Kalabrien – tolle Strände und kristallklares Mittelmeer

Kalabrien, Capo Vaticano

Betrachtet man Italien wirklich als den sprichwörtlichen Stiefel auf der Landkarte, so ist die Region Kalabrien die Stiefelspitze. Es ist der südlichste Teil des Landes und hat eine ganz eigene Kultur und Lebensweise, die sich besonders von jener der Menschen im Norden des Landes abhebt. Direkt am Herz des Mittelmeeres gelegen, hat Kalabrien nicht nur eine wechselhafte Geschichte und eine beeindruckende Natur, sondern auch genau die richtige Mischung aus tollen Stränden und beeindruckenden Sehenswürdigkeiten, die sich Urlauber aus der gesamten Welt wünschen. Wer Italien verstehen möchte, der muss auch Kalabrien auf eigene Faust entdeckt haben.

Kalabrien – kaum bekannte Schönheit Italiens

San Nicola Arcella, Kalabrien
San Nicola Arcella, Bild: mRGB / shutterstock

Wer sich auf einen Urlaub in Italien vorbereitet, hat typischerweise Ziele wie Rom, Mailand, Venedig, Florenz, die Toskana oder die Lombardei im Kopf. Auch Sizilien und Sardinien sind in den letzten Jahren bei vielen Urlaubern immer beliebter geworden. Die Region Kalabrien ist nur den wenigsten Urlaubern bekannt, dabei hat sie sich mit ihrer Schönheit längst einen Ehrenplatz bei den Liebhabern des Landes in Südeuropa erkämpft.

Kalabrien war schon seit jeher ein umkämpfter Fleck des italienischen Festlandes. Hier sind einst die Mauren gelandet, später kamen kurzzeitig die Griechen und auch in den Kämpfen der einzelnen italienischen Staaten war sie stets ein wichtiger Teil der Historie. Davon zeugen noch heute die verschiedenen Festungen und Siedlungen im Hinterland. Dabei gibt es viele gute Gründe, warum nicht nur die Eroberer, sondern auch heute die Touristen einen Blick auf Kalabrien werfen. Wunderschöne Orangenhaine, ganze Wälder mit Olivenbäumen und mitunter vollkommen unberührte Strände sind nur einige Beispiele für die Natur, die in dieser Region des Landes gefunden werden kann.

Vor allem ist Kalabrien aber gelebte italienische Kultur. Es sind vor allem die vielen Spuren von Normannen, Mauren, Griechen und Italienern, die eine einzigartige Kultur und vielleicht einen der ersten Schmelztiegel Europas geprägt haben.

Kalabrien und seine Natur – worauf muss man sich einstellen?

Vibo Valentia in Kalabrien
Vibo Valentia, Bild: logaen / shutterstock

Im Gegensatz zur Toskana ist Kalabrien eine Herausforderung bei der Reise. Nicht alle Straßen sind hier so sehr ausgebaut, wie man es sich wünschen würde und die allgemeine öffentliche Infrastruktur ist außerhalb der größeren Ortschaften eher zu vernachlässigen. Das bietet gleichzeitig eine tolle Möglichkeit, diesen besonderen Teil von Italien ganz auf eigene Faust zu erkunden. Mit dem Mietwagen geht es durch die Berge oder einfach entlang der Autobahnen, die sich an den beinahe 700 Kilometern Küstenlinie entlang ziehen und somit dafür sorgen, dass Urlauber immer das Gefühl haben, dass das Meer höchstens einen Steinwurf entfernt ist.

Kalabrien ist aber nicht nur das Meer, sondern natürlich auch das Gebirge. Der Kalabrische Bogen und andere kleine wie große Gebirge in der Region sorgen dafür, dass auch Wanderer hier viele wunderschöne Orte zum besichtigen haben. Besonders beeindruckend sind die vielen kleinen Dörfer in den hügeligen Regionen, die sich gefühlt seit Hunderten von Jahren nicht deutlich verändert und sich den Charme ihrer einstigen Gründer erhalten haben.

Das Highlight von Kalabrien sind aber natürlich die Strände. Zwischen zwei Meeren gelegen, sind die Möglichkeiten für einen Ausflug an die Küste beinahe dauerhaft vorhanden. Es gibt einige Stränden an den größeren Ortschaften an der Küste aber ebenso viele kleine Buchten und Gebiete, die höchstens von den Einheimischen besucht werden. Ein Ausflug an den Strand gehört eigentlich zu jedem Tag in Kalabrien, denn hier kann man das Meer noch genießen, ohne dass eine Touristenburg in der Nähe ist.

Die Sehenswürdigkeiten von Kalabrien – welche Orte sollte man gesehen haben?

Tropea in Kalabrien
Tropea in Kalabrien, Bild: leoks / shutterstock

Es verstecken sich viele kleine und größere Ortschaften überall in der Region. Immerhin war sie über viele Jahrhunderte umkämpft und viele Völker haben hier ihre Spuren hinterlassen. So finden sich noch heute versteckte Burgen irgendwo in den Gebirgszügen, die einst eine Nachschubroute beaufsichtigt haben. Beispiele für die wunderschönen Orte an der Küste sind zum Beispiel Isola Capo Rizzuto, Diamante oder Capo Vaticano. In Isola findet sich zum Beispiel der Ortsteil La Castella. Ein altes maurisches Schloss, das später immer wieder von den Eroberern genutzt wurde. Es ist mitten in das Meer gebaut und erlaubt nicht nur eine Besichtigung. Im Sonnenuntergang hier am Strand zu liegen mit der Burg als Blickfang ist ein echtes Erlebnis.

Die Kultur von Kalabrien entdecken und erleben

Eine Mischung aus verschiedensten Einflüssen zeigt sich sowohl in der Küche als auch in der generellen Kultur Kalabriens, die sich ein wenig vom typischen Italien unterscheidet. Aber das bezieht sich mehr auf die Speisekarten als auf die Möglichkeiten. Auch hier finden sich natürlich kleine und große Restaurants an den Küsten und bieten mit frischen Meeresfrüchten alles, was man sich von einem Urlaub am Meer erträumen kann. Wer sich ein wenig Zeit nimmt und die etwas schroffe Art der Kalabrier überwindet, wird feststellen, was für ein interessantes Volk hier lebt.

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