Vom Tafelberg aus genießen Besucher eine der schönsten Aussichten auf Kapstadt. Die spektakuläre Lage zwischen Bergen und Atlantik, eine außergewöhnliche Tierwelt und das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen prägen die südafrikanische Metropole.
Pulsierende Großstadt zwischen Bergen und Meer
Schon auf der Fahrt vom Flughafen in die Innenstadt taucht der Tafelberg am Horizont auf. Mit seinem markanten, mehr als 1.000 Meter hohen Plateau ist er das Wahrzeichen Kapstadts und aus vielen Teilen der Stadt zu sehen. Mal zeichnet sich seine Silhouette klar gegen den blauen Himmel ab, mal liegt eine dichte Wolkendecke über dem Berg. Die Kapstädter sprechen dann vom „Tischtuch“, das sich über das Plateau legt.
Kapstadt liegt außergewöhnlich reizvoll zwischen dem Atlantischen Ozean, der Tafelbucht und den Ausläufern des Tafelbergmassivs. Nur wenige Großstädte verbinden eine lebendige Innenstadt, Strände, Weinberge und geschützte Naturlandschaften auf derart engem Raum. Morgens kann man durch ein historisches Viertel spazieren, mittags auf dem Tafelberg stehen und den Tag am Strand oder bei einem Glas Wein in Constantia ausklingen lassen.
Die Sonne strahlt über Kapstadt
Während sich Europa vom Sommer verabschiedet und auf die kälteren Monate vorbereitet, beginnt in Südafrika das Frühjahr. Die Jahreszeiten verlaufen auf der Südhalbkugel entgegengesetzt zu denen in Europa. Von Oktober bis April erwarten Reisende in Kapstadt viele trockene und sonnige Tage. Besonders warm wird es normalerweise zwischen Dezember und Februar.
Zu sehen gibt es in der von afrikanischen, europäischen und asiatischen Einflüssen geprägten Stadt sehr viel. Gerade diese Vielfalt lockt jedes Jahr Reisende aus zahlreichen Ländern nach Kapstadt: geschützte Naturlandschaften, lebendige Stadtviertel, eindrucksvolle Küstenstraßen, ausgezeichnete Restaurants, bekannte Weingüter und natürlich der berühmte Tafelberg.
Wer gerne wandert und über eine gute Kondition verfügt, kann den Berg zu Fuß erklimmen. Eine der bekanntesten Routen führt durch die Platteklip Gorge. Die Strecke ist vergleichsweise direkt, aber steil und körperlich anspruchsvoll. Auch bei sonnigem Wetter sollte niemand ohne ausreichend Wasser, Sonnenschutz, feste Schuhe und warme Kleidung losgehen. Das Wetter kann sich auf dem Tafelberg innerhalb kurzer Zeit verändern.
Bequemer geht es mit der Seilbahn. Da ihr Betrieb von Wind und Wetter abhängig ist, empfiehlt es sich, den Ausflug nicht erst für den letzten Urlaubstag einzuplanen. Bei guten Bedingungen reicht der Blick von der Bergstation über die Innenstadt, die Tafelbucht, Robben Island und die Bergkette der Zwölf Apostel bis weit entlang der Atlantikküste.
Zu den auffälligsten Bewohnern des Tafelbergs gehören die Klippschliefer, die in Südafrika Dassies genannt werden. Die kleinen, gedrungenen Tiere erinnern auf den ersten Blick an Murmeltiere. Zoologisch sind sie jedoch überraschenderweise näher mit Elefanten und Seekühen verwandt als mit Nagetieren. Besucher sollten die Tiere trotz ihrer Zutraulichkeit weder anfassen noch füttern.
Das Klima in Kapstadt
Kapstadt besitzt ein mediterran geprägtes Klima mit warmen, überwiegend trockenen Sommern und milden, regenreicheren Wintern. In den Sommermonaten von Dezember bis Februar liegen die Tageshöchstwerte häufig zwischen 24 und 28 Grad Celsius. An einzelnen Tagen können die Temperaturen jedoch deutlich über 30 Grad steigen.
Die Nächte bleiben im Sommer meist angenehm. Gleichzeitig sorgt der Wind regelmäßig für Abkühlung. Besonders bekannt ist der kräftige Südostwind, den die Einheimischen „Cape Doctor“ nennen. Er kann die Luft reinigen und Dunst vertreiben, an exponierten Stränden und Aussichtspunkten aber auch sehr stark werden.
