Dublin ist die Hauptstadt und zugleich die größte Stadt der Republik Irland. Die Stadt liegt an der Ostküste des Landes, wo der Fluss Liffey in die Irische See mündet. Im Verwaltungsgebiet Dublin City lebten bei der Volkszählung 2022 rund 593.000 Menschen, in der gesamten Region Dublin waren es etwa 1,46 Millionen. Die irische Hauptstadt verbindet historische Sehenswürdigkeiten, traditionelle Pubs, interessante Museen und eine lebendige Kulturszene. Viele der bekanntesten Attraktionen liegen relativ nah beieinander, sodass sich Dublin hervorragend für eine Städtereise eignet.
Besonders charakteristisch ist die Mischung aus mittelalterlichen Kirchen, georgianischen Gebäuden und modernen Stadtvierteln. In den Straßen der Innenstadt wechseln sich historische Fassaden mit kleinen Geschäften, Restaurants und Cafés ab. Dazu kommen zahlreiche Grünanlagen und die Nähe zur irischen Küste. Wer Dublin zum ersten Mal besucht, sollte mindestens zwei bis drei Tage einplanen, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kennenzulernen.
Die Geschichte Dublins
Die Geschichte Dublins reicht mehr als tausend Jahre zurück. Bereits vor der Ankunft der Wikinger existierten Siedlungen im Gebiet der heutigen Stadt. Im 9. Jahrhundert errichteten Wikinger an der Liffey einen befestigten Handelsplatz, der sich zu einer bedeutenden Siedlung entwickelte. Der Name Dublin leitet sich vom irischen „Dubh Linn“ ab, was übersetzt „schwarzer Teich“ bedeutet.
Ab dem 12. Jahrhundert geriet Dublin zunehmend unter englische Herrschaft und entwickelte sich zum politischen und wirtschaftlichen Zentrum Irlands. Besonders im 18. Jahrhundert erlebte die Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung. Aus dieser Zeit stammen zahlreiche georgianische Gebäude, die mit ihren symmetrischen Fassaden und farbigen Eingangstüren noch heute das Stadtbild prägen.
Ein entscheidender Wendepunkt der neueren Geschichte war der Osteraufstand von 1916. Obwohl er nach wenigen Tagen niedergeschlagen wurde, beeinflusste er den irischen Unabhängigkeitskampf nachhaltig. Nach dem Irischen Unabhängigkeitskrieg wurde Dublin 1922 zur Hauptstadt des neu gegründeten Irischen Freistaats.
Northside und Southside – die beiden Seiten Dublins

Der Fluss Liffey teilt Dublin in die nördliche Northside und die südliche Southside. Historisch wurden beide Stadtgebiete häufig mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten verbunden. Während die Southside lange als wohlhabender galt, war die Northside stärker von Arbeiter- und einfachen Wohnvierteln geprägt. Heute ist diese Einteilung allerdings stark vereinfacht. Auf beiden Seiten des Flusses gibt es sowohl gehobene Wohngegenden als auch lebhafte, multikulturelle Stadtviertel.
Auf der Northside befinden sich unter anderem die O’Connell Street, das geschichtsträchtige General Post Office, der Croke Park und der weitläufige Phoenix Park. Die Southside ist vor allem für das Trinity College, die Einkaufsstraße Grafton Street, den Park St. Stephen’s Green und das bekannte Ausgehviertel Temple Bar bekannt. Zahlreiche Brücken verbinden beide Seiten miteinander. Eine der schönsten ist die historische Ha’penny Bridge, die seit 1816 über die Liffey führt.
Temple Bar – das bekannteste Viertel Dublins
Temple Bar gehört zu den beliebtesten Vierteln der irischen Hauptstadt. Enge Kopfsteinpflasterstraßen, farbenfrohe Pubfassaden und zahlreiche Restaurants prägen das Bild. Besonders am Abend herrscht hier eine lebhafte Atmosphäre, wenn in vielen Pubs traditionelle irische Musik gespielt wird. Das Viertel zieht Besucher aus aller Welt an und gehört deshalb zu den touristischsten Gegenden Dublins.
Wer das Nachtleben der Stadt kennenlernen möchte, ist in Temple Bar richtig. Allerdings sind die Preise in den bekanntesten Pubs häufig höher als in anderen Stadtteilen. Abseits der Hauptstraßen finden sich ebenfalls traditionelle Lokale, in denen es meist etwas ruhiger zugeht. Auch tagsüber lohnt sich ein Spaziergang durch das Viertel, das neben Pubs verschiedene Galerien, Geschäfte und kulturelle Einrichtungen beherbergt.
