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Donnerstag, Januar 15, 2026
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Santa Clara – letzte Ruhestätte des Comandante

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Kuba, der Inselstaat in der Karibik hat deutlich mehr zu bieten als weiße Traumstrände, strahlende Sonne und türkisblaues Meer. Diese Insel zieht Menschen aufgrund ihrer Geschichte in ihren Bann. Wer das historische Kuba erleben will, der kommt an einer Stadt wohl kaum vorbei.

Santa Clara war einst wichtiger Schauplatz im Kampf der Revolutionäre gegen das Batista-Regime. Doch diese Stadt fasziniert nicht nur durch den Bezug zu Che Guevara. Sie ist heute eine lebendige Stadt mit alten kolonialen Gebäuden, Flaniermeilen und pulsierendem Nachtleben.

Stadt mit bedeutender Geschichte

Mit rund 240.000 Einwohnern ist Santa Clara die Hauptstadt der Provinz Villa Clara und liegt sehr zentral inmitten der Insel. Als nationaler Verkehrsknotenpunkt befindet sie sich am westlichen Rand des Escambray-Gebirges. Die Inselhauptstadt Havanna ist rund 280 Kilometer von Santa Clara entfernt.

Die Geschichte der Stadt begann am 15. Juli 1689. Damals entstand die Siedlung Cayo Nuevo, die sich rasch zu einem bedeutenden Ort auf Kuba entwickelte. Später wurde die rasch wachsende Stadt in Santa Clara umbenannt. Bereits im 19. Jahrhundert war sie ein verkehrstechnisch wichtiger Punkt der Insel.

Während der Zeit der Kubanischen Revolution spielte Santa Clara eine entscheidende Rolle. Batista schickte einen gepanzerten Zug mit Waffen und mehr als 300 Soldaten nach Santa Clara. Doch die Guerilleros unter Ernesto Che Guevara griffen den Zug an und zerstörten mit einem Bulldozer mehrere Meter Geleise. Der Zug entgleiste.

Die Waffen fielen in die Hände der Guerilla-Kämpfer, die Soldaten mussten kapitulieren. Nur wenige Tage später griffen Che Guevara und Camilo Cienfuegos mit ihren Männern Batistas Soldaten an und eroberten damit die Stadt Santa Clara. Kurz darauf floh Batista. Heute gilt dieses Ereignis als der entscheidende Moment des Triumphes der Guerilleros.

Erinnerungen an den Triumph der „bärtigen Männer“

Zentrum von Santa Clara, Kuba
Zentrum von Santa Clara, Bild: Tupungato / shutterstock

Bis heute ist das Monumento al Tren Blindado Zeuge dieser Ereignisse. Das nationale Denkmal der kubanischen Revolution wurde von José Delarra geschaffen. Vier der Originalwagen des Zuges befinden sich in einer Parkanlage neben der Gleisanlage und sind zu besichtigen. Auch der Bulldozer hat hier einen Platz gefunden.

Historische Fotos, Originalwaffen und diverse Utensilien lassen den Besucher in die Zeit der Revolution eintauchen. Sie vermitteln ein hervorragendes Bild über die damaligen Geschehnisse und sind damit Zeugen eines wichtigen Ereignisses in der Geschichte der Insel.

Ein ganz besonderes Monument im Westen der Stadt ist dem Anführer der Guerilleros gewidmet. Der Comandante Ernesto Che Guevara präsentiert sich mächtig in Form einer sechs Meter hohen Bronzestatue an der Plaza de la Revolución. Neben der imposanten Figur des Kämpfers befinden sich Reliefs mit unterschiedlichen Szenen des kubanischen Guerillakrieges.

Che Guevara wurde am 9. Oktober 1967 in Bolivien exekutiert und heimlich beerdigt. Erst im Jahr 1997 entdeckte man seine Überreste in Vallegrande und exhumierte sie. Mit einem Staatsbegräbnis wurden die Gebeine im Monumento Memorial Che Guevara beigesetzt. Hier ruhen auch die sterblichen Überreste von etwa 40 Kampfgenossen.

An das Monument ist ein Museum angeschlossen. Hier können sich Besucher ein genaues Bild der Revolution und des Comandante machen. Zu sehen sind Ausrüstungsgegenstände, seine Uniform, Waffen und sogar sein Telefon. Es ist wohl kaum verwunderlich, dass dieses Monument die meistbesuchte Sehenswürdigkeit der Insel darstellt.

Zigarren und koloniale Bauwerke

Doch Santa Clara ist nicht nur dank Che Guevara berühmt. Hier werden jene Rauchwaren produziert, für die der Inselstaat weltweit bekannt ist. Die Fábrica de Tabacos Constantino Pérez Carrodegua stellt Zigarren der Marken Montecristo, Romeo y Julia und Partagá her. Diese Marken zählen zu den besten Kubas und können nach einer Führung im kleinen Tabakladen gegenüber erworben werden.

Ein neogotisches Bauwerk zieht die Blicke von Touristen unweigerlich magisch an. Die Catedral Santa Clara de Asís entstand 1923 und besticht durch ihre gigantischen Glasfenster im Stil des Art-decó. Beinahe magisch wirkt die weiße Marienstatue.

Von außen dagegen unscheinbar wirkt das Teatro la Caridad. Es zählt zu den wichtigsten Schauspielhäusern der Kolonialzeit und verbirgt seine volle Schönheit im Inneren. Auch das Santa Clara Libre Hotel interessiert keineswegs wegen seiner bestechenden Optik. Vielmehr sind es hier die bis heute vorhanden Einschusslöcher der Maschinengewehre die die Blicke auf sich ziehen.

Das Haus liegt wie andere sehenswerte Gebäude um den bekannten Parque Vidal, den grünen Mittelpunkt der Stadt. Je später es wird, desto lebendiger wird diese Stadt und immer mehr Einheimische und Touristen bevölkern den Park. Wem der Sinn nach Nachtleben steht, der ist in Santa Clara bestens aufgehoben.

Eine Stadt erwacht

Nicht nur die Straßen erwachen abends zum Leben. Auf den Dachterrassen der Hotels öffnen die Bars und begrüßen die Nachtschwärmer. Cabarets und Tanzvorführungen bieten nächtliche Unterhaltung. Etwas Besonderes unter all diesen Klubs und Bars ist das Centro Cultural El Mejunje. In diesem Kulturzentrum werden unterschiedlichste Veranstaltungen geboten. Mit viel Glück erlebt man hier sogar eine außergewöhnliche Travestie-Show oder Kubas Dragqueens.

Damit ist Santa Clara nicht nur für historisch Interessierte ein absolutes Muss im Zuge einer Kuba Reise. Diese Stadt wird Sie begeistern und Sie sollten darauf achten, Ihr Herz nicht an Santa Clara zu verlieren.

Santiago de Cuba – zweitgrößte Stadt Kubas

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Die meisten Reisenden verbinden mit dem Besuch auf Kuba vor allem die wunderschöne Hauptstadt Havanna, die aus Film und Fernsehen bekannt ist und mit einer langen Historie auf sich aufmerksam macht. Aber auch die zweitgrößte Stadt der Insel, Santiago de Cuba, bietet nicht nur ein großartiges Reiseziel, sondern gleichzeitig eine der interessantesten Regionen auf der Karibikinsel. Mit der typischen Kolonialarchitektur, die die Stadt bis heute prägt, ist sie vor allem ein Inbild für die ersten Siedler auf Kuba. Darüber hinaus hat sich hier in den letzten Jahren ein beeindruckendes kulturelles Selbstverständnis und ein pulsierendes Nachtleben entwickelt.

Geheimtipp unter den Touristen auf Kuba

Castille del Morro, Santiago de Cuba
Castille del Morro, Bild: corlaffra / shutterstock

Obwohl Santiago de Cuba zu den ältesten Städten des Landes gehört und immerhin die zweitgrößte Metropole und gleichzeitig ehemalige Hauptstadt des Landes ist, gilt sie bei vielen Touristen bis heute als Geheimtipp und ist vielen anderen sogar gänzlich unbekannt. Das kann letztlich auch daran liegen, dass sich Santiago de Cuba weit im Osten der Insel befindet und sich die meisten Urlauber eher im Westen und im Umkreis der Metropolregion von Havanna aufhalten. Das bedeutet aber auch, dass es hier viele Dinge zu entdecken gibt, die Pauschaltouristen bei einem Kurztrip nach Kuba auf diese Weise wohl eher nicht erleben würden.

