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Donnerstag, April 3, 2025
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Die besten Reise-Tipps für Safaga

53 Kilometer südlich von Hurghada liegt Safaga, ein alter Seehafen, der für seine saubere Luft, die schwarzen Sanddünen und die Mineralquellen bekannt ist. Safaga gilt als Ägyptens wichtigstes Phosphat-Exportzentrum und wichtiger Seehafen. Viele Besucher kommen auch aus medizinischen Gründen. Denn Safaga wird ein außergewöhnliches Potenzial zur Heilung von Psoriasis, Rheuma und Arthritis, aber auch bei Rückenproblemen und zur Verbesserung der Durchblutung nachgesagt. Durch seine positive Wirkung auf die Haut hat sich Safaga außerdem zu einer wahren Beauty-Pilgerstätte entwickelt.

Die sauberen Strände und die stets steife Meeres Brise machen Safaga zu einem hervorragenden Ort für Tauchferien. Obwohl Safaga eine hervorragende Destination zum Tauchein und Schnorcheln ist, ist die Stadt noch bekannter für ihre idealen Bedingungen zum Kite- und Windsurfen. 1993 fanden in Safaga sogar die Weltmeisterschaften im Windsurfen statt.

Die Stadt ist zudem ein perfekter Ausgangspunkt für Besichtigungs-Touren. In der Wüste westlich der Stadt finden sich ebenso viele historische Schätze wie im Roten Meer, das östlich an Safaga grenzt.

Für Tagesausflüge mit Schnellbooten zur Feuerwand, zum Verbotenen Riff oder zum Fährwrack von Arish El Tor buchen Sie sich am besten vor Ort einen lokalen Führer. Darüber hinaus bieten sich Ausflüge zu den berühmten Tobia-Inseln, zum Panorama Riff mit den hoch aufragenden Korallen von Abu Qitan und zum legendären Mons Claudianus, den Ruinen einer römischen Siedlung aus dem Jahr 68 n. Chr., In der Granitgebäude aus den umliegenden Bergen ausschließlich für den Zweck verwendet wurden das kaiserliche Rom zu verschönern, an.

Strände und Wassersport in Safaga

Die Strände in Safaga sind makellos und wunderschön. Die meisten Hotels in Safaga haben ihre eigenen Privatstrände, die ausschließlich Hotelgästen zur Verfügung stehen. Hotels und Resorts in Safaga bieten eine große Auswahl an verschiedensten Wassersportarten und Aktivitäten rund ums Meer, von Schnorchelausflügen bis hin zu Tretbooten, Kanufahren und Katamaranen.

Windsurfen in Safaga

Safaga, Windsurfen
Safaga ist ein paradies für Windsurfer, Bild: Kostin SS / shutterstock

Safaga war 1993 Austragungsort der Windsurf-Weltmeisterschaften am Roten Meer und genießt einen hervorragenden Ruf unter Wind- und Kitesurfen. Die Winde im Roten Meer entstehen durch den Temperaturunterschied zwischen Land und Wasser, und Safaga profitiert von einer im Allgemeinen flachen Küste ohne Saumriffe. Das schafft perfekte Bedingungen.

Safaga eignet sich dadurch hervorragend für Anfänger im Bereich Windsurfen, aber auch Fortgeschrittene kommen voll auf ihre Kosten.

Das alte Ägypten von Safaga aus

Karnak Tempel, Luxor
Der Karnak-Tempel in Luxor, Bild: Zbigniew Guzowski / shutterstock

Safaga ist ein guter Ausgangspunkt für Besichtigungen im Landesinneren. Luxor ist leicht zu erreichen. Es wird oft als das größte Freilichtmuseum der Welt bezeichnet. Aufgrund der zahlreichen gut erhaltenen antiken Denkmäler in der Stadt und ihrer Umgebung ist es das ideale Ziel für einen spannenden Tagesausflug. Die Stadt Luxor wurde auf den Ruinen der antiken Stadt Theben erbaut und befindet sich auf der Ostseite des Nils. Karnak liegt im Norden und Theben am Westufer. Es ist ein “Muss” für jeden Urlaub in Ägypten, den von Amenophis III. erbauten Luxor-Tempel und den Karnak-Tempel zu besichtigen. Luxor liegt auch in der Nähe des Tals der Könige und des Tals der Königinnen.

Mons Claudianus ist eine der am besten erhaltenen Stätten der römischen Zivilisation in Ägypten. Als römische Strafkolonie und Steinbruch wurden die von den Gefangenen bearbeiteten Steine ​​als Baumaterial für das Römische Reich verwendet. Die glänzenden schwarzen Steine ​​von Mons Claudianus sind noch heute in Hadrians Villa, im Portikus des Pantheons, in öffentlichen Bädern sowie in den Säulen und auf dem Boden des Venustempels in Rom zu sehen.

Sehenswürdigkeiten in Safaga

Fährwrack ‘El Arish El Tor’

Die norwegische Fähre ging 2002 unter und kam auf ihrer Backbordseite zum Erliegen. Das Wrack beginnt bei einer Tiefe von 15 Metern und geht bis auf 38 Meter herab. Sein Fisch-Reichtum und das reiche Wachstum von Weichkorallen, insbesondere an den Propellern, sowie die Überreste ehemaliger Sitzbereiche an Deck machen das Wrack für Wrack-Taucher und Unterwasser-Fotografen gleichermaßen lohnend. Selbst die einstigen Utensilien an Bord des Schiffes, wie etwa Schwimmwesten oder Feuerwehrschläuche sind noch zu sehen – keine davon wurde benötigt, als das Schiff langsam vor Anker sank, denn es war unbemannt. Auf diesem Wrack leben viele Barrakudas mit gelbem Schwanz, indische Makrelen jagen oft um sie herum und schwärmen über das Deck – ein unvergessliches Naturschauspiel.

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Mehr Informationen

Firewall

Das Riff bietet einen reichen Korallenwuchs und viele Meeredtiere wie Füsilier- und Ziegenfische sowie den allgegenwärtigen Feuerfisch. Auf dem Plateau befinden sich Gruppen kleinerer Korallenköpfe, in denen Anemonen und Clownfische beheimatet sind, sowie sogar die ansonsten seltenen Muränen. Auch Begegnungen mit großen Stachelrochen wie Federschwanz- oder Adlerrochen sind häufig.

Verbotenes Riff

Es ist ein großes Riff, das von Ergs begleitet wird. Neben dem Riff beträgt die Tiefe 10 Meter und weiter außerhalb bis zu 30 Meter, wo der Meeresboden mit bizarr geformten Korallenblöcken bedeckt ist. Diese Seite ist sehr reich an Fischen, insbesondere an Schwärmen von Füsilieren sowie an großen Jacks und Barrakudas. Gruppen von Delfinen besuchen diesen Tauchplatz ebenfalls häufig. Ein Tauchgang kann als Festmacher oder als Strömungstauchgang durchgeführt werden und ist für alle Niveaus geeignet.

Mons Claudianus

Diese riesige römische Stätte und wichtige Sehenswürdigkeit ist nach Mons Claudianus benannt, der einst grauer Granit für das Römische Reich lieferte. Eintausend Steinbrecher und römische Soldaten waren über zwei Jahrhunderte in diesem Teil von Hurghada stationiert. Noch heute sind im Pantheon, in Hadrians Villa und im unvollendeten Tempel der Venus Objekte aus Mons Claudianus zu sehen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die alten Festung, Wohnungen, Werkstätten, Ställe, Bäder, Granitsäulen und -Platten.

Panorama Riff

Tauchen Safaga
Safagas Unterwasserwelt ist ein Tauchparadies, Bild: pekk / shutterstock

Wenn Sie im Panorama Reef tauchen gehen wollen, sollten Sie mehrere Tauchgänge einplanen, da Sie diesen Ort nicht nur ein Mal besuchen werden. Dies liegt an dem riesigen Plateau und den reichen Abhängen, die Sie nicht verpassen sollten. Das Taucherparadies liegt 60-90 Minuten außerhalb von Safaga.

Das Riff ist das größte Riff in Safaga und bietet die wohl größte Unterwasser-Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Aufgrund der Strömung aus dem Norden bietet sich das Riff vor allem zum Drift-Tauchen an. Das Nordplateau gilt als Heimat von vielen lila Korallen, Delfinen und grauen Riffe, um nur einige zu nennen. Die Hauptattraktion des Riffs sind jedoch natürlich die steilen Wände, die mit einer Tiefe von mehr als 20 Metern in der Tiefe verschwinden. Das Korallenleben des Riffs zeichnet sich durch Weichkorallen aus. Der Reichtum an verschiedenen Fischarten in diesem Riff ist schlicht gigantisch. Es gibt zum Beispiel Papageienfische, Löwenfische und Skorpionsfische, um nur einige zu nennen.

Tobia Island

Tobia Island, ein Surfparadies, ist eine kleine Bankinsel mitten in der Bucht von Safaga. Die Insel Tobia gilt als perfekter Ort, um einen Tag auf See mit einem der vielen Tagesausflugs-Tauchboote zu verbringen. Es ist auch ein wunderbarer Ort zum Schnorcheln und Beobachten der hervorragenden Korallenköpfe im flachen Wasser, was das Schnorcheln einfach, unterhaltsam und ideal für Kinder macht. Für diejenigen, die es anspruchsvoller mögen, können von Topia Island aus einige der besten Tauchgänge in der Region unternehmen. Tauchboote bringen Sie zu verschiedenen Orten, an denen Sie mit einem einzigen Ausflug viele verschiedene Arten von Tauchgängen erleben können, von sandigen Untiefen bis zu hoch aufragenden Korallen-Säulen.

Tauchen im Roten Meer vor Safaga

Das Tauchen um Safaga ist abwechslungsreich und interessant. Es gibt weniger Tauchzentren als in Hurghada im Norden, was bedeutet, dass die Tauchplätze weniger überfüllt sind und die Korallen in einem besseren Zustand sind. Mit Tauchgängen an den Hausriffen für Anfänger und einigen tieferen Drift-Tauchgängen vor der Küste für Fortgeschrittene, ist für Taucher aller Niveaus etwas dabei. Die Korallenriffe zeichnen sich durch Zinnen, Hänge, Grotten und Überhänge aus und sind alle reichlich mit Meereslebewesen besiedelt. Es gibt auch das Wrack des Salem Express, einer hundert Meter langen Fähre, die im Dezember 1991 sank und leider etwa fünfhundert Passagiere an Bord, die nach Mekka pilgern wollten, mit in den Tod riss. Um es etwas weiter raus zu wagen, könnte ein Tauchsafari-Ausflug eine bessere Option für den begeisterten Taucher sein, da sonst in den meisten Resorts Tagestauchgänge von Booten oder vom Ufer aus angeboten werden.

