Famagusta – Bezaubernde Hafenstadt im Norden Zyperns

Famagusta, Nordzypern
Blick auf die Altstadt von Famagusta, Bild: kirill_makarov / shutterstock

Famagusta ist eine Hafenstadt an der Ostküste der Insel Zypern. Sie befindet sich in der Türkischen Republik Nordzypern und bildet den Hauptort des Distriktes Gazimagusa. In der Antike war Famagusta auch als Arsinoe bekannt.

Noch in der Gegenwart beeindruckt die Hafenstadt mit mittelalterlicher Baukunst. So birgt sie eine Stadtmauer des alten Venedig aus dem 15. bis 16. Jahrhundert, die noch besonders gut erhalten ist. Sie erreicht eine Länge von drei Kilometern. Darüber hinaus ist Famagusta reich an seinem kulturhistorischen Erbe.

Bis 1974 war Famagusta eine Touristenhochburg der Mittelmeerinsel. Dann kam jedoch der Bürgerkrieg, sodass das frühere Touristenviertel Varosha heute militärisches Sperrgebiet ist, das nicht betreten werden darf.

Dennoch ist ein Besuch der Stadt auch in der Gegenwart überaus empfehlenswert, da es zahlreiche interessante Sehenswürdigkeiten gibt.

Beste Reisezeit nach Famagusta

Lala Mustafa Pasa Moschee, Famagusta
Die Lala Mustafa Pasa Moschee, Bild: trabantos / shutterstock

Als beste Zeit für einen Besuch von Famagusta gelten die Monate März bis November. Am wärmsten wird es von Juni bis September. In diesem Zeitraum herrschen auch Trockenperioden. Am kühlsten fallen die Temperaturen im Januar und Februar aus. Im Dezember und Januar regnet es am häufigsten. Im August steigt die höchste Durchschnittstemperatur auf 32 Grad Celsius an, im Januar erreicht die niedrigste Temperatur 16 Grad Celsius.

Wie lässt sich Famagusta erreichen?

Per Flugzeug kann Famagusta über den ungefähr 50 Kilometer entfernten Flughafen in Ercan erreicht werden. Direkte Anflüge sind aber nur aus der Türkei möglich. Per Bus geht es von Ercan weiter nach Famagusta. Es kann aber ebenso ein Taxi in die Hafenstadt genommen werden. Die Fahrt dauert etwa 30 bis 45 Minuten.

Alternativ lässt sich auch der Flughafen Larnaca, der sich in Südzypern befindet, ansteuern. Wegen der Inselteilung gibt es aber keine Direktverbindungen nach Famagusta.

In Famagusta selbst ist es kein Problem, die Altstadt zu Fuß zu durchqueren.

Strandurlaub in Famagusta

Famagusta eignet sich gut für einen Urlaub am Strand. Es gibt zwischen den archäologischen Stätten von Salamis und Gazimagusa verschiedene Strände von unterschiedlichem Umfang. Die meisten bieten Liegen, Sonnenschirme, Duschen, Strandbars oder Tavernen an.

Als schönster Strand von Famagusta gilt der Silver Beach in der Nähe von Salamis. Er eignet sich ausgezeichnet für eine Kombination aus Erholung und Kultur. Außerdem verfügt der Silver Beach über eine Lagune samt Riff, die zum Schnorcheln einlädt. Die flachen, ruhigen Wasserverhältnisse eignen sich wunderbar zu einer Erkundung der Unterwasserwelt.

In Strandnähe ist zudem eine kleine Cafeteria vorhanden, in der sich die Gäste mit Getränken und Snacks versorgen können.

Ebenfalls zu empfehlen ist der Glapsides Public Beach. Auch er befindet sich bei Salamis und bietet einen flachen Sandstrand. Junge Menschen kommen im Beachrestaurant samt Bar und DJ auf ihre Kosten. In den Sommermonaten werden häufig Strandpartys veranstaltet. Besonders prachtvoll am Glapside Public Beach präsentiert sich der Sonnenuntergang. Der Strand zählt zu den beliebtesten auf Zypern und punktet mit einem umfangreichen Wassersportangebot. Ferner lässt sich Camping betreiben.

Als Geheimtipp gilt noch der Bafra Public Beach, der auf der anderen Seite des Kaps liegt und über ein kleines Restaurant verfügt.

Die Sehenswürdigkeiten von Famagusta

Zu den sehenswerten Attraktionen der Hafenstadt gehört die Altstadt mit ihrer Festungsmauer aus dem 16. Jahrhundert. Den Mittelpunkt der Altstadt bildet die Lala-Mustafa-Pascha-Moschee. Sie war einst die christliche St.-Nikolaus-Kathedrale und wurde nach der Eroberung der Stadt durch die Osmanen 1571 zur islamischen Moschee umgestaltet. Ihren Namen erhielt sie von dem osmanischen General Lala Kara Mustafa Pascha.

Das Ravelin

Als Ravelin wird ein Wehrbau in der Form eines Halbmondes bezeichnet, der sich im Südwestabschnitt der Stadtmauer befindet. Der Bau ragt weit hinein in den Wallgraben. Daneben untergebracht ist das Landtor, das in früheren Zeiten einen der beiden Stadtzugänge bildete. Über eine Rampe lässt sich die Stadtmauer erreichen, die einen grandiosen Ausblick auf die Umgebung ermöglicht.

Der Othello-Turm

Othello Turm, Famagusta
Der Othello-Turm in Famagusta, Bild: koralex / shutterstock

Zur Festungsanlage von Famagusta zählt der Othello-Turm. Sein Haupteingang stammt aus dem 14. Jahrhundert. Darüber befand sich ein St. Markus-Löwe aus Marmor, der das Wappen der Venezianer bildete.

Die Bezeichnung Othello-Turm geht auf die britische Kolonialzeit Zyperns zurück. Die Briten würdigten damit William Shakespeares Werk „Othello“, das auf Zypern spielte.

Das Seetor

Das Seetor, auch Porta del Mare genannt, bildete den zweiten Stadtzugang. Dabei erfolgte der Zutritt durch den Hafen.

Weitere attraktive Sehenswürdigkeiten Famagustas sind die Martinengo Bastion, das Cafer-Pascha-Bad, die Franziskanerkirche sowie das Museum mit Kerker. Auch Freunde des Einkaufens sind in Famagusta an der richtigen Adresse.

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