Sonntag, November 29, 2020
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St. Vincent – ein karibisches Urlaubsparadies

Eine beliebte Destination für Kreuzfahrten durch die Karibik, und trotzdem etwas abseits der überlaufenen Touristenpfade – die Insel St. Vincent, Hauptinsel des Inselreichs St. Vincent und die Grenadinen, lockt mit ihrem Kontrast aus idyllischen Stränden und menschenleeren Buchten sowie wildem Urwald, bergiger Wildnis und Vulkanlandschaften. St. Vincent mit seiner Hauptstadt Kingstown, einer Fläche von 346 Quadratkilometern und etwa 25.000 Einwohnern ist Teil des Commonwealth of Nations und sein Name geht auf das Jahr 1498 zurück, als Christopher Kolumbus am Sankt-Vinzenz-Tag dort an Land ging. Die atemberaubende karibische Landschaft zieht nicht nur Urlauber und Naturliebhaber, sondern auch Filmteams an, sodass mehrere Orte der Insel zu Kulissen der berühmten „Fluch der Karibik“-Filme wurden.

St. Vincent – ein Naturparadies

Bequia, St. Vincent und die <a class=
Grenadinen“ width=“380″ height=“253″ /> St. Vincent und die Grenadinen punkten natürlich auch mit traumhaften Ständen – hier Bequia, Bild: NAPA / shutterstock

Die farbenreiche Flora und Fauna der Insel, die tropischen Wälder und Blumenfelder, verlassene Riffs, Felsen und Lagunen und der noch aktive 1.234 Meter hohe Vulkan La Soufrière im Norden machen die üppig-grüne Vulkaninsel mit ihren steilen Bergen, die sich mit tiefen Tälern abwechseln, zum Naturparadies schlechthin. Während zerklüftete Klippen und felsige Strände die Ostküste schmücken, schlängeln sich schwarze und goldfarbene Sandstrände an der Westküste.

Die Temperatur liegt das ganze Jahr über gleichmäßig bei circa 30° C (mit Tiefsttemperaturen zwischen 22 und 25 ° C), und die Passatwinde machen die Insel etwas kühler als die übrigen Karibikinseln. Die Regenzeit dauert von Juni bis September, mit rund 23 Regentagen im Juli und teils sogar Orkanen. Die Hochsaison für Reisen auf St. Vincent liegt zwischen Dezember und April, mit hohen Temperaturen und Sonnenschein, auch wenn bei Touren ins Landesinnere und auf den Vulkan stets mit Regengüssen gerechnet werden muss. Die Monate Mai, Juni und November bieten jedoch fast genauso warmes und sonniges Wetter bei oft günstigeren Preisen. Zwischen Juli und Oktober findet man kaum Touristen auf der Insel, da die Luftfeuchtigkeit, die Niederschlagsmenge und auch das Orkanrisiko höher sind. St. Vincent wird den kleinen Antillen zugeordnet.

St. Vincent – ein Paradies für Wassersportler

Die karibische See um St. Vincent wird von Wassersportlern begeistert zum Schwimmen, Tauchen, Schnorcheln, Segeln und auch Hochseeangeln genutzt. Um die Insel herum liegen 35 ausgewiesene Tauchgebiete und nicht umsonst wird St. Vincent oft als „Critter Capital of the Carribean“ genannt: die atemberaubende Flora und Fauna der Unterwasserwelt mit Korallenriffen, Muscheln und Schalentieren, Anemonen, Froschfischen, Seepferden und Vielem mehr machen Langeweile beim Tauchen schier unmöglich. Und sollte diese doch einmal aufkommen, wurden extra für Taucher zwei Schiffe auf Grund gesetzt, sodass Anfänger sich im Wracktauchen üben können. Das Bat Cave im Buccament Bay bietet eine besondere Attraktion: hier kann man Fledermäuse in ihrer natürlichen Umgebung bei professionell geführten Tauchgängen in Fledermaushöhlen beobachten.

