Ein umweltfreundlicher Urlaub beginnt nicht erst mit der Wahl der Unterkunft. Reiseziel, Anreise und Verhalten vor Ort prägen gemeinsam die Umweltbilanz. Wer kurze Wege plant, umweltschonende Verkehrsmittel wählt und Natur sowie lokale Angebote respektiert, kann die Belastung der Reise verringern.
Erholsam reisen und zugleich bewusster mit Ressourcen umgehen: Das lässt sich gut verbinden. Es geht nicht darum, jede Belastung vollständig auszuschließen, sondern die eigenen Möglichkeiten bei Planung und Aufenthalt sinnvoll zu nutzen.
Hier erfahren Sie, was nachhaltiger Urlaub bedeutet und worauf es bei Verkehrsmitteln, Unterkünften, Reisezielen und Aktivitäten ankommt. Außerdem lesen Sie, wie nahe Ziele, regionale Angebote und ein rücksichtsvoller Umgang mit Natur und Ressourcen die Reise bewusster machen.
Wichtigste Erkenntnisse
- Beziehen Sie ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte in die Reiseplanung ein, statt nur auf ein einzelnes Merkmal zu achten.
- Mit regionalen Restaurants, inhabergeführten Unterkünften und lokalen Veranstaltungen stärken Sie die Menschen und Angebote am Reiseziel.
- Für viele Strecken innerhalb Europas können Bahn oder Fernbus eine emissionsärmere Alternative zum Flug sein.
- Wenn eine Flugreise nötig ist, kann ein längerer Aufenthalt dazu beitragen, die Anreise bewusster in die Urlaubsplanung einzubetten.
- Auch in der Nähe finden sich reizvolle Ziele: Wandern, Radfahren und ein rücksichtsvoller Umgang mit Natur machen den Aufenthalt bewusster.
1. Wie kann man nachhaltig reisen?
Nachhaltig reisen heißt, die ökologischen Folgen einer Reise möglichst gering zu halten und zugleich verantwortungsvoll mit Menschen, Ressourcen und lokalen Angeboten umzugehen. Ein umweltfreundlicher Urlaub hängt deshalb nicht allein davon ab, ob Sie fliegen oder mit der Bahn fahren. Auch Unterkunft, Aktivitäten, Verpflegung und Reisezeit beeinflussen die Bilanz.
Ökologisch spielen vor allem Energie- und Wasserverbrauch, Abfälle und Eingriffe in die Natur eine Rolle. Die Anreise mit der Bahn statt mit dem Flugzeug kann die Umweltbelastung verringern; weniger Gepäck senkt den Energiebedarf beim Transport. Vor Ort helfen kurze Wege, wiederbefüllbare Trinkflaschen und ein respektvoller Umgang mit Schutzgebieten.
Soziale Nachhaltigkeit zeigt sich im Umgang mit den Menschen am Reiseziel. Wer lokale Restaurants, inhabergeführte Unterkünfte und regionale Führungen nutzt, erlebt den Alltag vor Ort direkter. Wirtschaftlich nachhaltig zu reisen bedeutet, Ausgaben möglichst in der Region zu lassen. Marktbesuche und regionale Produkte können lokale Betriebe unterstützen.
Bei Pauschalangeboten können Sie prüfen, ob Hotel und Bahnanreise gemeinsam geplant sind. Eine solche Kombination kann die Anreise ohne Flugzeug erleichtern und die Planung vereinfachen. Vergleichen Sie die gesamte Verbindung: Auch der Weg zum Bahnhof, Umstiege und die Strecke zwischen Bahnhof und Unterkunft zählen.
Umweltzertifikate bieten Orientierung, ersetzen aber nicht den Blick auf konkrete Maßnahmen. Achten Sie bei Hotels auf Angaben zu Energie, Wasser, Abfall und regionaler Beschaffung. Aussagekräftig sind nachvollziehbare Kriterien und Informationen dazu, wie der Betrieb sie umsetzt. Hilfreich ist ein Zertifikat vor allem dann, wenn sein Geltungsbereich klar erkennbar ist.
