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Montag, März 9, 2026
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Valletta – die Hauptstadt von Malta

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Die Stadt Valletta auf Malta wurde im Jahr 1566 als Refugium für Verwundete während der Kreuzzüge des 16. Jahrhunderts gegründet. Sie liegt an der Nordostküste der Hauptinsel zwischen Grand Harbour und Masamxett Harbour, den zwei größten Naturhäfen des Mittelmeers. Valletta ist sowohl von der Fläche als auch von der Einwohnerzahl die kleinste Hauptstadt aller EU-Staaten. Aufgrund der überall in der Stadt anzutreffenden Bauwerke, die architektonisch im Barock beheimatet sind, verströmt Valletta den einzigartigen Charme eines riesigen Freiluftmuseums.

Die Straßen wurden möglichst breit und gitternetzartig angelegt, um durch den Seewind ein wenig Kühlung während der warmen Sommer zu haben. Trotz ihrer geringen Größe bietet Valletta viele historische Orte, die bis ins 16. Jahrhundert zurückgehen und sind der Grund für die Einstufung der ganzen Stadt als Weltkulturerbe durch die UNESCO im Jahr 1980.

Fakten über Valletta

  1. Kompakte Größe: Valletta ist bekannt dafür, eine der kleinsten Hauptstädte Europas zu sein. Die Stadt erstreckt sich über eine Fläche von nur etwa 0,8 Quadratkilometern. Trotz ihrer geringen Größe ist die Stadt dicht bebaut und reich an historischen Sehenswürdigkeiten.
  2. Bevölkerung: Die Einwohnerzahl von Valletta ist relativ klein für eine Hauptstadt; sie hat ungefähr 5.600 Einwohner. Dies verleiht der Stadt eine fast dörfliche Atmosphäre, insbesondere in den weniger touristischen Gebieten.
  3. Amtssprachen: In Valletta werden zwei Amtssprachen gesprochen: Maltesisch und Englisch. Maltesisch ist eine einzigartige Sprache, die semitische Wurzeln hat und stark von der italienischen Sprache, insbesondere dem Sizilianischen und dem Italienischen, beeinflusst ist. Englisch wird ebenfalls weitgehend gesprochen, was die Kommunikation für internationale Besucher erleichtert.
  4. UNESCO-Weltkulturerbe: Valletta ist eine UNESCO-Weltkulturerbestätte, eine Anerkennung, die sie 1980 erhielt. Die Stadt wurde im 16. Jahrhundert von den Rittern des Johanniterordens gegründet und ist für ihre gut erhaltene Architektur aus der Zeit der Renaissance und des Barocks bekannt.
  5. Reiche Geschichte: Gegründet im Jahr 1566 nach der Großen Belagerung von Malta, wurde Valletta nach Jean Parisot de la Valette benannt, dem Großmeister des Malteserordens, der die Verteidigung gegen die Osmanen anführte. Die Stadt wurde als befestigte Zuflucht konzipiert und hat viele historische Ereignisse erlebt.
  6. Kulturelles Zentrum: Valletta war die Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2018. Die Stadt bietet eine lebendige Kulturszene mit zahlreichen Museen, Theatern und Kunstgalerien. Der Manoel Theater ist eines der ältesten noch in Betrieb befindlichen Theater Europas.
  7. Architektonisches Erbe: Die Architektur von Valletta ist eine Mischung aus mittelalterlicher, barocker und moderner Architektur. Markante Gebäude wie der Großmeisterpalast und die St. John’s Co-Kathedrale, die für ihre prächtigen Innenräume und kunstvollen Bodenplatten aus Marmor bekannt ist, sind Höhepunkte für Besucher.

Geschichte

Unterer Barrakka, Valletta
Unterer Barrakka – Gemeinsam mit dem oberen Barraka eine traumhafte Gartenanlage in Valletta, Bild: Littleaom / shutterstovk

Nachdem die Ritter des Malteserordens die Belagerung durch die Osmanen militärisch erfolgreich beendet hatten, begannen sie auf der Landzunge Monte Sciberras eine Festungsstadt zu errichten. Ihre erhöhte Lage zwischen dem Grand Harbour und Masamxett Harbour sicherte die Möglichkeit der Kontrolle über die beiden Häfen. Am
28. März 1566 legte der Großmeister des Malteserordens, Jean de la Valette, den Grundstein.

Für die Planung der Wehrmauern und der Straßen wurde der italienische Architekt und Baumeister Francesco Laparelli engagiert, der von seinem maltesischen Assistenten Gerolamo Cassar unterstützt wurde. Am 18. März 1571 wurde Valletta der Hauptsitz des Malteserordens und nach Jean de la Valette, der vor der Fertigstellung verstarb, benannt. Der weitere Ausbau der Stadt wurde von seinem Nachfolger Pierre de Monte geleitet. Ermöglicht wurden die Bauvorhaben hauptsächlich durch die finanzielle Unterstützung von Papst Pius V. und König Philip II. von Spanien. Es dauerte noch 20 weitere Jahre bis zur Fertigstellung Vallettas.

Bei der Stadtentwicklung brachte das 17. und 18. Jahrhundert einen Wandel, da militärische Belange nicht mehr im Vordergrund standen und vermehrt Bauwerke für Verwaltung, Handel oder Gewerbe entstanden. In Folge erlebte Valletta eine Blütezeit und wurde zu einer prunkvollen barocken Stadt, die mit Prag oder Wien zu vergleichen war.

Mit der Eröffnung des Suez-Kanals 1869 gewann Valletta zusätzlich als Hafenstadt an Bedeutung. In beiden Weltkriegen ankerten auch Kriegsschiffe vor Valletta. Bei Luftangriffen durch Deutsche und Italiener wurde sie teilweise verwüstet und nur die Wehrmauern hielten dem Bombenhagel stand.

Sehenswürdigkeiten in Valletta

Valletta ist heute eine der Hauptattraktionen für Touristen auf Malta. Im ganzen Stadtgebiet befinden sich unzählige Cafés und Weinkeller, die zum Einkehren einladen. Kulturinteressierte können sich an einem vielfältigen Angebot von Veranstaltungen, wie Theater und Konzerten führender Opernstars, erfreuen. Die mitunter hektische
Betriebsamkeit bei Tag entschleunigt sich gegen Abend und ermöglicht einen entspannten Spaziergang durch die mit weichem Licht ausgeleuchteten Straßen der Hauptstadt, um die magische Atmosphäre der historischen Bauwerke in Ruhe zu genießen.

St John's Co-Cathedral, Valletta
St John’s Co-Cathedral, Bild: Digital signal / shutterstock

Die St. John‘s Co-Cathedral in Valletta ist die prunkvollste Kirche in Malta und wurde in den Jahren 1573 bis 1578 erbaut. Allerdings nahm die Innengestaltung weitere hundert Jahre bis zur Vollendung in Anspruch. Sie diente neben der Rotunda in Mosta als Hauptsitz des Erzbischofs von Malta, was ihr den Namen Co-Cathedral einbrachte. Angeschlossen an die St. John‘s Co-Cathedral ist ein Museum, in dem viele Kunstwerke für interessierte
Touristen ausgestellt sind.

Der ebenfalls im 16. Jahrhundert erbaute Großmeisterpalast muss sich in Sachen Prunk nicht hinter der St. John‘s Co-Cathedral verstecken. Früher residierte in dem Palast der Großmeister des Malteserordens und gegenwärtig ist dort der Sitz des maltesischen Präsidenten. Die Innenräume des Bauwerks sind mit zahlreichen Malereien und
Portraits verziert, die an die unterschiedlichen Bewohner des Palasts erinnern. In der Waffenkammer finden sich über 5700 ausgestellte Waffenteile, die bis in die Ritterzeit zurückreichen.

Das Archäologische Nationalmuseum ist in einem ehemaligen Quartier des Johanniterordens, dem Auberge de Provence, zu finden. Nicht nur das Gebäude selbst ist eine Sehenswürdigkeit, sondern birgt auch viele interessante Ausstellungsstücken in seinem Innern. Unter ihnen befinden sich die 4000 Jahre alten Magna Mater Figuren „die Schlafende“ und „die Venus von Malta“. Das Museum informiert auch über die Bauweise der bis zu 5000 Jahre alten Tempel auf Malta und ist der ideale Ort, um Näheres über die archäologischen Sehenswürdigkeiten der Republik Malta zu erfahren.

Die schönsten Ziele für einen Angelurlaub im In- und Ausland

Angelurlaub in Europa boomt. Verständlich, denn der Angelsport lässt sich prima mit einer Reise verbinden. Wunderschöne Ziele zu europäischen Angelrevieren gibt es wie Sand am Meer: Ob an einem der vielen bayrischen Seen mit Blick auf die Berge, bei einem Aufenthalt auf einem Hausboot oder entlang der skandinavischen Fjordlandschaften – jede Region hat ihren ganz speziellen Reiz. Auch unbekannte Regionen in Polen, Tschechien, Litauen oder Estland bieten neue, reizvolle Ziele. Entspannen Sie beim Angeln und entdecken Sie schöne Angelziele innerhalb von Europa.

Deutschland – warum in die Ferne fahren wenn das Schöne so nah ist

Eines der nördlichsten Bundesländer in Deutschland, Mecklenburg-Vorpommern, bietet Anglern gleich mehrere Vorteile. Zum einen ist die Reviervielfalt besonders hoch und zum anderen erhalten Urlaubsgäste den Touristenfischereischein, eine zeitlich begrenzte Angelerlaubnis, problemlos ausgestellt. Hinaus auf die Ostsee zieht es Hochseeangler, die Dorsch und Plattfisch fangen möchten. Heringsliebhaber verbringen ihre Urlaubstage in Stralsund und die vielen Boddengewässer sind reich an Zander und Barsch.

