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Dienstag, März 31, 2026
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Urlaub in Franken – Zwischen Kultur, Natur und Frankenwein

Der berühmte Frankenwein, herrliche Wandermöglichkeiten, historische Städte und Natur pur machen Franken zu einem facettenreichen Urlaubsziel in Deutschland. Städte wie Nürnberg oder Bamberg laden zum Städtetrip ein und die unterschiedlichen fränkischen Gebiete halten für jeden Geschmack die richtige Reiselandschaft bereit.

Franken für Städteliebhaber

Nürnberg

Nürnberg Altstadt
Die Nürnberger Altstadt, Bild: mitchFOTO / shutterstock

Für einen Städtetrip müssen es nicht immer die Riesenmetropolen sein! Urlauber, die viel Wert auf kulturelle, architektonische und kulinarische Angebote legen, sind in den fränkischen Städten gut aufgehoben. Nürnberg kommt einem beim Gedanken an Städte in Franken wohl als Erstes in den Sinn. Besonders die mittelalterliche Architektur der Altstadt mit der prächtigen Kaiserburg prägen das Stadtbild.

Die Stadt hat einen hervorragenden Ruf als Messestadt und ist durch ihren berühmten Nürnberger Christkindlmarkt sowie den schmackhaften Bratwürsten auch außerhalb Deutschlands in aller Munde. Letztere ließ sich schon Albrecht Dürer schmecken. Neben dem Besuch der vielen Museen lohnt sich auch ein Spaziergang durch den Tiergarten. In idyllischer Umgebung erleben die Besucher Seelöwen und Delfine in der Delfinlagune oder genießen die tropische Atmosphäre im Manatihaus.

Würzburg

In Würzburg wartet mit der Residenz ein UNESCO-Weltkulturerbe. Aber nicht nur das. Sie zählt zudem zu den bedeutendsten Schlössern in Europa. Eine Mischung aus Kultur, Architektur und Barock verleiht der alten Stadt am Main einen besonderen Zauber und Lebensfreude pur. Würzburger „Stein“ oder die Weinberge schaffen ein malerisches Bild, welches nicht nur Weinliebhaber anlockt.

Bamberg

Romantiker zieht es nach Bamberg. Hier schlendern Urlauber durch verwinkelte Gässchen vorbei an barocken und mittelalterlichen Fassaden oder bummeln durch kleine Fach- und Antiquitätengeschäfte in der Altstadt. Die berühmten Bamberger Symphoniker prägen die Kultur ebenso, wie eine Vielzahl an Kleinkunstbühnen oder das Schattentheater. In der traditionsreichen Bierstadt darf natürlich ein frisch gezapftes Bier nicht fehlen.

Eine weitere fränkische Stadt, die Städteliebhaber besuchen sollten, ist Bayreuth. Das Festspielhaus auf dem grünen Hügel gehört genauso zur internationalen Kulturstadt wie das Richard Wagner Museum oder das Markgräfliche Opernhaus.

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Beliebte Gebiete für einen Urlaub in Franken

Viele unterschiedliche Gebiete schaffen eine abwechslungsreiche Reiselandschaft für den Frankenurlaub. Weit oben auf der Beliebtheitsskala rangierst dabei die Fränkische Schweiz. Reiseschriftsteller aus dem 19. Jahrhundert verliehen dem Gebiet den heutigen Namen, da sie sich durch die Felsen, Täler und Berge an die Schweiz erinnert fühlten. Die Fränkische Schweiz ist eine der ältesten Urlaubsregionen in Deutschland und liegt zwischen Bayreuth, Bamberg und Nürnberg. Mehr als 30 Schlösser und mittelalterliche Burgen können hier entdeckt werden. Zudem warten ein großer Naturpark und mehr als 1000 Höhlen. Auch das Freizeitangebot ist hier vielseitig und umfasst unter anderem Ausflüge in Kletterparks, Themenwanderungen oder Kanutouren.

Sanfter Tourismus, Wald, sympathische Dörfer oder auch dunkel Moore zeichnen die Rhön aus. Das vulkanische Mittelgebirge der Rhön ist von einem weitläufigen Wandernetz durchzogen. So führen die Wege des „Dreiländereck“ (Thüringen, Hessen, Franken) hinauf auf den Kreuzberg oder ins „Schwarze Moor“. Einen fantastischen Ausblick haben Besucher von der Wasserkuppe aus. Hierbei handelt es sich um den höchsten Berg der Rhön.

Wasserkuppe
Die Wasserkuppe am frühen Morgen, Bild: Lapping Pictures / shutterstock

Das Fichtelgebirge ist das perfekte Urlaubsgebiet für Sportler. Es liegt im Nordosten Bayerns und erhebt sich auf bis zu 1000 Meter. In Deutschland zählt das Fichtelgebirge zu den schneereichsten Landschaften. Zur entsprechenden Jahreszeit herrschen beste Bedingungen für Langlauf, Schneeschuhwandern oder Skifahren. Aber auch außerhalb der Wintersaison gibt es zahlreiche Möglichkeiten für sportliche Betätigung. Eine Seilwindenstrecke führt im Zipline-Park am Südhang des Ochsenkopfes rasant ins Tal. Auf herrlichen Rad- und Wanderwegen lässt sich die Natur erkunden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Gesundheit und Wellness. In Bad Berneck beispielsweise steht das Thema Kneipp im Vordergrund und in Bad Alexandersbad können es sich Gäste im kleinsten bayrischen Heilbad gut gehen lassen.

Urlaubsgäste mit Vorliebe für Wasser sollten das Fränkische Seenland für einen Aufenthalt ins Auge fassen. Seine insgesamt sieben Seen machen es zum Mittelpunkt des fränkischen Wassersports und zu einem perfekten Urlaubsort für Familien. Hier wird gesegelt, gebadet, getaucht oder die Angel ausgeworfen. Am Großen Brombachsee sowie am Altmühlsee fahren zudem Ausflugsschiffe, mit denen die Landschaft vom Wasser aus genossen werden kann. Abseits des Wassers gibt es natürlich auch Wander- und Spaziermöglichkeiten.

Franken kulinarisch

Weinanbau in Franken
Der Weinanbau spielt eine wichtige Rolle in Franken, Bild: Gerhard Roethlinger / shutterstock

Nürnberger Bratwürste und Frankenwein sind nur zwei von vielen fränkischen Spezialitäten. Wer Gaumengenuss liebt, wird bei einem Urlaub in Franken nicht enttäuscht werden.
Für die berühmten Bratwürste gibt es bereits seit dem Mittelalter eine Verordnung, die für gleichbleibende Qualität sorgt. Die über Buchenholzscheiten gegrillten Rostbratwürste wurden 2003 in das Register der von der EU geschützten kulinarischen Spezialitäten aufgenommen.

Da Fleischgerichte in der fränkischen Küche einen großen Stellenwert haben, sind nicht nur die Würstchen eine Spezialität. Sehr bekannt ist zum Beispiel auch das Schäufele (Schulterblatt vom Schwein). Es wird im Ganzen mit Fettschwarte und Knochen im Ofen zubereitet. Serviert mit Kartoffelklößen, Bratensoße und Blaukraut ist es ein absoluter Gaumenschmaus.

Mindestens so beliebt wie die Nürnberger Rostbratwurst ist der fränkische Sauerbraten. Der über mehrere Tage marinierte und dann geschmorte Braten wird ebenfalls mit Klößen und Blaukraut angerichtet.

Franken ist bekannt für die Zucht von Saiblingen, Forellen und Karpfen. Diese fehlen ebenfalls auf keiner guten Speisekarte und kommen gebacken auf den Tisch.

Gegen eine deftige Brotzeit hat der Franke ebenfalls nichts einzuwenden. Zu so einer Mahlzeit gehören selbst gemachte Wurstspezialitäten, geräucherter Schinken, Brot sowie Gerupfter. Gerupfter ist dabei vergleichbar mit bayrischem Obazda.

Neben den deftigen Genüssen gibt es natürlich auch fränkische Süßspeisen zu genießen. Der Kissinger ist ein Hörnchen aus Butterplunderteig, welches mit gekochtem Zuckerguss überzogen wird und innen aus einer Marmeladen- oder Haselnussfüllung besteht. Das süße Teilchen stammt übrigens aus dem Landkreis Bad Kissingen.

Auch Obstsorten von Streuobstwiesen finden Verwendung in der süßen Küche. Aus ihnen entstehen Leckereien wie Apfelsenf oder Apfelbratwurst.

Beim bekannten Frankenwein handelt es sich zu etwa 80 % um Weißweine. Fränkische Weine weisen einen hohen Mineralstoffgehalt auf und schmecken besonders würzig. Als typischer Frankenwein gilt unter anderem der Silvaner.

Am Ende bleibt festzuhalten: Ein Urlaub in Franken ist sowohl landschaftlich und kulturell als auch kulinarisch eine gute Wahl.

Harz, Heide und „Meer“ – vielfältiges Urlaubsland Niedersachsen

Das flächenmäßig zweitgrößte deutsche Bundesland Niedersachsen besticht mit seiner Vielfalt. Zwischen den Gipfeln des Harzes und den Küsten Ostfrieslands finden sowohl sportlich Aktive als auch kulturell Interessierte ein passendes Umfeld. Die reizvolle Landschaft zwischen Elbe, Ems und Leine bietet alle Freizeitmöglichkeiten. Dazu kommen zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten: Vom malerischen Fachwerkstädtchen bis zur modernen „Autostadt“ lohnt jede davon einen Besuch.

In Niedersachsen „ganz oben“: Ostfriesland und seine Inseln

Strand Borkum, Niedersachsen
Entspannen am Strand von Borkum, Bild: WalterWeiss / shutterstock

Breite weiße Strände und immer eine frische Brise zeichnen die sieben Inseln Ostfrieslands aus. Aufgereiht wie Perlen liegen Borkum, Baltrum, Juist, Norderney, Wangerooge, Spiekeroog und Langeoog vor der Küste des Festlandes. Nicht nur Allergiker schätzen die klare, pollenfreie Luft und den Wind, der um die Nase weht. Auf geführten Wanderungen lässt sich die einmalige, streng geschützte Pflanzen- und Tierwelt des UNESCO-Welterbes Wattenmeer am besten erkunden. Gerade Familien erleben hier spezielle Urlaubsmomente. Das „Land hinter dem Deich“ nimmt die Besucher mit seinem maritimen Flair gefangen. Malerische Fischerorte und Hafenstädte wie Emden oder Cuxhaven vermitteln einen Hauch von Seefahrerromantik.

