Logo Reisemagazin
Samstag, März 28, 2026
Start Blog Seite 183

Der Ferienort Dénia an der Costa Blanca profitiert von seiner malerischen Lage

0

Die idyllisch gelegene und sonnenverwöhnte spanische Stadt Dénia liegt an der nördlichen Mittelmeerküste der Provinz Alicante. Dénia ist die mit gut 66 km² Fläche die zweitgrößte und mit aktuell über 46.000 Einwohnern bevölkerungsreichste Stadt der umliegenden Comarca Marina Alta. In der Nachbarschaft liegen die Orte Oliva, Ondara und Jávea. Über diesen ebenso stark touristisch geprägten Bade- und Ferienorten thront majestätisch der von den Einheimischen wegen seiner charakteristischen Form mitunter auch „Schlafender Elefant“ genannte und 753 Meter hohe Berg Montgó, der als Ausflugs- und Wanderziel rundum für alle Fitnesslevel und Altersstufen zu empfehlen ist. Wer zum Kreuz oder zum Gipfel möchte, darf sich auf sportliche Aktivität einstellen.

Auch eine Wanderung zum Cabo de San Antonio mit Leuchtturm und Blick auf Jávea hin über flachere Höhenwege mit mediterranem Bewuchs ist sehr reizvoll, eine Rückfahrt nach Dénia per Boot von Jávea bietet sich an. Dort beheimaten Dénias drei Hafenbereiche nicht nur Fischer-, Sportboote und Yachten, sondern auch Fährschiffe für reguläre Verbindungen nach Mallorca und Ibiza.

Blick auf Dénia
Blick auf Dénia, Bild: Sergio Formoso / shutterstock

Zwischen dem Montgó und der Bergkette Segaria erstreckt sich die fruchtbare sowie als Plana de Dénia bekannte Ebene, die seit jeher intensiv für die Landwirtschaft und insbesondere für den Orangenanbau genutzt wird. Die Bewässerung erfolgt durch den hier verlaufenden Fluss Río Girona, der bei Almadraba ins Meer mündet, wo er das kleine Delta La Punta bildet. Vor der Küste in Richtung Jávea befindet sich das nach der Landzunge Kap San Antonio benannte gleichnamige Meeresschutzgebiet und ebenfalls ein hervorragendes Wanderrevier, bei dem man die Blicke ständig zwischen Bergmassiv und Felsküsten schweifen lassen darf. Hier befindet sich auch das Ausflugsziel Cova Tallada, eine Höhle auf Meeresniveau, die ab dem 16ten Jahrhundert der Kalksteingewinnung diente, in deren Innerem aber auch Relikte aus den muselmanisch geprägten XI und XII Jahrhunderten gefunden wurden.

Obwohl Dénia klar ein touristisches Zentrum darstellt, bewahrt es seinen spanischen Charakter – in verschiedenen Stadtteilen, wie zum Beispiel im historischen Zentrum sowie im alten und neuen Hafen, erlebt man eine angenehme, selten überlaufene touristische Atmosphäre, man hat nie das Gefühl, in einer künstlichen und nur für Urlauber geschaffenen Welt zu leben, der Mix aus Einheimischen, nationalen und internationalen Residenten und Urlaubern schafft eine erfreulich natürliche Atmosphäre. Auch die zahlreichen Festivitäten und Umzüge, die bei Besuchern immer wieder im Verdacht stehen, nur als folkloristische Touristenattraktion zu dienen, gehen auf eine wie überall in Spanien tief empfundene lokale Tradition der einheimischen Bevölkerung zurück. Zu den Höhepunkten zählen hier sicher die Fiestas „Fallas“ im März sowie „Moros i Cristians“ im August.

Ganz sicher werden Sie sich auch im Hinterland der Marina Alta wohlfühlen: mediterrane Berge mit Wanderwegen, Höhlen, Flusstäler, Obstplantagen, kleinere Bergdörfer, die zur Rast mit einer caña (einem kleinen Bier vom Fass) mit ein paar Tapas einladen. Ein unerschöpfliches Netz auch kleinerer Landstrassen im Bergland macht die Gegend zu einem Paradies für Radfahrer und e-biker. Nicht durch Zufall findet man im Frühling zahlreiche internationale Profi-Teams, die hier in der Saisonvorbereitung trainieren.

Die Stadt ist im 20. Jahrhundert sehr schnell gewachsen und auch heute als Wohnort attraktiv

Die günstigen geografischen Gegebenheiten mit jeweils relativ geringen Entfernungen in die beiden Großstädte Alicante und Valencia, das warme und milde mediterrane Klima mit bis zu 320 Sonnentagen pro Jahr sowie die beneidenswerte Lage direkt an der Küste mit über 20 Kilometern feinsten Sandstränden hat Dénia bereits in den späten 1950er-Jahren zum unter zunächst speziell bei spanischen Besuchern populären Badeziel gemacht.

Mitte der 1960er-Jahre gab es unter dem Eindruck verstärkten Wachstums sowie Zuzugs vor allem von Grundstücksspekulation geprägte Pläne, den gesamten Küstenstreifen mit mehrgeschossigen Gebäuden zu bebauen, was jedoch glücklicherweise und nicht zuletzt aus Gründen des Naturschutzes schnell verworfen wurde. Nichtsdestotrotz wurden in und um Dénia seither zahlreiche Ferienhäuser aber auch kleinere und mittelgrosse Hotels errichtet. In der sommerlichen Hauptsaison kann sich die vorübergehende Einwohnerzahl auf dann bis zu ca. 200.000 vervierfachen. Zwischen 1970 und 2021 hat sich die Einwohnerzahl von damals 16,000 auf heute 46.000 fast verdreifacht.

Nicht ganz 30 Prozent der heutigen Bevölkerung stammt ursprünglich aus dem Ausland. Insgesamt 111 Nationen sind vertreten, man trifft viele Lateinamerikaner und Mitteleuropäer, Engländer und Deutsche bilden jedoch mit 1300-1400 Einwohnern die stärkste Gruppe. Interessanterweise hat sich die Zahl der ansässigen Deutschen in den letzten 20 Jahren allerdings halbiert.

Wie bereits erwähnt, entscheiden sich viele ehemalige Denia-Urlauber für den Erwerb eines Feriendomizils vor Ort, das sich dann später nicht selten zum Hauptaufenthaltsort entwickelt. Es gibt unendliche Möglichkeiten, vom Apartment mit Meerblick und Gemeinschaftspool über ein typisch spanisches Haus mit Aussicht am MontGo bis hin zu ruhigeren Siedlungshäusern im Landesinnern. Man sollte sich mit Spezialisten in Verbindung setzen, die behilflich sind, die Bedürfnisse, Wünsche und den Geldbeutel unter einen Hut zu bekommen. Mehr Informationen: Asesor inmobiliario SAFTI Wolfgang MARINGER Dénia (03700) | SAFTI

Naturschönheiten sowie Strände mit Sand oder Steinen gibt es hier für jeden Geschmack in Hülle und Fülle

Der größte und auch bekannteste Publikumsmagnet der Stadt ist ohne Zweifel dessen in mehrere Abschnitte unterteilte Strand, der sich über eine Küstenlinie von ca. 20 Kilometern erstreckt sowie über staatlich anerkannte Qualitäts- und Umweltzertifikate verfügt. Nördlich des Zentrums von Dénia und in der sog. „Zona Marinas“ liegen insgesamt 17 recht breite, feine, saubere und gepflegte Sandstrände. Die Abschnitte Albaranes, L’Almadraba, Les Bovetes, Les Deveses, Els Molins, Les Marines und Punta del Raset  stellen die meistbesuchten Strände dar. Positiv hervorzuheben ist, dass die kilometerlange Ausdehnung der Strände auch im Sommer für eine gute Verteilung der Besucher sorgt und überfüllte Strände praktisch ausschliessen lässt.

Im Süden wird die sog. „Zona Las Rotas“ von den kleineren, größtenteils felsigen, aber sehr malerischen Buchten Les Arenetes, Marineta Cassiana, El Trampolí, La Cala und La Punta Negra bestimmt, die über eine moderne Uferpromenade („paseo marítimo“) miteinander verbunden sind. Diese letztgenannten Abschnitte und Buchten besitzen unter Wassersportlern einen ausgezeichneten Ruf als Schnorchel- und Tauchspots. Auch Segler und Kitesurfer kommen in Dénia auf ihre Kosten. Zudem gibt es in der näheren Umgebung mehrere hochklassige Reitzentren und Golfplätze.

Nicht weit entfernt und gut mit dem Mietwagen in nur wenigen Minuten Fahrtzeit von Dénia aus zu erreichen sind auch die ebenfalls reizvollen Strände Playa del Arenal, Playa de la Barraca und Cala de la Granadella in bzw. bei Jávea. Ein bisschen weiter südlich in Richtung Moraira schliessen sich weitere attraktive Buchten an, z.B. die Cala de Moraig und die Cala de Llebeig.

In und um Dénia haben schon vor über 2.000 Jahren die Menschen gerne gelebt

Hafen von Denia
Sonnenuntergang am Hafen von Dénia, Bild: lunamarina / shutterstock

Auch in kultureller Hinsicht wartet die schon in der Antike als wohlhabende sowie nach der römischen Göttin Diana benannte und bereits überregional bekannte Hafenstadt „Dianium“ gleichermaßen mit zahlreichen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten auf. Schon vor 2700 Jahren begann man mit der Weinproduktion, die sich 700 Jahre später zu einem Hauptwirtschaftsfaktor entwickelte und die Dianium unter den römischen Kaisern Claudius und Nero zu einer Blütezeit verhalf. Die damalige Campiña de Dianium beherbergte 68 Weingüter und 17 Produktionszentren für Amphoren. Von 10 hergestellten Amphoren gingen 9 in den Weinhandel, eine zum Olivenöl. Per Schiff wurde der Wein exportiert, vor allem nach Gallien, Ligurien, Rom und Sizilien. Auch heute brauchen sich spanische Weine international nicht zu verstecken, wozu auch viele Bodegas in der Gegend um Valencia und Alicante beitragen.

