Eine venezianische Festung hoch über der Stadt, schmale Gassen zwischen neoklassizistischen Häusern und mitten im Meer eine kleine Burg: Nafplio gehört zu den interessantesten Städten auf dem Peloponnes. Die Hafenstadt am Argolischen Golf verbindet Geschichte und mediterranes Stadtleben mit Stränden, die nur wenige Minuten vom Zentrum entfernt liegen. Gleichzeitig ist Nafplio ein hervorragender Ausgangspunkt für Ausflüge nach Mykene und Epidauros.
International ist Nafplio auch unter den Namen Nauplia oder Nafplion bekannt. Die Stadt liegt im Osten des Peloponnes in der Region Argolis und ist von Athen aus vergleichsweise schnell erreichbar. Dadurch eignet sie sich sowohl für einen Zwischenstopp während einer Peloponnes-Rundreise als auch für mehrere Urlaubstage.
Wer nur wenige Stunden bleibt, verpasst allerdings einen Teil dessen, was Nafplio ausmacht. Besonders am Abend, wenn die Tagesbesucher verschwinden und sich die Restaurants und Cafés der Altstadt füllen, entwickelt die Stadt eine ausgesprochen angenehme Atmosphäre.
Warum ist Nafplio geschichtlich so bedeutend?
Die strategisch günstige Lage am Argolischen Golf machte Nafplio über Jahrhunderte zu einem begehrten Hafen. Byzantiner, Franken, Venezianer und Osmanen beherrschten die Stadt zu unterschiedlichen Zeiten und hinterließen ihre Spuren.
Besonders sichtbar ist bis heute der venezianische Einfluss. Festungen wie Palamidi und Bourtzi erinnern ebenso daran wie Teile der Altstadt.
Eine besondere Rolle spielte Nafplio nach dem griechischen Unabhängigkeitskrieg. Von 1827 bis 1834 war die Stadt Hauptstadt des neu entstandenen griechischen Staates. 1828 kam Ioannis Kapodistrias als erster Gouverneur des unabhängigen Griechenlands nach Nafplio.
Erst unter König Otto wurde Athen 1834 zur Hauptstadt. Damit endete Nafplios kurze, aber bedeutende Zeit als politisches Zentrum des modernen Griechenlands.
Die Altstadt von Nafplio
Das historische Zentrum liegt zwischen Hafen und den Festungsanlagen von Akronafplia. Große Entfernungen gibt es nicht – die Altstadt lässt sich hervorragend zu Fuß erkunden.
Charakteristisch sind schmale gepflasterte Gassen, neoklassizistische Gebäude, kleine Plätze und Häuser mit Holzbalkonen. Bougainvilleen wachsen an vielen Fassaden, während in den Erdgeschossen Cafés, Tavernen und kleine Geschäfte untergebracht sind.
Zu den wichtigsten Straßen gehören die Staikopoulou und die Vasileos Konstantinou. Wer Nafplio besucht, sollte sich aber nicht ausschließlich an den bekannten Straßen orientieren. In den kleineren Seitengassen findet man ruhigere Ecken und immer wieder interessante historische Gebäude.
Die Altstadt ist weitgehend kompakt und viele Bereiche sind Fußgängern vorbehalten. Das macht Nafplio zu einer Stadt, die sich ohne festgelegte Route erkunden lässt.
Syntagma-Platz – das Zentrum der Altstadt
Der Syntagma-Platz ist der zentrale Platz der historischen Altstadt. Rund um den großzügigen Platz stehen Gebäude aus unterschiedlichen Epochen, die einen guten Eindruck von der wechselvollen Geschichte Nafplios vermitteln.
Zu den markantesten Bauwerken gehört das Vouleftiko. Das Gebäude wurde ursprünglich während der osmanischen Herrschaft als Moschee errichtet und diente nach der griechischen Unabhängigkeit zeitweise als Sitz des ersten griechischen Parlaments.
Ebenfalls am Platz befindet sich das Archäologische Museum, das in einem venezianischen Gebäude aus dem frühen 18. Jahrhundert untergebracht ist. Die Sammlung beschäftigt sich mit der langen Geschichte der Region Argolis.