Für Genießer hält die Region einiges bereit. Fans von frischem Fisch kommen besonders auf ihre Kosten. Wer hier seine Ferien verlebt, darf keinesfalls auf die Teilnahme an der berühmten „Teezeremonie“ verzichten. Dieser Inbegriff ostfriesischer Gemütlichkeit und Gastfreundschaft steht seit dem Jahr 2016 auf der UNESCO-Liste der immateriellen Kulturgüter. Die nördlichste Region Niedersachsens ist nicht nur im Sommer ein attraktives Urlaubsziel.

Dunkle Moore und Idylle am Fluss – das Emsland

Papenburg, Niedersachsen
Papenburg, Bild: Sina Ettmer Photography

Romantische Kanäle mit hölzernen Klappbrücken und zahlreiche Schiffsnachbildungen – beinahe holländisch präsentiert sich Papenburg seinen Gästen. In der hier ansässigen Meyer Werft entstehen luxuriöse Kreuzfahrtschiffe, die später auf allen Weltmeeren Urlaubswünsche Wirklichkeit werden lassen. Das angeschlossene Besucherzentrum gibt interessante Einblick in Bau und Konstruktion künftiger „Traumschiffe“. Neben diesem technischen Highlight steht das Emsland für intakte Natur und grüne Weite. Radler wählen unter Strecken aller Schwierigkeitsgrade die für sie passende aus. Stille Wasserwege und Kanäle laden Kanufahrer ein. Geheimnisvolle Moore wollen ebenso entdeckt werden wie Hünengräber aus der Frühzeit des Menschen.

In der Küche des Emslandes mischen sich norddeutsche, westfälische und einige holländische Einflüsse. Als typische Spezialität gelten „Beschüte“, eine Art Zwieback in etlichen Variationen.

Schützenswerte Natur und „blühende“ Kulturlandschaft: die Lüneburger Heide

Lüneburger Heide, Niedersachsen
Die Lüneburger Heide, Bild: Thorsten Link / shutterstock

Die Lüneburger Heide gehört zu den ältesten der mehr als hundert Naturparks in Deutschland. Auf einem Areal von über 107.000 Hektar umfasst er die größte zusammenhängende Heidefläche Mitteleuropas. Heidschnucken, die einheimische Schafrasse, helfen als tierische „Landschaftsgärtner“ bei der Pflege und dem Erhalt des Gebietes. Von Anfang August bis in den September hinein bestimmen die kleinen violetten Blüten der Besenheide das Bild und machen einen Aufenthalt zum unvergesslichen Erlebnis. Einheimische und ihre Gäste genießen dieses Naturschauspiel auf dem Rad, zu Fuß oder während einer der beliebten Kutschfahrten.

Auch außerhalb der Heideblüte ist die Region eine Reise wert. Freizeitparks wie der bekannte Heide Park Soltau oder der farbenprächtige Weltvogelpark Walsrode warten auf kleine und große Besucher. Die historischen Städte Lüneburg oder Celle laden mit ihren malerischen Gassen, Geschäften sowie Cafés zum genussreichen Bummel. Heidschnuckenbraten oder Buchweizengerichte und andere kulinarische Spezialitäten dürfen nicht fehlen. Als Mitbringsel erinnert am heimischen Frühstückstisch beispielsweise der leckere Heidehonig an die erholsamen Tage.

Von tanzenden Hexen und dem „Dach Norddeutschlands“ – der magische Harz

Brocken, Harz
Der Brocken, Bild: K I Photography / shutterstock

Mit seiner Gebirgslandschaft stellt der Nationalpark Harz ein Paradies für Wanderer dar. In tiefen Wäldern, klaren Bächen und auf schroffen Felsen leben seltene Tier- sowie Pflanzenarten. Um den Brocken, mit 1.141 Metern der höchste Berg Norddeutschlands, ranken sich zahllose Mythen und Sagen. Der berühmte „Tanz der Hexen“ in der Walpurgisnacht ist nur eine davon. Durch die exponierte Lage zeigt sich sein Gipfel zu jeder Jahreszeit rau und windig. Diese klimatische Besonderheit ermöglicht dort ein Wachstum von Pflanzen, die es sonst nur in Skandinavien gibt. Der Brocken lässt sich erwandern oder mit dem Mountainbike „erfahren“.

Viele Besucher schätzen jedoch die populäre und bequeme Brockenbahn für den Aufstieg. Eine ganz neue Waldperspektive eröffnet der Baumwipfelpfad Bad Harzburg. Auf keinen Fall darf bei einem Urlaub im Harz eine Besichtigung des tausendjährigen Ortes Goslar fehlen. Reiche Geschichte und Kultur machen die Kaiserstadt zu einer Sehenswürdigkeit für alle Altersschichten. Der alte Kern mit seinen über 1.500 Fachwerkhäusern wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet. Historisch und technisch Interessierte besuchen hier gerne das Erzbergwerk Rammelsberg. Sie erhalten dort einen tiefen Einblick in die Bergbaugeschichte der Region. Der Genuss kommt im Harz nicht zu kurz. Vom „Harzer Roller“, einem Sauermilchkäse, über herzhafte Wurstspezialitäten bis hin zum berühmten „Schierker Feuerstein“, einem würzigen Kräuterlikör nach Geheimrezept, reicht die Palette.

Zwei wirtschaftliche Zentren: Wolfsburg und Hannover

Neue Rathaus, Hannover
Das “Neue Rathaus”, Bild: Mapics / shutterstock

Die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover erlangte vor allem als Messestadt internationale Bekanntheit und verfügt heute über das größte Ausstellungsgelände der Welt. Circa 60 Veranstaltungen von überregionaler Bedeutung finden hier alljährlich statt, unter anderem die Hannover Messe. In den letzten Jahren gewann die Stadt an der Leine touristisch an Profil. Ihre Parks, Kulturevents und Museen lassen sie zu einem aufstrebenden Reiseziel werden. Ausgedehnte Grün- und Freiflächen schaffen eine entspannte Atmosphäre.

Ein lohnendes Ausflugsziel stellt das Steinhuder Meer, der größte See Niedersachsens, dar. Dieses Gewässer liegt etwa 30 Kilometer nordwestlich der Stadt und bietet viel Erholung für Wassersportler und Radfahrer.

Seit dem Jahr 2000 besitzt Niedersachsen mit der „Autostadt“ Wolfsburg einen Freizeitpark der besonderen Art. Zwischen Innenstadt und Volkswagenwerk liegt am Mittellandkanal ein 28 Hektar großes Gelände, das gleichzeitig als Ausstellungsraum, Abholzentrum für Neuwagen und Eventarena fungiert. Hier gibt es ein Luxushotel, über ein Dutzend Restaurants und zahlreiche Veranstaltungen rund um das Jahr. Nicht nur für Käufer von neuen Autos wird ein Rundgang über dieses Areal zum Erlebnis.

Niedersachsen – Reiseziel zu jeder Jahreszeit

Das Reiseland Niedersachsen lebt von seinen Gegensätzen und der Vielfalt. Erholsamer Badeurlaub in Ostfriesland, Radeln in der Lüneburger Heide und Wandertouren im Harz lassen keine Langeweile aufkommen. Verschiedene Freizeitparks und Museen wollen gerade an Regentagen entdeckt werden. Die sehenswerten Städte tragen einen beträchtlichen Teil zur Attraktivität der Region bei. Vom maritimen Wilhelmshaven über die „märchenhafte“ Rattenfängerstadt Hameln bis zur altehrwürdigen Universitätsstadt Göttingen besitzt jede ihren eigenen Zauber. So abwechslungsreich wie Landschaft und Orte präsentieren sich Kultur sowie Kulinarik in diesem Bundesland zwischen dem hohen Norden und der Mitte Deutschland

Die bulgarische Schwarzmeerküste – Badespaß für Groß und Klein

Die Schwarzmeerküste Bulgariens ist das touristische Zentrum des Landes. Jährlich strömen Millionen von Besuchern aus allen Teilen Europas hierher, um die Sonne, die Strände und die bulgarische Gastfreundlichkeit zu erleben. Das Schwarze Meer eignet sich hervorragend zum Baden und gilt als eines der saubersten Meere der Welt. Zudem ist der Salzgehalt des Wassers vergleichsweise niedrig. Dies, in Verbindung mit dem mediterranem Klima und einer Vielzahl an feinsandigen Stränden, entwickelten Urlaubszentren und verträumten Badebuchten, macht die bulgarische Schwarzmeerküste zu einem beliebten Reiseziel für Groß und Klein.

Von Deutschland aus ist die häufigste Art der Anreise per Flugzeug zu einem der beiden Flughäfen an der Schwarzmeerküste, Burgas oder Varna. Direktflüge gibt es von den meisten deutschen Verkehrsflughäfen und die Flugzeit beträgt in der Regel etwa zwei bis zweieinhalb Stunden. Die Amtssprache ist Bulgarisch, doch fast überall wird sehr gut Englisch und häufig sogar Deutsch gesprochen.

Die Highlights der bulgarischen Schwarzmeerküste

Goldstrand – die Partymetropole des Schwarzen Meeres

Goldtrand, Schwarzmeerküste
Der Goldstrand an der bulgarischen Schwarzmeerküste, Bild: Alina G / shutterstock

Die Partyhochburg Goldstrand ist einer der bekanntesten Urlaubsorte an der bulgarischen Schwarzmeerküste und wird häufig auch als „Ballermann des Ostens“ beschrieben. Der Goldstrand verfügt über eine Fläche von über 1800 Hektar und ist damit der größte Badeort an der nördlichen bulgarischen Schwarzmeerküste. Der Strand selbst hat eine Länge von über 3 Kilometern und erreicht stellenweise eine Breite von über 100 Metern. Der Goldstrand erlangte jedoch nicht nur wegen seines traumhaften Strandes seinen Ruf, sondern vor allem wegen dem reichhaltigen Angebot an Bars, Clubs und Diskotheken, die Besucher hier vorfinden. Das Nachtleben ist intensiv und erstreckt sich fast jede Nacht bis in die frühen Morgenstunden. Auch jede erdenkliche Art von Wassersport sowie unzählige Freizeitaktivitäten werden hier angeboten. Dennoch verfügt der Goldstrand auch noch über einige ruhig und teilweise unentdeckte Ecken und Buchten. Die Wassertemperatur erreicht im Sommer hier bis zu 26 Grad und fällt ganzjährig selten unter 20 Grad.