Der südafrikanische Winter dauert ungefähr von Juni bis August. Tagsüber werden häufig noch 16 bis 19 Grad erreicht, nachts kann es jedoch empfindlich kühl werden. In diesen Monaten fällt der Großteil des jährlichen Niederschlags. Längere Regenperioden sind möglich, wechseln sich aber immer wieder mit klaren und sonnigen Tagen ab.
Die beste Reisezeit hängt deshalb von den persönlichen Plänen ab. Für Strandtage und klassische Stadterkundungen eignen sich die Monate November bis März besonders gut. Wanderer bevorzugen häufig den Frühling oder Herbst, wenn es nicht ganz so heiß ist. Die Wintermonate sind ruhiger und interessant für Reisende, die niedrigere Übernachtungspreise und weniger Besucher in Kauf nehmen möchten.
Bewegte Geschichte Südafrikas

Die Vielfalt Kapstadts zeigt sich nicht nur in der Landschaft, sondern auch in der Bevölkerung. Die Stadt wurde durch Einflüsse aus Afrika, Asien und Europa geprägt. Hinter der kulturellen Vielfalt steht jedoch auch eine schwierige Geschichte, die eng mit Kolonialismus, Sklaverei und Apartheid verbunden ist.
Die Folgen der jahrzehntelangen Rassentrennung sind bis heute sichtbar. Wohlhabende Wohnviertel und moderne Geschäftsbezirke liegen teilweise nur wenige Kilometer von Townships entfernt, in denen viele Menschen unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen leben. Wer Kapstadt kennenlernen möchte, sollte deshalb nicht nur die landschaftlich schönen und touristisch geprägten Seiten der Stadt betrachten.
Das District Six Museum erzählt die Geschichte eines multikulturellen Stadtviertels, dessen Bewohner während der Apartheid zwangsweise umgesiedelt wurden. Mehr als 60.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, nachdem District Six zu einem Wohngebiet für Weiße erklärt worden war. Heute bewahrt das Museum persönliche Erinnerungen, Fotografien, Straßenschilder und Alltagsgegenstände der ehemaligen Bewohner.
Auch Robben Island gehört zu den bedeutendsten historischen Orten Südafrikas. Auf der Insel vor Kapstadt waren über viele Jahre politische Gefangene inhaftiert, darunter Nelson Mandela. Die Überfahrt startet an der V&A Waterfront und ist nur im Rahmen organisierter Besichtigungen möglich. Da die Zahl der Plätze begrenzt ist und Fahrten bei schlechtem Wetter ausfallen können, empfiehlt sich eine frühzeitige Reservierung.
Bo-Kaap: Farben, Geschichte und kapmalaiische Küche
Zu den bekanntesten Vierteln Kapstadts gehört das Bo-Kaap am Fuß des Signal Hill. Seine bunten Häuser und steilen Kopfsteinpflasterstraßen zählen zu den beliebtesten Fotomotiven der Stadt. Das Viertel ist jedoch weit mehr als eine farbenfrohe Kulisse.
Die Geschichte des Bo-Kaap reicht bis in das 18. Jahrhundert zurück. Viele Vorfahren der heutigen Bewohner wurden als Versklavte oder politische Gefangene aus Südostasien, Ostafrika und anderen Teilen der damaligen niederländischen Kolonien ans Kap gebracht. Aus ihren Traditionen entwickelte sich die kapmalaiische Kultur, die Kapstadt bis heute prägt.
Im Viertel befinden sich mehrere Moscheen, darunter die Auwal-Moschee, die als älteste Moschee Südafrikas gilt. Das Bo-Kaap Museum vermittelt einen Einblick in die Wohnkultur und Geschichte der kapmalaiischen Gemeinschaft. Besonders eindrucksvoll lässt sich das Viertel bei einem geführten Rundgang oder einem Kochkurs kennenlernen.
Kirstenbosch und die Pflanzenwelt am Kap
Am östlichen Hang des Tafelbergs liegt der Botanische Garten Kirstenbosch. Er gehört zu den schönsten Grünanlagen Kapstadts und widmet sich vor allem der heimischen Pflanzenwelt des südlichen Afrikas. Viele der dort gezeigten Arten kommen ausschließlich in der Kapregion vor.
