl an Spielen Zugriff und muss dabei niemals den Tisch wechseln oder gar in eine andere Spielbank fahren. Dazu kann man die Angebote jederzeit genießen und muss sich nicht an Öffnungszeiten halten. Wer nach einer stressigen Arbeitswoche einfach entspannen, dabei aber trotzdem etwas erleben möchte, ist hier also genau richtig!

Breitgefächerte Spielauswahl mit einem Klick

Ein großer Vorteil im Online Casino besteht darin, dass man innerhalb weniger Augenblicke zahlreiche Spiele zur Auswahl hat. In den meisten landbasierten Casinos gibt es denselben Automaten mehrmals, damit mehrere Menschen gleichzeitig ihre Lieblingsslots verwenden können. Im Online Casino ist dies nicht notwendig, denn jedes digitale Spiel kann von mehreren Usern zeitgleich genutzt werden. Damit bleibt mehr Raum für unterschiedliche Games, die in der virtuellen Welt natürlich auch räumlich keinen Platzbeschränkungen unterliegen. Die Slots unterscheiden sich nicht nur um Gameplay und der Anzahl an Walzen und Reihen, sondern auch im Design. So widmet sich jeder Automat einem bestimmten Thema: Beliebt sind z. B. Slots mit griechischer Mythologie, Retro Slots mit Früchten und roten Siebenen oder Spiele, die von Filmen inspiriert wurden. Einige Online Casinos bieten dazu auch klassische Tischspiele wie Blackjack, Roulette oder Poker an. Hier tritt man entweder gegen eine KI an oder kann sich im Live Casino von einem professionellen Croupier anleiten lassen.

Live Spiele sorgen für Immersion

Die Live Spiele bieten einen ganz besonderen Charme, da sie eine soziale Komponente in die virtuelle Welt bringen. Statt das Casinoabenteuer alleine zu erleben, kommuniziert man mit dem Dealer und fühlt sich beinahe wie vor Ort. Die Spiele laufen über einen Livestream und werden in Echtzeit an den User übertragen. Der Croupier sitzt dabei vor einem Greenscreen, auf dem eine belebte Casinokulisse eingeblendet wird, und hat einen regulären Spieltisch mit Kartendecks, Jetons oder einem Rouletterad vor sich. Der Spieler kann in der Software festlegen, welche Einsätze er tätigen möchte und das Spiel starten. Einige Live Games verfügen auch über eine Chatfunktion, mit der Nachrichten an den Dealer gesendet werden können. Antworten kann dieser dann einfach über das Video. Fans von Live Casinos schätzen die immersive Komponente der Spiele sehr, denn hier verschwimmen die Grenzen zwischen Online Casino und landbasierter Spielbank. Dazu wird fleißig an neuen Spielvarianten gearbeitet. In Zukunft könnte es z. B. VR Casinos geben, die man mit einem VR Headset besuchen könnte.

Tolle Konditionen im Netz

Online Casino mit Bonus
Bild: rawf8 / shutterstock

Ein wichtiger Aspekt bei der Entscheidung für einen Online Anbieter sind die Konditionen für Kunden. Diese sind tendenziell online besser, variieren aber auch von Plattform zu Plattform. Hier unterscheidet man z. B. die Höhe der Bonusangebote. Die meisten Online Casinos schenken Neukunden einen Willkommensbonus, der sogar mehrere hundert Euro wert sein kann. Die Summe hängt dabei meist von der Höhe der ersten Einzahlung ab. Allerdings gibt es auch Anbieter, die Freispiele bereits direkt nach der Anmeldung verteilen. Das bedeutet, dass Spieler schon vor der ersten Einzahlung das Spielerlebnis austesten können. Interessant sind außerdem die Auszahlungsquoten der Spiele. Diese können für das gesamte Casino festgelegt sein oder sich von Slot zu Slot unterscheiden. Gute Auszahlungsquoten fangen etwa bei 95 % an und steigen noch weiter aufwärts. Je höher die Prozentzahl ist, umso größer ist die Chance, etwas zu gewinnen. Damit man nicht jeden Anbieter einzeln vergleichen muss, stehen Websites wie Casinos.de zur Seite und zeigen die besten Online Casinos in Deutschland im Überblick. Hier kann man genau sehen, welche Bonusangebote auf Kunden warten und welche Vor- und Nachteile jede Plattform hat. Faktoren wie die Seriosität der verschiedenen Anbieter stehen dabei an erster Stelle.

Nachteile im Online Casino

Natürlich gibt es auch einige Argumente gegen das Spielen im Online Casino. Wer die Spielbank besucht, um eine besondere Abendgestaltung mit Freunden zu genießen, wird bei den virtuellen Spielen vielleicht nicht ganz auf seine Kosten kommen. In der Spielbank kann man den Besuch mit einem eleganten Abendessen beginnen, am Spieltisch exquisite Cocktails schlürfen und sich die gesamte Zeit vom Servicepersonal rundum verwöhnen lassen. Die Atmosphäre in den schönsten Casinos der Welt lässt sich mit nichts anderem vergleichen – wer einmal im Casino von Monte Carlo in Monaco oder dem The Venetian in Las Vegas zu Besuch war, kann dies bestätigen! Besonders für Pokerspieler fehlt bei den digitalen Pokertischen manchmal das gewisse Etwas. Poker basiert sehr stark auf einer psychologischen Komponente, da man seine Gegner laufend analysieren und beobachten muss, während man das eigene Pokerface bewahrt. Im Online Casino ist dieser Teil des Spiels nicht relevant. Während dies für einige Spieler eine echte Erleichterung ist, werden einige Pokerprofis den Nervenkitzel am regulären Tisch vermissen!

Online Casinos sind eine hervorragende Alternative zum Besuch in der deutschen Spielbank oder einer Reise in ein Casinohotel. Natürlich ist das Erlebnis ein ganz anderes, daher muss man nach den eigenen Bedürfnissen abstimmen, welche Angebote am besten zu einem passen. Spaß ist auf jeden Fall überall garantiert, wo man die Slots läuten hören kann!

 

Der Thüringer Wald – eine Erlebniswelt mitten in Deutschland

Auf knapp unter 1.000 Meter kommt der Große Beerberg im Naturpark Thüringer Wald. Südöstlich von Ilmenau, im Freistaat Thüringen gelegen, ist dieses Mittelgebirge ein beliebter Ort für Aktive. Dichter Wald, schroffe Felsen und sanfte Hügel erwarten die Besucher. Die können dort das ganze Jahr über verschiedensten Aktivitäten nachgehen.

Der Thüringer Wald im Sommer

Wandern im Thüringer Wald
Wandern im Thüringer Wald, Bild: Oliver Hlavaty Photo / shutterstock

Wenn die Temperaturen steigen und es in der Sonne fast unerträglich wird, bietet der kühle Wald eine willkommene Erfrischung. Zahlreiche Wander- und Radwege führen durch den Thüringer Wald und laden zur Erkundung ein.

Wandern

Etwa 200 verschiedene Touren kann man durch den Thüringer Wald mit seinen zahlreichen Gipfeln unternehmen. Darunter sind auch Themenwanderungen mit Schwerpunkten wie Kultur, Geschichte und Wasser. Bei den unterschiedlichen Strecken ist für jede Altersgruppe etwas dabei, auch Wanderungen mit Kindern sind problemlos möglich. Der Rennsteig, Deutschlands bekanntester Wanderweg, führt die Wanderer von Hörschel nach Blankenstein. Als Rennsteig werden alte Handels- oder Kurierwege bezeichnet, der im Thüringer Wald gilt als einer der schönsten und abwechslungsreichsten.

Radfahren

Ob gemütlich mit der Familie auf geschotterten Wegen oder lieber abenteuerlich mit dem Mountainbike, im Thüringer Wald ist auch für Radfans alles möglich. Die gepflegten Radwege durch Wälder, Wiesen und an Bächen und Flüssen entlang machen jeden Ausflug zu einem Erlebnis.

Klettern

Verschiedene Naturfelsen und ein 25 Meter hoher Kletterturm bieten Kletterfans ein wahres Paradies. Sowohl Profis als auch Anfänger finden geeignete Routen. Die benötigte Ausrüstung kann bei den Kletterführern vor Ort ausgeliehen werden. So steht dem aufregenden Erlebnis nichts mehr im Weg.

Der Thüringer Wald im Winter

Sobald der Winter über den Thüringer Wald hereinbricht und der erste Schnee fällt, verwandelt sich die Natur. Es wird stiller und auch ein bisschen geheimnisvoller. Dann ist es besonders schön, eine Winterwanderung zu unternehmen.

Winterwandern

Mit der richtigen Kleidung und dem richtigen Schuhwerk ist eine Wanderung im verschneiten Thüringer Wald etwas Besonderes. Damit es auch für weniger Geübte und Kinder ein Vergnügen wird, werden die Wege geräumt oder gewalzt. Etwa 530 Kilometer stehen zur Verfügung und sind speziell als Winterwanderweg gekennzeichnet.