Konstantin und Elena (Sweti Konstantin) – heilende Erholung am Meer

Nur etwa 10 Kilometer nordöstlich von Varna entfernt befindet sich mit Konstantin und Elena das älteste Seebad Bulgariens. Die ersten Anlagen für Besucher entstanden hier bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Es ist kein Zufall, dass gerade dieser Ort so früh zum Magnet für Besucher wurde, denn Konstantin und Elena empfängt seine Gäste mit einer magischen Kombination aus sonnigen Sandstränden, tiefblauen Meereswellen, heilenden Mineralquellen und erholender Gebirgsluft. Unweit der Hotelanlagen kann zudem das Kloster besucht werden, dass diesem Ort seinen Namen gab. In Konstantin und Elena gibt es zahlreiche Hotels, Bars und Restaurants sowie eine Vielzahl von Freizeitaktivitäten wie Schifffahrten und Jeepsafaris.

Nessebar – der liebste Erholungsort der Bulgaren

Blick auf Nessebar, Schwarzmeerküste
Blick auf Nessebar, Bild: Michael Dechev / shutterstock

Der denkmalgeschützte Ort Nessebar gilt als Liebling der Einheimischen an der bulgarischen Schwarzmeerküste und auch ausländische Besucher verlieben sich immer mehr in dieses malerische Städtchen. Nessebar ist der Küste vorgelagert und nur über eine schmale Landzunge mit dem Festland verbunden. Die Stadt empfängt ihre Besucher mit einer Vielzahl von schmalen und verwinkelten Gassen, in denen es unzählige Geschäfte, Cafés, Bars und Restaurants zu entdecken gibt. Die Gassen sind mit altem Kopfstein gepflastert und die alten Fischerhäuschen aus Kalkstein und Holz verleihen dem Ort seinen ganz besonderen Charme. Der Strand von Nessebar verfügt über feinsten Sand und ist deswegen bei Badeurlaubern besonders beliebt, er gilt als einer der schönsten Strände der gesamten bulgarischen Schwarzmeerküste.

Albena – attraktiver Badeort für Familien

Albena, bulgarische Schwarzmeerküste
Weitläufiger Strand in Albena, Bild: Michael Dechev / shutterstock

Das Seebad Albena gehört zu den jüngeren Badeorten an der bulgarischen Schwarzmeerküste. Erst ab den 1960er Jahren hielten hier die ersten Hotels Einzug, doch seitdem hat sich der Ort vor allem für Besucher auf der Suche nach Ruhe und Erholung sowie für Familien mit Kindern zu einem Liebling avanciert. Heute ist Albena einer der größten Urlaubsorte an der bulgarischen Schwarzmeerküste. Der Strand von Albena ist etwa fünf Kilometer lang und fällt an den meisten Stellen sehr flach ins Meer ab, sodass auch Kinder hier sicher und komfortabel baden, spielen und schwimmen können. Albena liegt am Fluss Baltova, dessen Ufer von reichen Wäldern geziert sind und einen großartigen Ort für schattige Spaziergänge bieten. Natürlich kommt auch in Albena die touristische Infrastruktur nicht zu kurz und so gibt es auch hier zahllose Geschäfte, Bars und Restaurants, die sowohl lokale als auch intentionale Küche servieren.

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Sonnenstrand – der berühmte Badeort

Ein weiterer international bekannter Badeort an der bulgarischen Schwarzmeerküste ist der Sonnenstrand. Hier ist der Name Programm und der Ort empfängt seine Besucher mit einer weitläufigen Bucht, die von einem feinen und gepflegten Sandstrand umschlossen wird. Der Strand hat eine Länge von fast 7 Kilometern und bietet von vielen Stellen aus einen wundervollen Blick auf die denkmalgeschützte Stadt Nessebar. Im Süden des Sonnenstrandes befinden sich die berühmten Sanddünen, die Teil des UNESCO Welterbes sind. Sonnenstrand gehört zu den ältesten bulgarischen Badeorten, durfte sich aber in den vergangenen Jahren einer großen Welle von Modernisierungen und Verbesserungen unterziehen, sodass er heute ein attraktiver und freundlicher Ort zum Erholen, Baden und Entdecken ist.

Sozopol – vom Fischerdorf zum Besuchermagnet

Sozopol, Schwarzmeerküste Bulgarien
Sozopol, Bild: Marynka Mandarinka / shutterstock

Ähnlich wie die denkmalgeschützte Stadt Nessebar liegt auch der Ort Sozopol der Küste vorgelagert auf einer felsigen Halbinsel. Die idyllische Lage zusammen mit den fotogenen Fischerhäuschen haben Sozopol zu einem zunehmend beliebteren Ausflugsort gemacht, der vor allem Künstler, Fotografen und Besucher auf der Suche nach Kultur und Authentizität, anzieht. Sozopol hat es trotz den steigenden Besucherzahlen geschafft, sein ursprüngliches Flair beizubehalten und gibt seinen Gästen so die Chance, ein Stück bulgarischen Lebensgefühl mitzunehmen. In Sozopol gibt es darüber hinaus zwei Strände, die sehr flach ins Meer abfallen und hervorragend zum Baden geeignet sind.

Varna – Großstadt an der Küste

Varna ist das Zentrum der nördlichen bulgarischen Schwarzmeerküste und Heimat von knapp 500.000 Menschen. Zugleich gilt Varna als die teuerste Stadt Bulgariens. Ursprünglich war Varna eine Hafen- und Fischerstadt, heute ist sie jedoch zu einem vibrierenden Zentrum von Kunst, Kultur und Bildung geworden. Für Besucher sind vor allem der bildschöne Meeresgarten, die prächtige Altstadt und das Delfinarium interessant. Auch der Strand gilt als Geheimtipp – hier finden sich vor allem die Einheimischen ein, während die Touristen üblicherweise die Strände der etwas weiter abseits gelegenen Badeorte aufsuchen.

Tradition und Moderne: Japans lebendige Spiele-Kultur verzaubert Urlauber

Japan und seine Hauptstadt Tokio sind Orte mit einer weit zurück reichenden Kultur und jeder Menge Traditionen. Auch Spiele sind dabei besonders wichtig. Die rund 126,8 Millionen Einwohner des Staates tun kaum etwas lieber, als mit elektronischen und nicht-elektronischen Spielen zu entspannen. Insbesondere ab der Meiji-Zeit, die bis 1919 dauerte, öffnete Japan sich für interkulturelle Einflüsse, was sich auch in der Unterhaltungs- und Reisekultur niederschlug. Wie aus Shogi Pachinko wurde und aus Pachinko Arcade-Hallen und warum Urlauber genau von diesen so fasziniert sind.

Lange Geschichte

Das Land der aufgehenden Sonne verfügte schon vor über 1.000 Jahren über eine reiche Unterhaltungskultur. Shogi beispielsweise ist eines der traditionellen japanischen Spiele, das im 8. Jahrhundert aus China importiert wurde, und wird zur selben Familie wie das westliche Schachspiel gezählt. Mit etwa achthundert Spielfiguren in der „ultimativen“ Form gehört es zu den komplexesten Spielen überhaupt. Go, ein Strategiespiel für zwei Spieler, hat eine ebenso lange Geschichte, wie auch Sugoroku (übersetzt „Ein Paar Sechser“), ein japanisches Würfelspiel. Spiele wurden dabei nicht nur am Hof gespielt, sondern auch in der breiten Bevölkerung. Durch die geografische Lage Japans als Inselstaat war der Einfluss anderer Länder auf die Kultur relativ begrenzt. Lediglich aus China wurden viele kulturelle Sitten sowie Spiele übernommen. Kein Wunder also, dass auch China stets Touristen anlockt.

Die Öffnung zum Westen

Doch ab Mitte des 19ten Jahrhunderts öffnete sich Japan im Zuge der Meiji-Restaurierung für westliche Einflüsse, wie Monsieur-Becker schreibt. Die Kombination von Tradition und Moderne, die aus dieser Öffnung entstand, ist noch heute bezeichnend für das Land der aufgehenden Sonne: In Japan leben brandmoderne Einflüsse neben jahrtausendealter Kultur, ohne dass die Einwohner sich an diesen Gegensätzen stören würden. Dies ist wichtig, um den Einfluss von Technologie auf die japanische Unterhaltungsindustrie zu verstehen. Auch Hanafuda wurde von diesen Einflüssen erfasst. Hanafuda sind japanische Spielkarten, der Name kann mit „Blumen-Karten“ übersetzt werden.

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Pachinko-Boom

Ab dem 20ten Jahrhundert waren es dann Pachinko-Spiele, welche die japanische Spielszene dominierten. Die ersten Pachinko Maschinen wurden bereits in den 1920er Jahren gebaut und waren vor allem in Tokio und anderen großen Städten sehr populär. Pachinko ist eine Mischung aus Geldspielautomat und Arcade-Automaten. Die Spieler kaufen kleine Metallkugeln, füllen diese in die Maschine und können dann mit einem Hebel bestimmen, wie schnell diese auf das Spielfeld befördert werden. Ziel ist es, die Kugeln durch ein Labyrinth in Speziallöcher zu befördern, um Gewinne abzustauben. Über die Jahrzehnte wurden die Maschinen immer komplexer und technischer und es bildete sich ab den 1980er Jahren eine Arcade-Kultur um Pachinko heraus. Im Jahr 1994 wurde der japanische Pachinko-Markt auf einen Wert von etwa 300 Milliarden Dollar geschätzt. Besonders Touristen sind von den lauten und bunt leuchtenden Pachinko-Hallen fasziniert. Fast in jedem Distrikt von Tokio stehen heutzutage die beliebten Spielhallen, oft sogar nicht weit von ruhigen Tempeln oder Parks entfernt. Diese Gegensätze zählen meist zu den Gründen, warum Städte wie Tokio oder Kyoto bei Reisenden so beliebt sind.

