Sonntag, Oktober 25, 2020
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Die zehn größten Inseln im Mittelmeer

1. Sizilien

Isola Bella, Sizilien
Die Isola Bella vor Taormina in Sizilien, Bild: IgorZh / shutterstock

Sizilien – die größte Insel des Mittelmeeres südwestlich der Spitze des italienischen Stiefels ist durch die 3 Kilometer breite Meerenge von Messina vom Festland getrennt. Während der Norden und Osten von Steilküste und zahlreichen Buchten geprägt sind, flacht Sizilien Richtung Süden ab und bietet dort lang gezogene Sandstrände. Neben Resten der ursprünglichen Waldgebiete finden sich zahlreiche tropische und subtropische Pflanzenarten. Auf der Insel werden Gemüse, Obst, Wein, Mandeln, Oliven und Hartweizen angebaut. Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist der 3345 Meter hohe Vulkan Ätna als größter und aktivster Vulkan Europas. Die Gebirgsbereiche oberhalb von 2000 Metern sind im Winter oft von Schnee und Frost geprägt und können auch im Sommer kühl bleiben, während in den tieferen Bereichen Temperaturen bis 40 Grad erreicht werden. Viele Zugvögel nutzen die Inseln als Zwischenstation oder Winterquartier.

2. Sardinien

Sardinien
Cala Domestica auf Sardinien, Bild: gevision / shutterstock

Sardinien liegt südlich von Korsika und ist über die Flughäfen Olbia, Cagliari oder Alghero zu erreichen. Fährverbindungen führen unter anderem nach Genua und Civitavecchia, in die Toskana und nach Korsika sowie nach Marseille oder Barcelona. Die Hauptstadt Cagliari mit ihrer sehenswerten Altstadt liegt im äußersten Süden. Die Insel bietet neben Steilküsten viele flache, feinsandige Strände und kleine Buchten. Berühmt sind die Strände der Costa Smeralda im Nordosten und La Maddalena im Norden, sowie Is Arutas im Westen mit verschiedenfarbigem Quarzsand. Nahe der Stadt Alghero im Westen fallen Kalksteinfelsen mehrere hundert Meter tief ins Meer. Sie sind von zahlreichen Grotten durchzogen, wie beispielsweise die riesige Tropfsteinhöhle Grotta die Nettuno. Sardinien ist im Landesinneren teilweise nur dünn besiedelt und größtenteils mit Bergen bedeckt. Typisch sind die vielen Schafherden. Auf Sardinien leben Flamingos, Schildkröten, Wildpferde und in den Wäldern begegnet man sardischen Hirschen und Wildschweinen.

3. Zypern

Die Festung Kyrenia in Nordzypern, Bild: Nejdet Duzen / shutterstock

Zypern, die drittgrößte Insel des Mittelmeeres gehört geographisch bereits zu Asien. Sie legt 68 Kilometer südlich der Türkei und 95 Kilometer westlich der syrischen Küsten. Der Nordteil der Insel ist seit 1974 türkisch besetzt. Die grüne Linie zwischen beiden Teilen wird von der UNO überwacht und trennt auch die Hauptstadt Nikosia in zwei Hälften. Zypern ist über die internationalen Flughäfen Paphos und Larnaka zu erreichen. Die Temperaturen werden oft durch heiße Wüstenwinde bestimmt und fallen auch im Winter selten unter 17 Grad, während im Troodos-Gebirge im Landesinneren in dieser Jahreszeit Schnee liegt. Nordöstlich des Troodos-Gebirges beginnt eine ausgedehnte, fruchtbare Ebene, in der Obst, Gemüse, Oliven, Mandel und Wein angebaut werden. Im Inselinneren haben sich ausgedehnte Waldflächen aus Zypressen, Zedern, Eichen und Wacholder erhalten. Bei Larnaka im Süden liegen zwei große Salzseen. Die Insel ist Zwischenstation von vielen Zugvögeln und die Strände im Norden und Osten werden von Meeresschildkröten für die Eiablage genutzt. Durch die Epochen haben viele Völker auf Zypern ihr Erbe hinterlassen, welches man in Museen und bedeutenden Ausgrabungsstätten bewundern kann.