Skifahren

Winter im Thüringer Wald
Herrliche Winterlandschaft im Thüringer Wald, Bild: limpicture64 / shutterstock

Neben den Anhängern der zwei klassischen Bretter finden auch Snowboarder, Skiwanderer und Skispringer optimale Voraussetzungen im Thüringer Wald. Insgesamt bringen 22 Liftanlagen Schneebegeisterte nach oben und bieten herrliches Wintervergnügen. Einige Pisten sind zu bestimmten Zeiten mit Flutlicht ausgestattet, sodass ein Fahren auch nach Sonnenuntergang möglich ist. Das passende Equipment kann vor Ort in einer der Skischulen ausgeliehen werden.

Langlaufen

Anhänger der nordischen Variante des Skilaufens finden im Thüringer Wald perfekt präparierte Loipen vor. Einige davon können dank Flutlicht auch bei Nacht genutzt werden. Insgesamt verbindet der als Winterwanderweg aufbereitete Rennweg 1.600 Kilometer Langlauf- und Skiwanderwege. Ein wahres Paradies für Anfänger und Fortgeschrittene.

Rodeln

Für die, die mit Skiern nichts am Hut haben, bieten eigene Rodelhänge eine vergnügliche Alternative. Neben dem klassischen Schlitten kann man auch einen luftgefüllten Reifen als Unterlage verwenden. Beim sogenannten Snowtubing geht es besonders rasant her. In vier verschiedenen Anlagen kann man sich auf die Suche nach einem besonderen Adrenalinkick begeben.

Schlittschuhlaufen

Die Eisbahn im Gleisdreieck Waltershausen, die Eishalle Ilmenau und die Eishalle Sonneberg bieten Eisläufern Vergnügen bei jedem Wetter. Ein tolle Alternative an regnerischen Tagen!

Sehenswertes im Thüringer Wald

Ein Urlaub im Thüringer Wald ist aktive Erholung. Zahlreiche sportliche Aktivitäten locken einen nach draußen. Doch der Wald hat noch mehr zu bieten.

Historische Bauten

Der Thüringer Wald beherbergt eine Vielzahl an alten Burgen und Schlössern, von der Ruine bis zum herrschaftlichen Landsitz. Besonders sehenswert ist zum Beispiel die Wartburg bei Eisenach. Über 900 Jahre ist sie alt, berühmt ist sie durch die Übersetzung des Neuen Testaments durch Martin Luther geworden. Seinen Arbeitsraum kann man heute noch besichtigen.

Die malerische Ruine Brandenburg bei Lauchröden ist zwar nicht mehr so gut erhalten wie andere Burgen, dafür aber umso spannender. Ein Museum vor Ort bietet interessante Informationen über die örtliche Geschichte, die Aussichtsplattform einen hervorragenden Ausblick über das Werratal.

Glasbläserstadt Lauscha

Echte Handwerkskunst ist heute im Zeitalter der maschinellen Fertigung nur noch schwer zu finden. Umso mehr beeindruckt es uns, wenn Menschen ihr Handwerk wirklich beherrschen. In der Farbglashütte lässt sich der Glasbläserkunst, die auch heute noch manuell betrieben wird, nachspüren. Während einer Führung kann man den Glasbläsern live bei ihrer Arbeit zusehen. Im Museum für Glaskunst finden sich Werkstücke vom späten Mittelalter bis heute.

Faszination unterirdische Welten

Höhlen und Bergwerke haben etwas Magisches an sich. Sie sind Teil von Sagen und Märchen und wecken den Entdeckergeist in uns. Die Saalfelder Feengrotte lockt mit dem atemberaubenden Märchendom zahlreiche Besucher an, während man im Erlebnis Bergwerk Merkers rund 20 Kilometer durch die spannende Welt der Stollen und Grotten unterwegs ist.

Der Simien Nationalpark in Äthiopien

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Im Nordosten Afrikas liegt der Staat Äthiopien, welcher mit über 112 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste Binnenstaat der Welt ist. Äthiopien ist eines der höchstgelegenen Länder in Afrika. Aus diesem Grund gibt es hier häufig weitläufige Hochgebirge zu sehen.
Im Norden von Äthiopien liegt der Simien Nationalpark, welcher im Jahre 1969 gegründet wurde. Dieser 179 Quadratkilometer große Park ist besonders aufgrund seiner spektakulären und einzigartigen Berglandschaften bekannt. Die Berge können Höhenlagen von 1.900 bis 4.500 Meter über dem Meeresspiegel erreichen. Der höchste Berg dort und auch im gesamten Staat Äthiopien ist der „Ras Daschän“. Dieser erreicht eine Höhe von 4.533 Metern und ist somit der siebthöchste Berg in ganz Afrika. Der Nationalpark wurde zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Die Pflanzenwelt im Simien Nationalpark

Aufgrund der eher abgeschiedenen Lage der Bergwelt im Simien Nationalpark gibt es einige unbekannte, aber einheimische Pflanzenarten. Unterhalb von 3.000 Metern Höhe findet man einige essbare Pflanzenarten, wie zum Beispiel Afrikanische Olivenbäume, Ostafrikanische Wacholder und Wasserbirnen, bei denen sowohl Frucht als auch Blätter essbar sind. Die Steilhänge im Park sind überwiegend mit Tussockgras und zahlreichen Kräutern bewachsen. Ab etwa 3.800 Metern Höhe ist die Landschaft mit subalpinem Grasland bewachsen. Hier kommen vereinzelt Abessinische Rose, Afrikanische Strohblume, Baumheide, Fackellilie, verschiedenen Nachtschatten-Arten und weitere Pflanzen vor.

Die Tierwelt im Simien Nationalpark

Tierwelt Simien Nationalpark
Bild: Endless Traveller / shutterstock

Der nordäthiopische Nationalpark wurde unter anderem aufgrund verschiedener, gefährdeter Tierarten gegründet, die sich hier allesamt frei in ihrem natürlichen Lebensraum bewegen können sollen. Im Nationalpark leben beispielsweise Dscheladas (Blutbrustpaviane). Diese gibt es nur im äthiopischen Hochland und es ist die letzte überlebende Affenart, die sich überwiegend nur von Gras ernährt, weshalb sie für den Menschen ungefährlich ist. Das auffälligste Merkmal dieser Paviane ist ein roter, haarloser Fleck auf der Brust, welcher namensgebend ist. Zudem tragen die Männchen eine beeindruckende Mähne und besitzen scharfe Eckzähne.

Etwa 3.000 Exemplare leben heute noch im Schutz des Simien Nationalparks und können sich hier frei und ungehindert bewegen. Im Nationalpark sind aber auch noch andere Tiere angesiedelt: Der Äthiopische Steinbock fühlt sich zum Beispiel auf den Klippen der im Norden liegenden Felshänge äußerst heimisch. Er lebt sehr zurückgezogen. Auch der Äthiopische Wolf bzw. der Äthiopische Schakal lebt im Park und kommt nur in Äthiopien vor. Er ist einer der seltensten Windhunde der Welt und abhängig von den büscheligen Grasflächen des Gebirges. Weitere Tiere sind unter anderem Leoparden. Auch einige Vogelarten sind innerhalb des Parks heimisch: Klunkeribis, Tarantapapagei, Abessinische Felsentaube, Lämmergeier, Erzrabe und Spiegelschmätzer und viele weitere kommen im Hochland sowie im Klippenbereich vor.

Atemberaubende Unterkünfte im Simien Nationalpark

Dschelada, Simien Nationalpark
Dschelada, Bild: Endless Traveller / shutterstock

Da man im Simien Nationalpark wunderbar einige Tage lang unterwegs sein kann, gibt es auch ein paar Unterkünfte, um es nachts komfortabel und warm zu haben. Beispielsweise befindet sich Afrikas höchstgelegenes Hotel im Simien Nationalpark. Die „Simien Lodge“ liegt am Rande eines Steilhanges in fast 3.300 Metern Höhe. Sie besteht insgesamt aus zehn geräumigen Rundhütten mit 20 Zimmern. Diese verfügen entweder über ein Doppelbett oder zwei große Einzelbetten.

Badezimmer gehören selbstverständlich ebenfalls dazu. Alle Zimmer sind mit Fußbodenheizung ausgestattet und haben einen Balkon, der einen fantastischen Blick bietet. Ein Restaurant sowie eine Bar gehören ebenfalls zur Anlage dazu. Das Restaurant besitzt ein schönes, gemütliches Kaminfeuer und serviert sowohl internationale als auch äthiopische Gerichte. Die Bar zeichnet sich selbst als die höchste Bar in Afrika aus und schließt, wenn der letzte Gast gegangen ist. Zu trinken gibt es hier verschiedene äthiopische Biere, südafrikanische sowie äthiopische Weine sowie einige andere Drinks. Die Hotelanlage bietet aufgrund ihrer einmaligen Lage einen atemberaubenden Blick auf die abwechslungsreichen Landschaften der äthiopischen Bergwelt.

