Rimini gehört zu den traditionsreichsten Badeorten an der italienischen Adriaküste. Der kilometerlange Sandstrand weckte bereits vor mehr als 150 Jahren die Sehnsucht nach Sonne, Meer und dem italienischen „Dolce Vita“. Doch die Stadt in der Emilia-Romagna hat weit mehr zu bieten als Liegestühle, Strandbars und ausgelassene Sommerabende.
Rimini hat sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte stark verändert. Der bekannte Urlaubsort setzt heute verstärkt auf eine Aufwertung seiner Küstenbereiche, eine bessere Wasserqualität, moderne Mobilitätskonzepte und die Sanierung bestehender Gebäude. Gleichzeitig wird versucht, die lange Geschichte der Stadt stärker sichtbar zu machen.
Wer Rimini nur als Ziel für einen klassischen Badeurlaub betrachtet, übersieht daher einen großen Teil seines Reizes. Hinter der Strandpromenade wartet eine historische Stadt mit römischen Bauwerken, Renaissancekunst, lebendigen Plätzen und zahlreichen Erinnerungen an den Regisseur Federico Fellini.
Rimini – eine Stadt mit vielen Gesichtern
Rimini liegt an der Adriaküste der italienischen Region Emilia-Romagna. Die Stadt verbindet einen rund 15 Kilometer langen Küstenabschnitt mit einer mehr als 2.000-jährigen Geschichte. Bereits die Römer erkannten die strategisch günstige Lage und gründeten im Jahr 268 vor Christus die Kolonie Ariminum.
Heute besteht Rimini aus mehreren Bereichen, die jeweils eine eigene Atmosphäre besitzen. Marina Centro steht für Strandurlaub, Hotels und sommerliches Nachtleben. Das historische Zentrum überrascht mit römischen Monumenten und Renaissancearchitektur. Im ehemaligen Fischerviertel Borgo San Giuliano trifft man dagegen auf kleine Häuser, Wandmalereien und gemütliche Restaurants.
Diese Vielseitigkeit macht Rimini sowohl für einen längeren Sommerurlaub als auch für einen kurzen Städtetrip interessant. Wer mehrere Tage bleibt, kann Strandtage mit Kultur, regionaler Küche und Ausflügen in das hügelige Hinterland verbinden.
Über die Tiberiusbrücke nach Borgo San Giuliano
Die Tiberiusbrücke gehört zu den bedeutendsten Bauwerken der Stadt. Sie wurde aus hellem istrischem Stein errichtet und überspannt mit fünf Bögen den ehemaligen Verlauf des Flusses Marecchia. Mit dem Bau wurde während der Regierungszeit des Kaisers Augustus begonnen. Fertiggestellt wurde die Brücke unter seinem Nachfolger Tiberius im Jahr 21 nach Christus.
Bemerkenswert ist, dass die mehr als 2.000 Jahre alte Brücke noch heute Teil des Stadtbildes ist. Sie bildet den Übergang zwischen dem historischen Zentrum und Borgo San Giuliano. Seitdem der Autoverkehr aus diesem Bereich weitgehend verschwunden ist, lässt sich die Umgebung deutlich entspannter zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden.
Auf der anderen Seite der Brücke beginnt das ehemalige Fischer- und Arbeiterviertel Borgo San Giuliano. Kleine, häufig farbig gestrichene Häuser stehen dicht an dicht entlang schmaler Straßen. Viele Fassaden sind mit Wandgemälden versehen, die Szenen aus den Filmen Federico Fellinis oder Motive aus dem früheren Leben des Viertels zeigen.
Aus dem einst ärmeren Stadtteil hat sich ein beliebtes Ausgehviertel entwickelt. In den alten Häusern befinden sich Restaurants, Weinbars und kleine Cafés. Dennoch hat sich Borgo San Giuliano einen Teil seines ursprünglichen Charakters bewahrt. Besonders am frühen Abend lohnt sich ein Spaziergang, wenn sich die Gassen langsam füllen und die Restaurants ihre Tische im Freien aufstellen.