4. Korsika

Santa Giulia, Korsika
Blick auf den Strand von Santa Giulia auf Korsika, Bild: Samuel Borges Photography / shutterstock

Korsika ist eine französische Insel etwa 80 Kilometer westlich von Italien und nördlich von Sardinien. Es gibt zahlreiche Fährverbindungen in Richtung Südfrankreich, Sardinien und Norditalien sowie Flugverbindungen ab Ajacchio und Bastia. Vor allem der Westen ist durch zahlreiche Buchten geprägt, während das Landesinnere von einem Hochgebirge beherrscht wird, das bis auf über 2500 Meter ansteigt und ein Paradies für Wanderer ist. Große Flächen sind von Edelkastanien und Korkeichen bedeckt, während im Gebirge die korsische Schwarzkiefer eine Höhe bis zu 50 Metern erreicht. 40 % der Insel sind als Naturpark ausgewiesen. Wildschweine sind weit verbreitet, aber auch halbwilde Hausschweine laufen in den Wäldern frei herum. Die Insel ist Heimat zahlreicher Greifvogelarten und Zwischenstation von Zugvögeln. Touristisch ist die Insel nicht sehr stark erschlossen, schöne Badebuchten finden sich unter anderem im Südosten bei Porto-Vecchio.

5. Kreta

Kreta, Chania
Der wunderschöne Ort Chania, Bild: Georgios Tsichlis / shutterstock

Kreta, die größte griechische Insel liegt etwa 100 Kilometer südlich des griechischen Festlandes und wird über die Hauptstadt Heraklion oder Chania im Westen angeflogen. Vom Hafen Chania aus ist eine Fährverbindung nach Athen verfügbar. Von West nach Ost erstreckt sich eine bis 2500 Meter hohe Gebirgskette, die von Hochebenen und tiefen Schluchten unterbrochen wird. Am bekanntesten ist die 17 Kilometer lange Samaria-Schlucht, welche Wanderern aus aller Welt eine anspruchsvolle Strecke mit phantastischen Aussichtspunkten bietet. Die Nordseite der Insel fällt flacher zum Meer ab, so dass sich hier die meisten Urlaubsorte finden. Städtchen wie Rethymno und Chersonissos sind überwiegend touristische geprägt. Landwirtschaftlich ist Kreta durch viele Olivenbäume sowie Wein- und Obstanbau geprägt, während zahlreiche Schafe und Ziegen die Gegend durchstreifen. Die Insel der Götter ist Heimat bedeutender Ausgrabungsstätten, wie beispielsweise der weltberühmte minoische Palast von Knossos aus der Zeit um 2000 vor Christus.

6. Euböa

Die griechische Insel Euböa erreicht eine Länge von 175 Kilometer, ist an der schmalsten Stelle aber nur 6 Kilometer breit. Sie wird in der gesamten Länge von einem Gebirgszug beherrscht und ist durch zwei Brücken über den Golf von Euböa mit dem Festland verbunden. Der schmalste Teil der Meerenge wird Euripos genannt und liegt westlich der Inselhauptstadt Chalkida. Hier trennen nur 40 Meter die Insel vom Festland und Euripos ist bekannt für seine ungewöhnlich starken Gezeitenwechsel. Es bestehen mehrere Fährverbindungen, unter anderem nach Athen. Viele Sandstrände wechseln sich mit Steilküste ab. Der Tourismus ist auf Euböa noch nicht besonders verbreitet, vielmehr prägen Olivenhaine, Weinbau und Marmorsteinbrüche die Insel. Neben malerischen Dörfern bestimmen viele Überreste aus antiker Zeit das Bild von Euböa. Der Ort Aedipsos im Norden der Insel war schon in römischer Zeit für seine zahlreichen Thermalquellen bekannt und bietet Spa- und Wellnessangebote

7. Mallorca

Palma, La Seu
La Seu, die beeindruckende Kathedrale von Palma de Mallorca, Bild: Boris Stroujko / shutterstock

Mallorca ist die größte Insel der spanischen Balearengruppe und liegt etwa 170 Kilometer südlich der Hafenstadt Barcelona. Der Nordwesten der Insel wird vom Tramuntana-Gebirge durchzogen, das den Rest der Insel von kalten Winden und Regenfällen schützt. Hier fallen die Felsen steil ins Meer ab und es gibt nur wenige kleine Buchten. Diese Gegend gilt vor allem in der Nebensaison als Paradies für Wanderer und Radtouristen. Auf der Südseite geht das Gebirge in fruchtbare Täler über, in denen Oliven, Zitrusfrüchte, Gemüse und Wein gedeiht. Im Osten liegt die weitläufige Bucht von Palma, in der die Küsten fast vollständig bebaut und touristisch geprägt sind. Die Inselhauptstadt Palma mit der berühmten Kathedrale und ihrer sehenswerten Altstadt ist der kulturelle Mittelpunkt der Insel. Im Nordosten Mallorcas sind die weitläufigen Buchten von Pollenca und Alcudia mit ihren feinsandigen, flach abfallenden Stränden überwiegend touristisch erschlossen, während sich im Südosten Ferienorte an zahlreichen Buchten und kleineren Strände finden. Der Süden um Colonia de Sant Jordi ist noch weitgehend unbebaut und bietet mehrere schöne Naturstrände.