Trinity College und das Book of Kells

Das Trinity College wurde 1592 von Königin Elisabeth I. gegründet und ist die älteste Universität Irlands. Der historische Campus liegt mitten im Zentrum Dublins und beeindruckt mit weitläufigen Innenhöfen, gepflasterten Wegen und repräsentativen Universitätsgebäuden. Trotz seiner zentralen Lage bietet das Gelände vielerorts eine angenehm ruhige Atmosphäre.
Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist die historische Old Library mit ihrem rund 65 Meter langen Long Room. Der eindrucksvolle Bibliothekssaal mit seinen hohen Bücherregalen und der gewölbten Decke gehört zu den bekanntesten Innenräumen Irlands. Im Zuge eines umfangreichen Restaurierungsprojekts wurden zahlreiche historische Bücher vorübergehend aus den Regalen entfernt, weshalb der Raum derzeit anders aussieht als auf vielen älteren Fotografien.
Besonders sehenswert ist das Book of Kells, eine kunstvoll verzierte Handschrift aus der Zeit um das Jahr 800. Sie enthält die vier Evangelien des Neuen Testaments und zählt aufgrund ihrer aufwendigen Illustrationen zu den bedeutendsten mittelalterlichen Handschriften Europas. Da die Ausstellung zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Dublins gehört, empfiehlt sich eine frühzeitige Ticketreservierung. Die Old Library und der Long Room sollen nach der bisherigen Planung noch bis Ende 2027 zugänglich bleiben. Während der anschließenden Sanierungsphase soll das Book of Kells an einem anderen Ort auf dem Campus ausgestellt werden.
St. Patrick’s Cathedral – die größte Kathedrale Irlands
Die St. Patrick’s Cathedral gehört zu den wichtigsten historischen Bauwerken Dublins. Das heutige Gotteshaus stammt überwiegend aus dem 13. Jahrhundert und ist die größte Kathedrale Irlands. Der Überlieferung zufolge soll der heilige Patrick bereits im 5. Jahrhundert an dieser Stelle Menschen zum Christentum bekehrt und getauft haben.
Im Inneren befinden sich zahlreiche historische Grabmäler, Gedenktafeln und Kunstwerke. Besonders bekannt ist das Grab des Schriftstellers Jonathan Swift, der durch seinen Roman „Gullivers Reisen“ internationale Bekanntheit erlangte. Swift war von 1713 bis zu seinem Tod im Jahr 1745 Dekan der Kathedrale. Ebenfalls bemerkenswert ist das monumentale Grabmal der Familie Boyle aus dem 17. Jahrhundert.
Direkt neben der Kathedrale liegt der St. Patrick’s Park, der sich für eine Pause während des Stadtrundgangs anbietet. Die Kathedrale kann normalerweise besichtigt werden, allerdings können Gottesdienste und Veranstaltungen die Besuchszeiten beeinflussen.
Dublin Castle – ein bedeutender Ort irischer Geschichte

Dublin Castle wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts auf dem Gelände einer früheren Wikingersiedlung errichtet. Über viele Jahrhunderte war die Burg das politische und administrative Zentrum der englischen und später der britischen Herrschaft in Irland. Ein großer Brand zerstörte 1684 weite Teile der mittelalterlichen Anlage. Beim anschließenden Wiederaufbau entstanden zahlreiche repräsentative Gebäude. Von der ursprünglichen Burg ist insbesondere der massive Record Tower erhalten geblieben.
Nach der irischen Unabhängigkeit wurde Dublin Castle 1922 an die Regierung des neu gegründeten Irischen Freistaats übergeben. Heute wird der Gebäudekomplex unter anderem für Staatsempfänge, Konferenzen und die Amtseinführung der irischen Präsidenten genutzt. Normalerweise können Besucher die State Apartments, die Chapel Royal und archäologische Überreste der früheren Burganlage besichtigen.
Wichtiger Besucherhinweis (Stand Oktober 2026): Wegen der irischen EU-Ratspräsidentschaft ist Dublin Castle derzeit für die Öffentlichkeit geschlossen. Die Wiedereröffnung ist für Januar 2027 angekündigt. Aktuelle Informationen gibt es auf der offiziellen Website von Dublin Castle.
Guinness Storehouse – auf den Spuren des berühmten irischen Biers
Guinness gehört zu Irland wie das Oktoberfest zu München. Im Guinness Storehouse auf dem Gelände der St. James’s Gate Brewery erfahren Besucher auf mehreren Etagen mehr über die Geschichte der Brauerei, die verwendeten Zutaten, den Brauprozess und die bekannten Werbekampagnen der Marke.