Direkt am Hafen Dénias und mitten im Zentrum gelegen erhebt sich auf einem massiven Felsen das Wahrzeichen der vom 11. bis 12. Jahrhundert von den islamischen Herrschern über die Stadt erbauten Festung „Castillo de Dénia“. Das imposante Bauwerk ist sowohl von Land wie vom Meer aus schon von Weitem zu sehen und beherbergt weitere architektonische Schätze wie die beiden Wehrtürme aus dem 15. sowie den ehemaligen Gouverneurspalast aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Ebenfalls hier seinen Sitz hat das archäologische Museum, in dem Funde von Ausgrabungen aus der umliegenden Gegend besichtigt werden können. Für historisch interessierte Gäste bieten sich auch das befestigte Landgut Benitzaina aus dem 18. Jahrhundert, die pittoreske Einsiedelei „Caseta del Pare Pere“ eines Mönchs aus dem 17. Jahrhundert an den Hängen des Montgó sowie der mächtige Wachturm Torre del Gerro bei Las Rotas mit dem Spitznamen „Jarrón“ (Vase) aus dem 16. Jahrhundert als Ausflugsziele an.

Am spanischen Mittelmeer lässt es sich vielleicht nirgendwo sonst besser essen

Dénias Lage am Meer und die große Auswahl an frischem Obst und Gemüse aus der benachbarten Ebene haben die Stadt schon früh zum bevorzugten Reiseziel von Gourmets und Feinschmeckern aus aller Welt gemacht. Delikate lokale und regionale Spezialitäten sind in erster Linie rote Garnelen (mit Mangold), der köstliche Auflauf mit Meeresfrüchten „Suquet de Peix“, das Grillgemüse „Espencat“ sowie die Fischsuppe „Llandeta“. Als herausragendes Beispiel für die sogar wissenschaftlich als erwiesenermaßen gesund anerkannte mediterrane Küche wurde Dénia von der UNESCO vor einigen Jahren in den Kreis der „Städte der Gastronomie“ aufgenommen.

Im historischen Viertel um die Carrer Loreto und am Altstadthafen finden Urlauber das ganze Jahr über eine große Auswahl an exquisiten und erstklassigen Restaurants sowie gemütliche Tapas-Bars. Vor wenigen Jahren wurden auch die ehemaligen Lagerhallen zur authentischen kulinarischen und Kulturstätte Els Magazinos ausgebaut. Arroces, also Reisgerichte, sind allüberall zu finden, was an der Tatsache liegt, dass es in der valencianischen Albufera aber auch im nahegelegenen Marjal von Pego Reisanbaugebiete gibt. Darauf aufbauend gibt es alles – von der weltberühmten „Paella Valenciana“, die entgegen der allgemeinen Überzeugung ohne Meeresfrüchte aber mit Huhn und Kaninchen die Geschmacksnerven erfreut, über klassisch eher alicantinische Varianten mit Meeresfrüchten, über den durch die Tinte des Tintenfischs schwarzen Arroz Negro, und jede Menge leckere alternative Versionen. Auf den ersten Blick der Paella ganz ähnlich lockt auch die Fideua, die auf Nudelbasis hergerichtet wird. Tapas, frischer Fisch aber auch gegrillte Lammkotletts bleiben beliebte Klassiker.   

Zusammenfassend kann man herausheben, dass Denia mit seiner spanischen Seele dem Besucher eine natürlich attraktive Kulisse bietet, in der keine Wünsche offen bleiben: ob man die eher traditionellen historischen Stadtteile, den modernen Sporthafen mit Bars und Restaurants, die eher felsige Küste oder kilometerlange Sandstrände vorzieht oder vielleicht doch der Natur im Hinterland den Vorzug gibt, jeder wird in Denia auf seine Kosten kommen.

Wer Luxusreisen liebt, sollte diese Orte besuchen

Menschenleere Bilderbuch-Strände in erstklassiger Lage, luxuriöse Hotels, mit einem Service, der keine Wünsche offen lässt oder exklusive Kreuzfahrten zu den schönsten Plätzen der Welt. Urlauber, denen die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, können unter zahlreichen Angeboten wählen, die ihren Ansprüchen gerecht werden. Dabei müssen es nicht immer Fernreisen sein, die einen First Class Urlaub garantieren. Auch in Europa gibt es Reiseziele, die Luxus und Extravaganz pur bieten.

Yachten St. Tropez
Luxusjachten im Hafen von St. Tropez, Bild: NAPA / shutterstock

Zu ihnen gehört das ehemals verschlafene Fischerdorf Saint Tropez an der Cote d‘ Azur, das Mitte des vorigen Jahrhunderts von der internationalen Filmindustrie entdeckt wurde und seither zu den Lieblingszielen der Haute Volée zählt. Wo früher kleine Holzboote zum Fischfang aufbrachen, liegen heutzutage die größten und teuersten Yachten vor Anker. Filmschaffende aus aller Welt flanieren den Hafen entlang und quartieren in den Luxushotels des Ortes. Nicht weit von Saint Tropez entfernt liegt der Zwergstaat Monaco. Berühmt ist er nicht nur wegen seines glamourösen Fürstengeschlechts oder der Rallye Monte Carlo sondern in erster Linie wegen des noblen Casino de Monte Carlo, welches bereits unzählige Male als Filmkulisse diente.

Seit mehr als 150 Jahren gibt sich hier die weltweite High Society dem Glücksspiel hin. Wem es nicht gelingt, dieses monegassische Wahrzeichen persönlich zu besuchen, kann auch auf Angebote im Internet ausweichen und in die schillernde Welt der Online Casinos eintauchen. Ein wahres Vergnügen, denn auch im Netz locken attraktive Gewinnchancen. So ist derzeit das JackpotPiraten Casino in aller Munde, denn dies ist die erste Online Spielbank mit einer deutschen Lizenz, was bedeutet, daß man in einer absolut sicheren und legalen Umgebung spielt.

Außerdem bietet JackpotPiraten einen attraktiven Bonus an, mit dem man das Kundenkonto gleich zu Beginn ordentlich aufstocken kann. Hier gibt es Infos dazu, wie man den JackpotPiraten Casino Bonus richtig nutzt. Zwar ist dies kein Ersatz für einen Besuch im Casino de Monte Carlo, doch es ist eine sympathische Alternative und obendrein ein vergnüglicher Zeitvertreib für Freunde des Glücksspiels. Wer es vorzieht eine Luxusreise mit Wintersport zu verbinden, wird in St. Moritz voll auf seine Kosten kommen. Die Schweizer Alpen sorgen für Schneegarantie, und Pisten, die für den perfekten Ski-Spaß ideal präpariert sind. Zudem locken glamouröse Luxushotels jedes Jahr aufs Neue die High Society aus aller Welt an.

Orient statt Okzident

Bei Urlaubern, die etwas Besonderes suchen, steht auch der Orient im Ranking ganz weit vorn. Die Hitliste führt eindeutig Dubai an. In dieser Metropole der Superlative findet man die  teuersten und extravagantesten Hotels überhaupt. Zu ihnen gehört u.a. das prestigeträchtige Burj al Arab. Dieser segelförmige Bau beherbergt das einzige 7-Sterne-Hotel der Welt und gilt als das Wahrzeichen des Emirats. Auch im Oman bieten eine Reihe exquisiter Hotels einen mondänen Urlaub der Extraklasse. Märchenhafte Tempel aus Marmor, Gold und Kristall laden ein, den orientalischen Prunk hautnah zu genießen. Wer in den Sommermonaten dorthin reist und ein kühleres Klima vorzieht, sollte Salalah besuchen. Diese trockene Wüstengegend verwandelt sich während des Monsuns in ein farbenprächtiges Blütenmeer.

Traumstrände und Luxusresorts

Alimatha, Malediven
Die Insel Alimatha auf den Malediven, Bild: Marcello Landolfi / shutterstock

Menschen, die das Meeresrauschen, kristallklares Wasser und endlose weiße Sandstrände suchen, werden auf den Malediven ihr Urlaubsparadies finden. Dort kann man sogar einzelne Inseln exklusiv für sich allein buchen. An Luxus kaum zu überbieten ist Alimatha. Diese Palmen bewachsene Insel verfügt nur über ein einziges Resort, das von atemberaubender Schönheit ist. Auch die Seychellen bieten türkisblaues Meer und weißen Sand. Nicht umsonst werden die Küsten regelmäßig als schönste Strände der Welt ausgezeichnet. Das entdeckte auch die Werbeindustrie für sich und drehte in La Digue u.a. den Bacardi- und den Raffaello-Spot. Natürlich lassen sich die Hotels und Resorts der Seychellen diese Schönheit auch bezahlen.

Ein weiterer Tipp für einen Luxusurlaub an Bilderbuch Stränden mit zauberhaften Unterwasserwelten ist zweifellos Bora Bora. Diese abgeschiedene Südseeinsel gehört zu den teuersten Urlaubszielen weltweit. Wer den ganzen Zauber dieses Eilands erleben möchte, mietet am besten einen der exklusiven Wasserbungalows. Sie haben Böden und Tische aus Glas, die einen uneingeschränkten Blick auf vorbeiziehende Rochen, Haie oder Barrakudas ermöglichen. Tropische Urlaubsträume werden außerdem auf Mauritius wahr. Dort locken ein prächtiges Korallenriff, exklusive Hotels und zahlreiche Wassersportmöglichkeiten abseits des Massentourismus.