Generell ist eine Reise nach Santiago de Cuba schon deswegen interessant, weil hier einige der schönsten Aspekte von Kuba miteinander verbunden werden können. Auf der einen Seite sind die historischen Sehenswürdigkeiten, di einen tiefen Einblick in die Geschichte der Insel und des Landes geben, auf der anderen Seite die malerischen Strände und eine beeindruckende Natur, in die die Stadt nahtlos überzugehen scheint. Darüber hinaus ist Santiago de Cuba auch eine Stadt Kultur – der kubanische Tanz hat hier seinen Anfang genommen und sich in der gesamten Stadt verbreitet. Die gesamte Metropole strahlt einen sehr jugendlichen Charme aus, was ich auch in den verschiedensten Künstlervierteln und dem Nachtleben zeigt, das auch für Touristen mit einigen Highlights interessant sein könnte.

Wer also den Trip nach Santiago de Cuba wagt, hat gleich ein ganzes Spektrum an möglichen Aktivitäten zur Verfügung und auch außerhalb von Havanna die richtige Basis, um tief in die Kultur von Kuba einzutauchen. Dabei spielt hier durchaus eine Rolle, dass Santiago de Cuba eine der Keimzellen der einstigen Revolution war.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten von Santiago de Cuba entdecken

Straßenband in Santiago de Cuba
Straßenband in Santiago de Cuba, Bild: Ondrej Bucek / shutterstock

Santiago de Cuba kann mit einer Vielzahl von kulturellen und historischen Sehenswürdigkeiten für sich punkten. Das Aushängeschild der Stadt ist dabei eindeutig die Kathedrale, die sich am Parque Céspedes, dem zentralsten Platz der Stadt befindet. Mit seiner blauen Fassade ist sie nicht nur optisch ein Highlight, sondern auch das offizielle Wahrzeichen der Stadt. Überhaupt sind die vielen Plätze der Stadt eine eigene Reise wert. An Orten wie dem Plaza de Dolores oder Plaza de Marte finden sich viele Denkmäler und historische Besonderheiten, die etwas über die Stadt erzählen.

Ein wenig außerhalb findet sich das Castillo del Morro. Die Verteidigungsanlage, die wohl im Jahr 1700 fertiggestellt wurde, war eine bedeutende Festung in der Karibik. Heute findet sich hier ein Museum, das sich vor allem mit der frühen Gründungszeit von Kuba beschäftigt, dabei aber auch auf die Revolution und seine Folgen auf Kuba eingeht – natürlich mit einer gewissen Färbung in der historischen Darstellung.

Wer ein wenig mehr über die Stadt und das Leben in Santiago de Cuba erfahren möchte, der sollte das Museo de Ambiente Histórico Cubano in der Casa de Velázquez ansehen. Es beschäftigt sich vor allem mit dem Leben während der Kolonialzeit. Auf der anderen Seite der Stadt befindet sich das Museo Bacardí in einem wunderschönen alten Bau, welches wiederum den Fokus auf die Zeit vor der Ankunft der Spanier legt.

Natürlich sollte man auch einen Blick auf die wunderschöne Natur werfen. Die Playa de Siboney ist genau der richtige Ort, wenn man einfach mal tief in das karibische Meer eintauchen möchte. Dann gibt es noch den Parque Baconao mit wunderschönen Wanderwegen und einer beeindruckenden Aussicht auf ein unberührtes Stück von Kuba.

Nachtleben und Gastronomie – Santiago de Cuba leben und atmen

Ein nicht unerheblicher Teil der Faszination von Santiago de Cuba geht von der Kultur hier aus. Die unterschiedlichen Künstlerviertel bieten Märkte und Handwerk, in vielen der Viertel gibt es ein aktives Nachtleben mit vielen tollen Restaurants, in denen man die Landesküche probieren kann. Besonders in den besten Reisemonaten, Dezember und Januar, scheint die Stadt überhaupt erst mit dem Sonnenuntergang richtig aufzuwachen. Wer also die Stadt mit allen seinen Facetten entdecken möchte, sollte sich auf jeden Fall die Zeit nehmen, einmal in der Nacht durch die Straßen zu wandern.

Eines der beeindruckendsten Landschaften Kubas – das Tal von Viñales

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Kuba, das ist nicht nur Rum, Fidel Castro und alte Autos. Auch im Inneren der Insel entdeckt man wundervolle Gebiete voller Faszination. Das Valle de Viñales zählt zu den absoluten Sehenswürdigkeiten auf Kuba. Das Tal ist bei Weitem eines der schönsten Gebiete auf der Karibikinsel. Die surrealistischen Felshügel sorgen für einen ganz besonders exotischen Flair. Auf Spanisch werden die üppig grünen Felsen „Mogotes“ genannt. Das ganze Tal ist ein Traum von Dschungel, Palmen und Tabakfeldern.

Nebel, Vögel und das UNESCO-Kulturerbe

Das Tal liegt in der Sierra de los Órgenos im westlichen Teil Kubas. Üppiges und dichtes Grün lockt nicht nur Touristen an. Das Tal ist die Heimat von 64 tropischen Vogelarten. Dieses magische und unberührte Gebiet steht seit 1999 unter der Schirmherrschaft der UNESCO. Es trägt den Titel „Kulturlandschaft der Menschheit.“ Majestätische Natur, romantischer Nebel und geheimnisvolle Felsen – all das macht diesen Landstrich zur Perle Kubas.

Eine Vielzahl von Höhlen und Grotten locken nicht nur Fledermäuse an!

Das Tal ist wegen der zahlreichen Höhlen und geheimen unterirdischen Gänge eine einzigartige Attraktion für Touristen. Die größte Höhle, Cuevas de Santo Tomas, ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Er besteht aus 45 km Gängen, Seen und Kammern. Bei der Besichtigung der Höhle ist die Begleitung eines Führers obligatorisch. Auch die Indianerhöhle ist einen Besuch wert. Diese kleine Höhle ist sehr gut für Touren mit der ganzen Familie geeignet. Auch kleine Kinder haben hier ihren Spaß. In der Höhle San-Miguel befindet sich sogar eine Bar. Ein unvergesslicher, magischer Ort.

Silvesterparty auf kubanisch

Viele der Höhlen bietet einen unvergleichlichen Spaß. Denn wer von uns hat schon einmal Silvester in einer Höhle gefeiert? Dieses Abenteuer ist im Tal von Viñales möglich. Jeden Samstag kann man in den Höhlen auch kubanische Musik genießen. Die Show beginnt immer mit einer Feuershow. Nervenkitzel garantiert.

Tabak, Honig und ein Schüler des weltberühmten Künstlers Diego Rivera

Traditionelles Landhaus und Plantagen im Tal Viñales in Kuba, bekannt für seine Berge und seinen Tabak
Traditionelles Landhaus und Plantagen im Tal Viñales in Kuba, bekannt für seine Berge und seinen Tabak, Bild: Kamira / shutterstock

Das Tal ist berühmt für seinen Tabakanbau. Das perfekte Klima bringt den besten Tabak der Welt hervor. Hier wird die Tabakpflanze immer noch auf traditionelle Art und Weise angebaut. Die Einheimischen arbeiten noch mit dem Pflug und der Power eines Ochsen. Eines der herausragenden Produkttonschritte ist das Einweichen der Tabakblätter in Rum. Beim Zusammenrollen der legendären Zigarre wird einheimischer Honig als Klebemittel verwendet. Dies verleiht dem Tabak sein einzigartiges Aroma. Natürlich wird bei allen Produktionsschritten streng auf Bio-Qualität geachtet. Eine besondere Attraktion ist zudem ein riesiges Felsbild von gigantischen Ausmaßen. Das Gemälde wurde von Fidel Castro in Auftrag gegeben. Einer der Maler des „Wandgemäldes der Vorgeschichte“ war Leovigildo Gonzales Morillo. Er war ein Schüler von Diego Riviera, dem weltberühmten mexikanischen Maler. Das 120 Meter lange Werk ist das mit Abstand größte Freiluftfresko der Welt.

Hier gibt es den weltbesten Kaffee und Rum!

Das Tal wird durchzogen von endlosen Kaffeeplantagen. Die Kubaner sind besonders stolz auf ihre traditionell angebauten Kaffeesorten. Der selbst hergestellte Rum wird für seine Qualität und Stärke auf der ganzen Welt geschätzt.

Eine kleine Stadt mit einer großen Vielzahl an kulinarischen Köstlichkeiten

Die Stadt Viñales besteht aus ein paar gemütlichen Straßen, einem kleinen Markt und einer kleinen Kirche. Tagsüber ist die Stadt ruhig und friedlich. Abends verwandeln sich die Gassen in ein einzig großes Restaurant. Die Gerüche und der exotische Geschmack der Speisen locken Besucher aus der ganzen Welt an. Probieren Sie auf jeden Fall das Menü Bistec do Cedro. Dieses leicht gesalzene Stück Schweinefleisch, gewürzt mit Limette, Knoblauch und Zwiebel, serviert mit Reis und Bohnen, wird von den Einwohnern sehr geschätzt. Erwähnenswert ist auch die Variante mit dem Namen Ropa Vieja. Es handelt sich dabei um ein lang gegartes Rindfleisch mit Tomate und Orangensaft. Auf der gesamten Insel wird bei der Produktion von Gemüse und Obst kein Pestizid verwendet. Alle Früchte sind biologisch angebaut.