Beim Camping und Wildcampen in Deutschland kommt es auf die Regeln des jeweiligen Bundeslands, die Fläche und ihren Schutzstatus an. Nutzen Sie ausgewiesene Campingplätze und übernachten Sie außerhalb davon nur, wenn es ausdrücklich erlaubt ist. In Naturschutzgebieten gelten besondere Schutzinteressen, die beim Übernachten zu berücksichtigen sind.
Was kosten nachhaltige Unterkünfte in Deutschland? Einen einheitlichen Preis gibt es nicht: Lage, Saison, Ausstattung und Aufenthaltsdauer beeinflussen die Kosten. Vergleichen Sie Angebote für denselben Zeitraum und achten Sie darauf, welche Leistungen enthalten sind.
Nachhaltige Urlaubsangebote gibt es in unterschiedlichen Formen: etwa Bahnreisen mit Hotel, naturnahe Unterkünfte oder regionale Aktivurlaube. In Schleswig-Holstein können Küstenwege zum Radurlaub passen, während Thüringen Wanderangebote bereithält. Welche Option sinnvoll ist, richtet sich nach Anreise, Interessen und vorhandener Infrastruktur.
Lokale Restaurants, Unterkünfte und Veranstaltungen unterstützen
Lokale Entscheidungen machen den Aufenthalt auch jenseits der Anreise bewusster. Wer in einem inhabergeführten Gasthaus isst, auf dem Wochenmarkt einkauft oder eine Führung vor Ort bucht, stärkt direkte Angebote der Region. Solche Begegnungen vermitteln zugleich Einblicke in den Alltag, die bei standardisierten Angeboten oft weniger selbstverständlich sind.
Auf Märkten und in kleinen Geschäften finden Sie häufig saisonale Lebensmittel mit kurzen Transportwegen. Fragen Sie nach Produkten aus der Umgebung und wählen Sie, was gerade Saison hat. Eine Stofftasche im Tagesrucksack hilft, Verpackungsmüll beim Einkauf zu vermeiden. Koch- oder Handwerkskurse können regionale Traditionen vermitteln und lokale Anbieter unterstützen. So wird der Einkauf oder ein gemeinsamer Termin zum Teil des Reiseerlebnisses.
In Restaurants lohnt sich ein Blick auf Speisekarte und Herkunftshinweise. Gerichte mit regionalen Zutaten bringen Erzeugnisse aus der Umgebung auf den Tisch; saisonale Angebote wechseln mit dem Warenangebot. Kleine Cafés und familiengeführte Gaststätten können außerdem Gelegenheiten bieten, mit Menschen aus der Region ins Gespräch zu kommen. Ähnliches gilt für Veranstaltungen: Ein Konzert, Markt oder Handwerkskurs verbindet Freizeit mit lokaler Wertschöpfung.
Auch in der Unterkunft können Sie im Alltag Ressourcen schonen. Duschen statt Baden spart Wasser. Werden Handtücher und Bettwäsche mehrere Tage genutzt, sinkt der Waschbedarf. Schalten Sie Licht, Klimaanlage und elektrische Geräte aus, wenn Sie das Zimmer verlassen oder sie nicht benötigen. Solche einfachen Schritte verringern den Energie- und Wasserverbrauch, ohne den Aufenthalt grundlegend zu verändern.
Eine weitere Möglichkeit ist der Häusertausch. Dabei nutzen Sie vorhandenen Wohnraum, statt eigens neue touristische Infrastruktur in Anspruch zu nehmen. Das kann eine ressourcenschonende Unterkunftsoption sein, wenn Lage und Reiseplanung zusammenpassen. Couchsurfing ermöglicht Einblicke in das lokale Leben und kulturellen Austausch. Beide Formen unterscheiden sich deutlich vom klassischen Hotelaufenthalt und eignen sich besonders für Reisende, die Begegnungen in den Mittelpunkt stellen.