Doch egal ob Sie ein Tauch-Abenteuer oder die perfekte Welle suchen, ob Sie sich einfach nur am Strand erholen oder die historischen Denkmäler des alten Ägypten erkunden möchten – bei einem Urlaub in Safaga kommen garantiert alle auf ihre Kosten.

Urlaub in Rheinhessen – Brückenschläge zwischen Rhein und Nahe

Grüne Berge und ein liebliches Stromtal: Rheinhessen ist ein Dorado für romantische Dichter, Maler und Sänger – wohl dem, der diesen Teil des Pfälzer Rheinlandes auf Schusters Rappen ode per Rad erkundet. So kann man zwischendurch getrost ein Gläschen Wein genießen.

Rheinhessen steht für Genuss und naturnahes Erleben. Der Wein ist hier allgegenwärtig. Winzer öffnen ihre Gasthäuser, die oft als Herberge dienen und charmante Städtchen laden zum Verweilen ein. Mittelrhein-Romantik und weite Blicke – hier fühlte sich schon Goethe wohl. Wer diese Region erkunden möchte, sollte mindestens eine Woche einplanen.

Zwischen Wein und Felsen – willkommen im „Land der Tausend Hügel“

Wormser Dom, Rheinhessen
Der Wormser Dom, Bild: Tobias Arhelger / shutterstock

Vorab: Wir weilen nicht in Hessen, wie es der Name vorgeben mag! Rheinhessen gehört seit dem Wiener Kongress (1815) den Pfälzern des Rheinlandes. Felder und Wälder, sanfte Bodenwellen, Wiesen oft mit Weinreben bewachsen, viele kleine Örtchen aus Sandstein gebaut – Rheinhessen ist wie ein Meer: Viele Perlen warten darauf, entdeckt zu werden. Weinberg reiht sich an Weinberg. Auf der Reise von Bingen über Alzey nach Worms findet der Urlauber eine sanfte Hügellandschaft vor. Immer wieder geht es bergauf und bergab.
Wer möchte mit der Seilbahn über einer Rebenlandschaft schweben? Ein Blumen-Präsent-Paradies besuchen, Weinwandern, tolle Feste und besondere Wein-Erlebnisse erfahren – es ist an der Zeit das deutsche Apulien zu entdecken!

Urlaub in „Weinhessen“ – ein Hauch von Mittelmeer

In Rheinhessen bildet das große Windröschen eine Blütenschönheit. Es liebt die Wärme. Insofern spricht vieles für die Klimagunst der Region. Der Lenz beginnt hier früher, der Herbst bietet dem Winter lange die Stirn. Zu Recht gilt Rheinhessen als die Toskana mitten in Deutschland. Hier gedeihen saftige Feigen, rassige Weine, süße Mandeln und Zitronen. Es herrscht beinahe mediterranes Klima. Weiße zipfelmützenartige Gebäude erinnern an Apulien in Süditalien. Die weißen Zuckerhüte – auch Trulli genannt – blitzen aus der Rebenlandschaft bei Flörsheim-Dalsheim hervor und sind zugleich das Markenzeichen des südlichen Rheinhessens. Zu empfehlen sei eine Trullo-Wanderung an jedem dritten Sonntag im Juni. Zahlreiche Besucher strömen dann zu den Weinberghäuschen mit den weißen Hüten, um deren Bewirtschaftung zu verfolgen.

Trulli Rheinhessen
Trullo in Westhofen, Bild: Jana Loesch / shutterstock

Von Bingen an stromaufwärts weitet sich das Tal des Rheins. Zwischen Rheinknie und der Grenze zum Elsass erstreckt sich das gewaltige Rheinbaugebiet Rheinhessen.
Im sonnenreichen Klima der Pfalz reift der edle Rebensaft, der die Menschen in gemütlichen Weinstuben zusammenführt. Überall laden kühle Gewölbekeller zu einer zünftigen Weinprobe ein. Dabei entpuppt sich der „Rheinfranke“ als gastlicher, lebensfroher Menschenschlag. Die Region ist von einer 2000 Jahre alten Kulturgeschichte geprägt. Der Wein führt auch immer wieder auf die Spuren der Römer. Es gibt kaum einen Ort ohne Reben. Die Römer haben in eingeführt, und die Franken nachfolgend gepflegt.

Berühmte Plätze im sonnigen Hügelland

Rhein bei Mainz
Der Rhein in Mainz, Bild: saiko3p / shutterstock

Besondere Orte entdecken und schöne Momente genießen – Rheinhessen lädt ein:
Beginnen wir mit den großen Namen der Weinwelt: Mainz, Oppenheim, Ingelheim und Nierstein. Alle großen Orte sind über öffentliche Verkehrsmittel bestens angebunden. Viele erkunden die Gegend per Muskelkraft oder mit dem E-Bike. Vor allem sind es aber die „Wandersleut“ , welche Rheinhessen zunehmend entdecken.
Nieder-Olm, Sprendlingen und Wörrstadt bilden das Herz der Region. Alzey agiert gern als die heimliche Hauptstadt Rheinhessens.

Nur ein Katzensprung, und man erreicht das jüdische Worms oder die sagenhaften Nibelungen, dem sich schon bald der Wonnegau anschließt. Die Domstadt Worms ist nicht nur die Heimat der Nibelungen, auch Luther stand hier 1521 vor dem Reichstag und sprach den bekannten Satz: „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders…“.

Und dann wäre noch der Eicher See, auch das „rheinhessische Meer“ genannt, gefolgt von der romanischen Lambertus-Basilika in Bechtheim oder die Stadtmauer in Dalsheim. Es gibt viel zu entdecken.

Verweilen wir noch einen Moment im Nördliches Rheinhessen – in Bingen! Hier, wo die Heimat der „Heilgen Hildegard“ ist, zwängt sich der Rhein durch eine Gebirgsenge gen Norden. Der sagenumwobene Mäuseturm war einst ein Maut-, also ein Zollturm. Und anders als die imposante Überlieferung erwarten lässt, steht er nicht in luftiger Höhe, sondern am, besser im Rhein und ist mehr ein linksrheinischer Ausläufer der rechtsrheinischen Burg Ehrenfels. Freilich ändert auch ein besagter Mäuseturm nichts daran, das sich die rheinromantische Begeisterung an den Höhenburgen entzündet.

Mainz überzeugt indes mit seinem hübschen Rheinufer, dem Kirschgartenplatz und den vielen Mainzer Weinstuben. Zu empfehlen ist eine Stadtführung. Mainz ist eine bezaubernde Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten.

3 Orte wie aus dem Märchen – über Stock und Stein und Hiwwel

„Hiwwel“ – so nennen sich die Hügel in Rheinhessen. Insgesamt gibt es neun dieser Hügel, wovon zwei im nördlichen Rheinhessen liegen. Bei Ingelheim führen sogenannte „Hiwwelwanderungen“ durch das größte Weinanbaugebiet in Deutschland.

Bei Appenheim ist der Tisch für Wanderer immer geöffnet. Appenheim ist ein zauberhafter Ort und zugleich ein echter rheinhessischer Rastplatz. Wie wäre es mit Weinliegen in den Appenheimer Hundertgulden? Einmal im Monat wird die Steinmauer zur Bar und die Gäste genießen ein Gläschen Wein in waagerechter Lage bei einer atemberaubenden Aussicht.

Sich von der Außenwelt abschirmen und kurz eintauchen: Wer idyllische Wanderwege sucht, wird in den Hohlwegen von Westerberg fündig. Einst wurden hier schwere Karren von Ochsen und Pferden gezogen. Heute überraschen die schmalen Biotope mit einer besonderen Pflanzenwelt.

Tipp: In Schwabenheim steht ein Fass – ein spezielles Fass. Die Idee ist grandios: In dem Fass befindet sich ein Kühlschrank, gefüllt mit köstlichen Weinen des Weinguts Schuck. Jederzeit können sich die Gäste ein Gläschen gönnen und auf Vertrauensbasis eine Spende hinterlassen.

Top Sehenswürdigkeiten in Rheinhessen auf einen Blick:

  • Stadtmauer in Dalsheim
  • Flonheimer Trullo
  • Jüdischer Friedhof in Worms
  • Dom St. Peter in Worms
  • Oppenheimer Unterwelten
  • Dom St. Martin in Mainz
  • Roter Hang in Nierstein
  • Binger Kulturufer
  • Schiefer Turm von Gau-Weinheim
  • Kaiserpfalz in Ingelheim

Die Rheinhessische Küche – ein Augen- und Gaumenschmaus

Rheinhessen vereint drei Komponenten: Wein, Brauchtum und Essen.

Tipps zur gemütlichen Einkehr:

Café Augenwaide in Flörsheim-Dalsheim
Hier ist für alle Sinne etwas dabei. Das Blumen-Präsente-Paradies eröffnet den Reigen. Am liebsten möchte man alles für zuhause mitnehmen. Das Angebot ist überwältigend schön. Anschließend gelangt man zu einer bezaubernden Anlage mit Garten. Entspannung pur: Bei Kaffee und Kuchen schaut man den Schafen beim Grasen zu.

Wasems Kloster Engelthal
Ein guter Wein zur rechten Zeit. Das Kloster ist kein gewöhnliches Kloster, es ist eine Weinerlebniswelt. Gastlichkeit, Geselligkeit und Genuss – Stöbern, Schlendern und im Klosterrestaurant einkehren. Beim Kloster-Brunch erfahren die Gäste unvergessliche Gaumenfreuden. So mancher möchte länger verweilen. Warum eigentlich nicht? Das urige Weinhotel lädt mit seinen komfortabel ausgestatteten Zimmern zu einem wunderschönen Aufenthalt ein.

Gut Morstein
Nicht weniger begeistern die Gemächer vom Gut Morstein. Das denkmalgeschützte Weingut liegt im Ortskern von Westhofen. Im Hof befindet sich ein zauberhaftes Restaurant mit einem herrlichen Garten. Hier wird nicht nur gemütlich geschlemmt und geschlummert, hier wird auch geheiratet. Das Gut ist die perfekte Hochzeitslocation in Rheinhessen.

Gut zu wissen: Zu den rheinhessischen Spezialitäten gehören Kartoffelkuchen, Spundekäs, Spargelragout mit Kräuter-Nudeln und Handkäs mit Musik, der so heißt, weil er dank seines hohen Anteils an Sauermilchkäsen Verdauungsgeräusche erzeugt.

Fazit: Rheinhessen ist immer eine Reise wert. Die Menschen sind herzlich, das Essen schmeckt und der Wein ist köstlich. Die Region zählt zweifellos zu den schönsten Landstrichen Deutschlands.