Die Lodge ermöglicht ihren Gästen verschiedene Aktivitäten, Ausflüge sowie sichere Transportmöglichkeiten, über die sie sich vor Ort bestens informieren können.
Eine weitere Übernachtungsmöglichkeit bietet die „Limalimo Lodge“, welche seit 2016 existiert. Hier gibt es 14 Zimmer sowie eine Bar, ein Restaurant und eine großzügige Terrasse, die einen einzigartigen Blick auf die Berge freigibt. Auch hier werden sowohl internationale als auch einheimische Speisen serviert.

Die alte Kaiserstadt Gondar

Am Fuß der Berge des Simien Nationalparks liegt die alte Kaiserstadt Gondar (auch Gonder geschrieben) auf etwa 2.133 Metern Höhe. Wer In Äthiopien Urlaub macht, sollte Gondar unbedingt mit ins Tagesprogramm integrieren. Historische Bauwerke und Hinterlassenschaften wie zum Beispiel alte Kirchen und eine eindrucksvolle Burganlage sind äußerst sehenswert.

Individuelle Oldtimertouren durch Havanna

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Wie kann man eine fremde Stadt besser kennen lernen als mit einem ortskundigen Reiseführer? Und woran denkt man zuerst wenn man an Kuba denkt? Richtig: Karibik, Zigarren und natürlich: Oldtimer.

Ein kubanisches Tourismusprojekt bietet genau diese wunderbare Kombination: Individuelle Städtetouren durch Havanna in einem frei wählbaren Oldtimer. Den deutschsprachigen Tour Guide kann man direkt mit hinzubuchen. Und das alles zu einem für deutsche Verhältnisse sehr günstigen Preis.

Nun wurde das Projekt OldCarsHavana.com mit dem “International Travel Award” ausgezeichnet. Eine Auszeichnung die auch in Deutschland große Freude auslöste. Zwar läuft die komplette Organisation der Touren über das Netzwerk vor Ort. Aus Deutschland kommt jedoch der Internetauftritt und das dazugehörige übersichtliche Buchungssystem.

Wir haben mit Oliver Döhring, Verantwortlicher für die ehrenamtliche Projekthilfe auf deutscher Seite gesprochen. Oliver Döhring ist seit über 30 Jahren Journalist in Print, TV und Radio. Einige werden ihn von der Radio Comedy „Der kleine Nils“ her kennen. Er bereist Kuba seit 16 Jahren und kennt die Situation vor Ort sehr gut.

Ihr Projekt „Old Cars Havana“ hat gerade den International Travel Award gewonnen. Erzählen Sie uns doch bitte ein wenig mehr über Ihr Projekt. 

Das Thema Kuba hat für mich mit einem Urlaub im Jahr 2004 angefangen. Ich war ganz normaler Urlauber, typisches Touristenhotel und schon am zweiten Tag war “nur am Pool rumliegen” einfach zu langweilig. Also mieteten meine Reisebegleiter und ich ein Auto und wir fuhren nach Havanna. In der historischen Altstadt wurden wir von Alejandro, einem kubanischen Reiseführer, angesprochen “ob er uns die Stadt zeigen soll”. Wir dachten “Ok, ein Ortskundiger ist sicher hilfreich”, sagten Alejandro aber, dass uns die typische Touristen Bespaßung eher nicht interessiert. Wir wollten “Land und Leute” und das echte, das reale Kuba, mit allen möglichen Konsequenzen auch unschöne Dinge zu sehen.

Wir hatten von der ersten Sekunde an eine sehr lockere, ehrliche, sogar alberne Atmosphäre. In Deutschland mache ich Radiocomedy, schätze das lässt sich auch im Urlaub nicht abschalten. Kurz gesagt, neben allem Sehenswerten wurde auch viel gelacht. Alejandro blieb von diesem Moment an täglich an unserer Seite und wir haben allein in Havanna so viel mehr gesehen als ein normaler Tourist. Das ging so weit, dass er uns zu seiner fast 80-jährigen Oma eingeladen hat, die darauf bestand mit mir einen Rum zu trinken. Laut Alejandro hatte sie das schon Jahre nicht mehr gemacht “Aber wenn so ein junger, gutaussehender Mann bei ihr zu Gast ist, kann man schon mal eine Ausnahme machen!”. Nach dem Gläschen war sie übrigens gut beschwipst, erzählte uns aber ihr halbes (by the way) sehr spannendes Leben.

Kurzum, mit Alejandro blieb ich auch nach dem Urlaub in Kontakt und schon 6 Monate später kam ich zurück und es ging mit dem Mietwagen über die gesamte Insel. Wir waren gut 2 Wochen unterwegs, jeden Abend woanders, immer in kleinen privaten Casa’s, bekocht von den einheimischen Familien. Ich muss dazu sagen, damals war ich beruflich gestresst. Die Tatsache, dass man damals in Kuba kaum Handyempfang hatte, ich also nicht ständig und für jeden erreichbar war, sorge für eine echte Auszeit. Ich war sprichwörtlich in einer anderen Welt.

Seitdem fahre ich im Urlaub ausschließlich nach Kuba. Schätze ich habe mich in das Land verliebt. Für mich persönlich gibt es keinen schöneren Ort.

Im November 2015 bahnten sich dann neue Möglichkeiten für die Kubaner an: Die kommunistische Regierung entschied, dass sich Kubaner fortan Selbstständig machen dürfen. Alejandro hatte damals die Idee eine “Classic Car Agentur” zu gründen und fragte ob ich ihm helfen könnte. So fing alles an. 

Im darauffolgenden Jahr schossen die Oldtimer Agenturen förmlich aus dem Boden. Zwischenzeitlich waren es über 70 Mitbewerber! Also stand für uns zunächst mal eine Marktanalyse an: Was machen die anderen genau, welche Autos haben sie, welche Touren, was machen die anderen gut und was können wir anders und besser machen? Ohne zu tief ins Detail zu gehen: Uns war sofort klar, dass wir uns nur etablieren können, wenn wir eine Top Qualität, ein Top Angebot und Top Service vereinen. Ein weiterer Vorteil war, dass ich weiß, wie ein Urlauber denkt und Alejandro weiß was vor Ort möglich ist.

Alejandro suchte die besten Oldtimer Havannas und ich kümmerte mich um alles was mit Internet und Vermarktung zu tun hat. Im Juli 2017 startete unser Portal. Wesentliche Besonderheit, auf Europäischer Seite arbeiten wir komplett Ehrenamtlich. Über die Jahre kamen viele Freunde zu diesem Projekt hinzu, u.a. aus den USA. Sie haben geholfen unsere Seiten in verschiedene Sprachen zu übersetzen und über den Business Club Stuttgart kommt sehr viel Support, wenn es um die Umsetzung von Ideen und Vermarktung geht.

Was macht die Touren so besonders?

Havanna
Das farbenfrohe Havanna, Bild: YU_M / shutterstock

Wir versuchen Kuba so persönlich wie möglich rüber zu bringen. Natürlich fahren wir auch alle touristischen Hotspots an, aber es macht einen Unterschied, ob man neben den geschichtlichen Daten auch viel über Land und Leute erfährt. In jedem Fall waren unsere Gäste immer begeistert auch etwas über das Leben und Denken der Kubaner zu erfahren. Wir fahren auch an Orte die von Touristen normalerweise nicht angefahren werden. Einem Hochzeitspärchen haben wir mal ein ganzes Strand Dinner in einer abgelegenen karibischen Bucht organisiert.

Viele unserer Touren sind überhaupt erst am “Kundeninteresse” entstanden. Es gibt viele Gäste, die sich vor der Reise sehr gut informieren und sich in Foren Empfehlungen holen. Da kommen immer wieder neue Ideen auf den Tisch.

Was uns aber derzeit unschlagbar macht: Wir haben Tourguides für 9 verschiedene Sprachen, selbstverständlich ist da auch deutsch dabei. Alle unsere Guides haben die Sprachen studiert oder sind sogar ausgebildete Lehrer für die jeweilige Sprache.

Und wir haben für Old Cars Havana klare Regeln aufgestellt: Dinge wie Pünktlichkeit, saubere Fahrzeuge etc. sind bei uns selbstverständlich. Wenn eine Tour um 10 Uhr beginnt, dann ist unser Team oft schon 10 Minuten vorher da.

Gibt es eine Tour die Sie unseren Lesern besonders ans Herz legen wollen?

Das kommt sehr auf den Gast an. 

Wenn ein Gast zum ersten mal in Havanna ist, dann empfehle ich z.B. eine 3h oder 6h City Tour: Der Urlauber bekommt einen Überblick über die City, die wichtigsten Orte und kann unsere Guides mit Fragen zu “Tipps und Orten” löchern. Also, was kann man wo erleben etc.

Wenn man nur einen Tag in Havanna ist, dann definitiv die 6h City Tour.

