In der Andamanensee im Süd-Westen Thailands liegen die Phi Phi Islands. Früher ein Geheimtipp heute eines der beliebtesten Ziele für Thailand-Besucher aus aller Welt. Genau genommen besteht Koh Phi Phi aus einer Hauptinsel (Phi Phi Don), einer wichtigen Nebeninsel (Phi Phi Leh) und mehreren kleinen Inseln, die von einer kleinen Zahl einheimischer Fischer bewohnt werden.
Koh Phi Phi gehört zur thailändischen Region Krabi. Die Anreise erfolgt in der Regel über das Festland aus Richtung Krabi oder von der bekannten Halbinsel Phuket aus, und zwar ausschließlich per Boot. Sowohl Krabi als auch Phuket verfügen über eigene Flughäfen, die täglich von Inlandsflügen z. B. aus Bangkok angeflogen werden.
In den größeren Urlaubsorten am Festland werden unterschiedlichste Tagesausflüge angeboten, die es Reisenden ermöglichen, die Inseln bequem und sicher im Rahmen einer geführten Tour zu erkunden. Wer lieber auf eigenen Faust loszieht und mehr Zeit in diesem Bereich verbringen will, kann sich problemlos auf der Hauptinsel Phi Phi Don in ein Hotel einmieten und einige Tage dort verweilen. Ein Transfer auf die Nachbarinsel Phi Phi Ley ist zu unterschiedlichen Tageszeiten möglich.
Koh Phi Phi Don – Die Hauptinsel
Die Hauptinsel versteht sich auch als solche und ist die einzig bewohnte Insel der Phi Phi Islands. Hier gibt es Hotels verschiedener Preisklassen, Souvenirgeschäfte, Geschäfte des täglichen Bedarfs, ein reges Nachtleben und mehrere wunderschöne Strände. Was man auf der relativ kleinen Insel nicht findet, sind Autos und „richtige“ oder gar viele Straßen. In der Siedlung Ton Sai tobt das Leben. In diesem Dorf mit großem „Ankunftspier“ findet man gleich beim Ankommen alles, was das Herz begehrt. Zahlreiche Restaurants (mit westlichem oder traditionellem Thai-Essen), Massagesalons, Supermärkte und kleine Stände erwarten einem als erstes.
Sonnenuntergang auf der Insel Phi Phi, Bild: lkunl/shutterstock
Als erste „Anlaufadresse“ für Tagesausflügler sind das Dorf und der gleichnamige Strand natürlich sehr gut besucht und daher nicht unbedingt jedermanns Sache. Das ist nicht weiter schlimm, denn die Insel bietet mehrere, teilweise erheblich ruhigere Strände, die aufgrund der kurzen Wege schnell erreichbar sind. Geblendet vom feinen, hellen Sand wird man beispielsweise am Loh Dalam Beach, Had Yao Beach (Long Beach) oder am Phak Nam Beach. Natürlich in gewohnter Thailand-Manier mit klarem, türkisfarbenem Wasser. Wer gerne taucht oder schnorchelt, ist auf Phi Phi Don ebenfalls richtig. Die Unterwasserwelt der Insel ist ein berühmter und beliebter Tauchspot für Hobby- und Profitaucher. Eine besonders schöne Aussicht über das Meer und die Bucht bietet der etwas im Inselinneren gelegene Koh Phi Phi Viewpoint.
Koh Phi Phi Leh – Einfach „The Beach“
Natürlich hat die Insel durch den Hollywoodfilm „The Beach“ Berühmtheit erlangt und natürlich ist sie seit dieser Zeit sehr, sehr gut besucht (manche sagen überfüllt) und dennoch: Es ist nun mal der Strand aller Strände!
Schon bei der Anreise (per Boot von Phi Phi Don, Krabi, Phuket oder Koh Lanta) scheinen sich die gewaltigen Felsen, die die Bucht umranden auf einzigartige Weise „aufzuschieben“ und den Blick auf die Bucht preiszugeben. Nach der Einfahrt in die Bucht wird der Motor vom Speedboat- oder Longtailboatkapitän abgeschaltet und man gleitet auf den Strand zu. Das klare Wasser gewährt einen ununterbrochenen Blick auf den Boden, während man auf den weißen Sandstrand der Maya Bay zufährt.
Bei nahezu jedem, der hier zum ersten Mal ankommt, brennt sich dieser Anblick ein.
Der Strand und das türkisfarbene Wasser sind das absolute Highlight der unbewohnten Insel, die mittlerweile ein Nationalpark ist. Abseits der Bucht besteht die Insel hauptsächlich aus Felsen, die von Palmen und Jungle bedeckt und für Besucher nicht zugänglich sind. Die Regierung von Thailand hat die Insel wie bereits erwähnt zum Nationalpark ernannt und „Parkranger“ eingesetzt, die darauf achten, dass die „Inselregeln“ eingehalten werden. Öffentliche Toiletten, ein kleiner Kiosk und ausreichend Mülleimer sorgen für einen reibungslosen Ablauf für Besucher.
Koh Phi Phi – Filmkulisse für The Beach
Der „Ruhm“ durch den Hollywoodfilm „The Beach“ hat die Inseln zu einer der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Thailands gemacht. Obwohl sich Besucher darauf einstellen müssen, dass sie diese Perle Südostasiens mit vielen weiteren Menschen teilen müssen ist dieser Ort nach wie vor einen Besuch wert. Denn eines steht fest: „Der Strand“ sieht auch live, mit eigenen Augen so wundervoll aus wie im Film und ist ein einmaliges Erlebnis.
Aktivitäten & Ausflüge auf Koh Phi Phi
Blick auf Bamboo Island, Bild: Sven Hansche / shutterstock
Wer länger auf den Phi Phi Islands bleibt, entdeckt schnell, dass es weit mehr gibt als Strände und Schnorcheln. Sehr beliebt sind Kajaktouren entlang der Küste von Phi Phi Don, bei denen man kleine versteckte Buchten ansteuert, die nur vom Wasser aus erreichbar sind. Ebenso lohnend ist ein Ausflug zu den kleineren Nachbarinseln, allen voran Bamboo Island und Mosquito Island. Beide sind unbewohnt und versprechen ein ursprüngliches Inselfeeling mit feinen Sandstränden und glasklarem Wasser. Ein besonderes Erlebnis sind Sunset-Cruises mit dem traditionellen Longtail-Boot. Während die Sonne langsam im Meer versinkt, spiegeln sich die Felsen der Phi Phi Islands im goldenen Licht – ein Anblick, den man so schnell nicht vergisst. Auch das Nachtleben auf Phi Phi Don ist eine eigene Attraktion: Am Ton Sai Pier und am Loh Dalam Beach reihen sich kleine Bars und Restaurants aneinander, und sobald es dunkel wird, beginnen die berühmten Feuershows, die zu den stimmungsvollsten Momenten eines Abends auf Phi Phi gehören.
Nachhaltigkeit & Schutzmaßnahmen
Die enorme Popularität der Phi Phi Islands brachte in den letzten Jahren auch Probleme mit sich. Vor allem die berühmte Maya Bay auf Phi Phi Leh wurde durch den Massentourismus stark in Mitleidenschaft gezogen. Um das empfindliche Ökosystem zu schützen, hat die thailändische Regierung die Bucht zeitweise komplett gesperrt und strenge Regeln eingeführt. Heute dürfen Boote nicht mehr direkt an den Strand fahren, sondern müssen an einem hinteren Anleger festmachen. Besucher werden von Rangern überwacht, damit kein Müll zurückbleibt und die Korallenriffe nicht beschädigt werden. Wer die Phi Phi Islands besucht, kann selbst einen Beitrag leisten: Auf Sonnencremes mit schädlichen Chemikalien verzichten, Müll wieder mitnehmen und die Unterwasserwelt respektieren. So bleibt dieses Naturparadies auch für kommende Generationen erhalten.
Beste Reisezeit & Klima
Wie ganz Südthailand werden auch die Phi Phi Islands vom tropischen Klima geprägt. Grundsätzlich kann man das ganze Jahr über anreisen, doch die Trockenzeit von November bis April gilt als die beste Reisezeit. In diesen Monaten herrschen sonnige Tage mit angenehmen Temperaturen um die 30 Grad, und das Meer ist ruhig – perfekt für Bootstouren, Schnorcheln und Tauchen. Zwischen Mai und Oktober ist Regenzeit, es kann häufiger zu kräftigen Schauern und stürmischem Wetter kommen. Wer diese Monate für einen Besuch wählt, profitiert jedoch von günstigeren Preisen, weniger Touristen und einer ruhigeren Atmosphäre auf den Inseln. Auch während der Regenzeit gibt es meist genug sonnige Stunden, sodass sich ein Aufenthalt lohnt – besonders für Reisende, die es etwas entspannter mögen.
Kulinarik & Nightlife
Kulinarisch bieten die Phi Phi Islands eine spannende Mischung aus thailändischer Küche und internationalen Einflüssen. In den kleinen Strandrestaurants gibt es frisch gegrillten Fisch, würzige Currys, Pad Thai oder tropische Früchte, die oft direkt aus der Region stammen. Wer Lust hat, kann bei einem Strand-BBQ fangfrischen Thunfisch oder Garnelen probieren. Vegetarier kommen ebenfalls auf ihre Kosten, da in fast jedem Lokal Gemüsegerichte und Kokosnuss-Spezialitäten angeboten werden. Nach Sonnenuntergang verwandelt sich Phi Phi Don in ein lebendiges Nachtleben-Zentrum. Besonders am Loh Dalam Beach beginnt das Leben nach Einbruch der Dunkelheit: Beach-Bars servieren Cocktails, DJs legen auf, und traditionelle Feuershows sorgen für eine mitreißende Stimmung. Wer es ruhiger mag, findet in kleineren Bars rund um Ton Sai gemütliche Plätze, um den Abend entspannt mit Blick auf das Meer ausklingen zu lassen.
Milwaukee, die größte Stadt des US-Bundesstaates Wisconsin hat durchaus etwas Heimeliges. Trotz ihrer Größe mit knapp 600.000 Einwohnern, lässt sich die vom Wasser geprägte Stadt, am Westufer des Lake Michigan, gut zu Fuß erschließen. Besuchern wird dabei schnell das deutsche Erbe Milwaukees auffallen: im 19. Jahrhundert suchten viele deutsche Wirtschaftsflüchtlinge und politisch enttäuschte Deutsche hier ihr Glück. In der Folge gründeten sie deutsche Restaurants und Brauereien, wie Pabst, Stroh, Schlitz und Miller, die noch heute den Namen ihrer deutschen Gründerväter tragen. Neben Kulinarischem hat Milwaukee auch kulturell einiges zu bieten.
Milwaukee Art Museum, Bild: Checubus / shutterstock
Schon rein auf Grund seiner auffallenden Architektur ist das Milwaukee Art Museum einen Besuch wert. Bereits 1888 gründeten deutsche Künstler die Milwaukee Art Association und die erste Kunstsammlung der Stadt. Grundlage waren damals Gemälde deutscher und österreichischer Künstler des 19. Jahrhunderts. Heute bietet das Museum ein breites Spektrum an Gemälden, Zeichnungen, Fotografien und Skulpturen. Schwerpunkte liegen auf dem deutschen Expressionismus, Amerikanischer Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts sowie haitianischer Volkskunst. Es sind weiterhin Werke von Pablo Picasso, Joan Miro, Claude Monet oder Georgia O’Keeffe zu sehen. Das 2001 eröffnete neue Museumsgebäude entstammt den Plänen des Architekten Santiago Calatrava. Das futuristisch anmutende Gebäude erinnert ein wenig an zum Abflug anhebende Vögel.
Der Milwaukee Riverwalk
Der beste Weg, um sich einen Eindruck von der Schönheit Milwaukees zu machen, ist ein Spaziergang auf dem Milwaukee Riverwalk. Milwaukee wird gleich von drei Flüssen durchzogen: dem Menomonee River, dem Milwaukee River und dem Kinnickinnic River. An den Ufern dieser Flussläufe findet sich heute eine überaus interessante urbane Mischung aus Industriebauten, Wohnhäusern, kleinen Läden sowie Bars und Restaurants, die zum Verweilen einladen. Der Blick auf die Flüsse ist herrlich. In den Morgen- und Abendstunden tummeln sich hier die einheimischen Jogger. Wer also auch in den Ferien nicht auf seine tägliche Dosis Sport verzichten möchte, findet hier die schönste Joggingstrecke der Stadt.
Discovery World
Discovery World, Bild: f11photo / shutterstock
Weit über die Grenzen der USA hinaus bekannt ist das Erlebnismuseum Discovery World. Die äußerliche Form des Museumsgebäudes erinnert an ein Raumschiff, das in sämtliche Richtungen Laserstrahlen aussendet, die grell in bunten Farben leuchten. Die Ausstellung beschäftigt sich mit den Besonderheiten moderner Wissenschaften und Technologien und hat einen Schwerpunkt auf Wasserwelten. In der Discovery World sind Besucher dazu eingeladen mitzumachen. Viele Bereiche sind interaktiv angelegt, weshalb es sich besonders gut für Familienbesuche eignet. Groß und Klein können hier in 14 verschiedene Welten eintauchen und etwa im Reiman Aquarium erleben wie die Wasserpopulation in der Karibik aufgebaut ist. Daneben gibt es Mitmachlabore der Bereiche Biologie und Technik. Die Rockwell Automation Dream Machine hilft den Besuchern dabei sich selbst als Produktdesigner auszuprobieren. Die Ergebnisse der eigenen Kreativität dürfen mit nach Hause genommen werden.
Das North Point Lighthouse im Lake Park von Milwaukee
Beim North Point Lighthouse handelt es sich um einen 1888 erbauten Leuchtturm, der heute als Museum genutzt wird. Zu sehen gibt es zum einen die Originalausstattung des Leuchtturms. Zum anderen wird über die Schifffahrtsgeschichte rund um den Lake Park von Milwaukee informiert. 1855 wurde dort der erste Leuchtturm errichtet, der die Schiffsbesatzungen davor bewahrte bei Schlechtwetter und Dunkelheit an der gefährlichen Küste von Milwaukee zu zerschellen. Der Lake Park selbst ist heute ein Ausflugsziel für viele Familien. Die grüne Oase lädt zu ausgiebigen Spaziergängen inklusive Vogelbeobachtung ein. Es gibt zahlreiche Picknick-Möglichkeiten und auch Restaurants. Wer es sportlich mag kann hier Tennis, Golf oder Croquet spielen. Im Winter können Besucher an der frischen Luft Schlittschuh laufen. In den Sommermonaten wird der Park häufig zum Veranstaltungsort für Konzerte umfunktioniert.