Tradition und Moderne bei elektronischen Spielen

Schließlich war es erneut die Kombination aus Tradition (Pachinko) und Moderne (elektronische Spiele), welche die japanische Spielkultur zu neuem Leben erblühen ließ: Etwa ab 1980 herum, florierten japanische Arcade-Spiele. Ob Pac-Man, Donkey Kong oder Mario Brothers: Sie alle hatten ihren Ursprung in den Arcade-Hallen, wo sie die Kunden in Scharen an die Automaten lockten, um Yen-Münzen einzuwerfen. Und diesmal war die Popularität der japanischen Spiele nicht mehr nur auf Ostasien beschränkt: Firmen wie Namco, Nintendo, beispielsweise mit der aktuellen Konsole Nintendo Switch, die es auf Amazon zu kaufen gibt, und später Sony, exportierten ihre Videospiele in den Westen und nahmen einen immer größeren Einfluss auch auf die dortige Kultur. Als

Und das sieht man inzwischen an jeder Ecke und in vielen Bereichen: Westliche Arcade-Hallen, die es auch bei uns noch vereinzelt gibt, sind zum Beispiel stark von ihren japanischen Pendants inspiriert. Wer heute Arcade-Spiele spielt, der vergnügt sich mit großer Sicherheit mit einem Produkt aus Japan. Ob Spiele von Nintendo, Namco oder Sega: Spielhallen sind auch bei uns sehr japanisch. Das Prinzip des Arcade-Gamings, nämlich das Bieten leicht zu erlernender Spiele, welche die Nutzer immer wieder erneut spielen möchten, um besser zu werden und Spaß zu haben, ist zudem eine der Grundlagen des heutigen Videospielmarktes geworden – und zwar in aller Welt. Videospiele erzielen in Deutschland inzwischen einen Umsatz von 1,08 Milliarden EURO jährlich, wie Statista schreibt. Auch ein weiterer Bereich ist eng mit den japanischen Arcade-Hallen verwandt: Online Casinos, die in Deutschland inzwischen jährlich mehr als eine Milliarde Euro Umsatz erzielen, haben das Spielprinzip der Arcade bereits auf Games wie Poker und Roulette übertragen. Eine kurze Spielrunde zwischendurch, dazu eine große Auswahl an Automaten und eine moderne Aufmachung. Wie vielfältig das Angebot aufgrund der hohen Nachfrage ist, kann man bei Anbietern wie Betway Online Casino gut erkennen. Und zuletzt waren es auch zum Großteil die japanischen Videospiele und Arcade-Hits, die einer ganzen Reihe anderer östlicher Einflüsse in Europa den Weg bereitet haben: Manga und Anime zum Beispiel sind so in Deutschland bekannt geworden.

Lebendige Arcade-Kultur für Touristen

Japan Spiele
Bild: Alexander Vow / shutterstock

Während es im Westen heute kaum noch Arcade-Hallen gibt, ist die Arcade in Japan so lebendig wie eh und je. Wer in Japan die reiche Spiele-Kultur als Urlauber bestaunen möchte, besucht am besten Tokios Stadtbezirk Akihabara: Das Viertel ist voll von Arcade-Hallen, Pachinko-Hallen und anderen elektronischen und nicht-elektronischen Unterhaltungsmöglichkeiten, wie Wanderweib schreibt. Die insgesamt rund 13,92 Millionen Einwohner fassende Mega-Stadt hat aber auch in anderen Vierteln viel zu bieten. Sie kann problemlos mit dem Zug erreicht werden. Und auch Kyoto, Firmensitz des Traditionsunternehmens Nintendo und kulturelles Zentrum Japans, bietet von Go über Pachinko bis zu Spielautomaten eine große Auswahl.

Fazit

Japans Spielkultur ist weitläufig, in Tradition verwurzelt und gleichzeitig modern – das fasziniert auch Urlauber. Von aus China importierten Spielen wie Shogi, über Hanafuda Karten und Pachinko bis hin zu modernen Arcade-Hallen und Videospielen war es ein langer Weg. Stets beeindruckend ist dabei, wie Japan seine eigene Identität bewahren konnte, ohne sich vor den Einflüssen aus dem Ausland zu verschließen. Besonders die schrillen Farben, bunten Lichter und lauten Geld- und Soundgeräusche der japanischen Arcade-Hallen ziehen jährlich eine Vielzahl von Touristen an. Unser Tipp für Spielfans lautet dabei: Akihabara.

 

Mountain Moments – Bergmomente erleben

Ein Bergbuch zum Träumen mit den schönsten Fotospots und Wanderungen in den Alpen – Von Neuschwanstein bis zum Bleder See in Slowenien. Im neuen Mountain Moments-Buch vom aus Innsbruck stammenden Bestseller-Autor, Fotografen und Bergliebhaber Marius Schwager bekommt der Leser 30 verschiedene Routen optisch und inhaltlich ansprechend aufbereitet präsentiert.

Optische Foto-Leckerbissen werden kombiniert mit den wichtigsten Informationen zur Tour sowie einer Einstufung der Schwierigkeit der Route in 5 Stufen.

Doch das Buch leistet noch viel mehr. So bekommt man Tipps zum Fotografieren und wichtige Informationen zum Wandern in den Alpen.

Wir freuen uns, dass uns der Herausgeber Marius Schwager kurz vor der nächsten Reise in die Dolomiten für ein Interview zur Verfügung stand.

Lieber Marius, wenn man Dein Buch erstmals in der Hand hält, fällt direkt auf dass großer Wert auf Ästhetik gelegt worden ist. Die Schönheit der Bilder harmoniert mit dem übersichtlichem Layout, passenden Zitaten und eindeutigen Icons. Möchtest Du uns ein wenig über die Entwicklung des Buches erzählen? Wie geht man ein solches Projekt an? Legt man erst die Touren fest und trifft sich dann mit den Art Directoren oder konzipiert man vorab und sucht dann das „Passende“ heraus?

Vielen Dank für das Kompliment, da werden sich die Grafiker/Designer auch freuen. Das war nicht mein erstes Buch, allerdings das erste ohne externen Verlag. Das Design beziehungsweise die Freiheit bei der Gestaltung war auch der Hauptgrund für ein eigenes Projekt. Die bestehenden Verlage haben oft feststehende Konzepte und entsprechend gering sind die Gestaltungsmöglichkeiten. Ein anderes Papier, neues Konzept, oder ungewöhnliche Grösse sind fast nie umsetzbar so.

Für ein eigenes Buch benötigt man natürlich eine Grundidee von den Abläufen und auch das nötige Kapital um den Druck vorzufinanzieren. Risikobereitschaft die Ungewissheit selbst auf sich zu nehmen und Offenheit bei auftretenden Problemen dürften wohl die größten Hindernisse sein.

Mountain Moments Buch
Die Touren sind ästhetisch anspruchsvoll und interessant aufbereitet, Bild: Marius Schager / Mountain Moments

Zeitlich hat sich das Ganze über rund 2 Jahre gezogen. Zuerst haben wir, Mathias und ich, die Idee entwickelt und dann verschiedene Konzepte durchgespielt und etwas getestet, Meinungen eingeholt und natürlich noch einige Touren recherchiert.

Danach habe ich dann gleichzeitig eine Designerin und einen Kartografen gesucht, die auch etwas risikobereit waren – und die habe ich glücklicherweise in Leon, Lacy und Conny gefunden. Den Mitarbeitern habe ich dabei weitgehend vertraut, sie „einfach machen lassen“, und habe versucht im Team jeweils kritisch hinterfragen zu lassen. Das ist etwas Aufwand, es lohnt sich aber, da man so einige Punkte neu denken kann und vielleicht neue Lösungen findet. Unsere Wanderkarten beispielsweise schaffen so den Spagat zwischen kartografisch korrekt, und fügen sich gleichzeitig harmonisch in das Konzept ein. Und wir können die Touren auch zum Download anbieten, damit man das Buch zuhause lassen kann, und doch alle Infos auf dem Smartphone dabei hat.

Im Vorwort erwähnst Du, dass bei der Auswahl der Spots und Wanderungen für das Buch nicht nur der Faktor „Schönheit“ eine Rolle gespielt hat, sondern auch die Popularität des entsprechenden Ortes. Inwiefern ist der „Insta-Tourismus“ aus Deiner Sicht in den Alpen angekommen?

Der Insta Tourismus ist definitiv in den Alpen angekommen. Wer ein Bild online sieht, hat den Ort direkt via GPS-Koordinaten in 2 Klicks oder über eine Bildersuche vor seiner Nase. Man muss nur dem Pfeil seines Navigationssystems hinterherfahren und -gehen und kommt so an jeden beliebigen Ort. Das ist im Grunde genommen noch kein Problem, nur wenn Orte nicht für Besuchermassen gemacht sind bzw. vorbereitet. In den Alpen regelt sich einiges über die Schwierigkeit der Orte dort hinzugelangen. Einige Orte dagegen sind bereits seit über 100 Jahren Touristenmagnete und haben bereits Regelungen gefunden, die vor Ort funktionieren. Beispielsweise das nur per Zug erreichbare Zermatt, Autoverbote am Lago di Braies und der Seiser Alm, oder eben eine gewisse begrenzte Anzahl an Busverbindungen und Autoparkplätzen allgemein.

Viele Orte, die ich kenne, und die wunderschön sind, würden einer schnellen Entwicklung, wie sie heute möglich ist, evtl. nicht standhalten oder es würde zu größeren Probleme für die Anwohner kommen. Diese sind absichtlich nicht im Buch. Die Tour am Schrecksee war z.B. so ein Grenzfall. Einerseits wunderschön und schon recht bekannt, andererseits ist es ein sehr fragiles Ökosystem. In dem Fall habe ich mich für die Tour entscheiden, da es recht weit dorthin ist, und der Parkplatz am Ausgangsort beschränkt den Zugang damit logischerweise.

Generell habe ich einige Spots aufgrund ihrer Beliebtheit ausgewählt, dazu aber noch eine spannende Variantenwanderung genommen, die nicht nur den „Insta-Spot“ abdeckt, sondern eben auch den Kontakt mit der Natur zulässt. Beispielsweise am Schloss Neuschwanstein. Wer die Runde geht, wird teils im Touristentrubel stecken, die meiste Zeit jedoch der langen Wanderung wird man nicht sonderlich viele Menschen treffen.

Bei Euren Workshops legt ihr großen Wert auf Nachhaltigkeit und Rücksichtnahme gegenüber den Tieren und der Natur. Auch im Buch geht ihr ausführlich auf das Thema ein. (Wie) hat sich aus Deiner Sicht in den letzten Jahren das Verhalten der Touristen in den Bergen verändert und welche Maßnahmen müssten ergriffen werden, um die Umwelt zu schützen?

Die meisten Menschen in unserer Gesellschaft haben ein immer schneller werdendes Leben und wollen schnelle Lösungen. Gleichzeitig kommt eine Art Sehnsucht nach Natur und einfachem Leben und Entschleunigung als Kontrast dazu auf und zeigt sich z.B. in der grösseren Beliebtheit des Themas wandern und auch fotografieren. Beides sind sehr langsame Tätigkeiten, die großen Wert auf das Naturerlebnisse setzen.

Die allermeisten Menschen zerstören nicht bewusst die Natur, sondern denken einfach nicht grossartig darüber nach, was ihr Verhalten bewirkt.