Wer sich für Zigarren interessiert sollte eine Tagestour nach Vinales machen oder wer Action liebt, sollte in den Zapata Nationalpark (Guama/Schweinebucht).

Meine Lieblingstour war in den Zapata Nationalpark, da hatte ich viel Natur, eine Bootstour und war in der Karibik schnorcheln.

Wie schaffen es eigentlich die Besitzer trotz der Umstände (Salzwasser, keine Ersatzteile) Ihre Autos so gut instand zu halten? 

Es gibt einen Witz unter den Fahrern: “Ich pflege mein Auto mehr als meine Frau!” – wohlgemerkt es ist ein Witz!! In einem perfekten kubanischen Haushalt ist in der Regel die Frau der Boss.

Aber es ist in der Tat nicht ganz einfach. Zum einen wird repariert bis es gar nicht mehr geht. Viele Autos werden auch aufgebaut in dem sie ein baugleiches Auto ausschlachten, also aus 2 Autos mach eines das fährt. Mittlerweile erhalten wir aber auch echte Hilfe von Oldtimer Fans aus aller Welt. Kleine Bauteile kommen schon mal mit den Urlaubern ins Land.

Der Ehrlichkeit halber muss man aber auch sagen, dass einige Autos nicht mehr den Original-Motor unter der Haube haben. Wenn es ein neuerer Motor ist, dann meist ein “Japaner”, mit ein paar Stellschrauben bekommen diese Motoren den Sound der 50er Ami-Schlitten perfekt hin. Aber, die Original Restaurierungen sind (zumindest bei uns) deutlich in der Mehrheit.

Der amerikanische Tourismus in Kuba ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Nun wird er durch die Pandemie sowie die Entscheidungen der scheidenden US-Regierung ausgebremst (Info: Die US-Regierung hat von wenigen Tagen Kuba wieder auf die Liste der Terrorstaaten gesetzt). Wie ist die derzeitige Situation vor Ort?

Der amerikanische Tourismus setzte mit der Annäherungspolitik der Obama Regierung ein. US-Bürgern war es unter Auflagen möglich nach Kuba zu reisen und dadurch entstand ein echter Tourismus Boom. Das betrifft nicht nur unser Projekt: Private Restaurants eröffneten, Clubs, privat geführte Läden (vorwiegend Mode, Kosmetik, Telekommunikation).  Ich kenne so viele Familien die alles was sie hatten eingesetzt haben, um den Schritt in die Selbstständigkeit zu gehen. Auch solchen Projekten haben wir geholfen. So hatte uns z.B. die Beautyvilla in Rostock annähernd alles geschenkt was man in einem Friseursalon so braucht.

Der erste schwere Einschnitt kam im Juni 2019 mit der Trump Entscheidung die Reisen für US-Bürger von “heute auf morgen” wieder zu verbieten. Dann kam die Covid-Pandemie und schlussendlich die Entscheidung der Trump Regierung Kuba wieder auf die “Terrorliste” zu setzen.

Für Covid-19 kann keiner was, aber beide Entscheidung der Trump Regierung kommen vor Ort in Kuba gar nicht gut an. Ich rede da ausdrücklich von den normalen Menschen und nicht von der Meinung der kommunistischen Regierung. Trumps Entscheidungen haben zu einem Massensterben der vielen, kleinen privaten Existenzen geführt. Die Entscheidung der Trump Regierung hat also zunächst mal Existenzen unter der ganz normalen Bevölkerung vernichtet. Das Präsident Trump mit seinen Entscheidungen “den Menschen auf Kuba zu mehr Freiheit” verhelfen will, glaubt auf der Insel keiner. Schlimmer noch, in dieser Frage sind selbst die kritischen Stimmen unter den Kubanern wieder an der Seite ihrer Regierung.

Dabei waren die beiden Jahre vorher für mich beeindruckend: Mit den vielen US-Touristen kamen Menschen ins Land die sich als perfekte Botschafter für mehr Demokratie entpuppten. Plötzlich waren für Kubaner Gespräche und der Blick über den Tellerrand möglich, Freundschaften entstanden und in Folge äußerten auch die Kubaner immer offener ihre Meinung. Vieles erinnerte mich an die DDR in den Jahren 1988/89. All das hat die Trump Administration wieder zunichte gemacht, die vielleicht hoffnungsvollste Zeit für die Kubaner.

Die derzeitige Situation ist schwer für die Kubaner. Es gab zusätzlich eine Währungsreform die sehr viele Waren unerschwinglich gemacht haben. Die Pandemie und die Trump Entscheidungen haben natürlich massive Auswirkungen. Die Kubaner tun ihr möglichstes wenigstens genug zu essen auf den Tisch zu bekommen. Jedes Stückchen Vorgarten wird zum Gemüseanbau genutzt und sie unterstützen sich, wo es geht. Und, sie setzen – wie wir – große Hoffnung in die Biden Regierung. 

Zum Abschluss noch die Frage: Was mögen Sie besonders an Kuba und gibt es andere Reiseziele welche Sie gerne bereisen?

Havanna Oldtimertour
Traumhafte Autos in traumhafter Kulisse, Bild: Bild: Annie Ehringhaus – oldcarshavana.com

Ich sehe Kuba heute natürlich anders als vor 16 Jahren. Vor 16 Jahren wäre es bei “Kuba ist eine sensationell schöne Insel und ihre Menschen sind gastfreundlich” geblieben. Je häufiger man dort ist, lernt man auch wesentlich mehr zu schätzen. Natürlich gibt es auf Kuba den besten Rum der Welt, die besten Zigarren und der kubanische Lebensstil lehrt jedem Menschen den Begriff “unbeschwert”. Das bedeutet nicht, dass Kubaner keine Probleme verspüren! Es bedeutet aber, dass der Umgang mit Sorgen ein anderer ist als bei uns. Kubaner haben ihre Leichtigkeit, Fröhlichkeit und ihr Lachen nicht verloren. Oft saß ich im Flieger nach Hause und dachte “Habe ICH wirklich Probleme? Kubaner haben es soviel schwerer als ich und trotzdem lachen sie mehr!”.

Durch die vielen Kontakte weiß ich, Kubaner haben eine sehr gute Allgemeinbildung, sie sind stolz auf Ihre Geschichte und Traditionen. Gespräche sind immer von Neugier geprägt, Kubaner lernen schnell und sie haben durchaus eine Idee für das eigene Leben. Speziell die junge Generation steht in den Startlöchern dieses Potenzial auch zu nutzen. Über kurz oder lang wird es in Kuba zu Veränderungen kommen müssen.

Vor Kuba habe ich halb Europa (Südeuropa so ziemlich alles) bereist, ich war auf den Malediven oder auf Koh Samui in Thailand. Für mich persönlich wären noch die Weiten Russlands interessant, die Nordlichter würde ich gerne noch sehen oder einmal Neuseeland. Wenn es aber nur noch bei Kuba bleibt bin ich ganz sicher nicht unglücklich.

Herr Döhring, wir danken Ihnen für das Gespräch!

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Die Gasdruckfeder ist ein typisches Ersatzteil z.B. für die Heckklappe am Auto.

Stabilus

Anzeige: Wellness-Hotels im Bayerischen Wald – Leuchttürme der Gastlichkeit

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Vom Bayerischen Wald heißt es, dort seien die Bäume verwunschen. Tatsache ist, dass sich dieses schöne Stück Deutschland wie ein Märchenwald anfühlt und dass viele der uralten und knorrigen Fichten Geschichten erzählen könnten. Diese Region wurde hierzulande zu allererst geadelt und in den Rang eines „Nationalpark“ erhoben. Der Mut zur Wildnis wurde belohnt, und heute ist der Bayerische Wald eine erstklassige Adresse, um durchzuatmen und in einer wunderbaren Umgebung Leib und Seele Gutes zu tun. So mancher erhält hier Antworten auf die Fragen nach dem Sinn des Lebens. Wer im Bayerischen Wald in einem der zahlreichen behaglichen Hotels die schönsten Tage des Jahres genießt, der nimmt die Sehnsucht nach einem „Comeback“ mit auf die Heimreise.

„Erfrischend natürlich…!“ Die Tourismus-Manager des Bayerischen Waldes haben sich einen Slogan ausgedacht, der die dortige Stimmung und wohl auch die Erwartung der Urlauber auf einen sehr kurzen Nenner bringt. Denn hinter diesen beiden Worten verbirgt sich ein Premium-Angebot der Extraklasse. Dort, wo die Wälder „singen“, gehen in den Hotels Wellness und Wohlbefinden eine anspruchsvolle Synthese ein. Die noblen Herbergen sind Leuchttürme der Gastlichkeit, und wenn der Geist in der Nachbarschaft der Wälder Erfrischung sucht, wird die Natürlichkeit gleich mitgeliefert. Im Bayerischen Wald duftet es in einer dörflichen Atmosphäre an sommerlichen Tagen nach Heu, und wer sich im Hotel eine Klangtherapie-Massage gönnt, der lässt sich auch dann nicht irritieren, wenn vor einem Bauernhof nebenan die Milchkannen scheppern.

