Sonntag, Mai 31, 2020
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Die Dolomiten: das schönste Naturbauwerk der Welt!

Seit dem Jahr 2009 gehören die Dolomiten in Teilen zum UNESCO-Weltnaturerbe. Die vor mehr als 200 Millionen Jahren entstandenen spektakulären Felsformationen aus sanften Bergwiesen, Almen und dazwischen steil emporsteigenden Felsen aus Dolomit und Kalkstein, sind für Bergsteiger, Wanderer und Wintersportler gleichermaßen ein wahres Urlaubsparadies.

Diese einzigartige bizarre Gebirgslandschaft erstreckt sich über vier italienische Provinzen von Südtirol über Trentino (Trient), Belluno, Udine bis nach Pordenone in der Region Friaul-Julisch Venetien im Nordosten Italiens. Höchster Berg der Dolomiten ist mit 3.342 m ü.d.M. der Marmolata in der gleichnamigen Gebirgsgruppe. Hier befindet sich auch der einzige noch existierende größere Gletscher, der Marmolatagletscher.

Zweithöchster Berg der Dolomiten ist mit 3.264 m ü.d.M. der Antelao in den Ampezzaner Dolomiten. Das markanteste und gleichwohl bekanntestes Gebirgsmassiv sind ohne Zweifel die drei Zinnen in den Sextner Dolomiten. In der Region reihen sich noch weitere prächtige Bergmassive aneinander, wie zum Beispiel der 2.563 m hohe Schlern, das Wahrzeichen Südtirols, die Sellagruppe, der Rosengarten und die Geislergruppe benannt nach den Geislerspitzen sowie der Langkofel im Langkofelmassiv.

Eine kleine Geschichte der Dolomiten!

Anfang des 18. Jahrhunderts hießen die Berge der Dolomiten bezeichnenderweise noch „bleiche Berge“. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts erhielten sie ihren jetzigen Namen zu Ehren des französischen Geologen Déodat de Dolomieu (1750–1801). Dieser hatte erstmalig die chemische Zusammensetzung von Dolomit analysiert, der in den Dolomiten vorherrschenden Gesteinsart. Durch die Dolomiten verlief bereits im Mittelalter die Grenze zwischen Deutschland bzw. Österreich und Italien. Im Ersten Weltkrieg war die Grenze gleichzeitig auch Kriegsfront. Noch heute kann man hier viele Spuren des Krieges finden wie z. B. die Kriegsstollen am kleinen Lagazuoi.

Empfehlenswerte Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten in den Dolomiten!

Es gibt zahlreiche Attraktionen, Naturwunder und magische Orte in den Dolomiten, welche die Urlauber unbedingt besuchen sollten. Die eindrucksvollsten darunter sind:

Die Marmolata

Marmolata, Dolomiten
Marmolata, Bild: Martin Erdniss / shutterstock

Mit der Seilbahn benötigt man nur wenige Minuten bis auf den Gipfel des höchsten Berges der Dolomiten. Von der Aussichtsplattform aus hat man einen einzigartigen Rundumblick über die Gebirgslandschaft und Umgebung. Etwas unterhalb des Gipfels auf 2.950 Meter liegt ein Gebirgskriegsmuseum, das für Geschichtsliebhaber sicher einen Abstecher wert ist. Das Museum ist von der Seilbahnstation Serauta aus erreichbar.

Das Höhlensteintal

Das etwa 15 Kilometer lange wildromantische Tal mit seiner unberührten Naturlandschaft und beeindruckenden Bergwelt wird Wanderer, Biker und Bergsteiger gleichermaßen nicht mehr loslassen. Die im Tal liegenden Bergseen Dürrensee und Toblacher See sind eine eigene Attraktion. Vom Ufer des türkisgrünen Dürrensees reicht der Blick bis zu den Bergen der Ampezzaner Dolomiten. Ganz in der Nähe befindet sich auch der “Drei Zinnen-Blick” mit Aussicht auf die Drei Zinnen. Auch der Toblacher See hat einiges zu bieten. Ein kleiner Bootsausflug auf dem Bergsee See sollten sich Romantiker keinesfalls entgehen lassen.

Cortina d’Ampezzo

Der inmitten berühmter Dolomiten-3000 er liegende beliebte Wintersportort hat nicht nur den Skifahrern etwas zu bieten. Die Fußgängerzone mit italienischem Flair, zahlreichen Läden, landestypischen Lokalen und Gasthöfen lädt zum Bummeln und Verweilen ein.

Das Messner Mountain Museum Corones

In dem auf dem 2.275 Meter hohen Kronplatz-Gipfel liegenden Museum kann man neben Kletterausrüstungen und persönlichen Gegenständen Messners auch zahlreiche Gemälde und Fotografien besichtigen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, in einem kleinen Vorführungsraum einige Filme mit Reinold Messner anzusehen. Doch auch das Bauwerk selbst ist einen Besuch wert. Ein Großteil des Museums befindet sich unterirdisch im Berg. Außen liegen nur der Eingangsbereich, zwei große Aussichtsfenster und ein weiteres Aussichtsfenster mit einem Aussichtsbalkon. Von diesem hat der Besucher einen gigantischen Blick auf die wunderbare Bergwelt, die nicht nur Reinhold Messner so liebt.

Die Drei Zinnen

Die drei Zinnen
Die Drei Zinnen, Bild: Daniele Novati / shutterstock

Das Wahrzeichen der Südtiroler Dolomiten und UNESCO Weltnaturerbe sind ein absolutes Muss für jeden Besucher der Dolomiten. Wer dieses einmalige Naturwunder auf einem gut ausgebauten Wanderweg einmal umrundet hat, wird noch Jahre später davon schwärmen und erzählen.

Innichen

Der im Hochpustertal gelegene romantische Ort hat eine bezaubernde Innenstadt mit Fußgängerzone und zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten. Einen Besuch wert sind insbesondere die Stiftskirche mit dreischiffiger Basilika, drei Apsiden und einer für die Romanik typischen Vierungskuppel. Direkt daneben liegt die Pfarrkirche zum Hl. Michael, die ebenfalls sehenswert ist. In dem in der Fußgängerzone befindlichen Museum DoloMythos erfahren interessierte Gäste Wissenswertes über die Dolomiten.

Zwei Vorschläge für Aktivurlauber

Das Grödner Tal

Hier kommen Aktivurlauber zu jeder Jahreszeit auf ihre Kosten. Im Winter Skifahren, im Sommer wandern und biken. Von den bekannten Orten St. Ulrich, St. Christina und Wolkenstein aus kann man die Welt der Dolomiten erkunden. Einmal zu Fuß, mit dem Fahrrad oder alternativ auch mit der Seilbahn hinauf auf die Seiser Alm oder die Seceda Alm wird sicher unvergessen bleiben.

Die Seiser Alm

Europas größte Hochalm punktet im Winter mit zahlreichen Skipisten, gut präparierten Langlauf-Loipen sowie Rodelbahnen und im Sommer mit gut ausgebauten Wanderwegen und Mountainbike-Touren. Genauso abwechslungsreich wie die sportlichen Angebote sind auch die zahlreichen Einkehrmöglichkeiten, um Hunger und Durst zu stillen. Die vielen rund um die Seiser Alm liegenden Almhütten bieten reichlich kulinarischen Genuss. Von einer rustikalen Jause bis zum Gourmetgericht verwöhnen die meist familiär geführten Betriebe ihre Gäste mit traditionellen Gerichten aus einheimischen und regionalen Produkten. Die Hütten sind leicht, entweder zu Fuß, mit der Bergbahn, der Kutsche oder per Mountainbike zu erreichen.


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