Auch im Süden von Deutschland gibt es vielfältige Angelreviere. In Oberbayern gibt es eine besonders große Seedichte. Hier bietet sich ein Seeurlaub mit Blick auf die Berge an. Am Chiemsee können sie schmackhafte Renken angeln und der Tegernsee ist bekannt für seine Forellenvielfalt. Auch in manch einem bayrischen Fluss, der kristallklar schimmert, sind Bach- und Regenbogenforellen heimisch. Zudem hat Bayern landesweit den höchsten Karpfenbestand. Unzählige Karpfenteiche versprechen einen guten Fang! Jedoch benötigen Sie in Bayern einen eigenen Angelschein und die Erlaubnis fremde Gewässer zu befischen. Diese erhalten Sie bei den ortsansässigen Tourismusbüros gegen eine Gebühr ausgestellt.

Hochseeangeln in Norwegen

Angelurlaub in Skandinavien
Angelurlaub in Skandinavien, Bild: Anatoliy Eremin / shutterstock

In Norwegen gehört das Angeln schon immer zum guten Lebensgefühl dazu. Es spielte jeher eine wichtige Rolle. Daher ist das skandinavische Land auch ein erstklassiges Reiseziel für einen Angelurlaub innerhalb von Europa. Die Auswahl an Reisezielen ist riesig, denn das Land verfügt über eine 100.000 Kilometer lange Küstenlinie, an der unzählige Ferienunterkünfte liegen. Hinzu kommen viele Flüsse und Seen. Entscheiden Sie sich für entspannende Tage beim Süßwasserangeln oder für eine abwechslungsreiche Hochseetour auf offener See. Buchen Sie ein Ferienhaus an einem malerischen Fjord und kommen Sie in den Genuss der unvergleichlichen Schönheit der norwegischen Natur. In klaren Gewässern fühlen sich Hechte, Barsche, Forellen und viele andere Arten besonders wohl.

Aber auch auf hoher See, in den kalten Gewässern Norwegens, tummelt sich so manch ein Fisch wie zum Beispiel die Meeresforelle, Makrele oder der Dorsch. Dank der hohen Umweltauflagen ist das Land noch immer mit einer großen Artenvielfalt gesegnet. Verstöße werden teuer geahndet. Übrigens, auch mit dem eigenen Wohnmobil lässt sich ein Angelurlaub in Norwegen hervorragend planen. Reisen Sie zu unterschiedlichen Zielen und entdecken Sie den norwegischen Fischreichtum.

Schweden – das beliebteste Reiseland für Freunde des Angelsports

Angeln mit der Familie
Angelurlaub mit der ganzen Familie, Bild: A.Bell / shutterstock

In Schweden ist die Artenvielfalt in Binnen- und Küstenrevieren besonders hoch. Das hat sich mit den Jahren herumgesprochen, sodass Schweden längst kein Geheimtipp mehr ist. Aktuelle Untersuchungen bescheinigen dem Land nach wie vor rund 40 verschiedene Fried- und Raubfischarten. Diese leben in Seen, Flüssen, Kanälen und im Meer und beginnen bei A wie Äsche und enden bei Z wie Zander. Der Fischreichtum lässt so manch ein Anglerherz höher schlagen! Ein Leben wie bei Astrid Lindgrens Kindern aus Bullerbü – doch an gewisse Regeln und Vorschriften müssen Sie sich auch in Schweden halten, denn im Land sind noch viele Gewässer in Privatbesitz. Aus diesem Grund benötigen Sie zunächst eine Erlaubnis zum Fischen. Informieren Sie sich auf den Gemeinden oder fischen Sie an den fünf großen Seen des Landes – hier ist das Angeln nämlich rund um die Uhr, jedem Angelfreund gestattet. Natürlich gilt das auch für Schwedens Nord- und Ostseeküste! Sie benötigen somit keinen Angelschein oder eine Gewässerkarte.

Polen, einsame Angelreviere für sich entdecken

Polen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Geheimtipp für Angler entwickelt . Entlang der Ostsee gibt es wunderschöne Urlaubsorte und tolle Plätze zum Köder auswerfen. Doch auch im Landesinneren gibt es eine große Artenvielfalt zu verzeichnen. Hinzu kommen die polnischen Natur- und Kunstseegebiete. Zudem geht es hier noch ruhiger zu als in den Top-Angelnationen wie Norwegen oder Schweden. Viele Regionen des Landes sind vom Angeltourismus noch nicht erschlossen. Das verspricht großartige Aussichten auf einen unvergleichlichen Angelurlaub.

Polen hat eine rund 500 Kilometer lange Küstenlinie die Ihnen viele großartige Plätze zum Angeln bietet und zwar entlang des Festlandes und auf hoher See. Hier treffen Sie auf unterschiedlichste Fischarten wie Dorsch, Meeresforelle, Zander und viele andere. In den Süßwasserseen des Landes, Polens Binnengewässern, treffen Sie hingegen auf Hecht, Forelle und Lachs. Ja, Sie haben richtig gelesen „ Lachs“. Der Lachs war viele Jahre lang in Polen ausgestorben. In Pommern hat er sich nun wieder angesiedelt. Die polnischen Fließgewässer schlängeln sich auf unglaublichen 26.000 Kilometern durch das osteuropäische Land und bieten, je nach Höhenlage, Welse, Hechte und Forellenarten.

Unser Fazit

Ein Angelurlaub in Europa bietet viele Ziele und eine große Artenvielfalt. Ob in bekannten Angelregionen wie Skandinavien oder eher unbekannten Regionen in Osteuropa – Sie haben die Qual der Wahl und lernen neben neuen Revieren die Menschen, Regionen und Traditionen kennen. Wer nicht so weit reisen möchte, bleibt in Deutschland. Auch nahe der Heimat gibt es unzählige Ziele, die Sie mit Ihrer Angel im Gepäck bereisen können.

Rethymnon – Ausflug zum venezianischen Hafen

Rethymnon ist mit ihren 55.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Kretas hinter Chania und Heraklion. Die Stadt hat sich den Charme einer Kleinstadt, in der das Leben weniger
hektisch abläuft, bewahrt und verbindet zwei seltene Merkmale miteinander.

Eine geschichtsträchtige Altstadt in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem langen Sandstrand ist nur selten zu finden. Dabei hat sie ihr venezianisches und türkisches Erscheinungsbild erhalten. Rethymnon ist eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte in Griechenland. Venezianische Befestigungsanlagen mischen sich harmonisch mit orthodoxen und katholischen Kirchen, Moscheen, majestätischen Bauwerken venezianischer Architektur, die eine magische Atmosphäre schaffen und Zeugen der turbulenten Geschichte von Rethymnon sind.

Arkadi-Kloster Rethymnon
Arkadi-Kloster, Bild: Cezary Wojtkowski / shutterstock

Vom östlichen Ende der Stadt erstrecken sich die Strandhotels über die Dörfer Perivolia, Platanias, Aselianos Kambos, Pigianos Kambos, Sfakaki, Stavromenos und Skaleta. Sie bilden den Gegenpol zur romantisch verträumten Altstadt mit den faszininerenden Hafenanlagen.

Der venezianische Hafen ist der ideale Ort, um bei einem Kaffee in einem der zahlreichen, jedoch auch gut besuchten Cafés zu entspannen. Saugen Sie die Atmosphäre in sich auf und beobachten Sie die zahlreichen Boote, welche u.a. zu den Piratenhöhlen in der Kefalas-Bucht abfahren.

Die Fortezza-Festung dominiert das Stadtbild und wird von Touristen gerne als Hintergrund für Erinnerungsfotos genutzt.

Die Straßen unterhalb sind gesäumt von historischen venezianischen Bauten, die sich mit
den Minaretten und den Kuppeln der Moscheen abwechseln. Sie halten die Erinnerung an den ehemaligen türkischen Einfluss wach. Zahlreiche Geschäfte bieten neben Souvenirs auch trendige Kleidung und phantasievoll verzierten Schmuck an, um so Tradition mit der Moderne zu vereinen. Im Umland von Rethymnon liegen tiefe Schluchten, Klöster, verfallene Dörfer mit antiken Kirchen sowei die Berge Psiloritis und Lefka Ori. Rethymnon ist der Dreh- und Angelpunkt der Insel Kreta. Kreta ist riesig und man kann es wochenlang erkunden.

Wo liegt Rethymnon?

Rethymnon ist zentral auf der Insel Kreta gelegen und bietet gute Verkehrsverbindungen zu anderen wichtigen Städten der Insel. Hier sind die ungefähren Entfernungen von Rethymnon zu anderen großen Städten auf Kreta:

  1. Heraklion: Ungefähr 80 Kilometer östlich von Rethymnon. Mit dem Auto dauert die Fahrt etwa 1 bis 1,5 Stunden auf der Hauptautobahn E75, die die gesamte Nordküste Kretas entlangführt.
  2. Chania: Etwa 60 Kilometer westlich von Rethymnon. Die Fahrt dauert normalerweise rund 1 Stunde, ebenfalls entlang der E75.
  3. Agios Nikolaos: Rund 135 Kilometer östlich von Rethymnon. Die Fahrtzeit beträgt etwa 2 Stunden, meistens über die E75 und dann über kleinere Straßen im östlichen Teil der Insel.
  4. Sitia: Etwa 210 Kilometer östlich von Rethymnon. Die Reise kann 3 bis 3,5 Stunden dauern, abhängig von den Verkehrsbedingungen und der genauen Route.
  5. Ierapetra: Ungefähr 160 Kilometer südöstlich von Rethymnon. Die Fahrt über die E75 und dann südlich über kleinere Straßen dauert etwa 2,5 Stunden.

