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Jackson, Hauptstadt von Mississippi
Jackson, Hauptstadt von Mississippi, Bild: Sean Pavone / shutterstock

Mississippi – Magnolienstaat in den Vereinigten Staaten von Amerika

Mississippi gehört zu den Bundesstaaten in den USA. Er ist der Gruppe der Südstaaten zugehörig und hat rund drei Millionen Einwohner. Die Hauptstadt, die gleichzeitig auch die größte Stadt in Mississippi ist, heißt Jackson. Benannt wurde der Staat nach dem berühmten Fluss Mississippi River. Zudem ist er unter dem Beinamen Magnolia State bekannt.

Geografie und klimatische Verhältnisse – flach, warm und niederschlagsreich

Mississippi River
Der Mississippi, hier an der Vicksburg Bridge in Vicksburg, Bild: TLF Images / shutterstock

Der US-amerikanische Bundesstaat Mississippi zeichnet sich durch eine flache Beschaffenheit aus. Nur im nordöstlichen Teil gibt es mehrere Erhebungen, die allerdings nicht sonderlich hoch sind. Wanderer, Kletterer und Bergsteiger bevorzugen andere Urlaubsregionen in den USA. Im Süden verfügt Mississippi über einen schmalen Küstenstreifen. Die angrenzenden Bundesstaaten sind Tennessee, Alabama, Arkansas und Louisiana.

In klimatischer Hinsicht gilt Mississippi als eine der wärmsten Regionen des Landes. Das feuchte und subtropische Klima sorgt für eine üppige Vegetation, aber auch für eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine Vielzahl an Niederschlägen.

Bevölkerungsgruppen, Religionsgemeinschaft und Lebensbedingungen – Mississippi als Wiege der Unterschicht

Fast 3 Millionen Menschen haben einen Wohnsitz in Mississippi. 37,5 % der Bevölkerung haben eine dunkle Hautfarbe oder werden als Afroamerikaner bezeichnet. Von daher ist Mississippi der US-Bundesstaat mit dem größten Anteil an dunkelhäutigen Einwohnern. Die dominierende Glaubensgemeinschaft ist die Southern Baptist Convention, die rund 920.000 Angehörige für sich verbuchen kann. An zweiter Stelle kommt mit deutlichem Abstand die United Methodist Church, gefolgt von der Katholischen Kirche.

Wenn man die Lebensbedingungen in Mississippi mit anderen Bundesstaaten vergleicht, sieht es nicht sonderlich gut aus. In Sachen Finanzen, Bildung und gesundheitliche Versorgung liegt der Staat abgeschlagen auf den hinteren Rängen. Ungefähr ein Fünftel der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze.

Die Geschichte von Mississippi – bewegtes Leben in der Vergangenheit und Gegenwart

Die Ureinwohner Mississippis waren die indianischen Völker Caddo, Chickasaw, Choctaw und Natchez. Die ersten europäischen Siedler stammten aus Frankreich. Im 18. Jahrhundert kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen ihnen und den Natchez, woraufhin das indianische Volk nicht mehr wirklich existierte und die Franzosen die Gegend verließen. Im Laufe der Zeit nahmen auch Briten und Spanier Teile des Gebiets ein, wobei das Plantagensystem mit der Sklavenhaltung von den Franzosen eingeführt wurde. Bis zum Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg war Mississippi als größter Produzent von Baumwolle in den Staaten bekannt.

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Im Dezember 1817 erfolgte die Aufnahme des Territoriums in die Union. In den 1830er-Jahren profitierten die Einwohner von einem Wirtschaftsboom. Etwa zehn Jahre später folgte eine Überschuldung, weshalb im Jahr 1840 Mississippi Staatsbankrott anmelden musste. 1861 sagte sich der Staat ebenso wie South Carolina zuvor von der Union los.
1966 war Mississippi der letzte US-Staat, der die Prohibition abschaffte. Ein Jahr später wurde die bis dahin verbotene Mischehe zugelassen.