Das Glück liegt auf dem Rücken der Pferde. In Kuba ganz bestimmt!

In dem tropischen Tal werden täglich Ausritte mit Pferden angeboten. Auch Einsteiger sind willkommen. Die Pferde im Tal sind gut angepasst und trainiert. Das langsame Tempo sorgt für entsprechende Entspannung von Mensch und Tier. Die Schönheit der Natur lässt sich auf diese Art besonders genießen.

Ein Besuch im Tal von Viñales garantiert eine bezaubernde Naturreise mit köstlichen Geschmackserlebnissen. Lassen Sie sich faszinieren!

Der Küstenort Baracoa auf der Karibikinsel Kuba ist ein wahres Juwel

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Baracoa im Osten Kubas in der Provinz Guantánamo ist die älteste Ansiedlung auf der Karibikinsel. Die einstige Hauptstadt von Kuba liegt an der Atlantikküste, an der Bahía de Miel, der Honigbucht. Bereits 1492 entdeckte Christoph Kolumbus den entlegenen Ort auf einer seiner Reisen. Umgeben von der mächtigen Gebirgskette Sierra del Purial war die im Jahr 1511 von Gouverneur Diego Velázquez gegründete Stadt lange nur über den Seeweg zu erreichen. Erst unter Fidel Castro entstand 1965 die atemberaubende La Farola, eine sich durch die Sierra del Purial windende Bergstraße.

Karibische Kultur

Selbst nach seiner Anbindung an den Rest Kubas blieb das Kolonialdorf fernab vom Massentourismus beschaulich. Kopfsteinpflaster und farbenfroh gestrichene Häuser verleihen dem Stadtzentrum von Baracoa seine einzigartige Atmosphäre. Der ausgeprägte französische Einfluss auf die Stadtgestaltung ist auf die französischen Siedler zurückzuführen, die im 19. Jahrhundert aus Haiti einwanderten und außerdem den Anbau von Kakao und Kaffee einführten. In der historischen Altstadt, die mehr französische als spanische Einflüsse aufweist, ragt die Kathedrale Nuestra Señora de la Asunción empor. Die älteste Kirche Kubas bewahrt das Kreuz Cruz de la Parra aus dem 15. Jahrhundert auf, welches Kolumbus bei seiner Ankunft aufgestellt haben soll. Vor dem Gotteshaus steht eine Büste von Stammeshäuptling Hatuey.

Entlang der östlichen Küste von Baracoa verläuft die Strandpromenade Malecón. Sie endet bei einem Park mit einer Statue des Entdeckers Kolumbus. Vor der Stadt erstreckt sich der Strand Playa Negra, auch Playa Boca de Miel genannt. Weiter westlich liegen die ruhigen Strände Playa Maguana und Playa Nibujón.

Kubanische Traditionen

Baracoa, Kuba
Unterwegs in den Straßen von Baracoa, Bild: Jerome LABOUYRIE / shutterstock

Bei der großen Anzahl an Kakaoplantagen wundert es wenig, dass Schokolade ein typisches Erzeugnis von Baracoa ist. In der Stadt stellt die größte Schokoladenfabrik Kubas die verschiedensten verlockenden Produkte her. Im Casa del Chocolate kann man neben Schokolade auch die Spezialität des Ortes kosten, eine Süßigkeit namens Cucurucho. Die Mischung aus Honig, Zucker, Früchten und Kokosnuss wird traditionell in ein Palmblatt gewickelt serviert.

Die kubanische Lebensart wie Musik und Salsa lernt man am besten auf dem Plaza de la Independencia im Herzen der Stadt kennen. An den Wochenenden wird an der Uferpromenade ein bunt gemischter Bauernmarkt abgehalten, auf dem einheimische Landwirte ihre regionalen Erzeugnisse feilbieten.

Wissenswertes über die Kultur des Landes, die Geschichte der Stadt und die Ureinwohner erfährt man ferner im Museum bei der Festung Fortaleza la Matachíne. Zum Schutz vor Piraten wurde sie von den spanischen Kolonialherren errichtet. Vom Castillo de Seboruco, dem höchsten Fort von Baracoa, genießt man einen herrlichen Blick auf Baracoa und die Bahía de Miel.

Ursprüngliche Landschaften

Baracoa und seine Umgebung sind geprägt von unberührter Natur. An der Küste des karibischen Ortes locken einsame weiße Strände an türkisblauem Wasser, während das Landesinnere von dichtem tropischem Regenwald dominiert wird.

Das Biosphärenreservat Cuchillas del Toa dient dem Schutz der weltweit letzten erhaltenen Regenwälder und ihrer gefährdeten seltenen Flora und Fauna. Hier befindet sich der sehenswerte Parque Nacional Alejandro de Humboldt, benannt nach dem Naturforscher Alexander von Humboldt. Er ist der größte Nationalpark Kubas und UNESCO Weltnaturerbestätte. Auf faszinierenden Wanderungen durch den Park entdecken Besucher seltene Pflanzen und Tiere, darunter die kubanische Landschnecke mit ihren interessanten Farbspiralen.

In der Gebirgskette Cuchillas del Toa erhebt sich auch der 575 Meter hohe Tafelberg El Yunque, der Amboss, mitten im tropischen Regenwald. Auf seinem Gipfel steht eine Büste von Christoph Kolumbus und am Fuße des Kalksteinfelsens gedeihen Kakao- und Bananen auf den Plantagen. Vom Salto Fino, dem höchsten Wasserfall in der Karibik, donnert das Wasser des Arroyo del Infierno aus 305 Meter Höhe in die Tiefe.

Am Fluss Rio de Yumurí findet man ein tropisches Paradies und das kleine Dorf Boca de Yumuri, von dem aus man Bootsfahrten zum nahe gelegenen Canyon unternehmen kann.

El Cobre – der heiligste Ort Kubas

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El Cobre ist eine Kleinstadt im Südosten von Kuba, nur etwa 20 Kilometer von der zweitgrößten Stadt des Landes Santiago de Cuba entfernt. In der Stadt wurde seit dem 16. Jahrhundert Bergbau betrieben. In der nahegelegenen Mine der Stadt haben die Spaniern Kupfer bis ins Jahr 2000, als die Mine geschlossen wurde, abgebaut.

Anreise nach El Cobre

Der Flughafen Santiago de Cuba unterhält unter anderem internationale Flugverbindungen in die spanische Hauptstadt Madrid und nach Miami in Florida. Inlandsflüge von der kubanischen Hauptstadt Havanna aus finden mehrmals die Woche statt. Von dort kann man entweder mit dem Mietwagen, Bus oder Taxi nach El Cobre fahren. Natürlich ist ein Besuch der Basilika bei vielen Touren, die in Santiago de Cuba angeboten werden, ein Bestandteil. Wer seine Mietwagenrundreise durch Kuba in Havanna startet, hat eine weite Anreise nach El Cobre vor sich, denn die Kleinstadt liegt 850 km von der Hauptstadt Kubas entfernt. Auf einer dreiwöchigen Reise durch das Land sollte ein Besuch der Kleinstadt aber problemlos und stressfrei möglich sein.

Der meistbesuchte Wallfahrtsort Kuba

Der Grund, warum schon drei Päpste genau diese Kleinstadt in Kuba aufgesucht haben, ist in der Basilica de Nuestra Señora del Cobre zu finden. In dieser steht die Statur der barmherzigen Jungfrau von Cobre (La Virgen de la Caridad del Cobre). Laut einer Legende wurde diese im Meer treibend von drei Fischern gefunden. Sie zogen das vermeintliche Treibgut aus dem Wasser und in diesem Moment beruhigte sich das Meer und war spiegelglatt. Die Marienfigur enthielt die Aufschrift „Yo soy la Virgen de la Caridad“ – zu Deutsch „Ich bin die Jungfrau der Barmherzigkeit“. Zu Hause in Cobre errichteten die Fischer der Jungfrau einen Schrein. Im Jahr 1915 erklärte Papst Benedikt XV die Jungfrau auf Wunsch der Veteranen der Unabhängigkeitskriege zur Schutzpatronin Kubas. Die heutige Kirche, in der die Schutzpatronin steht, wurde im Jahr 1927 eingeweiht. Die weiße Basilika mit ihren roten Dächern thront auf einem Hügel über der Stadt und ist von weither sichtbar. Drumherum ragen saftig, grüne Hügel empor. Um einen schönen Blick über die Stadt und die Kirche zu haben, kann man auf einen der Hügel wandern.

