Die schönsten Inseln in Italien

Elba, Cavoli
Elba gehört zu den schönsten italienischen Inseln, Bild: Balate Dorin / shutterstock

Italien ist und bleibt eine Traumdestination, für jeden Geschmack. Ob man die Berge liebt, oder das Meer, ob das Herz für Kulinarisches schlägt, oder ob man gerne ausgedehnte Sightseeing-Touren macht: Für jeden ist etwas dabei. So auch für Inselliebhaber! Italien hat nämlich mehr als 200 Inseln. Sizilien ist die größte von ihnen, und wirkt eher wie ein kleiner Staat. Daneben gibt es jedoch auch zahlreiche kleine Inseln, die mit einem ganz ursprünglichen Charme zu verzaubern wissen. Wer die schönsten Inseln Italiens entdecken möchte, kann sich hier inspirieren lassen.

Zwischen Ätna und der Inselhauptstadt Palermo: Sizilien

Isola Bella, Sizilien
Die Isola Bella vor Taormina in Sizilien, Bild: IgorZh / shutterstock

Sizilien ist nicht nur die größte Insel in Italien sondern im gesamten Mittelmeerraum. Gut und gerne kann man hier einen mehrwöchigen Urlaub verbringen und neben traumhaften Sandstränden, malerischen Sonnenuntergängen und Wanderungen, durch die karstigen Landschaften des Naturschutzgebietes Zingaro, auch eine Menge Kultur in Palermo erleben. Architektonisch reist man in der von den Phöniziern gegründeten Stadt durch die Jahrhunderte: Araber, Römer, Spanier und die Bourbonen haben ihre Spuren hinterlassen. Natürlich darf auch ein Besuch des beeindruckenden Vulkans Ätna nicht fehlen. Der 3.323 Meter hohe Vulkanberg kann bestiegen, oder mit der Seilbahn befahren werden. Lohnenswert ist auch ein Stadtrundgang durch den barocken Stadtkern von Val di Noto. 1693 wurde die Stadt durch ein Erdbeben zerstört, und danach, im Stil des Spätbarock, zu einer der schönsten Städte Italiens wieder aufgebaut.

Die Seele baumeln lassen auf Ischia

Ischia
Ischia, Bild: GoneWithTheWind / shutterstock

Ischia, im Golf von Neapel, gilt schon lange als Wellness-Insel. Verantwortlich dafür sind das milde Klima Ischias, und eine große Dichte an Heilquellen und Thermalbädern. Nach den Wellness-Anwendungen lockt natürlich auch hier blütenweißer Sandstrand vor türkis schimmerndem Meerwasser. Ischia ist selbst bei Wanderfreunden sehr beliebt. Es gibt zahlreiche bestens ausgewiesene Wanderwege, die zu spektakulären Aussichtspunkten führen. Der Monte Epomeo ist der höchste Berg Ischias. Von hier aus hat man einen sagenhaften Rundblick über die gesamte Insel. Wer nach dem Wanderabenteuer, durch Ischias markante Natur, Lust auf Gartenparadiese hat, wird ebenso fündig. Es gibt viele Botanische Gärten, die eine exotische Pflanzenwelt versammeln. Die Gärten Ravino und La Mortella gehören zu den schönsten unter ihnen. Kulturfreunde kommen in der historischen Hafenstadt Forino, und bei der Besichtigung der auf einer kleinen Ischia vorgelagerten Felseninsel gelegenen Burg Aragonese auf ihre Kosten.