Eine Besonderheit ist der Baumwipfelpfad, der sich in sanften Kurven durch und über die Baumkronen zieht. Von dort eröffnet sich ein weiter Blick über den Garten bis zu den Bergen. Kirstenbosch eignet sich für einen kurzen Spaziergang ebenso wie für einen längeren Aufenthalt mit Picknick.
Das Kap ist Teil der Cape Floral Region, eines der artenreichsten Pflanzengebiete der Erde. Typisch ist die sogenannte Fynbos-Vegetation mit Proteas, Erikagewächsen und zahlreichen anderen Pflanzen, die sich an trockene Sommer, nährstoffarme Böden und regelmäßige Feuer angepasst haben.
Die V&A Waterfront
Die Victoria & Alfred Waterfront ist eines der meistbesuchten Viertel Kapstadts. Rund um das historische Hafenbecken befinden sich Geschäfte, Restaurants, Hotels, Märkte und Unterhaltungsmöglichkeiten. Gleichzeitig ist der Hafen weiterhin in Betrieb, sodass sich Ausflugsboote, Yachten und Arbeitsschiffe das Wasser teilen.
Von der Waterfront starten die Fähren nach Robben Island sowie verschiedene Hafen- und Sonnenuntergangsfahrten. Im Two Oceans Aquarium werden die Meereslebensräume vor der südafrikanischen Küste vorgestellt. Nur wenige Schritte entfernt befindet sich das Zeitz Museum of Contemporary Art Africa in einem umgebauten historischen Getreidesilo. Das Museum widmet sich zeitgenössischer Kunst aus Afrika und der afrikanischen Diaspora.
Die Waterfront ist touristischer und stärker kommerzialisiert als viele andere Teile Kapstadts. Sie bietet aber einen unkomplizierten Einstieg in die Stadt und eignet sich besonders für den ersten Abend nach der Ankunft.
Strände mit Blick auf die Berge
Kapstadt besitzt einige der eindrucksvollsten Stadtstrände der Welt. Clifton besteht aus vier kleinen, durch Felsen voneinander getrennten Buchten. Camps Bay bietet einen breiten Sandstrand, zahlreiche Restaurants und eine beeindruckende Kulisse vor den Zwölf Aposteln. Besonders zum Sonnenuntergang ist die Promenade ein beliebter Treffpunkt.
Das Wasser an der Atlantikküste bleibt allerdings selbst im südafrikanischen Sommer überraschend kalt. Verantwortlich dafür ist der Benguelastrom, der kaltes Wasser aus dem Südatlantik an die Westküste bringt. Zum Sonnenbaden sind die Strände hervorragend geeignet, längeres Schwimmen kostet jedoch etwas Überwindung.
Etwas wärmer ist das Wasser häufig an den Stränden der False Bay. Muizenberg ist für seine bunten Strandhäuschen und die guten Bedingungen für Surfanfänger bekannt. Der flach abfallende Strand eignet sich zudem gut für Familien, wobei Strömungen und aktuelle Sicherheitshinweise immer beachtet werden sollten.
Ausflüge rund um die Kaphalbinsel
Kapstadt hat genügend Sehenswürdigkeiten für mehrere Urlaubstage zu bieten. Trotzdem gehört eine Fahrt über die Kaphalbinsel für viele Besucher zu den Höhepunkten der Reise. Die klassische Rundtour führt über Hout Bay, den Chapman’s Peak Drive, das Kap der Guten Hoffnung, Cape Point und Simon’s Town zurück nach Kapstadt.
Der Chapman’s Peak Drive zählt zu den spektakulärsten Küstenstraßen der Welt. Die Straße wurde direkt in die steilen Berghänge oberhalb des Atlantiks gebaut und bietet zahlreiche Aussichtspunkte. Bei ungünstigem Wetter, Steinschlaggefahr oder Wartungsarbeiten kann sie zeitweise gesperrt sein.
Das Kap der Guten Hoffnung ist entgegen einer weit verbreiteten Annahme weder der südlichste Punkt Afrikas noch der exakte Ort, an dem Atlantik und Indischer Ozean aufeinandertreffen. Es bildet jedoch den südwestlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents und liegt in einer eindrucksvollen, geschützten Küstenlandschaft.
Weiter südöstlich befindet sich Cape Point mit seinen Leuchttürmen und weiten Ausblicken über das Meer. Die Region gehört zum Table Mountain National Park und bietet Wanderwege, Aussichtspunkte und eine artenreiche Tierwelt. Mit etwas Glück lassen sich Antilopen, Strauße oder Paviane beobachten.
