Laos – Ein Stück ursprüngliches Südostasien

Laos, Nam Song River

Laos – Das schmale, lang gezogene Land ist praktisch „eingeklemmt“ zwischen Thailand und Vietnam. Hier ist der Tourismus (noch) nicht so ausgeprägt wie in den meisten Nachbarländern. Ein Grund hierfür könnte sein, dass Laos über keinen Zugang zum Meer verfügt und somit für viele Reisende ein Strandurlaub nicht umsetzbar ist. Wer sich aufgrund dessen entscheidet, nicht hierher zu reisen verpasst jedoch einiges!

Die Ursprünglichkeit des Landes macht Laos aus. Ein Besuch ist daher z. B. für jene attraktiv, die weniger Wert auf Luxushotels oder andere touristische Annehmlichkeiten legen, sondern authentische asiatische Ruhe, Höflichkeit und Gastfreundschaft suchen. Zahlreiche (nicht überlaufene) Sehenswürdigkeiten und interessante Regionen sind vorhanden und warten nur darauf erkundet zu werden.

Anreise nach Laos

Luang Prabang Laos
Luang Prabang, Bild: Tortoon / shutterstock

Von mehreren umliegenden asiatisch Ländern aus lässt sich Laos per Flugzeug leicht erreichen. Es gibt insgesamt vier internationale Flughäfen in den größeren Städten. Der meistfrequentierte ist jedoch der Flughafen der Hauptstadt Vientiane. Eine weitere Möglichkeit ist die Einreise über Land aus einem der Nachbarländer Thailand, Vietnam, Kambodscha, Myanmar oder auch China ganz im Norden. Besonders einfach und häufig genutzt ist hierbei die Einreise aus Thailand in Form von Bustransfers. Diese sind an vielen Reiseschaltern im Voraus buchbar, günstig und funktionieren in der Regel problemlos.

Landschaft und Klima des südostasiatischen Landes

Vang Vieng
Vang Vieng, Bild: Guitar photographer / shutterstock

Die Topografie von Laos lässt sich leicht beschreiben. Von Norden bis in den Süden ist das Land fast ununterbrochen von mal höheren mal flacheren Gebirgsregionen durchzogen. Einzig an der südlichen und südwestlichen Grenze zu Thailand befindet sich ein Flach- bzw. Tiefland, das auch die Hauptstadt Vientiane beherbergt.

Wer umliegende Länder wie Thailand oder Vietnam bereits bereist hat, kennt sich mit dem südostasiatischen Klima aus und wird keine Überraschungen erleben. Das Klima in Laos weicht nicht vom Rest der Region ab. Die Monate von November bis ungefähr Ende März sind auch hier die beste Reisezeit. In diesem Zeitraum ist die Regenzeit vorbei und die heißen Sommermonate sind noch nicht erreicht. Es herrscht also ein relativ angenehmes Klima bei wenig Regen und nicht zu warmen Temperaturen zwischen ungefähr 27 und 30 Grad Celsius. In den hohen Bergregionen kann es mitunter relativ kühl werden, was man bei der Wahl der Kleidung entsprechend berücksichtigen sollte.

Laos` Kultur – Buddhismus und vor allem viel Ruhe und Gelassenheit

Pha That Luang
Pha That Luang, Bild: SmileKorn / shutterstock

Laos ist geprägt vom Buddhismus und vor allem Mönche genießen höchste Anerkennung. Dies können Besucher beispielsweise bei einer der täglichen Almosenzeremonien erfahren, bei denen die Einheimischen am Straßenrand hinknien und den vorbeigehenden Mönchen Speisen und Getränke anbieten. Genau wie in den Nachbarländern wird hier ein respektvoller Umgang mit Mensch und Natur großgeschrieben. Eines sticht bei einem Aufenthalt in Laos jedoch immer heraus: die Ruhe. Stress scheint in der Lebensweise der Einheimischen schlicht nicht vorhanden zu sein.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

Patuxai, Vientiane
Patuxai, Triumphbogen Vientiane, Bild: Mazur Travel / shutterstock

Laos bietet eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten in den jeweils unterschiedlichen Regionen. Man sollte sich genug Zeit nehmen um von A nach B zu kommen denn das Straßennetz ist teilweise schlecht ausgebaut bzw. in einem schlechten Zustand, was zu längeren Reisezeiten führen kann.

Ein Besuch in Vientiane der Hauptstadt und gleichzeitig größten Stadt des Landes ist sozusagen Pflicht. Mit einer Einwohnerzahl von ca. 350.000 und über 800.000 (im Ballungsraum) befindet sie sich direkt an der Grenze zu Thailand. Die historische Stadt ist sowohl in politischer als auch kultureller Hinsicht das Zentrum von Laos. Trotz Großstadt geht es auch hier sehr entspannt zu. Auf die Stadt verteilt finden sich viele Gebäude aus der längst vergangenen französischen Kolonialzeit. Es lohnt sich, die Stadt mit dem Fahrrad zu erkunden und hierbei beispielsweise an der Pha Tha Luang Stupa (dem Nationalsymbol des Landes) oder dem Tempel Wat Si Saket halt zu machen. Letzterer erstaunt durch seine große Anzahl an Buddhastatuen. Bevor es abends auf einen der Märkte oder zum Essen an einer Garküche geht, sollte man dem Patuxai Park einen Besuch abstatten und hierbei das Patuxai Victory Monument bewundern.

Kuang Si Wasserfall
Kuang Si Wasserfall, Bild: Preto Perola / shutterstock

Die Stadt Luang Prabang im Norden ist einer der wichtigsten Knotenpunkte der bergigen Region. Die Stadt an sich ist sehr sehenswert. Insbesondere die Altstadt, die seit 1995 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Einen unvergesslichen Ausblick erhält man nach dem Besteigen des im Zentrum der Stadt befindlichen Mount Phou Si. Aus 150 Meter Höhe bietet sich ein herrlicher Blick über die Stadt, der besonders während des Sonnenuntergangs genial ist. Die Gegend um Luang Prabang ist für seine außergewöhnlich schöne Natur bekannt. Hier befinden sich gleich mehrere Wasserfälle, die alle problemlos als Postkartenmotiv dienen können. Zu den bekanntesten zählen der mit 50 Metern größte Wasserfall Kuang Si und der wunderschöne Tad Sae Wasserfall.

Wat Xieng Khuan Buddha Park
Wat Xieng Khuan Buddha Park, Bild: Perfect Lazybones / shutterstock

Ganz im Süden nahe der Grenze zu Kambodscha befindet sich Pakse, die drittgrößte Stadt des Landes. Auch wenn sich ein Besuch dieser Stadt lohnt, ist das wahre Highlight dieser Region der Mekong mit seinen Inseln. Während einer Bootsfahrt auf dem gewaltigen Fluss entdeckt man nicht nur Tausende kleine (teils bewohnte) Inseln, sondern kann auch einmalige Natur genießen und sogar das UNESCO Weltkulturerbe Wat Phu (Bergtempel) sehen. Mit etwas Glück sieht man hier und da sogar ein paar planschende Delfine. Wirklich ganz im Süden, kurz vor der Grenze zu Kambodscha, befinden sich die zwei bekanntesten und beliebtesten Inseln für Reisende. Auf Don Det und Don Khon (die mit einer Brücke verbunden sind) kann man die laotische Gelassenheit gepaart mit einmaligem Inselcharme voll auskosten, die Seele baumeln lassen und sich zum Beispiel auf eine Weiterreise nach Kambodscha vorbereiten.

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