Wellnessurlaub Bayerischer Wald
Auch im Winter bietet der Bayerische Wald hervorragende Erholungsmöglichkeiten, Bild: moreimages / shutterstock

60 Hotels wurden im Bayerischen Wald mit Sternen dekoriert. Sie bieten all‘ das, mit dem sich auch die internationalen Wellness-Paläste schmücken möchten. Doch sie heben sich von den häufig überdimensionierten Komfort-Herbergen durch ihren individuellen Charme ab. Den spüren die Gäste bereits bei ihrer Ankunft, wenn hilfreiche Geister sich um das mitgebrachte Gepäck bemühen und der Aufenthalt im Hotel mit einer prickelnden Erfrischung an der Bar beginnt. Gastlichkeit ist in den Premium-Hotels des Bayerischen Waldes keineswegs ein Fremdwort sondern eine Selbstverständlichkeit.

Wer seinen Wellnessurlaub mit einer intensiven Freizeitgestaltung koppeln möchte, der ist im Bayerischen Wald genau richtig. Die wildromantische Umgebung lädt geradezu ein, diese Region aktiv zu genießen und zu entdecken. Eine Wanderung im Schnee, das Flair des Frühlings, der betörende Duft grüner Wälder, das Rascheln der Blätter im Herbst – ein Aufenthalt in dieser einzigartigen Region Deutschlands kennt saisonal keine zeitlichen Grenzen. Etliche der Hotels, die im Bayerischen Wald Verwöhnprogramme anbieten, sind familiär geführt. Und damit ist der persönliche Service garantiert. Dort die Seele baumeln zu lassen ist gleichbedeutend mit einem Urlaub bei Freunden.

Mit dem Hotelschlüssel öffnet sich eine Wunderwelt des Wohlbefindens, und die Wellnessanwendungen im Bayerischen Wald sind vielseitig und ausnahmslos gesundheitsfördernd. Jahrhundertealte Praktiken haben inzwischen Hochkonjunktur. Zum Beispiel die Freisetzung ätherischer Öle durch das Erwärmen von Heu. Beliebt ist in etlichen Wellnesshotels die milde Form der Therapien im sogenannten Kraxenofen. Der erhielt seinen Namen durch die Tragegestelle, mit denen in früheren Zeiten das frisch geerntete Heu von den Feldern transportiert wurde. Die Wärme aus dem Kraxenofen schont den Kreislauf und entspannt die Muskulatur.

Wer bei seinem Aufenthalt im Bayerischen Wald seinen Heißhunger auf Süßigkeiten bekämpfen und überflüssige Fettpölsterchen abbauen möchte, der greift in einem Wellness-Hotel zur Molke-Algen-Kur. Dabei stimulieren die Mineralien der Algen den Stoffwechsel, während die Molke beim Entschlacken hilft. Wellness-Tage im Bayerischen Wald können dem Organismus einen Verjüngungsschub bescheren. Oder wie wäre es mit Kräuterstempelmassagen? Dabei kommen Kräuter aus bayerischen Landen zur Anwendung. Sie pflegen die Haut und fördern gleichzeitig die Durchblutung. Wer nach einem Sauna-Gang sein Herz für die Schönheiten des Bayerischen Waldes öffnet, der verschafft sich sehr oft einen völlig neuen Blickwinkel.

Waldbaden Bayerischer Wald
Beim “Waldbaden” abschalten, Bild: moreimages / shutterstock

Einige der Wellnesshotels im Bayerischen Wald verfügen über einen Wohlfühlbereich, der mit seinen verschiedenen Anwendungen häufig mehr als tausend Quadratmeter umfasst. Dazu gehören selbstverständlich auch Massagen und Schönheitsbehandlungen. So mancher Gast freut sich aber auch auf ein paar ruhige Bahnen im wohlig warmen Wasser des Schwimmbads. Oder auf ein paar Kilometer auf dem Laufband. Und immer lockt vor der Haustür des Hotels die eindrucksvolle Landschaft des Bayerischen Waldes.

Mit einer ärztlich überwachten Dosis Jogging oder bei einer Wanderung mit Stöcken, um Kniegelenke und Wirbelsäule zu entlasten. Wellness im Bayerischen Wald – das ist aber auch das Bemühen aller Wohlfühl-Oasen, neben Tropen-Duschen und Kristalldampfbad den Gästen auch kulinarische Highlights anzubieten. Kreativ, jung und bayerisch soll es sein, was in den Küchen gezaubert und in den Restaurants der Wellnesshotels serviert wird.
Das Alphabet der Heilbäder im Bayerischen Wald reicht von Arrach bis Zwiesel. Bad Kötzting und Bodenmais sind nur zwei von etlichen staatliche anerkannten Luftkurorten. Und überall ist man davon überzeugt, dass der Aufenthalt in einem Wald positive Auswirkungen auf die Gesunderhaltung hat.

Das sogenannte „Waldbaden“ erfand man zwar im fernen Japan, wird aber auch im Bayerischen Wald seit geraumer Zeit praktiziert. Erlebnisse in einer waldreichen Umgebung sind eine Wohltat für Geist und Körper, reduzieren den Stress und senken nachweislich den Blutdruck.

Keine Frage: Wer sich in die Obhut eines der Wellness-Hotels im Bayerischen Wald begibt, erfreut sich einer ganz besonderen Gabe. Er öffnet sich den schönen Dingen des Lebens, kann mit den Augen zu fühlen und mit der Seele sehen.

Das Sternberger Seenland: Idylle und Action abseits der Touristen-Hochburgen

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Idyllische Naturlandschaften, eine artenreiche Flora und Fauna und einige beliebte Sehenswürdigkeiten: Das Sternberger Seenland hat sich in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Urlaubsziel entwickelt. Der im Jahr 2005 gegründete Naturpark befindet sich im Osten Mecklenburg-Vorpommerns östlich des Schweriner Sees im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Mit der Gründung des Naturparks wurde auch der Förderverein Naturpark Sternberger Seenland e.V. gegründet.

Dieser unterstützt mit verschiedenen Aktionen die tägliche Arbeit der Naturparkverwaltung zum Erhalt und dem nachhaltigen Schutz des Naturparks und seiner Artenvielfalt. Ein guter Anlaufpunkt für alle, die zum ersten Mal in der Region zu Gast sind und diese erkunden wollen, ist das Naturparkzentrum in der 4.000-Einwohner-Stadt Warin. Hier können sich die Besucher über die verschiedensten Ausflugsziele, die Historie des Naturparks und die zahlreichen Besonderheiten der regionalen Tier- und Pflanzenwelt informieren. Außerdem kann sich hier jeder für seine Entdeckungstour durch das Sternberger Seenland rüsten. So kann man in dem Naturparkzentrum unter anderem Ferngläser, Wanderkarten, Naturbücher oder Rucksäcke kaufen. Das Naturparkzentrum ist von Mai bis September von montags bis freitags jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet, und in den Herbst- und Wintermonaten (von Oktober bis April) jeweils von 10 bis 16 Uhr. Vier Naturwächter bieten in der Saison von Mai bis Oktober Führungen durch das Sternberger Seenland an.

Spektakuläre Steilhänge, idyllische Kleinode, ursprüngliche Natur

Das Sternberger Seenland ist vor allem bei Natururlaubern und Erholungssuchenden sehr beliebt – und das aus gutem Grund. Schließlich bietet der Naturpark neben vielen kleinen und großen Wasserflächen auch zahlreiche Wander- und Radwege sowie idyllische Kleinode und ursprüngliche Natur abseits der großen Touristen-Hochburgen. Der größte See des Naturparks ist der Große Wariner See, aber auch der Neuklostersee und der Große Sternberger See sind bei Touristen und Einheimischen sehr beliebt.

Auch die spektakulären bis zu 40 Meter hohen Steilhänge im Warnow-Mildenitz-Durchbruchstal sind ebenso erlebenswert wie eine Wanderung zum Warnow-Durchbruchstal. Hier gibt es einen etwa vier Kilometer langen Rundweg, der unter anderem zu einer slawischen Burgruine in Groß Raden führt. Die größte Binnensalzwiese Mecklenburg-Vorpommerns bei Sülten zieht jährlich ebenfalls viele Touristen in ihren Bann. Hier sind unter anderem zahlreiche seltene Pflanzen- und Tierarten zu finden. Unter anderem sind hier in den vergangenen Jahrzehnten der Eisvogel, der Fischadler sowie das Leberblümchen heimisch geworden.