Paviane sollten niemals gefüttert werden. Die Tiere sind kräftig, intelligent und haben gelernt, Menschen mit Nahrung in Verbindung zu bringen. Lebensmittel sollten daher nicht offen getragen und Autofenster geschlossen gehalten werden.
Pinguine am Boulders Beach
Eine der bekanntesten Tierbeobachtungen der Kaphalbinsel erwartet Besucher am Boulders Beach bei Simon’s Town. Dort lebt eine Kolonie gefährdeter Afrikanischer Pinguine. Holzstege führen durch den geschützten Bereich und ermöglichen es, die Tiere aus geringer Entfernung zu beobachten, ohne ihre Brutplätze zu betreten.
Die Pinguine bewegen sich teilweise auch außerhalb der abgesperrten Bereiche. So niedlich sie wirken, sollten sie weder berührt noch gefüttert werden. Ihre Schnäbel sind scharf, und bei Bedrohung können sie kräftig zubeißen.
Simon’s Town selbst lohnt ebenfalls einen Aufenthalt. Die historische Marinestadt besitzt gut erhaltene Gebäude, kleine Cafés und einen Hafen mit Blick über die False Bay.
Robben in Hout Bay
Hout Bay liegt südlich des Stadtzentrums in einer geschützten Bucht. Vom Hafen starten Bootsfahrten zur kleinen Felseninsel Duiker Island, auf der sich zahlreiche Kap-Pelzrobben aufhalten. Die Ausflüge dauern meist nicht lange und lassen sich gut mit einer Fahrt über den Chapman’s Peak Drive verbinden.
Im Hafen befinden sich Fischrestaurants, kleine Geschäfte und ein Markt. Wer leicht seekrank wird, sollte vor der Bootsfahrt allerdings den Wellengang prüfen. Selbst bei sonnigem Wetter kann das Meer vor der Küste unruhig sein.
Wale vor Hermanus
Etwa eineinhalb bis zwei Autostunden von Kapstadt entfernt liegt Hermanus, einer der bekanntesten Orte zur Walbeobachtung in Südafrika. Besonders Südliche Glattwale kommen während der südafrikanischen Winter- und Frühlingsmonate in die geschützte Walker Bay, um sich zu paaren und ihre Jungen zur Welt zu bringen.
Mit etwas Glück lassen sich die Tiere direkt von den Klippenwegen aus beobachten. Ergänzend werden Bootstouren angeboten, bei denen gesetzlich vorgeschriebene Abstände zu den Walen eingehalten werden müssen.
Eine Besonderheit von Hermanus ist der offizielle Whale Crier. Die Tradition begann Anfang der 1990er-Jahre. Wenn Wale in der Bucht gesichtet werden, macht der Walrufer mit einem Horn aus getrocknetem Seetang auf die Tiere aufmerksam. Damit gehört Hermanus zu den wenigen Reisezielen, an denen die Walbeobachtung mitten im Ort beginnt.
Weinregionen direkt vor den Toren der Stadt
Für einen Ausflug zu südafrikanischen Weingütern müssen Besucher nicht weit fahren. Das Constantia Valley gehört zum Stadtgebiet von Kapstadt und gilt als älteste Weinregion des Landes. Historische Weingüter, gepflegte Gärten und ausgezeichnete Restaurants liegen nur wenige Kilometer vom Zentrum entfernt.
Mehr Zeit sollte für die bekannten Weinorte Stellenbosch, Franschhoek und Paarl eingeplant werden. Stellenbosch verbindet kapholländische Architektur mit einer lebendigen Universitätsstadt. Franschhoek ist für seine Restaurants und französisch-hugenottische Geschichte bekannt. Eine beliebte Möglichkeit, mehrere Güter zu besuchen, ist die Franschhoek Wine Tram.
Wer an einer Weinprobe teilnimmt, sollte auf einen Mietwagen verzichten. Geführte Touren, private Fahrer und organisierte Transfers sind eine deutlich entspanntere und sicherere Alternative.
Kulinarische Vielfalt

Die kulturelle Vielfalt der Stadt macht sich auch in der Küche bemerkbar. Restaurants gibt es in fast allen Preisklassen. Auf den Speisekarten stehen kapmalaiische Currys, indisch geprägte Gerichte, moderne südafrikanische Küche, Fleisch vom Grill und frischer Fisch.