 

 

 

 

 

 

Die besten Tipps für einen unvergesslichen Urlaub in Bayern

0

Urlaub in Bayern hat eine Menge zu bieten: Wunderschöne Landschaften zum Wandern und Radfahren, märchenhafte Schlösser in Bayern, prächtige Altstädte zum Bestaunen und Entdecken. Egal ob als Urlaub in den Bergen, Urlaub einer der bayerischen Städte oder Urlaub auf dem Bauernhof, Bayern ist extrem vielfältig. Machen Sie Ihren Urlaub in Bayern zu einem unvergesslichen Erlebnis! Wir haben für Sie unsere Vorschläge für die schönsten Orte und Attraktionen zusammengestellt und erklären Ihnen, warum wenn Sie in Deutschland ein Boot mieten wollen, sich Bayern hervorragend dafür eignet.

Die schönsten Schlösser in Bayern besuchen

Kein Urlaub in Bayern sollte ohne den Besuch der schönsten Schlösser auskommen. Die schönsten und bekanntesten Schlösser in Bayern sind:

  1. Schloss Neuschwanstein: Dieses Märchenschloss ist weit über die Grenzen von Bayern und sogar Deutschland hinaus bekannt.
  2. Schloss Hohenschwangau: Eines der schönsten und bekanntesten Schlösser in Bayern ist Schloss Hohenschwangau. Es liegt fast direkt neben Schloss Neuschwanstein.
  3. Residenz Würzburg: die Residenz Würzburg ist als einzige aller bayrischen Schlösser UNESCO-Weltkulturerbe.

Eine schöne Therme in Bayern zu entspannen besuchen

In Bayern gibt es mehr als 40 Thermalbäder. Die Thermalbäder sind nicht nur wegen ihrer Nähe zu größeren Städten ein beliebtes Ziel für ein entspannendes Wochenende. Sie können auch für einen anderen langen Urlaub oder einen Kuraufenthalt genutzt werden.

  1. Therme Erding: Etwas außerhalb der bayerischen Hauptstadt liegt die Therme Erding, die auch als Europas größte Thermenwelt bekannt ist.
  2. Therme Bad Wörishofen: Bad Wörishofen hat schon durch seine Lage im Allgäu auf 630 Metern Höhe viele Möglichkeiten zur Erholung und Entspannung zu bieten. Die Therme Bad Wörishofen vermittelt zudem ein exotisches Südseeflair und entführt die Besucher in die Wasserwelt der Karibik.
  3. Johannesbad Therme Bad Füssing: Die Johannesbad Therme in Bad Füssing bietet ihren Besuchern eine außergewöhnliche Vielfalt an Thermallandschaften und Anwendungsmöglichkeiten.
  4. Watzmann Therme: In Berchtesgaden ist die Watzmann Therme das Ziel vieler Urlauber.

Tierpark in Bayern besuchen

Haben Sie Lust auf einen Ausflug mit der ganzen Familie? Dann sind Sie in den Tierparks in Bayern gut aufgehoben. Dort können Sie einheimische Wildtiere wie Luchse, Hirsche und Waschbären bestaunen. Im Gegensatz zu einem Zoo leben die Tiere hier in ihrer natürlichen Umgebung. Ob bunte Wälder, felsige Landschaften oder erfrischende Gewässer. Die kleinsten Gäste können sich im Streichelzoo austoben. Bei einer Fütterung lernen Sie, wie man die Tiere mit Respekt behandelt. Zu den schönsten Tierparks und Wildparks in Bayern zählen:

  1. Münchner Tierpark Hellabrunn
  2. Tiergarten Nürnberg
  3. Zoo Augsburg
  4. Bayerwald-Tierpark in Lohberg
  5. Wild- und Freizeitpark Höllohe in Teublitz
  6. Wildpark Klaushof in Bad Kissingen
  7. Wildpark Poing

Segeln in Bayern

Lindau, Bodensee
Lindau am Bodensee, Bild: FooTToo / shutterstock

Um einen Urlaub in Bayern perfekt zu machen, sollten Sie nicht verpassen, zumindest einen Teil von Ihrem Urlaub am Wasser zu verbringen. Grundsätzlich eignet sich Bayern für einen Urlaub am Wasser in Deutschland, auf Grund seiner guten Wasserqualität sehr gut. Bei einem Segeltörn können Sie Ihren Alltag vollstätig hinter sich lassen und einfach das Rauschen des Wassers genießen.

Es gibt zahlreiche Segelreviere im Freistatt – aber auf vielen Seen ist der Wind eher ein rares Gut. Die größeren Seen eignen sich aber dennoch auch für einen ein- oder mehrtätigen Törn. Das sind die besten Seen zum Segeln in Bayern:

  • Bodensee: klar, der Bodensee ist nicht der Gardasee – was die Winde angeht. Aber auch der Bodensee sollte nicht unterschätzt werden Segeln ist auf dem Bodensee sehr gut möglich und bietet vor allem für Anfänger und Segeltörns gute Bedingungen. Der Bodensee bietet viel mehr Platz zum Segeln als z.B. der Gardasee, und der Segler kann auch als Gast noch einen Platz für mehrere Nächte im Hafen finden.

Ein Hauch von Geheimtipp und eine kräftige Prise Superlative kennzeichnen den Untersee, den Teil des Bodensees, dessen facettenreiche Natur- und Kulturlandschaft von Vulkankegeln und einer herrlichen Alpenkulisse eingerahmt wird.

  • Ammersee: Das Segelparadies Ammersee stellt den Segler vor so manche sportliche und taktische Herausforderung. Nicht nur auf dem Meer kann er sein Können unter Beweis stellen: Der Ammersee zeigt sich auch mal schwierig mit aufkommenden Gewittern, drehenden Winden und fliegendem Wasser.
  • Chiemsee: Das „Bayerische Meer“ ist eines der schönsten Segel- und Surfreviere, in dem jedes Jahr viele Regatten ausgetragen werden. Es ist die Heimat vieler Segelclubs und -vereine, Wassersportler und anderer Wasserliebhaber.

Auf dem Chiemsee, dem Starnberger See und dem Ammersee sind etwa 80 Prozent der Segelschiffe im Freistaat registriert.

Brauche ich zum Segeln einen Segelschein?

Für Segelboote besteht in Deutschland keine generelle Pflicht, einen Segelschein zu machen. Aber je nach Boot und Revier ist das Segeln ohne Segelschein trotzdem nicht möglich. Wenn Sie ein Boot mieten oder eine Yacht chartern möchten, benötigen Sie dafür ebenfalls den amtlichen Führerschein.

Ohne Führerschein können Sie bei den meisten Verleihern nur ein Tretboot bekommen.

Nachhaltige Outdoor-Ausrüstung

Sporturlauber und Wanderer verbringen einen Großteil Ihres Urlaubs in der freien Natur. Deshalb legt diese Gruppierung von Touristen besonderen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Der Vorarlberger Hersteller Alpin Loacker legt bei seiner Produktion besonderen Wert auf hohe Qualität und umweltfreundliche Produktion. Nachfolgend möchten wir Ihnen eine Auswahl der Produkte vorstellen:

Outdoorbekleidung Herren

Das Produktsortiment für Herren besteht aus:

  • Merino Unterwäsche Herren (Boxershorts, Lange Unterhosen, Socken)
  • Shirts
  • Hoodys
  • Jacken
  • Mützen & Stirnbänder
  • Westen
  • Wanderhosen
  • Wanderschuhe
  • Brillen

Die Herrenunterwäsche wird aus der beliebten Merinowolle hergestellt. Merinowolle besitzt viele positive Eigenschaften die gerade im Sportbereich vorteilhaft sind:

  • Durch die besondere Feinheit gegenüber herkömmlicher Schurwolle kratzt sie nicht
  • Natürliche Wolle riecht weniger schnell als synthetische Materialien
  • Wolltextilien schützen besonders gut vor Kälte

Ein großer Vorteil für die Natur besteht darin, dass Schafwoll-Textilien später zu Reisswolle weiter verarbeitet werden können.

Wanderstöcke

Wanderstöcke unterstützen die Gelenke – insbesondere beim Abstieg vom Berg. So lässt sich viel Energie sparen um sich in der Natur sicher zu bewegen. Wer möchte dann beim Wandern schon auf seine Treckingstöcke verzichten? Hierbei sollte man besonderen Wert auf die richtige Einstellung der Wanderstöcke legen. So sollten die Wanderstöcke immer an das Gelände angepasst werden. Der Stock sollte beim Abstieg etwas länger und beim Aufstieg kürzer eingestellt werden. Generell sollte er jedoch so eingestellt werden, dass die Hand den Griff gut greifen kann, wenn der Arm rechtwinklig zum Boden steht. Der Unterarm ist parallel zum Boden und am Ellenbogen gebeugt.

Alpin Loacker bietet in seinem Onlineshop faltbaren Tourenstöck, Aluminium Teleskop- und Carbon Teleskop Wanderstöcke. Diese werden aus leichtem Flugzeug Aluminium oder super leichtem 3K Carbon hergestellt.

Schlafsäcke

Schlafsack Outdoor
Mit dem passenden Schlafsack erholt man sich in der Nacht und ist fit für den nächsten Tag, Bild: everst / shutterstock

Egal ob im Sommer oder Winter: Ohne passende Daunenschlafsäcke wird die Nacht zur Qual und somit auch der nächste Tag in den Bergen. Besonders empfehlenswert für Ganzjahreswanderer ist der Down Pro 3 Jahreszeiten Daunenschlafsack. Mit einem Gewicht von gerade einmal 860 Gramm lässt sich dieser bequem transportieren. Wer lieber im Sommer unterwegs ist kann mit einem Sommerschlafsack noch einmal knapp 400 Gramm Gewicht einsparen.

Grödel

Grödel sind das ideale Upgrade für Ihre Wanderschuhe beim Wandern oder Trekking in eisigem oder rutschigem Gelände. Das Schuheisen bietet guten Halt sowohl auf flachen als auch auf hügeligen Oberflächen. Mit 18 Nägeln pro Grödel wird die Sturzgefahr stark reduziert und das Bergwandern im Herbst, Winter und Frühling wieder zum wahren Vergnügen. Diese Schuhbügel sind auch geeignet für Laufen in Eis und Schnee.

