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Donnerstag, Januar 1, 2026
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Winterurlaub und Skiurlaub in Kanada

Grenzenlose Pisten, malerische Bergwelten und feinster Puderschnee: Beim Winterurlaub in Kanada schlägt jedes Wintersportherz höher. Völlig egal ob weiter und breite Pisten für lange Schwünge, steile schwarze Abfahrten oder auch blaue Pisten für Anfänger – Kanada bietet nicht nur abwechslungsreiche Skilandschaften, sondern auch eine sehr urige Kulinarik sowie gemütliche Gastfreundschaft.

Besonderheiten eines Winterurlaubs in Kanada

Für Wanderer, Radfahrer oder auch Wintersportler gilt Kanada als Traumdestination. Nirgendwo auf der Welt scheint in einem Land eine so reichhaltige und vielseitige Natur mit all ihren Jahreszeiten vertreten zu sein. Dabei vermittelt die unendliche Weite – ob im Tal, am Meer oder auf den Bergen – ein Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit. Eine Besonderheit im Winter ist dabei vor allem die Schneequalität: Zwar nutzen auch die kanadischen Skigebiete Beschneiungsanlagen, hier mischt sich jedoch der reichhaltige Schnee deutlich leichter und schneller unter als in den heimischen Mittelgebirgen oder auch Alpen.

Der weltbekannte „Champagne Powder“, wie der kanadische Schnee häufig genannt wird, lockt zahlreiche Besucher aus aller Welt in die Skigebiete an der Westküste Kanadas. Charakteristisch für diesen Schnee ist seine leichte und vor allem trockene Form, die sich besonders gut zum Snowboarden oder Skifahren eignet. Und wahrhaftig existiert dieser Schnee weltweit ausschließlich an der Westküste Kanadas.

Darüber hinaus sind die kanadischen Skigebiete für die breiten und langen Pisten bekannt: mit einem abwechslungsreichen Freeride-Terrain, welches ebenso zu dem Skigebiet gehört und durch die besondere Lawinenüberwachung auch als absolut sicher gilt. Somit besteht für den Wintersportler eine ideale und abwechslungsreiche Auswahl zwischen Tiefschneepisten, Freeride durch Wälder und freie Abhänge und täglich frisch präparierte Pisten.

Eine weitere Besonderheit stellt die amerikanische Disziplin des Heli-Skiings dar: Extra dafür eingerichtet wurden gesonderte und abgesperrte Pisten nur für die Heli-Gruppe. Der Beginn der Piste ist dabei ausschließlich mit einem Helikopter erreichbar, sodass dieses Vergnügen tatsächlich ein sehr exklusives Abenteuer bereithält.

Welche Skigebiete sind in Kanada besonders attraktiv?

Zwar existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Skigebiete in ganz Kanada, die größten findet man jedoch in den Rocky Mountains an der Westküste Kanadas. In den Provinzen British Columbia und Alberta befinden sich mit über 3.000 Metern Höhe auch die schneesichersten und höchsten Skigebiete Kanadas.

Zu den bekanntesten Skigebieten Kanadas zählt zweifelsfrei Whistler. Nur zwei Stunden nördlich von Vancouver entfernt, handelt es sich bei diesem Gebiet um das bekannteste Wintersportgebiet Nordamerikas, welches gleich zwei Skigebiete beheimatet: Blackcomb und Whistler Mountain. Die namensgebenden Berge Whistler und Blackcomb stechen nicht nur majestätisch im Panorama dieses Skiresorts hervor, sondern sind auch durch mit der Peak-2-Peak-Gondel verbunden. Whistler war zudem auch Austragungsort für die olympischen Winterspiele im Jahr 2010 in Vancouver. Das Resort wird jede Saison mit knapp 10 Metern Schnee gesegnet und gilt daher als absolut schneesicher.

Durch die besondere Länge des Skigebiets mit über 200 Pistenkilometern und einer Gesamtfläche von 3.300 Hektar und drei Gletschern bleiben die Pisten selbst bei vollem Betrieb nahezu leer. Das bietet sowohl für Profis als auch für Anfänger genügend Platz, um große und weite Schwünge zu testen, Rennen zu fahren oder auch gemütlich den Einstieg in neue Wintersportarten zu wagen.

Das größte Skigebiet in Kanada ist zudem für seine Gastfreundlichkeit und exklusiven Hotels bekannt. Selbst in den Sommermonaten kommen Urlauber hier ganz auf ihre Kosten. Zahlreiche Wanderwege, beeindruckende Nationalparks mit Bären und Rentieren sowie malerische Seenplatten runden die Kulisse Whistlers optimal ab. Darüber hinaus sind in diesem Skigebiet auch zahlreiche Aktivitäten neben dem Wintersport möglich. So können Urlauber dort auch Hundeschlitten fahren, Schneemobiltouren unternehmen, Pferdeschlittenfahrten wagen und vieles mehr probieren.

Das Skigebiet Blackcomb hingegen zeichnet sich vor allem durch seine lange Saison aus. Hier können Wintersportler auf dem Gletscher bis in den Juni hinein Ski- oder auch Snowboardfahren. Selbst darüber hinaus wird Schneesicherheit garantiert, auch wenn dann der Wintersport entsprechend der Naturschutzauflagen eingeschränkt wird.

Weitere beliebte Winterurlaubsziele in Kanada

Lake Louise, Kanada
Lake Louise in Alberta, Bild: Timothy Yue / shutterstock

Unweit von Whistler entfernt befindet sich in der Region Alberta das Skigebiet Lake Louise. Der Wintersportort ist nicht nur für seinen Lake Louise bekannt, sondern auch für seine abwechslungsreichen Pisten. Auf insgesamt 145 unterschiedlichen Pisten kommt jeder Wintersportler voll auf seine Kosten. Während ungefähr die Hälfte der Pisten für Fortgeschrittene geeignet sind, teilen sich die anderen 66 % der Gesamtfläche schwarze als auch blaue Pisten. Die längste Abfahrt erstreckt sich dabei auf acht Kilometer.

Auch Freerider kommen hier nicht zu kurz. Über neun verschiedene Pisten im Freeride und neun Pisten im Freestyle können hier Freerider voll auf ihre Kosten kommen. Das Skigebiet gehört mit 1.700 Hektar zu den größten Wintersportgebieten Kanadas und punktet mit seiner malerischen Kulisse auf den Banff National Park. Während im Sommer viele Grizzlys in Lake Louise ihren Nachwuchs großziehen, tummeln sich zur Winterzeit nahezu alle erdenkbaren Wintersportarten im Resort. Mit insgesamt sieben Hütten und Bergrestaurants handelt es sich bei dem Lake Louis Skiresort zudem um ein sehr gut ausgebautes Skigebiet.

Zu einem weiteren absoluten Skihighlight in Kanada zählt auch Jasper: Neben Ski- und Snowboardfahren kommen Kanadier und alle Sportbegeisterten hier vor allem beim Hundeschlittenfahren und Eishockey aus der Puste. Das eher kleinere Skigebiet eignet sich durch die vorwiegend blauen Pisten eher für Familien, Anfänger und Fortgeschrittene. Auf den 91 Pisten finden Urlauber zudem zahlreiche Bergrestaurants und abwechslungsreiche Möglichkeiten für Après-Ski.

Bolivien – Inkakultur hautnah

Land der Wüsten, Regenwälder und Gebirge. Und Rekorde. Bolivien beherbergt gleichzeitig die höchstgelegene Stadt, die gefährlichste Straße und die größte Salzwüste der Welt.

Besonderheiten Boliviens

Bolivien
Bild: SL-Photography / shutterstock

Bolivien gilt gemeinsam mit Peru als das Land, in dem sich die indigenen Gruppen und ihre Kultur am besten erhalten haben. Über die Hälfte der Bevölkerung gehören indigenen Völkern an. Dies macht sich auch während der zahlreichen Feste bemerkbar, denn obwohl diese meist einen christlichen Hintergrund aufweisen, sind sie noch immer von alten Ritualen und Zeremonien geprägt.

Auch in der Kunst der Bolivianer hat sich viel aus ihrer Hochkultur und auch der Kolonialzeit durchgesetzt. Tanz und Musik sind wie in allen südamerikanischen Ländern wichtige Teile des Lebens.