Die historische Altstadt von Rimini
Riminis Geschichte reicht deutlich weiter zurück als die Entwicklung zum Badeort. Im historischen Zentrum finden sich Bauwerke aus der römischen Antike, dem Mittelalter und der Renaissance. Wer von der Strandpromenade in die Altstadt spaziert, erlebt daher einen überraschenden Kontrast zum modernen Ferienbetrieb an der Küste.
Eine wichtige Achse ist der Corso d’Augusto. Er verbindet die Tiberiusbrücke mit dem Augustusbogen, der im Jahr 27 vor Christus errichtet wurde. Der Bogen markierte einst das Ende der Via Flaminia, die Rimini mit Rom verband. Er gilt als einer der ältesten erhaltenen römischen Ehrenbögen Italiens.
Zu den zentralen Plätzen gehören die Piazza Cavour und die Piazza Tre Martiri. Rund um die Piazza Cavour stehen der Palazzo dell’Arengo, der Palazzo del Podestà und das Teatro Amintore Galli. Cafés, Märkte und Veranstaltungen machen den Platz auch außerhalb der Hauptsaison zu einem beliebten Treffpunkt.
Die Piazza Tre Martiri geht auf das römische Forum von Ariminum zurück. Heute reihen sich Geschäfte und Cafés an den länglichen Platz. Eine Statue erinnert an Julius Cäsar, der der Überlieferung nach nach der Überschreitung des Rubikon in Rimini zu seinen Soldaten gesprochen haben soll.
Der Tempio Malatestiano
Das auffälligste Bauwerk der Renaissance ist der Tempio Malatestiano. Die heutige Kathedrale geht auf eine mittelalterliche Franziskanerkirche zurück, die im 15. Jahrhundert im Auftrag von Sigismondo Pandolfo Malatesta grundlegend umgestaltet wurde.
Für die neue Fassade war der Renaissancearchitekt Leon Battista Alberti verantwortlich. Der helle Naturstein, die großen Rundbögen und die an römische Triumphbögen erinnernde Gestaltung verleihen dem Bauwerk eine ungewöhnliche Erscheinung. Vollständig vollendet wurde das ambitionierte Projekt allerdings nie.
Im Inneren befinden sich reich verzierte Kapellen, Skulpturen und Kunstwerke. Besonders bekannt ist ein Fresko von Piero della Francesca, das Sigismondo Malatesta kniend vor seinem Namenspatron zeigt. Der Tempio Malatestiano ist damit nicht nur ein religiöses Gebäude, sondern auch ein Zeugnis der Macht und des Selbstverständnisses der Familie Malatesta.
Die Domus del Chirurgo
Ein weiterer Einblick in das antike Rimini erwartet Besucher an der Piazza Ferrari. Dort wurden die Überreste eines römischen Wohnhauses entdeckt, das als Domus del Chirurgo – Haus des Chirurgen – bekannt ist.
Archäologen fanden in dem Gebäude eine außergewöhnlich umfangreiche Sammlung medizinischer Instrumente aus dem 2. und 3. Jahrhundert nach Christus. Die Instrumente lassen darauf schließen, dass hier ein Arzt lebte und arbeitete, der unter anderem chirurgische Eingriffe durchführte.
Die Ausgrabungsstätte ist heute durch eine moderne Glaskonstruktion geschützt. Über Stege können Besucher die Grundmauern und erhaltenen Mosaikböden betrachten. Die medizinischen Instrumente und weitere Fundstücke werden im benachbarten Stadtmuseum gezeigt.
Rimini und Federico Fellini
Federico Fellini wurde 1920 in Rimini geboren. Obwohl er später vor allem in Rom lebte und arbeitete, blieben die Erinnerungen an seine Heimatstadt ein wichtiger Bestandteil seines filmischen Schaffens. Besonders deutlich wird dies in „Amarcord“, einem Werk, das von Kindheitserinnerungen, Fantasie und der Atmosphäre einer italienischen Provinzstadt geprägt ist.
Heute widmet sich ein umfangreiches Museum dem Leben und Werk des Regisseurs. Das Fellini Museum verteilt sich auf mehrere Orte im Zentrum: Castel Sismondo, den Palazzo del Fulgor und die dazwischenliegende Piazza Malatesta.