Die Eigenschaften auf einen Blick:

  • Winterwandern, Trekking
  • elastisches Silikon – sicherer Halt an (fast) jedem Schuh
  • langlebiger rostfreier Stahl
  • 18 Spikes pro Grödel
  • leicht: 415g pro Paar

Outdoor Bekleidung für Frauen

Die Merino Thermo Bekleidung eignet sich insbesondere fürs Joggen, Skifahren, Klettern, Wandern und Bergsteigen. Das Sortiment der Frauen ist ähnlich umfangreich zu dem der Herren Outdoor Bekleidung:

  • Shirts
  • Merino Unterwäsche Damen
  • Lange Unterhosen
  • Isolationsjacken
  • Stirnbänder und Mützen
  • Wanderschuhe
  • Sonnenhut
  • Softshelljacken

Graz: Die Schönheit der Steiermark

Bei einer Reise nach Österreich stehen die verschiedenen Städte meist im Schatten von Wien oder Salzburg, die auch den meisten ausländischen Touristen bekannt sind. Dabei hat man mit Graz eine weitere Stadt, die eine Vielzahl von interessanten Orten zu bieten hat. Die Hauptstadt der Steiermark hat eine angenehme Größe und lässt sich einfach zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden. Neben einigen Sehenswürdigkeiten ist es aber vor allem die interessante Kultur der Stadt, die jedes Jahr tausende Touristen anlockt. Nicht umsonst finden sich in der Altstadt, die seit 1999 UNESCO Weltkulturerbe ist, einige der besten Cafes des Landes.


Hören Sie diesen Beitrag als Podcast:


Der Besuch in Graz – warum gerade hierher?

Altstadt Graz
Die Altstadt von Graz, Bild: Boris Stroujko / shutterstock

Österreich hat eine lange Geschichte hinter sich, die in vielen Städten bis heute mit atemberaubenden Sehenswürdigkeiten hautnah erlebt werden kann. Während man sich aber zum Beispiel in Wien einfach verirren kann und Salzburg für die Besucher vor allem mit der Burg in Verbindung steht, hat Graz sich den Charme einer Kleinstadt erhalten und bietet trotzdem viele interessante Zeugnisse aus der langen Geschichte von Österreich. Man kann sich sehr einfach durch die Straßen bewegen und der hervorragend ausgebaute Nahverkehr erlaubt es, die meisten Sehenswürdigkeiten einfach mit dem Bus zu besuchen.

Darüber hinaus hat Graz aber nicht nur historische Gebäude zu bieten, sondern auch eine interessante und alte Kultur, die hier an jeder Ecke zu sehen ist. Eine Vielzahl interessanter Museen beschäftigt sich zum Beispiel mit der Kunst im ehemaligen Kaiserreich. Zeugnisse aus der langen Geschichte der Stadt sind ebenfalls in Ausstellungen und Museen zu sehen. Und wer einen langen Tag mit Geschichte und Kultur hinter sich hat, wird eine Vielzahl von Cafes für eine Pause oder Restaurants mit der einheimischen Küche finden. Die herzhaften Speisen Österreichs sind in der gesamten Welt bekannt und hier kann man sie authentisch in einer historischen Umgebung genießen.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

Herrengasse
Die Herrengasse in Graz, Bild: K3S / shutterstock

Das Wahrzeichen der Stadt ist der majestätische Grazer Uhrturm, der sich in der Altstadt von Graz erhebt. Er ist auch auf den meisten Postkarten, Münzen und sonstigen Souvenirs zu finden und ist für die Einwohner der Stadt das Aushängeschild überhaupt. Er befindet sich zudem auf dem Schlossberg und wer sich auf den Weg macht, den Turm zu besichtigen, hat die zweite große Sehenswürdigkeit der Stadt direkt vor Augen. Hier befindet sich die wahre Geschichte der Stadt. Der Aufstieg kann dabei auf zwei Arten vorgenommen werden: Entweder man nutzt den Fußweg nach oben und erfreut sich dabei an dem Ausblick der Stadt oder man nimmt den Lift, der die Besucher nach oben führt. Von hier aus hat man besonders am Abend einen beeindruckenden Ausblick und kann sich an Graz im Spiel der Lichter erfreuen.

Der Schlossberg bietet einige Restaurants und Biergärten und natürlich die wohl schönste Ausstellung von Geschichte in der Stadt. Von hier aus hat man nicht nur einen tollen Blick, sondern kann auch einige Stunden damit verbringen, die Örtlichkeiten zu erkunden. Passend dazu findet sich in Graz auch das Landeszeughaus, das wohl älteste Munitions- und Waffenlager des Landes, in dem heute nicht nur moderne Waffen zu finden sind, sondern vor allem historische Stücke, die einst in den vielen Kriegen des Kaiserreichs die Armee geschmückt haben.

Nicht zuletzt finden sich in der Altstadt viele Bauten aus ehemaligen Zeiten. Von hier aus hat man zudem einen einfachen Weg zum Grazer Dom, der ebenso die Skyline der Stadt schmückt und in der typisch prachtvollen Bauweise des Mittelalters entstanden ist. Wer erst einmal genug von Geschichte hat und sich lieber der Kultur widmen möchte, kann fußläufig das Kunstmuseum erreichen, das ebenfalls einige interessante Ausstellungen über die lange Geschichte des Landes un der Stadt bietet.

Am Ende lohnt sich immer, den Tag auf dem Grazer Hauptplatz ausklingen zu lassen. Hier kommt die Stadt zusammen und darüber hinaus finden sich viele Bars, Cafes und Restaurants an diesem Ort. Wer also nach einem langen Tag und der Erkundung der Stadt wieder zu Kräften kommen möchte, kann dies bei einem original Wiener Schnitzel oder anderen Köstlichkeiten der österreichischen Küche tun.

Cleopatra auf der Spur im alten Ägypten – alles über die umstrittene Pharaonin

0

Sie war die letzte von nicht mehr als vier Frauen auf dem ägyptischen Thron. Cleopatra begeistert und fasziniert bis heute Historiker und Geschichtsinteressierte. Schließlich spielte sie bei zahlreichen historischen Entwicklungen eine große Rolle. So war sie maßgeblich an der Etablierung des römischen Kaisertums beteiligt.

Ihr Leben wurde einem breiten Publikum, durch das Shakespeare-Drama „Antony and Cleopatra“, bereits vor Jahrhunderten bekannt. In den letzten Jahrzehnten wurde die historische Persönlichkeit Hauptdarstellerin in zahlreichen Filmen und Büchern. Ihre Vorliebe für die Verknüpfung von Politik und Liebesbeziehungen machte Cleopatra für die Nachwelt populär.

Cleopatras Slots, Filme und Spiele

Heute kennt man die ägyptische Königin nicht nur aus dem berühmten Film „Cleopatra“ mit Liz Taylor in der Hauptrolle, sondern aus zahlreichen Beispielen in der Popkultur. Diese feiert sie ebenso als Ikone, wie die Kunstwelt. Ihr bewegtes Leben inspiriert und fasziniert. Das zeigt sich auch in den Kontroversen, die das Leben der Pharaonin immer wieder hervorruft. Die ewige Diva ist nicht nur in der Malerei, Fotografie oder der Videokunst vertreten, sondern ziert sogar Spielautomaten.

Nicht umsonst ist das historische Ägypten ein beliebtes Motiv in der Spieleindustrie geworden. Die ägyptische Königin dient vielen Cleopatra Slots als Leitmotiv, die hier im Detail untersucht und bewertet wurden. Ihr Leben und ihr spektakulärer Freitod bietet für alle Genres der Kunst und Unterhaltungsindustrie ausreichend Stoff, aus dem sich viele Geschichten formen lassen.

Mit 18 Jahren wurde sie Regentin

Cleopatra wurde 69 vor Christus in Alexandria geboren. Sie war das dritte von fünf Kindern des Pharaos Ptolemaios XII. Er regierte als Folge der Eroberung von Alexander dem Großen das Land. Seine Frau, Cleopatra VI, war mit ziemlicher Sicherheit nicht die Mutter der späteren Königin, sondern eine unbekannte Frau aus vornehmer Familie. Schon vor seinem Tod ernannte der Pharao seine Tochter Cleopatra zur Mitregentin. Nach dem Tod ihres Vaters bestieg Cleopatra VII 51 vor Christus gemeinsam mit ihrem erst 10-jährigen Bruder den Thron. Damals war sie 18 Jahre alt. Zu dieser Zeit war Ägypten lediglich ein Satellitenstaat des Römischen Reichs. Wie damals üblich, ging sie eine Ehe mit ihrem Bruder ein, der als Mit-Pharao ebenfalls regierte. Doch schon zwei Jahre später eskalierten die hofinternen Machtkämpfe. Die Vormünder ihres Bruders drängten Cleopatra vom Thron. Daraufhin war sie sogar gezwungen, das Land zu verlassen.

Machtkampf mit dem Bruder

Doch die Herrscherin gab nicht auf. Von Palästina aus bekämpfte sie mit Söldnern ihren Bruder und dessen Berater. Zu dieser Zeit wurde Ägypten in den römischen Bruderkrieg gezogen, Julius Cäsar, der diesen Krieg für sich entscheiden konnte, landete auch in Alexandria und machte sich selbst zum Herrscher des Landes. Cleopatra schlich sich in einem Sack versteckt in den Königspalast und überzeugte so den römischen Kaiser von sich. Sie begann eine Affäre mit Julius Cäsar, der sie in Folge wieder als Mitregentin einsetzte.

Doch die Berater ihres Bruders gaben nicht auf. Sie stellten eine Armee zusammen, die den römischen Truppen um ein Fünffaches überlegen waren. Doch Caesar und Cleopatra sicherten sich die Unterstützung jüdischer Truppen und besiegten ihre Feinde. Im Zuge der Kämpfe ging auch die berühmte Bibliothek von Alexandria in Flammen auf, der Bruder von Cleopatra starb in diesem Krieg.