Die Basilika Saint Josaphat
In Milwaukee gab es neben der deutschen auch eine große polnische Zuwanderung. 1888 gründeten letztere Immigranten die erste polnische Christengemeinde in einer amerikanischen Stadt. Die Basilika Saint Josaphat wurde unter Leitung des deutschen Architekten Erhard Brielmaier aus Ziegelsteinen im Stil des Neobarock und der Neorenaissance errichtet. Die Basilika lehnt sich stilistisch außerdem nicht nur an den polnischen Kathedralstil an sondern erinnert auch an die Londoner Saint Paul’s Cathedral und an den Petersdom in Rom. Insgesamt bietet die mächtige Basilika 1000 Personen Platz und verfügt über eine kupferbedeckte Kuppel, die mit einer Höhe von 65 Metern zu Zeiten ihrer Entstehung die zweithöchste Kuppel der USA gewesen ist – gleich nach der des Washingtoner Kapitols. Im Innenraum gibt es herrliche Wandgemälde detaillierter biblischer Szenen zu besichtigen. Die Glasfenster des Gotteshauses stammen aus Innsbruck.
Die Great Lakes Distillery
Wer an der Herstellung und Verkostung von Hochprozentigem Interesse zeigt ist in der Great Lakes Distillery richtig. Hier werden neben verschieden Whiskeysorten auch Brandy, Absinth, Gin oder verschiedene Liköre hergestellt. Wie, und worin jeweils die geschmacklichen Unterschiede der verschiedenen Sorten liegen, erklären die Mitarbeiter der Destillerie auf geführten Rundgängen über das Werksgelände. Hier kann den Alkoholexperten bei ihrem Tagwerk über die Schulter geblickt werden. Nebenan, im Tasting Room, lassen sich alle Tropfen aus der Great Lakes Distillery direkt vor Ort verkosten. Neben Whiskey pur gibt es zahlreiche Cocktails und Craftbiere. Auf Wunsch mixt der Barkeeper auch ganz individuelle Kreationen, ganz nach den Vorlieben seiner Kundschaft.
Bierkultur und deutsches Erbe
Milwaukee trägt nicht ohne Grund den Beinamen „Beer City“. Das deutsche Erbe der Stadt ist noch heute an jeder Ecke spürbar – vor allem in der Braukultur. Die großen Traditionsbrauereien wie Miller oder Pabst haben Milwaukee international bekannt gemacht, doch längst prägen auch zahlreiche kleine Craft-Breweries die Szene. In vielen Brauhäusern können Besucher bei Führungen hinter die Kulissen schauen und anschließend frisch gezapfte Biere probieren. Besonders lebendig wird die Biertradition auf Festivals wie dem Milwaukee Oktoberfest oder während spezieller Bier-Walks durch die Stadt, bei denen die deutsch-amerikanische Geschichte mit der modernen Craft-Beer-Bewegung verbunden wird.
Summerfest und Musikszene
Musikfans sollten Milwaukee im Sommer besuchen, denn hier findet mit dem Summerfest das größte Musikfestival der Welt statt. An mehreren Tagen treten auf mehr als zehn Bühnen internationale Stars und regionale Künstler auf. Von Rock über Pop bis Jazz ist jedes Genre vertreten. Neben dem Summerfest bietet Milwaukee auch eine lebendige Clubszene – insbesondere Blues- und Jazzbars haben eine lange Tradition. Viele Lokale liegen direkt am Wasser, sodass man Konzerte mit Blick auf den Lake Michigan genießen kann.
Harley-Davidson Museum
Ein absolutes Highlight ist das Harley-Davidson Museum, das die Geschichte der legendären Motorradmarke erzählt, die 1903 in Milwaukee gegründet wurde. Auf rund 12.000 Quadratmetern finden Besucher eine der weltweit größten Sammlungen von Motorrädern, darunter echte Klassiker aus den Anfängen des Unternehmens. Multimediale Ausstellungen zeigen, wie sich die Marke im Laufe der Jahrzehnte zu einem Kultobjekt entwickelt hat. Selbst wer kein eingefleischter Motorradfan ist, wird von der Leidenschaft und der besonderen Atmosphäre des Museums begeistert sein.
Sport in Milwaukee
Das American-Family-Field in Milwaukee, Bild: Jonathan Weiss / shutterstock
Sport spielt in Milwaukee eine wichtige Rolle. Besonders stolz sind die Einwohner auf ihre Basketballmannschaft, die Milwaukee Bucks, die 2021 die NBA-Meisterschaft gewannen. Spiele im modernen Fiserv Forum sind ein Erlebnis – nicht nur sportlich, sondern auch wegen der ausgelassenen Stimmung. Baseballfans zieht es ins American Family Field, wo die Milwaukee Brewers in der Major League auflaufen. Die Sportkultur ist fest im Alltag der Stadt verankert und bietet Besuchern die Gelegenheit, das echte amerikanische „Game Day“-Gefühl mitzuerleben.
Kulinarik und Foodie-Szene
Neben Bier bietet Milwaukee eine abwechslungsreiche Küche. Historisch geprägt durch deutsche, polnische und italienische Einwanderer, finden sich Bratwurst, Sauerkraut und Pierogi ebenso wie moderne, kreative Foodtrends. Die Stadt ist bekannt für ihre „Friday Fish Fries“ – ein Brauch, bei dem in vielen Restaurants und Bars am Freitag frisch gebratener Fisch serviert wird. Auch Käseliebhaber kommen auf ihre Kosten, schließlich gilt Wisconsin als „America’s Dairyland“. Ergänzt wird das kulinarische Angebot durch Food Halls, Streetfood-Festivals und Restaurants, die regionale Produkte neu interpretieren.
Ausflüge rund um Milwaukee
Wer die Stadtgrenzen verlässt, findet in der Umgebung von Milwaukee weitere lohnenswerte Ziele. Entlang des Lake Michigan locken Strände, die im Sommer zu Badeausflügen einladen. Historische Schlösser, wie das Pabst Mansion, geben Einblicke in die reiche Vergangenheit der Industriellenfamilien. In den kleinen Ortschaften rund um Milwaukee kann man zudem ursprüngliche Brauhäuser, Weingüter und Farmers Markets entdecken. Auch Naturliebhaber finden zahlreiche Wander- und Radwege, die direkt am Wasser entlang oder durch die sanft hügelige Landschaft Wisconsins führen.
Einen Urlaub mitten im Indischen Ozean auf den in Äquatornähe gelegenen Seychellen zu verbringen, verheißt vor allem viel Ruhe. Der Aufenthalt dort ist ein besonderes Erlebnis, denn die Zeit, die man beispielsweise auf den touristisch erschlossenen Seychellen-Inseln Mahé, Praslin und La Digue verbringen kann, ist durch wundervolles Wetter mit konstanten Tagestemperaturen (siehe auch den Artikel “Beste Reisezeit Seychellen“) von etwa 30 Grad Celsius während des ganzen Jahres, eine absolut traumhafte Umgebung sowie die schon erwähnte Ruhe geprägt.
Die insgesamt 115 kleineren und größeren Inseln liegen etwa 1.500 Kilometer östlich vom ostafrikanischen Festland entfernt, zwischen den Malediven und Madagaskar. Über 50 % des Inselstaates steht unter Naturschutz und ein Besuch einiger Inseln ist nur im Rahmen einer Führung möglich. Es gibt auf den Seychellen keine überlaufenen Großstädte, keine Touristenmassen und vor allem keine Bettenburgen mit hunderten von Zimmern. Die größte Stadt und zugleich Hauptstadt des Landes, liegt auf der Hauptinsel Mahé und trägt den Namen Victoria. Mit ihren gerade 25.000 Einwohnern wirkt sie auf angenehme Art beschaulich wirkt. Auf den Seychellen ist man also kein Teil des Massentourismus, sondern darf sich mit Recht Indiviualurlauber nennen. Man residiert in Gästehäusern oder aber in meist sehr exklusiven Resorts.
Die Seychellen: mehr als Strand, türkis-blaues Wasser und Granit
Wer den Namen Seychellen hört, der hat die klassischen Bilder im Kopf und denkt an endlose Stände mit strahlend weißem Sand, malerische Granitfelsen, an denen sich die Wellen brechen oder an schattenspendende Palmen. Sicher, das alles findet man als Urlauber auf den Inseln. Aber wer auf den Seychellen Urlaub machen möchte, der kann wesentlich mehr unternehmen, als die Sonne am Strand zu genießen.
Der Little Big Ben in Victoria, der Hauptstadt der Seychellen – Bild: dvoevnore / shutterstock
Wie wäre es mit einer Wanderung durch einen prähistorischen Wald im Nationalpark Vallée de Mai, einem von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhobenen Tal? Dort findet man auch das Wahrzeichen der Seychellen, die riesigen Coco de Mer. Spannend ist auch ein Besuch bei Esmeralda, der angeblich ältesten Riesenschildkröte weltweit. Ihr Geburtsdatum wird häufig mit 1771 angegeben, womit sie stattliche 240 Jahre alt wäre. Durchaus anspruchsvoll ist eine Tour auf den Morne Seychellois, den mit 1.000 Metern höchsten Gipfel der Seychellen. Für Freunde des Wassers bieten die Seychellen aber auch eine vielfältige und tatsächlich faszinierende Unterwasserwelt. Auf ausgedehnten Tauch- oder Schnorchel-Touren in seichten Gewässern erhält man einen tiefen Einblick in die Flora und Fauna unterhalb der Wasseroberfläche. Für Surfer oder Segler lohnt sich ein Urlaub hauptsächlich zwischen Mai und Oktober, weil in diesem Zeitraum stärkere Winde herrschen. Ein besonderes Erlebnis auf dem Wasser sind mehrtägige Touren mit dem Katamaran, bei dem der Kapitän alle besonders schön gelegenen Inseln ansteuert und die Gäste Thunfisch angeln, der dann vom Koch am gleichen Abend serviert wird.
Ein Direktflug von Deutschland auf die Seychellen dauert ca. 9-10 Stunden. Die meisten Flüge, insbesondere mit den Anbietern Etihad und Emirates haben jedoch einen Zwischenstopp in Dubai oder Abu Dhabi. Somit beträgt die Flugzeit insgesamt ca. 13,5 Stunden inklusive Zwischenaufenthalt.
Fähre oder Propellermaschine: Inselhopping auf den Seychellen
Wer nicht nur auf der Hauptinsel Mahé ausharren, sondern auch die anderen zugänglichen Inseln erkunden möchte, der kann an einem „island-hopping“ teilnehmen. Für eine solche Tour kann man sich einen Tag Zeit nehmen oder man bucht sich auf den Inseln, die man besuchen möchte, einfach ein Gästehaus. So kann man sich für die Erkundung der jeweiligen Insel mehr Zeit lassen.
Praslin – Weltkulturerbe auf engstem Raum
Um auf die zweitgrößte Insel Praslin zu gelangen, besteigt man ein Propellerflugzeug, das die Besucher innerhalb von nur 20 Minuten zur Insel bringt. Unterwegs bleibt ausreichend Zeit, sich aus dem Flugzeug heraus einen Überblick zu verschaffen und tolle Bilder zu machen. Auf der Insel befindet sich auch der Nationalpark Vallée de Mai mit den größten Kokosnüssen der Welt.
La Digue – Insel mit besonderem Charme
Anse Source d’Argent auf La Digue, Bild: Simon Dannhauer / shutterstock
Den Weg nach La Digue, der kleinsten der bewohnten Seychellen-Inseln, legt man mit einer mehrmals täglich verkehrenden Fähre zurück, nur mit ihr kommt man auf die Insel, die von vielen Urlaubern als die schönste von allen bezeichnet wird. Dort gibt es nur sehr wenige Autos und Einwohner und Urlauber nutzen vor allem das Fahrrad. Da La Digue deutlich flacher ist als die Hauptinsel, lässt sie sich wunderbar mit dem Bike erkunden.
Seychellen – kulinarisches Abenteuer
Ein Urlaub auf den Seychellen ist immer auch ein Urlaub von der gewohnten Küche. Auf den Inseln ist die kreolische Küche weit verbreitet. Fisch und Meeresfrüchte stehen auf nahezu jeder Restaurantkarte. Es gibt Currys oder Chutneys und in vielen Restaurants kann man auch Gulasch aus Flughund bestellen. Falls man Vegetarier ist, muss man nicht auf leckere Speisen verzichten, es gibt leckere Früchte und auch Gemüse steht auf den Speiseplänen.
Urlaub auf den Seychellen muss nicht teuer sein
Wann immer in den Medien über Urlaub auf den Seychellen berichtet wird, stehen meist Luxus-Resorts im Fokus, die für Normalverdiener unerschwinglich scheinen. Die Seychellen sind aber auch für Menschen mit durchschnittlichem Verdienst ein attraktives Reiseziel. Auf allen wichtigen Inseln bieten Einheimische sehr schöne Guesthouses an, für die man gar nicht viel zahlen muss. Es gibt sie direkt am Strand oder im Hinterland und sie bieten dem Urlauber fast denselben Luxus, wie die großen Resorts.
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Egal also, ob man einfach am Strand entspannen oder die Inseln der Seychellen erobern möchte, alles ist machbar. Wer die Seychellen besucht, wird bei der Rückkehr in den Alltag vor allem eines mitnehmen, nämlich die Sehnsucht nach einer möglichst raschen Rückkehr in dieses traumhafte Paradies mitten im Indischen Ozean!
Natur- und Tierschutzprojekte auf den Seychellen
Anse Marron auf La Digue, Bild: Igor Tichonow / shutterstock
Die Seychellen sind ein wahres Paradies für Naturliebhaber, denn mehr als die Hälfte der gesamten Landfläche steht unter strengem Schutz. Besonders beeindruckend ist das Atoll Aldabra, das als UNESCO-Weltnaturerbe ausgezeichnet wurde und die größte Population von Riesenschildkröten weltweit beheimatet. Auch auf der Insel Curieuse lassen sich die faszinierenden Tiere aus nächster Nähe beobachten. Vogelfreunde finden auf Aride oder Cousin wahre Oasen, in denen zahlreiche endemische Arten wie der Seychellen-Rohrsänger oder die Noddiseeschwalbe zuhause sind. Die Regierung und viele lokale Initiativen setzen zudem auf nachhaltigen Tourismus: Öko-Resorts, geführte Naturwanderungen und Aufklärungskampagnen sollen dafür sorgen, dass die einzigartige Flora und Fauna auch für kommende Generationen erhalten bleibt.
Aktivitäten abseits des Strandes
Neben traumhaften Stränden haben die Seychellen auch im Landesinneren viel zu bieten. Wanderungen führen durch tropische Wälder, vorbei an duftenden Zimt- und Vanillepflanzen bis hin zu spektakulären Aussichtspunkten. Besonders lohnenswert ist ein Besuch der Mission Lodge auf Mahé: Von hier eröffnet sich ein fantastischer Blick über die üppige Vegetation bis hin zum Indischen Ozean. Wer botanische Vielfalt schätzt, sollte die Botanischen Gärten in Victoria besuchen, in denen exotische Pflanzen und Palmenarten aus aller Welt gedeihen. Auch Abenteuerlustige kommen auf ihre Kosten: Kajaktouren durch die Mangroven oder Klettertouren in Granitfelsen sind eine spannende Abwechslung zum klassischen Strandurlaub.