Ich denke, es kann viel mit besserer Aufklärung erreicht werden. Dass man nicht mit Sonnencreme eingeschmiert in einen Bergsee springen sollte, da man damit ein Ökosystem eventuell schnell zerstört, weiß nicht jeder Stadtmensch und auch nicht jeder Einheimische. Meiner Meinung nach würde man mit mehr Aufklärung – z.B. in Form von kleinen Hinweisschildern oder Software-Lösungen sehr viel Positives erreichen. Und besonders für den Bergsport wären bessere Öffentliche Verkehrsmittel und eine einfachere Buchung und Planung essentiell. Derzeit muss man fast immer mit dem eigenen Auto anreisen, da gibt es meiner Meinung nach großes Verbesserungspotential.

Wenn ich als junge Familie mit zwei kleinen Kindern zum wandern in die Alpen reisen möchte. Welche Wanderung aus Deinem Buch würdest Du uns empfehlen?

Das kommt darauf an. Anfänger, Erwachsene wie auch Kinder, sollten sich an die einfachen Touren halten. Wenn die Kids fit sind und sie selbstständig Entscheidungen mit Risiko (z.B. Absturzgefahr) treffen können, können sie auch gleich an die schwierigeren Wanderungen herangehen.

Gibt es einen Wunschort in den Alpen den Du bislang noch nicht erkunden durftest?

Diesen Sommer möchte ich in die Slowenischen Alpen gehen, dort war ich bisher noch nicht wirklich aktiv. Ebenso das andere Ende der Alpen zwischen Briancon und Turin.

Kommt für Dich als Alpinist eigentlich auch ein Urlaub in südlicheren Gefilden infrage? Oder anders gefragt: Ist ein weißer Strand auf den Seychellen für Dich ein reizvolles Motiv?

Ein bisschen Entspannung schadet selten, finde ich. Nach meist 2-3 Tagen Entspannen wird mir dann aber schnell langweilig, und ich möchte etwas entdecken oder ausprobieren oder Sport treiben. Seychellen, ja gerne, aber dann bitte mit Tauchen, Schnorcheln, Surfen oder Strandläufen. Fotografisch halte ich mich aber lieber in den Bergen auf oder zur Abwechslung an etwas reportagiges mit Menschen.

Du wohnst in Innsbruck. Wie sieht für Dich der perfekte Tag in Tirols Hauptstadt aus?

Der perfekte Tag ist für mich ein Frühlingstag. Er fängt sehr früh mit einem italienischen Kaffee und gesunden Frühstück an. Es geht dann zügig zur ersten Seilbahn morgens und 8 Uhr. Die ersten Spuren werden bei schwindender Restbewölkung und den ersten Sonnenstrahlen in den frischen Tiefschnee gezogen. Danach noch ein kleiner Aufstieg zu einer weiteren unberührten Abfahrt.

Mittags werden die Ski gegen das Mountainbike getauscht. Die letzten Höhenmeter werden zu Fuss auf einen Gipfel gegangen, der Sonnenuntergang genossen und natürlich fotografiert. Mit dem Mountainbike geht es dann wieder im Scheinwerferlicht der Stirnlampe zügig ins Tal und der Tag endet damit, dass man bei einem Glas Wein die Bilder des Tages revuepassieren lässt.

 

Zum Herausgeber

Marius Schwager
Marius Schwager, Bild: Mountain Moments

Marius Schwager ist Sozialwissenschaftler und Ökonom. Wenn er nicht gerade Foto-Workshops leitet, ist er meist auf Entdeckungsreisen in den Alpen unterwegs und versucht stimmungsvolle, natürliche Bilder und die Geschichten dahinter einzufangen. Die Abenteuer finden ihren Weg in Bestsellerbücher, Magazine und zu internationalen Kunden aus der Outdoorbranche. Am liebsten teilt er Erlebnisse mit Gleichgesinnten und Lernwilligen.

Zu Mountain Moments

Mountain Moments ist ein Portal für Fotografie und Bergerlebnisse. Auf www.mountainmoments.de finden Bergenthusiasten viele hilfreiche Informationen zum Bergsport und der Bergfotografie. In Workshops, Seminaren und Reisen lernen Naturinteressierte alles Wissenswerte zur Fotografie und erleben einzigartige Abenteuer in den Bergen. Das Ziel von Mountain Moments ist den Alpenfreunden auf der ganzen Welt die Schönheit der Berge und Natur näherzubringen. Achtsames und nachhaltiges Verhalten sind das Mittel der Wahl, um die Freude an der Natur zu steigern und sie damit gleichzeitig zu schützen und zu erhalten. Das neue Buch „Mountain Moments – Die schönsten Fotospots und Wanderungen der Alpen“ ist das neueste Medium dieses Projektes.

 

Informationen

Mountain Moments: Die schönsten Fotospots und Wanderungen in den Alpen

Hrsg.: Marius Schwager
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-948723-00-2
194 Seiten, 122 Farbfotos, 30 topografische Wanderkarten, 30 Wanderungen, 95 Fotospots, Übersichtskarte, vollständige Toureninformationen, GPS-Koordinaten (online)
Format 18*23 cm
Bildbandqualität

Preis: 26,99 Euro (D)

Erhältlich unter www.mountainmoments.de

Direktlink: www.mountainmoments.de/alpen-die-schoensten-fotospots-wanderungen/

Jamaikas Sehenswürdigkeiten entdecken

Die Insel Jamaika hat für den typischen Urlauber wohl einen eher amüsanten Ruf. In den meisten Fällen sind die ersten Dinge, die einfallen mit Bob Marley verbunden, mit Raggae-Musik, typisch karibischen Essen und nicht zuletzt dem einen oder anderen berauschenden Mittel. Und während die Jamaikaner tatsächlich ein ganz eigenes Volk sind, das im besonderen Maße den Sinnesfreuden erlegen ist, hat die Insel selbst eine lange Vergangenheit. Über Jahrhunderte spielten die Kolonialmächte hier eine wichtige Rolle und auch die Urvölker der Insel haben bis heute ihre Spuren hinterlassen.

Jamaika ist, wie die meisten Inseln in dieser Region, eine Insel der Kontraste. Die Städte und die Menschen zeugen das besondere Bild der Jamaikaner. Aber schon wenige Minuten aus der Stadt heraus und man kann sich in beeindruckenden Wäldern oder an wunderschönen Stränden wiederfinden. Die Insel ist bis heute eng mit der Natur verbunden und trotz touristischer Entwicklung ist noch viel der ursprünglichen Naturschätze erhalten geblieben. Neben den Stränden, die auch Paradiese für Taucher und Surfer sind und den weiten ursprünglichen Wäldern der Insel, hat man also ein wunderbares Zusammenspiel aus moderner Zivilisation und ursprünglicher Karibik.

Die Geschichte Jamaikas an jeder Straßenecke entdecken

Jamaika ist im direkten Vergleich eine beinahe junge Insel. Erst im siebten Jahrhundert sollten sich hier die ersten ursprünglichen Siedler angesiedelt haben. Nach der “Entdeckung” durch die Spanier und Jahren des Kampfes waren es schließlich die Briten, die die Insel übernahmen und mit dem Aufbau von staatlichen Strukturen begannen. Noch heute ist Jamaika Teil des britischen Commonwealth. Man sollte sich also nicht wundern, wenn in jedem Souvenirshop britische Flaggen zu finden und das Abbild von Königin Elizabeth hier ebenso zum Straßenbild gehört, wie im britischen Reich selbst.

Die meisten Besucher von Jamaika werden auf die eine oder die andere Weise ihren Urlaub in der Hauptstadt Kingston beginnen. In der Vergangenheit hatte die Stadt keinen sonderlich guten Ruf, daran wurde aber in den letzten Jahren gearbeitet und die Stadt befindet sich in einem Wandel. Vor allem ist sie aber seit der britischen Kolonialzeit das Zentrum der Insel und hier finden sich einige der kulturellen Highlights, die auf der Insel zu finden sind. Zugegeben, die Stadt hat einen eigenen Charme und andere Städte sind ein wenig mehr auf den Tourismus eingestellt. Pflichtziele sind hier aber in jedem Fall das Bob Marley Museum und die Nationalgalerie. Raggae und nicht zuletzt Bob Marley spielen in der Kultur der Jamaikaner und in ihrem Selbstverständnis eine große Rolle. Hier geht es nicht nur um seine Musik, sondern auch um den Rastafari-Kult, der in Jamaika beinahe so etwas wie offizielle Religion ist.

Hafenstädte und touristische Hochburgen auf der Insel

Negril

Negril, Jamaika
Entspannte Atmosphäre am Strand von Negril, Bild: Vilius Veitas / shutterstock

Es gibt verschiedene Orte auf der Insel, die vielleicht ein wenig einladender als die Hauptstadt sind. Ein Beispiel ist der Ort Negril. Die Stadt mit den Ständen der Kunsthandwerker und den Festivals ist deutlich entspannter als der Rest von Jamaika. Hier sollte man einmal Ricks Cafe besucht haben – das Restaurant überhaupt, wenn man von Jamaika redet. Dazu kommt, dass die gesamte Umgebung der Stadt unter Naturschutz steht. So finden sich beeindruckende Buchten und wunderschöne Landschaften, die erstmals auf der Insel auch vor dem zunehmenden Tourismus geschützt werden. Geführte Touren sind hier in jedem Fall zu empfehlen.

Montego Bay

Montego Bay, Jamaika
Blick auf Montego Bay, Bild: Dean Fikar / shutterstock

Die lebendige Hafenstadt Montego Bay, kurz MoBay, ist ein anderes Beispiel dafür, dass sich Städte neben Kingston auf die Touristen eingestellt haben. Hier finden sich allerdings auch die meisten Touristen auf der Insel. Dafür starten von hier viele Touren durch die Parks des Landes und man könnte beispielsweise eine Rafting Tour durch die unberührten Teile der Insel machen. Auch hier gilt wieder, dass man in jedem Fall einen Experten an der eigenen Seite haben sollte. Ein Geheimtipp in der Stadt ist das Rose Hall Great House – hier gibt es eine Gruseltour am Abend, die tief in die Geschichte des als verflucht geltenden Hauses eingeht.

Natur und Abenteuer auf der Insel Jamaika

Wasserfälle Jamaika
Wasserfälle auf Jamaika, Bild: Four Oaks / shutterstock

Jamaika ist groß und weitläufig und doch gibt es nur wenige Teile der Insel, die sich wirklich problemlos auf eigene Faust erkunden lassen. Das liegt zum einen daran, dass der Tourismus viele Bereiche der Natur zerstört hat und zum anderen daran, dass die Insel in einigen Teilen einfach nie erschlossen wurde. Besonders berühmt sind die YS Waterfalls und die Dunn Waterfalls, die sich aus den Flüssen der Inseln speisen und einen tollen Anblick für Fotos und Erinnerungen liefern. Übrigens: Auch eine Tour über die Rum-Plantagen des Landes lohnt sich in jedem Fall. Hier wird der nötige Zuckerrohr bereits seit dem späten 18. Jahrhundert angebaut und vearbeitet.

