Ein Inselparadies im nördlichen Griechenland – die Ionischen Inseln

Paxos, Ionischen Inseln
Auch Paxos zählt zu den Ionischen Inseln, Bild: leoks / shutterstock

Die Ionischen Inseln (auf Griechisch: Eptánisa) liegen im Nordwesten von Griechenland und zählen zu den schönsten und abwechslungsreichsten Urlaubsgebieten am Mittelmeer. Die Gruppe im Ionischen Meer besteht aus den größeren, bekannten Inseln wie Korfu, Lefkada, Kefalonia, Zakynthos und Ithaka sowie mehreren kleinen Eilanden.

Allgemeine Informationen zu den Ionischen Inseln

Zakynthos, Navagio Bucht, Ionische Inseln
Die berühmte Navagio-Bucht auf Zakynthos, Bild: StockBrunet / shutterstock

Die Ionischen Inseln sind die einzige Region Griechenlands, die nie zum Osmanischen Reich gehörte, sondern zunächst zur Republik Venedig und anschließend zu Großbritannien. Erst im Jahr 1864 wurden die Eptánisa mit Griechenland vereint. Diese wechselvolle Geschichte hinterließ Spuren, die heute in Form von archäologischen Ausgrabungsstätten, mittelalterlichen Burgen und eindrucksvollen Kirchen und Klöstern einen großen Reiz auf kulturinteressierte Touristen ausüben.

Dazu kommen fantastische, teilweise weltberühmte Strände wie zum Beispiel der Schiffswrack Beach auf Zakynthos und eine außergewöhnlich grüne Landschaft, die inzwischen in der Nebensaison auch Naturfreunde zum Wandern und Radfahren anzieht. Da die Ionischen Inseln wesentlich nördlicher liegen als die Urlaubsgebiete in der Ägäis und es hier im Frühjahr, Herbst und Winter wesentlich häufiger regnet als im Süden, punkten sie mit viel Grün. Die Bäume an den Hängen der bewaldeten Berge wachsen oftmals bis hinunter ans Ufer.

Die Hauptstadt der gesamten Inselgruppe heißt Korfu-Stadt (griechisch Kerkyra) und auf Korfu leben auch die meisten Einwohner. Zusammen mit Kreta und Rhodos gehört sie seit vielen Jahrzehnten zu den absoluten Touristenmagneten Griechenlands und besitzt schon seit den 1930er Jahren einen Flughafen. Auch Kefalonia und Zakynthos werden während der Sommersaison von Deutschland aus direkt angeflogen und die Insel Lefkada, die über eine Brücke mit dem Festland verbunden ist, kann über den Airport Preveza bequem erreicht werden. Wer auf die kleineren Inseln reisen möchte, nimmt am besten eine der regelmäßig verkehrenden Fähren. Die Ionischen Inseln sind sowohl für Badeurlauber als auch für kulturinteressierte Besucher interessant. Aktive Gäste haben die Möglichkeit, hier eine Vielzahl von spannenden Sehenswürdigkeiten und Strände für jeden Geschmack zu entdecken.

Die wichtigsten Attraktionen stellen wir nachfolgend vor:

Korfu

Korfu, Ionischen Inseln
Korfu, Bild: Oleg Voronische / shutterstock

Korfu unterscheidet sich nicht nur landschaftlich, sondern auch architektonisch stark von den Inseln in der griechischen Ägäis. Der Grund hierfür liegt in der jahrhundertelangen Herrschaft der Venezianer und der Baustil, besonders in der Hauptstadt, erinnert eher an Italien. Beste Beispiele sind die Arkaden von Liston, die heute Geschäfte, Cafés und Restaurants beherbergen und der größte Platz auf dem gesamten Balkan, der Spianada (Esplanade) Platz. Auch die alte und die neue venezianische Festung dürfen auf den Besichtigungsprogrammen der meisten Touristen nicht fehlen. Eines der schönsten Gebäude Korfus ist aus den Sissi Filmen der 1950er Jahre den allermeisten Deutschen bekannt, denn den Achilleion Palast ließ tatsächlich Kaiserin Elisabeth von Österreich erbauen. In Kombination mit seinem üppig blühenden Garten ist er heute eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Insel.