Lauterbrunnen und das Lauterbrunnental

Lauterbrunnen im Lauterbrunnental liegt im Berner Oberland in der Schweiz und ist zwischen auf beiden Seiten steil empor gehende Felswände eingebettet. Diese geografische Eigenschaft zieht Base-Jumper aus aller Welt an, die sich von den umliegenden Felsvorsprüngen in die Tiefe stürzen. Vom Nachbardorf aus führt eine Seilbahn auf das bekannte Schilthorn, von wo aus man eine grandiose und atemberaubende Aussicht über die Bergwelt und die Landschaft in der Region genießt.

Das Panorama-Drehrestaurant Piz Gloria dürfte den James Bond-Fans vom Sehen her bekannt sein, war es doch Ende der Sechzigerjahre Schauplatz von ein paar Szenen eines James Bond-Filmes. Der Name des Berges, der dem Restaurant seinen Namen gegeben hat, ist fiktiv. Das «Piz» verweist auf den Film-Schauplatz, der im Bündnerland gelegen hat und rätoromanischen Ursprungs ist, die Sprache Graubündens. Piz steht für Berg.

Die weltbekannten Wasserfälle von Lauterbrunnen

Lauterbrunnen Hauptstraße
Die Hauptstraße von Lauterbrunnen, Bild: Gaspar Janos / shutterstock

Im Lauterbrunnental gibt es ganze 72 Wasserfälle. Die bekanntesten sind der Staubbachfall sowie die Trümmelbachfälle. Der Staubbachfall ist fast 300 Meter hoch und schießt von dort in die Tiefe. Der Wasserfall ist bereits vom Dorf Lauterbrunen aus zu sehen. Dieser Wasserfall stäubt besonders stark, was der Thermik in der Gegend geschuldet ist. Daher rührt auch sein Name. Die Trümmelbachfälle zählen zum UNESCO-Welterbe und das Wasser stammt aus den bekannten Bergen Eiger, Mönch und Jungfrau.

Über die Jahrtausende wurde eine sehr schmale Kluft in die Felswand gewaschen, die auch heute noch sehr schmal ist und die Besucher immer wieder von neuem fasziniert und beeindruckt. Darin stürzt der Bach in über zehn Wasserfällen in die Tiefe. Zuoberst liegen die Wasserfälle so tief in der Spalte zwischen den Felsen, dass kein Tageslicht mehr zu ihnen gelangt und sie deshalb besonders eindrücklich zu beobachten sind. Seit Anfang des letzten Jahrhunderts wurde die Gegend um die Trümmerbruchfälle mit Treppen und Wegen begehbar gemacht und sie zählt heute zu einem der beliebtesten Ausflugsziele im Berner Oberland.

Das Wanderparadies im Berner Oberland

Lauterbrunnental
Das Lauterbrunnental lädt zu ausgiebigen Wanderungen ein, Bild:Noah Sauve / shutterstock

Die Jungfrau-Region mit ihren majestätischen Berggipfeln lädt zu ausgedehnten Wanderungen ein. Die Region ist bekannt für ihre zahlreichen Wanderwege in allen Schwierigkeitsstufen. Sehr zu empfehlen ist eine Wanderung durch das Lauterbrunnental. Insbesondere im Frühjahr, wenn der Schnee schmilzt, führen die Bäche und Wasserfälle viel Schmelzwasser und geben ein eindrückliches Bild ab, wenn die Wassermassen in die Tiefe schießen.

Für Kletterfreunde ist der 900 Meter hohe Schwarzhorn-Klettersteig zu empfehlen. Das 3000 m hoch gelegene Ziel erreicht man über diverse Leitern und Kletterpassagen. Die Kletterwand selbst erreicht man über einen einstündigen Fussmarsch von der Bergstation aus. Oben angekommen genießt man eine wunderbare Aussicht über die gesamte Bergwelt der Region.

Ausflug in die Höhe ohne anstrengendes Hochwandern

Staubbachfall, Lauterbrunnen
Der Staubbachfall, Bild: kudla / shutterstock

Wer nicht gern bergauf läuft, für den ist der Eigertrail genau das Richtige. Die Höhe erreicht man mit der Wengernalpbahn und läuft anschliessend zurück ins Tal. Während rund zwei Stunden führt der Weg der Eigernordwand entlang und es gibt eine einen herrlichen Ausblick ins Tal zu genießen.

Ein weiterer wunderbarer Ausflug ist jener auf die Schynige Platte. Eine Zahnradbahn fährt über sieben Kilometer in die Höhe und überwindet dabei fast 1’500 Höhenmeter. Die passierte Natur ist atemberaubend schön. Wälder, üppige Blumenwiese und sommerndes Alpvieh geben ein idyllisches Bild ab. Oben angekommen wird das Ganze mit einem imposanten Blick auf den Brienzer- und Thunersee getoppt. Die Sicht in die zum Teil schneebedeckten Alpen machen den Ausflug perfekt.

Jungfraujoch – Top of Europe

Jungfraujoch
Mit der Bahn hoch auf das Jungfraujoch, Bild: Gaspar Janos / shutterstock

Einen Ausflug auf das Jungfraujoch darf man sich nicht entgehen lassen. Mit fast 3’500 Metern Höhe ist eine gewisse Höhenverträglichkeit Voraussetzung, um den Ausflug unbeschwert genießen zu können. Das Jungfraujoch zählt zu den beliebtesten Reisezielen der Schweiz. Dies auch deshalb, weil man bis nach oben mit einer Bahn fahren kann und mühsames Bergsteigen entfällt. Der Bahnhof ist der höchstgelegene Bahnhof Europas. Die Aussicht auf den Aletschgletscher und die umliegende Bergwelt ist fantastisch. Wenn die Fernsicht gut ist, dann sieht man mehrere Kilometer weit. Ein besonderes Highlight auf dem Gipfel ist der Besuch des Eispalastes, wo Künstler wundervolle Skulpturen aus Eis geschaffen haben.

Weitere Möglichkeiten, die Gegend zu erkundigen

Jene, die etwas mehr Abenteuer benötigen, verbringen einen Tag auf der Bike-Strecke. Bekannt dafür ist der Grütsch-Trail. Dank einer Bergbahn entfällt das mühsame Hochtreten und man kann sich voll auf die Abfahrt konzentrieren. Die Strecke hat es in sich. Steile Abschnitte und enge Passagen erfordern einiges an Können. Der Trail ist rund drei Kilometer lang und geht über eine Strecke von 600 Höhenmetern. Das Ziel der Strecke ist direkt bei der Talstation. So können jene, die noch nicht genug haben, ein weiteres Mal hochfahren und die Abfahrt nochmals genießen.

Wer gerne etwas über die Geschichte der Schweiz lernen möchte, dem ist das Freilichtmuseum Ballenberg bei Brienz zu empfehlen. Alte Häuser sind aus der ganzen Schweiz hierher transportiert worden und können besichtigt werden. Das Gelände ist in die einzelnen Kantone der Schweiz aufgeteilt und viele der Gebäude können sogar von innen besichtigt werden.

Valldemossa – die Perle Mallorcas

Mallorca hat unendlich viel zu bieten und für jeden Geschmack ist etwas mit dabei. Ob Pauschaltourismus an Ballermann, Schinkenstraße & Co., die Inselhauptstadt Palma de Mallorca mit ihrer prächtigen Kathedrale oder lieber doch die unzähligen kleinen, aber feinen Dörfer und Küstenorte – Mallorca trifft garantiert für jeden Urlauber genau das Richtige. Kaum eine andere Insel hat eine derart vielfältige Palette zu bieten und darum ist die Baleareninsel auch so beliebt bei sämtlichen Touristen, denn jeder kommt hier allerbestens auf seine Kosten. Die Deutschen bezeichnen Mallorca liebevoll als ihr siebzehntes Bundesland und würden es wahrscheinlich sofort adoptieren, wenn das möglich wäre.

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Mehr Informationen

Am meisten lohnt es sich, mit einem Mietwagen oder, wer dies bevorzugt, mit einem Zweirad oder auch Fahrrad über die Insel zu kurven und diese mit all ihren Facetten kennenzulernen. Man entdeckt dabei Plätze und Orte, die verträumt zum Verweilen einladen und Mallorca in seiner ganzen Ursprünglichkeit zeigen. Nicht wenige sind dabei erstaunt, wie traumhaft schön die Balearische Insel sich präsentieren kann – vor allem, wenn man vielleicht in einer der Bettenhochburgen an einigen der Orte abgestiegen ist, die sicherlich mit ihrem Angebot auch einen gewissen Reiz haben können, aber selbstverständlich nicht mit der Pracht und Authentizität einiger entzückender kleinerer Orte mithalten können.

Unterwegs im Nordwesten der Insel

Auf Entdeckungstour über die Baleareninsel Mallorca kommt man unweigerlich auch in den Nordwesten Mallorcas, der mit seinen unzähligen Serpentinen vor allem die Radfahrer auf ausgedehnte Trekking- oder Rennradtouren einlädt. Man begegnet unterwegs in der hügeligen Landschaft immer wieder großen Gruppen, die sich an der anspruchsvollen Strecke erfreuen und oben angekommen, sich in einem der Cafés an einem kühlen Getränk laben. Viele niedliche Dörfer laden zum Erkunden ein und ein Spaziergang durch den Ort mit einem anschließenden Lunch oder Kaffee trinken ist jedes Mal ein echtes Erlebnis.

Zu diesen Orten gehören im Nordwesten Mallorcas verschiedene Dörfer, aber vor allem muss man Deià besucht haben, Esporles sowie Sóller. Das absolute Prachtstück dieser Region ist aber das kleine Örtchen Valldemossa, das man sich bei seinem Aufenthalt nicht entgehen lassen sollte. Valldemossa liegt im Tramuntanagebirge und hat gerade einmal knapp 2.000 Einwohner. Von Palma de Mallorca aus fährt man etwa 20 Minuten mit dem Auto hierher und taucht förmlich in eine andere Welt ein fern vom Trubel des (Massen-) Tourismus. Hier flaniert man in aller Ruhe über kopfsteingepflasterte Straßen und besichtigt diesen hübschen Ort, der sich seine Ursprünglichkeit erhalten hat.

Die Geschichte Valldemossas

Der Name Valledemossa ist der Überlieferung nach dem arabischen Herrscher Musa gewidmet, der an dieser Stelle Besitz gehabt haben soll. So bedeutet der Ortsname Valle de Musa, was so viel wie „Tal des Musa“ heißt. Auch die verschiedenen Könige der Insel haben im Laufe der Zeit Valldemossa gerne und oft besucht, weil sie ihn für sein äußerst angenehmes Klima in den heißen Sommermonaten sehr schätzten. Im 13. Jahrhundert war König Jaume II. König von Mallorca und baute in Valldemossa seinen Palast, den sein Sohn Sancho I. nach dessen Tod weiter ausbauen ließ. Die Mallorquinische Bevölkerung verehrt in Valldemossa ihren einzigen eigenen Heiligen, und zwar Santa Catalina Thomas. Man kann unweit der Kirche Sant Bartomeu ihr Geburtshaus sowie einen heiligen Schrein besichtigen.