Am Abend ist der Syntagma-Platz einer der lebendigsten Treffpunkte der Stadt. Cafés und Restaurants stellen ihre Tische rund um den Platz auf, während Kinder auf der großen autofreien Fläche spielen.
Palamidi – die Festung über Nafplio
Schon bei der Anfahrt ist Palamidi kaum zu übersehen. Die gewaltige Festungsanlage thront auf einem mehr als 200 Meter hohen Hügel über der Stadt.
Errichtet wurde die Festung während der zweiten venezianischen Herrschaft zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Zwischen 1711 und 1714 entstand ein ausgeklügeltes System aus acht miteinander verbundenen Bastionen. Jede Bastion konnte im Verteidigungsfall weitgehend eigenständig funktionieren.
Nur kurze Zeit nach ihrer Fertigstellung fiel die Festung 1715 an die Osmanen. Während des griechischen Unabhängigkeitskrieges gelang griechischen Kämpfern 1822 schließlich die Einnahme Palamidis.
Heute zählt die Anlage zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Nafplios. Von den Mauern reicht der Blick über die roten Dächer der Stadt, den Argolischen Golf und weit in die umliegende Landschaft.
Wie viele Stufen führen zur Palamidi-Festung?
Um den Aufstieg rankt sich eine hartnäckige Legende. Häufig ist von 999 Stufen die Rede. Die tatsächliche Zahl liegt darunter. Unabhängig davon ist der Aufstieg steil und kann bei sommerlichen Temperaturen anstrengend werden.
Wer sich die Treppen sparen möchte, erreicht den Eingang der Festung auch mit dem Auto über eine Straße auf der Ostseite des Hügels.
Im Hochsommer empfiehlt sich ein Besuch am frühen Vormittag oder später am Nachmittag. Schatten gibt es innerhalb der Anlage nur begrenzt.
Bourtzi – die Festung im Meer

Das vielleicht bekannteste Fotomotiv Nafplios liegt nicht in der Stadt, sondern wenige hundert Meter vor der Hafenpromenade. Auf einer kleinen Insel erhebt sich die Festung Bourtzi.
Die Venezianer ließen die Anlage 1473 errichten, um die Hafeneinfahrt zu sichern. Früher konnte eine schwere Kette zwischen Bourtzi und Akronafplia gespannt werden, um feindlichen Schiffen die Einfahrt in den Hafen zu versperren.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde die kleine Festungsinsel auf sehr unterschiedliche Weise genutzt. Sie diente unter anderem als Verteidigungsanlage, zeitweise als Unterkunft der griechischen Regierung und später als Wohnort der Henker, die im Gefängnis von Palamidi tätig waren. Im 20. Jahrhundert befanden sich dort zeitweise sogar ein Hotel und ein Restaurant.
Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten ist Bourtzi wieder für Besucher zugänglich. Kleine Boote fahren von der Uferpromenade zur Festungsinsel.
Aber auch vom Hafen aus ist Bourtzi sehenswert. Besonders am späten Nachmittag und bei Sonnenuntergang gehört der Blick auf die Festung zu den klassischen Eindrücken einer Nafplio-Reise.
Akronafplia – die älteste Festung der Stadt
Zwischen Altstadt und Meer erhebt sich die felsige Halbinsel Akronafplia. Sie wurde bereits lange vor dem Bau Palamidis befestigt und bildete über viele Jahrhunderte den eigentlichen Verteidigungskern Nafplios.
Verschiedene Herrscher erweiterten die Anlage immer wieder. Entsprechend finden sich Spuren unterschiedlicher Epochen.
Heute sind die Befestigungen weniger geschlossen erhalten als Palamidi. Trotzdem lohnt sich der Aufstieg. Von mehreren Stellen bietet sich ein schöner Blick auf die Altstadt, Bourtzi und den Argolischen Golf.
Akronafplia lässt sich außerdem gut mit einem Spaziergang entlang der Küste verbinden.
Arvanitia-Promenade – Spaziergang zwischen Felsen und Meer
Eine der schönsten Möglichkeiten, Nafplio zu Fuß zu erleben, ist der Weg rund um Akronafplia. Die Arvanitia-Promenade beginnt nur wenige Minuten von der Altstadt entfernt und führt unmittelbar am Meer entlang.
