Italien ist eine Destination für alle Sinne: lebendige Städte, wunderschöne Landschaften, kulinarische Hochgenüsse und nicht zuletzt weltberühmter Wein. Als Weinland ist Italien gleich in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert: Italien ist einer der wichtigsten Weinproduzenten der Welt und die Wiege des westeuropäischen Weinbaus: mit den Römern kam damals der Wein nach Deutschland und viele andere Länder. Italien ist eines der wenigen Länder weltweit, das von Nord nach Süd in allen Regionen eine lebendige Weinkultur besitzt. Noch heute ist “Bella Italia” die Heimat von über 1.000 Rebsorten.
Der ersten beiden Teile unserer Weintour führten uns nach Sizilien und Apulien. Der dritte Teil bringt uns nun vom äußersten Süden Italiens in den äußersten Nordosten: ins Piemont. Diese Region zählt zu den renommiertesten Weinbaugebieten der Welt. Im Piemont, am Fuße der Alpen und nahe der französischen Grenze, wachsen auf rund 55.000 Hektar einige der besten und berühmtesten Weine Italiens. Die Weinbaugebiete des Piemont liegen im Zentrum sowie im Süden der Provinz. Die berühmtesten Anbaugebiete sind ohne Zweifel Barbaresco und Barolo mit ihren gleichnamigen Weinen, die für viele Gourmets den Rotweinhimmel bedeuten. Aber das Piemont kann noch viel mehr. Was viele nicht wissen: das Piemont ist auch die Heimat bemerkenswerter Weißweine.
Piemont: Heimat weltberühmter Weine
Aber der Reihe nach. Kein Piemont-Bericht sollte starten, ohne die Rebsorte vorzustellen, die hinter den großen Weinen steht: Nebbiolo. Diese anspruchsvolle, tanninreiche Rebsorte wächst zwar auch in einigen anderen Regionen der Weinwelt, aber nirgends bringt sie solche atemberaubenden Resultate hervor wie im Piemont. Das hat seinen Preis: für Barbaresco und besonders für Barolo, den König der Rotweine, die beide reinsortig aus der Nebbiolo-Traube gewonnen werden, werden mitunter stolze Preise aufgerufen. Ab etwa 20 Euro kann man genussvoll in die Welt des piemontesischen Weinadels reinschnuppern, nach oben gibt es preislich kaum Grenzen.
Aber auch für den Weingenuss im Alltag hat das Piemont einiges zu bieten. Zum Beispiel die Rebsorte Barbera, die seit vielen Jahrhunderten im Piemont angebaut wird und vergleichsweise tanninarme, oft kräftige und wunderbar fruchtbetonte Rotweine hervorbringt. Wer Weißweine bevorzugt, dem eröffnet sich mit einem Roero Arneis eine äußerst reizvolle neue Welt. Dieser Weißwein stammt aus dem Anbaugebiet Roero im Südwesten des Piemonts und wird aus der Rebsorte Arneis hergestellt, die Ende des 20. Jahrhunderts fast ausgestorbenen wäre. Glücklicherweise haben es sich einige Weingüter zur Aufgabe gemacht, diesen wertvollen Teil piemontesischer Weinkultur wiederzubeleben. Heute ist Roero Arneis wieder der Inbegriff für hochwertige, wunderbar feinwürzige Weißweine aus dem Piemont.
Unser Weintipp: Nizza Silvano Roero DOCG 2015
Dieser Rotwein stammt auch aus dem Weinbaugebiet Roero und besteht zu 100 Prozent aus der piemontesischen Vorzeigerebsorte Nebbiolo. Der Roero von Nizza Silvano ist der beste Beweis, dass es auch außerhalb der prestigeträchtigen Kerngebiete Barolo und Barbaresco erstklassige Nebbiolo im besten piemontesischen Stil gibt – zu einem deutlich günstigeren Preis. Dieser sehr trockene Rotwein verführt die Nase mit einem weichen Aroma, das an Veilchen erinnert. Am Gaumen entfaltet sich ein voller, dichter und vielschichtiger Körper, der mit samtiger Textur, eleganter Tanninstruktur und langem Finale begeistert. Kein Wunder, dass dieser Nebbiolo regelmäßig Top-Bewertungen in der italienischen Weinbibel Gambero Rosso erhält.
Sehr heiß wird es im Sommer in Jerewan, der armenischen Hauptstadt, von der aus man bei klarem Wetter die immer schneebedeckten Gipfel des in der Türkei gelegenen Ararat-Gebirges sehen kann. Unten in Jerewan jedoch ist das Klima bestens geeignet für mediterran anmutende abendliche Stadtspaziergänge. Gemüse, Obst und besonders der in Armenien allgegenwärtige Granatapfel, gedeihen unter diesen Bedingungen bestens.
Egal wo man in Jerewan steht und geht: ständig begegnet man dem Granatapfel. Ob als Gemälde oder als Kunstgegenstand im Souvenirformat, auf T-Shirts gedruckt, als Aschenbecher oder sogar als Schmuckstück. Die Armenier sind stolz auf ihre Nationalfrucht und so kann man den Granatapfel getrost als armenische Sehenswürdigkeit bezeichnen. Besonders vielfältig erscheint er unter den Pinselstrichen der Maler, die sich täglich im kleinen Park am Maschtots Boulevard, nahe dem Opernhaus treffen. Hier sind Kleinkunst und zeitgenössische armenische Malerei zu besichtigen und zu erwerben. Der Park gleicht einem Freiluftmuseum. Zu Fuß geht es weiter zum Vernissage-Flohmarkt, der direkt im Stadtzentrum neben dem Platz der Republik liegt.
Ruinen des Zvartnos-Tempels, Bild: MindStorm / shutterstock
Hier gibt es Granatäpfel im Kitschformat, handgefertigten Schmuck, Schachbretter, Urlaubsmitbringsel aller Art sowie allerlei Deko und Gebrauchsgegenstände aus Zeiten der Sowjetunion zu Ramschpreisen. Den Granatapfelpfad schließt man am besten in der Armenischen Nationalgalerie ab, die ebenfalls am Platz der Republik gelegen ist. Der Schwerpunkt der Dauerausstellung liegt auf armenischer Kunst: selbstverständlich gibt es auch Granatapfel-Stillleben zu sehen. Doch das ist nicht alles. Die Nationalgalerie kann mit einer bedeutenden Sammlung westeuropäischer Gemälde aufwarten. Flämische und französische Landschafts- und Porträtmalerei des 17. und 18. Jahrhunderts teilen sich die Ausstellungsräume mit Werken der italienische Hochrenaissance und russischer Avantgarde des 19. und 20. Jahrhunderts.