Korfu besitzt sowohl romantische kleine Buchten als auch felsige Küstenabschnitte und viele lange feinsandige Strände. Ob ruhig oder lebhaft – jeder wird irgendwo seinen persönlichen Lieblingsplatz am Meer finden. An manchen Orten gibt es ein umfangreiches Wassersportangebot und verschiedene gastronomische Einrichtungen, während andere Uferzonen ursprünglich und naturbelassen sind.

Zakynthos

Schiffswrack, Zakynthos, Ionischen Inseln
Das Schiffswrack von Zakynthos aus der Nähe, Bild: Philip Birtwistle / shutterstock

Es gibt wohl kaum jemanden, der noch nie ein Foto vom berühmtesten Strand dieser ionischen Insel gesehen hat. Die Rede ist vom Schiffswrack Beach, der natürlich DAS Fotomotiv von Zakynthos darstellt. Interessanterweise handelt es sich nicht um ein Piratenschiff aus uralten Zeiten, sondern um einen Frachter, der erst im Jahr 1980 hier strandete und touristenwirksam nicht entfernt wurde. Das Meer vor der Insel ist heute ein maritimer Park, der den bedrohten Karetta Schildkröten, die hier ihre Eier ablegen, einen geschützten Raum bieten soll. Das Wahrzeichen der Insel, die aus dem frühen 18. Jahrhundert stammende Agios Dionysos Kirche, befindet sich in der Hauptstadt, direkt am Hafenpier. Ein weiteres Highlight von Zakynthos sind die Blauen Grotten von Skinari, die man während eines Aufenthaltes auf dieser ionischen Insel unbedingt mit einem der kleinen Boote entdecken sollte.

Kefalonia

Der Strand Myrtos auf Kefalonia, Ionische Inseln
Der Strand Myrtos auf Kefalonia, Bild: Roman Safonov / shutterstock

Auf Kefalonia liegen einige der schönsten Strände der Ionischen Inseln und auch sonst gibt es hier extrem viel Abwechslung. Das Schwimmen im kristallklaren Wasser am Myrtos oder am Petani Beach ist ebenso zu empfehlen wie ein Bummel durch das malerische Dorf Assos mit der venezianischen Festung. Im Hauptort Argostoli befinden sich die meisten Sehenswürdigkeiten an der Flaniermeile Lithostroto und können so bequem zu Fuß erobert werden. Unweit der Stadt liegt die Tropfsteinhöhle Drogarati, die zusammen mit dem unterirdischen Höhlensystem Melissani bei Sami zu den Highlights der Insel zählt. Das Erkunden der Höhlen zu Fuß beziehungsweise mit kleinen Ruderbötchen ist garantiert ein tolles Ferienerlebnis für Groß und Klein.

Lefkada

Agiofili Strand, Lefkada, Ionische Inseln
Agiofili Strand am Ionischen Meer, Lefkada Insel, Bild: Balate Dorin / shutterstock

Lekfada liegt nur wenige Meter vom griechischen Festland entfernt und ist eines der besten Surfreviere in ganz Europa. Am Vasiliki und am Mylos Strand tummeln sich unzählige Wind- und Kitesurfer und gehen ihrer Passion unter idealen Bedingungen nach. Auf der Insel gibt es aber auch Attraktionen für weniger wassersportbegeisterte Urlauber. Das Schloss von Santa Maura beispielsweise, welches sich in unmittelbarer Nähe der Inselbrücke befindet, stammt bereits aus dem 14. Jahrhundert und zählt zu den eindrucksvollsten mittelalterlichen Bauten Griechenlands. Auch das von dichtem Kiefernwald umgebene Kloster Faneromeni lohnt aufgrund der traumhaften Lage und der einzigartigen Atmosphäre unbedingt einen Ausflug.

Die Ionischen Inseln sind eine Urlaubsdestination, die sich sowohl für klassische Strandtouristen als auch für Sportler (Wassersport, Wandern, Radfahren) und geschichtlich interessierte Touristen eignet. Besonders Segler finden hier ein ideales Revier vor, denn außer den oben vorgestellten bekannten Inseln warten auch die kleineren Eilande darauf, vom Wasser aus entdeckt zu werden. Paxi, Kalamos und Kastos sind einige der Mini-Paradiese in dieser traumhaften Inselwelt.

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