Piemont – Am Fuß der Alpen

Piemont

Bei Piemont handelt es sich um die nordwestlichste Region von Italien, die an die Schweiz und Frankreich trennt. Dass sie bis heute ein wenig stiefmütterlich behandelt wird, liegt daran, dass das einstige Savoyen ein eigenes Reich von großer Bedeutung in der europäischen Geschichte war. Als man Italien unter einer Flagge vereinte, waren es die Könige von hier, die die Herrschaft über das Land übernahmen. Heute ist Piemont vor allem für die herausragende Küche, die vielfältige Landschaft und die lange Geschichte bekannt, die sich in den verschiedensten Bauwerken und Sehenswürdigkeiten spiegelt. Darüber hinaus ist Piemont noch viel mehr als einfach nur ein großes Skigebiet.

Piemont – was sollte man über die Region wissen?

Barolo, Piemont
Barolo, Bild: Matteo Volpone / shutterstock

Piemont ist bis heute vor allem ein Paradies der Natur. In keiner anderen Region Italiens sind die Kontraste des Landes so deutlich zu sehen, wie es hier der Fall ist. Das einzige was noch fehlt, ist ein direkter Zugang ins Meer – aber Genua ist ja direkt im Süden und ist in wenigen Stunden erreicht. Mit seiner Hauptstadt Turin ist Piemont, ebenso wie der Rest vom Norden Italiens, eines der wichtigsten Wirtschaftszentren des Landes. Einst war Turin die wichtigste Industriestadt, inzwischen hat sie sich zu einem Geheimtipp für jene entwickelt, die gerne in Italien die Kultur erleben möchten, ohne bei jedem Schritt auf die Füße von einem anderen Touristen zu treten.

Turin ist auch die Hauptstadt von Fiat, was sich in einem großartigen Museum zeigt. Diese so wichtige Region für Italien ist ein kleiner Geheimtipp, weil man, von Turin aus, in wenigen Stunden in den unterschiedlichsten Gebieten sein kann. Da sind die Alpen mit den berühmten Skigebieten, die nicht nur von den Italienern, sondern auch von den Franzosen und den Schweizern geschätzt werden. Besonders bekannt sind dafür die Sestriere und die Via Lattea. Auf der gesamten Welt wird der Standard, der hier angeboten wird, beachtet.

Turin
Blick auf Turin, Bild: ZM_Photo / shutterstock

Ganz im Kontrast steht die Region rund um Monferrato. Hier finden sich Weinberge, kleine Dörfer, endlose Täler und fruchtbare Wiesen. Das ist auch die Heimat der berühmten Piemont-Kirsche, die aber tatsächlich heute nur noch entfernt etwas mit de Region zu tun hat. Vor allem ist die Region aber für die vielen Schlösser und Herrenhäuser der Savoyen bekannt, die über mehrere hundert Jahre über die Region geherrscht und ihr den Stempel in Sachen Kultur, Architektur und Geschichte aufgedrückt haben. Die kleinen Restaurants in den Bauernhöfen laden zu einem ausgiebigen Essen mit der berühmten heimischen Küche ein.

Die typischen Sehenswürdigkeiten der Region

Eine jede Reise durch Piemont sollte mit einem Aufenthalt in Turin beginnen. Heute ist die Stadt vor allem dafür bekannt, dass sie das Zentrum der Autokultur der Italiener ist. In früheren Zeiten war sie die Hauptstadt und somit auch die Residenz der Herzöge und Könige von Savoyen. Allen voran steht dabei der Venaria Reale, der königliche Palast, der mit seiner beeindruckenden Architektur natürlich ein Weltkulturerbe geworden ist. Aber auch sonst finden sich hier überall in der Region kleine und große Jagdschlösser, die der einstige Adel für sich genutzt hat. Als berühmte Bauherren ist es kein Wunder, dass noch heute so viele von ihnen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören. Turin bietet aber noch mehr. Die Stadt ist mit vielen seiner Bauwerke im Barock gehalten und an jeder Ecke findet sich ein kleines Stück Geschichte.

Sacra die San Michele
Sacra die San Michele, rund 40 KM von Turin entfernt, Bild: Boris Stroujko / shutterstock

Die Städte Novarra und Vercelli haben ebenso eine lange Geschichte und sind inmitten einer wunderschönen Natur gelegen. Wer die Stadt erkundet hat, kann direkt noch einen Ausflug durch Weinberge wagen und somit den typischen Geist, den Piemont vermittelt, selbst erleben. Überhaupt finden sich viel kleine Ortschaften, die eine eigene Geschichte haben. Abgesehen von Turin war Piemont immer sehr dezentral, was sich auch heute noch in den verschiedenen Orten wiederfindet. Orte wie Cherasco und Alba haben ihren ganz eigenen Charme und sind das gesamte Jahr über ein echtes Highlight.

Es bleiben aber natürlich noch die vielen Skigebiete und die vielen kleinen Seen, die sich durch die gesamte Region ziehen. Für einen Urlaub in der Natur und mit ein wenig geplanter Erholung sind sie alle geeignet. Der hohe Standard, der hier in jeder Unterkunft angeboten wird ist typisch für Piemont und garantiert beinahe, dass man gar kein schlechtes Hotel finden kann. Denn alles in allem sind es nicht nur die Sehenswürdigkeiten, sondern die Aktivitäten und die kulinarischen Künste, die einen Besuch in dieser Region so reizvoll machen.

Leben und Erleben beim Urlaub in Piemont

Die angesprochenen Skigebiete sind nur ein Beispiel für Dinge, die man hier unternehmen kann. Piemont ist bekannt für seine Klippen und Hänge, was Kletterer und Wanderer im gleichen Maße anlockt. An den Seen gibt es Möglichkeiten für den Wassersport oder einfach für die Erholung, wenn das italienische Wetter gnädig ist. Wer die Chance hat und nicht ganz so sehr auf die eigene Linie achtet, sollte sich auch durch die Speisekarten der Region schlemmen. Der berühmte Albatrüffel ist hier überall zu finden. Pralinen, Wildspeisen, hervorragende Weine und eine allgemein gehobene Küche runden das Bild für den Urlaub ab.

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