Sowjetarchitektur rund um den Platz der Republik
Tritt der Besucher aus der Gemäldegalerie, befindet er sich mitten in Jerewans Zentrum, auf dem Platz der Republik. Vor dem Museum gibt es einen riesigen Springbrunnen. Nach Einbruch der Dunkelheit verwandelt sich dieser in eine bunt beleuchtete Wasserorgel. Die 2.750 Fontänen des Brunnens bilden dann, samt Lichtshow und aus Lautsprechern schallender klassischer Musik, ein Gesamtkunstwerk. Neben dem Museumsgebäude, in dem auch das Historische Museum untergebracht ist, finden sich die Regierungsgebäude der Republik Armenien, sowie das Gewerkschafts- und Kommunikationsgebäude: alle um einen Verkehrskreisel herum gruppiert. Das sowjetisch anmutende Gebäudeensemble im neoklassischen Stil, entstand zwischen 1924 und 1977 in verschiedenen Bauabschnitten. Bei Sommerwetter reflektiert sich die Sonne in den gelben und pinkfarbenen Tuffsteingebäuden.
Jerewan: Ausblick bis zum Ararat und Mutter Armenien
Mutter Armenien Monument, Bild: Studio MDF / shutterstock
Nur fünf Minuten Fußweg entfernt lädt der Treppenkomplex Kaskaden zum Treppenspaziergang ein. Ganze 572 Stufen aus Travertinstein ziehen sich den Berg empor. Am Fuße der Treppenanlage befinden sich zahlreiche gemütliche Bars und Cafés, von deren Freisitzflächen aus man dem Trubel rund um den belebten Platz gut folgen kann. Die Stimmung ist ausgenommen mediterran. Der Platz ist außerdem gespickt mit moderner Kunst. Skulpturen so bekannter Künstler wie Fernando Botero und Jaume Plensa können hier bestaunt werden. Treppauf liegt auf halber Strecke das Cafesjian Center of Arts, ein zeitgenössisches Kunstmuseum, das höchsten Ansprüchen genügt. Oben angekommen sollte der Ausblick zum Ararat Gebirge, das man von hier aus sehr gut sehen kann, genossen werden. Wer es nun nach oben geschafft hat, sollte noch einige Meter weiter zur Mutter Armenien Statue spazieren. Mit einer Höhe von 51 Metern thront sie über der Stadt und beinhaltet – in ihren Sockel eingebettet – ein fünfstöckiges Militärmuseum. In den Sommermonaten ist die Kaskade übrigens besonders in den Abendstunden einen Besuch wert. Auf dem Platz vor der Treppe gibt es dann häufig Tanzshows und Konzerte.
Das armenische Genozid-Denkmal: ein Ort der Trauer
Wer den Blick hin zum auf türkischem Staatsgebiet gelegenen Ararat, der als Berg der Armenier wahrgenommen wird, genossen hat, sollte sich auch ein wenig mit der armenischen Geschichte vertraut machen. Denn die Nachbarn Armenien und Türkei sind, auf Grund des Genozides an den Armeniern 1915, auch heute noch keine Freunde. Die Landgrenze zwischen beiden Staaten ist noch immer geschlossen, nachdem seinerzeit bis zu 1,5 Millionen Armenier Opfer des Völkermordes durch die Türken wurden. Diesem schwarzen Kapitel in Armeniens Geschichte gedenkt man am Genozid-Denkmal. Hier brennt zur Ehre aller damals Ermordeten eine ewige Flamme. Nebenan wurde ein Museum errichtet, das sich mit der Historie des Genozids auseinandersetzt.
Die Blaue Moschee: Jerewans einzige genutzte Moschee
Nach diesem historischen Exkurs ist es nicht verwunderlich, dass Jerewan nur über eine einzige Moschee, die Blaue Moschee, verfügt. Die ist aber unbedingt einen Besuch wert. Es handelt sich um eine shiitische Moschee aus dem 18.Jahrhundert, die nach dem Zerfall der Sowjetunion, 1991, mit iranischer Hilfe renoviert wurde. Seither erstrahlt sie wieder in blauem Glanz, der sich über die Kuppel der Moschee sowie das 24 Meter hohe Ziegelminarett mittels Mosaiksteinen erstreckt. Das Areal der Blauen Moschee ist mit 7000 Quadratmetern sehr weitläufig. Wer in den Sommermonaten Glück hat, findet im Innenhof einen schattig und ruhig gelegenen Teegarten vor.
Einkaufen wie die Armenier
Wer nach der Ruhe in der Blauen Moschee das Alltagsleben der Armenier kennenlernen möchte, tut dies am besten auf dem Markt. Am authentischsten ist der Gumi Shuka Markt. Hier verkaufen Bauern aus der Umgebung ihr Obst und Gemüse, aber auch Eier und frisch geschlachtetes Geflügel. Besonders sehenswert sind die Berge an aufgetürmten Trockenfrüchten und Nüssen, für die Armenien bekannt ist.
Aus dem frischen Wind, der eben noch über die Höhen des Bayerischen Waldes wehte, ist ein laues Lüftchen geworden. Still ist es nun auf den verschwiegenen Pfaden, denn der Wald voller Bergfichten schluckt fast jeden Laut. So mancher Wanderer neigt in solchen Augenblicken zur Andacht oder auch zur Demut, denn die Begegnung mit den knorrigen Riesen lässt die körpereigenen Hormone galoppieren und setzt Glücksgefühle frei. Wanderungen sind Wundermittel des Lebens, und wer den Nationalpark Bayerischer Wald mit all‘ seinen Sinnen genießt, der wird im Nachhinein dem legendären Tierfilmer Bernhard Grzimek dankbar sein, dass dieser sich vor fünfzig Jahren für den Erhalt dieses einzigartigen Bergwaldes einsetzte. Heute ist diese Region so etwas wie das „Tafelsilber“ unter den naturbelassenen Landschaften Deutschlands.
Die größte aller Waldlandschaften in Mitteleuropa breitet sich zwischen der Grenze zu Österreich, der Donau und dem Böhmerwald über rund sechstausend Quadratkilometer aus. Wer sich dieses Gebiet für seine Wanderungen ausgesucht hat, der kann wählen zwischen schweißtreibenden Touren oder Wegen, die auch Familien mit ihren Kindern mühelos bewältigen können. Alte Handelsrouten führen sogar bis ins Nachbarland Tschechien. So mancher entscheidet sich für das ausdauernde Gehen über viele Stunden, andere genießen vor allem die Landschaft, freuen sich auf eine Rast an einem der Bäche, die sich durch diese grüne Welt winden und in ihrem Bett die Felsen rund geschliffen haben. Hier gibt es Natur- und Erlebnispfade, wilde Schluchten und unzählige romantische Plätze, wo es sich lohnt, innezuhalten. Es finden sich gemütliche Hütten zum Einkehren und immer wieder Ausblicke, die die Seele berühren.
Ein Hinweis vorweg: Wie immer gilt – Nehmt beim Wandern gegenseitig Rücksicht und beachtet die Weggebote und Schutzgebiete. Im Bayerischen Wald sind auch viele Mountainbiker unterwegs. Jeder hat das Recht sich in dieser wunderbaren Natur zu bewegen.