Castel Sismondo ist eine Festungsanlage aus dem 15. Jahrhundert, die einst als Residenz von Sigismondo Pandolfo Malatesta diente. Im Palazzo del Fulgor befindet sich das historische Kino Fulgor, in dem Fellini als junger Mann seine Begeisterung für das Kino entwickelte. Multimediale Installationen, Filme, Kostüme, Zeichnungen und Dokumente führen durch die fantasievolle Welt des Regisseurs.
Auch außerhalb des Museums begegnet man Fellini immer wieder. Wandbilder im Borgo San Giuliano, Straßennamen und einzelne Installationen greifen Motive aus seinen Filmen auf. Fans können sich auf einen eigenen Rundgang durch das Rimini des berühmten Regisseurs begeben.
Marina Centro und der Parco del Mare
Zwischen der Altstadt und dem Meer liegt Marina Centro, das touristische Zentrum Riminis. Hier befinden sich zahlreiche Hotels, Restaurants und Bars. Eines der bekanntesten Gebäude ist das traditionsreiche Grand Hotel Rimini, das in mehreren Filmen und Erinnerungen Fellinis eine Rolle spielt.
Die Strandpromenade wurde in den vergangenen Jahren in weiten Teilen neu gestaltet. Unter dem Namen Parco del Mare entstand ein lang gezogener, teilweise begrünter Bereich mit Wegen für Fußgänger und Radfahrer, Sitzgelegenheiten, Sportflächen und Spielmöglichkeiten.
Dadurch wurde die Küste stärker mit der Stadt verbunden. Wo früher vor allem Straßen und Parkplätze das Bild bestimmten, gibt es heute mehr Raum für Bewegung und Aufenthalt. Gerade am frühen Morgen und am Abend wird die Promenade von Spaziergängern, Joggern und Radfahrern genutzt.
Strandleben in Rimini

Der Strand von Rimini erstreckt sich über viele Kilometer und fällt größtenteils flach in die Adria ab. Das macht ihn besonders bei Familien mit Kindern beliebt. Der feine Sand bietet viel Platz zum Spielen, Sonnenbaden und für sportliche Aktivitäten.
Ein großer Teil des Strandes ist in sogenannte Bagni unterteilt. Dabei handelt es sich um bewirtschaftete Strandabschnitte, an denen Sonnenschirme und Liegestühle gemietet werden können. Viele Anlagen verfügen zusätzlich über Umkleiden, Duschen, Spielplätze, Sportfelder, Bars und Restaurants.
Die einzelnen Bagni sind nummeriert. Dadurch lassen sie sich leicht wiederfinden – ein praktischer Vorteil an einem so langen Küstenabschnitt. Die Ausstattung reicht von einfachen, familiengeführten Strandbädern bis zu modernen Anlagen mit Lounges, Fitnessangeboten und Abendveranstaltungen.
Daneben gibt es frei zugängliche Strandabschnitte, die in Italien als Spiaggia libera bezeichnet werden. Dort können Besucher ihre eigenen Handtücher und Sonnenschirme mitbringen. In der Hochsaison sind diese Bereiche allerdings häufig gut besucht.
Auch Reisende mit Hund finden in Rimini und den angrenzenden Badeorten speziell ausgestattete Strandabschnitte. Je nach Anbieter stehen eingezäunte Bereiche, Trinkwasser, Duschen und schattige Plätze zur Verfügung. Die jeweiligen Regeln zum Leinenzwang und zum Baden mit Hund unterscheiden sich jedoch und sollten vor dem Besuch geprüft werden.
Sport am Strand und auf dem Wasser
Am langen Sandstrand wird weit mehr geboten als Sonnenbaden. Beachvolleyball, Beachtennis, Fußball, Yoga und Gymnastik gehören vielerorts zum täglichen Programm. Auf der Promenade finden Läufer und Radfahrer ausreichend Platz für eine morgendliche Trainingsrunde.
Auf dem Wasser werden je nach Wetter und Saison Windsurfen, Segeln, Stand-up-Paddling und Wasserski angeboten. Auch Fahrten mit Bananenbooten oder anderen gezogenen Wassersportgeräten gehören zum Angebot vieler Strandbetreiber.