Wünsche werden wahr

Blick ins Innere der Wallfahrtskirche
Blick ins Innere der Wallfahrtskirche, Bild: Sergey-73 / shutterstock

Die Schutzpatronin Kubas verlässt ihren Platz in der Kirche nur noch für die Prozession, die ihr zu Ehren einmal jährlich stattfindet. Die Jungfrau der Barmherzigkeit wird von jeher gläubigen Christen sowie Anhängern der Santeria-Religion aufgesucht. Diese beten die Jungfrau als Ochún, eine Flussgöttin, die für Fruchtbarkeit steht, an. Die Pilger äußern ihre Wünsche der Jungfrau gegenüber und sofern sich diese erfüllen, besuchen sie die Jungfrau noch einmal um ihren Dank auszudrücken.

Dies ist auch ein Grund, warum in vielen Vitrinen Gegenstände ausgestellt werden, welche der Jungfrau gewidmet wurden. Darunter befinden sich neben Krücken, Taufkleider, zahlreiche Goldmedaillen und Pokale berühmter Sportler und Sporttrikots. Die wertvollsten Gegenstände werden aber unter Verschluss gehalten. Dazu zählt die Nobelpreismedaille von Ernest Hemingway und eine goldene Partisanenfigur. Diese hat Fidel Castros Mutter aus Dankbarkeit, dass ihr Sohn unversehrt die Revolution überstanden hat, der Jungfrau übergeben.

Ausflugsziele rund um El Cobre

Von El Cobre aus sollten Sie es sich nicht entgehen lassen, die Großstadt Santiago de Cuba zu besuchen. Die Fußgängerzone überzeugt mit vielen Märkten, Geschäften und natürlich bunten Häusern, welche im Kolonialstil erbaut wurden. Der Nationalfriedhof der Stadt Cementerio de Santa Ifigenia, auf dem unter anderem Fidel Castro begraben wurde, ist zudem ein lohnenswertes Ausflugsziel. Ein Highlight der Stadt ist die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Festung Castillo de San Pedro de la Roca, welches auf den Klippen am Eingang der Bucht Santiago de Cuba thront. Der Bau der Festung wurde im 17. Jahrhundert begonnen und nahm 42 Jahre in Anspruch. Die Festung wurde zum Schutz der Stadt vor Piratenangriffen errichtet, welche bis ins 18. Jahrhundert immer wieder stattfanden. Die Festung, welche zwischenzeitlich als Gefängnis genutzt wurde, besteht aus vier Ebenen. Sie wurde mittlerweile restauriert und in einigen Räumen befindet sich ein Museum, welches die Geschichte der Festung erzählt.

Ein weiteres Ausflugsziel befindet sich im Nationalpark Gran Piedra, welcher sich östlich von El Cobre befindet. In diesem gibt es einen 1225 meterhohen Monolithen, welcher zu den größten Monolithen der Welt zählt. Um auf diesen zu gelangen, müssen 452 Stufen erklommen werden. Als Lohn für die Mühen wartet oben ein herrlicher Ausblick über die Umgebung auf Sie.

Nancy – die Stadt mit Charme und Jugendstil

Schon auf den ersten Blick wird klar: Nancy ist eine Stadt der Geschichte, der Kultur und Architektur. Nicht ohne Grund gilt sie als Hauptstadt des französischen Jugendstils. Das ist allerdings nur eine architektonische Facette. Renaissancegebäude und Häuser im Stile des Art Déco und Klassizismus zeichnen ein einzigartiges Stadtbild. Hauptattraktion ist zweifellos die historische Altstadt, die Ville vieille. Und mittendrin ein Juwel: Die Place Stanislas ist eines der bemerkenswertesten Beispiele vollendeter Baukunst. Zu verdanken ist dieses Schmuckstück dem Herzog von Lothringen und ehemaligen König von Polen, Stanislas Leszczyński, der die Idee dazu hatte. Und natürlich dem Architekten Emmanuel Héré, der sie umsetzte. Zusammen mit den angrenzenden Place de la Carrière und der Place d’Alliance kam dieses Ensemble 1983 auf die Liste des Weltkulturerbes.

Vergangenheit auf Schritt und Tritt

Der ebenso bewegten wie ruhmreichen Vergangenheit begegnet man in der Hauptstadt des Départements Meurthe-et-Moselle in Lothringen (seit 2015 Grand Est) auf Schritt und Tritt. Angesiedelt haben sich die ersten Menschen im 8. Jahrhundert v.Chr. auf den Hügeln der Stadt. Der Abbau von Eisenerz hinterließ dort Spuren. Kein Spuren hinterließen hingegen die Römer während ihrer Herrschaft in Gallien. Erst Graf Gerhard, Herzog von Lothringen, war es, der mit dem Bau einer Burg, sie trug den Namen Nanciacum, den Grundstein legte für die spätere Stadt. In den folgenden Jahrzehnten und Jahrhunderten standen in Nancy fast ohne Pause die Zeichen auf Krieg. Immer wieder wurde versucht, die Stadt unter die französische Krone zu bringen. Kaiser Friedrich II. legte die Stadt während des Erbfolgekrieges in Schutt und Asche. Der dreißigjährige Krieg, der Deutsch-Französische Krieg, blutige Straßenkämpfe während der Französischen Revolution, die beiden Weltkriege, alle hinterließen sie Spuren des Grauens.

Zwei fortschrittliche Herzöge

Trotz aller kriegerischer Auseinandersetzungen erlebte Nancy zwischen 1489 und 1608 eine ungeahnte Blütezeit. Dafür sorgten die beiden Herzöge Anton und Karl III. Vor allem Karl III. galt als sehr fortschrittlich und wissenschaftsorientiert. Zu seiner Zeit wurde der südliche Teil der Altstadt zur Neustadt umgewandelt. Auffällig dabei ist, dass die Straßen ein Netz aus rechtwinklig sich kreuzenden Wegen bilden.

Symbiose aus Industrie und Kunst

Im Zentrum von Nancy steht zweifellos die Altstadt mit ihrem historischen Kern. Besonders charmant sind die kleinen Gassen rund um den Herzogpalast. Wer von der Place Magino zur Place Stanislas spaziert, sieht sich mit einem industriellen Bürgertum um 1900 konfrontiert. Geschäfte, Banken, Zeitungslokale, kleine Restaurants und Kulturräume. Wenn eine Stadt es verstand, den Jugendstil zu implementieren, dann war es Nancy, das zur Hochburg dieser Stilrichtung wurde. Zu verdanken war das einem Mann: Emile Gallé. Um 1900 verschrieb sich eine ganze Künstlergeneration einer völlig neuen Kunstform. Die industrielle Produktion lief damals auf Hochtouren.

Den Künstlern schwebte eine Symbiose aus Industrie, Wissenschaft und Botanik vor. Ideengeber war Emile Gallé. Der Kunsthandwerker war bekannt für seine außergewöhnlichen Jugendstil-Entwürfe von Möbeln, Glas und Keramik. Zusammen mit den Brüdern Auguste und Antonin Daum sowie René Lalique und Gabriel Argy-Rousseau gründete er die später weltberühmte École de Nancy, die sich dem Jugendstil verschrieben hat. Architektonische Beispiele des Jugendstils sind über die ganze Stadt verstreut. Im Geschäftsviertel gehört das L’Excelsior, eine Brasserie von 1910 mit zu den schönsten. Das atemberaubende, opulenten Interieur lässt die exquisite Speisekarte fast zur Nebensache werden.

Auch das Gebäude des ehemaligen Samenhandels und die Bank Crédit Lyonnais, beide von 1901 erinnern außen wie innen eher an einen opulenten Palast, als an nüchterne Geschäftshäuser. Ein weiteres Highlight findet man im Saurupt-Park. In dieser modernen Gartenstadt dominieren zwei Kunstrichtungen: Jugendstil und Art déco. Entworfen wurde das Viertel von Künstlern der École de Nancy. Auffallend oft vertreten ist die Farbe Blau.

Ein Garten mit Aquarium

Place de la Carere in Nancy
Place de la Carere in Nancy, Bild: Gerald Mayer / shutterstock

Im malerischen Vierteil Sainte-Marie findet man schließlich das Museum der École de Nancy. Die bemerkenswerte Sammlung von Möbeln, Kunstobjekten und Textilien lässt die Atmosphäre der damaligen Zeit wieder aufleben. Das Esszimmer, entworfen von Eugène Vallins, ist eine Symphonie geschwungener Formen. Das Erdgeschoss ist der prachtvollen Glassammlung des Begründers der École de Nancy gewidmet. Hier kann man die Kunstfertigkeit von Emile Gallé bewundern.