Sternberger Seenland – Wandern, Radfahren und Paddeln

Pinnower See, Sternberger Seenland
Am Pinnower See im Sternberger Seenland, Foto: TMV/Susanne Krauss

Auch Aktivurlauber sind im Sternberger Seenland genau richtig. Schließlich bietet die Region ideale Bedingungen für Wanderer, Radfahrer und Wassersportler. So gilt zum Beispiel der Radweg von Dobbertin nach Sternberg als einer der schönsten Deutschlands. Auf den vielen idyllischen Wasserwegen und Seen herrscht reges Treiben. Und wer selbst kein eigenes Boot hat, kann sich an verschiedenen Stellen der Region Padelboote und Kanus ausleihen. Außerdem ist die Region ein wahres Paradies für kleine und große Angler. Ein ganz besonderes im Sternberger Seenland ist der sogenannte Sternberger Kuchen. Der etwa 25 Millionen Jahre alte Sandsteinbrocken verdankt seinen Namen seinem Aussehen, das an einen geschichteten Kuchen erinnert. In dem Gestein sind fossile Muscheln, Schnecken und Haifischzähne dicht gedrängt angeordnet. Diese lebten vor vielen Millionen Jahren im Meer und erreichten unter anderem durch die Eiszeit die Erdoberfläche.

Entspannter Stadtbummel durch Sternberg

Inmitten des etwa 540 Quadratkilometer großen Areals befindet sich die Kleinstadt Sternberg, die dem Seenland ihren Namen gegeben hat und mit seinen 4.000 Einwohnern gleichzeitig die größte Ortschaft des Seenlandes ist. Hier lohnt sich unter anderem ein entspannter Bummel durch die historische Altstadt, an deren Rand idyllisch die Kirche St. Maria und St. Nikolaus auf Hügel thront. Von dem etwa 60 Meter hohen Kirchturm kann man einen wunderbaren Blick über die gesamte Region genießen.

Marktplatz Sternberg
Blick auf die Stadtkirche St. Maria & St. Nikolaus Sternberg und das alte Postamt // view of the city church St. Maria & St. Nikolaus Sternberg and the old post office

Und auch die umliegenden Ortschaften bieten auch neben der idyllischen Natur jede Menge Sehenswertes. So sollte man sich auch das Archäologische Freilichtmuseum Groß Raden nicht entgehen lassen. Der mehr als 1.000 Jahre alte Tempelburg wurde in den vergangenen Jahrzehnten aufwendig rekonstruiert. Hier wird unter anderem die frühe Besiedlung durch slawische Stämme sicht- und erlebbar gemacht. Die Region hält außerdem gleich mehrere Klöster aus dem 13. Jahrhundert bereit – unter anderem Temzin, Neukloster und Dobbertin. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Wasserkraftwerk Zülow. Das größte Wasserkraftwerk Mecklenburg-Vorpommerns, das seit etwa 40 Jahren als technisches Denkmal ausgewiesen ist, ist seit dem Jahr 2004 im Privatbesitz.

Unterkünfte im Sternberger Seenland

In der gesamten Region gibt es natürlich zahlreiche Unterkünfte für jeden Geschmack und Geldbeutel – von verschiedenen Sterne-Hotels, über private Ferienhäuser und –wohnungen bis hin zu vier Campingplätzen. Beliebte Unterkünfte sind unter anderem das “Feriendorf Sternberger Seenland” in Dabel und das Gruppenhaus & Pension „Haus am Walde“ in Borkow.

Elfenbeinküste – Ein unterschätztes Land am Golf von Guinea

Das Land Elfenbeinküste wird von wenigen Reisenden beachtet, obwohl es einiges zu bieten hat. Man versucht mit dem Motto “Träumen Sie, sonnen Sie sich, Schwimmen Sie, vergessen Sie Europa für einen Augenblick und entdecken die das tiefe Schwarzafrika” Touristen ins Land zu locken. Aktuell kommen trotzdem noch sehr wenige Gäste für einen Urlaub nach Elfenbeinküste, doch die ersten Reiseanbieter haben das Land schon für sich entdeckt.

Elfenbeinküste – Das Land im Überblick

Strandurlauber finden hier lange Sandstrände, die von Palmen bewachsen sind, vor. Die Fans von Tieren und Pflanzen kommen in den Naturreservaten voll auf ihre Kosten und die Völker und Kulturen lassen den Besucher in eine ganz andere Welt eintauchen. Ein großes Potenzial, welches bisher kaum beachtet wurde. Die Elfenbeinküste ist etwas kleiner als Deutschland und in etwa so groß wie Norwegen.

Die vielen Naturräume bilden Gegensätze und lassen viele unterschiedliche Klimazonen und Vegetationen entstehen. An der Atlantikküste befinden sich die langen Sandstrände, die Buchten und Kliffs, Sümpfe, Lagunen und Mangrovenwälder. Im Landesinneren findet man vor allem den Regenwald, welcher etwa 100 bis 200 Kilometer tief ist. Das Dickicht des Urwalds wird durch kleine Lichtungen, in denen Bananen, Kaffee und Kakao angebaut werden, aufgelockert. Weiter nach Norden gelangt man in den sogenannten südsudanesischen Klimabereich und erreicht die Hochebene. Die Hochebene wird vor allem vom Landwirten beackert und nimmt den größten Teil der Fläche des Staates ein. Noch weiter im Norden findet man nur noch die Savannen, in denen die Nächte kühl, die Tage warm sind und die Trockenperioden teils wochenlang anhalten.

Das Manhattan Afrikas

ABIDJAN, Elfenbeinküste
Die Metropole Abidjan , Bild: Roman Yanushevsky / shutterstock

Die Millionenstadt Abidjan liegt an der Atlantikküste und verteilt sich über mehrere Landzungen. Sie wird auch als Manhattan Afrikas bezeichnet, weil futuristische Bürotürme, Prachtbauten und Luxusläden in direkter Nachbarschaft stehen. Das Herz der Stadt schlägt jedoch in den traditionellen Stadtvierteln, in denen sich das bunte Leben der Bevölkerung zeigt und die kleinen Restaurants mit allerlei Spezialitäten locken. Märkte bieten eine unglaubliche Fülle an Waren und die Einwohner der Stadt machen die Nacht zum Tag. Das Museum “Musée des Civilisations de Côte d`Ivoire” bietet einen tollen Einblick über die Kultur und das Leben der Stämme der Elfenbeinküste.

Vor den Toren der Stadt befindet sich der Nationalpark “Banko”. Er umfasst eine Fläche von etwa 3.000 Hektar und soll den tropischen Regenwald in seiner ursprünglichen Form bewahren, weil dieser sonst zu verschwinden droht. In östlicher Richtung erreicht man die großen Badestrände, Palmen und Hüttendörfer säumen den Weg. Die Stadt Grand-Bassam ist einen Besuch wert. Sie war die Hauptstadt der damaligen französischen Kolonie und beherbergt die Prachtbauten von damals. In diesem Bereich des Landes gibt es einige Bungalowsiedlungen und die Region ist generell für den Tourismus ausgelegt.

Ein echter König

Ein Abstecher nach Norden führt den Urlauber zu einem wahren König. Bonzou II. residiert in der kleinen Stadt Abengourou und wacht über das Volk der Agni. Diese Volksgruppe wanderte im 17. Jahrhundert aus Ghana ein und gründete ein mächtiges Königreich. Der König und seine Untertanen konnten ihre Kulturen bis heute bewahrten und versetzen den Auswärtigen in eine andere Kultur.

Im Westen warten viele Badeorte

Strände Elfenbeinküste
Die Elfenbeinküste punktet auch mit traumhaften Sandstränden, Bild: Dana Ward / shutterstock

Westlich von Abidjan gelangt der Tourist, entlang des Lagunenstreifens, in mehrere mehr oder weniger gut entwickelte Badeorte. Das Hinterland kann am besten vom Pfahlbaudorf Tiagba aus erkundet werden. Mit dem Boot oder zu Fuß kann der Nationalpark Assigny erkundet werden. Das Urwaldreservat wartet mit einer Größe von 300 Quadratkilometern auf und bildet die Heimat einiger Elefanten. Etwas Zeitaufwendiger ist ein Trip in den Tai-Nationalpark, welcher an der Grenze zu Liberia liegt. Er steht unter dem Schutz der UNESCO und ist mit einer Größe von 5.500 Quadratkilometern etwa doppelt so groß wie das Saarland. Die vielfältige Vegetation und die üppige Tierwelt werden von einheimischen Instituten gepflegt und der Park ist für Touristen geöffnet.

Die Stadt der 18 Berge

Ein paar Stunden nördlich des Parks findet man die 300.000 Einwohner große Stadt Man. Sie ist umgeben von Bergen und Wäldern, von Wasserfällen, Bambushainen, Lianenbrücken und Kaffeeplantagen. In dieser Region der Elfenbeinküste leben die Yacouba, welche für ihre rituellen Tänze und ihre handwerklichen Arbeiten bekannt sind. Etwas weiter nördlich liegt die Verwaltungshauptstadt des Landes. Yamoussoukro ist eine gigantische Retortenstadt, die schon fast bizarr wirkt. In der Stadt leben sehr wenige Menschen, obwohl sie an Größe kaum zu überbieten ist. Allein die Basilika “Notre Dame de la Paix”, ein Nachbau des Petersdoms, hat ein gigantisches Ausmaß.