Auf den Spuren von Chopin

Chopin, Valldemossa
Chopin-Büste in Valldemossa, Bild: John-Fs-Pic / shutterstock

Valldemossa wird von Anhängern der klassischen Musik aber ebenso von vielen Kulturbegeisterten aufgesucht, um das ehemalige Kloster zu besichtigen, in dem 1838-1839 der berühmte polnische Komponist Frédéric Chopin zusammen mit der französischen Schriftstellerin George Sand überwinterte. Die beiden hatten sich durch ihren gemeinsamen Bekannten Franz Liszt kennengelernt und waren ein Liebespaar geworden. Chopin erhoffte sich durch die milden Temperaturen eine Besserung für seine Tuberkuloseerkrankung. Während seines Aufenthaltes in Valldemossa verfasste er seine berühmte Préludes op. 28, zu der auch die bekannte Regentropfen-Prélude gehört. Das Kloster ist heute für Besucher geöffnet und kann besichtigt werden. In verschiedenen Ausstellungsräumen findet man typisch mallorquinische Dinge sowie Gegenstände, die mit Chopin im Zusammenhang stehen. Das Chopin-Museum enthält auch das Original-Klavier aus der Zeit.

Sehenswertes in Valldemossa

Kartäuserkloster Valldemossa
Das Kartäuserkloster in Valldemossa, Bild: David Sandron / shutterstock

Eigentlich ist der gesamte Ort Valldemossa eine Sehenswürdigkeit, denn die kleinen gepflegten Häuschen mit ihren Blumenumrankten Fenstern sind an sich schon absolut sehenswert. Darüber hinaus besticht die umliegende Landschaft mit ihrer Terrassenförmigen Form und die Hügel des Tramuntanagebirges erstrecken sich, soweit das Auge reicht. Der höchste Gipfel der Region, der Puig des Teix, ist vor allem bei den Wanderern sehr beliebt. Die winzigen Gassen sind mit kleinen Geschäften und Läden ausgestattet und laden zum entspannten Stöbern ein. Jeden Sonntag findet in Valldemossa ein Straßenmarkt statt, auf dem man typisch mallorquinische Köstlichkeiten wie Käse, Chorizo oder Serrano-Schinken erstehen kann.

Das königliche Kartäuserkloster Real Cartuja war früher Teil des Königspalasts und ist heute mit allen Bestandteilen zu besichtigen. Dazu gehören die Kirche, das Kloster sowie die alte Apotheke. Unzählige Besucher finden sich jede Saison ein, um dieses wirklich bemerkenswerte Areal mit all seinen historischen Gebäuden zu erkunden. Der Besuch hält auch ein Klavierkonzert mit Werken des Komponisten Chopin vor. In Valldemossa steht das Kulturzentrum Costa Nord, das über das Tramuntanagebirge sehr anschaulich informiert und zu verschiedenen kulturellen Veranstaltungen einlädt. Der US-amerikanische Hollywood-Schauspieler Michael Douglas hatte das Zentrum ins Leben gerufen; er selbst besitzt ein Haus zwischen Deià und Sóller.

Cafés und Restaurants in Hülle und Fülle

Shopping Valldemossa
Die kleinen Gäschen von Valldemossa laden zum entspannten Besuch des Ortes ein, Bild: Rolf E. Staerk / shutterstock

In Valldemossa kann man ganz wunderbar in eines der vielen Cafés oder Restaurants einkehren und in Ruhe die vorüberziehenden Touristen und die geschäftigen Einheimischen beobachten. Dabei hat man eine große Auswahl an unterschiedlichen Restaurationen und kann sich durch die leckere spanische Küche mit ihren Tapas oder anderen lukullischen Spezialitäten schlemmen.

Besonderer Tipp: Die Kaffeehauskette „Cappuccino“ ist an vielen Orten auf Mallorca beheimatet, vor allem in der Inselhauptstadt Palma. In Valldemossa findet man direkt am Dorfplatz das „Grand Café Cappuccino“, das ausgesuchte Kaffee- und Teespezialitäten serviert. Die Karte bietet zu jeder Tageszeit ausgewählte Köstlichkeiten an und zieht zuverlässig die Besucher der Ferieninsel Mallorca in ihren Bann.

 

Die wichtigsten Fragen zu Valldemossa

Wo liegt Valldemossa?

Valldemossa liegt im Nordwesten von Mallorca in der Region Serra de Tramuntana.

Wie weit ist es von Palma nach Valldemossa?

Valldemossa liegt 18km nördlich von Palma im Nordwesten von Mallorca.

Wie viele Einwohner hat Valldemossa?

Valldemossa hat knapp 2.000 Einwohner.

Wie hoch liegt Valldemossa?

Valldomossa liegt auf einer Höhe von 420 Metern über dem Meeresspiegel.

Wann ist Markt in Valldemossa?

Der Markt der in Valldemossa findet jeden Sonntag von 9.00 bis 15.00 Uhr statt

 

Tradition und Moderne: Japans lebendige Spiele-Kultur verzaubert Urlauber

Japan und seine Hauptstadt Tokio sind Orte mit einer weit zurück reichenden Kultur und jeder Menge Traditionen. Auch Spiele sind dabei besonders wichtig. Die rund 126,8 Millionen Einwohner des Staates tun kaum etwas lieber, als mit elektronischen und nicht-elektronischen Spielen zu entspannen. Insbesondere ab der Meiji-Zeit, die bis 1919 dauerte, öffnete Japan sich für interkulturelle Einflüsse, was sich auch in der Unterhaltungs- und Reisekultur niederschlug. Wie aus Shogi Pachinko wurde und aus Pachinko Arcade-Hallen und warum Urlauber genau von diesen so fasziniert sind.

Lange Geschichte

Das Land der aufgehenden Sonne verfügte schon vor über 1.000 Jahren über eine reiche Unterhaltungskultur. Shogi beispielsweise ist eines der traditionellen japanischen Spiele, das im 8. Jahrhundert aus China importiert wurde, und wird zur selben Familie wie das westliche Schachspiel gezählt. Mit etwa achthundert Spielfiguren in der „ultimativen“ Form gehört es zu den komplexesten Spielen überhaupt. Go, ein Strategiespiel für zwei Spieler, hat eine ebenso lange Geschichte, wie auch Sugoroku (übersetzt „Ein Paar Sechser“), ein japanisches Würfelspiel. Spiele wurden dabei nicht nur am Hof gespielt, sondern auch in der breiten Bevölkerung. Durch die geografische Lage Japans als Inselstaat war der Einfluss anderer Länder auf die Kultur relativ begrenzt. Lediglich aus China wurden viele kulturelle Sitten sowie Spiele übernommen. Kein Wunder also, dass auch China stets Touristen anlockt.

Die Öffnung zum Westen

Doch ab Mitte des 19ten Jahrhunderts öffnete sich Japan im Zuge der Meiji-Restaurierung für westliche Einflüsse, wie Monsieur-Becker schreibt. Die Kombination von Tradition und Moderne, die aus dieser Öffnung entstand, ist noch heute bezeichnend für das Land der aufgehenden Sonne: In Japan leben brandmoderne Einflüsse neben jahrtausendealter Kultur, ohne dass die Einwohner sich an diesen Gegensätzen stören würden. Dies ist wichtig, um den Einfluss von Technologie auf die japanische Unterhaltungsindustrie zu verstehen. Auch Hanafuda wurde von diesen Einflüssen erfasst. Hanafuda sind japanische Spielkarten, der Name kann mit „Blumen-Karten“ übersetzt werden.

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Pachinko-Boom

Ab dem 20ten Jahrhundert waren es dann Pachinko-Spiele, welche die japanische Spielszene dominierten. Die ersten Pachinko Maschinen wurden bereits in den 1920er Jahren gebaut und waren vor allem in Tokio und anderen großen Städten sehr populär. Pachinko ist eine Mischung aus Geldspielautomat und Arcade-Automaten. Die Spieler kaufen kleine Metallkugeln, füllen diese in die Maschine und können dann mit einem Hebel bestimmen, wie schnell diese auf das Spielfeld befördert werden. Ziel ist es, die Kugeln durch ein Labyrinth in Speziallöcher zu befördern, um Gewinne abzustauben. Über die Jahrzehnte wurden die Maschinen immer komplexer und technischer und es bildete sich ab den 1980er Jahren eine Arcade-Kultur um Pachinko heraus. Im Jahr 1994 wurde der japanische Pachinko-Markt auf einen Wert von etwa 300 Milliarden Dollar geschätzt. Besonders Touristen sind von den lauten und bunt leuchtenden Pachinko-Hallen fasziniert. Fast in jedem Distrikt von Tokio stehen heutzutage die beliebten Spielhallen, oft sogar nicht weit von ruhigen Tempeln oder Parks entfernt. Diese Gegensätze zählen meist zu den Gründen, warum Städte wie Tokio oder Kyoto bei Reisenden so beliebt sind.

Tradition und Moderne bei elektronischen Spielen

Schließlich war es erneut die Kombination aus Tradition (Pachinko) und Moderne (elektronische Spiele), welche die japanische Spielkultur zu neuem Leben erblühen ließ: Etwa ab 1980 herum, florierten japanische Arcade-Spiele. Ob Pac-Man, Donkey Kong oder Mario Brothers: Sie alle hatten ihren Ursprung in den Arcade-Hallen, wo sie die Kunden in Scharen an die Automaten lockten, um Yen-Münzen einzuwerfen. Und diesmal war die Popularität der japanischen Spiele nicht mehr nur auf Ostasien beschränkt: Firmen wie Namco, Nintendo, beispielsweise mit der aktuellen Konsole Nintendo Switch, die es auf Amazon zu kaufen gibt, und später Sony, exportierten ihre Videospiele in den Westen und nahmen einen immer größeren Einfluss auch auf die dortige Kultur. Als

Und das sieht man inzwischen an jeder Ecke und in vielen Bereichen: Westliche Arcade-Hallen, die es auch bei uns noch vereinzelt gibt, sind zum Beispiel stark von ihren japanischen Pendants inspiriert. Wer heute Arcade-Spiele spielt, der vergnügt sich mit großer Sicherheit mit einem Produkt aus Japan. Ob Spiele von Nintendo, Namco oder Sega: Spielhallen sind auch bei uns sehr japanisch. Das Prinzip des Arcade-Gamings, nämlich das Bieten leicht zu erlernender Spiele, welche die Nutzer immer wieder erneut spielen möchten, um besser zu werden und Spaß zu haben, ist zudem eine der Grundlagen des heutigen Videospielmarktes geworden – und zwar in aller Welt. Videospiele erzielen in Deutschland inzwischen einen Umsatz von 1,08 Milliarden EURO jährlich, wie Statista schreibt. Auch ein weiterer Bereich ist eng mit den japanischen Arcade-Hallen verwandt: Online Casinos, die in Deutschland inzwischen jährlich mehr als eine Milliarde Euro Umsatz erzielen, haben das Spielprinzip der Arcade bereits auf Games wie Poker und Roulette übertragen. Eine kurze Spielrunde zwischendurch, dazu eine große Auswahl an Automaten und eine moderne Aufmachung. Wie vielfältig das Angebot aufgrund der hohen Nachfrage ist, kann man bei Anbietern wie Betway Online Casino gut erkennen. Und zuletzt waren es auch zum Großteil die japanischen Videospiele und Arcade-Hits, die einer ganzen Reihe anderer östlicher Einflüsse in Europa den Weg bereitet haben: Manga und Anime zum Beispiel sind so in Deutschland bekannt geworden.

