Basel – Die unterschätzte kleine Schwester von Zürich

Basel

Nach wie vor fristet Basel, die drittgrößte Stadt der Schweiz, ein touristisches Schattendasein neben ihrer nur unweit entfernt liegenden großen „Schwester“ Zürich. Dies jedoch völlig zu Unrecht, zählt Basel doch zu den schönsten und interessantesten historischen Städten Zentraleuropas. Die älteste Universitätsstadt der Schweiz besitzt einen der intaktesten historischen Stadtkerne Europas.

Basel ist jedoch keineswegs nur ein historisches Freiluftmuseum. Viele moderne Gebäude international renommierter Architekten ergänzen die alte Bausubstanz der Stadt am Rhein geschickt mit zeitgenössischem Flair. Zudem ist Basel eine ausgewiesene Kunst- und Kulturstadt. Mit gut 40 Museen hat Basel die höchste Museumsdichte der Schweiz. Außerdem ist mit der „Art Basel“ die weltweit größte Messe für zeitgenössische Kunst in der Stadt beheimatet.

Die Hauptsehenswürdigkeiten in Basel

Die Basler Altstadt

Die Altstadt von Basel zählt ohne Zweifel zu den besterhaltenen und schönsten historischen Zentren Europas. Die engen Gässchen und versteckten Plätze mit ihrer jahrhundertealten Bausubstanz und ihren über 300 Brunnen machen einen Spaziergang durch die Basler Altstadt zu einer Zeitreise in die Vergangenheit. Historisch interessierte Reisende können auf fünf gekennzeichneten Altstadtrundgängen in die Geschichte und Architektur Basels eintauchen. Die Touren sind sowohl als App erhältlich, als auch als Broschüre an den Informationsstellen von Basel Tourismus.

Der Marktplatz und das Rote Rathaus

rotes Rathaus
Das rote Rathaus, Bild: Leonid Andronov / shutterstock

Ein Spaziergang durch die Basler Altstadt sollte auf dem Marktplatz beginnen. Hauptblickfang auf dem Platz ist das berühmte Rote Rathaus, das mit seiner roten Fassade und seinen verspielten Wandmalereien zweifellos zu den architektonisch außergewöhnlichsten Rathäusern Europas zählt. Das Gebäude ist Sitz der Basler Stadtregierung und des Parlaments. Bei einem Besuch des Rathauses bekommt man das historische Ratszimmer, den schön verzierten Innenhof, die romantischen Arkaden und den imposanten Turm zu sehen. Wochentags findet auf dem Marktplatz auch heute noch ein Markt statt, auf dem frisches Gemüse, Früchte, Fleisch, Brot, Blumen und viele weitere Produkte angeboten werden. Feinschmecker können sich auf dem Markt mit Spezialitäten aus Basel und der gesamten Schweiz eindecken.

Der Basler Münster

Basler Münster
Blick auf das Basler Münster, Bild: trabantos / shutterstock

Neben dem Roten Rathaus ist er das zweite Wahrzeichen Basels und seine Turmspitzen sind bereits von weitem zu erkennen: Der Basler Münster. Seine Fassade aus rotem Sandstein, seine bunten Dachziegel und seine beiden schlanken Türme machen den Basler Münster zu einer der außergewöhnlichsten und zugleich schönsten Kirchen der Schweiz. Die Baugeschichte des Münsters begann im Jahre 1019, weshalb die Stadt Basel dieses Jahr das 1000-jährige Jubiläum ihres Münsters feiert.

Abgeschlossen wurden die Bauarbeiten jedoch erst fast 500 Jahre später. Dementsprechend ist die Architektur des Basler Münsters eine Mischung aus romanischem und gotischem Stil. Sehenswert sind vor allem die Krypta, der Chor, die Kreuzgänge und das Grabmal des berühmten Gelehrten Erasmus von Rotterdam. Zwischen Münster und Rheinufer befindet sich die sogenannte „Pfalz“, eine Aussichtsterrasse, von der aus sich ein wunderschöner Blick über den Fluss mit seinen Brücken, die Altstadt und die modernen Hochhäuser, wie den Roche- und den Messeturm, eröffnet.

Die Museen Basels

Mit fast 40 Museen besitzt Basel die höchste Museumsdichte der Schweiz und stellt damit sogar Zürich in den Schatten. Die Fondation Beyeler, das Kunstmuseum Basel, das Museum der Kulturen und das Museum Jean Tinguely zählen zu den bedeutendsten Kunstmuseen Europas.

Das Kunstmuseum Basel

Kunstmuseum Basel
Der Eingang zum Kunstmuseum, Bild: lauravr / shutterstock

Mit einem Bestand von rund 4.000 Gemälden, Skulpturen, Installationen und Videos sowie etwa 300.000 Zeichnungen und Druckgrafiken, die einen Zeitraum von sieben Jahrhunderten abdecken, repräsentiert das Kunstmuseum Basel die größte öffentliche Kunstsammlung der Schweiz. Internationale Berühmtheit genießt das Kunstmuseum vor allem wegen des Besitzes der weltweit größten Sammlung an Werken der berühmten Holbein-Familie aus dem 15. und 16. Jahrhundert.

Die Fondation Beyeler

Die Sammlung Beyeler geht zurück auf das Galeristen-Ehepaar Hildy und Ernst Beyeler. Die Sammlung enthält rund 250 Werke von Meistern der klassischen Moderne und der Gegenwartskunst, unter anderem Cézanne, Dégas, Ernst, Giacometti, Kandinsky, Klee, Lichtenstein, Matisse, Miró, Monet, Picasso und Warhol. Einen Schwerpunkt der Ausstellung bilden die Werke des amerikanischen Malers des Abstrakten Expressionismus Mark Rothko.

Das Museum der Kulturen

Das Museum der Kulturen Basel ist eines der wichtigsten ethnografischen Museen Europas. Die Sammlung des Museums besteht aus mehr als 300.000 Kunstgegenständen sowie rund 50.000 historischen Fotografien. Um Besuchern einen möglichen tiefen Einblick in die Bestände des Museums zu geben, werden neben der Dauerausstellung jährlich mehrere Sonderausstellungen mit wechselnden Exponaten gezeigt.

Gärten und Parks in Basel

Basel ist eine außergewöhnlich grüne Stadt. Der Botanische Garten und die zahllosen Parks laden Besucher zum Verweilen im Grünen ein. Auch ein Spaziergang an der Promenade entlang des Rheinufers sollte auf dem Programmzettel bei einer Reise nach Basel stehen. Tierfreunde und Familien mit Kindern werden bei einem Basel-Besuch unweigerlich im berühmten Zoo der Stadt landen. Der bereits 1874 eröffnete Tiergarten ist nicht nur der älteste Zoo der Schweiz, sondern mit über 7.000 Tieren aus mehr als 600 Arten auch der größte und artenreichste Zoo des Landes.

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