Treasure Beach, Jamaika
Treasure Beach, Bild: Photo Spirit / shutterstock

Wer es ein wenig ruhiger mag, sollte sich die Strände wie den Treasure Beach im Süden der Insel ansehen. Hier gibt es viele Einheimische und Touristen verirren sich vergleichsweise selten in die kleinen Dörfer und Hütten. Einheimische Küche ist hier ebenso einfach zu finden wie die Gastfreundschaft, für die Insel eigentlich bekannt ist, die jedoch in anderen Teilen des Landes heute teilweise abhanden gekommen ist.

Jamaika ist eine Insel der Gegensätze, die verschiedene Abenteuer und Höhen wie Tiefen zu bieten hat. Wer sich ein wenig Zeit nimmt und wer vor allem die laute Hauptstadt verlässt, hat hier aber einiges an typisch karibischen Charme zu entdecken.

Die wichtigsten Fragen zu Jamaika

Wie lange fliegt man nach Jamaika?

Von Frankfurt nach Montego Bay beträgt die Flugzeit 11 Stunden und 15 Minuten

Welche Sprache spricht man auf Jamaika?

Die Amtssprache ist englisch. Die EInwohner sprechen Patois, eine kreolisch-jamailanische Sprache mit englischen Wurzeln.

Wie heißt die Hauptstadt von Jamaika?

Die Hauptstadt Kingston wurde 1693 gegründet und hat über 1,2 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 480 km².

Wie ist der Zeitunterschied zwischen Deutschland und Jamaika?

In der Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied -7 Stunden. Wenn es bei uns 18.00 Uhr ist beträgt die Uhrzeit auf Jamaika 11.00 Uhr.

 

Sehenswürdigkeiten in Greifswald – Wissenschaft, Kunst und Meer

Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern ist für vielerlei bekannt. So war sie unter anderem die Geburtsstätte von Caspar David Friedrich und Hans Fallada, punktet aber auch mit ihrer bedeutungsvollen Vergangenheit.

Im Jahr 1199 wurde an den Ufern des Flusses Ryck das Kloster Eldena -vorerst unter dem Namen Kloster Hilda- gegründet. Von diesem Kloster aus wurde die Gegend besiedelt und es entwickelte sich die Universitäts- und Hansestadt Greifswald.

Sehenswürdigkeiten in und um Greifswald

Die Klosterruine Eldena

Heute ist von dem Zisterzienserkloster nur noch eine Ruine erhalten. Diese jedoch ist ein wahrer Blickfang und wurde mehrmals auch von Caspar David Friedrich gemalt.
Der Verfall des Klosters nahm seinen Lauf im Dreißigjährigen Krieg, währenddem es schwer beschädigt worden war. Im 17. Jahrhundert wurde einiges an Baumaterial abgetragen, um die Stadt zu befestigen oder Amtsgebäude zu errichten. Tatsächlich ist es Caspar David Friedrich zu verdanken, dass die Überreste gesichert und restauriert wurden, da er mit seinen Bildern auf die schützenswerte Ruine aufmerksam machte. Ein romantischer Park wurde rund um die Gebäudeteile angelegt.

Seit 1968 befindet sich in den Konventsgebäuden eine Freilichtbühne, die für diverse kulturelle Veranstaltungen genutzt wird. Kloster- und Mittelalterspektakel, aber auch Stücke der Ostseefestspiele erwecken die Gegend sodann zum Leben.

Die Universität Greifswald

Die Universität ist das zentrale Gebäude in Greifswald und prägt die Stadt entsprechend. Das geht sogar so weit, dass sich der Spruch “Greifswald ist keine Unistadt, sondern eine Uni mit Stadt.” etabliert hat.

Die Universität wurde bereits im 15. Jahrhundert mit päpstlicher Genehmigung von dem Herzog Wartislaw IX. als pommersche Landesuniversität gegründet und gehört damit zu den ältesten Universitäten Mitteleuropas.

Heute besteht die Universität aus vielen alten und auch neuen Gebäuden, verteilt auf vier zentrale Standorte, von denen die Altstadt jedoch der bedeutendste ist. Für die Öffentlichkeit werden zu verschiedenen Zeiten Führungen durch das alte Universitätsgebäude angeboten und die umfassenden Universitätssammlungen stehen auch der Allgemeinheit großteils zur Verfügung.

Während sich die Universität durch gute Verbindungen zu den baltischen und den skandinavischen Ländern auszeichnet und eine große Auswahl an Studiengängen anbietet, ist sie dennoch ein Geheimtipp.

Heimattierpark Greifswald

Stadtzentrum Greifswald
Das historische Stadtzentrum von Greifswald, Bild: canadastock / shutterstock

Der Tierpark Greifswald bietet einen idyllischen Ort rund um den Schwanensee für eine kleine Auszeit an. Meerschweinchen, Nasenbären und Dingos sind nur ein paar der Bewohner.

Auf etwa 3,6 Hektar tummeln sich über 100 Tierarten. Auch ein Imbiss, ein Café, ein Abenteuerspielplatz für die Kleinen und ein Streichelzoo sind in den Park integriert.
Viele der Gehege sind begehbar und für Kinder sind lehrreiche und spannende Stationen im ganzen Areal verteilt.

Der Heimattierpark bietet auch zahlreiche Veranstaltungen an und interessante Naturkunde-Ausstellungen im Infozentrum an.

Dom St. Nikolai

Nikolaus von Myra, Schutzheiliger der Seefahrer und Kaufleute, ist der Greifswalder Dom geweiht.

Die Anfänge der gotischen Kirche lassen sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Mit der Gründung der Universität wurde die Kirche 1457 zur Kollegiatstiftskirche erhoben und wird seitdem als Dom bezeichnet. Gleichzeitig wurden die Bauarbeiten an der Kirche wieder aufgenommen und der achteckige Turm wurde vollendet. In der folgenden Zeit verlor der Turm zweimal aufgrund von starken Unwettern seine Spitze. Das letzte Mal am 13. Februar 1650. Ihre endgültige Gestalt mit den sandsteinfarbenen Innenwänden erhielt die Kirche 1832.

Caspar-David-Friedrich-Zentrum

Liebhaber der Kunst und insbesondere der Malerei der Romantik werden sicher gerne einen Abstecher in die Wohnräume Caspar David Friedrichs wagen.

Dort befinden sich seit 2004 ein Museum und eine Forschungsstätte. Sowohl die Familiengeschichte, als auch der persönliche Werdegang des Malers werden beleuchtet. Zudem finden auch wechselnde Ausstellungen aktueller Kunst in den Räumlichkeiten ab und unterstreichen die anhaltende Bedeutung der Romantik in der Kunst.

Die Wiecker Brücke

Die Brücke über der Ryck verbindet die Ortsteile Wieck und Eldena miteinander. Obwohl die Besiedelung der Gegend bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht, wurde eine Brücke erst im 19. Jahrhundert geplant und umgesetzt.

Am 25. Juli 1887 -nur sieben Monate nachdem der Holzschiffbaumeister August Spruth den Auftrag gegeben hatte- wurde die Brücke eingeweiht und wird noch immer händisch hochgezogen. So ist sie heute eine der ältesten funktionsfähigen Holzklappbrücken und außerdem ein beliebtes Motiv bei Künstlern und Fotografen.

Der Museumshafen

Klosterruine Eldena, Greifswald
Klosterruine Eldena, Bild: GRACIELLADEMONNE / shutterstock

Eines darf in einer Hansestadt natürlich nicht fehlen: der Hafen.
Der Museumshafen von Greifswald ist der größte Deutschlands und lockt sowohl Einheimische, als auch Touristen an.

Die vielen historischen, aber auch modernen Schiffe sind wirklich ein Blickfang und teilweise mit interessanten Informationen versehen. Davon abgesehen, ist es ein wunderbarer Ort, um einfach einmal auszuspannen und sich bei Fischbrötchen und einem Getränk zu erholen. Diese Leckereien bekommt man übrigens auf den Gastronomieschiffen.

Madrid – meine zweite Heimat im Süden

geschrieben von Julia von Secludedtime

Inzwischen ist es fast drei Jahre her, dass ich im Süden von Europa mein zweites Zuhause gefunden habe. Madrid ist mir innerhalb kürzester Zeit so fest ans Herz gewachsen, dass ich es heute kaum ein halbes Jahr ohne einen Besuch in Spaniens Hauptstadt aushalte. Aber von vorne: Wie begann das Abenteuer Madrid? Und was hat es damit auf sich?
Madrid, Gran Via
Die Gran Via, Einkaufstraße in Madrid, Bild: Matej Kastelic / shutterstock

Im Sommer 2017 packten mein Freund Felix und ich unsere sieben Sachen in Kisten, räumten unsere Wohnung in Deutschland leer und stopften alles, was wir glaubten zu benötigen, in unser kleines Auto. Dank des ERASMUS+ Austauschprogramms unserer Universität hatte sich für uns die Chance ergeben ein Jahr in Spanien zu leben. Wer kann zu sowas schon nein sagen? Wir verabschiedeten uns von Freunden und Familie und wenig später waren wir auf dem Weg in die Ferne! Unser Kleinwagen schnaufte unter dem Gewicht, während wir uns auf ein Jahr Sommer, Sonne, Reiselust freuten!

Um ganz ehrlich zu sprechen: Madrid war für mich tatsächlich nicht mein Traumziel Nummer eins! Mich hätte es eher in eine Stadt direkt am Meer gezogen, aber nur Madrid bot beiden von uns einen Austauschplatz an. So besiegte der Wunsch das Jahr zusammen zu verbringen meine Sehnsucht nach dem Meer. Und diese Entscheidung habe ich keine Sekunde bereut. Mit dem ersten Fuß, den ich in diese einzigartige Stadt gesetzt habe, war es um mich geschehen. Ich habe mich sofort und unwiderruflich in Spaniens unterschätzte Hauptstadt verliebt.  
Salamanca, Madrid
Straße im Wohnviertel Salamanca, Bild: JJFarq / shutterstock

Was macht Madrid so besonders? Nun, wo soll ich da bloß anfangen! Die Stadt ist voller Lebensflair, toller Menschen und unvergesslicher Sehenswürdigkeiten. Gewohnt haben wir im Viertel Salamanca. Dort zieren prächtige, alte Gebäude und protzige Geschäfte das Straßenbild. Es ist immer etwas los und kaum trittst du vor die Haustür, flitzen Unmengen hupender Autos vor deinen Augen umher. Auch wenn der Autolärm mitunter etwas stressen kann, habe ich den Trubel immer geliebt. Außerdem mochte ich es, dass ich in unter dreihundert Metern Fußweg den nächsten Supermarkt erreichen konnte. Zwei Straßen von unserer Wohnung entfernt gab es sogar einen Laden, der die komplette Nacht geöffnet hatte. Zu jeder Uhrzeit einkaufen zu können – auch um zwei Uhr nachts – ist ein Luxus, den ich zuvor noch niemals genießen durfte.