Geliebte von Julius Caesar

Nach dem Ende der Kämpfe stieg Cleopatra gemeinsam mit einem weiteren Bruder zur Herrscherin Ägyptens vor Roms Gnaden auf. Caesar hinterließ drei Legionen zu ihrem Schutz, aber auch als Garantie für eine Politik, die seinen Vorstellungen entsprach. Die beiden bekamen 47 vor Christus einen gemeinsamen Sohn mit dem Namen Caesarion.

In den folgenden Jahren ihrer Herrschaft reiste Cleopatra häufig nach Ruhm und versuchte so ihren Einfluss auf den römischen Diktator Julius Caesar zu festigen. Der war zwar weiterhin mit seiner römischen Ehefrau Calpurnia verheiratet, erhob jedoch Cleopatra durch die Stiftung einer goldenen Tempelstatue in den göttlichen Rang. Ihr Einfluss dürfte maßgeblich dazu beigetragen haben, dass Caesar mehr und mehr einen absolutistischen Machtstil pflegte. Dieser wurde von den römischen Eliten immer öfter kritisiert und könnte als Motiv für die Verschwörung gegen Julius Caesar gedient haben. 44 vor Christus fiel der römische Kaiser einem Attentat zum Opfer. Damit verlor Cleopatra vorerst ihren wichtigsten Rückhalt in Rom.

Marcus Antonius zieht gegen Octavian in den Krieg

Bild: Wirestock Creators / shutterstock

Caesar hatte nicht den gemeinsamen Sohn Caesarion, sondern seinen Neffen Octavian zum Erben eingesetzt. Der spätere Kaiser Augustus konnte sich jedoch vorerst nicht durchsetzen. Marcus Antonius erhob den Machtanspruch und löste einen zehn Jahre dauernden Konflikt aus. Darin schlug sich Cleopatra auf dessen Seite und wurde seine Geliebte. Die beiden bekamen Zwillinge. Cleopatra war nach dem Tod ihres Bruders mittlerweile zur Alleinherrscherin von Ägypten aufgestiegen.

Marcus Antonius geriet in die Schusslinie seiner Gegner, die ihm die Verschleuderung römischer Provinzen vorwarfen. Cleopatra hingegen pflegte einen Kult, der in ihrer Verkörperung der Göttin Isis gipfelte. Sie wollte in einer Reihe mit römischen Göttern, wie dem Sonnengott Ra, stehen. In Rom hatten sich Octavian und Marcus Antonius die Macht geteilt, doch im finalen Machtkampf gewann Octavian. Die Seeschlacht von Actium ging zugunsten des späteren Kaisers aus. 30 vor Christus war der Kampf endgültig verloren. Marcus Antonius stürzte sich in sein Schwert und starb in den Armen von Cleopatra.

Der siegreiche Octavian nahm Cleopatra in Haft. Um nicht als Trophäe beim geplanten Triumphzug von Octavian mitgeschleift zu werden, nahm sich die damals 39-jährige Cleopatra das Leben. Ob es tatsächlich der Biss einer Schlange war, ist jedoch bis heute historisch umstritten. Cleopatra wurde gemäß ihrem Wunsch an der Seite von Marcus Antonius in ihrem Mausoleum in Alexandria bestattet. Nach ihrem Tod wurde Ägypten zu einer römischen Provinz mit Sonderstatus, die Herrschaft der Ptolemäer war vorbei.

Die Geschichte dieser faszinierenden Frau regt noch immer die Fantasie zahlreicher Fans an. Cleopatra hat sich als listenreiche Herrscherin erwiesen, die sich in einer von Männern dominierten Welt erfolgreich durchsetzen konnte.

 

Brasilien – entdecken Sie die Schönheit des vielseitigen Landes!

0

Brasilien ist ein Land der Kontraste und Gegensätze. Von atemberaubenden Stränden und tiefen Regenwäldern über die Iguaçu-Wasserfälle und Sümpfe Pantanals bis hin zu pulsierenden Großstadtmetropolen – auf einer Reise durch Brasilien erlebt man eine unglaubliche Vielfalt.

Vielfalt in Natur und Kultur!

Für die Vielfältigkeit des Landes gibt es auch eine Vielfalt an Gründen. Einer der markantesten ist wohl die Reichhaltigkeit der Landschaften und Kulturen, die hier vorhanden sind. In keinem anderen Land der Erde existiert eine derart große Zahl an unterschiedlichen Umgebungen, die es zu entdecken gilt. Von den weitläufigen Regenwäldern des Amazonas bis hin zu den endlosen Stränden der Küsten brasilianischer Traumlandschaften, findet ein jeder hier sein ganz persönliches Paradies.

Brasilien zeichnet sich zudem für seine exotische Tierwelt aus. Im Amazonasgebiet leben viele Affenarten, Faultiere und Anakondas, während im Pantanal Gürteltiere, Riesenschlangen und Jaguar zu Hause sind. Auch die Vögel sind einzigartig und beeindruckend, von den kleinen Kolibris bis hin zu den riesigen Harpyien.

Aber nicht nur die Welt der Tiere ist lebendig frequentiert. Auch die Menschen im Land sind sehr vielfältig und kommen aus allen möglichen Kulturen und Hintergründen zusammen. Dies macht Brasilien zu einem der interessantesten Orte der Erde, um neue Menschen und Kulturen kennenzulernen.

Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in Brasilien zu erkunden?

Wer schon einmal in Brasilien war, kennt sicher die vielen touristischen Sehenswürdigkeiten und Attraktionen. Doch das Land hat weitaus mehr zu bieten als nur die bekannten medialen Orte. Wer abseits der ausgetretenen Pfade Brasiliens die Schönheit von Land und Kultur entdecken möchte, sollte folgende Orte keinesfalls auf seiner Reise auslassen:

Die Iguaçu-Wasserfälle

Die Iguaçu-Wasserfälle sind zweifelsohne eines der beeindruckendsten Naturwunder Brasiliens. Sie befinden sich an der Grenze zu Argentinien und Paraguay und bestehen aus insgesamt 275 einzelnen Wasserfällen. Das Naturschauspiel ist besonders imposant, wenn die Wassermassen in den Iguaçu-Fluss stürzen. Ein Besuch dieser beeindruckenden und naturgewaltigen Wasserfälle ist atemberaubend und wird für immer in staunender Erinnerung bleiben.

Die Pantanal-Sümpfe

Die Pantanal-Sümpfe sind ein weitläufiges Feuchtgebiet, das sich vor allem bei Tierfreunden großer Beliebtheit erfreut. In den Sümpfen leben etwa 650 verschiedene Vogelarten, 150 Säugetierarten und mehr als 80 Reptilienarten. Besonders sehenswert sind die wunderschönen stelzbeinigen Flamingos, die in den Sümpfen leben. Ein Besuch der Pantanal-Sümpfe ist ein unvergessliches Erlebnis für Naturbegeisterte und die ganze Familie.

Der Amazonas

Der Amazonas ist eindeutig der bekannteste Fluss Brasiliens. Mit einer Länge von 6400 Kilometern ist er der längste Fluss der Welt. Im Bereich der wasserhaltigen Lebensader im Amazonasgebiet leben etwa 30 Millionen Menschen in rund 4000 verschiedenen Stämmen der Ureinwohner. Auf einer Reise in den Amazonas können Reisende die atemberaubende Natur des Regenwaldes hautnah erleben und die vielfältige Tierwelt in ihrem Urzustand beobachten.

Salvador de Bahia

Salvador de Bahia
Salvador de Bahia, Bild: Helissa Grundemann / shutterstock

Salvador de Bahia ist die Hauptstadt des Bundesstaates Bahia in Nordostbrasilien. Die Stadt liegt an der Mündung des Flusses Bahia de Todos os Santos in den Atlantik und hat rund 2,9 Millionen Einwohner. Zur Zeit der Entdeckung durch Europäer im Jahr 1500 war Salvador die Hauptstadt von ganz Brasilien. Die Stadt wurde 1549 zur Bischofsstadt erhoben und ist heute eine der wichtigsten kulturellen Zentren Brasiliens.

Brasilianische Kultur – was macht sie aus?

Die brasilianische Kultur ist sehr vielseitig. Es gibt viele unterschiedliche Einflüsse, die sie prägen. Dazu zählen insbesondere die indigene Kultur, die afrikanische Kultur, aber auch die portugiesische Kolonialherrschaft sowie die kulturelle Vielfalt, die durch die Einwanderung aus aller Welt entstanden ist. All diese Einflüsse haben dazu beigetragen, dass die brasilianische Lebensart so vielfältig und reichhaltig ist.

Ein wesentlicher Bestandteil dieser lebendigen Kultur ist die Musik. Sie spielt in allen Bereichen des Lebens der Menschen eine sehr wichtige Rolle. Viele verschiedene Musikstile sind in Brasilien verbreitet, darunter Samba, Bossa Nova, MPB und Reggae. Die Musik ist ein essenzieller Bestandteil der brasilianischen Identität.

Damit einhergehend und fest verbunden ist selbstverständlich der Karneval. Der Karneval ist eine jährlich stattfindende Festivität, bei der die Menschen in ausgelassener Stimmung feiern und tanzen. Die Karnevalszeit ist eine Periode der Freude und des ausgelassenen Seins ohne Beschränkungen. Jeder kann sich frei fühlen, Spaß haben und dieses Gefühl ausleben.

Die brasilianische Kultur ist dadurch äußerst frei, lebendig und farbenfroh. Sie spiegelt die Vielfalt der Bevölkerung wider und lässt jeden Anwesenden an ihr teilhaben. Sie ist einzigartig und etwas ganz Besonderes.

Nach Brasilien reisen – es lohnt sich!

Durch die vielen positiven Facetten ist Brasilien eines der faszinierendsten Länder der Erde. Es gibt derart viel zu sehen und zu erleben, dass es nicht einfach ist, alle Wünsche in einem Besuch unterzubringen. Dennoch lohnt sich eine Reise nach Brasilien, um die atemberaubende Natur, die lebendige Kultur und die herzlichen Menschen kennenzulernen.