Lebendige Arcade-Kultur für Touristen

Japan Spiele
Bild: Alexander Vow / shutterstock

Während es im Westen heute kaum noch Arcade-Hallen gibt, ist die Arcade in Japan so lebendig wie eh und je. Wer in Japan die reiche Spiele-Kultur als Urlauber bestaunen möchte, besucht am besten Tokios Stadtbezirk Akihabara: Das Viertel ist voll von Arcade-Hallen, Pachinko-Hallen und anderen elektronischen und nicht-elektronischen Unterhaltungsmöglichkeiten, wie Wanderweib schreibt. Die insgesamt rund 13,92 Millionen Einwohner fassende Mega-Stadt hat aber auch in anderen Vierteln viel zu bieten. Sie kann problemlos mit dem Zug erreicht werden. Und auch Kyoto, Firmensitz des Traditionsunternehmens Nintendo und kulturelles Zentrum Japans, bietet von Go über Pachinko bis zu Spielautomaten eine große Auswahl.

Fazit

Japans Spielkultur ist weitläufig, in Tradition verwurzelt und gleichzeitig modern – das fasziniert auch Urlauber. Von aus China importierten Spielen wie Shogi, über Hanafuda Karten und Pachinko bis hin zu modernen Arcade-Hallen und Videospielen war es ein langer Weg. Stets beeindruckend ist dabei, wie Japan seine eigene Identität bewahren konnte, ohne sich vor den Einflüssen aus dem Ausland zu verschließen. Besonders die schrillen Farben, bunten Lichter und lauten Geld- und Soundgeräusche der japanischen Arcade-Hallen ziehen jährlich eine Vielzahl von Touristen an. Unser Tipp für Spielfans lautet dabei: Akihabara.

 

Karibik: Die großen Antillen

Der Mythos der Großen Antillen

Ähnlich wie das vielfach mythisch verklärte und sagenumwobene Inselreich „Atlantis“, das einer Schilderung des griechischen Philosophen Platon aus dem 4. Jahrhundert zufolge angeblich vor etwa 12.000 Jahren eine global bedeutenden Seemacht gewesen sein soll, welche jedoch durch eine schwere Naturkatastrophe zerstört wurde, hat auch die im 15. Jahrhundert in Europa erstmals auf Karten verzeichnete Phantominsel „Antilia“ vermutlich niemals existiert.

Das in zeitgenössischen arabischen und portugiesischen Quellen auch als „Ilha das Sete Cidades“ (Insel der sieben Städte) bezeichnete und ungefähr auf dem 31. Breitengrad in der Region des heutigen Kuba lokalisierte legendäre Eiland könnte aber angesichts der vielen untermeerischen Bergspitzen, Süßwasserquellen und vulkanischen Schichten in der tektonisch bis heute sehr aktiven Karibik vielleicht doch ein reales Vorbild gehabt haben. Ungeachtet dieser bis heute letztlich nicht gänzlich geklärten Frage hat die Insel „Antilia“ doch gemäß einer wissenschaftlich mehrheitlich akzeptierten Annahme den Namen der karibischen Inselgruppe der Antillen als Teil der Westindischen Inseln vor den Küsten Mittel- und Südamerikas begründet.

Die Großen Antillen sind heute der größte und bevölkerungsreichste Teil der Karibik

Als Christoph Kolumbus während der Entdeckung des später so benannten Amerikas im Oktober 1492 zuerst die östlich gelegene Bahamas-Insel Guanahani (San Salvador) betrat und Ende Dezember des selber Jahres auch auf Hispaniola und Kuba landete, werden er und seine Mannschaft mit der zu dieser Zeit weitverbreiteten Sage über „Antilia“ also aller Wahrscheinlichkeit nach vertraut gewesen sein. Zunächst wurden sämtliche Inseln in der Karibik von den spanischen Eroberern allerdings als heute genauer begrenzte Inseln über dem Winde („Islas de Barlovento“) bezeichnet. Auch die Briten nannten die Eilande im 18. Jahrhundert meist „Forward Islands“, der Name und die geografische Unterscheidung in Große und kleine Antillen ist erst seit Beginn des 19. Jahrhundert allgemein geläufig und üblich. Heute bilden die Großen Antillen im Westen der Karibik bestehend aus den Inseln und Inselgruppen Kuba, Hispaniola, Jamaika, Puerto Rico, Navassa und Cayman Islands mit über 207.000 km² und zusammen zurzeit ca. 38 Millionen Einwohnern jeweils um die 90 Prozent der Fläche und Bevölkerung aller Westindischen Inseln.

Kuba: Die größte Insel der Antillen besitzt eine äußerst ereignisreiche Geschichte

Kuba
Auf Kubas Straßen ist immer etwas los, Bild EvijaF / shutterstock

Mit knapp 110.000 km² Fläche und aktuell über 11 Millionen Einwohnern ist die größte Insel der Großen Antillen auch in landschaftlicher, kultureller sowie touristischer und nicht zuletzt politischer Hinsicht das wohl mit Abstand berühmteste Eiland der gesamten Region. Vom frühen 16. Jahrhundert bis 1898 spanische Kolonie, stand Kuba bis zur erfolgreichen Revolution im Jahr 1959 trotz formaler Unabhängigkeit lange Zeit unter US-amerikanischer Kontrolle. Nach der über Jahrzehnte andauernden Unterstützung durch die Sowjetunion litt die Insel nach dem Ende des „Ostblocks“ in den frühen 1990er-Jahren in der „Sonderperiode in Friedenszeiten“ große wirtschaftliche Not.

Als Reaktion hierauf erfolgte eine Öffnung des letzten offiziell sozialistischen Landes in der westlichen Welt für den internationalen Tourismus. Neben der gleichermaßen mondänen wie auch morbiden Hauptstadt Havanna zählen Santiago de Cuba als zweitgrößte Stadt, Cienfuegos an der südlichen Karibikküste sowie Santa Clara mit Che Guevaras Grabstätte und Trinidad mit dem als UNESCO-Weltkulturerbe geschützten Zentrum zu den meistbesuchten Zielen.

Cayman Islands: Als Dank für Seenotrettung spendierte der König Steuerfreiheit

Die aus Grand und Little Cayman sowie Cayman Brac bestehenden und zusammen ca. 264 km² großen Cayman Islands liegen 350 Kilometer südlich von Kuba. Erstmals von Europäern entdeckt und wegen der vielen Schildkröten als „Las Tortugas“ benannt, wurde die Inselgruppe bei der vierten Entdeckungsreise von Christoph Kolumbus im Mai 1503. Ihren Namen „Las Caymanas“ erhielten sie aufgrund der dort ebenfalls zahlreich lebenden Spitzkrokodile im frühen 17. Jahrhundert.

Die englische Herrschaft begann 1670, erste Siedlungen und Plantagen mit afrikanischen Sklaven entstanden ab 1730. Einer Legende zufolge soll der heutige Status als Steuerparadies bereits 1794 vom damaligen britischen König Georg III. als Dank für die Rettung einer in Seenot geratenen Schiffsflotte durch die Insulaner gewährt worden sein. Zur noch gemeinsam mit Jamaika verwalteten Kronkolonie wurden die Inseln 1863, seit 1962 sind sie ein eigenständiges Überseegebiet des Vereinigten Königreichs. Heute spielen vor allem Bade- und Tauchtourismus wichtige Rollen. Bekannte und viel besuchte Reiseziele sind der Seven Mile Beach, Stingray City und Queen Elizabeth II Botanic Park, das Cayman Turtle Centre sowie die maritimen Schutzgebiete Salina Reserve und Cayman Island Marine Park.

Jamaika: Rasta, Reggae, Rum und ritueller Rauch haben die Insel berühmt gemacht

Jamaika Obststand
Ein typischer Obststand auf Jamaika, Bild: LBSimms Photography / shutterstock

Auf der mit fast 11.000 km² Fläche drittgrößten Insel der Großen Antillen leben zurzeit gut 2,7 Millionen Einwohner mit zu über 90 Prozent afrikanischer Herkunft. Jamaika liegt je ca. gut 150 Kilometer südlich bzw. westlich von Kuba und Hispaniola, trotz der relativ geringen Größe verfügt die erdgeschichtlich vergleichsweise junge Insel über erstaunlich vielseitige und unterschiedliche Landschaften. Das Inselinnere wird von bis zu mehr als 2.200 Meter hohen Bergketten wie den im Osten gelegenen und als Anbaugebiet für die erlesene und kostspielige Kaffeesorte „Jamaican Blue Mountain“ bekannten Blue Mountains bestimmt. Die Küsten der Insel sind größtenteils deutlich flacher, traumhaft tropische Strände wie aus dem Bilderbuch sind beispielsweise Doctor’s Cave Beach Club in Montego Bay, Bluefields Beach Park in Westmoreland und der nach dem musikalischen Exportschlager Jamaikas benannte Reggae Beach zwischen Ocho Rios und Oracabessa an der Nordküste. Der von der in den 1930er-Jahren auf der Insel entstandenen Glaubensgemeinschaft der Rastafari gepflegte genuin jamaikanische Musikstil wurde in den 1970er-Jahren auch global populär. Häufig mit imposanten „Dreadlocks“ (Filzlocken) geschmückt, lehnen die meisten Rastas zwar den Konsum des vorzüglichen Rums aus Jamaika ab, genießen aber gerne das von ihnen „Ganja“ genannte sowie als heilig und heilend verehrte Cannabis.

Navassa Island: Die winzige unbewohnte Insel ist allenfalls strategisch bedeutsam

Die nur 5,4 km² große, 1504 erstmals von gestrandeten spanischen Matrosen betretene und in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis 1898 intensiv für den Abbau des dort natürlich vorkommenden Düngemittels Phosphorit genutzte Insel war seit dem frühen 20. Jahrhundert lediglich sporadisch von wenigen US-amerikanischen Militärangehörigen und Wissenschaftlern bewohnt. Seit Dezember 1999 steht Navassa Island als von den USA beanspruchte „United States Minor Outlying Island“ vollständig unter Naturschutz und darf grundsätzlich nicht betreten werden.