El Ritiro Park, Madrid
Der El Ritiro Park, Bild: Isa Fernandez Fernandez / shutterstock

Ebenfalls nur wenige Straßen von unserer Wohnung entfernt befand sich der berühmte Park El Retiro. Madrid ist eine überraschend grüne Großstadt, nicht zuletzt wegen der zahlreichen Parks, die das Stadtbild prägen. Der Retiro ist fast 1,5 km² groß und bietet den Stadtbewohnern jede Menge Natur und Erholung. Auf einem angelegten See in der Mitte des Parks gibt es sogar die Möglichkeit mit einem gemieteten Bötchen über das Wasser zu schippern. Außerdem steht eines der schönsten Gebäude der Stadt im El Retiro: der Glaspalast! Fast die komplette Fassade besteht aus Glas und so kannst du auch von außen hineinsehen. 

Vom Retiro aus gelangst du nach einem kurzen Spaziergang ins Zentrum Madrids. Und da ist so einiges geboten. Wer auf Trubel und Shopping steht, der ist auf der Gran Via – der Einkaufsmeile von Madrid – bestens aufgehoben. Pittoreske Hochhäuser, Geschäfte für jeden Geldbeutel und dazwischen wirbelnde Menschenmassen. Ich musste mich zunächst an die vielen Menschen, die alle an einem Fleck zusammenkommen, gewöhnen, aber nach einer gewissen Aufwärmphase habe ich das bunte Durcheinander, die vielen lauten Stimmen und all die Hektik lieben gelernt. Wenn du mit Menschenmassen nicht so gut klarkommst, empfehle ich dir die Gran Via nicht vor zehn Uhr abends zu besuchen. Erst ab zehn haben die meisten Geschäfte geschlossen und überall kehrt Ruhe ein.
Auch Museenfans und Geschichtsfreunde kommen in Madrid garantiert auf ihre Kosten. Mit dem Prado beherbergt die Stadt eines der wichtigsten Kunstmuseen weltweit. 
Geschichtsträchtig und absolut sehenswert sind die klassizistischen Torbögen: Puerta de Alcalá, Puerta de San Vicente, Puerta de Toledo und Puerta de Hierro. Die Puerta de Alcalá zählt außerdem zu den wichtigsten Wahrzeichen Madrids.
Plaza Mayor, Madrid
Der Plaza Mayor, Bild: Farbregas Hareluya / shutterstock

Was gibt es noch? Ein Besuch in Madrid ohne einen Abstecher auf den Plaza Mayor ist ein schwerer Fehler – sage jedenfalls ich. Der Name Plaza Mayor steht für Rathausplatz. Rund um den Platz wurden einst bunte Häuser errichtet und unter den schattige Arkaden warten stilvolle Restaurants auf Genusssuchende. Das umliegende Altstadtviertel ist ebenso bildschön und meiner Meinung nach die Perle der Stadt. Vor allem in den Abendstunden herrscht dort ein Ambiente, das einen einfach mitreist. Bist du hungrig und auf der Suche nach einem heiteren Lokal, wirst du garantiert auf einem der kleineren Plätze fündig.

Kulinarisch ist Madrid sowieso der Knaller! Ich gebe zu, dass ich nicht unbedingt ein riesiger Fan der spanischen Küche bin. Zumindest brauche ich nicht jeden Tag Tapas und Paella. Madrid bietet jedoch nicht nur spanische Restaurants, sondern einfach alles, was das Herz begehrt. In unserem Madrid-Jahr haben wir Inder, Chinesen, Mexikaner und viele weitere leckere Lokale getestet. Und immer hat es wunderbar geschmeckt! Unser absolutes kulinarisches Highlight ist und bleibt aber konkurrenzlos die Chocolateria San Ginés. In einem dicht gedrängten Lokal serviert man dir die besten Churros der Stadt, inklusive traumhafter heißer Schokolade. Ein Gedicht und ein Muss für deinen Madridbesuch!

Urlaub in Nordrhein-Westfalen – Erlebnisse in Hülle und Fülle

Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands und begeistert seine Besucher nicht zuletzt deshalb mit Urlaubserlebnissen in Hülle und Fülle. Das Bundesland bietet die perfekte Mischung aus pulsierenden Großstädten und verträumter Natur, die eine gute Basis für einen erholsamen und gleichermaßen erlebnisreichen Urlaub darstellen.

Sie wünschen sich einen abwechslungsreichen Aufenthalt, bei dem es viel zu entdecken gibt? Dann sind Sie in Nordrhein-Westfalen genau richtig. Tauchen Sie ein in rheinische Lebensfreude und genießen Sie die kulinarischen Spezialitäten, die Ihnen von fröhlichen Gastwirten serviert werden.

Das Bundesland der Städte – Abenteuer Großstadt

Köln, Rhein & Kölner Dom
Blick über den Rhein auf den Kölner Dom, Bild: ESB Professional / shutterstock

In NRW warten tolle Großstädte auf Sie – Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Bonn, Duisburg und Oberhausen sind in jedem Fall einen Besuch wert. Wer Shopping liebt, wird in den Einkaufsstraßen der Citys und im Einkaufszentrum Centro Oberhausen sein Mekka finden. Wer es elegant mag, kann die Düsseldorfer Königsallee aufsuchen – von den Düsseldorfern liebevoll “Kö” genannt – und dort allerlei Luxusautos und reiche Menschen beim Einkaufsbummel beobachten. Kulturell gesehen hat der Ruhrpott viel zu bieten, da ab Duisburg die meisten Zechengelände als Museum, Ausstellungs- oder Veranstaltungsort umgestaltet worden sind und einen tollen Einblick in die industrielle Vergangenheit des Bergbaus gewähren.

Sie freuen sich auf leckere Speisen und kultige Getränke? Dann sollten Sie vor allem Köln und Düsseldorf besuchen und sich in urigen Brauereien einen rheinischen Sauerbraten zusammen mit einem leckeren Altbier oder Kölsch gönnen. Für Nachtschwärmer warten in Düsseldorf die “längste Theke der Welt”, die Düsseldorfer Altstadt mit der legendären Bolker Straße, und in Köln die Kölner Ringe – ein lebendiges Kneipen- und Szeneviertel mitten in der Innenstadt.

Auch Bochum begeistert seine Besucher mit dem “Bermuda-Dreieck”, einer Ansammlung von Restaurants, Cafés und Bars, welche auch die angeblich beste Currywurst-Bude des Ruhrpotts beheimatet.

Falls Ihr Hotel in einer der pulsierenden Städte gelegen ist und Sie spätabends noch Hunger oder Durst haben sollten, kommen Sie in das Vergnügen der “Büdchen” oder “Trinkhallen” – das sind Kioske, die auch bis Mitternacht noch alle Arten von Snacks und Getränken anbieten (in Nordrhein-Westfalen ist der Kauf alkoholischer Getränke auch nach 22.00 Uhr erlaubt).

Düsseldorf Rhein
Blick auf das Rheinufer in Düsseldorf, Bild: Romas_Photo / shutterstock

Wenn Sie sich abseits des Trubels in den Innenstädten etwas erholen möchten, können Sie das in Bonn, Köln, Düsseldorf und Duisburg direkt am Rheinufer tun, da sich der Rhein durch diese Städte schlängelt und regelrecht malerische Möglichkeiten bietet, am Wasser die Seele baumeln zu lassen. Es gibt viele Strände und Rheinpromenaden sowie Cafés direkt am Rheinufer (z. B. die Düsseldorfer Kasematten). Fragen Sie einfach Einheimische nach Tipps – die fröhlichen Rheinländer sind generell sehr aufgeschlossen und helfen Besuchern gerne weiter.

Atemberaubende Natur – lohnenswertes Hinterland

Auch landschaftlich gesehen ist ein Urlaub in Nordrhein-Westfalen äußerst reizvoll. Abgesehen von den traumhaften Rheinufern finden Urlauber in den ländlichen Gegenden des Bundeslands eine perfekte Urlaubsumgebung. Da wäre beispielsweise die Region des Niederrheins, nördlich von Düsseldorf, die mit ihren verträumten Ortschaften sowie flachen Wiesen und Feldern zu ausgedehnten Wander- und Fahrradtouren einlädt. Sonnengelbe Rapsfelder, historisch interessante Örtchen (z. B. die Sigfried-Stadt Xanten) und gesunde, frische Luft werden Sie dabei begleiten. Die Nähe zu Holland macht sich dadurch bemerkbar, dass die meisten Wege flach sind und die Ortsnamen leicht holländisch anmuten – in dem einen oder anderen Café werden Sie sogar Poffertjes (holländische Mini-Pfannkuchen) serviert bekommen.

Winterberg im Winteer
Winterberg im Winter, Bild: jedamus / shutterstock

Erholung inmitten der Natur können Sie auch im Sauerland finden, welches im östlichen Westfalen gelegen ist und seine Besucher mit Schwarzwald-Feeling begeistert. Hier kann nach Lust und Laune gewandert und in gemütlichen Naturhotels entspannt werden. Im Winter warten Ski- und Rodelgebiete rund um den Ort Winterberg auf Schnee-Liebhaber.
Zu guter Letzt gibt es noch das Bergische Land – Sie kennen sicherlich die Krombacher Werbung mit der atemberaubenden Natur rund um eine kleine Insel im Wasser eines Sees?
Diese können Sie, nur wenige Kilometer von Köln entfernt, an der Wiehltalsperre im Bergischen Land bestaunen. Das weitläufige Natur-Areal bietet neben dem Aussichtspunkt auf die Krombacher Insel auch traumhafte Picknick-Plätze, zahlreiche Wandermöglichkeiten und eine besondere Artenvielfalt, denn hier hausen über 160 Vogelarten. Mit etwas Glück können Sie so Kanadagänse, Kormorane, Silberreiher und weitere gefährdete Arten erspähen und beobachten.