Brasilien ist Heimat einiger der beeindruckendsten Naturschönheiten der Welt. Die kraftvollen, imposanten Wasserfälle des Iguazú Nationalparks sind überwältigend anzuschauen.

Auch die Region der mächtigen Regenwälder ist sehr eindrucksvoll. In der Amazonas-Region können Sie die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt hautnah erleben.

Doch was bei den Touristen in Brasilien tatsächlich einen bleibenden Eindruck hinterlässt, sind die Menschen selbst. Die Einheimischen sind sehr herzlich, gastfreundlich und immer bereit, einem Fremden ihr Land zu zeigen. Auch wenn Sie kein Portugiesisch sprechen, werden Sie in Brasilien keine Sprachbarrieren erleben. Denn die meisten Brasilianer sprechen auch Englisch oder zumindest ein bisschen Spanisch.

Die ideale Reisezeit!

Rio de Janerio bei Nacht
Rio de Janeiro bei Nacht, Bild: SJ Travel Photo and Video/shutterstock

Die beste Reisezeit für eine Reise nach Brasilien ist der Frühling und der Herbst. Dies sind die Jahreszeiten, in denen das Klima am angenehmsten ist. Wenn Sie jedoch die brasilianische Sommerhitze ertragen können, können Sie auch im Sommer nach Brasilien reisen. Allerdings sollten Sie dann einige Tage in den kühleren Gebieten des Landes verbringen, bevor Sie nach Rio de Janeiro oder São Paulo weiterreisen.

Wenn Sie in das südamerikanische Land reisen, können Sie sich auf einzigartige Erlebnisse und unvergessliche Momente freuen. Das herrliche Wetter und die atemberaubende Landschaft sind nur einige der Gründe, warum so viele Menschen jedes Jahr nach Brasilien kommen.

Wenn Sie die beste Reisezeit für Ihre individuellen Bedürfnisse und Vorstellungen ermitteln möchten, sollten Sie sich die Wetterbedingungen in verschiedenen Regionen des Landes ansehen. Insbesondere die Jahreszeiten können einen großen Einfluss auf das Wetter haben.

Informieren Sie sich über die beste Reisezeit für Ihren Urlaub nach Brasilien.

Per Anhalter nach Japan

Bastian Maria ist reisebegeisteter Fotograf aus Friedrichshafen am Bodensee. Im März 2020 plante Bastian mit seiner Frau Viviane eine Weltreise per Anhalter von Deutschland bis nach Japan zu reisen. Reisemagazin Online hat mit Bastian Maria und Viviane getroffen:

Reisemagazin Online: Zuallererst, wie kommt man auf die Idee per Anhalter nach Japan zu reisen?

Viviane: Bastian und ich sind beide sehr sportbegeistert. Vor allem haben uns die Olympischen Spiele seit unserer Kindheit fasziniert. So durften wir 2012 in London und 2016 die Spiele in Rio de Janeiro hautnah miterleben. Nach diesen zwei Ereignissen war uns klar, dass wir 2020 nach Tokyo reisen möchten.

Und warum per Anhalter?

Viviane: Wir haben uns lange überlegt, wie wir unsere Reise nachhaltig und möglichst nah an der einheimischen Bevölkerung gestalten können. So, dass wir in für uns unbekannte und spannende Kulturen eintauchen können. Zusätzlich wollten wir möglichst nachhaltig unterwegs sein. Wenn ein Auto in eine Richtung fährt und Platz vorhanden ist, warum sollten wir dann nicht einfach mitfahren?!

2020 war der Ausbruch der Corona-Pandemie. Hat die Pandemie euren Reisestart beeinträchtigt?

Bastian: Ja definitiv. Wir hatten unsere Wohnung und Job gekündigt und hatten uns bereits aus Deutschland abgemeldet. Als wir aufbrechen wollten, waren auf einmal alle Grenzen zu. Eigentlich wollten wir im März 2020 starten, mussten jedoch bis Juni abwarten. Dann öffneten langsam wieder die ersten Landesgrenzen.

Und wie hat Covid euch während der Reise beeinflusst?

Bild: Bastian Maria

Bastian: Während der Reise war es vor allem herausfordernd, wenn es darum ging, in ein neues Land einzureisen. Oft war es nicht ganz eindeutig, welche Tests und welche Einreisebestimmungen gültig sind. Per Landweg einzureisen, war meist nicht möglich. Nichtsdestotrotz hat Covid uns in Länder gebracht, in die wir ohne die Pandemie nicht gereist wären. Als wir beispielsweise aus Kirgisistan ausreisen mussten, war Pakistan eines von wenigen Ländern, die Touristen ins Land ließen. Unvergessliche Momente und ungeplante Erlebnisse sind dort entstanden. Insgesamt lief alles meist problemlos. Außer, dass wir es nie nach Japan geschafft haben.

Wieso habt ihr es nicht nach Japan geschafft?

Viviane: Japan hat die Grenzen vor den Olympischen Spielen in Tokyo nicht wieder geöffnet. Es durften lediglich die Athleten, Trainer und Verantwortliche unter strengen Auflagen einreisen. Selbst Verwandten, wie beispielsweise den Eltern von Athleten war es verwehrt, nach Japan einzureisen.

Wie war für euch der Moment als euch bewusst wurde, dass ihr es nicht nach Tokio schaffen werdet?

Viviane: Zuallererst waren wir etwas traurig und es hat uns etwas den Wind aus den Segeln genommen. Wir haben uns die Frage gestellt, für was wir nun eigentlich unterwegs sind? Recht schnell sind wir uns jedoch einig geworden, dass Tokio eigentlich „nur“ der Anlass der Reise war. Das eigentliche Ziel hat sich während der Reise nicht verändert.

Wie würdet ihr euer Ziel dann beschreiben?

Bastian: Für uns war es von Anfang an wichtig, in Kontakt mit fremden Kulturen zu kommen. Und das so nah wie möglich. Wir wollten mit Menschen durch Couchsurfing in Kontakt treten und per Anhalter von A nach B kommen. Das Land und ihre Menschen auf persönliche Art und Weise kennenlernen. Abseits bekannter Reiserouten. Vielleicht zwischendurch gemeinnützige Organisationen unterstützen.

Dadurch habt ihr sicherlich viel erlebt. Gibt es diesen einen Moment, welchen ihr als beeindruckendstes Ereignis der knapp zwei Jahre Weltreise beschreiben würdet?

Bild: Bastian Maria

Viviane: Es ist nicht möglich, das eine Highlight zu definieren. Jedoch gibt es ein paar Ereignisse, die man wahrscheinlich nur einmal in seinem Leben erlebt. Dazu gehört das Jagen mit einem Adlerjäger in den Bergen Kirgistans. In Pakistan durften wir fünf Tage lang an einer traditionellen Punjab Hochzeit teilnehmen. In der Türkei durften wir an der Ägäischen Küste auf einem Segelboot per Anhalter einige Tage mitreisen.

Reisemagazin Online: „Wenn die Reise nicht durch die Olympischen Spiele beendet wurde, was hat  euch dazu bewegt die Reise zu beenden? Oder ist die Reise nicht zu Ende?“

Viviane: Ich bin auf der Reise in Sri Lanka schwanger geworden. Dies war zwar für uns kein Anlass direkt nach Hause zu gehen. Jedoch waren Bastian und ich uns einig, dass das Kind möglichst in der vertrauten Heimat in Deutschland zur Welt kommen soll. Und so war es auch, dass wir nach Sri Lanka, drei Monate auf Sansibar geblieben sind, bevor wir im 7ten Monat der Schwangerschaft an Weihnachten in Deutschland waren. Die Geburt verlief im März 2022 komplikationslos. Seither sind wir ein glückliches Dreiergespann.

Das sind ja tolle Neuigkeiten. Was macht ihr aktuell und wie plant ihr eure nähere Zukunft?

Bastian: Viviane und ich sind beide Selbstständig. Wir nutzen die aktuelle Zeit intensiv um unsere Selbständigkeit weiter auszubauen. Von unserer Reise planen wir einen Reisevortrag mit dem Titel: Daumen Hoch – Per Anhalter nach Japan. Hier möchten wir gerne unsere Erlebnisse mit Bildern, Videos und Geschichten teilen.

In naher Zukunft möchten wir gerne nach Südkorea und immer noch gerne nach Japan reisen. Die Olympischen Spiele haben wir natürlich verpasst, aber das Land und die Menschen zu erleben, wäre weiterhin ein großer Wunsch von uns. Ab jetzt natürlich zu dritt.

Für euer Vorhaben wünsche ich euch alles Gute. Vielen Dank für das Interview.

Viviane: Wir sagen Danke.

Die 6 Hunde freundlichsten Urlaubsziele weltweit

Hundefreunde wollen ihre Lieblinge auf Pfoten natürlich auch im Urlaub immer bei sich haben.

Die meisten Urlaubsländer haben sich inzwischen auf Reisende mit Hund eingestellt. Dennoch gibt es ein paar Länder, in denen Hunde besonders viel Freiheiten genießen oder mehr Freude haben als anderswo und genau die stellen wir dir jetzt vor.

6 schönsten Urlaubsziele mit Hund weltweit

1. Österreich

Kaum ein anderes Land in Europa hat sich so auf Urlauber mit Hund eingestellt wie die Alpenrepublik. Dabei lockt Österreich nicht nur mit idyllischen Pensionen, schicken Hotels oder gemütlichen Ferienwohnungen, in denen Hunde willkommen sind.

Österreich ist einfach ein Traumland, wenn du mit deinem Hund ausgiebig spazieren oder wandern willst.

In den Bergbahnen Österreichs fahren Hund meistens kostenlos mit, allerdings musst du immer einen Maulkorb dabei haben.