Diese Entfernungen und Fahrtzeiten zeigen, dass Rethymnon eine zentrale Lage auf Kreta hat und ein guter Ausgangspunkt ist, um die verschiedenen Regionen der Insel zu erkunden. Die gut ausgebaute Hauptstraße E75, die die Nordküste der Insel entlangführt, macht es relativ einfach und schnell, zwischen den großen Städten zu reisen.

Sehenswürdigkeiten in Rethymnon

Fortezza-Festung, Rethymnon
Die Fortezza-Festung, Bild: volkova natalia / shutterstock

Die Fortezza-Festung wurde von Venezianern im Jahr 1573 zum Schutz der Stadt gebaut. Nicht nur die Mauern und die Kirche sollten besucht werden – sie ist auch ein hervorragender Ausgangspunkt durch den sensationellen Blick auf Rethymon. Nutzen Sie den Ausblick um die Tour durch die Stadt zu planen.

Das Archäologische Museum befindet sich am Eingang der Festung und ist – Ausnahme Montags – täglich von 8:30-15:00 Uhr geöffnet. Die hier ausgestellten Stücke bieten Besuchern interessante Einblicke in die neolithische und römische Geschichte. Funde, die bei Ausgrabungen in Eleutherna, Armeni und Minostiraki gefunden wurden, sind ebenfalls zu sehen.

Die Venetian Loggia geht auf das 16. Jahrhundert zurück und dient dem Museum als Souvenirladen. Angeboten werden Bücher, Miniaturen, Puzzlespiele und Karten. Oftmals wird die Venetian Loggia als Ausgangs- und Treffpunkt für Touristen genutzt. Schließlich findet man hier Pläne und Reiseführer in allen gängigen Sprachen.

In den restaurierten Räumlichkeiten des Volkskundemuseums gibt es in acht Sälen eine
große Sammlung von gewebten Textilien und Körben, Stickereien, Keramiken, historischen
Fotografien, Waffen und Münzen. Insgesamt werden mehr als 5.000 Exemplare des 17. bis 20. Jahrhunderts ausgestellt.

Shopping und Kulinarisches

Gleich nebenan finden Sie eine Bäckerei, die das traditionelle Fyllo-Gebäck herstellt und Interessierten Einblicke in den Herstellungsprozess gewährt. Die Kara Musa Pasa Moschee liegt an der Ecke Arkadiou und Ougo-Straße in umittelbarer Nähe zum Café Galero mit dem Rimondi-Brunnen.

Die Souliou-Straße ist die Einkaufsmeile – hervorragend geeignet um sich neu einzukleiden oder den Liebsten daheim ein Souvenir mitzubringen. Neben Büchern, Kosmetika und Keramiken gibt es eine große Auswahl von Schmuck zu kaufen.

Das Geschäft Raw Materials verkauft lokale Produkte rund um das Thema Kochen. Angeschlossen ist ein Weinkeller, der eine beeindruckende Auswahl an Weinen aufweist und jeden Dienstag Weinproben anbietet. Weinliebhaber können aus mehr als 460 Weinsorten auswählen.

Zum jährlichen Karneval (Ende Februar Anfang März) strömen die Einwohner Kretas in Scharen nach Rethymnon, um mit farbenfrohen Kostümen verkleidet durch die Stadt zu ziehen. Der Umzug fällt mit dem Feiertag Apokries zusammen. Den Höhepunkt der Feierlichkeiten bildet die größte Parade auf Kreta.

Sieben Kilometer vor der Stadt liegt mit der Mili-Schlucht ein idyllischer Rückzugsort auf dem Land, um Kräfte zu tanken. Für Touristen mit Lust auf Natur bildet sie einen Kontrastpunkt zum Treiben in Rethymnon.

Fakten über Rethymnon

  1. Historischer Charme: Rethymnon ist bekannt für seine gut erhaltene Altstadt, die eine faszinierende Mischung aus byzantinischer, venezianischer und osmanischer Architektur aufweist. Die engen, gewundenen Straßen, die mit historischen Gebäuden gesäumt sind, bieten ein malerisches Erlebnis.
  2. Die venezianische Festung (Fortezza): Eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt ist die Fortezza, eine imposante Festung aus dem 16. Jahrhundert, die auf einem Hügel über der Stadt thront. Sie wurde von den Venezianern erbaut, um die Stadt vor Piraten und anderen Eindringlingen zu schützen.
  3. Der venezianische Hafen: Der charmante alte Hafen von Rethymnon, ebenfalls aus der venezianischen Ära, ist ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen. Hier finden Sie zahlreiche Cafés, Bars und Restaurants, die lokale Spezialitäten anbieten.
  4. Strände: Rethymnon verfügt über einige der schönsten Strände Kretas, darunter den langen Sandstrand der Stadt, der sich ideal zum Sonnenbaden, Schwimmen und verschiedenen Wassersportaktivitäten eignet.
  5. Kulturelle Veranstaltungen: Die Stadt ist bekannt für ihre lebendige Kulturszene, insbesondere während des Sommerkarnevals und des Renaissance-Festivals, das in der Fortezza stattfindet und die kulturelle Geschichte der Stadt zelebriert.
  6. Archäologisches Museum: Das Archäologische Museum von Rethymnon ist ein weiteres Highlight, das Fundstücke aus verschiedenen Epochen der kretischen Geschichte präsentiert, darunter minoische, hellenistische und römische Artefakte.
  7. Gastronomie: Die kretische Küche ist berühmt für ihre Gesundheit und ihren Geschmack. In Rethymnon können Besucher traditionelle Tavernen entdecken, die frische lokale Produkte, Olivenöl und Meeresfrüchte servieren.
  8. Naturschönheiten: Die Umgebung von Rethymnon ist ideal für Naturliebhaber. Die atemberaubende Landschaft mit ihren Bergen, Schluchten und Küstenpfaden bietet perfekte Möglichkeiten zum Wandern und Erkunden.

Luxor – das Tor zur Vergangenheit

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„Stadt der Paläste“ – das bedeutet der heutige Name Luxor der alten Pharaonenstadt, deren Jahrtausende alte Geschichte Besucher bis heute in ihren Bann zieht. Direkt am Nil und etwa 500 Kilometer südlich der Hauptstadt Kairo gelegen ist Luxor die größte Stadt Oberägyptens. Obwohl sie mehr als einmal umbenannt wurde, ist sie bis heute noch unter dem griechischen Namen Theben bekannt. Die Lebensader Ägyptens – der Nil – teilt die Stadt in zwei Teile: Theben-West und Theben-Ost.

In Luxor treffen die altägyptische Kultur und Moderne aufeinander, denn die Stadt hat neben geschichtsträchtiger Sehenswürdigkeiten auch ein fortschrittliches Zentrum und einen internationalen Flughafen. Sie ist häufig Ausgangspunkt von Nilkreuzfahrten.
Einige der wichtigsten kulturellen Schätze ganz Ägyptens befinden sich in Luxor. Besucher können sich buchstäblich auf eine Zeitreise begeben und die faszinierende Vergangenheit des Landes hautnah erleben.

Wie weit ist es von Luxor in die Touristengebiete Ägyptens?

Luxor liegt zentral in Ägypten und bietet relativ gute Anbindungen zu anderen wichtigen touristischen Zielen des Landes. Hier sind die ungefähren Entfernungen von Luxor zu anderen bedeutenden Touristengebieten in Ägypten:

  1. Kairo: Etwa 650 Kilometer nördlich von Luxor. Die Reise mit dem Auto dauert etwa 8 bis 9 Stunden, während es per Flugzeug nur etwa eine Stunde dauert.
  2. Assuan: Ungefähr 230 Kilometer südlich von Luxor. Mit dem Auto oder Zug dauert die Reise etwa 3 bis 4 Stunden.
  3. Hurghada: Rund 290 Kilometer östlich von Luxor. Die Fahrt mit dem Auto über die Wüstenstraße dauert etwa 4 bis 5 Stunden.
  4. Sharm El-Sheikh: Liegt etwa 480 Kilometer östlich von Luxor, auf der anderen Seite des Roten Meeres. Eine Reise hierher kann komplizierter sein, da sie einen längeren Landweg und möglicherweise eine Fähre über das Rote Meer beinhaltet oder einen Inlandsflug.
  5. Alexandria: Etwa 800 Kilometer nordwestlich von Luxor. Die Fahrt mit dem Auto kann etwa 10 bis 12 Stunden dauern, wobei ein Flug nach Kairo gefolgt von einem weiteren kurzen Flug oder einer Zugfahrt nach Alexandria eine schnellere Option darstellen kann.
  6. Abu Simbel: Ungefähr 280 Kilometer südlich von Assuan oder etwa 510 Kilometer von Luxor. Es gibt keine direkten Straßenverbindungen, daher ist die beste Option oft ein kurzer Inlandsflug oder eine Kombination aus Straßen- und Flussreise.

Die Schätze von Theben-West

Nil, Luxor
Der Nil teilt Luxor in zwei Teile, Bild: Marcelo Alex / shutterstock

Der Stadtteil westlich des Nils wird bis heute als Theben-West bezeichnet. Da die alten Ägypter glaubten, das Totenreich beginne im Westen, ist dieser Teil des heutigen Luxors vor allem den Toten geweiht.