Das Gefühl der absoluten Freiheit stellt sich auf den Wanderwegen des Bayerischen Waldes immer dann ein, wenn sich das „grüne Dach Europas“ öffnet und der Blick von einem Bergrücken bis zum Horizont reicht. Dies ist das Eldorado für Menschen, die ihre Wanderstiefel schnüren, den Rucksack bestücken und sich auf die großen und kleinen Erlebnisse ihrer Outdooraktivitäten freuen. Umfangreich ist die Palette der Ziele im Bayerischen Wald zu wandern, und so mancher Wanderer ist überrascht, wenn er unterwegs sogar auf ein Museum trifft. In Altnußberg hat sich ein Burgmuseum etabliert, in Roding gibt es ein Feuerwehrmuseum, und in Weiß erfährt man alles, was man über das Leben der Bienen eigentlich wissen sollte.
Wer sich auch über weite Strecken auf Schusters Rappen begeben möchte und während seines Aufenthalts als Wanderer im Bayerischen Wald zahlreiche Etappenziele einplant, der kann sich nach den Schildern richten, die die Route des Fernwanderweges Goldsteig markieren. Dieser Wanderweg führt über immerhin 660 Kilometer und zählt zu den „Top Trails“ in deutschen Landen. Wer dabei sein Gepäck nicht schleppen möchte, kann sich diverser Organisationen bedienen, die sich um den Transport bemühen.
Gipfeltouren – Nicht nur für geübte Wanderer
Den Bayerischen Wald genießen, Bild: jaroslava V / shutterstock
Zugegeben: Die Auswahl fällt bei über 130 Gipfeln schwer. Dennoch gibt es für einen Wanderer kaum ein schöneres Glücksgefühl als den Gipfel eines Berges zu erreichen. Der Bayerische Wald bietet viele Möglichkeiten. Vom Sportwanderer bis hin zum Familienausflug.
Unsere Gipfel-Tipps:
Großen Arber (1.456 m) – höchster Berg der Region
Gibachtmassiv (900-1.000) m im Naturpark Oberer Bayerischer Wald
Rachel (1.453 m), Lusen (1.373 m) und Großer Falkenstein (1.315 m) im Nationalpark Bayerischer Wald
Dreisesselberg (1.333 m) im Dreiländereck Bayern-Böhmen-Oberösterreich
Pröller (1.048 m), Hirschenstein (1.095 m), Geißkopf (1.097 m) und Brotjacklriegel (1.011 m) gläzen mit tollen Aussichtstürmen
Wandertipps mit der Familie
Eisvogelsteig bei Arnschwang – Klettersteig im Fluss
Waldwipfelweg Sankt Englmar
Erlebnisweg Falke Frauenau
Bärenpfad Grafenau-Neuschönau
Naturerlebnispfad am Staffelbach Hauzenberg
Auf dem historischen Pandurensteig von Waldmünchen bis Passau wandert man auf den Spuren der Panduren. Dabei trifft man unter anderem auf den weißen Quarzfelsen “Großen Pfahl” in Viechtach, die Burgruine Weißenstein und das Naturschutzgebiet Ilz am Dießenstein.
Der Mut der Förster führte zum Bayerischen Dschungel
Blick auf den Berg Grosser Arber im Nationalpark Bayerischer Wald, Bild: Vaclav Volrab / shutterstock
Im Bayerischen Wald setzen die Verantwortlichen auf die Selbstheilungskräfte der Natur. Hier ließ man den Borkenkäfer gewähren als ganze Bergrücken kahlgefressen wurden. Die Forstmänner vertrauten dem freien Spiel der Kräfte und hatten schließlich Erfolg. Die Botanik veränderte sich, doch wo sich einst eine eher sterile Monokultur breitgemacht hatte, entwickelte sich ein eindrucksvoller bayerischer Dschungel. Der an Nährstoffen reiche Kot der Käfer gab einer spannenden Natur einen starken Schub, und wer heute am Lusen durch den Bergwald wandert, bemerkt das Grün der Hoffnung in Form von vielen Baum-Kindern, die aus den abgestorbenen Stümpfen lugen. Der Mut zur Wildnis wurde im Bayerischen Wald zu einem erfolgreichen Experiment.
Die zivilisierte Welt scheint sich hier auf dem Rückzug zu bewegen, und die Urwüchsigkeit des Bayerischen Waldes ist ein ideales Revier für kleine und große Wanderer und damit für die ganze Familie. Wer mit Kindern unterwegs ist, wird sich in einem besonderen Maße auf dem sogenannten „Schaukelweg“ bei Breitenberg wohlfühlen. An der Blutwurz Hütt’n geht es los, und unterwegs warten immerhin 18 Kinderspielplätze auf den Nachwuchs. Durch eine Gegend, die einem Dschungel ähnelt, führt der „Felswanderpfad“ am Steinberg, und der Weg zur Tropfsteinhöhle Schulerloch ist wie ein Spaziergang durch die Steinzeit und gewährt Einblicke in jene Periode, als dort noch die Neandertaler lebten.
Außergewöhnliche Momente im Bayerischen Wald
Alljährlich im November ziehen die Bewohner des kleinen Fleckens Langdorf bei Bodenmais mit viel Geschepper durch ihre Gemeinde. Das ist das sogenannte „Wolfauslassen“, ein alter Hirtenbrauch. Er entstand, als noch Bären und Wölfe durch den Bayerischen Wald streiften. Immer wieder begegnen Wanderer in dieser Region dem überlieferten Brauchtum aus längst vergangenen Zeiten. Und mit etwas Glück beobachten sie in dieser ungezähmten Natur die scheuen Fischotter an den Flüssen oder die stolzen Auerhähne an deren Ufern. Etliche Tierarten, von denen man glaubte, sie seien längst ausgestorben, wurden im Dickicht der Wälder wieder heimisch.
Wer das Außergewöhnliche sucht, der wird sich im Bayerischen Wald womöglich für das „Eselwandern“ begeistern können. Bei diesen Touren über die weiten Felder und durch abgeschiedene Dörfer erfreuen sich die Urlauber der Begleitung eines Esels. Die freundlichen Vierbeiner kann man für Eintages- oder Mehrtages-Etappen mieten. Nach einem Basis-Kurs und der Gewöhnung aneinander geht es dann los, und dem Esel wird das Gepäck anvertraut.
Auf den Wanderungen trifft man immer wieder auf die traditionelle Glashandwerkskunst in Bayern. Die Glasstraße in Ostbayern ist eine der schönsten Ferienstraßen in Deutschland. Nehmen Sie sich die Zeit und besuchen Sie eines der Betriebe oder Museen.
Bei einer Wanderung im Bayerischen Wald ist so mancher auch seiner Erinnerung auf der Spur. Denn hier duftet es an warmen Sommertagen, wie zu Zeiten der eigenen Kindheit, nach dem frischen Heu. Hier schmecken die Knödel in den Hütten am Wegesrand wie einst bei Muttern. Und wenn am Abend im Restaurant des Hotels das Kaminfeuer knistert, fehlt eigentlich nur noch der Großvater, der den Kindern vom Rotkäppchen berichtet, das auf einer Lichtung zwischen den Bäumen einen Strauß bunter Blumen pflückt. Der Bayerische Wald ist für Wanderer auch ein Reservat für die Seele, wo man die Wildnis zugelassen hat und wo das Leben für jene, die sich dort bewegen, freier und reicher wird.