Sehenswürdigkeiten in Bolivien

La Paz: Stadt über den Wolken

La Paz, Seilbahn
La Paz, Bild: saiko3p / shutterstock

La Paz ist mit 3200 Höhenmetern die höchstgelegene Stadt der Welt. Sie beherbergt den Regierungssitz Boliviens, ist jedoch höchstens inoffiziell als dessen Hauptstadt zu bezeichnen. Der volle Name der Stadt lautet Nuestra Señora de La Paz, was “Unsere Liebe Frau des Friedens” bedeutet: Eine Erinnerung an den Sieg im Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien.

Beeindruckend wächst die Stadt über das Tal hinaus rund 1000 Meter auf die Bergränder hinauf.
Vor allem die zentralen Plätze, wie der Plaza Murillo oder der Plaza de San Francisco weisen schönste Kolonialbauten auf und liegen in angenehmer Nähe zu einigen der zahlreichen Museen, die die Stadt zu bieten hat.

Zahlreiche Märkte prägen das Bild der Stadt und an jeder Ecke stehen Verkaufsstände. Der Hexenmarkt ist eine besonders skurrile Attraktion. Dort werden neben mysteriösen Elixieren und Pulvern auch Schlangen und Glücksbringer in Form von Lamaföten feilgeboten.

Der Madidi-Nationalpark: Paradies für Tiere

Lamas Bolivien
Bild: Lisa Stelzel / shutterstock

Zwischen den Anden und dem Amazonas liegt der Madidi Nationalpark. Rund 20.000 km² umschließt das Gebiet und reicht damit von den kalten Regionen der Anden bis zum Amazonasregenwald. Er ist eine der artenreichsten Regionen der Welt und beherbergt 11 Prozent aller bekannten Vogelarten. Außerdem ist er die Heimat des Titi-Affen, der allein in diesem Gebiet anzutreffen ist. Er ist Wohnraum für mehr bedrohte Arten als irgendein anderer Nationalpark der Welt. Zu ihnen zählen beispielsweise der Jaguar, der Brillenbär, die Salzkatze und der Puma.
Die starken Regenfälle zwischen November und März machen viele Wege unpassierbar. Ein Besuch ist von Juni bis Oktober besonders zu empfehlen.

Touren erfolgen entweder zu Fuß oder per Boot und währenddessen werden Reisende über die Nutzung von Pflanzen und Früchten aufgeklärt. Wer eine Reise in den Nationalpark plant, sollte sich mindestens drei Tage dafür Zeit nehmen.

Der Titicacasee: Geteilter See

Während der größere Teil des Lago Titicaca auf der peruanischen Seite liegt, gehören die Isla del Sol und die Isla de la Luna zum Staatsgebiet von Bolivien. Der Legende nach soll die Isla del Sol die Geburtsstätte der Inka sein. Dementsprechend viele Inkabauten finden sich auch auf beiden Inseln.

Salar de Uyuni: Größte Salzwüste der Erde

Uyuni, Salzwüste
Salzwüste Uyuni, Bild: streetflash / shutterstock

Die Salar de Uyuni ist nicht nur die größte, sondern auch die höchstgelegene Salzwüste der Welt. Die Salzschicht ist bis zu 30 Meter dick und verbirgt die letzten Überreste des prähistorischen Salzsees Uyuni.

Die dort angebotenen Touren bringen Reisende meist auch zum Palacio de Sal – ein ehemaliges Hotel, erbaut aus etwa einer Million Salzblöcke.

Tiwanaku: Machu Picchu Boliviens

Einst erbaut von den Aymara gehört die Ruinenstätte Tiwanakus seit dem Jahr 2000 zum UNESCO Weltkulturerbe. Das ehemalig spirituelle Zentrum ist neben Machu Picchu die bedeutendste Stätte Südamerikas und sollte von Kulturinteressierten bei einem Besuch Boliviens keinesfalls ausgelassen werden.

El Camino de la Muerte: Straße des Todes

Árbol de Piedra
Árbol de Piedra, Bild: SL-Photography / shutterstock

Lange Zeit galt sie als die gefährlichste Straße der Welt und noch bis vor kurzem wurde sie von Autos und Lastkraftwagen befahren. Heute gibt es für große Gefährte jedoch eine Alternative und die Straße dient nur noch den Radfahrern.

Ihren Namen verdient sie den steilen Hängen zu beiden Seiten. Die schmale und kurvenreiche Straße ist weder von Leitplanken, noch anderweitig geschützt. Häufige Erdrutsche, Steinschläge und die schlammige Fahrbahn erhöhen das Risiko zusätzlich.

Wer sich traut, kann die Straße des Todes heute mit dem Mountainbike abfahren. Dabei sei allerdings Vorsicht geboten.

Canyon von Tupiza: Eine Filmkulisse

Die Kleinstadt Tupiza ist umgeben von beeindruckenden Canyons, die Westernfilmen schon öfter als Schauplatz dienten. Der Ort kann zu Fuß, im Jeep oder sogar zu Pferd besucht werden.

Die Spezialitäten von Bolivien

Camino de la Muerte, Todesstraße Bolivien
Camino de la Muerte (Todesstraße), Bild: mezzotint / shutterstock

Die Küche des Landes ist sehr nahrhaft, aber eher einfach. Dennoch lohnt sich ein Besuch in den landestypischen Restaurants oder ein Einkauf an einem der Straßenstände.

Mit der Höhe nimmt auch die Schärfe der Gerichte zu und kann mitunter einen gefährlichen Grad erreichen. Meist werden Gewürze und Soßen jedoch extra auf den Tisch gestellt und so sind die meisten Gerichte unbedenklich.

Oftmals bestehen das Essen aus Mais oder Kartoffeln, welche in den verschiedensten Sorten und Variationen vorkommen. Diese Gemüse wurden schon von den Inkas angebaut und haben sich in der Küche fortgesetzt.

Ein Beispiel sind die Humintas. Dieser Snack wird warm serviert und besteht aus einer Mais- und Käsemasse, umwickelt mit einem Maisblatt.

Wer interessiert genug ist, sollte sich auch die Zeit nehmen bolivianische Getränke ausfindig zu machen, da deren Säfte, Biere und Weine durchaus mit westlichen Importprodukten mithalten können. Hierbei ist Api eine echte Beliebtheit. Das süße Heißgetränk aus Mais steht an vielen Marktständen zum Verkauf.

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Impressionen Bolivien

Sehenswürdigkeiten in Malaga

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Als zweitgrößte Stadt Andalusiens hält Malaga einige wahre Schätze bereit. Geschichte, Kunst und Kultur treffen hier in einer wunderwirkenden Mischung aufeinander. Von der Antike bis in die Gegenwart lässt sich die Stadt in all ihren Facetten erleben. Mieten Sie sich doch bei CarGest einen Mietwagen Malaga ohne Selbstbeteiligung und besuchen Sie die schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Alcazaba – Festung der Stadt

Über der Stadt thront seit dem 11. Jahrhundert die Palastanlage Alcazaba. Erst im frühen 19. Jahrhundert wurde die Festung zu Teilen von Napoleon Bonapartes Armee zerstört. 1933 wurden Restaurationsarbeiten geleistet sowie archäologische Untersuchungen durchgeführt. Die Anlage ist durch einen bewehrten Gang (genannt „coracha”) mit der Gibralfaro Festung verbunden.

Besucher sind nach Verrichtung einer Eintrittsgebühr gerne auf der Festung willkommen und können Architektur wie auch die Aussicht über Stadt, Hafen und Umland genießen. Innerhalb des Palastes finden zudem immer wieder Sonderausstellungen statt.
Zu der Anlage gehört auch ein römisches Theater, welches sich am Fuße des Burgberges befindet. Es ist das wichtigste Relikt aus römischer Zeit und stammt aus dem 1. Jahrhundert. Bereits im 3. Jahrhundert verlor es aber an Bedeutung und wurde später von den Arabern zum Bau von Alcazaba teilweise abgetragen. Erst 1951 wurde es wiederentdeckt.