Auf der einen Seite ragen die Felsen steil empor, auf der anderen öffnet sich der Blick über den Argolischen Golf. Dadurch fühlt man sich bereits nach wenigen Minuten weit vom Stadtzentrum entfernt.
Der Weg führt zur Arvanitia Beach und lässt sich anschließend in Richtung Karathona fortsetzen.
Arvanitia Beach – Baden direkt an der Stadt
Wer Sightseeing und Baden miteinander verbinden möchte, muss Nafplio nicht verlassen. Arvanitia Beach liegt unmittelbar südlich von Akronafplia und ist vom Zentrum zu Fuß erreichbar.
Der Strand besteht überwiegend aus Kieseln und ist nicht besonders groß. Für eine Abkühlung nach einem Rundgang durch die Altstadt ist die Lage jedoch ideal.
In den Sommermonaten gibt es grundlegende touristische Infrastruktur. Durch die Nähe zur Stadt kann es entsprechend voll werden.
Karathona Beach – Sandstrand vor den Toren Nafplios
Mehr Platz bietet Karathona südöstlich der Stadt. Der ungefähr drei Kilometer lange Strand liegt in einer geschützten Bucht hinter dem Palamidi-Hügel.
Im Gegensatz zur kleinen Arvanitia Beach besteht Karathona überwiegend aus Sand. Das Wasser fällt relativ flach ab, weshalb der Strand auch bei Familien beliebt ist.
In der Sommersaison gibt es Strandbars, Liegestühle und gastronomische Angebote. Gleichzeitig findet man entlang des langen Strandes auch ruhigere Abschnitte.
Karathona ist mit dem Auto erreichbar. Wesentlich schöner ist allerdings der Küstenweg von Arvanitia. Die Strecke ist ungefähr drei Kilometer lang und führt mit Blick auf das Meer durch eine weitgehend unbebaute Landschaft.
Neraki Beach – kleine Bucht am Küstenweg
Zwischen Arvanitia und Karathona liegt die kleine Neraki Beach. Sie ist nur zu Fuß beziehungsweise mit dem Fahrrad über den Küstenweg erreichbar und besitzt keine touristische Infrastruktur.
Gerade deshalb ist die kleine Bucht eine interessante Alternative zu den bekannteren Stränden. Wer hier baden möchte, sollte Getränke und alles Weitere selbst mitbringen.
Kirchen und historische Gebäude in Nafplio
Neben den großen Festungsanlagen lohnt es sich, in der Altstadt auf kleinere historische Bauwerke zu achten.
Zu den bedeutenden Kirchen gehört Agios Spyridonas. Vor der Kirche wurde 1831 Ioannis Kapodistrias, der erste Gouverneur des unabhängigen Griechenlands, ermordet. Das Ereignis gehört zu den entscheidenden Momenten der frühen Geschichte des modernen griechischen Staates.
Interessant ist außerdem die Kirche Agios Georgios, die während der venezianischen Herrschaft als katholische Kirche genutzt wurde und später orthodox wurde.
Die verschiedenen Kirchen, ehemaligen Moscheen und venezianischen Gebäude machen deutlich, wie häufig Nafplio im Laufe seiner Geschichte den Herrscher wechselte.
Archäologisches Museum von Nafplio
Wer sich näher mit der Geschichte der Argolis beschäftigen möchte, sollte das Archäologische Museum am Syntagma-Platz besuchen.
Die Ausstellung reicht von der Vorgeschichte bis in die Antike. Viele Fundstücke stammen aus archäologischen Stätten der Umgebung.
Das Museum ist deshalb auch eine gute Vorbereitung auf Ausflüge nach Mykene, Tiryns und zu anderen antiken Orten auf dem Peloponnes.
Ausflug nach Mykene

Nafplio liegt in einer Region mit außergewöhnlich vielen bedeutenden archäologischen Stätten. Eine der wichtigsten ist Mykene, rund 25 Kilometer nördlich der Stadt.
Die befestigte Stadt war eines der wichtigsten Zentren der mykenischen Kultur. Noch heute gelangt man durch das berühmte Löwentor in die Anlage. Gewaltige Mauern, Gräber und die Überreste des Palastes vermitteln einen Eindruck von der Bedeutung Mykenes in der Bronzezeit.