Etwa 40 Millionen ausländische Tourist*innen sind zuletzt jedes Jahr nach Thailand gereist, darunter auch mehr als 800.000 Deutsche. Besonders beliebt bei europäischen Gästen ist die freie Zeit um Weihnachten und den Jahreswechsel, in der viele dem ungemütlichen Winterwetter daheim entfliehen. Doch durch die Corona-Pandemie ist in diesem Jahr alles anders: Der Tourismus ist zum Erliegen gekommen, die Urlaubsregionen zum Beispiel im Süden des Landes müssen auf Millionen Gäste aus dem Ausland verzichten. Dies hat weitreichende Auswirkungen: unmittelbar für die lokale Wirtschaft und die im Tourismus-Gewerbe arbeitenden Menschen, in der Folge aber auch für die unzähligen Streunertiere, die in Urlaubsorten wie Phuket oder Ao Nang sowie auf den Inselarchipelen ihr Zuhause haben und dabei ebenso auf den Tourismus angewiesen sind.
Tierschützer*innen wie Helen Guy macht diese Entwicklung große Sorgen. Guy kam 2014 als Touristin nach Koh Lanta und begann schon im Folgejahr für die Tierschutzorganisation Lanta Animal Welfare als Tierärztin zu arbeiten. Im Rahmen eines Projekts mit der Welttierschutzgesellschaft (WTG) aus Berlin ist sie neben Koh Lanta auch auf weiteren Inseln der Region sowie an den Küstenorten auf dem Festland im Einsatz, um streunende Tiere zu behandeln, zu impfen und zu kastrieren.
Guy kennt die Folgen der Tourismuskrise für Hunde und Katzen in den Urlaubsorten daher genau: „Viele Streuner leben von den Essensresten auf den Straßen und vor den Hotelrestaurants. Da viele Hotels, Resorts und Restaurants nun geschlossen bleiben, werden die Tiere in den kommenden Monaten vermutlich zunehmend an Hunger leiden und einige womöglich sogar verhungern.“
Auch Folgen für die lokale Tierschutzarbeit sind laut Guy bereits jetzt zu spüren: „Neben unseren eigenen Spendeneinnahmen und der Unterstützung der Welttierschutzgesellschaft finanzieren wir unsere Arbeit auch durch Spenden von Besucher*innen der stationären Klinik und des Tierheims.“ Diese Einnahmen fehlten derzeit ohne die internationalen Tourist*innen. Außerdem blieben viele internationale Freiwillige weg, die normalerweise im Klinikbetrieb aushelfen. Dies alles mache es derzeit schwer, die Tierschutzarbeit vor Ort im gewohnten Maße zu leisten.
„Die Regierung bewirbt nun verstärkt den nationalen Tourismus und tatsächlich kommen zurzeit wieder mehr thailändische Tourist*innen auf die Inseln – jedoch bei weitem nicht in der Zahl, wie es für die Jahreszeit üblich ist“, sagt Helen Guy. „Auf den Inseln wie Koh Lanta sind viele Menschen vom Tourismus der Hauptsaison abhängig und werden vermutlich wirtschaftlich zu Grunde gehen, wenn dieser ausbleibt.“
Zurückgelassene Tiere
Der ausbleibende Haupttourismus verschärft somit die Notlage vieler im Tourismus beschäftigter Thailänder*innen, die ihre Tiere dadurch häufiger aussetzen oder auf den Inseln zurücklassen. Dies kann zudem eine unkontrollierte Vermehrung zur Folge haben, wenn diese Tiere nicht kastriert sind. Darum ist es aus Sicht von Helen Guy so wichtig, dass die Tierschutzarbeit vor Ort ununterbrochen fortgesetzt werden kann und im Rahmen der mobilen Einsätze Hunde und Katzen kastriert werden sowie die Bevölkerung für Tierschutzproblematiken sensibilisiert wird.
Tierschützer*innen wissen zudem aus vielen Beispielen: Mit der Not der Menschen vergrößert sich das Tierleid auch deshalb, weil die Frustrationen der Menschen in Gewalt gegenüber Tieren münden. Helen Guy hat deshalb Angst, dass die Angriffe auf Tiere weiter zunehmen werden. Erst kürzlich lasen sie und ihr Team auf dem Rückweg von einer mobilen Klinik in Sikao einen Hund am Straßenrand auf, der eine extrem große Kopfwunde hatte. Seine Verletzung war höchstwahrscheinlich eine von heißem Öl verursachte Brandwunde, die zum Zeitpunkt seines Auffindens bereits von Maden durchfressen war. „Das war ein grausamer Anblick“, erinnert sich Guy. „Wir haben ihn sofort in die Klinik gebracht, tiermedizinisch versorgt und sterilisiert.“ Der Hund, der auf den Namen Edward getauft wurde, konnte sich auf Koh Lanta erholen und wieder ganz gesund werden. Es sind Fälle wie diese, die Helen Guy Kraft zum Weitermachen schenken – auch in der aktuell so schwierigen Zeit für Tierschutzarbeit in Thailand.
Um das Leid der streunenden Tiere auf Koh Lanta und den Nachbarinseln zu lindern, unterstützt die Welttierschutzgesellschaft die Arbeit von Helen Guy und Lanta Animal Welfare. Der Verein ist dabei auf Spenden tierlieber Menschen angewiesen. In der Weihnachtszeit besteht die Möglichkeit, mit einer Geschenkspende das Leben von Streunerhunden zu retten. Weitere Informationen unter: https://welttierschutz.org/spende-verschenken/
Algier – Die Hauptstadt und zugleich Namensgeberin von Algerien ist mit ihren knapp 4 Millionen Einwohnern das Zentrum des Landes. Die direkt am Mittelmeer gelegene Stadt hat seit jeher eine führende Rolle bei der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes gespielt. Durch die Verbindung von französischem Kolonialstil und orientalischem Charme ist Algier auch bei Touristen sehr beliebt.
Der internationale Flughafen Houari Boumedienne ist von den meisten europäischen Städten in etwa drei Stunden zu erreichen. Ein bewährtes ausgebautes Bus- und Bahnnetz sorgt für bequeme Verbindungen in die Stadt. Mit der Fähre kann man überdies von südlicheren Orten in Spanien (Alicante), Frankreich (Marseille) und Italien in nicht ganz einem Tag nach Algier gelangen. Bei einer Mittelmeer-Kreuzfahrt ist der Hafen eine gern gesehene Anlaufstelle und lädt zu Landgängen ein.
Die Flugzeit von Deutschland nach Algier, Algerien, hängt stark vom jeweiligen Abflugort in Deutschland ab. Direktflüge von Deutschland nach Algier sind meist von größeren Flughäfen wie Frankfurt oder Berlin verfügbar. Ein Direktflug dauert ungefähr 2 bis 3 Stunden.
Geographische Besonderheiten
Blick auf Algier, Bild: mehdi33300 / shutterstock
Algier wird von mehreren Flüssen und Flüssen durchzogen, die allesamt im Mittelmeer münden. Da Algier an den Berghängen eines Ausläufers des Atlas-Gebirges liegt, fällt die Küste kaskadenartig auf über 300 Metern zum Ufer hin ab. Hier können heftige Regenfälle die beschaulichen Flüsse durchaus einmal in reißende Ströme verwandeln und Überschwemmungen die tiefer gelegenen Gebiete bedrohen.