Kultur und Alltag der Seychellois
Die Seychellen sind nicht nur landschaftlich einzigartig, sondern auch kulturell faszinierend. Die Bevölkerung besteht aus einem bunten Mix verschiedener ethnischer Gruppen, die ihre Einflüsse aus Afrika, Europa und Asien mitgebracht haben. Besonders lebendig zeigt sich das kulturelle Erbe auf dem Sir Selwyn Selwyn-Clarke Market in Victoria. Hier treffen sich Einheimische, um frischen Fisch, exotische Früchte und Gewürze zu kaufen – ein idealer Ort, um den Alltag der Inselbewohner kennenzulernen. Musik und Tanz gehören ebenfalls fest zur Lebensweise: Traditionelle Klänge wie der Moutya oder der Sega, die oft mit Trommeln begleitet werden, sorgen bei Festen und Veranstaltungen für ausgelassene Stimmung.
Hochzeits- und Flitterwochen-Paradies
Kaum ein Reiseziel ist so eng mit romantischen Vorstellungen verbunden wie die Seychellen. Viele Paare wählen die Inselgruppe für ihre Hochzeitsreise oder lassen sich direkt am Strand trauen. Zahlreiche Resorts bieten spezielle Honeymoon-Pakete mit Candle-Light-Dinner am Meer, Spa-Behandlungen und privaten Ausflügen. Die Abgeschiedenheit vieler Strände, kombiniert mit exklusiven Unterkünften, macht die Seychellen zu einem idealen Ort, um unvergessliche Momente zu zweit zu erleben. Wer den Bund fürs Leben in exotischer Kulisse schließen möchte, findet auf den Seychellen die perfekte Mischung aus paradiesischer Natur und luxuriöser Privatsphäre.
Praktische Reisetipps für die Seychellen
Für die Planung einer Reise auf die Seychellen ist es hilfreich, einige praktische Hinweise zu kennen. Die beste Reisezeit liegt zwischen April und Mai sowie zwischen Oktober und November, wenn die Übergangsphasen der Monsunwinde ein ruhiges Meer und angenehme Temperaturen mit sich bringen. Auf Mahé und Praslin gibt es ein gut funktionierendes Bussystem, auf La Digue nutzen Einheimische und Besucher vor allem Fahrräder. Mietwagen sind auf den größeren Inseln eine gute Option, um flexibel zu bleiben. In Bezug auf Gesundheit sind keine speziellen Impfungen vorgeschrieben, dennoch empfiehlt es sich, die Standardimpfungen aktuell zu halten. Bezahlt wird in Seychellen-Rupie, gängige Kreditkarten werden in den meisten Hotels und Restaurants akzeptiert. Reisende können sich also entspannt zurücklehnen und die Schönheit des Archipels genießen.
Lange Flüge sind oft eine Herausforderung für Körper und Geist. Besonders das Einschlafen fällt vielen Reisenden schwer, da enge Sitze, helles Kabinenlicht und ungewohnte Geräusche die Nachtruhe stören. Mit den richtigen Hilfsmitteln wie Nackenkissen, Schlafmasken und weiteren Schlafhelfern lässt sich der Komfort an Bord jedoch deutlich steigern. Wer gut vorbereitet ins Flugzeug steigt, kommt erholter am Ziel an und kann den Urlaub sofort genießen.
Ein gutes Nackenkissen sorgt dafür, dass der Kopf während des Schlafs nicht unkontrolliert zur Seite oder nach vorne fällt. Dadurch werden Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich reduziert und der Schlafkomfort auf langen Flügen verbessert.
Besonders empfehlenswert ist das Cabeau Evolution S3 Nackenkissen. Es besteht aus hochwertigem Memory-Schaum und verfügt über seitliche Stützen sowie einen integrierten Gurt, mit dem sich das Kissen am Sitz befestigen lässt. So bleibt der Kopf sicher in Position. Eine beliebte Alternative ist das Trtl Travel Pillow, das nicht wie ein herkömmliches Kissen aussieht, sondern eher wie ein Schal getragen wird. Durch eine integrierte Stütze bietet es stabilen Halt und ist gleichzeitig platzsparend im Handgepäck.
Wer es besonders bequem mag, greift zum Ostrichpillow Go, das durch seine ergonomische Form und den weichen Memory-Schaum überzeugt. Für preisbewusste Reisende bietet sich das Muji Fitting Neck Cushion an, das mit Micro-Beads gefüllt ist und sich flexibel anpasst. Auch das Napfun Travel Pillow ist eine gute Wahl, da es den gesamten Nackenbereich umschließt und so fast 360-Grad-Stützung ermöglicht.
Schlafmasken – Dunkelheit für besseren Schlaf
Mit der Schlafmaske abschalten und sich entspannen, Bild: MariiaVerbina / shutterstock
Helles Kabinenlicht oder Sonnenstrahlen durch die Fenster können das Einschlafen im Flugzeug erheblich erschweren. Eine Schlafmaske sorgt für vollständige Dunkelheit und unterstützt so die natürliche Melatoninproduktion, die für den Schlaf wichtig ist.
Sehr beliebt ist die Manta Pro Sleep Mask, deren Augenschalen individuell einstellbar sind und die Augenpartie nicht berühren. Wer Wert auf Luxus legt, sollte sich die Slip Pure Silk Sleep Mask oder die Blissy Silk Sleep Mask ansehen. Beide bestehen aus reiner Seide, sind besonders hautfreundlich und fühlen sich angenehm kühl an.
Für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis steht die Mzoo Schlafmaske, die mit Memory-Schaum ausgestattet ist und das Licht zuverlässig blockt. Ebenfalls praktisch ist die Matador Blackout Sleep Mask, die zusätzlich mit Ohrstöpseln geliefert wird. Eine besonders kompakte und leichte Option ist die Zggcd Sleep Mask, die auf Amazon bereits tausende positive Bewertungen erhalten hat.
Schlafhelfer – mehr Ruhe trotz Jetlag
Neben Nackenkissen und Schlafmasken können auch verschiedene Schlafhelfer die Reise erleichtern. Viele Reisende schwören auf Melatonin, ein Hormon, das den Schlaf-Wach-Rhythmus reguliert. Besonders bei Flügen über mehrere Zeitzonen kann es helfen, schneller in den neuen Rhythmus zu finden. Ergänzend dazu gibt es Kombiprodukte wie Traveltonin, das Melatonin mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Ashwagandha, Zitronenmelisse und L-Theanin verbindet.
Für besonders laute Flugumgebungen sind Noise-Cancelling-Kopfhöreroder spezielle Schlaf-Earbuds wie die Ozlo Sleepbuds eine gute Lösung. Sie spielen beruhigende Klänge ab und maskieren störende Geräusche zuverlässig. Wer lieber auf bewährte Methoden setzt, kann auch einfache Ohrstöpsel nutzen, die in Kombination mit einer Schlafmaske sehr effektiv sind.
Tipps für besseren Schlaf im Flugzeug
Neben den richtigen Hilfsmitteln gibt es ein paar einfache Tricks, die das Schlafen im Flugzeug angenehmer machen. Die Wahl des richtigen Sitzplatzes spielt dabei eine große Rolle: Am Fenster hat man nicht nur Ruhe vor vorbeigehenden Passagieren, sondern auch eine bessere Möglichkeit, den Kopf anzulehnen. Leichte Mahlzeiten vor dem Flug und ausreichend Wasser helfen ebenfalls, den Körper zu entspannen. Außerdem ist es sinnvoll, schon vor der Reise den Schlafrhythmus langsam an die neue Zeitzone anzupassen.
Liparische Inseln – Zwanzig Inseln, direkt vor der Küste Siziliens gelegen und damit direkt im Mittelmeer. Eine kaum berührte Landschaft, gastfreundliche Menschen und die einfache Möglichkeit, von hier aus noch ganz andere Gebiete im Mittelmeer zu erkunden.
Das sind die Liparischen Inseln. Es handelt sich vielleicht um einen der letzten Geheimtipps im Mittelmeer oder sogar in ganz Europa. Die kleine Inselgruppe, die vor der nördlichen Küste von Sizilien liegt, besteht aus immerhin 20 kleinen Eilanden, von denen aber nicht alle bewohnt sind. In den letzten Jahren hat der Verkehr mit den Touristen ein bisschen zugenommen und entsprechend ist Infrastruktur entstanden. Trotzdem hat man jetzt noch die Möglichkeit, dieses Gebiet in beinahe unberührter Weise zu erkunden.
Bewohnt sind nur die sieben Hauptinseln der verschiedenen Eilande. Über viele Jahrhundert haben die Menschen hier vor allem vom Fischfang gelebt, von einem Handwerk, das bis heute erhalten ist, dabei aber einen regen Austausch mit ihren Brüdern und Schwestern in Sizilien geprägt. Entstanden ist die Inselgruppe, wie so oft in dieser Gegend, mit der Hilfe von Vulkanen. Tatsächlich befindet sich auf den Liparischen Inseln bis heute der letzte regelmäßig aktive Vulkan Europas, der immer eine kleine, wenn auch keine große Bedrohung für die Einwohner darstellt.
In der Zunge der Einwohner Siziliens wird die Gruppe auch die Äolische Inseln genannt. Das liegt daran, dass nach einer Sage einst die Götter des Windes hier waren. Betrachtet man einmal die vielen Schiffswracks, die sich rund um die Inseln angesammelt haben, kann man zumindest der Vermutung Glaube schenken, dass es hier einen sehr starken und vor allem gefährlichen Wind geben kann.
Für die Fähren der heutigen Zeit sind diese natürlich keine wirkliche Bedrohung mehr. Außerhalb der Wintermonate werden die Inseln mehrfach in der Woche angefahren, in den Sommermonaten gibt es einen regelmäßigen Transport, der mehrfach am Tag verkehrt und die Urlauber auf die wichtigsten Inseln der Gruppe bringen kann.
Salina, Bild: Emilio messina / shutterstock
Die Besonderheit liegt darin, dass sich auch die sieben Inseln stark voneinander unterscheiden. Jede von ihnen hat einen eigenen Zauber zu bieten. Verbinden tut sie vor allem, dass Touristen hier gerne gesehen sind. Darüber hinaus werden die Inseln von den verschiedensten Reisenden frequentiert. Taucher und Abenteurer finden genau die richtige Grundlage für ihre Aktivitäten, Menschen auf der Suche nach Ruhe und Entspannung profitieren davon, dass auf den Inseln kaum Straßen und noch weniger Autos zu finden sind. So steht dem ruhigen Tag am Strand nichts im Weg.
Das Leben und der Urlaub auf den liparischen Inseln
Grundsätzlich sollte bei dem Besuch auf den liparischen Inseln die Möglichkeit genutzt werden, jede der bewohnten Inseln zu erkunden. Sie alle bieten ihren eigenen Charme. Da hier nur wenige Unterkünfte zu finden sind, gibt es zudem nicht zu viele Touristen. Man hat also alle Zeit der Welt, sich einen Überblick zu verschaffen und den Tag für die verschiedensten Aktivitäten zu verplanen.
Lipari
Blick vom Wasser auf Lipari, Bild: silky / shutterstock
Die Hauptinsel Lipari ist auch der wichtigste Ort auf der Inselgruppe. Hier legen die meisten Fähren an und von hier aus beginnen die meisten Touren. Die Insel ist noch am ehesten touristisch erschlossen und bietet darüber hinaus ausreichend Hilfe für die Planung. Besonderer Tipp: Die Bucht von Canneto mit vielen Möglichkeiten zum Tauchen und Schwimmen. Auch die Altstadt ist mehr als nur einen Blick wert. Hier lässt sich der Tag sehr gut verbringen.
Archäologisches Museum von Lipari: Eines der bedeutendsten Museen für die Geschichte des Mittelmeerraums, das in der beeindruckenden Burganlage von Lipari untergebracht ist. Es präsentiert Funde, die die reiche Geschichte der Äolischen Inseln von der prähistorischen bis zur römischen Zeit dokumentieren.
Burg von Lipari (Castello di Lipari): Die historische Festung, die das Archäologische Museum beherbergt, bietet neben den Ausstellungen auch beeindruckende Ausblicke auf die Umgebung.
Kathedrale San Bartolomeo: Eine wunderschöne Kirche innerhalb der Burgmauern, die dem Schutzpatron der Insel gewidmet ist und für ihre kunstvollen Fresken und das religiöse Kunstwerk bekannt ist.
Marina Corta: Der malerische Hafen von Lipari ist ein lebhafter Treffpunkt mit Cafés, Restaurants und einer wunderschönen Aussicht auf das Meer. Ideal für einen entspannten Spaziergang oder um eine Bootstour zu den anderen Äolischen Inseln zu starten.
Strände von Lipari: Die Insel bietet zahlreiche schöne Strände wie Canneto, Bianca und Spiaggia Valle Muria, an denen man schwimmen, sonnenbaden und die natürliche Schönheit der Umgebung genießen kann.
Thermalquellen von San Calogero: Eine historische Thermalbadanlage, die bereits in der Antike genutzt wurde und deren mineralreiches Wasser für seine heilenden Eigenschaften bekannt ist.
Obsidian- und Bimssteinbrüche: Lipari ist berühmt für seine Vorkommen von Obsidian und Bimsstein. Besucher können die eindrucksvollen Steinbrüche erkunden und mehr über die geologische Geschichte der Insel erfahren.
Größte Insel des Archipels
Fläche: ca. 37,6 Quadratkilometer
Höchster Punkt: Monte Chirica, ca. 602 Meter
Salina – die grüne Insel
Der Perciato-Bogen vor Salina, Bild: Marco Crupi / shutterstock
Salina ist vor allem für seine Weinberge bekannt. Dominant sind die beiden riesigen Hügel auf der Insel, die vielen Weinfelder und nicht umsonst wird es die grüne Insel genannt. Geführte Touren führen über die Insel. Vor allem Freunde der kulinarischen Künste kommen hier voll auf ihre Kosten.
Beliebte Ausflugsziele auf Salina
Monte Fossa delle Felci: Mit einer Höhe von 962 Metern ist dies der höchste Punkt der Liparischen Inseln. Ein Wanderweg führt zum Gipfel, von dem aus man eine atemberaubende Aussicht auf das Archipel und das Tyrrhenische Meer genießen kann.
Weinproben und Weinbergtouren: Salina ist berühmt für die Produktion des süßen Malvasia-Weins. Besucher können lokale Weingüter besichtigen, an Weinproben teilnehmen und mehr über die Weinherstellung erfahren.
Pollara: Dieser malerische Ort wurde durch den Film “Il Postino” berühmt. Die Klippen und der Halbmondstrand bieten spektakuläre Sonnenuntergänge und sind ein Muss für Fotografie-Begeisterte.
Capo Faro: Der Leuchtturm von Capo Faro ist ein beliebter Aussichtspunkt, der einen weiten Blick über das Meer bis hin zu den anderen Äolischen Inseln bietet.
Salzseen von Lingua: Ein Besuch der Salzseen nahe dem Fischerdorf Lingua ist empfehlenswert. Hier kann man auch das kleine Salzmuseum besuchen und die lokale Spezialität, Granita, in einer der Strandbars genießen.
Kirche San Lorenzo in Malfa: Diese Kirche ist ein Beispiel für die religiöse Architektur der Insel und bietet einen friedlichen Rückzugsort sowie eine schöne Aussicht auf die Umgebung.