Castillo de Gibralfaro – Schützende Burg mit Aussicht

Castillo de Gibralfaro, Malaga
Castillo de Gibralfaro, Bild: Andrei Nekrassov / shutterstock

Einst als Schutz für die Festung Alcazaba erbaut, ist das Castillo de Gibralfaro heute eine Touristenattraktion. Befestigt war der Burgberg Jbel-Faro bereits in der Antike. Im 10. Jahrhundert entstand auf diesen Resten eine Festung, welche 1340 ausgebaut wurde.
1487 ließen Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragón die Festung über drei Monate im Sommer belagern, nach welchen sie die Burg und auch Alcazaba eingenommen hatten. Der König nahm die Burg als Residenz, während seine Frau Isabella in der Stadt wohnte. Seit dem Jahr 1931 gilt die Festung als historisches Denkmal und kann heute von Besuchern besichtigt werden, wobei sich dies nicht nur der Architektur und Geschichte wegen lohnt, sondern auch aufgrund des Ausblicks auf die Straße von Gibraltar.

Catedral de la Encarnación – Kathedrale der Inkarnation Gottes

In der Innenstadt steht die Kathedrale Malagas mit dem langen Namen Santa Iglesia Catedral Basílica de la Encarnación an einer Stelle, die vor 1528 von einer Moschee in Anspruch genommen wurde. Da aus Geldmangel nur ein Turm fertiggestellt wurde, trägt die Kirche den Spitznamen „La Manquita“, was „kleine einarmige Dame” bedeutet.
Über 250 Jahre wurde an ihr gebaut, was eine höchst ansprechende Mischung an Baustilen zur Folge hatte. Während sie zum größten Teil dem Stil der Renaissance entspricht, finden sich auch gotische, barocke und neoklassizistische Elemente.

Jardín Botánico-Histórico La Concepción – Die grüne Oase der Stadt

Der tropische Garten im nördlichen Teil der Stadt wurde 1855 angelegt. Palastähnliche Gebäude, Wasserfälle, Brunnen, Pavillons und eine Vielzahl an einheimischen, subtropischen und tropischen Pflanzen schaffen eine einmalige Atmosphäre. 1990 wurde der einstige Privatgarten von der Stadt gekauft, 1994 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und nach und nach wurden weitere Themengärten hinzugefügt. So zum Beispiel der „Kakteengarten” und der „Garten der Urpflanzen”. Mit seiner vielfältigen Botanik bot der Garten auch die perfekte Kulisse für mehrere Filme. Zuletzt beispielsweise 2003 für „Die Brücke von San Luis Rey”.

Die Stierkampfarena – Spanische Tradition

Málaga, Andalusien
Blick auf die Stierkampfarena in Málaga in Andalusien, Bild: S-F / shutterstock

Ein unwahrscheinliches Bild bietet die imposante Stierkampfarena, die inmitten der Hochhäuser doch so klein erscheint. Dabei bietet die 1874 erbaute Arena Platz für nahezu 9.000 Zuschauer. Außer Stierkämpfen – welche vor allem im August stattfinden –, kann man in dem Gebäude außerdem ein Museum rund um diese spanische Tradition ansehen, was für Interessierte im Vergleich zu den blutigen Kämpfen eine leichter verdauliche Wahl darstellen mag. Heute wird die Arena überdies für das Training edler Pferde genutzt. Der Arena kann man aber auch aus architektonischen Gründen einen Besuch abstatten. Der Architekt Joaquín Rucoba verstand es nämlich meisterlich, die Renaissancearchitektur mit Einflüssen aus dem Islam zu verbinden, was den spanischen Neomudéjar-Stil ausmacht.

Picasso Museum & Geburtshaus – Der große Künstler hautnah

Beide Gebäude – Museum und Geburtshaus – liegen nahe beieinander.
Während das Museum mit über 200 Werken einen Überblick über alle Schaffensperioden Picassos liefert, gewährt das Geburtshaus intime Einblicke zur Herkunft des bekannten Künstlers. Das Erstere befindet sich im Palacio de los Condes de Buenavista, welcher in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts erbaut wurde. 1997 kaufte die Stadt das Gebäude, um es in das erste Picasso-Museum in dessen Geburtsstadt zu verwandeln und seit 2003 stehen Kunstliebhabern die Türen offen. In der Plaza de la Merced 36 befindet sich das Haus, in dem Pablo Picasso am 25. Oktober 1881 geboren wurde und auch die ersten zehn Jahre seine Kindheit verbrachte. Für Besucher wurde das Haus im Stile des späten 19. Jahrhunderts eingerichtet und auch einige Originalgegenstände der Familie lassen sich dort bestaunen. Zudem befindet sich dort seit 1998 auch ein Dokumentationszentrum, das sowohl Kunstwerke Picassos als auch zeitgenössische Künstler ausstellt.

Unser Tipp: Nutzen Sie die autovermietung malaga direkt am Flughafen. So erreichen Sie auf schnellstem Wege Ihre Unterkunft.

Bekannte Drehorte – Traumziele für Film-Fans

Romantische Inseln, Burgen, Festungen, kleine Dörfer, Großstädte oder sonnenverwöhnte Traumstrände: Überall auf der Welt gibt es Orte, die als Filmdrehorte berühmt wurden. Sie wirken anziehend auf Touristen, die an Ort und Stelle in Träumen schwelgen wollen.

Wo der “Big Apple” pulsiert: New York, USA

Unendlich lang ist die Liste der Filme, die in der Megametropole New York gedreht wurden. Sie reicht von “Frühstück bei Tiffanys”, “Spiderman” und “Ghostbusters” bis “Man in Black” oder “Kevin allein in New York”. Weltbekannte Highlights en masse machen New York neben den berühmten Drehorten zum unvergesslichen Reiseziel.

Sonniges Griechenland: Skiathos und Skopelos, Griechenland

Blick auf den Strand von Lalaria in Skiathos
Blick auf den Strand von Lalaria in Skiathos, Bild: Cara-Foto / shutterstock

Kleine Badebuchten am klaren, blauen Meer, pittoreske Dörfchen und duftende Pinienwälder machen die griechischen Mittelmeerinseln Skiathos und Skopelos nicht nur zu einem Urlaubsidyll wie viele andere im sonnigen Griechenland. Spätestens wenn Filmfans die so bekannte, auf einem Felsen thronende Hochzeits-Kapelle entdecken, in der zum Ende des ersten „Mamma Mia“-Films Meryl Streep und Pierce Brosnan à la Donna und Sam ganz spontan heiraten, rufen alle begeistert: “Mamma Mia, wie schön es hier doch ist!”.

Der Walchensee: reizvolles Tirol

Alle Kinder und deren Eltern und Großeltern wohl auch kennen “Wickie und die starken Männer”. Dabei wissen die wenigsten, dass die allseits bekannten Filme im österreichischen Kaiserwinkl nordöstlich von Kufstein, genauer am schönen Walchsee gedreht wurden. Aufgrund des zu allen Jahreszeiten besonders reizvollen Umfelds eignet sich die Destination auch danach als Drehort verschiedener Wikinger-Filme.

Zauberhaft: Isle of Skye, Schottland

Hier ist Schottland voller Magie: Die Erkenntnis brachte nicht allein Popstar Harry Styles dazu, das Video zu “Sign of the Times” auf der Insel zu drehen, auch verschiedene britische Film- und Serienproduktionen entstanden auf dem wildromantischen schottischen Eiland. Vom Inselort Portree aus erkunden Besucher die filmreifen Landschaften mit ihren mittelalterlichen Burgen und den malerischen Fischerdörfern.

Wildromantische Insel Skelling Michael, Irland

Die Skellings werden auch “Great Skelling” genannt und liegen etwa 12 Kilometer vor der irischen Küste von Kerry. Als Drehorte für die “Star Wars”-Filme “Das Erwachen der Macht” und “Der letzte Jedi” sind sie zur Pilgerstätte für Filmfans aus aller Welt geworden. Mit ihren mittelalterlichen Wegen, einer uralten Mönchssiedlung und einer historischen Klosteranlage war sie in den Filmen der ideale Unterschlupf für Luke Skywalker. Heute ist die wildromantische Felseninsel ein überaus begehrtes Reiseziel.

Schauplatz London City, England

Die imposanten Houses of Parliament, Westminster Abbey als Krönungsstätte der britischen Monarchen, die Schläge von Big Ben oder das Riesenrad London Eye, das einen Panoramablick weit über die Stadt an der Themse eröffnet: Das alles ist London. Die internationale Megacity bietet am Bahnhof Kings Cross mit dem Gleis 9 ¾ aus den Harry-Potter-Filmen, mit James Bonds M16-Headquarter oder mit Reminiszenzen an Sherlock Holmes oder Paddington Bear jede Menge Hotspots für alle Filmliebhaber.