Die Gebiete in und um Algier liegen in einer durch Erdbeben gefährdeten Zone, da das Atlas-Gebirge eine plattentektonische Grenze zwischen Europa und Afrika bildet. Weil sich die Eurasische mit der Afrikanischen Platte aneinander reibt, kann es immer mal wieder zu mehr oder minder heftigen Erschütterungen kommen.
Sehenswürdigkeiten
Das Märtyrer-Denkmal, Bild: Leonid Andronov / shutterstock
Die wichtigsten Touristenorte sind mit der Metro oder den Bussen zu erreichen. Ein Auto ist zur Erkundung in der Regel unnötig, wenn nicht die weitere Umgebung erforschen werden soll, da alles Sehenswerte fußläufig oder mit Bus und Bahn gut zu entdecken ist. Für einen Badeurlaub ist der Ort Sidi Fredj, etwa 20 km westlich von Algier ein schöner Anlaufpunkt, inklusive des relativ hohen Leuchtturms.
Sehenswert ist das imposante, 92 Meter hohe Märtyrer-Denkmal, das an die Unabhängigkeit von Frankreich erinnert. In Form von stilisierten Palmenblättern gestaltete Betonmonument umfasst es in seiner Mitte in etwa 14 Metern Höhe einen Turm im islamischen Stil.
Die Basilika Notre Dame d’Afrique wurde Mitte des 19. Jahrhunderts im romanisch-byzantinischen Stil erbaut. Im Inneren ist sie geschmückt mit orientalischen, aber ebenso westlichen Elementen. Sie liegt auf einer 124 Meter hohen Klippe, von der man einen grandiosen Ausblick auf die Stadt und die Bucht hat. Sie ist auch mit einer weiteren Attraktion, nämlich mit der Seilbahn, zu erreichen.
Front de Mer ist eine prächtige Promenade an der Hafenbucht. Am besten mit der U-Bahn und einem gemütlichen Fußweg aufzufinden. Vorbei an den typischen, malerischen weißen Häusern ist von dort ein herrlicher Ausblick auf das Mittelmeer zu genießen.
Nicht unerwähnt bleiben soll natürlich die Kasbah. So wird die 1992 zum Weltkulturerbe ernannte Altstadt genannt. Hier ziehen einen die engen Gassen und historischen Gebäude in den Bann. Zahlreiche Moscheen und Paläste aus maurischer Zeit befinden sich hier.
La Grande Poste ist ein von den Franzosen Anfang des 19. Jahrhunderts erbautes Postamt und gilt als eines der schönsten überhaupt. Es befindet sich mitten in der Stadt und ist per U-Bahn leicht aufzuspüren.
Der ebenfalls einfach mit der U-Bahn zu erreichende Jardin d’Essai ist ein 80 Hektar großer Botanischer Garten mit einem Vergnügungspark unweit des Märtyrer-Denkmals. Er ist einer von zahlreichen Parks und Gärten in Algier. Vor allem wenn die Sonne brennt, ist ein Spaziergang unter Palmen und exotischen Stauden hier eine gern genutzte Alternative.
Darüber hinaus sind in Algier eine Oper und etliche Museen zu besichtigen. Diese befinden sich größtenteils im moderneren Teil der Stadt. Etwas außerhalb ist ein Wasserpark für die ganze Familie ein beliebtes Ausflugsziel. Für Liebhaber der Fauna ist östlich der Stadt ein Zoo einen möglichen Trip wert.
Klima in Algier
Im Sommer ist das Klima in Algier angenehm warm und trocken. Die Winter sind recht frisch. Die ergiebigsten Niederschläge sind zwischen Oktober und April zu verzeichnen. Die beste Reisezeit ist dementsprechend im Frühling und Sommer, wo die Sonne bis zu 14 Stunden am Tag scheint. Das Klima an der Mittelmeerküste ist vergleichbar dem in Südspanien. Selbst Temperaturen um die 30 Grad lassen sich durch die leichte Meeresbrise gut ertragen.
Klimatabelle für Algier
Monat
Durchschnittliche Höchsttemperatur (°C)
Durchschnittliche Tiefsttemperatur (°C)
Niederschlag (mm)
Januar
17
6
81
Februar
18
6
72
März
19
7
58
April
20
9
58
Mai
24
13
25
Juni
28
17
13
Juli
32
20
3
August
32
20
8
September
29
18
28
Oktober
25
14
58
November
20
10
89
Dezember
17
7
88
Sonstiges
Auch wenn die Amtssprache Arabisch ist, sind Kenntnisse in Französisch vorteilhaft, da Englisch fast immer nur von der jüngeren Generation gesprochen und verstanden wird. Öffentliche Bezeichnungen von Plätzen und Straßen sind jedoch in lateinischer Schrift, sodass man hier sicherlich zurechtkommt.
In Algier gibt es eine reichhaltige Auswahl an Restaurants, die überwiegend französische oder italienische Gerichte anbieten. Obgleich sich die zum Teil scharf gewürzten Soßen doch von der europäischen Küche unterscheiden
Sicherlich stellst Du Dir bei jeder Reise die Frage, wie umweltfreundlich diese wohl ist. Auf der einen Seite steigt das Umweltbewusstsein, indem Du eher das Fahrrad als das Auto nutzt oder von Plastikflaschen auf Glas umsteigst und auf der anderen Seite würdest Du natürlich gerne verreisen. Wohlwissend, dass bei einem Langstreckenflug pro Person soviel Emission verursacht wird, als wenn Du das ganze Jahr mit dem Auto fahren würdest.
Keine Angst Du musst nicht zu Hause bleiben, um möglichst jede Emission zu vermeiden.
Du kannst vieles für die Umwelt tun. Sorge bei Deinen Reisen dafür, dass Du möglichst wenig Müll verursachst und auch sonst keine Spuren hinterlässt. Verzichten beim Reisen möglichst auf Plastiktüten und lassen vor allen Dingen wie Steine, Pflanzen und Muscheln dort, wo sie herkommen.
Was zählt zu den umweltfreundlichen Reiseequipments?