Bootstouren: Eine Bootsfahrt rund um Salina ermöglicht es, die Küstenlandschaft, versteckte Buchten und die Wassergrotten der Insel zu erkunden. Auch Tagesausflüge zu den benachbarten Liparischen Inseln sind möglich.
Strände: Salina bietet einige der schönsten Strände des Archipels, darunter Rinella und Pollara, an denen Besucher schwimmen, sonnenbaden und entspannen können.
Bekannt für ihre üppige Vegetation und den Malvasia-Wein
Fläche: ca. 27 Quadratkilometer
Höchster Punkt: Monte Fossa delle Felci, ca. 962 Meter
Der Name der Insel Vulcano kommt nicht von ungefähr. Es kann bei einer Wanderung über die Insel schon einmal passieren, dass Rauch oder Hitze aus einer Felsspalte nach oben steigt. Das liegt daran, dass die Insel auf einem riesigen aktiven Vulkan entstanden ist. Mit einer Wanderung an den Krater kann man sich einen Überblick über die atemberaubenden Landschaften verschaffen.
Bekannt für seine aktiven Schwefelfumarolen und Thermalquellen
Fläche: ca. 21 Quadratkilometer
Höchster Punkt: Gran Cratere, ca. 500 Meter
Was sollte man beim Besuch auf Vulcano unbedingt unternehmen?
Gran Cratere: Der Aufstieg zum Großen Krater des Vulkans ist ein Muss für jeden Besucher. Deretwa einstündige Aufstieg belohnt mit spektakulären Ausblicken auf die umliegenden Inseln und Einblicken in die vulkanische Aktivität mit Schwefeldämpfen und fumarolen.
Schwefelschlamm-Bäder (Fanghi di Vulcano): Die natürlichen Schlammbecken, reich an Schwefel und anderen Mineralien, sind bekannt für ihre therapeutischen Eigenschaften. Ein Bad in diesen Gewässern kann helfen, Hautprobleme zu lindern und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.
Schwarze Sandstrände: Vulcano beherbergt beeindruckende schwarze Sandstrände, wie den Spiaggia di Ponente, die durch vulkanische Aktivität entstanden sind. Diese Strände bieten ein einzigartiges Sonnen- und Badeerlebnis.
Vulcano’s Thermalquellen: Neben den Schlammbecken gibt es auch natürliche Thermalquellen, deren warmes Wasser direkt aus dem vulkanischen Untergrund kommt, ideal zum Entspannen nach einer Wanderung.
Valle dei Mostri: Diese “Tal der Monster” genannte Gegend bietet interessante vulkanische Felsformationen, die durch Erosion skurrile und faszinierende Formen angenommen haben, die an mythische Kreaturen erinnern.
Bootsausflüge rund um die Insel: Eine Bootstour rund um Vulcano ermöglicht es, die beeindruckende Küstenlandschaft, einschließlich der Faraglioni (Felsnadeln), die Grotta del Cavallo und das Pool von Venere zu entdecken.
Auch Stromboli wurde auf einem Vulkan gebaut. Der Unterschied ist, dass dieser tatsächlich aktiv ist und nicht einfach nur wie sein Bruder auf der Insel Vulcano schlummert. Entsprechend klein ist der Hauptort der Insel, da immer wieder mit einem Ausbruch gerechnet werden muss. Wer sich die Mühe macht, mit einem Bergführer den anstrengenden Aufstieg zum aktiven Krater zu besteigen, wird ein einmaliges Erlebnis haben. Aber auch sonst finden sich überall auf der Insel die charakteristischen Lavaströme des Vulkans.
Aktivitäten auf Stromboli
Stromboli Vulkan: Der Hauptanziehungspunkt der Insel ist der aktive Vulkan Stromboli, einer der wenigen Vulkane weltweit, der kontinuierliche explosive Aktivität zeigt. Eine geführte Wanderung zum Krater bietet die Möglichkeit, spektakuläre Eruptionen aus sicherer Entfernung zu beobachten.Aufgrund der regelmäßigen Ausbrüche wird der Zugang streng überwacht, und Wanderungen dürfen nur mit lizenzierten Bergführern unternommen werden. Immer wieder kommt es zu Sperrungen einzelner Routen, weshalb man sich vorab über die aktuelle Lage informieren sollte. Dennoch ist der Aufstieg ein unvergessliches Erlebnis, das mit spektakulären Ausblicken auf die Lavaeruptionen belohnt wird.
Sciara del Fuoco: Diese “Feuerschlucht” ist eine große, abfallende Schutthalde auf der Nordwestseite des Vulkans, über die Lava und pyroklastisches Material ins Meer rutschen. Die besten Aussichten auf die nächtlichen Eruptionen bietet eine Bootstour entlang der Sciara del Fuoco nach Einbruch der Dunkelheit.
Strände von Stromboli: Die Insel bietet mehrere schwarze Lavasandstrände, die ein einzigartiges Badeerlebnis im Schatten des Vulkans ermöglichen. Besonders beliebt sind der Ficogrande Strand und der Strand von Piscità.
Sciara del Fuoco, die Feuerschulucht auf Stromboli, Bild: Angelo Gitto / shutterstock
Stromboli by Night: Eine Bootsfahrt rund um die Insel nach Einbruch der Dunkelheit, um die vulkanischen Eruptionen vom Meer aus zu beobachten, ist ein unvergessliches Erlebnis. Das Glühen der Lava, die in die Nacht explodiert, ist ein faszinierender Anblick.
San Vincenzo Kirche: Diese kleine Kirche bietet nicht nur einen spirituellen Rückzugsort, sondern auch einen wunderschönen Blick auf das Meer und den Vulkan. Sie ist ein beliebter Fotospot bei Besuchern.
Wandern und Trekking: Neben der Wanderung zum Vulkan bietet Stromboli zahlreiche Wanderwege, die durch die malerische mediterrane Vegetation führen und atemberaubende Aussichten auf das Meer bieten.
Centro Visitatori Stromboli: Ein Besucherzentrum, das Informationen über die vulkanische Aktivität, die geologische Geschichte der Insel und die lokale Flora und Fauna bietet.
Ginostra: Ein kleines Dorf auf der gegenüberliegenden Seite des Vulkans, das nur per Boot erreichbar ist und eine ruhigere, abgeschiedenere Atmosphäre bietet.
Astronomische Beobachtungen: Aufgrund der geringen Lichtverschmutzung bietet Stromboli ideale Bedingungen für die Sternenbeobachtung, besonders in den Sommermonaten.
Berühmt für seinen aktiven Vulkan, der regelmäßige Eruptionen zeigt
Fläche: ca. 12,6 Quadratkilometer
Höchster Punkt: Stromboli (Vulkan), ca. 926 Meter
Filicudi
Filicudi, Bild: spud88 / shutterstock
Filicudi ist das Paradies für Taucher schlechthin. Im Laufe der Jahrhunderte ist hier geradezu ein Vergnügungspark für jene entstanden, die ihr Glück unter dem Wasser suchen. Wracks und Ansammlungen alter Relikte finden sich überall. Darüber hinaus locken die Touren in die kleinen Buchten und Höhlen der Insel, die so typisch für die liparischen Inseln sind.
Charakterisiert durch prähistorische Siedlungen und spektakuläre Felsformationen
Fläche: ca. 9,5 Quadratkilometer
Höchster Punkt: Fossa Felci, ca. 774 Meter
Alicudi
Wer wirkliche Abgeschiedenheit im Urlaub sucht, ist in Alicudi richtig. Es gibt keine Hotels, Bars oder Clubs. Stattdessen gibt es eine kleine Zahl an privaten Ferienwohnungen. Wer einmal in aller Ruhe in diesem besonderen Klima und auf den Inseln Urlaub machen möchte, ist hier genau richtig. Es ist nicht nur möglich alle anderen Inseln zu erkunden, auch Alicudi selbst bietet einige wahre Schönheiten der Natur.
Die am wenigsten entwickelte und abgelegenste Insel, bekannt für ihre ruhige Atmosphäre
Fläche: ca. 5,2 Quadratkilometer
Höchster Punkt: Filo dell’Arpa, ca. 675 Meter
Panarea
Panarea, Bild: rosarioscalia / shutterstock
Panarea ist der Gegenpart für die Menschen mit einem großen Geldbeutel. Im Sommer finden sich hier Jachten in den verschiedensten Größen und auch sonst reisen Stars und Sternchen an, da auch sie den Zauber der liparischen Inseln zu schätzen wissen.
Die kleinste und exklusivste Insel des Archipels, beliebt bei der Jetset
Fläche: ca. 3,4 Quadratkilometer
Höchster Punkt: Punta del Corvo, ca. 421 Meter
Die Liparische Inseln sind also nicht ohne Grund einer der letzten echten Geheimtipps für Reisende in Europa. Mit seiner Vielfalt und den vielen unterschiedlichen Dingen, die entdeckt werden können, bietet der Urlaub für Taucher, Abenteurer aber auch für jene, die ein wenig Rückzug vom Alltag suchen, genau den richtigen Urlaubsort.
Inselhopping und Aktivitäten
Die Liparischen Inseln eignen sich hervorragend für Inselhopping, da die Entfernungen zwischen den Eilanden relativ kurz sind und es regelmäßige Fähr- und Bootsverbindungen gibt. Viele Reisende kombinieren beispielsweise Lipari als zentralen Ausgangspunkt mit Ausflügen nach Vulcano oder Salina. Wer mehr Zeit hat, kann mit Tages- oder Mehrtagestouren auch die abgelegeneren Inseln wie Filicudi oder Alicudi besuchen. Inselhopping bietet die Möglichkeit, die unterschiedlichen Charaktere der Inseln kennenzulernen – von mondän und lebhaft bis abgeschieden und naturbelassen. Neben klassischen Bootstouren sind auch geführte Kajakausflüge, Segeltörns oder Schnorcheltouren sehr beliebt, um die Küstenlandschaften und Unterwasserwelten aus nächster Nähe zu erleben.
Kulinarik auf den Liparischen Inseln
Kulinarisch spiegeln die Liparischen Inseln ihre enge Verbindung zu Sizilien wider, bringen jedoch auch eigene Spezialitäten hervor. Besonders bekannt sind die Kapern von Salina, die zu den besten Italiens zählen und in vielen lokalen Gerichten verarbeitet werden. Ein weiteres Highlight ist der Malvasia-Wein, ein süßer Dessertwein, der traditionell auf den Vulkanhängen angebaut wird. Auf den Speisekarten der Inseln stehen fangfrischer Fisch, Meeresfrüchte, aber auch Pasta- und Gemüsegerichte mit mediterranen Kräutern. In den kleinen Trattorien können Besucher authentische Hausmannskost genießen und dazu einen lokalen Wein probieren – ein kulinarisches Erlebnis, das den Charakter der Inseln perfekt widerspiegelt.
UNESCO-Welterbe und Geologie
Seit dem Jahr 2000 gehören die Liparischen Inseln zum UNESCO-Weltnaturerbe. Ausschlaggebend dafür war ihre geologische Bedeutung: Die Inselgruppe bietet eines der anschaulichsten Beispiele für die Entstehung und Entwicklung vulkanischer Inseln. Noch heute ist diese Dynamik auf Vulcano und Stromboli hautnah erlebbar, wo fumarolen Felsspalten erhitzen oder glühende Lava das Meer erreicht. Wissenschaftler nutzen die Inseln seit Jahrzehnten als Forschungsgebiet, und Besucher haben die einzigartige Gelegenheit, die geologischen Prozesse in einer beeindruckenden Kulisse mitzuerleben. Damit sind die Liparischen Inseln nicht nur ein Urlaubsziel, sondern auch ein lebendiges Naturphänomen.
Beste Reisezeit
Die Liparischen Inseln sind grundsätzlich ein ganzjähriges Reiseziel, doch jede Jahreszeit hat ihren eigenen Reiz. Die Sommermonate Juni bis August sind trocken, sonnig und ideal für Strandurlaub und Badefreuden – allerdings auch die belebteste Zeit. Wer es ruhiger mag, sollte im Frühling oder Herbst reisen, wenn die Temperaturen angenehm mild sind und sich die Inseln hervorragend zum Wandern oder Inselhopping eignen. Im Frühling erblühen die Vulkanhänge in sattem Grün, während der Herbst die beste Zeit für kulinarische Genüsse und Weinfeste ist. Selbst im Winter bleibt das Klima vergleichsweise mild, allerdings mit mehr Regen und eingeschränkten Fährverbindungen.
Das Wetter auf den Liparischen Inseln
Die Liparischen Inseln genießen ein typisch mediterranes Klima, gekennzeichnet durch milde, feuchte Winter und heiße, trockene Sommer. Die folgende Klimatabelle bietet einen Überblick über die durchschnittlichen Temperatur- und Niederschlagswerte, basierend auf generellen Klimadaten. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Werte Durchschnittswerte darstellen und tatsächliche Wetterbedingungen variieren können.
Monat
Durchschnittliche Höchsttemperatur (°C)
Durchschnittliche Tiefsttemperatur (°C)
Durchschnittlicher Niederschlag (mm)
Januar
13
9
76
Februar
13
9
64
März
15
10
57
April
18
12
42
Mai
22
16
25
Juni
26
20
15
Juli
29
23
5
August
30
24
15
September
27
21
40
Oktober
23
18
72
November
18
14
98
Dezember
14
10
93
Diese Tabelle zeigt, dass die Liparischen Inseln von warmen Sommern und milden Wintern geprägt sind, was sie zu einem attraktiven Reiseziel das ganze Jahr über macht. Der Sommer ist die trockenste Zeit des Jahres, ideal für Strandurlaub und Outdoor-Aktivitäten. Die Wintermonate bringen mehr Niederschlag, bieten aber immer noch angenehme Temperaturen für Besichtigungen und Wandertouren. Die Übergangszeiten Frühling und Herbst sind besonders reizvoll, mit angenehmen Temperaturen und geringerem Besucheraufkommen.
Wie kommt man auf die Liparischen Inseln?
Um auf die Liparischen zu reisen, gibt es verschiedene Optionen, je nachdem, von wo aus Sie Ihre Reise beginnen. Die Inseln sind nicht direkt mit dem Flugzeug erreichbar, daher ist die Anreise meist eine Kombination aus Flug und Fähre. Hier sind die gängigen Wege, um auf die Liparischen Inseln zu gelangen:
1. Anreise über Sizilien
Die meisten Reisenden gelangen über Sizilien zu den Liparischen Inseln. Die wichtigsten Abfahrtshäfen sind Milazzo, Messina, und Palermo.
Milazzo: Dieser Hafen bietet die häufigsten und schnellsten Verbindungen zu den Inseln und ist der bevorzugte Ausgangspunkt für Reisen zu den Liparischen Inseln. Es gibt regelmäßige Fähren und Hydrofoils, die von verschiedenen Reedereien betrieben werden.
Messina und Palermo: Von diesen Städten aus gibt es ebenfalls Verbindungen, allerdings weniger häufig als von Milazzo.
2. Anreise über das italienische Festland
Für Reisende, die vom italienischen Festland aus starten, ist die Anreise über Neapel eine Option.