Treffen Sie dafür klare Absprachen zu Ankunft, Nutzung gemeinsamer Räume und Rücksichtnahme. Bei gemeinschaftlichen Übernachtungen beeinflussen Verhalten und Verbrauch alle Beteiligten. Ein respektvoller Umgang mit Küche, Bad und Hausregeln trägt zu einem gelungenen Aufenthalt bei. Beim Häusertausch ist es hilfreich, Abläufe wie Schlüsselübergabe und Mülltrennung vorab zu klären.
Wer Reiseideen mit regionalem Bezug sucht, kann sich von Reiseberichten zu Regionen inspirieren lassen und anschließend gezielt lokale Märkte, Gaststätten oder Veranstaltungen in die eigene Planung aufnehmen.
3. Tabelle: Wie viele Treibhausgase verursachen die Verkehrsmittel?
Für die Anreise zählt nicht nur die Entfernung, sondern auch das Verkehrsmittel. Die folgende Übersicht vergleicht durchschnittliche Emissionen pro Personenkilometer. Die Werte zeigen, weshalb Bahn und Fernbus für viele Urlaubswege eine klimafreundliche Wahl sind.
Wie reist man im Urlaub am klimafreundlichsten? Für passende Strecken sind Bahn oder Fernbus meist die bessere Wahl gegenüber Flugzeug und Auto. Unter 800 Kilometern empfiehlt sich als Faustregel die Anreise mit Bahn oder Bus.
Die Vergleichswerte berücksichtigen unterschiedliche Auslastungen: Inlandsflüge mit 70 Prozent, Pkw mit durchschnittlich 1,5 Personen, Fernbusse mit 55 Prozent und Fernverkehrszüge mit 56 Prozent. Dadurch wird deutlich, dass die Besetzung eines Autos die Emissionen pro Person beeinflusst.
| Verkehrsmittel | Treibhausgase pro Personenkilometer | Angenommene Auslastung |
|---|---|---|
| Inlandsflug | 214 g | 70 % |
| Verbrenner-Pkw | 143 g | 1,5 Personen |
| Fernlinienbus | 29 g | 55 % |
| Fernverkehrszug | 29 g | 56 % |
Ein konkretes Beispiel verdeutlicht den Unterschied: Eine Hin- und Rückfahrt von Hamburg nach Bordeaux verursacht pro Person mit dem Zug zwischen 0,01 und 0,11 Tonnen CO₂. Beim Fernbus sind es 0,09 Tonnen, beim Flug 0,48 Tonnen und mit dem Auto etwa 0,65 Tonnen.
Auch ein Elektroauto kann für die Reise infrage kommen, besonders wenn mehrere Personen mitfahren und sich die Anreise gut planen lässt. Für den Vergleich zählen Strecke, Zahl der Mitreisenden und benötigter Strom. Fehlen passende Ladepunkte, kann die Routenplanung aufwendiger werden. Prüfen Sie deshalb vorab, wo sich Pausen und Ladevorgänge sinnvoll verbinden lassen.
Für kurze Strecken bieten sich das Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel an. Wer ein Hotel nahe einem Bahnhof wählt, kann die Weiterfahrt mit Bus, Rad oder zu Fuß planen. So sind Sie weniger auf einen Mietwagen angewiesen und erreichen leichter Orte mit gut zugänglichen Kulturangeboten.
Überlegen Sie zuerst, welche Ziele ohne Flugzeug erreichbar sind. Vergleichen Sie dann die gesamte Anreise, einschließlich des Weges zum Bahnhof oder zur Bushaltestelle. Bei einer Autofahrt beeinflusst die Zahl der Mitreisenden den Anteil pro Person. Weniger Gepäck senkt außerdem den Energiebedarf beim Fahren.