Stadtbummel durch die Hauptstadt Kingstown

Kingstown, St. Vincent
Unterwegs in Kingstown, Bild: Chris Allan / shutterstock

Eine weitere schöne Unternehmung auf St. Vincent ist ein Stadtbummel durch den lebendigen Hafen und über das Kopfsteinpflaster der Hauptstadt Kingstown. Am Schönsten ist es hier, wenn gerade kein großes Kreuzfahrtschiff am Hafen angelegt hat, und die Straßen leerer sind. Die Markstadt Kingstown beherbergt zahlreiche Geschäfte und Märkte, in denen man verschiedenste Gewürze und Früchte erwerben kann. Lohnend ist ohne Zweifel ein Spaziergang durch den Fischmarkt, das Marktgebäude und die geschäftige Long Lane Upper sowie vorbei an historischen Gebäuden wie dem Court House und der St.-Mary-Kathedrale. Auch die Bucht am Fuße des 736 Meter hohen St. Andrew und des angrenzenden Dorsetshire Hill ist sehenswert und von Fort Charlotte, dem auf einem 180 Meter hohen Berghang gelegenen Frauengefängnis der Insel, hat man einen wunderschönen Ausblick auf Kingstown, St. Vincent und die grenadischen Inseln.

Die Juwelen der Westküste St. Vincents

Vor allem Naturliebhaber kommen auf St. Vincent auf ihre Kosten. An der Westküste findet man den ältesten Botanischen Garten des amerikanischen Kontinents, der 1765 angelegt wurde und neben außergewöhnlichen tropischen Pflanzen auch den seltenen und vom Aussterben bedrohten Nationalpapagei, die Königsamazone, beherbergt. Außerdem kann man im Layou Petroglyph Park Felzeichnungen der karibischen Indianer mit bis heute unbekannter Bedeutung bestaunen und sich in einem natürlichen Pool erfrischen. Der Vermont Nature Trail, ein drei Kilometer langer, über Brücken hinweg- und an Aussichtspunkten vorbeiführender Pfad durch den Regenwald, wird Hiker und Vogelbeobachter gleichermaßen in seinen Bann ziehen.

Wallilabou Bay, St Vincent
Wallilabou Bay, Bild: chromoprisme / shutterstock

Ein „Must-See“ ist zudem Wallilabou Bay, eine Bucht, die als Drehort für den Film „Fluch der Karibik“ genutzt wurde, und an der noch viele der originalen Filmkulissen zu sehen sind. Weiter nördlich bieten die im Regenwald gelegenen Wasserfälle Dark View Falls und Trinity Falls eine angenehme Erfrischung. Ganz im Norden von St. Vincent gelangt man zu den Soufrière Mountains, ein bis auf 4048 Meter emporragendes Gebirge, in dem der La Soufrière Volcano Trail, ein Wanderweg um und in den Krater des Vulkans, zu finden ist. Schließlich liegen entlang der Westküste einige malerische Fischerdörfer mit entzückenden, farbenfrohen Häuschen und schwarzen Sandstränden.

Sehenswert an der Ostküste St. Vincents

Auch an der Ostküste gibt es Vieles zu sehen, beginnend im fruchtbaren Marriaqua Tal mit den Montreal Gardens, einer Anthurien-Farm, die am Fluss Teviot River liegt. Hier findet man allerlei tropische Pflanzen, es werden Bananen, Muskatnüsse, Kakao, Brotfrüchte und Kokosnüsse angebaut und zahlreiche Bäche und Flüsse schlängeln sich hinein in die felsige Schlucht Yambou. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Black Point Tunnel, der 1815 von englischen Kolonialherren mithilfe von Sklavenarbeit erbaut wurde, zum Transport des Zuckerrohrs diente und ein weiterer Drehort der „Fluch der Karibik“ Filme wurde. Zuletzt darf man sich Owia Salt Pond nicht entgehen lassen: ein wunderschönes Meerwasser-Badebecken nahe der Ortschaft Owia, das von vulkanischen Felsformationen umgeben ist. Owia selbst sowie das nahegelegene Fancy sind zwei sehenswerte kleine Städtchen im Norden der Insel, die auf indianische Gründung zurückgehen.

Entdeckungsreisen ins grenadische Inselreich

Auch wenn die Insel selbst bereits eine Menge an Ausflugszielen und Unternehmungen bereithält, bietet es sich beim Urlaub auf St. Vincent an, weitere Inseln der Grenadinen zu erkunden. Die Insel Bequia beispielsweise, die mit der Fähre innerhalb von circa einer Stunde zu erreichen ist, lockt mit ihrem entspannten Flair, den offenen Inselbewohnern im karibischen Hafendorf Port Elizabeth, dem schneeweißen Sandstrand Princess Margaret Beach und den schönen Ausblicken vom Rainbow Castle oder dem Ortsteil Friendship aus. Ebenso die per Flugzeug erreichbare Insel Canouan ist einen Tagesausflug wert, besonders wenn man bei einer privaten Inseltour die Ausblicke aufs Karibische Meer, die unberührten Strände und die mit Palmen bewachsenen, paradiesischen Buchten bewundern möchte.

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