Neapel: Von hier aus gibt es Fähr- und Hydrofoil-Verbindungen zu den Inseln, die allerdings länger unterwegs sind als die Verbindungen von Sizilien.
Neben den Fähr- und Hydrofoil-Verbindungen von Milazzo, Messina und Palermo auf Sizilien gibt es in den Sommermonaten auch saisonale Verbindungen von Kalabrien aus, insbesondere von Reggio Calabria und Vibo Valentia. Diese Routen sind besonders praktisch für Reisende, die von Neapel oder direkt vom italienischen Festland anreisen. Wer schneller unterwegs sein möchte, kann zudem mit kleinen Inselflugzeugen von Reggio Calabria oder Palermo aus nach Lipari fliegen – ein Erlebnis, das zusätzlich spektakuläre Ausblicke auf das Archipel bietet.
Die Lage von Nouvelle Aquitaine in Frankreich, Bild: Turkas / shutterstock
Eine der landschaftlich attraktivsten Urlaubsregionen Frankreichs, liegt im Südwesten des Landes. Die Nouvelle-Aquitaine wartet mit kontrastreichen Landschaftsformen, authentischen Orten und einer atemberaubend schönen Flora auf. Mit ihrem milden Klima, einladenden Stränden, charmanten Städten und einzigartigen Sehenswürdigkeiten ist die Region ein unvergessliches Reiseziel.
Wandern und Fahrradfahren umgeben von traumhafter Natur
„Natur pur“ – so lässt sich die einladende Region Nouvelle Aquitaine perfekt beschreiben. Wer den Südwesten Frankreichs besucht, sollte sich viel Zeit für Outdooraktivitäten einplanen, denn kaum ein anderes Reiseziel bietet so viele zauberhafte naturbelassene Ausflugsziele. Besonders Fahrradtouren, denn sie ermöglichen die Landschaft in vollen Zügen zu genießen. Doch auch wer sich mit Wanderstiefeln und Rucksack auf den Weg macht, der wird sehr schnell verzaubert sein, von der natürlichen Schönheit, die es in der gesamten Region zu entdecken gilt.
Die herrlichen Wälder der Region locken ebenso wie der Wasserfall in Gimpel oder der See von Vassivière. Im Landesinneren wirken besonders die zahlreichen Seen sehr anziehend. Unter anderem lädt der See von Soustons zum Segeln, Rudern, Surfen und Stehpaddeln oder Yoga-Paddeln ein. Ruhiger und romantischer präsentiert sich der See von Seignosse. Traumhaft für Familien ist ein Ausflug zum See von Arjuzanx, denn hier lassen sich Kraniche ganz aus der Nähe beobachten. Grundsätzlich bietet die Region herrlich ruhige Orte, die zum Entspannen und Genießen einladen, sodass jeder seine ganz persönlichen Highlights für sich entdecken kann.
Atlantikküste – schöne Strände treffen auf traditionsreiche Kur- und Badeorte
Basta Rock in Biarritz, Bild: Luke SW / shutterstock
Auf gut 720 Kilometern Küste verteilen sich neben feinsandigen Stränden zahlreiche Bade- und Kurorte. Für maritimes Flair sorgen zahlreiche Jachthäfen. Die Strände der Region Nouvelle Aquitaine locken nicht nur Badegäste, die sich an den ruhigen Strandabschnitten entspannen und erholen möchten, sondern auch Surfer wissen die Hotspots um Lacanau, Hossegor und Biarritz zu schätzen. Sehr beliebt sind natürlich Ausflüge zu den Inseln Île de Ré und Île d’Oléron.
Bei Touren entlang der Küste locken Orte wie La Rochelle und Hendaye. Doch auch die Thermalbäder von Cambo Les Bains, Saujon, Evaux-les-Bains und Dax sind sehr beliebt und zählen zu den besten des Landes. In der Region Nouvelle Aquitaine wird zudem die Vinotherapie angeboten, die für Wellnessbegeisterte ein besonderes Erlebnis ist. Eines der bekanntesten Ausflugsziele der Region ist die 102-106 m hohe Dune du Pilat (Stand 2024), die als Europas höchste Düne bekannt ist und an der Bucht von Arcachon liegt.
Die Weltkulturerbestätten der Region Nouvelle Aquitaine
Dordogne, Bild: Francisco Javier Gil / shutterstock
Wer Nouvelle Aquitaine als Reiseziel wählt, sollte sich den kulturellen Reichtum der Region nicht entgehen lassen. Weltkulturerbestätten wie die Grotte von Lascaux zählen zu den atemberaubenden Sehenswürdigkeiten der Region. Besonders sehenswert ist das Tal der Vezère, welches gemeinsam mit dem benachbarten Tal der Dordogne 15 Weltkulturerbestätten bietet. Die Täler werden deshalb auch gerne als „die Wiege der Menschheit“ bezeichnet.
Doch Nouvelle Aquitaine hält noch zahlreiche weitere historische Stätten bereit, die einzigartige Einblicke in die Geschichte bieten. Sehr empfehlenswert ist der Besuch des Schlosses Henri IV in Pau. Heute wird das Schloss als Ausstellungsfläche durch das Nationalmuseum genutzt. Ein weiteres Highlight ist das Nationalmuseum für Porzellan (Musée National Adrien Dubouché) in Limoges. Ein besonderes Schmuckstück sind die Kirchen Saint Léonard de Noblat bei Limoges und Saint-Front in Périgueux. Diese liegen auf der Via Lemovicensis und sind Anlaufpunkt für viele Pilger, die auf dem Weg nach Santiago di Compostela sind.
Unter den zahlreichen sehenswerten Dörfern und Städten der Region findet sich auch Bordeaux. Gut die Hälfte der Fläche der bekannten Stadt gilt als besonders schützenswert und wurde von der UNESCO als „außergewöhnliches urbanes und architektonisches Ensemble“ gelistet.
Unvergessliche Ausflugsziele in der Region Nouvelle Aquitaine
Auch wer eher außergewöhnliche Orte liebt, wird von einem Aufenthalt im Südwesten Frankreichs auch noch lange nach dem Urlaub schwärmen. Ein ganz besonderer Ort ist unter anderem der Bambuspark im Périgord in Le Buisson de Cadouin. Er bietet tropisches Ambiente und lädt zu langen Spaziergängen, denn hier sind ganze Wälder aus Bambus gewachsen. Zudem bietet der Park einen Zen-Steingarten, der zum Meditieren anregt und auch ideal ist, um einfach die friedliche Ruhe dieses Ortes zu genießen.
Aubazine, Bild: Francky38 / shutterstock
Die Höhle von Proumeyssac mit der Kristall-Kathedrale hingegen ist ein Ort, der mit seiner unbeschreiblichen Schönheit brilliert. In einem 40 m hohem Gewölbe findet sich ein traumhaft ausgeschmückter Raum. Einzigartig schöne Natursteinornamente, versteinerte Brunnen schmücken die Tropfsteinhöhle.
Auf den Spuren von Coco Chanel können Besucher des Ortes Aubazine wandeln. Die hier gelegene Klosteranlage zählt zu den ältesten Frankreichs. Zu der mittelalterlichen Abtei gehörte einst ein Waisenhaus in dem Gabrielle Chanel von ihrem 12. Lebensjahr bis zu ihrem 18. Geburtstag lebte. Mit traumhaften Buntglasfenstern und detailreicher Kirchenkunst ist die Klosteranlage ein Schmuckstück, welches Gabrielle Chanel inspirierte und prägte.
Die Genussregion Nouvelle Aquitaine
Südwestfrankreich ist jedoch auch eine wahre Oase für Genießer. Besonders bekannt ist Novelle Aquitaine für hervorragende Rotweine, die unter anderem in Bordeaux, Bergerac, Cognac, Dura und Armagnac gekeltert werden. Entsprechend empfehlenswert sind Besuche direkt bei den Winzern vor Ort, die natürlich auch Verkostungen anbieten und gerne auch einen Blick in die Weinkeller gewähren.
Die Region ist kulinarisch genauso abwechslungsreich wie landschaftlich, denn während die Küstenregion mit Austern aufwartet, wird im Baskenland der legendäre Schinken von Bayonne hergestellt. Ossau Iraty hingegen ist für Schafskäse bekannt, während in Espelette scharfe Pfefferschoten angebaut werden. Doch auch Melonen, Erdbeeren und vieles mehr wird in der Region angebaut.
Aufgrund der Vielfalt an regionalen Produkten war die Küche der Nouvelle Aquitaine schon immer vielschichtig und so wundert es nicht, dass sich in der Region heute über 50 Restaurants finden, die sich mit einem oder gleich mehreren Michelin Sternen hervortun. Doch gutes Essen ist in der Region Novelle Aquitaine nicht von Sternen abhängig und so gibt es so gut wie in jedem Lokal köstliche Weine und hervorragende Speisen.
Die Pyrenäen und ihre Naturwunder
Die südliche Grenze der Nouvelle-Aquitaine bildet das imposante Gebirge der Pyrenäen. Hier eröffnen sich unzählige Möglichkeiten für Naturliebhaber und Aktivurlauber. Im Sommer laden Wanderwege wie der GR10 zu mehrtägigen Touren durch die malerischen Berglandschaften ein, während im Winter Skigebiete wie Gourette oder La Pierre Saint-Martin Wintersportler begeistern. Im Parc National des Pyrénées erwartet Besucher eine beeindruckende Biodiversität – seltene Greifvögel, Murmeltiere und Bergblumen sind hier zu entdecken. Die Bergregion bietet einen ganz eigenen Kontrast zur Atlantikküste und macht den besonderen Reiz der Region aus.
Pilgerwege nach Santiago de Compostela
Natur rund um den Pilgerweg Via Lemovicensis, Bild: David Ferdigg / shutterstock
Die Region spielt seit Jahrhunderten eine zentrale Rolle für Pilger, die auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela unterwegs sind. Mehrere Routen – darunter die Via Lemovicensis – durchqueren die Nouvelle-Aquitaine und führen an bedeutenden Pilgerstätten wie Saint-Léonard-de-Noblat, Saint-Front in Périgueux oder Saint-Jean-Pied-de-Port vorbei. Letztere Stadt gilt als eines der wichtigsten Tore zum berühmten Jakobsweg über die Pyrenäen. Noch heute prägt der Pilgertourismus viele Orte der Region, die mit historischen Kirchen, Klöstern und liebevoll geführten Herbergen ausgestattet sind.
Die internationale Surfkultur an der Atlantikküste
Surfen ist längst ein Synonym für die Strände der Nouvelle-Aquitaine. Besonders die Orte Hossegor, Lacanau und Biarritz haben sich als wahre Hotspots etabliert. Hossegor gilt sogar als europäische Hauptstadt des Wellenreitens und ist regelmäßig Austragungsort internationaler Surf-Wettbewerbe. Die langen, feinsandigen Strände und die kräftigen Atlantikwellen bieten ideale Bedingungen für Anfänger und Profis gleichermaßen. Zahlreiche Surfschulen entlang der Küste vermitteln das nötige Know-how, sodass auch Urlauber spontan in die Faszination des Wellenreitens eintauchen können.
Feste und Veranstaltungen in der Nouvelle-Aquitaine
Die kulturelle Vielfalt der Region spiegelt sich in ihren Festen wider. In Bordeaux lockt das Fête du Vin tausende Besucher an, die an den Ufern der Garonne edle Tropfen probieren. In Bayonne zieht das farbenfrohe Fêtes de Bayonne mit Musik, Tanz und Straßenparaden jedes Jahr über eine Million Menschen an und gilt als eines der größten Volksfeste Frankreichs. La Rochelle wiederum ist Gastgeber des berühmten Musikfestivals Francofolies, bei dem Künstler aus aller Welt auftreten. Ob kulinarisch, traditionell oder musikalisch – die Festkultur der Nouvelle-Aquitaine begeistert Gäste zu jeder Jahreszeit.
Burgen und Schlösser in der Dordogne
Die Dordogne-Region ist berühmt für ihre Vielzahl an Burgen und Schlössern, die majestätisch über Flusstälern und Dörfern thronen. Oft wird sie als „Land der 1001 Schlösser“ bezeichnet. Zu den bekanntesten zählen das Château de Beynac, das hoch über der Dordogne auf einem Felsen thront, sowie das Château de Castelnaud, das heute ein Museum für mittelalterliche Kriegsführung beherbergt. Malerische Dörfer wie Domme oder La Roque-Gageac liegen eingebettet zwischen Felsen und Flüssen und laden zu Entdeckungen ein. Wer die Region besucht, taucht in eine Zeitreise ins Mittelalter ein.
Familienfreundliche Attraktionen
Auch für Familien mit Kindern bietet die Region zahlreiche Höhepunkte. In Poitiers lockt das Futuroscope, ein futuristischer Freizeitpark mit 3D- und 4D-Kinos, interaktiven Attraktionen und spektakulären Shows. Der Zoo de La Palmyre an der Atlantikküste zählt zu den beliebtesten Tierparks Frankreichs und beherbergt über 160 Tierarten. An heißen Sommertagen bieten zudem Wasserparks wie Atlantic Park in Seignosse oder Erlebnisbäder in den Kurorten eine willkommene Abkühlung. Damit ist die Nouvelle-Aquitaine auch für Familien ein ideales Reiseziel.
Traumhaften Ausblick auf den malerischen Genfersee verspricht die städtische Uferszenerie bei Montreux. Die schweizerische Stadt am See gehört zu den beliebten touristischen Destinationen an den Ufern des Gewässers, das sich im Südwesten der Schweiz befindet. Gelegen am größten See der Schweiz, wird Montreux vom majestätischen Panorama der Waadtländer Alpen umgeben. Neben den örtlichen Sehenswürdigkeiten bietet sich Montreux wunderbar an, die Umgebung des faszinierenden Genfersees genauer kennenzulernen. Wer Urlaubsidyll an den Ufern des Sees sucht, bekommt in Montreux eine hervorragende Szenerie mit See- und Bergpanorama sowie kulturellem Flair geboten.
Bereits in prähistorischer und römisch-antiker Zeit galt die Region des Genfersees und des heutigen Montreux als lebhaftes Gebiet – so wurde in der Region beispielsweise eine historische römische Villa entdeckt. Ihrem Namen verdankt die Stadt Montreux nach heutigen Vermutungen dem lateinischen Wort monasterium, das so viel wie Kloster bedeutet und auf die sakrale Vergangenheit der Stadt hinweist – so war die Region im Mittelalter zwischenzeitlich der Abtei Saint-Maurice unterstellt. Das moderne Montreux hat seine Wurzeln im 19. Jahrhundert, schon früh entwickelte sich die faszinierende Gemeinde als ein touristischer und kultureller Hotspot am Genfersee. So übte die heutige Stadtregion von Montreux schon lange eine magnetische Aura auf große Persönlichkeiten aus – zwischenzeitlich waren hier im 18. und 19. Jahrhundert Jean-Jacques Rousseau und Lord Byron anzutreffen. Denn das Idyll am Genfersee gehört fraglos zu den faszinierendsten Orten bei Europas Seenlandschaften.
