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Mittwoch, Januar 14, 2026
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Entdecken Sie die Magie der Jakobswege in Deutschland – Wandern und Genießen!

Wandern bringt nicht nur gesundheitlichen Nutzen, sondern auch die Möglichkeit, die Schönheit der Natur unmittelbar zu erfahren. Besonders Wander- und Pilgerwege bieten eine Flucht aus dem Alltag und ermöglichen es, den Geist zur Ruhe kommen zu lassen. Rheinhessen war schon im tiefsten Mittelalter ein Zwischenstopp für abenteuerlustige Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela. Heute gibt es dort mehrere Jakobswege, die durch eine bezaubernde Natur mit sanften Hügeln und Weinbergen führen. Die Region ist bekannt für ihre hervorragenden Weißweine, insbesondere den Rheinhessen Riesling. Die rheinhessischen Jakobswege erstrecken sich über etwa 200 Kilometer und bieten abwechslungsreiche Routen durch diese wunderschöne Gegend. Auf den Wandertouren kann man an idyllisch gelegenen Flüssen wie dem Rhein oder Selz entlanglaufen sowie pittoreske Dörfer passieren.

Nachfolgend präsentieren wir eine Auswahl der schönsten Jakobswege in Rheinhessen:

Von Worms nach Metz: Die himmlische Klosterroute

Die Klosterroute Worms-Metz ist eine historische Handelsstraße der Kelten und Römer, gesäumt von Klöstern und Kirchen. Sie entführt den Besucher auf eine spannende Reise durch alte Handelsrouten und religiöse Stätten. Mit ihren historischen Highlights und landschaftlichen Schönheiten ist sie ein lohnendes Abenteuer für Wanderer und Geschichtsinteressierte. Man kann den Weg leicht finden, da er mit gelben Pfeilen und der Europamuschel markiert ist. Es gibt zwei Varianten: die Nordspange und die Südspange.

Lange Route Nordspange (mittelschwere Route):

Die Nordspange besteht aus insgesamt vier Abschnitten. Der erste Abschnitt erstreckt sich über etwa 21 km von Worms nach Harxheim im Zellertal. Startpunkt ist das Südportal des Doms. Auf dieser Strecke gibt es einige Highlights zu entdecken, unter anderem das Lutherdenkmal, den Vogellehrpfad in Monsheim und die Wallfahrtskirche des Heiligen Philipp in Zell.

Der zweite Abschnitt führt auf ca. 21 km von Harxheim nach Steinbach am Donnersberg. Unterwegs kommt man an dem ältesten sakralen Bauwerk der Pfalz in Bubenheim vorbei sowie am ehemaligen Kloster Münsterdreisen. Besonders interessant ist auch die Jugendherberge mit dem angrenzenden Keltendorf, wo man Einblicke in alte keltische Siedlungen erhalten kann.

Die dritte Etappe führt auf ungefähr 20 km von Steinbach nach Otterberg. Zu den Höhepunkten dieser Strecke zählen das Bergmannsdorf Irmsbach, die Kaiserstraße in Alsenbrück sowie die Rochuskapelle in Schallodenbach und die ehemalige Zisternenkirche in Otterberg.

Der längste Abschnitt ist der vierte Teil von Otterberg nach Landstuhl mit einer Länge von 32 km. Über der Stadt Landstuhl thront die beeindruckende Burg Nanstein als absolutes Highlight dieser Route. Auch einen Besuch wert ist die zwischen 1862 und 1863 erbaute Stadtkirche. Die größere Route der Nordspange endet schließlich in Landstuhl, wo sie auf die Nordroute des Pfälzer Jakobsweges trifft, der weiter nach Frankreich führt.

Kurze Route Südspange (mittelschwere Route):

Die kleinere Route mit etwa 79 km führt von Worms über Harxheim, Eiswoog, Kaiserslautern nach Gelterswoog. Wir starten am Südportal des Doms in Worms, eine der bedeutendsten romanischen Kirchen in Deutschland und gehen in Richtung Pfrimm, einem Nebenfluss des Rheins. Der Weg führt entlang des Bachlaufs bis zum Panoramaweg Zell und dann weiter zu den Weinbergen bis nach Harxheim. Unterwegs ist es möglich, durch das Ortszentrum von Monsheim zu laufen oder daran vorbeizugehen.

Vorbei am ehemaligen Kloster Ramosa, ein Zisternenkloster aus dem 12. Jahrhundert gelangen wir zum malerischen Stausee Eiswoog, wo man wieder entlang eines Baches, der Alsenzquelle, wandern kann. Letztendlich biegen wir auf der Route in Richtung Kaiserslautern ab. Einer der letzten Höhepunkte vor Erreichen des Ziels ist die Rochuskapelle aus dem 15. Jahrhundert. Sobald man den im 18. Jahrhundert angelegten Stausee Gelterswoog erreicht hat, trifft man auf die Nordroute von Speyer nach Hornbach.

Von Zell nach Standenbühl: Eine abenteuerliche Pilgerreise

Der Jakobs-Pilgerweg von Zell nach Standenbühl ist eine abwechslungsreiche Strecke, die zahlreiche historische und kulturelle Attraktionen bietet. Der Abschnitt zwischen Zell und Standenbühl erstreckt sich über etwa 22 Kilometer und ist Teil der Klosterroute von Worms nach Metz. Er beginnt in der Wallfahrtskirche des heiligen Philipp in Zell, einer romanischen Basilika aus dem 12. Jahrhundert.

Von dort führt er durch Harxheim, wo man das älteste religiöse Bauwerk der Pfalz, die Dorfkirche Sankt Peter aus 1060 in Bubenheim besichtigen kann, bis hin nach Steinbach am Donnersberg, wo man das Keltendorf sowie den Keltengarten auf dem höchsten Berg der Pfalz bestaunen kann. Anschließend geht es weiter nach Otterberg, mit einem Zwischenstopp an der zisterziensischen Kirche aus dem 13. Jahrhundert, die zu den größten gotischen Kirchen in Rheinland-Pfalz zählt. Diese erlebnisreiche Etappe endet in Standenbühl.

Von Steinbach bis Wartenberg-Rohrbach: Ein Weg voller Überraschungen

Weinberge in Rheinhessen
Wandern in der Weinanbauregion Rheinhessen, Bild: A. Emson / shutterstock

Der Jakobsweg von Steinbach am Donnersberg bis Wartenberg-Rohrbach ist ebenfalls Teil der Klosterroute Worms-Metz, die Rheinhessen, Pfalz, Saarland und Lothringen miteinander verbindet. Auf dieser 14 km langen und einfach zu bewältigenden Strecke kommen Wandersleute an einigen interessanten Orten vorbei. Zum Beispiel am Hahnweilerhof in Börrstadt, der zur Ortsgemeinde Börrstadt gehört. In Imsbach lohnt sich ein Abstecher ins Bergbaumuseum, um sich dort spannende Exponate anzuschauen. Danach geht es weiter durch den Winnweiler Ortsteil Alsenbrück und schließlich nach Lohnsfeld bis hin nach Rohrbach.

Hier kann man die Höhen und Tiefen des Pfälzer Waldes, die ausgedehnte und fruchtbare Landschaft des Zellertals, die friedvolle Stille am Eiswoog sowie das reiche Erbe der historischen Dörfer und Kirchen in vollen Zügen erleben. Die Landschaft entlang dieser Route ist geprägt von einer Mischung aus Wäldern, Wiesen, Feldern, Weinbergen, Bächen und Seen. Hier ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten zur Beobachtung von Pflanzen- und Tierwelt sowie zum Entspannen der Seele.

Unser Buchtipp: Jakobswege Rheinhessen – Wandern auf historischen Pilgerpfaden

Wer noch mehr über die Wanderwege ich Deutschlands größtem Weinanbaugebiet erfahren möchte, dem empfehlen wir den Reiseführer “Jakobswege Rheinhessen” von Frank Hamm, erschienen im Peter Meyer Verlag (ISBN 978-3-89859-336-6).

Das Buch bietet Wander-Informationen für 17 Touren: 8 bequeme Jakobsweg-Etappen von Mainz über Bingen nach Worms, 2 Alternativrouten bei Wörrstadt und 7 Rundwege als Ortsschleifen. Zudem erhält der Leser kulinarische Empfehlungen, Übernachtungsmöglichkeiten, genaue Karten mit GPX-Daten sowie die Informationen zu den Pilgerstempelstationen.

Mein Buch „Jakobswege Rheinhessen“ ist eine Hommage an meine Heimat und seine kulturelle Geschichte und Vielfalt. Neben ausführlichen Tourenbeschreibungen und Tipps gebe ich einen Überblick über die Entwicklung der Region von vor Millionen von Jahren bis heute. In kleinen Essays erfährt der Leser Hintergründe wie den Unterschied zwischen Gutsschänke und Straußwirtschaft, was Heidenturmkirchen sind und warum Pilger nicht mit dem Schiff fuhren und was Simultankirchen sind.
 