Vieles davon sind wertvolle Unikate. Der Museumsgarten ist ein Kunstwerk für sich. Man findet wunderbare Seerosenreiche, herrliche Pflanzen aus dem frühen 20. Jahrhundert und das wohl außergewöhnlichste Aquarium, das man sich vorstellen kann. Ein runder Pavillon mit atemberaubenden Buntglasfenstern beherbergt das Aquarium, dessen Fische man vom Erdgeschoss sehen kann. Allerdings kann der Pavillon nur mit Genehmigung besucht werden. Ein Versuch lohnt sich.

Kirchen und Gemälde

Neben all den Jugendstilschönheiten sollte man jedoch nicht versäumen, einen Blick in die verschiedenen Kirchen zu werfen. Die Franziskanerkirche Saint-François-des-Cordeliers zum Beispiel ist die Grablege der Herzöge von Lothringen. Eine unruhige Vergangenheit hatte die barocke Kirche Saint-Sébastien. Während der Französischen Revolution diente sie als Irrenanstalt, danach als Strohlager. Ab1801 schließlich wurde sie wieder als Gotteshaus genutzt. Die barocke Kathedrale von Nancy ist berühmt für ihre Orgel von 1763, gebaut von Nicolas Dupont. Ein Muss ist auch der Besuch im Musée des Beaux-Arts. Das Gebäude aus dem 18. Jahrhundert beherbergt überwiegend Gemälde von französischen, niederländischen und italienischen Künstlern. Darunter Tintoretto, Caravaggio, Rubens, Manet oder Breughel. Das Museum ist übrigens Teil des Ensembles an der Place Stanislas und gehört zum Weltkulturerbe.

Beliebte Reiseziele in Italien

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Dass Italien nicht erst seit dem 20. Jahrhundert ein kultureller und touristischer Sehnsuchtsort ist, unterstreicht Goethes berühmte Italienreise, die zwischen 1786 und 1788 durch die Toskana über Rom nach Sizilien führte. Seitdem hat Italien wenig von seiner touristischen Attraktivität eingebüßt, was auch an den facettenreichen Reisedestinationen an der italienischen Mittelmeerküste liegt. Rom, Toskana, Sizilien, Venedig, ligurische Blumenriviera – die verschiedenen Regionen setzen ihre jeweils eigenen Reisehighlights. So unterscheiden sich die von der UNESCO je als Welterbe anerkannten Altstädte von Rom mit einem teils antiken Antlitz von Renaissancestädten wie Florenz und den Prachtbauten aus der Zeit der Republik Venedig. Und die Strände der Blumenriviera haben einen gänzlich anderen Charme, als jene in Sizilien. Welche Destination Italiens auch immer das persönliche Highlight darstellt: Das südeuropäische Land am Mittelmeer ist nicht umsonst von Goethe bis heute eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen.

Wenn Sie viel Zeit mit Ihrem Italienisch Lehrer verbracht haben, möchten Sie nun sicherlich die Sprache einmal vor Ort anwenden. Wir haben für Sie die beliebtesten Reiseziele in Italien herausgesucht:

1. Rom

Italien, Rom, Kolosseum
Das Kolosseum in Rom, Bild: prochasson frederic / shutterstock

Die Ewige Stadt am Tiber prägte bereits in der Antike das kulturelle Leben am Mittelmeer. Die Heimat von etwa drei Millionen Einwohnern liefert ein Stakkato an Sehenswürdigkeiten, die man in einer solchen Dichte nur an wenigen Orten der Erde entdecken kann. Seit 1980 ist die Altstadt Roms als Weltkulturerbe der UNESCO anerkannt – zusammen mit den sakralen Prachtbauten der Vatikanstadt.

Das berühmteste Wahrzeichen der Stadt ist das Kolosseum, das bereits zu altrömischer Zeit als größtes Kolosseum der Erde glänzte. An das antike Erbe der Ewigen Stadt erinnert zugleich das Forum Romanum, das einst einen Schlüsselort der Römischen Republik darstellte. In der sehenswerten Altstadt begutachten lassen sich zudem das Barock-Meisterwerk Trevi-Brunnen und die in zahlreichen Filmen verewigte Spanische Treppe, auf der einst Audrey Hepburn und Gregory Peck in Ein Herz und eine Krone ein Kinohighlight setzten. Den Wünschen des römischen Kaisers Hadrian entsprangen Engelsburg und Engelsbrücke, die in Werken von Puccini bis Dan Brown verewigt wurden. Noch nicht erwähnt wurde damit der Vatikan, der mit dem Petersdom ein unvergleichliches Meisterwerk unter den Sakralbauten beherbergt und mit den Vatikanischen Museen mitsamt Sixtinischer Kapelle Geniestreiche von Michelangelo und Botticelli bewahrt. Die Ewige Stadt Rom bildet das kulturelle Highlight einer jeden Italienreise.

2. Toskana

An der Westküste Italiens, wo das Tyrrhenische Meer liegt, befindet sich die malerische Toskana. Interessanter Fakt: Der Name Tyrrhenisches Meer verdankt sich der griechischen Bezeichnung für die Etrusker, genannt Tyrrhenoi. Und die Etrusker gehörten zu den ersten Völkern, welche die Toskana als ihr Zuhause ansahen. Die Renaissance blühte einst in der regionalen Hauptstadt Florenz auf, die als Heimat von etwa 370.000 Einwohnern zu den schönen und besuchenswerten Städten Italiens zählt. Wie Rom gehört die historische Innenstadt von Florenz seit 1982 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Hier thronen architektonische Meisterwerke wie die Kathedrale Santa Maria dei Fiore, die Ponte Vecchio und der gleichnamige Palazzo Vecchio. Die städtische Seite der Toskana präsentiert sich zugleich in Pisa mitsamt dem weltberühmten Schiefen Turm sowie in Siena, deren mittelalterliche Altstadt Weltkulturerbe ist. Gründe für einen Besuch liefern in der Toskana heimische Weine wie Chianti, Sassicaia und Brunello di Montalcino sowie die malerischen Naturlandschaften des Val d’Orcia, ebenso Teil des Welterbes.

3. Venedig

Rialtobrücke in Venedig
Die Rialtobrücke, Bild: canadastock / shutterstock

Auf vier Kilometern Länge schlängelt sich der Canal Grande, die historische Lebensader Venedigs, durch das Herz der berühmten Lagunenstadt. Ein Gutteil der Sehenswürdigkeiten reihen sich entlang des Canal Grande auf, weshalb sich eine Tour mit einer der berühmten Gondeln durch das historische Stadtinnere lohnen kann. Über den Canal Grande beispielsweise formiert sich die weltberühmte Rialtobrücke, die mit ihren 48 Metern Länge und ihrer markanten Bauweise nahe der einstigen deutschen Händlerniederlassung Fondaco dei Tedeschi ein populäres Fotomotiv bildet. Das vielleicht namhafteste historische Zentrum Venedigs formt der Markusplatz, welcher Dogenpalast und Markusdom mit Markusturm zu einem architektonischen Gesamtkunstwerk vereint. Dass Venedig auch eine moderne Kulturstadt ist, beweisen die alljährlichen Filmfestspiele von Venedig, die zu den einflussreichsten Filmfestspielen dieser Art in Italien gehören. Die Stadt der Kanäle und Brücken übt auch heute eine besondere touristische Gravitation aus.

4. Ligurien und Blumenriviera

Die Riviera dei Fiori, auch als Blumenriveria bekannt, entfaltet sich an der Küste Liguriens – nicht weit von Monaco und der französischen Cote d’Azur. Die Herkunft des Namens ist leicht zu erklären: Die regionale Blumenzucht, der ein wichtiger Teil der Schnittblumen in Italien zu verdanken ist, floriert an der Küste Liguriens. Wer einen Badeurlaub in Norditalien erleben möchte, sollte sich die schöne Region nicht entgehen lassen. Neben beschaulichen Küstendörfern und -städten wie Sanremo und Bordighera – liegen auch Highlights wie Portofino, Cinque Terre und Genua in Ausflugsreichweite. Zu den bekanntesten Stränden Liguriens zählen jener von Imperia, der Strand bei Sanremo oder der feine Sand von Finale Ligure.

5. Sizilien

Das italienische Inselleben lässt sich nur an wenigen Orten so optimal genießen, wie in Sizilien. Geprägt vom Antlitz des Ätna, dem 3.357 Meter hohen Vulkan an der Nordostküste, warten hier Städte wie Catania, Palermo und Messina. Am Fuße des Ätna entfaltet sich Catania, deren städtischer Kern auch dank der barocken Bauten zum UNESCO-Welterbe zählt. Bereits in der Antike war Messina besiedelt, eine Stadt, die von historischen Sakralbauten und Palazzi geprägt ist. Die Altstadt von Palermo ist ebenso sehenswert, die das malerische Cefálu, ein idyllischer Badeort mit Traumstränden in der Umgebung. Und wer sich für die Antike der Region interessiert, sollte das historische Taormina mit seinem Theater nicht verpassen.