Für viele Urlaubsreisen innerhalb Europas ist die Entfernung kein zwingender Grund zu fliegen: Bis zu 1000 oder 1500 km lassen sich mit dem Zug oder Auto zurücklegen. Bahnfahren verursacht deutlich weniger CO₂ als Fliegen und ist deshalb die bessere Wahl für die Umwelt. Gerade bei längeren Flugreisen wird der Unterschied in den Gesamtemissionen sichtbar. Ein Flug von Deutschland zu den Kanarischen Inseln und zurück verursacht pro Person etwa 1.700 Kilogramm klimaschädliches CO₂-Äquivalent. Ein Hin- und Rückflug von Berlin nach Gran Canaria verursacht durchschnittlich 1,35 Tonnen CO₂ pro Person.
Ein Hin- und Rückflug von Deutschland auf die Malediven verursacht pro Person rund 2,8 Tonnen CO₂-Äquivalente an Klimawirkung. Bei einer vierköpfigen Familie verursacht ein Hin- und Rückflug von Deutschland zu den Kanarischen Inseln 6,8 Tonnen CO₂-Äquivalent. Diese Beispiele zeigen, wie stark die Wahl des Reiseziels und des Verkehrsmittels die Klimawirkung beeinflusst. Wer eine Reise plant, kann daher zunächst prüfen, ob sich das Ziel mit der Bahn oder dem Auto erreichen lässt. Für die Abwägung lohnt es sich, nicht nur einzelne Streckenwerte, sondern auch die gesamte Hin- und Rückreise sowie die Zahl der Mitreisenden zu berücksichtigen.

4. Flugreisen und Kreuzfahrten vermeiden oder kompensieren
Flüge möglichst zu vermeiden, ist der wirksamste Schritt, um Reiseemissionen zu verringern. Eine vollständig nachhaltige Flugreise gibt es nicht. Prüfen Sie deshalb zuerst, ob das Ziel mit Bahn oder Fernbus erreichbar ist. Für ein Drittel der Kurzstreckenflüge innerhalb Europas gibt es Bahnverbindungen mit weniger als sechs Stunden Fahrzeit. Gerade bei Städtereisen kann die Zugfahrt Teil des Aufenthalts sein und durch regionale Landschaften führen.
Auch die Dauer des Urlaubs verändert die Abwägung. Als Faustregel gilt: Bei Flugreisen ab 800 Kilometern sollten Reisende mindestens 7 Nächte bleiben. Ab 3800 Kilometern sind mindestens zwei Wochen Aufenthalt sinnvoll. So steht die lange Anreise nicht nur einem kurzen Aufenthalt gegenüber. Wer weniger häufig fliegt und längere Reisen plant, kann die Zahl der Flugwege reduzieren.
Bei einer Kreuzfahrt zählt nicht nur der Transport zur Umweltbilanz, sondern auch die Anreise zum Hafen und die Ausflüge an Land. Motorisierte Boote können schädliche Stoffe an Luft und Wasser abgeben. Wählen Sie nach Möglichkeit Ausflüge zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. So lässt sich die Zeit an Land gestalten, ohne für jede Strecke ein weiteres motorisiertes Angebot zu nutzen.
Wenn sich ein Flug nicht vermeiden lässt, können konkrete Entscheidungen die Belastung begrenzen. Wählen Sie eine direkte Verbindung, wenn sie zum Ziel passt, denn zusätzliche Flugabschnitte verlängern die Reise. Nehmen Sie nur das nötige Gepäck mit. Planen Sie vor Ort längere Aufenthalte und nutzen Sie Bus, Bahn oder Fahrrad statt weiterer Inlandsflüge. Auch ein ruhiger, rücksichtsvoller Umgang mit Naturgebieten prägt den Tourismus am Ziel.
Emissionsausgleich kommt erst nach Vermeidung und Verringerung und ersetzt diese Schritte nicht. Wenn Sie einen Ausgleich erwägen, achten Sie auf transparente Klimaschutzprojekte und anerkannte Standards. Die BARMER nennt CDM, VCS und den Gold Standard als Beispiele. Wichtig ist, dass nachvollziehbar bleibt, welches Projekt unterstützt wird und wie der Beitrag eingesetzt werden soll.