Rabat – historische Königsstadt und moderne Metropole

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Marokkos Hauptstadt Rabat ist eine Metropole voller faszinierender Eindrücke. In vielen Bereichen ist Rabat eine pulsierende Großstadt, deren Atmosphäre von einer vielfältig bunten und modernen Gesellschaft geprägt wird. Aber auf Schritt und Tritt stößt man auf die Zeugen einer langen und wechselvollen Geschichte. Die Lage der Stadt am Atlantischen Ozean, aber unweit der Straße von Gibraltar und des Mittelmeeres, lockte schon immer viele Eroberer, Seefahrer und Kaufleute an.

Schon 800 Jahre vor Chr. errichten phönizische Kaufleute hier einen Handelsstützpunkt. Römische Kaiser machten aus dem Hafenort am Rande der damals bekannten Welt eine blühende Kleinstadt. Um die erste Jahrtausend-Wende hielt die Lehre des Islams Einzug und zahlreiche Kalifen wechselten sich als Herrscher ab. Neben Rabat wurden auch die Städte Fès, Marrakesch, und Meknès zu sogenannten Königsstädte, in denen die Herrscher verschiedene Dynastien ihre Paläste errichteten.

Unter spanischen Einflüssen wurde Rabat zu einem wichtigen Überseehafen, der von Hunderten von Schiffen aus allen Nationen Europas angelaufen wurde. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wird die Stadt zunehmend von französischer Politik und Kultur geprägt. Im Jahr 1956 wird Marokko unabhängig. Die Verfassung des neuen Staates ist eine konstitutionelle Monarchie und Rabat ist jetzt nicht nur Hauptstadt, sondern erneut eine Königsstadt.

Tolle Eindrücke beim Bummel durch eine faszinierende Stadt

Rabat teilt sich in verschiedene, touristisch interessante Bereiche, deren Ursprung in ganz unterschiedlichen Epochen liegen. Da ist die arabische Altstadt, die maurische Festung Kasbah der Oudayas, das Quartier Hassan mit dem gleichnamigen Turm, dem Mausoleum Mohammed V. und dem Königspalast Mischua. Ein völlig anderes Stadtbild bietet die Ville Nouvelle, die moderne, französische geprägte Neustadt. Zu einem Stadtbummel sollte auch ein Besuch der ehrwürdigen und geheimnisvollen Nekropole Chellah gehören.

Die lebhaften Gassen der Medina

Hassan-Turm, Rabat
Der Hassan-Turm, Bild: Olena Tur / shutterstock

Die Medina, die Altstadt von Rabat wird auf drei Seiten von einer hohen Mauer umschlossen. In Inneren trifft am auf ein symmetrisch angeordnetes Gassengewirr mit einen lebendig-exotischen Atmosphäre. Eine Vielzahl von Händlern begeistert mit einen reichen Angebot an Lebensmitteln, Gewürzen, Kleidungsstücken und Souvenirs. Es ist der richtige Ort, um ein schönes und originelles Andenken an den Besuch von Rabat zu kaufen.

Die Kasbah der Oudayas

Unweit der Medina erheben sich die gewaltigen Festungsmauern der Kasbah der Oudayas. Der Festungsbau stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde von der UNESCO als Teil des Weltkulturerbes ausgezeichnet. Hinter den Mauren erwartet den Besucher ein malerisches Viertel, das von seinen Bewohnern auch als „Stadt in der Stadt“ bezeichnet wird. Es gibt einen im andalusischen Stil angelegten, kleinen Park und einige hochinteressante Museen. Besonders sehenswert ist die kunsthandwerkliche Sammlung des Musée des Oudaïas. Inmitten der Kasbah liegt auch die älteste Moschee der Stadt, die Jama al Atiq. Das fast 1.000 Jahre alte Gebäude wurde im 18. Jahrhundert aufwendig restauriert. An vielen Stellen in der Kasbah der Oudayas genießt man eine großartige Aussicht auf die Mündung des Flusses Bou-Regreg, auf die Strände, Hafenanlagen und die Nachbarstadt Salè auf dem gegenüberliegenden Fluss-Ufer. Ein schöner Platz für eine Rast das nahe liegende Café Maure, das schon mehr als 100 Jahre alt ist.

Rabats Wahrzeichen: Der Hassan-Turm

Unübersehbarer Mittelpunkt des Quartier Hassan ist der 44 Meter hohe Hassan-Turm. Das quadratische Gebäude hat eine Kantenlänge von 16 m und sollte im frühen 12. Jahrhundert ein gewaltiges Minarett werden, zu dessen Spitze man mit einem Pferd hinaufreiten konnte. Leider wurden der Turm und die dazugehörige Moschee nie fertiggestellt. Die Mauer- und Säulenfragmente auf dem Platz vor dem Turm geben eine Vorstellung davon, in welch gigantischer Größe dieser Sakralbau einst gedacht war. Nur wenige Meter weiter steht das Mausoleum von Mohammed V. Er war der erste marokkanische König nach Unabhängigkeit von der französischen Kolonialzeit. Auch sein Sohn König Hassan II hat hier seine letzte Ruhe gefunden.

Die Nekropole Chellah

Ein ganz besonderer Ort ist die Nekropole, die „Totenstadt“ Chellah. Durch ein von zwei massiven Türmen flankiertes Tor gelangt man in den von hohen Mauern umschlossenen Bereich. Im 13. und 14. Jahrhundert wurden hier zahlreiche wichtige Persönlichkeiten, Adelige und religiöse Führer bestattet. Gut erhalten und sehenswert ist das Grab des Sultans Abu l-Hasan, der hier im Jahr 1351 beigesetzt wurde. Nach einem Spaziergang durch einen gepflegten Park erreicht man die Ruinen der römischen Ansiedlung Sala Colonia. Sie wurden in der 1930er Jahren entdeckt und sorgfältig freigelegt. Die
erhaltenen Mauerreste von Wohnhäusern und Geschäften lassen erkennen, wie das Alltagsleben in der Antike ablief.

Kunst und Kultur in Rabat

Rabat, Marokkos Hauptstadt
Blick auf die Hauptstadt Rabat, Bild: saiko3p / shutterstock

Einen komplexen Einblick in die marokkanische Geschichte von der Römerzeit bis heute gibt das Musée Archéologique in der Ville Nouvelle, der Neustadt. Nur ein paar Schritte weiter begeistert das Musée Mohammed VI d’art moderne et contemporain mit seiner maurischen Fassade und einer hochinteressanten Kunst- und Gemäldesammlung aus verschiedenen Epochen.

Die Strände von Rabat

Wer nach Stadtbummel und Besichtigungen eine Erfrischung sucht, wird von den weitläufigen Stränden der Stadt begeistert sein. Direkt im Stadtgebiet, nahe der Kasbah des Oudayas liegen die Strände Temara und Skirat. Am „Plage des Nations“ findet man sogar gute Gelegenheiten zum Surfen.

Was muss beim Thailand-Urlaub in den Koffer?

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Ein Urlaub in Thailand möchte gut geplant sein. Ob zum Entspannen am Strand von Patong oder als Rucksackreisender querlandein, schon vor der Abreise sollte man sich darüber klar werden, was man wirklich in Südostasien benötigt.

Eine Sorge beim Thailandurlaub kann von vornherein genommen werden: Falls man etwas vergisst in den Koffer zu legen, so kann man sicher sein, in Bangkok, Phuket und den anderen großen Städten und Siedlungen ohne Probleme fündig zu werden und seinen Reisebedarf auffüllen zu können. Dies bedeutet im Umkehrschluss auch, dass man nicht zu viel einpacken sollte – vor allem als Backpacker ist leichtes Reisen durch Thailand angebracht.

Kofferpacken für Thailand: Kleidung für tropisches Klima

Da in Thailand ein tropisch-feuchtes Klima herrscht, sollte man auf leichte und luftige Kleidung Wert legen. Dabei ist nicht unbedingt weniger mehr: Als Schutz vor Mücken und anderen Insekten, beim Besuch von Tempeln und um nicht unangenehm aufzufallen, sollten die Kleidungsstücke mit Bedacht gewählt werden und nicht zu kurz ausfallen. Auch am Strand ist zu jeder Zeit Badekleidung angemessen, da weder Nacktbaden noch Oben-ohne-Sonnen in Thailand erlaubt sind. Leichtes, aber festes Schuhwerk gehört dabei ebenfalls zu einem gut gepackten Koffer.

Wer einen längeren Aufenthalt plant, wird sich auch mit elektronischen Geräten ausstatten wollen. Hierzu benötigt man nicht nur das übliche Zubehör, wie das Ladekabel etwa, sondern auch einen Stromadapter für die Steckdosen. Auch auf eine Taschenlampe sollte man nicht verzichten, vor allem, wenn man in die ländlichen Gegenden reisen möchte. Bei einer Reise von bis zu 30 Tagen ist übrigens kein Visum nötig, wenn man mit dem Flugzeug anreist.