Eine der wichtigsten historischen Grabanlagen der ganzen Welt liegt unweit der Stadt: das berühmte Tal der Könige. Hier befinden sich in Felsen geschlagene Totengräber ägyptischer Herrscher, unter anderem jenes des sagenumwobenen Tutanchamun. Der Fund dieses Grabes erregte weltweit großes Aufsehen, da es, im Vergleich zu den anderen über 60 bisher entdeckten Gräbern im Tal der Könige, als einziges nicht von Grabräubern geplündert war. Etwas weiter südlich liegt auch das Tal der Königinnen. Diese legendären Friedhöfe waren Teil des neuen ägyptischen Reiches, in dem die Gräber – im Gegensatz zur Pyramidenzeit – separat von königlichen Tempeln errichtet wurden

Memnon-Kolosse, Luxor
Memnon-Kolosse, Bild: Mountains Hunter / shutterstock

Nahe des Tals der Könige liegen die imposanten Memnon-Kolosse, die als Wächter des Tempels von König Amenophis III gebaut wurden. Die Zwillingsstatuen symbolisieren den sitzenden Pharao und erhielten ihren heutigen Namen während der griechischen Zeit. Vom Tempel des Amenophis III sind die Memnon-Kolosse fast die einzigen Überreste, die Anlage selbst wurde weitestgehend zerstört. Ursprünglich waren sie etwa 21 Meter hoch, da die Kronen auf den Köpfen jedoch nicht mehr vorhanden sind, haben sie heute eine Höhe von etwa 17 bzw. 18 Metern.

Eine der am besten erhaltenen Tempelanlagen in Theben-West ist der Tempel zu Ehren der Königin Hatschepsut. Von Weitem bietet er, mehrstufig in Kalkstein geschlagen und mit seinen Säulenkolonnaden, einen spektakulären Anblick. Im Inneren befinden sich Kapellen zu Ehren der Königin selbst wie auch verschiedener Gottheiten. Wie bei den meisten altägyptischen Tempeln sind auch die Eingänge des Hatschepsut-Tempels auf das Ufer des Nils ausgerichtet. Von hier aus führte früher eine mit Sphingen gesäumte Prozessionsstraße bis zum Tempel des Amun-Re im Tempel-Komplex von Karnak auf der Ostseite des Nils.

Tradition und Moderne in Theben-Ost

Das moderne Zentrum Luxors befindet sich auf der Ostseite des Nils. Dennoch sind auch zwei der berühmtesten antiken Tempelanlagen hier zu finden.

Nur wenige Kilometer nördlich von Luxor liegt die imposante Tempelanlage von Karnak. Sie ist die größte Tempelanlage Ägyptens und besteht aus drei Bezirken: dem Bezirk Mut, dem Bezirk Montu und dem bedeutendsten Bezirk Amun, der dem Gott Amun-Re gewidmet ist. Hier befindet sich unter anderem die riesige Säulenhalle Great Hypostyle Hall mit 134 Säulen, die gen Himmel ragen und eines der beeindruckendsten Bauwerke aller Zeiten sind. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche andere faszinierende Überreste der einstigen Hochkultur zu bewundern, wie beispielsweise die Weiße und die Rote Kapelle, den Tempel zu Ehren Ramses III oder den Heiligen See. Ein Highlight ist zudem die täglich stattfindende Sound- und Licht-Show nach Sonnenuntergang.

Ein Prozessionsweg – von dem heutzutage noch die berühmte Sphinx-Allee zu sehen ist – verband den Karnak-Tempel mit dem Luxor-Tempel mitten in der Stadt. Auch er ist dem Gott Amun und seiner Frau Mut sowie seinem Sohn Chons, der sogenannten Göttertriade, gewidmet. Neben der Sphinx-Allee sind besonders die beiden 15 Meter hohen Statuen von Ramses II hervorzuheben, die das Tor zum ersten Hof bewachen. Auch einer von zwei Obelisken ist noch vorhanden. Der Luxor-Tempel verfügt ebenfalls über atemberaubende Säulengänge- und Hallen, die weiter im Inneren zu finden sind. Ein Besuch lohnt sich vor allem zum Sonnenuntergang, der die Sphinx-Allee dann in ein magisches Licht taucht.

Zwischen den beiden Tempelanlagen Karnak und Luxor liegt, gleich an der Uferpromenade des Nils, das Luxor-Museum für altägyptische Kunst. Es beherbergt eine spannende Sammlung an Funden des alten Theben, darunter einige Grabbeigaben aus dem Grab des Tutanchamun aus dem Tal der Könige, eine Statute des Königs Amenophis III sowie eine Statue des Götterpaares Amun und Mut aus der Zeit von Ramses II. Auch die Mumien der Könige Ahmose I und Ramses I sind hier zu finden.

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Mehr Informationen

Aktivitäten in Luxor

Den Aufenthalt in Luxor perfekt machen verschiedene Aktivitäten, die typisch ägyptisches Flair vermitteln. So können Gäste bei einer Felukenfahrt auf dem Nil den Sonnenuntergang genießen. Beliebt ist auch ein Besuch des örtlichen Basars, auf dem man Feilschen und Handeln kann. Hier finden sich allerlei Gewürze, Schmuckstücke, Teppiche oder Souvenirs.
Bei einer Pferdekutschfahrt können versteckte Ecken der Stadt erkundet und das authentische Leben beobachtet werden. Und natürlich wird, wie in den meisten Wüstenländern, auch traditionell das Reiten auf Kamelen angeboten.

Kulturelle Wunder gepaart mit facettenreichen Aktivitäten machen Luxor zu einer ganz besonderen Stadt Ägyptens, deren Besuch garantiert für unvergessliche Erinnerungen sorgt.

Fakten über Luxor

  1. Historische Bedeutung: Luxor wird oft als das “größte Freilichtmuseum der Welt” bezeichnet. Die Stadt liegt auf dem Gelände des alten Thebens, der mächtigen Hauptstadt des Neuen Reiches Ägyptens.
  2. Karnak-Tempelkomplex: Einer der größten und bedeutendsten Tempelkomplexe in Ägypten, der Karnak-Tempel, befindet sich in Luxor. Er war über mehrere Jahrhunderte hinweg dem Gott Amun gewidmet und wurde ständig erweitert.
  3. Tal der Könige: Das berühmte Tal der Könige liegt auf der Westseite des Nils gegenüber von Luxor. Es ist die Begräbnisstätte von fast allen Pharaonen des Neuen Reiches, einschließlich Tutanchamun, dessen Grab 1922 entdeckt wurde.
  4. Luxor-Tempel: Der Luxor-Tempel, der im Herzen der modernen Stadt liegt, ist für seine grandiose Architektur und die Reihe von Sphinxstatuen bekannt, die den Eingang markieren. Er wurde hauptsächlich von Amenophis III. und Ramses II. erbaut.
  5. Memnonkolosse: Die beeindruckenden Statuen von Amenophis III., bekannt als die Memnonkolosse, stehen als Wächter über den Eingang zu seinem zerstörten Totentempel.
  6. Kulturelles Erbe: Neben den großen Tempeln und Gräbern ist Luxor auch Heimat für das Luxor Museum, das exquisite Artefakte aus der Region ausstellt, und das Mummifizierungsmuseum, das Einblicke in die alte ägyptische Bestattungspraxis gibt.
  7. Tourismus: Luxor ist eine der wichtigsten touristischen Destinationen in Ägypten und zieht Besucher an, die die historischen Monumente erkunden und eine Bootsfahrt auf dem Nil unternehmen möchten.
  8. Archäologische Bedeutung: Die Stadt und ihre Umgebung sind weiterhin ein Zentrum archäologischer Forschung und Entdeckungen, wo fast jährlich neue Funde gemacht werden, die unser Verständnis der ägyptischen Geschichte erweitern.

Hanoi- die Perle Vietnams

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Hanoi ist nicht nur eine von vielen Städten in Vietnam (und mit einer Gesamtbevölkerung von über 90 Millionen gibt es jede Menge Städte, viele sogar mit eigenen Flughäfen), nein Hanoi ist so viel mehr als das. Hanoi ist zwar sehr viel kleiner als Ho Chi Minh Stadt (auch bekannt als Saigon), es ist aber deutlich größer an kultureller Bedeutung.

Es ist die Hauptstadt des immer noch kommunistisch-sozialistisch regierten Landes. Und auch der Ort, an dem der “Vater der Nation”, wie sie heute besteht, begraben ist: Ho Chi Minh. Sein Mausoleum wird jedes Jahr von hunderttausenden Menschen besucht.

Anhand des Mausoleums, einigen moderneren Statuen und Monumenten, die oftmals den Arbeitern oder Helden des Vietnamkriegs gewidmet sind, und anhand von offiziellen Gebäuden, wie Postämtern, kann man die landestypische kommunistische Architektur erkennen. Hanoi aber hat auch das, was vielen anderen vietnamesischen Städten fehlt: Geschichte. Im “Old Quarter” sind die Straßen eng gesäumt von schmalen, hohen Häusern. Während in den oberen Stockwerken oft Familien wohnen, gehört das untere Stockwerk ganz dem Trubel der Straße: Souvenirläden, Cafes, Resturants, Garküchen und Handwerk.

Die Läden von Hanoi

Skyline von Hanoi
Die Skyline von Hanoi, Bild: Vietnam Stock Images / shutterstock

Einer der typischen Aspekte der Innenstadt von Hanoi ist, dass ganze Straßenzüge oftmals genau identische Dinge verkaufen: so gibt es eine Straße, auf der nur Juweliere und Schmuckgeschäfte sind. Eine andere Straße ist gesäumt von Läden, in denen Metallwaren, Leitern, Ketten, Rohre usw. bis auf die Straße hinaus gestapelt sind.