8. Lesbos

Die griechische Insel liegt im Norden der Ägäis etwa 15 Kilometer von der türkischen Küste entfernt. Sie ist per Fähre oder über den Flughafen der Hauptstandt Mytilini erreichbar. Lesbos ist geprägt von steilen Gebirgszügen, ausgedehnten Kiefernwäldern und zwei tiefen Buchten, die vom Südwesten und Südosten weit ins Landesinnere hineinreichen und von fruchtbaren Ebenen gesäumt sind, in denen überwiegend Obst und Oliven angebaut werden. Rund um die Insel finden sich zwischen den steileren Abschnitten der Küstenlinien zahlreiche kleine Buchten, sowie bei Plomari im Süden und Petra im Norden auch längere Strandabschnitte. Neben der Herstellung des bekannten Ouzos und der Produktion von Käse und Salz sind die Fischerei und vor allem der Tourismus weitere Einkommenszweige. Über die Insel verteilt erinnern heiße Thermalquellen an die vulkanische Aktivität in der Vergangenheit. Bedeutende Sehenswürdigkeiten sind das historische Dorf Molyvos mit seiner gewaltigen Burganlage und der versteinerte Wald von Sigri mit seinen 20 Millionen Jahre alten Baumstämmen.

9. Rhodos

Lindos
Rhodos ist eine traumhafte Insel und lässt sich in zwei Wochen schön erkunden, Bild: Katvic / shutterstock

Die griechische Insel Rhodos liegt im Südosten der Ägäis etwa 17 Kilometer vom türkischen Festland entfernt. Sie ist über den Flughafen Rhodos zu erreichen. Von dort aus gibt es Fährverbindungen zu anderen ägäischen Inseln und Richtung Türkei. Die Insel ist gebirgig und im Westen und Osten abschnittsweise von Steilküsten gesäumt. Schafs- und Ziegenherden durchstreifen die Insel und liefern die Grundlage für die Erzeugung von Käse. Neben dem Anbau von Wein und Oliven ist der Tourismus eine wichtige Einkommensquelle. Er konzentriert sich überwiegend auf den Norden und Nordosten der Insel. Rhodos-Stadt wurde ab dem 14. Jahrhundert von den Ordensrittern der Johanniter stark befestigt. Sehenswert ist unter anderem der Großmeisterpalast. Östlich von Rhodos reihen sich um Faliraki herum lebhafte Urlaubsorte aneinander. Sehenswert sind auf der Insel vor allem die Altstadt von Rhodos-Stadt und die Akropolis hoch über dem Ort Lindos im Osten. Im Tal der Schmetterlinge im Nordwesten halten sich Millionen von Faltern auf, die durch den Geruch des Orientalischen Amberbaums magisch angezogen werden.

10. Chios

Chios, Griechenland
Ein Urlaub auf der griechischen Insel Chios verspricht Erholung in entspannter Atmosphäre, Bild: Stamatios Manousis / shutterstock

Chios ist die zehntgrösste Insel im Mittelmeer im Norden der Ägäis. Die Gebirge im Norden der Insel gehen zur Inselmitte in landwirtschaftlich genutzte Ebenen über, die von Olivenhainen und Weinanbau geprägt sind. Der Süden bildet eine Hochebene, in der das traditionelle Naturharz Mastix aus Pistazienbäumen gewonnen wird. Hier liegen zahlreiche befestigte Dörfern, deren Häuser mit geometrischen Mustern geschmückt sind. Der Fährhafen in Chios-Stadt bietet zahlreiche Verbindungen in die Ägäis und eine Fähre ins nahe gelegene Cesme auf dem türkischen Festland. Die vier historischen Windmühlen in der Nähe der belebten Hafenpromenade sind das Wahrzeichen der Insel. Das touristische Zentrum mit mehreren Stränden liegt einige Kilometer südlich von Chios-Stadt. Die Insel ist geprägt durch zahlreiche Klöster, von denen Nea Moni mit seinem achteckigen Dom das bekannteste ist.

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