Auf den Spuren von Pilgern habe ich Städte, Dörfer, Hügel und Täler Rheinhessens erkundet und dabei viel Neues über meine Heimat erfahren.
Frank Hamm

Zum Inhalt:
Der Jakobsweg beginnt in Rheinhessen vor der Haustür. Wer zu sich selbst pilgern, aber dafür nicht erst nach Spanien reisen möchte, dem bietet ein neuer Reiseführer des Saulheimer Peter Meyer Verlags wertvolles Wissen und praktische Tipps.

Schon im Mittelalter war Rheinhessen Durchgangsstation für Pilger mit dem entlegenen Ziel Santiago de Compostela. In seinem Wanderführer lädt Autor Frank Hamm Pilgerinnen, Pilger und alle, die es werden wollen ein, die heimische Weinberglandschaft mit ihren vielen idyllischen Ortschaften zu erkunden.

Hier verbindet der Jakobsweg das Städtedreieck Mainz – Bingen – Worms. Römische Ausgrabungen, Burgen und alte Dorfkirchen dokumentieren das reiche Erbe dieser alten Kulturlandschaft. In 17 Etappen- und Rundtouren werden die rund 200 Kilometer der
rheinhessischen Jakobswege mit Fotos, Routenkarten und Höhenprofilen in Szene gesetzt. Die handlich zugeschnittenen Etappen bieten bei malerischen Ausblicken reichlich Gelegenheit zur inneren – und kulinarischen Einkehr.

Pilger und Tageswanderer erhalten ausreichend praktische Informationen. Unterkünfte, Einkauf- und Einkehrmöglichkeiten lassen sich im Buch nachschlagen, ebenso die An- und Abreise mit Bahn und Bus. Das Buch „Jakobswege Rheinhessen“ inspiriert dazu, gerade auch die Heimat zu Fuß kennenzulernen – umweltfreundlich und auf neuen
Wegen.

Der nachhaltig produzierte Reiseführer vereint Handlichkeit mit umfangreichen Informationen und ist im Buchhandel für 22 Euro erhältlich.

Die besten Aquaparks in Deutschland

Aquaparks sind ein lohnenswertes Ausflugsziel für die ganze Familie. Sie bieten Spaß, Entspannung, Abenteuer und eine Fülle an Attraktionen. Dazu zählen Wellenbäder, Whirlpools, Saunalandschaften, Strömungskanäle und Wasserrutschen. Oft stehen auch Angebote für Fitness und Wellness zur Verfügung. Viele Bäder überzeugen zudem mit einem tropischen Flair und eine malerischen landschaftlichen Lage. Zudem gibt es einige Aquaparks mit Hotel – So lohnt sich auch eine etwas längere Anfahrt.

Im Folgenden werden die zehn besten Aquaparks in Deutschland vorgestellt.

Tropical Islands Resort Krausnick (Brandenburg)

Das Tropical Islands Resort im brandenburgischen Krausnick ist als tropische Urlaubswelt gestaltet. Es bietet eine Fülle an Wasserattraktionen für Jung und Alt. Das Bad ist mit zahlreichen Rutschen und Pools ausgestattet. Außerdem gibt es Spa-Angebote, verschiedene Saunen und einen Kinderbereich. Für exotischen Urlaubsspaß mit der ganzen Familie ist das Tropical Islands Resort Krausnick zu empfehlen.

Wonnemar Wismar (Mecklenburg-Vorpommern)

Das Wonnemar gehört zu den größten Aquaparks in Norddeutschland. Auf rund 15.000 Quadratmetern haben die Besucher die Wahl zwischen verschiedenen Wasserattraktionen und Rutschen. Dazu gehören auch die 120 Meter lange Riesenrutsche und eine Loopingrutsche. Ein echtes Highlight ist das Wellenbad, das über eine der größten Wellenmaschinen in Europa verfügt. Für die kleinen Besucher gibt es ein Kinderparadies und ein Indoor-Spieleparadies. Darüber hinaus hat das Wonnemar in Wismar eine große Saunalandschaft mit neun verschiedenen Dampfbädern und Saunen. Auch Cafés und Restaurants sind in den Aquapark integriert.

Therme Erding (Bayern)

Wer Lust auf ein vielfältig ausgestaltetes Thermalbad hat, wird sich für die Therme Erding interessieren. Dort gibt es eine riesige Saunalandschaft sowie zahlreiche Rutschen und Pools. In Form einer Kinderzone, eines Wasserspielplatzes und eines Wellenbades sind auch Attraktionen für Kinder und Familien vorhanden.

Badeparadies Schwarzwald in Titisee-Neustadt (Baden-Württemberg)

Das Badeparadies in Titisee-Neustadt überzeugt mit einer idyllischen Lage mitten im Schwarzwald. Besuchern können zwischen echten Palmen vielfältige Attraktionen in Anspruch nehmen. Es gibt einen Spabereich und eine Saunawelt mit 12 thematischen Dampfbädern und Saunen sowie karibischen Ruheplätzen. Darüber hinaus wartet das Badeparadies Schwarzwald mit zahlreichen Pools und Poolbars auf. Für Groß und Klein sind außerdem Rutschen und Wasserspiele vorhanden.

Spreewelten in Lübbenau (Brandenburg)

Das Erlebnisbad Spreewelten ist in die herrliche Landschaft des Spreewaldes eingebettet. Es wartet mit vielfältigen Attraktionen auf. Dazu zählen ein Wellenbad, mehrere Rutschen und eine Saunalandschaft. Darüber hinaus gibt es mehrere Kinderbereiche mit speziellen Becken und Wasserattraktionen. Es Besonderheit der Spreewelten ist eine programmierbare Rutsche. Dieser Aquapark bietet Badespaß für die ganze Familie.

Rulantica Rust (Baden-Württemberg)

Blick auf die Außenwelt des Rulantica im Sommer
Blick auf die Außenwelt des Rulantica im Sommer, Bild: Rulantica / Europapark

Das Spaßbad Rulantica in Rust ist Teil des Europa-Parks. Besucher können verschiedene Wasserwelten erkunden sowie ein Wellenbad, eine Wildwasserbahn und einen Strömungskanal nutzen. Außerdem gibt es mehrere Rutschen, unter denen die Reifenrutsche mit ihren Licht- und Soundeffekten die spektakulärste ist. Der Aquapark Rulantica verfügt außerdem über einen Kinderbereich mit Wasserspielen, Planschbecken und kleinen Rutschen. Für Erwachsene stehen Ruhebereiche und Saunen zur Verfügung.

AquaMagis in Plettenberg (Nordrhein-Westfalen)

In Plettenberg öffnet das AquaMagis die Tore zu einer einzigartigen Wassererlebniswelt. Es stehen Rutschen, Strömungskanäle und Wellenbecken zur Verfügung. Besonders beliebt ist die Black-Hole-Rutsche, die mit Tunneln und Lichteffekten aufwartet. In einem speziellen Bereich für Kinder gibt es Mini-Rutschen und Wasserspiele. Darüber hinaus profitieren Besucher von einem vielfältigen Angebot an Solarien, Dampfbädern und Saunen. Auch ein Fitness-Studio ist in das AquaMagis integriert.

Miramar in Weinheim (Baden-Württemberg)

Im Miramar können Besucher zahlreiche Wasserattraktionen nutzen, wie Rutsche, Pools und Whirlpools. Außerdem gibt es Wellness-Angebote und Saunen. Als Highlight gilt die 3.000 Quadratmeter große Palmenoase mit einem Sandstrand und tropischem Flair. Dort lässt sich unter Palmen ein gemütlicher Urlaubstag verbringen.

Tropicana in Stadthagen (Niedersachsen)

Als exotisches Erlebnisbad hat das Tropicana für Familien viel zu bieten. Zu den Wasserattraktionen gehören Rutschen, Wellenbad und Strömungskanal. Für Kinder steht ein Bereich mit kleinen Rutschen und Wasserspielen zur Verfügung. Darüber hinaus ist das Tropicana mit verschiedenen Dampfbädern, Ruhebereichen und Saunen ausgestattet. Zudem kann man verschiedene Wellness-Angebote buchen sowie Kurse in Aquabiking und Aquafitness buchen.

Sylter Welle Westerland (Schleswig-Holstein)

Als modernes Erlebnisbad ist die Sylter Welle in Westerland zu empfehlen. Das Bad liegt direkt am Strand und bietet viele Attraktionen für alle Altersgruppen. Dazu gehören ein Wellenbad, ein Strömungskanal, eine Saunalandschaft und ein Ruhebereich mit Meerblick. Außerdem werden Wellness und Aqua-Fitness-Kurse angeboten. Ferner gibt es einen Kinderbereich mit speziellen Becken.

Entdecken Sie die Geschichte von Hoi An in Vietnam!

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Die Hafenstadt Hoi An in Vietnam blickt auf eine beeindruckende Geschichte zurück. Als Teil der berühmten Seidenstraße galt sie sogar einst als einer der größten und bedeutendsten Häfen Asiens. Heute zählt sie gerade einmal 75.000 Einwohner und gilt doch als einer der absoluten Geheimtipps für einen Besuch in Vietnam. Dabei profitiert die Stadt nicht nur von dem immer noch beeindruckenden Hafen, sondern auch von einer Mischung der Kulturen. Sowohl Vietnamesen als auch Japaner und Chinesen sind in großer Zahl in den engen Straßen zu finden. Damit ist die Stadt ein kleines Paradies inmitten von Vietnam.