Die wichtigsten Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten bei Montreux
Wenn sich der wunderbare Alpen- und Seeblick in Montreux entfaltet, haben viele Besucher vor allem einen Gedanken: auf einem entspannten Spaziergang das Panorama genießen. In Montreux bietet sich dafür kaum ein Ort besser an, als die szenische Uferpromenade, die einen malerischen Ausblick auf die Region gewährt. Sie gehört zu den Highlights innerhalb der Stadt, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Doch ein weiterer Gedanke drängt sich auf: Warum nicht den Genfersee selbst kennenlernen? So bietet sich für Besucher eine Boots- oder Schiffstour entlang des Genfersees an, um die Region aus einer zentralen Perspektive kennenzulernen.
Unweit der Ufer von Montreux liegt die kleine Insel Île de Chillon, die eines der faszinierendsten Bauten der Region zu bieten hat. Hier thront das Schloss Chillon, eine mittelalterliche Wasserburg, deren Wurzeln bis in das 12. Jahrhundert zurückreichen. Das beliebte Fotomotiv zählt nicht nur zu den beeindruckendsten historischen Gemäuern der Region, vor dem Hintergrund der mächtigen Alpen hat das Bauwerk schon zahlreiche historische Gemälde inspiriert. Als Gegenpol zum Schloss Chillon thront auf den Erhebungen bei Montreux ein weiteres historisches Gemäuer – das Château du Châtelard, eine kleine Burg aus dem 15. Jahrhundert, die von begrünter Landschaft mit Reben umgeben ist.
Als Hausberg von Montreux gilt die an Kalkstein reiche Erhebung des Rochers de Naye, der sich bis zu 2042 Meter über das Panorama des Genfersees und von Montreux erhebt. Zu den beliebten Ausflügen vor Ort zählt daher eine Fahrt mit der Zahnradbahn auf die Berglandschaft des Rochers de Naye. Hier präsentiert sich ein traumhafter Ausblick auf die bergige Seenregion. Ein letztes Highlight der Stadt ist eng mit der magnetischen Aura für Stars verbunden: die Statue von Freddy Mercury. Mercury hatte eine große Passion für die Stadt und Region, lebte hier lange Jahre – auch am Ende seines Lebens – und hatte hier mit seiner legendären Band Queen ein Tonstudio, in dem einige ihrer berühmten musikalischen Werke entstanden. Nicht nur bei Fans des berühmten Sängers der Band Queen hat die Statue Kultstatus gewonnen. Heute gilt das Freddie Mercury Memorial als eine zentrale Sehenswürdigkeit von Montreux.
Musik und Stars in Montreux
Statue von Freddie Mercury vor der traumhaften Kulisse des Genfersees, Bild: Emanuela Vigna / shutterstock
Musikfans ist die Stadt Montreux am Genfersee auch aus einem anderen Grund bekannt – das Montreux Jazz Festival. Ins Leben gerufen durch den Musik- und Kulturmanager Claude Nobs, findet die Festivität seit 1967 jährlich im Juli in Montreux statt. Es gehört heute zu den bedeutendsten Jazzfestivals der Welt und hat über die Musikrichtung hinaus einen großen musikalischen Einfluss. Hier performten nicht nur Jazzgrößen wie Ella Fitzgerald, Herbie Hancock oder Pat Metheny, auch weltberühmte Künstler und Bands wie Deep Purple, Frank Zappa, Led Zeppelin, James Brown oder Simon & Garfunkel ließen sich einen Auftritt auf dem Festival in Montreux nicht nehmen. Die schweizerische Stadt Montreux beweist damit, dass sie so viel mehr ist, als bloß ein idyllischer Urlaubsort am Genfersee. Montreux ist ein kulturelles und kulturhistorisches Highlight unter den Städten der Schweiz.
Schöne Ausflugsziele in der Umgebung
Zu den prominenten Nachbarorten von Montreux zählt die Ansiedlung Vevey, die knapp 8 km entfernt liegt. Die Stadt gilt als Höhepunkt der Weinkultur am Genfersee – daran erinnert auch das traditionsreiche Winzerfest Fête des Vignerons, das hier etwa alle 25 Jahre stattfindet. Vevey hat eine ähnlich bedeutende Geschichte wie Montreux, was die Stars und Sternchen angeht. Hier verfasste nicht nur Dostojewski Segmente seiner Erzählung Der Idiot, der britische Schriftsteller Graham Greene verbrachte hier seine letzten Lebensmomente – wie auch Charlie Chaplin, der hier in einer Villa lebte und dem heute eine Chaplin-Statue vor Ort gewidmet ist. Von Montreux nach Vevey bietet sich auch eine Wanderung an. Grundsätzlich präsentiert der Genfersee ideale Bedingungen für ausgeprägte Wanderungen. Ob Kultur oder szenische Natur – Montreux und Umgebung versprechen einen Urlaub in traumhafter Umgebung. Hier fühlten sich auch die Stars wohl.
Kulinarik und Weinkultur rund um Montreux
Genuss zwischen Lavaux-Weinbergen und Seeufer
Wer Montreux besucht, taucht nicht nur in ein Panorama aus See und Bergen ein, sondern auch in eine traditionsreiche Genussregion. Direkt vor den Toren der Stadt liegen die weltbekannten Weinberge von Lavaux, die zum UNESCO-Welterbe gehören. Auf den terrassierten Hängen wachsen seit Jahrhunderten Reben, die vom milden Klima des Genfersees profitieren. Besucher können auf zahlreichen Wanderwegen durch die Weinberge spazieren und dabei herrliche Aussichten mit Weinverkostungen verbinden. Besonders beliebt sind die weißen Chasselas-Weine, die hervorragend zu den regionalen Spezialitäten passen.
Kulinarisch überzeugt Montreux zudem mit einer vielfältigen Gastronomieszene: Von Gourmetrestaurants in eleganten Grandhotels bis hin zu kleinen Bistros, die regionale Speisen servieren, findet sich für jeden Geschmack das Richtige. Traditionelle Schweizer Klassiker wie Käsefondue oder Rösti sind ebenso präsent wie mediterran inspirierte Gerichte. Der Genuss am Seeufer, mit Blick auf die Alpen, gehört dabei zu den unvergesslichen Erlebnissen.
Wellness und Luxus in Montreux
Entspannung mit Seeblick
Montreux hat sich seit dem 19. Jahrhundert einen Namen als mondäner Kur- und Erholungsort gemacht. Noch heute prägen prächtige Grandhotels mit Palmengärten und Uferterrassen das Stadtbild. Viele dieser Häuser bieten moderne Wellness- und Spa-Bereiche, in denen sich Gäste mit Massagen, Thermalbädern und Schönheitsanwendungen verwöhnen lassen können. Ein Aufenthalt in Montreux bedeutet daher nicht nur kulturelle Entdeckungen, sondern auch wohltuende Momente der Entspannung.
Die Kombination aus klarer Bergluft, dem glitzernden Wasser des Genfersees und hochwertigen Wellnessangeboten macht Montreux zu einem idealen Ort für Erholungssuchende. Ob romantisches Wochenende, exklusive Auszeit oder Kuraufenthalt – die Stadt versteht es, Luxus und Naturerlebnis harmonisch miteinander zu verbinden.
Outdoor-Aktivitäten und Naturerlebnisse
Zwischen Weinbergen, Bergen und See
Neben kulturellen Höhepunkten ist Montreux ein Paradies für Aktivurlauber. Die Region bietet abwechslungsreiche Möglichkeiten, die Natur zu erkunden: Entlang des Genfersees führen zahlreiche Rad- und Wanderwege, die herrliche Ausblicke auf das Alpenpanorama bieten. Beliebt sind auch Schifffahrten, die Montreux mit den Nachbarstädten Lausanne und Genf verbinden und vom Wasser aus ganz neue Perspektiven eröffnen.
Blick auf das Gipfelplateau des Rochers de Naye, Bild: Keitma / shutterstock
Für Bergfreunde ist der Rochers de Naye ein Muss. Hier locken im Sommer alpine Wanderungen und ein Alpenblumengarten mit seltenen Pflanzenarten. Im Winter verwandelt sich das Gebiet in ein kleines, familiäres Skigebiet. Abenteuerlustige können zudem Paragliding-Flüge über den Genfersee unternehmen oder die Region auf einer E-Bike-Tour erkunden. Die abwechslungsreiche Landschaft macht Montreux zu einem perfekten Ausgangspunkt für Naturliebhaber.
Beste Reisezeit für Montreux
Ein Reiseziel für alle Jahreszeiten
Montreux ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis, denn jede Saison hat ihren besonderen Reiz. Im Frühling erblühen die Uferpromenaden in farbenfroher Blumenpracht und laden zu Spaziergängen ein. Der Sommer ist geprägt vom Montreux Jazz Festival und sonnigen Tagen am Genfersee, die sich perfekt für Schifffahrten oder Badeausflüge eignen. Im Herbst locken die Weinberge von Lavaux zur Zeit der Weinlese mit stimmungsvollen Festen und Degustationen.
Auch im Winter ist Montreux einen Besuch wert: Der berühmte Weihnachtsmarkt am Seeufer zählt zu den schönsten der Schweiz. Festlich geschmückte Stände, regionale Spezialitäten und ein winterliches Alpenpanorama sorgen für eine märchenhafte Stimmung. Ob Kultur, Natur oder Kulinarik – Montreux begeistert das ganze Jahr über mit einem einzigartigen Flair.
Das Entrümpeln von Haus und Wohnung ist mehr als nur eine Frage der Ordnung. Ein aufgeräumtes Zuhause bringt Klarheit, schafft Platz und steigert das Wohlbefinden. Wer schon einmal für eine längere Reise gepackt hat, kennt das Prinzip: Man reduziert auf das Wesentliche und merkt, wie befreiend es sein kann, mit weniger auszukommen. Genau dieses Gefühl lässt sich auch in den Alltag übertragen – mit einem durchdachten Entrümpelungsprozess.
Beim Reisen nehmen wir meist nur einen Koffer oder Rucksack mit. Jeder Gegenstand, der mitkommt, wird genau überlegt: Brauche ich das wirklich? Diese Denkweise ist ideal, um auch den Alltag daheim leichter und strukturierter zu gestalten. Ein aufgeräumtes Zuhause bedeutet weniger Stress, mehr Übersicht und vor allem mehr Zeit – Zeit, die man besser in Erlebnisse wie einen Wochenendtrip oder die nächste Fernreise investieren kann. Studien zeigen zudem, dass Ordnung die mentale Gesundheit stärkt und für Entlastung sorgt.
Die Vorteile des Entrümpelns – zuhause und auf Reisen
Mehr Platz schaffen: Weniger Ballast in den eigenen vier Wänden – und weniger Übergepäck im Urlaub.
Ordnung und Struktur: Ein klarer Überblick daheim erleichtert auch das Packen für die nächste Reise.
Kosteneinsparung: Wer Ordnung hat, vermeidet unnötige Neuanschaffungen – das spart Budget für den nächsten Städtetrip oder Strandurlaub.
Nachhaltigkeit fördern: Verkaufen, spenden oder recyceln – ähnlich wie beim bewussten Reisen trägt auch bewusstes Entrümpeln zu einem nachhaltigeren Lebensstil bei.
Vorbereitung: Entrümpeln wie eine Reiseplanung
Wie bei einer guten Reisevorbereitung lohnt sich auch beim Entrümpeln ein klarer Plan.
Ziele setzen: Möchten Sie nur einen „Kurztrip“ durch den Kleiderschrank machen oder eine „Weltreise“ durchs ganze Haus?
Zeitplan erstellen: Setzen Sie sich Etappenziele – ähnlich wie bei einer Reiseroute.
Hilfsmittel bereitstellen: Kisten für „Behalten“, „Spenden/Verkaufen“, „Wegwerfen“ und „Unsicher“ sind so wichtig wie ein guter Reisekoffer.
Schritt für Schritt zum leichteren Zuhause
1. Zimmer für Zimmer – wie Etappen einer Reise
Beginnen Sie in kleinen Bereichen, etwa Küche oder Bad. So sammeln Sie schnell Erfolge, die motivieren – wie die ersten Tage einer Reise, wenn man neue Energie schöpft.
2. Die „Vier-Kisten-Methode“ – Ihr Gepäcksystem
Stellen Sie sich vor, Sie packen für eine Weltreise: Alles muss in eine der vier Kategorien. Diese Methode macht Entscheidungen einfacher und verhindert „Übergepäck“ im Alltag.
3. Kleiderschrank entrümpeln – wie beim Packen
Stellen Sie sich die Frage: Würde dieses Kleidungsstück mit in den Urlaubskoffer kommen? Wenn nicht, ist es vielleicht Zeit, es abzugeben.
4. Küche und Speisekammer – wie die Reiseproviant-Kontrolle
Abgelaufene Lebensmittel oder ungenutzte Geräte sind wie vergessene Snacks im Rucksack: Sie belasten nur und nehmen Platz weg.
5. Keller, Dachboden, Garage – die „Langstrecke“
Hier liegen die meisten Altlasten. Wie beim Heimkommen von einer Reise gilt: Alles, was seit Jahren ungenutzt ist, kann in die nächste Runde Richtung Recycling, Spende oder Verkauf gehen.
Nachhaltiges Entrümpeln – wie bewusstes Reisen
So wie viele Menschen nachhaltiger reisen möchten, lässt sich auch Entrümpeln umweltbewusst gestalten. Gut erhaltene Dinge können über Flohmärkte oder Plattformen wie eBay Kleinanzeigen ein neues Zuhause finden. Kleidung und Haushaltswaren sind wertvolle Spenden für gemeinnützige Organisationen. Und kaputte Gegenstände gehören ins Recycling, nicht auf den Dachboden.
Nach dem Entrümpeln: Ordnung halten wie eine Reiseerinnerung
Nach einer Reise bringt man oft nur ausgewählte Souvenirs mit – nicht alles. Dieses Prinzip lässt sich auch nach dem Entrümpeln anwenden:
Monatliche Aufräumrunden: Kleine Routine-Trips durchs Zuhause.
One In, One Out: Für jeden neuen Gegenstand geht ein alter. So bleibt das „Reisegepäck des Alltags“ leicht.
Fazit: Entrümpeln als Reise zu mehr Lebensqualität
Entrümpeln ist nicht nur ein praktischer Schritt für mehr Ordnung, sondern auch eine Art Reise – hin zu Klarheit, Leichtigkeit und einem bewussteren Leben. Wer sein Zuhause entrümpelt, schafft Freiraum für Erlebnisse, Abenteuer und Erinnerungen, die wertvoller sind als jeder materielle Besitz. Packen Sie Ihr „Reisegepäck fürs Leben“ bewusst und genießen Sie die Freiheit, die entsteht, wenn man Ballast hinter sich lässt.
Der Bundesstaat Texas ist sowohl flächenmäßig als auch von der Bevölkerungsanzahl der zweitgrößte Bundesstaat in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die über 29 Millionen Einwohner des Bundesstaates leben in einer abwechslungsreichen Landschaft, welche Gebirge, Wüsten und Küstengebiete beheimatet. An der Südseite von Texas grenzt westlich der Staat Mexiko und östlich die Meeresbucht Golf von Mexiko. Zudem blickt Texas auf eine bewegte Geschichte zurück, in welcher der Bundesstaat unter dem Einfluss von verschiedenen Staaten stand.