Als Reiseziel ist das einsame Eiland gut 54 Kilometer vor dem westlichsten Punkt Haitis also nicht von Interesse. Strategischen Wert besitzt die Insel für die Vereinigten Staaten jedoch aufgrund ihrer Nähe zum berüchtigten Stützpunkt „Guantanamo Bay Naval Base“ an der Südostküste Kubas. Schlagzeilen machte Navassa 1996 und 2005, als ein Dokumentarfilmer sowie ein früherer somalischer Honorarkonsul gerichtlich bzw. mit der Gründung einer Mikronation letzten Endes erfolglos versuchten, Territorialansprüche geltend zu machen.

Hispaniola: Zwei relativ ungleiche Brüder teilen sich heute das karibische „Spanien“

Das mit knapp 76.500 km² Fläche zweitgrößte Eiland sowohl der Großen Antillen als auch der Westindischen Inseln zwischen Kuba, Jamaika und Puerto Rico war bis zur Ankunft der Spanier im Jahr 1492 von bis zu drei Millionen Angehörigen der indianischen Völker Arawak und Ciboney bevölkert. Deren Anzahl verringerte sich nach dem Beginn der spanischen Kolonialherrschaft im 16. Jahrhundert durch eingeschleppte Seuchen sowie unmenschliche Sklavenarbeit rapide bis zum fast kompletten Aussterben.

Diverse blutige Aufstände von indigenen und schwarzen Sklaven, Überfälle von Seeräubern, kriegerische Konflikte zwischen den erbittert konkurrierenden Kolonialmächten Spanien und Frankreich sowie Bürgerkriege und Naturkatastrophen prägten die bewegte Historie Hispaniolas bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Seit 1844 teilen sich das kleinere Haiti im Westen und die fast doppelt so große Dominikanische Republik im Osten die Insel. Speziell die Letztgenannte hat sich mit ihren Tourismuszentren Puerto Plata, Samaná, Punta Cana und Bávaro seit den 1980er Jahren zur beliebten Destination für Badeurlaub entwickelt. Weitere populäre Ziele in der „Domrep“ sind Cabarete, Playa Dorada und Las Terrenas sowie Bayahibe, Barahona, Boca Chica und Río San Juan. Im infrastrukturell deutlich ärmeren und weniger entwickelten Haiti sind vor allem die schönen Strände bei Cape-Haïtien im Norden sowie die Städte Jacmel und Port Salut wie auch die kleine Insel Île à Vache im Süden bekannte und gut besuchte Feriengebiete.

Puerto Rico: Der karibische Vorposten der USA ist ein kleines, aber feines Reiseziel

Salinas, Puerto Rico
Blick auf die Gemeinde Salinas in Puerto Rico, Bild: Felix Lipov / shutterstock

Puerto Rico, die mit gut 9.000 km² Fläche und aktuell ca. 3,2 Millionen Einwohnern kleinste Insel der Großen Antillen ist ein zu fast 95 Prozent mehrheitlich spanischsprachiges sowie schon seit 1898 nicht inkorporiertes Außengebiet der Vereinigten Staaten von Amerika. Obwohl der Dollar die offizielle Währung ist und seit 1917 auch sämtliche Puerto-Ricaner die US-amerikanische Staatsbürgerschaft besitzen, ist die Insel noch kein offizieller Bundesstaat.

Mit bis zu 3,7 Millionen ausländischen Besuchern pro Jahr ist Puerto Rico aber ein nicht nur bei US-Bürgern sehr beliebtes Reiseziel, auch zahlreiche europäische Gäste vorrangig aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland zieht es dorthin. Die bekanntesten sowie am besten mit Gastronomie und Unterkünften ausgestatteten Strände sind Balneario de Rincón Boquerón (Cabo Rojo), El Tuque (Barrio Canas), Cayos de Caña Gorda (Guánica), der Crash Boat Beach (Aguadilla) und Flamenco Beach auf Culebra sowie die Playita del Condado und die ca. 40 verschiedenen Strandabschnitte rund um die Stadt Ponce an der Südküste. Für Ausflüge empfehlenswert sind darüber hinaus das historische Zentrum der Hauptstadt San Juan, das teils zugängliche Höhlensystem im Parque de las Cavernas del Río Camuy im Nordwesten sowie der ökologisch interessante Nationalpark El Yunque im Nordosten.

Jamaikas Sehenswürdigkeiten entdecken

Die Insel Jamaika hat für den typischen Urlauber wohl einen eher amüsanten Ruf. In den meisten Fällen sind die ersten Dinge, die einfallen mit Bob Marley verbunden, mit Raggae-Musik, typisch karibischen Essen und nicht zuletzt dem einen oder anderen berauschenden Mittel. Und während die Jamaikaner tatsächlich ein ganz eigenes Volk sind, das im besonderen Maße den Sinnesfreuden erlegen ist, hat die Insel selbst eine lange Vergangenheit. Über Jahrhunderte spielten die Kolonialmächte hier eine wichtige Rolle und auch die Urvölker der Insel haben bis heute ihre Spuren hinterlassen.

Jamaika ist, wie die meisten Inseln in dieser Region, eine Insel der Kontraste. Die Städte und die Menschen zeugen das besondere Bild der Jamaikaner. Aber schon wenige Minuten aus der Stadt heraus und man kann sich in beeindruckenden Wäldern oder an wunderschönen Stränden wiederfinden. Die Insel ist bis heute eng mit der Natur verbunden und trotz touristischer Entwicklung ist noch viel der ursprünglichen Naturschätze erhalten geblieben. Neben den Stränden, die auch Paradiese für Taucher und Surfer sind und den weiten ursprünglichen Wäldern der Insel, hat man also ein wunderbares Zusammenspiel aus moderner Zivilisation und ursprünglicher Karibik.

Die Geschichte Jamaikas an jeder Straßenecke entdecken

Jamaika ist im direkten Vergleich eine beinahe junge Insel. Erst im siebten Jahrhundert sollten sich hier die ersten ursprünglichen Siedler angesiedelt haben. Nach der “Entdeckung” durch die Spanier und Jahren des Kampfes waren es schließlich die Briten, die die Insel übernahmen und mit dem Aufbau von staatlichen Strukturen begannen. Noch heute ist Jamaika Teil des britischen Commonwealth. Man sollte sich also nicht wundern, wenn in jedem Souvenirshop britische Flaggen zu finden und das Abbild von Königin Elizabeth hier ebenso zum Straßenbild gehört, wie im britischen Reich selbst.

Die meisten Besucher von Jamaika werden auf die eine oder die andere Weise ihren Urlaub in der Hauptstadt Kingston beginnen. In der Vergangenheit hatte die Stadt keinen sonderlich guten Ruf, daran wurde aber in den letzten Jahren gearbeitet und die Stadt befindet sich in einem Wandel. Vor allem ist sie aber seit der britischen Kolonialzeit das Zentrum der Insel und hier finden sich einige der kulturellen Highlights, die auf der Insel zu finden sind. Zugegeben, die Stadt hat einen eigenen Charme und andere Städte sind ein wenig mehr auf den Tourismus eingestellt. Pflichtziele sind hier aber in jedem Fall das Bob Marley Museum und die Nationalgalerie. Raggae und nicht zuletzt Bob Marley spielen in der Kultur der Jamaikaner und in ihrem Selbstverständnis eine große Rolle. Hier geht es nicht nur um seine Musik, sondern auch um den Rastafari-Kult, der in Jamaika beinahe so etwas wie offizielle Religion ist.

Hafenstädte und touristische Hochburgen auf der Insel

Negril

Negril, Jamaika
Entspannte Atmosphäre am Strand von Negril, Bild: Vilius Veitas / shutterstock

Es gibt verschiedene Orte auf der Insel, die vielleicht ein wenig einladender als die Hauptstadt sind. Ein Beispiel ist der Ort Negril. Die Stadt mit den Ständen der Kunsthandwerker und den Festivals ist deutlich entspannter als der Rest von Jamaika. Hier sollte man einmal Ricks Cafe besucht haben – das Restaurant überhaupt, wenn man von Jamaika redet. Dazu kommt, dass die gesamte Umgebung der Stadt unter Naturschutz steht. So finden sich beeindruckende Buchten und wunderschöne Landschaften, die erstmals auf der Insel auch vor dem zunehmenden Tourismus geschützt werden. Geführte Touren sind hier in jedem Fall zu empfehlen.

Montego Bay

Montego Bay, Jamaika
Blick auf Montego Bay, Bild: Dean Fikar / shutterstock

Die lebendige Hafenstadt Montego Bay, kurz MoBay, ist ein anderes Beispiel dafür, dass sich Städte neben Kingston auf die Touristen eingestellt haben. Hier finden sich allerdings auch die meisten Touristen auf der Insel. Dafür starten von hier viele Touren durch die Parks des Landes und man könnte beispielsweise eine Rafting Tour durch die unberührten Teile der Insel machen. Auch hier gilt wieder, dass man in jedem Fall einen Experten an der eigenen Seite haben sollte. Ein Geheimtipp in der Stadt ist das Rose Hall Great House – hier gibt es eine Gruseltour am Abend, die tief in die Geschichte des als verflucht geltenden Hauses eingeht.

Natur und Abenteuer auf der Insel Jamaika

Wasserfälle Jamaika
Wasserfälle auf Jamaika, Bild: Four Oaks / shutterstock

Jamaika ist groß und weitläufig und doch gibt es nur wenige Teile der Insel, die sich wirklich problemlos auf eigene Faust erkunden lassen. Das liegt zum einen daran, dass der Tourismus viele Bereiche der Natur zerstört hat und zum anderen daran, dass die Insel in einigen Teilen einfach nie erschlossen wurde. Besonders berühmt sind die YS Waterfalls und die Dunn Waterfalls, die sich aus den Flüssen der Inseln speisen und einen tollen Anblick für Fotos und Erinnerungen liefern. Übrigens: Auch eine Tour über die Rum-Plantagen des Landes lohnt sich in jedem Fall. Hier wird der nötige Zuckerrohr bereits seit dem späten 18. Jahrhundert angebaut und vearbeitet.

Treasure Beach, Jamaika
Treasure Beach, Bild: Photo Spirit / shutterstock

Wer es ein wenig ruhiger mag, sollte sich die Strände wie den Treasure Beach im Süden der Insel ansehen. Hier gibt es viele Einheimische und Touristen verirren sich vergleichsweise selten in die kleinen Dörfer und Hütten. Einheimische Küche ist hier ebenso einfach zu finden wie die Gastfreundschaft, für die Insel eigentlich bekannt ist, die jedoch in anderen Teilen des Landes heute teilweise abhanden gekommen ist.