Die nördliche Adria ist in Küstennähe relativ flach. Für spektakuläre Tauchgänge ist Rimini daher weniger bekannt als andere Regionen Italiens. Dennoch werden Tauch- und Bootsausflüge angeboten, bei denen unter anderem künstliche Riffe, Wracks oder weiter vor der Küste gelegene Bereiche angesteuert werden.
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Nachtleben zwischen Strand und Altstadt
Rimini und die benachbarten Orte Riccione und Misano Adriatico sind für ihr ausgeprägtes Nachtleben bekannt. Während sich in der Altstadt Weinbars und Restaurants füllen, bieten Strandlokale und Clubs an der Küste Musik und Veranstaltungen bis in die Nacht.
Allerdings verwandelt sich nicht der gesamte Strand jeden Abend in eine Partyzone. Viele Strandabschnitte bleiben familienorientiert und ruhig. Das Angebot hängt stark vom jeweiligen Viertel, vom Wochentag und von der Saison ab.
Besonders im Juli und August finden Strandfeste, Konzerte, Märkte und kulturelle Veranstaltungen statt. Wer Ruhe sucht, sollte bei der Wahl des Hotels auf die genaue Lage achten. Schon wenige Straßen können einen deutlichen Unterschied machen.
Das Hinterland von Rimini
Hinter Rimini beginnt eine Hügellandschaft, die einen reizvollen Kontrast zur flachen Küste bildet. Weinberge, Olivenhaine, Wälder und kleine historische Orte prägen das Hinterland. Viele Ziele lassen sich bei einem Tagesausflug mit dem Auto oder teilweise auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen.
Eine wichtige Landschaft ist das Tal des Marecchia, das von Rimini in Richtung Apennin führt. Über der Region erheben sich Burgen und befestigte Dörfer, von denen viele mit den mittelalterlichen Herrscherfamilien Malatesta und Montefeltro verbunden sind.
Zu den bekanntesten Ausflugszielen gehört Verucchio. Der Ort liegt auf einem Hügel und bietet einen weiten Blick über das Marecchia-Tal bis zur Adria. Die mächtige Rocca Malatestiana erinnert an die Zeit der Malatesta.
Weiter im Landesinneren liegt das auf einem Felsen errichtete San Leo. Die Festung oberhalb des Ortes zählt zu den eindrucksvollsten Burgen der Region. In ihr war im 18. Jahrhundert der als Alchemist und Hochstapler bekannte Graf Cagliostro inhaftiert.
Auch Santarcangelo di Romagna eignet sich für einen Ausflug. Die Altstadt besteht aus schmalen Straßen, kleinen Plätzen und historischen Häusern. Unter dem Ort befindet sich ein verzweigtes System aus künstlich angelegten Höhlen, deren ursprüngliche Nutzung bis heute nicht vollständig geklärt ist.
Kulinarische Reise durch die Romagna
Die Küche gehört zu den großen Stärken Riminis. Sie ist bodenständig, regional geprägt und eng mit den landwirtschaftlichen Produkten des Hinterlandes verbunden. Am bekanntesten ist die Piadina Romagnola, ein dünnes Fladenbrot, das mit Käse, Schinken, Gemüse oder anderen Zutaten gefüllt wird.
Eine typische Kombination besteht aus Piadina, dem cremigen Frischkäse Squacquerone und Rucola. Fast jede Familie und jede Piadineria besitzt ein eigenes Rezept. Für einen schnellen Imbiss ist die Piadina ebenso geeignet wie für ein unkompliziertes Abendessen.
Zu den klassischen Nudelgerichten der Region gehören Cappelletti, Passatelli und Strozzapreti. Häufig werden sie mit Fleischsaucen, Brühe oder regionalem Käse serviert. An der Küste spielen außerdem Fisch und Meeresfrüchte eine wichtige Rolle. Besonders verbreitet sind gegrillte Fischspieße, Muscheln, Sardinen und frittiertes Meeresgetier.