Als Fußgänger muss man hier stets die Augen offenhalten, was aber nicht schwer fällt bei der Vielzahl an Farben, Lichtern, Düften und Geräuschen. Auf wieder anderen der typischen Straßen der Innenstadt werden zum Beispiel nur Dekorationen für Hochzeiten (und Vietnamesen sparen nicht an Glitzer, Prunk und Farben) verkauft.

Diese so sehr spezialisierten Läden bieten einen wundervollen Einblick in den Geschmack und die Traditionen der Vietnamesen. Da in Vietnam sehr jung und immer in großer Gesellschaft geheiratet wird, was aufgrund von Platzmangel in Häusern oftmals in Zelten auf der Straße geschieht, haben auch Touristen eine realistische Chance einmal einen Blick auf eine vietnamesische Hochzeit werfen zu können.

Der Hoan Kiem See

Hanoi ist besonders bekannt für sein Herzstück, den Hoan Kiem See. Der Legende zufolge soll eine Schildkröte hier dem jungen Le Loi ein Zauberschwert überreicht haben, mit dessen Hilfe er die Ming-Dynastie besiegte und schließlich den Thron als erster König Vietnams bestieg.

Als Dank soll dieser später den sogenannten Schildkrötenturm im See errichten lassen haben. Während dieser nur vom Ufer aus zu bewundern ist, gibt es auf dem See einen Tempel, der mithilfe einer (nachts übrigens wunderschön beleuchteten) roten Brücke erreichbar ist. Hier wird eine Schildkröte ausgestellt welche 1968 aus dem See geborgen wurde. Aber auch ohne einen Besuch des Tempels ist der Hoan Kiem See einer der schönsten Orte Hanois.

Bei einem Spaziergang um den überschaubar großen See kann man wiederum vietnamesisches Leben und Treiben par excellence sehen: Hochzeitspaare mit Fotograf, die für ihr Hochzeits-Fotoalbum unbedingt ein Foto mit einem der beliebtesten Hintergründe des Landes wollen. Ältere Damen, die in einer langen Reihe hintereinander stehen und sich gegenseitig massieren. Badminton-spielende Anwohner, andere die Gewichte heben, wieder andere, die Schach spielen oder Qi Gong praktizieren und auch Interessierte die mit Touristen Englisch üben wollen.

Das Klima in Hanoi

Sommer (Mai bis Oktober)

  • Der Sommer in Hanoi ist typischerweise sehr heiß und feucht. Die Temperaturen liegen oft zwischen 28 °C und 35 °C.
  • Diese Zeit ist auch durch den Südwest-Monsun geprägt, der viel Regen bringt. Juli und August sind die regenreichsten Monate.

Winter (November bis April)

  • Die Wintermonate sind kühler und trockener. Die Durchschnittstemperaturen liegen zwischen 15 °C und 20 °C.
  • Es gibt weniger Regen als im Sommer, und die Luft ist oft trocken. Dezember und Januar sind die kältesten Monate.

In den Übergangszeiten zwischen den Hauptjahreszeiten können die Temperaturen und Wetterbedingungen schnell wechseln. In Hanoi kann es in den Wintermonaten auch nebelig werden, was teilweise den Verkehr beeinträchtigt. Trotz der Kühle im Winter ist die Feuchtigkeit das ganze Jahr über relativ hoch, was das Klima in Hanoi zu einem größeren Teil des Jahres sehr warm und schwül macht.

Sehenswürdigkeiten in Hanoi

Einsäulenpagode Hanoi
Einsäulen-Pagode, Bild: seong jae heo / shutterstock

Wer bisher immer noch nicht denkt, dass Hanoi einen Besuch wert ist, der sollte sich einige der Sehenswürdigkeiten zu Gemüte führen.

Literaturtempel Hanoi

Da ist zum einen der Literaturtempel, oftmals die “älteste Universität” des Landes genannt. Dieser Komplex aus Gärten und symmetrisch angelegten Höfen, Gebäuden und Schreinen wurde im 11. Jahrhundert von Anhängern des Konfuzianismus gebaut und strahlt noch heute eine wunderbare Ruhe und Entspannung aus.

Ho Chi Minh Museum

Wer sich eher für die jüngere Geschichte des Landes interessiert oder mehr über den Mann, der auf jedem einzelnen Dong-Geldschein in Vietnam abgebildet ist, erfahren will, für den empfiehlt sich ein Besuch des Ho Chi Minh Museums. Ganz unparteiisch ist die Berichterstattung zwar nicht immer, aber man lernt sehr viel über die Verhältnisse aus denen Ho Chi Minh kam, wie und wo er seine Ideen und Vorstellungen gewann und entwickelte.  Man merkt welchen Einfluss er auf die Bevölkerung Vietnams bis heute ausübt.

Einsäulenpagode

Nur wenige Gehminuten von diesem riesigen Museum gelegen steht die Einsäulenpagode – ein besonderes Wahrzeichen der Stadt. Jahrhundertelang stand diese Pagode tatsächlich nur auf einem einzigen Holzpfahl. Leider ist dieser heute längst durch Beton ersetzt worden, aber man spürt noch immer die Magie des Ortes. Der Legende zufolge lies der König Ly Thai Tong die Pagode hier als Dank an die Göttin der Barmherzigkeit erbauen.

Der König war lange kinderlos geblieben, als ihm im Traum an dem Ort, wo heute die Pagode steht, die Göttin ein Kind überreichte. Tatsächlich wurde er kurz darauf Vater, weshalb er im Anschluss die Einsäulenpagode erbauen lies.

Ethnologisches Museum von Hanoi

Etwas weiter vom Stadtzentrum entfernt, aber deshalb kein bisschen weniger sehenswert ist das ethnologische Museum von Hanoi. Der überdachte Teil der Ausstellung befindet sich innerhalb des Gebäudes, dass wie das Nationalsymbol, die Bronzetrommel, rund geformt ist. Hier gibt es viel Interessantes zu den 54 Volksstämmen, die in Vietnam leben zu entdecken: ihr Handwerk, Werkzeuge, Textilien, etc.

Das Highlight aber ist der Außenkomplex des Museums. Angehörige diverser der vietnamesischen Volksstämme haben hier traditionelle Häuser in Echtgröße erbaut. Besucher des Museums dürfen diese sogar begehen. Wer immer noch nicht überzeugt ist, der sollte einmal die typische Küche Hanois recherchieren, spätestens dann ist man im Bann der Stadt!

Ouarzazate – Das Hollywood von Marokko

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Am Rande der Sahara befindet sich die marokkanische Stadt Ouarzazate, die inmitten der Wüste plötzlich aus dem Nichts auftaucht. Sie ist ebenso die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Berühmtheit erlangte Ouarzazate vor allem durch seine Filmstudios. So gilt die Stadt auch als Marokkos Hollywood.

Ouarzazate – Inmitten einer atemberaubenden Wüstenlandschaft

Geografisch angesiedelt ist Ouarzazate zwischen dem Hohen Atlas Gebirge und dem Anti Atlas. Die Filmstadt liegt auf einer Höhe von 1.151 Metern über dem Meeresspiegel etwa 200 Kilometer von Marrakesch entfernt.

Ouarzazate wird gerne als beliebter Zwischenstopp im Rahmen von Rundreisen, Wüstentouren und Ausflügen genutzt.

In der Provinzhauptstadt Ouarzazate leben knapp 80.000 Einwohner. Diese wurde im Jahr 1928 von den Franzosen errichtet, um als Garnisonsstadt für die Truppen der Fremdenlegion zu dienen. Handelte es sich zunächst um eine unbedeutende Siedlung, stieg die Stadt im Laufe der Jahre zu einem bedeutenden Verkehrsknotenpunkt im Süden von Marokko auf. Auch vom Tourismus konnte Ouarzazate gut profitieren und gilt bis heute als beliebtes Ausflugsziel.

Anreise nach Ouarzazate

Erreichen lässt sich Ouarzazate u. a. mit dem Flugzeug über den 2 Kilometer nördlich entfernten Airport. Als einzige Fluglinie verkehrt die Royal Air Maroc mit Casablanca. Von Marrakesch und Agadir aus lässt sich Ouarzazate auch mit dem Bus ansteuern.

Ansonsten kann die Wüstenstadt vom 190 Kilometer entfernten Marrakesch mit dem Auto über die Straße N9 erreicht werden, was ca. vier bis fünf Stunden in Anspruch nimmt. Eine Autofahrt lohnt sich durchaus, da es auf der Fahrtstrecke verschiedene Sehenswürdigkeiten zu bewundern gibt.

Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in Ouarzazate?

Kasbah Taourirt, Ouarzazate
Kasbah Taourirt, Bild: Larisa Dmitrieva / shutterstock

Kasbah Taourirt

Allzu viele Sehenswürdigkeiten gibt es in Ouarzazate zwar nicht, doch sind diese durchaus interessant. Als besonders eindrucksvoll gilt die Kasbah Taourirt. Dabei handelt es sich um eine Wohnburg aus Stampflehm. Sie entstand Anfang des 20. Jahrhunderts. Ein Drittel der gut erhaltenen Kasbah kann von der Öffentlichkeit besichtigt werden. Vor Ort lassen sich auch Führungen buchen.

In der Kasbah untergebracht ist der Palast des Stammesfürsten El Haouzi. Noch heute wird die Kasbah von Angehörigen des Haouza-Stammes bewohnt. Ganz in der Nähe der Kasbah gibt es einen Markt für Kunsthandwerk.