Schöne Perle an der Adria: Dubrovnik, Kroatien

Die Altstadt von Dubrovnik
Die Altstadt von Dubrovnik, Bild: SchnepfDesign / shutterstock

Das kroatische Dubrovnik gilt als eine der schönsten Städte im gesamten Mittelmeerraum – und so heißt das romantische Städtchen auch “Perle an der Adria”. Hier wurde eine der erfolgreichsten Serien der letzten Jahre “Game of Thrones” gedreht. Schauplätze waren das Pile-Tor und die Festung Lovrijenac sowie verschiedene Teile der historischen Stadtmauern, besonders für die cineastische Darstellung der Städte Königsmund und Quarth. Zudem diente Dubrovnik als Spielort für verschiedene Szenen der Star Wars Episode 8.

Maya Bay auf Koh Phi Phi, Thailand

Leonardo DiCaprio erlebte hier in seinem Film “The Beach” zunächst den idealen Traum eines jeden Thailand-Backpackers. Später verwandelte sich das vermeintliche Ideal in einen Albtraum. Nichtsdestotrotz gilt die Maya Bay auf der thailändischen Insel Koh Phi Phi als ein ultimativer Traumstrand.


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Unser Tipp:
Weitere legendäre Drehorte finden Sie auch im Buch “Szene für Szene die Welt entdecken” von Andrea David (erschienen im Conbook-Verlag, ISBN 978-3-95889-435-8. Begeben Sie sich auf die Spuren von Forrest Gump und Dirty Dancing.

Infos zum Buch:

Deutschlands bekannteste Filmtouristin Andrea David reist seit 18 Jahren an legendäre Drehorte, erzählt bildstark von ihren Entdeckungen und Begegnungen und bietet ungewöhnliche Einblicke hinter die Kulissen. Der Clou: Sie hält Fotos von ikonischen Szenen in der Hand und fügt diese auf ihren Bildern ganz genau in die Umgebung berühmter Drehorte ein.

Ihr Reisebuch für Filmfans gibt zudem Inspiration und Tipps für alle, die selbst einmal die Schauplätze ihrer Lieblingsfilme und -serien entdecken möchten. Denn klar ist: Filme und Serien schaffen immer wieder neue Sehnsuchtsorte. Sei es das Küstenstädtchen, in dem Hitchcock »Die Vögel« schreien ließ, das Tal, durch das die Dinosaurier in »Jurassic Park« liefen, oder der Wald, der in »Game of Thrones« zu Winterfell wurde – oder der Highway 163 im US-Bundesstaat Utah mit dem Sehnsuchtsort Monument Valley am Horizont, auf dem »Forrest Gump« seinen Marsch beendet hat.

Unterhaltsame Reiseberichte mit zahlreichen Fotos und über 200 Filmtourismus-Tipps zum Nachreisen.


Vimmerby, Schweden

Das Königreich Schweden gilt als das nordeuropäische Zentrum der Lebensfreude. Unterstützt wird diese Anmutung von den Geschichten der Volksschriftstellerin Astrid Lindgren, die alle Zuschauer und Leser mitnimmt in den kleinen Ort Vimmerby in Südschwedens Provinz Småland. In den Gässchen von Vimmerby gelten die falunroten Holzhäuschen als Vorlagen für die Abenteuer des meisterlichen Detektivs “Kalle Blomquist”, der “Kinder von Bullerbü” und von “Michel aus Lönneberga”.

Die Felsenstadt Petra, Jordanien

Jordanien, Petra
Petra, die berühmte archäologische Stätte in der südwestlichen jordanischen Wüste, Bild: tenkl / shutterstock

Jordanien-Reisende werden flugs in die Vergangenheit zurückversetzt, wenn sie die alte Felsenstadt Petra besuchen. Sie war Drehort für “Indiana Jones und der letzte Kreuzzug” – und wer durch die Schlucht ” Al Siq” die Schatzkammer und den “Tempel des Gral” besucht, wird ganz sicher komplett verzaubert. Wer auf Indiana Jones’ Spuren die rote Felsenstadt erkundet, wird die einzigartigen Filmorte nie vergessen.

Venedig: Drama und Action in Italien

Komödie, Drama, Action – das alles trifft in Bella Italia zusammen. Neben der Hauptstadt Rom, dem Action-Platz verschiedener James-Bond-Abenteuer, war beispielsweise die wunderbare Lagunenstadt Venedig ein Drehort von Til Schweigers Film “Honig im Kopf”. Venedig lädt ein zu Bootsfahrten auf dem Canal Grande, Besichtigung der großartigen Paläste am Markusplatz und natürlich auch zum Besuch des Hotels Bauer, in dem Tilda und Amadeus logierten.

Golden State Kalifornien, USA

California Dreamin: Der ganze US-amerikanische Bundesstaat ist zwischen San Diego und San Francisco eine Kulisse für Lifestyle und Filmdrehs wie aus dem Bilderbuch – und deshalb auch bekannt aus zahlreichen Serien und Filmen. Los Angeles gilt als Zentrum der Filmindustrie; für Reisende gilt ein Bummel über den Rodeo Drive als ein Muss – genauso wie Julia Roberts in “Pretty Woman” – und Venice Beach war einst die sonnige Location in “Baywatch”.

Winterurlaub in Jahorina

Feiner, strahlend weißer Schnee, dichte Baumkronen und eine unvergessliche Zeit. Dies ist zu erwarten, wenn man in den versteckten Gebirgsteil mitten in Bosnien und Herzegowina reist. Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter. Jahorina bietet zu jeder Jahreszeit Vielfältigkeit. Aber was genau mach Jahorina eigentlich so einzigartig?

Einer der schönsten Orte von Bosnien und Herzegowina

Jahorina ist Teil des Dinarischen Gebirges, zentral gelegen in Bosnien und Herzegowina und südlich von Sarajevo. Der Name des höchsten Gipfels ist Ogorjelica und insgesamt erstreckt sich der Gebirgszug über eine Länge von 30 Kilometer.

Das Klima bei Jahorina ist mediterran und kontinental. Das bedeutet, dass die Sommer regenreich und warm sind, die Winter hingegen schneereich und kalt. Durchschnittlich liegt an 175 Tagen des Jahres Schnee und die durchschnittliche Schneehöhe beträgt im Winter 106 Zentimeter. Der wesentliche Teil des Gebirgszugs steht als der “Nationalpark Jahorina” unter Schutz. Besonders schön kann man diesen im Frühling und im Sommer betrachten. Denn zu diesen Jahreszeiten verschwindet die Schneedecke und stattdessen bekommt man einen wundervollen Blick auf die Naturlandschaft Jahorinas.

Ein Paradies für Skifahrer und Snowboarder

Der Gebirgszug hat nicht nur eine malerische Landschaft zu jeder Jahreszeit zu bieten, sondern ist noch dazu ein vielfältiges und erlebnisreiches Urlaubsziel. Das Wintersportgebiet des Gebirgszugs liegt auf einer Höhe von etwa 1300 Metern bis 1890 Metern. Direkt bei Jahorina findet man als Tourist eine große Auswahl an Hotels, Ferienwohnungen, Restaurants, Bars und Skiverleihen. Insgesamt stehen den Skifahrern und Snowboardern 47 Kilometer an Pisten in allen verschiedenen Schwierigkeitsgraden zur Verfügung. Darunter 20 Kilometer leichte Pisten, 24 Kilometer mit mittlerem Schwierigkeitsgrad und die restlichen 3 Kilometer mit schwierigen Strecken. 16 Lifte sorgen in dem Skigebiet dafür, dass man sowohl während einem kurzen als auch einem langen Aufenthalt das ganze Wintersportgebiet erkunden kann. Dazu gehören 2 Gondeln, 5 Sessellifte, 5 Schlepplifte und 4 Förderbänder. Die Tageskarte kostet in der Hauptsaison, von 26.11. bis 23.04., 37 Euro pro Tag für Erwachsene und für Kinder 31 Euro. Geöffnet hat das Skigebiet täglich von 9:00-16:00.

