Das Sternberger Seenland: Idylle und Action abseits der Touristen-Hochburgen

Sternberger Seenland
Blick auf Sternberg, Bild: KaMay / shutterstock

Idyllische Naturlandschaften, eine artenreiche Flora und Fauna und einige beliebte Sehenswürdigkeiten: Das Sternberger Seenland hat sich in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Urlaubsziel entwickelt. Der im Jahr 2005 gegründete Naturpark befindet sich im Osten Mecklenburg-Vorpommerns östlich des Schweriner Sees im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Mit der Gründung des Naturparks wurde auch der Förderverein Naturpark Sternberger Seenland e.V. gegründet.

Dieser unterstützt mit verschiedenen Aktionen die tägliche Arbeit der Naturparkverwaltung zum Erhalt und dem nachhaltigen Schutz des Naturparks und seiner Artenvielfalt. Ein guter Anlaufpunkt für alle, die zum ersten Mal in der Region zu Gast sind und diese erkunden wollen, ist das Naturparkzentrum in der 4.000-Einwohner-Stadt Warin. Hier können sich die Besucher über die verschiedensten Ausflugsziele, die Historie des Naturparks und die zahlreichen Besonderheiten der regionalen Tier- und Pflanzenwelt informieren. Außerdem kann sich hier jeder für seine Entdeckungstour durch das Sternberger Seenland rüsten. So kann man in dem Naturparkzentrum unter anderem Ferngläser, Wanderkarten, Naturbücher oder Rucksäcke kaufen. Das Naturparkzentrum ist von Mai bis September von montags bis freitags jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet, und in den Herbst- und Wintermonaten (von Oktober bis April) jeweils von 10 bis 16 Uhr. Vier Naturwächter bieten in der Saison von Mai bis Oktober Führungen durch das Sternberger Seenland an.

Spektakuläre Steilhänge, idyllische Kleinode, ursprüngliche Natur

Das Sternberger Seenland ist vor allem bei Natururlaubern und Erholungssuchenden sehr beliebt – und das aus gutem Grund. Schließlich bietet der Naturpark neben vielen kleinen und großen Wasserflächen auch zahlreiche Wander- und Radwege sowie idyllische Kleinode und ursprüngliche Natur abseits der großen Touristen-Hochburgen. Der größte See des Naturparks ist der Große Wariner See, aber auch der Neuklostersee und der Große Sternberger See sind bei Touristen und Einheimischen sehr beliebt.

Auch die spektakulären bis zu 40 Meter hohen Steilhänge im Warnow-Mildenitz-Durchbruchstal sind ebenso erlebenswert wie eine Wanderung zum Warnow-Durchbruchstal. Hier gibt es einen etwa vier Kilometer langen Rundweg, der unter anderem zu einer slawischen Burgruine in Groß Raden führt. Die größte Binnensalzwiese Mecklenburg-Vorpommerns bei Sülten zieht jährlich ebenfalls viele Touristen in ihren Bann. Hier sind unter anderem zahlreiche seltene Pflanzen- und Tierarten zu finden. Unter anderem sind hier in den vergangenen Jahrzehnten der Eisvogel, der Fischadler sowie das Leberblümchen heimisch geworden.

Sternberger Seenland – Wandern, Radfahren und Paddeln

Pinnower See, Sternberger Seenland
Am Pinnower See im Sternberger Seenland, Foto: TMV/Susanne Krauss

Auch Aktivurlauber sind im Sternberger Seenland genau richtig. Schließlich bietet die Region ideale Bedingungen für Wanderer, Radfahrer und Wassersportler. So gilt zum Beispiel der Radweg von Dobbertin nach Sternberg als einer der schönsten Deutschlands. Auf den vielen idyllischen Wasserwegen und Seen herrscht reges Treiben. Und wer selbst kein eigenes Boot hat, kann sich an verschiedenen Stellen der Region Padelboote und Kanus ausleihen. Außerdem ist die Region ein wahres Paradies für kleine und große Angler. Ein ganz besonderes im Sternberger Seenland ist der sogenannte Sternberger Kuchen. Der etwa 25 Millionen Jahre alte Sandsteinbrocken verdankt seinen Namen seinem Aussehen, das an einen geschichteten Kuchen erinnert. In dem Gestein sind fossile Muscheln, Schnecken und Haifischzähne dicht gedrängt angeordnet. Diese lebten vor vielen Millionen Jahren im Meer und erreichten unter anderem durch die Eiszeit die Erdoberfläche.

Entspannter Stadtbummel durch Sternberg

Inmitten des etwa 540 Quadratkilometer großen Areals befindet sich die Kleinstadt Sternberg, die dem Seenland ihren Namen gegeben hat und mit seinen 4.000 Einwohnern gleichzeitig die größte Ortschaft des Seenlandes ist. Hier lohnt sich unter anderem ein entspannter Bummel durch die historische Altstadt, an deren Rand idyllisch die Kirche St. Maria und St. Nikolaus auf Hügel thront. Von dem etwa 60 Meter hohen Kirchturm kann man einen wunderbaren Blick über die gesamte Region genießen.

Marktplatz Sternberg
Blick auf die Stadtkirche St. Maria & St. Nikolaus Sternberg und das alte Postamt // view of the city church St. Maria & St. Nikolaus Sternberg and the old post office

Und auch die umliegenden Ortschaften bieten auch neben der idyllischen Natur jede Menge Sehenswertes. So sollte man sich auch das Archäologische Freilichtmuseum Groß Raden nicht entgehen lassen. Der mehr als 1.000 Jahre alte Tempelburg wurde in den vergangenen Jahrzehnten aufwendig rekonstruiert. Hier wird unter anderem die frühe Besiedlung durch slawische Stämme sicht- und erlebbar gemacht. Die Region hält außerdem gleich mehrere Klöster aus dem 13. Jahrhundert bereit – unter anderem Temzin, Neukloster und Dobbertin. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Wasserkraftwerk Zülow. Das größte Wasserkraftwerk Mecklenburg-Vorpommerns, das seit etwa 40 Jahren als technisches Denkmal ausgewiesen ist, ist seit dem Jahr 2004 im Privatbesitz.

Unterkünfte im Sternberger Seenland

In der gesamten Region gibt es natürlich zahlreiche Unterkünfte für jeden Geschmack und Geldbeutel – von verschiedenen Sterne-Hotels, über private Ferienhäuser und –wohnungen bis hin zu vier Campingplätzen. Beliebte Unterkünfte sind unter anderem das „Feriendorf Sternberger Seenland“ in Dabel und das Gruppenhaus & Pension „Haus am Walde“ in Borkow.

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