Vietnams historische Hafen- und Handelsstadt

Altstadt von Hoi An in Vietnam
Unterwegs in der Altstadt von Hoi-An, Bild: Tang Trung Kien / shutterstock

Dass die Historie von Vietnam eine Vielzahl von Geschichten zu erzählen hat, dürfte den meisten Besuchern bekannt sein. Allerdings bleibt Hoi An weiterhin ein kleiner Geheimtipp neben solchen Metropolen wie Ho-Chi-Minh-Stadt. Das liegt vor allem daran, dass die kleine Hafenstadt den Höhepunkt ihrer Bedeutung schon vor rund 400 Jahren hatte. Beinahe jedes europäische und asiatische Schiff hat dabei den Weg durch den ausgebauten Hafen gefunden und hier Waren ab- oder eingeladen.

Hoi An begrüßt die Besucher noch heute mit einer Altstadt, die in dieser Form in Vietnam kaum noch einmal zu finden ist. Auch in den Konflikten der letzten Jahrzehnte blieb die Kleinstadt weitestgehend erhalten und kann daher immer noch auf eine reichhaltige Baugeschichte, Architektur und Kultur blicken. Auch kulinarisch hat die Stadt aufgrund des Einflusses der unterschiedlichen Kulturen einiges zu bieten und repräsentiert Restaurants und Küchen aus allen Bereichen Asiens.

Die schmalen Gassen sind typisch für die Stadt und bieten den Besuchern einen ganz besonderen Anblick. Die Wege vom Hafen führen entlang an alten Holzhäusern, die noch im klassischen Stil errichtet worden sind und der Hoi An bis heute ihre so besondere Ansicht liefern. Dazu kommt, dass die Stadt selbst in der Hochsaison nur selten voll mit Touristen ist. Stattdessen lässt sich das Nachtleben auf eine beinahe intime Weise erkunden.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Hoi An

Bereits seit 1999 ist die Altstadt von Hoi An ein UNESCO-Weltkulturerbe und entsprechend lässt sich einiges entdecken. Neben den ursprünglichen Häusern, sind es vor allem die vielen kleinen Werkstätten, die das Leben hier bestimmen. Kunsthandwerk spielt überhaupt eine große Rolle in der Stadt. Wer sich nicht gerade für einen Einkauf entscheidet, kann beispielsweise im Museum der Stadt nicht nur über die Geschichte von Hoi An lernen, sondern darüber hinaus auch verstehen, was für eine Bedeutung das Handwerk in der Stadt hat.

Neben dem volkstümlichen Museum, das wohl die beste Adresse ist, wenn man ein wenig mehr über die Stadt lernen möchte, ist der Hafen natürlich die erste Adresse. Er ist über die Jahre gewachsen, hat sich über die Jahrhunderte immer wieder verändert und spielt für die Stadt heute immer noch eine bedeutende Rolle. Zwar ist Hoi An heute nicht mehr eine so bedeutende Handels- und Hafenstadt, wie es noch vor 400 Jahren der Fall gewesen sein mag, allerdings erinnert der Hafen noch immer an die einstige Bedeutung. Neben den traditionellen Händlern, die besonders am Abend mit ihren Waren für Touristen da sind, findet sich auch am Tag der eine oder andere Stand, der interessante Waren zu bieten hat.

Auch die Keramik spielt in der Geschichte des Kunsthandwerks eine besondere Rolle in Hoi An. Dafür gibt es ein eigenes Museum, das die Bedeutung und Geschichte dieser besonderen Kunst erklärt und viele interessante Ausstellungsstücke für interessierte Besucher zu bieten hat. Gerade in Verbindung mit der Tempelanlage, wo eben diese Kunst perfektioniert wurde, ergibt sich so ein ganz neues Bild dieser Kleinstadt.

Ausflüge und Expeditionen rund um Hoi An

Traditionelle Geschäfte in Hoi-An
In Hoi-An kann man viele traditionelle vietnamesische Geschäfte besuchen (hier vietnamesische Laternen), Bild: munduuk / shutterstock

Nicht nur die Stadt selbst hat einige interessante Orte zu bieten, auch im Umland finden sich viele Möglichkeiten für Aktivitäten. Die Stadt selbst hat zwar keine Strände, dafür finden sich in weniger als 30 Minuten Umkreis viele Möglichkeiten, einfach zu entspannen und das Klima Vietnams auf sich wirken zu lassen. Die Tempelanlage My Son ist ein weiterer beliebter Ausflugsort, der darüber hinaus einen direkten Einblick in die besondere Kultur von Vietnam zu bieten hat.

Wer Vietnam in diesem Teil des Landes wirklich entdecken möchte, sollte es sich aber nicht nehmen lassen, in einem der Restaurants außerhalb der Stadt zu sitzen. Es gibt frische Meeresfrüchte und einheimische Küche zu erschwinglichen Preisen. Darüber hinaus sind die Menschen aus Vietnam für ihre Gastfreundschaft bekannt und nutzen jede Gelegenheit, um Besucher von ihrem Land und ihrer Küche zu überzeugen.

Fakten über Hoi-An

  1. UNESCO-Weltkulturerbe: Hoi An ist seit 1999 als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt. Die Stadt ist berühmt für ihre gut erhaltene Altstadt, die eine einzigartige Mischung aus einheimischen und ausländischen Einflüssen widerspiegelt, darunter chinesische, japanische und europäische Architektur.
  2. Historische Architektur: Hoi An beherbergt eine Vielzahl von historischen Gebäuden, darunter alte Häuser, Tempel, Versammlungshallen und die berühmte Japanische Brücke, die im frühen 17. Jahrhundert erbaut wurde.
  3. Laterne-Festivals: Hoi An ist bekannt für seine monatlichen Laterne-Festivals, bei denen die Altstadt in einem Meer aus farbenfrohen Lampions getaucht wird. Diese Nächte bieten eine magische Atmosphäre und sind ein Highlight für Besucher.
  4. Maßgeschneiderte Kleidung: Die Stadt ist auch berühmt für ihre zahlreichen Schneidergeschäfte, in denen Besucher maßgeschneiderte Kleidung zu erschwinglichen Preisen anfertigen lassen können.
  5. Kulinarisches Erlebnis: Die lokale Küche von Hoi An ist einzigartig und bietet eine Vielfalt an leckeren Gerichten. Zu den Spezialitäten gehören Cao Lầu (eine Art Nudelsuppe), Weiße Rose (gedämpfte Garnelen-Dumplings) und Banh Mi (vietnamesisches Sandwich).
  6. An Bang Beach: In der Nähe von Hoi An liegt An Bang Beach, einer der schönsten Strände Vietnams, der sich hervorragend für Entspannung und Wassersportaktivitäten eignet.
  7. Kulturelles Erbe der Cham: In der Nähe von Hoi An befinden sich die Ruinen von My Son, einer antiken Tempelanlage der Cham-Kultur, die ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.
  8. Traditionelles Handwerk: Hoi An ist ein Zentrum für traditionelles Handwerk, einschließlich Seidenherstellung, Keramik und Holzschnitzerei. Besucher können Workshops und Demonstrationen dieser Handwerkskünste erleben.
  9. Ökotourismus und ländliche Ausflüge: Die Umgebung von Hoi An bietet Möglichkeiten für Ökotourismus und ländliche Ausflüge, bei denen Besucher das ländliche Leben Vietnams kennenlernen und an Aktivitäten wie Fahrradtouren und Flussfahrten teilnehmen können.
  10. Nachtleben und Märkte: Hoi An bietet ein lebendiges Nachtleben mit zahlreichen Bars, Cafés und Nachtmärkten, die ein buntes und lebhaftes Ambiente bieten und zum Bummeln einladen.

Negombo: ein Traumziel an Sri Lankas westlicher Küste

Die Stadt Negombo an der Westküste Sri Lankas ist einer der wichtigsten Fischereihäfen des Inselstaates in Südostasien und ein wahrhaftes Traumziel inmitten des Indischen Ozeans. Die Fischerei wird hier noch zum großen Teil traditionell mit Auslegerkanus betrieben. Negombo hat über 120.000 Einwohner und liegt ungefähr 40 Kilometer nördlich der Hauptstadt Colombo. Zirka 20 Kilometer entfernt befindet sich in Katunayake der Flughafen Bandaranaike, sodass man den Badeort in etwa 30 Minuten mit einem Bus, einem Taxi oder einem Three Wheeler erreichen kann. Im Norden des alten Stadtgebietes befinden sich attraktive Hotelanlagen. Das Aufkommen an Touristen ist in Negombo jedoch wesentlich geringer als in den Badeorten an der südlichen und südwestlichen Küste der Insel. Es lohnt sich auf jeden Fall, länger in Negombo zu verweilen.

