Monaco
Blick auf Monaco, Bild: S-F / shutterstock

Mongolei – Eine Reise in eine ferne Welt

Selbstverständlich muss es nicht immer Kavier sein, doch in Monacos bester Gesellschaft gehört nun mal das Teure zum guten Ton. Wer sich allerdings als Urlauber nach Monte Carlo begibt, der fällt dort keineswegs aus der Rolle, wenn er sich auf einer Bank im pittoresken Japanischen Garten an einem Fischbrötchen labt. Dieses Fürstentum ist weit weniger versnobt als die meisten denken. Für manchen ist der Stadtstaat am Mittelmeer eher einer Operette entsprungen, andere sehen in Monaco ein illustres Refugium der guten Laune und zuweilen auch die des guten Geschmacks. Allerdings ist hier und da die alte Pracht verblasst und wohl auch in die Jahre gekommen. Doch geblieben ist ein bezahlbarer Luxus aus einer Welt zwischen Schein und Sein.

Monaco, Formel 1 Grand Prix
Das alljährliche Highlight der Formel 1-Saison: Der Grand Prix von Monaco, Bild: cristiano barni / shutterstock

Monaco leistet sich seit jeher die Staatsform einer konstitutionellen Monarchie. Bei allen wichtigen Entscheidungen des Miniatur-Staates entscheidet der Fürst höchstpersönlich. Gerade einmal 4.100 Meter misst die Küstenlinie und das gesamte Territorium ist lediglich zwei Quadratkilometer groß. Wer durch den Englischen Garten an der Isar in München bummelt, ist länger unterwegs als in Monte Carlo. Das kleine Fürstentum ist reich, schön und begehrt. Schließlich warten auf die etwa 32.000 Einwohner 41.000 Arbeitsplätze – das ist einsamer Weltrekord.

Der enge Parkraum an der Avenue Princesse Grace könnte dem blinkenden Who is Who der Automobilindustrie entsprungen sein, denn hier verirrt sich kaum einmal ein Mittelklassewagen zwischen den Porsches, Lamborghinis und Ferraris. Wer in einer der Bars am Yachthafen Platz nimmt, kann sich dort ein Tagesgericht für knapp zehn Euro bestellen, doch beim Blick auf die gestilten Boote kann es auch mal eine teure Languste sein. Die Liegebühren im Yachthafen belaufen sich pro Jahr und Schiff auf stolze 200.000 Euro.

Monaco bei Nacht, Bild: tichr / shutterstock

Gern würde sich Monaco durch Landaufschüttungen vergrößern, doch das Meer vor der Haustür ist bis zu siebzig Meter tief, was Kosten verursachen würde, die selbst im Fürstentum in keinem Verhältnis zum Ertrag stehen würden. Also bleibt man dort klein und eine Prise unbescheiden…

Das Einkommen von Fürst Albert wird auf gut hundert Millionen Euro geschätzt. Aber genaue Zahlen sind Staatsgeheimnis. Immerhin hält er auch die Aktienmehrheit an der Casinogesellschaft „Société des Bains de Mer“ und diverser Luxushotels. Wer als Urlauber Monte Carlo inspiziert, der sollte seinen Tag mit einer Tasse Kaffee auf der Terrasse des legendären Café de Paris beginnen. Hier gönnte sich schon Caruso ein Petit Noir und Frank Sinatra hatte dort einen Stammplatz.
Dies ist die Aura der High Society, die Spielwiese der Paparazzi, ein mondäner Zwergstaat. Aber auch ein besonders schönes und kontrastreiches Refugium am Mittelmeer. Wer dort seinen Geschäften nachgeht, reist häufig tagtäglich aus dem benachbarten Frankreich an, denn selbst bis Nizza ist es nicht sehr weit. Wer es sich leisten kann, schwebt allerdings mit dem Helikopter ein – zum Airport in Fontvieille. Von Monte Carlo sagt man, in diesem illustren Flecken würde jeder jeden kennen. Die meisten kennen auch den Fürsten, denn die Stadt ist eigentlich ein Dorf.

Etliche Touristen zieht es zu den fotogenen Marktständen auf der Place d’Armes und zur abendlichen Stunde ins Restaurant Texan, wo sich auch schon mal Fürst Alberts Schwester Stephanie blicken lässt. Auch wenn man dort nicht logiert, sollte man als Urlauber im Hotel Hermitage vorbei schauen und die Lobby unter der gläsernen Kuppel bewundern. Und wer im Casino im Saal der klappernden Automaten oder gar an den Roulette-Tischen sein Glück versucht, der muss zunächst das Knie des bronzenen Pferdes mit dem Sonnenkönig Ludwig am Eingang tätscheln. Dann, so sagt man, würde einem im Casino das Glück hold sein.

Monaco ist eine illustre Bühne der Eitelkeiten – aber auch einer der sonnigsten Plätze im Süden des Kontinents. Ein kleines Reich aus Eleganz und Extravaganz.

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Reiseinformationen Monaco

Hauptstadt Monaco
Staatsform Erbmonarchie
konstitutionelle Monarchie
Währung Euro (EUR)
Fläche ca. 2,02 km²
Bevölkerung ca. 38.400 (2015)
Sprachen Französisch
Stromnetz 127/220 Volt, 50 Hz
Telefonvorwahl +377
Zeitzone UTC+1 MEZ
UTC+2 MESZ (März bis Oktober)

Mediterranes Mittelmeer-Klima