Die Geschichte der Brauerei ist eng mit Arthur Guinness verbunden, der im Jahr 1759 einen Pachtvertrag über 9.000 Jahre für das Gelände abschloss. Eine Kopie dieses ungewöhnlichen Vertrags gehört zu den bekanntesten Ausstellungsstücken. Der Rundgang endet in der Gravity Bar im obersten Stockwerk, die einen weiten Rundumblick über Dublin bietet.
Bei vielen Eintrittskarten ist ein Pint Guinness oder ein alkoholfreies Getränk enthalten. Da das Guinness Storehouse zu den meistbesuchten Attraktionen der Stadt zählt, empfiehlt es sich, Eintrittskarten im Voraus für ein festes Zeitfenster zu reservieren.
National Museum of Ireland – Natural History
Das Natural History Museum in der Merrion Street ist eine Außenstelle des irischen Nationalmuseums. Aufgrund seiner umfangreichen Sammlung ausgestopfter Tiere wird es von den Einwohnern Dublins liebevoll „Dead Zoo“, also „Toter Zoo“, genannt. Das historische Museumsgebäude wurde 1856 eröffnet und bewahrte über viele Jahrzehnte seine viktorianische Ausstellungsgestaltung mit zahlreichen Glasvitrinen und naturkundlichen Exponaten.
Zu den Schwerpunkten der Sammlung gehören die irische Tierwelt, Säugetiere aus verschiedenen Teilen der Erde und zahlreiche Meeresbewohner. Die historische Präsentation machte das Museum nicht nur für Naturinteressierte, sondern auch für Besucher mit Interesse an der Geschichte der Wissenschaft besonders sehenswert.
Wichtiger Besucherhinweis (Stand Oktober 2026): Das Natural History Museum ist seit dem 2. September 2024 wegen einer umfassenden Sanierung geschlossen. Ein Termin für die Wiedereröffnung steht bislang nicht fest. Teile der Sammlung werden während der Sanierung im sogenannten Dead Zoo Lab auf dem Gelände des National Museum of Ireland in Collins Barracks gezeigt. Der Eintritt in die Häuser des Nationalmuseums ist grundsätzlich kostenlos.
Phoenix Park und St. Stephen’s Green – Dublins grüne Seiten
Neben seinen historischen Sehenswürdigkeiten besitzt Dublin mehrere weitläufige Grünanlagen. Der Phoenix Park westlich des Stadtzentrums gehört zu den größten ummauerten Stadtparks Europas. Spazierwege, Wiesen und Baumgruppen prägen die Landschaft, in der auch eine frei lebende Damwildherde zu Hause ist. Auf dem Gelände befinden sich außerdem der Dublin Zoo und Áras an Uachtaráin, der Amtssitz des irischen Präsidenten.
Deutlich zentraler liegt St. Stephen’s Green am südlichen Ende der Grafton Street. Der historische Park mit seinen Teichen, Spazierwegen und gepflegten Grünflächen ist ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Besucher. Gerade während einer längeren Stadtbesichtigung bietet sich hier eine angenehme Pause an. Rund um den Park befinden sich zahlreiche georgianische Gebäude, Cafés und Einkaufsmöglichkeiten.
Kulinarische Spezialitäten in Dublin
Die irische Küche ist traditionell deftig und verwendet häufig Kartoffeln, Fleisch, Gemüse und regionale Milchprodukte. Ein klassisches Irish Breakfast besteht je nach Restaurant aus Speck, Würstchen, Eiern, Bohnen, Pilzen, Tomaten sowie Black und White Pudding. Dazu wird häufig Sodabrot serviert. Aufgrund der reichhaltigen Zusammenstellung eignet sich das Frühstück auch als ausgedehnter Brunch vor einem langen Tag in der Stadt.
Eine typische Spezialität Dublins ist Coddle, ein herzhafter Eintopf aus Kartoffeln, Zwiebeln, Würstchen und Speck. Das Gericht war früher besonders in Arbeiterfamilien verbreitet und gehört noch heute zur traditionellen Küche der Hauptstadt. Als süße Spezialität ist Porter Cake bekannt, ein würziger Früchtekuchen, der unter anderem mit dunklem Bier zubereitet wird.
Heute bietet Dublin neben traditionellen Pubs eine vielfältige Gastronomieszene mit modernen irischen Restaurants und internationaler Küche. Besonders im Zentrum und rund um Temple Bar ist die Auswahl groß. Wer etwas abseits der bekanntesten Touristenstraßen sucht, findet häufig ruhigere Lokale und teilweise günstigere Preise.