Sogar in der Nacht hat man dank der Flutlichtanlagen die Möglichkeit, Ski zu fahren oder zu snowboarden und weitere Erinnerungen zu schaffen.

Jahorinas Einzigartigkeit

Jahorina
Jahorina, Bild: Boca-phototour / shutterstock

Was Jahorina besonders macht und den Gebirgszug von anderen Urlaubszielen unterscheidet, ist die Vielfältigkeit des Ortes. Denn nicht nur ist Jahorina im Winter ein traumhaftes Gebiet zum Skifahren und Snowboarden, sondern auch für andere Wintersportarten geeignet. Auch Langlaufen oder Schneeschuhwandern bieten sich hier an. Und das für gute, nicht allzu teure Preise.

Zudem sind die Klima- und Wetterbedingungen im Frühling, Sommer und Herbst ideal zum Wandern oder einfach für einen entspannten Urlaub in den Bergen. Nicht zu heiß, nicht zu trocken, sondern gerade richtig. Die Landschaft ist während dem ganzen Jahr über idyllisch und wunderschön anzusehen.

Außerdem ist die Umgebung Jahorinas mindestens genauso interessant, wie der Gebirgszug selbst. Nördlich des Berggipfels liegt Sarajevo, die Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina. Für einen Tagesausflug lohnt es sich auf jeden Fall, der Stadt einen Besuch abzustatten. Ob alleine, mit dem Partner, mit einer Gruppe von Freunden oder mit der Familie. Die Stimmung der Stadt ist gleich eine ganz andere. Und man bekommt nicht nur einen Einblick in die malerische Landschaft Jahorinas und dessen idyllische Umgebung, sondern auch ein Bild des Großstadtflairs.

Tipps für die perfekte Reise

Bevor man den Urlaub plant, sollte man sich natürlich überlegen, in welcher Jahreszeit man reisen möchte. Für einen Skiurlaub in den schneebedeckten Bergen eignen sich die Monate Dezember bis April am besten. Möchte man hingegen einen entspannten Urlaub im friedlichen Paradies des Jahorina Gebirgszugs machen, dann sollte man Juni, Juli, August oder September anreisen. Denn während diesen Monaten bietet sich durch den geringen Niederschlag und die angenehme, sommerliche Temperatur von etwa 20 Grad die ideale Reisezeit.

Jahorina im Sommer
Jahorina im Sommer, Bild: SanjaRS / shutterstock

Ein Vorteil an dem Reiseziel ist, dass die Preise in Bosnien und Herzegowina vergleichsweise billig sind. Das bedeutet für Touristen, dass die Kosten eines Urlaubes nach Jahorina inklusive Unterkunft, Verpflegung und sonstigen Ausgaben niedrig sind. Üblicherweise gibt man hier ein Trinkgeld von 5-10 %. Die Währung ist die Konvertible Mark, auch “KM” oder “BAM”. 1 Konvertible Mark lässt sich etwa in 0,51 Euro umrechnen. Zwar kann man meistens auch mit Euro bezahlen, dennoch ist es sicherlich schlau, auch einen kleinen Betrag Konvertible Mark zu besorgen und auf die Reise mitzunehmen.
Bosnien und Herzegowina ist als Reiseland sicher. Trotzdem sollte man während dem Urlaub, wie auch sonst immer, auf die Wertgegenstände aufpassen.

Wichtig zu wissen ist auch, dass das Datenroaming hier nicht gratis ist, da Bosnien und Herzegowina nicht zur EU gehört. Aus diesem Grund sollte man aufpassen, dass man entweder mit einem WLAN verbunden ist oder die mobilen Daten ausgeschalten hat.

Jahorina ist ein besonderer Ort. Die Kultur, Landschaft und vielfältigen Angebote machen den Urlaub definitiv zu einem einzigartigen Erlebnis, das man nie vergessen wird.

Santa Clara – letzte Ruhestätte des Comandante

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Kuba, der Inselstaat in der Karibik hat deutlich mehr zu bieten als weiße Traumstrände, strahlende Sonne und türkisblaues Meer. Diese Insel zieht Menschen aufgrund ihrer Geschichte in ihren Bann. Wer das historische Kuba erleben will, der kommt an einer Stadt wohl kaum vorbei.

Santa Clara war einst wichtiger Schauplatz im Kampf der Revolutionäre gegen das Batista-Regime. Doch diese Stadt fasziniert nicht nur durch den Bezug zu Che Guevara. Sie ist heute eine lebendige Stadt mit alten kolonialen Gebäuden, Flaniermeilen und pulsierendem Nachtleben.

Stadt mit bedeutender Geschichte

Mit rund 240.000 Einwohnern ist Santa Clara die Hauptstadt der Provinz Villa Clara und liegt sehr zentral inmitten der Insel. Als nationaler Verkehrsknotenpunkt befindet sie sich am westlichen Rand des Escambray-Gebirges. Die Inselhauptstadt Havanna ist rund 280 Kilometer von Santa Clara entfernt.

Die Geschichte der Stadt begann am 15. Juli 1689. Damals entstand die Siedlung Cayo Nuevo, die sich rasch zu einem bedeutenden Ort auf Kuba entwickelte. Später wurde die rasch wachsende Stadt in Santa Clara umbenannt. Bereits im 19. Jahrhundert war sie ein verkehrstechnisch wichtiger Punkt der Insel.

Während der Zeit der Kubanischen Revolution spielte Santa Clara eine entscheidende Rolle. Batista schickte einen gepanzerten Zug mit Waffen und mehr als 300 Soldaten nach Santa Clara. Doch die Guerilleros unter Ernesto Che Guevara griffen den Zug an und zerstörten mit einem Bulldozer mehrere Meter Geleise. Der Zug entgleiste.

Die Waffen fielen in die Hände der Guerilla-Kämpfer, die Soldaten mussten kapitulieren. Nur wenige Tage später griffen Che Guevara und Camilo Cienfuegos mit ihren Männern Batistas Soldaten an und eroberten damit die Stadt Santa Clara. Kurz darauf floh Batista. Heute gilt dieses Ereignis als der entscheidende Moment des Triumphes der Guerilleros.

Erinnerungen an den Triumph der „bärtigen Männer“

Zentrum von Santa Clara, Kuba
Zentrum von Santa Clara, Bild: Tupungato / shutterstock

Bis heute ist das Monumento al Tren Blindado Zeuge dieser Ereignisse. Das nationale Denkmal der kubanischen Revolution wurde von José Delarra geschaffen. Vier der Originalwagen des Zuges befinden sich in einer Parkanlage neben der Gleisanlage und sind zu besichtigen. Auch der Bulldozer hat hier einen Platz gefunden.

Historische Fotos, Originalwaffen und diverse Utensilien lassen den Besucher in die Zeit der Revolution eintauchen. Sie vermitteln ein hervorragendes Bild über die damaligen Geschehnisse und sind damit Zeugen eines wichtigen Ereignisses in der Geschichte der Insel.

Ein ganz besonderes Monument im Westen der Stadt ist dem Anführer der Guerilleros gewidmet. Der Comandante Ernesto Che Guevara präsentiert sich mächtig in Form einer sechs Meter hohen Bronzestatue an der Plaza de la Revolución. Neben der imposanten Figur des Kämpfers befinden sich Reliefs mit unterschiedlichen Szenen des kubanischen Guerillakrieges.

Che Guevara wurde am 9. Oktober 1967 in Bolivien exekutiert und heimlich beerdigt. Erst im Jahr 1997 entdeckte man seine Überreste in Vallegrande und exhumierte sie. Mit einem Staatsbegräbnis wurden die Gebeine im Monumento Memorial Che Guevara beigesetzt. Hier ruhen auch die sterblichen Überreste von etwa 40 Kampfgenossen.

An das Monument ist ein Museum angeschlossen. Hier können sich Besucher ein genaues Bild der Revolution und des Comandante machen. Zu sehen sind Ausrüstungsgegenstände, seine Uniform, Waffen und sogar sein Telefon. Es ist wohl kaum verwunderlich, dass dieses Monument die meistbesuchte Sehenswürdigkeit der Insel darstellt.