Jamaika ist eine Insel der Gegensätze, die verschiedene Abenteuer und Höhen wie Tiefen zu bieten hat. Wer sich ein wenig Zeit nimmt und wer vor allem die laute Hauptstadt verlässt, hat hier aber einiges an typisch karibischen Charme zu entdecken.

Die wichtigsten Fragen zu Jamaika

Wie lange fliegt man nach Jamaika?

Von Frankfurt nach Montego Bay beträgt die Flugzeit 11 Stunden und 15 Minuten

Welche Sprache spricht man auf Jamaika?

Die Amtssprache ist englisch. Die EInwohner sprechen Patois, eine kreolisch-jamailanische Sprache mit englischen Wurzeln.

Wie heißt die Hauptstadt von Jamaika?

Die Hauptstadt Kingston wurde 1693 gegründet und hat über 1,2 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 480 km².

Wie ist der Zeitunterschied zwischen Deutschland und Jamaika?

In der Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied -7 Stunden. Wenn es bei uns 18.00 Uhr ist beträgt die Uhrzeit auf Jamaika 11.00 Uhr.

 

Sehenswürdigkeiten in Greifswald – Wissenschaft, Kunst und Meer

Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern ist für vielerlei bekannt. So war sie unter anderem die Geburtsstätte von Caspar David Friedrich und Hans Fallada, punktet aber auch mit ihrer bedeutungsvollen Vergangenheit.

Im Jahr 1199 wurde an den Ufern des Flusses Ryck das Kloster Eldena -vorerst unter dem Namen Kloster Hilda- gegründet. Von diesem Kloster aus wurde die Gegend besiedelt und es entwickelte sich die Universitäts- und Hansestadt Greifswald.

Sehenswürdigkeiten in und um Greifswald

Die Klosterruine Eldena

Heute ist von dem Zisterzienserkloster nur noch eine Ruine erhalten. Diese jedoch ist ein wahrer Blickfang und wurde mehrmals auch von Caspar David Friedrich gemalt.
Der Verfall des Klosters nahm seinen Lauf im Dreißigjährigen Krieg, währenddem es schwer beschädigt worden war. Im 17. Jahrhundert wurde einiges an Baumaterial abgetragen, um die Stadt zu befestigen oder Amtsgebäude zu errichten. Tatsächlich ist es Caspar David Friedrich zu verdanken, dass die Überreste gesichert und restauriert wurden, da er mit seinen Bildern auf die schützenswerte Ruine aufmerksam machte. Ein romantischer Park wurde rund um die Gebäudeteile angelegt.

Seit 1968 befindet sich in den Konventsgebäuden eine Freilichtbühne, die für diverse kulturelle Veranstaltungen genutzt wird. Kloster- und Mittelalterspektakel, aber auch Stücke der Ostseefestspiele erwecken die Gegend sodann zum Leben.

Die Universität Greifswald

Die Universität ist das zentrale Gebäude in Greifswald und prägt die Stadt entsprechend. Das geht sogar so weit, dass sich der Spruch “Greifswald ist keine Unistadt, sondern eine Uni mit Stadt.” etabliert hat.

Die Universität wurde bereits im 15. Jahrhundert mit päpstlicher Genehmigung von dem Herzog Wartislaw IX. als pommersche Landesuniversität gegründet und gehört damit zu den ältesten Universitäten Mitteleuropas.

Heute besteht die Universität aus vielen alten und auch neuen Gebäuden, verteilt auf vier zentrale Standorte, von denen die Altstadt jedoch der bedeutendste ist. Für die Öffentlichkeit werden zu verschiedenen Zeiten Führungen durch das alte Universitätsgebäude angeboten und die umfassenden Universitätssammlungen stehen auch der Allgemeinheit großteils zur Verfügung.

Während sich die Universität durch gute Verbindungen zu den baltischen und den skandinavischen Ländern auszeichnet und eine große Auswahl an Studiengängen anbietet, ist sie dennoch ein Geheimtipp.

Heimattierpark Greifswald

Stadtzentrum Greifswald
Das historische Stadtzentrum von Greifswald, Bild: canadastock / shutterstock

Der Tierpark Greifswald bietet einen idyllischen Ort rund um den Schwanensee für eine kleine Auszeit an. Meerschweinchen, Nasenbären und Dingos sind nur ein paar der Bewohner.

Auf etwa 3,6 Hektar tummeln sich über 100 Tierarten. Auch ein Imbiss, ein Café, ein Abenteuerspielplatz für die Kleinen und ein Streichelzoo sind in den Park integriert.
Viele der Gehege sind begehbar und für Kinder sind lehrreiche und spannende Stationen im ganzen Areal verteilt.

Der Heimattierpark bietet auch zahlreiche Veranstaltungen an und interessante Naturkunde-Ausstellungen im Infozentrum an.

Dom St. Nikolai

Nikolaus von Myra, Schutzheiliger der Seefahrer und Kaufleute, ist der Greifswalder Dom geweiht.

Die Anfänge der gotischen Kirche lassen sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Mit der Gründung der Universität wurde die Kirche 1457 zur Kollegiatstiftskirche erhoben und wird seitdem als Dom bezeichnet. Gleichzeitig wurden die Bauarbeiten an der Kirche wieder aufgenommen und der achteckige Turm wurde vollendet. In der folgenden Zeit verlor der Turm zweimal aufgrund von starken Unwettern seine Spitze. Das letzte Mal am 13. Februar 1650. Ihre endgültige Gestalt mit den sandsteinfarbenen Innenwänden erhielt die Kirche 1832.

Caspar-David-Friedrich-Zentrum

Liebhaber der Kunst und insbesondere der Malerei der Romantik werden sicher gerne einen Abstecher in die Wohnräume Caspar David Friedrichs wagen.

Dort befinden sich seit 2004 ein Museum und eine Forschungsstätte. Sowohl die Familiengeschichte, als auch der persönliche Werdegang des Malers werden beleuchtet. Zudem finden auch wechselnde Ausstellungen aktueller Kunst in den Räumlichkeiten ab und unterstreichen die anhaltende Bedeutung der Romantik in der Kunst.

Die Wiecker Brücke

Die Brücke über der Ryck verbindet die Ortsteile Wieck und Eldena miteinander. Obwohl die Besiedelung der Gegend bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht, wurde eine Brücke erst im 19. Jahrhundert geplant und umgesetzt.

Am 25. Juli 1887 -nur sieben Monate nachdem der Holzschiffbaumeister August Spruth den Auftrag gegeben hatte- wurde die Brücke eingeweiht und wird noch immer händisch hochgezogen. So ist sie heute eine der ältesten funktionsfähigen Holzklappbrücken und außerdem ein beliebtes Motiv bei Künstlern und Fotografen.

Der Museumshafen

Klosterruine Eldena, Greifswald
Klosterruine Eldena, Bild: GRACIELLADEMONNE / shutterstock

Eines darf in einer Hansestadt natürlich nicht fehlen: der Hafen.
Der Museumshafen von Greifswald ist der größte Deutschlands und lockt sowohl Einheimische, als auch Touristen an.

Die vielen historischen, aber auch modernen Schiffe sind wirklich ein Blickfang und teilweise mit interessanten Informationen versehen. Davon abgesehen, ist es ein wunderbarer Ort, um einfach einmal auszuspannen und sich bei Fischbrötchen und einem Getränk zu erholen. Diese Leckereien bekommt man übrigens auf den Gastronomieschiffen.

Île de Ré – Paradies an der französischen Westküste

Traumhafte Sandstrände, eine herrlich gesunde Meeresbrise, malerische Dörfer, atemberaubende Dünenlandschaften, französische Kultur, Charme und unvergessliche Erinnerungen – dies und vieles mehr bietet die idyllische Insel «Île de Ré» im Westen Frankreichs.

Eine Perle im Atlantischen Ozean

Die wunderschöne Île de Ré liegt im französischen Département Charente-Maritime unweit der Nachbarinseln Île-d’Aix, Île d’Oléron und der berühmten Fort-Boyard-Festung. Über eine mautpflichtige Brücke von der nächstgelegenen großen Stadt La Rochelle aus ist die „Ré la Blanche“ – wie sie von den Einheimischen auch oft genannt wird – mit dem Festland verbunden. Mit einer Länge von 2926,5 Metern kann das spektakuläre Bauwerk sowohl mit dem Auto, zu Fuß als auch mit dem Fahrrad überquert werden. Letzteres gilt als das beliebteste Fortbewegungsmittel auf der knapp 85 km² großen Insel.

Attraktives Ferienziel für Jeden

Strände auf Ile de Re
Die Île de Ré bietet weitläufige Stände, Bild: Alexander Demyanenko / shutterstock

Egal, ob Familien, Paare oder Singles – die Ile de Ré heißt jährlich tausende Besucher von nah und fern herzlich willkommen und begeistert nicht zuletzt durch ein großes Angebot an Freizeitmöglichkeiten. Als wahrer Anziehungsmagnet für Sportliebhaber, Naturfreunde und Erholungssuchende überzeugt die Insel durch eine wundervolle Landschaft und dem gewissen Etwas. Zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten für jeden Geschmack und in jeder Preiskategorie ermöglichen das perfekte Ferienerlebnis. Während die klassischen Campingplätze mit Mobile-Homes, Zelt- und Stellplatzmöglichkeiten vor allem unter Familien und Abenteuerlustigen besonders begehrt sind, laden charmante Ferienhäuser zum ruhigen Verweilen ein. Ausgiebig Relaxen lässt es sich darüber hinaus in einem der luxuriösen Hotels mit entsprechendem Spa- und Wellnessangebot – die Île de Ré lässt keine Wünsche offen!

Strand- und Badevergnügen auf der Île de Ré

Aushängeschild der «Ré la Blanche» sind die zahlreichen traumhaften und langen Sandstrände. Sie ermöglichen stundenlanges Ausspannen, Baden, Sport Treiben und Spielen – Achtung: Sonnenschutz nicht vergessen! Beim Wind- und Kitesurfen, Katamaransegeln und vielen anderen Wassersportmöglichkeiten kommt indem bis zu 24 °C warmen Atlantik während der Hochsaison pure Freude und Lebenslust auf. Die malerischen und geschützten Dünenlandschaften rund um die Insel sorgen dabei außerdem für romantisches Wohlfühlambiente. Während der Ebbezeiten machen sich leidenschaftliche Fischer ausgerüstet mit Kescher und Zubehör gerne auf den Felsvorsprüngen auf die Suche nach Köstlichkeiten wie Austern, Krustentieren, Fischen, Muscheln und mehr – ein echtes Highlight für alle Anfänger und Profis jeder Altersklasse.

