Die beliebtesten Reiseziele in Portugal

Lissabon
Lissabon, Bild: Paulo Zimmermann / shutterstock

Portugal hat viele touristische Klassiker zu bieten: von Lissabon bis zur Algarve. Dabei überzeugt das südeuropäische Land auch mit Inselwelten im Atlantik, darunter Madeira und die Azoren. Doch was genau zeichnet die beliebtesten Reiseziele Portugals touristisch aus?

Lissabon – Portugals Hauptstadt als Reiseziel

Lissabon, portugiesische Hauptstadt, entfaltet sich an der Westküste des Landes – der szenischen Atlantikküste. Touristisch hervorzuheben ist das UNESCO-Weltkulturerbe der Stadt. Dazu gehören insbesondere zwei Bauwerke: der Torre de Belém sowie das Mosteiro dos Jerónimos. Letzteres entstand einst als bedeutendes Hieronymitenkloster und besticht wie auch der Torre de Belém mit manuelinischer Architektur. Der Stil ist eine historische Besonderheit des einstigen Königreichs Portugal – und enthält ästhetische Nuancen von Gotik und Renaissance. Auch der in dem Stil errichtete Torre de Belém zählt zu den bedeutenden Wahrzeichen der Metropole, er entstand im 16. Jahrhundert. Die historische Altstadt Lissabons blickt auf eine faszinierende und facettenreiche Geschichte zurück – von der Gründung unter den Phöniziern über das gigantische Erdbeben im Jahr 1755 bis zur Entwicklung als touristischer und kultureller Hotspot der Gegenwart.

Über der Stadt thront noch heute das historische Castelo de São Jorge, eine Burganlage aus der Zeit der Mauren. Das Stadtbild mit seinen historischen Bauten unweit des Atlantik verbreitet ein besonderes historisches Flair, das zu einem touristischen Besuch einlädt. Das Antlitz der Innenstadt prägen dabei auch die markanten Straßenbahnen der Linie 28, die sich für eine besondere Tour durch Lissabon anbieten. Die Umgebung der Stadt hat zudem einige der schönsten Strände Portugals vorzuweisen. Ein guter Grund, Lissabon zu besuchen.

Algarve – Urlaubsparadies in Portugals Süden

Algarve
Der Strand Praia de Rocha in der Algarve, Bild: Marcin Krzyzak / shutterstock

Ganz im Süden entfaltet sich das besondere touristische Flair der Algarve. Hier liegt unweit des malerischen Küstenorts Sagres das Cabo de São Vicente, der südwestlichste Punkt des europäischen Festlandes. An sonnigen Tagen präsentiert sich hier der atmosphärische Ausblick auf das faszinierende Blau und die Klippen der Atlantikküste. Zu den Highlights der Algarve zählen vor allem die Strände, welche die Region zu einem Urlaubsparadies Europas machen. Vom bei fortgeschrittenen Surfern beliebten Praia do Amado, dem Praia de Benagil mit seiner markanten Höhlenformation bis zum bei Familien beliebten Praia Odeceixe an der Westküste.

Mit der Ponta da Piedade hat die Region um Lagos eine besondere Naturformation vorzuweisen: An der Landzunge entfalten sich einige der fotogensten Klippenformationen Portugals – ein natürliches Wahrzeichen der Region. Daneben eignet sich die Algarve auch für historisches Sightseeing – hier stehen geschichtsträchtige Bauten wie die Burg von Silves und das Castelo de Loulé. Nicht zuletzt lohnt ein Blick in die historische Altstadt von Faro, unweit der mit dem Parque Natural da Ria Formosa zugleich eine der schönsten Naturregionen des Landes wartet. Und wer ein Kontrastprogramm für die Küstenstreifen der Algarve sucht, kann hier das Monchique-Gebirge entdecken, das nicht nur als Ausflugsziel populär ist, sondern auch für seine würzigen Piri Piri Hähnchen kulinarisch bekannt ist.