Luxuriöse und preisgünstige Quartiere

Im Norden Negombos erstrecken sich luxuriöse, größere Hotels ganz nahe an hervorragend erschlossenen Strandabschnitten. Doch auch Erholungssuchende mit geringerem Budget werden in Negombo fündig. Denn in der nahen Umgebung der Stadt befindet sich ein gemütliches Viertel mit schmucken, aber preisgünstigen Quartieren. Hier rund um die Poruthota Road und den Lewis Place mischen sich freundliche Einheimische mit Rucksacktouristen und man kommt schnell miteinander in Kontakt. Manchmal wird ein kleiner Markt mit exotischen Essensständen abgehalten. Man kann gemütlich verweilen und den Blick über den Ozean schweifen lassen, der besonders bei Sonnenuntergängen ein einzigartiges Schauspiel bietet.

Zahlreiche Kirchen und Kathedralen

Sri Lanka ist überwiegend buddhistisch geprägt. Negombo bildet jedoch eine christlich geprägte Enklave. Im Jahr 1505 eroberten die Portugiesen die westlichen Küstengebiete und den Norden Sri Lankas. Die Missionierung der Einheimischen zum Christentum war in Negombo besonders erfolgreich. Ein großer Teil der Bevölkerung ist katholisch und Namen wie Fernando oder Santos sind keine Seltenheit. Zahlreiche Kirchen und Kathedralen prägen das Stadtbild. An Sonntagen wird man nur wenige Auslegerboote, die Oruwas genannt werden, auf dem Meer sehen. Denn die Kaste der Fischer ist größtenteils katholisch. Die wenigen Fischer, die dennoch auf Fang gehen, sind Muslime und keine Buddhisten. Der frische Fisch wird täglich auf dem großen Fischmarkt direkt am Strand feilgeboten.

Der Fischmarkt – ein besonderes Spektakel

Fischmarkt von Negombo
Täglich ein echtes Highlight: Der Fischmarkt von Negombo, Bild: Thomas Wyness / shutterstock

Die wichtige Stellung als Fischereihafen ist in Negombo nicht zu übersehen. Der große Fischmarkt ist zweigeteilt. Nahe beim Zufluss zur Lagune dienen weite Flächen zur Trocknung von Fischen. In den Markthallen wird hingegen laut um Preise gefeilscht. Das ist ein Spektakel, das man erlebt haben muss. Die wichtigste Fischart ist die Spanische Makrele, die Seerfish genannt wird. Doch man bekommt auch viele andere Meeresbewohner zu sehen, angefangen von Krebsen und Krabben bis hin zu riesigen Thunfischen und Haien. Fisch ist das Hauptnahrungsmittel auf Sri Lanka. Händler mit Fahrrädern bringen die frische Ware zu den zahlreichen kleinen Restaurants und Garküchen in Negombo und auf der Insel.

Eine einzigartige Fauna und Flora

Bei einem Besuch des Fischmarktes sollte man auch die Lagune etwas näher in Augenschein nehmen. Durch die Flut wird der Süßwassersee regelmäßig mit Salzwasser gespeist. Er bietet Krabben und Fischen einen wichtigen Lebensraum, die wiederum viele Vögel anlocken. Auch größere Warane sind mit Glück in der Nähe der Lagune zu beobachten. Kolonien der an Saurier erinnernden Tiere können auch bei Rundfahrten mit kleinen Booten beobachtet werden. Bei Ebbe kann man zu Fuß in die Mangrovenwälder vordringen und zahlreiche Tiere im Wasser und an Land entdecken. Natürlich können an viele Küstenabschnitten aber auch einfach nur die goldenen Strände und das glasklare, tiefblaue Meer genossen werden.

Die holländischen Kanäle

Strand von Negombo
Der Strand von Negombo, Bild: trabantos / shutterstock

In der Mitte des 17. Jahrhundert nahmen die Niederländer den Westen und Norden Sri Lankas in Besitz. Die Hinterlassenschaft dieser Kolonialherren sind ein 120 Kilometer langer Kanal von der Hauptstadt Colombo über Negombo nach Puttalam, ein Netz an Kanälen in Negombo sowie das niederländische Fort. Die Kanäle werden Zimtkanäle genannt, denn sie dienten einst zum Transport des weltweit gefragten Ceylon-Zimts von den Plantagen zum Verschiffen ans Meer. Heute werden die Kanäle als Transportwege genutzt und Touristen können sich mit kleinen Booten durch die Wasserstraßen schippern lassen. Eine solche Fahrt, bei der man das bunte, alltägliche Treiben an den mit Häusern bebauten und von Palmen bewachsenen Ufern beobachten kann, kommt einer kleinen Zeitreise gleich. Dass viele Straßen und Plätze englische Namen tragen, liegt übrigens daran, dass nach den Niederländern Ende des 18. Jahrhunderts die Briten als Eroberer kamen.

Das Zentrum Negombos

Das Zentrum von Negombo ist kaum touristisch geprägt. Hier findet man fast ausschließlich authentische Geschäfte für die einheimische Bevölkerung. Rund um den markanten Uhrturm im Zentrum gibt es interessante Märkte und zahlreiche hübsche Imbissstände mit Sitzgelegenheiten, wo man delikate Currygerichte mit Reis essen und köstlichen Tee trinken kann.

Paderborn: (Noch) ein Geheimtipp für Städtereisen

Als Ziel für eine Städtereise gilt Paderborn als Geheimtipp – noch! Denn die ostwestfälische Metropole strotzt nur so vor Kultur, Kunst und Superlativen: Weser-Renaissance, Graffiti-Hochburg, das weltweit größte Computermuseum und Deutschlands größte Straßenkunstmesse. Heute stellen wir euch vor, was es in Paderborn zu sehen gibt und zu welcher Jahreszeit sich eine Reise in die knapp über 150.000 Einwohnerinnen und Einwohner große Stadt besonders lohnt.

Graffiti-Kunst auf Klostermauern

Graffiti an der Klostermauer in Paderborn
Graffiti an der Klostermauer in Paderborn, Bild: Dirk Rellecke

Katharina Mock hatte keine Lust mehr auf die unschöne graue Mauer ihres Klosters. Die Generaloberin der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vincenz von Paul zu Paderborn lud daher 2018 Graffiti-Künstlerinnen und -Künstler aus der Region ein, die etwa 70 Meter lange Klostermauer zu bemalen. Seitdem dürfen Künstlerinnen und Künstler regelmäßig an der Mauer ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Die Klostermauer ist Sinnbild für den Siegeszug der Graffitis im Paderborner Stadtbild. An vielen Stellen in der Stadt sehen Besucher*innen farbenprächtige Murals – riesige Bilder auf Fassaden von Krankenhäusern und Unternehmen, der Universität und privaten Häusern. Die Murals zeigen Motive aus der Popkultur wie Batman oder Sheldon aus Big Bang Theory genauso wie lokale Motive wie den Paderborner Dom oder das Dreihasenfenster (zu beidem gleich mehr).

Damit ihr keines der bunten Kunstwerke verpasst, empfehlen wir euch, an einer der wöchentlich stattfindenden Führungen mit einem Graffiti-Experten teilzunehmen. Findet keine statt, während ihr vor Ort seid, könnt ihr die kostenfreie multimediale Graffiti-Tour per App nutzen, die euch zu den schönsten Wandmalereien führt. Das Besondere in der ostwestfälischen Stadt: Die Graffitis sind gerade in der Stadtmitte präsent und bilden einen spannenden Kontrast zu den vielen sakralen Bauten.

Der Paderborner Dom und eines der größten Volksfeste Deutschlands

Paderborner Dom
Der Paderborner Dom, Bild: Christoph-Steinweg

Das auffälligste Kirchengebäude und Dach der Stadt bildet dabei der romanisch-gotische Dom mit seinem 93 Meter hohen Turm. Wer ihn im Rahmen einer Führung besteigt, sieht nicht nur die über 13 Tonnen schwere, viertgrößte Glocke Deutschlands im Einsatz, sondern auch das vollständig mechanische Uhrwerk der Turmuhr.

Im Kreuzgang des Doms finden Besucher das bereits genannte Dreihasenfenster. Das Motiv, das ursprünglich aus China stammt, wurde im 16. Jahrhundert gemeißelt und entwickelte sich zu einem der Wahrzeichen Paderborns, dass in Kunst und Kultur der Stadt immer wieder aufgegriffen wird.

Der Dom erlangte seine heutige Form bereits im 13. Jahrhundert. In seiner Krypta werden die Gebeine des hl. Liborius aufbewahrt – Namensvater des großen Paderborner Volksfestes Libori, das jedes Jahr im Juli mehr als 1,5 Millionen Besucher in die Stadt lockt. Damit zählt das einwöchige Fest, welches als besonders sicher gilt, zu den zehn größten Volksfesten in Deutschland.

Libori, Paderborn
Das Paderborner Volksfest Libori zieht die Massen an, Bild: Thorsten Hennig | www.thorsten-hennig.de

Die gesamte Paderborner Innenstadt verwandelt sich während Libori in ein riesiges Fest, auf dem es in jede Menge zu entdecken gibt. Besucher erwartet ein buntes Treiben, das sich aus einer Kirmes, kirchlichen Zeremonien und einem facettenreichen Kulturprogramm zusammensetzt: Auf allen Plätzen finden Konzerte, Theater und Comedy statt. Die Kirmesmeile misst 1,6 Kilometer und umfasst etwa 150 Aussteller und Fahrgeschäfte auf dem Liboriberg. Auf dem traditionellen Pottmarkt – früher wurden hier nur Töpfe und Pfannen verkauft – bummeln Besucherinnen und Besucher durch 140 bunte Verkaufsstände vom Bürstenstand bis zur Kräuterbude.

