Skispaß für jeden Geschmack – die schönsten Wintersportorte in Italien

Courmayeur, Italien
Traumhafte Winterlandschaft in Courmayeur, Bild: Stepniak / shutterstock

Italien ist im Sommer ein beliebter Anlaufpunkt für zahllose Touristen. Doch das Land bietet neben viel Kultur und schönen Stränden auch in der kalten Jahreszeit viele Anziehungspunkte. Skifahrer und Snowboarder finden auf den unzähligen Skipisten in den Bergen beste Bedingungen für den Wintersport vor. Italien ist rund um seine nördliche Grenze von Bergen begrenzt.

Die Alpen trennen das Land von seinen nördlichen Nachbarn Österreich und der Schweiz und verbinden die Länder gleichermaßen miteinander. Einer der bekanntesten Berge, der Mont Blanc oder im italienischen „Monte Bianco“, liegt direkt auf der Grenze zwischen Frankreich und Italien. Er ist mit seiner Höhe von über 4.800 Metern der höchste Berg sowohl in den Alpen, als auch in der Europäischen Union. Der bekannteste Teil der italienischen Alpen sind die Dolomiten, die mittlerweile zum UNSECO-Weltnaturerbe gehören.

Alleine in diesem Teil der Alpen warten 350 Gipfel mit einer Höhe über 3.000 Metern. Da verwundert es wenig, dass sich in den italienischen Bergen einige der besten Skipisten befinden. Insgesamt lockt Italien im Winter mit über 5.000 Kilometern Piste und einer Anzahl von mehr als 1.000 Skiliften. Dabei ist von Pisten für Anfänger bis hin zu Experten alles dabei. In einigen Orten finden regelmäßig Weltcup-Abfahrten statt und auch Olympische Winterspiele nutzten schon die gut ausgebauten Pisten.

Das Aostatal – Willkommen im höchsten Skigebiets Europa

Der größte Teil der Skigebiete in Italien befindet sich im Aostatal, Südtirol und dem Trentino. Das Aostatal liegt im Nordwesten und grenzt an die Schweiz und Frankreich. Eines der größten Skigebiete dort ist Courmayeur mit seinen 100 Pistenkilometern. Ab einer Höhe von 2.200 m bietet das Gebiet Schneesicherheit zwischen November und April. Am Matterhorn liegt das Skigebiet von Breul-Cervinia, das zum „Matterhorn Ski Paradise“ gehört. Es ist grenzüberschreitend und gehört zu Italien und zur Schweiz. Zusammen mit dem Zermatt stehen 322 km Skipisten zur Verfügung, die mit einer Lage zwischen 1.550 und 3.900 Metern Höhe sehr variabel sind. Es ist damit das höchste Skigebiet, das in Europa zu finden ist.

Gute 160 Kilometer Piste befinden sich auf italienischer Seite. Der größte Teil der Pisten ist mittelschwer. Besonders langen Fahrtgenuss erleben Abfahrer auf einer Piste von 25 Kilometern Länge. Auch im Sommer ist hier das Skifahren möglich, da die Grundlage des Gebiets ein Gletscher ist. 38 km Loipen laden auch Langläufer in den Schnee ein.

Dolomiti Superski – Weltcuppisten für jedermann

Unweit der österreichischen Grenze befindet sich das Skigebiet Kronplatz mit seinem gleichnamigen Berg. Dieses Randgebiet der Dolomiten ist der beliebteste Berg für Skifahrer in Südtirol. Anfänger, Kinder und Wiedereinsteiger finden hier eine groß dimensionierte Skischule und passende Pisten vor, um im Umgang mit Skiern und Snowboards Sicherheit zu erlangen. 32 Lifte verteilen die Wintersportler gleichmäßig über die 120 Pistenkilometer, die ab einer Höhe von 900 Metern aufwärts liegen. Das Skigebiet von Gröden, das zum Dolomiti Superski Skikarussell mit seinen über 500 Kilometern Piste gehört, zieht gleichermaßen die Weltcup-Profis wie auch Anfänger und Fortgeschrittene Hobbysportler an.