Centre-Val de Loire – Verzaubernde Städte und Schlösser an der Loire

Direkt im Herzen Frankreichs, südlich der Hauptstadt Paris, entfaltet sich die Region Centre-Val de Loire. Sie bietet auch dank der Loire, ihren Ufern mitsamt Schlössern und der sie umgebenden natürlichen Region ein attraktives Kontrastprogramm zur französischen Hauptstadt. Orléans, Tours, Chartres – historische Städte gibt es auch hier in ausgeprägter Zahl, was für eine Region sorgt, die sich an verschiedenste touristische Zielgruppen richtet. Und mitten im Zentrum verläuft die Loire mit ihren verzaubernden Schlössern – vom prachtvollen Renaissanceschloss Chambord bei Blois über das historische Wasserschloss Chenonceau bis zu den majestätischen Gemäuern des Schlosses Villandry bei Tours. Romantisches Urlaubsflair verbreitet sich so an den markanten Ufern des Loiretals. Hervorragende Gründe, zum Centre-Val de Loire zu reisen.

Orléans, Tours und co. – Besuchenswerte Ballungsräume der Region

Kathedrale von Bourges
Kathedrale von Bourges, Bild: Joaquin Ossorio Castillo / shutterstock

Im Centre-Val de Loire breiten sich keine Millionenstädte aus, die Nähe zu Paris unterstreicht jedoch die zentrale Lage der Region. Zu den bevölkerungsreichsten Städten zählen Tours mit etwa 135.000 Einwohnern, Orléans mit seinen knapp 115.000 Bewohnern, sowie Bourges (ca. 65.000) und Blois (etwa 45.000). Das szenisch gelegene Loiretal und die schönen ländlichen Regionen drumherum sind das natürliche Highlight der Region. Mit Tours und Orléans entfalten sich hier zugleich bedeutende historische Städte. Beide liegen im Herzen der Region und werden von der Loire durchflossen, was Besuchern eine komfortable Ausflugsroute entlang des Flusstals ermöglicht.

Tours an der Loire wurde bereits in der Antike durch die keltischen Turonen besiedelt, in der heutigen Stadtregion existierte bereits in römischer Zeit eine Siedlung namens Caesarodunum, der Cäsarenhügel. Im Herzen der Stadt lassen sich zahlreiche historische Bauten entdecken, die an die lange Geschichte von Tours erinnern. Zu den prachtvollsten Bauwerken gehört die gotische Kathedrale von Tours, die im frühen 13. Jahrhundert entstand. Die Stadt an der Loire ist bekannt für ihre Museen – darunter das Musée de beaux-arts de Tours mit Gemälden vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Bekannt auch für sein Weinanbaugebiet, gehört Orléans zu den wichtigsten Städten der Region. Eng verknüpft mit prominenter Historie von den Merowingern bis zu Jeanne d’Arc, warten im heutigen Zentrum zahlreiche historische Bauten. Von der Kathedrale von Orléans über das Musée de Beaux-Arts bis zu Grünflächen wie dem Parc floral de la Source – Orléans liefert beste Gründe für eine touristische Einkehr.

Die romantischen Schlösser des Centre-Val de Loire

Loireschloss Amboise
Loireschloss Amboise, Bild: Ralf Gosch / shutterstock

Fällt der Name Leonardo da Vinci, dann erwachen vor allem Assoziationen mit der florentinischen Renaissance. Kunst- und Geschichtsfans wissen jedoch, dass der weltberühmte Schöpfer der Mona Lisa in den letzten Jahren seines Lebens in einem Loireschloss im Centre-Val de Loire verbrachte. Nicht einmal einen Kilometer vom Loireschloss Amboise entfernt, liegt die historische Prachtresidenz Schloss Le Clos Lucé, ein Highlight der Region. Dieses auch, weil hier Leonardo im frühen 16. Jahrhundert mit drei seiner Werke – Anna selbdritt (1503–1519), Johannes der Täufer (1513-1516) sowie die weltberühmte Mona Lisa (1503-1506) für seine letzte Schaffensperiode einkehrte.

Das Loiretal des Centre-Val de Loire ist voll solcher historischer Prachtschlösser. Wie erwähnt: Nur etwa 500 Meter von Leonardos einstiger Unterkunft ruht das gigantische Schloss Amboise, das zu den historischen Monumenten des Loiretals in der gleichnamigen Stadt zählt. Ganz oben auf der Liste der berühmtesten Schlösser der Region befindet sich das Schloss Chambord, dass im 16. Jahrhundert als Jagdschloss für König Franz I. entstand – und heute vielen mit seiner prachtvollen Renaissancearchitektur als vielleicht schönstes der Loireschlösser gilt. Im örtlichen Loiretal ruht auch das Wasserschloss Chenonceau, das zu den schönsten und eindrucksvollsten Wasserschlössen der Welt gehört.

Hunderttausende Touristen zieht es jährlich allein zu dieser Anlage, welche auch dank der einflussreichen historischen Besitzerinnen wie der Herzogin Diane de Poitiers und der französischen Königin Katharina von Medici den Spitznamen Château des Dames – Schloss der Damen – erhielt. Bei Tours wartet, nicht weniger interessant, das Schloss Villandry, das zu den späten Bauwerken der Renaissance an der Loire zählt. Auffällig sind vor allem die prachtvollen historischen Zier- und Gemüsegärten, welche für ein besonderes ästhetisches Flair sorgen und unterstreichen: Das Centre-Val de Loire ist ein Paradies für jene, die sich für historische Schlösser Frankreichs interessieren.

Natur, Historie und Kulinarik im Centre-Val de Loire

Einst existierten im heutigen Centre-Val de Loire die drei historischen Landschaftsregionen Orléanais, Berry und Touraine. Entsprechend heterogen präsentiert sich die Kultur der Region, die zahlreiche touristische Facetten vorzuweisen hat. Lange nur unter dem Namen Centre bekannt, ist das Centre-Val de Loire erst seit 2015 unter der gegenwärtigen Bezeichnung offiziell anerkannt. Das schöne Loiretal prägt die Natur der Region, die für ihren Mix aus begrünten Flusslandschaften und historischer Architektur beste Gründe für ein touristisches Verweilen liefert. Denn das Loiretal gehört ohne Zweifel zu den schönsten Naturlandschaften Frankreichs – nicht umsonst wurde es im Jahr 2000 mit seinen Kulturlandschaften zum UNESCO-Weltkuturerbe. Von historischen Gartenanlagen über szenische Wanderrouten zu den Schlössern – langweilige Urlaubsreisen sind hier kaum zu erwarten. Dafür sorgen auch die kulinarischen Highlights der Region. Entlang des Flusstals entfalten sich zahlreiche Weinberge, die eine exquisite Weinregion beherbergen – mit Weinen von Trauben wie Cabernet Sauvignon oder Pinot Noir. Frisches Gemüse, Pilze und Fleisch von regionalem Wild: Die Küche des Loiretals präsentiert sich so naturnah wie die örtliche Geographie. Sightseeing, Wandertouren, Radtouren oder kulinarische Touren – das Centre-Val de Loire verspricht so einen naturnahen Kultururlaub im Herzen Frankreichs.

Die beliebtesten Nationalparks der USA

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Die USA sind das Land der ältesten, größten und bekanntesten Nationalparks der Welt. Fast alle legendären Großlandschaften und Naturräume der USA finden sich in ihren Nationalparks wieder. Die Kombination aus Natur und gut entwickelter touristischer Infrastruktur ist weltweit unerreicht. Nicht zu Unrecht sind viele Nationalparks der USA beliebte Ziele für Einheimische und Touristen aus aller Welt. Einige Nationalparks sind besonders legendär und sehenswürdig. Die folgenden Parks sind in der Planung für eine Reise in die Vereinigten Staaten definitiv eine Überlegung wert.

1. Yellowstone–Nationalpark

Grand Prismatic Spring im Yellowstone-Park
Grand Prismatic Spring im Yellowstone-Park, Bild: Anders Riishede / shutterstock

Der Yellowstone-Nationalpark wurde im Jahr 1872 gegründet und ist somit der weltweit älteste Nationalpark. Mit jährlichen Besucherzahlen von über 4 Millionen ist der Park außerordentlich beliebt, besonders unter Berücksichtigung seiner Lage fernab von den Populationszentren der USA. Der Großteil des Yellowstone-Nationalparks liegt in Wyoming, Montana und Idaho beherbergen kleinere Teile des Parks.