Seinen katholischen Ursprung hat das Fest übrigens in der feierlichen Überführung der Reliquien des heiligen Liborius vom französischen Le Mans nach Paderborn im Jahr 836, die in der Stadt mit großem Jubel empfangen wurden. Nach dem feierlichen Einzug fanden die Gebeine ihre Ruhestätte im Paderborner Dom. Ganz nebenbei entstand dabei auch die älteste Städtepartnerschaft der Welt. So kommt es, dass sich unter den 1,5 Millionen Besuchern viele französische Gäste tummeln und zum Metropolen-Flair beitragen.

Der kürzeste Fluss Deutschlands führt zu einem Schloss

Das historische Paderborner Rathaus
Das historische Paderborner Rathaus, Bild: Stadt Paderborn Matthias Groppe

Einen Steinwurf vom Dom entfernt, direkt im Herzen der Stadt Paderborn entspringt die Pader in zwei großen Quellnischen aus über 200 Quellen. Das umliegende Paderquellgebiet sorgt für eine grüne Stadtmitte und ist Anwärter auf das Europäische Kulturerbe-Siegel.

Der gesamte Verlauf der Pader lässt sich bei einem kurzen, schönen Spaziergang kennenlernen, denn das Gewässer misst nur 4,6 Kilometer und gilt damit als der kürzeste Fluss Deutschlands.

Die Quelle der Pader befindet sich in der Stadt Paderborn und ist ein Zusammenschluss von über 200 Quellen, die aus einem riesigen unterirdischen Wasservorrat, dem Paderborner Karstquellensystem, gespeist werden. Diese Quellen bilden zusammen den Fluss Pader. Die Quellen der Pader zählen mit bis zu 9.000 Litern Wasser pro Sekunde zu den stärksten innerstädtischen Quellen Europas. Der Wasserreichtum ist einer der Gründe, warum Karl der Große genau hier 776 eine Kaiserpfalz gründete.

Trotz seiner kurzen Länge spielt der Fluss eine wichtige Rolle in der lokalen Ökologie und bietet Lebensraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten.

Der Fluss Pader in Paderborn
Die Pader, der kleinste Fluss Deutschlands, Bild: Helge Mundt

Historische Mühlen und Wasserräder entlang des Flusses zeugen von der früheren Nutzung der Wasserkraft.

Der Fluss bietet zahlreiche Freizeitmöglichkeiten für Einheimische und Touristen. Entlang des Paders gibt es wunderschöne Parks und Grünanlagen, die zum Spazieren, Joggen und Entspannen einladen. Die klaren, kühlen Gewässer der Pader sind außerdem ein beliebter Ort für Angler.

Die Pader ist als Beispiel europäischer Wasserkultur derzeit Kandidat für das Europäische Kulturerbe-Siegel. „Besonders interessant an der Pader ist, wie sie einerseits ganz typisch ist für die historische Wassernutzung einer europäischen Mittelstadt und andererseits ein Einzelphänomen darstellt durch die hohe Konzentration an wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Einrichtungen auf engsten Raum direkt am Fluss“, sagt Prof. Dr. Michael Ströhmer, Experte für Umwelt und Klimageschichte mit Schwerpunkt “Kommunale Wasserregime” von der Universität Paderborn.

Schloss Neuhaus

Wo die Pader in die Lippe fließt, steht eines der bekanntesten Wahrzeichen Paderborns: Das Schloss Neuhaus. Das prachtvolle Gebäude geht auf das 14. Jahrhundert zurück. Seine heutige, markante Gestaltung mit Wassergraben und Vierflügelanlage mit runden Ecktürmen erhielt es im 16. Jahrhundert und machen es zu einem der wichtigsten und schönsten Beispiele der Weser-Renaissance.

Über den Sommer finden im weitläufigen Schloss- und Auenpark Kultur- und Kunstveranstaltungen statt. Ein Highlight bildet Deutschlands größte Straßenkunstmesse „Performance Paderborn“. Auf der kostenfreien Messe erleben Besucher*innen Straßentheater, Artistik und kreative Straßenkunst. In diesem Jahr, am 4. und 5. September, treten rund 50 Künstlerinnen und Künstler in 100 Aufführungen auf.

Das größte Computermuseum der Welt

Zwischen dem Paderquellgebiet und dem Schloss Neuhaus finden Technikinteressierte das weltgrößte Computermuseum. Im „Heinz Nixdorf MuseumsForum“ lernen Erwachsene und Kinder auf rund 7000 qm Ausstellungsfläche interaktiv über die Erfindung des Computers, seiner Weiterentwicklung bis heute und die Zukunft der Informationstechnik. Benannt ist das Forum nach dem Paderborner Unternehmer Heinz Nixdorf, Pionier der Computergeschichte und einer der prägenden Persönlichkeiten des deutschen Wirtschaftswunders.

Wann sollte man Paderborn bereisen?

Grundsätzlich gibt Paderborn über das ganze Jahr hinweg ein schönes Ziel für einen Kurzurlaub ab. Im Winter zieht sich der große Weihnachtsmarkt durch die Innenstadt. Im Frühjahr blüht die äußerst grüne Innenstadt und das Umland auf und lädt zu ausgiebigen Fahrradtouren ein. Im Sommer und im Frühherbst finden zahlreiche Feste und Veranstaltungen statt, wie Libori (Juli), das Graffiti-Festival „Secret City“ (August) oder die Straßenkunstmesse „Performance Paderborn“ (September). So kommt es ganz auf den eigenen Vorlieben an. Ein Besuch des Noch-Geheimtipps Paderborn lohnt sich aber allemal.

Die richtige Sportbekleidung im Skiurlaub

Es hat ein neues Jahr begonnen. Und damit einher gehen die Hochsaison des Wintersports und der Ansturm in den Skigebieten. Auf den Pisten tummeln sich sportbegeisterte Menschen und genießen die kühle Luft im Gesicht, während sie den Berg nach unten sausen. Hier erfährst du, wie du die Tage in einem kalten Skigebiet am besten genießen kannst und was zu einer vollständigen Skiausrüstung dazugehört. Gut vorbereitet und dick eingepackt bringt der Ausflug in ein Skigebiet schließlich am meisten Spaß.

Das erwartet dich im Skiurlaub

Nicht nur tiefe Temperaturen, die 0 °C weit unterschreiten können, kommen auf dich zu, sondern genauso eine starke Sonneneinstrahlung. Hinzu kommt, dass du Sport treibst und dementsprechend schwitzt. Wichtig ist es also, ein Outfit zusammenzustellen, das dich nicht frieren lässt und gleichermaßen vor übermäßigem Schwitzen bewahrt.

Die 5 wichtigsten Merkmale eines Skioutfits

„Zwiebel-Look“: Kleide dich in Schichten

Dabei ist es nicht nur von Vorteil, dass du nach Bedarf Schichten ausziehen kannst. Möchtest du beispielsweise auf einer Skihütte einkehren und dich nach drinnen setzen, so kannst du die Skijacke ausziehen ohne gleich in T-Shirt dazusitzen. Empfehlenswert für das zwiebelartige Schichten ist eine erste Schicht in Form von Thermo-Unterwäsche, die dich warm hält und zugleich atmungsaktiv ist. Als zweite Schicht bietet sich ein Material an, das gut isoliert, wie zum Beispiel Vlies. Die äußerste Lage deines Outfits sollte primär vor Wind und Wetter schützen, also am besten eine Jacke sowie Hose, die wasserdicht sind und aus einem robusten Material bestehen und somit auch einen Sturz gut überstehen. Eine tolle Auswahl an Sportbekleidung findest Du bei Decathlon unter https://www.decathlon.ch/de/.

Funktionalität

Es ist wichtig, dass dein Outfit funktional ist. Das bedeutet zum einen, dass es bestmöglich an die Temperaturen angepasst ist, und zum anderen, dass es für den Wechsel von Skilift und Skipiste angepasst ist. Hilfreich ist es, wenn deine Skijacke über eine kleine Tasche mit Reißverschluss am Ärmel verfügt, denn dort kannst du den Skipass verstauen und schnell vorzeigen.

Bewegungsfreiheit

Viel hilft viel gilt für Skibekleidung nicht. Denn je mehr Gewicht du am Körper trägst, desto eingeschränkter bist du in deiner Bewegung. Das Skifahren ist ein Sport und erfordert Beweglichkeit. Versuche, die Anzahl an Kleidungsstücken gering zu halten und kaufe die Kleidergröße nicht kleiner, damit es enger anliegt.