2. Italien

„La dolce vita“ gefällt nicht nur uns Zweibeinern, sondern auch den Hunden. Italien ist ein Hundeland und die Zeiten, in denen Streuern verwahrlost durch das Land zogen, sind zumindest in Mittel- und Norditalien vorbei.

Die Maulkorbpflicht besteht auch nur auf dem Papier (trotzdem solltest du als Ausländer besser einen Faltmaulkorb in der Tasche dabei haben) und nirgends laufen so viele Hunde an der Leine oder frei friedlich an der Promenade entlang wie in Italien.

In Restaurants sind Tiere in der Regel willkommen. Vor den meisten stehen ein Hundenapf mit Wasser und manchmal sogar eine Futterbar.

3. Thailand

Gemeinsam mit dem Vierbeiner den Tag am Strand genießen, Bild: PIC by Femke / shutterstock

Thailand hat die einfachsten Einreisebedingungen für Menschen mit Hund aus der EU, die man sich nur denken kann.

Außer einem Heimtierausweis, einem Chip, einer Tollwutimpfung und einem Gesundheitszeugnis vom deutschen Amtstierarzt brauchst du nämlich nichts.

Um deinen liebsten Vierbeiner gut abzusichern, kann es sinnvoll sein, eine Hundekrankenversicherung im Vorhinein abzuschließen. Einige Anbieter gewährleisten auch einen Auslandsschutz.

Im Land selbst werden Tiere aller Art in Ehren gehalten, da die Thais durchweg Buddhisten sind. Lediglich schwarze Hunde werden manchmal kritisch betrachtet, da sich manche Thais dann vor dunklen Geistern fürchten.

Die beste Reisezeit für Thailand liegt zwischen November und Februar, denn das restliche Jahr zählt zur Regenzeit in Thailand.

4. Kroatien

Die Menschen in Kroatien sind einfach noch ursprünglich-herzlich, entspannt und sehr tierlieb. Hier fühlen sich Aktivhunde und ruhige Hunderassen gleichermaßen wohl.

Dazu kommen unendliche Küsten, tiefblaues oder türkises Wasser und tolle Städte.

Ob Hotelurlaub oder Camping, in diesem Land kommst du mit Hund sicher auf deine Kosten und zu ausreichend Erholung.

Ganz anders als in anderen Mittelmeerländern sind Hunde an den meisten Stränden willkommen.

An manchen Orten kannst du am Strand sogar eine Liege für deinen Hund mieten.

5. Kanada

Ein weiteres perfektes Fernreiseziel für Menschen mit Hund ist Kanada. Kanada ist ein sehr sicheres Reiseziel und zudem ist die Einreise ist sehr einfach: Du brauchst nur den EU-Heimtierpass, einen Mikrochip und die obligatorische Bescheinigung einer aktuellen Tollwutimpfung.

Dann erwartet dich in diesem fantastischen Land unglaubliche Landschaften und die vielleicht hundefreundlichen Menschen dieser Erde. Insbesondere knuffige, sehr große, seltene oder süße Terrier Rassen werden überall bewundert, gestreichelt und verhätschelt.

Was will man mehr? Kajakfahren mit Hund in unberührter Natur! Städtetrips in Vancouver, Quebec oder Ottawa! Trekking durch die Natur und tagelang nur Schönheit und wilde Tiere sehen!

Wenn das für dich verlockend klingt, solltest du gleich mal Fluglinien checken, die Hunde transportieren und gut überlegen, ob dein Bello den Flug wegstecken kann.

Kleine und mittlere Hunde dürfen übrigens bei vielen Fluggesellschaften in einer Box im Passagierraum mitfliegen.

6. Norwegen

Um in dieses Naturparadies zu gelangen, musst du weder Fliegen noch komplizierte Prozedere durchlaufen. Da Norwegen bandwurmfrei ist und es bleiben will, brauchst du lediglich den Nachweis einer aktuellen Bandwurmbehandlung und einen Heimtierpass.

Die Anreise ist bequem mit dem Schiff von Norddeutschland, Dänemark oder Schweden aus möglich.

Nach ein paar Stunden gemütlicher Fahrt erwarten euch gemütliche Städte wie Oslo und Bergen, unendliche Weiten, tolle (aber selbst im Sommer kühle!) Strände und natürlich die faszinierenden Fjordlandschaften.

Fazit

Europa und die ganze Welt bieten wunderschöne und lohnenswerte Urlaubsziele mit Hund. Da möchte doch wirklich kein Vierbeiner in seiner Hundehöhle bleiben!

Die Seidenstraßen entlang nach Osten

0

Während Europa von Krise zu Krise stolpert, definieren sich die Länder Zentralasiens mit Chinas Hilfe neu. Reisebuchautor Thomas Bauer erzählt von Begegnungen in Tbilissi, Teheran und Samarkand.   

von Thomas Bauer, Reisebuchautor (https://neugier-auf-die-welt.de/thomas-bauer)

„Das alles ist chinesisch!“, sagt Adil und zeigt auf die vierspurige Straße, die den beliebten Yssykköl-See mit Kirgistans Hauptstadt Bischkek verbindet. Früher dauerte die Fahrt sechs Stunden, jetzt nur noch zweieinhalb.

„Das alles ist chinesisch“ bekommt man oft zu hören, wenn man zwischen Osteuropa und Zentralasien unterwegs ist – egal ob es um Straßen und Eisenbahnlinien, Atomkraftwerke und Staudämme oder Spielzeug und Essen geht.

Während Europa sich zunehmend mit sich selbst beschäftigt, findet in einem riesigen, hierzulande kaum beachteten Gebiet ein fundamentaler Paradigmenwechsel statt. Er wird sichtbarer, je näher man China kommt.

Neues Selbstbewusstsein von Istanbul bis Tbilissi

Bibi Chanum Moschee in Samarkand
Bibi Chanum Moschee in Samarkand, Usbekistan, Bild: Thomas Bauer

„Früher gab es für uns nur ein Ziel: Europa“. Das sagt Hamza, der auf einem Partyschiff in Antalya Musik auflegt. Was er dem deutschen Gast höflich verschweigt, ist, dass Europa nicht länger eine Verheißung ist. Stattdessen orientiert man sich zunehmend an den wirtschaftlich starken Ländern der Arabischen Halbinsel und wendet sich Asien zu.

Früher war das anders: Da blickte das ganze Land erwartungsvoll gen Westen; dem wirtschaftlich schwachen Ostteil des Landes, Anatolien, wendete man den Rücken zu. Inzwischen jedoch begreift man die unvergleichliche Lage zwischen Orient und Okzident immer stärker als das, was sie ist: ein geostrategischer Trumpf, der neue Perspektiven eröffnet.

Hamza versucht mittlerweile, eine schwarzäugige Tänzerin zu beeindrucken, indem er die Liebesschwüre von Okan & Volkan aufdreht. „Halden Anlamaz“, schallt es übers Meer – ein Hit, entstanden aus türkischer Folklore, arabischen Einflüssen und westlicher Popmusik.

Weiter östlich, in Armeniens Hauptstadt Eriwan, ist man nicht gut auf die Türkei zu sprechen. Diese weigere sich noch immer, den Opfern der Massaker im Ersten Weltkrieg angemessen zu gedenken. Dabei war Armenien, das im Jahr 301 als erstes Land der Welt das Christentum zur Staatsreligion erhob, immer schon ein Zankapfel. Jahrhundertelang stritten sich Römer und Perser um das fruchtbare Gebiet. Einst reichte es vom Mittelmeer zum Kaspischen Meer; heute bietet das gebirgige Land gerade noch drei Millionen Menschen einen Lebensraum. Acht Millionen Armenier leben außerhalb ihres Landes. Selbst das Nationalsymbol, der Berg Ararat, an dem Noahs Arche gestrandet sein soll, befindet sich nicht länger im Land, sondern wenige Kilometer hinter der Grenze – ausgerechnet in der Türkei.

Thomas Bauer in der altpersischen Residenzstadt Persepolis, Bild: Thomas Bauer

Sobald man die Hauptstadt verlässt, fühlt man sich um Jahrzehnte zurückgeworfen. Kühe und Ziegen überqueren schlaglochübersäte Straßen, „Marschrutkas“, die russische Form der Sammeltaxis, schnaufen staubtrockene Windungen empor. Wohin man sich auch wendet, der Blick gelangt rasch zu einem Berg, an dem man sich kaum sattsehen kann – zumal meist ein wie aus der Zeit gefallenes Kloster spektakulär an dessen Abgrund balanciert. Wer hier ausharrt, wird ähnlich hart und genügsam wie die Felsmassive, die die Landschaft weithin prägen.

Im Nachbarstaat Georgien hat man es hingegen geschafft, einen einträglichen Tourismus zu etablieren, den man mit Bustouren und Fahrradausflügen am Leben hält. Der neueste Schrei ist eine 240 Meter lange Glasbrücke über die Dashbashi-Schlucht, in deren Mitte sich eine diamantförmige Bar befindet.

Vor allem in den Dörfern gibt es noch immer echte Gastfreundschaft, die sich dadurch ausdrückt, dass man ausgiebig miteinander schmaust. Der ahnungslose Gast, der das erste Mal an einer langen Tafel Platz nimmt, meint vielleicht, dass das Gelage nach einer Stunde zu Ende sei. Immerhin hat man da in aller Regel nicht nur die Vorspeise – gefüllte Auberginen oder eine herzhafte Suppe – und einen Fisch verspeist, sondern sich dazu hemmungslos am geradezu süchtig machenden Käsebrot „Chatschapuri“ bedient. Ganz abgesehen vom Wein, den der Tischmeister bei jedem Gang mit einem neuen Trinkspruch eingießt. Dabei beginnt der Spaß erst! Jetzt wird nämlich der Hauptgang aufgetischt, Schaschlik zum Beispiel oder Hammeleintopf, in jedem Fall Fleisch, dazu gibt es reichlich Reis oder Kartoffeln und ein wenig Alibigemüse. Natürlich trinkt man dazu wieder Wein. Nur beim Nachtisch hält man sich zurück: Etwas Obst und ein Kaffee reichen – schließlich beginnt schon am frühen Abend das nächste Gelage.