Zigarren und koloniale Bauwerke

Doch Santa Clara ist nicht nur dank Che Guevara berühmt. Hier werden jene Rauchwaren produziert, für die der Inselstaat weltweit bekannt ist. Die Fábrica de Tabacos Constantino Pérez Carrodegua stellt Zigarren der Marken Montecristo, Romeo y Julia und Partagá her. Diese Marken zählen zu den besten Kubas und können nach einer Führung im kleinen Tabakladen gegenüber erworben werden.

Ein neogotisches Bauwerk zieht die Blicke von Touristen unweigerlich magisch an. Die Catedral Santa Clara de Asís entstand 1923 und besticht durch ihre gigantischen Glasfenster im Stil des Art-decó. Beinahe magisch wirkt die weiße Marienstatue.

Von außen dagegen unscheinbar wirkt das Teatro la Caridad. Es zählt zu den wichtigsten Schauspielhäusern der Kolonialzeit und verbirgt seine volle Schönheit im Inneren. Auch das Santa Clara Libre Hotel interessiert keineswegs wegen seiner bestechenden Optik. Vielmehr sind es hier die bis heute vorhanden Einschusslöcher der Maschinengewehre die die Blicke auf sich ziehen.

Das Haus liegt wie andere sehenswerte Gebäude um den bekannten Parque Vidal, den grünen Mittelpunkt der Stadt. Je später es wird, desto lebendiger wird diese Stadt und immer mehr Einheimische und Touristen bevölkern den Park. Wem der Sinn nach Nachtleben steht, der ist in Santa Clara bestens aufgehoben.

Eine Stadt erwacht

Nicht nur die Straßen erwachen abends zum Leben. Auf den Dachterrassen der Hotels öffnen die Bars und begrüßen die Nachtschwärmer. Cabarets und Tanzvorführungen bieten nächtliche Unterhaltung. Etwas Besonderes unter all diesen Klubs und Bars ist das Centro Cultural El Mejunje. In diesem Kulturzentrum werden unterschiedlichste Veranstaltungen geboten. Mit viel Glück erlebt man hier sogar eine außergewöhnliche Travestie-Show oder Kubas Dragqueens.

Damit ist Santa Clara nicht nur für historisch Interessierte ein absolutes Muss im Zuge einer Kuba Reise. Diese Stadt wird Sie begeistern und Sie sollten darauf achten, Ihr Herz nicht an Santa Clara zu verlieren.

Santiago de Cuba – zweitgrößte Stadt Kubas

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Die meisten Reisenden verbinden mit dem Besuch auf Kuba vor allem die wunderschöne Hauptstadt Havanna, die aus Film und Fernsehen bekannt ist und mit einer langen Historie auf sich aufmerksam macht. Aber auch die zweitgrößte Stadt der Insel, Santiago de Cuba, bietet nicht nur ein großartiges Reiseziel, sondern gleichzeitig eine der interessantesten Regionen auf der Karibikinsel. Mit der typischen Kolonialarchitektur, die die Stadt bis heute prägt, ist sie vor allem ein Inbild für die ersten Siedler auf Kuba. Darüber hinaus hat sich hier in den letzten Jahren ein beeindruckendes kulturelles Selbstverständnis und ein pulsierendes Nachtleben entwickelt.

Geheimtipp unter den Touristen auf Kuba

Castille del Morro, Santiago de Cuba
Castille del Morro, Bild: corlaffra / shutterstock

Obwohl Santiago de Cuba zu den ältesten Städten des Landes gehört und immerhin die zweitgrößte Metropole und gleichzeitig ehemalige Hauptstadt des Landes ist, gilt sie bei vielen Touristen bis heute als Geheimtipp und ist vielen anderen sogar gänzlich unbekannt. Das kann letztlich auch daran liegen, dass sich Santiago de Cuba weit im Osten der Insel befindet und sich die meisten Urlauber eher im Westen und im Umkreis der Metropolregion von Havanna aufhalten. Das bedeutet aber auch, dass es hier viele Dinge zu entdecken gibt, die Pauschaltouristen bei einem Kurztrip nach Kuba auf diese Weise wohl eher nicht erleben würden.

Generell ist eine Reise nach Santiago de Cuba schon deswegen interessant, weil hier einige der schönsten Aspekte von Kuba miteinander verbunden werden können. Auf der einen Seite sind die historischen Sehenswürdigkeiten, di einen tiefen Einblick in die Geschichte der Insel und des Landes geben, auf der anderen Seite die malerischen Strände und eine beeindruckende Natur, in die die Stadt nahtlos überzugehen scheint. Darüber hinaus ist Santiago de Cuba auch eine Stadt Kultur – der kubanische Tanz hat hier seinen Anfang genommen und sich in der gesamten Stadt verbreitet. Die gesamte Metropole strahlt einen sehr jugendlichen Charme aus, was ich auch in den verschiedensten Künstlervierteln und dem Nachtleben zeigt, das auch für Touristen mit einigen Highlights interessant sein könnte.

Wer also den Trip nach Santiago de Cuba wagt, hat gleich ein ganzes Spektrum an möglichen Aktivitäten zur Verfügung und auch außerhalb von Havanna die richtige Basis, um tief in die Kultur von Kuba einzutauchen. Dabei spielt hier durchaus eine Rolle, dass Santiago de Cuba eine der Keimzellen der einstigen Revolution war.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten von Santiago de Cuba entdecken

Straßenband in Santiago de Cuba
Straßenband in Santiago de Cuba, Bild: Ondrej Bucek / shutterstock

Santiago de Cuba kann mit einer Vielzahl von kulturellen und historischen Sehenswürdigkeiten für sich punkten. Das Aushängeschild der Stadt ist dabei eindeutig die Kathedrale, die sich am Parque Céspedes, dem zentralsten Platz der Stadt befindet. Mit seiner blauen Fassade ist sie nicht nur optisch ein Highlight, sondern auch das offizielle Wahrzeichen der Stadt. Überhaupt sind die vielen Plätze der Stadt eine eigene Reise wert. An Orten wie dem Plaza de Dolores oder Plaza de Marte finden sich viele Denkmäler und historische Besonderheiten, die etwas über die Stadt erzählen.

Ein wenig außerhalb findet sich das Castillo del Morro. Die Verteidigungsanlage, die wohl im Jahr 1700 fertiggestellt wurde, war eine bedeutende Festung in der Karibik. Heute findet sich hier ein Museum, das sich vor allem mit der frühen Gründungszeit von Kuba beschäftigt, dabei aber auch auf die Revolution und seine Folgen auf Kuba eingeht – natürlich mit einer gewissen Färbung in der historischen Darstellung.

Wer ein wenig mehr über die Stadt und das Leben in Santiago de Cuba erfahren möchte, der sollte das Museo de Ambiente Histórico Cubano in der Casa de Velázquez ansehen. Es beschäftigt sich vor allem mit dem Leben während der Kolonialzeit. Auf der anderen Seite der Stadt befindet sich das Museo Bacardí in einem wunderschönen alten Bau, welches wiederum den Fokus auf die Zeit vor der Ankunft der Spanier legt.

Natürlich sollte man auch einen Blick auf die wunderschöne Natur werfen. Die Playa de Siboney ist genau der richtige Ort, wenn man einfach mal tief in das karibische Meer eintauchen möchte. Dann gibt es noch den Parque Baconao mit wunderschönen Wanderwegen und einer beeindruckenden Aussicht auf ein unberührtes Stück von Kuba.

Nachtleben und Gastronomie – Santiago de Cuba leben und atmen

Ein nicht unerheblicher Teil der Faszination von Santiago de Cuba geht von der Kultur hier aus. Die unterschiedlichen Künstlerviertel bieten Märkte und Handwerk, in vielen der Viertel gibt es ein aktives Nachtleben mit vielen tollen Restaurants, in denen man die Landesküche probieren kann. Besonders in den besten Reisemonaten, Dezember und Januar, scheint die Stadt überhaupt erst mit dem Sonnenuntergang richtig aufzuwachen. Wer also die Stadt mit allen seinen Facetten entdecken möchte, sollte sich auf jeden Fall die Zeit nehmen, einmal in der Nacht durch die Straßen zu wandern.