Gemeinsam mit Tiryns gehört Mykene zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Von Nafplio lässt sich Mykene bequem als Halbtagesausflug besuchen.
Epidauros und sein berühmtes Theater
Ein weiterer lohnender Ausflug führt nach Epidauros. Die antike Kultstätte des Heilgottes Asklepios gehört ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Berühmt ist vor allem das große Theater aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Es gilt als eines der am besten erhaltenen Theater der griechischen Antike und ist für seine außergewöhnliche Akustik bekannt.
Während des sommerlichen Festivals finden dort noch heute Theater- und Musikaufführungen statt.
Durch die Lage zwischen Mykene und Epidauros eignet sich Nafplio hervorragend als Basis, wenn man die antiken Stätten der Argolis nicht im Rahmen eines hektischen Tagesausflugs von Athen besuchen möchte.
Tiryns – Weltkulturerbe fast vor der Haustür
Weniger bekannt als Mykene, aber nur wenige Kilometer von Nafplio entfernt, liegt die antike Stadt Tiryns.
Besonders beeindruckend sind die gewaltigen sogenannten kyklopischen Mauern. Die Steinblöcke waren so groß, dass spätere Generationen glaubten, nur die sagenhaften Kyklopen hätten sie bewegen können.
Tiryns lässt sich aufgrund der kurzen Entfernung problemlos in einen Aufenthalt in Nafplio integrieren.
Essen in Nafplio
Die Gastronomie ist ein weiterer Grund, nicht nur für einen Tagesausflug nach Nafplio zu kommen. In der Altstadt und entlang der Hafenpromenade gibt es zahlreiche Tavernen, Restaurants und Cafés.
Auf den Speisekarten stehen typische Gerichte der griechischen Küche, frischer Fisch und Meeresfrüchte. In der fruchtbaren Argolis spielen außerdem Oliven, Zitrusfrüchte und regionales Gemüse eine wichtige Rolle.
Wer etwas abseits der touristischen Hauptachsen sucht, sollte auch in den Straßen hinter dem Syntagma-Platz nach Tavernen Ausschau halten.
Am Abend gehört ein Spaziergang entlang der Hafenpromenade fast automatisch dazu. Von hier blickt man auf das beleuchtete Bourtzi und die Segelboote im Hafen.
Wie viele Tage sollte man für Nafplio einplanen?
Nafplio lässt sich theoretisch an einem Tag besuchen. Für Altstadt, Palamidi und Bourtzi reicht ein gut geplanter Tagesausflug aus.
Empfehlenswerter sind mindestens zwei Übernachtungen. Dadurch kann man die Stadt am Abend erleben und hat Zeit für einen Strandbesuch oder einen Ausflug.
Drei bis vier Tage sind ideal, wenn Nafplio als Ausgangspunkt für Mykene, Epidauros und Tiryns dienen soll.
Wann ist die beste Reisezeit für Nafplio?
Besonders angenehm sind Frühling und Herbst. Im April, Mai, September und Oktober sind die Temperaturen meist gut für Stadtbesichtigungen und Ausflüge.
Im Juli und August kann es dagegen sehr heiß werden. Wer in dieser Zeit nach Nafplio reist, sollte Besuche auf Palamidi und längere Spaziergänge möglichst auf die Morgen- und Abendstunden legen.
Der Vorteil des Sommers liegt in den guten Bademöglichkeiten. Arvanitia und Karathona machen es einfach, Kultur- und Strandurlaub miteinander zu verbinden.
Auch außerhalb der klassischen Urlaubssaison bleibt Nafplio ein interessantes Reiseziel. Anders als viele reine Ferienorte auf dem Peloponnes ist es eine ganzjährig bewohnte Stadt.
Anreise von Athen nach Nafplio
Nafplio liegt rund 140 Kilometer südwestlich von Athen. Mit dem Auto führt die Strecke zunächst Richtung Korinth und anschließend über die Peloponnes-Autobahn in die Argolis.
Für eine Rundreise bietet sich unterwegs ein Zwischenstopp am Kanal von Korinth an.
Auch ohne Mietwagen ist Nafplio erreichbar. Regelmäßige Überlandbusse verbinden die Stadt mit Athen und anderen Orten auf dem Peloponnes.