Hände und Füße warmhalten

Gleich nach dem Kopf sind Hände und Füße wohl die ersten Stellen des Körpers, die zu frieren beginnen. Achte also darauf, diese vor der Kälte zu schützen. Qualitativ hochwertige und gut sitzende Skisocken sind essenziell und sollten über Polsterungen an den entsprechenden Stellen verfügen, um in den Skischuhen keine Schmerzen zu verursachen. Handschuhe sollten wasserfest sein und gut isoliert. Neigst du dazu, schnell an den Fingerspitzen zu frieren, so bietet es sich an unter die Handschuhe sogenannte Innenhandschuhe zu ziehen, die zusätzliche Wärmeisolation bieten. Außerdem halten Fäustlinge generell etwas besser warm. Hier kommt es darauf an, was du persönlich bevorzugst und womit du am sichersten greifen kannst.

Ausleihen statt teuer kaufen

Skiausrüstung ist teuer. Selbst wenn du nicht auf Markenkleidung bestehst, musst du für die entsprechende Kleidung tief in die Tasche greifen. Generell ist zu betonen, dass es bei der Wahl der Kleidungsstücke keinesfalls darauf ankommt, das teuerste auf dem Markt zu kaufen. Es gibt viele günstige Möglichkeiten, zum Beispiel bei Decathlon, qualitativ gute Skibekleidung zu erwerben. Einen Teil der Skiausrüstung kannst du zum Beispiel ausleihen, um Geld zu sparen und nachhaltig zu reisen. Dafür bieten sich ins Besondere der Skihelm an, sowie die äußerste Schicht, Skihose und Skijacke wenn sich die Kinder beispielsweise noch im Wachstum befinden.

Mit der richtigen Sportbekleidung steht dem Skiurlaub nichts mehr im Wege und sie wird dich den Tag auf der Skipiste warmhalten. Denk daran, dass die Skipiste keine Modenschau ist und an erster Priorität Funktionalität und Kälteschutz stehen. Und wer abends beim Apres-Ski nicht frieren will kann sich auch noch nach schönen sportlichen Winterjacken umsehen.

Der Yala Nationalpark in Sri Lanka

Wer die Insel Sri Lanka im indischen Ozean besucht sollte sich den Yala Nationalpark nicht entgehen lassen. Es handelt sich um das älteste und bekannteste Naturschutzgebiet der Insel. Der Yala Nationalpark ist rund 1.500 Quadratkilometer groß und liegt im Süden Sri Lankas in der Provinz Uva. Der Park hat eine reichhaltige tropische Flora und Fauna zu bieten. Vor allem sind dort viele seltene Säugetier- und Vogelarten vertreten. Im Folgenden erfahren Sie mehr über den Yala Nationalpark.

Geschichte und Struktur des Nationalparks

Seit dem 2. Jahrhundert ist das Gebiet des heutigen Yala Nationalparks von buddhistischen Mönchen bewohnt. Da es im Herrschaftsbereich des Königreichs Ruhuna lag, spricht man auch vom Ruhuna Nationalpark. Das Gebiet wurde bereits 1899 unter Naturschutz gestellt und 1938 zum Nationalpark erklärt. Das gilt für den für Touristen geöffneten Block 1. Der Park wurde bis 1973 und vier weitere Blöcke erweitert, die in der Regel nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Das gilt auch für das Naturreservat entlang der Küste. Im öffentlichen Teil des Nationalparks gibt es Restaurants und Bungalows für Touristen.

Die Vegetation

Weite Teile des Nationalparks sind mit einer Savannenlandschaft ausgefüllt. Die ebene Dornbuschsavanne wird vereinzelt durch hoch aufragende Felsformationen unterbrochen, die man Elefantenfelsen nennt. Der Randbereich des Parks ist hingegen von dichten Monsunwäldern gekennzeichnet. Sie werden von den Flüssen Menik Ganga und Kumbukkan Oya mit Wasser gespeist. Vielerorts bilden sich Tümpel und kleine Seen. Beide Flüsse durchfließen die Ebene und münden in den Indischen Ozean. Der dicht bewachsene Küstenstreifen des Parks weist zahlreiche Lagunen auf. Entlang der Küste erstreckt sich zudem das Sumpfgebiet Kumana Mangrave Swamp. Im Gefolge der Regenzeit entwickeln sich dort zahlreiche Kletterpflanzen und Wildblumen. Die verschiedenen Baumarten im Park, wie Halmilla, Kumbuk und Palu, bieten Nahrung und Schutz für viele Wildtiere.

Die Tierwelt

Prachtvoller Pfau im Yala Nationalpark
Prachtvoller Pfau im Yala Nationalpark, Bild: Jelena Ivanovic / shutterstock

Im Yala Nationalpark leben über 130 Vogelarten und 30 verschiedene Säugetierarten. Dazu gehört auch eine kleine Population von rund 30 Leoparden. Zudem durchstreifen Elefantenherden den Park. In den Ebenen und den Wäldern trifft man außerdem auf Lippenbären, die nach Termiten suchen. Entlang der Küste leben viele einheimische Vogelarten, in den Wintermonaten aber auch Zugvögel aus Europa, Westindien und Nordindien. Zu den Säugetieren im Park zählen Goldschakal, Halsstreifenmanguste, Axishirsch, Sambarhirsch und Ceylon-Hutaffe.

Vögel und Reptilien

Der Yala Nationalpark ermöglicht es, seltene Vögel und Reptilien in freier Wildbahn zu sehen. Im Park leben unter anderem das Sumpfkrokodil, der helle Tigerpython und der Bengalenwaran. Ein besonderes Erlebnis ist auch die Beobachtung der bunten und vielfältigen Vogelarten, wie Malabarhornvogel, Blauer Pfau, Buntstorch, Rotgesicht-Malkoha und Baugesicht-Malkoha.

Tempel und Ureinwohner

Im Yala Nationalpark kann man mehrere Tempelruinen besichtigen. In den Tempeln von Situlpahuwa und in angrenzenden Felsenhöhlen sollen bis zu 12.000 buddhistische Mönche gelebt haben. Sehenswerte Ruinenstädte sind auch Magulmahavihara, Thalaguluhela Akashachetiya und Mayagala. Im Norden befindet sich die Pilgerstadt Kataragama. Jedes Jahr durchqueren rund 400.000 Pilger auf dem Weg dorthin den westlichen Teil des Nationalparks.

Tipps für Touristen

Besucher sollten beachten, dass der Yala Nationalpark zwischen August und Oktober aufgrund der Trockenzeit geschlossen ist. Die optimale Jahreszeit für einen Besuch ist zwischen Dezember und Mai. Am besten ist der Park von Tissamaharama zu erreichen. Der Yala Nationalpark hat ein gut ausgebautes Wegenetz von 100 Kilometern Länge zu bieten. Die Rundwege passieren wichtige Futter- und Wasserstellen. Im Nationalpark sind nur geführte Touren mit einem Jeep möglich. Zur Übernachtung sind auf dem Parkgelände Bungalows vorhanden.

Halong-Bucht – UNESCO-Weltnaturerbe mit schwimmenden Häusern

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Wer ein UNESCO-Weltnaturerbe besuchen möchte, der ist in der Halong-Bucht richtig. Das beliebte Reiseziel in Vietnam wird Vinh Ha Long (Bucht des untertauchenden Drachen) genannt und gilt als sagenumwobener Ort. Die Bucht soll durch einen Drachen entstanden sein und es waren der Legende nach auch Drachen, die Vietnam vor Invasoren geschützt haben. Der Urlaubsort bietet neben einer märchenhaften Geschichte auch eine atemberaubende Natur mit zahlreichen Felsinseln, malerischen Wasserfällen und interessanten Höhlen. Das Wasser in der Bucht wird als smaragdgrün beschrieben und lädt zum Wassersport ein. Die feinen Sandstrände sind für Menschen interessant, die sich im Urlaub vor einer wunderschönen Naturkulisse entspannen möchten.

Beliebtes Touristenziel mit viel Platz

Die Halong-Bucht liegt im Norden von Vietnam und wurde im Jahr 1994 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. Vinh Ha Long besitzt circa 2.000 Kalksteininseln und gilt mit ungefähr zwei bis drei Millionen Touristen jährlich als attraktiver Reiseort. Die Felsinseln ragen aus dem Wasser heraus und nehmen einzigartige Formen an. Die Grotten und Höhlen in der Bucht können Stalagmiten sowie Stalaktiten aufweisen. Besucher haben die Möglichkeit, die geologischen Besonderheiten von Vinh Ha Long beispielsweise von einer Fähre aus zu bewundern. Der Begriff “Bucht” ist für Vinh Ha Long irreführend, denn das Gebiet ist mehr als 1.550 Quadratmeter groß und mit einem kleinen Buchtareal nicht vergleichbar.

Besuch der Halong-Bucht mit Fähr- und Kreuzfahrten

Kreuzfahrt in der Halong-Bucht
Mit einem kleinen Kreuzfahrtschiff die Halong-Bucht kennenlernen, Bild: Nguyen Quang Ngoc Tonkin / shutterstock

Wer die ganze Schönheit der Bucht sehen möchte, der sollte eine Fährfahrt oder eine Kreuzfahrt durch Vinh Ha Long buchen. Es werden Vietnam-Kreuzfahrten angeboten, die das große Areal im Norden durchqueren. Ein Urlaub in einem der zahlreichen Hotels vor Ort ist selbstverständlich auch möglich. Die Reisenden können beispielsweise einen Strandurlaub genießen und diesen mit einer Fährfahrt zu den atemberaubenden Felsformationen, Höhlen, Grotten sowie Wasserfällen der Bucht verbinden.