Eines der beeindruckendsten Landschaften Kubas – das Tal von Viñales

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Kuba, das ist nicht nur Rum, Fidel Castro und alte Autos. Auch im Inneren der Insel entdeckt man wundervolle Gebiete voller Faszination. Das Valle de Viñales zählt zu den absoluten Sehenswürdigkeiten auf Kuba. Das Tal ist bei Weitem eines der schönsten Gebiete auf der Karibikinsel. Die surrealistischen Felshügel sorgen für einen ganz besonders exotischen Flair. Auf Spanisch werden die üppig grünen Felsen „Mogotes“ genannt. Das ganze Tal ist ein Traum von Dschungel, Palmen und Tabakfeldern.

Nebel, Vögel und das UNESCO-Kulturerbe

Das Tal liegt in der Sierra de los Órgenos im westlichen Teil Kubas. Üppiges und dichtes Grün lockt nicht nur Touristen an. Das Tal ist die Heimat von 64 tropischen Vogelarten. Dieses magische und unberührte Gebiet steht seit 1999 unter der Schirmherrschaft der UNESCO. Es trägt den Titel „Kulturlandschaft der Menschheit.“ Majestätische Natur, romantischer Nebel und geheimnisvolle Felsen – all das macht diesen Landstrich zur Perle Kubas.

Eine Vielzahl von Höhlen und Grotten locken nicht nur Fledermäuse an!

Das Tal ist wegen der zahlreichen Höhlen und geheimen unterirdischen Gänge eine einzigartige Attraktion für Touristen. Die größte Höhle, Cuevas de Santo Tomas, ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Er besteht aus 45 km Gängen, Seen und Kammern. Bei der Besichtigung der Höhle ist die Begleitung eines Führers obligatorisch. Auch die Indianerhöhle ist einen Besuch wert. Diese kleine Höhle ist sehr gut für Touren mit der ganzen Familie geeignet. Auch kleine Kinder haben hier ihren Spaß. In der Höhle San-Miguel befindet sich sogar eine Bar. Ein unvergesslicher, magischer Ort.

Silvesterparty auf kubanisch

Viele der Höhlen bietet einen unvergleichlichen Spaß. Denn wer von uns hat schon einmal Silvester in einer Höhle gefeiert? Dieses Abenteuer ist im Tal von Viñales möglich. Jeden Samstag kann man in den Höhlen auch kubanische Musik genießen. Die Show beginnt immer mit einer Feuershow. Nervenkitzel garantiert.

Tabak, Honig und ein Schüler des weltberühmten Künstlers Diego Rivera

Traditionelles Landhaus und Plantagen im Tal Viñales in Kuba, bekannt für seine Berge und seinen Tabak
Traditionelles Landhaus und Plantagen im Tal Viñales in Kuba, bekannt für seine Berge und seinen Tabak, Bild: Kamira / shutterstock

Das Tal ist berühmt für seinen Tabakanbau. Das perfekte Klima bringt den besten Tabak der Welt hervor. Hier wird die Tabakpflanze immer noch auf traditionelle Art und Weise angebaut. Die Einheimischen arbeiten noch mit dem Pflug und der Power eines Ochsen. Eines der herausragenden Produkttonschritte ist das Einweichen der Tabakblätter in Rum. Beim Zusammenrollen der legendären Zigarre wird einheimischer Honig als Klebemittel verwendet. Dies verleiht dem Tabak sein einzigartiges Aroma. Natürlich wird bei allen Produktionsschritten streng auf Bio-Qualität geachtet. Eine besondere Attraktion ist zudem ein riesiges Felsbild von gigantischen Ausmaßen. Das Gemälde wurde von Fidel Castro in Auftrag gegeben. Einer der Maler des „Wandgemäldes der Vorgeschichte“ war Leovigildo Gonzales Morillo. Er war ein Schüler von Diego Riviera, dem weltberühmten mexikanischen Maler. Das 120 Meter lange Werk ist das mit Abstand größte Freiluftfresko der Welt.

Hier gibt es den weltbesten Kaffee und Rum!

Das Tal wird durchzogen von endlosen Kaffeeplantagen. Die Kubaner sind besonders stolz auf ihre traditionell angebauten Kaffeesorten. Der selbst hergestellte Rum wird für seine Qualität und Stärke auf der ganzen Welt geschätzt.

Eine kleine Stadt mit einer großen Vielzahl an kulinarischen Köstlichkeiten

Die Stadt Viñales besteht aus ein paar gemütlichen Straßen, einem kleinen Markt und einer kleinen Kirche. Tagsüber ist die Stadt ruhig und friedlich. Abends verwandeln sich die Gassen in ein einzig großes Restaurant. Die Gerüche und der exotische Geschmack der Speisen locken Besucher aus der ganzen Welt an. Probieren Sie auf jeden Fall das Menü Bistec do Cedro. Dieses leicht gesalzene Stück Schweinefleisch, gewürzt mit Limette, Knoblauch und Zwiebel, serviert mit Reis und Bohnen, wird von den Einwohnern sehr geschätzt. Erwähnenswert ist auch die Variante mit dem Namen Ropa Vieja. Es handelt sich dabei um ein lang gegartes Rindfleisch mit Tomate und Orangensaft. Auf der gesamten Insel wird bei der Produktion von Gemüse und Obst kein Pestizid verwendet. Alle Früchte sind biologisch angebaut.

Das Glück liegt auf dem Rücken der Pferde. In Kuba ganz bestimmt!

In dem tropischen Tal werden täglich Ausritte mit Pferden angeboten. Auch Einsteiger sind willkommen. Die Pferde im Tal sind gut angepasst und trainiert. Das langsame Tempo sorgt für entsprechende Entspannung von Mensch und Tier. Die Schönheit der Natur lässt sich auf diese Art besonders genießen.

Ein Besuch im Tal von Viñales garantiert eine bezaubernde Naturreise mit köstlichen Geschmackserlebnissen. Lassen Sie sich faszinieren!

Der Küstenort Baracoa auf der Karibikinsel Kuba ist ein wahres Juwel

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Baracoa im Osten Kubas in der Provinz Guantánamo ist die älteste Ansiedlung auf der Karibikinsel. Die einstige Hauptstadt von Kuba liegt an der Atlantikküste, an der Bahía de Miel, der Honigbucht. Bereits 1492 entdeckte Christoph Kolumbus den entlegenen Ort auf einer seiner Reisen. Umgeben von der mächtigen Gebirgskette Sierra del Purial war die im Jahr 1511 von Gouverneur Diego Velázquez gegründete Stadt lange nur über den Seeweg zu erreichen. Erst unter Fidel Castro entstand 1965 die atemberaubende La Farola, eine sich durch die Sierra del Purial windende Bergstraße.

Karibische Kultur

Selbst nach seiner Anbindung an den Rest Kubas blieb das Kolonialdorf fernab vom Massentourismus beschaulich. Kopfsteinpflaster und farbenfroh gestrichene Häuser verleihen dem Stadtzentrum von Baracoa seine einzigartige Atmosphäre. Der ausgeprägte französische Einfluss auf die Stadtgestaltung ist auf die französischen Siedler zurückzuführen, die im 19. Jahrhundert aus Haiti einwanderten und außerdem den Anbau von Kakao und Kaffee einführten. In der historischen Altstadt, die mehr französische als spanische Einflüsse aufweist, ragt die Kathedrale Nuestra Señora de la Asunción empor. Die älteste Kirche Kubas bewahrt das Kreuz Cruz de la Parra aus dem 15. Jahrhundert auf, welches Kolumbus bei seiner Ankunft aufgestellt haben soll. Vor dem Gotteshaus steht eine Büste von Stammeshäuptling Hatuey.

Entlang der östlichen Küste von Baracoa verläuft die Strandpromenade Malecón. Sie endet bei einem Park mit einer Statue des Entdeckers Kolumbus. Vor der Stadt erstreckt sich der Strand Playa Negra, auch Playa Boca de Miel genannt. Weiter westlich liegen die ruhigen Strände Playa Maguana und Playa Nibujón.

Kubanische Traditionen

Baracoa, Kuba
Unterwegs in den Straßen von Baracoa, Bild: Jerome LABOUYRIE / shutterstock

Bei der großen Anzahl an Kakaoplantagen wundert es wenig, dass Schokolade ein typisches Erzeugnis von Baracoa ist. In der Stadt stellt die größte Schokoladenfabrik Kubas die verschiedensten verlockenden Produkte her. Im Casa del Chocolate kann man neben Schokolade auch die Spezialität des Ortes kosten, eine Süßigkeit namens Cucurucho. Die Mischung aus Honig, Zucker, Früchten und Kokosnuss wird traditionell in ein Palmblatt gewickelt serviert.