Ein Besuch im Cinema Museum in Ouarzazate

Ebenfalls zu den Attraktionen der Stadt gehört das Cinema Museum (Musée du Cinema), dass sich im Ortszentrum gegenüber der Kasbah Taourirt befindet und Informationen über die Filmgeschichte von Ouarzazate liefert. Es stellt daher kein Problem dar, beide Sehenswürdigkeiten nacheinander zu bestaunen. Zu den Ausstellungsstücken des Cinema Museums zählen Filmausstattungen, Kostüme, Dekorationen, Requisiten und Statuen aus zahlreichen berühmten Kinostreifen und TV-Serien.

Die Filmstudios von Ouarzazate

Ouarzazate, Filmstudios
Atlas Film Studio, Bild: Ryzhkov Oleksandr / shutterstock

Auch die Filmstudios von Ouarzazate sind einen Besuch wert und dienen dem Atlas Corporation Film Studio sowie dem CLA Studio als Drehort. Zahlreiche Filmklassiker wie „Lawrence von Arabien“, „Die Mumie“, „Gladiator“, „Der Medicus“ sowie die TV-Serien „Die Bibel“ und „Game of Thrones“ entstanden dort.

Wenn keine Filmarbeiten laufen, besteht die Möglichkeit, eine Besichtigungstour durch die Studios zu unternehmen. Dabei geht es vorbei an den bewundernswerten Papp-Filmkulissen, die meist altertümliche Gebäude darstellen. Jedes Jahr findet seit 2016 übrigens das Ouarzazate Film Festival statt.

Weltkulturerbe Ait Ben Haddou

Rund 30 Kilometer im Nordwesten von Ouarzazate befindet sich mit der Lehmstadt Ait Ben Haddou ein weiteres unvergessliches Ausflugsziel. Seit 1987 ist der Ort Teil des Weltkulturerbes der UNESCO. Auch Air Ben Haddou diente schon oft als Filmkulisse. So entstanden hier u. a. der James-Bond-Film „Der Hauch des Todes“, die Mini-Serie „Jesus von Nazareth“, „Sodom und Gomorrha“ sowie „Alexander“.

Die Historie der sehenswerten Lehmbauten reichen zurück bis ins 11. Jahrhundert. Oft werden von den einheimischen Berbern Dienste als Fremdenführer angeboten. In dem Ort gibt es außerdem eine Vielzahl an Souvenirständen. Von einigen Standorten aus erwartet den Besucher ein phantastischer Panoramaausblick auf den Ort, die Steinwüste und den Fluss. Bei einer Reise durch Marokko gehört ein Besuch in Ait Ben Haddou unbedingt dazu.

Weitere Attraktionen

Kinder kommen auch im kleinen Zoo von Ouarzazate auf ihre Kosten. Außerhalb der Stadt sind das Draa- und Dades-Tal einen Abstecher wert, die eine imposante Landschaft zu bieten haben. Nicht weniger sehenswert sind die Wüstenorte M´Hamid und Merzouga.

Mit dem Fahrrad lässt sich ein Ausflug zum Stausee El Mansour Eddhabi unternehmen.

Unterkünfte in Ouarzazate

Für die Besucher von Ouarzarzate stehen zahlreiche Unterkünfte zur Verfügung. Sie reichen von einfachen Quartieren bis hin zu Luxushotels. In der Hauptsaison sind sie allerdings schnell besetzt.

Freunde kulinarischer Spezialitäten erwarten in der Stadt mehrere Restaurants, sogar eine Pizzeria ist vorhanden.

 

 

Klimatabelle für Ouarzazate

Monat Durchschnittliche Höchsttemperatur (°C) Durchschnittliche Tiefsttemperatur (°C) Niederschlag (mm)
Januar 18 3 5
Februar 21 5 7
März 24 8 12
April 27 11 7
Mai 31 15 5
Juni 36 19 2
Juli 39 22 0
August 38 22 2
September 34 18 5
Oktober 28 13 10
November 22 7 15
Dezember 18 4 10

 

Die beliebtesten Sehenswürdigkeiten auf Kos

Die griechische Insel Kos zählt zu den beliebtesten Urlaubsdestinationen in ganz Griechenland, und das nicht ohne Grund. Die in der südlichen Ägäis, nahe der Türkei, gelegene Insel, ist sehr sonnenverwöhnt und zieht damit all diejenigen an, die gerne am Strand entspannen. Darüber hinaus wimmelt es nur so von antiken Kulturstätten, herrlichen Aussichtspunkten und malerischen Orten, die zur Besichtigung einladen. Die schönsten Sehenswürdigkeiten der Insel Kos werden hier vorgestellt.

Die beliebteste archäologische Stätte auf Kos: das Asklepieion

Kos, Asklepieion
Asklepieion von Kos, Bild: George Papapostolou / shutterstock

Das Asklepieion ist ein antikes Heiligtum, und liegt nur vier Kilometer von der Inselhauptstadt Kos-Stadt entfernt. Auf mehreren terrassenartig angeordneten Ebenen wurde Asklepieion ab dem vierten Jahrhundert vor Christus errichtet, und immer wieder erweitert. Ab 1901 wurde die Anlage unter Federführung des deutschen Archäologen Rudolf Herzog freigelegt. Zum Vorschein kam das größte antike Krankenhaus Griechenlands, das früher als Therapiezentrum und Kurklinik fungierte.

Im ältesten Bereich, der mittleren Ebene, waren die Behandlungsräume und eine medizinische Badeanlage untergebracht. Eine marmorne Freitreppe verband die verschiedenen Ebenen miteinander. Eine Ebene darunter befanden sich die Patientenzimmer. Zumindest die, für Personen mit nicht ansteckenden Krankheiten. Patienten, die an Lepra oder Geschlechtskrankheiten erkrankt waren, mussten in unterirdischen Räumen wohnen. Auch lassen sich noch Reste der Räumlichkeiten erkennen, in denen der Lehrbetrieb für die jungen Ärzte organisiert war. Mehrere Tempel im dorischen und ionischen Baustil ergänzen die Kulturstätte.

Die Festung Andimachia

Andimachia, Kos
Andimachia-Festung auf Kos, Bild: freisein / shutterstock

Drei Kilometer östlich der Kleinstadt Andimachia ist eine mittelalterliche Johanniterfestung zu sehen. Errichtet wurde sie zwischen 1337 und 1346. Zunächst diente die auf einem Hügel positionierte Festung der Kontrolle der Seewege. Angreifer, die seewärts kamen, waren von hier aus bereits früh auszumachen. 1493 wurde die Anlage durch ein Erdbeben nahezu vollständig zerstört. Die Ruinen aber erhielten sich bis heute. Gut erkennbar ist der Eingangsbereich der Festungsanlage. Auch die Außenmauern sind noch in einem passablen Zustand. Zudem gibt es zwei Kapellen auf dem Gelände, die noch besichtigt werden können: auch von innen! Ein schöner Ausblick auf die kleine Küstenstadt Kardamena rundet das Erlebnis ab.

Die Felshöhlen unter Aspri Petra

Aspri Petra, Kos
Aspri Petra-Höhle, Bild: George Papapostolou / shutterstock

Tief unter die Erde blickt man in den Höhlen der Felsformation Aspri Petra, was übersetzt “Weißer Stein” bedeutet. Entdeckt wurden die Höhlen auf der Halbinsel Kefalos im Zuge von Ausgrabungen, die im Jahr 1922 hier stattfanden. Über eine Schotterpiste gelangt man von Kefalos aus in Richtung Aspri Petra. Das letzte Stück bis hin zu den Felshöhlen muss zu Fuß bewältigt werden. Die Höhlen waren früher bewohnt. Einige Spuren davon finden sich dort noch heute. 1922 wurden zahlreiche Gebrauchsgegenstände aus dem dritten Jahrhundert vor Christus in den Höhlen gefunden. Das Gelände ist jederzeit frei zugänglich, besonders schön ist es jedoch in den Abendstunden, wenn Besucher von Aspri Petra aus einen traumhaften Blick auf die untergehende Sonne vor der Westküste von Kos haben.

Das römische Odeon

Ein ganz besonderes Erlebnis ist sicherlich der Besuch des römischen Odeons während einer Freilicht-Veranstaltung. Obwohl dieses römische Theater bereits aus dem zweiten Jahrhundert nach Christus stammt, finden hier in den Sommermonaten noch immer Veranstaltungen, wie zum Beispiel Konzerte, Schauspiele oder Lesungen, statt. Das zeigt wie gut das Odeon erhalten geblieben ist. Von Kos-Stadt aus spaziert man nur wenige Meter zu Fuß, am Hafen vorbei, zum antiken Gebäude. Einige Sitzreihen sind noch original. Andere wurden originalgetreu nachgebildet. Wer nur zur Besichtigung zum Odeon kommen möchte, kann dies zu jeder Tages- und Nachtzeit tun. Tagsüber kommt, wer mehr zu der Geschichte des Bauwerks erfahren möchte, denn im Untergeschoss ist inzwischen ein kleines Museum untergebracht worden.