Vergleichen Sie Reisepläne in dieser Reihenfolge: zuerst regionale oder näher gelegene Ziele, dann Bahn- und Busverbindungen, anschließend die Aufenthaltsdauer. Erst wenn diese Möglichkeiten nicht passen, kommt ein Flug infrage. Vermeiden Sie dabei unnötige Teilstrecken und planen Sie den Aufenthalt so, dass nicht bald die nächste Fernreise folgt.
Auch die Wahl der Anbieter beeinflusst, wie sich der Tourismus vor Ort entwickelt. Lokale Führungen und öffentliche Verkehrsmittel bringen Ausgaben in die Zielregion und ermöglichen Ausflüge ohne zusätzlichen Flug. Bei Kreuzfahrten lohnt es sich, Anreise zum Hafen und Landprogramm gemeinsam zu betrachten, statt allein die Zeit an Bord als Reise zu bewerten.
Ein bewusster Reiseplan berücksichtigt Verkehrsmittel, Aufenthaltsdauer und Verhalten. Wer eine kurze Europareise mit der Bahn unternimmt, kann den Flug vermeiden; bei einer entfernten Reise spricht ein längerer Aufenthalt stärker für die Planung. Kompensation bleibt der letzte Schritt, nicht die Rechtfertigung für zusätzliche Flüge oder Kreuzfahrten.
5. Nahe Urlaubsziele und umweltfreundliche Aktivitäten
Ein Urlaub in der Nähe kann Erholung, Natur und Kultur verbinden. Im Umkreis von 1.000 Kilometern finden sich unterschiedliche Reiseziele, die sich mit Bahn, Bus oder Auto erreichen lassen. Kürzere Wege können den Ausstoß der Anreise verringern und schaffen mehr Zeit für Erlebnisse vor Ort. Entscheidend ist, das Ziel passend zur gewünschten Aktivität auszuwählen.
Welche nachhaltigen Reiseziele gibt es in Deutschland? Beispiele sind die Bergsteigerdörfer Kreuth, Ramsau bei Berchtesgaden, Sachrang und Schleching, die im Mai 2026 als solche geführt wurden. Sie eignen sich für einen Aufenthalt, bei dem Wandern und Naturerlebnisse im Mittelpunkt stehen.
Wanderungen und Radtouren kommen ohne motorisierte Ausflugsfahrt aus. Planen Sie eine Route, die direkt an der Unterkunft beginnt, oder verbinden Sie eine Bahnfahrt mit einer Radtour am Ziel. Eine wiederbefüllbare Trinkflasche vermeidet Einwegverpackungen unterwegs. Bleiben Sie in der Natur auf ausgewiesenen Wegen und respektieren Sie Schutzgebiete.
Auch einen Aufenthalt am Wasser können Sie rücksichtsvoll gestalten. Wählen Sie für eine Kanutour ein Boot ohne Motor, damit keine Abgase und Betriebsgeräusche entstehen. Beim Schnorcheln oder Tauchen sollten Sie Anbieter bevorzugen, die Korallen und andere Meerestiere schützen. Berühren Sie keine empfindlichen Lebensräume und beobachten Sie Tiere mit Abstand.
Ein umweltbewusster Ausflug richtet sich nach den Bedingungen vor Ort. Fahren Sie nicht abseits ausgewiesener Wege. Nehmen Sie Ihren Müll wieder mit und entsorgen Sie ihn passend; geschützte Pflanzen bleiben am Standort. Angebote zur Tierbeobachtung sind ungeeignet, wenn Tiere gefangen oder nicht artgerecht gehalten werden.
Für die Planung hilft eine einfache Reihenfolge: Legen Sie zuerst fest, ob Sie Natur, Bewegung oder Kultur suchen. Wählen Sie anschließend ein Ziel, das sich gut zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden lässt. Prüfen Sie, ob die gewünschten Aktivitäten nahe beieinanderliegen. So sparen Sie zusätzliche Wege und vermeiden ein zu eng getaktetes Programm.