Die Bevölkerung von Texas ist aufgrund der Geschichte des Bundesstaates vielseitig: Während fast die Hälfte der Einwohner zur weißen Bevölkerung zugeordnet werden können, haben ungefähr 40 % einen hispanischen Hintergrund. Bei der weißen Bevölkerung handelt es sich um Nachfahren ehemaliger europäischer Einwanderer. Der größte Anteil ist dabei deutscher Abstammung, gefolgt von irischer und englischer Abstammung. Bei der hispanischen Bevölkerung handelt es sich in der Regel um Nachfahren der spanischen Besatzer. Nachdem sich Texas im Jahr 1821 von den spanischen Besatzern lösen konnte, traten sie dem Staat Mexiko bei. Im Jahr 1936 gelang dem heutigen Bundesstaat jedoch der Weg zur unabhängigen Republik. Wiederum 9 Jahre danach wurde Texas in den US-amerikanischen Staatenbund aufgenommen, dessen Zustand bis heute anhält.
Wirtschaftlich bereichert sich Texas insbesondere an den Erdöl- und Erdgasvorkommen im Bundesstaat. Von allen Bundesstaaten der USA kann Texas die größte Förderquote beim Erdöl vorweisen. Zusätzlich ist die Land- und Viehwirtschaft stark ausgeprägt. In der Folge entstand auch eine große Nahrungsmittelindustrie, welche sich der Land- und Viehwirtschaft örtlich angesiedelt hat. Insgesamt hat Texas einen Anteil von über 8 % am Gesamt-BIP der Vereinigten Staaten.
Die texanische Küche ist direkt von der Geschichte des Bundesstaates geprägt: Die Gerichte zeichnen sich u.a. durch den großzügigen Einsatz von Chili aus, was einen mexikanischen Ursprung hat. Zudem spielt das Barbecue eine relevante Rolle im Alltag der Texaner, was eine besondere Garmethode darstellt. Aufgrund der Relevanz findet jährlich das “International Barbeque Cookoff” statt, wo den weltweiten Besuchern diverse Barbecue-Speisen angeboten werden.
Aber auch der Sport hat einen großen Stellenwert im südlichen Bundesstaat der USA. Texas kann im Basketball, im American Football, im Baseball, im Eishockey und seit kurzem auch im Fußball mindestens ein Team in der jeweiligen höchsten nationalen Liga aufweisen. Bei dem Basketballverein Dallas Mavericks war bis 2019 der deutsche Starspieler Dirk Nowitzki aktiv.
Großstädte in Texas
Das Alamo in San Antonio, Bild: Dean Fikar / shutterstock
Während in Texas insgesamt 41 Städte über Hunderttausend Einwohner beherbergen, weisen lediglich drei Städte über eine Million Einwohner auf: Houston, San Antonio und Dallas.
Mit über 2,3 Millionen Einwohnern bildet Houston die größte Stadt von Texas. Die Stadt ist direkt am Golf von Mexiko angesiedelt und ist dank des regen Schiffsverkehrs in der Größe gewachsen. Noch heute werden große Mengen an Ölprodukten über den Hafen von Houston verschifft. Diverse Großunternehmen haben sich aufgrund der infrastrukturellen Lage angesiedelt.
Bei der Stadt San Antonio handelt es sich um die älteste texanische Stadt, welche im Jahr 1735 vom spanischen Kolonialreich gegründet wurde. Aufgrund der südlichen Lage ist San Antonio bis heute stark von spanischen, mexikanischen, deutschen und angloamerikanischen Einflüssen geprägt. Die Stadt gilt als Aushängeschild der kulturellen Vielfalt, welche in Texas vorhanden ist.
Mit über 1,3 Millionen Einwohner ist Dallas die drittgrößte Stadt in Texas. Eine Vielzahl von Eisenbahnlinien macht die Stadt zum texanischen Zentrum beim Transport von Öl und Baumwolle. Allerdings ist auch die Computer- und Finanzdienstleistungsbranche in Dallas stark vertreten.
Die Hauptstadt des Bundesstaates Austin ist lediglich die viertgrößte Stadt in Texas. Besonders geprägt ist die Stadt von der hohen Anzahl der Studenten. Zusätzlich beheimatet die Stadt viele Musikclubs und ist der Austragungsort von Konzerten und Livemusik.
Sehenswürdigkeiten im texanischen Bundesstaat
Dallas, Bild: digidreamgrafix / shutterstock
Texas ist die Heimat einer atemberaubenden Natur, welche sich unter anderem in den Nationalparks widerspiegelt. Insbesondere der Big-Bend-Nationalpark und der Guadalupe-Mountains-Nationalpark beeindrucken mit einzigartigen Gesteinsformationen, reißenden Flussläufen und Canyons, welche zum Wandern und Besichtigen einladen. Zudem lässt sich der zweitgrößte Canyon in den Vereinigten Staaten antreffen – den Palo Duro Canyon. Mit einer Länge von 193 Kilometern und eine durchschnittliche Breite von 10 Kilometern handelt es sich um eins der größten Exemplare der Welt.
Die Historie und Kultur des Landes findet sich vor allem in den Museen Alamo in San Antonio und dem Museum of Fine Arts in Houston. Während es sich beim Erstgenannten um ein ehemaliges Fort handelt, welches sich mit der jüngeren texanischen Vergangenheit auseinandersetzt, umfasst das Zweitgenannte eine Sammlung von über 60.000 Objekten, die aus aller Welt stammen und zum Teil bis zur Antike zurückreichen.
Zur Vergnügung bietet sich beispielsweise der River Walk in San Antonio an. Am Fluss befinden sich eine Vielzahl von Geschäften, Restaurants und Hotels, welche aufgrund der Lage und Gestaltung eine gemütliche Atmosphäre ausstrahlen. In Houston befindet sich ein weltbekannter Zoo, welcher die Heimat von diversen Wildtieren wie zum Beispiel Affen, Giraffen und Löwen ist. Das Motto des Zoos ist das nähere Zusammenleben von Mensch und Tier. Außerdem ist Texas die Heimat des Freizeitparks Six Flags Over Texas, welcher sich auf Achterbahnen mit verschiedenen Gestaltungsthemen spezialisiert hat.
Es lässt sich festhalten, dass Texas sowohl aus kultureller und geschichtlicher Sicht als auch in Bezug auf die Freizeitgestaltung einen spannenden Urlaubsort darstellt, welcher sich aus touristischer Sicht unter dem Radar befindet.
Golfküste, Inseln und Strände
Die texanische Golfküste erstreckt sich über mehr als 600 Kilometer und bietet eine Vielfalt, die von lebhaften Badeorten bis zu naturbelassenen Küstenabschnitten reicht. Galveston, nur eine Autostunde von Houston entfernt, zählt zu den beliebtesten Zielen. Neben langen Stränden finden Besucher hier viktorianische Architektur, ein lebendiges Hafenviertel und Attraktionen wie den Pleasure Pier. Wer es ruhiger mag, steuert Mustang Island an. Die vorgelagerte Barriereinsel ist ein Paradies für Angler, Kajakfahrer und Naturliebhaber. Südlich davon schließt sich der Padre Island National Seashore an, eine der längsten unbebauten Inseln der Welt. Hier brüten im Sommer Meeresschildkröten, und die Küste ist ein international bekanntes Vogelbeobachtungsgebiet. Am südlichsten Punkt schließlich liegt South Padre Island, das besonders bei Familien und Wassersportlern beliebt ist. Neben Strandurlaub gibt es Delfinbeobachtungstouren, Kitesurf-Spots und einen lebhaften Mix aus Restaurants und Bars.
Texas Hill Country: Wein, Wildblumen und Badestellen
Das Texas Hill Country gilt als eine der schönsten Landschaftsregionen des Bundesstaates. Zwischen Austin und San Antonio ziehen sich sanfte Hügel, klare Flüsse und ausgedehnte Eichenwälder durch die Szenerie. Im Frühling ist die Region ein Blütenmeer: Die texanischen Bluebonnets färben ganze Landstriche blau und locken Fotografen aus dem ganzen Land an. Wanderer und Naturfreunde finden in State Parks wie Pedernales Falls oder Enchanted Rock abwechslungsreiche Routen. Auch kulinarisch hat das Hill Country einiges zu bieten: Die Stadt Fredericksburg, gegründet von deutschen Auswanderern, ist heute das Zentrum der texanischen Weinszene. Zahlreiche Weingüter öffnen ihre Tore für Verkostungen und bieten regionale Küche an. In heißen Sommern locken natürliche Wasserstellen wie Hamilton Pool oder Krause Springs, wo sich Besucher unter Wasserfällen erfrischen können. Das Hill Country ist damit ein perfektes Ziel für alle, die Kultur, Natur und Genuss miteinander verbinden möchten.
Wüste, Canyons und der Panhandle
Westtexas ist die Region der großen Weite. Im Big Bend National Park verschmelzen Wüste, Gebirge und Flusslandschaften zu einer spektakulären Naturkulisse. Wanderer können hier auf einsamen Trails durch Kakteenfelder, entlang des Rio Grande oder hinauf zu den Gipfeln der Chisos Mountains ziehen. Auch für Astronomiebegeisterte ist Big Bend ein Traumziel, da die Region zu den dunkelsten Himmeln Nordamerikas zählt. Im Norden schließt sich der Guadalupe Mountains National Park an, wo der Guadalupe Peak als höchster Berg des Bundesstaates majestätisch über die Ebene ragt. Weiter im Panhandle wartet der Palo Duro Canyon. Mit fast 200 Kilometern Länge und einer Tiefe von bis zu 250 Metern gilt er als zweitgrößter Canyon der USA. Seine bunten Felswände leuchten im Morgen- und Abendlicht besonders intensiv. Neben Wanderungen sind auch Reitausflüge und Mountainbike-Trails möglich, sodass Besucher die beeindruckende Landschaft auf vielfältige Weise erleben können.
Musik, Festivals und Live-Kultur
Austin trägt mit Stolz den Titel „Live Music Capital of the World“. Über 250 Veranstaltungsorte sorgen dafür, dass fast täglich Konzerte stattfinden – von kleinen Bars bis zu großen Open-Air-Bühnen. Das Austin City Limits Music Festival lockt im Herbst internationale Stars und tausende Besucher in die Stadt. Im Frühjahr zieht South by Southwest (SXSW) Künstler und Kreative aus aller Welt an und verbindet Musik, Film und Technologie. Doch nicht nur Austin bietet Musik pur: San Antonio ist bekannt für seine Tejano- und Mariachi-Klänge, während in Dallas und Houston Jazz- und Bluesclubs lebendig sind. Besonders authentisch erlebt man die texanische Musikszene in Honky-Tonks und historischen Dance Halls wie der Gruene Hall. Hier wird noch der Two-Step getanzt, und Countrymusik trifft auf moderne Einflüsse – ein Erlebnis, das Besucher tief in die Kultur des Bundesstaates eintauchen lässt.
Roadtrips und Outdoor-Abenteuer
Texas ist ein klassisches Roadtrip-Ziel. Die Distanzen sind groß, die Landschaften abwechslungsreich und die Straßen oft endlos gerade. Eine besondere Route führt über die River Road entlang des Rio Grande zwischen Presidio und Lajitas – eine der schönsten Panoramastraßen der USA. Auch die historische Route 66, die den Panhandle durchquert, ist ein Muss für Nostalgiker. Unterwegs laden kleine Diners, Murals und kuriose Roadside-Attraktionen zu Stopps ein. Aktivurlauber finden in Texas zahlreiche Möglichkeiten: Kajak- und Raftingtouren auf dem Guadalupe River oder Colorado River, Klettern im Hueco Tanks State Park oder Birdwatching an der Golfküste, wo jährlich Millionen Zugvögel rasten. Camping ist in vielen State Parks erlaubt, und wer abends den Blick gen Himmel richtet, erlebt ein unvergleichliches Sternenpanorama – besonders in Westtexas.
Kulinarik: Barbecue, Tex-Mex und mehr
Die texanische Küche ist so vielfältig wie der Bundesstaat selbst. Zentraltexas gilt als Mekka für Barbecue-Fans: In Orten wie Lockhart, Luling oder Austin duftet es nach langsam geräuchertem Brisket, würzigen Würstchen und zarten Rippchen. Die Zubereitung über Holzfeuer, oft mit Mesquite oder Eiche, ist eine jahrhundertealte Tradition. In San Antonio und entlang der Grenze zu Mexiko dominiert die Tex-Mex-Küche: Tacos, Enchiladas und Fajitas sind fester Bestandteil des Alltags. Besonders beliebt sind Frühstückstacos, die es in unzähligen Variationen gibt. In Houston wiederum trifft die texanische Küche auf internationale Einflüsse – von vietnamesischer Pho bis zu karibischen Spezialitäten. Abseits der großen Städte haben sich deutsche und tschechische Einwanderer mit ihren Bäckereien einen Namen gemacht, die „Kolaches“ – süße Hefeteigteilchen mit Füllungen – anbieten. So wird jede Mahlzeit in Texas zu einer kulinarischen Entdeckungsreise.
Rodeo, Cowboy-Kultur und Western-Geschichte
Texas ist eng mit der Cowboy-Kultur verbunden. Rodeos gehören zu den größten Spektakeln des Bundesstaates. Die Houston Livestock Show and Rodeo ist mit über zwei Millionen Besuchern jährlich das größte Event dieser Art weltweit. Hier messen sich Cowboys im Bullenreiten, Lasso-Werfen und Barrel Racing, begleitet von Konzerten internationaler Stars. In Fort Worth sind die historischen Stockyards ein lebendiges Freilichtmuseum. Besucher können dort Viehtriebe beobachten, durch alte Saloonstraßen schlendern und Westernshows erleben. Viele kleinere Städte veranstalten eigene County Fairs und Rodeos, die einen authentischen Einblick in das ländliche Leben bieten. Die Cowboy-Kultur ist jedoch nicht nur Show – auf vielen Ranches wird sie bis heute gelebt. Gäste können in Gästehäusern übernachten, Ausritte unternehmen und mehr über das harte, aber traditionsreiche Leben der texanischen Viehhirten erfahren.
Moderne Highlights: Raumfahrt, Wissenschaft und Sport
Unterwegs im Lyndon B. Johnson Space Center, Bild: amadeustx / shutterstock
Neben Tradition bietet Texas auch hochmoderne Attraktionen. Das Space Center Houston ist eine der meist besuchten Sehenswürdigkeiten des Staates. Hier können Besucher originale Raumkapseln bestaunen, Trainingsmodule der Astronauten betreten und sogar die historische Mission Control besichtigen. Auch die Museumslandschaft ist beeindruckend: Das Perot Museum of Nature and Science in Dallas kombiniert moderne Architektur mit interaktiven Ausstellungen, während das Museum of Fine Arts in Houston Werke aus allen Epochen und Kontinenten zeigt. Sportfans kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Ob im gigantischen AT&T Stadium der Dallas Cowboys, bei einem Heimspiel der San Antonio Spurs oder einem Baseball-Match der Houston Astros – Sport ist in Texas immer ein Spektakel. Tailgating vor den Stadien gehört ebenso zum Erlebnis wie die mitreißende Stimmung während der Spiele.