Zu den typisch kapmalaiischen Spezialitäten gehören Bobotie, ein gewürztes Hackfleischgericht mit einer Eiermilchhaube, sowie Samoosas, Currys und süßlich-würzige Chutneys. Im Bo-Kaap werden Kochkurse angeboten, bei denen Besucher traditionelle Rezepte kennenlernen und gemeinsam mit Gastgebern zubereiten.
Die Südafrikaner lieben das Braai. Dabei handelt es sich nicht einfach nur um das Grillen von Fleisch, sondern um ein gesellschaftliches Ereignis, bei dem Familie und Freunde zusammenkommen. Neben Rind und Lamm landen häufig Boerewors, Fisch, Mais und Gemüse auf dem Rost.
An der Küste spielen Fisch und Meeresfrüchte eine wichtige Rolle. Je nach Saison werden unter anderem Seehecht, Thunfisch, Tintenfisch und Muscheln angeboten. Gleichzeitig hat sich Kapstadt in den vergangenen Jahren zu einem Ziel für moderne, kreative Küche entwickelt. Viele Restaurants arbeiten mit regionalen Zutaten und verbinden südafrikanische Traditionen mit internationalen Einflüssen.
Unterwegs in Kapstadt
Viele Sehenswürdigkeiten im Zentrum lassen sich zu Fuß erreichen. Die Entfernungen zwischen Waterfront, Innenstadt, Company’s Garden und Bo-Kaap sind überschaubar. Für längere Strecken nutzen Besucher häufig Fahrdienste oder den MyCiTi-Bus.
Ein Mietwagen ist vor allem für Ausflüge auf die Kaphalbinsel, in die Weinregionen oder entlang der Garden Route praktisch. In Südafrika herrscht Linksverkehr. Wer selbst fährt, sollte sich zunächst an die Verkehrsführung gewöhnen und besonders an Kreuzungen aufmerksam sein.
Wertsachen und Gepäck gehören nicht sichtbar ins Fahrzeug. Auch im Kofferraum sollten sie nicht über längere Zeit aufbewahrt werden. Nach dem Abschließen empfiehlt es sich, von Hand zu überprüfen, ob die Türen tatsächlich verriegelt sind.
Sicherheit in Kapstadt
Kapstadt ist eine der meistbesuchten Städte Afrikas, weist jedoch große soziale Unterschiede und eine vergleichsweise hohe Kriminalitätsrate auf. Reisende sollten deshalb einige Vorsichtsmaßnahmen beachten, ohne sich davon den Aufenthalt verderben zu lassen.
Abgelegene Straßen, Strände und Aussichtspunkte sollten nach Einbruch der Dunkelheit gemieden werden. Nachts ist es sinnvoll, für längere Wege einen Fahrdienst zu nutzen. Smartphones, Kameras und Schmuck sollten nicht unnötig offen gezeigt werden. Bargeld hebt man am besten tagsüber an Geldautomaten in Banken, Einkaufszentren oder bewachten Bereichen ab.
Wanderungen auf dem Tafelberg, am Lion’s Head oder Signal Hill sollten nicht allein unternommen werden. Sinnvoll sind geführte Touren oder Wanderungen in Gruppen. Die Strecke, das Wetter und die Rückkehrzeit sollten vor dem Aufbruch feststehen. Auch bei kurzen Touren gehören ausreichend Wasser, Sonnenschutz, eine geladene Powerbank und warme Kleidung in den Rucksack.
Wie viele Tage sollte man für Kapstadt einplanen?
Für einen ersten Eindruck sollten Reisende mindestens vier bis fünf Tage einplanen. Allein Tafelberg, Innenstadt, Waterfront und Robben Island füllen problemlos zwei Tage. Für die Kaphalbinsel wird ein weiterer ganzer Tag benötigt. Wer zusätzlich Hermanus und die Weinregionen besuchen möchte, sollte eine Woche oder länger bleiben.
Kapstadt eignet sich außerdem als Ausgangspunkt für eine Weiterreise entlang der Garden Route oder in andere Regionen Südafrikas. Dabei lohnt es sich, die Stadt nicht nur als Zwischenstation zu betrachten. Ihre Mischung aus Natur, Geschichte, Kultur und Kulinarik macht sie zu einem der vielseitigsten Reiseziele des Landes.