Auch Camping kann passen, wenn Sie auf ausgewiesenen Plätzen übernachten und keinen Müll zurücklassen. Nehmen Sie für Ausflüge eine Trinkflasche, wiederverwendbare Behälter und eine Stofftasche mit. So vermeiden Sie Einwegverpackungen beim Picknick oder Einkauf. Halten Sie sich an örtliche Hinweise, besonders in empfindlichen Naturbereichen.
Nachhaltiges Reisen bedeutet nicht, auf abwechslungsreiche Erlebnisse zu verzichten. Ein Tag kann etwa mit einer Wanderung beginnen und mit einem Besuch in einem regionalen Museum oder Dorf ausklingen. Wählen Sie Aktivitäten, die zur Landschaft passen, statt für jedes Erlebnis eine neue Fahrt einzuplanen. Entdecken Sie Reiseziele und Aktivitäten, die zu einer bewussten Auszeit in Deutschland passen.
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Wenn Sie eine organisierte Reise erwägen, hilft der Pauschalreisen-Vergleich dabei, Angebote nach den für Sie wichtigen Merkmalen einzuordnen. So lassen sich Anreise, Aufenthalt und Erlebnisse gemeinsam betrachten, statt nur einzelne Reisebestandteile auszuwählen.
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Beginnen Sie mit einer bewussten Entscheidung
Die Planung muss nicht perfekt sein, um in eine gute Richtung zu gehen. Wählen Sie für die nächste Reise einen Schwerpunkt, der zu Ihrem Alltag und Ihren Möglichkeiten passt. Vielleicht möchten Sie ein neues Ziel in Deutschland entdecken oder Ihre Reise stärker an Erlebnissen vor Ort ausrichten. Ein umweltfreundlicher Urlaub entsteht Schritt für Schritt, wenn die Entscheidungen zur eigenen Situation passen und keiner starren Vorstellung folgen.
Halten Sie Ihre Ideen fest und entwickeln Sie daraus einen Reiseplan, der Raum für Entdeckungen lässt. Reisemagazin Online kann Sie dabei mit Reiseinformationen und Vergleichsmöglichkeiten begleiten. Wenn Sie Fragen zu den Inhalten oder einer möglichen Zusammenarbeit haben, nehmen Sie Kontakt zu Reisemagazin Online auf.
Jede Reise bietet die Gelegenheit, Neues kennenzulernen und bewusster zu wählen. Beginnen Sie mit dem nächsten Schritt, der für Sie stimmig ist, und machen Sie daraus eine erholsame Auszeit.
Häufige Fragen zum nachhaltigen Reisen
Was ist ein nachhaltiger Urlaub?
Ein nachhaltiger Urlaub berücksichtigt die Folgen der Reise für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft. Dazu gehören etwa Ressourcenverbrauch, faire Begegnungen und die Frage, ob Ausgaben der besuchten Region zugutekommen. Nicht jede Reise muss in allen Bereichen gleich abschneiden. Praktisch hilft es, vor der Buchung zu überlegen, welche Auswirkungen sich am eigenen Reiseplan verändern lassen, etwa durch die Wahl des Ziels oder der Unterkunft.
Wie kann man nachhaltig reisen?
Überlegen Sie zuerst, welche Reisebestandteile Sie beeinflussen können. Legen Sie Ziel und geplante Aktivitäten fest, bevor Sie passende Verkehrsmittel und Unterkünfte auswählen. Ein Beispiel: Für einen Wanderurlaub können Sie eine Unterkunft nahe der Route wählen und unnötige Fahrten vor Ort vermeiden. Auch ein längerer Aufenthalt an einem Ziel kann sinnvoller sein als mehrere kurze Reisen mit wiederholter Anreise.
Wie nachhaltig ist Ihre Unterkunft?
Konkrete Maßnahmen sagen mehr aus als allgemeine Werbeaussagen. Achten Sie auf nachvollziehbare Angaben zu Energie- und Wasserverbrauch, Abfallvermeidung und regionalen Lebensmitteln. Ein Umweltzertifikat kann zusätzliche Orientierung bieten, wenn Kriterien und Geltungsbereich verständlich erklärt werden. Auch im Zimmer zeigt sich die Praxis: Wiederverwendbare Spender statt Einzelverpackungen oder Hinweise zum sparsamen Handtuchwechsel sind konkrete Beispiele.
