Nikosia – zweigeteilte Stadt mit vielen Reizen

Nikosia

Nikosia ist eine zweigeteilte Stadt und befindet sich im Herzen der Insel Zypern im östlichen Mittelmeer. Nikosia ist die Hauptstadt der Insel. Sie zählt völkerrechtlich auch komplett zur Republik Zypern. Allerdings steht der Nordteil seit 1983 unter der Verwaltung der international nicht anerkannten Türkischen Republik Nordzypern.

Büyük Han, Nikosia
Büyük Han, Bild: trabantos / shutterstock

Die Grenze zwischen dem Südteil und dem türkischen Nordteil verläuft durch die historische Altstadt. Wer von einem Teil der Stadt in den anderen wechseln möchte, benötigt dafür einen Personalausweis oder Reisepass, der bei den Grenzbehörden vorgelegt werden muss. Fußgänger können in Nikosia verschiedene Grenzübergänge nutzen.

Ein Übergang befindet sich direkt in der Fußgängerzone „Ledra Street“ in der Altstadt. Rund 500 Meter von Alt-Nikosia entfernt, gibt es am früheren „Ledra-Palace-Hotel“ einen weiteren Grenzübergang. Im türkischen Nordteil ist ein Aufenthalt zwischen 30 und 90 Tagen erlaubt. Nikosia ist auf beiden Seiten ein beliebtes Reiseziel und zeigt sich mit seinen türkischen, griechischen und internationalen Einflüssen besonders interessant und kontrastreich. Gehen Sie auf Entdeckungsreise und lassen Sie sich überraschen!

Orientalisches Flair im türkischen Nordteil von Nikosia genießen

Gerichtsgebäude in Nikosia
Gerichtsgebäude in Nikosia, Bild: yegorovnick / shutterstock

Die größte Stadt Nordzyperns ist mit rund 75.000 Einwohnern Nord-Nikosia. Hier befinden sich das Verwaltungszentrum und der Regierungssitz des Landes. Unabhängig von der politischen Situation gibt es im nördlichen Teil der Stadt viel zu sehen. Das Herzstück der nordzypriotischen Altstadt bildet der „Atatkürk-Platz“ mit seiner venezianischen Granitsäule. Zahlreiche Straßencafés und Tavernen säumen den „Atatürk-Platz“ und laden zum Verweilen ein. Zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten im Norden Nikosias zählen auch die historischen Baudenkmäler. In der „Karawanserei Büyük Han“ ist die orientalische Atmosphäre an jeder Ecke spürbar.

Der im 16. Jahrhundert entstandene Komplex beeindruckt mit einem malerischen Innenhof und der hübschen Moschee mit einer weißen Kuppel. In den Karawansereien legten Kaufleute und Reisende mit ihren Tieren früher eine Pause ein und nutzten die Gelegenheit auch zum Handeln ihrer Waren. Auch heute können hier traditionelle Produkte, Bücher und Kunstgegenstände erworben werden. Ein Besuchermagnet im türkischen Teil ist auch die „Selimiye Moschee“. Sie wurde als „Sophien-Kathedrale“ im Zeitraum von 1209 bis 1326 errichtet.

Ein Brunnen, um sich vor dem Gebet zu waschen, steht vor dem Eingang. In der Vorhalle stehen hübsche Säulen aus Sandstein, während die Moschee im Inneren schlicht und weiß gestaltet wurde. Viele weitere kleine Moscheen und Minarette prägen das Bild der romantischen Altstadt. Wer sich nach einem anstrengenden Stadtbummel verwöhnen lassen möchte, ist im „Hamam Omerye“ richtig. Bei Musik, Tee und entspannenden Anwendungen wie Massagen, Packungen, Peelings und traditionellen Dampfbädern können Körper, Geist und Seele neue Energie tanken.

Süd-Nikosia, ein Paradies für Kulturfreunde und Shoppingfans

Innenstadt Nokosia
Die Innsenstadt von Nikosia auf der griechischen Seite, Bild: witkowski / shutterstock

Der südliche Teil von Nikosia lockt Besucher unter anderem mit einer schicken Fußgängerzone, die über viele Einkaufsmöglichkeiten, Cafés und urige Tavernen verfügt. Hier geht es beschaulich zu. Von Hektik gibt es keine Spur. Es macht Spaß, sich in Ruhe umzuschauen, durch die Geschäfte zu bummeln und nach einem Souvenir zu stöbern. Im Südteil der Altstadt sind die „Makarios“ sowie die „Ledra Street“ die beiden Haupteinkaufsstraßen.

Die quirlige „Platia Eleftherias“ bildet das beliebte Zentrum am südlichen Altstadtrand. Sehenswert ist vor allem der „Erzbischöfliche Palast“. Er wurde in der Zeit von 1956 bis 1961 erbaut. Gleich daneben befindet sich die im Jahr 1962 errichtete „Agios-Giannis-Kathedrale“. Von außen wirkt die einschiffige Kirche bescheiden. Die Holzschnitzereien im Inneren wurden jedoch mit Blattgold überzogen und hinterlassen einen prächtigen Eindruck. In Süd-Nikosia sollten sich Touristen auch die Besichtigung des Zypernmuseums nicht entgehen lassen.

Hier werden nur die schönsten Stücke ausgestellt. Sammlungen aus Keramik sowie Schmuck, Münzen, Skulpturen und Bronzegegenstände präsentieren die bewegende und wechselvolle Geschichte des Landes. Nach einem erlebnisreichen Ausflugstag ist das Vergnügungsviertel „Laiki Jitonia“ eine bevorzugte Adresse. Hier können die lauen Sommerabende in einer der schicken Tavernen oder bei einem Glas Wein unter freiem Himmel ausklingen.

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