Praktische Tipps für eine Städtereise nach Dublin

Dublin lässt sich von Deutschland aus bequem mit dem Flugzeug erreichen. Ein Direktflug von Frankfurt dauert ungefähr zwei Stunden, von Düsseldorf etwas weniger. Der internationale Flughafen liegt etwa zehn Kilometer nördlich des Stadtzentrums. Expressbusse und reguläre Busverbindungen ermöglichen die Weiterreise in die Innenstadt. Eine direkte Bahn- oder Straßenbahnverbindung zum Flughafen besteht derzeit nicht.
Innerhalb Dublins können viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreicht werden. Für längere Strecken stehen Stadtbusse, die Straßenbahn Luas und die Vorortbahn DART zur Verfügung. Letztere eignet sich auch für Ausflüge entlang der Küste. Da Dublin eine stark besuchte Hauptstadt ist, lohnt es sich, beliebte Attraktionen möglichst frühzeitig zu reservieren. Besonders während des St. Patrick’s Day am 17. März und in den Sommermonaten können Unterkünfte und Eintrittskarten stark nachgefragt sein.
Häufige Fragen zu Dublin
Wie viele Einwohner hat Dublin?
Im Verwaltungsgebiet Dublin City lebten bei der Volkszählung 2022 insgesamt 592.713 Menschen. Die gesamte Region Dublin hatte rund 1,46 Millionen Einwohner. Je nach geografischer Abgrenzung können die genannten Einwohnerzahlen daher voneinander abweichen.
Wie viele Tage sollte man für Dublin einplanen?
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind zwei bis drei Tage empfehlenswert. Wer zusätzlich verschiedene Stadtviertel erkunden, Museen besuchen und Ausflüge an die Küste unternehmen möchte, sollte vier bis fünf Tage einplanen.
Wann ist die beste Reisezeit für Dublin?
Von Mai bis September sind die Tage besonders lang und die Temperaturen meist angenehm mild. Allerdings kann es in Dublin zu jeder Jahreszeit regnen. Auch der Frühling und der Herbst eignen sich gut für eine Städtereise, insbesondere wenn man die Hauptreisezeiten vermeiden möchte.
Welche Sehenswürdigkeiten sollte man in Dublin besuchen?
Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören das Trinity College mit dem Book of Kells, die St. Patrick’s Cathedral, Dublin Castle, das Guinness Storehouse und das Viertel Temple Bar. Auch die Ha’penny Bridge und der Phoenix Park sind einen Besuch wert. Bei einzelnen historischen Gebäuden können vorübergehende Schließungen gelten.
Kann man Dublin gut zu Fuß erkunden?
Ja, viele Sehenswürdigkeiten befinden sich im relativ kompakten Stadtzentrum und lassen sich zu Fuß miteinander verbinden. Für weiter entfernte Ziele wie den Phoenix Park oder Ausflüge in die Umgebung stehen öffentliche Verkehrsmittel zur Verfügung.
Wie groß ist der Zeitunterschied zwischen Dublin und Deutschland?
Dublin liegt eine Stunde hinter Deutschland. Wenn es in Deutschland 12 Uhr mittags ist, ist es in Dublin 11 Uhr. Der Unterschied bleibt normalerweise das ganze Jahr über bestehen.
Lohnt sich Dublin für einen Wochenendtrip?
Dublin eignet sich gut für einen Wochenendtrip, da viele bekannte Sehenswürdigkeiten nah beieinanderliegen. Mit zwei Übernachtungen lassen sich die historische Innenstadt, das Trinity College, Temple Bar und weitere Attraktionen kennenlernen. Wer zusätzlich die Küste oder das Umland erkunden möchte, sollte den Aufenthalt verlängern.













Der junge algerische Koch Mehdi lebt ein Doppelleben: Tagsüber ist er der brillante Koch im Bistro, kurz davor, den Laden gemeinsam mit seiner Partnerin Léa zu übernehmen – doch abends spielt er vor seiner algerischen Mutter Fatima den „perfekten Sohn“. Dumm nur, dass in dieser Rolle weder Léa noch Mehdís große Liebe zur französischen Gastronomie vorgesehen sind. Als Léa endlich darauf besteht, Fatima kennenzulernen, greift Mehdi unter Druck zur schlechtesten aller Lösungen – und löst damit eine Kettenreaktion aus, bei der Missverständnisse schneller heißkochen als Couscous.