Bergen – die Königin der Fjorde

Altstadt Bergen, Norwegen
Blick auf die Altstadt von Bergen, Bild: Marius Dobilas / shutterstock

In Bergen erwartet Sie eine traumhafte Kulturstadt als Mittelpunkt einer vielfältigen Urlaubsregion. Die zweitgrößte Stadt Norwegens bezaubert durch ihre malerische Lage im großen Dreiklang von Wasser, Grün und Stein. Über ein Labyrinth von bewaldeten Hügeln, Fjordufern und Inseln verstreut, gefällt die alte Hansestadt auf Anhieb jedem Besucher. Wie ein Amphitheater zieht sich die Stadt an den Hängen der bewaldeten Höhen hinauf. Bergen ist, mehr als jede andere Stadt Skandinaviens, der Prototyp einer Metropole der Seefahrt und des Handels.

Bergen, das Tor zu den Fjorden – bunt, charmant und aufregend

Ulriksbanen Bergen
Mit der Ulriksbanen-Seilbahn auf der Bergspitze die Aussicht genießen, Bild: Samot / shutterstock

Nirgendwo sonst im Land, herrscht ein solcher kosmopolitischer, weltoffener Geist. Die wohl schönste Metropole Norwegens lockt mit einem außergewöhnlichen Flair und Sehenswürdigkeiten, die zu den bedeutendsten des Königreiches gehören. Sie besitzt den größten Hafen der westnorwegischen Küste mit bedeutenden Werftanlagen und ist Sitz eines Bischofs, einer Universität und einer Handelshochschule.

Ja, es stimmt: Sage und schreibe 27 verschiedene Regensarten sagt man der Stadt an der norwegischen Westküste nach. Rund 250 Tage im Jahr plätschern, nieseln und prasseln sie auf die Stadt hinab. Damit gehört Bergen zu den regenreichsten Städten der Welt. Ein bissiger Spruch besagt, früher hätten sogar die Pferde gescheut, wenn ihnen jemand ohne Regenschirm begegnet ist. Aber wenn die Sonne durch die Wolken bricht, sind in den Straßenrestaurants am Hafen im Nu sämtliche Stühle besetzt. Bei Sonnenschein entfaltet die alte Hansestadt ein geradezu mediterranes Flair.

Übrigens: Die Bewohner feiern das feuchte Klima ihrer Stadt mit einem Regenfest, mal feenhaft, mal mystisch und mal dramatisch.

Im Geschichtsbuch geblättert

Wie in Zeiten der Wikinger unterhält Bergen auch heute Handelsbeziehungen in alle Welt und seit Jahrhunderten ist die Stadt der kulturelle Mittelpunkt Westnorwegens. Seefahrt und Fischhandel bildeten zu allen Zeiten die Grundlage des Reichtums von Bergen.
Gegründet 1070 von Olaf Kyrre und heute mit fast 220.000 Einwohnern, ist Bergen die zweitgrößte Stadt Norwegens – noch im 17. Jahrhundert war sie als Handelsplatz Kopenhagen weit überlegen. Seit 1236 lebten auch Deutsche in Bergen – erst 1746 verließen die letzten deutschen Kaufleute die Stadt. Bis Ende des 19. Jahrhunderts war sie die größte norwegische Stadt, liegt heute jedoch an zweiter Stelle und gilt bei manchem trotzdem als „heimliche Hauptstadt“. Als Königsresidenz, Hafen- und Hansestadt blickt Bergen auf eine ruhmreiche Vergangenheit zurück.

Vorhang auf für Bergen: Auf Entdeckungstour bei der „Königin der Fjorde“

Wohin es den Besucher zieht, mag dem persönlichen Interesse überlassen bleiben – lohnend ist alles. Alles Sehenswerte ist gut überschaubar und auf kurzen Wegen zu erreichen. Bergen ist eine Stadt wie aus dem Bilderbuch: charmant, bunt, lebenswert und modern. Will man mehr als nur einen oberflächlichen Eindruck erhalten, benötigt man mindesten zwei bis drei Tage Aufenthalt.

Das Stadtbild ist geprägt von seiner Lage „zwischen den sieben Bergen“ – von sieben Bergzügen umrahmt und mit sieben inselgespickten Fjorden verbunden: Mittelpunkt der Stadt ist der Marktplatz.