Die familienfreundlichen Pisten werden durch einen Skikindergarten und eine Rodelstrecke von 6 Kilometern Länge ergänzt. Langläufer kommen mit 126 Kilometern gut gespurter Loipen hier ebenso auf ihre Kosten, wie Abfahrer. Zu Gröden gehört auch die Seiser Alm, ihres Zeichens die größte Hochalm auf dem europäischen Kontinent. Hier befindet sich ein Snowpark. Wie Gröden/Seiser Alm gehört auch Alta Badia zum Dolomiti Superski Verbund. Einmal auf einer echten Weltcup-Piste Slalom fahren – dieser Traum kann in Alta Badia wahr werden. Auf der Gran-Risa Abfahrt geht es sonst für die Fahrer es Weltcups im Riesenslalom bergab. Ein kostenloser Skibus bringt hier die Wintersportler zu den 53 Liften. 130 Pistenkilometer warten in einer Höhe von 1.400 bis 2.800 Metern auf Anfänger, Fortgeschrittene und Experten.

Der Holzriese und ein Hauch von Olympia

Cortina d’Ampezzo, Italien
Cortina d’Ampezzo, Bild: Davide Rigon / shutterstock

Das Skigebiet „Drei Zinnen“ in den Dolomiten ist nach den gleichnamigen Bergen benannt. Wer eine Abwechslung zum Skilaufen sucht, kann mit einer geführten Tour auf Schneeschuhen die berühmten Gipfel erklimmen. Die berühmteste Piste in diesem Gebiet ist der „Holzriese“. Mit einem Gefälle von 71 % ist sie die steilste aller Skipisten in Italien. Neben den Abfahrern kommen an den „Drei Zinnen“ aber auch die Langläufer und Wanderer auf ihre Kosten. Unweit von hier liegt der nächste Weltcup-Ort: Cortina d’Ampezzo. 1956 fanden in diesem Ort die Winterspiele statt. Skifahrer mit einem gewissen Know How wissen die Off-Pisten des Wintersportortes zu schätzen, während fortgeschrittene Anfänger ebenfalls ideale Bedingungen vorfinden. Ein Schneepark bietet Snowboardern und Skifahrern die Möglichkeit, Tricks und Sprünge zu üben. Ein besonderes Erlebnis offeriert der „Passo di Giau“, wo Snow Kiting hinter einem Kite möglich ist.

Auf ins Trentino – Skiparks und vereinte Skigebiete

Auch im Trentino lockt ein Weltcup-Ort. Madonna di Campilio ist mit 60 Pistenkilometern zwar eher ein kleineres Gebiet, verfügt aber über Seilbahnen, die das Gebiet mit den Pisten von Folgarida, Pinzolo und Marilleva verbindet. Das dehnt die Möglichkeiten für Skifahrer auf 150 Kilometer Piste aus. Das Fleimstal bzw. Val die Fiemme, vereint vier Skigebiete und gehört zum Dolomit Superski. 100 km Skipisten warten hier auf Skifahrer. Auch das Val di Sole gehört zum Trentino. 100 km rot gekennzeichnete Skipiste mit mittlerem Schwierigkeitsgrad von weniger als 40 % Gefälle gibt es in dieser Gegend. Obendrein ist eine große Fläche für Einsteiger vorhanden. Snowboarder finden mehrere gut ausgerüstete Snowparks im Val di Sole vor.

Via Lattea – im größten Skigebiet Italiens

Sauze d’Oulx
Sauze d’Oulx, Bild: EnricoAliberti ItalyPhoto / shutterstock

Das größte italienische Skigebiet ist „Via Lattea“ im Piemont, das auf einer Höhe von 1.400 bis 2.800 Metern liegt. Es befindet sich an der Grenze zur Frankreich in Claviere und vereint 400 km auf diversen Abfahrten. Die Pisten von San Sicario und Cesana wurden 2006 weltweit bekannt, als sie Teil der Olympischen Winterspiele von Turin waren. Auch Clafiere und Sestrière gehören zu diesem Gebiet. Zwischen den Monaten November und Mai ist Via Lattea schneesicher. Zudem stehen Beschneiungsanlagen zur Verfügung. Für Snowboarder öffnen in Via Lattea gleich mehrere Snowparks ihre Pforten.