Madeira – Portugiesische Blumeninsel

Sehenswertes auf der Blumeninsel Madeira
Sehenswertes auf der Blumeninsel Madeira, Bild: Balate Dorin / shutterstock

Die wohl bekannteste portugiesische Urlaubsinsel ist Madeira, Heimat von etwa 250.000 Einwohnern. Wer auf einem Eiland mitten im Atlantik entspannen möchte, der gehört zur touristischen Zielgruppe von Madeira. Neben ihrer natürlichen Schönheit ist die Insel von faszinierenden Wasserkanälen durchzogen: den Levadas. Entlang der Levadas führen einige der schönsten Wanderwege Madeiras – ein Highlight für wanderverliebte Naturfreunde. Als Hauptstadt wartet im Süden Funchal, die ihren Namen dem dort historisch verbreiteten Fenchel zu verdanken hat. Auch aufgrund ihrer vielfältigen Sehenswürdigkeiten eignet sich die Stadt als touristischer Anlaufpunkt – hier liegen die Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte sowie ein überregional bekannter Botanischer und Tropischer Garten. Der Tag lässt sich bei gutem Wetter angenehm mit einem Spaziergang an der Hafenpromenade abschließen. Madeira gilt zugleich aufgrund der besonderen Lage im Atlantik als ein Hotspot für Walbeobachtungen. Die Insel bietet wohl die optimale Möglichkeit, das natürliche Portugal fernab des Festlandes zu genießen. Nicht umsonst gehört Madeira zu den beliebtesten Urlaubsinseln im Atlantik.

Porto – Touristisches Highlight im Norden Portugals

Porto
Blick auf Porto, Bild: Aliaksandr Antanovich / shutterstock

Im Norden des Landes entfaltet sich das historische Porto. Die Hafenstadt ist nach Lissabon nicht nur zweitgrößte Ansiedlung Portugals, sondern auch ein ökonomisches wie kulturelles Zentrum des portugiesischen Nordens. Wie bereits Lissabon ist die Stadt reich am UNESCO-Weltkulturerbe. Das historische Zentrum Portos wurde mit der begehrten Auszeichnung versehen. Das liegt vor allem an der geschichtsträchtigen Hafenregion Ribeira, die über eine szenische Uferpromenade verfügt. Dank ihrer markanten historischen Bauten gilt die Stadt überregional auch als Barockstadt Portugals. Hier lassen sich zahlreiche sakrale Bauten des markanten Architekturstils entdecken.

Dabei zeichnet sich die Stadt besonders durch ihre verwinkelten Gassen aus, die zum touristischen Charme beitragen. Zu den bekanntesten sakralen Bauwerken der Stadt zählt die Kathedrale von Porto, die im 12. Jahrhundert im romanischen Stil begonnen wurde und seitdem einen Stilmix aus Gotik, Barock und Rokoko durch seine verschiedenen Bauphasen zusammenführt. Bereits von Weitem sticht architektonisch das Rathaus hervor, das in den 20er-Jahren begonnen und in den 50er-Jahren vollendet wurde – dabei sorgen heute vor allem die Verzierungen der Fassade für ästhetische Aufmerksamkeit. Wie Lissabon lohnt sich auch in Porto das Kennenlernen der kulinarischen Seite der Stadt, die von Meerspeisen wie Kabeljau und Sardinen aber auch portugiesischem Bohneneintopf geprägt ist. Wer den Norden Portugals kennenlernen möchte, sollte sich die historische Stadt mit ihrer Altstadt und den verwinkelten Gassen nicht entgehen lassen.

Azoren – Inselparadies im Atlantik

Azoren, Flores
Wasserfall auf Flores / Azoren, Bild: Lukasz Janyst / shutterstock

Die Azoren formen sich aus neun größeren und weiteren kleinen Inseln. Die Inselgruppe im Atlantik gilt als besonderes Naturparadies für alle, die Portugal fernab der Großstädte kennenlernen möchten. Ein wichtiger Anziehungspunkt ist die Hauptinsel São Miguel, die zugleich größte Insel der Azoren.

Auf der Insel liegt beispielsweise die Caldera des Vulkans Sete Cidades, in dem sich heute ein See mit szenischer begrünter Umgebung entfaltet. In São Miguel wartet auch die Hauptstadt der Region: Ponta Delgada. Hier gibt es nicht nur ein ausgeprägtes Hafenviertel sondern auch zahlreiche barocke und manuelitische Bauten, die zu einem Besuch anregen. Mit dem Ponta do Pico liegt auf den Azoren zugleich der höchste Berg Portugals, ein Stratovulkan. Bei gutem Wetter ist die 2351 Meter hohe Erhebung bereits von Weitem ein fotogenes Highlight. Nicht zuletzt punkten die Azoren mit facettenreichen Seen-, Vulkan- und Küstenlandschaften, welche die Inselgruppe zu einer der schönen Regionen Portugals werden lässt.