Die Sung Sot Cave ist für Menschen interessant, die gerne wandern und klettern. Die größte Höhle der Bucht liegt auf der Insel Bo Hon und ist über einen steilen Aufstieg erreichbar. Dong Thien Cung heißt eine der bekanntesten Höhlen der Bucht. Das beliebte Reiseziel bietet Tropfsteingebilde, die in diversen Farben angestrahlt werden und den Besuch zu einem einzigartigen Erlebnis machen. Das Urlaubsziel hat nahezu jedem Reisenden etwas zu bieten. Abenteurer, Pärchen, Gruppen und Familien mit Kindern kommen gleichermaßen auf ihre Kosten.

Wassersport und Strandurlaub

Vinh Ha Long besitzt traumhafte Sandstrände. Zu den bekanntesten Stränden gehören Quan Lan, Bai Chay, Ngoc Vung und Tuan Chau. Doch nicht nur der weiße Sand an den Meerufern lädt zu einem erholsamen Urlaub ein. Das türkisblaue Wasser in der Bucht sorgt für die notwendige Abkühlung und trägt ebenfalls zur Entspannung bei. Wer Wassersport betreibt, der wird in der Halong-Bucht fündig. Die Tourismusbranche bietet vor Ort Kajak- und Bootsfahrten an. Sportarten wie Surfen, Tauchen und Schnorcheln sind dort ebenfalls möglich.

Besondere Sehenswürdigkeiten

Zu den besonderen Erlebnissen eines Urlaubs in der Halong-Bucht gehört ein Besuch der schwimmenden Dörfer. Bei dieser Sehenswürdigkeit handelt es sich um eine Ansammlung von “Häusern” auf dem Wasser, die tatsächlich von Menschen bewohnt wurden. Um die 1.600 Menschen lebten und arbeiteten auf dem Meer. Im Jahr 2014 wurden die Bewohner dieser Dörfer umgesiedelt.

Wer in Vietnam auf den Spaß eines Freizeitparks nicht verzichten möchte, der ist im Sun World Halong Complex richtig. Der Park ist in Halong City zu finden und gehört seit dem Jahr 2017 zu den beliebten Touristenorten von Vinh Ha Long. Die Freizeiteinrichtung ist beispielsweise in die Bereiche Typhoon Water Park, Mystic Mountain Complex und Dragon Park aufgeteilt. Interessierte Besucher können verschiedene Fahrgeschäfte nutzen und sich im Wasserpark austoben. Vinh Ha Long bietet eine weltberühmte Pendelbahn. Die Ha Long Queen Cable Car kann pro Stunde um die 2.000 Personen befördern und ist vom Sun World Halong Complex nutzbar.

Wandern und Klettern auf Cat Ba

Die Insel Cat Ba ist für wander- und kletterbegeisterte Menschen interessant. Die drei Klettergebiete “The Cave”, “Butterfly Valley” und “Ben Beo” können auf der Insel erkundet werden. Der Nationalpark von Cat Ba ist der ideale Ort für Wanderer und bietet Naturliebhabern mit mehr als 4.000 Arten eine vielfältige Flora sowie Fauna. Im Nationalpark sind Mangroven und Auwälder zu finden. Wer sich für das Artenreichtum der Spinnenwelt interessiert, wird auf Cat Ba ebenfalls fündig. Vor dem Aufbruch zu einem Wander- oder Kletterabenteuer sollten die Routen bekannt sein. Cat Ba bietet sowohl für Einsteiger als auch Fortgeschrittene die passende Tour an.

Mai Châu: malerische Berglandschaften Vietnams

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Die vergleichsweise dünn besiedelte Region Mai Châu liegt im Norden Vietnams, gute 130 Kilometer von Hanoi entfernt. Mai Châu ist eine malerische Bergregion in der Provinz Hòa Bình. Die in weiten Teilen unberührte Natur und die atemberaubenden Bergpanoramen, die sich Reisenden beim Erkunden der Region öffnen, machen einen Besuch zum Erlebnis. Doch auch kulturell hat Mai Châu einiges zu bieten. Vor allem die für die Region charakteristischen, auf Pfeilern errichteten Häuser sind – gerade für Reisende aus der westlichen Welt – ein interessantes Kuriosum. Im folgenden Beitrag haben wir für Sie die wichtigsten Informationen zu Mai Châu zusammengestellt.

Naturwunder erkunden: Wandern und Aktivurlaub in Mai Châu

Die Region Mai Châu ist ein Paradies für Naturbegeisterte und Aktivurlauber. In den Bergen der Region gibt es vielfältige Wander- und auch Radwege. Diese führen von den für die Region typischen Reisterrassen bis in vom Menschen weitgehend unberührte Waldstücke. Auch bei Radreisenden ist die Region Mai Châu in den letzten Jahren immer populärer geworden. Die beliebtesten Routen führen durch kleine Dörfer, wo oft auch Möglichkeiten zur Übernachtung bestehen. Teils werden von Reiseanbietern auch Trekkingtouren durch Mai Châu angeboten, bei denen vor allem die Übernachtung in den Dörfern bereits organisiert ist.

Alternativ gibt es ausgehend vom regionalen Hauptort, der Stadt Mai Châu, die Möglichkeit, zu Tagestouren aufzubrechen. Insbesondere für Radfahrerinnen und Radfahrer kann das eine attraktive Option sein, um die Region von einer festen Basis aus zu erkunden.

Da der Tourismus für die Region im Laufe der Jahre zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden ist, werden mittlerweile auch zahlreiche englischsprachige Touren angeboten, die Einblicke in die lokale Kultur und die Flora und Fauna bieten.

Ein Besuch in der Hauptstadt der Region

Blick auf Mai-Chau-Stadt
Blick auf Mai-Chau-Stadt, Bild: Phuong D. Nguyen / shutterstock

Die Hauptstadt der Region, Mai Châu Stadt, ist das kulturelle Zentrum der Region. Auch wenn die Stadt selbst nach europäischen Maßstäben eher beschaulich ist, gibt es hier zahlreiche Möglichkeiten, die Kultur der Region kennenzulernen. Traditionelle Weber und vor allem Weberinnen gehen hier oft auf der Straße ihrem Handwerk nach. Auch der Markt der Stadt bietet Einblicke in die reiche Tradition Mai Châus. Lokale Kunsthandwerker bieten hier ebenso ihre Werke an, wie Bauern aus dem Umland der Stadt. Bei einem ausgedehnten Spaziergang durch die Straßen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das tägliche Leben der Einheimischen hautnah mitzuerleben. Auch Straßenkünstler, die musizieren oder sich anderen kunstfertigen Tätigkeiten widmen, gibt es hier häufig.

Die traditionellen, auf Pfählen errichteten Häuser der Region, sind aus dem Stadtbild von Mai Châu Stadt nicht wegzudenken. Diese Bauweise schützt die Häuser davor, in den feuchten Jahreszeiten aufgespült und beschädigt zu werden. Auch Restaurants und Gasthäuser mit Unterkünften für Reisende sind häufig so gebaut. Wer Mai Châu stilecht erleben will, versucht in einem solchen Haus unterzukommen.

Kulinarische Entdeckungen in Mai Châu

Die Küche Mai Châus ist so vielfältig wie Landschaft und Menschen der Region. Vor allem von der kulinarischen Tradition der beiden dominierenden Volksgruppen (den „White Thai“ und den „Black Thai“) geprägt, unterscheidet sich die Kochkunst hier zumindest teilweise von der in anderen Regionen Vietnams.

Die lokale Küche greift auf eine breite Palette unterschiedlicher Zutaten zurück. „Cơm Lam“ zum Beispiel ist ein lange in Bambus gegrillter Reis. Serviert wird er in der Bambushülle, aus der er dann auf dem Teller herausgeschält wird. Dazu wird traditionell ein würziger Dip aus gemahlenen Erdnüssen serviert. „Gà Đồi“, ein behutsam gegrilltes Hühnerfleisch, und „Thịt Lợn Xiên Nướng“, am Spieß gegartes und dann mariniertes Schwein, gehören in Mai Châu zu den populärsten Gerichten. Dazu gibt es eine je nach Jahreszeit variierende Auswahl grüner Gemüse, die entweder ebenfalls gegrillt oder teils auch gedünstet serviert werden.

Eine ganz besondere Spezialität der Region, die sicher nicht für alle Reisenden aus der westlichen Welt etwas ist, ist „Ve Sầu Chiên“. Dabei handelt es sich um Zikaden, die zunächst gefüllt und dann in heißem Fett frittiert werden. Daneben gibt es in der Region aber natürlich auch eine reiche Auswahl rein vegetarischer Gerichte, die bei Straßenhändlern und in Restaurants angeboten werden.