Zu den Sehenswürdigkeiten gehören zahlreiche geologische Sehenswürdigkeiten. Der Yellowstone-Nationalpark liegt in einer vulkanisch äußerst aktiven Region. Es können heiße Quellen, Geysire und spektakuläre Gesteinsformationen bewundert werden.
Die zweite Hauptattraktion ist die Fauna der Region. Durch Schutz- und Wiederansiedlungsmaßnahmen besteht im Yellowstone-Nationalpark die Chance auf Sichtungen von Grizzlybären, Schwarzbären und Wölfen. Die imposanten Bisons und Wapiti-Hirsche bekommen wohl die meisten Besucher zu Gesicht.

2. Yosemite-Nationalpark

Yosemite Nationalpark
Der Yosemite Nationalpark, Bild: cb_travel / shutterstock

Der Yosemite-Nationalpark besticht durch seine absolut atemberaubende Landschaft. Durch seine Lage etwa 300 km östlich von San Francisco ist er für viele Kalifornien-Urlauber ein erreichbares und lohnenswertes Ziel. Den Kern des Parks bildet ein breites Tal, welches von beeindruckenden Felsformationen gesäumt wird.

Besonders für Wanderer und Abenteuersportler ist der Yosemite-Nationalpark interessant. Das Wegenetz ist besonders gut ausgebaut. Eine zentrale Rolle spielte der Park in der Entwicklung des modernen Klettersports und in der Geschichte des Basejumpings. Die Landschaft des Parks lässt sich selbstverständlich auch ohne einen Hang zum Adrenalin genießen. Die Wälder, Felsen und Wasserfälle laden zum Entspannen ein. Der Park gehörte zu den Lieblingsmotiven von Ansel Adams, einem der berühmtesten Landschaftsfotografen aller Zeiten.

3. Great-Smoky-Mountains-Nationalpark

Mit weit über 10 Millionen Besuchern pro Jahr ist der Great–Smoky-Mountains-Nationalpark der meistbesuchte Nationalpark der USA. Der Park liegt in den US-Bundesstaaten Tennessee und North Carolina. Die Landschaft des Parks besteht aus sanften Bergen, die mit einem der intaktesten Urwälder östlich des Mississippi überzogen sind. In den Tälern finden sich unberührte Gebirgsbäche.

Besucher können ein großes Netz an Wanderwegen erwarten, auf denen sich die Besuchermassen gut verteilen. Die Ausblicke von den Straßen des Parks sind legendär. Durch den Great-Smoky-Mountains-Nationalpark führt ein Abschnitt des Appalachian Trails, dem weltweit bekanntesten Fernwanderweg. Besucherzentren informieren Parkbesucher auch über die lange Siedlungsgeschichte der amerikanischen Ureinwohner auf den Gebieten des Nationalparks. Der Great-Smoky-Mountains-Nationalpark ist besonders bei US-Amerikanern beliebt, für viele Touristen bleibt er eher ein Geheimtipp.

4. Everglades-Nationalpark

Everglades Nationalpark
Everglades Nationalpark, Bild: GagliardiPhotography / shutterstock

Klimatisch und landschaftlich ist der Everglades-Nationalpark ein großer Sprung von den zuvor beschriebenen Parks. Durch seine Lage in Florida ist er aber von vielen beliebten Urlaubszielen in unmittelbarer Reichweite und zweifelsohne einen Besuch wert. Der Everglades-Nationalpark umfasst ein tropisches Sumpfgebiet, welches Floridas Binnenland zur Küste hin entwässert. Es gibt zahlreiche Wasserläufe, dichte Schilfbestände und trockene, bewaldete Inseln. Besucher sehen Alligatoren, tropische Vögel und eine auf ihre Art beeindruckende Landschaft. Die Erkundung des Nationalparks auf eigene Faust gestaltet sich schwierig, da man auf spezielle Wasserfahrzeuge angewiesen ist. Es gibt ein breites Angebot an geführten Touren durch den Everglades-Nationalpark.

Durch menschliche Eingriffe ist das Ökosystem der Everglades stärker bedroht als die meisten anderen Nationalparks der USA.

5. Death-Valley-Nationalpark

Death Valley Nationalpark
Death Valley Nationalpark, Bild: Ernst Prettenthaler / shutterstock

Im Death-Valley-Nationalparks bekommen Besucher einen Einblick in die Wüstenlandschaft Kaliforniens und Nevadas. Der Park ist ein Ort der Superlative: Hier wurde die höchste Lufttemperatur überhaupt gemessen und hier befindet sich der tiefst gelegen Ort der USA.
Der Death-Valley-Nationalpark ist von den beliebten Reisezielen Las Vegas und Los Angeles aus gut zu erreichen. Die Erkundung erfolgt am besten aus dem klimatisierten Auto heraus. Touristen, die die Gefahren durch die Hitze unterschätzen, verursachen jährlich aufwendige Rettungseinsätze.

Die Wüstenlandschaft des Death-Valley-Nationalparks ist ein einmaliges Erlebnis. Touristen sehen einen Wechsel aus schroffen Felsen und riesigen Dünenlandschaften. Der Park ist von dem Zusammenspiel von unerbittlicher Sonne und trockenen Winden geprägt.

6. Denali-Nationalpark

Denali Nationalpark in Alaska
Denali Nationalpark in Alaska, Bild: Marc Cappelletti / shutterstock

Mitten in der Wildnis Alaskas befindet sich der Denali-Nationalpark. Der Park ist so groß wie das Bundesland Brandenburg und wird nur von einer Straße erschlossen. Landschaftlich wird der Nationalpark von seinem Namensgeber, dem Berg Denali, dominiert. Rund um den höchsten Berg Nordamerikas befinden sich Nadelwälder und steppenartige Graslandschaften.

Besucher sollten auf jeden Fall Erfahrung in der Wildnis gesammelt haben, bevor sie den Park selbstständig erkunden. Die Abgelegenheit und die hohe Dichte an Grizzlybären machen Wanderungen im Denali-Nationalpark nicht ganz ungefährlich. Der Nationalparkservice bietet für Touristen jedoch auch geführte Wanderungen und andere Veranstaltungen an. Für Alaska-Reisende gehört der Denali-Nationalpark zum Pflichtprogramm.

7. Grand-Teton-Nationalpark

Grand Teton Nationalpark, Wyoming
Grand Teton Nationalpark, Bild: Bitter Buffalo Photo / shutterstock

Der Grand-Teton-Nationalpark liegt in Wyoming südlich des Yellowstone-Nationalparks. Im Vegleich mit seinem großen Bruder muss sich dieser Park keineswegs verstecken. Der Grand-Teton-Nationalpark umfasst die Bergkette der Tetons, die schroff die typische Prärie der westlichen USA überragt. Der Grand-Teton-Nationalpark ist deutlich ruhiger als der Yellowstone-Nationalpark. Es lassen sich dieselben Tierarten beobachten: Grizzlybären, Wölfe, Bisons, Elche und Wapiti-Hirsche. Zusätzlich sind auch Gabelböcke (engl.: Pronghorns) zu sehen, die zweitschnellsten Landtiere der Welt.

Der Park wird von einem großen Netz an Wanderwegen erschlossen. Zudem ist das unmittelbar angrenzende Bergstädtchen Jackson sehr sehenswert.

8. Olympic-Nationalpark

Olympic-Nationalpark
Olympic-Nationalpark, Bild: Galyna Andrushko / shutterstock

Der Olympic-Nationalpark befindet sich unmittelbar an der kanadischen Grenze im US-Bundesstaat Washington. Hier treffen die Pazifikküste, Berge und Regenwälder unmittelbar aufeinander. Besonders von Seattle aus ist der Park einen Abstecher wert.

Die Wälder des Parks gehören zum einzigartigen Ökosystem der gemäßigten Regenwälder. Durch das Pazifikklima fällt im Olympic-Nationalpark eine sehr große Menge von Niederschlag, bei ganzjährig milden Temperaturen. Im Zentrum des Parks liegen die schroffen, gletscherbedeckten Gipfel der Olympic-Mountains. Besucher des Parks können das ganze Spektrum von naturnahen Aktivitäten ausnutzen. Besonders beliebt sind etwa Wandern, Mountainbiking und Angeln.

9. Sequoia-Nationalpark

Mammutbäume im Sequoia-Nationalpark
Mammutbäume im Sequoia-Nationalpark, Bild: Jeison Jaramillo / shutterstock

Aus dem Sequoia-Nationalpark in Kalifornien stammen die weltberühmten Bilder der gewaltigen Mammutbäume. Die uralten Wälder aus diesen Bäumen bilden die Hauptattraktion des Parks. Einige der Bäume sind über 80 m hoch und erreichen Durchmesser von über 10 m.