In den Hügeln rund um Rimini werden verschiedene Weine produziert. Zu den bekanntesten Rebsorten zählen Sangiovese und Trebbiano. Typisch für die Romagna ist außerdem der weiße Pagadebit. Zahlreiche Weingüter bieten nach Voranmeldung Verkostungen an.
Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte für eine Weinprobe einen Fahrer bestimmen oder einen organisierten Transfer nutzen. Viele Weingüter verbinden die Verkostung mit regionalen Wurstwaren, Käse, Olivenöl und kleinen warmen Gerichten.
Sehenswertes in der Umgebung von Rimini
San Marino

Ein besonders beliebter Ausflug führt von Rimini nach San Marino. Die vollständig von Italien umgebene Republik gehört zu den kleinsten Staaten der Welt und gilt als älteste noch bestehende Republik. Der Überlieferung nach wurde die Gemeinschaft im Jahr 301 von dem Steinmetz Marinus gegründet.
Die Hauptstadt Città di San Marino liegt am Monte Titano. Von den Aussichtspunkten eröffnen sich weite Blicke über die umliegende Hügellandschaft bis zur Adriaküste. Das historische Zentrum und der Monte Titano gehören zum UNESCO-Welterbe.
Zu den Wahrzeichen zählen die drei Wehrtürme Guaita, Cesta und Montale. Sie stehen auf den Gipfeln des Monte Titano und sind durch einen aussichtsreichen Weg miteinander verbunden. Guaita und Cesta können üblicherweise besichtigt werden, während Montale nur von außen zugänglich ist.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Palazzo Pubblico an der Piazza della Libertà, die Basilika San Marino und die schmalen Gassen der Altstadt. Wer die zahlreichen Geschäfte hinter sich lässt und zu den Türmen hinaufsteigt, erlebt den landschaftlich schönsten Teil des Kleinstaates.
Italia in Miniatura
Eine abwechslungsreiche Ergänzung zum Strandleben ist ein Besuch im Freizeitpark Italia in Miniatura in Viserba bei Rimini. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1970 zeigt der Park detailreiche Nachbildungen bekannter italienischer Bauwerke und Landschaften.
Besucher spazieren im Kleinformat von den Alpen bis nach Sizilien und begegnen unter anderem dem Mailänder Dom, dem Kolosseum, dem Schiefen Turm von Pisa und zahlreichen bekannten Plätzen. Ergänzt wird die Miniaturwelt durch Modelle europäischer Sehenswürdigkeiten.
Mehrere Attraktionen machen den Park besonders für Familien interessant. Dazu gehören eine Monorail mit Blick über die Anlage, eine verkleinerte und befahrbare Version des Canal Grande von Venedig, Wasserspiele, eine interaktive Fahrschule und verschiedene Fahrgeschäfte.
Für einen Besuch sollte je nach Interesse mindestens ein halber Tag eingeplant werden. In der Hauptsaison empfiehlt sich der Kauf der Eintrittskarten im Voraus.
Skypark
Wer einen sportlichen Tag in der Natur verbringen möchte, findet im Hinterland von Rimini verschiedene Kletter- und Abenteuerparks. Der Skypark liegt bei Perticara im Marecchia-Tal und bietet Parcours mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.
Über Seilbrücken, Netze, Schaukeln und Seilrutschen bewegen sich die Teilnehmer zwischen den Bäumen. Dabei gibt es sowohl Angebote für Kinder und Einsteiger als auch anspruchsvollere Parcours für erfahrene Besucher.
Für die Nutzung gelten Größen-, Alters- und Sicherheitsvorgaben. Festes Schuhwerk und sportliche Kleidung sind erforderlich. Vor einer längeren Anfahrt sollten die saisonalen Öffnungszeiten und die Wetterbedingungen geprüft werden.
Ravenna und seine Mosaike
Auch Ravenna ist von Rimini aus für einen Tagesausflug erreichbar. Die Stadt war im 5. Jahrhundert Hauptstadt des Weströmischen Reiches und ist heute vor allem für ihre frühchristlichen und byzantinischen Mosaike bekannt.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen die Basilika San Vitale, das Mausoleum der Galla Placidia und die Basilika Sant’Apollinare Nuovo. Insgesamt gehören acht Bauwerke in Ravenna zum UNESCO-Welterbe.