Greifen Sie wenn möglich auf ein Moskitonetz anstelle von chemikalischen Sprays zurück, Bild: GrooveZ / shutterstock
Zum einen kannst Du viele Dinge Second Hand kaufen oder auf einen Versandhändler zurückgreifen, der besonders umweltfreundlich versendet. Bei der Ausrüstung kannst Du anstatt auf Chemie auf ein Moskitonetz zurückgreifen und Dein Rucksack sollte aus einem recycelten Material bestehen. Kannst Du das Moskitonetz nicht nutzen, dann setze auf ein Bio-Mückenspray. Anstatt eines Plastikbestecks nutze einfach ein Campingbesteck, das Du nach jeder Nutzung säuberst. Ähnlich sieht es auch bei Deinen Getränken aus. Nutze anstatt der Plastikflaschen eine wiederverwendbare Thermosflasche. Auch bei Pflegeprodukten kannst Du umweltfreundlich handeln, indem Du auf Deine Reise ein biologisch abbaubares Waschmittel und biologisch abbaubare Duschgele zurückgreifst. Selbst bei Deiner Kleidung kannst Du zu Merinowolle oder zu Bio-Baumwolle greifen. Sehr schöne Outfits bekommst Du bei Soulcover. Hier kannst Du auch das praktische FAIR-Reisen Package bekommen, das mit allem bestückt ist, was Du für Deine Reise benötigst. An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass Soulcover dafür sorgt, dass für jedes verkaufte FAIR-Reisen Package ein Baum gepflanzt wird. Somit stellt das FAIR-Reisen Package die sinnvolle Alternative zum herkömmlichen Plastik -Reise Package dar.
So kannst Du nachhaltig Deinen Koffer packen
Auf den ersten Blick scheint das gar nicht so einfach zu sein, denn viele der Outdoor-Produkte werden chemisch imprägniert, um trocken zu bleiben. Dies wiederum schadet jedoch der gesamten Biosphäre. Hier erfährst Du wie Du nachhaltig Deinen Rucksack oder Trolley aus einem recycelten Material packen kannst, sodass Du ohne schlechtes Gewissen durch die Welt reisen kannst.
Wie bereits erwähnt greifst du zu einem recycelten Produkt. Vielleicht kannst Du die benötigten Gepäckstücke auch leihen und musst sie nicht extra neu kaufen. Des Weiteren solltest Du beim Packen darauf achten, dass Du möglichst wenig mitnimmst, denn jedes Kilo mehr erhöht den CO2-Ausstoß, da mehr Energie verbraucht wird. Deine Wäsche sollte zwar outdoor-tauglich sein, aber möglichst aus Merinowolle bestehen, da diese deutlich weniger riecht auch nach längerem Tragen. Bei der Oberbekleidung greifst Du am besten zu Bio-Baumwolle. In Deinen Kulturbeutel gehören möglichst eine Bambus-Zahnbürste sowie biologisch abbaubare Shampoos und Duschgele und ein umweltfreundlicher Mückenschutz. Auch Dein Schlafsack sollte möglichst ökologisch sein. Gleiches gilt für Trinkflaschen und Geschirr. Mit einem Camping-Kocher, den Du mit Zweigen oder Tannenzapfen befeuerst, kannst Du Deine Mahlzeiten ganz einfach selbst zubereiten und hinterlässt so kaum Spuren in der Umwelt. Vorausgesetzt, Du nimmst Deinen Müll wieder mit und lässt ihn nicht achtlos in der Natur liegen.
Rätselhaft ist dieses Land, und aufregend ist seine Hauptstadt. Saudi-Arabien zählt zu jenen Regionen auf dem Globus, die häufig missverstanden werden. So ist es natürlich Unfug, wenn man glaubt, jeder Saudi sei ein Ölscheich. Richtig ist, dass die meisten Einwohner der Metropole Riad streng in ihrem Glauben sind, doch hier leben nicht nur die Superreichen sondern auch recht normale Menschen. Diese Stadt befindet sich auf der Suche nach der Balance zwischen der Bewahrung ihrer reichen Kultur und dem Fortschritt einer neuen Zeit. Riad ist zweifellos ein Farbtupfer eines Landes, das sich dem Tourismus sehr lange und erfolgreich verschloss. Diese Stadt ist voller Kontraste und allein deshalb eine Visite wert. Sie liegt nicht an einer der Küsten des Königreichs sondern im Landesinnern. Dennoch ist die Metropole am Rande der Wüste der Nabel dieses Landes auf der Arabischen Halbinsel.
Über einen langen Zeitraum der Geschichte war Riad eine wichtige Handelsstation der legendären Seidenstraße, und wer heute durch die breiten Straßen der Hauptstadt Saudi-Arabiens bummelt, der entdeckt zwischen den gigantischen Wolkenkratzern etliche historische Gebäude. Urlauber sollten sich auf eine der diversen Aussichtsplattformen begeben, um sich einen Überblick zu verschaffen. Aus dem Meer der Häuser ragen die schlanken Minarette der Moscheen heraus, denn der Islam prägt das Leben in Riad. Auch die supermoderne Kulisse dieser Stadt und die Fülle des technischen Know-How, die man dort antrifft, konkurriert keineswegs mit der intensiven Gläubigkeit der Menschen. Beim Verbot, alkoholische Getränke zu sich zu nehmen, gibt es auch in Riad keine zwei Meinungen unter den Bewohnern. Die Regeln sind streng, doch die Menschen in der Hauptstadt geben sich Fremden gegenüber aufgeschlossen und gastfreundlich.
Am Rande der Wüste ein Gigant aus Stahl und Stein
Das Kingdom Centre, Bild: Fredy Thuerig / shutterstock
Riad ist das arabische Wort für “Garten”. Und für die Menschen in dieser Stadt mutet die Millionen-Metropole wie in alten Zeiten an wie eine grüne Oase am Rande der Wüste. Jener abweisenden Leere, von der der französische Dichter und Mystiker Edmond Jabès einst meinte, sie sei wie eine Schrift und in jedem Sandkorn stecke ein überraschendes Zeichen. Wer die Pisten dieser riesigen Wüste im Herzen Saudi-Arabiens verlässt und schon von Ferne die markanten Kulissen der Hochhäuser Riads wahrnimmt, der wird von diesem Kontrast fast überwältigt. So wird es auch Urlaubern ergehen, die sich für einen der in Riad angebotenen Wüsten-Trips entscheiden. Es war die Familie al-Saud, die sich im Jahr 1924 für Riad als Herrschersitz entschied. Was ehemals nur ein ummauerter Garten am Rande der Wüste war, entwickelte sich im Laufe der Geschichte zu einem ultramodernen Giganten aus Stahl und Stein.
Al Olaya – das exklusive Geschäftsviertel
Edge of the World, ein Naturdenkmal und beliebtes Reiseziel in der Nähe von Riad, Bild: AFZAL KHAN MAHEEN / shutterstock
Al Olaya ist das exklusive Geschäftsviertel Riads. Hier befinden sich die interessantesten Wolkenkratzer der Stadt: Das Kingdom Centre, das mehr als dreihundert Meter in den zumeist blauen Himmel ragt und dessen zwei Türme durch eine 65 Meter lange und voll verglaste Brücke miteinander verbunden sind. Wer sich mit dem Fahrstuhl dort in luftige Höhe begibt, sollte schwindelfrei sein. Ein Meisterwerk der Architektur ist auch das Al Faisaliyah Centre in der Form eines Obelisken. Im Geschäftsviertel von Riad erhielten viele luxuriöse Weltmarken ihren Verkaufsraum. Aber es wimmelt dort auch an erstklassigen Restaurants. Aber auch die rustikalen Schawarma-Gaststätten sind hier anzutreffen.