Unmittelbar grenzt auch der King’s-Canyon-Nationalpark an, der gemeinsam mit dem Sequoia-Nationalpark verwaltet wird. Hier treffen Wüstenlandschaften und Berglandschaften der Sierra Nevada aufeinander. Die Gebiete der beiden Parks gehörten zu den Zentren des kalifornischen Goldrausches, der die Besiedlung der Region vorantrieb. Von Los Angeles und San Francisco aus sind die Parks in einem halben Tag zu erreichen.

10. Zion-Nationalpark

Zion-Nationalpark
Zion-Nationalpark, Bild: Kris Wiktor / shutterstock

Der Zion-Nationalpark gehört außerhalb der USA eher zu den weniger bekannten Nationalparks. Er liegt in Südwesten Utahs und befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Grand Canyon und dem Bryce-Canyon-Nationalpark. Für Reisende im Südwesten der USA gehört der Zion-Nationalpark zu den besten Zielen.

Den Kern des Zion-Nationalparks bildet eine tiefe Schlucht, die von Sandsteinklippen gesäumt wird. Hier trifft eine grüne Auenlandschaft in der Sohle der Flucht auf die umliegende Wüste. Im Tal ist es auch im Sommer überraschend kühl. Ein Highlight sind die „Narrows“, ein besonders enger Abschnitt der Schlucht, der nur zu Fuß durch das Wandern im Fluss erreicht werden kann.

Die Vielfalt der Nationalparks in den USA entspricht der kulturellen und landschaftlichen Vielfalt des Landes. Jeder Nationalpark für sich ist sehenswert, leider ist ein normales Leben wohl meist zu kurz, um sie alle zu besuchen. Diese zehn Parks bilden das Spektrum der Naturlandschaften der USA besonders gut ab und sind so für Besucher besonders interessant.

Bizarre Bergwelten und viel Kultur – die Region Friaul-Julisch Venetien weiß zu begeistern

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Italien ist und bleibt ein Land der Sehnsucht für viele Menschen weltweit. Und das ist nur zu verständlich, denn dieser Flecken Erde im Süden von Europa gehört landschaftlich zu den schönsten Gebieten.

Zudem bietet Italien durch seine einzigartige Form, die auch gerne mit einem Stiefel verglichen wird, die unterschiedlichsten Eindrücke und Naturformen. Von den majestätischen Bergen des Nordens über die liebliche Mitte und den mediterranen Süden ist alles dabei. Im Nordosten des Landes befindet sich die Region Friaul-Julisch Venetien. Sie grenzt an die Nachbarländer Österreich und Slowenien sowie das Adriatische Meer und ist geprägt durch die bizarren Bergwelten der Dolomiten und bekannt für berühmte Weingüter, die ihren Weißwein in die ganze Welt exportieren.

Das Besondere an der Region Friaul-Julisch Venetien

In dieser Region Italiens ist die Natur der Hauptakteur und gleichzeitig die große Attraktion. Daher wird dieser Bereich auch besonders von Menschen bereist, die die einmalige Umgebung der Berge schätzen und diese aus den verschiedenen Blickwinkeln kennenlernen möchten.

Doch hat die Landschaft nicht nur verschiedenste Bergformationen zu bieten, sondern im Süden befinden sich obendrein viele Strände entlang der Adriaküste. Mit Lignano Sabbiadoro gibt es einen wunderschönen und beliebten Badeort, in welchem die Sonne Italiens und das berühmte dolce vita genossen werden kann.

Triest, Italien
Das malerische Triest, Bild: leoks / shutterstock

Kilometerlange Strände mit goldgelbem Sand laden hier zum Verweilen, spazieren gehen und Baden ein und machen diesen Bereich zu einem wahren Sonnenparadies. Besonders die Lagune von Maranao, die durch viele Inseln vom offenen Meer getrennt liegt, ist ein wundervoller Ort, um die traumhafte und ursprüngliche Natur zu genießen. Und auch im Winter ist diese Region ein beliebtes Urlaubsgebiet, denn die Berge im Norden versprechen Ski begeisterten Menschen großen Spaß und beste Bedingungen für viel Freude auf und abseits der Pisten und Wanderwege.

In Friaul-Julisch Venetien ist jede Art von Aktivurlaub möglich und für Kunstinteressierte bieten die unterschiedlichen Städte dieses Gebietes einen zusätzlichen Anreiz, um diesen Bereich Italiens umfangreich zu bereisen.

Und auch die wechselvolle Geschichte dieser Region hat dazu beigetragen, dass sich hier ein Mikrokosmos aus verschiedenen Kulturen bilden konnte, die alle nebeneinander und miteinander existieren.

So war die Hauptstadt Triest einmal österreichisch-ungarisch, dann jugoslawisch und wieder italienisch. Alle Kulturen haben in diesem Bereich ihre Spuren hinterlassen und diese sind auch heute dort noch deutlich zu sehen und zu spüren.

Welche Sehenswürdigkeiten bietet das Gebiet?

Die Hafenmetropole Triest, die gleichzeitig die größte Stadt der Region darstellt, ist der kulturelle Ausgangspunkt einer Reise durch das Friaul-Julisch Venetien. Durch den bedeutsamen Einfluss der Habsburger in dieser Hauptstadt wird sie auch als „Wien der Adria“ bezeichnet und der Baustil dieser Epoche ist an vielen Orten deutlich erkennbar.
Triest selbst ist schon aufgrund ihrer Lage einen Besuch wert und an vielen Punkten der Stadt finden Besucher einen traumhaften Ausblick über den Hafen und das Meer sowie eine große Anzahl an historisch interessanten Gebäuden und Kunstschätzen.

Das Castello di Miramare, gehört ebenso dazu wie das Castello san Giusto, der Palazzo Pitteri und die vielen Museen und anderen bedeutenden Plätze in und um die Stadt.

Udine, Friaul-Julisch Venetien
Alte italienische quadratbögen und Architektur in der Stadt Udine, Friaul-Julisch Venetien, Bild: xbrchx / shutterstock

Aquileia ist eine weitere kulturelle Stätte, die bei einem Besuch am Golf von Triest nicht fehlen sollte. Dieses Städtchen, welches seit 1998 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, ist bekannt für die mittelalterliche Basilika und ihre römischen Ausgrabungen. Ein Freilichtmuseum der besonderen Art und für alle an Archäologie interessierten Besucher ein unvergessliches Erlebnis. Ebenfalls sehenswert ist die Stadt Grado, die auf einer Insel im Golf von Venedig liegt und neben wunderschönen Stränden besonders mit einer historischen Altstadt im venezianischen Stil zu begeistern weiß.

Wieder weiter im Landesinneren befindet sich Udine. Eine Stadt mit Plätzen, wie sie auf den schönsten Italien-Postkarten abgebildet sind und in der Besucher neben dem eindrucksvollen Castello außerdem viele weitere interessante Bauwerke vorfinden.
Neben den Werken des Malers Tiepolo ist Udine zusätzlich bekannt für Kunst, Antiquitäten und Schmuck, die in der hübschen Altstadt überall zum Kauf angeboten werden.
Und in den vielen Restaurants der Stadt können die verschiedenen Weine der Region genossen und verkostet werden, während das Treiben auf den Plätzen und die laue Luft zum Träumen und Beobachten einladen.

Überhaupt sind die Friauler Speisen ein großer Genuss, denn die unterschiedlichen Einflüsse aus der slawischen, österreichischen und italienischen Küche verbinden sich zu einer exquisiten Mischung. Der als weltweite Marke eingetragene Schinken „San Daniele“ ist in Udine an allen Ecken zu verkosten und zu kaufen.

Im Westen der Region findet sich die drittgrößte Stadt Pordenone, die durch ihre Arkaden, Paläste und die historische Altstadt viel Potenzial für einen schönen Tagesausflug bietet.
Dies gilt auch für Gorizia, die sogenannte Zwillingsstadt, die direkt an der slowenischen Grenze von ihrer zweiten Hälfte Nova Gorica nur durch einen Fluss und die Landesgrenze getrennt wird.

2025 werden beide Städte die Kulturhauptstadt Europas sein und somit noch mehr Ruhm und Aufmerksamkeit bekommen.

Tipps rund um eine Reise nach Friaul-Julisch Venetien

Aufgrund ihrer bewegten Geschichte ist diese italienische Region ein Schmelztiegel für verschiedene Kulturen. Dies drückt sich obendrein in den dort angesiedelten Sprachen aus. Neben der Landessprache italienisch sind hier auch das Friaulisch, Slowenisch und Deutsch als Stile anerkannt.

Um einen Urlaub in dieser so vielfältigen Region zu verbringen, ist eine gute Planung sinnvoll, um den Besuch bestmöglich zu gestalten.