Mullahs, Moscheen und Mosaike: unterwegs im Iran

Brunnen in Tiflis, Georgien
Brunnen in Tiflis, Georgien, Bild: Thomas Bauer

Was hatten einen Freunde und Kollegen verrückt gemacht, als man in den Iran aufgebrochen ist! Man würde dort entführt werden, meinten sie, ausgeraubt sowieso, von Fanatikern bespuckt und vom Mullah-Regime eingesperrt.

Nichts davon trifft zu. Stattdessen begegnet man freundlichen Menschen, die das Gespräch suchen, denen jedoch die in weiten Teilen des Orients verbreitete Aufdringlichkeit fehlt. Dabei hätten sie Gründe, den „westlichen“ Gast zu hassen: Immerhin sorgen die Sanktionen dafür, dass ihnen das Geld zwischen den Fingern verrinnt und sie sich mit zwei oder mehr Jobs über Wasser halten müssen. So putzen sie morgens vielleicht Hotelzimmer, schneiden dann Kunden die Haare und werden spontan zum Taxifahrer und Reiseführer, sobald sie einen ausländischen Besucher sehen.

Irans Städte sind spektakulär schön. Teheran ist eine moderne Großstadt, in der die Frauen körperbetonte Kleidung tragen und die Männer die Hits von Eminem und The Weeknd mitsingen. Die Bauten Isfahans und die Gärten von Shiraz überwältigen einen vom ersten Moment an. Dazwischen aber fährt man stundenlang durch Halbwüsten, Ödland. Bei knapp 50 Grad verdorren die letzten Sträucher. Im ausgetrockneten Flussbett des Zayandeh spielen Kinder Fußball.

Iran hat ein Wasserproblem. Der Hamun-See ist zeitweise völlig ausgetrocknet, der Urmia-See, zehnmal größer als der Bodensee, könnte in wenigen Jahren folgen. Schuld daran ist nicht nur der Klimawandel, sondern auch die Errichtung von Staudämmen und die exzessive Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen. Vielleicht, so sagt man hinter vorgehaltener Hand, hetzt die Regierung auch darum so übertrieben gegen Israel und die USA: um vom eigenen Unvermögen abzulenken, das wichtigste Problem des Landes zu lösen. Der Iran verdurstet.

Die liebenswerten Schlitzohren von Usbekistan

„Das macht 30.000 Soms, immerhin bin ich einen Umweg gefahren!“

Rustam lächelt unschuldig, setzt sich aber gleichzeitig im Fahrersitz seines Taxis auf und blickt fordernd um sich – eine Mischung, wie sie wohl nur jemand hinbekommt, der lange Zeit Dienstleistungen angeboten hat. Natürlich ist er nur darum länger gefahren, weil er entgegen seiner Beteuerung keine Ahnung hatte, wo in Samarkand sich das gesuchte Hotel befindet. Die Summe entspricht dem Fünffachen des Normalpreises; zudem spekuliert Rustam darauf, dass sein Beifahrer vielleicht nur einen 50.000-Som-Schein hat. Dann könnte er bedauerlich die Schultern heben, behaupten, dass er leider kein Rückgeld habe und schauen, ob er damit durchkommt. Andererseits ist sein Preis noch immer deutlich günstiger als das, was ein Taxifahrer in Deutschland verlangen würde. Insofern ist es letztlich für beide Seiten ein gutes Geschäft.

Auch wenn Teheran die größte Stadt auf den Seidenstraßen ist, schlägt deren Herz doch eindeutig in den usbekischen Oasenstädten Buchara und Samarkand. Schon deren Namen erzeugen Bilder von prachtvollen Moscheen, wuseligen Basaren und liebenswerten Schlitzohren. Und all das stimmt! Vor allem die Sache mit den liebenswerten Schlitzohren.

Die Bauwerke punkten mit ausgeklügelter Statik, mit Rundungen und Kuppeln. Ihnen fehlt das ideenlos Eckige, das in Europa Überhand hat. Zudem sind sie überreicht verziert mit kunstvollen, zuweilen geheimnisvoll wirkenden Mosaiken. Vor allem aber weisen sie immer neue Spielarten von Blau auf. Trotz aller unleugbarer Präsenz wirken sie daher seltsam leicht. Vielleicht drücken sie gar eine Sehnsucht nach dem Meer aus – kein Wunder in einem von nur zwei Ländern der Welt, die „double landlocked“ sind, die also weder selbst noch eines ihrer Nachbarländer einen Meerzugang aufweisen (das andere derartige Land ist Liechtenstein).

Bei aller Schwärmerei sollte man nicht vergessen, dass die meisten Bauten von Sklaven errichtet wurden. Nachdem Tamerlan, auch Timur Lenk oder Amir Temur genannt, im Jahr 1370 Alleinherrscher wurde, begann er seine ebenso grausamen wie erfolgreichen Eroberungsfeldzüge. Baumeister, Handwerker und Künstler der unterlegenen Völker wurden nach Samarkand geschafft, wo sie zu Ehren des fremden Herrschers Moscheen und Paläste errichten mussten.

30 Jahre nach Zusammenbruch der Sowjetunion ist sich Usbekistan der eigenen Stärke bewusst. In den Halbwüsten fördert man Gold und Öl. Der mit spanischer Hochtechnologie ausgestattete Elektrozug „Afrosiyob“ bringt einen in Windeseile in alle größeren Städte des Landes – zum Spottpreis und mit einem Service, angesichts dessen jeder Angestellte der Deutschen Bahn vor Scham im Boden versinken müsste. Usbekistan hat es sogar vollbracht, eine eigene Autoindustrie aufzubauen. Das touristische Potenzial des Ferghana-Tals wird eben erst entdeckt.

Damit steigen die Chancen, dass typisch deutsche Eigenheiten auch zukünftig auf eine asiatisch geprägte Mentalität treffen werden: Während man Dinge in Deutschland gerne direkt anspricht, finden die relevanten Aussagen in Usbekistan zwischen den Zeilen statt. Klang das „ja“ eben begeistert oder zögerlich? Auch wird gerne nachgefragt, ob man gerade glücklich sei: „Are you happy?“ Alles andere als ein „Aber natürlich!“ stieße nicht nur auf komplettes Unverständnis, sondern wäre auch ein Affront gegenüber den Gastgebern. Schließlich wird einem viel geboten (auch wenn man einiges davon gar nicht haben möchte). Da kann man schon mal rückmelden, dass man zufrieden ist. So ungefähr jede halbe Stunde.

Das überall zu hörende „brother“ entspricht indessen nicht dem jovialen amerikanischem „bro“. Entstammt es doch einem völlig anderen Familienbild: Die Familie bietet ebenso wie die Nachbarschaft („mahalla“) Orientierung, setzt jedoch gleichzeitig enge Grenzen. Man nutzt Gelegenheiten und verdient Geld, beziehungsweise heiratet und zieht Kinder groß. Individuelle Lebensentwürfe, die diesen Rahmen sprengen, sind nicht vorgesehen. Auch darum gleitet die usbekische Gastfreundschaft oft in Überfürsorge ab. Über all dem liegt jedoch ein Gottvertrauen, eine Ergebenheit mit Tendenz zum Fatalismus, die, verbunden mit der hiesigen Abneigung gegenüber Eile und Hektik, durchaus geeignet sein kann, das Urlaubsgefühl zu erhöhen.

Ein altes Handelsnetz führt in eine multipolare Welt

Hartnäckig halten sich in Europa einige Seidenstraßen-Mythen. Zum Beispiel, dass es die eine Seidenstraße gäbe. Dabei handelte es sich immer schon um ein Geflecht aus Handelswegen. Der Name „Seidenstraße“ wurde erst 1877 vom deutschen Geografen Ferdinand von Richthofen erstmals verwendet. Auf den Handelsrouten wurde nie nur Seide transportiert, sondern auch Felle, Teppiche, Porzellan, Jade und Rhabarberwurzeln, ein beliebtes Abführmittel. Im Gegenzug erwarb man Pferde, Schmuck, Knoblauch, Weihrauch und Kohlrabi. Ideen und Erfindungen gelangten nach Europa – darunter das Papier und Geldscheine, das Spinnrad, der Kompass und der Steigbügel.

Vor allem aber sind die Seidenstraßen mitnichten Vergangenheit; sie sind quicklebendig. China baut sie mit unfassbaren Investitionen aus. 2000 Jahre lang, von 500 vor Christus bis zur Entdeckung Amerikas und der Verlagerung des Handels auf die Seewege, bildeten die Seidenstraßen das Rückgrat des weltweiten Handels. Daran will China anknüpfen und setzt inzwischen auf die „Digital Silk Road“, auf Glasfaserkabel, 5G-Abdeckung und mobiles Bezahlen. Das Forschungsprojekt „China Standards 2035“ hat das Ziel, chinesische statt „westliche“ Standards voranzutreiben.

„Früher wart Ihr die Herren der Welt“, sagt Adil mit unasiatischer Offenheit, während vor uns der Yssykköl-See, umrahmt von Viertausendern, wie eine Verheißung aufscheint. Mittlerweile sind wir bereits einige Tage gemeinsam unterwegs. „In Zukunft wird es aber mehr als nur ein Machtzentrum geben. Und irgendwie ist das gerechter als eine Welt nach dem Willen der USA, oder?“

Dass sich Europa nicht für Zentralasien interessiert, könnte sich bald rächen. Während man hierzulande aufgrund immer neuer Krisen nicht länger imstande zu sein scheint, über den Tellerrand zu blicken, werden anderswo Weichen für die Zukunft gestellt. Man muss die aktuellen Entwicklungen nicht gutheißen. Aber hinschauen sollte man schon: Die Zukunft ganz Zentralasiens hängt an seidenen Pfaden.