Das Geisterdorf Palio Pyli

Palio Pyli, Kos
Palio Pyli, Bild: Patryk Turek / shutterstock

Auch heute noch existiert ein Dorf namens Pyli auf Kos. Es wurde in unmittelbarer Nähe seines ursprünglichen älteren Bruders Palio Pyli, am Nordhang des Inselgebirges, erbaut. Herzstück des Ortes ist eine byzantinische Festung, die aus dem 11. Jahrhundert stammt, und als Trutzburg gegen Piratenangriffe gehalten wurde. Zunächst gab es die Burg, das Dorf folgte ab dem 15. Jahrhundert. Die Ruinen des Dorfes können frei begangen werden. Üblicherweise ist der Ort recht verlassen. Das liegt vielleicht daran, dass die Natur die Steine und Wege langsam überwuchert und man sich ein wenig von Stein zu Stein kämpfen muss. Der unvergleichliche Ausblick auf den nördlichen Teil der Insel Kos entschädigt jedoch für alle Strapazen. Aufgegeben wurde Pali Pyli übrigens um 1830. Der Grund hierfür soll eine Cholera-Epidemie gewesen sein, die die Menschen aus ihrem Dorf flüchten ließ. Der neue Ort Pyli wurde später von diesen Dorfbewohnern gebaut.

Die Saline Tigaki

Ganz im Norden der Insel, etwa 15 Kilometer von Kos-Stadt entfernt, bezaubert die Saline Tigaki. Dabei handelt es sich um einen unter Naturschutz stehenden Salzsee, auf dem bis in die 1990er Jahre hinein Salz abgebaut wurde. Die Salzgewinnung hat in Griechenland eine lange Tradition. Bereits in der Antike wurde damit begonnen. Dabei verdunstet das Wasser der flachen Salzseen: zurück bleiben Salze und Mineralien, die mit Rechen abgebaut werden. Noch heute zeigt das eine sehr positive Wirkung auf den Organismus von Menschen. Wer Probleme mit der Atmung hat, dem sei ein Besuch der Saline wärmstens empfohlen, da die Luft hier noch immer sehr salzhaltig ist, und die Atemwege befreit. Dazu siedeln hier viele Vogelarten und Flamingos, die in ihrem natürlichen Habitat beobachtet werden können.

Die ABC-Inseln der Karibik

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Für viele Menschen ein absoluter Traum – einmal im Leben Urlaub machen auf einer paradiesischen Insel mitten in der Karibik. An weißen Sandstränden entlang spazieren, ein Boot in der Karibik mieten und atemberaubende Sonnenuntergänge beobachten. Die ABC-Inseln, früher ein Teil der Niederländischen Antillen, liegen mitten im Karibischen Meer vor der Küste Venezuelas und bieten Touristen und Einheimischen genau das: Sonne satt, aufregende Kultur und traumhaft schöne Kulissen.

Wie der Name andeutet, besteht die Inselgruppe aus den drei Inseln Aruba, Bonaire und Curaçao. Obwohl sie geografisch gesehen in Südamerika liegen, gehören sie zum Königreich der Niederlande. Dies ist auf die Eroberung der Inselgruppe durch niederländische Streitkräfte im 17. Jahrhundert zurückzuführen. Nach einigen Jahren, in denen die Inseln in ihrer Zugehörigkeit zwischen Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden wechselten, sorgten britisch-niederländische Verhandlungen Anfang des 19. Jahrhunderts dafür, dass sie endgültig in niederländischen Besitz übergingen.

A wie Aruba

Aruba, Karibik, ABC-Inseln
Die ABC-Insel Aruba, Bild: Steve Photography / shutterstuck

Von Einheimischen liebevoll “One Happy Island” genannt, kann man sich sicher sein, dass man von den Bewohnern auf der Insel bereits mit einem Lächeln in Empfang genommen wird. Neben glasklarem Wasser, traumhaften Sommertemperaturen und puderzuckrigen Sandstränden ist vor allem die deftige Küche der Insel sehr zu empfehlen. Geprägt von holländischen, spanischen und südamerikanischen Einflüssen, findet man hier viele Fischgerichte auf den Speisekarten. Das Nationalgericht heißt “Keshi Yena“, ein Käse gefüllt mit Fleisch oder Fisch, Gemüse und traditionellen Gewürzen.

Bei einem Spaziergang durch die größte Stadt der Insel – Oranjestad – kommt man sich vor wie in einem Bilderbuch: bunte Häuser in holländischem Stil, der Hafen lädt zum Flanieren und Entspannen ein und die von Palmen gesäumten Straßen tun ihr Übriges.
Wer auf der Suche nach traumhaften Stränden ist, kommt auf Aruba voll auf seine Kosten. Der Eagle Beach im Westen der Insel wurde bereits mehrfach zu einem der schönsten Strände der Welt gekürt. Auch die farbenfrohe und artenreiche Unterwasserwelt vor der Küste Arubas lockt viele Touristen an. Hier gibt es neben einzigartigen Korallengärten auch einige Schiffswracks zu erkunden.

B wie Bonaire

Bonaire Korallen, ABC-Inseln
Korallenriff auf Bonaire, Bild: John A. Anderson / shutterstock

Besonders für Taucher, Schnorchler und Naturbegeisterte ist Bonaire die zweite Insel der ABC-Inseln ein absolutes Highlight. Vor der Küste lassen sich farbenfrohe Korallen, viele karibische Fischarten und sogar abenteuerliche Tropfsteinhöhlen erkunden, während man an Land die größte Flamingo-Population der Welt beobachten oder eine Wanderung durch die tropischen Mangovenwälder unternehmen kann.

Zum Schnorcheln eignet sich vor allem das Bari Reef unweit der Inselhauptstadt Kralendijk. Hier gibt es neben bunten Fischarten auch viele intakte Korallen und Meeresschildkröten zu entdecken. Wer tiefer in die Unterwasserwelt von Bonaire eintauchen und die vielfältigen Tauchreviere der Insel erkunden will, wird vor den Stränden Ol’Blue, Alice in Wonderland oder 1000 Steps fündig. Ein besonderes Schmankerl stellt die Erkundung des Schiffswracks Hilma Hooker dar, das in 18 Metern Tiefe zu finden ist.

Kulinarisch erwartet einen auf Bonaire eine spannende Mischung aus karibischer und europäischer Küche. Würzige Sauce, Fisch- und Fleischgerichte, Hummer und traditionell karibische Gewürze stehen auf dem Speiseplan.

C wie Curaçao

Curacao, Willemstad, ABC-Insel
Blick auf Willemstad, die Hauptstadt von Curacao. Bild: emperorcosar / shutterstock

Als erstes denkt man bei Curaçao wohl an den gleichnamigen blauen Likör mit Orangengeschmack. Gar nicht so falsch – der Likör stammt tatsächlich von der Karibikinsel Curaçao. Allerdings hat das kleine Fleckchen Land noch viel mehr zu bieten.


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Mit seinen rund 145.000 Einwohnern vereint die Insel mehr als 50 Nationalitäten. Es ist also nicht überraschend, dass Touristen auf der Insel eine unglaubliche Mischung aus Kulturen und Sprachen vorfinden. Während die Amtssprache Holländisch ist, wird auf der Insel außerdem Englisch, Spanisch und die sehr geläufige Umgangssprache Papiamentu gesprochen, die Elemente aus Spanisch, Portugiesisch, Afrikanisch, Holländisch, Französisch und Indianisch Arawak beinhaltet.

Eine der kulturreichsten Städte der Karibik ist Willemstad, die Hauptstadt der Insel. Mit den pastellfarbenen Häusern, den gepflasterten Plätzen und der niederländischen Kolonialarchitektur erinnert sie sehr an Amsterdam. Aber auch die traumhaft weißen Sandstrände der Insel lassen keine Wünsche offen: Besonders der Playa Porto Mari ist aufgrund seiner Bilderbuchkulisse, der tollen Tauch- und Schnorchelspots und der zutraulichen Schweine beliebt.

Reisezeit und Klima ABC Inseln

Grundsätzlich ist die beste Reisezeit für einen Urlaub auf den ABC-Inseln das ganze Jahr. Zwar gibt es auch hier eine ausgewiesene Regenzeit von September bis Dezember, diese ist allerdings mit verhältnismäßig leichten und warmen Regenschauern gut zu verkraften. In der Tat gilt die Inselgruppe sogar als die trockenste Region der Karibik.

Das Klima auf den ABC-Inseln ist tropisch, also ganzjährig sehr warm, sonnig und von hoher Luftfeuchtigkeit geprägt. Die wärmsten Monate sind Mai bis Oktober mit durchschnittlichen Höchsttemperaturen von bis zu 31 Grad Celsius und einer Wassertemperatur von bis zu 29 Grad Celsius.

Fakten über die ABC-Inseln

  1. Geografische Lage: Die ABC-Inseln sind Teil der Kleinen Antillen und gehören geografisch zu Südamerika. Sie liegen außerhalb des Hurrikan-Gürtels, was sie zu einem ganzjährig sicheren Reiseziel macht.
  2. Kulturelle Vielfalt: Die Inseln haben eine reiche Geschichte und Kultur, geprägt durch ihre koloniale Vergangenheit unter spanischer und niederländischer Herrschaft. Dies spiegelt sich in der Architektur, den Sprachen und den Festivals wider. Papiamentu, eine Kreolsprache, ist neben Niederländisch und anderen Sprachen wie Englisch und Spanisch eine der am häufigsten gesprochenen Sprachen.
  3. Natürliche Schönheit und Biodiversität: Aruba ist bekannt für seine malerischen Strände und das trockene Klima, während Bonaire als eines der besten Tauchziele der Welt gilt, insbesondere wegen seines geschützten marinen Ökosystems. Curaçao bietet eine Mischung aus wunderschönen Stränden und einer beeindruckenden Hauptstadt, Willemstad, die für ihre bunten Gebäude und historischen Stätten bekannt ist.
  4. Wirtschaftliche Aspekte: Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für die Inseln. Aruba und Curaçao haben auch bedeutende Ölraffinerieindustrien. Bonaire setzt dagegen stark auf den Naturschutz und ist führend in nachhaltigen Tourismuspraktiken.
  5. Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten: Neben Strand- und Wassersportaktivitäten bieten die Inseln Möglichkeiten für Wandern, Vogelbeobachtung und das Erkunden von Höhlen. Kulturelle Festivals, wie das Karnevalsfestival, ziehen Besucher aus der ganzen Welt an.
  6. Gastronomie: Die Küche der ABC-Inseln ist eine Mischung aus afrikanischen, spanischen, portugiesischen und indischen Einflüssen. Meeresfrüchte spielen eine große Rolle in der lokalen Küche, ergänzt durch exotische Gewürze und Früchte.