Historische Rolls Royce im Königspalast
Sehenswert ist in der Hauptstadt von Saudi-Arabien auch das Fort Masmak an der Thumairi Street. Es entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts, wurde einst ausschließlich aus Lehmziegeln errichtet und schimmert nach Anbruch der Dunkelheit noch immer ein wenig rötlich. Heute markiert die ehemalige Befestigungsanlage den Mittelpunkt der Altstadt von Riad. Dies ist ein Zeugnis der Geschichte dieser Stadt. Innerhalb der Mauern gibt es nun eine Moschee und ein Museum. Der Murabba-Palast ist der traditionelle Sitz der königlichen Saud-Dynastie. Er befindet sich rund zwei Kilometer abseits der Altstadt. In der King Abdul Aziz Memorial Hall sind einige persönliche Gegenstände aus dem Besitz des Monarchen zu sehen. Unter anderem eine Sammlung altertümlicher Rolls Royce.
Das Nationalmuseum gleicht einer Schatzkammer
Das Nationalmuseum von Saudi Arabien ist eine wahre Schatzkammer. Die Exponate aus mehreren arabischen Ländern werden unter anderem durch Filme erklärt. Nach einer Besichtigung der City lohnt sich außerdem ein Besuch des National-Zoos von Riad. Er wurde im Jahr 1957 eröffnet und hatte zunächst die Aufgabe, jene Tiere zu beherbergen, die das Königshaus als Geschenke aus vielen Teilen der Welt erhielt. Heute ist dies die Heimstatt für rund 1.400 Tiere. Wer das umfangreiche Areal nicht zu Fuß bewältigen möchte, kann sich dort einer Kleinbahn bedienen. Urlauber sollten wissen, dass es im Zoo getrennte Besuchstage für Frauen und für Männer gibt.
In diesem Jahr ist durch die Corona-Krise für viele Leute der wohlverdiente Urlaub leider ausgefallen. Schließlich waren die Grenzen aufgrund der Epidemie für einige Monate geschlossen und aufgrund der Reisewarnungen verzichteten viele Leute auf Urlaubsreisen in andere Länder. Einen Boom erlebten teilweise die verschiedenen Regionen in Deutschland, die sich in den Phasen ohne Lockdown über einen großen Zulauf freuen durften. In nächsten Jahr werden aber mit Sicherheit besonders viele Leute in den Schulferien wieder auf eine Reise gehen. Aus diesem Grund könnte es durchaus passieren, dass es in einigen beliebten Urlaubsregionen im In- und Ausland besonders eng werden könnte. Daher ist es absolut empfehlenswert sich jetzt schon Gedanken über den Urlaub im Jahr 2021 zu machen. Schließlich ist es nicht besonders angenehm, wenn der Urlaubsort in der schönsten Zeit des Jahres total überlaufen ist und der Urlaubsspaß dadurch erheblich getrübt wird.
Deutschland wird sicher auch in 2021 Jahr beliebt sein
Die Nordseeinsel Föhr, Bild: Axel Fischer / shutterstock
Bereits in der jüngeren Vergangenheit zeichnete sich ein deutlicher Trend zu einem Urlaub im eigenen Land ab. Das ist eigentlich nicht weiter verwunderlich, weil immer mehr Leute erkennen, wie schön und abwechslungsreich das Heimatland ist. Bei der Planung für den nächsten Urlaub sollte man sich unbedingt den Kalender genau anschauen. Schließlich kann man zum Beispiel direkt im Januar bei einer cleveren Nutzung von Brückentagen bis zu 10 Tage frei machen und muss dafür in einigen Bundesländern nur vier Urlaubstage einsetzen. Dadurch kann man dann gleich zu Beginn des Jahres einen längeren Urlaub einplanen. Je nach Geschmack kann man dann beispielsweise an die deutsche Küste oder in die Berge verreisen. Sollte sich die Situation rund um die Corona-Krise deutlich verbessern, ist vielleicht auch schon wieder ein unbeschwerterer Urlaub im Ausland möglich.
In den Sommerferien 2021 verreisen
In diesem Jahr haben viele Menschen ihren Sommerurlaub aus bekannten Gründen abgesagt. Aus diesem Grund ist davon auszugehen, dass im nächsten Jahr wahrscheinlich noch mehr Leute in ihrem Urlaub verreisen wollen. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, dass man sich schon möglichst früh mit der Planung des nächsten Urlaubs beschäftigt. Denn in vielen Regionen könnt es in 2021 vor allem in den Sommerferien ziemlich eng werden. Aber trotzdem sollte es mit frühzeitiger Planung kein Problem sein, sich den Wunsch nach einem erholsamen Urlaub zu erfüllen. Wichtig ist an dieser Stelle, dass viele Reiseveranstalter aufgrund der Geschehnisse in diesem Jahr mit erweiterten Rücktrittsmöglichkeiten arbeiten. Das hat aus Kundensicht den Vorteil, dass man eine bereits gebuchte Urlaubsreise bei doch andauernden Reisebeschränkungen im Jahr 2021 deutlich einfacher stornieren kann. Durch diese Möglichkeiten macht es Sinn, dass man sich frühzeitig mit dem kommenden Urlaub auseinandersetzt und die eigene Reise bucht.
Reisen nach Südeuropa könnten wieder gefragt sein
Für den nächsten Urlaub nehmen viele Leute jetzt schon wieder die Länder im Süden Europas ins Visier. Das ist verständlich, weil beispielsweise in Spanien, Portugal und Italien die Aussichten auf einen tollen Urlaub bei ansprechenden Temperaturen relativ hoch sind. Abzuwarten bleibt noch, wie es im kommenden Jahr bei den Fernreisezielen aussehen wird. Auch hier könnte es einen starken Zuwachs bei den Buchungen geben, wenn man die Epidemie zeitnah in den Griff bekommen kann.
Ob Geschäftsreise oder Vergnügen: Sich auf einen Urlaub vorzubereiten ist nie einfach. Trotz seitenlanger Packlisten gibt es immer etwas, das man vergisst mit einzupacken. Vielflieger und erfahrende Reisende haben allerdings in den letzten Jahren viel Expertise, was das effiziente und beste Packen angeht, gesammelt. Neben essenziellen Dingen wie dem Reisepass und die richtige Kleidung, gibt es auch einige technische Geräte, die für Reiseexperten auf keiner Reise fehlen dürfen.
Entspannt fliegen mit lärmunterdrückenden Kopfhörern, Bild: GaudiLab / shutterstock
Es gibt kaum etwas Nervigeres als schreiende Babys in einem Flugzeug, laute Konversationen im vollgepackten Reisebus oder die lauten Geräusche eines älteren Modells eines Regionalzuges der Bahn. Glücklicherweise gibt es heutzutage eine breite Auswahl an verschiedenen Kopfhörern, die dafür sorgen, dass statt nervenreibendem Lärm ganz nach Geschmack beruhigende klassische Musik oder die neuesten Pop-Hits angehört werden können. Zu den besten Modellen gehört hierbei der Bose QuietComfort 35.