Die kubanische Lebensart wie Musik und Salsa lernt man am besten auf dem Plaza de la Independencia im Herzen der Stadt kennen. An den Wochenenden wird an der Uferpromenade ein bunt gemischter Bauernmarkt abgehalten, auf dem einheimische Landwirte ihre regionalen Erzeugnisse feilbieten.

Wissenswertes über die Kultur des Landes, die Geschichte der Stadt und die Ureinwohner erfährt man ferner im Museum bei der Festung Fortaleza la Matachíne. Zum Schutz vor Piraten wurde sie von den spanischen Kolonialherren errichtet. Vom Castillo de Seboruco, dem höchsten Fort von Baracoa, genießt man einen herrlichen Blick auf Baracoa und die Bahía de Miel.

Ursprüngliche Landschaften

Baracoa und seine Umgebung sind geprägt von unberührter Natur. An der Küste des karibischen Ortes locken einsame weiße Strände an türkisblauem Wasser, während das Landesinnere von dichtem tropischem Regenwald dominiert wird.

Das Biosphärenreservat Cuchillas del Toa dient dem Schutz der weltweit letzten erhaltenen Regenwälder und ihrer gefährdeten seltenen Flora und Fauna. Hier befindet sich der sehenswerte Parque Nacional Alejandro de Humboldt, benannt nach dem Naturforscher Alexander von Humboldt. Er ist der größte Nationalpark Kubas und UNESCO Weltnaturerbestätte. Auf faszinierenden Wanderungen durch den Park entdecken Besucher seltene Pflanzen und Tiere, darunter die kubanische Landschnecke mit ihren interessanten Farbspiralen.

In der Gebirgskette Cuchillas del Toa erhebt sich auch der 575 Meter hohe Tafelberg El Yunque, der Amboss, mitten im tropischen Regenwald. Auf seinem Gipfel steht eine Büste von Christoph Kolumbus und am Fuße des Kalksteinfelsens gedeihen Kakao- und Bananen auf den Plantagen. Vom Salto Fino, dem höchsten Wasserfall in der Karibik, donnert das Wasser des Arroyo del Infierno aus 305 Meter Höhe in die Tiefe.

Am Fluss Rio de Yumurí findet man ein tropisches Paradies und das kleine Dorf Boca de Yumuri, von dem aus man Bootsfahrten zum nahe gelegenen Canyon unternehmen kann.

El Cobre – der heiligste Ort Kubas

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El Cobre ist eine Kleinstadt im Südosten von Kuba, nur etwa 20 Kilometer von der zweitgrößten Stadt des Landes Santiago de Cuba entfernt. In der Stadt wurde seit dem 16. Jahrhundert Bergbau betrieben. In der nahegelegenen Mine der Stadt haben die Spaniern Kupfer bis ins Jahr 2000, als die Mine geschlossen wurde, abgebaut.

Anreise nach El Cobre

Der Flughafen Santiago de Cuba unterhält unter anderem internationale Flugverbindungen in die spanische Hauptstadt Madrid und nach Miami in Florida. Inlandsflüge von der kubanischen Hauptstadt Havanna aus finden mehrmals die Woche statt. Von dort kann man entweder mit dem Mietwagen, Bus oder Taxi nach El Cobre fahren. Natürlich ist ein Besuch der Basilika bei vielen Touren, die in Santiago de Cuba angeboten werden, ein Bestandteil. Wer seine Mietwagenrundreise durch Kuba in Havanna startet, hat eine weite Anreise nach El Cobre vor sich, denn die Kleinstadt liegt 850 km von der Hauptstadt Kubas entfernt. Auf einer dreiwöchigen Reise durch das Land sollte ein Besuch der Kleinstadt aber problemlos und stressfrei möglich sein.

Der meistbesuchte Wallfahrtsort Kuba

Der Grund, warum schon drei Päpste genau diese Kleinstadt in Kuba aufgesucht haben, ist in der Basilica de Nuestra Señora del Cobre zu finden. In dieser steht die Statur der barmherzigen Jungfrau von Cobre (La Virgen de la Caridad del Cobre). Laut einer Legende wurde diese im Meer treibend von drei Fischern gefunden. Sie zogen das vermeintliche Treibgut aus dem Wasser und in diesem Moment beruhigte sich das Meer und war spiegelglatt. Die Marienfigur enthielt die Aufschrift „Yo soy la Virgen de la Caridad“ – zu Deutsch „Ich bin die Jungfrau der Barmherzigkeit“. Zu Hause in Cobre errichteten die Fischer der Jungfrau einen Schrein. Im Jahr 1915 erklärte Papst Benedikt XV die Jungfrau auf Wunsch der Veteranen der Unabhängigkeitskriege zur Schutzpatronin Kubas. Die heutige Kirche, in der die Schutzpatronin steht, wurde im Jahr 1927 eingeweiht. Die weiße Basilika mit ihren roten Dächern thront auf einem Hügel über der Stadt und ist von weither sichtbar. Drumherum ragen saftig, grüne Hügel empor. Um einen schönen Blick über die Stadt und die Kirche zu haben, kann man auf einen der Hügel wandern.

Wünsche werden wahr

Blick ins Innere der Wallfahrtskirche
Blick ins Innere der Wallfahrtskirche, Bild: Sergey-73 / shutterstock

Die Schutzpatronin Kubas verlässt ihren Platz in der Kirche nur noch für die Prozession, die ihr zu Ehren einmal jährlich stattfindet. Die Jungfrau der Barmherzigkeit wird von jeher gläubigen Christen sowie Anhängern der Santeria-Religion aufgesucht. Diese beten die Jungfrau als Ochún, eine Flussgöttin, die für Fruchtbarkeit steht, an. Die Pilger äußern ihre Wünsche der Jungfrau gegenüber und sofern sich diese erfüllen, besuchen sie die Jungfrau noch einmal um ihren Dank auszudrücken.

Dies ist auch ein Grund, warum in vielen Vitrinen Gegenstände ausgestellt werden, welche der Jungfrau gewidmet wurden. Darunter befinden sich neben Krücken, Taufkleider, zahlreiche Goldmedaillen und Pokale berühmter Sportler und Sporttrikots. Die wertvollsten Gegenstände werden aber unter Verschluss gehalten. Dazu zählt die Nobelpreismedaille von Ernest Hemingway und eine goldene Partisanenfigur. Diese hat Fidel Castros Mutter aus Dankbarkeit, dass ihr Sohn unversehrt die Revolution überstanden hat, der Jungfrau übergeben.

Ausflugsziele rund um El Cobre

Von El Cobre aus sollten Sie es sich nicht entgehen lassen, die Großstadt Santiago de Cuba zu besuchen. Die Fußgängerzone überzeugt mit vielen Märkten, Geschäften und natürlich bunten Häusern, welche im Kolonialstil erbaut wurden. Der Nationalfriedhof der Stadt Cementerio de Santa Ifigenia, auf dem unter anderem Fidel Castro begraben wurde, ist zudem ein lohnenswertes Ausflugsziel. Ein Highlight der Stadt ist die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Festung Castillo de San Pedro de la Roca, welches auf den Klippen am Eingang der Bucht Santiago de Cuba thront. Der Bau der Festung wurde im 17. Jahrhundert begonnen und nahm 42 Jahre in Anspruch. Die Festung wurde zum Schutz der Stadt vor Piratenangriffen errichtet, welche bis ins 18. Jahrhundert immer wieder stattfanden. Die Festung, welche zwischenzeitlich als Gefängnis genutzt wurde, besteht aus vier Ebenen. Sie wurde mittlerweile restauriert und in einigen Räumen befindet sich ein Museum, welches die Geschichte der Festung erzählt.

Ein weiteres Ausflugsziel befindet sich im Nationalpark Gran Piedra, welcher sich östlich von El Cobre befindet. In diesem gibt es einen 1225 meterhohen Monolithen, welcher zu den größten Monolithen der Welt zählt. Um auf diesen zu gelangen, müssen 452 Stufen erklommen werden. Als Lohn für die Mühen wartet oben ein herrlicher Ausblick über die Umgebung auf Sie.