Reisepass und andere Papiere: Was man nicht vergessen darf

Einen großen Unterschied gibt es natürlich auch bei der Ausrichtung seines Urlaubs. Ein Backpacker benötigt eine ganz andere Ausstattung als ein Pauschaltourist – und das beginnt bereits bei der Auswahl der Koffer an sich.

Neben den persönlichen Dingen, die man in seinen Koffer für den Thailandurlaub packt, gibt es auch einige offizielle Papiere, die man auf keinen Fall vergessen darf: Der Reisepass, beziehungsweise ein vorläufiger oder ein Kinderreisepass, muss zu jeder Zeit bei sich geführt werden. Er muss bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Bei der Einreise muss man auch sein Rückflugticket bereit halten und unter Umständen vorzeigen. Kopien der Papiere sollte man ebenfalls vorsichtshalber mitnehmen.

Schutz gegen Malaria: Mückenspray und andere Insektenschutzmittel

Das auswärtige Amt führt zwar keine Impfvorschriften auf, rät jedoch zu Schutz vor Hepatitis A und B, Typhus, Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Polio, Mumps, Influenza, Masern und Röteln. Gegen Malaria oder Dengue-Fieber kann man sich nicht impfen lassen, sollte sich der Gefahr allerdings bewusst sein: Ein Mückenspray ist zu jeder Tages- und Nachtzeit für freie Körperstellen unabdingbar. Auch Desinfektionsmittel sollte spätestens dort gekauft werden.

Über 15 Millionen Thailandreisende verbringen jedes Jahr ihren Urlaub in Südostasien. Wer einen Pauschalurlaub in einer der Touristenhochburgen sucht, um sich von den Sorgen des Alltags erholen zu können, oder wer lieber auf eigene Faust das spannende Land erlebt – die individuellen Möglichkeiten sind in Thailand geradezu unerschöpflich.

Tansania: Traumstrände, Fünftausender und Wildsafaris

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Tansania, der im Jahre 1961 von der Mandatsmacht Großbritannien unabhängig gewordene Staat in Ostafrika, ist das fünftgrößte Land des afrikanischen Kontinents. Klima und Vegetation sind tropisch, der Staat liegt eingebunden zwischen Indischem Ozean, Vulkanen und hochalpinem Gelände. Auch der Kibo, der mit 5.895 Metern Höhe höchste Berg Afrikas, der dem Kilimandscharo-Massiv angehört, liegt auf dem Staatsgebiet Tansanias. Zudem hat das Land mehrere Nationalparks zu bieten, in denen exotische Tiere beobachtet werden können. Wir haben die lohnenswertesten Sehenswürdigkeiten und Ecken des Landes für Ihren Urlaub in Tansania hier vorgestellt.

Der Serengeti Nationalpark

Elefanten im Serengeti Nationalark in Tansania
Elefanten im Serengeti Nationalark, Bild: GTS Productions / shutterstock

Spätestens seit der Veröffentlichung, und dem im Jahre 1960 mit dem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichneten Film “Serengeti darf nicht sterben“, ist der Serengeti Nationalpark in Deutschland in aller Munde. Michael und Bernhard Grzimek, die den Film zwischen 1957 und 1959 auf Einladung der Nationalparkverwaltung drehten, stellen in dem Film die überaus spannende Tierwanderung im Nationalpark dar.

Die zieht auch heute noch Besucher aus aller Welt an, die sich das Spektakel, wenn unzählbare Gnus, mehr als 200.000 Zebras und über 300.000 Thomson-Gazellen durch den Nationalpark ziehen, nicht entgehen lassen möchten. Die Tierwanderung kann ganzjährig beobachtet werden, da die Herden im Jahresverlauf immer ein Stück weiter ziehen, nachdem sie sich ein bis zwei Monate an einer Stelle aufgehalten haben. Dabei werden staubige Savannen und wild bewachsenen Ebenen durchstreift, es gibt sagenhaft schöne Wildblumen und tropische Bäume zu bestaunen. Daneben werden geführte Pirschfahrten angeboten, auf denen sich Löwen, Giraffen und Elefantengruppen sowie Büffelherden angenähert wird. Wer einmal ein Löwenrudel beim Mittagessen beobachtet hat, wird dies sicherlich so schnell nicht wieder vergessen.

Trekking am Kilimandscharo

Trekking am Kilimandscharo
Trekking am Kilimandscharo, Bild: Natanael Ginting / shutterstock

Seit 1987 zählt das im Nordosten des Landes gelegene Kilimandscharo-Massiv zum Weltnaturerbe. 1973 wurde der Kilimandscharo Nationalpark gegründet. Der Kibo ist einer der relativ einfach zu besteigenden Fünftausender, da der Berg nur relativ wenige technische Schwierigkeiten vorhält.

Dennoch darf der Aufstieg nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da sich Trekker trotz allem vor der Höhenkrankheit in Acht nehmen sollten. Auf dem Weg zum Gipfel passiert man mehrere Vegetationsstufen, vom urwaldartigen Regenwald bis hin zu Firn- und Schneefeldern. Die Ausblicke in die umliegenden Ebenen sind einzigartig. In jedem Fall ist für den Aufstieg eine geführte Trekkingtour zu empfehlen, die die Besucher langsam, und über mehrere Etappen hinweg, an den Gipfel heranführt. Dabei gibt es Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden im Angebot. Wer nicht ganz so ambitioniert ist, kann auch nur Teilstrecken bewandern. Unterhalb der Baumgrenze, die auf etwa 3.500 Metern Höhe liegt, sind beispielweise herrliche Pflanzen wie Orchideen, Akazien, Zedern und Wacholder sowie Farne und Liane zu bewundern. Auch die Fauna am Kilimandscharo ist sehr vielfältig. Es ist durchaus möglich, dass Wanderer Affen, Leoparden, Zebras oder Büffeln begegnen.

Traumstrände und Kultur auf dem Sansibar-Archipel

Wer das Meer mehr liebt, als die Berge, fühlt sich auf den Inseln der Sansibar Inselgruppe wie im Paradies. Der Archipel liegt 30 Kilometer vor der Küste Tansanias im Indischen Ozean und lockt vor allem Taucher mit zauberhaften Korallenriffen. Viele Strände der Inselgruppe werden von Meeresschildkröten bevölkert, die dort ihre Brutstätten haben. Auch Tümmler- und Humpback-Delfine sind in der Gegend beheimatet und können auf Delfin-Safaris erlebt werden.

Und auch das Sightseeing kommt auf den Inseln nicht zu kurz. Auf der Hauptinsel Sansibar lockt die Inselhauptstadt Sansibar-Stadt mit Kolonialarchitektur. Sehenswert ist der Wohnpalast des ehemaligen Sultans der Insel, der heute als Museum dient. Das Arabische Fort, das in den Jahren 1698 bis 1701 erbaut wurde, dient mit seinem Amphitheater heute als kultureller Veranstaltungsort. Im Laufe der Zeit änderte das Arabische Fort immer wieder seine Bestimmung und wurde als Gefängnis, Marktplatz und einige Jahre sogar als Tennisplatz genutzt.

Lohnenswert sind zudem Besuche auf dem Central Market und in den Forodhani Gardens. Sind auf dem Central Market Fische, Gewürze und exotische Obst- und Gemüsesorten in ihrem Rohzustand zu bestaunen, gehen Besuchern beim Flanieren über die Forodhani Gardens oft die Augen über: denn hierbei handelt es sich um die Ausgehmeile Sansibars, wo in Gar- und Grillküchen exotische Speisen zubereitet werden. Sansibar trägt übrigens den Beinamen Gewürzinsel, und das kommt nicht von ungefähr. Die klimatischen Bedingungen lassen Vanille, Nelken oder Muskat bestens gedeihen. Allen Gewürzliebhabern sei deshalb eine Gewürztour zu den Anbauflächen der Aromaträger empfohlen.

Die Olduvai-Schlucht

Olduvai-Schlucht, Tansania
Olduvai-Schlucht, Bild: Yakov Oskanov / shutterstock

Archäologische interessierte Besucher sollten auf jeden Fall die Olduvai-Schlucht besuchen. Zusammen mit mit dem Afar-Dreieck in Äthiopien und einigen archäologischen Fundplätzen in der südafrikanischen Provinz Gauteng, gilt die Olduvai-Schlucht als Wiege der Menschheit. Hier, im Norden Tansanias, wurden zahlreiche pleistozäne Fossilien gefunden, die zu den frühen Verwandten des anatomisch modernen Menschen gehören. Außerdem ist die Schlucht Namensgeber für die Oldowankultur. Aus ihr entstammen die ältesten bekannten Steinzeitwerkzeuge der Menschheit. Die Schlucht hat eine Länge von etwa 50 Kilometern und ist 100 Meter tief. Sie kann heute durchwandert werden. Wer Glück hat trifft dabei auf Grabungsteams, die die Olduvai-Schlucht auch weiterhin erforschen.