Auch wenn der Tourismus für die Region ein ökonomisch wichtiger Faktor ist, haben sich in Mai Châu bislang nur wenige Lokale auf die Bewirtung Reisender spezialisiert. Dadurch ist es nach wie vor möglich, als Besucher die kulinarische Kultur im unmittelbaren Austausch mit den Einwohnerinnen und Einwohnern zu erleben.

Nachhaltiger Tourismus: die Bedeutung von Öko-Reisen für Mai Châu

Der Tourismus ist für Mai Châu genau wie das übrige Vietnam im Laufe der Jahre immer wichtiger geworden. Der Schutz der lokalen Landschaften und der Artenvielfalt ist für die Region damit von größter Bedeutung. Mit Unterstützung der Regionalregierung werden daher inzwischen zunehmend Reiseangebote vermarktet, bei denen der Naturschutz im Mittelpunkt steht. Wer als Reisender einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck hinterlassen möchte, hat hier also die Möglichkeiten, die eigene Reise entsprechend zu organisieren.

Kanchanaburi – Das Tor zu Thailands Naturwundern

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Türkisblaue Gebirgsflüsse, dichter Dschungel und karstige Felsformationen – willkommen in Kanchanaburi! Die Provinz im Westen Thailands ist ein wahres Naturparadies und garantiert mit ihrer atemberaubenden Berglandschaft Erholung pur. Doch Kanchanaburi hat noch viel mehr zu bieten als nur idyllische Landschaften. Kulturell Interessierte können auf den Spuren der Kriegsgeschichte wandeln, während Abenteuerlustige sich bei zahlreichen Aktivitäten austoben. Wer sich hingegen von den gängigen Attraktionen fernhalten möchte, kann am Ufer des Flusses Kwai thailändisches Flair genießen.

Urlaub in Thailand abseits des Massentourismus

Kanchanaburi ist die perfekte Wahl für einen abwechslungsreichen Urlaub in Thailand abseits der Touristenmassen. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Highlights Sie keinesfalls verpassen dürfen. Zudem erhalten Sie wertvolle Tipps für Ihre Reiseplanung, die Ihren Urlaub zu einem unvergesslichen Ereignis werden lassen.

Ein Highlight ist der imposante Fluss Kwai. Entlang des Flusses verlaufen die Überreste der berüchtigten „Death Railway“. Diese wurde im Zweiten Weltkrieg unter unfassbaren Bedingungen gebaut. Das Eisenbahnmuseum gibt Einblick in die Geschichte des Bahnbaus. Und in die Schicksale der Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter. Im Museum sind Fotos, Artefakte und Werkzeuge ausgestellt. Sehenswert sind auch die alten Lokomotiven und Waggons.

Nicht verpassen: Der Erawan-Nationalpark

Für Naturliebhaber ist der Erawan Nationalpark ein Muss. Hier können Sie die Erawan-Wasserfälle bestaunen. Zudem ergibt sich hier die einzigartige Möglichkeit, in smaragdgrünen Pools zu baden. Planen Sie für die Wanderung 1-2 Stunden ein. Unterwegs erreichen Sie immer wieder Aussichtspunkte. Von hier aus bietet sich Ihnen immer wieder eine einzigartige Aussicht auf die Kaskaden aus verschiedenen Perspektiven. An manchen Stellen können Sie bis zur Kante der Fälle vordringen. Seien Sie aber vorsichtig – das Gestein kann rutschig sein! Bringen Sie also am besten Ihre Schwimmutensilien samt rutschfesten Badesandalen mit. Die Erfrischung in einem der Becken ist der perfekte Abschluss für einen ereignisreichen Ausflug.

Wasserbüffel im Sai-Yok-Nationalpark

Wasserfall im Sai-Yok-Nationalpark in Kanchanaburi
Wasserfall im Sai-Yok-Nationalpark, Bild:
Touch of eyes / shutterstocl

Auf dem Weg zum Nationalpark können Sie einen Abstecher zum Sai-Yok-Nationalpark machen. Er ist bekannt für Wasserbüffel und die berühmte Wanderroute: der Hellfire Pass.Es handelt sich hierbei um eine schmale Schlucht zwischen steilen Felsformationen, durch die die “Death Railway” gebaut wurde. Der Name “Hellfire Pass” rührt von dem infernalischen Anblick während der Bauarbeiten, als nachts die Fackeln der Zwangsarbeiter die Felswände beleuchteten. Vom Besucherzentrum führt ein kurzer Weg zu einer Aussichtsplattform. Von hier haben Sie einen Panoramablick auf die Felsen und den Fluss Kwai. Wenn Sie einen günstigen Moment erwischen, können Sie Wasserbüffel beim Baden beobachten.

In Kanchanaburi existieren ebenfalls vielerlei Möglichkeiten für Aktivitäten. Wie wäre es mit einer Floßfahrt auf dem Fluss Kwai? Verschiedene Anbieter organisieren halb- oder ganztägige Touren. Dabei genießen Sie die malerische Flusslandschaft auf einem Bambusfloß. Sie gleiten vorbei an Ufern, Höhlen und Wasserfällen. Für Abenteuerlustige werden auch 2-3 tägige Touren mit Zelten angeboten.

Klettern im Kanchanaburi Treetop Adventure Park

Wenn Sie Action bevorzugen, können Sie sich am River Kwai Jungle Rafts abseilen. Der Aufstieg entspricht eher Ihren Bedürfnissen? Im Kanchanaburi Treetop Adventure Park werden Sie bei einer ausführlichen Klettereinheit sicherlich auf Ihre Kosten kommen. Dieser liegt in schöner Natur am Flussufer. Er bietet Herausforderungen zwischen den Baumkronen auf verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Von Indiana-Jones-Brücken bis zu 400 Meter langen Seilrutschen ist für jeden Nervenkitzel gesorgt.

Besonders beliebt in Kanchanaburi ist auch das Reiten von Elefanten. Hier haben Sie die Gelegenheit, vom Rücken dieser sanften Riesen aus die malerische Natur zu erkunden. Es gibt Halbtages- oder Tagesausflüge, die auch das Füttern, Baden und Kennenlernen der Elefanten beinhalten.

Nach so viel Action haben Sie sich eine Pause verdient. Besuchen Sie eines der schönen Resorts am Flussufer und entspannen Sie mit Blick auf das Wasser. Beliebt sind vor allem die Floating Raft Houses. Hierbei handelt es sich um auf dem Fluss treibende Bambushäuser mit Terrassen. So können Sie das tropische Ambiente beim Schwimmen und Sonnenbaden genießen. Oder gönnen Sie sich eine wohltuende Massage – Thailand ist schließlich berühmt dafür. In Kanchanaburi gibt es zahlreiche Massagesalons, die zu erschwinglichen Preisen traditionelle Thai-Massagen anbieten.

Auch kulinarisch hat Kanchanaburi einiges zu bieten. Auf dem Nachtmarkt finden Sie eine große Auswahl an Leckereien wie gegrillte Fleischspieße, Frühlingsrollen oder extravagantes wie frittierte Insekten. Probieren Sie unbedingt die regionale Küche wie den Kanchanaburi Nudelsalat oder Fischgerichte. Besonders lecker ist der süßsaure Fisch im Bananenblatt. Und zum Abschluss des Tages lassen Sie den Abend am besten bei einem Drink an der belebten River Kwai Road oder am Ufer des Flusses ausklingen. Entlang der Straße reihen sich zahlreiche Bars, Restaurants und Nachtmarktstände. Hier herrscht typisch thailändische Urlaubsatmosphäre.

Rund um Kanchanaburi gibt es auch interessante Tagesausflugsziele, die sich für einen Abstecher lohnen:

  • Prasat Muang Singh Historical Park: Ruinenstadt mit Tempeln und historischen Gebäuden aus dem 13. Jahrhundert. Lädt zu einem Streifzug durch die Geschichte ein.
  • Wat Tham Seua: Bizarre buddhistische Tigertempel Höhle mit Mönchsmumien und atemberaubendem Blick von der Klippe.
  • Tham Than Lot National Park: Nationalpark mit imposanten Höhlen, unterirdischen Flüssen und spektakulären Stalaktiten. Ein Abenteuer für Höhlenforscher und Geologiefans.
  • Chungkai Allied War Cemetery: Friedhof mit Gräbern von Kriegstoten des Zweiten Weltkriegs. Ergreifende Gedenkstätte.
  • Krasae Cave: Höhle mit Buddhastatuen und farbenprächtiger Beleuchtung. Mystisch und interessant.
  • Wat Tham Khao Noi: Tempelanlage auf dem Berg mit 360 Grad Aussicht auf Kanchanaburi.
  • Kun Yuam Waterfall: Versteckter Wasserfall im Dschungel für Naturliebhaber und Abenteurer.
  • Chaloem Rattanakosin National Park: Nationalpark mit spektakulären Karsthöhlen zum Erkunden.

Mit seiner Mischung aus Kultur, Geschichte, Natur und Abenteuer ist Kanchanaburi der perfekte Ort, um Thailands Schönheit abseits der Touristenpfade zu erleben. Also nichts wie hin und diese einzigartige Region erkunden!