Powerbank
Ein externer Akku ist etwas, ohne das man niemals auf Reisen gehen sollte. Ob zum Aufladen des Smartphones oder anderer technischer Geräte, wie kabellosen Kopfhörern oder das Tablet, bieten sogenannte Powerbanks durch die starke integrierte Batterie die Möglichkeit, das Mobiltelefon am Leben zu erhalten. Zudem können in vielen tragbaren Ladegeräten durch mehrere USB-Anschlüsse gleich mehrere Geräte aufgeladen werden. Für regelmäßig Reisende lohnt es sich also, hier in ein Qualitätsprodukt zu investieren. Zu den besten Geräten gehören hierbei die Modelle von Varta und Ansmann.
Laptop
Computer sind heute mehr denn je in unser Leben integriert. Egal, ob ein Laptop für die Arbeit, die Universität oder zum Spielen von Videospielen genutzt wird, sollte es ebenfalls auf jeder Reise dabei sein. Denn in Zeiten von Netflix gibt es nichts schöneres, als es sich nach einem langen Tag auf dem Hotelbett gemütlich zu machen und die neuste Episode der Lieblingsserie anzuschauen. Mit einem HDMI-Kabel lässt sich dies auch ganz einfach an das TV-Gerät anschließen. Doch Vorsicht: Gerade beim Reisen in andere Länder mit anderen Steckdosen, sollte hier nicht nur ein einfacher Reiseadapter zum Aufladen des Gerätes genutzt werden. Oft sind technische Voraussetzungen in verschiedenen Ländern nicht dieselben. Deshalb empfehlen führende Anbieter in der Elektronikbranche wie RS Components in ein passendes Netzkabel zu investieren. So kann sichergegangen werden, dass das teure Laptop nicht beschädigt wird oder es sogar zum Kurzschluss kommt.
E-Book Reader
Vorbei sind die Tage, in denen man einen großen Teil des erlaubten Gewichts des Gepäcks auf Flugreisen durch das Einpacken mehrerer Bücher verschwendet. E-Book Reader gelten heute als Alternative für den fleißigen Leser, denn oft sich die digitalen Versionen eines Buches günstiger. So kann mit dem Kauf des Amazon Kindle oder einem ähnlichen Gerät auf Dauer sogar Geld gespart werden und der neueste Teil einer Krimi-Serie auch unterwegs heruntergeladen werden.
Snowboarden, Skifahren, Eisklettern – kaum eine Freizeitbeschäftigung ist so vielseitig wie Outdoor-Sport im Winter. Rasante Abfahrten wechseln sich mit erholsamen Stunden inmitten unberührter Natur ab. Eine Auszeit vom Alltag inklusive. Die Sehnsucht nach dieser verlockenden Mischung aus Aktivität und Ruhe zieht jedes Jahr Millionen Wintersportfans in die Skigebiete Europas. Die Kulisse ist beeindruckend, birgt jedoch viele Gefahren. Nur wer die Sicherheitsvorgaben in den eisigen Höhen kennt, kommt unverletzt durch die Wintersportsaison.
Wichtige Faktoren für sicheren Outdoor-Sport im Winter
Die größte Gefahr geht von der Kälte und dem unbeständigen Wetter in den Skigebieten aus. Darüber hinaus steigt die Zahl der Wintersportler auf den Pisten kontinuierlich. Umso wichtiger ist das Kennen und Befolgen des Leitfadens zur Sicherheit beim Wintersport.
Um der zunehmenden Anzahl an Besuchern gerecht zu werden, verstärkten die Betreiber der alpinen Gebiete ihr Team an Rettungskräften drastisch. Die Hersteller von Sportbekleidung zogen nach und entwickelten Ausrüstung, die den eisigen Temperaturen noch zuverlässiger standhält.
Wintersportler machen nicht selten den Fehler, sich ausschließlich auf ihre gute Ausrüstung zu verlassen. Stattdessen geht es bei unfallfreiem Wintersport um eine gezielte Kombination unterschiedlicher Faktoren.
Diese sind:
Körperliche Fitness
Sichere und vollständige Ausrüstung
Persönliche Verhaltensregeln
Die Auswahl des richtigen Gebiets
Regeln für das Verhalten in der Gruppe
Viele Skigebiete bieten Sicherheitstrainings an, bei denen die praktische Anwendung der Regeln geübt wird.
Verletzungen vorbeugen und im Notfall richtig agieren
Die Sicherheitsregeln setzen sich aus Maßnahmen zur Vorbeugung von Unfällen und Richtlinien im Falle des Eintritts eines Notfalls zusammen.
Der Wintersportler
In den hoch gelegenen Skigebieten ist der Sauerstoffgehalt der Luft deutlich geringer als im Flachland. Körperliche Fitness ist daher eine Grundvoraussetzung zur Vermeidung von medizinischen Notfällen in den Bergen. Des Weiteren gilt es, die Verhaltensregeln auf der Piste zu beachten. Rücksicht gegenüber anderen Fahrern und die realitätsnahe Einschätzung des eigenen Könnens sind essenziell.
Die Ausrüstung
Gegen Kälte und Wind hilft der Zwiebel-Look. Er sollte aus drei Schichten (Thermo-Unterwäsche, Isolierschicht, wasserabweisende Überbekleidung) bestehen. Sonnenschutzcreme im Gesicht und auf den Lippen sowie eine Brille schützen vor UV-Strahlen. Ein Helm bewahrt den Kopf vor Verletzungen durch Stein- und Eisschlag. Der Rucksack sollte ausreichend Platz für ein Erste-Hilfe-Set und Verpflegung bieten.
Der Umfang der Ausrüstung sollte auf die Aktivität abgestimmt sein. Zusätzlich zur Grundausstattung sollte sie bei Skihochtouren, Gletscherwanderungen und beim Eisklettern eine Karte und ein Navigationsgerät beinhalten. Eispickel und Steigeisen geben sicheren Halt im gefrorenen Gelände. Ein LVS-Gerät, eine Sonde und eine Schaufel sind als Notfallausrüstung unerlässlich.
Wer bei der Ausrüstung noch den einen oder anderen Euro sparen möchte, sollte sich bei Sport Outlets wie Picksport.de umschauen.
Das Skigebiet
Den Wintersport genießen, Bild: Lisitskiyfoto / shutterstock
An einer Panoramatafel vor der Berghütte sollte täglich die Wetterlage und Lawinengefahr abgelesen werden. In höheren Lagen können sich die Witterungsbedingungen schlagartig ändern, sodass eine vorherige Festlegung eines Plan B von Vorteil ist. In der Gruppe gilt die Rücksichtnahme auf das schwächste Mitglied. An diesem orientiert sich die Auswahl der Piste und der Umfang der Tour.
Fazit
Unter Berücksichtigung der Sicherheits- und Verhaltensregeln steht einer unfallfreien Wintersportsaison nichts im Wege. Wer seine Fähigkeiten ehrlich einschätzt und Rücksicht auf schwächere Sportler nimmt, schützt sich und andere. Im Notfall verhindern geeignete Ausrüstung, ein sicheres Vorgehen in Bezug auf Navigation und Erste-Hilfe Schlimmeres. Die Inanspruchnahme der Sicherheitskurse vor Ort hält das Wissen frisch und stärkt das Gespür für Gefahrensituationen.