Beste Reisezeit und praktische Hinweise
Texas kann ganzjährig bereist werden, doch Frühling und Herbst gelten als besonders angenehm. Von März bis Mai blühen im Hill Country die Wildblumen, und Festivals wie SXSW ziehen Besucher aus aller Welt an. Der Herbst punktet mit milden Temperaturen und klaren Nächten, ideal für Wanderungen oder Sternenbeobachtung in Westtexas. Im Sommer hingegen kann es im Landesinneren extrem heiß werden, was Städtetouren erschwert. An der Küste herrscht zwischen Juni und November Hurrikansaison, weshalb es ratsam ist, Wetterberichte im Blick zu behalten. Für Rundreisen empfiehlt sich ein Mietwagen, da die Distanzen zwischen den Städten und Naturparks enorm sind. Bargeld wird in ländlichen Regionen geschätzt, auch wenn Kreditkarten weit verbreitet sind. Mit guter Planung lassen sich die Vielfalt und Kontraste Texas’ optimal erleben – von pulsierenden Metropolen bis hin zu einsamen Landschaften.
Skopje, die Hauptstadt Nordmazedoniens, ist eine Stadt voller Kontraste und Überraschungen. Wer hierher reist, findet keine klassische Schönheit wie in Paris oder Rom, sondern eine Metropole, die ihre Reize aus Gegensätzen und Vielfalt zieht. Moderne Bauten im neoklassizistischen Stil stehen Seite an Seite mit sozialistischen Plattenbauten, osmanische Basare treffen auf hippe Cafés, und über allem thront die Festung Kale mit Blick auf den Fluss Vardar. Skopje ist ein Ort, an dem Geschichte und Gegenwart untrennbar miteinander verwoben sind – geprägt von Römern, Osmanen, dem sozialistischen Jugoslawien und einem verheerenden Erdbeben, das die Stadt 1963 fast vollständig zerstörte.
Heute zeigt sich Skopje als facettenreiches Reiseziel, das abseits der bekannten Touristenpfade spannende Entdeckungen bereithält: lebendige Märkte, eindrucksvolle Museen, religiöse Vielfalt und eine lebendige Kulturszene mit Festivals und Musikveranstaltungen. Wer sich auf Skopje einlässt, entdeckt eine Stadt, die so widersprüchlich wie faszinierend ist – und genau darin liegt ihr besonderer Charme.
Skopje ist die Hauptstadt des Balkanstaates Nordmazedonien, zwischen Serbien, Bulgarien, Griechenland, Albanien und dem Kosovo gelegen. Diese Stadt, die stolze 2000 Jahre alt ist, blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Sie ist multiethnisch und multireligiös und bietet schon deswegen viel Interessantes an Sehenswürdigkeiten und Kultur, wenn Reisende bereit sind, auch Ungewohntes und Fremdes kennenzulernen.
In Skopje befindet sich auch die Regierung und das wirtschaftliche Zentrum des Landes. Sowohl die Kirche (orthodoxes Christentum) als auch die islamische Glaubensgemeinschaft (Sunniten) haben in der Stadt ihre Hauptsitze.
Das Monument: Boatmen of Thessaloniki, Bild: Leonid Andronov / shutterstock
Skopje liegt im Norden des Landes, nur knapp 20 Kilometer von der Grenze zum Kosovo entfernt. Durch die Stadt schlängelt sich der Fluss Vardar, der Berg Vodno liegt in unmittelbarer Nähe.
Klima und Reisezeit Skopje
Feuchte und kalte Winter machen eine Reise hierher zu dieser Jahreszeit nicht erfreulich. Die Sommer dagegen sind warm und trocken und bescheren der Stadt ein fast mediterranes Klima. April bis Oktober sind gute Reisemonate; August und September bieten ideale Wetterverhältnisse.
Geschichte, Sehenswürdigkeiten und Kultur
Römer und Osmanen haben ihre Spuren hinterlassen, in jüngerer Zeit das sozialistische Regime des ehemaligen Jugoslawien.
Auch das große Erdbeben von 1963 hat das Gesicht der Stadt verändert. Die eurasische und die afrikanische Platte stoßen hier zusammen und bedingen tektonische Aktivitäten, die in den Jahren 518, 1515 und 1963 zu großen Beben geführt haben. Das letzte hat den größten Teil der Altstadt in Schutt und Asche gelegt, mehr als 1000 Menschen ließen ihr Leben, drei Viertel der Bevölkerung verlor ihre Bleibe. Der Wiederaufbau dauerte nur wenige Jahre und wurde mit internationaler Hilfe unter federführender Planung des japanischen Architekten Kenzo Tange verwirklicht.
Sehenswert und einmalig in ihrer Ausdehnung ist die Roma-Siedlung Shutka, eine vollkommen andere Welt als die Innenstadt von Skopje.
Den Basar dürfen sich Reisende keinesfalls entgehen lassen, ergänzend dazu das in einer Karawanserei aus dem 15. Jahrhundert untergebrachte Museum des alten Basars, das Fotografien und Karten aus dieser Zeit zeigt sowie Waren aus der osmanischen Epoche.
Museen
Das Archäologisches Museum, Bild: Andrii Lutsyk / shutterstock
Die größte Kunstsammlung des Landes ist im Museum der zeitgenössischen Kunst zu bewundern.
An der Stelle, an der sich der 1938 erbaute und durch das Erdbeben 1963 zerstörte Bahnhof befand, steht heute eine kleine Galerie und das Museum der Stadt, das Zeugnisse der Besiedlung ausstellt, angefangen mit den ersten Spuren aus prähistorischen Zeiten.
Das Mutter-Teresa-Gedenkhaus berichtet über Leben und Wirken der Ordensschwester und Friedensnobelpreisträgerin und ihr humanistisches Engagement.
1991 verschmolzen das Archäologische, das Historische und das Ethnologische Museum zum Museum von Mazedonien. Es ist in einem osmanischen Bau aus dem 16. Jahrhundert eingerichtet und zeigt Ausstellungsstücke, deren älteste aus der Antike stammen, auf einer Fläche von ca. 6000 Quadratmetern.
An den Zoo, den Botanischen Garten und den Stadtpark schließt sich das Naturwissenschaftliche Museum an, das ca. 4000 Exponate beherbergt, vor allem Fossilien, Pflanzen und Insekten.
Ebenso viele Ausstellungsstücke aus dem Reich der Mineralien, der Pflanzen und der Tiere finden sich im Naturhistorischen Museum.
Bibliotheken, Literatur und Theater
Die National- und Universitätsbibliothek in der Innenstadt ist die größte Bibliothek des Landes, in der Stadtbibliothek sind etwa 60.000 Bücher, Noten und Zeitschriften untergebracht.
Das Linden-Festival, gegründet 1997 vom mazedonischen Schriftstellerverband, gilt als eine der bedeutendsten literarischen Veranstaltungen des Landes. Es findet jedes Jahr im Juni während der Lindenblüte statt. Mazedonische und internationale Autoren nehmen teil.
Das Open Youth Theatre Festival bietet eine Plattform für experimentelle Aufführungen und Improvisationstheater der jungen Szene.
Musik
Die May Opera Evenings im Nationaltheater sind der klassischen Musik gewidmet.
Lieber Blues, Soul, Jazz? Das Blues and Soul Festival findet im Juli statt, das Skopje Jazz Festival im Oktober.
Ein- und Anreise
Deutsche Staatsangehörige brauchen kein Visum, sondern nur einen Personalausweis oder Reisepass. (Stand: Juni 2019)
Es gibt viele sehr preiswerte Flüge. Der Flughafen von Skopje liegt ein wenig außerhalb der Stadt, mit der ihn preisgünstige Busse verbinden oder Taxis für höchstens 20 Euro.
Sonst wird in mazedonischen Dinar bezahlt. Geldautomaten gibt es am Flughafen. Nordmazedonien gehört nicht zur EU und nicht zur europäischen Währungsunion!
Skopje, die Hauptstadt der ehemaligen jugoslawischen Republik Nordmazedonien, ist mehrere tausend Jahre alt. Rein optisch aber erscheint sie nur wenige Jahre jung. Der Grund: 1963 zerstörte ein kapitales Erdbeben die Stadt nahezu vollständig. Das kontrovers diskutierte Bauprojekt “Skopje 2014” verschaffte der Stadt ein neues Antlitz im neobarocken und neoklassizistischen Stil. Für Touristen bedeutet das: Die größte Sehenswürdigkeit ist damit die Stadt Skopje selbst.
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Auf kleinstem Raum tummeln sich in Skopje architektonische Highlights aus der ganzen Welt. Der französische L’Arc de Triomphe steht in einer nur unwesentlich kleineren Ausgabe, als das Original, an der Pforte zum Herzen der Innenstadt, dem Macedonia Square. Hier heißt das Bauwerk Porta Makedonija. Hin gelangen können Besucher mit einem roten Doppeldeckerbus, der genauso aussieht, wie die berühmteren Beispiele aus London. Und der Wall Street Bulle ist ebenso vertreten wie eine Riesenausgabe des Griechen Alexander der Große.
Diese Aufzählung ließe sich endlos weiter führen. In Skopje wimmelt es nur so von Skulpturen, die mehr oder minder weltweit bekannte Persönlichkeiten abbilden und im Zuge des Stadterneuerungsplanes “Skopje 2014” errichtet wurden. Insgesamt mehr als 70 Skulpturen tummeln sich in der ganzen Innenstadt verteilt, wobei viele Künstler und Gelehrte die Art Bridge vor dem Opernhaus bevölkern. Über den Fluss Vardar gespannt, und in recht idyllischer Nachbarschaft von zahlreichen Bars und Restaurants gelegen, die den Blick auf Brücke und monumentale Bauwerke auf der Gegenseite des Flusses freigeben, ist sie ein beliebtes Fotomotiv.
Erst funktional, dann schick
Ebenso wie die Skulpturen ziehen sich auch die antik anmutenden Gebäude durch die komplette Innenstadt, und laden zu einem Architektur-Spaziergang ein. Nach den großen Zerstörungen von 1963 wurde die Innenstadt Skopjes im osteuropäischen Schnellbauverfahren in Waschbeton wieder errichtet. Das war funktional, sah aber nicht besonders schön aus. Die Gebäude im sozialistischen Einheitsgrau stehen immer noch. Allerdings sind ihre Fassaden nun verkleidet und symbolisieren Prunk und Protz. Bestes Beispiel hierfür ist der Regierungssitz Nordmazedoniens.
Früher reiner Zweckbau, glauben Besucher heute sich vor dem Weißen Haus in Washington zu befinden. Wer mehr über diese teils schon absurd anmutende Wandlung Skopjes, vom Katastrophenschauplatz zum modernen Disneyland, erfahren möchte, kann eine geführte Walking-Tour buchen. Gut ausgebildete Fremdenführer erklären in allerlei Fremdsprachen die Hintergründe des Wandels und geben nebenbei auch Informationen zum politischen System und zur gesellschaftlichen Lage des Landes.
Sozialistischer Brutalismus
Ein weiteres Highlight ist das ehemalige Hauptpostamt Skopjes, das in den 1970er Jahren im Stil des sozialistischen Brutalismus errichtet wurde. Es sieht aus wie eine Lotusblüte aus Beton. Vor einigen Jahren hat es in der Haupthalle des Postamtes gebrannt. Seither werden nur noch die Büros sowie ein Nebentrakt als Postfiliale genutzt. Die Haupthalle bleibt gesperrt, ist jedoch im unveränderten Zustand für alle zu “besichtigen”, die es wagen durch die gläserne Eingangstür zu spitzen.
Der Bit-Pazar
Von dort aus geht es über die Steinerne Brücke, die seit dem 15. Jahrhundert die beiden Flussseiten des Vardar miteinander verbindet, zum Alten Bazar, dem Bit-Pazar. Hier sprechen viele der Händler nicht, wie die Mehrheit des Landes, Mazedonisch, sondern Albanisch. Die albanische Minderheit, die knapp ein Viertel des Bevölkerung des Landes ausmacht, ist hier ganz in ihrer muslimischen Tradition. Spaziergänger fühlen sich an berühmte osmanische Bazarstraßen erinnert. Kleine Läden vertreiben viel Goldschmuck und muslimische Trachten.
Tee, türkischer Kaffee und Süßigkeiten sind an jeder Ecke zu haben. Ein ehemaliger Hammam wird inzwischen als Museum genutzt. Die fünf Moscheen des Areals, wie die Mustafa Pascha Moschee, sind zugänglich und können zum Teil besichtigt werden. Im Garten der Mustafa Pascha Moschee finden zudem dann und wann Foto- oder Kunstausstellungen statt.
Die Festung Kale
In unmittelbarer Nähe des Bazars thront die Festung Kale hoch über der Altstadt. Oder besser gesagt das, was von ihr übrig ist. Heute stehen nur noch die Außenmauern der früher stattlichen Festungsanlage. Die jedoch sind mit Steinen aus dem 6. Jahrhundert bestückt. Auf dem Festungsareal finden seit Jahren archäologische Ausgrabungen statt. Die Festungsmauer ist auf einem Rundweg zu begehen und bietet einen herrlichen Ausblick über Alt- und Neustadt.
Mutter Teresa – die berühmteste Tochter der Stadt Skopje
Weltbekannt war Mutter Teresa, die 1910 in Skopje als Mitglied der albanischen Minderheit geboren wurde. Anjezë Gonxhe Bojaxhiu, wie ihr bürgerlicher Name lautet, wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Ihr zu Ehren wurde 2008 das Mutter Teresa Gedenkhaus, nebst römisch-katholischer Kirche, errichtet. Im Inneren des Gedenkhauses sind originale Einrichtungsgegenstände aus Mutter Teresas Elternhaus zu besichtigen. Auch einige Handschriften und Dokumente aus ihrem Leben, sowie zahlreiche Fotos bringen Besuchern das Wirken der berühmten Heiligen nahe.
Ausflug zum Hausberg Vodno
Nicht verpassen sollte man einen Ausflug auf Skopjes Hausberg Vodno. Von der Innenstadt aus kann der Berg innerhalb von etwa drei Stunden erwandert werden. Der Weg führt durch recht steile Wälder, die immer wieder Ausblickmöglichkeiten auf halber Strecke bieten. Wer nicht so gut zu Fuß ist nimmt den roten Doppeldeckerbus bis zur Mitte des Vodno. Von da führt eine Seilbahn zum Gipfel. Dort angekommen blickt man weit hinab auf die Stadt, und erkennt erst hier wie lang gestreckt sie sich komplett links und rechts an den Fluss Vardar anschmiegt. Vom Gipfelkreuz des Vodno aus können zahlreiche Wanderwege zu den umliegenden Bergen und Canyons gewählt werden. Aber Vorsicht: in Nordmazedonien gibt es noch Bären.