Einen eigenen Bahnhof besitzt Nafplio nicht. Für Reisende, die mehrere archäologische Stätten und Strände besuchen möchten, bietet ein Mietwagen deshalb die größte Flexibilität.
Parken in Nafplio
Mit dem Auto sollte man nicht versuchen, möglichst weit in die engen Straßen der Altstadt hineinzufahren. Viele Bereiche sind ohnehin Fußgängerzonen oder nur eingeschränkt zugänglich.
Praktischer sind die größeren Parkmöglichkeiten im Bereich des Hafens und am Rand des historischen Zentrums. Von dort erreicht man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß.
Im Sommer und an Wochenenden kann es insbesondere am Abend voller werden. Wer außerhalb des Zentrums übernachtet, sollte deshalb prüfen, ob die Unterkunft einen eigenen Parkplatz anbietet.
Nafplio als Ausgangspunkt für eine Peloponnes-Rundreise
Durch seine Lage eignet sich Nafplio hervorragend als erste oder letzte Station einer Rundreise über den Peloponnes. Von Athen ist die Stadt schnell erreichbar, gleichzeitig liegen einige der wichtigsten antiken Stätten Griechenlands in unmittelbarer Umgebung.
Wer mehr Zeit hat, kann die Reise anschließend beispielsweise Richtung Süden nach Monemvasia und in die Mani oder Richtung Westen nach Mystras und Olympia fortsetzen.
Im Gegensatz zu vielen reinen Badeorten verbindet Nafplio dabei mehrere Aspekte einer Griechenlandreise: Geschichte, Architektur, Strände, Gastronomie und eine Lage, die zahlreiche Tagesausflüge ermöglicht.
Die wichtigsten Fragen zu Nafplio
Wo liegt Nafplio?
Nafplio liegt am Argolischen Golf im Osten des Peloponnes. Die Stadt gehört zur Region Argolis und befindet sich rund 140 Kilometer von Athen entfernt.
War Nafplio wirklich die Hauptstadt Griechenlands?
Ja. Nafplio war von 1827 bis 1834 Hauptstadt des neu entstandenen griechischen Staates. Anschließend wurde Athen zur Hauptstadt Griechenlands.
Lohnt sich Nafplio für einen Tagesausflug?
Ja. Die Altstadt, die Palamidi-Festung und die Hafenpromenade lassen sich an einem Tag kennenlernen. Schöner sind allerdings mindestens zwei Tage, da Nafplio besonders am Abend eine angenehme Atmosphäre bietet.
Wie lange sollte man in Nafplio bleiben?
Zwei bis drei Tage sind für die meisten Reisenden ideal. Wer zusätzlich Mykene, Epidauros und Tiryns besuchen möchte, kann Nafplio problemlos für drei bis vier Nächte als Ausgangspunkt nutzen.
Kann man in Nafplio baden?
Ja. Arvanitia Beach liegt direkt bei der Stadt. Der größere Sandstrand Karathona befindet sich wenige Kilometer südöstlich des Zentrums und ist auch über einen schönen Küstenweg erreichbar.
Kann man Nafplio ohne Auto besuchen?
Ja. Die Altstadt und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten lassen sich gut zu Fuß erkunden. Auch von Athen bestehen Busverbindungen. Für Ausflüge zu antiken Stätten und abgelegeneren Stränden ist ein Mietwagen jedoch praktischer.
Was sollte man in Nafplio unbedingt gesehen haben?
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören die Palamidi-Festung, Bourtzi, die Altstadt mit dem Syntagma-Platz, Akronafplia und die Arvanitia-Promenade. Wer mehr Zeit hat, sollte außerdem Mykene und Epidauros besuchen.
Ist Nafplio besser als Übernachtungsort oder als Tagesausflug?
Eine Übernachtung lohnt sich. Am späten Nachmittag und Abend wird es in der Altstadt ruhiger, während sich die Plätze und Tavernen mit Einheimischen und Übernachtungsgästen füllen. Außerdem lassen sich von Nafplio aus mehrere Sehenswürdigkeiten der Argolis ohne lange Anfahrt besuchen.

