Events & Spaß – es gibt immer etwas zu erleben

Wer in seinem Urlaub Spaß haben und einiges erleben möchte, wird in Nordrhein-Westfalen ebenfalls einen tollen Aufenthalt erleben. Denn nirgendwo ist die Dichte an Events und Veranstaltungen so hoch wie hier. Es warten die unterschiedlichsten Open Air Veranstaltungen auf Sie, wie beispielsweise das Parookaville Festival in Weeze am Niederrhein, das Bochumer Musikfestival “Bochum Total” am Bermuda Dreieck und das Juicy Beats Festival im Westfalen Park in Dortmund. Im gleichen Park findet im Sommer auch das Lichterfest statt, bei dem sich die Besucher auf atemberaubende Shows, viele Lichter, Musik und ein Höhenfeuerwerk freuen dürfen. Auch ist Dortmund für die legendäre Mayday bekannt, die jedes Jahr traditionell auf dem Messegelände der Stadt stattfindet und Musikfans aus ganz Europa anlockt.

In Köln warten die Kölner Lichter (ebenfalls ein Lichterfest mit Schiffen auf dem Rhein) und bekannte Musicals auf Sie.

Typisch für Nordrhein-Westfalen sind außerdem die lokalen Kirmessen, bei denen sowohl Kinder als auch Erwachsene auf ihre Kosten kommen. Mit zahlreichen Fahrgeschäften und Festzelten sind beispielsweise die Düsseldorfer Rheinkirmes und die Cranger Kirmes in Herne die größten landesweit. Wem die Kirmessen und Schützenfeste der Regionen nicht genug sind, der darf sich auf weitere Attraktionen wie z. B. die Skihalle in Neuss oder das Aqualand in Köln freuen. Hier kann sich ganzjährig im Schnee bzw. Wasser ausgetobt werden.

Unterkünfte und Infrastruktur

Hotels und Zimmer finden Sie sowohl in den großen Städten als auch auf dem Land. Zu Messezeiten können Unterkünfte in den Städten jedoch ausgebucht sein. Das betrifft vor allem die Messestädte Köln, Düsseldorf und Essen. Hier ist rechtzeitige Planung angesagt. Im Sauerland und am Niederrhein warten familiär betriebene, authentische Hotels und Pensionen – Sie können sogar auf Bauerhöfen übernachten. Auf privaten Anbietern wie AirBnB finden Sie Appartements und einzelne Zimmer in Flughafennähe. Die beste Anbindung zur Stadt hat der Flughafen in Düsseldorf, da Sie hier nur eine Viertelstunde bis zur Stadtmitte brauchen.

Das Autobahnnetz in NRW ist gut ausgebaut und verbindet alle wichtigen Städte mit den ländlich gelegenen Regionen.

Ausflugsideen in Brandenburg

Schloss Sanssouci, der Filmpark Babelsberg, der Freizeitpark Tropical Islands oder der idyllische Spreewald: Brandenburg ist immer eine Reise wert und setzt dabei auf Touristenmagneten ebenso wie auf echte Geheimtipps.

Dabei wird in den 12 verschiedenen Reiseregionen Brandenburgs die Vielfalt ganz groß geschrieben. Neben vielfältigen Landschaften und attraktiven Groß- und Kleinstädten sind in Brandenburg auch Freizeitparks sowie Burgen und Schlösser zu finden. Auch kleine und große Wasserratten sind in Brandenburg richtig gut aufgehoben. Schließlich gibt es im gesamten Bundesland mehr als 3.000 Seen. Der Tourismus hat in dem fünftgrößten Bundesland Deutschlands ein große Bedeutung – und die Beliebtheit steigt immer weiter. Immer mehr Menschen entdecken hier vor allem ihre Liebe zur Natur.

Landeshauptstadt Potsdam als Touristenhochburg

Zentrum Potsdam
Das historische Zentrum von Potsdam, Bild: immodium / shutterstock

Eines der beliebtesten Ziele in Brandenburg ist die Landeshauptstadt Potsdam. In der bevölkerungsreichsten Stadt des Bundeslandes kommt man unter anderem nicht am weltberühmten Schloss und den dazugehörigen Parkanlagen Sanssouci vorbei. Diese gehören ebenso zum UNESCO-Welterbe wie das Schloss Lindstedt und die Lindenallee sowie der benachbarte Kaiserbahnhof. Auch der Filmpark Babelsberg zieht jährlich hunderttausende Touristen aus der ganzen Welt in seinen Bann. In dem Freizeitpark, der sich direkt neben dem berühmten Filmstudio befindet, gibt es an jeder Ecke etwas zu sehen und zu erleben. Im Filmpark kann man in die “Geheimnisse des Filmemachens” eintauchen und hinter die Kulissen der unterschiedlichsten Film- und Serienproduktionen schauen. Schließlich gehört Babelsberg zu den größten und modernsten Zentren der Film- und Fernsehproduktion in Europa.

Karibik-Flair im “Tropical Island”

Für einen echten  Traumurlaub in der Karibik muss man nicht tausende Kilometer mit dem Flugzeug zurücklegen. Im beeindruckenden Tropical Island auf dem ehemaligen Flughafen Brand, etwa 50 Kilometer südlich von Berlin, kann man mitten in Brandenburg karibisches Flair genießen. Der ganzjährig geöffnete Freizeitpark, der sich in der größten freitragenden Halle der Welt befindet, besteht aus vielen verschiedenen Themenbereichen.

So kann sich man zum Beispiel in der “Südsee” an einem zehn Meter breiten Sandstrand entspannen und das 31 Grad warme Wasser genießen. In der faszinierenden Bali-Lagune warten unter anderem zwei Wasserfälle, mehrere Whirlpools und zwei Wasserrutschen auf die badelustigen Gäste. Auch eine große Saunalandschaft und verschiedene Sportangebote wie Beachvolley- und Fußballfelder erfreuen sich richtig großer Beliebtheit. Im originalgetreuen Tropendorf gibt es zudem mehr als 50.000 seltene Tropenpflanzen und mehr als 600 verschiedene Tierarten wie Flamingos oder Schildkröten, die man sonst nur in den Tropen in freier Wildbahn erleben kann. In der ganzen Halle sind mehr als 300 Übernachtungsmöglichkeiten verteilt – darunter unterschiedlich große Zelte, Zimmer und Lodges.

“Idylle pur” im Spreewald

Wer es so richtig idyllisch mag, ist im Südosten Brandenburgs, im Spreewald, genau richtig. Das geschützte UNESCO Biosphärenreservat und Naturschutzgebiet ist eines der beliebtesten Reiseziele in Brandenburg. Auf den verschiedenen Flussarmen der Spree und den unterschiedlichsten kleinen Kanälen ist vor allem in den Frühlings- und Sommermonaten jede Menge los. Den Spreewald, der auch als historische Kulturlandschaft bekannt ist, kann man auf eigene Faust mit einem Paddelboot oder auch mit einem großen Kahn erleben. Mit diesem kann man sich durch den Spreewald “chauffieren” lassen und bekommt dabei das Gefühl, als sei man mittendrin in Venedig. Rund um das weit verzweigte Netz aus Fließen und Kanälen befinden sich unzählige Rad- und Wanderwege die zum Radfahren und Wandern einladen. In den kleinen und großen Zeltplätzen sowie den vielen Pensionen kann man es sich so richtig gut gehen lassen.

Ein echter Geheimtipp: Das “Europäische Storchendorf” Rühstädt

“Natur pur” lautet auch das Motto in der Prignitz im Nordwesten Brandenburgs. Hier, in der dörflichen Idylle kann man sich tatsächlich in die Einfachheit des Landlebens verlieben. Die Region zwischen Berlin und Hamburg ist ein echtes Paradies für Radfahrer und Reiter. Und nicht nur das: Auch Störche fühlen sich hier, inmitten der Elbtalaue, richtig wohl. Wer hier unterwegs ist, sollte unbedingt auch einen Abstecher zum “Europäischen Storchendorf” Rühstädt machen. Das ist – abseits der großen Touristenströme – ein echter Geheimtipp für Urlauber und Naturliebhaber.

Lausitzer Seenland: Erholung pur am Strand

Berzdorfer See
Sonnenaufgang am Berzdorfer See, Bild: Karin Jaehne / shutterstock

Ganz im Süden, an der Grenze zum Freistaat Sachsen, kommen vor allem Erholungssuchende voll auf ihre Kosten – im Lausitzer Seenland. Denn dort, wo früher Braunkohle abgebaut wurde, ist in den vergangenen Jahren Europas größte künstliche Wasserlandschaft und Deutschlands viertgrößtes Seengebiet entstanden. Und die Flutung der stillgelegten Braunkohletagebaue ist noch lange nicht abgeschlossen. An den bislang bereits künstlich angelegten Seen – unter anderem der Senftenberger See, der Altdöberner See oder der Lichtenauer See bei Lübbenau – sind große Naherholungsgebiete mit Stränden, Zeltplätzen und zahlreiche Aktivangeboten entstanden.

Erholung und sportliche Aktivität am Wasser, abseits großer Touristenströme, werden im Havelland im Westen Brandenburgs ganz groß geschrieben. Schließlich gibt es auch hier viele wunderschöne kleine Seen und Kanäle und “Natur pur”. An den Wochenenden nutzen vor allem viele Berliner die Vorzüge des beliebten Naherholungsgebietes, das sich nur wenige Kilometer von der deutschen Hauptstadt entfernt befindet. Ebenfalls im Süden Brandenburgs ist der fast 500 Quadratkilometer große Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft zu finden. Die Landschaft hat in den vergangenen Jahrzehnten spezielle Lebensräume für verschiedene Tier- und Pflanzenarten hervorgebracht.

Beeindruckende historische Technik

Für die zahlreichen Freunde historischer und besonderer Technik ist das Schiffshebewerk Niederfinow ein echtes Muss. Das älteste noch arbeitende Schiffshebewerk Deutschlands befindet sich am östlichen Ende des Oder-Havel-Kanals in der Kleinstadt Niederfinow im Osten Brandenburgs. Auch die riesige Förderbrücke F60 im südbrandenburgischen Lichterfeld sollten sich die Anhänger alter Technik nicht entgehen lassen. Die 500 Meter lange, 200 Meter breite und 80 Meter hohe ehemalige Abraumförderbrücke zieht seit einigen Jahren als Besucherbergwerk tausende große und kleine Besucher an. Die imposanten Ausmaße und das beeindruckende Gewicht von etwa 11.000 Tonnen haben der F60 auch den beliebten Beinamen “liegender Eiffelturm” eingebracht