Traumstrände wie in der Karibik: Elba

Wer zum ersten Mal auf Elba ist, wird sich verwundert die Augen reiben. Denn die zum Toskanischen Archipel gehörende Insel besticht durch traumhafte Buchten zwischen Steilklippen, in denen man sich mehr in der Karibik denn in Italien wähnt. Das kristallklare Wasser vor den Sand- oder Kiesstränden trägt dazu einiges bei. Elba ist nur zehn Kilometer vom toskanischen Festland entfernt. Schnell ist man auch für einen Tagesausflug mit der Fähre nach Elba übergesetzt. Einst lebte der französische Feldherr Napoleon auf Elba. Die beiden seinerzeit von ihm bewohnten Villen dürfen besichtigt werden. Mit der Seilbahn, oder zu Fuß, gelangt man auf den Monte Capanne, und genießt einen herrlichen Ausblick über die Insel. In der Inselhauptstadt Portoferraio wandelt man auf Napoleons Spuren. Wer mit Kindern reist kann den Kleinen im Bergbaupark von Rio Marina ein ganz besonderes Abenteuer bieten: Mit einem unterirdischen Zug fährt man durch eine nachgebaute Bergbaumine.

Ein buntes Häusermeer erleben auf Procida

Procida, Italien
Blick auf Procida im Golf von Neapel, Bild: IgorZh / shutterstock

Die alte Fischerinsel Procida im Golf von Neapel ist vermutlich die bunteste aller italienischen Inseln. Die schachtelförmigen Häuschen wirken an der Steilküste wie übereinander gestapelt. In bunten pastellfarben bemalt schimmern sie dabei in der Sonne. Procida hat eine Fläche von nur vier Quadratkilometern, die durch diese Schachtelbauweise optimal ausgenutzt wurde. Procida hat noch heute den Charme eines Fischerdorfes. Nur wenige Touristen verirren sich auf dieses magische Eiland. Nach einem Spaziergang durch Zitronen- und Orangenhaine kann den Fischern bei der Arbeit zugesehen werden. Den köstlich zubereiteten Fang genießt man quasi direkt aus dem Fischerboot in einer der kleinen Tavernen am Hafen. Wem nach Kultur ist besichtigt die Burg Terra Murata und das Palazzo Reale Kastells.

Auf Lampedusa schon fast in Afrika

Pelagische Inseln, Lampedusa
Lampedusa auf den Pelagischen Inseln, Bild: bepsy / shutterstock

Auf halben Weg zwischen Tunesien und Sizilien liegt die zur Pelagischen Inselgruppe gehörende Insel Lampedusa. Hier finden alle Badeurlauber und Wassersportfreunde ihr Glück. Die 20 Quadratkilometer große Insel ist umsäumt von märchenhaft sonnigen Sandstränden. Taucher können hier neben einer reichen bunten Fischpopulation zahlreiche Unterwasserhöhlen erkunden. Die klimatischen Vorzüge nahe der afrikanischen Küste erlauben Besuchern ganzjährig Badeurlaube. Wer es gerne einsam und abgeschieden mag mietet sich ein Boot und erkundet die Bucht Cala Galera oder die kleine Isola dei Conigli. Lampedusa verfügt zudem über ein Meeresschutzgebiet in dem seltene Schildkörten leben.

Favignana im Ägäischen Meer

Ein absoluter Geheimtipp unter ausländischen Reisenden ist die nahe Sizilien gelegene Insel Favignana. Bislang erholen sich dort fast ausschließlich einheimische Touristen. Nirgendwo sonst also kann man das echt italienische Flair genießen. Favignana sieht, von oben aus betrachtet, aus wie ein Schmetterling. Der Strand von Casa Rossa hat einsame Buchten vor kristallklarem Wasser. Hier tummeln sich Taucher und Schnorchler. Die Grotte del Bue Marino kann nach einem kurzen Kletterabenteuer, an einer kleinen Klippe entlang, erreicht werden. Die Landschaft der Insel ist felsig, aber dabei recht flach. Auch, wer nicht so konditionsstark ist, findet hier beste Voraussetzungen für Spaziergänge und Radtouren. Das Kastell Santa Caterina ist die Hauptsehenswürdigkeit der Insel. Auf einer 314 Meter hohen Erhebung des gleichnamigen Berges, wurde die frühere Schutzburg bereits 1081 von den Sarazenen erbaut. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde sie als Gefängnis genutzt. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges verfällt sie langsam und wird immer mehr zur Ruine.

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