Ravenna eignet sich besonders für Reisende, die ihren Badeurlaub mit Kunst und Geschichte verbinden möchten. Mit dem Zug ist die Stadt ohne Umstieg von Rimini aus erreichbar.
Die beste Reisezeit für Rimini
Die klassische Badesaison reicht ungefähr von Juni bis September. Im Juli und August ist es besonders warm, gleichzeitig sind Strände, Hotels und Restaurants am stärksten ausgelastet. Die Tageshöchstwerte liegen dann häufig um 28 bis 30 Grad Celsius, können während einer Hitzewelle aber auch höher ausfallen.
Wer baden möchte, aber die größten Besuchermengen vermeiden will, findet im Juni und September meist gute Bedingungen. Das Meer ist im September noch angenehm warm, während die Temperaturen häufig etwas milder sind als im Hochsommer.
Für Besichtigungen, Radtouren und Ausflüge ins Hinterland eignen sich auch April, Mai und Oktober. Außerhalb der Badesaison sind allerdings nicht alle Strandbetriebe, Freizeitangebote und Hotels geöffnet.
Wie kommt man nach Rimini?
Rimini besitzt mit dem Flughafen Federico Fellini einen eigenen internationalen Flughafen. Das Flugangebot hängt jedoch stark von der Saison und dem Abflugort ab. Alternativ kommen die Flughäfen Bologna, Ancona und teilweise Forlì infrage.
Mit der Bahn ist Rimini gut erreichbar. Die Stadt liegt an der wichtigen Adriastrecke zwischen Bologna, Ancona und Bari. Von Bologna fahren regelmäßig direkte Züge nach Rimini. Auch für Ausflüge nach Ravenna, Cesena oder in andere Küstenorte ist die Bahn praktisch.
Autofahrer erreichen Rimini über die Autobahn A14. In der Hauptreisezeit kann es insbesondere an Wochenenden zu Staus kommen. Viele Hotels bieten eigene Parkplätze an, allerdings sollten Verfügbarkeit und mögliche Gebühren vor der Anreise geklärt werden.
Die wichtigsten Fragen zu Rimini
Wie kommt man von Rimini nach San Marino?
Mit dem Auto dauert die Fahrt von Rimini nach San Marino je nach Verkehr und Ausgangspunkt ungefähr 30 bis 45 Minuten. In der Hauptsaison kann sich die Fahrzeit verlängern. Parkplätze befinden sich unterhalb und rund um das historische Zentrum von San Marino.
Zwischen Rimini und San Marino verkehren außerdem Linienbusse. Die Abfahrtszeiten und die Zahl der Verbindungen unterscheiden sich je nach Saison. Der Bus startet in Rimini üblicherweise in der Nähe des Bahnhofs und benötigt etwa 45 bis 60 Minuten. Vor dem Ausflug sollte der aktuelle Fahrplan geprüft werden: Fahrplan Rimini > San Marino.
Ist der Strand von Rimini kostenlos?
Ein großer Teil des Strandes wird von bewirtschafteten Strandbädern genutzt, an denen Liegestühle und Sonnenschirme kostenpflichtig sind. Dazwischen befinden sich frei zugängliche Strandabschnitte. Wer einen bestimmten kostenlosen Bereich nutzen möchte, sollte nach der Bezeichnung „Spiaggia libera“ Ausschau halten.
Eignet sich Rimini für einen Familienurlaub?
Der flach abfallende Sandstrand, zahlreiche Spielplätze und ein großes Freizeitangebot machen Rimini besonders familienfreundlich. Viele Strandbäder und Hotels haben sich auf Familien eingestellt. Auch Ausflugsziele wie Italia in Miniatura bieten Programme für unterschiedliche Altersgruppen.
Kann man Rimini ohne Auto erkunden?
Das historische Zentrum, Marina Centro und viele Strandabschnitte lassen sich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Ein Auto ist vor allem für abgelegene Orte im Hinterland praktisch. Für San Marino, Ravenna und verschiedene Küstenorte bestehen auch Bus- oder Bahnverbindungen.
Wie ist das Wetter in Rimini?
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