Weitere Freizeitmöglichkeiten auf der Insel

Ile de Re
Das Fahrrad ist das typische Fortbewegungsmittel auf der Insel, Bild: Zzzz17 / shutterstock

Mit dem ständigen Duft der herrlichen Pinien- und Zypressen in der Nase, eignen sich die Wälder der Insel indes sehr schön für erholsame Spaziergänge, Fahrradtouren oder Ausritte auf dem Pferderücken. In nahezu jeder Ortschaft finden Besucher Fahrradverleihe. Wegen der über 110 km langen autofreien Radpisten gehört das Fahrrad auf der Île de Ré zum Haupt-Verkehrsmittel. Rund um den Port de Saint-Martin-de-Ré, dem hübschen Hafen der „Hauptstadt“ der Insel, kommen sowohl Angler, Bootsbesitzer, Ausflügler, Shoppinglustige und Gourmets zusammen. Die regelmäßigen Märkte in den verschiedenen Gemeinden der Insel stellen eine weitere Besonderheit dar. Inmitten der französischen Leichtigkeit und Gelassenheit lässt sich an den Marktständen bummeln, feilschen und bestaunen. Zwischen fangfrischem Fisch, knackigem Gemüse und Obst bis hin zu Antiquitäten, Klamotten und jeder Menge Schnickschnack wird hier jeder Besucher fündig.

Beliebte Sehenswürdigkeiten und weitere Besonderheiten der Insel

Er prägt häufig die Postkarten und Souvenirartikel der Île de Ré: der „Phare des Baleines“ – ein zwischen 1849 und 1854 erbauter Leuchtturm. Über eine 257-stufige imposante Wendeltreppe kann das Plateau des 57 Meter hohen Turmes besichtigt werden. Oben angekommen, wartet auf die Besucher eine überragende Panorama-Aussicht über die Insel und die Weiten des Ozeans. Am Fuße des Bauwerks gibt es diverse Shops und Restaurants zu erkunden.

Der dazugehörige Strand ist ein beliebter Badestrand, an welchem an manchen Tagen bis zu drei Meter hohe Wellen zu beobachten sind – perfekt zum Surfen! Ruinen des Klosters Notre-Dame-de-Ré oder die Festungsanlage Fort de la Prée ermöglichen Kulturinteressierten eine spannende Reise in die Vergangenheit. Der Parc de la Babette bei Saint-Martin ist ein beliebter Ort für einen gemütlichen Spaziergang und eine kleine Runde Minigolf. Außerdem können hier der Insels Maskottchen, die „Ânes en culottes“ bewundert werden. Es handelt sich dabei um die gefährdete Großeselrasse der Poitou-Esel, welche echte „Hosen“ tragen und kulturell wichtig sind. Ein echtes Highlight für Kinder ist eine kleine Reittour auf dem Eselsrücken.

Gaumenschmaus und kulinarische Spezialitäten

In den vielen attraktiven Restaurants der Insel prägen Fisch und Meeresfrüchte die Speisekarten – frischer Rochen, Thunfisch, Muscheln, Langusten und Austern sind allerdings nur ein kleiner Teil dessen, was die Insel an vorzüglichen Speisen zu bieten hat. Auch perfekt gegrilltes Steak mit Gewürzen aus der Region, klassische Pizza, vegetarisch und vegan – hier ist alles möglich! Eine lokale Spezialität der Insel stammt aus den traditionellen Salzgärten, welche die Besucher jederzeit in einer geführten Tour besichtigen können. Viele Fahrradpisten führen direkt an den Gärten vorbei und bieten einen Einblick in die Kultur. Das kostbare Fleur de Sel und das grobe Salz der Île de Ré gehört zur Extraklasse und erfährt rund um den Globus hohes Ansehen. Es stellt außerdem neben einer weiten Produktpalette aus regionalen Weinen ein beliebtes Mitbringsel für die Liebsten dar.

Die Île de Ré bietet die besten Voraussetzungen für einen traumhaften Urlaub – und das nicht nur im Sommer. Romantische Spaziergänge an der Küste, die gesunde Luft, Gastfreundlichkeit und friedvolle Wälder machen die Insel auch in den kühleren Jahreszeiten zu einem attraktiven Ziel.

Madrid – meine zweite Heimat im Süden

geschrieben von Julia von Secludedtime

Inzwischen ist es fast drei Jahre her, dass ich im Süden von Europa mein zweites Zuhause gefunden habe. Madrid ist mir innerhalb kürzester Zeit so fest ans Herz gewachsen, dass ich es heute kaum ein halbes Jahr ohne einen Besuch in Spaniens Hauptstadt aushalte. Aber von vorne: Wie begann das Abenteuer Madrid? Und was hat es damit auf sich?
Madrid, Gran Via
Die Gran Via, Einkaufstraße in Madrid, Bild: Matej Kastelic / shutterstock

Im Sommer 2017 packten mein Freund Felix und ich unsere sieben Sachen in Kisten, räumten unsere Wohnung in Deutschland leer und stopften alles, was wir glaubten zu benötigen, in unser kleines Auto. Dank des ERASMUS+ Austauschprogramms unserer Universität hatte sich für uns die Chance ergeben ein Jahr in Spanien zu leben. Wer kann zu sowas schon nein sagen? Wir verabschiedeten uns von Freunden und Familie und wenig später waren wir auf dem Weg in die Ferne! Unser Kleinwagen schnaufte unter dem Gewicht, während wir uns auf ein Jahr Sommer, Sonne, Reiselust freuten!

Um ganz ehrlich zu sprechen: Madrid war für mich tatsächlich nicht mein Traumziel Nummer eins! Mich hätte es eher in eine Stadt direkt am Meer gezogen, aber nur Madrid bot beiden von uns einen Austauschplatz an. So besiegte der Wunsch das Jahr zusammen zu verbringen meine Sehnsucht nach dem Meer. Und diese Entscheidung habe ich keine Sekunde bereut. Mit dem ersten Fuß, den ich in diese einzigartige Stadt gesetzt habe, war es um mich geschehen. Ich habe mich sofort und unwiderruflich in Spaniens unterschätzte Hauptstadt verliebt.  
Salamanca, Madrid
Straße im Wohnviertel Salamanca, Bild: JJFarq / shutterstock

Was macht Madrid so besonders? Nun, wo soll ich da bloß anfangen! Die Stadt ist voller Lebensflair, toller Menschen und unvergesslicher Sehenswürdigkeiten. Gewohnt haben wir im Viertel Salamanca. Dort zieren prächtige, alte Gebäude und protzige Geschäfte das Straßenbild. Es ist immer etwas los und kaum trittst du vor die Haustür, flitzen Unmengen hupender Autos vor deinen Augen umher. Auch wenn der Autolärm mitunter etwas stressen kann, habe ich den Trubel immer geliebt. Außerdem mochte ich es, dass ich in unter dreihundert Metern Fußweg den nächsten Supermarkt erreichen konnte. Zwei Straßen von unserer Wohnung entfernt gab es sogar einen Laden, der die komplette Nacht geöffnet hatte. Zu jeder Uhrzeit einkaufen zu können – auch um zwei Uhr nachts – ist ein Luxus, den ich zuvor noch niemals genießen durfte.

El Ritiro Park, Madrid
Der El Ritiro Park, Bild: Isa Fernandez Fernandez / shutterstock

Ebenfalls nur wenige Straßen von unserer Wohnung entfernt befand sich der berühmte Park El Retiro. Madrid ist eine überraschend grüne Großstadt, nicht zuletzt wegen der zahlreichen Parks, die das Stadtbild prägen. Der Retiro ist fast 1,5 km² groß und bietet den Stadtbewohnern jede Menge Natur und Erholung. Auf einem angelegten See in der Mitte des Parks gibt es sogar die Möglichkeit mit einem gemieteten Bötchen über das Wasser zu schippern. Außerdem steht eines der schönsten Gebäude der Stadt im El Retiro: der Glaspalast! Fast die komplette Fassade besteht aus Glas und so kannst du auch von außen hineinsehen. 

Vom Retiro aus gelangst du nach einem kurzen Spaziergang ins Zentrum Madrids. Und da ist so einiges geboten. Wer auf Trubel und Shopping steht, der ist auf der Gran Via – der Einkaufsmeile von Madrid – bestens aufgehoben. Pittoreske Hochhäuser, Geschäfte für jeden Geldbeutel und dazwischen wirbelnde Menschenmassen. Ich musste mich zunächst an die vielen Menschen, die alle an einem Fleck zusammenkommen, gewöhnen, aber nach einer gewissen Aufwärmphase habe ich das bunte Durcheinander, die vielen lauten Stimmen und all die Hektik lieben gelernt. Wenn du mit Menschenmassen nicht so gut klarkommst, empfehle ich dir die Gran Via nicht vor zehn Uhr abends zu besuchen. Erst ab zehn haben die meisten Geschäfte geschlossen und überall kehrt Ruhe ein.
Auch Museenfans und Geschichtsfreunde kommen in Madrid garantiert auf ihre Kosten. Mit dem Prado beherbergt die Stadt eines der wichtigsten Kunstmuseen weltweit. 
Geschichtsträchtig und absolut sehenswert sind die klassizistischen Torbögen: Puerta de Alcalá, Puerta de San Vicente, Puerta de Toledo und Puerta de Hierro. Die Puerta de Alcalá zählt außerdem zu den wichtigsten Wahrzeichen Madrids.
Plaza Mayor, Madrid
Der Plaza Mayor, Bild: Farbregas Hareluya / shutterstock

Was gibt es noch? Ein Besuch in Madrid ohne einen Abstecher auf den Plaza Mayor ist ein schwerer Fehler – sage jedenfalls ich. Der Name Plaza Mayor steht für Rathausplatz. Rund um den Platz wurden einst bunte Häuser errichtet und unter den schattige Arkaden warten stilvolle Restaurants auf Genusssuchende. Das umliegende Altstadtviertel ist ebenso bildschön und meiner Meinung nach die Perle der Stadt. Vor allem in den Abendstunden herrscht dort ein Ambiente, das einen einfach mitreist. Bist du hungrig und auf der Suche nach einem heiteren Lokal, wirst du garantiert auf einem der kleineren Plätze fündig.

Kulinarisch ist Madrid sowieso der Knaller! Ich gebe zu, dass ich nicht unbedingt ein riesiger Fan der spanischen Küche bin. Zumindest brauche ich nicht jeden Tag Tapas und Paella. Madrid bietet jedoch nicht nur spanische Restaurants, sondern einfach alles, was das Herz begehrt. In unserem Madrid-Jahr haben wir Inder, Chinesen, Mexikaner und viele weitere leckere Lokale getestet. Und immer hat es wunderbar geschmeckt! Unser absolutes kulinarisches Highlight ist und bleibt aber konkurrenzlos die Chocolateria San Ginés. In einem dicht gedrängten Lokal serviert man dir die besten Churros der Stadt, inklusive traumhafter heißer Schokolade. Ein Gedicht und ein Muss für deinen Madridbesuch!