Bei einem Spaziergang entlang der Nordseite des Hafens bis Bryggen wird die Vergangenheit lebendig. Zweifellos: Ein Besuch im Hafenviertel Bryggen kommt einer Zeitreise gleich. Gewusst? Die „Tyskebryggen“ (deutsche Brücke) war das Quartier der deutschen Hanse. Der vielleicht berühmteste Stadtteil Norwegens war 400 Jahre lang in der Hand der Lübecker Kaufleute.

In der nordwestlichen Fortsetzung der Bryggen liegt die – einst die Hafeneinfahrt beherrschende – Festung Bergenhus mit der mittelalterlichen Håkonshalle. Der benachbarte, wuchtige Rosenkranzturm wurde 1568 als Residenz und Verteidigungsanlage fertiggestellt.

Bergen in Norwegen
Traumhafter Anblick in Bergen, Bild: S-F / shutterstock

Ebenfalls sehenswert ist die unweit gelegende Marienkirche aus dem 12. Jahrhundert, eine der der ältesten Steinkirchen Norwegens.

Akvariet – willkommen im größten Aquarium Westnorwegens! Am nahegelegen Dokkeveien dokumentiert Bergens Seefahrtsmuseum die Entwicklung der norwegischen Seefahrt. Neben spektakulären Funden aus der Wikinger- sowie Hansezeit sind auch heimisches Seegetier und exotische Meeresbewohner zu sehen.

Indes lockt das Kunstmuseum am Stadtsee Lille Lungegårdsvann mit vorrangig norwegischen Kunstwerken von der Renaissance bis zur Gegenwart.

Im Sommer herrscht auf dem Fischmarkt/Fisketorget dichtes Gedränge. Ein Besuch lohnt: Die Waren sind durchweg von guter Qualität, die Preise etwas höher als woanders.

Tipp: Alle Wege führen zum Fisketorget am Hafen und zum Platz Torgallmenning. Das Auto sollten Sie vorher in einem Parkhaus stehen lassen. Die meisten Besucher, die von Süden kommen, parken nahe der Haltestelle der Stadtbahn Bybanen und fahren mit dieser bis Endstation Stadtmitte.

Die perfekte Route und schönsten Streifzüge auf einen Blick

  • Weg 1 führt rund um den Vågen: An der Nordseite erhebt sich düster und massig die Festung Bergenhus. Weitere Besucherziele sind die Marienkirche, Bryggen, das Hanseatische Museum, die Domkirche, Torget und das Aquarium.
  • Weg 2 führt rund um den Lille Lungegårdsvann. Sehenswert sind hier das Permanenten, das Kunstgewerbemuseum und die Rasmus-Meyer-Sammlungen.
  • Weg 3 führt rund um die Universität, die sich auf einer Anhöhe am Südende der Christiesgate über der Bergener Innenstadt erhebt. Mehrere Museen gewähren interessante Einblicke in die religiöse und profane Kunst aus der Wikingerzeit, dem Mittelalter und der Renaissance. Auf dem Rückweg lohnt ein Besuch im Café Opera. Das kleine Caférestaurant verwöhnt seine Gäste mit tollen Gerichten, Musik und Kunst.

Bergen mit allen Sinnen entdecken

Stöbern, shoppen, staunen: Bergen begeistert mit schicken Restaurants, hübschen Cafés und individuellen Übernachtungsmöglichkeiten. Verweilen im Charme der alten Zeit, mit toller Aussicht, rustikal und elegant zugleich – in Bergen findet jeder das perfekte Domizil.

Tipp: Vom Fløyen aus liegt den Besuchern ganz Bergen zu Füßen. Mit der Standseilbahn geht es hinauf zum Floyfjell auf eine Höhe von 320 Meter. Es geht noch höher: Wer mag, steuert mit der Seilbahn den Aussichtsberg Ulriken (642 Meter) an, und genießt von dort eine wunderschöne Aussicht auf Bergen und die Fjordlandschaft. Beide Berge sind hervorragend für Wanderungen geeignet.

Wer in Bergen weilt, weilt zwischen Fjell, Fjorden und Küste: Ein lohnender Abstecher führt von Bergen durch ein Labyrinth mehrfach überbrückter Fjorde auf die Inseln Store und Sotra. Auf wenigen Kilometern wandelt sich die üppig grüne Landschaft zur erschreckend rauen Urweltszenerie der felsigen Schärenküste.

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