Gibt es nachhaltigere Pauschalreisen?
Ja, Angebote können sich bei Anreise, Unterkunft und Ausflügen unterscheiden. Vergleichen Sie deshalb nicht nur das Hotel, sondern auch die Verkehrsmittel und das Programm am Ziel. Eine Pauschalreise mit Bahnanreise und Aktivitäten ohne zusätzliche Autofahrten kann eine bewusstere Wahl sein. Prüfen Sie außerdem, ob Ausflüge lokale Anbieter einbeziehen und die Beschreibung konkrete Umweltmaßnahmen nennt, statt nur allgemein mit Nachhaltigkeit zu werben.
Ist CO₂-Kompensation nicht eigentlich Greenwashing?
Nicht automatisch. Ein Ausgleich macht verursachte Emissionen nicht ungeschehen. Entscheidend ist, ob ein Klimaschutzprojekt transparent beschrieben wird und nachvollziehbar bleibt, wofür der Beitrag eingesetzt wird. Kompensation sollte erst nach Möglichkeiten zur Vermeidung und Verringerung stehen. Seien Sie skeptisch, wenn die Werbung den Eindruck erweckt, eine belastende Reise werde allein durch einen Zusatzbeitrag klimaneutral. Prüfen Sie die Aussagen und genannten Projektstandards sorgfältig.
Kann man überhaupt nachhaltig fliegen?
Ein Flug ist keine vollständig nachhaltige Reise, weil dabei Treibhausgase entstehen. Wenn Sie fliegen, können Sie die Belastung begrenzen, indem Sie unnötige Flugabschnitte vermeiden und nicht für einen sehr kurzen Aufenthalt weit reisen. Vergleichen Sie vor der Buchung Bahn- oder Busverbindungen. Vor Ort helfen öffentliche Verkehrsmittel und längere Aufenthalte, zusätzliche Strecken und weitere Flüge zu vermeiden.
Tabelle: Wie viele Treibhausgase verursachen die Verkehrsmittel?
Pro Personenkilometer liegen Inlandsflüge bei 214 Gramm Treibhausgasen, Verbrenner-Pkw bei 143 Gramm. Für Fernlinienbus und Fernverkehrszug weist der Vergleich jeweils 29 Gramm aus. Die Werte setzen unterschiedliche Auslastungen voraus: 70 Prozent beim Flug, durchschnittlich 1,5 Personen im Pkw, 55 Prozent im Bus und 56 Prozent im Zug. Deshalb sind sie Vergleichswerte, keine individuelle Reisebilanz.
Warum in die Ferne schweifen?
Ein weit entferntes Ziel ist nicht automatisch abwechslungsreicher als ein nahe gelegenes. Deutschland bietet Landschaften, Städte und kulturelle Angebote für kurze Auszeiten ebenso wie für längere Aufenthalte. Wer näher reist, kann mehr Zeit am Ziel verbringen und aufwendige Anreisen vermeiden. Wählen Sie den Ort nach den Erlebnissen, die Sie suchen, nicht allein nach Entfernung oder Bekanntheit.














Iris (Kate Winslet) und Amanda (Cameron Diaz) sind grundverschieden – die eine lebt in einem verträumten englischen Dorf, die andere bewohnt ein glamouröses Hollywood-Anwesen. Sie haben aber eine Gemeinsamkeit: Kein Glück in der Liebe. Auf der Suche nach Ablenkung kreuzen sich ihre Wege zufällig im Internet. Spontan beschließen sie, ihre Häuser zu tauschen. Statt Ruhe und Abgeschiedenheit warten neue Bekanntschaften auf sie, die die Herzen unerwartet schneller schlagen lassen – und es folgt die Erkenntnis, dass mit einer neuen Adresse tatsächlich ein neues Leben beginnen kann …