Erst 1995 wurde die Abschaffung der Sklaverei in die Wege geleitet. Weil die Zustellung des Beschlusses an das Federal Register viel Zeit in Anspruch nahm, trat das neue Gesetz erst am 7. Februar 2013 in Kraft.

Das 21. Jahrhundert stand bislang im Zeichen des Hurrikans Katrina, der im August 2005 einen guten Teil des Landes zerstörte und der Debatte zum Thema Rassismus, die nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd aufkam. Als Folge davon wurde die alte Staatsflagge Mississippis durch eine neue Flagge ersetzt.

Sehenswürdigkeiten in Mississippi – Geheimtipp für Touristen in den USA

Gulfport, Mississippi
Gulfport in Mississippi, Bild: George Dodd III / shutterstock

Mississippi ist zwar keines der meist besuchten Reiseziele in den Vereinigten Staaten von Amerika, hat sich aber im Laufe der Jahre zu einem echten Geheimtipp entwickelt und hat durchaus so einiges zu bieten.

In der Hauptstadt Jackson befindet sich das Mississippi State Capitol, welches als Sitz der Regierung fungiert. Es befindet sich in der High Street und wurde im 19. Jahrhundert erbaut. Wer sich für Geschichte interessiert, sollte unbedingt eine Führung buchen. Von den Reiseleitern erhalten die Urlauber eine Vielzahl an interessanten Informationen. Zudem spricht für die Führung, dass sie kostenlos angeboten wird. In Sachen Architektur gibt es an diesem Bauwerk auch eine Menge zu entdecken. Ein beliebtes Fotomotiv ist der Eagle at the top of the Dome.

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In der Vergangenheit befand sich der Regierungssitz von Mississippi im Alten Staatskapitol, welches inzwischen ein Museum beherbergt und den Namen Old Capitol Museum trägt.
Das Institute for Marine Mammal Studies ist eines der Highlights in Gulfport, der zweitgrößten Stadt in Mississippi. Hier fühlen sich Menschen in sämtlichen Altersklassen wohl. In der gepflegten Anlage leben unterschiedliche Tiere, die im Meer zu Hause sind. Vor allem Kinder haben große Freude an Shows mit Bewohnern des Wassers. Viele Besucher nutzen die Gelegenheit, um sich einen Traum zu erfüllen und mit Delfinen in einem Becken zu schwimmen.

Liebhaber von langen Strandspaziergängen zieht es in erster Linie nach Biloxi. Dort ist das Wasser schön warm, und der Sand fällt sanft in das Meer ab. Urlauber mit kleinen Kindern verbringen ihre Zeit sehr gerne an diesem Küstenabschnitt, der sich am Golf von Mexiko befindet. Für Schwimmer ist das Wasser nicht tief genug, aber dafür kann man hier ganz entspannt am Ufer spazieren.

Eine echte Besonderheit findet man in Vicksburg. Im National Military Park erwartet die Urlauber eine Reise in die bewegte Vergangenheit, was vor allem an den Schlachtfeldern und Gedenksteinen erkennbar wird. Eine geführte Tour unter der Leitung eines fachkundigen Reiseführers dauert etwa zwei Stunden.

Die nach der ersten Siedlung in Mississippi benannte Stadt Natchez genießt den Ruf eines wahrhaftigen Architektur-Juwels. Das liegt an der Tatsache, dass sich zahlreiche Gebäude der Antebellum-Architektur aus dem 19. Jahrhundert in einem sehr guten Zustand befinden. Ein großer Teil davon wurde im Greek-Revival-Stil erbaut.

Eine USA-Reise muss nicht zwangsläufig nur nach New York City, Florida oder Kalifornien führen. Bundesstaaten wie Mississippi sind echte Rohdiamanten und haben auf alle Fälle eine Chance auf ein näheres Kennenlernen verdient