Irland – betörend und faszinierend im grünen Gewand

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Irland – das ist wie ein steinernes Grün in den Weiten des Meeres. Der Schriftsteller und Nobelpreisträger Heinrich Böll hat auf der Insel Achill Island gewohnt und hielt die Eindrücke seines Aufenthalts im “Irischen Tagebuch” fest. Grün, sei dieses Land, sehr grün. Aber er meinte damit nicht allein das Grün der satten Wiesen sondern auch das Grün des Moses und die Farben der Orte, die er besuchte. Da ist zum Beispiel Kylemore Abbey in der Grafschaft Galway, eine Benediktinerinnenabtei aus dem 17. Jahrhundert und eine Perle im grünen Gewand. Und wer sich bei einer Reise durch Irland auf den Rücken eines Pferdes begibt, der wird in den dünn besiedelten Landschaften nur eine Farbe entdecken: Grün!

Irland, O’Brien’s Tower
Der O’Brien’s Tower ist ein Turm am höchsten Punkt der Cliffs of Moher, Bild: PhotoFires / shutterstock

Diese Natur ist zugleich faszinierend und betörend. Manches Idyll auf der Insel macht die Besucher demütigt und hinterlässt den Wunsch nach einem Wiederkommen. Zu den mittelalterlichen Burgen und Klöstern und zu den berühmten Irish Pubs mit ihren altehrwürdigen Theken aus dunklem Holz. Häufig sind sie auf dem Lande ein fester Bestandteil des Dorfladens, und fast immer gibt es dort zum “Pint” eine musikalische Untermalung. Die traditionelle Musik des “Irish Folk” hat ihre Wurzeln geschlagen in der Kultur dieses Landes und drückt mit ihrer heiteren Melancholie das Lebensgefühl der Iren aus.
Über einen langen Zeitraum der Geschichte war Dublin so etwas wie das Sorgenkind des Landes. Auch deshalb, weil von hier viele Bewohner der Metropole vor allem nach Amerika auswanderten. Doch das hat sich geändert, und heute sind die Menschen Dublins stolz auf ihren wiederbelebten Hafen und vor allem auf ihr Wahrzeichen, die zweihundert Jahre alte Halfpenny Bridge, wo man einst beim Passieren als Fußgänger einen Wegezoll bezahlen musste.

Blick auf die Samuel Beckett Brücke in Dublin, Bild: Lukas Bischoff Photograph / shutterstock

Wer nach Irland reist, sollte einen Regenschirm im Gepäck haben, denn der Himmel öffnet dort immer wieder seine Schleusen. Für die meisten Bewohner ist dies kein Ärgernis. Sie halten es mit dem Sprichwort, wonach sie zwei Tage im Jahr ganz besonders genießen: Weihnachten und den Sommer… Und wenn es nur nieselt, sprechen die Iren eher vom “feuchten Regen”.

Und deshalb kennt der Kalender des irischen Tourismus auch keine Jahreszeiten, denn die Natur ist bei jedem Wetter ansehnlich. Interessant ist das Land aber im Mai, Juni und September, denn dann finden dort zahlreiche Festivals statt. Die schönsten Punkte Irlands erreicht man mit dem Auto. Allerdings sind manche Straßen recht schmal – Geduld ist auf der Reise kein Fremdwort. Wer das Ursprüngliche in Europa sucht, der wird von Anmut und Schönheit Irlands begeistert sein.

In einem Werbeslogan der Irischen Fremdenverkehrszentrale heißt es: “Wenn Sie nach Irland fahren, sollten Sie mindestens ein Lied singen können.” Auch deshalb, weil Besucher zu vorgerückter Stunde in einem heimischen Pub von den Nachbarn an der Theke aufgefordert werden, doch mal eben das irische Liedgut durch etwas Fremdartiges zu bereichern.

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Mehr Informationen

Reiseinformationen Irland

Hauptstadt Dublin
Staatsform Parlamentarische Republik
Parlamentarische Demokratie
Währung Euro (EUR)
Fläche ca. 70.273 km²
Bevölkerung ca. 4.761.900 (Stand 2016)
Sprachen Irisch, Englisch
Stromnetz 230 Volt / 50 Hz
Telefonvorwahl +353
Zeitzone UTC±0
UTC+1 (März bis Oktober)

 

Hawaii – ein Archipel aus Feuer und Wasser geboren

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Hawaii ist viel mehr als nur der fünfzigste Bundesstaat der USA. Hawaii ist von dem amerikanischen Festland nicht nur durch die Weiten des Pazifischen Ozeans getrennt – diese Inselgruppe ist vielmehr eine Welt für sich. Mit einem einzigartigen Charme und einer bei den Urlaubern ungebrochenen Anziehungskraft. Es ist ein Paradies auf heißem Boden, denn in den Tiefen brodelt es. Diese Inseln sind auf der Glut der Vulkane gebaut. Einige der Riesen geben sich eher sanftmütig, andere toben sich noch immer aus. So wie der Kilauea-Krater auf Big Island, wo die Feuergöttin besonders intensiv zürnt und zuweilen sogar den Flugverkehr zum Erliegen bringt.

Hawaii, Waikiki Beach Oahu
Der Waikiki Beach in Honolulu, Oahu, Bild: aines/shutterstock

Die erste Station einer Reise zum hawaiischen Archipel beginnt stets auf Oahu mit einem der berühmtesten Strände der Welt: Waikiki in Honolulu. Es gibt in den exotischen Regionen auf unserem Globus kaum ein schöneres Postkartenmotiv. Mit einer geschwungenen Bucht vor der Kulisse des Diomond-Head-Kraters.

Recht unfreiwillig und schicksalhaft schrieb Hawaii im Zweiten Weltkrieg Geschichte. Der japanische Angriff auf die Militärbasis von Pearl Harbor führte zu einer neuen Dimension der Eskalation zwischen den Mächten. Bei einer City-Tour kann man heute den historischen Ort besichtigen. Eine Rundreise zu den Inseln Hawaiis führt zu malerischen Dörfern, heilenden Quellen und sehr alten Kirchen. Und zu interessanten und aufgeschlossenen Bewohnern. Der begleitende Gesang zum Hula-Tanz und die Vehemenz der Trommelschläge berichten von den Legenden Polynesiens.

Kauai zählt zu den wundersamsten Inseln der Welt. Mit den steilen Hängen der Na-Pali-Küste, einer faszinierenden Flora und Fauna, mit dem gewaltigen Mount Waialeale und mit einer jährlichen Niederschlagsmenge von bis zu zwölf Metern. Das ist zweifellos ein Weltrekord.

Hawaii Botanische Garten in Kaneohe, Oahu
Der Botanische Garten in Kaneohe, Oahu, Bild: Shane Myers Photography / shutterstock

Der Mauna Kea ist der höchste Berg auf Hawaii und mit seinen 4205 Metern ein wichtiger Gipfel der Wissenschaftler, die hier ihr größten Observatorien weltweit errichteten. Der Blick zu den Sternen erfolgt dort im Winter aus dem Schnee, denn der Gigant gönnt sich dann für drei Monate ein weißes Kleid.

Wer nach Hawaii kommt, der darf sich auf ein sehr spezielles Lebensgefühl der Menschen dieses fernen Archipels freuen. Und auf den obligatorischen Blütenkranz, der einst als Geschenk für die Götter gedacht war. Der Lei ist das traditionelle Gebilde aus Pflanzen und Blüten, und es soll Verehrung und Liebe der Gastgeber gegenüber den Gästen aus einer anderen Welt ausdrücken. Früher waren sie vor allem das kunstvolle Sinnbild einer Nabelschnur zwischen Mutter und Kind und der Göttin des Tanzes gewidmet.

Die Insel Maui sollte man im Rahmen einer Hawaii-Rundreise unbedingt besuchen. Auch wegen der einzigartigen Naturlandschaft, die sich zu Füßen des erloschenen Vulkans Haleakala präsentiert. “Haus der Sonne” nennt sich der dortige Nationalpark und diente einst dem Schriftsteller Mark Twain als Unterschlupf. In seinen Erinnerungen hielt er fest, dass sein Campieren unter freiem Himmel auf Maui das “erhabendste Schauspiel” war, das ihn Zeit seines Lebens begleiten werde.

Update April 2024: Im August 2023 kam es auf Maui zu einem Großbrand mit 99 Toten. Noch heute leben mehrere Tausend Inselbewohner in Notunterkünften und Hotels. Dennoch ist die Insel wieder für Touristen offen. Dies ist aus finanziellen Gründen nötig, sorgt jedoch bei vielen Bewohnern für Kritik.

Noch immer ist es Wissenschaftlern ein Rätsel, woher die Ureinwohner des Archipels kamen und wann sie Hawaii besiedelten. Vermutlich hatte der legendäre Seefahrer James Cook recht, als er den Polynesiern kein Land als Heimat zurechnete sondern allein die Unendlichkeit des Meeres. Und so ist Hawaii aus Wasser und Feuer geboren – ein grandioses Urlaubsziel zu allen Jahreszeiten.